Autor Thema: Deutsche Priester praktizieren die Interkommunion mit Protestanten  (Gelesen 1055 mal)

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Deutsche Priester praktizieren die Interkommunion mit Protestanten

Deutsche Priester nehmen am Abendmahl teil und evangelische Pfarrer gehen zur Heiligen Kommunion. Das sagte der lutherische Theologe Klaus Eberl (61) vor der Webseite der deutschen Bischöfe katholisch.de (17. November). Eberl bemerkt, dass dieses Verhalten nicht durch “Vereinbarungen” gedeckt sei.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die [heterodoxen] deutschen Bischöfe derartige Missbräuche seit Jahrzehnten fördern und jetzt für deren offizielle Anerkennung kämpfen.

Es ist eine Frage der Zeit, bis sie die Heilige Kommunion auch an Moslems und andere Nicht-Christen austeilen.
Quelle: https://www.gloria.tv/article/7LFvrjuJ4e2bE8jXgs7weKqhL

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Re: Deutsche Priester praktizieren die Interkommunion mit Protestanten
« Antwort #1 am: 20. November 2017, 07:36:02 »
US-Bischöfe unterstützen Abtreibung und Homosexualismus

Die Pfarreien der USA sammeln diesen Sonntag Spenden für das soziale Hilfsprogramm “Catholic Campaign for Human Development” der US-Bischofskonferenz. Das Programm unterstützt seit Jahren Gruppierungen, welche die Abtreibung und den Homosexualismus fördern.

Die katholische Vereinigung The Lepanto Institute nennt zwölf Organisationen, die zwischen 25.000 und 70.000 US-Dollar aus dem Programm erhalten, obwohl sie in unmoralische Projekte verstrickt sind.

Eine dieser Organisationen ist die Gesellschaft Hmong American Farmers Association. Ihr Gründer und Geschäftsführer fördert aktiv die Abtreibung und die Homo-Pseudo-Ehe.
Quelle: https://www.gloria.tv/article/div8terhQjKf6vUcoffZx9eSG

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Re: Deutsche Priester praktizieren die Interkommunion mit Protestanten
« Antwort #2 am: 20. November 2017, 07:37:45 »
Deutsche bewerben die Kommunion für Lutheraner

Die deutschen Bischöfe - welche die Kommunion für Ehebrecher und Protestanten schon vor Jahrzehnten eingeführten haben - kämpfen jetzt für die Anerkennung dieser Missbräuche.

Am 15. November sprach die Webseite der deutschen Bischöfe katholisch.de mit Jörg und Beate Beyer aus Tübingen. Sie leben in einer Mischehe. Beide sind Laientheologen. Jörg ist ein Lutheraner, der die Kommunion empfängt, wenn er mit seiner Frau zur Messe geht, obwohl er nie beichtet.

Er sagte im Interview, dass der Ortsbischof Gebhard Fürst von Rottenburg-Stuttgart darüber Bescheid weiß.

Jörg Beyer sieht keinen Unterschied zwischen einer konsekrierten Hostie und dem lutherischen Abendmahlsbrot. Darum sagt er: „Ich finde die Aufbewahrung der Hostie im Tabernakel und die Verehrung des Allerheiligsten an Fronleichnam irritierend.“

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Re: Deutsche Priester praktizieren die Interkommunion mit Protestanten
« Antwort #3 am: 20. November 2017, 07:40:51 »
Am 5. November 2017 begann offiziell in Rom die ökumenische Messe, zwei Schritte weit weg vom Petersplatz.

Im Hintergrund: Die katholische Gemeinschaft St. Paul vor den Mauern befindet sich in Rom, in der Via Ostiense. Dieselbe wurde in den siebziger Jahren geboren, aus der Inspiration des ehemaligen Abts von St. Paul vor den Mauern, welcher dann das Kloster und das Priestertum aufgab.
https://it.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Franzoni

Er war bis zu seinem kürzlichen Tod Führer dieser Gemeinschaft. Dieselbe wird als “katholisch” bezeichnet, obwohl der ehemalige Abt a divinis suspendiert war. Mehrere Priester der römischen Kirche sind ihm in seiner progressiven Einstellung gefolgt: pro Scheidung, pro Euthanasie, etc. Sie sind weder suspendiert worden noch sind sie zu einer kommissarischen Untersuchung gezwungen, im Gegensatz zu den Francescani dell’Immacolata (Franziskanern der Unbefleckten). Ihr findet hier all ihre Aktivitäten (http://www.cdbsanpaolo.it/ ).

