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römisch-katholisch => Fragen und Themen zum Glauben allgemein => Thema gestartet von: vianney am 09. Juni 2013, 16:03:55

Titel: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 09. Juni 2013, 16:03:55
Hallo liebe Mitchristen

Sind wir uns heute noch genügend unserer Sündenfähigkeit bewusst? Wissen wir noch was eine Sünde und Todsünde eigentlich sind? Ich vermisse bei unseren Seelsorgern in ihren Predigten einen wohlgemeinten strengeren Ton über unsere Gesellschaft, unsere Moral und unsere Ethik! Ich wünsche mir wieder Priester die streng predigen um uns ins Gewissen zu reden um uns unserer Sündenlast und Schuld vor Gott bewusst zu machen! Die Predigten werden meistens mundgerecht dargereicht und helfen mir nicht über mein zukünftiges Seelenheil und seiner Gefährdung durch die Sünde bewusst zu werden! Dabei ruft Maria in ihren Erscheinungen seit 1830 zur Umkehr und Busse und Gebet auf: warum tun unsere Priester und Bischöfe nicht dergleichen, sind sie doch unsere Hirten und tragen Verantwortung für unser Seelenheil, besonders da die Beichte beinahe ganz verschwunden ist in den Pfarren, ausser an Marienerscheinungsorten wie Fatima, Medjugorje und Lourdes. Ich vermisse auch Predigten die man sich im Internet anhören könnte und die mich unterstützen nicht mehr zu sündigen! Oder kennt jemand solche Predigten online, katholisch natürlich...
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 10. Juni 2013, 09:48:32
Hier der erste Teil einer reihe von Vorträgen über die letzten Dinge, von Pfarrer Sterninger auf kath.tube

http://www.kathtube.com/player.php?id=31237 (http://www.kathtube.com/player.php?id=31237)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 11. Juni 2013, 15:45:57
Nun der dritte Teil der wunderbaren Katechese Pfarrers Sterninger über die letzten Dinge, auf kathtube:

http://www.kathtube.com/player.php?id=31426 (http://www.kathtube.com/player.php?id=31426)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 12. Juni 2013, 09:20:20
Auch der vierte Teil der Katechese Pfarrers Sterninger hilft uns auf die letzten Dinge uns vorzubereiten

http://www.kathtube.com/player.php?id=31574 (http://www.kathtube.com/player.php?id=31574)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 13. Juni 2013, 08:35:07
Im fünften Teil seiner Katechese über die letzten Dinge nach dem Tod eines Menschen öffnet Pfarrer Sterninger uns wieder die Ohren und Augen auf das Jenseits , zu sehen auf Kathtube:

http://www.kathtube.com/player.php?id=31574 (http://www.kathtube.com/player.php?id=31574)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 14. Juni 2013, 08:42:42
Im sechsten Teil und letzten seiner Katechese über das Leben nach dem Tod verheisst uns Pfarrer Sterninger auf Kathtube die ewige Glückseligkeit in der Anschauung Gottes im Himmel, wenn wir im Stande der Gnade sterben.

http://www.kathtube.de/player.php?id=31636 (http://www.kathtube.de/player.php?id=31636)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 16. Juni 2013, 12:30:20
In seiner 7ten Katechese über die letzten Dinge macht Pfarrer Sterninger uns Hoffnung auf die Glückseligkeit im Himmel, auf Kathtube
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 17. Juni 2013, 09:05:51
Hallo liebe Mitchristen

Befassen wir uns eigentlich öfters mit dem Tod und den darauffolgenden Tatsachen? Es ist eine Glaubensrealität dass es einen Himmel für die Reinen, ein Fegfeuer für die Sünder und eine Hölle für die total verstockten gottverneinenden SÜnder gibt. In welcher Kategorie befinden wir uns? Haben wir uns diese Frage schon gestellt? Sind wir, umgeben von Wohlstand und Machtstreben, auf dem sicheren aber schmalen Weg zum Himmel der mit Demut, Leid und Sühne einhergeht? Oder fühlen wir uns trughaft auf dem richtigen Weg zu Gott, werden aber Gewohnheitschristen deren Herz nicht brennt von der Liebe zu Gott und dem Nächsten? Was ist uns wichtiger, ein gelungenes abgesichertes Leben auf Erden ohne Mühsal und Leid, oder der  schwierigere Weg des reichen Jünglings der alles verkaufen sollte um es an die Armen zu geben, um Jesus zu folgen? Wären wir zu solch einer grossen Tat bereit? Ist Gott oder der Mammon mit all seinen Verführungen unser Götze dem wir huldigen?
Es ist nicht so leicht auf den richtigen Weg zu finden: Jesus sagt wir sollen uns mit all unseren Kräften bemühen ins Himmelreich zu kommen, wo es leichter ist für ein Kamel durch ein Nadelöhr zu gehen als für einen Reichen ins Himmelreich zu kommen! Sind wir nicht beinahe alle reich, zumindest reicher als die Milliarde Menschen die täglich nur einen Euro haben zum leben!
Lasset uns uns in Frage stellen und Busse und Sühne auf uns nehmen um all die unbewussten Sünden zu tilgen zu denen unser Reichtum uns führt: und lasst uns ein für allemal die Weichen stellen wohin wir wollen! Rufen wir zu Maria sie soll uns in der Demut und Armut einführen damit wir mit ihr einst ihren Sohn ansehen dürfen.

In caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 17. Juni 2013, 16:17:54
Ich lade euch ein euch dieses Bekenntnis zur inneren Demut anzuhören, und uns damit zu konfrontieren. Passt diese Beschreibung nicht zu vielen von uns? Wenn ja, so sind wir Agnostiker, Lippenbekenner, Kleingläubige und es ist höchste Zeit umzukehren auf den Wegen des Herrn: schaut und liest dieses Bekenntnis, und konfrontiert euch ganz ehrlich damit! Es ist zu eurem Wohl...


Bekenntnis zur inneren Demut (http://www.youtube.com/watch?v=jzcPJrKHRTg#)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 18. Juni 2013, 09:29:10
Liebe Mitchristen, geliebte Schwestern und Brüder

Woran haben wir heute als erstes gedacht als wir wach wurden: war unser Thema der Druck zur Arbeit zu geraten, oder haben wir uns vors Fernseh gesetzt und das MOMA angeschaut, oder haben wir Zeitung gelesen, oder waren wir bedrückt über eine Sorge oder ein aktuelles Problem?
Haben wir nicht heute morgen Gott gelobt, gepriesen, gedankt für die Nacht und das Leben, verehrt und angebetet?

Ja wie und womit fange ich meinen Tag an: so wie ich in anfange bleibt er meistens den ganzen Tag geprägt! Aber was ist, wenn ich heute sterbe? Niemand kann das ausschliessen!

Ja dann habe ich das Wichtigste vergessen. Vergessen wir nicht im allgemein das Wichtigste am Morgen? Sollte unser Tag nicht mit einem Gebet zu unserm Schöpfer anfangen?Sollten wir unseren Tag durch ein Gebet nicht auf die Weisungen des Evangeliums ausrichten, und nicht die Weisungen der irdischen Geschäfte und Sorgen die uns nur vom Himmelreich entfernen. Sollten wir nicht alles Leid und Sorgen Gott dem Allmächtigen als Sühne und Busse aufopfern für unsere Kleingläubigkeit und unsere Glaubensträgheit? Sollten wir uns nicht vornehmen in Armut und Demut jeden Tag des Lebens der uns noch geschenckt wird , zu verbringen um das Vorbild  unseres Herrn und Meisters Jesus Christus nachzueifern?

Wie schwer es uns doch fällt aus der Machinerie und den schlechten Gewohnheiten und Gedanken dieser Welt zu flüchten zu Jesus und Maria hin, unter ihrem Schutz, geborgen in ihren vereinten Herzen. Daraus würde Friede und Gelassenheit in unser Herz aufsteigen und wir könnten ohne Problem den Nächsten lieben, ihm verzeihen, die linke Backe hinhalten, barmherzig und ganz von uns losgelöst in die kranke Gesellschaft gehen um dort Salz und Licht zu sein. Das Licht Christi und das Salz der neuen Welt die auf uns wachtet, die wir aber schon heute beginnen können aufzubauen! Das Himmelreich auf Erden, wo der der Wille des Vaters sich ausdehnen könnte und Menschen zum Glauben führen könnte.
Lasset uns uns also auf die letzten Dinge vorbereiten indem wir den Heiligen Geist anrufen dass er auf uns komme und in uns die Liebe entzünden wolle, anstelle von Sorgen, Probleme, Machtsucht, Mammonanbetung, Sünde....

in caritas Dei

Dominique 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 19. Juni 2013, 10:08:48
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn,

Sind wir Christen, Agnostiker oder Pharisäer?
Wenn wir Christen sind, woran erkennt ein Fremder dieses Christsein: tragen wir etwas an uns oder in unserem Verhalten das uns als Christen unverwechselbar erkennbar und ansprechbar macht? Welche Kraft ging von Jesus aus so dass die Juden ihn als einen Propheten oder gar Messias erkannten? Er besass eine Macht die in den Augen dieser heutigen Welt eine Ohnmacht wäre, vielleicht sogar eine Schande!
Jesus strahlte Sanftmut, Warmherzigkeit,Gerechtigkeit und ein unerschütterliches Vertrauen in seinen Vater, Jahwe, aus. Und was strahlen wir aus? Meistens Reichtum, Wohlsein, Genusssucht,Macht und Besitztum. Leider schaffen viele von uns es nicht Jesus auf seinem Weg der Demut und Armut zu folgen.
Der heilige Franziskus, und in geringerer Weise der heutige Papst Franziskus, haben diesen Weg gewählt und , tatsächlich, ihr konsequentes Verhalten in Jesu Nachfolge gibt ihnen eine Austrahlung die die Menschen, damals wie heute , verzaubert.
Was kostet es uns wie Franziskus , alles zu verlassen um Jesus zu folgen? Denn das ist der goldene heilige Weg der ins Himmelreich führt. Und dort wollten wir doch hin, als wir uns zum Christsein entschieden haben.
Demnach müssten wir viel viel materiellen Ballast und Sorgen ablegen, uns der Sanftmütigkeit und tätigen Barmherzigkeit verschreiben, und vollstes Vertrauen in unseren Gott haben, den wir ja Papa nennen sollen.
Aber wer kann das? Wer kann alles loslassen um die Armut und Demut zu umarmen? Wie schwierig wird es sein den Verführungen dieser Welt nicht zu unterliegen! Da gibt es nur eine Lösung: das Gebet und die Umkehr, Busse tun und sühnen. Maria hat es in Fatima und Lourdes sooft betont: tut Busse, betet jeden Tag den Rosenkranz, opfert eure Leiden auf und betet den Vater an.
Vielleicht sollten wir uns einmal ehrlich vor einem Gewissensspiegel stellen und uns in Frage stellen: Pharisäer oder echter Christ. Nur so kommen wir ins Himmelreich, oder zumindest wenigstens ins Fegefeuer.

In caritas dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 20. Juni 2013, 09:34:51
Liebe Mitbrüder und Mitschwestern

Wissen wir genau was Sünde ist und wann wir sündigen? Klar ist dass die Sünde uns nicht nur immer mehr von Gottes Wirken in unserer Seele trennt, sie verletzt und beleidigt auch Gott selbst in seiner Liebe. Sie ist der Widerspruch der von uns aus geht gegen Gottes uneingeschränkter Liebe zu uns. Die Sünde , so verstehe ich das, ist ein willentliches Verstossen gegen Gottes Willen der uns alle bei sich ins Himmelreich haben möchte. Wir aber, durch die Sünde, sagen diesem heiligen Willen ab und gehen geblendet oder eigensinnig unseren Weg, der nicht der Weg ist den der Vater in seiner Vorsehung und Güte für uns vorgesehen hat.
Die Sünde ist immer eine Folge des Einflusses Satans, der unseren freien Willen nicht respektiert wie es der Vater tut, sondern diesen benutzt um uns zum Verstoss gegen die Gebote Gottes zu führen. Sehr oft merken wir noch nicht einmal dass wir sündigen so hinterlistig ist das Wirken des Satans.
Um aber nicht zu sündigen müssten wir von morgens bis abends an Gott denken, seinen heiligen Willen immer vor Augen haben, was wir erreichen können wenn wir unter dem Einfluss des Heiligen Geistes stehen. Dieser kann unser Herz aber nur bewohnen, wenn wir im Stande der Gnade sind, also ohne Todsünde sind. Sind wir sicher dass wir in diesem Stand sind? Wann haben wir zuletzt gebeichtet denn nur dieses Sakrament kann uns im Stande der Gnade zurückversetzen.

Der Tod uns das letzte Gericht können uns jederzeit ereilen: versäumen wir es nicht so schnell wie möglich nochmal zu beichten damit der Heilige Geist in uns wohnen kann und uns zum ständigen Gebet mit Gott führen kann.


In caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 21. Juni 2013, 09:27:32
Evangelium nach Matthäus 6,19-23.
Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen,
sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen.
Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Das Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Körper hell sein.
Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muß dann die Finsternis sein!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ambrosius (um 340 - 397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Der arme Nabot
„Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde; sammelt euch Schätze im Himmel“

Du, der du Geld in der Erde versteckst (Mt 25,25), du bist der Kerkermeister deiner Habe und nicht ihr Eigentümer, du bist ihr Diener und nicht ihr Herr. Christus sagt: „Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz“: Mit dem Geld hast du also dein Herz in der Erde vergraben. Verkaufe dein Gold lieber und erkaufe dir das Heil. Verkaufe, was nur Metall ist, und kaufe das Reich Gottes. Verkaufe den Acker und kauf dir das ewige Leben zurück. Damit habe ich die Wahrheit gesagt, denn ich stütze mich auf das Wort dessen, der die Wahrheit ist: „Wenn du vollkommen sein willst, verkaufe deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben“ (Mt 19,21). Sei nicht traurig, wenn du diese Worte hörst und fürchtest, du könntest dasselbe zu hören bekommen wie der junge reiche Mann: „Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen“ (19,23). Mehr noch: wenn du diesen Satz liest, dann denk daran, dass der Tod dir deinen Besitz entreißen kann, dass ein Mächtiger ihn dir gewaltsam nehmen kann. Schließlich wirst du dann nur nach einem kleinen Gut getrachtet haben an Stelle großer Reichtümer. Es sind nur Schätze aus Münzen an Stelle von Schätzen der Gnade. Weil sie von dieser Art sind, sind sie vergänglich statt ewig zu sein.

Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 22. Juni 2013, 11:53:14
Evangelium nach Matthäus 6,24-34.
Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.
Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, daß ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, daß ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung?
Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?
Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.
Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.
Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wieviel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!
Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?
Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles braucht.
Euch aber muß es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.
Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ignatius von Loyola (1491 - 1556), Gründer des Jesuitenordens
Die Exerzitien, 230-234
Betrachtung zur Erlangung der Liebe

Zunächst gilt es zu beachten, dass die Liebe auf Gegenseitigkeit beruht, nämlich dass der Liebende dem Geliebten gibt und mitteilt, was er hat, und dass der Geliebte mit dem Liebenden ebenso verfährt. Die erste Einstellung: Bitten um das, was ich begehre. In unserem Fall: Bitten um innere Erkenntnis der großen empfangenen Wohltaten, damit ich in dankbarem Anerkennen in allem Seine göttliche Majestät lieben und Ihr dienen kann. Der erste Punkt ist: Ins Gedächtnis rufen die empfangenen Wohltaten der Schöpfung, der Erlösung und der besonderen Gaben. Dabei muss ich in liebender Hingabe erwägen, wie Großes Gott unser Herr für mich getan hat und wie viel er mir von dem gegeben hat, was Er besitzt; wie sehr Er folglich danach verlangt, sich selbst mir zu geben, soweit er es in seinem göttlichen Ratschluss vermag. Sodann muss ich mich auf mich selbst zurückbesinnen und wohlbegründet und objektiv erwägen, was ich meinerseits Seiner göttlichen Majestät anbieten und geben muss, nämlich alles, was ich habe, und damit mich selbst, und das alles in großer Hingabe, betend: Nimm Dir, Herr, übernimm meine ganze Freiheit, mein Gedächtnis, meinen Verstand und meinen ganzen Willen, alles was ich habe und besitze; Du hast es mir gegeben; dir, Herr, gebe ich es zurück. Alles ist Dein, verfüge darüber ganz nach Deinem Willen. Gib mir Deine Liebe und Gnade – das ist mir genug.





Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 23. Juni 2013, 11:59:39
Werte Mitchristen

Im heutigen Evangelium steht eine der Kernaussagen Christi zu unserem Heil: "Wer sein Jünger sein möchte, VERLEUGNE sich selbst, NEHME das Kreuz auf sich und Folge ihm nach"
SICH SELBST VERLEUGNEN: oh wie schwer! Dreht sich doch alles um uns. Alles in der Welt ist organisiert um unseren Egoismus zu fördern, um den Individualismus zu stärken, um Spaltung hervorzurufen und Uneinigkeit und Chaos herrschen zu lassen. Wie verleugne ich mich, wie fange ich damit an:  indem ich den Nächsten als mindestens mir ebenbürtig oder sogar über mir erhebe. Denn in jedem anderen lebt Gott. Wenn ich mich selbst verleugne, verschwinden meine Begierden, Lüste, Neid, Eifersucht, Stolz und anstelle treten Demut und Bescheidenheit. Meine Sorgen verschwinden dann auch so wie meine Ängste.
SEIN KREUZ AUF SICH NEHMEN: bedeutet für mich alle Schwierigkeiten, Verfolgungen, Anfechtungen und Bedrohungen die mein Christsein hervorrufen und mich belasten, freudig zu schultern um Jesus nachzuahmen und das Himmelreich schneller möglich zu machen.Das bedeutet für mich auch jeden Schmerz, jede Not und Demütigung in den Augen dieser Welt zur Sühne meiner Sünden und der Sünden der Welt Gott zum Opfer bringen um zu Sühnen und Busse zu tun.
FOLGE MIR NACH: bedeutet für mich sanftmütig und demütig von Herzen zu werden wie es Jesus war, barmherzig und gerecht zu sein um volkommen zu werden wie es der Vater ist. Das bedeutet aber auch täglich intensiv zum Vater zu beten und den ganzen Tag mit dem Herzen mit ihm verbunden zu sein bis zum Tode uns darüber hinaus.

Der Tod oder schwere Krankheit können uns jeden Moment befallen: wie stehen wir da. Sind wir gleich der törichten Jungfrauen unvorbereitet weil wir uns nur um die Geschicke und Verführungen DIESER Welt gekümmert haben, das Öl aber das den Heiligen Geist in unserer Seele darstellt nicht herabgerufen haben durch Gebet und Busse! Werden wir dann auch ausgestossen aus dem Himmelreich um ins Feuer zu landen wo der Wurm niemals stirbt und Heulen und Zähneknirschen vorzufinden sind.
Wenn wir ins Himmelreich wollen, so müssen wir die heutigen Worte des Evangeliums in unser Gedächtnis einbrennen und sie niemals mehr vergessen und in die Tat umsetzen. Dazu benötigen wir vielleicht einen Neuanfang, Umkehr durch eine gute Lebensbeichte solange wir noch Priester haben die allein dazu die Kraft erhalten haben. Wir können uns selbst aus eigener Kraft nicht vollends mit Gott versöhnen...

