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Christsein - Mystik - Gaben, Charismen, Früchte. => Andere Konfessionen => Thema gestartet von: hiti am 14. Juni 2012, 10:46:18

Titel: Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: hiti am 14. Juni 2012, 10:46:18
Liebe Freunde, hier ein Dialog:

Ein Mann sagte eben zu einem anderen: „Hast du von diesem Mann gehört, der kam um die
Sünden zu vergeben?“
Der andere antwortete: „Ich kenne Jesus. Er hat mich von meinen Sünden gereinigt. Mir
ist völlig unbekannt, was ich hier eigentlich zu suchen habe.“
„Ich weiß es auch nicht,“ sagte der erste Mann.
Ein anderer sprach: „Ich versuchte meinem Nachbarn von Jesus zu erzählen, aber der wollte
nicht einmal zuhören. Nachdem seine Frau gestorben war, kam er zu mir und wollte sich von mir Geld für die Beerdigung leihen. Da erinnerte ich mich daran, dass Jesus gesagt
hatte, dass wir klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben sein sollen. Deshalb
wies ich ihn zurück. Ich wusste, dass er das Geld sowieso für etwas anderes ausgeben würde. Weißt du, wir müssen unser Geld gut verwalten.“
Der erste Mann sprach wieder: „Ja, Bruder,“ sagte er, „in unserer Kirche gab es einen
Jungen, der Kleider und Schuhe benötigte. Da sein Vater ein Trinker war, habe ich mich
geweigert, irgend etwas für seinen Sohn zu kaufen – haben wir dem eine Lektion erteilt.“
„Gut,“ erwiderte ein anderer Mann, während er den Strick der Gefangenschaft in seinen
Händen nervös hin und her drehte. „Wir müssen andere immer belehren, so zu leben, wie
Jesus es uns vorgelebt hat. Der Mann hatte kein Recht zu trinken. Darum ließen wir ihn
und seine Familie leiden.“

Frage:
Ist das nach der christlichen Religion richtig oder falsch oder was gibt es dazu zu sagen?
Wo könnte der Dialog stattgefunden haben?

Hermann
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: Logos am 15. Juni 2012, 00:30:57
Zitat
Wo könnte der Dialog stattgefunden haben?

Ich habe nachgesehen, ::) woher der Dialog stammt...

Aber bevor ich es getan habe, hatte ich mich schon klar entschieden. Zum einen muss Nächstenliebe uneingeschränkt für alle gelten, auch wenn derjenige nichts über den christlichen Glauben wissen will. Also ob Christ, Moslem, Atheist usw. darf dabei keine Rolle spielen.

Zitat
Jesus gesagt
hatte, dass wir klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben sein sollen

Ich weiß zwar nicht, wie dies genau zu verstehen ist, aber sicher nicht so. Man kann nie mit Gewißheit sagen, wie sich jemand entscheiden wird. In diesem Fall eben, dass das Geld doch nicht für die Beerdigung verwendet werden wird. Also leiht man das Geld und hofft einfach darauf, dass es auch tatsächlich dafür ausgegeben wird. Was passiert, wenn nicht und derjenige kommt wieder mal und will sich was leihen?? Nun, dann... verfährt man genauso wie beim ersten Mal oder? Weiß nicht, ob der Vergleich jetzt so passt, aber mir fällt dazu die Stelle ein, wo JESUS sagt, nicht 7 Mal soll man seinem Bruder verzeihen, sondern 77 Mal.

Beim zweiten Beispiel finde ich es noch eindeutiger. Gerade wenn der Vater ein Trinker war und sich deshalb. vermute ich mal, nicht ausreichend um die Familie gekümmert hat/kümmern konnte, hätte diese umso mehr die Hilfe von anderen Menschen gebraucht. Und das schließt für mich den "Trinker" selbst mit ein.

