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römisch-katholisch => Die Bibel => Thema gestartet von: Anemone am 03. März 2011, 19:14:53

Titel: MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 03. März 2011, 19:14:53
Vorwort



   Mit großer Freude stellen wir fest, dass das Wort Gottes im Alltagsleben vieler Christen an Aktualität gewinnt und das immer mehr Mensch darin Nahrung für ihren Lebensweg finden.
   Wir sind eingeladen, die gute Nachricht zu hören, sie aufzunehmen und darüber nachzudenken. In dieser Botschaft steckt eine Kraft, die unser Leben heilen, verwandeln und zur Fülle bringen kann.

   Das Wissen über die Bedeutung des Wortes Gottes kann manchmal nicht verhindern, dass Christen aufmerksamer auf andere Worte und Parolen hören, die für unsere Ohren zwar angenehm sein können, aber letztlich leer und inhaltslos sind; sie können unserem Leben weder Sinn noch Halt geben.
   Wir müssen uns mit viel mehr Überzeugung zum Wort Gottes bekennen und zwar
   als Mittetteilung Gottes an uns,
   als Antwort des Menschen auf Gottes Ruf,
   als Orientierung für unsere Schritte,
   als Licht für unserem Weg.

   Die Begegnung mit der Bibel bereitet uns immer wieder Überraschungen. Wer hat nicht erfahren, dass Texte, die wir oft gelesen oder gehört haben, uns eines Tages ganz persönlich ansprechen und uns zu denken geben?
   Auf einmal wird ein Wort Wirklichkeit in unserem Leben, dies kann der Anfang einer Bewegung sein.
   Es ist notwendig, dass wir uns von der Kraft des Wortes bewegen lassen und hellhörig bleiben, um die Impulse des Wortes wahrzunehmen.
   In manchen Situationen kommen uns Worte wie verschleiert vor, da ihre Botschaft verborgen ist in Bildern und Gleichnissen, die unserer Mentalität nicht ganz entsprechen.

   Es gilt für uns, Kernaussagen des Gleichnisses zu hören und uns von begleitenden Schilderungen nicht ablenken zu lassen. Wer die Botschaft in den Bildern entdecken will, muss sich Zeit nehmen, Geduld haben mit dem Wort und sich persönlich ansprechen lassen.

   Mit diesen Meditationen zu einigen Texten möcht ich Menschen ermutigen, sich auf das Wort Gottes einzulassen, die Texte immer wieder zu kauen und daraus Kraft zu schöpfen für eine christliche Gestaltung des Lebens im Alltag.
   Mögen diese Seiten dazu beitragen, die Bedeutung des Wortes Gottes für das christliche Leben zu unterstreichen.


     
P. Antonio Sagardoy




Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 03. März 2011, 19:16:27
Jesus Christus



   In Jesus ist die Güte und Menschnefreundlickeit Gottes für uns sichtbar geworden;
in Jesus hat uns der Vater Sein Wort gegeben und alles mitgeteilt, was Er uns sagen wollte.

   Wir wollen auf Jesus schauen und von Ihm lernen:
   Jesus, der sichtbare Gott,
   auf Ihn wollen wir warten,
   Jesus, der Hirte,
   Jesus, das Wasser des Lebens.




   Jesus


   Mit verschiedenen Bildern versucht Jesus uns zu sagen, wie notwendig es für uns Christen ist, in Ihm zu sein und aus Ihm zu leben:
   - Er ist das Licht. Wir sind berufen, Licht zu sein, dies ist aber nur möglich aus der Verbindung mit Ihm.
   - Er ist der Weinstock, als Reben können wir nur Frucht bringen, wenn wir die Kraft vom Weinstock bekommen und mit Ihm verbunden bleiben.
   - Er ist die Tür. Wir können nur ans Ziel gelangen, wenn wir durch die Tür gehen.
   - Er ist der Weg. Wer das wahre Leben erreichen will, muss den Weg gehen, den Jesus gegangen ist und den Er uns zeigt.

   Die Begegnung mit dem Bild "Wasser" führt uns auch zur Begegnung mit dem guten Hirten. Das Wasser ist lebensnotwendig für die Existenz der Herde.
   Zu den Aufgaben des guten Hirten gehört ja, die Schafe zum Wasser zu führen - als Beschreibung für das Leben, für ein Leben im geordneten Rahmen ohne Verkürzungen.

   Zwei Momente wären hier zu überdenken:
   - Er, der Herr, führt uns zur rechten Zeit zum Wasser: wann es für uns recht ist. Das Wasser, das Er uns gibt, ist reines, fließendes Wasser, das uns zum Leben dient.
   - Wir leben im Vertrauen darauf, dass die Schritte Gottes mit uns Schritte des Leben sind.

   Im Johannesevangelium wird uns gesagt, dass das WASSER, das Jesus uns gibt, in uns zur sprudelnden Quelle wird, deren Wasser ewiges Leben schenkt (Joh 4,14).
   Wir staunen beim lesen dieser Worte. Jesus, der in uns wohnt, öffnet und schafft in uns eine Quelle, der göttliches Leben entspringt. Großes will der Herr an uns tun, sodass wir zum Segen werden für unsere Mitmenschen. Für uns gilt die Einladung des Herrn, lebendiges Wasser aus der Quelle zu trinken.

   In diesen Worten steckt eine große Herausforderung für uns. Wir wollen den Kontakt mit dem Herrn pflegen. Nur wer von diesem Wasser trinkt und aus der Kraft dieses Wassers lebt, das Jesus gibt, kann das reine Wasser weitergeben.
   Ein Gott, der uns das lebendige Wasser gibt, bietet uns nicht nur die Fülle des Wassers, sondern vielmehr die Fülle des Lebens an, die Möglichkeit, zur Vollendung zu kommen.
Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 04. März 2011, 12:34:55
Auf IHN warten



Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde. (Mt 25,1–13)


Den Sinn dieses Gleichnisses zu verstehen ist gar nicht leicht, da in der Erzählung mehrere Aspekte vorkommen, die für unser exaktes Denken Ungereimtheiten zu sein scheinen:
- Bei der Hochzeit im Orient wird die Tür zum Festsaal und zur Feier im Normalfall nicht zugesperrt.
- Es ist befremdend, dass der Bräutigam am Hochzeitstag antwortet: Ich kenne euch nicht – wenn Menschen aus dem Festzug zu ihm sprechen.
- Es ist seltsam, dass bei der Schilderung einer Hochzeitsfeier die Braut keine Rolle spielt …

Ich glaube, es kann für uns hilfreich sein zu beachten, dass Matthäus im Zusammenhang mit der Botschaft über das Reich Gottes weitere Gleichnisse anführt. Die Endzeit und das endgültige Kommen des Herrn ( als Vollender und Richter) werden eine Scheidung der Geister bringen:
- der ungerechte Verwalter: Er vernachlässigt seine Aufgabe in der Meinung: Mein Herr bleibt noch lange aus;
- die zehn Jungfrauen: Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde:
- die Talente und die Rede vom Weltgericht.

Was soll das Gleichnis von den zehn Jungfrauen uns tatsächlich sagen?
Wenn wir den Rahmen der Hochzeitsfeier weglassen und uns direkt mit dem Kommen des Bräutigams beschäftigen, hören wir folgende Aussage:
- Er wird kommen,
- der Zeitpunkt seines Kommens ist ungewiss,
- sein Kommen kann sich verzögern …
Als Zusammenfassung des gesamten Gleichnisses höre ich eine dringende Mahnung, die auch für uns heute gilt: Seid dauernd bereit, sonst ergeht es euch wie diesen fünf Mädchen aus dem Hochzeitsfestzug.

Beim wiederholten Lesen ist mir aufgefallen, dass zwar alle zehn Mädchen einschliefen, trotzdem wurden fünf zur Hochzeitsfeier zugelassen, nicht aber jene, die kein Öl hatten. Es wird ja extra erwähnt, dass die klugen sich auf eine längere Wartezeit eingerichtet und deswegen einen Ölkrug mitgenommen hatten. Daraus höre ich, dass es nicht nur um die Wachsamkeit geht, sondern um die Vorsorge, um das Bereitsein für eine längere Wartezeit.