In Caritas dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 24. Juni 2013, 09:15:49
Wenn wir sterben, werden wir vor Jesus dem richter stehen: Pfarrer Sterninger schildert dieses Geschehen in seinem 8ten Vortrag auf Kathtube:


http://www.kathtube.com/player.php?id=31766 (http://www.kathtube.com/player.php?id=31766)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 25. Juni 2013, 09:35:27
Evangelium nach Matthäus 7,6.12-14.
Gebt das Heilige nicht den Hunden, und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.
Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.
Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm.
Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn.

Hallo liebe Mitchristen

Es ist schon besorgniserregend wenn Jesus selbst sagt dass das Tor das zum Leben führt, eng ist und der Weg schmal, und das wenige ihn finden!!!
Fühlen wir uns in unserer Form des gelebten Christentums nicht zu sicher auf dem richtigen Weg zu sein? Haben wir diesen Weg schon ernsthaft in Frage gestellt: besteht er aus Gebet und Busse, Beichte und Sühne?
Wer das Leben der kleinen Seher von Fatima liest, besonders die letzten Jahre vor ihrem Tod das Leben Jacintas, der erlebt was es heisst zu Sühnen und Opfer zu bringen weil der Herr schon sooft beleidigt wurde. Das Beispiel der Seherkinder von Fatima sollte uns aufrütteln, aus dem Schlaf der Selbstgefälligkeit und Selbsttäuschung in Bezug auf Opfer, Busse und Sühne.Opfern wir jeden Tag jede Tat dem Herrn als Opfer für unsere Sünden und zur Bekehrung der armen Sünder, deren laut Jacinta soviele in die Hölle gehen müssen. Sollte die Schau der Hölle, die Maria ihren Schützlingen geboten hat, uns nicht ein für allemal schaudern lassen und in uns den heiligen Wunsch entstehen lassen, alles zu tun um Gott anzubeten, zu lieben, zu hoffen und zu glauben. Bringen wir jeden Tag alles zum Opfer zur Sühne der Beleidigungen gegen das Heiligste Herz Jesu und dem Unbefleckten Herz Mariä? Haben wir uns von unseren heidnischen Gewohnheiten getrennt und leben ein gottgefälliges Leben?Waren wir endlich beichten?

Wir müssen uns mit aller Mühe anstrengen in den Himmel zu kommen denn es geht nach dem Tod um ein Urteil für die EWIGKEIT: dann gibts kein zurück mehr! Jede Minute auf Erden wurde uns geschenckt um unsere Seele für die grosse Begegnung nach dem Tod , mit Gottes Licht vorzubereiten: sind wir uns dessen bewusst? Oder leben wir wie die Heiden mit dem Gedanken , dass Gott eh barmherzig ist und niemand in die Hölle kommt! Dann erinnert euch immer wieder an die Höllenschau von Fatima: sie war nicht gegeben um die Kinder bang zu machen, sondern um uns die Realität der Hölle und des Himmels vor Augen zu stellen und uns zur Umkehr zu bewegen durch Gebet, Busse und Opfer.

in caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 26. Juni 2013, 09:53:17
Liebe Mitchisten

Inwieweit sind wir uns bewusst wie sehr wir das allerheiligste Herz Jesu verletzen? Haben wir ein Gefühl wie sehr wir Gottvater durch unsere Sünden beleidigen? Ahnen wir wie oft wir gegen den Heiligen Geist sündigen?
Der Alltag hat eine grosse Macht auf uns und zieht uns sehr schnell in den Bann der weltlichen Gedanken und Taten. Wie schnell werden wir lau in unserem Glauben: rufen wir täglich unseren Schutzengel an er soll uns in unserem Glaubenseifer beistehen und stärken. Er wird viel zu oft vergessen als guter Engel den Gott uns zur Seite gestellt hat um den Anfechtungen der Welt und Satans zu widerstehen.
Glauben wir dass es einen Satan gibt und dass dieser alles versucht um uns vom Glauben und Gnadenleben zu entfernen?
Satan weiss dass Gottvater seine irdischen Geschöpfe unermesslich liebt und aus Hass Gott gegenüber unternimmt er alles um uns vom Weg des Heils abzubringen und in die Hölle zu führen.
Deshalb ist es wichtig schon direkt am morgen seinen Schutzengel anzurufen und sich der Grösse und Erhabenheit der Liebe Gottes bewusst zu werden, um ihn den ganzen Tag im Herzen zu verehren: in allem was wir tun müssen wir uns die Frage stellen, ob es Gott so gefällt. Denn Satan läuft umher wie ein brüllender Löwe um nach leichter Beute Ausschau zu halten!
Und was ist mit unserer Vergangenheit: war sie geheiligt und sündenfrei? Wäre da nicht eine Beichte nötig um in der Stunde des Todes im Stande der Gnade zu sein!
Und wann haben wir zuletzt gefastet: Maria empfiehlt uns zweimal wöchentlich zu fasten um Abstand zu halten von den Versuchungen der Welt.
Und wie Jacinta von Fatima in ihrem Todeskampf sagte: Flüchtet den Luxus! Haltet euch fern von jedem Reichtum! Es sind die Sünden des Fleisches die die meisten in die Hölle bringen! Sind wir uns dessen bewusst?
Einmal Sühnen und Busse tun reicht nicht: wir müssen ständig in dieser Gesinnung leben, für unser Heil und zur Bekehrung der armen Sünder!

in caritas Dei

dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: Burouted am 27. Juni 2013, 08:42:24
Evangelium nach Matthäus 7,21-29.
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.
Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, und haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht?
Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!
Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.
Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute.
Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.
Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von seiner Lehre;
denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt 179, 8-9; PL 38, 970
„Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach; sonst betrügt ihr euch selbst“ (Jak 1,22)

Gebt euch keiner Illusion hin, Brüder, wenn ihr eilfertig gekommen seid, das Wort zu hören, aber nicht die Absicht habt, danach zu handeln. Denkt immer daran, dass es gut ist, das Wort zu hören, aber noch viel besser, es in die Tat umzusetzen. Wenn du es nicht hörst, wenn du nicht tust, was du gehört hast, baust du nichts. Wenn du das Wort hörst und nicht danach handelst, baust du eine Ruine... „Wer meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Felsen baute“... Hören und danach handeln, das heißt auf Felsen bauen... „Wer meine Worte hört“, sagt der Herr weiter, „und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus baut“. Auch er baut also, aber was baut er? Er baut sein Haus; weil er aber nicht nach dem handelt, was er hört, hört er vergeblich: er baut sein Haus auf Sand. Hören und nicht danach handeln, ist also so viel wie auf Sand bauen; hören und danach handeln, ist so viel wie auf Fels bauen; nicht hören wollen, heißt weder auf Sand noch auf Felsen bauen... Einer sagt vielleicht: „Wozu soll ich zuhören?... Wenn ich höre, ohne zu handeln, und wenn dann eine Ruine herauskommt – ist es da nicht viel sicherer, gar nicht zuzuhören?... Auf dieser Welt gibt es ständig Regen, Wind und Überflutungen. Baust du nicht aus Angst, dass sie dir den Boden unter den Füßen wegziehen?... Wenn du weiterhin auf nichts hören willst, wirst du gar keinen Schutz haben. Es wird der Regen kommen, und die Fluten werden heranstürzen; bist du dann in Sicherheit?... Überlege es dir gut... Es ist schlecht, nicht zu hören; es ist schlecht, zu hören, ohne zu handeln; es folgt also, dass man hören und handeln muss. Seid daher Menschen, die „nach dem Wort handeln“; gebt euch nicht damit zufrieden, es nur zu hören. Das hieße, sich einer Illusion hingeben.



Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 27. Juni 2013, 08:43:28
Evangelium nach Matthäus 7,21-29.
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.
Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, und haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht?
Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!
Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.
Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute.
Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.
Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von seiner Lehre;
denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt 179, 8-9; PL 38, 970
„Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach; sonst betrügt ihr euch selbst“ (Jak 1,22)

Gebt euch keiner Illusion hin, Brüder, wenn ihr eilfertig gekommen seid, das Wort zu hören, aber nicht die Absicht habt, danach zu handeln. Denkt immer daran, dass es gut ist, das Wort zu hören, aber noch viel besser, es in die Tat umzusetzen. Wenn du es nicht hörst, wenn du nicht tust, was du gehört hast, baust du nichts. Wenn du das Wort hörst und nicht danach handelst, baust du eine Ruine... „Wer meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Felsen baute“... Hören und danach handeln, das heißt auf Felsen bauen... „Wer meine Worte hört“, sagt der Herr weiter, „und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus baut“. Auch er baut also, aber was baut er? Er baut sein Haus; weil er aber nicht nach dem handelt, was er hört, hört er vergeblich: er baut sein Haus auf Sand. Hören und nicht danach handeln, ist also so viel wie auf Sand bauen; hören und danach handeln, ist so viel wie auf Fels bauen; nicht hören wollen, heißt weder auf Sand noch auf Felsen bauen... Einer sagt vielleicht: „Wozu soll ich zuhören?... Wenn ich höre, ohne zu handeln, und wenn dann eine Ruine herauskommt – ist es da nicht viel sicherer, gar nicht zuzuhören?... Auf dieser Welt gibt es ständig Regen, Wind und Überflutungen. Baust du nicht aus Angst, dass sie dir den Boden unter den Füßen wegziehen?... Wenn du weiterhin auf nichts hören willst, wirst du gar keinen Schutz haben. Es wird der Regen kommen, und die Fluten werden heranstürzen; bist du dann in Sicherheit?... Überlege es dir gut... Es ist schlecht, nicht zu hören; es ist schlecht, zu hören, ohne zu handeln; es folgt also, dass man hören und handeln muss. Seid daher Menschen, die „nach dem Wort handeln“; gebt euch nicht damit zufrieden, es nur zu hören. Das hieße, sich einer Illusion hingeben.



Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 28. Juni 2013, 10:15:09
Demut

Herr, erbarme dich meiner
Jesus, sanft und demütig von Herzen, höre mich. Jesus, sanft und demütig von Herzen, erhöre mich
Vom Verlangen, geschätzt zu werden befreie mich, o Jesus
Vom Verlangen, reich zu werden. Vom Verlangen, gesehen zu werden.
Vom Verlangen, gelobt zu werden. Vom Verlangen, geehrt zu werden.
Vom Verlangen, um Rat gefragt zu werden. Vom Verlangen, anerkannt zu werden.
Vom Verlangen, geschont zu werden. Von der Furcht, gedemütigt zu werden.
Von der Furcht, zurückgesetzt zu werden. Von der Furcht, verleumdet zu werden.
Von der Furcht, verspottet zu werden. Von der Furcht, arm zu werden.
0 Maria, du Mutter aller demütigen Herzen, bitte für mich.
Heiliger Josef, Beschützer der demütigen Seelen.
Heiliger Erzengel Michael, der du zuerst die Hoffart niedergeworfen hast.
Alle lieben Heiligen, Muster der Demut - bittet für mich. +


Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 29. Juni 2013, 12:04:17
Liebe Mitbrüder und Mitschwestern im Herrn

Wenn ich das Leben so mancher Heiliger lese oder betrachte, so fällt mir immer auf dass sie zuerst die Demut und Armut umarmt haben. Sie haben alles Irdische verneint um ihr Herz ganz und gar dem Wirken Gottes zu öffnen. Manche von ihnen sind nach ihrem Tod nicht verwest: darunter beeindrucken mich vor allem die Heilige Bernadette Soubirous, die selige Jacinta von Fatima , der Heilige Pater Pio und der Heilige Don Bosco.
Welchen Eifer im Selbstopfern haben diese Heilige uns vorgelebt! Selbstlos bis in den Tod, haben sie sich selbst verleugnet, ihr Kreuz in Form von Leid und Verfolgung auf sich genommen, und sind dem Herrn bis zum Tod für uns alle gefolgt.
Und wir? Wie stehen wir da? Wie leben wir? Was haben wir mit den Gnaden gemacht die uns bei der Taufe mitgegeben wurden? Wir sorgen uns täglich um unser Ansehen, unser Wohlergehen, unsere Finanzen, unser irdisches Schicksal: warum können wir uns nicht so auf Gott fokussieren wie es diese Heiligen taten?
Halten wir uns doch die Endlichkeit unseres irdischen Lebens vor Augen und die damit verbundenen Möglichkeiten unser Heil im Jenseits zu sichern, und rufen wir unseren Schutzengel und Maria um Hilfe an die richtige Einstellung auf Erden, sich ganz auf die göttliche Vorsehung verlassend, zu finden. Machen wir täglich eine Gewissenserforschung um Gott näher zu kommen. Es ist noch nicht zu spät...

in caritas dei


Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 30. Juni 2013, 11:50:18
Sel. Johannes XXIII. (1881 - 1963), Papst
Geistliches Tagebuch, Juni 1957 [vor seiner Wahl zum Papst]
"Ich werde Dir folgen, wohin Du auch gehst"

„Am Abend, schenke uns das Licht.“ Herr, wir leben am Abend. Ich stehe in meinem 66. Lebensjahr, in diesem Leben, das ein großes Geschenk des himmlischen Vaters ist. Drei Viertel meiner Zeitgenossen sind schon ans andere Ufer vorausgegangen. Auch ich muss mich also bereithalten für den großen Augenblick. Der Gedanke an den Tod bereitet mir keine Unruhe... Meine Gesundheit ist hervorragend und noch robust, aber ich darf mir nichts darauf einbilden; ich will mich bereithalten, auf jeden Anruf mit: „Anwesend!“ zu antworten, selbst auf den unerwünschten. Das Alter – auch ein großes Geschenk des Herrn – soll mir eine Ursache schweigender innerer Freude und täglicher Hingabe an den Herrn selbst sein, auf den hin ich mich ausrichte, wie ein Kind auf die Arme, die sein Vater ihm entgegenstreckt.Mein einfaches und mittlerweile langes Leben hat sich abgespielt wie ein Gemeinplatz, im Zeichen der Einfachheit und Reinheit. Es kostet mich keine Überwindung anzuerkennen und zu wiederholen, dass ich nichts bin und zu nichts tauge. Der Herr hat mich bei armen Leuten zur Welt kommen lassen und hat an alles gedacht. Ich aber, ich habe ihn machen lassen... Es ist nur zu wahr, dass „der Wille Gottes mein Friede ist“. Und meine Hoffnung habe ich gänzlich in das Erbarmen Jesu gelegt...Ich denke, dass Jesus, der Herr, zu meiner vollständigen Abtötung und Reinigung, um mich in seine ewige Freude zuzulassen, irgendein Leiden oder irgendeinen körperlichen oder seelischen Schmerz für mich aufbewahrt, bevor ich sterbe. Ach, ich nehme alles frohen Herzens an, wenn es denn nur zu seiner Ehre und zum Heil meiner Seele und meiner lieben geistlichen Kinder gereicht. Ich fürchte mich vor meiner schwachen Widerstandskraft, und ich bitte ihn, mir zu helfen, weil ich kein oder nur geringes Vertrauen in mich selber habe, hingegen volles Vertrauen in Jesus, den Herrn.Es gibt zwei Türen ins Paradies: die Unschuld und die Buße. Wer könnte als zerbrechlicher armer Mensch vorgeben, die erste ganz weit geöffnet vorzufinden? Doch auch die zweite ist ganz sicher. Jesus ist durch die letztere gegangen, mit dem Kreuz auf den Schultern, als Sühne für unsere Sünden, und er lädt uns ein, ihm zu folgen.

Liebe Mitchristen,

Der heilige Papst Johannes XXIII dessen Leichnam übrigens auch nicht verwest ist, zeigt uns ganz klar wie wir ins Himmelreich gelangen. Er nennt zwei Türen: die Unschuld oder Reinheit ist die eine, die aber für die meisten verschlossen ist denn wer kann  schon sagen dass er unschuldig ist, ausser Jesus selbst und Maria. Die andere Pforte ist die BUSSE: wir sollten jedes LEID dass der Herr uns sendet freudig annehmen da es ein Mittel zur Busse ist und uns hier auf Erden erlaubt, den Schmutz von unserer Seele zu verbrennen in der Liebe zu Gott, Schmutz der unsere Seele beim Tod untauglich macht direkt ins Paradies zu gehen. Sind wir dazu bereit das Kreuz zu schultern und freudig zu sühnen wie es die grossen Heiligen uns vorgemacht hat? Wie unermesslich gross wird sich wohl unsere Schuld angehäuft haben Gott gegenüber? Wir können es nur erfahren wenn wir tot sind! So wollen wir sofort beginnen zu Sühnen, Busse zu tun und zu Beichten um die zweite Türe offen zu finden....

in caritas dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 01. Juli 2013, 12:04:54
Liebe Schwestern und Brüder im Herrn

Jesus predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Mk.1,14f)
Ist es nicht erstaunlich und sogar von Gott gewollt, dass bevor Jesus öffentlich auftrat, Johannes der Täufer seine Zeit hatte um den Juden ins Gewissen zu reden, um sie von den Sünden wegzubringen und zur Umkehr zu bewegen. Es war sehr wahrscheinlich unbedingt notwendig dass vorerst das Herz der Juden aufgeweicht werden musste, damit Jesus sein Wort aussäen konnte. Johannes war sozusagen der Pflüger, der die Kruste der Herzen aufbrechen sollte damit dass Wort Gottes wachsen sollte, dass Jesus später verkünden sollte.
Und was begann er zu verkünden? Markus schreibt: Tut Busse und glaubt an das Himmelreich.
Das ist genau unser Thema: Wenn wir an das Himmelreich glauben, dann glauben wir auch an das letzte Gericht und die 3 Orte der Ewigkeit, und wenn es so ist müssen wir logisch und konsequent sein! Wir müssen dann das tun was Jesus uns sagt: " TUT BUSSE"
Und heute sendet Gott wieder einen Johannes den Täufer in Form der Jungfrau Maria: auch sie fordert von uns BUSSE, BUSSE, BUSSE und OPFERGEIST. Sie bereitet das zweite Kommen Jesu in unseren Herzen vor indem sie uns dringend zum Gebet, Fasten, Beichten auffordet und das Meditieren des Evangeliums. Zuletzt erst lädt sie uns zur Eucharistie ein, wenn unsere Seelen wieder würdig geworden sind dass Lamm Gottes selbst in uns aufzunehmen.
Aber hören wir auf Sie? In Fatima hat sie dies gesagt, und die Welt hat sich nicht geändert, und was danach geschah wissen wir ja: Krieg, Kommunismus, Glaubensabfall, Tod. In Garabandal forderte sie dasselbe und beendete die Erscheinungen enttäuscht von der Verweigerung der Welt. In Medjugorje ermahnt sie immernoch und ihre Botschaften werden aufdringlicher, sich dem Herrn im Gebet und Busse zuzuwenden: "Wir sollen uns mit Gott versöhnen" sagt sie dort zu Beginn der Erscheinungen.
Worauf wachten wir noch? Wann beginnen wir zu Büssen und zu Sühnen, zu Opfern und zu Beten?
Gemeinsam sind wir stark um Gott anzubeten und uns gegenseitig zur Umkehr zu bewegen!

in caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 02. Juli 2013, 09:09:28
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn

Was ist Busse? Busse besteht zuerst aus einem Bewusstwerden der eigenen Schwäche und Sündhaftigkeit vor Gott, die sich in den Sünden äussert. Dann sollte in unserem Geist eine Gewissenserforschung der Quellen unserer eigenen  Sündhaftigkeit folgen, die es uns ermöglicht das Übel an der Wurzel zu packen und den Entschluss zu fassen nicht mehr zu sündigen. Sobald die Masse der Sünden , sowie die Schuld die sie vor Gott verursacht hat, und die Strafe die aus dieser Schuld hervorgeht,uns ganz bewusst geworden sind, sollten wir aus Liebe zu Gott unserem Schöpfer der uns immer liebt, zutiefst diese Sünden bereuen , unser Herz zerknirschen, den Mantel der Demut und Reue anziehen, und unser Leben radikal ändern. Wir sollten alles was uns zustösst als Opfer zur Wiedergutmachung vor Gott bringen, und jede Gelegenheit suchen die Schuld und Beleidigung Gottes zu vermindern indem wir nicht nur versuchen nicht mehr zu sündigen, sondern soviel wie möglich Taten der Barmherzigkeit auszuüben und unser Leben radikal zu ändern. Busse sollte weh tun, freudig sollten wir akkzeptieren Opfer zu bringen bei jeder Gelegenheit und soviel wie nur möglich beten um Gott für die begangenen Sünden zu trösten. Maria rief die Seherkinder in Fatima dazu auf Opfer zu bringen um ihren Gott zu trösten, der schon soviel beleidigt wurde.Also sollte unsere Busse aus Fasten, Beten, Taten der Barmherzigkeit und Verehrung der allerheiligsten Herzen Jesu und Maria bestehen, zusammen mit einer Gesinnungsänderung die die Sünde aktiv vermeidet und das Gute sucht.Daraus ensteht Sühne für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt. Dazu helfen die Stossgebete die Maria in Fatima den Kindern gab und die wir täglich sooft möglich beten sollten.

