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Falschlehrer der Kirche (3) Dr. Georg May
« am: 16. September 2011, 15:36:01 »
Predigt des Mainzer Theologieprofessors Dr. Georg May

Falschlehrer der Kirche (3)  12. März 1989

Die Verschwörer um Graf Stauffenberg hatten beschlossen, den Urheber des deutschen und europäischen Unheils, Hitler, zu töten. Stauffenberg nahm eine Bombe, steckte sie in eine Aktentasche und legte die Aktentasche unter dem Tisch nieder, über den gebeugt Hitler seine Lagebesprechung abhielt. Dann verließ er den Raum, beobachtete die Explosion der Bombe und flog eilends nach Berlin. Als er dort ankam, überfielen ihn seine Mitverschwörer mit der Nachricht: "Keitel hat eben angerufen, Hitler lebt." "Keitel lügt wie immer," sagte Stauffenberg. "Es war, als wenn eine 15-cm-Granate eingeschlagen hat; da ist niemand mehr am Leben!" Stauffenberg täuschte sich. Das Unwahrscheinliche war eingetreten. Der, dem die Bombe gegolten hatte, war fast unverletzt, während einige andere schwer, teilweise tödlich verletzt waren.

Warum erzähle ich diese Geschichte, meine lieben Freunde? Weil wir uns heute mit der Frage der Wahrscheinlichkeit beschäftigen wollen. Mit der Wahrscheinlichkeit deswegen, weil die Falschlehrer der Bibel mit diesem Begriff zu Leibe rücken; weil sie sagen: Dies und jenes in der Bibel, das ist wahrscheinlich, das kann sich zugetragen haben, anderes ist unwahrscheinlich, das ist nicht historisch. Wahrscheinlichkeit ist das Maß für den Grad der inneren Möglichkeit von Ereignissen.

Wie das eben erzählte Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit zeigt, geschieht in der Geschichte oft etwas, was ganz unwahrscheinlich ist. Wenn man den Maßstab, den die Falschlehrer an die Bibel anlegen, auf die Geschichte anwenden würde, dann wären viele geschichtliche Ereignisse nie passiert. Die Falschlehrer gehen davon aus, daß sie sagen: Was immer und überall sich zuträgt, das ist wahrscheinlich.

Was selten passiert, ist nicht sehr wahrscheinlich. Und was außerhalb der in den Evangelien beschriebenen Geschichte Jesu gar noch nicht vorgekommen ist, das ist absolut unwahrscheinlich. Auf diese Weise wird die ganze Gestalt Jesu, wird aber auch die Bibel überhaupt auf das Maß der profanen Geschichte herabgedrückt. Doch selbst diese weist viele Beispiele auf, daß Dinge, an die die Menschen nicht dachten, ja, die sie für ausgeschlossen hielten, geschehen sind. Im Jahre 218 v. Chr. brach der punische Feldherr Hannibal mit 50000 Fußsoldaten und 9000 Reitern sowie mit 37 Elefanten aus Südspanien auf, um die Römer zu besiegen. Er nahm den Weg über Nordspanien, Südfrankreich, und gegen alle Erwartung überstieg er im beginnenden Winter die Alpen. Unter ungeheueren Verlusten bezwang er diese Bergwelt und stand eines Tages in der Po-Ebene. Kein Mensch hatte damit gerechnet, daß man mit einem großen Heer die völlig unwegsamen Alpen überwinden könnte. Das Unwahrscheinliche war eingetreten.

Als im Jahre 1942 die deutsche Wehrmacht die russische Festung Sewastopol eroberte, da setzte der führende General Manstein den Angriff an der Stelle an, an der ihn die Russen am wenigsten erwarteten, nämlich in der schwierigsten und steilsten Gegend. Auf diese Weise wurde die Festung erobert. Das Unwahrscheinliche war eingetreten.

