Autor Thema: Richtige Wandlungsworte  (Gelesen 20001 mal)

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CSc

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Richtige Wandlungsworte
« am: 30. Mai 2011, 11:40:50 »
Schickt diesen Text an eure Priester, falls sie die falschen Wandlungsworte gebrauchen!


Verwendung der rechten Wandlungsworte

In den meisten landessprachlichen Messbüchern sind die Wandlungsworte über den Kelch falsch übersetzt worden. In der Fassung, die die Kirche immer verwendete heißt es: „Mein Blut, das für euch und für viele (lat.: pro multis) vergossen wird.“ Daraus machte man: „Mein Blut, das für euch und für alle (lat.: pro omnibus) vergossen wird.“ Diese Übersetzung ist offensichtlich falsch. Das „für alle“ findet sich weder in den Einsetzungsberichten der Heiligen Schrift noch in den Wandlungsworten sämtlicher traditioneller Liturgien. Es ist zwar richtig, dass Christus sein Blut für alle Menschen vergossen hat, insofern alle Menschen die Möglichkeit haben, das Heil zu erlangen. Damit ist dann das Heilsangebot gemeint. Schließlich betont das Neue Testament unzweifelhaft, dass es Gottes Wille sei, „dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“, weshalb sich ja Jesus „selbst als Lösegeld für alle dahingegeben hat“ (1 Tim 2, 4ff). Am Kreuz hat Jesus sein Blut tatsächlich „für alle“ vergossen. Er leistete Sühne für die Vergehen aller Menschen und bot ihnen die Erlösungsgnade an. In der Messe aber geht es um den Neuen Bund („Dies ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut …“), und zu diesem Bund gehören nun einmal nicht alle, sondern nur viele, nämlich diejenigen, die das Heil annehmen. In der Messe geht es also nicht um das Heilsangebot, sondern um die wirksame Heilsvermittlung. Es geht um die konkrete Zuwendung der Erlösung an diejenigen, die dem „Bund in seinem Blute“ (vgl. 1 Kor 11, 25) angehören.
Im Lukasevangelium spricht Jesus vom Vergießen seines Blutes „für euch“ (22,20), bei Matthäus (26,28) und Markus (14,24) heißt es: „für viele“. Die traditionelle liturgische Fassung „für euch und für viele“ verknüpft also die Zeugnisse der drei genannten Evangelien miteinander. So hat der Römische Ritus denn auch immer den Ausdruck „pro multis“ (für viele) und niemals den Ausdruck „pro omnibus“ (für alle) bei der Wandlung des Weines in das Blut Christi benutzt. Die Anaphoren der verschiedenen Orientalischen Riten, sei es in griechischer, syrischer, armenischer oder slawischer Sprache oder in einer anderen Sprache, enthalten in ihren Sprachen das sprachliche Äquivalent zu dem lateinischen Ausdruck „pro multis“.
Der Catechismus Romanus, herausgegeben im Auftrag des Konzils von Trient, lehrt diesbezüglich: „Aber jene Worte, welche beigefügt sind; ‚für euch und für viele‘ sind teils aus Matthäus, teils aus Lukas genommen, von der heiligen Kirche aber, welche vom Heiligen Geist belehrt ist, verbunden worden und dienen dazu, um die Frucht und den Nutzen des Leidens zu verdeutlichen. Denn wenn wir die Kraft desselben betrachten, so muss man sagen, dass der Heiland sein Blut für das Heil aller vergossen hat; wenn wir aber die Frucht, welche die Menschen daraus ziehen, im Auge haben, werden wir leicht einsehen, dass dessen Nutzen nicht allen, sondern nur vielen zuteilwerde. Indem er also ‚für euch‘ sagte, meinte er damit entweder die Anwesenden oder die Auserkorenen des Judenvolkes, wie die Jünger waren, mit Ausnahme des Judas, mit welchen er redete. Wenn er aber beifügte: ‚für viele‘, so wollte er darunter die übrigen Auserwählten aus den Juden und Heiden verstanden wissen. Es ist also mit Recht geschehen, dass nicht gesagt wurde ‚für alle‘, da hier bloß von den Früchten des Leidens die Rede war, welches doch nur den Auserwählten die Frucht des Heiles gebracht hat.“
Auch Sr. Lucia dos Santos – eine der Seherinnen von Fatima – hat es trefflich dargelegt: „Jesus bringt sein Leben und sein Blut dar und sagt: ‚Vergossen für viele‘. Hier schließt das Wort ‚viele‘ nicht etwa einige Menschen aus, als ob Jesus nicht für alle gestorben wäre.
Christus vergoss sein Blut wirklich für die ganze Menschheit, für alle, ohne jemanden davon auszunehmen. Wahr ist aber auch, dass nicht alle Menschen bereit sind und sich anstrengen Jesus Christus, den Preis der Erlösung, in ihrem Leben anzunehmen. Sie schließen sich so selbst von der Erlösung aus. Wir sollten an die Vielen denken, die sich nicht von seinem Leib und seinem Blut zu ernähren wissen oder dies einfach nicht wollen. Was ist mit Ihnen? ‚Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch‘ (Joh. 6,53). Diese Antwort gibt uns Jesus Christus auch im Hinblick auf jene, die unwürdig seine Gabe, seinen Leib und sein Blut, empfangen. Er ist ja gegenwärtig und lebendig im Sakrament der Eucharistie. Verschlossen in unseren Tabernakeln, geopfert auf unseren Altären, fährt der Erlöser fort, sich dem Vater als Opferlamm für die Sünden der Menschen darzubringen. Jesus hofft, dass viele edelmütige Menschen sich mit ihm verbinden, mit ihm eins werden wollen… Sie alle nehmen teil an demselben Opfer, um sich mit ihm dem Vater als Opferlamm für die Sünden der Welt hinzugeben. Auf diese Weise bietet Christus sich selbst als Opferlamm dar. Und in den Gliedern seines mystischen Leibes, bietet sich die Kirche dem Vater als Opferlamm dar.“
Schon 2006 verlangte Rom die Richtigstellung dieser falschen Übersetzung. Auch in den landessprachlichen Messbüchern solle es zukünftig wieder heißen „für viele“. Dafür ließ man den Bischofskonferenzen zwei Jahre Zeit. Im englischsprachigen Messbuch, das im Advent 2011 in Kraft treten soll, wird es nun „for many“ heißen. Auch das revidierte spanische und niederländische Messbuch haben das „für viele“. Für Deutschland jedoch erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, dass man den Ausdruck „für alle“ beibehalten wolle.
Damit widerspricht die deutsche Übersetzung der Heiligen Schrift, der gesamten Überlieferung der Kirche und die Deutsche Bischofskonferenz missachtet die Anordnungen des Heiligen Stuhls. Dies ist für einen gläubigen Katholiken nicht hinnehmbar. Es geht hier nämlich nicht um eine Nebensächlichkeit, sondern um das Herz der katholischen Religion und um den Grundstein der Kirche. Es geht darum, das Heiligste, Größte und Wunderbarste auf dieser Welt, das größte Geschenk Unseres Herrn an seine Kirche, der größte Liebesbeweis Christi, das Zentrum des hl. Messopfers, nämlich die hl. Wandlung rein und unversehrt gemäß der Überlieferung und unseres Glaubens zu bewahren.