In Caritas dei

dominique   
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 03. Juli 2013, 10:29:01
Liebe Mitchristen

Lasst uns von Pfarrer Sterninger den Weg zur Seeligkeit aufzigen hier auf Gloria . Tv


http://de.gloria.tv/?media=36318 (http://de.gloria.tv/?media=36318)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 04. Juli 2013, 09:52:34
Herr, mein Gott,bin ich auf dem richtigen Weg?

Bin ich auf dem richtigen Weg wenn ich mir Sorgen um die Finanzen und den materiellen Wohlstand mache? Wieso schaffe ich es nicht mich dir ganz zu übergeben wie ein Kind, und meine Sorgen und Ängste , die mich von dir entfernen, als Hindernis zu dir zu erkennen.Ich lebe im Wohlstand und Sicherheit, aber das schliesst mein Herz für deinen Ruf dir zu folgen. Wie gestern in der Katechese von Pfarrer Sterninger hervortrat, gibt es neben den 8 Seligpreisungen , auch Weherufe. Wehe den Reichen und all ihrem Umgang mit der Welt.Ich fühle mich betroffen von diesen Wehemahnungen.
Bin ich arm und demütig, wie ein Kind, so wie Jesus es uns als Vorbild zeigte. Werdet wie die Kinder die ihrem Vater folgen und ihm hörig sind.
Was hindert mich daran wie ein Kind zu werden? Die Sünde ist es in all ihrer Arglist und Tücke. Die Sünde hält mich stolz und machtgierig, verhärtet mein Herz vor dem Leid in der Welt und lässt meine Nächstenliebe erkalten. Ich richte mich meistens nach den Massstäben dieser Welt und vergesse das Evangelium zu lesen und zu meditieren. Auch bin ich ein schlechter Beter, aber das wurzelt in meiner mangelnden Liebe zu Gott und den Nächsten. Ich bin wie der törichte Besitzer, der seine Scheunen abreissen liess um grössere zu bauen um die Ernte einzufahren, wobei er vergass dass er sterblich war und das schon nachts der Richter kommen könnte. O Maria, stärke mein Sündenbewusstsein und meine Bereitschaft umzukehren. Stehe mir als Mutter bei, den richtigen Weg zu finden und zu gehen, so schwierig er auch sein mag. Heiliger Sankt Michael , helfe mir im Kampf gegen den Mammon und seinen Verführungen und lasse mich voll Achtung feststellen:" Wer ist wie Gott". Heiliger Schutzengel, stehe mir auch bei in der Erkenntnis des Guten und der Vermeidung des Bösen. Liebster Jesus, ich vertraue auf Dich.

In caritas Dei

Dominique   
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 05. Juli 2013, 08:39:36
Evangelium nach Matthäus 9,9-13.
Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.
Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ambrosius (um 340 - 397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Kommentar zum Evangelium nach Lukas 5, 16; SC 43
„Folge mir nach"

[Nach der Heilung des Gelähmten] ergeht der Ruf an den Zöllner, sich den Mysterien Christi zuzuwenden. Christus fordert ihn auf, ihm zu folgen: nicht indem er sich auf die Füße macht, sondern indem er in seinem Herzen einen Wandel vollzieht. Und der Mann, der bis dahin aus Handelsware gierig Nutzen zog, der die Strapazen und Risiken der Seeleute rigoros ausbeutete, er verlässt auf einen Zuruf alles. Er, der sich fremden Besitz aneignete, sagt seinem eigenen Besitz Adieu. Er verlässt sein schmutziges Kontor und folgt dem Herrn, ist Feuer und Flamme.

Und er lässt ein großes Festessen zubereiten: Wer Christus in seinem Inneren aufnimmt, wird gesättigt mit grenzenlosem Wohlbefinden und überschäumender Freude. Der Herr nun kehrt gern bei ihm ein und setzt sich an eine Tafel, die von der Liebe dessen, der geglaubt hat, gedeckt worden ist.

Schon erwacht aber die Missgunst der Ungläubigen... und schlagartig zeigt sich der Unterschied zwischen den Jüngern des Gesetzes und den Jüngern der Gnade. Dem Gesetz verpflichtet sein bedeutet, in einem leeren Herzen Hunger haben, der unstillbar ist. Den Logos, das Wort Gottes zuinnerst im Herzen aufnehmen bedeutet, dank überreicher Kost und ewig sprudelnder Quelle immer wieder neu zu werden. Es bedeutet, nie mehr Hunger und Durst zu haben (Joh 6,35).   
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 06. Juli 2013, 11:00:43
Hier einige Bussgebete:

O mein Gott, ich glaube an dich, ich hoffe auf dich, ich liebe dich und bete dich an und bitte um Vergebung für alle die dich nicht lieben, auf dich hoffen, an dich glauben und dich nicht anbeten.

Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in tiefer Ehrfurcht bete ich dich an und opfere dir auf den kostbaren Leib, das Blut, die Seele und die Gottheit deines allerheiligsten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, der anwesend ist in allen Tabernakeln der Welt, zur Sühne und Genugtuung für alle Schmähungen, Gotteslästerungen, Verunehrungen und Sakrilegien denen er dort ausgesetzt ist. Durch die Verdienste seines heiligsten Herzens und auf die Fürsprache der allzeit reinigen Jungfrau Maria bitte ich dich um die Bekehrung aller Sünder.

O mein Jesus, vergib uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, nimm alle Seelen in den Himmel auf, besonders Jene die deiner Barmherzigkeit besonders bedürfen. Amen

Heiliger Vater, ich opfere dir auf den kostbaren Leib, das Blut , die Seele und die Gottheit deines über alles geliebten Sohnes unseres Herrn Jesus Christus zur Vergebung meiner Sünden und die Sünden der ganzen Welt.

Durch sein furchtbares Leiden hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.

in caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: amos am 07. Juli 2013, 07:07:53
Ja, mich ganz zu geben wie ein Kind! Nur so kann ich GOTT verstehen!

Herzliche Grüße und Gottes Segen, amos
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 07. Juli 2013, 11:34:45
Liebe Mitchristen

in Lukas 12,33 bis 35 lesen wir:" Verkauft euren Besitz und gebt ihn als Almosen! Macht euch Beutel die nicht veralten,einen Schatz im Himmel, der nicht versiegt, wo kein Dieb herankommt und keine Motte ihn frist. DENN WO EUER SCHATZ IST, DA WIR AUCH EUER HERZ SEIN"

Schaffen wir das. Können wir wieder arm werden. Jesus sagt"selig die Armen vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich"
Jesus war selbst arm geboren, besass nur eine Kleidung, hatte keinen Ort wo er sein Haupt legen konnte: als er starb hinterliess er ausser seinem Rock nichts worüber man sich hätte streiten können. Diesem grossen Herrn und Meister in seinem Vorbild zu folgen, ist unsere Lebensaufgabe. Gelöst von allem Irdischen brauchen wir auch keine Sorgen und Ängste zu haben, die wie Dornen und Diesteln das Wort Gottes ersticken würden.
O wie entfernt sind wir von diesen Bedingungen! Wie sehr hängt doch unser Herz an unserm Lohn, unsern Ersparnissen und Aktien, unserm Gold, unserer Rentenvorsorge. Unser Kleinglaube drückt sich ja dort aus wo wir Weltmeister sind im Versicherungswesen. Wir schliessen nur irdische Versicherungen ab gegen alles mögliche. Aber gegen den Tod und die Hölle können wir uns nicht versichern.
Da kommt es auf ein Entblössen an, ein Geben, ein Spenden, ein Loslassen von den Gütern dieser Welt. Der jetzige Papst Franziskus versucht uns dies zu vermitteln.
Darum müssen wir auf Maria hören und die Armut und Demut umarmen wie sie es getan hat! Wir müssen viel büssen, Sühnen, Fasten, Taten der Barmherzigkeit tun, AUS LIEBE ZU GOTT UND SEINEM SOHN UND AUS DANKBARKEIT FÜR SEINE ERLÖSUNG. Tun wir dies nicht, verschmähen wir das Erlösungswerk Christi und die damit verbunden Rettung.Deshalb betet, betet, betet und tut Busse soviel ihr könnt und trennt euch vom Mammon! Denn da wo euer Schatz ist, ist auch euer Herz! Betet um Himmels Willen das goldene Kalb nicht an.

In Caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 08. Juli 2013, 09:13:43
Liebe Mitchristen

Als Mittel der Rettung ist der Rosenkranz im Kernpunkt des Vortrages von Pfarrer Sterninger zur Busse und Sühne auf Kathtube:

http://www.kathtube.com/player.php?id=23502 (http://www.kathtube.com/player.php?id=23502)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 09. Juli 2013, 09:46:17
In seinem zweiten Teil über seine Katechese des Rosenkranzes wird Pfr Sterninger noch klarer wieso der Rosenkranz ein Mittel zur Busse und Reue ist und Wiedergutmachung auf Kathtub:


http://www.kathtube.com/player.php?id=23553 (http://www.kathtube.com/player.php?id=23553)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 10. Juli 2013, 08:37:29
Liebe Mitchristen

Die Sünde ist die resolute Abweisung Gottes. Leider gebehen wir sie zu leichtfertig und unbewusst, wie wir unserem Schöpfer damit Leid und Schmerz zufügen. Nicht nur die Todsünden trennen und von der heiligmachenden Gnade, sondern auch die lässigen Sünden haben eine Eigendynamik durch welche sie immer mehr Sünden möglich machen um letztendlich uns zu einer Todsünde zu verführen. Verantwortlich sind dafür die Teufel und Dämonen deren Auftrag es ist uns von dem guten Weg abzubringen und Gott zu beleidigen, um letztendlich in die Ewige Verdamnis zu landen.
Der Schutzengel steht dagegen zu unserer Seite um uns zum Guten zu helfen und uns Gottes Willen erkennen zu lassen. Die Königin der Engel, Maria, unsere Mutter, kann nicht tatenlos zusehen wie ihre Kinder immer mehr verloren gehen. Daher erscheint sie seit 1830 zuerst in Paris mit einer miterlösenden Aufgabe und steht als Gnadenspenderin, Mittlerin und Miterlöserin zu unserer Seite.
Eine gute Möglichkeit von der Sünde und dem Ewigen Tod beschützt zu werden ist sich ihr zu weihen und die ersten Samstage im Monat ihr zu Ehren und zur Sühne der ihr gegenüber begangenen Verunehrungen zu halten.
Wir wissen  nicht wann uns die letzte Stunde schlägt, deshalb lade ich euch zur Busse und Sühne auf jeden Tag aufs Neue und euch unter den mächtigen Schutz Mariens gegen Satan zu stellen.Anregungen dazu findet ihr auf den Seiten von ZDW.

IN Caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 11. Juli 2013, 08:31:43
Litanei zum Heiligen Erzengel Michael

Herr, erbarme dich unser. Christus, erbarme dich unser
Herr, erbarme dich unser, Christus höre uns. Christus, erhöre uns.
Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser. Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist. Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser.
Heilige Maria, Königin der Engel, bitte für uns
Heiliger Michael, voll der Weisheit Gottes.
Heiliger Michael, vollkommener Anbeter des Wortes Gottes.
Heiliger Michael, mit Ruhm und Ehre gekrönt.
Heiliger Michael, du mächtiger Fürst der himmlischen Heere.
Heiliger Michael, du Fahnenträger der Heiligsten Dreifaltigkeit.
Heiliger Michael, du Wächter des Paradieses.
Heiliger Michael, du Führer und Tröster des Volkes Israel.
Heiliger Michael, du Glanz und Stütze der streitenden Kirche.
Heiliger Michael, du Ehre und Freude der triumphierenden Kirche.
Heiliger Michael, du Licht der Engel.
Heiliger Michael, du Bollwerk der Rechtgläubigen.
Heiliger Michael, du Kraft derer, die unter dem Kreuzesbanner kämpfen.
Heiliger Michael, du Licht und Vertrauen der Seelen in der Sterbestunde.
Heiliger Michael, du sichere Hilfe.
Heiliger Michael, unser Helfer in allen Widerwärtigkeiten.
Heiliger Michael, du Herold des ewigen Urteilsspruches.
Heiliger Michael, du Tröster der Armen Seelen.
Heiliger Michael, von Gott beauftragt, die Seelen nach dem Tode zu empfangen.
Heiliger Michael, unser Fürst.
Heiliger Michael, unser Fürsprecher.
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr.
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr.
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erbarme Dich unser, o Herr.
Bitte für uns, heiliger Erzengel Michael,du Fürst der Kirche Christi.
Auf dass wir würdig werden seiner Verheißungen.
Herr Jesus Christus, gib uns deinen Segen und verleihe uns auf die Fürbitte des heiligen Erzengel Michael jene Weisheit, die uns lehrt, für den Himmel Schätze zu sammeln und die ewigen Güter den zeitlichen vorzuziehen. Der du lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen +

Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: Logos am 11. Juli 2013, 21:48:32
Zitat
Seien sie bitte nicht enttäuscht, wenn Sie lesen, dass Moscheen, Synagogen und Kirchen Spielzeuge sind für eine noch nicht erwachsene Menschheit.

Der Christus, an den ich glaube,  ;mqghfgt hat die Kirche gegründet. Daraus schließe ich, dass der Autor einen anderen meint.

Zitat
Es wird einem bei der Lektüre bewußt, dass Christus lebt und bei uns ist.

Natürlich ist ER bei uns und zwar im Allerheiligsten.


Zitat
Ich kann dieses Buch deshalb empfehlen,

Das ist Esoterik pur!
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 12. Juli 2013, 08:29:45
Zu Lebzeiten erschien Pater Pio an verschiedenen Orten und verschiedenen Personen durch das Phänomen der Bilokation. Auch nach seinem Tod erfolgen solche Erscheinungen. So ist er auch einer begnadeten Seele erschienen und übergab ihr folgende Botschaften.

Erste Botschaft an die Welt von heute

Lieber Mitbruder!

Schreibe! Fürchte dich nicht! Ich bin Pater Pio. Es lebe Jesus,
der König, der Herr des Weltalls! Vom Thron meiner Herrlichkeit
sende ich dir mein Wort, der du im stürmischen Meer dieses
Lebens bist, das im Schlamme jeglichen Unrates versunken ist.

Ich, Pater Pio, Liebhaber des Gekreuzigten, lebendiges Abbild
seines gekreuzigten Lebens, darf dir bekanntgeben, was mir
unmittelbar nach meinem Tod begegnet ist. Der gerechteste,
liebenswürdigste, allmächtige Gott hat es gefügt, dass meine
Seele, nach meinem Hinscheide, noch drei Tage zu Füßen des
Tabernakels weilen sollte, um alle Ehrfurchtslosigkeiten zu sühnen,
die meinetwegen vor dem Allerheiligsten begangen wurden. Diese
drei Tage der Anbetung zu Füßen des Tabernakels haben die Heiligkeit,
die mir die ewige Heiligkeit, die mir die ewige Güte Gottes verliehen hat,
nicht beeinträchtigt.

Im Augenblick meines Heimganges habe ich im Lichte Gottes
die Notwendigkeit eines einzigen, vollkommenen Sühneaktes erkannt,
als Genugtuung für alle Mängel an Verehrung, die während vieler Jahre
die Seelen meinetwegen in Gegenwart des Allerheiligsten begangen haben. Die gottliebende Seele erkennt dies im Lichte der ewigen Sonne, und sie stürzt sich von selbst in einen letzten Akt der Liebe und Sühne. Daher die Notwendigkeit der drei Sühnetage! Zur selben Zeit bin ich gewürdigt worden, Christus ähnlich zu sein bis zum Eintritt in die leuchtende Herrlichkeit, die mir zugedacht war. Ist nicht auch Jesus drei Tage und drei Nächte im Grab gelegen? Und ist nicht der unbefleckte Leib unserer lieblichsten Mutter drei Tage und drei Nächte auf Erden geblieben? Unerforschlicher Rat Gottes, den der Mensch nur schwer zu erkennen vermag!

Doch während die heilige Seele Jesu die beseligende Herrlichkeit seiner Gottheit im Schoße des himmlischen Vaters genießen durfte, waren die drei Tage zu Füßen des Tabernakels für mich schmerzvoll. Dann aber erhob sich meine Seele zur Anschauung des allerheiligsten Gottes empor, von Stufe zu Stufe. Dann durcheilte ich die letzte Stufe, wo sich meine Seele in die Geheimnisse des himmlischen Reiches ergoss.