Diese Realität wurde offensichtlich mit dem Kommen Bergoglios wieder zum Leben erweckt. Der Journalist Mariano Gruzzo hat im folgenden Artikel darüber geschrieben:   http://www.lastampa.it/2014/12/08/vaticaninsider/ita/news/le-comunit-di-base-italiane-a-roma-nel-segno-di-francesco-JOzzqaiu6M1PC8YfiyVLGL/pagina.html

Laut einer Quelle ist in den vergangenen Tagen eine nicht offizielle Einladung (nach Bergoglios Stil) aus Santa Marta zu dieser Gemeinschaft geschickt wurde, damit sie sich “organisieren”, um zusammen mit den Lutheranern die ökumenischen Messen zu beginnen (Typisch ihr Stil. Sie sind Pionier in kirchlichen Erneuerungen).

Diese Gemeinschaft hat sich schnell organisiert und sie haben ein Dokument über die dringende Notwendigkeit einer eucharistischen Gastfreundschaft innerhalb der katholischen und lutherischen Kirche veröffentlicht.
http://www.cdbsanpaolo.it/cartella%20documenti/Comunit%C3%A0%20di%20base%20e%20Noi%20Siamo%20Chiesa%20sull'anno%20luterano-1.pdf

 
Aber das war nicht genug. Sie gingen vom Dokument zur Tat. In der Tat wird die katholische Gemeinschaft ab dem 5. November 2017 am “heiligen” protestantischen Abendmahl in der lutherischen Kirche in der Via Sicilia in Rom teilnehmen.

Sie haben erklärt: “Also wir (die Gemeinschaft St. Paul vor den Mauern) werden auf unserem kleinen Weg hier, in eurer Kirche sein und wir sind dankbar für die Gastfreundschaft in vollem Umfang, an eurer Feier teilnehmen zu dürfen, mit euch das Brot einzunehmen und den Wein zu trinken, vorbereitet auf dem Tisch des Herren. Wir gehen mit Gelassenheit auf diese verantwortungsvolle Entscheidung ein, davon überzeugt, dass diese in einen nicht umkehrbaren Weg passt, welcher unsere Kirchen schließlich dazu führen wird, die volle theologische Versöhnung zu erreichen und miteinander vereint zu arbeiten.”

Hier  in diesem Artikel findet ihr alle Informationen:
 http://riforma.it/it/articolo/2017/10/31/ospitalita-eucaristica-roma-la-comunita-di-base-partecipa-al-culto-luterano

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Deutsche bewerben die Kommunion für Lutheraner

Die deutschen Bischöfe - welche die Kommunion für Ehebrecher und Protestanten schon vor Jahrzehnten eingeführten haben - kämpfen jetzt für die Anerkennung dieser Missbräuche.

Am 15. November sprach die Webseite der deutschen Bischöfe katholisch.de mit Jörg und Beate Beyer aus Tübingen. Sie leben in einer Mischehe. Beide sind Laientheologen. Jörg ist ein Lutheraner, der die Kommunion empfängt, wenn er mit seiner Frau zur Messe geht, obwohl er nie beichtet.

Er sagte im Interview, dass der Ortsbischof Gebhard Fürst von Rottenburg-Stuttgart darüber Bescheid weiß.