Das Verhalten der fünf klugen Jungfrauen scheint nicht ganz katholisch zu sein, da sie den anderen nichts von ihrem Öl geben … Die Betonung dieses Satzes lässt uns Situationen in der Urgemeinde vermuten, die uns nicht bekannt sind. Nein, das Bereitsein ist nicht bloß Aufgabe der Allgemeinheit, der Kirche als Gemeinschaft, sondern auch jedes einzelnen Christen:
meine Haltung im Leben, mein Warten,
meine Lampe, mein Licht …
Der Glaube, auch wenn er in der Gemeinschaft Stütze findet, ist eine persönliche Antwort, Ausdruck der persönlichen Hingabe.

Besinnliches

Am Ende dieser Überlegung über den Text der zehn Jungfrauen wäre eine praktische Besinnung am Platz:
- Im Alltag besteht die Gefahr der Gleichgültigkeit und der Abstumpfung, wenn wir mit einem langen Ausbleiben der erwarteten Person oder mit langer Wartezeit auf ein Ereignis konfrontiert sind. Wir meinen, dass alles auf Knopfdruck geschehen muss, manchmal sogar die Begegnung mit Gott.
- Dieses Gleichnis erinnert uns an die Bedeutung unseres Lebens und unseres Verhalten im Hinblick auf die Teilnahme an der Hochzeit des Lammes. Wir sind unterwegs zum Eigentlichen.
- Wir leben in der Gewissheit, dass der Herr kommt. Die Unklarheit über den genauen Zeitpunkt Seiner Ankunft ist eine Einladung mitten in den Aufgaben des Lebens den Blick für das Endzeitliche nicht zu verlieren. Von uns wird ein aufmerksames Auge für unsere Dienste hier auf Erden erwartet und zugleich Offenheit für das Endgültige und Bleibende.
- Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen ist eine Einladung für uns Christen, nicht müde zu werden, sondern geduldig auszuharren und unsere Berufung, am Reich Gottes teilzunehmen, nicht aufs Spiel zu setzen.


Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 05. März 2011, 13:31:27
Hirt sein



   Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf sieht; und der Wolf reißt sie und jagd sie auseinander. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe ...
   Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. Ich geben ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehn und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.

   (Joh 10,11-15.27-30)

   Das Bild vom Hirten und von der Herde will uns auf der einen Seite die Beziehung zwischen dem Volk und seinen religiösen Führern vor Augen führen, auf der anderen aber die Beziehnug zwischen Gott und Seinem Volk. Eine aufmerksame Lektüre der gesamten Bibelstelle zeigt uns einige Aspekte, die Jesus unterstreichen will:
   - Nicht jeder, der die Nähe der Schafe sucht, denkt dabei an das Wohl der Herde;
   - die Sorge des Hirten für das Wohlergehen der Schafe ist eine notwendige Voraussetzung für diese Aufgabe;
   - Jesus gibt Sein Leben für die Schafe.

   Um das Bild zu verstehen, sollen wir vor Augen haben, das es im Pferch mehrere Herden gibt, die während der Nacht dort Schutz vor Gefahren finden und das ein Türhüter den Eingang bewacht.

   Schon eine erste Begegnung mit dem Text zeigt uns den zentralen Gedanken der Erzählung: den Unterschied zwischen  einem guten und einem schlechten Hirten:
   - Der bezahlte betrachtet den Umgang mit den Schafen und die Sorge um sie als Geschäft, als Weg sich zu bereichern.
   - Der gute Hirt, der weiß, dass die Schafe ihm gehören, lebt für sie,
setzt sich Tag und Nacht für sie ein
und ist beireit, sein Leben für die Schafe zu geben.

   Der Unterschied zwischen Hirt und Räuber wird weiterhin unterstrichen:
   - Der Hirt kommt am Morgen durch die Tür in den Schafstall hinein, um die Schafe auf die Weide zu führen.
   - Der Dieb und der Räuber kommen während der Nacht, von Dunkelheit umhüllt steigen sie über die Mauer um die Schafe zu rauben und zu schlachten.

   Die Begegnung zwischen Hirt und Herde am Morgen wird sehr liebevoll beschrieben: Der Hirt kommt hinein, ruft seine Schafe beim Namen, treibt sie hinaus, schreitet vor ihnen her. Sie folgen ihm. Er lässt aber immer wieder seine Stimme hören, damit die Schafe sich nicht entfernen oder verlaufen. Einem Fremden folgen sie nicht, sie werden viel mehr durch die fremde Stimme scheu gemacht und fliehen vor ihr.

   Wiederholt werden Eigenschaften des Hirten erwähnt:
   - Vertrauenswürdigkeit,
   - Wachsamkeit und Stärke. Auch während der Nacht, wo die Gefahren größer sind, beschützt er die Schafe.
   - Umsicht und geduldige Fürsorge,
   - Redlichkeit und Aufrichtigkeit,
   - feinfühlige Liebe,
daraus wächst die Bemühung, das Befinden der Schafe zu kennen oder sie aus Rücksicht auf ihren Zustand auf den Armen zu tragen.

   Die Güte des Hirten schafft die Basis für das vollständige Vertrauen zwischen Herde und Hirt; dieses Vertrauen bewährt sich vor allem in bedrohlichen Situationen, in denen der Hirte bereit ist, sein Leben einzusetzen, während der Bezahlte davonrennt, um seine Haut zu retten.

   Im Umgang miteinander sehen wir, dass der Hirt die Schafe kennt. Jesus beschreibt Seine eigene Haltung, Seine Schritte aus Liebe zu den Menschen. Ich kenne die Meinen - in der Erkenntniss der Seinen hat Er sich ihnen zugewendet, sie erwählt und ihnen alles mitgeteilt und offenbart, dadurch kennen sie Ihn:
   Sie hören auf die Stimme des Hirten,
   sie lassen sich auf den Weg mit dem Hirten ein
   und aufgrund des gewonnenen Vertrauens zu seinem Wort nehmen sie unterwegs manche Unannehmlichkeiten und Strapazen in Kauf.
   Beim Hirten finden die Schafe die totale Sicherheit, niemand ist ja in der Lage, sie dem guten Hirten aus der Hand zu entreißen.

   Der gute Hirt geht der Herde voraus, zeigt ihr Wege und sucht für sie Weideplätze.  Nein, der Hirte geht nicht trockenen Fußes den von den Schafen bereits ausgetretenen Weg nach; er geht der Herde voran, gibt einen Rhythmus an, lässt sie lagern an Wiedeplätzen, die er für richtig hält. In seiner Sorge um die Schafe schaut er immer wieder nach,
   ob alle da sind,
   ob sie den Weg bewältigen können,
   ob sie sich unterwegs verletzt haben
   oder ob irgendein Schaf sich gar verirrt hat.

   Er (Jesus) scheut keinen Schritt, um keines von denen zu verlieren, die der Vater Ihm anvertraut hat.


   Besinnliches


   Wir sprechen von der Gestalt des guten Hirten als Sinnbild für das, was wir mit dem Begriff Geborgensein ausdrücken wollen. Verschiedene Begriffe lassen uns erahnen, worin die bergende Haltung eines Hirten besteht:

   Der Hirte ist Engel,
der micht begleitet,
mir gute Weideplätze zeigt und mich dort ruhen lässt,
der mir einen Raum schafft, der Leben ermöglicht.

   Der Hirte ist Fels,
auf den ich mich verlassen kann - dein Stab und dein Stock geben mir zuversicht-;
der mir Halt gibt, wenn ich wandern muss in finsterer Nacht und unter meinen Füßen der Boden verschwindet.

   Der Hirte ist Hüter,
der vorausschaut und darauf achtet,
dass es den Schafen gut geht,
dass sie keinen Gefahren ausgesetzt sind,
dass sie nicht über ihre Kräfte stapaziert werden.
Ein Hirt nimmt Rücksicht auf kranke und verletzte Schafe.

