Autor Thema: Von der Hingabe seiner Selbst an Gott  (Gelesen 5971 mal)

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Von der Hingabe seiner Selbst an Gott
« Antwort #10 am: 31. Januar 2017, 14:26:04 »
Von der Hingabe seiner Selbst an Gott

Pater Jean-Nicolas Grou SJ


Gründe,
sich Gott hinzugeben


8. Grund: Die vom Evangelium vorgeschriebene Selbstverleugnung ist das gleiche, wie die Hingabe an Gott.

Jesus Christus hat gesagt: „Wenn jemand mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (Matth. 16, 24). Das sind die zwei Bedingungen, die Er von jedem fordert, der ihm nachfolgen will: sich selbst verleugnen und sein Kreuz tragen. Aber diese beiden Bedingungen setzen voraus und schließen in sich die Hingabe an Gott, und sie sind eigentlich nur deren Verwirklichung.

Sich verleugnen in dem Sinne, wie Jesus Christus es versteht, heißt, sich in die Hände Gottes hingeben, damit Er uns, die wir Sünder und Unvollkommen sind, gerecht und vollkommen mache; heißt Ihm alle unsere Fähigkeiten hingeben, damit Er sie reinige; heißt, abstehen von unseren eigenen Wegen, damit Er uns führend durch Seine eigene Gnade, uns zu einer Heiligkeit bringe, die Seiner würdig ist. Der Christ verleugnet sich nur, um sich Gott hinzugeben; sobald er sich selbst verleugnet, gehört er nicht mehr sich, er gehört Gott. Die Übung der Selbstverleugnung besteht darin, in uns alles zu bekämpfen und zu zerstören, was uns hindert Gott anzugehören. Man muß also den Weg der Nachfolge des Erlösers betreten durch einen allgemeinen Akt der Selbstverleugnung, welcher der Hingabe unserer selbst an Gott entspricht, und dann zur Selbstverleugnung im einzelnen schreiten, die Gott fortwährend von uns verlangt, indem Er uns uns selber absterben läßt, um nur für Ihn zu leben.

Ebenso das Kreuz nehmen und es tragen heißt täglich, wie aus der Hand Gottes, alle Leiden, alle Widersprüche, alle Demütigungen annehmen, die uns von irgendwelcher Seite herkommen, von Gott, von den Menschen, oder vom bösen Geist; heißt sich nicht darüber beklagen, sondern sie ertragen mit Ergebung, mit Geduld, mit Liebe. Das kann man aber nicht, wenn man nicht erkennt, daß Gott das Recht hat, über unsere Person und über alles, was uns angehört, zu verfügen, und daher frei ist, mit uns zu tun, wie es ihm gefällt. Und wir müssen solch einen Stand der ständigen Hingabe an den Willen Gottes erreicht haben, wenn wir mit Job sprechen wollen: „Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen: der Name des Herrn sei gebenedeit.“ Ist es möglich, so zu reden und zu denken, ein unterwürfiges und friedliches Herz zu bewahren inmitten aller Art von Leiden, wenn man sich nicht ganz Gott hingegeben hat mit dem Willen, sich nie zurückzunehmen, in welcher Lage man sich auch befindet? Ist es nicht offenbar, daß unsere Klagen, unser Murren, unser Widerstand gegen das Kreuz ihre Quelle haben im Eigensinn, in der Eigenliebe, mit einem Wort, in einer Natur, die noch nicht geheiligt ist und die noch in sich und für sich lebt? Man darf sich also nicht schmeicheln, Jesus Christus nachzufolgen durch den Weg der Selbstverleugnung und des Kreuzes, wenn man nicht angefangen hat, sich ganz Gott hinzugeben.

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Von der Hingabe seiner Selbst an Gott
« Antwort #11 am: 01. Februar 2017, 20:25:58 »
Von der Hingabe seiner Selbst an Gott

Pater Jean-Nicolas Grou SJ


Gründe,
sich Gott hinzugeben


9. Grund: Der Titel „Kinder Gottes“ legt uns die Pflicht auf, ihm uns hinzugeben.


Als Christen sind wir Kinder Gottes; wir empfangen in der Taufe die Gnade der göttlichen Kindschaft, eine Kindschaft, deren Charakter unauslöschlich ist, und wir übernehmen die heilige Verpflichtung, als Kinder Gottes zu leben. Aber dieser Charakter würde sich zu unserer Verdammnis kehren, wenn wir ihn durch unser Betragen verleugnen würden. Denn der hl. Paulus erklärt, daß diejenigen Kinder Gottes sind, welche geleitet werden vom Geiste Gottes. Die anderen haben davon den Titel, aber sie erfüllen seine Verpflichtungen nicht.

