Autor Thema: Durch die Eucharistie zur Dreifaltigkeit  (Gelesen 556 mal)

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Offline Caelum

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Re: Durch die Eucharistie zur Dreifaltigkeit
« Antwort #30 am: 13. November 2019, 13:31:04 »
Körperliche Leiden.

"Bringt euren Leib zu einem lebendigen, heiligen, Gott wohlgefälligen Opfer dar!"
Körperliche Leiden sind die erste, unterste Stufe der Teilnahme des Christen an der Passion Christi. Doch kann diese Teilnahme schon einen sehr hohen Grad erreichen; denn es gibt körperliche Leiden: Schwächen, Entkräftungen, Krankheiten usw., deren Ertragung der Natur sehr hart ist und folglich für die Seele sehr verdienstlich und der Ehre Gottes förderlich sein kann. Auf dem Wege körperlicher Leiden ist uns Jesus vorangegangen, und er ist viel weitergegangen, als wir ihm zu folgen vermöchten.
Ja, der Hl. Geist hat seine hl. Menschheit für das Leiden besonders bereitet; er gab ihm nämlich einen Körper von ausgesuchter Feinheit und außerordentlicher Empfindsamkeit, damit er fähig war, im Übermaß zu leiden. Seine Vollkommenheit erhöhte seine Leidensfähigkeit in unerhörtem Ausmaß. In der Tat war es in den Tagen der Passion wie ein Überfluten von Leiden und Qualen. Isaias kann es nicht genug schildern:
"Er hat weder Gestalt noch Schönheit; wir sahen ihn, aber das war kein Anblick, daß wir sein begehrt hätten. Verachtet war er, der letzte der Menschen, ein Mann der Schmerzen... Dem Herrn gefiel es, ihn durch Leiden zu zermalmen".
Was tun, wenn an uns die Reihe kommt, körperliche Leiden zu erdulden? Sich eng vereint mit demjenigen halten, der so viel gelitten hat.
Es gibt nichts Leichteres und gleichzeitig Tröstlicheres. Wir erinnern uns, daß wir Glieder Christi sind, und daß wir seine Passion fortsetzen sollen, indem wir zunächst an den Leiden und Wunden seines gottmenschlichen Körpers teilnehmen. Seine so teuer erkaufte Herrlichkeit macht es ihm ja nunmehr unmöglich, zu leiden. Aber was er in seiner persönlichen Menschheit nicht leiden kann, das will er in seiner erweiterten Menschheit, in uns, leiden, und so seine Passion fortsetzen. Scheint er nicht sogar die Demütigung seiner Passion über ihre Grenzen hinaus erweitern zu wollen, deren Überschreitung seine Vollkommenheit ehemals verhinderte? Während seines sterblichen Lebens war er Leiden unterworfen, denen wir niemals unterworfen sein werden, aber es gibt andere, die er niemals durch eigene Erfahrung kennen konnte, z.B. Krankheit. Was er nicht selbst erlitt, will er in uns erleiden. Er senkt sich in unser Leben, vereinigt uns mit ihm, so daß wir nicht nur für ihn, sondern wahrhaftig mit ihm und in ihm leiden können. In Wahrheit können wir sagen: "Mit Christus bin ich gekreuzigt".
Jedes richtig getragene Leiden fördert das Werk Gottes in uns. Nichts ist heiligender. Es vollendet unsere innere Ähnlichkeit mit Jesus. Es vollbringt das wunderbare Werk, von dem der hl. Paulus sagt: "Bis Christus in euch Gestalt gewinnt". "Wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht, der innere wird Tag für Tag neu". Jeder Schmerz ist wie ein Neigen des Gekreuzigten zu uns und ein neuer Zug der Ähnlichkeit mit Jesus. Wer wollte nicht, auf solche Gewißheiten gestützt, nicht bloß mit Geduld sondern mit heiliger Freude die schlimmsten Prüfungen ertragen? "Ich bin voll des Trostes, bin übervoll von Freude bei all unserer Bedrängnis", sagt der hl. Paulus. "So freue ich mich der Leiden für euch, denn ich leide meinerseits an meinem Fleische die Mühsale Christi an seiner Statt für seinen Leib, die Kirche". Deshalb beglückwünschte er die Christen, die Gott prüfte: "Euch ist die Gnade verliehen, nicht bloß an Christus zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden". Indem wir mit Jesus und in Jesus leiden, müssen wir uns jene anderen Worte des großen Apostels zu eigen machen:

"Von allen Seiten sind wir bedrängt,
doch nicht beengt,
in Not, doch nicht in Verzweiflung,
verfolgt, doch nicht verlassen,
unterdrückt, doch nicht zugrundegerichtet.
Allzeit tragen wir Jesu Todesleiden
an unserem Leibe,
damit auch das Leben Jesu an unserem
Leibe sichtbar werde.
Denn um Jesu willen werden wir,
wiewohl fortlebend,
ständig der Macht des Todes ausgeliefert,
damit auch das Leben Jesu an unserem
sterblichen Fleische sichtbar werde....
Die augenblickliche, leichte Bedrängnis verschafft uns eine überschwengliche, ewige, alles überwiegende Herrlichkeit".