Ich werfe mal die Frage auf: darf ich einem Mörder auf der Flucht ein Glas Wasser verweigern? Nein
Darf ich ihn bei mir vor der Polizei verstecken?
...
Spontan wollte ich Nein schreiben, aber ganz sicher bin ich mir auf einmal nicht mehr.  :-\
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: hiti am 15. Juni 2012, 09:06:19
Liebe Freunde, lieber Logos,

ich wollte in dem Sinne die Frage aufwerfen, ob die Sichtweise dieser Dreien der christlichen Lebensweise entspricht oder nicht.
Die Aussage der 1. Person wird klarer, wenn man weiter unten seine Antwort liest.

Ist es recht so zu denken, zu handeln oder nicht?

Hermann
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: LoveAndPray85 am 15. Juni 2012, 10:16:53
Ich finde so eine Haltung nicht christlich (1. Person).
"Belehren" soll man gerade nicht immer mit Worten, sondern mit Taten:
D.h. barmherziges Handeln vorleben und nicht verweigern!

Außerdem kann man das falsche Verhalten einer Person (Trinken)
nicht mit Unbarmherzigkeit an nahestehenden Personen "bestrafen",
die ohnehin schon genug leiden.
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: LoveAndPray85 am 15. Juni 2012, 10:22:50
Ich werfe mal die Frage auf: darf ich einem Mörder auf der Flucht ein Glas Wasser verweigern? Nein
Darf ich ihn bei mir vor der Polizei verstecken?
...
Spontan wollte ich Nein schreiben, aber ganz sicher bin ich mir auf einmal nicht mehr.  :-\

Ein Glas Wasser verweigern? - Nein.
Vor der Polizei verstecken? - Nein!
Ich würde mich sogar verpflichtet fühlen, die Polizei zu informieren.
Erstens kannst Du Dich damit selbst strafbar machen
(http://dejure.org/gesetze/StGB/258.html (http://dejure.org/gesetze/StGB/258.html)), und zwar zu Recht:
Auch Gott ist unendlich gerecht. Ja, er ist auch unendlich barmherzig,
aber dafür muss der Täter bereuen - und wenn er dies tun würde,
würde er sich stellen und der irdischen Gerichtsbarkeit nicht entfliehen - zur Sühne!

Jeder Priester müsste im Beichtstuhl einen Mörder zum "Stellen" bewegen,
ja, ich würde sogar sagen: als Buße aufgeben!
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: velvet am 15. Juni 2012, 12:37:52
Zitat
Ein anderer sprach: „Ich versuchte meinem Nachbarn von Jesus zu erzählen, aber der wollte
nicht einmal zuhören. Nachdem seine Frau gestorben war, kam er zu mir und wollte sich von mir Geld für die Beerdigung leihen. Da erinnerte ich mich daran, dass Jesus gesagt
hatte, dass wir klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben sein sollen. Deshalb
wies ich ihn zurück. Ich wusste, dass er das Geld sowieso für etwas anderes ausgeben würde. Weißt du, wir müssen unser Geld gut verwalten.“
Dies entspricht der Einstellung vieler Katholiken und ist komplett falsch. Man will belehren und zitiert Sätze, die gerade passen aus der Bibel, um sein Verhalten zu rechtfertigen. Als guter Christ hätte man dem Mann anbieten können die Rechnung für die Beerdigung zu bezahlen und das Geld hätte seinem Zweck zugeführt werden können. denn was du dem geringsten meiner Brüder tust, hast du mir getan.

Zitat
Der erste Mann sprach wieder: „Ja, Bruder,“ sagte er, „in unserer Kirche gab es einen
Jungen, der Kleider und Schuhe benötigte. Da sein Vater ein Trinker war, habe ich mich
geweigert, irgend etwas für seinen Sohn zu kaufen – haben wir dem eine Lektion erteilt.“

Mit dieser Denkweise stellen wir uns als was besseres dar und verurteilen was uns nicht zusteht, wir sollen helfen wenn wir sehen, dass Hilfe benötigt wird ohne nachzufragen warum und wieso. Man kann Kinder nicht für die Fehler ihrer Eltern verantwortlich machen, denn sie haben am meisten darunter zu leiden. Hier ist Nächstenliebe und selbstloses Denken angesagt.