Jörg Beyer sieht keinen Unterschied zwischen einer konsekrierten Hostie und dem lutherischen Abendmahlsbrot. Darum sagt er: „Ich finde die Aufbewahrung der Hostie im Tabernakel und die Verehrung des Allerheiligsten an Fronleichnam irritierend.“

Zunächst zu meiner Person:
Ich bin römisch-katholisch, in einer Klosterschule erzogen worden, die mich beginnend von dort mit einem tragfähigen Know-How gerade im religiösen Bereich versorgte, in dem ich mich ständig um Weiterbildung und Weiterentwicklung bemühe. Dennoch würde ich mich nicht als religiösen Sozialisanden bezeichnen, weil mein Glaube nicht auf reinem Wissensdrill und auf Gewöhnung beruht. Mein Glaube fußt neben der katholischen Unterweisung auf einer intensiven Auseinandersetzung mit den grundlegenden Aussagen der Bibel und ihrer logischen Verknüpfung, bei der ich unter anderem Content-Maps zeichnete, so dass die dahinter liegenden Wahrheiten auch optisch in ihrer Logik sichtbar wurden. Diese durchaus auch kritische Auseinandersetzung (auch hinterfragende Methoden lernte ich schließlich zuerst in der Klosterschule) führte etwa um mein 18. Lebensjahr herum unabhängig von meiner katholischen Erziehung zu einer bewussten religiösen oder weltanschaulichen Grundlagenentscheidung, eben zu einer Glaubensentscheidung, auf der ich schließlich mein Leben aufbaute. Ich kann mich als religiösen Initianten bezeichnen in dem Sinne, dass nicht ein plötzliches einschneidendes Glaubenserlebnis diesen Glauben hervorrief, aber dennoch viele kleine Begebenheiten und Vorkommnisse meinen Glauben stützen und festigten. Sie führten zu einer immer stärker werdenden Hinwendung zu Gott als Person. Ich teile mit den sogenannten Initianten die Eigenschaft, dass mein Glaube nicht an einen Ort oder eine kleine Gemeinschaft (an die große Gemeinschaft der Weltkirche schon) gebunden ist, sondern dass ich ihn mitnehmen kann, wo immer ich stehe. Ich kann deshalb auch dann auf ihn zurückgreifen kann, wenn um mich herum nur noch Andersgläubige oder Nichtgläubige stehen. Ich wanke nicht so schnell.

Ich schätze an der katholischen Kirche, dass sie Jahrtausende alte Wahrheiten und Geheimnisse des Lebens sorgsam  bewahrt und behutsam und in Gemeinschaft überlegt, wie sie damit umgeht, bevor sie neue Erkenntnisse  umsetzt. Ich bin also durchaus das, was man woanders spöttisch als "erzkatholisch" bezeichnen würde, gehöre eher zu den Bewahrenden und Konservativen im Glauben. Dennoch lebe ich gern in einer modernen Kultur und Gesellschaft, gehe offen in die Welt hinein, mag Technik und Naturwissenschaften. Der Satz "Wir machen das so, weil wir es immer so gemacht haben." ist für mich für sich allein kein Argument, keine wirkliche Begründung, sondern kann für mich neben einer gewachsenen bewährten Vorgehensweise auch eine Blockade sein. Religiöse Traditionen werden für mich dann zur Farce, wenn sie nicht von einem im Herzen oder in der Seele verankerten Glauben getragen werden. Ich bin ferner (Gott sei Dank noch) lernfähig. Lernen und Suchen ist meiner Ansicht nach das, wozu Gott mein Gehirn optimal ausgestattet hat. Das Gehirn des Menschen kann - neurowissenschaftlich bewiesen - also nicht anders als beides zu tun, anderenfalls, denke ich, langweilt es sich.

Nach diesem notwendigen Vorspann zurück zum Thema:
Dass die deutschen Bischöfe die Kommunion für Ehebrecher und Protestanten schon vor Jahrzehnten eingeführt haben, ist mir nicht bekannt. Ich müsste jetzt nach Belegen dafür suchen, die ich vermutlich nicht finden werde. Grundsätzlich, meine ich, treffen auch die deutschen Bischöfe ihre Entscheidungen nicht unüberlegter als Bischöfe in anderen Ländern. Entscheidungen hier in Deutschland gehen oft jahrelange Beratungen voraus. Es gibt allerdings einige deutsche Besonderheiten. Dazu gehören ein etwa gleiches Verhältnis von Katholiken und Protestanten in der Bevölkerung und besonders heftige Diskussionen um die katholische Vorstellung von Ehe, Familie und Partnerschaft und allem, was damit auch nur im Entferntesten zusammen hängt, in der Bevölkerung. Nach meinem Empfinden sehen da manche Deutsche Probleme und Gesprächsbedarf mit der Kirche, den die Bevölkerung anderer Länder einfach nicht interessiert.