   Die Bibel berichtet aber nicht nur von Hirten, die Engel, Fels, Wegweiser, Halt und Hüter für die Herde sind, wir hören auch von anderen,
die nur ihren Vorteil suchen,
an sich selbst denken
und davonlaufen, wenn sie den Wolf kommen sehen.
Das Wort Gottes verurteilt dieses Verhalten
und ebenso jene, die kommen, um zu stehlen und zu töten.

   Jesus bezeichnet sich als den guten Hirten,
der bereit ist, alles für die Schafe herzugeben,
zugleich aber mit der Hellhörigkeit der Schafe und mit ihrer Bereitschaft, auf seine Stimme zu hören, rechnet.
Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 06. März 2011, 12:15:04
Lebendiges Wasser


   Da kam eine samaritische Frau, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! Seine Jünger waren nämlich in den Ort gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen. Die samaritische Frau sagte zu Ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um Wasser bitten? Die Juden verkehrten nämlich nicht mit den Samaritern.
   Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. Sie sagte zu Ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, seine Söhne und seine Herden?
   Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnde Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt. Da sagte die Frau zu Ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe.

   (Joh 4,7-15)


   In diesem Bericht werden wir öfters mit dem Begriff "Wasser" konfrontiert. Es ist wichtig, vor Augen zu haben, dass der Begriff WASSER in diesem Text verschiedene Bedeutungen hat.
   Jesus geht es um das lebendige Wasser, um die Gabe Gottes, die Er uns Menschen gebracht hat. Dies ist aber eine Gegenüberstellung zu dem Wasser, das die samaritische Frau aus dem Brunnen schöpfen will.
   Der Wert des Wassers wird uns besonders bewusst an heißen Tagen oder in wasserarmen Gegenden. Dazu kommt noch der Unterschied, der zwischen Quellwasser und Grundwasser besteht.

   Jesus und die Frau sprechen miteinander. Die Frau glaubt immer noch, es handle sich um Wasser - auch wenn sie vielleicht dabei an eine Art Wunderwasser denkt -, das den körperlichen Durst so zu stillen vermag, dass ein weiteres Wasserschöpfen nicht mehr nötig ist. Sie erhofft sich eine Erleichterung ihrer mühsamen Arbeit, das Wasser aus dem Brunnen schöpfen und es nach Hause tragen zu müssen.

   Der Text lässt uns zwischen den Zeilen einen deutlichen Unterschied feststellen: Was der Mensch mit Hilfe seines Schöpfergefäßes geben kann, ist nur Wasser aus Zisternen ..., Gott aber gibt den Menschen lebendiges Wasser.
   Das Wasser, als Gabe dieser Erde, löscht den Durst nur für kurze Zeit und lässt einen immer wieder dürsten. Das Wasser, das Jesus gibt, lässt nie mehr dürsten, es handelt sich ja um das endgültige, messianische Heil, um das Leben Gottes selbst.
   Mit lebendigem Wasser sind oft die Heilsgüter gemeint. Vielleicht ist es sinnvoll, darunter ganz einfach die Offenbarung zu verstehen, die Jesus bringt; was Er in Seinem Wort und Werk den Menschen vermittelt.
 
   Ein weiterer Unterschied ist im Text noch festtellbar: was Menschen geben und was Gott gibt.
   Wie wir im Bericht lesen, sind Menschen dem Urvater Jakob sehr dankbar, weil er den Brunnen hinterlassen hat. Menschen geben nur einen Brunnen weiter, dessen Wasserspiegel nach regenarmer Zeit sinkt, manchmal so sehr, dass der Brunnen leer werden kann.
   Gott will uns lebendiges, fließendes Wasser geben, Er will Quellen entspringen lassen.


Besinnliches


   Der Rahmen der Erzählung schildert ein Problem, das nicht nur damals, sondern auch in unseren Tagen sehr aktuell ist: die Abstammung Jesu und die Vorurteile bzw. die Feindschaft zwischen Samaritern und Juden.

   Heute gibt es andere Dinge, die uns genauso blind oder kurzsichtig machen: Vorurteile, Mangel an Zeit, Stress ...
   Wir lesen, dass die samaritische Frau nicht den richtigen Blick hat und deswegen weder die Gabe Gottes noch den Fremden erkennt, der mit ihr spricht.
   Auch wir leben nicht selten am Eigentlichen vorbei und erkennen nicht, was uns zum Heil dienen kann.

   Auf der Suche nach Sinn, Erfüllung, Lebensinhalt, Erlösung brauchen wir Menschen die richtigen Augen, die befähigen, nicht nur die Menschen und Ereignisse zu registrieren, sondern vor allem die Botschaft, die darin enthalten ist.
   Gott selbst ist die Quelle des Lebens.   
Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 08. März 2011, 17:34:10

Leben bei Gott



   Wir sind von Gott geliebt und als Seine Kinder angenommen, berufen als Seine Erben.
   Wir Menschen wollen den großen Wert entdecken, der unseren Augen unsichtbar ist, den Kontakt mit Gott pflegen und bei Ihm Geborgenheit und Schutz suchen.
   Einige Schritte können uns dabei helfen:
   den großen Schatz suchen,
   zu Gott beten,
   in Gottes Hand sich geborgen wissen.


   Ein großer Wert


Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker verborgen war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.
   (Mt 13,44-46)

   Beim Lesen dieses Gleichnisses fallen mir einige Gedanken ein, die ich kurz formulieren möchte:
   - Wir hören von einer besonderen Entdeckung, die so wichtig ist, dass ein Mensch sein ganzes Gut investiert, um diesen Schatz haben zu können. Dabei sind einige Schritte notwendig: Entdeckung, Reflexion, Entscheidung, Mut, manches zu wagen.
   - Positiv fällt die Betonung der Freude auf, die mit dieser Entdeckung verbunden ist. Der Mensch ist sich dessen bewusst, welchen Wert er in seinen Händen hält.
   - Nicht zu übersehen ist auch der Mut, den der Entdecker hat, um ein derartiges finanzielles Risiko einzugehen. Alles, was er besitzt, betrachtet er als zweitrangig im Vergleich zu dem, was er gefunden hat.
   Aufgrund der Entdeckung eines größeren Wertes ist der Mensch fähig loszulassen, was er festhält und wovon er sich viel erhofft hatte.

   Diese ersten Gedanken verlangen eine genaue Überprüfung, um eventuell Parallelen zwischen dem Inhalt des Gleichnisses und dem, was in unserem Leben geschieht, zu hinterfragen:
   - Wer sein Leben von der Warte gestaltet, einen großen Wert zu besitzen, wird mit allem, womit er in Berührung kommt, sehr achtsam umgehen, um den Wert weder zu verlieren noch ihn zu verletzen.
   - Wer davon überzeugt ist, einen großen Wert zur Verfügung gestellt bekommen zu haben, wird sein Leben in Freude und Dankbarkeit diesem Wert gegenüber bewusst gestalten.
   - Wer weiß, dass ihm Wertvolles anvertraut wurde, wird in der Gewissheit leben, nicht Eigentümer, sondern Verwalter zu sein, von dem eines Tages Rechenschaft verlangt wird.

   Diese Sicht des Gleichnisses ist eine große Hilfe, die Botschaft Jesu zu verstehen. In manchen Situationen habe ich mir erlaubt, dieses Bibelwort von einer anderen Perspektive aus zu lesen, in der Hoffnung, Menschen zu helfen, ihren Wert vor Gott neu zu entdecken: Der Schatz, der im Acker vergraben ist und unter Umständen nicht entdeckt - übersehen, ignoriert, verachtet - wird, bin ich.