Das wichtigste wäre hiermit gesagt. Wer sich näher für dieses Thema interessiert dem sei folgende Studie von Prof. Dr. Manfred Hauke empfohlen:

« Letzte Änderung: 30. Mai 2011, 11:44:03 von CSc »

CSc

  • Gast
Re:Richtige Wandlungsworte
« Antwort #1 am: 30. Mai 2011, 17:04:29 »
Der Priester soll nicht auf mich als den schlichten und armseligen Gläubigen hören, sondern auf die Worte des Herrn, auf die Überlieferung der Kirche und auf die Weisungen des Heiligen Stuhles. Die Traditionalisten brauchen zudem gar nicht hören, weil sie sowieso der Überlieferung und damit den rechten Wandlungsworten treu sind. Es geht nur um die modernen Priester oder jene die nicht wirklich die Hintergründe kennen. Man kann die Hände nicht in den Schoß legen und zusehen, wie die Kirche mehr und mehr verfällt. Wir müssen alles in unserer Macht stehende tun und gegen offenkundige Irrwege aufstehen. Der gute Gott lohnt uns schon unseren guten Willen, unsere Absicht und unsere Mühen, selbst wenn unser Handeln nie Erfolg haben sollte. Zudem steht der liebe Gott auf unserer Seite. Verzagen wir also nicht und sagen in demütiger Ergebung: "Fiat voluntas tua - Dein Wille geschehe!" Wir müssen uns nur immer bemühen, ein tugendhaftes Leben führen, fleißig die Sakramente empfangen und "Fiat voluntas tua!" sagen, dann kommen wir in den Himmel.