In dem Bistum, in dem ich gegenwärtig lebe, gibt es nicht ganz 150 kirchenamtlich praktizierende und vom Bischof bestellte Priester. Ferner finden dort Wahlfahren für Ehepaare zu einem nahe gelegenen bekannten Wahlfahrtort statt. Etwa 2012 erfuhr ich durch einen Bistumsmitarbeiter, dass fast alle diese Priester mit ausdrücklicher Genehmigung und Befürwortung des Bischofs in Falle einer Mischehe dem jeweiligen evangelischen Ehepartner eines Katholiken die Kommunion auf der Wahlfahrt nicht verweigern, wenn er ausdrücklich darum bittet.  Voraussetzung dafür ist, dass der evangelisch Ehepartner dem Priester persönlich bekannt ist und sich in einem Glaubensgespräch zum Glauben an die katholische verstandene Realpräsens bekannt hat, dass er also zusätzlich zu seinem evangelischen Verständnis vom Abendmahl  glaubt, dass in den Gaben der Eucharistie „der ganze Christus“ mit seiner Gottheit und seine Menschheit „wahrhaft, wirklich und wesentlich“ enthalten ist. Ich war erstaunt über diese Nachricht und zweifelte zunächst an, dass sie „lehramtsgemäß“ sei. Tatsächlich ist es aber so, das kirchenrechtlich und gemäß dem Lehramt der jeweilige Bischof nach Kanon 844 die Ausnahmen festlegen darf, unter denen er Nichtkatholiken zur Kommunion zulässt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Interkommunion
(Anmerkung: Wikipedia nutze ich nur als Zwischenquelle. Für eine wissenschaftliche Absicherung sind dann nach meinem Verständnis zusätzliche Quellen notwendig, auf die Wikipedia nicht immer verweist.)

Unser Bischof meint, dass in Situation wie auf einer gemeinsamen Wahlfahrt, beide Ehepartner in eine schwere seelische und geistige Notlage geraten oder geraten können, wenn sie nicht gemeinsam den Leib und das Blut Christi empfangen dürfen. Ich vermute, diese Auffassung wurde wie andere Dinge auch von unserem Bistum aus im Frühjahr dieses Jahres in die deutsche Bischofskonferenz hineingetragen, die sich trotz der nachträglichen Bedenken einiger deutscher Bischöfe dieser Auffassung anschloss:

https://www.evangelisch.de/inhalte/149461/05-04-2018/theologe-meint-vatikan-werde-die-oeffnung-bei-der-kommunion-nicht-aufhalten
https://www.domradio.de/themen/glaube/2018-04-25/blick-auf-weltweite-sonderregelungen-zum-kommunionempfang
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/so-regeln-andere-lander-den-kommunionempfang

2013 bis 2015 konnte ich in Gesprächen mit unserem Bischof und Vertretern der anderen Kirchen erfahren, dass es Gründe dafür gibt, dass sich die unterschiedlichen jeweils kirchenamtlichen Grundauffassungen zur Kommunion und zum Abendmahl zwischen den Christen unterschiedlicher Konfessionen nicht mehr so sehr unterscheiden. Es hat eine Weiterentwicklung stattgefunden, vor auch allem auf evangelischer Seite. Das schlägt sich in der Praxis nieder. Zum Beispiel: Keine evangelische Gemeinde wirft hier mehr nach der Abendmahlfeier das Brot und den Wein achtlos weg, mit dem sie zuvor noch das „Gedächtnis“ an Christus gefeiert habt. Ganz selbstverständlich ziehen wir an Fronleichnam mit dem Herrn in der Monstranz in die Kirche unserer evangelischen Schwestergemeinde und ebenso selbstverständlich findet dort eine gemeinsame Anbetung statt und das obwohl Menschen wie dem Autor Marin Welker (Buch: „Was geht vor beim Abendmahl“ Gütersloher Verlagshaus) diese Anbetung ein Dorn im Auge ist. Martin Welker nennt sie in seinem Buch Eucharistische Frömmigkeit oder Tabernakelfrömmigkeit (auf Seite 65) und betont, die Verehrung der geweihten Elemente in Wein und Brot lasse sich gemäß der Lehre nicht von der das Abendmahl feiernden Gemeinde ablösen, erfordere zwingend die Anwesenheit dieser Gemeinschaft. Martin Welker schreibt sein Buch aus protestantischer Sicht und geht dabei intensiv auf den ökumenischen Dialog ein, so dass ich das Buch auch für Katholiken für lesenswert erachte, die die Frage der Unterschiede beschäftigt.
 