   Zwei Überlegungen waren mir bei dieser Betrachtung hilfreich:
   - der Acker, in dem ich vergraben bin. Dabei fragte ich mich, wie ich mich dort fühle und ob der Acker mich, meinen Wert schützt oder eher verdeckt;
   - die Menschen, die vorbeigehen, ohne meinen Schatz im Acker zu sehen und schätzen zu lernen. Es ist nicht immer leicht, die Haltung dieser Menschen, die von uns wegschauen oder nicht auf uns schauen, zu akzeptieren.

   Bei diesem Nachsinnen ist mir einiges bewusst geworden:
   - Das Entscheidende ist nicht die Meinung der Menschen über die Größe meines Wertes. In den Augen mancher Menschen bin ich wertvoll, in den Augen anderer nicht. Diese Palette von Meinungen meiner Mitmenschen über mich kann den Wert meines Lebens vor Gott nicht in Frage stellen.
   - Entscheidend ist es zu wissen, dass Gott meinen Wert entdeckt und bejaht hat. Gott legt Wert darauf, dass ich Ihm gehöre.
Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 10. März 2011, 12:22:43
Gebet



   Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gerne in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
   Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.

   (Mt 6,5-8)


   In diesem Text werden wir auf einige Punkte aufmerksam gemacht. Es beginnt mit der Aufforderung, beim Gebet falsche Einstellungen zu meiden:
   - es nicht zu machen wie die Heuchler, d.h. nicht zu beten mit dem Hintergedanken, von den Menschen gesehen oder gerühmt zu werden. Sie suchen die am meisten befahrenen Straßen und Plätzen, um möglichst aufzufallen.

   - Gebetsübungen werden auch dann verworfen, wenn sie in der Kirche und in frommer Umgebung geschehen- wenn sie dazu dienen, sich selbst zur Schau zu stellen. Es ist widerlich, Gott im Gebet begegnen zu wollen, um uns bei den Menschen Vorteile zu schaffen oder bei ihnen Eindruck zu machen.

   -Der Text unterscheidet nicht zwischen Orten des Gebetes (wir wissen, dass der Tempel und die Synagoge bevorzugt werden), es wird vielmehr die Art des Betens unterstrichen; denken wir etwa an das Gespräch am Jakobsbrunnen: im Geist und in Wahrheit.
   Die positive Form des Betens wird so beschrieben:
Geh in deine Kammer und schließ die Tür zu!
   Der Vater wird es uns vergelten!

   Noch weitere Themen werden hier besprochen:
   - Das Gebet, das richtig verrichtet wird, hat einen Wert vor Gott, denn Gott sieht das Verborgene, was im Herzen geschieht. Er kennt unsere Gedanken und Sorgen, noch bevor wir sie aussprechen.
   Das Gebet hat allerdings nicht nur dann einen Sinn, wenn es von Gott sofort erhört wird und unsere Wünsche erfüllt werden, sondern jedes Gebet, jede Zuwendung im Vertrauen, jeder Kontakt wird von Gott belohnt ... was aber nicht unbedingt bedeutet: sofort oder hier auf Erden. Ist uns bewusst geworden, dass Beten nicht nur jetzt eine Bedeutung, sondern auch einen eschatologischen Wert hat?

   - Ein weiterer Aspekt könnte manches in uns in Frage stellen. Auf Gott einzustürmen, Ihm unsere Wünsche einreden zu wollen oder gar den Versuch zu unternehmen, Ihm zu überreden, passt nicht zu einer Haltung des Vertrauens. Wir wissen, dass Gebet Ausdruck einer persönlichen Bindung an den Vater ist, der uns kennt und liebt.

   Jesus sagt es uns ganz deutlich: Wenn wir zu Ihm sprechen, wissen wir, dass Er unsere Worte enrst nimmt und ein offenes Ohr für uns hat ... - zu überlegen wäre, ob wir Vertrauen zu Ihm haben oder eher meinen, Ihn so lange sekkieren zu müssen, bis Er nachgibt ...
   In Seinen Gebeten handelt Jesus nicht so, Er spricht Seine Bitte und Sein Anliegen aus, schnekt dabei aber Seinem Vater das volle Vertrauen, dass Er richtig entscheiden wird ... nicht wie ich will, sondern wie du willst.

   - Gebet ist eine Sache des Herzens, Ausdruck des Glaubens an Gott. Wenn dies fehlt, dann machen wir nur leere Worte, vielleicht Zauberworte. Die Wiederholung darf nicht den Eindruck von magischer Kraft gewisser Übungen erwecken ...
    In diesem Text lese ich eine Korrektur des Gottesbildes: Gott ist kein unberechenbares Wesen, das Launen hat und mit magischen Übungen oder Formeln zu besänftigen ist; Gott ist für uns ein liebevoller Vater, der die Nöte und Anliegen des Menschen kennt.

   Um Gott zu begegnen, brauchen wir nicht Zauber oder Magie, sonden Vertrauen und einen Blick für Ihn.
   Weil ich vor Augen habe, was Gott uns geschenkt hat, glaube ich, dass Gott uns erschaffen hat und uns als das Werk Seiner Hände schätzt.
Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 11. März 2011, 12:50:08
In Gottes Hand



   Die Bildersprache ist in den Augen mancher Menschen kein adäquater Weg, exakt-intellektuelle Formulierungen wiederzugeben. Darum wird sie zu gering geschätzt. Wer die Sprache der Bilder aber richtig hört und versteht, entdeckt eine Form der Mitteilung, die sehr in die Tiefe des Menschen eindringen kann.
   Mit folgenden Bildern möchte ich einige Denkanstöße zur Besinnung geben für Momente der Stille:

   - Ich bin zwar ein Mensch aus Fleisch und Blut,
doch ich weiß, dass Gott mich persönlich schaut,
darum bete ich voll Vertrauen und Zuversicht:
Behüte mich wie den Augapfel,
den Stern des Auges.

Der Augapfel ist etwas Wertvolles,
das man nicht verlieren will,
da die Folgen sehr negativ für Betroffenen sind.
Erstaunlich ist diese Erfahrung der Bibel:
In den Augen Gottes bin ich wertvoll,
dass Er mich unter Seine Obhut nimmt
und mich unversehrt erhält.

   - Ich weiß mich unter Gottes Schutz gestellt,
auch wenn Menschen mir auflauern
oder mich umkreisen und bedrängen:
Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?
Bei Gott bin ich in jeder Situation geborgen,
der mich behütet, schläft und schlummert nicht,
Er lässt mich keinen Moment aus den Augen,
Er steht mir zur Seite,
damit meine Füße nicht wanken.

   Ich kann immer mit Seiner fürsorglichen Liebe rechnen:
wenn ich zu Hause bin und wenn ich fortgehe,
wenn ich wegfahre und wenn ich zurückkomme,
wenn ich falle und wenn ich aufstehe,
wenn ich krank und wenn ich gesund bin ...
Weder geographische noch moralische Änderungen
in meinem Leben reichen aus,
um Gottes Haltung ins Wanken zu bringen.

   Einfache Bilder aus dem Alltag zeigen uns das
Geheimnis eines uns liebenden Gottes:
Als Wanderer auf Erden erleben ich Momente,
in denen Unsicherheit und Zweifel,
Ermüdung und Enttäuschung mir zusetzen.
Als Wanderer habe ich oft eine Hand erfahren,
die mich hält
und die mir das Gefühl gibt,
gehalten, gestützt und gestärkt zu sein.
Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten;
Er steht dir zur Seite.
Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden
noch der Mond in der Nacht
(Ps 121,5-6).
Immer mehr tauchst du, Herr, auf meinem Lebensweg auf,
wie ein Baum, der mir Schatten spendet
und unter dessen Ästen ich mich ausrasten
und meine Kräfte erneuern kann.

   - Das Bild einer Henne kann uns weitere Aspekte der
Geborgenheit durch Gott vor Augen führen:
Jerusalem, wie oft wollte ich deine Kinder um mich
sammeln, so wie eine Henne ihre Kücken unter ihre
Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt
(Mt 23,37).

   Unter den Flügeln Schutz finden vor Gefahr,
vor Kälte,
vor der stechenden Sonne.
Unter den Flügeln finden die Kücken Schutz,
wenn unkluge Schritte Lebensgefahr bedeuten,
wenn Naivität sie in heikle Situationen bringt.