LoveAndPray85

  • Gast
Re:Richtige Wandlungsworte
« Antwort #2 am: 31. Mai 2011, 12:02:14 »
Wir müssen uns nur immer bemühen, ein tugendhaftes Leben führen, fleißig die Sakramente empfangen und "Fiat voluntas tua!" sagen, dann kommen wir in den Himmel.

So ganz, lieber Christian, kann man diese Aussage nicht stehen lassen.

1. Kor. 13
Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete,
hätte aber die Liebe nicht,
wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
Und wenn ich prophetisch reden könnte
und alle Geheimnisse wüsste
und alle Erkenntnis hätte;
wenn ich alle Glaubenskraft besäße
und Berge damit versetzen könnte,
hätte aber die Liebe nicht,
wäre ich nichts.
Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte
und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe,
hätte aber die Liebe nicht,
nützte es mir nichts.

[...]

Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe,
diese drei;
doch am größten unter ihnen ist die Liebe.



CSc

  • Gast
Re:Richtige Wandlungsworte
« Antwort #3 am: 31. Mai 2011, 17:34:41 »
Lieber Botschafter,

mit Müh und Not habe ich Deinen ersten Beitrag in diesem Thread hier verstanden und jetzt noch so einen in der Art. Du schreibst in Rätseln. Worauf willst Du eigentlich hinaus? Ich habe einen Priester der Petrusbruderschaft und Priester der Piusbruderschaft kennengelernt. Die waren alles andere als stolze Pharisäer. Ich habe auch einen Anhänger der Piusbruderschaft in meinem Dorf kennengelernt. Ich war sehr überrascht, dass es so etwas auch in meinem Dorf gibt. Ich habe ihn öfter besucht. Er war ein lebenslustiger alter Mann, der mich immer ermahnt hat: "Verlier nur ja nie deine Fröhlichkeit!" Jede Bigotterie hat er angeprangert. Er ist übrigens mit einer evangelischen Frau verheiratet. Soviel zur Intoleranz, Selbstgerechtigkeit und Scheinheiligkeit der Pius- und Petrusbrüder.


Liebe LoveAndPray85,

das was ich geschrieben habe, kann man, denke ich, schon so stehen lassen. Es war ja bloß eine ganz grobe Ausführung. Das was Du geschrieben hast, war aber eine treffliche Vertiefung dessen, was ich als tugendhaftes Leben bezeichnet habe. Glaube, Hoffnung und Liebe sind die drei göttlichen Tugenden. Das Fundament eines tugendhaften Lebens ist nach dem hl. Augustinus und dem hl. Franz von Sales (ich glaube das waren die beiden Heiligen) die Demut. Die Demut ist auf das innigste mit der Liebe verbunden.

CSc

  • Gast
Re:Richtige Wandlungsworte
« Antwort #4 am: 01. Juni 2011, 12:15:44 »
Jetzt habe ich Dich verstanden, Botschafter.

Ich kenne keinen blinden Pfarrer, aber ich kann mir vorstellen, was Du meinst.

Es ist nun einmal die Lehre der Kirche (übrigens auch noch nach dem II. Vatikanum), dass die göttliche Offenbarung, die in Unserm Herrn Jesus Christus ihren Höhepunkt fand, mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist. Du findest diese Lehre auch im aktuellen Katechismus: "Daher wird die christliche Heilsordnung, nämlich der neue und nun endgültige Bund, niemals vorübergehen, und es ist keine neue öffentliche Offenbarung mehr zu erwarten vor der glorreichen Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus" (KKK 66).