Der Geist Gottes ist ein Geist der Liebe, ein Geist der Gnade, ein übernatürlicher Geist, der uns über uns selber erhebt, der uns in andere Menschen umwandelt und der uns Gott ähnlich macht in unsern Gedanken, in unsern Begierden, in unsern Handlungen. Dieser Geist Gottes, ebenso sanft als mächtig, tut uns keine Gewalt an; Er leitet uns nur insoweit, als wir beistimmen, von Ihm geleitet zu werden. Damit also der Geist Gottes uns in allen unsern Schritten, sei es im Innern, sei es im Äußern, leite, müssen wir uns Ihm hingeben, müssen Ihm alle Macht über unsern Willen abgetreten haben und müssen Ihn über uns verfügen lassen nach Seinem Wohlgefallen. Wenn wir uns noch angehören, wenn wir vorgeben, berechtigt zu sein in irgendetwas und selbst zu regieren, wenn wir dem Geist Gottes den leisesten Widerstand entgegensetzen, so wird es nicht wahr, daß Er uns in allem leitet, und wir werden nicht als Kinder Gottes handeln in den Sachen, wo Seine Tätigkeit nicht die unsrige leitet. Das ist eine offenkundige Folgerung aus der Lehre des Apostels.

Bemerken wir noch, und diese Lehre ist sehr wichtig, daß wir als Menschen und vernünftige Wesen in allem der Vernunft folgen müssen und daß wir uns nie etwas erlauben dürfen, was sie nicht gut heißt. Ebenso als Christen müssen wir in allem dem Geist Gottes folgen und uns nie von ihm weg verirren.

Jede innere Gesinnung, jede äußere Handlung, die der Geist Gottes nicht als die Seinige erkennt, ist in einem Christen strafwürdig oder verdient wenigstens kein Lob und ist ihm ganz und gar unnütz für das Seelenheil. Nach dieser Regel, die unstreitig wahr ist, wie viel verlorene Werke für den Himmel, wie viel leere Stunden im Leben der meisten Christen! Woher kommt diese Nutzlosigkeit, dieser unermeßliche Verlust so kostbarer Augenblicke? Daher, daß sie sich nicht Gott hingegeben haben, um von Seinem Geiste beherrscht zu werden.
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« Antwort #12 am: 02. Februar 2017, 21:49:56 »
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10. Grund: Die Heiligung unserer gewöhnlichsten Handlungen legt uns die gleiche Pflicht auf.

Der heilige Paulus, aus welchem Jesus Christus sprach, macht es allen Christen zur Pflicht, in allem zur Ehre Gottes zu handeln und so ihre Handlungen, auch die gewöhnlichsten wie essen und trinken zu heiligen. Er befiehlt ihnen dadurch, sich in allem ein übernatürliches Ziel zu setzten und auch die niedrigsten und ganz irdischen Handlungen, denen uns unsere Verhältnisse unterwerfen, zu überhöhen durch die Heiligkeit der Absicht. Aber es ist uns nicht möglich, das zu tun, wenn Gott nicht der gewohnte Gegenstand unsrer Absicht, wenn Er nicht der unumschränkte Herr unseres Geistes und Herzens ist. Anderenfalls werden uns die Dinge dieser Erde, die so sehr unsere Sinne und unsere Einbildungskraft beeinflussen und die so leicht unsere Leidenschaften aufwecken, an sich ziehen, uns von unserem Ziele abwenden und uns dahin bringen, sie zu suchen wegen der ihnen eigenen Annehmlichkeit.

Wenn sie uns nicht zu verbrecherischen Ausschreitungen veranlassen, werden sie uns doch mit einer Unzahl von leichten Fehlern beflecken; sie werden uns oft Gott und die Würde unseres Standes aus dem Auge verlieren lassen, um uns dem Zauber einer Kleinigkeit hinzugeben, um uns zu sehr mit den Bedürfnissen und Annehmlichkeiten des Körpers und mit dem, was der Sinnlichkeit, der Eitelkeit, der Neugierde schmeichelt, zu beschäftigen. Wenn man nicht ganz Gott hingegeben ist, bemerkt man diese Menge von Unvollkommenheiten nicht, die doch wie Staub die Reinheit und den Glanz unserer Seele trüben. Sie werden fühlbar und man erkennt recht den Schaden, den sie uns zufügen, nur durch das göttliche Licht, welches zu diesem Zwecke nur jenen Seelen mitgeteilt wird, von denen Gott vollkommen Besitz genommen hat. Wenn Gott in uns herrscht wird Er nie dulden, daß wir auch nur in den kleinsten Sachen zu einem Zwecke handeln, der Seiner nicht würdig ist und der sich nicht auf Seine Ehre bezieht. Sooft wir davon abirren, wird Er uns Vorwürfe machen und mit Anwendung der ganzen Kraft der Gnade wird Er uns einsprechen, täglich auf vollkommenere Art zu handeln. Aber Gott wird erst von dem Augenblick an anfangen, Sein Reich in uns zu gründen, in welchem wir uns Ihm gänzlich hingegeben haben, um keine andere Liebe mehr zu haben als die Seine, keine andere Absicht, als die, Ihm zu gefallen. Bis dahin wird man blind sein selbst in betreff der Grundlagen der christlichen Vollkommenheit und der unermeßlichen Einzelheiten, die sie einschließt. Man wird sich davon nur falsche Ideen machen, von denen man nicht abgehen will. Man hat kein Gefühl für die Vollkommenheit, man übt sie nicht, und unter dem niedrigen Vorwand, daß das Heil nicht daran geknüpft sei, lacht man jene aus, welche sie üben und predigen, und man hat eine geheime Abneigung gegen sie.