Zitat
Gut,“ erwiderte ein anderer Mann, während er den Strick der Gefangenschaft in seinen
Händen nervös hin und her drehte. „Wir müssen andere immer belehren, so zu leben, wie
Jesus es uns vorgelebt hat. Der Mann hatte kein Recht zu trinken. Darum ließen wir ihn
und seine Familie leiden.“

Hier findet eindeutig eine Verurteilung statt und Jesus hat uns etwas ganz anderes vorgelebt, er ging zu den Ausgestossenen und Sündern, um auch ihnen seine Liebe zuteil werden zu lassen, er half ihnen zurück in die Gesellschaft und verdammte sie nicht.

Zitat
Ein Glas Wasser verweigern? - Nein.
Vor der Polizei verstecken? - Nein!
Ich würde mich sogar verpflichtet fühlen, die Polizei zu informieren.
Erstens kannst Du Dich damit selbst strafbar machen

Was wenn ein Mensch zu unrecht verfolgt wird, dieser vorauseilende Gehorsam hatten wir im 3. Reich auch schon und viele wurden verurteilt, die nichts weiter als Regimegegner waren. Nicht immer hat der Staat recht, Gott steht über jedem Staat und wir müssen in erster Linie seinen Worten folgen. Es wird wieder eine Zeit kommen, nicht allzufern, da werden wir als Christen andere Kriterien ansetzen müssen, als die dann geltenden Gesetze.

velvet
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: hiti am 15. Juni 2012, 16:31:52
Liebe Freunde, liebe velvet,

Genau richtig, wie du schreibst:
"Dies entspricht der Einstellung vieler Katholiken und ist komplett falsch. Man will belehren und zitiert Sätze, die gerade passen aus der Bibel, um sein Verhalten zu rechtfertigen. Als guter Christ hätte man dem Mann anbieten können die Rechnung für die Beerdigung zu bezahlen und das Geld hätte seinem Zweck zugeführt werden können. denn was du dem geringsten meiner Brüder tust, hast du mir getan."

Genau das wollte ich damit:
Es entspricht LEIDER der Einstellung vieler Katholiken, ist aber komplett falsch.
Es sind nichts anderes als Entschuldigungen, Kompromisse und Verdrehungen.

Wenn es darum geht, jemanden zu helfen dann darf NIEMALS der Vater des Bedürftigen dafür herhalten, dass man nicht hilft oder wenn man etwas leiht, wie kann ich im Vornherein wissen, dass er es sowieso für etwas anderes ausgibt?
„Wir ließen ihn zurecht leiden“, das ist doch total der Lehre Christi entgegengesetzt.

Jesus sagte doch: Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Ist das die Nächstenliebe, die Jesus vorgelebt hat?

Hier bewahrheitet sich das Wort, das wir alle kennen:
„Ich war nackt und…
Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.“


Erwähnen möchte ich noch, da es hierher passt, dass einige Menschen andere unerbittlich belehren wollen aber vielfach OHNE LIEBE, das geht nicht! Wir müssen den Nächsten in erster Linie LIEBEN und lieben heißt die Seele des Menschen sehen und Mitleid haben.

Haben nicht die Schriftgelehrten genau diesen Fehler gemacht?


Hermann
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: Logos am 16. Juni 2012, 00:29:41
Liebe Velvet, liebe LoveAndPray,

ich habe das Beispiel mit dem Mörder genannt, um mir selber klar zu werden (versuchen), wo die sozusagen die Grenzen für einen Christen liegen.
Also im "Normalfall" würde ich mich dann doch zu Nein entscheiden.

Würde mir z.B. aber der Betroffene den Mord vor mir zugeben und mich gleichzeitig darum anflehen, ihn nicht zu verraten, weil... keine Ahnung... seine Frau im Sterben liegt und er sich noch vorher von ihr verabschieden möchte und mir zusichern, sich danach freiwillig zu stellen. Ich muss sagen... wenn mir das Ganze glaubhaft erscheinen würde, ich glaube ich würde nachgeben. Oder ginge das zu weit? Zugegeben, das ist ein schwieriges Thema und würde jetzt auch den Rahmen hier sprengen.


Zitat
Jeder Priester müsste im Beichtstuhl einen Mörder zum "Stellen" bewegen,

Bis hierhin stimme ich zu und hoffe, dass es in der Praxis genauso geschieht.