Wenn ich nun den Inhalt der Gespräche  mit dem Bischof und den Kirchenvertretern einmal herunterbrechen darf, sind die noch verbleibenden Unterschiede im Wesentlichen darin zu  sehen, dass die protestantischen und evangelischen Kirchen den Papst nicht als ihr Oberhaupt anerkennen und nur ein vom Papst oder Bischof beauftragter und geweihter Priester nach katholischer Auffassung Brot und Wein in Christus wandeln darf.  Nichtchristen nennen das oft böswillig eine Machtfrage, weil es für sie bei einem weitgehend gleichen Verständnis in der Sache selbst wegen ihres fehlenden Glaubens keine Glaubensfrage sein mehr kann. An solchen Fragen wird aber zumindest in unserem Bistum die seelsorgerische Betreuung eines Gemeindemitglieds und seiner Familie nicht scheitern. Hier geht es um den einzelnen Menschen, seine Beziehung zu Christus und um seine tiefsten religiösen Empfindungen. Wenn die bei einem tiefgläubigen Gemeindemitglied in Gefahr ist oder die Ehe belastet, ist die Notlage nach Auffassung unseres Bischofs da. Darüber gewissenlos hinwegsetzen können dürfte sich auch meiner Ansicht nach nur jemand, der selbst nicht  mit ganzem Herzen Christus liebt und eher gedankenlos Lehrsätze nachplappert.
 
Verstehen wir Katholiken eigentlich, was wir lehren, möchte ich zum Schluss fragen?
Ebenfalls 2012 nahm ich an einer wunderschönen Eucharistischen Anbetung teil, an der auf eine besonders motivierende Einladung viele Nichtkatholiken und auch etlichen Nichtgläubige zuschauend, meditierend, ausruhend, betend, anbetend – wie auch immer - teilnahmen. Die Kirche war mit etwa 1000 Menschen übervoll und nicht alle fanden einen Platz. Der verantwortliche Priester hatte, bevor er den Herrn in der Monstranz auf den Altar setzte, die undankbare Aufgabe, den anwesenden Nichtgläubigen die Realpräsens Christi erklären zu müssen. Er begann sinngemäß und etwas ungeschickt mit den Worten: „Wir Katholiken, wir glauben lauter unglaubliche Dinge. So glauben wir beispielweise tatsächlich, das Jesus Christus in einer Scheibe Brot hier anwesend ist.“  Das ist doch gar kein Brot mehr, die Hostie ist doch geweiht, waren meine ersten Gedanken. Ich schaute in die Gesichter der größtenteils 20-30jährigen  Menschen um mich herum und las in dem ein oder anderen Gesicht den Gedanken: „Die ticken ja wohl nicht mehr richtig, die spinnen doch.“ Ooo…. weh! Wie hätte ich das denn gemacht, fragte ich mich. Ich hatte aus meiner Jugend ein wirklich sicheres Verständnis dieser Realpräsens, glaubte ich. Es war nicht weg, aber es war mir nicht mehr in solchen kurzen und knappen Worten abrufbar, die Nichtchristen in so einer Situation überzeugt hätten. Es war immer noch meine Glaubensgewissheit, aber was unterschied diese Gewissheit eigentlich von einem beliebigen Aberglauben? Das konnte ich nicht in Worte fassen. Auch der Priester vorne am Altar beließ es bei der Feststellung, was die Katholiken glauben. Eine plausible Erklärung, wie Jesus da in die Hostie hineinkommt, gab er nicht.  Ich begab mich danach ein Jahr lang auf die Suche nach den passenden Worten oder den passenden Vergleichen für Nichtgläubige. Immer wieder fragte ich Priester und andere Christen nach der Erklärung. Die Suche war mühselig, denn auch das meiste, was ich von ausgebildeten Priestern und Theologen an Erklärungen und Vergleichen hörte, erschien mir entweder zu theoretisch oder einfach zu „evangelisch“, erfasste die volle Tiefe der tatsächlichen Anwesenheit Gottes nur in der Vorstellungskraft und nicht in der Art wissenschaftlicher oder philosophischer Erklärungen, wie Nichtchristen sie erwarten würden. Auch suchte ich eine einfache, aber nicht zu banale Erklärung für Menschen, die komplizierte Theorien nicht gern hören, für Handwerker zum Beispiel. Ich war oft nicht zufrieden, wurde oft auf Literatur verwiesen oder vertröstet mit den Worten, dass man mir noch etwas dazu schicken werden. Die ehrliche Antwort eines alten 80jährigen Priesters jedoch überzeugte mich. Er meinte zwar, ich habe ihn ausgerechnet das gefragt, womit er die meisten Schwierigkeiten hätte. Aber neben oder gerade wegen  seinem Problembewusstsein nannte er einen Vergleich mit der Wesensumwandlung einer Rose vom Verkäufer und Züchter, für den die Rose nur eine Ware ist, bis zu dem, der sie verschenkt und verschickt und dessen Liebe sie dann beinhaltet und mitnimmt und überbringt auf dem Weg zum Beschenkten. Die Rose sieht äußerlich noch genauso aus, aber sie ist tatsächlich etwas anderes geworden. Er erzählte noch ausführlich den geschichtlichen Wandel zu diesem Thema, den er in seinem Leben mitbekommen hatte.  Auch das war durchaus interessant für mich.