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« Antwort #13 am: 03. Februar 2017, 21:08:59 »
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11. Grund: Die Notwendigkeit, sich Gott hinzugeben, ist inbegriffen im Gebet des Herrn.

Jesus Christus hat mit Seinem eigenen Munde das Gebet gelehrt, welches jeder Christ an Gott richten muß, und Er hat darin alle Bitten eingeschlossen, die er stellen muß. Es gibt wenige, welche es nicht zweimal am Tage beten, am Morgen und am Abend. Aber verstehen sie es auch? Sprechen sie es aus dem Grunde des Herzens? Betätigen sie, was es enthält? Es fehlt dies bei den meisten; denn um Verständnis und praktische Verwirklichung dieses Gebetes zu haben, muß man ganz Gott angehören. Kann man Gott mit dem Namen Vater nennen, kann man im Herzen jene Gesinnungen haben, welche dieser Name hervorrufen muß; kann man sich benehmen wie ein Kind sich einem solchen Vater gegenüber benehmen soll, wenn man ihm nicht ganz hingegeben ist?

Erwägen wir recht alle Eigenschaften und alle Rechte dieses Titels eines Vaters, der Gott ist, erwägen wir alle Pflichten, welche uns die Ehrfurcht, die Liebe, die Dankbarkeit, die Abhängigkeit Ihm gegenüber auferlegen: als Seine Geschöpfe, Seine angenommenen Kinder, und urteilen wir dann selber, ob die erste und unerläßlichste Pflicht nicht darin bestehe, Ihm unwiderruflich unser Herz zu schenken. Wir bitten Ihn vor allem, daß Sein Name geheiligt werde, d.h. daß alle Ehre, welche diesem unaussprechlichen Namen gebührt, Ihm erwiesen werde.

Und durch wen erwiesen werde? Durch alle vernünftigen Geschöpfe und besonders durch uns. Unser ganzes Leben soll also nichts anderes sein als eine fortgesetzte Heiligung des Namens Gottes, ein fortwährender Wunsch, daß Er geheiligt werde durch andere Menschen. Der Eifer für Seine Ehre muß uns entflammen, muß uns fortwährend verzehren beim Anblick der vielen Beleidigungen, die Ihn verunehren. Die Hingabe unseres Herzens ist das einzige Mittel, das uns in diese Verfassung versetzen kann. Und wenn es so wenige Christen gibt, die in dieser Stimmung sind, so kommt es daher, daß es sehr wenige gibt, die Gott ihr Herz aufrichtig geschenkt haben.

Welches ist im übrigen die Ehre, die Gott von uns erwartet? Daß Er in allem und über alles geliebt werde. Gott, sagt Sankt Augustin, wird nur durch die Liebe geehrt: alle Seine Gebote beziehen sich und zielen auf die Liebe. Und was ist anders Liebe, als die Hingabe des Herzens samt den Folgen dieser Hingabe?
Wir bitten in zweiter Linie, daß Sein Reich zu uns komme. Welches Reich, wenn nicht das der Liebe? Und wo will Gott diese Reich gründen, wenn nicht in unserm Herzen?

Dieses Reich wird vollendet im Himmel: aber es muß seinen Anfang nehmen auf der Erde. Und kann es in jedem von uns anders geschehen, als durch die Hingabe unseres Herzens?

Gott regiert in uns nur, insoweit Er Herr unseres Willens ist. Er herrscht nur dann über alle unsere Liebesneigungen, wenn sie sich zu einer vereinigen, deren Gegenstand Er ist. Sein Reich gründet sich nur auf die Zerstörung der Eigenliebe, die unser Hauptfeind ist. Aber nur indem wir Gott unser Herz ohne Vorbehalt hingeben, fassen wir den wirksamen Entschluß, daraus die Eigenliebe entschieden zu verbannen, teils durch unsere von der Gnade unterstützten Anstrengungen, teils dadurch, daß wir Gott selber die letzten Schläge führen lassen gegen unsern Feind.

