Autor Thema: Bibel und Ehe  (Gelesen 1266 mal)

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Offline Elisabeth

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Bibel und Ehe
« am: 10. Juni 2020, 11:45:47 »
Grüß euch

ich habe Fragen zur Ehe.

Mir hat unlängst jemand gesagt, dass die Ehe nach der Bibel auch nach dem Tod weiter besteht.
Kann mir dazu einer was sagen?
Und wie ist es, wenn man jemanden geheiratet hat, der aber nicht die Liebe war?
Mit wem ist man dann in er Ewigkeit zusammen ?
GIbt es dazu auch etwas in der Schrift?

Freue mich auf Antworten    ;xdysaa

Offline DerFranke

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Re: Bibel und Ehe
« Antwort #1 am: 10. Juni 2020, 22:37:48 »
Das was Dir diese Person gesagt hat ist eine Lüge.

Es heisst "Bis das der Tod euch scheidet"  deine Ehe besteht also solange bis einer der beiden Ehepartner verstorben ist.
Jesus hat dies in der Bibel einigen Personen erklärt.  Sie stellten Ihn die Frage was passiert wenn jemand eine Frau heiratet deren Mann verstorben ist
wessen Frau Sie dann im Himmel sein wird.

Wenn jemand einen Menschen vor Gott geheiratet hat auch wenn es nicht die große Liebe war dann ist diese Ehe gültig. Der heilige Pater Pio sagte einmal
"Der Wille entscheidet nicht das Gefühl"  es gab schon viele Ehen die geschlossen worden sind weil z.B ein Kind erwartet worden ist und die Menschen sich
dann zum Eheschluss bereit erklärt haben. Man geht mit so einem Akt eine Verantwortung vor Gott ein bis eben einer der Ehepartner stirbt.
Das mag oft eine große Last sein - gerade wenn es nicht die Liebe war und man einen Partner hat der zum Kreuz wird.  Aber Jesus erklärte auch hier das
eine Scheidung nicht in Frage kommt - er sagte Moses hätte dies den Menschen nur wegen Ihrer hartherzigkeit erlaubt und es kommt nicht von Gott.

In der Ewigkeit gibt es keine Ehe mehr wie im weltlichen Sinne - alle Antworten die ich dir gegeben habe findest du im Neuen Testament.
Hab nur Mut viele Menschen sind in der heutigen Zeit in der Verwirrung oder in der Bedrängnis da die Lehre heute oftmals sehr verfälscht weitergegeben wird.
Wenn du die Bibelstellen nicht selbst findest werde ich Dir beim suchen helfen.

Ich wünsche Dir alles Gute & Gottes Segen

Offline DerFranke

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Re: Bibel und Ehe
« Antwort #2 am: 10. Juni 2020, 22:48:18 »
Diese beiden Stellen habe ich auf die schnelle für dich gefunden.

Von den Sadduzäern, die bestreiten, dass es eine Auferstehung gibt, kamen einige zu Jesus und fragten ihn: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. Da nahm sie der zweite, danach der dritte und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben. Schließlich starb auch die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt. Da sagte Jesus zu ihnen: Die Kinder dieser Welt heiraten und lassen sich heiraten. Die aber, die gewürdigt werden, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, heiraten nicht, noch lassen sie sich heiraten. Denn sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und als Kinder der Auferstehung zu Kindern Gottes geworden sind. Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn leben sie alle.
Lukas 20,27-38

Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel.  (Matthäus 22,30)


Am besten liest du selbst im Neuen Testament und wenn du Fragen hast stell sie einfach. Es können viele Menschen davon lernen.
Mein Lehrer sagte mir in der Schule mal keine Furcht zu haben zu Fragen, denn es wissen neben mir noch genug andere nicht die Antwort aber sie haben Angst.

Offline Elisabeth

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Re: Bibel und Ehe
« Antwort #3 am: 11. Juni 2020, 09:37:08 »
Guten Morgen und DANKE.
Wie kommt dann jemand darauf, einem so etwas zu sagen??

Gibt es irgendwo in der Kirchenlehre eine Auskunft dazu, bei wem man dann nach dem Tode in der Ewigkeit ist?
Evtl. im Katechismus ??

