Autor Thema: Attentat in Oslo  (Gelesen 16792 mal)

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Anna-Maria

  • Gast
Re:Attentat in Oslo
« Antwort #10 am: 03. August 2011, 15:11:07 »
Hallo liebe Glaubensgeschwister,

jetzt scheint es wieder ruhiger geworden zu sein zu dem, was an Schrecklichem geschehen ist.

Dennoch bleiben die Themen leider bestehen:

1. Es wird immer Menschen geben, die sich als Christen bezeichnen aber dem in ihrem Verhalten und ihren Worten unseren Herrn Jesus Christus total widersprechen, ja sogar Menschen ermorden, Kinder schänden oder sonst was Grausames. Es gibt dennoch KEINE ALTERNATIVE ZUR RELIGION DER LIEBE, die in JESUS CHRISTUS, der Weg, die Wahrheit und das Leben, verkörpert ist und der in Seiner Kirche lebt und wirkt.

2. Der Islam arbeitet weiter an der Islamisierung Europas. Viele Christen arbeiten weiter daran mit Mitteln außerhalb jeglicher Gewalt dies zu verhindern. Denn die Verfolgung (bis hin zu Folter und Ermordnung in Hunderten "Fällen") von Christen in islamischen Ländern geht weiter.

Wir können nur beten und unseren Glauben bekennen in liebevoller Verkündigung und praktischen Bekenntnis in Werken der Liebe unseren Nächsten gegenüber.

Anna-Maria

Hemma

  • Gast
Re:Attentat in Oslo
« Antwort #11 am: 19. Oktober 2011, 11:05:35 »

Ein lückenlos atheistisches Menschen- und Weltbild in Norwegen       


„Kaum jemand beanstandete die atheistische Sicht, die bei der Trauerfeier zum Ausdruck kam.“
Ein kath.net-KLARTEXT von Bischof Andreas Laun zu Trauerfeiern in Norwegen nach dem Amoklauf



Salzburg (kath.net) Erik M. kam als Sohn eines überzeugten Pastors zur Welt, wurde Professor für Altes Testament und auf Grund seiner Bibelstudien katholisch. Seither wird er in der norwegischen Gesellschaft doppelt ausgegrenzt: als Gläubiger von der atheistischen Umgebung, als Katholik von den Protestanten!

Nicht lange nach dem grauenhaften Amoklauf in Norwegen, bei dem 78 junge Menschen getötet wurden, schrieb er mir:

„Die menschlich und förmlich vorbildliche Anteilnahme der Regierung an den 78 Beerdigungen nach dem Terrorakt am 22. Juli war in Ordnung, signalisierte aber nichts desto trotz das lückenlos atheistische Menschen- und Weltbild des Landes: Mit der Existenz der Getöteten ist definitiv Schluss.

Sie „leben in unserer Erinnerung, aber nicht als den Tod überschreitende Personen, verantwortlich vor Gott. Aber gerade das wäre notwendig: Den jungen Menschen auch auf dem Jugendlager der Arbeiterpartei das Evangelium zu vermitteln, vor allem die Botschaft von der Auferstehung! Überhaupt, das für sie ganz neue, christliche Menschenbild wäre so wichtig für die Jugend, aber auch für die Menschen in der Politik und überhaupt in der ganzen Gesellschaft.“

Besorgt und warnend fährt mein norwegischer Freund fort: „Was Ihr in Österreich und in Deutschland noch politisch als Kampfthemen habt, ist bei uns in Norwegen und in Skandinavien fertig debattiert und entsprechende Gesetze sind verabschiedet. Das Volk lebt scheinbar bestens damit!
 