Wir bitten endlich, daß der Wille Gottes erfüllt werde wie im Himmel, so auch auf Erden. Heißt das nicht mit andern Worten, Ihn bitten, daß unsere Herzen Ihm so vollkommen angehören wie die der Seligen? Daß Er von uns nicht mehr Widerstand finde als von ihnen, in allem was Ihm gefällt? Daß wir uns mit dem gleichen Eifer, mit dem gleichen Gehorsam, mit der gleichen Uneigennützigkeit der Erfüllung Seines Willens hingeben? Wenn wir nicht diese Gesinnung in der Seele haben, da wir eine solche Bitte stellen, so ist es klar, daß wir die Absicht Jesu Christi nicht erfüllen und daß wir zum himmlischen Vater nicht beten, wie wir beten sollen. Wir sprechen die Worte aus, aber das Herz diktiert sie nicht, und wie könnten sie von Herzen kommen, wenn es nicht ganz Gott hingegeben ist? Diese heiligen Bitten sind Lügen in unserm Munde, sofern wir Gott versagen, was Er von uns verlangt zur Heiligung Seines Namens, zur Gründung Seines Reiches, zur Erfüllung Seines Willens. Erforschen wir uns ernstlich hierüber.

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« Antwort #14 am: 04. Februar 2017, 20:41:43 »
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12. Grund: Die Absichten Gottes über uns setzen zu ihrer Verwirklichung die Hingabe unser selbst voraus.

Ein anderer Grund, der geeignet ist, uns zu dem Entschlüsse zu bringen uns großmütig Gott hinzugeben, ist dieser: Es gehört unzweifelhaft zu den Grundsätzen des Glaubens, daß Gott jeden seiner Auserwählten zu einem bestimmten Grad von Glorie berufen hat, daß Er ihn folglich zu einem bestimmten Grad von Heiligkeit beruft, daß Er ihm eine bestimmte Reihe von Gnaden bereitet hat, die alle zusammenhängen mit der entscheidenden Gnade der Beharrlichkeit bis zum Ende, daß Er endlich in Rücksicht auf diesen Plan alle Umstände und alle Ereignisse des Lebens vorausgesehen und geordnet hat. Aber es ist offenbar: Um diesen Grad der Glorie zu erreichen, um dieses Maß von Heiligkeit zu erfüllen, um diese Kette von Gnaden nicht zu unterbrechen, um nie aus dieser Ordnung der Vorsehung herauszutreten, ist es notwendig, daß wir unser Herz ganz Gott hingeben im entscheidenden Augenblicke, wo Er uns stark drängt, es Ihm zu geben. Denn Er verlangt es nur von uns, um über uns Seine Absichten der Barmherzigkeit zu erfüllen.

Wenn wir es Ihm verweigern, werden Seine Absichten unerfüllt bleiben und vielleicht werden wir zu Grunde gehen. Ich sage hier, sein Herz Gott verweigern heißt, es Ihm nur teilweise, unter bestimmten Bedingungen, mit bestimmtem Vorbehalt geben.

Diese Bedingungen und diese Zurückhaltungen sind für Gott eine wahre Verweigerung; denn wenn Er unser Herz verlangt, verlangt Er es ganz und unumschränkt.

Wie viele Christen aus allen Ständen, selbst aus den heiligsten, sind gestorben in der Ungnade Gottes, weil sie Ihm die Hingabe ihres Herzens verweigert haben. Wie viele haben sich bedauernswürdige Fälle vorzuwerfen gehabt, von denen sie sich nur mit großer Mühe erhoben haben, ohne sich je mit einem bestimmten Vertrauen versichern zu können, daß Gott sie ihnen verziehen habe. Wie viele haben in der Unvollkommenheit, in Verwirrung und Gewissensangst gelebt. Sie durften sich nie schmeicheln, gut mit Gott zu stehen, weil sie Ihm nicht in allem beistimmten, was Er von ihnen verlangte. Welche Pein für einen Christen ist eine solche Ungewißheit in seinen größten und liebsten Interessen.

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« Antwort #15 am: 05. Februar 2017, 22:10:14 »

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13. Grund: Der beste Gebrauch, den man von seiner Freiheit machen kann, besteht darin, sie in die Hände Gottes zurückzugeben.

Wir wissen alle, daß unsere Vollkommenheit, unser Heil geknüpft ist an den guten Gebrauch unserer Freiheit. Wir wissen ferner, daß wir sie jeden Augenblick mißbrauchen können, daß ein kleiner Fehler uns zu einem größeren führen und uns so stufenweise unsere Verwerfung vollenden kann.

Unsere Schwäche ist äußerst groß; wir können es uns nicht verhehlen. Wir sind belagert von Versuchungen und immer zur Sünde geneigt durch den Hang unseres Herzens. Es ist wahr, die Gnade Gottes fehlt uns nicht, sei es, um uns vor dem Fall zu hüten, sei es, uns von unseren Fällen zu erheben. Aber nichts ist uns alltäglicher, als der Gnade nicht zu entsprechen, und das ist's, was uns schuldig macht. Die Freiheit ist uns gegeben, um uns zu retten, und die meisten gebrauchen sie, um sich zu verderben.

Woher kommt für sie dieses Unglück, und welches ist die erste Ursache davon? Daß sie ihren freien Willen nie in die Hände desjenigen zurückgegeben haben, der ihn allein sicher regieren und der allein ihn verhindern kann, sich links und rechts abzuwenden.