Jedes Leiden ist in der Tat ein Same für Ewiges.

Offline Caelum

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Re: Durch die Eucharistie zur Dreifaltigkeit
« Antwort #31 am: 13. November 2019, 15:41:28 »
Herzensbedrängnisse

Es ist die zweite Stufe. Sehr verschieden nach Ursache und Art, erfaßt hier der Schmerz, wie Gram, Verdruß, Trennung, Verkennung, Schmähung, Traurigkeit bis zur Todesnot.
Herzeleid ist der Natur schrecklicher als körperliches Leiden, aber auch läuternder, weil es zu härtesten Verzichtleistungen zwingt, und folglich auch reicher an Früchten der Heiligkeit ist. Durch Leiden des Herzens dringt man viel tiefer in die Passion Christi ein als durch körperliche Leiden. Die körperlichen Leiden Jesu waren fürchterlich; aber wer kann die Tiefe der Leiden seines Herzens ermessen? Weil das heiligste Herz ein Abgrund der Liebe war, war es auch ein Abgrund des Leidens. Sein irdisches Leben war eine lange Todesnot, die sein Wissen, seine Heiligkeit und seine unendliche Liebe nur verstärkten. Mit der Menschwerdung begann diese erdrückende Todesnot, um in den Tagen der Passion ihren Höhepunkt zu erreichen. Unsägliches dreiunddreißigjähriges Martyrium, das stündlich seine Leidensfähigkeit erprobte: er lebte im Schmerz.
Wer nach vollkommener Vereinigung trachtet, muß mutig in das Leiden Christi eindringen und mit ihm allen Kummer, alle Schmähungen und Todesnöte ertragen. Der hl. Paulus hatte diese Gesinnung: "Ihn will ich erkennen... und die Teilnahme an seinem Leiden, und ihm will ich im Tode ähnlich werden".
Demjenigen, der glaubt, ist es also ziemlich leicht, in Gott zu bleiben; denn welches Leid er auch trägt und in welch äußerste Todesnot er gerät: immer wird er Jesus vor sich sehen, mit demselben Leid beladen, dieselbe und noch viel schlimmere Todesnot erleidend, die er heiligt und vergöttlicht, damit wenn wir im Leide bei ihm ausharren, wir auch in seiner Liebe bleiben.

Offline amos

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Re: Durch die Eucharistie zur Dreifaltigkeit
« Antwort #32 am: 14. November 2019, 13:00:20 »
Danke, lieber Caelum fürDeinen Beitrag! Er gibt mir in meiner Erkrankung viel Trost und Zuversicht!

Zitat:.. damit wenn wir im Leide bei ihm ausharren, wir auch in seiner Liebe bleiben. Zitatende.

Um mein Leiden zu verstehen  und in seiner Liebe zu bleiben, versuche ich im Leide bei ihm auszuharren -


Herzliche Grüße und Gottes Segen. amos
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
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Offline Caelum

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Re: Durch die Eucharistie zur Dreifaltigkeit
« Antwort #33 am: 14. November 2019, 13:46:44 »
Lieber amos, ja das sind die Kreuze die wir tragen müssen, sollen, dürfen. Jeder hat ein anderes Kreuz zu tragen. Ich persönlich machte die Erfahrung, umso weniger man klagt umso leichter wird das tragen des Kreuzes. Manchmal kommt es mir so vor, als ob gewisse Sorgen dadurch schneller vorüber gehen. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, aber wenn dem so ist, dann ist es eine "angenehme" Einbildung.

Offline Caelum

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Re: Durch die Eucharistie zur Dreifaltigkeit
« Antwort #34 am: 14. November 2019, 14:41:06 »
Seelenqualen.