   Unter den Flügeln können Kücken sich entspannen,
ihre Kräfte erneuern, sich schlafen legen.
Sicherheit gibt den Kücken die Nähe der Henne,
ihr Da-Sein und ihre Gegenwart.
Die Kücken können auf sie schauen,
auf sie hören und sich auf sie verlassen.

   Wie ein Vogel mit ausgebreiteten Flügeln wird der Herr der Heere Jerusalem schützen, es beschirmen und befreien, verschonen und retten (Jes 31,5). Der Herr wird dir Geborgenheit und Heimat bieten, doch du musst den Schutz, die Befreiung, die Geborgenheit annehmen.
Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 12. März 2011, 10:52:53
Der Mensch



   Viele träumen von einem perfekt funktionierenden und fehlerlosen Menschen, der alles in den Griff bekommt.
   Ich glaube nicht an einen idealen Menschen, der nicht mehr Mensch sein will, sondern ein Produkt seiner selbst. Ich glaube vielmehr an den Menschen, der eine Schöpfung Gottes ist und sich dazu bekennt:
   der Mensch in den Augen Gottes,
   der neue Mensch,
   Gott mitten unter uns erleben.



   Was ist der Mensch?


   Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, des Menschenkind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, hast ihm alles zu Füßen gelegt:
All die Schafe, Ziegen und Rinder und auch die wilden Tiere, die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden des Meeres dahinzieht.



   Diese Worte aus dem Psalm 8 behaupten,
dass Gott an den Menschen denkt -
er ist in Seinen Augen so wertvoll,
dass Er ihn nicht vergessen kann;
jeder Mensch ist Ihm so wichtig und willkommen,
dass Er sich um ihn kümmert, sich seiner annimmt.


   Gott hat den Menschen als Herrscher über Seine
Schöpfung bestimmt -
Er hat sich ihm zugewandt
und ihm einen Platz zugewiesen,
der mit Ehre und Würde,
aber auch mit Verantwortung der Schöpfung gegenüber
verbunden ist.

  Gott hat dem Menschen vieles anvertraut:
die Tiere des Feldes,
die Vögel des Himmels,
die Fische des Meeres ...

   Gott hat den Menschen nur wenig geringer gemacht -
Gott ist also größer als der Mensch,
Er hat den Menschen erschaffen und beschenkt.
Der Mensch ist das Werk Gottes,
von Ihm geliebt und bejaht,
von Ihm liebevoll angeschaut als das Werk Seiner Hände!

   Zum Gleichgewicht im Leben des Menschen gehört
die Einhaltung und Ordnung:
Gott ist Schöpfer,
der Mensch ist das Geschöpf.

  Weil ich vor Augen habe, was Gott uns Menschen
geschenkt hat, glaube ich nicht
- an einen perfekt funktionierenden Menschen,
- an einen fehlerlosen Menschen,
-an einen "postitiv denkenden" Menschen, der alles in den
Griff bekommt.
Ich glaube nicht an einen Menschen,
-der sich selbst erlösen kann,
-der sich selbst Bestätigung und Anerkennung verleiht
und sein Leben nur dadurch als wertvoll erachtet,
- der alles machen kann und auf niemand angewiesen ist.

   Ich glaube, das Gott uns Menschen erschaffen hat und
uns als das Werk Seiner Hände schätzt.
Ich glaube an die Liebe und Zuneigung,
mit der Er an mich denkt,
mir manches anvertraut.
Ich glaube an die Fürsorge,
mit der Er mich behütet wie Seinen Augapfel,
den Stern des Auges.

   Ich glaube an den Menschen, der auf unseren Straßen herumgeht, aber ich glaube nicht
an einen idealen Menschen, der nicht existiert.
   Ich glaube nicht an den Menschen, der nicht mehr Mensch sein will, sondern ein Produkt
seiner selbst.
Ich glaube an den Menschen,
der eine Schöpfung Gottes ist und sich dazu bekennt.
Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 13. März 2011, 12:12:01
Der neue Mensch



   Ich sage es euch und beschwöre euch im Herrn: Lebt nicht mehr wie die Heiden in ihrem nichtigen Denken! Ihr Sinn ist verfinstert. Sie sind dem Leben, das Gott schenkt, entfremdet durch die Unwissenheit, in der sie befangen sind, und durch die Verhärtung ihres Herzens. Haltlos wie sie sind, geben sie sich der Ausschweifung hin, um voll Gier jede Art von Gemeinheit zu begehen. Das aber entspricht nicht dem, was ihr von Christus gelernt habt. Ihr habt doch von Ihm gehört und seid unterrichtet worden in der Wahrheit, die Jesus ist. Legt den alten Menschen ab, der in Verblendung und Begierde zugrunde geht, ändert euer früheres Leben und erneuert euren Geist und Sinn! Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
(Eph 4,17-24)


   Eine erste Begegnung mit diesen Text zeigt, dass für Paulus ein tiefer Kontrast zwischen der Lebensführung(Gesinnung und Wandel)von Christen und Heiden besteht. Und die christliche Botschaft in den Vordergrund zu stellen, unterstreicht er als Hintergrund sehr kräftig die negativen Züge des Lebens der Heiden.
   Paulus entdeckt - von der Warte einer grichischen Denkweise her gesehen - in dem absoluten Mangel an Gotteserkenntnis den Grund für die heidnische Lebensführung:
-intelektuelle Verfinsterung,
-Entfremdung, die sich als Leben ohne Begegnung des Menschen mit Gott zeigt,
-Verhärtung des Herzens.

   Aus der religiösen Verdunkelung und der inneren Verhärtung folgt der gottlose, sündige Wandel des alten Menschen. Aus einer vergifteten Wurzel, aus vergifteten Zweigen und Blüten können ja keine guten Früchte wachsen.
   Der alte Mensch lebt in der Finsternis und dies wirkt sich in konkreten Bereichen seines Lebens aus, wie Paulus uns vor Augen führt:
-Verfinsterung im Denken,
-Verstockung des Herzens,
-Verblendung im Wandel.

   Wer neu geworden ist, hat Jesus als den mächtigen Retter vor Sünde und Tod erfahren, denn Christus hat uns mit Seinem Blut für Gott erkauft, zu einem Leben und Wandel mit Gott. Wer neu geworden ist, hat Christus nicht in der Weise erfahren, als ob noch die Möglichkeit offen bliebe, wie ein Heide zu handeln.

   Es ist wichtig zu unterscheiden zwischen dem, was uns als Christen auszeichnet, und dem, was wir anzustreben haben. Was uns auszeichnet, ist die Tatsache, dass unser Leben einen Sinn hat, weil wir als Kinder Gottes aus Gott und auf Gott hin leben.
   Aus dieser Glaubenshaltung kommt Paulus zu einem sittlichen Verhalten im Alltag, das ein Weg ist, dem nachzustreben, was wir noch nicht zur Gänze besitzen und was Schritt für Schritt wachsen kann.

   Der neue Mensch wird charakterisiert durch drei Schritte, die an die Taufzeremonie erinnern:
-die Kleider ablegen,
-neu werden,
-ein neues Kleid anziehen.

   In diesen Sätzen macht uns Paulus aufmerksam  auf eine Grundsatzentscheidung, die eine Bekehrung und ein Bekenntnis zu Jesus Christus beinhaltet, egal was dieser Schritt kostet. Er erwartet von uns den Mut zu neuem Leben. Unterstrichen ist das Wort neues Leben.

   Eine allmählige Besserung durch äusseres Verbessern, Polieren und Flicken kann kein neues Leben hervorbringen. Solche Schritte können aber sinnvoll sein in Zeiten, in denen die Grundentscheidung farblos zu werden beginnt, d.h. wenn ein Prozess des Erschlaffens und Abstumpfens im Gange ist.