Soweit wir Meister über ihn sein wollen, so lange wir gedenken, selber über ihn zu verfügen, sind wir immer in der nächsten Gefahr, ihn schlecht zu gebrauchen, und wenn diese Anmaßung uns nicht immer in's Verderben führt, so wird sie uns wenigstens nie zur Heiligkeit führen. Wenn wir aber unsere Blindheit und Schwäche demütig erkennen, wenn wir Gott bitten, sich unser anzunehmen, wenn wir entschlossen sind, in keinem Punkte unserem eigenen Urteil zu folgen, wenn wir uns mit Gott beraten, um Seinen Willen zu erkennen, wenn wir warten, bis Er sich uns offenbart, sei es durch innere Einsprechungen, sei es durch die Stimme des Vorgesetzten oder durch guten Rat, dann haben wir keinen Mißbrauch unserer Freiheit zu fürchten; nicht wir sind es mehr, die für uns verantwortlich sind: es ist Gott, der für uns bestimmt. Die Sorge, die Er für Seine Ehre, die zarte Liebe, die Er zu uns hat, schützen uns vor jeder Klippe und werden uns unfehlbar an den Strand der glückseligen Ewigkeit führen. Überzeugt von dieser Wahrheit, können wir einen Augenblick zögern, Gott die Leitung unserer Freiheit anzuvertrauen? Wie dürfen wir einen einzigen Schritt aus uns machen, wie Pläne bilden, wie uns in Unternehmungen hineinwerfen, von denen wir nicht wissen, was sie für Folgen haben für unser Seelenheil? Diese Pläne, sagst du, diese Verbindlichkeiten haben nichts Böses an sich; ich finde nichts daran, was im geringsten mein Gewissen berührt. Das kann sein, aber du weißt nicht, was daraus folgen wird für deine Seele. Du weißt nicht, ob jener Lebensstand, jene Verbindung, jene Reise, jener Wohnungswechsel nicht für dich Gelegenheit zur Sünde, die Ursache zum Verderbnis deiner Grundsätze, deiner Sitten wird. Der Abgrund zeigt sich dir nicht beim ersten Schritt, den du auf dem Wege machst, aber vielleicht ist einer vorhanden. Gott sieht ihn und wird dich vor ihm bewahren, wenn du entschlossen bist, keinen Schritt zu tun, ohne Ihn um Rat zu fragen.
Aber wie, erwiderst du, hat Gott mir die Freiheit gegeben, daß ich derselben entsage und mich zu einer ständigen Sklaverei zwinge? Kann ich also nichts mehr über mich verfügen? Gott hat dir die Freiheit gegeben, damit du sie zu Seinem Dienste anwendest und daß du sie immer Seinem Willen untertänig haltest. Er hat dich nicht frei gemacht, um dich zu bevollmächtigen dich Seiner Abhängigkeit zu entziehen, sondern damit diese Abhängigkeit freiwillig und von deiner Wahl sei. Er läßt dich die Rechte erkennen, die Er über dich hat, das Bedürfnis, das du hast, von Ihm abzuhängen, die Vorteile, die sich hieraus für dich ergeben, die Gefahren, die du läufst, wenn er dich nicht beständig bei der Hand hält. Kannst du es leugnen, daß der beste Gebrauch, den du von deiner Freiheit machen kannst, darin besteht, daß du sie gebrauchst nach den Absichten Gottes, indem du sie Ihm weihest, damit Er sie beherrsche durch Seine Vorsehung und durch Seine Gnade? Du nennst das, dich der Sklaverei überlassen? Im Gegenteil, das heißt, dich in die volle Freiheit der Kinder Gottes zu versetzen. Du verfügst in allem über dich selbst, aber unter dem Wohlgefallen Gottes, aus dem du auch das deinige gemacht hast durch deine Hingabe an Ihn. Wenn das eine Knechtschaft ist, so ist es die der Liebe, die der Engel und Heiligen im Himmel; es ist die Quelle ihres Glückes. Auch du wirst nie anders glücklich werden, weder in diesem noch im anderen Leben.

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« Antwort #16 am: 06. Februar 2017, 18:51:01 »
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14. Grund: Die Hingabe seiner selbst an Gott ist der Schlüssel zum Evangelium.

Wir alle haben das größte Interesse, das Evangelium zu hören; denn es ist ja die Richtschnur unserer Sitten und auch die Richtschnur, nach welcher wir gerichtet werden durch Jesus Christus, der uns dieselbe gegeben hat. Diese Richtschnur begreift zwei Sachen in sich: die Lehre Jesu Christi und Sein Beispiel, welch letzteres die treue und unfehlbare Erklärung der erstem ist. Aber niemals werden wir diese Lehre noch diese Beispiele verstehen, noch weniger werden wir Geschmack daran finden und es uns zur Pflicht machen, sie zu befolgen, wenn wir nicht damit anfangen uns ernstlich Gott hinzugeben. Der Grund davon ist klar: Alles, was Jesus Christus getan und gelehrt hat, ist übernatürlich; alles geht über unsere natürliche Einsicht, und wir können nur soviel Verständnis davon haben, als die Gnade uns erleuchtet.