Es gibt Zeiten, wo Gott gegen uns Partei zu ergreifen scheint und uns zu schrecklichen Kämpfen zwingt. Die Leiden, die er uns alsdann sendet, sind die größten und furchtbarsten. Es sind auch die seltensten, denn die große Menge ist unfähig, sie zu kennen. Sie verzehren alles.
Im Anfang hatte das Leiden den Zweck, der göttlichen Gerechtigkeit genugzutun und die Liebe zu erproben. Diese Leiden aber sollen die Seele mit dem Siegel der höchsten Vollkommenheit bezeichnen, ihr die größte Ähnlichkeit mit Christus einprägen.
Sie kommen direkt von Gott. Ihre tiefste Wurzel ist die unendliche Heiligkeit Gottes, ihre unmittelbare Ursache das geheimnisvolle und furchtbare Verfahren des Heiligen Geistes, der die Seele an der ewigen und höchsten Reinheit teilnehmen lassen will, sie deshalb faßt, beraubt, zerschmettert, zermürbt, in Bitterkeit taucht und ihr tausend namenlose Wunden versetzt bis zur vollkommenen Umgestaltung. Ohne Vermittlung wirkt Gott selbst, um die geheimsten Tiefen bis zum letzten Grund der Seele zu erreichen, die er allein erforschen kann; um aufs strengste aller Kräfte des Geistes und alle Falten des Herzens zu prüfen. "Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, Gelenk und Mark. Es ist ein Richter über die Gedanken und Gesinnungen des Herzens".
In diesen Stunden schmerzt alles, selbst das Andenken an früher empfangene Gnaden, denn der Heilige Geist verbreitet in der Seele ein geheimnisvolles und reinstes Licht, das einerseits die Erbärmlichkeit der Seele, andrerseits die Größe Gottes beleuchtet, alles übrige aber in finstere Nacht umhüllt, die natürliche Stützen zusammenbrachen läßt, die Seele in eine trostlose Einsamkeit gegenüber dem dreimal hl. Gott bringt und sie in die furchtbarsten geistlichen Finsternisse stürzt, oft sogar in einen Schreckenszustand voller Todesangst. Gott will sie reinigen, "denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer".
Was soll die Seele alsdann tun? - Sich dem göttlichen Wirken hingeben. Ihm widerstehen wäre schädlich und zudem meistens unmöglich. Da der Hl. Geist selbst wirkt, ist das Ausharren in diesem reinigenden Schmerz gleichbedeutend mit dem Bleiben in Gott.
Die Vereinigung mit Jesus in seiner Passion ist nutzbringender denn je. Wie groß auch die Trostlosigkeit der Seele sein mag: niemals wird sie der absoluten Verlassenheit der Seele Christi in jenen furchtbaren Stunden nahekommen, wo man sie seufzen hörte: "Meine Seele ist betrübt bis zum Tode" ... "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" und wo Gott Vater die ganze Macht der Hölle gegen seinen vielgeliebten Sohn losließ und gleichzeitig den ganzen Schutz des Himmels zurückzog. "Sein Schmerz ist unermeßlich wie das Meer", sagt der Prophet.
Selbst die sonst so süße und tröstliche Vereinigung mit Jesus ist alsdann wie erstarrt, stumpf und schmerzvoll. Das Herz fühlt sie nicht. Sie geschieht nur im Glauben. Im Glauben muß sich die Seele vereinigt halten, sich gewissermaßen festklammern. Der Glaube ist die einzige Zuflucht, "das unerschütterliche Reich", von dem der hl. Paulus sagt: "Im Glauben steht ihr ja fest". Mehr als je muß die arme, verlassene Seele an seine große Liebe glauben und wie Moses standhaft aushalten, "da er den Unsichtbaren vor Augen hatte". Sie muß glauben, daß Gott sie niemals mehr geliebt hat als in diesen Augenblicken, wo er sie zurückzustoßen scheint und wo er ihr niemals so nahe gewesen ist. "Je mehr du dich verlassen glaubst," sagt der Herr zur seligen Angela von Foligno, "desto mehr wirst du geliebt und angezogen... O Vielgeliebte, wisse, daß in diesem Zustande Gott und du, eines dem andern näher ist als je." Wiederholen wir also das Wort des Johannes: "Wir erkennen gläubig die Liebe, die Gott zu uns hat".
In diesen gesegneten Stunden der inneren Trostlosigkeit, der besser gesagt, der übernatürlichen Reinigung vollziehen sich große Dinge: die Liebe vollendet die Vereinigung der Seele mit ihrem Gott, gemäß der Verheißung, die er darüber gemacht hat: "Ich werde dich mir auf ewig verloben; ich werde dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Erbarmung". Wenn das Werk der Reinigung vollendet ist, erscheint die Braut in Reinheit, Freude, Kraft gekleidet: "Wer ist die, die dort heraufkommt aus der Wüste, von Wonne überströmend, und auf ihren Geliebten gelehnt?"
Der heilige Bernhard schreibt: "Was wirst du tun, o Braut Christi? Willst du in jenes heilige und geweihte Heiligtum eintreten, wo man den Sohn in dem Vater und den Vater in dem Sohne sieht? Willst du zusammenwohnen mit der allerheiligsten Dreifaltigkeit? Du kannst es, wenn du Glauben hast, denn alles ist dem möglich, der glaubt. Was findet der Glaube? Denn Unerreichbaren erreicht er, den Unbekannten enthüllt er, den Unermeßlichen umschließt er. Öffne dein Herz: du umschließest den Ewigen."
Kurz, in der Prüfung braucht sich die Seele bloß an Jesus Christus zu halten und durch die Wunden seiner heiligen Menschheit hindurch in die Gottheit vorzudringen.
Die geopferte Seele ist eine Hostie, ein Schlachtopfer. Sie muß nicht allein darin einwilligen, daß sich ihr Schlachtopfer mit dem Schlachtopfer Jesu vereinige, sondern auch, daß er es mit den seinigen verschmelze: sie wird mit Gott, mit Jesus, ein einziges herrliches Opfer. Die ganze hochheilige Dreifaltigkeit findet Gefallen an ihr: der Vater, der in ihr die Züge seines vielgeliebten Sohnes erkennt, überschüttet sie mit seiner unaussprechlichen Zärtlichkeit; der Sohn, der sie seine erlösende Passion fortgesetzt sieht, zieht sie als bevorzugte Braut an sich; der Heilige Geist liebt sie als ein vollkommenes Werkzeug seiner Gnade zur Heiligung der Kirche und wird ihr alleiniger Beeinflusser und Erzieher. Beklagen wir uns also nicht, wenn wir leiden müssen. Umfassen wir das Kreuz mit der Freiwilligkeit Jesu, der "sich um unseretwillen als Opfergabe hingegeben hat: ein köstlicher Opferduft für Gott". "Wenn der Neid in das Reich der ewigen Liebe eindringen könnte," sagt der hl. Franz von Sales, "würden die Engel neidisch sein auf die Leiden eines Gottes für den Menschen und die Leiden des Menschen für Gott." Glückseliges Leiden, glückseliges Sterben, das uns mit dem Apostel sagen läßt: "Mit Christus bin ich gekreuzigt. Also lebe eigentlich nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Mein jetziges Leben im Fleische ist ein Leben im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingeopfert hat".

