Autor Thema: Thema Keuschheit - Erfahrungswissen aus 2000 Jahren  (Gelesen 1030 mal)

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Offline Rainer

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Thema Keuschheit - Erfahrungswissen aus 2000 Jahren
« am: 25. Juni 2017, 18:40:39 »
Grüß Euch Gott, liebe Forums- und Kirchen-Nutzer!

Ich beobachte seit vielen Jahren, daß der Begriff der Keuschheit, insbesondere im weiteren Sinne, als die Lehre über den rechten, lebensdienlichen und froh machenden Umgang mit der menschlichen Sexualität, nicht nur völlig aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verschwunden, sondern auch - und dies empfinde  ich als besonders schmerzhaft - in den kirchlichen Lehr- und Verkündigungsmedien (Kanzel, Schule, Presse-Rundfunk-Fernsehen und Internet) nicht mehr präsent ist!

Als einziges Medium, das diesen Begriff noch regelmäßig im positiven Sinne gebraucht, wäre die Vierteljahresschrift der Marianischen Männerkongregation zu nennen, die aber - jedenfalls im niederbayerischen Sprachraum - in der großen Mehrheit nur noch mit älteren, bis sehr alten Männern . besetzt ist.

Seit der Zeit, als man mir seinerzeit im Relgionsunterricht mit viel Emphase und einem enormen zeitlichen Aufwand die Sünde der Selbstbefleckung erklären und davor warnend den Zeigerfinger erhob, habe ich mich gefragt, warum man mir - neben dem platten Verbot und der Warnung vor dessen bösen Folgen - nicht auch das aus 2000-jähriger kirchlicher und vor allem monastischer Praxis, doch vorhanden seien müßende  Handwerkszeug im Umgang mit allfälligen Versuchungen, vermittelt habe?!

Auch auf meine weiteren Nachfragen und Nachforschungen über den rechten Umgang mit der elementar zur Keuschheit gehörenden, zumindest zeitweiligen Enthaltsamkeit von sexueller Praxis, wurden mir, wenn überhaupt, nur wage Andeutungen zu teil.

In einem ergreifenden Chanson eines äußerst liebenswerten Regensburger Rundfunkpfarrers, hörte ich die Zeile "Befreie mich von quälendem Verlangen und Schenke mir die Kraft zu einem frohen Verzicht!"

Meine diesbezügliche Frage an den Regens des Regensburger Priesterseminares, wie er denn, den ihm anvertrauten jungen Männern, beim rechten Umgange und bei der Bewältigung quälenden Verlangens in praxi behilflich sei, insbesondere bei den heute allgegenwärtigen, medialen sexuellen Auf- und Überreizung,  kam in einer etwas verärgerten Tonlage der eruptive Ausspruch: "Das muß doch jeder selber wissen!"

Ja, wo ist denn das jahrtausende alte Erfahrungswissen der Mönche aller Religionen zu diesem Thema?

Verbote und Regeln mögen ihre Berechtigung haben, aber ohne Hilfestellung bei der praktischen Umsetzung, wäre es so, als wolle man Alkoholikern und andere Süchtigen nur mit dem Hinweise auf die Schädlichkeit ihres Tuhens abspeisen!

Dazu kommt aber noch beim Thema Keuschheit, die so ganz gegensätzliche Meinung nicht-katholischer Meinungsträger und heute leider auch vieler sich modern gebender Katholiken Kirchenvertretern, die uns ja immer darauf hinweisen, daß möglichst häufige und lustvolle Selbstbefriedigung, auch mit hilfreicher medialer Vorlage, empfehlenswert, wichtig, ja notwendig für die Lustgewinnung und Lebensbewältigung, also für ein einigermaßen erträgliches Leben sei!

Diese und andere "hilfreiche" Hinweise zum Umgang von Jugendlichen zum Thema Sexualität, kann man auch in der Broschüre "Lets Talk about Sex!" des Bundesvorstandes der Kath. Mädchenpfadfinderschaft St. Georg, Unstrutstr. 10, D-51371 Leverkusen nachlesen, wo ausführlich und lustvoll auf die vielen Möglichkeiten sexueller Lustgewinnung und Luststeigerung in all ihren so vielfältig möglichen und möglichen Abarten hingewiesen wird.

Die kath. Buben-Pfadfinderschaft, der Straubinger Hauptkirche St. Jakob macht es noch praktischer, sie lädt per dreispaltigen Zeitungsartikel ausdrücklich auch homosexuelle Jugendliche zu ihren Zeltlagern ein, denn die Theorie ist das eine, aber die Praxis das Andere!

Was soll man dazu sagen? Ich bin sprachlos, aber vielleicht weiß mir hier der Eine oder der Andere Rat, Hilfe und Balsam für mein verwirrtes Katholikenherz?

Offline DerFranke

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Antw:Thema Keuschheit - Erfahrungswissen aus 2000 Jahren
« Antwort #1 am: 25. Juni 2017, 20:46:10 »
All diese Todsünden welche Sie ansprechen sind real.
Der Staat als solches ist atheistisch und ein Feind der Kirche agiert dabei mit seinen Werkzeugen durch Dauerpropaganda gegen die ewige Kirchenlehre und leider ist dies beim Religionsunterricht nicht anders , da die Weitergabe des Glaubens entweder zusammengebrochen ist oder noch schlimmer bis zu einer Unkenntlichkeit ins Gegenteil verdreht wurde.