Aber Gott erleuchtet unseren Geist nur soweit, als wir ihn Ihm unterwerfen und als Er ihn gelehrig findet für Seine Eingebungen. Er wird also nur unvollkommen erleuchtet, wenn er nicht in vollständiger Abhängigkeit vom Geiste Gottes sein wird. Daher kommt es, daß so wenige Christen eine etwas tiefere Erkenntnis der christlichen Moral haben. Die Heiligen selber verstanden sie nicht, bevor sie sich nicht Gott hingegeben. Der Hl. Augustin gesteht es in seinen Bekenntnissen. Wie vielen sonst noch so gelehrten Leuten könnte man bezüglich der christlichen Moral sagen, was Jesus Christus zu Nicodemus sprach: „Du bist ein Meister in Israel und weißt diese Sachen nicht.“ (Joh. 3, 20). Ein Unwissender, eine schlichte Frau, die Gott von ganzem Herzen dient, könnte dich unterrichten.

Gegen diese Moral, die unsere Einsicht übersteigt, unsere natürlichen Neigungen bekämpft, haben der Stolz und die Eigenliebe eine maßlose Abneigung. Wer sich nur in etwas selber studiert, kann sich das nicht verhehlen, und weil man keinen Geschmack daran hat, erfindet man so viele falsche Gründe, sich davon zu dispensieren. Welches ist aber das einzige, das erfolgreiche Mittel, diesen Widerwillen, diese Abneigung zu überwinden? Kein anderes, als sich ganz und gar loszulösen von den Geschöpfen und von sich selber, um sich ganz Gott hinzugeben.

Bis man das zu Stande gebracht hat, wird man die christliche Moral immer betrachten als ein peinliches Joch, dem man sich so wenig als möglich unterziehen wird, wie eine drückende Last, die man sich zu erleichtern sucht. Aber wo findet eine einzige aufrichtig Gott hingegebene Person, die es nicht fühlt und die es nicht laut bekennt, daß das Joch Christi voll Süßigkeit und seine Bürde leicht ist? Es ist die Liebe zu Jesus, die so spricht, und Gott erfüllt die Seele mit dieser Liebe zur Belohnung, daß sie Ihm ihr Herz geschenkt hat.

Endlich geht die christliche Moral über unsere natürlichen Kräfte. Wenn wir sie auch vollkommen verstehen, wenn sie für uns lebhaften Reiz hätte, so bedürfen wir doch einer speziellen Gnade, um zur Ausführung zu kommen, um nicht zurückzuschrecken vor den Schwierigkeiten, um die Hindernisse zu überwinden und um bis zum Ende im Kampfe gegen uns selbst zu verharren. Wem gewährt Gott diesen vorzüglichen Beistand? Etwa den nachlässigen, lauen Seelen, die Ihm nur dienen aus Furcht zu Grunde zu gehen, oder wie Mietlinge, die mit Ihm markten und Ihm so wenig wie möglich geben, kurz denen, die sich mehr lieben als Ihn? Nein dieser Beistand ist vorbehalten den redlichen, geraden, großmütigen Seelen, die sich Gott unbedingt hingegeben haben und die Ihm ungeteilt angehören wollen. Was kann Gott demjenigen versagen, der Ihm alles geschenkt hat, der entschlossen ist, alles zu leiden, um ihm zu gefallen, der sich seiner Leitung überläßt und Ihm alles Recht über sich übergeben hat?

Das Verständnis, der Sinn für das Evangelium, das Leben nach demselben sind also die sichere Frucht von der Hingabe seiner selbst an Gott.

Haltet hier ein wenig inne, ihr Christen, und überdenkt das, was ihr soeben gelesen habt. Habt ihr bisher die Erwägung gemacht, die ich euch vorgelegt habe? Findet ihr sie wahr, gerecht, wichtig, entscheidend für euer ewiges Heil und selbst für euer zeitliches Glück? Wenn dem so ist, so danket Gott; aber nachdem ihr Seine Stimme gehört, verhärtet eure Herzen nicht. Opfert Ihm dieses Herz, das Er von euch verlangt, und zu dessen Opfer euch so viele Gründe drängen.
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« Antwort #17 am: 07. Februar 2017, 13:59:34 »
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Welches müssen die Eigenschaften
der Hingabe seiner selbst
an Gott sein?