Offline Caelum

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Re: Durch die Eucharistie zur Dreifaltigkeit
« Antwort #35 am: 15. November 2019, 11:50:15 »
6. Festhalten der Vereinigung in der Freude.

Höchst wichtig ist es, unsere Freuden zu überwachen.
Was ist die Freude anders als das Aufblühen der Seele in dem Besitze dessen, was sie liebt!
Die Natur unserer Freude offenbart die Natur unserer Liebe, ihre Reinheit die Reinheit unseres Herzens. Wir müssen also mit strenger Sorgfalt darüber wachen, daß wir uns in der Freude nicht von Gott entfernen und das Wort des heiligen Paulus befolgen: "Seid so gesinnt, wie es Christus Jesus war". Wir müssen uns mit Jesus freuen und nur darüber, worüber er sich freut, sei es in uns oder im Nächsten oder in ihm selbst. Wir müssen uns immer in Gott halten, besonders aber in der Freude und in der Liebe.

Die Quelle der Freude.

Die Geschöpfe verursachen uns Freude. Manche Freuden, z.B. die der Freundschaft, sind auserlesen. Es ist nicht verboten, sie zu genießen, denn sie kommen von Gott. Aber achten wir darauf, fie zu Gott zurückzuführen. Liebe wir nichts ohne ihn! Lieben wir nichts außer ihm! Lieben wir alle Wesen, wie er sie liebt! Lieben wir sie in ihm! Die Vereinigung mit Gott macht unsere Freuden rein, sicher und unumschränkt frei.
Aber diese Freuden sind bloß untergeordnet. Für den Christen ist sie die Hauptfreude, zu wissen, daß Gott ist. Gott existiert! Der Unendliche, das wesentliche und notwendige Sein, das absolute Sein, Ursache von allem, die Wahrheit, die Schönheit, die Güte, die Macht, die Heiligkeit, die höchste Reinheit, Gerechtigkeit und Liebe. - Gott existiert und nicht bloß das. Er ist ewig, unwandelbar, unendlich. - Gott existiert und erkennt sich und liebt sich. Er ist ein Einziger und dreipersönlich: er ist Vater, Sohn und Heiliger Geist. Als Vater ergießt er sein unendliches Wesen in den Sohn, der sein Erkennen und sein Abglanz ist, und beide vollenden sich in der Einheit ihrer gemeinsamen Liebe, dem Hl. Geiste, dem wesentlichen und ewigen Ausdruck ihres geheimnisvollen Sichumpfangens, ihrer Freude und unendlichen Seligkeit. Vater, Sohn und Heiliger Geist lieben sich mit einer Liebe ohne Maß: sie sind unendlich glücklich, ewig glücklich, unwandelbar glücklich... Und sie laden uns ein, an ihrem Leben ewig teilzunehmen!
Dies zu wissen, ist für die liebende Seele die Quelle höchster, endloser Freude. Sich darüber freuen, daß Gott Gott ist, sich über die Seligkeit Gottes freuen, ist ein erhabener und heiliger Akt: das ist reine Liebe. Diese Freude reißt die Seele von den Erbärmlichkeiten des armseligen menschlichen Lebens los, um sie über alles hinaus zu erheben und sie in das innere Leben der hhl. Dreifaltigkeit einzuführen, das der hl. Paulus "die Tiefen der Gottheit" nennt. Diese Freude ließ David singen: "Herr, wer dich erschaut, strömt über vor Lust". Sie ist eine der göttlichen Früchte der Gegenwart und des Wirkens des Heiligen Geistes in dem erlösten Geschöpfe. Sie vergöttlicht die Seele.
Auf diese Freude müssen wir alle andern Freuden zurückführen. Das wird leicht sein, wenn wir uns erinnern, daß alle unsere Freuden nichts anderes sein können als ein Ausstrahlen der unendlichen Freude des Hl. Geistes, "der uns verliehen wurde".
Die Quelle aller Freuden ist in uns: "Wer an mich glaubt, aus dem werden... Ströme lebenigen Wassers fließen. Und der Evangelist fügt hinzu: "Damit meinte er (Jesus) den Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten". Die hl. Taufe hat diese innere Quelle erschlossen. Jede Kommunion erweitert sie. "Eines Stromes Wogendrang erfreut die Stadt Gottes; sein Zelt heiligt der Allerhöchste".
Die geringste Glaubenswahrheit ist eine Welt der Freude, wo unsere Seele sich stündlich ergötzen kann: "Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht schaut. Darum werdet ihr mit unaussprechlicher und herrlicher Wonne frohlocken", sagt der Fürst der Apostel. "Du wirst sein wie ein bewässerter Garten, wie eine Wasserquelle, deren Wasser nicht versiegt".