Zitat
ja, ich würde sogar sagen: als Buße aufgeben!

Hierzu maße ich mir jetzt kein Urteil an. Puh... das ist ja noch schwieriger als das Vorherige. Wir wissen ja auch nicht, wie es tatsächlich gehandhabt wird. Ich meine wie damit allgemein verfahren wird. Das würde auch nicht das Beichtgeheimnis brechen. Ich vertraue da jetzt einfach auf die Priester, dass diese ganz genau wissen, was sie tun.

Und noch etwas dazu, was Velvet geschrieben hat. Ja, spätestens, wenn ich allen Grund zur Annahme hätte, dass es sich bei dem vermeintlichen Täter um einen Unschuldigen handelt, würde ich mich, denke ich, klar gegen eine "Auslieferung" entscheiden.
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: Logos am 16. Juni 2012, 00:51:06

Erwähnen möchte ich noch, da es hierher passt, dass einige Menschen andere unerbittlich belehren wollen aber vielfach OHNE LIEBE, das geht nicht! Wir müssen den Nächsten in erster Linie LIEBEN und lieben heißt die Seele des Menschen sehen und Mitleid haben.

Haben nicht die Schriftgelehrten genau diesen Fehler gemacht?


Hermann

Lieber Hermann,

ja genau und deswegen bin ich Dir dankbar, dass Du hier dieses Thema anscheidest, weil mir wäre es echt ein Anliegen, mal darüber zu diskutieren (in einem neuen Thread), in der Art: der Katholik und das moderne Pharisäertum, denn ich übertreibe wohl nicht, wenn ich sage, dass wir letztlich alle nicht davor gefeit sind?
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: LoveAndPray85 am 16. Juni 2012, 09:09:09
Liebe Logos,

Du hast Recht, man sollte über die Frage, was im Beichtstuhl als Buße aufzulegen ist,
nicht urteilen - das ist Aufgabe des Priesters. Er kann vom Heiligen Geist auch anders
geleitet werden.
Nur habe ich schon öfters gedacht, dass ich wohl so handeln würde;
habe mir nämlich darüber auch schon öfters mal Gedanken gemacht.
Aber ich bin ja auch kein Priester.

Zu der anderen Frage: Nicht ausliefern, wenn bestimmte Umstände dagegen sprechen
(Frau liegt im Sterben etc.)... Da sehe ich auch keine klare Antwort. Das kommt wohl wirklich
auf den Einzelfall an, ob man dem vermeintlichen Täter sehr nahe steht usw.
Im Falle der Unschuld... weiß ich nicht... Ich denke aber, ich würde denjenigen in jedem Fall
zu bewegen versuchen, sich zu stellen (zumal man ja auch nie weiß, ob derjenige jetzt die
Wahrheit spricht). Denn so schnell kommt in Deutschland kein
Unschuldiger hinter Gitter - eher das Gegenteil: Freispruch, wenn die Schuld nicht erwiesen ist.
Ein Leben auf der Flucht ist ja auch nicht so großartig... und spricht sogar eher dafür, dass
derjenige was zu verheimlichen hat.

Ja, wir sind alle nicht davor sicher, dass wir dem neuen Pharisäertum ab und an verfallen,
hier sollte sich jeder mal selbst durchforschen...

 ;kreuz+
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: velvet am 16. Juni 2012, 09:20:11
Lieber Logos,

die grossen Probleme sind die eingefahrenen Gesellschaftsnormen und die dabei auftretenden Vorurteile. Der Schein ist vielen wichtiger als das Sein. Es wird darauf geachtet was jemand hat, wer er beruflich ist und ob sein Verhalten den Regeln angepasst ist. Geht jemand regelmäßig zum Gottesdienst, zur Beichte und Kommunion, so ist er ein guter Christ, darauf wie er sich den Mitmenschen gegenüber verhält achtet dann kaum einer. Es ist ein unsichtbarer Rahmen vorgegeben und wer aus diesem Rahmen fällt, wird mit Nichtbeachtung bestraft und noch beschimpft. Äusserlichkeiten sind so wichtig geworden, dass sich nur wenige die Mühe machen in einer Person den Menschen zu sehen.
Gerade Jugendliche versuchen mit provokantem Aussehen bei diesen Leuten am Lack zu kratzen und was dabei zu Tage kommt ist alles andere als christlich.