Die Menschen welche die Kinder vorbereiten sollen , sind selbst zu Werkzeugen des Teufels geworden. Eine Frau welche Kinder auf die Firmung und Beichte vorbereiten sollte antwortete mir neulich erst "Ja ich weiß das ist ein Sakrileg" und schickte dann die ahnungslosen Kinder zu einer Art Alibi Beichte obwohl sie in keinster Weise über die Sünden belehrt worden sind.  Sünde ist wie gestrichen.


Das Einfallstor für vieles ist hier das sprechende Standbild Satans aus der Offenbarung des Johannes - der Fernseher.
Er ist Propagandawerkzeug Nr.1 und beeinflusst die Moral der Menschen nun schon über Jahrzehnte hinweg.
Dagegen hört man kaum eine Predigt außer von der marianischen Priesterbewegung mit Ihrem Gründer Don Gobi welcher Offenbarungen darüber empfangen und in seinem Blauen Buch niedergeschrieben hat.

In den Beichtspiegeln früher stand folgender Satz:

Habe ich etwas unkeusches gelesen/ gesehen ? Habe ich Film oder Theatervorführungen besucht die entgegen dem katholischen Glauben sind ?   Wenn Sie also zuletzt einen Film gesehen haben in dem zwei Menschen unverheiratet zusammenleben und das stillschweigend toleriert wurde dann können sie sich jetzt bereits in der nächsten Beichte anklagen. Oder haben sie etwas gesehen in der die Evolutionstheorie gutgeheißen wurde ?  Manche mögen nun lachen denn die Frage ist ja eher das genaue Gegenteil , welche Filme gibts eigentlich noch in der keine Sünde verherrlicht wird bzw. bereits zum "guten Ton" gehört.


Offline amos

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Antw:Thema Keuschheit - Erfahrungswissen aus 2000 Jahren
« Antwort #2 am: 08. Juli 2017, 12:23:38 »
Es gibt zahlreiche Interpretationen zur Sünde. Auch heute noch ein heikles und komplexes Thema, was die Sünde der Sexualität angeht.
Was ist eine schwere Sünde, und was ist eine weniger schwere Sünde?
Nun könnte man die vielen Fragen zu diesem Thema theologisch- dogmatisch, aber auch rein menschlich betrachten und auslegen.
Erstaunlich auch, wie viele Priester im Beichtgespräch da unterschiedlicher Meinung sind! Für den Beichtenden nicht immer einfach, da er nicht weiß, wie er sich letztendlich der Sexualität im christlichen Sinne verhalten soll!?
Ich bin der Meinung, daß die Menschlichkeit mit ihrer Schwäche nicht einfach wegzudenken ist. Der eine ist mehr ein Verstandesmensch: der andere mehr ein emotionaler Mensch. Es versteht sich hierbei von selber, daß der Verstandesmensch hinsichtlich  Kontrolle und Beherrschung  der Sünde in der Sexualität sich leichter tut, als der emotionale Mensch.
Mit meinem Beitrag hier, möchte ich Gedankengänge, Richtungen und meine ureigenen menschlichen Betrachtungen -einfach nur zum Nachdenken - zum Ausdruck bringen.
Nun könnte man sich die Frage stellen, ob denn  nun die Fleischeslust aus menschlicher Sicht wirklich eine schwere Sünde ist!? Was die Heilige Schrift angeht, so ist es eine schwere Sünde.
Wenn nun ein Christ es einfach nicht schafft, den Geist über die Fleischeslust zu stellen, oder aber, es auch nicht will, weil er den Sinn nicht erkennt, und somit über viele Jahre, ja mitunter ein ganzes Leben lang, immerwieder der gleichen Sünde verfällt, der Sünde in der Sexualität, lebt er dann fortwährend in einer schweren Sünde, die er beichten muß? Oder kann er mit dieser Sünde die Heilige Kommunion  empfangen, weil die Sehnsucht nach der Liebe von Jesus Christus größer ist, als die Angst vor dem göttlichen Gericht? Eine sehr schwierige und komplexe Frage, aber für die meisten Christen auch eine sehr leicht zu beantwortende Frage, nämlich: "Nein, er darf im Zustand der schweren Sünde, die Heilige Kommunion nicht empfangen."
In diesem Zusammenhang hätte ich mal gerne gewußt, wie Jesus Christus in seiner Zeit, zu den diesbezüglichen Fragen seiner Jünger, geantwortet hätte!
Ich glaube mit Liebe, Demut und Verständnis...
 
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Offline amos

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Antw:Thema Keuschheit - Erfahrungswissen aus 2000 Jahren
« Antwort #3 am: 08. Juli 2017, 20:25:46 »
Heute in der Vorabendmesse, habe ich in der Lesung aus dem Römerbrief (8.9.11-13) die Antwort auf meinen vorhergegangenen Beitrag bekommen:

...Wir sind also nicht dem Fleisch verpflichtet, Brüder, sodass wir nach dem Fleisch leben müssten. Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, MÜSST IHR STERBEN; wenn ihr aber durch den GEIST DIE SÜNDIGEN TATEN DES LEIBES TÖTET, werdet ihr leben.

Nur wer danach lebt, wird auf Erden seinen  Seelenfrieden  finden und das Himmelreich erlangen.
Was mich anbetrifft, so bin ich jetzt zufrieden!
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 Gerhard Wisnewski spricht Klartext

 

Wenn das im TV gezeigt werden würde, bestünde ein Funken Hoffnung


 


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