Es hängt also von uns ab, in der Freude zu leben. Und in welcher Freude! Es gibt wahre reine menschliche Freuden, aber sie berühren nur die Oberfläche der Seele; die göttlichen Freuden aber dringen bis ins Allerinnerste. Ja, die wahre, wesenhafte Freude, jene, die uns wie nichts sonst ergötzen kann, entspringt der Gegenwart des dreieinigen Gottes in uns. Was könnte den Frieden und die Harmonie einer Seele stören, die sich ganz von Göttlichem umgeben und durchdrungen weiß?

Offline Caelum

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Re: Durch die Eucharistie zur Dreifaltigkeit
« Antwort #36 am: 18. November 2019, 09:10:46 »
In der Freude leben.

"Freut euch im Herrn immerdar! Ich wiederhole es: Freut euch!" Gott hat seine Kinder für die Freude erschaffen. Was ist die Erschaffung, was ist die Heiligung anderes als die Hinordnung auf die natürliche und übernatürliche Glückseligkeit, eine Ausgießung der göttlichen Freude? Was ist die Eucharistie anderes als eine in der Kirche und in jeder Seele fließende, unerschöpfliche Freudenquelle? - Gott will, daß wir in der Freude leben. In seinem hohenpriesterlichen Gebete hat Jesus gefleht: "Nun komme ich zu dir, und dies rede ich, damit meine Freude ihnen in der Welt vollkommen zuteil werde".
Selbst der Schmerz soll sich in Freude umwandeln und auflösen. Die heilige Seele Christi umfaßte gleichzeitig unendliche Freuden und unendliche Leiden. Mit ihrem untersten Teile war sie in die äußerste Todesnot versenkt; mit ihrem Gipfel ragte sie hinein in den göttlichen Jubel. Aber die Freude überwog jede andere Empfindung; in ihr lösten sich alle seine Leiden und Opfer auf; denn Jesus wußte: je härter diese waren, desto mehr beförderten sie die Ehre Gottes und eine um so größere Erhöhung bereiteten sie seiner hl. Menschheit vor.
Unsere Seele kann also zu gleicher Zeit traurig und fröhlich sein: traurig in jenem niederen Teile, der sich den Sinnen nähert; fröhlich in jenen Höhen, die allein vom Willen gelenkt werden. Selbst in den grausamsten Stunden herrscht der Schmerz nicht allein in uns: wir besitzen ja denjenigen, der uns tröstet: "Ich will den Vater bitten, daß er euch einen andern Beistand gebe, der in Ewigkeit in euch bleibe: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann... er wird in euch walten".
In der Freude bleiben, heißt im Heiligen Geiste bleiben. Erinnern wir uns daran, daß uns die Kommunion in denjenigen versenkt hat, den die heilige Katharina von Siena "den Ozean des Friedens" zu nenne liebt. "O ewiger Gott," rief sie aus, "du bist ein friedvoller Ozean, worin die Seelen leben und ihren Durst stillen. Sie finden daselbst ihre Ruhe in der Vereinigung der Liebe."
Die Freude ist ein Gott zu erweisender Kult. Sie ist ein Meßinstrument der Seele: sie zeigt den Grad ihrer Liebe an. In beständiger Prüfung und Verfolgung hört die Kirche, das erhabene Vorbild der Seele, nicht auf, sich zu freuen. Ihre Liturgie ist an jedem neu erstehenden Tage ein Fest. Sie zählt ihre Tage nach Festen; sie schreitet durch Schmerz, aber mit zum Himmel erhobenem Auge und indem sie die Vollkommenheit und die Liebe des Bräutigams besingt. Sie lebt in der Freude, in freier, starker, heiterer Freude, der Frucht der Liebe.
Der Christ ist ein Sämann der Freude. Deshalb vollbringt er große Dinge. Die Freude ist eine der unwiderstehlichsten Mächte in der Welt. Sie beruhigt, sie entwaffnet, sie erobert, sie reißt mit sich fort. Die frohe Seele ist ein Apostel: sie zieht die Menschen zu Gott, indem sie den Menschen zeigt, was die Gegenwart Gottes in ihr vermag. Deshalb gibt uns der Hl. Geist den Rat: "Seid nicht traurig, denn die Freude im Herrn ist eure Stärke".