Durch überreichen Lohn für die vielen durchgestandenen Schmerzen will ich nicht erwähnen. Wäre es mir möglich gewesen, hätte ich es vollzogen, bis zum Ende der Welt auf Erden zu weilen, um die Beleidigungen gegenüber einer so großen Majestät zu sühnen und um noch andere Seelen zu retten.

Ihr gleichgültigen Seelen, bereichert doch euer Dasein! Sammelt Schätze für das ewige Leben!

Meine Mission wird fortdauern. Ich werde nicht untätig bleiben. Ich werde die mir anvertrauten, liebgewonnenen Seelen weiterhin führen. Die Glaubensschwachen werde ich stützen. Ich werde solange bei euch sein, wie es Gottes Wille fügen wird!

In schweren Anliegen ruft mich an in diesem stürmischen Tränental.
Ich werde euch helfen und beistehen, damit euer Glaube nicht wanke
und ihr Gott, der euch aus dem Nichts erschaffen hat, die Ehre gebt!

Im Himmel stehe ich in ständiger Zwiesprache mit Gott für das Heil der Seelen. Vor allem rufe ich die Königin des Himmels und der Erde an: zusammen mit U.L. Frau erfülle ich meine Mission. Auf Erden herrscht heute große Verdorbenheit. Es ist aber auch die Zeit einer großen Barmherzigkeit Gottes, der immer darauf wartet, dass Jesu unendliche Verdienste ausgewertet werden.


FEGFEUER und HIMMEL

Ich habe dir gesagt, dass ich das Fegfeuer zu Füßen des Tabernakels abgebüßt habe. So hat es Gott gefallen. Ich hätte noch mehr und noch anders leiden können. Mein Fegfeuer habe ich auf Erden abgebüßt. Durch die Wundmale des Gekreuzigten gezeichnet, stand meine Seele in ständiger Qual, ähnlich derjenigen, die Jesus am Kreuz gelitten hat. Nur durch den Beistand des Herrn habe ich solange leben können! Möchtest du wissen, wie groß meine Verherrlichung ist? Du wirst dir nur eine schwache Vorstellung davon machen können!

Es gibt Himmelsfreuden, die stets neu entdeckt werden und die die Seele immerfort entzücken! Doch nicht allen ist die gleiche Herrlichkeit zugedacht. Die Seele, die mehr geliebt, mehr gelitten und sich in echter Reinheit bewährt hat, diese Seele ist fähig, das herrliche Geheimnis des himmlischen Jerusalems zu erkennen. Ich befinde mich an der Seite meines lieben Vaters Franziskus, von Seraphim und Cerubim umgeben, im Jubelsang der Liebe und Verherrlichung.

Auf Erden lebt man ohne Glauben oder nur mit einem schwachen Glauben.

Wer immer dem Herrn nahe ist, sollte mehr wirken für das Heil der Seelen und seine Seele mit Verdiensten schmücken. Selig die Seelen, emsigen Bienen gleich, die die ewige Herrlichkeit erlangen, geschmückt mit der Krone des Lebens!

Statt dessen will man das Leben genießen, und man sündigt
drauflos! Und doch gibt es unerbittliche göttliche Drohungen.
Der ganze himmlische Hof fleht anbetend die göttliche Allmacht
an, sich zu sänftigen. Darum betet auch ihr und bringt Opfer!

DIE MACHT des GÖTTLICHEN LEBENS

Alle sagen: Pater Pio ist tot! Doch wie kann von Tod gesprochen werden,
wenn jemand das wahre Leben erlangt hat? Die unsterbliche Seele verlässt ihre Hülle, um die wahre Glückseeligkeit zu genießen. Tot sind jene, die fern von Gott leben, ohne das wahre Leben zu besitzen, die göttliche Gnade. Die Seele, die der Gnade abgestorben ist, lebt in der Finsternis! Das göttliche Leben durchwirkt Leib und Seele. Daher ist das Wort "Tod" für die wahren Jünger falsch. Man sollte von einem "Übergang" von "einer Reise ins Vaterhaus" reden!

In der Welt wird viel gereist, wobei die Seele in der armseligen Hülle herumgeführt wird. Es sind also die geistigen Kräfte der Seele wirksam. Wehe denen, die nicht wissen, was es heißt, von der Erde zum ewigen Leben einzugehen!

Man empfindet große Angst, weil man wirklichkeitsfremd lebt;
dadurch wird dem Menschlichen zu große Bedeutung eingeräumt,
und man fristet ein Leben voller Halbheiten!

Liebt das wahre Leben, das euch zu Christus führt! Das Fleisch
soll als Werkzeug dienen, um den Weg zur Ewigkeit wertvoll zu
gestalten. Seid furchtlos! Wer recht zu pilgern versteht, wird
zum Triumphe gelangen. Es ist der Triumph der unsterblichen Seele
über die sterbliche Hülle, die einst glorreich auferstehen wird,
um die himmlische Seligkeit zu genießen.

Je mehr man den Leib im Zügel hält durch Abtötung der sinnlichen Triebe,
desto mehr dient er dem Guten und um so herrlicher wird er erstrahlen
in der seligen Ewigkeit. Der Tod ist kein Tod für den, der das Leben
Christi gelebt hat, sondern Leben. Die Seele ist der lebensspendende
Mittelpunkt des ganzen menschlichen Seins. Kaum vom Leibe getrennt,
fliegt sie einem Pfeile gleich zu Gott, zur Quelle des Lebens, um
ein Leben ohne Ende zu beginnen. Angesichts dieser Wirklichkeiten
sollten die im Stande der Gnade lebenden Seelen keinen Schrecken
empfinden beim Herannahen der letzten Stunde, die sie vor Gottes
Angesicht führt, und beim Gedanken an die Begegnung mit ihrem
Schöpfer.

RICHTET NICHT!

Viele haben mich als vierschrötigen, zornmütigen Menschen gehalten.
Hier der Grund! Wie viele Kämpfe musste ich bestehen gegen den Feind
der Demut, der mir hart zusetzte, so dass ich bisweilen heftig reagieren
musste. Man darf daher einen Menschen, der in Demut lebt und alles zur
Ehre Gottes tut, nicht leichtfertig richten.

ZUM UNBEFLECKTEN HERZEN EMPOR!

Mein lieber Bruder in Christus und mit Christus! Ich empfehle dir in der
gegenwärtigen Stunde, die Verehrung der hehren Mutter Gottes und unserer Mutter immer stärker zu fördern! Wärest du im Himmel, wo du das Unreine im Herzen des Menschen erkennen kannst, das die göttlichen Pläne umstürzen möchte, die durch die Erlösung und Mitwirkung des Unbefleckten Herzens Mariens offenbar wurden, dann würdest du, wenn es dir möglich wäre, dich auf die Erde stürzen, um die unfehlbare Wahrheit des menschgewordenen Wortes Gottes zu offenbaren, das im reinsten Schoß Mariens, unter Mitwirkung des heiligen Geistes, Fleisch geworden ist. Selbst wenn du das, was immer auf Erden vorgeht, erkennen würdest, könntest du es dennoch nicht ganz erfassen, da dir das ewige Licht Gottes noch nicht leuchtet. Welch angstvolle Bestürzung - menschlich gesprochen - bewirkt in uns die göttliche Gerechtigkeit, die handeln möchte angesichts der Verachtung und Verhöhnung der ewigen Majestät!


Du, mein Bruder, möchtest erkennen, wie die Seligen zugleich
glücklich und angstvoll bestürzt sein können. Da wir selige
Himmelsbewohner sind, wisse, dass wir, um uns verständlicher
machen zu können, uns gleichsam vermenschlichen müssen.
War nicht auch das Wort Gottes gezwungen, Mensch zu werden,
um die Menschen zu retten? Es ist daher nicht zu verwundern,
wenn wir Gefühle des Schmerzes kundtun und wenn wir erschüttert
sein werden angesichts des großen, furchtbaren Unheil, das die
ganze in Schuld versunkene Menschheit treffen und wovon es kein
Entrinnen geben wird.

Nehmen nicht auch die Engel, obwohl sie reine Geister sind,
menschliche Gestalt an, wenn sie euch erscheinen? Bei Gott
ist alles möglich! Wie die Erlösung Gott Opfer gekostet hat,
wird auch das Unheil schmerzvoll sein, damit der Mensch der
Abscheu bewusst werde, die Gott beim Anblick der menschlichen
Schuld empfindet. Wenn am blauen Himmel die Sonne lacht, freut
sich der Mensch, da er ungehindert seiner Arbeit nachgehen kann;
ist aber ein Gewitter im Anzug, dann sucht er einen Unterschlupf
...., so er will.

Wie viele verabscheuungswürdige Unzucht wird getrieben! Die
Bösen möchten ihre Verdorbenheit dadurch tarnen, dass sie
die Gebote und die Eigenschaften Gottes verwischen und oder
verleugnen. Doch die Welt wandelt in Finsternis!

Es gibt keinen Ausweg mehr. Sie sollte noch schlimmer als Sodom
und Gomorrha bestraft, ja vernichtet werden! Säume nicht, etwas
Himmelslicht in die Seelen zu tragen! Dieses Licht sollten in
erster Linie die gottgeweihten Seelen empfangen - die modernisierten -,
die das himmlische Manna mit Tierfutter verwechseln!

DIE GOTTGEWEIHTEN VORAN!

Was wird in der Welt geschehen? Unsere himmlische Seligkeit
wird schmerzlich erschüttert, denn wir alle haben liebe
Angehörige auf Erden. Beeile dich! Die Zeit zum Überlegen
ist vorbei! Schreibe, rede, rüttle die Herzen auf, die im
Schmutz versinken!

Es sind vor allem die geweihten Mitbrüder, die das
"Brot des Lebens" verbittern, denn ihr Verhalten
geht in Verwesung über! Welch traurige Zuversicht!
Welch babylonische Verwirrung!

Die Stunde ist äußerst ernst! Und sie werden die ersten sein,
die vom Unheil ereilt werden, denn durch sie geschieht so viel
Böses in der Welt!

Entfalte dein Programm:

1. Künde der Welt die Unversehrtheit der allerseligsten Jungfrau Maria:

2. Künde, dass die gottgeweihten Seelen, die nicht den Weg
der Keuschheit und der jungfräulichen Enthaltsamkeit beschreiten
wollen, nicht würdig sind, den Dienst Gottes am Tabernakel zu versehen.

Sie müssen viel beten, Buße tun, mehr die Nähe des eucharistischen Heilands pflegen, mehr Einsatz und Hingabe an den Tag legen!

Es braucht Opferseelen, die Sühne leisten, Seelen, die ganz Hostie,
ganz rein sind. Die Leiden reiner Seelen dringen in den Himmel.

Die Gläubigen sollten nicht schlafen! Sie sollen die Interessen
ihres Schöpfers vertreten! Die sinnlosen Zerstreuungen sollten
sie meiden! Das lange Sitzen vor dem Fernsehen! Entbehrungen
tun not! Buße und Eifer für die Ehre Gottes!

Wandelt in Gottes Gegenwart!

Ich empfehle dir, der Welt noch zwei weitere Anliegen bekanntzugeben, die für die himmlische Seligkeit von grosser Bedeutung sind.

1. Wenn es uns möglich wäre, auf Erden zurückzukehren. möchten wir jene kleinen und grossen Zeitversäumnisse ausfüllen, die ihr durch Zeitverschleiss verursacht. Gott hat den Menschen nicht erschaffen, damit er sich in der Zeit verliert, sondern damit er sich in und durch die Zeit retten und heiligen möge im Hinblick auf die himmlische Heimat, die uns allen verheissen ist. Die In der Sünde verlorene Zeit ist es, die nach und nach zur Hölle führt.

2. Das zweite Anliegen: Zeige die Notwendigkeit, in Gottes Gegenwart zu leben ! Der Herr selber sprach zu Abraham, als er ihn zum Vater einer grossen Nachkommenschaft machte: · Wandle in meiner Gegenwart und sei vollkommen! Josef, Sohn des Jakob, als er im Hause Putiphars zum Bösen versucht wurde, widerstand entschieden mit den Worten · Wie sollte ich in Gottes Gegenwart Böses tun können? · In der Folge wurde er verleumdet und in den Kerker geworfen. Doch der Herr war mit Josef und er belohnte ihn, indem er ihn beim Kerkermeister Gnade finden liess, der ihm die Häftlinge anvertraute, die seinen Befehlen gehorchten. Zudem schenkte ihm der Herr die Gabe der Prophezeiung und so konnte er befreit und Vizekönig Ägyptens werden.

Die keusche Susanna, zur Sünde gereizt, antwortete mit einem entschiedenen Nein, da sie wusste, · Gott sieht mich! Die enttäuschten Versucher verleumdeten sie und verlangten die Todesstrafe. Der Herr aber belohnte sie und sandte den Propheten Daniel, der die Verleumdung aufdeckte. So wurden die Verleumder bestraft, sie aber freigesprochen.

Diese von Skandalen schwangeren Letztzeiten schaffen äußerst ernste Zustände! Man lebt, wie wenn Gott nicht existieren würde, und jene, die vom göttlichen Dasein Kenntnis haben, suchen dem Auge Gottes zu entfliehen, damit sie in ihrer sündhaften Freiheit nicht gestört werden. Wie viele Seelen weiden sich an dem, was ich in San Giovanni Rotondo gewirkt und gesagt habe; sie ziehen aber nicht die notwendigen Folgerungen daraus!

Der Tabernakel: Quelle des Lebens!

Ich bitte dich, dränge auf die Liebe, damit die Ganzhingabe Jesu an die Seelen in diesen ein lautes Echo finden möge! Vor allem eine dankbare, gelebte Liebe zum eucharistischen Heiland! Der Tabernakel ist die Quelle des Lebens! Ist Stütze , Friede, Hilfe, Trost für die niedergebeugten Seelen. Man soll mit lebendigem Glauben zu Jesus gehen, nicht bloss gewohnheitsmässig, sonst entschwindet er gleich wieder unserm Bewusstsein. Aus dem Glauben leben, so dass dieser lebendige Glaube die Seele zu himmlischen Dingen emporträgt und sie den irdischen entzieht.

Die Welt ist ein Übergang. Man soll kämpfen, um sich allem Vergänglichen zu entwinden. Wenn sich die Seelen nicht oft dem eucharistischen Feuer nahen, bleiben sie ausgemergelt, ohne Eifer, lau und schmucklos. Wie sollte Jesus von diesen Seelen getröstet werden können, da sie sich nicht über die geschaffenen Dinge zu erheben vermögen?

Man muss sich immer wieder bewusst werden, wie man Gott lieben und ihm dienen kann. Wenn doch die Seelen die grosse Gabe Gottes, durch die er lebendig unter uns wohnt, kennen und schätzen würden! Wie ganz anders würde man leben! Vom Tabernakel wird uns jeder Schatz zuteil! Die Seele ist beglückt und lebt in Gott verwandelt! Wer keinen Hunger, keinen Durst nach dem lebendigen Gott empfindet, lebt ein leeres, dunkles Leben, das keinen Auftrieb erfährt!

Öffnet ihm die Herzenstür!

Man schreibt mir Wunder, Prophezeiungen, Bilokationen, Wundmale usw. zu. Doch ich war nichts weiter als ein unwürdiges Werkzeug des Herrn. Ohne himmlischen Regen bringt die Erde nur Disteln und Dornen hervor. In irgendeiner Form muss sich Jesus irgendeiner Seele bedienen, um der Welt sein Dasein und seine Allmacht zu beweisen. Vielen Seelen hat der Herr viele Gnaden gewährt; dann aber hat er sie zurückgenommen, denn er will, dass man sich ihrer würdig erweist. Der Same muss spriessen. Das Erdreich muss fruchtbar sein.

Man muss Gott, der anklopft, hereinlassen. Wenn man Ihm aber die Herzenstür nicht grossmütig auftut.., geht er vorüber..., wird er nicht Wohnung nehmen. Man muss Bereitschaft zeigen Das ist Pflicht. Alles übrige tut er, und er tut es gut. Die Seele aber, die von Gott heimgesucht werden will, muss sich vom Lärm der Welt zurückziehen. Der liebe Gott hat mich gefunden... in der Einsamkeit und im Gebet. Er hat an meiner Herzenstür geklopft, und ich habe ihn aufgenommen, überzeugt, dass es meine Pflicht sei, Gott, der mich erschaffen hat, zu empfangen.

Gott zu lieben ist die höchste Lebenspflicht! Und das habe ich schon als Kind verstanden, wie es auch heute noch Kinder verstehen, die die Welt noch nicht verdorben hat. Die Familien sind es, die dem Licht der Sonne die Tür verschliessen. Es sind die zeitverschleissenden Eltern um das Fernsehen herum, umgeben von ihren Kindern! Sie sind nur mehr auf interessante Sendungen erpicht und kümmern sich nicht um ihre Kleinen, die soviel Gift in ihre unschuldigen Herzen aufsaugen..., und so geht der Herr vorüber!

Das ist unsere heutige Zeit! Vorübergang Gottes, dem man die Freiheit des Rastens verwehrt! Und dann..., arme Familien, die aus ihrem Haus eine Hütte der Revolte machen. Ich habe durch Gottes Gnade meine Lebenstage ausgefüllt, und ich glaube, meine Pflicht erfüllt zu haben, indem ich der Ewigen Liebe all das gegeben habe, was sie auf dem Kreuzweg mir geschenkt hat.

Wenn man nur wüsste, wie Gott jede kleinste Liebestat hundertfach belohnt!

Wallfahrten verpflichten zum Apostolat!

Die vieltausend Personen, die trotz aller Unbill und Opfer mich in San Giovanni Rotondo besucht haben, frage ich: Habt ihr euer Verhalten geändert? Welche Früchte habt ihr reifen lassen durch die Begegnungen mit einem armseligen Diener Gottes ? Wenn ihr euch geändert hättet, hättet ihr der Welt das Licht gebracht. Eure Begegnungen mit mir haben wenig Früchte gezeitigt, ansonst die Welt sich nicht ständig verschlimmern würde! Bedenkt: wenn der Same unter der Erde nicht stirbt, treibt er keine Wurzeln. Wenn der Mensch nicht allen Gelüsten des Fleisches abstirbt, kann er das Leben nicht besitzen.

Die Folgen der Erbsünde

Im irdischen Paradies haben Mann und Frau dem teuflischen Kampf des Stolzes nicht widerstanden, und sie wurden besiegt und fielen in die Krallen Satans. Ihre Sünde kam über die ganze Nachkommenschaft bis zum Ende der Weit. Somit lebt der Kampf, durch die Sünde verursacht, immer neu auf.

Wie ein entarteter Vater, der ein schändliches Leben führt, durch sein schlechtes Beispiel auch seine Kinder entartet, so hat Adam die Welt entartet, so hat Adam die Welt entartet!

Was ich dir nun mitteile, lieber Bruder, magst du unbehindert verbreiten, denn es ist höchste Zeit, dass die Menschheit erwache und nicht weiterlebe im Schlamm der Schuld dass sie die Allmacht des dreimal heiligen Gottes anerkenne und dass aus ihrem Herzen Milch und Honig fliesse und nicht Groll! Der Mensch ist es, der die Strafgerichte auf sich herabzieht durch seine Rebellion gegen den Allerhöchsten! Der Mensch, von Gott sich selbst überlassen, schreitet zum Abgrund der Verlorenheit.