Aber welche Eigenschaften muß diese Hingabe seiner selbst an Gott haben? Jedermann kann leicht begreifen, daß diese Hingabe derart sein muß, wie Gott sie verdient, wie Er sie wünscht oder vielmehr von jedem Christen verlangt durch das Gebot, ihn zu lieben, endlich so, wie er es von jedem besonders verlangt. Er spricht sich darüber aus durch seine Einsprechungen; es handelt sich nur darum, auf die Gnade zu hören und entschlossen zu sein, mit ihr zu wirken. Diese Hingabe muß in ihrer ganzen Ausdehnung und aus der vollen Aufrichtigkeit des Herzens gemacht werden. Sie muß ganz, unbedingt, unwiderruflich sein: ganz, um nichts auszunehmen, unbedingt, um keine Bedingung zuzulassen, unwiderruflich, damit sie alle Augenblicke des Lebens bis zum letzte Augenblick umfasse. Diese drei Worte begreifen alles in sich.

Geben wir uns also Gott hin so viel als möglich, wie Er sich selbst uns geben will in der Ewigkeit, völlig, ganz, für immer, mit einer unbegreiflichen Liebe. Ist es zu viel, daß wir, die wir Gott alles schulden, die wir uns selbst nur soweit recht lieben, als wir Gott lieben, die wir nicht anders glücklich sein können als durch Seinen Besitz, ist es zu viel, sage ich, daß wir ihm gehören in der kurzen Zeit unsres Lebens, wie Er sich verpflichtet hat, uns anzugehören von Ewigkeit zu Ewigkeit?

Geben wir uns Gott hin, wie Jesus Christus, unser Vorbild, Sich Seinem Vater hingegeben hat. Die Hingabe des Erlösers ging so weit als möglich; und die unsrige muß der Seinigen gleichen, so weit sie es kann. Jesus Christus hatte in Sich die Fülle der Gnade, und Er erwiderte sie in der Fülle der Hingabe. So soll unsere Liebe entsprechen dem Maße der Gnade, die Gott uns gibt. Gott verlangt nicht mehr, aber Er verlangt auch nicht weniger. Es ist Sein Wille, daß keine Gnade verloren gehe.

Geben wir uns Jesus Christus hin, wie Jesus Christus Sich uns hingegeben hat. „Er hat mich geliebt“, können wir mit dem Hl. Paulus sprechen, „und er hat sich für mich hingegeben“. Zu was hat Er Sich hingegeben? Zu allem, was die Gerechtigkeit Gottes von Ihm verlangt hat, um mich von der Hölle zurückzuhalten und mir den Himmel zu öffnen. Mit welcher Liebe hat Er Sich hingegeben? Wer könnte es aussprechen oder selbst nur begreifen?

Was verlangt Er von mir als Gegengabe? Daß ich Ihn liebe und mich Ihm hingebe. Nicht zufrieden, Sich einmal für uns am Kreuze geopfert zu haben, fährt Er fort Sich täglich auf unseren Altären zu Opfern. Er gibt Sich uns, Er vereinigt Sich mit uns, Er verkörpert Sich in uns durch die Hl. Eucharistie, so oft wir uns dem Tische des Herrn nahen.

Kann ich weniger tun, als Ihm alles geben, was ich bin, wie Er mir alles gibt, was Er ist: Sein Fleisch, Sein Blut, Seine Seele, Seine Gottheit.

GOTTES HANDELN IST IMMER LIEBE,
AUCH WENN WIR IHN NICHT VERSTEHN.

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Von der Hingabe seiner Selbst an Gott
« Antwort #18 am: 08. Februar 2017, 19:21:49 »
Von der Hingabe seiner Selbst an Gott

Pater Jean-Nicolas Grou SJ


III. Von den Vorteilen
der Hingabe seiner selbst an Gott


Betrachten wir nun, welche Vorteile aus einer solchen Hingabe uns erwachsen. Was man im allgemeinen von denselben sagen kann, ist das, daß sie unermeßlich sind und daß sie alles übersteigen, was der menschliche Geist fassen kann. Vorab, was das zukünftige Leben betrifft, ist sicher, daß es keinen Vergleich gibt zwischen dem Glücke der gewöhnlichen Auserwählten und dem einer Seele, die sich hienieden Gott ohne Vorbehalt hingegeben hat. Denn was Gott im Himmel belohnt, sind nicht so sehr die guten Werke, als vielmehr die Gesinnung des Herzens und die Liebe, die man für Ihn gehabt haben wird. Es hängt nicht von uns ab, große Dinge für Gott zu tun; aber es hängt von uns ab, Ihn innig zu lieben. Welches wird also der Lohn einer Seele sein, die, indem sie sich Gott vollkommen hingegeben, Ihn so sehr geliebt hat, als er gewünscht, daß sie Ihn liebe, so viel, als sie Gnaden gehabt, Ihn zu lieben, soviel als Ihr Herz fähig war zu lieben. Nach einer solchen Hingabe, die alle erforderlichen Eigenschaften gehabt hat und die, trotz aller unvermeidlichen Fehler der menschlichen Schwachheit, beständig in Ausübung gebracht worden ist, hat der Christ, zu welcher Zeit und auf welche Art er sterben mag, etwa zu fürchten durch das Fegfeuer zu gehen? Nein, er wird geradewegs in den Himmel gehen, der geöffnet ist der reinen Liebe, so lange er immer fortschreitet, insofern er treu ist und nicht rückfällig wird. Welch einen Schatz von Verdiensten sammelt er sich jeden Augenblick durch die Geringste seiner Handlungen wegen der Vorzüglichkeit seiner Gesinnungen!