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Re: Durch die Eucharistie zur Dreifaltigkeit
« Antwort #37 am: 19. November 2019, 08:55:21 »
b. Vervollkommnung der Vereinigung.

Die auf den Stand der heiligmachenden Gnade gegründete Vereinigung mit Gott hat sehr verschiedene Grade. Auf der Leiter der Vollkommenheit sind diese Grade geradezu unübersehbar. Die Kommunion am Morgen versetzt uns in jene Liebesvereinigung, deren Beschreibung im Vorstehenden versucht wurde. Doch ach! Diese Vereinigung kann gelockert werden. Aber ebenso auch kann sie unaufhörlich vollkommener werden. Die Anstrengung des Christen ist sehr wohl imstande, die eucharistische Vereinigung inniger zu gestalten und zu vervollkommnen. Ein wirksames Mittel ist die Wiederholung der Akte des Verlangens und der Liebe.

Offline Caelum

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Re: Durch die Eucharistie zur Dreifaltigkeit
« Antwort #38 am: 21. November 2019, 08:27:31 »
1. Wiederholung der Akte des Verlangens.

Daniel erhielt Kenntnis vom Geheimnisse Christi, weil er ein Mann des Verlangens war. Eine Seele, die nach Jesus verlangt, muß notwendig in die Kenntnis und in das Verkosten seiner Geheimnisse eindringen.
Das Verlangen entfernt die Hindernisse; es öffnet die Pforten der Seele, für die das herrliche Wort der Geheimen Offenbarung Wirklichkeit wird: "Siehe, ich stehe vor der Türe und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Türe öffnet, zu dem gehe ich hinein und halte mit ihm Mahl und er mit mir".
Das Verlangen erweitert die Seele und paßt sie dem ersehnten Gegenstande an; es paßt sie also sozusagen Gott an. Der himmlische Vater geruhte, der heiligen Katharina von Siena zu versichern: "Keine Tugend kann dir das ewige Leben verdienen, wenn du mir auf eine endliche Art dienst, denn ich, der unendliche Gott will, daß man mir auf unendlicher Art dient; doch du hast nichts Unendliches als das Verlangen und den Schwung deiner Seele. Aber dieses Verlangen hat wie alle anderen Tugenden nur Wert durch den Gekreuzigten, meinen einzigen Sohn."
Es ist sehr nützlich, in der Seele das Verlangen nach der heiligen Kommunion zu erwecken. "Die vollkommene Übung der Liebe", sagt Bossuet, "ist der unaufhörliche Wunsch, Jesus Christus zu empfangen. Der Tisch ist bereit: die Gäste fehlen; doch du, o Jesus, rufest sie."
Das Leben vieler Heiliger ist ein großes und glühendes Streben ihrer Seele nach der eucharistischen Vereinigung gewesen. Der heilige Ignatius der Martyrer schrieb an die Römer: "Ich wünsche nicht die Freuden dieser Welt; sondern ich verlange nach dem Brote Gottes, dem Brote des Himmels, dem Brote des Lebens, dem Fleische Jesu Christi, des Sohnes des lebendigen Gottes. Ich verlange heiß danach, mich mit jenem Tranke zu berauschen, der sein Blut ist und der in uns eine unwandelbare Liebe anfacht, da er uns das Unterpfand des ewigen Lebens gibt."
Die hl. Katharina von Siena seufzte Tag und Nacht nach der hl. Kommunion. In der Morgendämmerung eilte sie zur Kirche, von ihrem Verlangen förmlich getragen, dessen Glut ihren zerrütterten Körper bewegte. "Mein Vater, mich hungert", sagte sie zu dem sel. Raimund, um ihm ihr Verlangen nach der heiligen Kommunion auszudrücken; "um der Liebe Gottes willen gebt meiner Seele ihre Nahrung!"