So, meine lieben Freunde, ist es bei rein menschlichem Tun. Das waren alles Menschen wie wir, die hier tätig waren, sie haben wider alle Erwartung gehandelt. Alle diese Ereignisse sind beglaubigt. Man kann sie mit Sicherheit beweisen. Wie muß man erst mit Unwahrscheinlichkeiten rechnen, wenn Gott ins Spiel kommt, wenn es nicht bloß um menschliche Kräfte und Pläne, sondern um göttliche Macht und Weisheit geht. Und davon ist ja nun die Heilige Schrift voll, von Großtaten göttlicher Macht und göttlicher Weisheit. Die Israeliten in Ägypten wollten aus dem Sklavenlande Ägypten ausziehen. Die Ägypter weigerten sich, sie ziehen zu lassen. Daraufhin sandte Gott die zehn ägyptischen Plagen. Es wurden enorme Schäden an den Ägyptern, an ihrem Besitz und am Lande angerichtet. Erfunden, sagen die Falschlehrer, erfunden! Erfunden, um Gottes Macht zu zeigen. Wer nachdenkt, wird sich fragen: Wie kann etwas Erfundenes Gottes Macht zeigen? Das ist doch Unsinn. Nur wenn sich Gottes Macht wirklich in Taten geoffenbart hat, kann ich über Gottes Macht etwas aussagen.

Wir brauchen zu diesen ägyptischen Plagen keine geschichtlichen Parallelen. Aber es gibt sie. Im August 1986 ging über Südbaden ein furchtbares Unwetter nieder. Hagel so groß wie Hühnereier zerschlug Autos, Fensterscheiben, Hausdächer und richtete größte Schäden an. Paßt das nicht zu dem Bericht über den Hagel in Ägypten, der die Tiere auf dem Felde tötete?

Die Israeliten durften am Ende ziehen und sie standen vor dem großen Hindernis des Roten Meeres. Das Rote Meer öffnete sich, und sie zogen trockenen Fußes hindurch. Tja, Legende, sagen die Falschlehrer, gut erfunden, eine Komposition! Meine lieben Freunde, in Korea versammeln sich alljährlich 30000 bis 40000 Touristen, um ein Naturschauspiel zu beobachten. Korea vorgelagert sind zwei Inseln namens Zindo und Modo. Einmal im Jahre sind die Gezeiten und der Wind derart gelagert, daß zwischen diesen beiden Inseln - von Zehntausenden beobachtet - sich eine trockene Straße bildet, 2,8 Kilometer lang, 40 Meter breit, und das ganze hält eine Stunde an. Das sind rein natürlich zu erklärende Vorgänge, aber hier in der Bibel ist mehr, hier ist Gottes allmächtige Hand am Werk. Man kann hier nicht mit irdischer Wahrscheinlichkeit oder Unwahrscheinlichkeit argumentieren. Man muß vielmehr entgegennehmen, was Gott getan hat und was seine Zeugen uns übermitteln.

Erst recht ist das der Fall, wenn der Gottmensch auf Erden erscheint, Jesus Christus. Die Falschlehrer sagen, dem Heiland seien von den Evangelisten die größten Worte in den Mund gelegt worden. Er hat sie also nicht gesprochen. Es ist zumindest ganz unwahrscheinlich, daß er sie gesprochen hat. Wahrscheinlich sind lediglich die harmlosen Redearten, z.B. wenn er sagt: 'Lasset die Kinder zu mir kommen!' Das kann er gesagt haben. Aber wenn er sagt: 'Ich bin das Licht der Welt,' oder 'Ehe Abraham ward, bin ich!', dann sind das Erdichtungen. Das ist ganz ausgeschlossen, daß er so etwas gesagt haben könnte. Solche Aufstellungen der Falschlehrer, meine lieben Freunde, finden Sie in den Schulbüchern Ihrer Kinder. Die Falschlehrer begehen einen schweren methodischen Fehler. Sie schaffen zunächst eine erdachte Gestalt Jesu, indem sie nur das, was harmlos in seinem Leben ist, was auch bei anderen Menschen passiert, auf Jesus übertragen: "Das hat er getan. So ist er gewesen," und indem sie von vornherein alles, was Übermenschliches von ihm ausgesagt wird, ausklammern. Wenn dann die hoheitsvollen Worte und die gewaltigen Machterweise Jesu in den Horizont des Lesers der Bibel treten, sagen sie: Das kann Jesus nicht gesagt bzw. getan haben. Sie haben aber diese Taten und Worte Jesu schon bei der Erzeugung ihres Bildes von Jesus ausgeklammert und entscheiden dann von dem selbstmächtig hergestellten Phantombild Jesu, was er getan und was er gesagt haben könnte. Ein schwerer methodischer Fehler!