Verhältnismäßig wenige Menschen beanstanden die atheistische Sicht, die bei der Trauerfeier zum Ausdruck kam. Man feiert sich selber, nicht die Personen, die so urplötzlich vor Gott standen! Man bewertet die Verstorbenen nach menschlich-gesellschaftlichen Kategorien, nicht nach dem Maßstab Gottes. D
ie evangelisch-lutherische Volkskirche übte ihre Aufgabe als zeremonielle Trösterin zwar ergreifend aus, aber dieses Gemisch von ausgesprochenem und unausgesprochenem Atheismus seitens der politischen „Prediger“ und der amtierenden Pfarrer und Pfarrerinnen bei den Abschiedszeremonien ist für Norwegen typisch geworden. Es wird von den meisten Menschen gelobt als Ausdruck des vermeintlichen Höchstgutes, nämlich der Toleranz, der Demokratie, des Rechtsstaates, also der großen Errungenschaften des europäischen Denkens.“

Warum dann noch der traurige Ton im Brief meines Freundes? Ich weiß warum: Toleranz heißt hier Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit und meint die Behauptung, alles was Gott betrifft, sei ohnehin unerkennbar. Mit Demokratie und Rechtsstaatlich meint man die Allmacht der Mehrheit in allem und jedem!

Aber dass sich damit, auch staatlicher Macht gegenüber, unerschütterliche Menschenrechte nicht mehr begründen lassen und dass auch staatliche Gesetze sich dem Naturrecht, das von Gott kommt, unterordnen müssen, kommt nicht mehr in den Blick.

Was Norwegen fehlt ist die Rede, die Papst Benedikt XVI. im Berliner Reichstag im Jahr 2011 gehalten hat.



Armes Norwegen und gefährdetes Norwegen, wenn alles bleibt, wie es ist. Der Tod der Jugendlichen hat dies offenbar gemacht, zumindest bei denen, die Augen und Ohren haben und sie nicht schließen und zuhalten, wie es die Propheten und Jesus selbst beklagt haben (Joh 12, 40; Jes 6,10):

 „Verhärte das Herz dieses Volkes, verstopf ihm die Ohren, verkleb ihm die Augen, damit es mit seinen Augen nicht sieht und mit seinen Ohren nicht hört, damit sein Herz nicht zur Einsicht kommt und sich nicht bekehrt und nicht geheilt wird.“

http://www.kath.net/detail.php?id=33537

Christa

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Re:Attentat in Oslo
« Antwort #12 am: 19. Oktober 2011, 13:58:26 »
liebe Hemma ,

du sprichst mir aus dem Herzen , Danke  für diesen Beitrag ! ;fckj

Offline sceptic

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Re:Attentat in Oslo
« Antwort #13 am: 19. Oktober 2011, 14:34:54 »
Ist denn sichergestellt, dass alle Ermordeten auch Christen, wohl gar katholische Christen waren?!
Sollten Atheisten, Muslime, wasweißich unter ihnen gewesen sein, hätten sie vielleicht auch gar keine "christliche" Feier/Ansprache haben wollen?!

Es handelte sich um einen staatlichen Festakt. Was ist daran eigentlich so schwer zu verstehen, wenn der Staat zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet ist und danach auch handelt?!

Im übrigen: ich war noch nicht bei einer solchen Feier anwesend, aber glaubt hier jemand, dass wenn in Afganistan getötete deutsche Soldaten ihren Festakt bekommen, in irgendeiner Weise von der Auferstehung die Rede ist, womöglich in einer Rede der Kanzlerin????

Hemma

  • Gast
Re:Attentat in Oslo
« Antwort #14 am: 19. Oktober 2011, 18:27:21 »
Ist denn sichergestellt, dass alle Ermordeten auch Christen, wohl gar katholische Christen waren?!
Sollten Atheisten, Muslime, wasweißich unter ihnen gewesen sein, hätten sie vielleicht auch gar keine "christliche" Feier/Ansprache haben wollen?!



Lieber sceptic!

Ich weiß nicht, welchen Religionen die ermordeten Jugendlichen in Norwegen angehörten, aber laut Statistik gehören

84,8% der Norweger der lutherische Staatskirche an, 3,66% anderen protestantischen Richtungen, 2,0 % sind Katholiken und 1,55% Moslems.

Und ob Atheisten, Muslime oder Christen, für alle gibt es eine Auferstehung...