Aber es heißt auch: "Obwohl die Offenbarung abgeschlossen ist, ist ihr Inhalt nicht vollständig ausgeschöpft; es bleibt Sache des christlichen Glaubens, im Lauf der Jahrhunderte nach und nach ihre ganze Tragweite zu erfassen" (KKK 66). "Im Laufe der Jahrhunderte gab es sogenannte 'Privatoffenbarungen', von denen einige durch die kirchliche Autorität anerkannt wurden. Sie gehören jedoch nicht zum Glaubensgut. Sie sind nicht dazu da, die endgültige Offenbarung Christi zu 'vervollkommnen' oder zu 'vervollständigen', sondern sollen helfen, in einem bestimmten Zeitalter tiefer aus ihr zu leben. Unter der Leitung des Lehramtes der Kirche weiß der Glaubenssinn der Gläubigen zu unterscheiden und wahrzunehmen, was in solchen Offenbarungen ein echter Ruf Christi oder seiner Heiligen an die Kirche ist. Der christliche Glaube kann keine 'Offenbarungen' annehmen, die vorgeben, die Offenbarung, die in Christus vollendet ist, zu übertreffen oder zu berichtigen, wie das bei gewissen nichtchristlichen Religionen und oft auch bei gewissen Sekten der Fall ist, die auf solche 'Offenbarungen' gründen" (KKK 67).

Man muss also zwischen der (öffentlichen) Offenbarung und den Privatoffenbarungen unterscheiden. Auch die FSSPX und die FSSP anerkennen, dass es Privatoffenbarungen gibt. Fatima hat gerade in der FSSPX eine große Bedeutung. Der Generalobere Bischof Bernard Fellay hat sogar ein Buch über Fatima verfasst. Den neueren (nachkonziliaren) Marienerscheinungen stehen die Traditionalisten aber meistens tatsächlich ablehend gegenüber. Man muss sie auch nicht annehmen, wie der Katechismus und die Lehre der Kirche aller Zeiten zeigt, egal ob sie jetzt wirklich vom Himmel oder vom Teufel stammen. Denn wir dürfen eines nicht vergessen, "auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts" (2 Kor 11, 14). Und es hat auch schon "Privatoffenbarungen" gegeben, die zu Abspaltungen ihrer Anhänger von der röm.-kath. Kirche führten. In Palmar de Troya (Spanien) hat man aufgrund von Marienerscheinungen die Palmarianisch-Katholische Kirche gegründet mit Gegenpapst und allem drum und dran. Auch die Mariaviten seien als Beispiel zu nennen.

Deshalb muss man nicht über diese Offenbarungen lachen und das tut auch die FSSPX und die FSSP nicht. Zumindest habe ich das noch nie erlebt. Das was Du da geschrieben hast, kann man den traditionellen Gemeinschaften nicht vorwerfen. Man muss nämlich prüfen, ob es sich wirklich, um Privatoffenbarungen des Himmels handelt. Sonst könnte man plötzlich Lehren folgen, denen man eigentlich nie folgen wollte.

Papst Benedikt XVI. ist wirklich sehr demütig und bescheiden. Seine Geisteshaltung kann ein wahres Vorbild für uns alle sein. P. Bernhard Gerstle FSSP schreibt: "[...] trotz seines profunden Wissens spricht und schreibt dieser Papst in einer wohltuenden Haltung der Demut vor der Wahrheit Gottes, mit einer so vorsichtigen Zurückhaltung und Sorge, nicht alle Aspekte genügend berücksichtigt zu haben, dass man beim Lesen oder Hören fast den Atem anhält" (Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus, S. 12).


CSc

  • Gast
Re:Richtige Wandlungsworte
« Antwort #5 am: 01. Juni 2011, 15:59:27 »