Mein Vermächtnis!

Schreibe auch dieses!

Man erwägt zu wenig die grosse Bedeutung der Seele, wenn sie vor der unendlichen Majestät des Richtergottes erscheinen muss! Selbst Heilige wurden, obwohl sie einen hohen Heiligkeitsgrad erreicht hatten, für einige Augenblicke von der ewigen Herrlichkeit zurückgehalten wegen gewisser Dinge, die dem menschlichen Auge als ein Nichts gelten. Jede Seele muss nach den vom Herrn empfangenen Talenten wirken !

Mein Bruder, ich übergebe dir dieses Vermächtnis: das Kruzifix, die Eucharistie, das Unbefleckte Herz Mariens und die zu rettenden Seelen !

.                                                                                                                                                                   

Zweite Botschaft
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: Guido am 12. Juli 2013, 10:53:55
Vielen Dank LOGOS, Dein Beitrag ist sehr interessant.

Guido
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: Logos am 12. Juli 2013, 18:28:36
Hallo Guido,

was gibt es denn sonst groß noch dazu zu sagen - sprechen die von mir erwähnten Punkte nicht für sich? Es ist zudem nicht nur nicht-katholisch sondern unbiblisch, wenn der Autor lehrt, dass die Wiederkunft nicht materiell-physisch zu verstehen sei, sondern als ein "Erwachen des Glaubens".
Ich frage mich, Guido, warum Du auf einem katholischen Forum bist, wenn Du einem Yogi mehr glaubst als der katholischen Lehre? Oder tust Du es gerade doch nicht und möchtest, dass hier Deine letzten Zweifel zerstreut werden?
Hast Du es schon vergessen, wie oft wir in der Bibel vor Irrlehren gewarnt werden?

Denn es werden sich erheben falsche Christusse und falsche Propheten, und werden geben große Zeichen und Wunder, zu verführen, wäre es möglich, auch die Auserwählten. (Matthäus 24,24)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 13. Juli 2013, 11:49:30
Pater Pio spricht zur Welt -Teil 2

Wirket, ehe es zu spät ist!

Die Seele wird ernten, was sie gesät hat. Bedenkt dies gut ! Strebt einem edlen, fruchtbaren, unvergänglichen Ziel entgegen und verabscheut nicht das Leiden, das euren Lebensweg begleitet, um euch zu läutern. Um ein bequemes Leben zu fristen, um dem Vergnügen nachzujagen, um alles geniessen zu können, verliert ihr den Frieden und die Ruhe, und ihr gerät in einen Sog, der alles zu verschlingen droht. Verzichtet auf unerlaubte und überflüssige Dinge. Das Leiden ist es, was das Leben verdienstvoll macht. Je mehr man das Leben schätzt, desto mehr gilt es. Doch keine bloss menschliche Bewertung, die nur das schätzt, was den Sinnen front, sondern eine Bewertung, die euch Gott finden lässt in einem Leben des Glaubens, der Liebe zu Gott und zu den Menschen. Nähert euch oft den von Gott selbst eingesetzten Sakramenten !

Es spricht zu euch jener, der auf Erden das Leben eines Gekreuzigten lebte, eines Märtyrers des Leibes und des Geistes, um Seelen zu Christus zu führen.

Und ihr wollt ein genussreiches Leben führen, unbekümmert um das wichtigste Ziel eures Lebens, die Rettung eurer Seele.

Wendet euch eurem Schöpfer zu ! Tretet euren Gegnern kühn entgegen ! Macht die diabolisch aggressiven Mächte und Kräfte wirkungslos ! Seid Verfechter der Unauflöslichkeit der Ehe!

Es gibt nur ein wahres Gesetz : Gott. die Kirche, die Gesellschaft in ihren konkreten Beziehungen.

Meine Botschaft möge Vertrauen wecken. Nehmt sie nicht leicht! Dankt Gott, der sich freut, in eurer Mitte zu sein, um euch zu ermutigen. Seitdem ich von der Erde geschieden bin, ist bis auf den heutigen Tag ein grosser Schritt zum Schlimmeren gemacht worden. Finsternis bedeckt das ganze Angesicht der Erde. Ich will euch daran erinnern. wie euer Verhalten nach eurem Verderben ruft. Ihr beschleunigt die Zeit der Strafgerichte. Statt die göttliche Gerechtigkeit zu entwaffnen, legt ihr ihr die Waffen in die Hand für die entscheidende Schlacht.

Ich wiederhole es euch von neuem Betet! Betet! Betet ! Geht zu eurem Heiland, der am Kreuze hängt, ganz verwundet und blutüberströmt für eure Rettung, für euer Heil. Macht seine unendlich kostbaren Verdienste fruchtbar. Lasst allen Undank, alle Gefühllosigkeit ! Entzündet in euren Herzen die Flamme der wahren Liebe zu Christus! Liebt ihn, der euch liebt! Zerreisst die Ketten der Sünde, die euch fesseln und knebeln. Erweckt einen Glauben, einen tiefen, echten Glauben, der euch zu einem Handeln anleitet, das eines wahren Lebens würdig ist. Verwerft alles, was euch von Gott, von der Kirche, von den Sakramenten entfernt. Werft euch vertrauensvoll zu Füssen und in die Arme des himmlischen Vaters! Er wird euch aufnehmen. Eine reumutige Seele weist er nie zurück. Sagt ihm aus ganzem Herzen:  Herr. was willst du, dass Ich tue ?

Dabei wird das Unbefleckte Herz Marieris euch eine grosse Hilfe sein. Maria ist der letzte Rettungsanker für ihre verlorenen Kinder. Wie klagt und blutet ihr mütterliches Herz, euch fern von Jesus zu sehen. Eilt vertrauensvoll zu ihr, damit sie euch zu Jesus zurückführe. Sie wird euch zum Heile führen.

Vergesst nicht, wie ihr mich In San Giovanni Rotondo besucht habt, und handelt nach meinen vielen Ratschlägen. Mein sichtbar gekreuzigtes Leben rühre euer Herz für die Rettung der Seelen.

Ich bete für alle und segne alle.

Euer Pater PIO



Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 14. Juli 2013, 11:29:28
Liebe Mitchristen,

Es bedrückt mich sehr Teil zu sein von dieser gottlosen neuheidnischen Gesellschaft: nicht nur weil ich Teil davon bin und von ihr mitgerissen werde, sondern weil ich durch das Nachahmen iherer Ziele und Trends selbst an der Sündenmasse schuld bin, die in ihr begangen wird.
Lasst uns unsere Analyse der dramatischen Weltsituation am Sonntag selbst beginnen: Wieviel Menschen gehen noch zur Messe? Und von diesen, wieviel mit brennender Liebe und eifrigem Glauben? Wieviel sind echt im Stande der Gnade? Wieviele empfangen den Leib Chrsiti unwürdig ohne Gnade? Wieviele arbeiten am Sonntag? Wieviele betrinken sich am Sonntag, betrügen ihre Partner, verehren den Tag des Herrn nicht durch tätige Glaubensakte und Gebete? Wer sieht noch im Tag des Herrn ein ihm geweihter Tag der Besinnung und des Gebetes ? Früher fanden Sonntags nachmittags immer Andachten oder Anbetungen statt: dies ist alles verschwunden wodurch der sonntag immer mehr ein Sportevent oder Shoppingtag oder Fernsehtag geworden ist!
Aber gerade diesen Tag mit Gott zu füllen und mit geistigen Übungen würde uns auf die Woche vorbereiten und unseren Glauben stark und wachsam, ja aktiv und barmherzig machen.Wir würden eine neue Demut und Armut vor Gottes Grösse entdecken...
Denken wir auch Sonntags manchmal über unseren Seelenstand nach? Wieviel Sünde habe ich auf den Schultern meiner Seele gelegt? Wann habe ich sie zuletzt bereut in einer Beichte? Niemand weiss nämlich wann die letzte Stunde schlägt!
Liebe Mitchristen, ich lade euch ein zu versuchen den Sonntag wieder mehr zu heiligen und diesen Tag für Gott und die Familie zu opfern. Dies kann nur positive Auswirkungen auf unser Seelenheil haben und in uns einen Geist der Reue, Busse und Sühne erwecken!

in Caritas dei


Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 15. Juli 2013, 08:22:06
Evangelium nach Matthäus 10,34-42.11,1.
Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;
und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein.
Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.
Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.
Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.
Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.
Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - amen, ich sage euch: Er wird gewiß nicht um seinen Lohn kommen.
Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog er weiter, um in den Städten zu lehren und zu predigen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Johannes Tauler (um 1300-1361) Dominikaner in Straßburg
Predigt 59, 4. Predigt zur Kreuzerhöhung
„Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen“

Denken wir über die Zusage des Herrn nach, dass er „alles an sich ziehen“ will (Joh 12,32 Vulg). Wer alles an sich ziehen will, muss zuerst alles sammeln. So verhält sich unser Herr. Er ruft den Menschen zunächst aus seinem Ausschwärmen und Abschweifen zurück und lässt ihn seine Sinne, seine Fähigkeiten, Worte und Taten sammeln und im Inneren seine Gedanken, seine Gesinnung, und Einbildungskraft, seine Wünsche und Neigungen, seinen Verstand, seinen Willen und seine Liebe sammeln. Wenn so alles gut gesammelt ist, zieht Gott den Menschen an sich; denn zuerst musst du dich trennen von allen äußeren oder inneren Besitztümern, an die du dich gebunden hast und die dein ganzes Wohlgefallen gefunden haben. Diese Abtrennung ist ein mühsamer Kreuzweg, umso mühsamer, je fester und inniger die Bindung gewesen ist... Warum hat Gott es zugelassen, dass kaum ein Tag und eine Nacht dem vorhergehenden Tag und der vorhergehenden Nacht gleicht? Warum ist das, was dir heute bei der Andacht hilfreich war, morgen keinerlei Hilfe mehr? Warum sind in dir eine Menge Bilder und Gedanken, die zu nichts führen? Liebes Kind, nimm dieses Kreuz von Gott an und trag es; es würde dir ein durchaus liebenswertes Kreuz werden, wenn du diese Prüfungen Gott anheimstellen könntest, sie von ihm in echter Hingabe annehmen und ihm dafür danken könntest: „Meine Seele preist in allem die Größe des Herrn“ (vgl. LK 1,46). Ob Gott nimmt oder gibt – der Menschensohn muss am Kreuz erhöht werden. Liebes Kind, lass das alles, bemühe dich vielmehr um wirkliche Hingabe...; und denk eher daran, das Kreuz der Versuchung anzunehmen, als nach der Blume der geistlichen Süße zu verlangen... Unser Herr hat gesagt: „Wer mein Jünger sein will, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (Lk 9,23).



Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 16. Juli 2013, 08:32:18
Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe
A Simple Path
Wir sind aufgerufen uns dafür zu entscheiden, zu lieben und geliebt zu werden

Wir sind nicht schlecht geboren: alle Menschen habe etwas Gutes in sich. Die einen verbergen es, die anderen gehen nachlässig damit um, aber das Gute ist da. Gott hat uns geschaffen, damit wir lieben und geliebt werden. Gott stellt uns auf eine Art Prüfstand, ob wir den einen oder den anderen Weg einschlagen wollen. Wenn wir es versäumen zu lieben, kann es so weit kommen, dass wir zum Bösen unser „Ja“ sagen – und dann wird es uns nicht bewusst, wohin uns das führen kann... Wir sind glücklicherweise in der Lage, alles durch das Gebet zu überwinden. Wenn wir uns Gott zuwenden, verströmen wir Freude und Liebe über alle Menschen in unserer Umgebung. Wenn sich dagegen das Böse eines Menschen bemächtigt, kann dieser Mensch das Böse um sich herum verbreiten. Wenn wir mit einem solchen Menschen in Kontakt stehen, müssen wir alles tun, um ihm zu helfen und ihm zu zeigen, dass Gott um ihn besorgt ist. Lasst uns intensiv darum beten, dass er das Gebet wiederentdeckt, dass er Gott wieder in sich selbst wahrnimmt und ihn wieder in den Anderen findet... Wir sind alle von der gleichen, liebenden Hand geschaffen. Die Liebe Christi ist in der Welt immer stärker als das Böse. Wir müssen also lieben und geliebt werden. So einfach ist es, und dahin zu gelangen dürfte es auch keinen allzu großen Kampf kosten.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 17. Juli 2013, 09:27:02
Liebe Mitchristen

Jetzt ist Sommerzeit und in der Kirche eine Art Ruheperiode zwischen den Festen. Dies bemerkt man direkt wenn man die Messbesucherzahlen ansieht: sie gehen immer herunter von Juni bis Oktober. Aber gibt es eine Ruhezeit im Leib Christi. Leidet Christus nicht gleichermassen für uns auf den Altären und in den Tabernakeln der Welt wie er es zu Weihnachten oder Ostern tut. Das Leiden unseres Herrn war von solch einer Unmenschlichkeit und Grösse dass es nicht mehr übertroffen werden kann. Und das auch in den Sommermomaten!
Aber warum werden wir dann noch lauer als sonst?Sind wir uns des rechtfertigenden Opfers Christi während der Wandlung noch zu Genüge bewusst? Gehen wir eher als Besucher zur Messe oder als Teilnehmender an diesem Opfer? Tragen wir durch eigene Opfer und Sühne und Busse zum Opfer Christi bei?
Welches Opfer bringe ich in Demut heute dem Herrn dar zur Bekehrung der Sünder und zur Tröstung unseres Herrn? Welche Gebete werde ich heute verrichten zur Anbetung und Verherrlichung Gottes? Bin ich mir zu Genüge bewusst dass jede Minute auf Erden mir geschenckt wird zur Busse, Sühne, Erlangen von Ablässen für mich und Andere, besonders jetzt wo es in der Welt heiss zugeht  was den Frieden angeht und die widernatürliche Gleichstellung der Homosexualität mit der von Gott gegebenen Heterosexualität?
Die Schar derer die noch an die Macht des Opfers, der Demut und des Gebetes glaubt ist sehr klein geworden: wir sollten gegen den Strom schwimmen und für all unsere Brüder im Irrtum Opfer bringen. Lasset uns Gutes tun ohne Belohnung dafür, ohne Gegenleistung zu erwarten, lasset uns einen Schmerz stillschweigend ertragen, lasset uns den BHRosenkranz um 15 Uhr und den Heiligen Rosenkranz als Sühneopfer beten, verbringen wir wieder täglich eine Viertelstunde in Anbetung vor dem Tabernakel um all den Sünden entgegenzutreten die diesen Sommer begangen werden und all den Ungerechtigkeiten in den Gesetzgebungen der Länder die gegen Gottes Gesetz verstossen werden, einen Ausgleich zu bieten!

In Caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 18. Juli 2013, 08:58:32
Liebe Mitchristen

Ich füge heute den Anfang der Seite von ZDW über die durchaus heilsbringende Praxis der Ablassgewinnung bei, da diese Sühnepraxis für uns alle , insbesondere die Verstorbenen, heilsbringend ist!



Zur Ablassgewinnung

Führer zur Innerlichkeit, Trost beim Tode, Freund der Armen Seelen.

Die Bedingungen für die Gewinnung von Ablässen sind neu geregelt worden, wodurch die bisherigen Ablassbestimmungen außer Kraft getreten sind. Das Enchiridion Indulgentiarum liegt in deutscher Übersetzung in zwei Taschenbüchern vor: Handbuch der Ablässe (93 Seiten) und Gebete und Übungen (86 Seiten, Rosenkranzverlag München).

Der Ablaß ist die außersakramentale, von Gott gewährte Nachlassung der zeitlichen Sündenstrafen, die nach der Vergebung der Sündenschuld (in der Beichte usw). zurückgeblieben sind.

Daß auch nach der Sündenvergebung noch Strafen abzubüßen und Überbleibsel der Sünden zu tilgen bleiben können, zeigt ganz deutlich die Lehre vom Reinigungsort (Hb 61). Vergleiche z. B. 2 Kon 12, 13, f: ,,Da sprach David zum Propheten Nathan: ,Ich habe gegen den Herrn gesündigt‘. Nathan entgegnete: ,Gut, der Herr vergibt dir deine Sünde.. . Weil du aber den Herrn durch diesen Frevel offen verhöhnt hast, muß der Sohn, der dir geboren wird, des Todes sterben.“ In der HI. Schrift finden sich viele Beispiele, wo nach Vergebung der Sünde noch eine zeitliche Schuld und Strafe bleibt. Außer der Nachlassung der Sünde und Wiederherstellung der Freundschaft mit Gott muß auch die Beleidigung Gottes gesühnt werden und müssen alle persönlichen, gesellschaftlichen und zur allgemeinen Ordnung gehörenden Güter, die durch die Sünde geschädigt oder zerstört worden sind, vollgültig wiederhergestellt werden.

Die Kirche (der Papst als Stellvertreter Christi) verwaltet und erteilt als Dienerin der Erlösung den Genugtuungsschatz Christi und der Heiligen.

Der Ablaß ist teilweise oder vollkommen, je nachdem er von zeitlicher Sündenstrafe teilweise oder vollständig befreit.   

Dem Gläubigen, der wenigstens reuevollen Herzens das mit einem Teilablaß versehene Werk vollbringt, wird mit Hilfe der Kirche soviel Nachlaß zeitlicher Sündenstrafen gewährt, als er selbst bereits durch sein eigenes Handeln empfängt.

Sowohl die Teilablässe als auch die vollkommenen Ablässe können fürbittend den Verstorbenen zugewendet werden.

Wer einen Ablaß gewinnen will, muß getauft und darf nicht exkommuniziert sein.

Damit ein Ablaß gewonnen werden kann, muß zumindest die allgemeine Absicht dazu vorliegen (z. B.: Man kann zum Morgengebet hinzufügen: Ich will heute alle Ablässe gewinnen, die ich gewinnen kann). Ein Vollablaß kann nur einer je Tag gewonnen werden (weitere Werke erwirken Teilablässe). Teilablässe können mehrere am Tage gewonnen werden.

Ein Vollablass kann nur gewonnen werden, wenn das Werk (z.B.: 1 Rosenkranz, oder 1/2 Std. euchar. Anbetung) und folgende drei Bestimmungen erfüllt werden:

a) sakramentale Beichte mit entschlossener Abkehr von jeder Sünde (eine gilt für mehrmals (z.B. 14 tägige Beichte für täglich einen Vollablaß),

b) hl. Kommunion

c) Gebet nach Meinung des HI. Vaters  und ein Ave Maria und ein Vaterunser, oder ein anderes Gebet, weiters ist erfordert, daß der Ablaßgewinner frei von jeglicher Anhänglichkeit an irgendwelche, auch läßliche (!) Sünde ist. Fehlt die volle Dispositio oder eine der vorgenannten Bedingungen, so wird kein voller, sondern nur ein teilweiser Ablaß erlangt.