LG. Hemma

Offline sceptic

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Re:Attentat in Oslo
« Antwort #15 am: 20. Oktober 2011, 10:38:57 »
Hallo Hemma!

Einverstanden, aber das ist ja eben nicht der Punkt. Der Punkt ist der Staatsakt, der nichts, aber auch gar nichts mit der Auferstehung zu tun hat, ja nicht einmal mit irgendeiner religiösen Richtung. Und deshalb blieb alles religiöse halt draussen. Und das wäre in D nicht anders und ich wette auch in Österreich und CH.

Offline sceptic

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Re:Attentat in Oslo
« Antwort #16 am: 20. Oktober 2011, 13:57:15 »
Überhaupt keine Schmerzen!

- Wo genau hat Stoltenberg zum Gebet aufgerufen? Er hat nur gesagt: "egal zu welchem Gott ihr betet" was soviel heißt wie "ihr Menschen aller Religionen" (gemeint aber schlicht: ihr alle da draussen), was er evtl. natürlich erwähnen wollte, weil religiöse Motive für die Wahnsinnstat genannt wurden. Ihm ging es aber darum, alle aufzurufen, die Freiheit zu schützen (explizit KEIN Ziel auf der katholischen Agenda)
- das Weihnachtsfest ist an dem Datum, an dem es liegt, nix anderer als die Fortführung Ur-heidnischer Feste, aber das ist eine andere Baustelle. Der Punkt ist doch vielmehr, dass kein anderes Fest für den auch nicht sooo Gläubigen mit soviel Emotion/Erinnerungen/Erwartungen und Ritualen aufgeladen ist, wie das Weihnachtsfest. Weshalb auch kein anderes Fest auch dem nicht-so-gläubigen so verdeutlichen kann, festzustellen, wie sehr ein anderer Mensch fehlt.
- Andererseits ist, wenn Du mit deiner Sicht richtig liegst, der Glaube dann doch ausführlich zur Sprache gekommen, so dass ich die Aufregung nicht verstehe.

Ich sagte ja iü, dass ich noch bei keinem Trauerakt mit Angela dabei war, aber ich kenne auch keine Rede, in der sie religiöse Aspekte eingebracht hätte. Du, Wendelin?

Im Hinblick auf den "Maurerfreund" muss eine Verwechselung vorliegen, der Mauerer war ein anderer hier; ich bin unabhängig und überparteilich, im übrigen Katholik.

Offline sceptic

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Re:Attentat in Oslo
« Antwort #17 am: 21. Oktober 2011, 09:10:21 »
... bleibe ich aber eher skeptisch. ;hqfj

Wie praktisch, das bin ich auch immer ;D jhlcu

Offline Marcello

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Re:Attentat in Oslo
« Antwort #18 am: 22. Oktober 2011, 11:41:03 »


Und ob Atheisten, Muslime oder Christen, für alle gibt es eine Auferstehung...


Liebe Hemma,

wenn ich fragen darf, wo steht das?
Und meinst Du mit "Auferstehung" nur zum Leben oder auch zum Tod?


 ;ksghtr
Lieben Gruss,
Bruder Marcello
Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank,
Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit.

Offline Marcel

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Re:Attentat in Oslo
« Antwort #19 am: 22. Oktober 2011, 12:01:58 »


Und ob Atheisten, Muslime oder Christen, für alle gibt es eine Auferstehung...


Liebe Hemma,

wenn ich fragen darf, wo steht das?

Im (z. B. Apostolischen) Glaubensbekenntnis: »Credo … et in … carnis
resurrectionem«, »Ich glaube … an die Auferstehung des Fleisches«.

Siehe auch im Johannes-Evangelium (Joh 5,25–29):

25 Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt und sie ist schon da,
in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle,
die sie hören, werden leben. 26 Denn wie der Vater das Leben in sich hat,
so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben. 27 Und er
hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn
ist. 28 Wundert euch nicht darüber! Die Stunde kommt, in der alle, die in
den Gräbern sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden:
Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse
getan haben, zum Gericht.


Marcel
In te, Domine, speravi:
non confundar in aeternum.

 

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