Du spricht immer davon, wie stolz die Traditionalisten sind und sprichst in Deinem Hochmut, der Dir nicht bewusst zu sein scheint, selber herablassend über sie (z.B. "Piusser-Schwätzer").
Du sagst, Du bist weder Modernist, noch Traditionalist und doch verkündest Du (wie die Modernisten), was Du willst und bastelst Dir nach Belieben den eigenen Glauben zusammen ("es gibt keine Privatoffenbarungen").
Die FSSPX bekämpft das freimaurerische Gedankengut in der Kirche (z.B. Lehre von der Religionsfreiheit) und handelt nicht nach deren Prinzipien.
Die Modernisten lehnen wohl eher die Erscheinungen vor dem Konzil (La Salette, Fatima) ab als die danach.
Von den Ereignissen in Palmar de Troya habe ich nicht bei der FSSPX erfahren, sondern über ein Buch über Marienerscheinungen.
Du selber sagst, dass der Heilige Vater demütig ist, aber ein Priester der FSSP, der das gleiche sagt, darf es nicht sagen, weil er im Gegensatz zu Dir den Hl. Vater nicht beurteilen darf (ganz davon abgesehen: ein Urteil darf man sich immer bilden, aber man darf nur eine Verhalten verurteilen und nicht eine Person)
Du schreibst über die FSSPX: "Ihre Köpfe sind mittels Gruppendynamik gleich konditioniert, es ist wie in einer Sekte." Ich kann Dir versichern, die gehen mehr den Weg der Verantwortung und der Vernunft als Du und einige andere hier im Forum, die den blinden Gehorsam fordern. Als Sekte wird sie auch offiziell nicht betrachtet. Das sind lauter persönliche Unterstellungen und Verleumdungen von Deiner Seite.
Das was Du (und nicht nur Du) hier verbreitest, ist der reine Wahnsinn ohne Sinn und ohne Vernunft.
Das ist alles sehr widersprüchlich und sehr abstoßend.
Das schreibe ich nicht, um Dich zu beleidigen.
Ich habe in den Anfangsjahren meines katholischen Glaubens ähnlich gedacht und gesprochen und geschrieben und mein eigener Hochmut (den ich nicht erkannte) hat mich geblendet.
Ich kann Dir gar nicht sagen wie leid mir das später getan hat.




CSc

  • Gast
Re:Richtige Wandlungsworte
« Antwort #6 am: 01. Juni 2011, 17:29:09 »

Wenn der Vetter von Admin sich der FSSPX angeschlossen hat, dann wird er das wohl aus freier Überzeugung getan haben.
Und wenn man sich aus Überzeugung der FSSPX anschließt, dann wird man ihren Bischöfen und Priestern auch folgen.
Was ist daran so ungewöhnlich? Das hat nichts mit Manipulation des Gewissens zu tun.
Man folgt dem, was man für richtig hält. Das spricht gerade für das Gewissen.
Der Doctor Angelicus, der engelgleiche Lehrer, der große Thomas von Aquin lehrte, dass wir immer an unser Gewissen gebunden sind. Das lehrt die Kirche. Das Gewissen kann sich zwar irren, aber woher sollen wir das wissen. Auch die kirchlichen Autoriäten können sich irren, ja selbst der Papst.
Man muss sein Gewissen bilden. Man bildet sein Gewissen an dem, was man für Wahr, Richtig und Gut hält.
Ein Katholik bildet sein Gewissen an den katholischen Lehren, weil er sie für wahr und richtig hält.
Die FSSPX lehrt, was vor dem Konzil gelehrt wurde, weil sie es für richtig hält.
Sie sagt, sie lehre die Wahrheit.
Was ist daran so ungewöhnlich?
Überzeugte Muslime, Juden und Christen aller Ausrichtungen sagen sie hätten die Wahrheit.
Man ist davon überzeugt, dass man sie hat, sonst würde man dieser Religion oder dieser bestimmten Richtung innerhalb einer Religion nicht folgen.
Wenn die FSSPX nicht glauben würde, dass sie das Wahre und Gute lehrt, dann würde sie es auch nicht tun.
Ich wäre kein Katholik, wenn ich nicht glauben würde, dass der Katholizismus die Wahrheit ist.
Die FSSPX sagt auch nicht, dass sie die wahre Kirche sei. Die FSSPX ist keine Kirche.
Die FSSPX sagt, sie habe gemeinsam mit den ihr angeschlossenen Gruppen (Franziskaner, Dominikaner, Benediktiner ...) das bewahrt, was die Kirche immer getan hat. Sie anerkennt und verehrt den Heiligen Vater.