Wenn im Evangelium von Worten Jesu berichtet wird, die mehrfach vorkommen, dann sagen sie: Das sind Dubletten, also Dinge, die zweimal angeführt werden, und zwar natürlich von den Verfassern der Evangelien. Jeder vernünftige Mensch wird sich fragen: Kann denn Jesus nicht zweimal dasselbe gesagt haben? Tut das nicht jeder Lehrer, indem er nämlich eine Aussage wiederholt und sie so seinen Schülern einschärft? Warum muß das eine Dublette sein?

Die Falschlehrer gehen her und sagen: So, wie Jesus im Johannesevangelium spricht, kann er nicht gesprochen haben. Das sind erdichtete Reden, die der Verfasser Jesus zugeschrieben hat. Es besteht zweifellos ein gewisser Unterschied der Reden Jesu im Johannesevangelium und bei den anderen drei Evangelisten. Aber müssen sie deswegen erfunden sein? Bedenken wir, meine lieben Freunde, ein jeder Redner stellt sich auf seine Zuhörer ein. Man wird vor hochgebildeten Menschen anders sprechen können als vor einfachen Leuten; und man wird - wie Jesus - zu denen, die in die Weisheit schon eingeführt sind, das waren ja die Apostel am Ende seiner irdischen Laufbahn, anders reden können als am Anfang. Auch diejenigen, die die Reden hören, werden vor allem das aufnehmen, was sie fassen können. Wenn man nach einer Predigt die Menschen, die sie gehört haben, niederschreiben läßt, was der Prediger gesagt hat, kommen so viele verschiedene Berichte heraus wie Zuhörer. Aber nicht, weil die Menschen fabulieren, sondern weil sie nach ihrer Fassungskraft eine Predigt aufnehmen. Und das sollte nicht der Fall gewesen sein bei den Evangelisten? Sie haben für eine verschiedene Zuhörerschaft geschrieben, und sie haben auch, je nachdem, ob sie sehr einfache oder etwas gebildetere Männer waren, mehr oder weniger von den Worten Jesu, von seinen Reden, erfaßt und wiedergeben können. Es braucht nicht die fatale Annahme von der Wahrscheinlichkeit und von der Unwahrscheinlichkeit der Ausführungen Jesu, um die Unterschiede zu erklären.

Auch viele Worte und Taten Jesu, die ihm von den Falschlehrern nicht abgesprochen werden, haben Parallelen. Ich sage noch einmal: Wir brauchen diese Parallelen nicht, um uns der Zuverlässigkeit der Evangelien zu versichern, denn wir sind überzeugt, daß Jesus eine absolut einmalige Persönlichkeit war. Aber diese Parallelen können uns helfen zu verdeutlichen, daß unser Glaube ein vernünftiger Glaube ist. Ich denke etwa an die Geschichte von dem Besessenen in Gerasa. Da ist im 5. Kapitel bei Markus die Rede von einem Mann, der in den Gräbern hauste und den man mit Fesseln zu bändigen versucht hat. Er schrie und schlug sich selbst mit Steinen. Als Jesus zu ihm kam, da lief er hin und rief: "Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, du Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott, mich nicht zu quälen." Jesus erkannte sofort, daß der Mann besessen war, und so gab er den Befehl: "Fahre aus dem Menschen aus, du unreiner Geist!" Und er fragte ihn: "Wie heißt du? Wie ist dein Name?" Er antwortete: "Ich heiße Legion, weil wir viele sind." Und der Geist bat ihn inständig, er möge sie nicht aus der Gegend fortjagen. Nun weidete dort am Berghang eine große Schweineherde. Da baten ihn die Geister: "Gestatte uns, daß wir in die Schweine fahren!" Er gestattete es. Da rissen die unreinen Geister aus und fuhren in die Schweine. Nun stürmte die Herde den Abhang hinunter in das Meer und ertrank dort.