Und wie muss ich dann damit umgehen, wenn ich  wissentlich einen Mann geheiratte habe, den ich aber nicht liebe. Ich meine, ist das dann nicht eine Sünde ?
Was ist mit den Seelen der Kinder aus dieser Ehe? Es sind ja letztlich keine Kinder der Liebe....

Offline amos

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Re: Bibel und Ehe
« Antwort #4 am: 11. Juni 2020, 11:28:50 »

In diesem Zusammenhang würde es mich interessieren.
ob es keine Rolle spielt, ob man nur standesamtlich ver-
heiratet ist, oder auch kirchlich?

Welche Nachteile bzw. Sünde ist  aus kath. christlicher Sicht
bei einer nicht krchlichen Trauung im allgemeinen zu sehen?

Wie aber sieht es aus, wenn ein junger Mann sich zum Priesterberuf
berufen fühlt, dieser aber aus Liebe in dieser Zeit eine Frau kennenlernt
und nur standesamtlich heiratet? Also, er kann die kirchliche Trauung
mit seinem Gewissen nicht vereinbaren.!

Lebt dieser Christ ohne kirliche Trauung nunmehr in schwerer Sünde?
Sollte er jetzt noch die kirchliche Trauung nachholen?
Übrigens, die Frau von dem jungen Katholiken ist evangelisch und geschieden!
Meines Wissens darf aus dieser Situation der junge Mann nicht mehr die Sakramente
der heiligen, katholischen Kirche empfangen! Ist das so?

Freue mich auf Eure Antworten.


Herzliche Grüße und Gottes Segen. amos
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
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Offline DerFranke

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Re: Bibel und Ehe
« Antwort #5 am: 11. Juni 2020, 19:29:13 »
Guten Morgen und DANKE.
Wie kommt dann jemand darauf, einem so etwas zu sagen??

Gibt es irgendwo in der Kirchenlehre eine Auskunft dazu, bei wem man dann nach dem Tode in der Ewigkeit ist?
Evtl. im Katechismus ??

Und wie muss ich dann damit umgehen, wenn ich  wissentlich einen Mann geheiratte habe, den ich aber nicht liebe. Ich meine, ist das dann nicht eine Sünde ?
Was ist mit den Seelen der Kinder aus dieser Ehe? Es sind ja letztlich keine Kinder der Liebe....

Im Katechismus kenne ich keine Stelle - habe aber auch noch nie nachgesehen zu diesen Thema. Du bist nachdem Tod bei Gott im Himmel und du wirst dort auch deine Bekannten / Verwandten usw. sehen aber im Himmel und das sagt uns die Bibel ist es eben nicht wie auf der Erde.  Daher bist du dort dann nicht verheiratet.
Ich nehme an die Person die dir das gesagt hat - hat einfach keine Ahnung gehabt oder ist eine der vielen Irrlehren auf den Leim gegangen - so wie die Personen die Jesus die gleiche Frage gestellt haben.

Es kommt drauf an was du mit "ich liebe meinen Mann nicht" meinst.  Wer Gott liebt hält seine Gebote. Liebe ist nicht nur ein Gefühl.   Versuch diesen Menschen eine treue & gute Frau zu sein sofern dies durch die Handlung deines Mannes möglich ist.  Viele verwechseln die echte Liebe mit der Hollywoodliebe oder dem verleibsein am Beginn einer Beziehung.  Auf die Defintion was liebe ist antwortete mal Pfarrer Konrad Sterninger - vom Gefühl der Liebe wird niemand satt.  Dazu muß die Mutter schon früh aufstehen und Ihnen was zu essen machen.