Besinnliches


   Zusammenfassend möchte ich unterstreichen, dass Paulus uns auf ein sehr wichtiges Thema unter zwei Gesichtspunkten aufmerksam macht:
   ein neuer Mensch werden und als neuer Mensch leben,
   auf der einen Seite Wiedergeburt aus dem Wasser und dem Geist, auf der anderen aber Heiligung.

   Das eine ist das Einmalige, das absolut Gültige, das uns geschenkt wird; das andere ist im Werden, kann zunehmen, abnehmen, gesunden und krank werden
...das zweite ist ja kein Zustand, sondern eine Bewegung
  -immer mehr um Gott kreisen, immer mehr auf Ihn hin.

   Wiederholt hören wir, dass wir - durch Gottes Gnade und Erbarmen - Kinder des Lichts geworden sind. Diese Gnade, die Gott uns geschenkt hat, zeichnet uns als Christen aus. Damit eng zusammen hängt aber die Einladung, als Kinder des Lichts zu leben und Werke des Lichts zu tun.

   Wir neigen jedoch zu Haltungen, die eher Ausdruck von Halbheit sind: nicht ganz Finsternis, dies würde ja eine klare Gegenposition bedeuten, aber auch nicht ganz Licht, denn das würde von uns viel Konsequenz verlangen.
   Wir bringen nicht Früchte des Lichts hervor, das unsere Schritte nicht auf dem Weg des Lichts erfolgen. Für uns gilt, aus der Finsternis zum Licht zu gelangen, aus der Finsternis zum Licht zu gelangen, aus der Finsternis herauszukommen und uns auf den Pfad des Lichts zu begeben.
   Jesus ist das Licht. Wenn wir Ihm gehören, werden wir auch Schritte des Lichts setzen.
Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 14. März 2011, 09:42:14
In deiner Mitte



   Vielleicht ist die Erfahrung der eigenen Grenzen der Grund, warum Menschen unter Umständen ängstlich bzw. unsicher sind:
   Angst vor Gefahren,
   Angst, allein Entscheidungen zu treffen,
   Angst, den Weg zu verfehlen,
   Angst, müde zu werden,
   Angst, das Ziel nicht zu erreichen,
   Angst, sich zu blamieren …

   In diesem Zusammenhang sind die Worte der Bibel  sehr tröstlich: Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst, und bringe dich zurück in dieses Land. Denn ich verlasse dich nicht, bis ich vollbringe, was ich dir ver- sprochen habe (Gen 28, 15).

   Hier wird deutlich die Nähe Gottes an jedem Ort unter- strichen. Gott ist überall bei dir und reicht dir Seine schüt- zende Hand. Für Gottes schützende Hand gibt es keine geographische Entfernung, denn Er überbrückt sie mit Seiner Allmacht.
   Wiederholt lese wir im Alten Testament, dass Gott uns zur Seite steht und wir uns – inmitten der Aufgaben, die das Leben an uns stellt – nicht fürchten müssen. Dieser Gedanke verlangt unter Umständen viel von uns, denn es wird uns gesagt:
Verlass dich nicht nur auf dich selbst,
auf deine Taktik und Kraft,
auf dein Können;
rechne mit Gott,
hab Vertrauen zu Ihm,
Er gibt dich nicht preis,
Er verlässt dich nie!

   Beim Propheten Jesaja lesen wir: Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich helfe dir, ich mache dich stark, ja, ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten (Jes 41, 10).

   Furchtlosigkeit wird gepriesen als Folge des Glaubens an Jahwe. Jahwe ist dein Gott. Er ist mächtiger als die Götter der Völker. Mit ihm kannst du rechnen.
   Gott unterstreicht Seine Bereitschaft, uns Menschen zu helfen, indem er betont: Ich bin dein Gott, ein Gott für dich, ein Gott, der sich zu dir bekennt, ein Gott der sich verpflichtet fühlt, deine Sache zu verteidigen.
   Der Prophet Zefanja wagt zu sagen, dass Gott in unserer Mitte ist, sich über uns freut und jubelt und Seine Liebe zu uns erneuert (Zef 3, 17).

   Der Glaube an Gott wird zum Halt für den Menschen. Weil der Mensch auf festem Boden steht, kann er gelassen seinen eigenen Weg gehen, im Vertrauen darauf, dass Gott ihn an der Hand festhält und in jeder Situation des Lebens zu ihm steht.
Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 16. März 2011, 12:03:56
Christlich leben


   Beziehung zu Gott und Beziehung zu den Mitmenschen gehören zusammen, wie wir wiederholt in verschiedenen Texten der Bibel lesen.
   Es besteht die Gefahr einer Ideologie und einer verstandesmäßigen Religion, die eine vertikale Verbindung mit Gott sucht, dabei aber den eigenen Lebensrahmen vernachlässigt.
   Wir denken an jene Worte, die uns ermutigen:
   wahres Licht zu werden,
   als Licht zu leben,
   einander zu lieben
   und für den Herrn zu leben.
 


Das wahre Licht


   Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.
   Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch Ihn geworden, aber die Welt erkannte Ihn nicht. Er kam in Sein Eigentum, aber die Seinen nahmen Ihn nicht auf. Allen aber, die Ihn aufnahmen, gab Er Macht, Kinder Gottes zu werden...
(Joh 1,1-12)

   Die Bibel verbindet mit Finsternis Nacht. Nacht erweckt in den Aussagen der Bibel nicht selten das Gefühl von Schrecken und Angst.
   Wie uns bekannt ist, war das Volk Israel ein Volk von Nomaden. Die Nomaden haben vor der Nacht Angst, weil sie in der Dunkelheit der Nacht von Räubern oder von wilden Tieren überfallen werden können. Von dieser Erfahrung aus gesehen werden wir manche Betonungen in der Bibel verstehen:
   Nacht und Dunkelheit werden zum Symbol des Unheils,
   die Nacht ist die Zeit des Würgegels,
   die Nacht ist die Zeit der Tränen und des Todes,
   die Nacht ist Symbol des Bösen und der Sünde.

   Der Abend und der Sonnenuntergng sind ein häufiges Sinnbild für Prüfung und Unheil: Ist kein Licht, erhebt sich der Mörder, tötet Elende und Arme; in der Nacht gleicht er dem Dieb (Ijob 24,14).

   Wir lesen in der Bibel weiter von Kindern des Lichts und Kindern der Finsternis. Während mit Licht ethisches Verhalten und tugendhaftes Leben gleichgesetzt werden, hat Finsternis mit Undurchsichtigkeit, Unechtheit und Bosheit zu tun.

   Die Begegnung mit diesem Text aus dem Johannes-Evangelium kann uns dazu führen, den Kopf zu schütteln als Zeichen dafür, dass wir das Verhalten jener Menschen nicht verstehen, die das wahre Licht nicht angenommen haben. Auf der einen Seite wird erzählt von einem Boten, der im Voraus auf das Kommen des Lichtes aufmerksam machte, und dann hören wir, dass die Menschen das wahre Licht nicht erkannten, dass sie es ablehnten und sich dagegen wehrten.

   Ist es tatsächlich so eine Seltenheit, dass Menschen die Finsternis lieber haben als das Licht? Finsternis ist zu bevorzugen, wenn etwas im Geheimen bleiben soll, wenn etwas undurchsichtig ist und nicht entlarvt werden soll, wenn dunkle Gedanken nicht als Licht kommen sollen.

   Im Wort Gottes werden wir auf einen Erfahrung aufmerksam gemacht: Es gibt Menschen, die sich im Bereich der Finsternis, der Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit bewegen, und Menschen, die im Licht wandeln und handeln.
Es gibt Menschen, so sagt uns die Erfahrung, die mit ihrem Dasein ihre Umwelt heller, lichter, zukunftsvoller machen, und Menschen, die alles um sich herum finster, dunkel, trostlos machen.

   Für uns gilt aber die Aufforderung, uns aus der Finsternis zum Licht zu bewegen, auf den Pfad des Lichtes zu kommen. Gott selbst ist das Licht der Glaubenden, dieses Licht aber ist zu uns in Jesus Christus gekommen: Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen? (Ps 27,1).