Ein ungeheuerliches Ereignis, dem die Falschlehrer überhaupt keine Wirklichkeit zusprechen; eine reine Erfindung, sagen sie. Meine lieben Freunde, im Jahre 1978, also in unserer Gegenwart, hat sich in Reggio Emilia - in Norditalien - folgendes zugetragen: Eine Herde von zweihundert Schafen stürzte aus unbekannten Gründen in einen reißenden Fluß. Alle Schafe ertranken. Sowohl die Hirten wie die ansässigen Tierärzte standen vor einem Rätsel. Ist das nicht eine geschichtliche Parallele zu dem, was das Evangelium berichtet?

Noch einmal: Wir brauchen diese Parallelen nicht, aber wenn es sie gibt, mögen sie uns sagen: Was schon rein natürlich möglich ist, das sollte dem Herrn der Natur, unserem Gott und Heiland, nicht möglich sein?

Wir sind jetzt in die Leidenszeit eingetreten. Jesus steht vor dem Hohen Rat. Zwei Evangelisten berichten, daß Mitglieder des Hohen Rates ihn beschimpft, angespuckt und geschlagen haben. Unmöglich, sagen die Falschlehrer, wie kann eine solche Behörde so etwas tun? Das ist ganz unwahrscheinlich. Meine lieben Freunde, im Jahre 1943 waren Hunderttausende von amerikanischen Soldaten in England und bereiteten sich auf die Invasion vor. Es gab da ein Lager namens Ridgefield. Der Kommandeur dieses Lagers hieß Eisenhower. In diesem Lager befand sich auch ein Arrestgefängnis. In dieses Gefängnis wurden amerikanische Soldaten, die sich irgendetwas hatten zuschulden kommen lassen, eingesperrt. Und nun wurde aufgedeckt, daß hohe und höchste Offiziere aus dem Stabe Eisenhowers diese wegen geringfügiger Vergehen eingesperrten Soldaten auf das bestialischste mißhandelten. Das ist beglaubigt, das ist festgestellt, das ist untersucht worden. Ist das nicht eine Parallele zu dem, was da im Neuen Testament berichtet wird? Hohe Richter benehmen sich nicht so, sagt man. Ja, wie hat sich denn der Präsident des Volksgerichtshofes, Roland Freisler, benommen? Er beschimpfte einen angeklagten Juristen: "Sie sind ja ein schäbiger Lump!" So hat sich der höchste deutsche Richter benommen.

Meine lieben Freunde, all diese Fälle und Beispiele, die ich Ihnen vorgeführt habe, sollen Sie darin überzeugen: Wir haben keinen genügenden Anlaß, an der Wahrhaftigkeit der Evangelisten, an der Glaubwürdigkeit der Heiligen Schrift zu zweifeln. Wir brauchen uns von den Falschlehrern nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. Wir können uns auf das verlassen, was die Kirche immer gelehrt hat und in ihren gesunden Vertretern - in ihren gesunden Vertretern - heute noch lehrt. Der heilige Evangelist Johannes weist öfters darauf hin, daß die Taten Jesu diejenigen, die sie erlebt haben, unentschuldbar machten. "Wenn ihr meinen Worten nicht glaubt, dann wenigstens meinen Taten!" Wie kann Johannes so etwas schreiben, wenn diese Taten gar nicht passiert sind?

Nein, wir wollen uns, meine lieben Freunde, nicht unsicher machen lassen. Wir wollen fest zum Glauben stehen, den wir von gläubigen Priestern und Lehrern überkommen haben. Wir wollen diesen Glauben unseren Anvertrauten weitergeben, in diesem Glauben leben und in diesem Glauben sterben.

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Weitere Predigten von Prof. Dr. Georg May  (70 Predigten)
http://kath-zdw.ch/maria/texte/georg.may2.html

Georg May wurde am 14. September 1926 in Liegnitz in Schlesien geboren. Am 1. April 1951 empfing er von Bischof Heinrich Wienken von Meißen (der seinerseits vom sel. Kardinal von Galen zum Bischof geweiht worden war) die Priesterweihe. Er wurde geweiht für die Diözese Breslau. In München wurde er summa cum laude zum Doktor der Theologie promoviert. Sein Lehrer war der berühmte Kanonist Klaus Mörsdorf. Nach seiner Habilitation lehrte er zuerst in Freising, ab 1960 an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.