Das ist alles reine Verleumdung. Wir haben auch keinen einzigen Fall von sexuellem Missbrauch bei der FSSPX. Das liegt daran, dass ihre Priester nicht ihres Dienstes überdrüssig sind. Das überlieferte Priesterbild wurde bewahrt. Bei ihnen wissen die Priester noch, was Priestersein bedeutet. Sie handeln auch nicht gegen den Glauben wie die meisten Priester der Amtskirche, die nicht wissen, wie sie mit dem Allerheiligsten umgehen und das hl. Messopfer in angemessener Weise feiern müssen. Man muss zurückkehren zum Priestertum der Tradition.

Die Priester müssen wieder das werden, was sie immer sein sollten. Der Schriftsteller Martin Mosebach (Büchner-Preisträger) sagte in einem Interview mit Alexander Görlach vom „The European“ am 3. April 2010, man müsse wieder zum disziplinierten Priestertum der Tradition zurückkehren: „Selbstverständlich muss die Kirche immer damit rechnen, dass in ihren Schulen und Internaten einzelne Erzieher sich an den Schülern vergreifen, das liegt in der Natur der Sache. Wo Kinder unterrichtet werden, finden sich stets auch Persönlichkeiten mit pädophilen Neigungen ein. Wir müssen uns aber fragen, wieso es in katholischen Internaten gerade in den unmittelbar auf das Zweite Vatikanische Konzil folgenden Jahren gehäuft zu Sexualstraftaten von Priestern gekommen ist. Es führt kein Weg an der bitteren Erkenntnis vorbei: das Experiment des ‚Aggiornamento‘, der Angleichung der Kirche an die säkularisierte Welt, ist auf furchtbare Weise gescheitert. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil legten die meisten Priester die Priesterkleidung ab, sie hörten auf, täglich die Heilige Messe zu feiern und sie beteten nicht mehr täglich das Brevier. Die nachkonziliäre Theologie tat alles, um das überlieferte Priesterbild vergessen zu lassen. Alle Institutionen, die einem Priester auf seinem schwierigen und einsamen Lebensweg Hilfe geleistet hatten, wurden in Frage gestellt. Was Wunder, wenn viele Priester in diesen Jahren sich nicht mehr in überlieferter Weise als Priester empfinden konnten. Die priesterliche Disziplin, die gezielt verdrängt worden ist, wurde sehr weitgehend im Konzil von Trient formuliert. Auch damals war es darum gegangen, einer Verkommenheit des Klerus zu wehren und das Bewusstsein von der Heiligkeit des Priesteramtes neu zu wecken. Es ist schön, wenn jetzt die Amtsträger der Kirche die Opfer der Missetaten um Vergebung bitten, aber noch wichtiger wird es sein, die Zügel der Disziplin im Sinn des Konzils von Trient wieder anzuziehen und zu einem Priestertum der katholischen Tradition zurückzukehren.“ Nur dann wissen die Priester wieder, wer sie sind, warum sie so leben, wie sie leben.


Sairo

  • Gast
Re:Richtige Wandlungsworte
« Antwort #7 am: 01. Juni 2011, 23:37:41 »

WERDEN ANDERE ZIELE ANGEZOGEN ALS DIE MENSCHEN ZU GOTT ZU FÜHREN, IST DIE SACHE JESUS VERRATEN!

Lieber Botschafter

Auch wenn die Sache Jesus in deinen Augen verraten ist, dann bitte ich Dich, handle so wie es unser lieber heiliger Augustinus trefflich formulierte:
"Hasse die Sünde, aber LIEBE den Sünder!"

Das Gebot der Nächstenliebe trifft uns alle, deshalb bitte ich Dich lieber Botschafter: Mögen unsere Gebete die ach so "verwirrte Piusbruderschaft" in den Schoss der Kirche zurück holen. Danke vielmals...

Euch allen ein schönes Fest Christi Himmelfahrt und Gottes Segen
Sairo

Offline Gnadenkind

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    • Gnadenkind
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Re:Richtige Wandlungsworte
« Antwort #8 am: 02. Juni 2011, 13:36:08 »
Wir müssen uns nur immer bemühen, ein tugendhaftes Leben führen, fleißig die Sakramente empfangen und "Fiat voluntas tua!" sagen, dann kommen wir in den Himmel.