Die heilige Margareta Maria sagte: "Mein Herz fühlt sich von dem Verlangen verzehrt, Gott zu lieben, und dies gibt mir ein unersättliches Verlangen nach der heiligen Kommunion und nach Leiden... An einem Karfreitag war ich von dem glühenden Wunsche erfüllt, unseren Herrn zu empfangen, ich sagte zu ihm unter Tränen: 'Ich will mich verzehren dadurch, daß ich nach dir verlange und dich an diesem Tage nicht besitzen kann; ich höre nicht auf, nach dir zu verlangen'. Er tröstete mich mit seiner süßen Gegenwart und sagte zu mir: 'Meine Tochter, dein Wunsch ist mir so zu Herzen gegangen, daß wenn ich das Sakrament der Liebe nicht eingesetzt hätte, ich es jetzt tun würde, um deine Speise zu sein. Ich habe eine solche Freude daran, so ersehnt zu werden, daß ich, sooft ein Herz diesen Wunsch hegt, es ebensooft voll Liebe ansehe, um es an mich zu ziehen.'"
Im Tabernakel scheint sich Jesus aufzuhalten, wie er ehedem unter der Säulenvorhalle des Tempels stand und der Menge zurief: "Wenn einen dürstet, so komme er zu mir und trinke!", oder er scheint die Einladung der göttlichen Weisheit zu erneuern: "Kommet her zu mir alle, die ihr meiner begehrt, und sättigt euch!"
Erwecken wir also in uns immer häufiger, immer glühender werdendes Verlangen! Unsere Seele sei immer nach der Eucharistie gerichtet! Leben wir im Zustande des Verlangens wie der Psalmist: "Ich tue meinen Mund auf und atme Lechzend". Dieser Durst nach dem Göttlichen ist eine der kostbarsten Gnaden, die Gott durch seinen Propheten versprechen ließ: "Siehe, es kommen die Tage..., da ich Hunger über das Land senden werde; nicht Hunger nach Brot, noch Durst nach Wasser, sondern Hunger, das Wort des Herrn zu hören".
Bis wie weit darf sich unser Verlangen erschwingen? Können wir nach den verborgenen Geheimnissen der göttlichen Vereinigung streben?
Ja, vorausgesetzt, daß unser Wunsch demütig und dem göttlichen Willen freudig unterworfen bleibe.
Ohne Zweifel wäre es ein dummer Stolz und es hieße, sich schlimmen Täuschungen hingeben, außergewöhnliche Gunstbezeugungen zu wünschen, wie Offenbarungen, Visionen u.s.w. Aber die möglichst enge Vereinigung unserer Seele mit Gott zu wünschen, ist recht und heiligend. "Er küsse mich mit dem Kusse seines Mundes", ruft die Braut im Hohen Liede aus. Und sie spricht im Namen aller erlösten und durch die Gnade geheiligten Seelen, die sich nach jenem glücklichen Zustande sehnen, wo die Seele, die "dem Herrn anhängt, ein Geist mit ihm ist".
Wer wird aus dem armen Erdreich unserer Seele solch heilige und kühne Wünsche hervorsprossen lassen?
Der Heilige Geist. Er lenkt unsere Seele zu Gott. "Denn wir wissen nicht, um was wir bitten sollen... Da tritt der Geist selbst für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern". Auch ist es ein ausgezeichnetes Mittel zur Belebung unserer Wünsche, die Worte der Heiligen Schrift zu Hilfe zu nehmen, durch die so oft das Seufzen nach Gott ausgedrückt worden ist: "Wie der Hirsch verlangt nach Wasserquellen, so verlangt meine Seele nach dir, o Gott.
Meine Seele dürstet nach Gott, dem starken, dem Lebendigen...
Nach dir dürstet meine Seele.
Wie sehr schmachtet nach dir mein Leib im wüsten, weg- und wasserlosen Lande!"