Meine Suche endete vorläufig 2013 auf dem Eucharistischen Kongress in Köln bei einer Veranstaltung mit Jugendlichen. Unser Bischof hatte sich einen Theologen an die Seite geholt, um die katholische Auffassung der Realpräsens Christi in der konsekrierten Hostie zu erklären. Was der Professor der Theologie mit fast juristisch erscheinenden Worten dem Publikum erklärte, war für die anwesenden Zuhörer teilweise ganz einfach. Sie antworteten, dass kein Christ wohl in Frage stellen würde, dass Gott überall allgegenwärtig anwesend sei. Er durchdringe alles, die kleinsten Dinge der Schöpfung. Gerade deshalb sei es ja auch nicht anzuzweifeln, dass er in dieser Hostie in einer besonderen Form für uns präsent und sogar indirekt sichtbar sein wolle. Außerdem, so die Antwort, man könne ihn nicht immer aber oft genug spüren mit seiner Gegenwart. Andere katholische Teilnehmer zogen die vom Professor der Theologie gemachen Äußerungen nicht in Zweifel und glaubten an die katholische Auffassung der Realpräsens. Jedoch äußerten sie ein deutliches Unbehagen gegenüber der Praxis der Eucharistischen Anbetung. Diese Anbetungen irritierten sie und erscheinen ihnen befremdlich, gaben sie zu. In Fronleichnam sehen sie eine Ausnahme, denn da werde Gott in die Welt unter die Leute gebracht und da gehöre er hin. Ich denke, man kann diese Teilnehmer ebenso wie den Buchautor Welker beruhigen: Es darf sie durchaus irritieren, denn für keinen Katholiken ist die Teilnahm an einer Eucharistischen Anbetung eine Pflicht. Soviel ich weiß, ist sie nur ein schönes Angebot, über das man nicht diskutieren muss, es ist etwas zum Ausprobieren. Selten sitzt man dort allein. Eine Gemeinschaft ist nicht, wie Herr Welker meint, abwesend. Wer seine Bedenken beiseite packe, wurde in Köln gesagt, der entdecke nach einigen Versuchen des Probierens oft, wie schön es sei, dort in dem klaren Bewusstsein der Anwesenheit Jesu Christi zu sitzen oder zu knien, zu Ruhe zu kommen, mit Gott in Zwiesprache zu treten oder einfach seine Anwesenheit wirken zu lassen und auf seine Antworten zu lauschen. Ich jedenfalls liebe es. 


 

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