Ohne sein eigenes Interesse auszuschließen, denkt er gewöhnlich nicht an dasselbe; er hat es nicht im Auge, so sehr ist er beschäftigt mit Gott und Seiner Liebe. Aber je mehr er sich vergißt, denkt Gott an ihn und anerkennt das, was Er einzig für ihn tut. Gott, der die Liebe selber ist, wird mit unaussprechlicher Freude alle seine Reichtümer verschwenden zugunsten einer Seele, die für Ihn ganz Liebe ist.

Bezüglich des gegenwärtigen Lebens gibt es keine glücklichere Lage als die einer Seele, die sich ganz Gott hingegeben hat. Das Gegenteil zu denken ist ein Irrtum, ebenso lästerlich gegen Gott als schädlich der Frömmigkeit. Es wäre das eine durch die Erfahrung und das Zeugnis aller Heiligen widerlegte Sache. Es ist unter diesen nicht einer, welcher es nur einen Augenblick bereut hat, sich Gott hingegeben zu haben, und der nicht gewünscht hätte, mit Ihm noch mehr vereinigt zu werden und Ihn noch mehr zu lieben. Wem soll man glauben, wenn nicht ihnen? Und übrigens, wenn die Vereinigung mit Gott im Himmel unser Glück ausmacht, warum sollte sie nicht auch unser Glück ausmachen auf Erden? Ist Gott in diesem Leben weniger unser höchstes Gut, als Er es im andern Leben sein wird? Der Satan, unterstützt von unserer Eigenliebe, ist es, der uns die Mühen des inneren Lebens als groß vorstellt, um uns davon abspenstig zu machen. Hüten wir, uns auf das zu hören, was er unserer Einbildungskraft aufdrängt, und bedenken wir, daß er der Feind Gottes und auch unsrer Feind ist. Er will uns verderben und will uns verhindern, Gott zu ehren durch unsere Hingabe.

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Von der Hingabe seiner Selbst an Gott
« Antwort #19 am: 09. Februar 2017, 20:20:32 »
Von der Hingabe seiner Selbst an Gott

Pater Jean-Nicolas Grou SJ


Von den Vorteilen
der Hingabe seiner selbst an Gott


1. Vorteil für das gegenwärtige Leben: Die moralische Sicherheit des Heils.

Der erste Vorteil, den diese Hingabe uns hienieden verschafft, ist der, daß sie unser Heil sichert, soweit es möglich ist, es zu sichern. Sie gibt uns eigentlich nicht eine unbedingte Sicherheit, weil wir uns selber nicht verbürgen können; aber sie erhält in uns in dieser Hinsicht ein Vertrauen und eine Ruhe, die durch nichts erschüttert werden kann. Man sagt sich selber: Ich bin in den Händen Gottes; wenn ich mich nicht daraus zurückziehe, kann ich da zu Grunde gehen? Kann die ganze Hölle mich Seiner allmächtigen Hand entreißen?

Mein Heil ist nicht mehr meine Angelegenheit; es ist die Seine. Die meinige ist, Ihn zu lieben, an nichts anderes zu denken, als Ihm zu gefallen und Ihm zu gehorchen. Gott liebt mich: der Glaube lehrt es. Ich liebe Ihn, mein Gewissen gibt mir davon ein Zeugnis, an dem ich nicht zweifeln kann. Er wird mir helfen, in Seiner Liebe zu verharren, wenn ich Ihm getreu bin. Was mir begegnen mag, wenn ich die Liebe Gottes bewahre, werde ich glücklich sein; ich werde in dieser Liebe mein Paradies finden.

Den Fall gewisser inneren Prüfungen ausgenommen, ist diese vertrauensvolle Zuversicht auf ihr Heil die gewöhnliche Verfassung der Seele, die sich Gott hingegeben hat. Aber anstatt durch jene Prüfungen zu schwanken und schwach zu werden, wird die Seele im Gegenteil gestärkt. Wenn sie durch die finsteren Einbildungen des Versuchers sich verworfen glaubt, so ist sie in der Zwischenzeit der Ruhe über ihr ewiges Los sicherer als die andern. Und wenn sie von diesen Versuchungen befreit ist, hat sie nicht mehr die leiseste Beunruhigung über diesen Punkt. Der Zweck dieser Versuchungen ist gemäß den Absichten Gottes kein anderer, als ihre Liebe zu läutern und sie zu einem Opfer ihrer selbst zu veranlassen, ähnlich dem Opfer Jesu Christi am Kreuze, da Er von Seinem himmlischen Vater verlassen war. Aber nachdem sie dieses Opfer gebracht, ersteht sie zu einem neuen Leben, indem sie zum voraus in gewisser Weise die Freuden des Himmels genießt.
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