„In kanonistischen Fachkreisen fand May hohe Anerkennung“, schrieb das Bistum Mainz 2001 anläßlich seine Goldenen Priesterjubiläums. Das zeigt sich nicht zuletzt in der Tatsache, daß ihm bereits zwei umfangreiche Festschriften gewidmet wurden, einmal zu seinem 65., dann zu seinem 80. Geburtstag.
In der ersten Festschrift „Fides et Ius“, die auf 639 Seiten 30 Beiträge vereint, u.a.. von Matthäus Kaiser, Audomar Scheuermann, Heinz Maritz, Konrad Repgen und dem späteren Kardinal Leo Scheffczyk, schreiben die Herausgeber Winfried Aymans, Anna Egler und Joseph Listl: „Georg May ist ein von seinen Hörern geschätzter, erfolgreicher akademischer Lehrer. In den Jahren 1965 und 1968 an ihn ergangene Rufe an die neugegründeten Universitäten Bochum und Regensburg lehnte er ab. Seine Standfestigkeit hat ihn nicht davor bewahrt, gelegentlich ungerecht behandelt zu werden und Zurücksetzung zu erfahren. Seine grundfeste Art, manche Erscheinungen in der heutigen Kirche kritisch zu hinterfragen und an den Maßstäben des Glaubens und der Tradition der Kirche zu messen, hat in der nachkonziliaren Ära nicht selten Mißfallen erregt und Ablehnung hervorgerufen. Nach seinem Verständnis von Pflichten eines Professors der katholischen Theologie konnte er sich diesem Einsatz nicht entziehen. Die Aufgabe des Theologieprofessors versteht er als Dienst an der Wahrheit des katholischen Glaubens. Daß mutiger Widerspruch und ein dem Zeitgeist entgegengesetztes Auftreten ihren Preis fordern und zu einem Hindernis der akademischen Laufbahn werden können, hat Georg May aus Treue zu seiner Glaubensüberzeugung in Kauf genommen“ (Fides et Ius, Regensburg 1991, S. 10).

Die zweite Festschrift, unter dem Titel „Dienst an Glaube und Recht" herausgegeben von Anna Egler und Wilhelm Rees, enthält auf 861 Seiten 32 Beiträge, darunter solche von Bruno Primetshofer, Anton Ziegenaus und Georg Schwaiger.

Quantität und Qualität seiner Werke lassen auf eine unglaubliche Schaffenskraft schließen. Die Herausgeber von "Fides et Ius" schreiben im erwähnten Vorwort, daß seine Veröffentlichungen auf intensiven Forschungen in Archiven beruhen und daß er hierin "vielen seiner Kollegen ein unerreichbares Vorbild“sei.

Im Laufe seiner wissenschaftlichen Tätigkeit beschränkte er sich nicht auf sein kanonistisches Fachgebiet, sondern schrieb z.B. ein viel beachtetes Werk über die Kirche im Nationalsozialismus, dessen Auszug auf kath-info die meistbesuchte Seite dieser Website ist. Darüberhinaus publizierte er immer wieder Artikel (etwa im FELS und in „Theologisches“) und Bücher zur Diagnose der kirchlichen Lage, z.B. "Glaube und Seelsorge in unserer Zeit", "Echte und unechte Reform", "Demokratisierung der Kirche. Möglichkeiten und Grenzen“, „Die Krise der nachkonziliaren Kirche und wir“. Die Liturgiereform analysierte er in „Die alte und die neue Messe“ und hielt als Konsequenz, die er aus seinen Erkenntnissen zog, an der überlieferten Messliturgie fest.

Alltäglich, mit nur sehr wenigen Ausnahmen, zelebriert er in einer Mainzer Kirche das heilige Meßopfer im überlieferten Ritus und erfreut sich in seiner Gemeinde eines hohen Zuspruchs. Seine Predigten sind Lehrstücke katholischer Glaubensfragen und für unsere Zeit unentbehrlich, bestechend klar und im höchsten Maße hilfreich für die Wahrheit im Vermächtnis des einen wahren Glaubens.


« Letzte Änderung: 16. September 2011, 15:57:29 von Admin »

 

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Wenn das im TV gezeigt werden würde, bestünde ein Funken Hoffnung



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