Deine Kinder sind natürlich Frucht der Liebe - nur weil die Eheleute keine Liebe empfunden haben - bei der Zeugung ist noch ein dritter dabei. Unser Herrgott - dieser liebt deine Kinder so als wären sie aus einer liebevollen Ehe entstanden.  Deine Kinder haben vor Gott deswegen keinen Nachteil - aber sie können es in der Welt schwerer haben. Das nennt sich dann "Kreuz"    als Beispiel wenn der Vater eines Kindes Alkoholiker ist und seine Familie im Stich lässt wachen Jungs oft ohne Vorbild auf und Mädchen tun sich schwerer Vertrauen zu Ihren künftigen Ehemann zu finden.  Sie haben deshalb im Leben ein schwereres Kreuz im weltlichen Bereich wie andere Menschen.  Dafür gibt Ihnen Gott in seiner güte aber oftmals einen enormen Ausgleich der dieses Kreuz bei weitem überwiegt.  z.b das Geschenk des Glaubens  oder die Abscheu gegen gewisse Sünden, so daß sie selbst nicht in diese Dinge geraten.

Offline DerFranke

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Re: Bibel und Ehe
« Antwort #6 am: 11. Juni 2020, 19:38:27 »

In diesem Zusammenhang würde es mich interessieren.
ob es keine Rolle spielt, ob man nur standesamtlich ver-
heiratet ist, oder auch kirchlich?
Welche Nachteile bzw. Sünde ist  aus kath. christlicher Sicht
bei einer nicht krchlichen Trauung im allgemeinen zu sehen?
Wie aber sieht es aus, wenn ein junger Mann sich zum Priesterberuf
berufen fühlt, dieser aber aus Liebe in dieser Zeit eine Frau kennenlernt
und nur standesamtlich heiratet? Also, er kann die kirchliche Trauung
mit seinem Gewissen nicht vereinbaren.!
Lebt dieser Christ ohne kirliche Trauung nunmehr in schwerer Sünde?
Sollte er jetzt noch die kirchliche Trauung nachholen?
Übrigens, die Frau von dem jungen Katholiken ist evangelisch und geschieden!
Meines Wissens darf aus dieser Situation der junge Mann nicht mehr die Sakramente
der heiligen, katholischen Kirche empfangen! Ist das so?
Freue mich auf Eure Antworten.
Herzliche Grüße und Gottes Segen. amos

Es spielt natürlich eine Rolle ob du nur standesamtlich oder kirchlich verheiratet bist. Für einen Katholik besteht die Pflicht zur kirchlichen Ehe - denn mit einer standesamtlichen schließt du ja Gott bewusst aus dem Ehebund aus.  Bei anderen Konfessionen greift hier das Naturrecht und man muß tiefer in die Sache einsteigen - dazu bin ich aber nicht kompetent genug.  Es war allgemeines Wissen bis vor kurzer Zeit bei einem Christen das die Ehe vor Gott in der Kirche geschlossen wird - dazu gehörten auch die Evangelischen Christen.  Undenkbar wäre ein Szenario bei dem man nicht um den Segen Gottes für diese Verbindung gebeten hätte.  Die Zivilehe ist eine freimaurerische Einführung und deshalb wertlos.
Die Kirche war aber immer großzügig zu den Menschen die so eine Ehe geschlossen haben auch aus anderen Glaubensrichtungen heraus - da hier ja Unwissenheit herschte.

Zum Thema des jungen Mannes.
- Ersten wäre er verpflichtet gewesen kirchlich zu heiraten - demnach ist seine Ehe Null und Nichtig und wenn er dann den Verkehr vollzieht ist es eine
  schwere Sünde.  Durch die Priesterberufung wäre es eine doppelt schwere Sünde aber wir wissen ja nicht ob diese Berufung von Gott ist oder nur ein
  Gefühl.
- wenn die Frau geschiehen ist und dieser Mann diese Frau weltlich geheiratet hat lebt er im Ehebruch und darf deshalb natürlich nicht die Sakramente
  empfangen bis er dieses Verhalten beendet hat. Denn auch evangelische Ehen sind vor Gott gültig.

Wenn also die evangelische Frau vor Gott verheiratet ist ( das ist unauflöslich ) kann der junge Mann diese Frau gar nicht heiraten und somit würde sich diese Frage nicht stellen.

Offline Elisabeth

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Re: Bibel und Ehe
« Antwort #7 am: 15. Juni 2020, 14:14:30 »
Dankeschön. Das hat mir sehr geholfen.   ;fdd25

 

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