Mein Sohn brachte als er 17 war einen Schulfreund mit nach Hause und ich hatte gerade gekocht und lud ihn ein mit uns zu essen. Da fragte er mich plötzlich, ob ich nichts gegen ihn hätte. Nachdem er sich tadellos verhalten hatte war ich etwas überrascht und ich fragte wie er auf diese Frage käme. er sagte wegen meiner Frisur, er hatte einen Irokesenschnitt mit Regenbogenfarben. Daruf sagte ich zu ihm, das sind doch nur Äusserlichkeiten. Da erzählte er mir, dass wenn er mit dem Fahrrad unterwegs sei ihm ältere Frauen nachrufen er sei ein Verbrecher etc., er war aber ein anständiger Junge und steht heute im Beruf und hat schon lange einen normalen Haarschnitt.
Einmal war ich mit meinem Sohn und 4 seiner Freunde auf einem Flohmarkt, er war ca. 18 und ich 39, ich selber bin ein Jeanstyp, sah dadurch vielleicht jünger aus, da sagte eine Frau die hinter uns ging: seh dir die an, die hat gleich 5 Männer, ohne auch nur auf die Idee zu kommen, dass einer mein Sohn sein könnte.

Ein anderes Mal  holte mich ein Freund meines Sohnes mit dem Motorrad ab, um meinen Sohn, der auswärts in der Lehre war zu besuchen, er hatte einen Helm auf so schauten meine Nachbarn ganz entsetzt als ich aufstieg und wir losfuhren.

Was ich damit sagen möchte ist, der äussere Schein wird beachtet und die Gedanken, die da in den Köpfen entstehen, sagen viel über diese Menschen aus.
Ein wirklich guter Mensch wird nie schlechte Gedanken haben. In meinem Leben habe ich Menschen kennengelernt, die nicht der Norm entsprechen und festgestellt, dass hinter einer saloppen Fassade oft Menschen stecken, die sehr viel Tiefgang haben und sich Gedanken machen über ihr Tun, die ein reiches Innenleben haben und nach ihren Überzeugungen leben ohne Rücksicht auf die Erwartungshaltung der Gesellschaft.

Wenn man  nun ernsthaft als Christ leben will, muss man die Vorurteile beiseite schieben und nur den Mensch sehen, das ist meiner Meinung nach der einzig richtige Weg. was andere davon halten darf uns nicht interessieren, denn Gott kennt unsere Beweggründe, unsere Gedanken und vor ihm bestehen zu können sollte unser Ziel sein. Keiner der Kritiker wird uns helfen, wenn wir jemanden brauchen, Gott schon.

velvet
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: LoveAndPray85 am 16. Juni 2012, 09:23:34
Ein wirklich guter Mensch wird nie schlechte Gedanken haben.

Vorsicht... Niemand, aber wirklich niemand kann sich davon freisprechen, manchmal schlechte Gedanken zu bekommen. Das Entscheidende ist, inwiefern man ihnen zustimmt und ob man sie bereut.
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: velvet am 16. Juni 2012, 09:30:09
Liebe LoveAndPray,

Zitat
Denn so schnell kommt in Deutschland kein
Unschuldiger hinter Gitter - eher das Gegenteil: Freispruch, wenn die Schuld nicht erwiesen ist.

Dies ist ein Glaube und hat mit Tatsachen nichts mehr zu tun, ausserdem werden wir demnächst der europäischen Gerichtsbarkeit unterliegen, es wird kein Deutschland mehr geben, seit 1945 sind wir kein eigenständiger Staat mehr und haben uns nach den Alliierten zu richten. Das "Recht" wird schon lange gebeugt, oder lebst du in einem anderen Deutschland als ich?

velvet
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: velvet am 16. Juni 2012, 09:55:18
Zitat
Vorsicht... Niemand, aber wirklich niemand kann sich davon freisprechen, manchmal schlechte Gedanken zu bekommen. Das Entscheidende ist, inwiefern man ihnen zustimmt und ob man sie bereut.