Das ist so was mit den Bemühungen:

Paulus: Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich (Römer 7,19)
Und:
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen (Galater 5,1)

Jesus sagt zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. (Matth. 16,24)

Weiter sagt Petrus, der erste Papst:
Dazu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt (1. Petr. 2,21)

Der erste Papst hat für mich eine so hohe Autorität, wie kein anderer Papst sie je hat erreichen können bzw. wird erreichen können.

Ja, denn noch einen schönen Feiertag.
Gruß
Andrea

CSc

  • Gast
Re:Richtige Wandlungsworte
« Antwort #9 am: 02. Juni 2011, 16:25:38 »
Lieber Botschafter,

Prof. Georg May, emeritierter Kirchenrechtler von Mainz, ist ein Verteidiger des Papstes und der katholischen Überlieferung. Er hat - soweit ich weiß - noch nie das hl. Messopfer in der neuen Form gefeiert (Wie wunderbar sind solche Priester!). Folgendes sagt er über die FSSPX:

http://gloria.tv/?media=19923

Wenn Du wissen willst, wie die FSSPX über die Handlungen (nicht über die Personen an sich) der kirchlichen Autoritäten und des Heiligen Vater urteilen, dann solltest Du nicht kreuz.net sondern fsspx.de lesen. Kreuz.net stammt nicht von der FSSPX. Bei kreuz.net kann jeder schreiben, was er will. Kreuz.net ist kein Organ der FSSPX.

Das Gewissen kann sich freilich irren und ist durch Erziehung und soziales Umfeld beeinflusst, aber man muss ihm folgen. Das Gewissen ist die subjektive und nächste Norm. Wir müssen uns an sie halten. Der Mensch kann nicht objektiv betrachten und urteilen. An was, würdet Du dich sonst halten, wenn nicht an Dein Gewissen.

Warum sollen Traditionalisten sagen, dass Mächtige töten dürfen. Das sagen sie ganz bestimmt nicht. Sie lehnen oftmals nur die Todesstrafe nicht ab. Dabei geht es ihnen dann aber um Abschreckung und Schutzgewalt und nicht um Willkürgewalt von Mächtigen.

Und dann möchte ich noch Worte von Erzbischof Lefebvre zitieren, die er an seine Gefolgschaft gerichtet hat:
„Wir müssen dafür beten, dass die Gläubigen, die die Tradition bewahren, immer in einer Haltung der Stärke und Festigkeit verharren. Sie dürfen keine Haltung der Verachtung oder Beleidigung anderer oder der Beleidigung der Bischöfe einnehmen. Wir sind im Vorteil, weil wir die Wahrheit besitzen. Das ist allerdings nicht unser Verdienst. Die Kirche besitzt die Überlegenheit der Wahrheit über den Irrtum. Sie besitzt diese Überlegenheit. Wenn man auch fühlt, im Besitz der Wahrheit zu sein, so muss sich doch die Wahrheit ihren Weg bahnen. Die Wahrheit überzeugt, nicht die Person. Nicht dadurch, dass man sich in Zorn versetzt oder Menschen beleidigt, gewinnt die Wahrheit an Bedeutung. Im Gegenteil, dann wird man bezweifeln, dass wir die Wahrheit besitzen. Die Tatsache, dass wir zornig werden und beleidigen, zeigt nur, dass wir kein vollkommenes Vertrauen auf die Bedeutung der Wahrheit haben. […] Schritt für Schritt bahnt sich die Wahrheit ihren Weg. Sie wird ihren Weg weitergehen. Es kann nicht anders sein. Nehmen wir uns vor, in unserer Rede und in unserer Haltung niemals einen Geist der Verachtung oder Beleidigung aufkommen zu lassen.“

Erzbischof Lefebvre ruft also nicht zu Beleidigung und Verachtung auf, sondern gerade zum Gegenteil.



Liebes Gnadenkind,

die Worte des Apostels Paulus nach Röm 7, 19: "Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich." muss ich für mich persönlich sehr oft sagen, aber es ist schon besser geworden. Mit der Zeit wird es besser. Der liebe Gott hilft mir und ich gebe mir ein wenig mehr Mühe.

« Letzte Änderung: 02. Juni 2011, 16:27:33 von CSc »

 

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