   Wer im Licht Christi wandeln will, muss sich Ihm durch den Glauben und durch die Liebe anschießen. Wir sind eingeladen, in seinshafter Beziehung zu Gott zu stehen. Der Glaube ist ein Ausdruck dieser inneren Verbudenheit mit Gott und die Liebe ist ein Weg, um zu diesem Licht zu gelangen und in diesem Licht zu bleiben.
Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 17. März 2011, 12:45:43
Licht sein



   Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.   
   (Mt 5,14-15)


   Wir haben hier eine bekannte Bibelstelle vor uns, die wir gemeinsam durchdenken wollen.
   Was sagt uns der Text: Diese Stelle erinnert uns an eine Forderung und eine Erwartung: Die Gemeinde der Gläubigen als sichtbare Stadt soll durch ihr vorbildliches Leben die Mitmenschen anziehen.
   Dem, der sich Christus im Glauben öffnet, will Er Licht, Leben, Freude bringen. Für diesen Menschen erscheint die Wirklichkeit des Lebens in einem neuen Licht: Er entdeckt darin andere Inhalte und Werte; dieser Mensch wird aber auch mit anderen Augen gesehen: Sein Leben ist ein Zeichen für Christus.

   Wie die Lampe auf dem Leuchter der Umgebung erhellt, sollen die Gläubigen in ihre Umwelt hinein leuchten.
   Dafür ist aber notwendig, dass das Licht in ihnen selbst ungetrübt bleibt. Die Leuchtkraft kann nämlich nachlassen und sogar erlöschen. Wo dies geschieht, sieht sich der Mitmensch mit der Schwierigkeit konfrontiert, Jesus zu erkennen, Seine Schritte richtig zu sehen, Seine Worte richtig zu verstehen … - wie kann er dann Christus sichtbar machen?

    Die Aufgabe der Jünger ist es, das empfangene Licht weiterzugeben. Was sie von Jesus bekommen haben, sollen sie furchtlos im Licht, in die Öffentlichkeit verkünden.
    Das Licht in dir bedeutet die Gemeinschaft mit Gott und die Fähigkeit zum Guten, die von Gott kommt. Wie wir wissen, kann der Mensch diese Gabe verscherzen bzw. vertun.

    Das Licht, so lesen wir weiter, soll allen im Haus leuchten oder allen Eintretenden und Dazukommenden, die dort Heimat finden.
    Nicht zu überhören ist der Aufruf zu guten Werken. Die Betonung, dass die Werke zum Ruhm Gottes führen sollen, befreit den Gläubigen von einer Leistungsreligiosität und von der Gefahr, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn die Menschen meine guten Werke sehen, sollen sie nicht auf mich, sondern auf Gott aufmerksam gemacht werden.
    - Ihr seid das Licht.
    Der Anfang des Textes, den wir besprechen, klingt sehr konkret und direkt. Es genügt eine kurze Besinnung, um zu hören, dass diese Aussage mich, meine Person meint: Ihr, du, seid das Licht für die Welt.
   Wenn die Sonne scheint, fällt es uns nicht auf, dass die Straßenbeleuchtung eingeschaltet ist. Wenn es aber dunkel wird und erst recht, wenn es ganz finster ist, fallen uns die eingeschalteten Lampen auf.
    Viele jammern über die wachsende Dunkelheit in unserer Gesellschaft und unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenige entdecken aber darin eine Herausforderung, mit dem eigenen Licht diese Situation zu erhellen.
   
    Ihr seid das Licht, das Licht leuchtet in der Finsternis. Je dunkler es um mich herum wird, desto deutlicher fällt mein Licht auf. Es geht aber nicht so sehr darum aufzufallen, sondern die Finsternis zu erhellen, zu leuchten, damit jeder den Weg sieht und nicht stolpert.
    Licht sein als Berufung und Sendung ist nicht etwas Statisches, sondern vielmehr ein lebendiger Prozess. Das Licht kann sich entfalten, Schritt für Schritt wachsen und mich ganz umschließen, sodass von mir Licht ausgeht.

   Diese Gabe kann jedoch auch ihre Kraft verlieren und zur Finsternis werden. Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muss dann die Finsternis sein! (Mt 6,23).
   Wenn dein ganzer Körper von Licht erfüllt und nichts Finsteres in ihm ist, dann wird es so hell sein, wie wenn die Lampe dich mit ihrem Schein beleuchtet  (Lk 11,36).

   Licht sein ist eine Gabe und Berufung, die sich in den Schritten des Alltagslebens ausdrückt:
   - als stützende Hand für die Schwachen und Kranken,
   - als Wort der Ermutigung,
   - als verzeihende Geste,
   - als richtungsweisende Lebensgestaltung …
   
   Woher bekommen die Gläubigen, die Gemeinde ihre Strahlungskraft? Jesus beantwortet diese Frage: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben (Joh 8, 12).
    Unsere christliche Berufung und Sendung sind groß.
Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 18. März 2011, 13:00:43
Einander lieben



   Liebe Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe. Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, dass Gott Seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch Ihn leben. Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass Er uns geliebt und Seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.
   Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und Seine Liebe ist in uns vollendet. Daran erkennen wir, dass wir in Ihm bleiben und Er in uns bleibt: Er hat uns von Seinem Geist gegeben. Wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als den Retter der Welt. Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er bleibt in Gott.
   
   (1 Joh 4,7-15)


   Eine erste Begegnug mit diesem Text lässt uns Begriffe entdecken, die in Beziehung zueinander besprochen werden: Liebe, Gott, neue Schöpfung, erkennen...
   Echte Liebe wurzelt in Gott, doch sie strömt zu uns Menschen über. Wer sich von diesen Strömen ergreifen lässt, wird eine neue Schöpfung; wer sich aber dagegen sperrt, bezeugt damit, dass er Gott nicht erkannt hat und in sich eingesperrt bleibt.

   Im Text wird deutlich angedeutet, dass nicht jeder Mensch sich auf die Liebe oder auf das Beispiel Jesu einlässt: Er hat Sein Leben für uns hingegeben, so sollen wir unser Leben füreinander hingeben.
   Es wird uns im Text weiter gesagt: Gott setzt den ersten Schritt, Er schenkt uns Liebe und macht uns dadurch fähig, Liebe zu empfangen und sie zu schenken. So liegt es an uns Menschen, uns von dieser Bewegung der Liebe in Anspruch nehmen zu lassen.
   Gott agiert, handelt, beschenkt uns,
   der Mensch reagiert, antwortet,
   bringt zur Entfaltung, was Gott ihm geschenkt hat.

   In Seiner Liebe hat Gott uns nicht irgendetwas, sondern Seinen geliebten Sohn geschenkt, der den Vater für uns sichtbar macht und uns mit Seiner Botschaft das Verhalten Gottes uns gegenüber vor Augen führt.

   Echte Liebe will aber nicht im Herzen verborgen bleiben, sie sucht Möglichkeiten sich zu zeigen, sie will andere Menschen erreichen, andere mit dieser Kraft glücklich und froh machen.
   Wahre Liebe sucht die Mitteilung,
   die prograssive Hingabe, die Selbsthingabe.
   Viele Schritte sind es, die die wahre Liebe bis zur vollen Entfaltung macht, viele Zwischenstufen sind notwendig bis zur Vollendung.

   In unserer gegenseitigen Liebe lebt und liebt Gott in uns. Johannes beschreibt die Liebe, die unter uns lebt, als Weg, Gott zu erfahren und Sein Geheimnis zu begreifen.
   Die Liebe zueinander wird Merkmal der Gegenwart Gottes mitten unter uns und der Wirkungskraft Seines Geistes.

   Auf einen Punkt werden wir hingewiesen:
   Gott hat Seinen Sohn, Seinen einzigen und innigst geliebten, als Retter für die Welt gesandt. Darin sollen wir die Liebe Gottes erkennen.
   Die Liebe, die Gott zu uns hat, besteht nicht nur in Gefühlen, aus dieser Liebe wachsen Taten: Rettung, die Heilung und Erlösung des Menschen.