Da hast du recht, darum sollte man erst nachdenken bevor man redet oder handelt.
Als Christen wird uns eine Entscheidung erleichtert, indem wir uns fragen: was hätte Jesus getan? Auf diese Weise haben schlechte Gedanken keine Chance.

 velvet
Titel: Antw:Falsche oder richtige Religion?
Beitrag von: Logos am 16. Juni 2012, 22:08:18

die grossen Probleme sind die eingefahrenen Gesellschaftsnormen und die dabei auftretenden Vorurteile. Der Schein ist vielen wichtiger als das Sein.


Ja, und das gibt es leider nicht nur in der "Welt", sondern auch unter den Gläubigen.

Zitat

Geht jemand regelmäßig zum Gottesdienst, zur Beichte und Kommunion, so ist er ein guter Christ, darauf wie er sich den Mitmenschen gegenüber verhält achtet dann kaum einer.


Genau das stimmte mich auch als Jugendliche gegen die Kirche, mir fehlten da irgendwo Vorbilder. Ok, das war zwar nicht der wirkliche Grund, warum ich mich irgendwann ganz abgewendet hatte. Und heute lasse ich mich natürlich nicht davon beeinflussen, da mir ja längst klar geworden ist, dass es mit dem kath. Glauben nichts zu tun hat.

Zitat
Äusserlichkeiten sind so wichtig geworden, dass sich nur wenige die Mühe machen in einer Person den Menschen zu sehen.


Das erklärt wohl auch, warum sie Menschen z.B. nur allzu leicht blenden lassen.

Zitat
Einmal war ich mit meinem Sohn und 4 seiner Freunde auf einem Flohmarkt, er war ca. 18 und ich 39, ich selber bin ein Jeanstyp, sah dadurch vielleicht jünger aus, da sagte eine Frau die hinter uns ging: seh dir die an, die hat gleich 5 Männer, ohne auch nur auf die Idee zu kommen, dass einer mein Sohn sein könnte.


 jhlcu Sorry, da muss ich trotz allem einfach lachen!
Du hättest auch die Schwester von einem sein können, eine Betreuerin auf Ausflug mit ihrer Wohngruppe oder, oder, oder...

vielleicht einfach wie ich einst. Die einzige Frau in einer Selbsthilfegruppe? Ich zog eine Zeitlang stets mit mehreren "Jungs" um die Häuser, weil wir uns eben auch zwischendurch trafen, meistens um in Kneipen/Cafes verschiedene Gesellschaftsspiele zu spielen oder einfach nur um zu quatschen. Da ist mir 1-2 Mal auch so durch den Kopf gegangen, ob sich da jemand wohl was bei denkt? Und hätte da jemand eine diesbezügliche Bemerkung gemacht, ich wäre höchst amüsiert gewesen.   ;D

Aber Spaß beiseite - es ist klar, dass ist schon alles recht tragisch. Die Menschen neigen dazu, in erster Linie einem etwas Schlechtes zu unterstellen. Ja, wie kommt das eigentlich? Schließt man da von sich auf andere?

Und da komme ich auf die "schlechten Gedanken" zu sprechen, weil da habe ich noch echt mit zu tun. Ich meine, es ist schon mal gut, dass man da keinen Schaden anrichtet, indem man es nicht ausspricht und somit jemanden verletzt, beleidigt usw. Aber man sündigt doch auch in Gedanken, diese schießen mir manchmal automatisch durch den Kopf, also in Bezug auf andere Menschen. Aber ich will das nicht, das ist so ein altes Verhaltensmuster und macht mir zu schaffen.

So und nun möchte ich mich mal insgesamt für Deinen unermüdlichen Einsatz hier im Forum bedanken! Das alles kostet schon mal vor allem viel Zeit und so wie ich es zwischen den Zeilen gelesen habe, scheinst Du Velvet nicht gerade jemand zu sein, dem vor lauter Langeweile die Decke auf dem Kopf fällt. Dann hoffe ich jetzt mal, dass Du nicht müde wirst, hier weiterhin gute Beiträge zu posten.  :)

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