Offline Caelum

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Re: Durch die Eucharistie zur Dreifaltigkeit
« Antwort #39 am: 22. November 2019, 13:31:36 »
2. Wiederholung der Akte der Liebe.

Der heilige Johannes schrieb: "Gott ist die Liebe". Man kann ebenfalls sagen: "Jesus ist die Liebe", und man könnte hinzufügen: der Christ ist die Liebe.
Das Leben des Wortes im Schoße der hhl. Dreifaltigkeit besteht darin, den Vater zu lieben, und alles, was es von ihm empfängt, zu ihm, dem Ursprung, zurückströmen zu lassen.
Und auch hienieden war sein Leben die Liebe. Das Wort ist aus Liebe zum Vater Fleisch geworden, um ihn uns zu offenbaren und uns für ihn zu gewinnen. Die Liebe hat ihn Mensch werden lassen, die Liebe hat ihn ans Kreuz genagelt. Der letzte Grund seiner Geheimnisse, seiner Srbeiten, seiner Leiden ist die Liebe zum Vater.
Diesselbe Liebe ließ Jesus die Gestalt des Brotes annehmen und hält ihn in der Verborgenheit des Tabernakels. Was tut er in dem undurchdringlichen Schweigen der Hostie? Vor allem liebt er den Vater.
Der Kommunizierende wird sich bestreben, wie Jesus zu leben: er wird also Gott lieben. Er wird ihn so lieben, wie es das erste Gebot verlangt, das alle anderen in sich schließt: von ganzem Herzen, aus ganzer Seele, aus allen seinen Kräften.
Natürlich ist es der menschlichen Schwäche nicht möglich, beständig formelle Liebesakte zu erwecken. Aber wenigstens können wir sie mit der Gnade Gottes derart vervielfältigen, daß sie die Akte der anderen Tugenden beherrschen und einen immer bestimmderen und durchgreifenderen Einfluß auf unser Leben gewinnen.
Es ist so leicht, einen Liebesakt zu erwecken! Ein Aufschwung des Herzens genügt. Die demütigste Handlung, das kleinste Opfer können sich in Liebe verwandeln. "Alles, was aus Liebe geschied, ist Liebe", sagt der heilige Franz von Sales, "die Arbeit, die Ermüdung, ja der Tod ist Liebe, wenn man ihn aus Liebe erduldet." Und dennoch sagt P. Lacordaire, "ist die Liebe Gottes der höchste Akt der Seele und das Meisterwerk des Menschen." "Der kleinste Akt reiner Liebe", bemerkt der heilige Johannes vom Kreuz, "hat in den Augen Gottes mehr Wert und ist der Kirche nützlicher als alle anderen Werke zusammengenommen." "Nichts in der Welt ist so wirklich und wesenhaft als die Liebe Gottes. Im Vergleich mit dieser großen Wirklichkeit ist alles übrige nur ein Trugbild; alles ist leer und ohne Sinn und vergeht bald. Ein Akt der Liebe ist vollkommen: ihre Wirkungen sind mächtiger, ihre Folgen wichtiger als die Wirkungen und Folgen jedes anderen Aktes. Selbst der Tod kann ihr an Größe nicht gleichkommen. Und doch, was braucht es, um einen Akt der Liebe zustande zu bringen? Einen Blick des Herzens, der mit der Schnelligkeit des Blitzes zum Himmel gelangt. Solche Akte lassen sich zahllos inmitten der scheinbar zerstreuendsten Beschäftigungen machen. Nicht schwächer werden sie durch die Wiederholung; vielmehr schöpfen sie daraus neue Stärke, unbekannte Kraft. Und dabei erfordern sie keine Anstrengung;  es wird uns sogar eine Freude, sie hervorzubringen" (Faber).
"Derjenige, der glühend nach der Liebe verlangt," sagt der heilige Franz von Sales, "wird bald mit Glut lieben." Hören wir also niemals zu lieben auf. "Hätte ich tausend Herzen, um zu lieben," rief die hl. Margareta Maria aus, "sie würden nicht zu viel sein." Der heilige Paulus sagt uns, daß "die Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist". Wie die Liebe Gottes vermocht hat, sich für das Geschöpf hinzugeben, so läßt sie das Geschöpf sich Gott hingeben und vollendet ihre Vereinigung. "Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm".
"Es ist von großer Wichtigkeit", sagt der hl. Johannes vom Kreuz, "daß die Seele sich viel in der Liebe übt, damit sie, da sie sich rasch vollendet, hienieden nicht aufhält, sondern bald dazu kommt, Gott zu schauen. Die anhaltende Übung der Liebe ist eine große Sache. Die zur Vollkommenheit und zur Vollendung der Liebe gelangte Seele kann weder in diesem noch im anderen Leben lange sein, ohne Gott zu schauen."

 

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