   Vieles kommt in der Haltung Jesu zu Ausdruck: Gott ist nicht nur Wéisheit und Macht, Er ist sich schenkende Liebe, die uns schwachen und sündigen Menschen verzeihen und aufhelfen will.
   Jesus als den Retter der Welt zu erkennen und sich zu Ihm bekennen wird als Basis angesehen für ein Ineinander und Miteinander mit dem lebendigen Gott: Gott bleibt in ihm und er bleibt in Gott.

   Wer die Hingabe der Liebe Gottes, die sich uns in Christus mitteilt, versteht, kann nichts anderes versuchen, als Liebe mit Liebe zu beantworten. Diese Antwort wird mit der Zeit umfassender und wesentlicher werden.
   Die Antwort des Menschen wird aber darauf achten, dass die Liebe sich nicht erschöpft in einem persönlichen Verhältnis zu Gott, sie soll vielmehr die kirchliche Gemeinschaft, die Mitmenschen schlechthin umfassen.

   Vielen Dingen schenken wir Aufmerksamkeit im Leben, es wäre aber zielführend, die Vorrangstellung der Liebe nicht zu vergessen: Liebe zu Gott und den Menschen.
   Die gegenseitige Liebe kann ein Zeichen sein, das Menschen dazu führen kann, Gott zu erkennen und an Ihn zu glauben.

Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 19. März 2011, 13:23:19
Für Ihn



   Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.
   Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
   Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

   (Mt 25,34-40)

 
   Die Bibelstelle, die wir vor uns haben, ist nur ein Teil des Berichtes über das Weltgericht. Die Stelle vom Gericht beinhaltet eine Anzahl von konkreten Akzenten, die uns helfen können zu erkennen, worauf uns der Herr Jesus aufmerksam machen will.
   Eine Begegnung mit diesem Text lässt uns bald einige Punkte feststellen, in denen wir die Botschaft des Abschnittes wahrnehmen:
   - Ein jeder Mensch wird gerichtet;
   - alle Menschen werden nach dem gleichen Maßstab gerichtet;
   - es wird uns gesagt, was wir Menschen angesicht des Gerichtes auf Erden tun sollen;
   - der Brudergedanke, ursprünglich auf die Gemeindemitglieder bezogen, kann im Kontext des Weltgerichts auf alle Menschen ausgedehnt werden.

   Und wird weiter gesagt, dass der Urteilsspruch nach den Taten jedes Einzelnen ergeht, oder genauer formuliert nach den Liebeswerken, die ein jeder getan oder unterlassen hat. Die Bereitschaft, Verantwortung für unsere Taten zu übernehmen, können wir nicht an andere delegieren oder auf andere abschieben.

   Wir lesen von sechs Werken der leiblichen Barmherzigkeit, eine Aufzählung, die nicht erschöpfend sein will, sondern nur als Illustration zu betrachten ist. Im Alten Testament lesen wir bereits von diesen Arten der Nächstenliebe als Kennzeichen einer Gott wohlgefälligen Frömmigkeit.
   Es gibt aber noch weitere Ausdrucksformen der Nächstenliebe, denn die Not des Mitmenschen ist nicht nur leiblicher oder materieller Natur. Mit dem Hinweis auf diese Schritte der Barmherzigkeit wird uns gesagt, dass es vor Gott auf die Liebe ankommt.

   Sehr vielsagend ist die nächste Betonung: Indem wir dem Geringsten, dem Menschen, der sich in Not befindet, Gutes tun, begegnen wir Ihm selbst, Gott; wer sich dem Menschen verschlossen hat, hat sich Ihm verschlossen.
   Der Herr indefieziert sich mit jedem Menschen, sodass wir zu der Überzeugung kommen: Wer den Menschen in dieser Haltung bejaht, wer ihm die Hand reicht, wer ihm ein Glas Wasser zu trinken gibt, wer ihn freundlich begrüßt, wer ihm aufzustehen hilft ..., hat dies alles für Gott getan. Wer hingegen den Menschen nichts zu tun haben will, wird wohl mit Gott nicht sehr viel zu tun haben. Und doch ist dieses Wissen aus dem Glauben manchmal zu schwach ...

   Eine klare Betonung glaube ich in diesem Bericht zu hören: Die Frage nach meiner Nächstenliebe dürfte gleichbedeutend sein wie die Frage nach meiner Gottesliebe und gleichbedeutend mit der Frage nach meiner Stellung zu Jesus. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht(1 Joh 4,20).

   Ich überdenke nochmals diese letzte Überlegung, und während ich an die Folgen für den Umgang miteinander denke, erinnere ich mich an die Aussage aus der Bibel: Denn Gott hat Seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit Er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch Ihn gerettet wird(Joh 3,17). Gott hat uns gezeigt, welche Schritte zu machen sind, Jesus hat uns die Barmherzigkeit vorgelebt und sie auch von uns gefordert.

   Der Bericht über das Weltgericht ist kein Anlass zur Furcht oder Angst vor Gott, sondern eine Ermutigung, im Leben jene Schritte zu setzen, die vor Gott wichtig sind.
   Wenn wir uns von der Liebe Gottes erfüllen lassen und aus dieser Kraft heraus die Welt und die Menschen selbstlos lieben, wie Jesus es uns hier auf Erden vorgelebt hat, werden wir bestehen.
Titel: Re:MEDITATIONEN ZU TEXTEN DER BIBEL
Beitrag von: Anemone am 20. März 2011, 10:33:32
Immer neu



   Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was Ihm gefällt, was gut und vollkommen ist (Röm 12,2).


   Wir dürfen nicht mitmachen mit dem Treiben der Welt. Dieser Text beinhaltet nicht zuerst die Aufforderung, durch Aktionen die Welt zu verändern, sondern uns selbst wandeln zu lassen. Wie können wir die Weltverhältnisse ändern, wenn wir selbst nicht verwandelt sind?

   Die Verwandlung in mir ist gefragt. Diese innere Umwandlung ist nicht Sache einer einmaligen Entscheidung, die Welt verlockt uns ja immer wieder, uns ihr anzugleichen. Deswegen muss der Christ in seinem Wandeln ständig werden, was er ist.

   Auffallend ist weiterhin, dass diese fundamentale Verwandlung sich zunächst durch die Erneuerung des Denkens vollzieht: die Fähigkeit zu prüfen, sich zu entscheiden, zu unterscheiden ... Dieses erneuerte Denken hat das Ziel, uns zu einem authentischen Leben aus der Verbindung mit Gott zu verhelfen, dann werden wir erkennen können,
   was der Wille Gottes ist, was gut und edel ist,
   was Ihm gefällt, was vollkommen ist.

DROSTEN: Es gibt KEINE KRANKHEIT und keine Toten!!

 
Quelle Interview: https://www.youtube.com/watch?v=uwGcgSDasZ0

 

PLANdemie - Doktoren in Schwarz - Eine reale Verschwörung

Stark zensiert: Plandemic II: Indoctornation
Wozu reizt ein weltweit zensiertes Video den Zuschauer an? Soll ihm der Inhalt des Films besser verborgen bleiben? Der Filmemacher Mikki Willis zeigt im 2. Teil der Plandemic-Serie mit dem Titel „Indoctornation“ eine drei jahrzehntelange Geldspur auf, die direkt zu den Hauptakteuren hinter der COVID-19-Pandemie führt. Neugierig geworden? Dann bilden Sie sich Ihre eigene Meinung über dieses Video, das von Kla.TV für seine Zuschauerschaft in deutscher Sprache nachvertont wurde.

Schau Dir das Video an und bleibe gesund!

Wichtige Botschaft von Neurologin Margareta Griesz Brisson
Und Warnung eines italienischen Arztes


The-Covid-Plan_Rockefeller-Lockstep-2010 (Ickeroth Traugott).pdf
Strategiepapier Innenministerium:
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La Salette 1846



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