Die drei Bedingungen können an mehreren Tagen, vor oder nach Verrichtung des vorgeschriebenen Werkes, erfüllt werden. Wenn die Gewinnung eines Ablasses mit einem bestimmten Tag und dem Besuch einer Kirche verbunden ist, so gilt zur Gewinnung der Zeitraum vom Mittag des vorhergehenden Tages bis zur Mitternacht des bestimmten Tages (zum Kirchenbesuch kommt meist noch die Bedingung von einem Vaterunser und einem Glaubensbekenntnis dazu)

Von den vielen Möglichkeiten zu bestimmten Anlässen Vollablässe zu gewinnen, seien hier nur besonders vier erwähnt, durch die der Gläubige an jedem Tag des Jahres einen Vollablaß gewinnen kann:

Ein Vollablaß täglich kann gewonnen werden durch Erfüllung der vorgenannten drei Bedingungen mit einem der folgenden Werke, entweder

1.   mit Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes wenigstens eine halbe Stunde lang; oder

2.   mit andächtiger Lesung der HI. Schrift, wenigstens eine halbe Stunde lang; oder

3.   mit der Kreuzwegandacht (an amtlich errichteten Stationen! Für verhinderte Kranke genügt eine halbe Stunde Betrachtung des Leidens Jesu); oder

4.   mit dem Beten des Rosenkranzes (5 Gesätzchen) in einer Kirche, in der Familie, oder in einer Gemeinschaft.

Neben den Bedingungen für Vollablässe seien hier noch drei allgemeine Möglichkeiten erwähnt, mittels derer jeder Gläubige, ohne die obigen drei Bedingungen (Beichte, Kommunion, Gebet nach Meinung des hl. Vaters), jeden Tag mehrere Teilablässe gewinnen kann! Durch diese soll der Gläubige aufgefordert werden, die Handlungen, die sein tägliches Leben erfüllen, mit christlichem Geist zu durchdringen. Er soll in seiner Lebensführung nach der vollkommenen Liebe streben.

1.  Demjenigen Gläubigen wird (jedesmal) ein Teilablaß gewährt, der in seiner Pflichterfüllung und in den Mühen des Lebens seine Seele in demütigem Vertrauen zu Gott erhebt und damit wenigstens im Geiste irgendein Stoßgebet verrichtet (z. B.: Jesus, alles für Dich)

2.  Ein Teilablass wird dem Gläubigen gewährt, der vom Geiste des Glaubens geleitet, sich selbst oder seine Güter im Dienste der notleidenden Brüder hingibt. (Hiermit werden die Gläubigen angespornt, nach dem Beispiel und dem Auftrag Christi die Werke der Liebe und Barmherzigkeit häufiger zu üben. Jedoch werden nicht alle Liebeswerke mit einem Ablaß versehen, sondern nur jene, die ,,im Dienste der notleidenden Brüder“ geschehen, also um den Körper zu speisen oder zu bekleiden oder um die Seele zu unterweisen und zu trösten.)

3.  Ein Teilablass wird dem Gläubigen jedesmal gewährt, sooft er einer eigentlich erlaubten und ihm auch angenehmen Sache freiwillig aus Bußgesinnung entsagt (Lieben heißt opfern, verzichten).

Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 19. Juli 2013, 08:40:29
In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder. Seine Jünger hatten Hunger; sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon.
Die Pharisäer sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.
Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren -
wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote aßen, die weder er noch seine Begleiter, sondern nur die Priester essen durften?
Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, daß am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen?
Ich sage euch: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel.
Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt;
denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Dem Hl. Makarius, dem Ägypter (? - 390), Mönch, zugeschrieben
Homilie 35
„Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat“

In dem Mose gegebenen Gesetz ... ordnete Gott an, dass alle am Sabbat ausruhen sollten und keinerlei Arbeit verrichten dürften. Der Sabbat aber war „ein Abbild und Schatten“ (Hebr 8,5) des wahren Sabbat, den der Herr der Seele gewährt. Die Seele, die des wahren Sabbats für würdig befunden ist, stellt tatsächlich ihre beschämenden und erniedrigenden Tätigkeiten ein und erholt sich davon. Befreit von allen Werken der Finsternis, feiert sie den wahren Sabbat und genießt echten Frieden. Einstmals gab es die Vorschrift, dass sogar die vernunftlosen Tiere sich am Sabbat ausruhen sollten. Weder durfte der Ochse unter das Joch gezwungen werden, noch der Esel Lasten tragen; denn selbst die Tiere ruhten sich von der schweren Arbeit aus. Als der Herr einer von uns wurde und uns den echten und ewigen Sabbat schenkte, brachte er der Seele Frieden, die, von der Last der Sünde niedergedrückt und grausamen Herren ausgeliefert, Werke der Ungerechtigkeit vollbrachte. Er hat sie befreit von der unerträglichen Last eitler und gemeiner Gedanken, vom bitteren Joch ungerechter Werke, und hat ihr Frieden verschafft. Der Herr ruft den Menschen tatsächlich zum Ausruhen auf und lädt ihn ein: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen“ (Mt 11,28). Und alle Seelen, die ihm vertrauen und sich ihm anheimgeben... feiern einen echten, köstlichen und heiligen Sabbat, ein geistliches Fest in unbeschreiblicher Freude und Fröhlichkeit. Sie schenken Gott einen reinen Gottesdienst, einen Gottesdienst, der, weil er aus einem reinen Herzen hervorgeht, ihm gefällt. Das ist der echte, heilige Sabbat.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 20. Juli 2013, 12:04:31
Liebe Mitchristen

Wie leichtfertig gehen wir mit unseren Sünden um? Wie schnell haben wir eine Rechtfertigung bereit um unser Gewissen zu betäuben und uns der Sünde preis zu geben? Wie stark ist eigentlich noch die Stimme unseres Gewissens die wir durch die Gewohnheit der Sünde auf still gestellt haben? Lassen wir noch zu dass Gottes Wort und Gesetz und Jesu Lehre unser Gewissen ernähren und stärken so dass es sich gegebenenfalls frühzeitig melden kann wenn wir zu einer Todsünde verführt werden?
Wer von uns kann sagen dass er ohne Todsünde ist? Wer von uns kann behaupten rein zu sein?
Wir müssen ständig auf der Hut sein vor Satan und seinen Dämonen die uns Gleichgültigkeit der Sünde gegenüber stillschweigend so einflössen, dass unser Gewissen einschläft und sich kaum mehr Gehör schaffen kann in den Versuchungen denen wir in dieser Welt massiv ausgesetzt sind! Oder wer kann sagen dass er nicht schon mindestens einmal eine schwere Sünde durch eine pseudobarmherzige Tat gerechtfertigt hat?
Es herrscht momentan Hitze und eine Art Ferienstimmung die unsere Moral so wie so stark angreift und schwächt: mehr denn je müssen wir jetzt auf der Hut sein vor dem brüllenden Löwen der umherirrt um uns zu zerfleischen und in die ewige Verdamnis zu zerrren!
Mehr denn je heisst es jetzt beten, beten, beten und Busse tun für uns und fÜr alle Sünden die jetzt in der Welt begangen werden.

in Caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 21. Juli 2013, 13:37:46
Liebe Mitchristen

Sucht zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch vom Vatergegeben...
Ist Gott uns immer präsent in unserem Tagesgeschehen? Haben wir Ihn und seinen Willen immer vor Augen wenn wir beschäftigt sind? Sind wir bereit unser Gewissen zu schärfen, damit es uns nicht gleichgültig werden lässt der Todsünde gegenüber um seinen Ausdrücken in unserer Gesellschaft Widerstand zu leisten?
Unheimlich werden in unserer Gesellscheft, unseren Nationen, Gesetze gewählt, die die Sünde unglaublich machen: die Abtreibung legalisiert den Mord von Millionen von Geschöpfen Gottes, die Gesetze zur Homo-Ehe lassen die Praxis der Homosexualität als legitim erscheinen, die Euthanasie fördert den Mord, Genmanipulation an Stammzellen verschmähen den Schöpfer, verkaufsoffene Sonntage stellen den Tag Gottes im Lichte des Mammon usw...und wir leben in solchen Demokratien die sich der Kultur der Sünde und des Todes verschrieben haben.
Wie wiederstehen wir solchen "demokratischen" Gesetzen? Erheben wir unsere Stimme um zu protestieren? Oder fügen wir uns ein in den Strom des Zeitgeistes und lassen uns davon beeinflussen?
Hier ist gerade die Praxis der widergutmachenden Sühne und Busse für alle Sünder angebracht: ich lade uns ein zu diesen Buss und Sühneakten zur Vergebung der Sünden! Gott beruft uns zu diesem Opfer, folgen wir seinem Ruf der Selbstverleugnung, nehmen wir unser Kreuz auf uns und folgen wir ihm nach...

in Caritas dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 22. Juli 2013, 09:49:49
Liebe Mitchristen

Lasset uns diese Woche alle Widerwärtgkeiten, alles Leid und jede Demütigung dem Herrn als wohlgefälliges Opfer bringen, samt unseren Gebeten, zur Widergutmachung aller Sünden und Beleidigungen die wir und die ganze Welt dem Herrn zufügen werden." Betet, betet, betet und tut Busse", sagte Maria in Fatima...

In caritas dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 23. Juli 2013, 09:07:54
Liebe Mitchristen,
Sind wir uns der Ausmasse des Leidens unseres Herrn in der Todesnacht und der daraufolgenden fürchterlichen Vorgänge überhaupt bewusst? Meditieren wir einmal die Woche, wenn möglich Freitags, den Kreuzweg und rufen wir uns damit dieses Leiden ins Gedächtnis?Wenn wir uns nur ein Hunderstel dieser Leiden vorstellen können, und verehren sie, und beten Jesus dafür danksagend an, so vollbringen wir schon ein Opfer für die Rettung der armen Sünder!
Lasset uns ab dieser Woche mindestens einmal den Schmerzhaften Rosenkranz beten und den Kreuzweg meditieren zur Sühne und Genugtuung für unsere Sünden ud die Sünden der gaanzen Welt!

in caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 24. Juli 2013, 09:20:40
Evangelium nach Matthäus 13,1-9.
An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees.
Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer.
Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.
Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie.
Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war;
als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.
Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.
Wer Ohren hat, der höre!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Isaak der Syrer (7. Jahrhundert), Mönch in Ninive, bei Mossul im heutigen Irak
Abhandlung über die Askese, 1. Reihe, Nr. 32
„Hundertfache Frucht“

Wie schon die Väter wussten, gelangt alle Macht der von Gott den Menschen gegebenen Gesetze und Gebote in der Reinheit des Herzens zur Vollkommenheit. Demgemäß finden auch alle Formen und Weisen des Gebets ihre Vervollkommnung im reinen Gebet. Seufzen, sich zu Boden werfen, auf Knien flehen, wehklagen – alle Formen, die das Gebet annehmen kann, finden tatsächlich im reinen Gebet ihr Ende... Der Reflexion ist der Boden entzogen: kein Bittgebet mehr, keine Emotion, keine Klage; Verzicht auf Macht und eigenen Willen; kein Flehen, kein Begehren, keine Freude an dem, was sich die Seele in dieser oder in der kommenden Welt erhofft. Nach dem reinen Gebet gibt es kein anderes mehr... Jenseits dieser Grenze ist nur noch Staunen, kein Gebet mehr. Das Beten hört auf, die Kontemplation beginnt... Das Gebet ist die Aussaat, das Ernten der Ähren die Kontemplation. Der Schnitter bestaunt das Unfassbare: Wie konnten doch vor seinen Augen aus den kleinen, nackten Körnern, die er gesät hat, unversehens solch üppige Ähren sprießen? Der Anblick seiner Ernte lässt ihn geradezu erstarren... Wie es kaum unter mehreren Tausenden von Menschen den einen gibt, der, um eine reine Seele zu erlangen, die Anordnungen und Anliegen des Gesetzes etwas weniger schlecht als Andere erfüllt, so findet sich unter tausend Menschen nur einer, der bei großer Wachsamkeit würdig wird, zum reinen Gebet zu gelangen, also jene Grenze zu überschreiten und hinter dieses Geheimnis zu kommen. Denn es ist nur Wenigen und nicht Vielen gegeben, das reine Gebet kennen zu lernen.





Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 25. Juli 2013, 08:42:20
Evangelium nach Matthäus 20,20-28.
In jener Zeit kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte.
Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, daß meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen.
Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es.
Da antwortete er ihnen: Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat.
Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder.
Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, daß die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen mißbrauchen.
Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein,
und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein.
Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt zur Weihe eines Bischofs, Guelferbytanus Nr. 32; PL 2, 637
„Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?“

„Christus hat sein Leben für uns hingegeben. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben“ (1 Joh 3,16)... Jesus hat zu Petrus gesagt: „Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wird dich ein anderer gürten und dich führen, wohin du nicht willst...“ (Joh 21,18). Das Kreuz hatte er ihm vorhergesagt, die Passion. „Geh hin“, sagt der Herr, „weide meine Schafe, leide für meine Schafe.“ So verhält sich der gute Bischof. Anderenfalls, ist er kein Bischof... Höre auch noch folgendes Zeugnis. Zwei seiner Jünger, die Brüder Johannes und Jakobus, die Söhne des Zebedäus, hatten es beide auf die ersten Plätze abgesehen, zum Nachteil der anderen... Der Herr sagte darauf zu ihnen: „Ihr wisst nicht, um was ihr bittet“, und fügte hinzu: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?“ Was für einen Kelch, wenn nicht den Kelch der Passion?... Und sie, gierig nach höheren Würden, vergaßen, wie schwach sie waren, und sagten sofort: „Wir können es“. Darauf antwortete er ihnen: „Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat“... Er bewies so Demut; es wird tatsächlich alles, was der Vater in die Wege leitet, auch vom Sohn in die Wege geleitet... er hat sich klein gemacht. Er, der Schöpfer, wurde geschaffen als einer von uns; er hat uns geschaffen, aber wurde selber für uns geschaffen. Gott vor der Zeit, Mensch in der Zeit: Gott hat den Menschen von der Zeit befreit. Der große Arzt kam, um unsere Krebskrankheit zu heilen...; er ist gekommen um uns durch sein Beispiel vom Stolz zu befreien. Auf das müssen wir beim Herrn achten: wir müssen auf seine Demut schauen, aus dem Kelch seiner Demut trinken, ihn nicht mehr loslassen, uns in ihn hineinversetzen. Es ist leicht, edle Gedanken zu haben; leicht, sich an Ehrbezeigungen erfreuen; leicht, auf Schmeichler zu hören und auf Lobhudler. Aber Beleidigungen zu ertragen, Demütigungen geduldig hinzunehmen, für den zu beten, der uns verletzt (Mt 5,39.44): das ist der Kelch des Herrn, das Festmahl des Herrn.



Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 26. Juli 2013, 08:25:37
Evangelium nach Matthäus 13,18-23.
Hört also, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet.
Immer wenn ein Mensch das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt alles weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; hier ist der Samen auf den Weg gefallen.
Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt,
aber keine Wurzeln hat, sondern unbeständig ist; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er zu Fall.
In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort zwar hört, aber dann ersticken es die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum, und es bringt keine Frucht.
Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 27. Juli 2013, 11:52:09
Liebe Mitchristen,

Was macht unseren Glauben, unsere Hoffnung, unsere Liebe so schwach? Ist es ein Mangel an Pflege? Beten wir genug und mit Überzeugung zu Gott?Lesen wir genug geistliche Lektüre? Wenn diese drei Tugenden nicht vorhanden sind, wie sollen wir uns da vor der Sünde schützen? Es kommt auf ein geregeltes Beten an, beginnend morgens wo wir Gott danken und uns ihn in unser Bewusstsein rufen sollten, damit wir den ganzen Tag an ihn und seinen Willen für uns denken. Er ist und soll das Zentrum unseres Daseins sein! Ohne ihn geht nichts und wenn wir das nicht glauben und leben , dann sind wir eine leichte Beute für Satan! Nur ein vom Heiligen Geist bewohntes Herz scheut und hasst die Sünde. Wer die Sünde nicht hasst, der liebt Gott nicht genug oder gar nicht! Da hilft Furchrt allein gar nichts. Zur Stärkung biete ich euch dne ersten Teil eines VOrtrags Pfarrer Sterningers an der auf Kathtub über das Endgericht redet.


 
 http://www.kathtube.com/player.php?id=32010 (http://www.kathtube.com/player.php?id=32010)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 28. Juli 2013, 11:38:46
Liebe Mitchristen

Hier der zweite Teil der Katechese Pfr. Sterningers über die Auferstehung und das Weltgericht auf Kathtube:

http://www.kathtube.com/player.php?id=32064 (http://www.kathtube.com/player.php?id=32064)
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 29. Juli 2013, 08:21:01
Evangelium nach Johannes 11,19-27.
In jener Zeit waren viele Juden zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten.
Als Marta hörte, daß Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus.
Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.
Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
Marta sagte zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag.
Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?
Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, daß du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt 103, 1.5; PL 38,613
„Eine Frau namens Marta nahm Jesus in ihrem Haus auf“

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40)... für dich, Marta, ist das ein beruhigendes Wort. Du bist in deinem Dienst gesegnet und wirst als Belohnung den Frieden erhalten, nach dem du verlangst. Jetzt beschäftigt dich Vielerlei; du reichst dem sterblichen Leben der Menschen die notwendige Nahrung – selbst wenn es Heilige sind. Wenn du aber am Ende unseres Weges in der Heimat angekommen bist, wirst du dann Fremde aufnehmen können? Hungernden zu essen und Dürstenden zu trinken geben? Kranke besuchen, Streitende versöhnen, Tote begraben? All das wird nicht mehr sein. Was werden wir dort vorfinden? Du wirst dort das vorfinden, was Maria gewählt hat; denn dort oben sind wir es, die mit Nahrung versorgt werden, und wir brauchen niemandem mehr zu essen geben. Dort oben wird sich erfüllen, was Maria auf Erden gewählt hat, als sie die Brosamen auflas, die vom reichen Tisch des Wortes Gottes fielen. Möchtest du wissen, wie es dort oben zugeht? Der Herr sagt es uns, wenn er von seinen Dienern spricht: „Amen, ich sage euch, der Herr wird sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen“ (Lk 12,37).




Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 30. Juli 2013, 09:20:12
Evangelium nach Matthäus 13,36-43.
In jener Zeit verließ Jesus die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.
Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn;
der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen;
der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel.
Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein:
Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben,
und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Katechismus der Katholischen Kirche
§ 760-769 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten“

„Die Welt wurde auf die Kirche hin erschaffen", sagten die Christen der ersten Zeiten (Hermas, vis. 2,4,1) [Vgl. Aristides, apol. 16,6; Justin, apol. 2,7]. Gott hat die Welt auf die Teilnahme an seinem göttlichen Leben hin erschaffen. Diese Teilhabe kommt dadurch zustande, daß die Menschen in Christus versammelt werden, und diese „Versammlung" ist die Kirche. Die Kirche ist das Ziel aller Dinge [Vgl. Epiphanius, her. 1,1,5]. Selbst die schmerzlichen Ereignisse wie der Fall der Engel und die Sünde des Menschen wurden von Gott nur zugelassen als Anlaß und Mittel, um die ganze Kraft seines Armes zu entfalten und der Welt das Vollmaß seiner Liebe zu schenken: „Wie Gottes Wille ein Werk ist und Welt heißt, so ist seine Absicht das Heil der Menschen, und diese heißt Kirche" (Clemens v. Alexandrien, pd. 1,6,27).Die Sammlung des Gottesvolkes beginnt in dem Augenblick, als die Sünde die Gemeinschaft der Menschen mit Gott und mit den Mitmenschen zerstört. Die Sammlung der Kirche ist gewissermaßen die Reaktion Gottes auf das durch die Sünde hervorgerufene Chaos. Diese Wiedervereinigung geschieht insgeheim in allen Völkern: Gott, unserem Vater, ist „in jedem Volk willkommen ... wer ihn fürchtet und tut, was recht ist" (Apg 10,35). Die entfernte Vorbereitung der Sammlung des Gottesvolkes beginnt mit der Berufung Abrahams, dem Gott verheißt, er werde der Stammvater eines großen Volkes werden [Vgl. Gen 12,2; 15,5-6]. Die unmittelbare Vorbereitung beginnt mit der Erwählung Israels zum Gottesvolk [Vgl. Ex 19,5-6; Dtn 7,6]. Israel wird erwählt, um das Zeichen der künftigen Sammlung aller Nationen zu sein [Vgl. Je,2,2-5; Mi 4,1-4]...Aufgabe des Sohnes und Grund seiner Sendung ist es, in der Fülle der Zeiten den Heilsratschluß seines Vaters zu verwirklichen... „Um den Willen des Vaters zu erfüllen, gründete Christus auf Erden das Himmelreich. Die Kirche ist „das im Mysterium schon gegenwärtige Reich Christi" (LG 3)... „Die Kirche ... wird erst in der himmlischen Herrlichkeit vollendet werden" (LG 48), bei der Wiederkunft Christi in Herrlichkeit... [Sie] sehnt sich nach dem vollendeten Reich... Zur Vollendung der Kirche und durch sie zur Vollendung der Welt in Herrlichkeit wird es nicht ohne große Prüfungen kommen. Erst dann werden „alle Gerechten von Adam an, ‚von dem gerechten Abel bis zum letzten Erwählten', in der allumfassenden Kirche beim Vater versammelt werden" (LG 2).





Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 31. Juli 2013, 08:24:24
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.
Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.
Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Homilie über den hl. Matthäus, 47, 2
Die Gleichnisse vom Schatz und der Perle

Die Gleichnisse vom Schatz und der Perle lehren beide dasselbe, nämlich dass das Evangelium allen Schätzen der Welt vorzuziehen ist. Noch verdienstvoller jedoch ist es, dies mit Freude und ohne Zaudern zu tun. Eines sollten wir nie vergessen: Auf alles verzichten, um Gott zu folgen, bedeutet eher einen Gewinn als einen Verlust. Die Verkündigung des Evangeliums ist in dieser Welt verborgen, gleich einem Schatz, einem Schatz von unvorstellbarem Wert. Um in den Besitz dieses Schatzes zu gelangen, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: man muss auf die Güter der Welt verzichten und großen Mut besitzen. Es handelt sich ja um einen „Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.“ Diese einzigartige Perle stellt die Wahrheit dar, sie ist einmalig und unteilbar. Besitzt du eine Perle? Dann kennst du ja deinen Reichtum: Deine Perle, dein Reichtum, verbirgt sich in deiner hohlen Hand, und niemand weiß davon. Ebenso ist es mit dem Evangelium: Wenn du es mit Glauben umschließt, wenn es in deinem Herzen tief verborgen ist – welch ein Schatz! Du allein weißt davon Bescheid; die Ungläubigen, die weder wissen, um was es sich handelt, noch wie wertvoll es ist, haben keine Ahnung von deinem unvergleichlichen Reichtum.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 01. August 2013, 08:32:15
Liebe Mitchristen,

Haben wir wirklich schon den goldenen Acker, die edle Perle für unser Leben gefunden. Sind wir bereit uns zu verleugnen, das Kreuz auf uns zu nehmen und Ihm zu folgen, um die Welt zu retten. Sind wir bereit zur widergutmachenden Busse und Sühne für unsere Sünden und die Sünden der Welt? Haben wir inzwischen schon gebeichtet?

Ewiger Vater, ich opfere  dir auf den kostbaren Leib, das Blut, die Seele und die GOttheit deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn, Jesus Christus, zur Vergebung meiner Sünden und die Sünden der ganzen Welt.

Hört auf die Mahnungen Marias in Fatima: Betet, betet, betet und tut Busse...denn niemand weiss wann seine letzte Stunde schlägt...vielleicht schon heute!

in caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 02. August 2013, 08:24:25
Evangelium nach Matthäus 13,54-58.
In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen dort in der Synagoge. Da staunten alle und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Kraft, Wunder zu tun?
Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder?
Leben nicht alle seine Schwestern unter uns? Woher also hat er das alles?
Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie.
Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Benedikt XVI., Papst von 2005 bis 2013
Enzyklika «Spe Salvi», 47 (© Libreria Editrice Vaticana)
"Wegen ihres Mangels an Glauben"

Einige neuere Theologen sind der Meinung, daß das verbrennende und zugleich rettende Feuer Christus ist, der Richter und Retter. Das Begegnen mit ihm ist der entscheidende Akt des Gerichts. Vor seinem Anblick schmilzt alle Unwahrheit. Die Begegnung mit ihm ist es, die uns umbrennt und freibrennt zum Eigentlichen unserer selbst. Unsere Lebensbauten können sich dabei als leeres Stroh, als bloße Großtuerei erweisen und zusammenfallen. Aber in dem Schmerz dieser Begegnung, in der uns das Unreine und Kranke unseres Daseins offenbar wird, ist Rettung. Sein Blick, die Berührung seines Herzens heilt uns in einer gewiß schmerzlichen Verwandlung "wie durch Feuer hindurch". Aber es ist ein seliger Schmerz, in dem die heilige Macht seiner Liebe uns brennend durchdringt, so daß wir endlich ganz wir selber und dadurch ganz Gottes werden.So wird auch das Ineinander von Gerechtigkeit und Gnade sichtbar: Unser Leben ist nicht gleichgültig, aber unser Schmutz befleckt uns nicht auf ewig, wenn wir wenigstens auf Christus, auf die Wahrheit und auf die Liebe hin ausgestreckt geblieben sind. Er ist im Leiden Christi letztlich schon verbrannt. Im Augenblick des Gerichts erfahren und empfangen wir dieses Übergewicht seiner Liebe über alles Böse in der Welt und in uns. Der Schmerz der Liebe wird unsere Rettung und unsere Freude.


Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 03. August 2013, 10:39:41
Liebe Mitchristen,

Lasset uns heute für unsere Priester und Ordensleute Sühnen und Busse tun. Dadurch sollten sie wieder stark im Glauben und der Verkündung werden. Wenn unsere Priester uns nicht zur Sühne, Busse und Sündenbewusstsein aufrufen, dann weil bei ihnen selbst dieses Sündenbewusstsein sehr geschwächt ist , wenn nicht verschwunden! Dies ist eine List Satans!
Lasset uns also ab heute für sie beten, opfern, büssen, sühnen und unser Kreuz tragen damit sie die wahre Lehre wieder mit Kraft und Glauben verkünden mögen. Lasset uns auch für unseren Papst beten dass er nicht in die Falle des Populismus fällt wo alles gleich ist!

In caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 04. August 2013, 11:15:31
Evangelium nach Lukas 12,13-21.
In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.
Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht?
Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, daß ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluß lebt.
Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.
Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iß und trink, und freu dich des Lebens!
Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?
So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Basilius (um 330 - 379), Mönch und Bischof von Caesarea in Kappadozien, Kirchenlehrer
6. Homilie, Über den Reichtum
Andere Scheunen bauen

„Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?“ Das Verhalten des Reichen aus dem Evangelium ist dermaßen lächerlich, wie die ewige Verdammnis unerbittlich ist. Wahrhaftig, jener Mann, der von dieser Welt genommen wird in so kurzer Zeit, welche Vorhaben plant er doch in seinem Geist? „Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen.“ Ich würde gerne zu ihm sagen: Du tust gut daran, denn sie verdienen es nur allzu sehr, niedergerissen zu werden, die Scheunen der Ungerechtigkeit. Mit deinen eigenen Händen zerstöre gänzlich, was du unehrlich gebaut hast. Lasse deine Weizenvorräte vergehen, an denen sich niemand stärken konnte. Lasse verschwinden jedes Gebäude, in das sich dein Geiz fliehen konnte, reiße die Dächer weg, lege die Mauern nieder, setze den Weizen der Sonne aus, der verdirbt, hole die Reichtümer aus ihrem Gefängnis, die dort gefangen waren…„Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen.“ Wenn du auch sie gefüllt haben wirst, welcher Seite wirst du dich dann zuneigen? Wirst du sie wieder niederreißen, um andere aufzubauen? Gibt es eine größere Dummheit, als sich ohne Ende zu plagen, als verbissen zu bauen und verbissen zu zerstören? Du hast als Scheunen – wenn du es denn willst – die Wohnungen der Bedürftigen. Häufe dir Schätze im Himmel an. Was dort gelagert ist, das „nagen die Würmer nicht an, der Rost zerfrisst es nicht, die Diebe können es nicht stehlen.“ (vgl. Mt 6,20).
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 05. August 2013, 10:15:24
Beichtandacht

Die guten Beichten tragen zum Fortschritt der Seele ausserordentlich viel bei. Trete zur Abrechnung mit Gott nie flüchtig hinzu, sondern mit Ernst, so dass du nachher auch den Gang in die Ewigkeit antreten dürftest. Darum rufe deinen Schutzengel an, den Zeugen deiner Taten. Und Maria, die Mutter der Gnade und Barmherzigkeit. Flehe mit dem Vertrauen des verlorenen Sohnes zum Vater der Erbarmungen, zum Herzen des Erlösers, und rufe den Heiligen Geist an.
Anrufung des Heiligen Geistes:
O mein Gott, der du jeden Menschen erleuchtest, der in diese Welt kommt, erleuchte auch mein Herz mit einem Strahl deiner göttlichen Gnade, damit ich meine Sünden und Nachlässigkeiten klar erkenne, aufrichtig bereue und beichte, für dieselben genugtun und mich bessern möge. Amen.

Alsdann erforsche das Gewissen nach den Geboten Gottes und der Kirche, nach den Hauptsünden und den besonderen Pflichten deines Standes. Überdenke auch die Nachlässigkeiten gegen die heilige Regel.
Die Gewissenserforschung soll nicht ängstlich, aber auch nicht oberflächlich sein. Das Reuegebet muss innerlich sein, von Herzen kommen.
Hoffnung auf Verzeihung
O Gott, sei mir armen Sünder gnädig! Du willst ja nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe. Wenn auch meine Sünden zahlreich waren wie der Sand am Meere, so willst du ihrer nacht mehr gedenken. Warum bist du traurig, meine Seele? Hoffe auf den Herrn, und ich werde ihm ein Loblied singen, meinem Gott und Erlöser. Wenn wir gesündigt haben, so haben wir einen Fürsprecher beim Vater, Jesum Christum den Gerechten, und dieser ist die Verzeihung für unsere Sünden. Er ist nicht gekommen, die Gerechten zu berufen, sondern die Sünder.
Flehen um Verzeihung
Erbarme dich meiner, o Gott, nach deiner grossen Barmherzigkeit und nach der Menge deiner Erbarmungen tilge meine Missetat. Verstoss mich nicht von deinem Angesicht! Ein Opfer ist vor dir ein zerknirschter Geist. Ein reuiges und demütiges Herz wirst du, o Gott, nicht verachten. Sieh doch mein Elend, meine Pein. Ich bin so verlassen und elend. Der Sünden meiner Jugend und meines Unverstandes gedenke nicht in deiner Milde. Vater, ich habe gesündigt wider den Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr wert dein Kind zu heissen; nimm mich nur an als einen deiner geringsten Diener.
Reue
Du hast mich als dein Kind aufgezogen, ich aber habe dich, o bester Vater, verachtet. Du hast mich gerufen, ich aber habe nicht auf dich gehört. Ich liebte die Finsternis mehr als das Licht und mehr als dich, mein Gott, die Welt mit ihrer Augenlust, Fleischeslust und Hoffart des Lebens. Unruhig ist mein Herz bis es ruhet in dir. Gib mir wieder die Freude deines Heiles und deinen Frieden, den die Welt nicht geben kann. Ein reines Herz erschaffe in mir, o Gott, und den rechten Geist erneuere in meinem Innern!
Guter Vorsatz
Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater zurückkehren. Ich habe es gesagt, nun will ich anfangen. Habe Geduld mit mir; ich will meine Schuld wiedergutmachen. Ich will den alten Menschen samt seinen Werken ausziehen und den neuen anziehen, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Wachen und beten will ich, damit ich nicht in Versuchung falle. Mit Christus will ich auferstehen und suchen, was droben ist, nicht was auf Erden.
Form der Anklage
Ich armer, sündiger Mensch bekenne vor Gott dem Allmächtigen, Maria, der seligsten Jungfrau, dem heiligen Vater Franziskus und Ihnen, hochwürdiger Vater, meine Sünden, die ich seit meiner letzten Beicht... begangen habe.
Hier folgt das Bekenntnis der Sünden. Zum Schlusse sage:
Ich schliesse auch ein alle Sünden meines früheren Lebens, vorzüglich jene, die ich gegen das... Gebot begangen habe.
O Jesus sei mir gnädig und barmherzig! +


Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 06. August 2013, 09:20:34
Evangelium nach Lukas 9,28-36.
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten.
Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes, und sein Gewand wurde leuchtend weiß.
Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija;
sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte.
Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen.
Als die beiden sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, daß wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wußte aber nicht, was er sagte.
Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Sie gerieten in die Wolke hinein und bekamen Angst.
Da rief eine Stimme aus der Wolke: Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.
Als aber die Stimme erklang, war Jesus wieder allein. Die Jünger schwiegen jedoch über das, was sie gesehen hatten, und erzählten in jenen Tagen niemand davon.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Leo der Große (? - um 461), Papst und Kirchenlehrer
51. Predigt, 2-6
"Die Herrlichkeit, die in uns offenbar werden soll" (Röm 8,18)

Jesus nahm Petrus, Jakobus und Johannes, seinen Bruder, mit, führte sie auf einen hohen Berg und offenbarte ihnen den Glanz seiner Herrlichkeit. Denn selbst wenn sie die Majestät Gottes erkannt hätten, die in ihm wohnt, so hätten sie doch nicht gewußt, dass sein Körper, der seine Göttlichkeit verhüllen sollte, der Macht Gottes teilhaftig ist. Deshalb nämlich hatte der Herr wenige Tage zuvor ausdrücklich versprochen, dass einige seiner Jünger nicht sterben würden, ehe sie den Menschensohn in seinem Reich haben kommen sehen (vgl. Mt 16,28), also im Glanz seiner Herrlichkeit, die der von ihm angenommenen Natur in besonderer Weise zukommt...Diese Verklärung hatte zuerst das Ziel, aus den Herzen der Jünger den Skandal des Kreuzes wegzunehmen, damit die Demut der freiwillig erlittenen Passion nicht den Glauben derjenigen erschüttert, die die Größe der verborgenen Würde schauen durften. Doch mit ebensolcher Voraussicht richtete die Verklärung in der Kirche Jesu die Hoffnung auf, die ihr als Stütze dienen sollte: dass nämlich die Glieder des Leibes Christi verstehen können, auf welche Weise sie eines Tages verwandelt werden, sind sie doch dazu berufen, sich an der Herrlichkeit zu freuen, die sie in ihrem Haupt haben aufleuchten sehen.Hierzu hatte der Herr selber gesagt, als er von der erhabenen Größe seiner Wiederkunft sprach: „Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters“ (Mt 13,43). Und der Apostel Paulus bezeugt das gleiche, wenn er sagt: „Für mich sind die Leiden der gegenwärtigen Zeit nicht zu vergleichen mit der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll“ (Röm 8,18). Und an anderer Stelle: „Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit“ (Kol 3,4).


Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 07. August 2013, 08:21:16
Evangelium nach Matthäus 15,21-28.
In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück.
Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.
Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her.
Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.
Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir!
Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.
Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.
Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Predigt vom 07/04/2013, Inbesitznahme der Kathedra des Bischofs von Rom (© Liberia Editrice Vaticana)
„Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her“

Brüder und Schwestern, verlieren wir niemals das Vertrauen in die geduldige Barmherzigkeit Gottes! Denken wir an die beiden Emmausjünger: Mit traurigem Gesicht gehen sie so vor sich hin, ohne Hoffnung. Aber Jesus verlässt sie nicht: Er geht mit ihnen, und nicht nur das! Geduldig erklärt er ihnen, was in der Schrift über ihn geschrieben steht, und bleibt, um mit ihnen Mahl zu halten. Das ist der Stil Gottes: Er ist nicht ungeduldig wie wir, die wir oft alles und sofort wollen, auch von den Menschen. Gott hat Geduld mit uns, denn er liebt uns, und wer liebt, der versteht, hofft, schenkt Vertrauen, gibt nicht auf, bricht die Brücken nicht ab, weiß zu verzeihen. Erinnern wir uns daran in unserem Leben als Christen: Gott wartet immer auf uns, auch wenn wir uns entfernt haben! Er ist niemals fern, und wenn wir zu ihm zurückkehren, ist er bereit, uns in seine Arme zu schließen.Mir macht es immer einen tiefen Eindruck, wenn ich das Gleichnis vom barmherzigen Vater lese; es beeindruckt mich, weil es mir stets große Hoffnung schenkt. Denkt an jenen jüngeren Sohn, der im Haus des Vaters war, der geliebt wurde. Und doch... geht [er] weg... Und der Vater? Hatte er seinen Sohn vergessen? Nein, niemals. Er... erwartete ihn jeden Tag, jeden Moment: Immer hatte er ihn als Sohn in seinem Herzen, obwohl dieser ihn verlassen hatte... Sobald er ihn von ferne erspäht, läuft er ihm entgegen und umarmt ihn zärtlich – mit der Zärtlichkeit Gottes – ohne ein einziges Wort des Vorwurfs: Er ist zurückgekehrt! Und das ist die Freude des Vaters... Gott wartet immer auf uns, er wird nicht müde. Jesus führt uns diese barmherzige Geduld Gottes vor Augen, damit wir Vertrauen und Hoffnung zurückgewinnen, immer!



Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 08. August 2013, 17:32:49
Liebe Mitchristen

Wieso hat die Welt sich so geändert? Wieso werden Kirchen geschlossen und verkauft bei uns? Haben die Menschen den Sinn für das religiöse Göttliche ganz verloren? Womit ersetzen sie das?
Kein Wunder dass sie damit den Sinn für Sünde, Schuld und Vergebung verloren haben! Ach wäre wieder alles wie vor 40 Jahren wo die Kirchen noch voll waren und gebeichtet wurde...
Lasset uns in der Zukunft alles Leid, Missgeschick, Ärger opfern zur Sühne und Busse für all die Menschen die den Sinn fürs Göttliche in Esoterik suchen oder in der Kaufsucht und dem Mammon! Lasset uns täglich intensiv opfern, fasten und viel beten dass neue Berufungen entstehen sowohl zum Priestertum wie fürs Ordensleben denn wo stehen wir sonst in 10 Jahren da wenn alle Priester und Ordensleute verschwunden sind. Herr erhöre uns...

in caritas Dei

Dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 09. August 2013, 08:23:49
Evangelium nach Matthäus 16,24-28.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?
Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.
Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 10. August 2013, 10:34:39
Evangelium nach Johannes 12,24-26.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:  Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.
Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben.
Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt 302 zum Fest des hl. Laurentius
„Das Heil dessen, der reichlich den Armen gibt, hat Bestand für immer“ (Ps 112,9)

Der hl. Laurentius war Diakon in Rom. Die Verfolger der Kirche verlangten von ihm die Herausgabe der Kirchenschätze. Um einen echten Schatz im Himmel zu erlangen, ertrug er Qualen, von denen wir mit Schaudern vernehmen: Er wurde auf einen Rost über einem Feuer gelegt… Er siegte jedoch über alle körperlichen Qualen durch die unglaubliche Kraft, die er aus seiner Nächstenliebe und aus dem Beistand dessen schöpfte, der ihn unbeugsam machte: „Gottes Geschöpfe sind wir, in Jesus Christus dazu geschaffen, in unserem Leben die guten Werke zu tun, die Gott für uns im Voraus bereitet hat“ (Eph 2,10). Das nun entfachte die Wut der Verfolger… Laurentius sagte: „Schickt mir Wagen, auf denen ich euch die Schätze der Kirche herbei bringen kann“. Man stellte ihm Wagen zur Verfügung; er belud sie mit Armen und brachte sie zurück mir den Worten: „Das hier sind die Schätze der Kirche“. Liebe Brüder, nichts ist wahrer als das. In der Not der Armen liegt der große Reichtum von uns Christen, sofern wir nur recht verstehen, unseren Besitz Frucht bringen zu lassen. Die Armen sind immer bei uns; wenn wir ihnen unsere Schätze anvertrauen, verlieren wir sie nicht.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 11. August 2013, 09:42:58
Evangelium nach Lukas 12,32-48.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn euer Vater hat beschlossen, euch das Reich zu geben.
Verkauft eure Habe, und gebt den Erlös den Armen! Macht euch Geldbeutel, die nicht zerreißen. Verschafft euch einen Schatz, der nicht abnimmt, droben im Himmel, wo kein Dieb ihn findet und keine Motte ihn frißt.
Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.
Legt euren Gürtel nicht ab, und laßt eure Lampen brennen!
Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft.
Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen.
Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach - selig sind sie.
Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüßte, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, daß man in sein Haus einbricht.
Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Da sagte Petrus: Herr, meinst du mit diesem Gleichnis nur uns oder auch all die anderen?
Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt?
Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!
Wahrhaftig, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen.
Wenn aber der Knecht denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er ißt und trinkt und sich berauscht,
dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen.
Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen.
Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Fulgentius von Ruspe (467 - 532), Bischof in Nordafrika
1. Homilie, über die Knechte des Herrn; CCL 91 A, 889
„Die Verwalter des Geheimnisses Gottes“

Um die besondere Pflicht der Knechte, die er an die Spitze seines Volkes gesetzt hat, herauszustellen, sagte der Herr: „Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!“ (Joh 13,13). Und was ist das Gesinde? Offenkundig alle, die der Herr selber erlöst hat… Dieses heilige Gesinde ist die katholische Kirche, die sich dank ihrer großen Fruchtbarkeit über die ganze Welt ausbreitet und die sich rühmt, freigekauft worden zu sein durch das Lösegeld des Blutes ihres Herrn. Er hat ja selber gesagt: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ (Mk 10,45). Auch ist er der gute Hirte, „der sein Leben hingibt für die Schafe“ (Joh 10,11)… Wer aber ist der besagte Verwalter, der treu und zugleich klug sein soll? Der Apostel Paulus verrät es uns, wenn er über sich selbst und seine Gefährten sagt: „Als Diener Christi soll man uns betrachten und als Verwalter von Geheimnissen Gottes. Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen“ (1 Kor 4, 1-2). Aber keiner von uns soll glauben, die Apostel seien die einzigen, denen das Amt des Verwalters übertragen worden wäre…; auch die Bischöfe sind Verwalter, denen Paulus sagt: „Ein Bischof muss unbescholten sein, weil er das Haus Gottes verwaltet“ (Tit 1,7). Wir Bischöfe sind also die Knechte des Hausherrn, wir sind die Verwalter des Herrn, uns ist die Nahrung zugewiesen worden, die wir euch zuteilen müssen.

Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 12. August 2013, 19:12:53
Glaube, Hoffnung, Liebe

O mein Gott und Herr! Ich glaube alles, was Du geoffenbart hast und durch Deine heilige Kirche uns zu glauben lehrst, weil Du der wahrhafte Gott bist. Vermehre, o Gott, meinen Glauben! O mein Gott und Herr! Ich hoffe von Dir die Verzeihung meiner Sünden, Deine Gnade und endlich die ewige Seligkeit, weil Du, o gütiger und getreuer Gott, dieses alles versprochen hast. Stärke, o Gott, meine Hoffnung! O mein Gott und Herr! Ich liebe Dich von ganzem Herzen über alles, weil Du der unendlich gute Gott bist. Aus Liebe zu Dir liebe ich auch meinen Nächsten wie mich selbst. Entzünde, o Gott, meine Liebe! +
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 13. August 2013, 14:21:39
Danken - Buße tun - Beten

Der Bettag will zum Beten anleiten. Doch wenn er das tun soll, dann darf vorab das Danken und Buße tun nicht unterschlagen werden. Danken - Buße tun - Beten ist ein Dreischritt: An erster Stelle steht das Dan¬ken. Wie soll ein Mensch beten, wenn er nicht zuerst das Danken gelernt hat, wenn er nicht ein dankbarer Mensch ist? Einer, der darum weiß, daß er sich jemandem verdankt, daß er keine Sekunde seines Lebens selber schafft, sondern weiß, daß ihm jede Sekunde geschenkt ist, in der Freude und im Leid. Ein Mensch, der in solcher Weise dankbar ist, hat angefangen zu denken, zu überlegen, der hat bereits begonnen, Buße zu tun. Danken, das die Bußgesinnung auslöst, macht den Weg frei für den dritten Schritt: das Beten.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 14. August 2013, 08:24:15
Evangelium nach Matthäus 18,15-20.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.
Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muß durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden.
Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.
Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.
Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.
Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

II. Vatikanisches Konzil
Konstitution über die Heilige Kirche „Sacrosanctum Concilium“, §7 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Da bin ich mitten unter ihnen“

Um dieses große Werk voll zu verwirklichen, ist Christus seiner Kirche immerdar gegenwärtig, besonders in den liturgischen Handlungen. Gegenwärtig ist er im Opfer der Messe sowohl in der Person dessen, der den priesterlichen Dienst vollzieht - denn "derselbe bringt das Opfer jetzt dar durch den Dienst der Priester, der sich einst am Kreuz selbst dargebracht hat" (20) -, wie vor allem unter den eucharistischen Gestalten. Gegenwärtig ist er mit seiner Kraft in den Sakramenten, so daß, wenn immer einer tauft, Christus selber tauft (21). Gegenwärtig ist er in seinem Wort, da er selbst spricht, wenn die heiligen Schriften in der Kirche gelesen werden. Gegenwärtig ist er schließlich, wenn die Kirche betet und singt, er, der versprochen hat: "Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20).In der Tat gesellt sich Christus in diesem großen Werk, in dem Gott vollkommen verherrlicht und die Menschheit geheiligt werden, immer wieder die Kirche zu, seine geliebte Braut. Sie ruft ihren Herrn an, und durch ihn huldigt sie dem ewigen Vater. Mit Recht gilt also die Liturgie als Vollzug des Priesteramtes Jesu Christi,... bewirkt... vom mystischen Leib Jesu Christi, d.h. dem Haupt und den Gliedern, der gesamte öffentliche Kult vollzogen. Infolgedessen ist jede liturgische Feier als Werk Christi, des Priesters, und seines Leibes, der die Kirche ist, in vorzüglichem Sinn heilige Handlung, deren Wirksamkeit kein anderes Tun der Kirche an Rang und Maß erreicht.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 15. August 2013, 10:32:10
Liebe Mitchristen

Wieviel Leid, Bedrängnis, Verfolgung, materielle Not,seelische Not, Einsamkeit, Verstossung hat wohl unsere liebe Mutter Maria in ihrem irdischen Leben erlebt. Nicht ohne Grund wurde ihr vorhergesagt dass ihr Leben durch Christus sehr schwer werden würde, ja dass ihr ein Schwert durchs Herz gestossen werden würde. Und trotzdem hat Maria gehorcht! Sie hat sich nicht gegen Gott empört! Im Gegenteil sie hat sich zu seiner liebenden Magd werden lassen um IHM besser gehorchen und dienen zu können!
Ist sie nicht DAS VORBILD für uns Menschen wie wir mit Leid, Sorge, Probleme und Not umgehen sollen? Lasset uns mit Eifer unserer Lieben Frau nacheifern und opfern in Sühne und Busse alles unangenehme was der Herr zulassen wird!
Maria sühnt noch heute für uns und hält Fürbitte durchgehend für uns Sünder: deshalb ist der Rosenkranz ja so wichtig da wir 53 mal sagen "Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen" Denken wir über diese Worte nach wenn wir den Rosenkranz beten und sprechen wir sie mit Bewusstsein aus?

In Caritas dei

Dominique 
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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 16. August 2013, 15:50:36
der schmerzhaften Mutter

Herr, erbarme Dich - Christus, erbarme Dich
Herr, erbarme Dich.
Heilige Maria - bitte für uns (jedesmal)
Du schmerzhafte Mutter
Du Mutter des Gekreuzigten
Du Königin der Märtyrer
Du Vorbild aller Leidenden
Du Trösterin der Betrübten
Du Hilfe der Notleidenden
Du Schutz der Verlassenen
Du Starke der Kleinmutigen
Du Zuflucht der Sünder
Du Heil der Kranken
Du Hoffnung der Sterbenden
Durch Deine Armut und Verlassenheit im Stalle zu Betlehem – hilf
uns, o schmerzhafte Mutter
(jedesmal)
Durch Deinen Schmerz bei Simeons Weissagung durch Deine Drangsale auf der Flucht nach Ägypten
Durch Dein angstvolles Suchen nach dem verlorenen Kinde
Durch Deine schmerzliche Betrübnis über die Verblendung Deines Volkes
Durch Deine Angst und Not bei der Gefangennahme Deines Sohnes
Durch den schmerzlichen Anblick seiner Gestalt auf dem Weg zum Tode
Durch Dein unaussprechliches Leid und Weh bei seiner Annagelung an das Kreuz
Durch das Meer der Betrübnis beim Tod Deines Eingeborenen
Durch Deine unüberwindliche Standhaftigkeit unter dem Kreuze
Durch Deine wunderbare Ergebung in den Willen des Allerhöchsten
Durch die grossen Verdienste Deiner Schmerzen
Vor aller Sünde - bewahre uns, o schmerzhafte Mutter (jedesmal)
Vor Lieblosigkeit und Härte
Vor Stolz und Übermut
Vor Unzufriedenheit mit dem göttlichen Willen
Vor Kleinmut und Ungeduld im Leiden
Vor den Nachstellungen des bösen Feindes
Vor dem Geist der Unbussfertigkeit
Vor einem unglückseligen Tod
Vor der ewigen Verdammnis
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünde der Welt - verschone uns, o Herr.
Lamm Gottes, erhöre uns, o Herr.
Lamm Gottes, erbarme Dich unser, o Herr.
In aller Trübsal, Angst und Not
komm uns zu Hilfe, o allerseligste Jungfrau Maria.
Herr Jesus Christus, wir bitten Dich, lass am Throne Deiner Gnade jetzt und in der Stunde unseres Todes uns zu Hilfe kommen die glorreiche Jungfrau Maria, Deine Mutter, deren heiligste Seele in der Stunde Deines Leidens und Todes das Schwert der Schmerzen durchbohrt hat. Der Du lebst und herrschest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.+



Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 17. August 2013, 11:55:30
Evangelium nach Matthäus 19,13-15.
In jener Zeit brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte und für sie betete. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab.
Doch Jesus sagte: Laßt die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.
Dann legte er ihnen die Hände auf und zog weiter.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Maximus von Turin (? – um 420), Bischof
Homilie 58, zum Osterfest; PL 57, 363
„Lasst die Kinder zu mir kommen… Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich"

Wie groß und wunderbar, meine Brüder, ist doch das Geschenk, das Gott uns macht! An diesem Ostertag, dem Tag des Heils, aufersteht der Herr und beschenkt die ganze Welt mit Auferstehung… Wir sind sein Leib (1 Kor 12,27)…, und seine Glieder auferstehen mit ihm…, er lässt uns vom Tod zum Leben kommen. Das Wort Pascha bedeutet im Hebräischen Durchgang…; und was für ein Durchgang! Von der Sünde zur Gerechtigkeit, vom Laster zur Tugend, vom Greisenalter zur Kindheit… Gestern noch weihte uns die Last der Sünde dem Untergang, heute nun schenkt uns die Auferstehung Christi die Neugeburt als unschuldige kleine Kinder. Die christliche Einfachheit findet ihr Abbild im Kindsein. Das Kind kennt keinen Groll, Täuschung ist ihm fremd, es wagt nicht, andere zu verletzen. So wird der zum Kind gewordene Christ nicht unbeherrscht reagieren, wenn man ihn beschimpft, sich nicht verteidigen, wenn man ihm etwas wegnimmt, nicht zurückschlagen, wenn man ihn schlägt. Der Herr fordert sogar, dass der Christ für seine Feinde betet, dass er Hemd und Mantel den Dieben überlässt und dem, der ihn auf die rechte Wange schlägt, auch die andere hinhält (Mt 5,39f). Die Kindheit Christi geht über die Kindheit der Menschen hinaus… Zu den Aposteln, die bereits gestandene Männer sind, sagt der Herr: „Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen (Mt 18,3). Er schickt sie zurück dorthin, wo ihr Leben seinen Anfang hatte; er veranlasst sie, zu ihrer Kindheit zurückzufinden, damit diese Männer, deren Kräfte bereits im Schwinden sind, neu geboren werden als Menschen unschuldigen Herzens.  
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 19. August 2013, 08:25:53
Evangelium nach Matthäus 19,16-22.
Es kam ein Mann zu Jesus und fragte: Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen?
Er antwortete: Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist «der Gute». Wenn du aber das Leben erlangen willst, halte die Gebote!
Darauf fragte er ihn: Welche? Jesus antwortete: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen;
ehre Vater und Mutter! Und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!
Der junge Mann erwiderte ihm: Alle diese Gebote habe ich befolgt. Was fehlt mir jetzt noch?
Jesus antwortete ihm: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach.
Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Predigt vom 14/04/2013 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.“

Beten wir den Herrn an? Gehen wir zu Gott nur um zu bitten, zu danken, oder gehen wir auch zu ihm, um ihn anzubeten? Was bedeutet denn, Gott anzubeten? Es bedeutet zu lernen, wie wir bei ihm verweilen und innehalten können, um mit ihm zu sprechen und dabei zu spüren, dass seine Gegenwart die wahrste, beste und wichtigste aller ist. Jeder von uns hat in seinem Leben bewusst und vielleicht manchmal unbewusst eine ganz genaue Reihenfolge der Dinge, die er für mehr oder weniger wichtig hält. Den Herrn anzubeten bedeutet, ihm den Platz zu geben, der ihm gebührt. Den Herrn anzubeten bedeutet, zu sagen und zu glauben – aber nicht nur mit Worten –, dass er allein wirklich unser Leben lenkt. Den Herrn anzubeten bedeutet, dass wir vor ihm die Überzeugung gewinnen, dass er der einzige Gott, der Gott unseres Lebens, der Gott unserer Geschichte ist.Das hat eine Konsequenz in unserem Leben: uns der vielen kleinen und großen Götzen zu entäußern, die wir haben und zu denen wir Zuflucht nehmen, in denen wir unsere Sicherheit suchen und diese häufig auf sie setzen. Es sind Götzen, die wir oft gut versteckt halten; es kann Ehrgeiz sein, Karrieremacherei, Freude am Erfolg, sich selbst ins Zentrum zu setzen, die Neigung, sich gegen andere durchzusetzen, die Anmaßung, die einzigen Herren unseres Lebens zu sein, irgendeine Sünde, an der wir hängen, und vieles andere. Heute Abend möchte ich, dass eine Frage im Herzen eines jeden von uns aufsteige und dass wir sie ehrlich beantworten: Habe ich darüber nachgedacht, welchen verborgenen Götzen ich in meinem Leben habe, der mich daran hindert, den Herrn anzubeten? Anbeten bedeutet, uns unserer Götzen zu entäußern, auch der heimlichsten, und den Herrn als Mitte, als den Leitweg unseres Lebens zu wählen.
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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 20. August 2013, 09:23:36
Evangelium nach Matthäus 19,23-30.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, das sage ich euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen.
Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden?
Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich.
Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?
Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.
Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Juliana von Norwich (1342-nach 1416), englische Inklusin
Offenbarungen von göttlicher Liebe, Kap. 55
„Und er wird das ewige Leben gewinnen“

Christus ist unser Weg (Joh 14,6). Er führt uns sicher in seinen Geboten, machtvoll trägt er uns zum Himmel in seinem Leib. Ich habe gesehen, wie er in sich uns alle, die er retten will, birgt, wie er demütig uns seinem himmlischen Vater zum Geschenk macht, einem Geschenk, das der Vater mit großer Dankbarkeit entgegennimmt und es liebenswürdig an seinen Sohn Jesus Christus zurückgibt. Dieses Geschenk und die Geste bedeuten Freude für den Vater, Glückseligkeit für den Sohn und Ergötzen für den Heiligen Geist. Von allem, was wir tun können, findet nichts mehr das Gefallen unseres Herrn, als wenn wir uns an der Freude erfreuen, die die Dreieinigkeit an unserem Heil hat… Was immer wir fühlen mögen – Freude oder Trauer, Glück oder Unglück – Gott will, dass wir begreifen und glauben, dass wir wirklich mehr im Himmel als auf der Erde sind. Unser Glaube erwächst aus der natürlichen Liebe, die Gott in unser Herz gelegt hat, aus dem hellen Licht unserer Vernunft und unserer untrüglichen Intelligenz, die wir von Gott empfangen, sobald wir geschaffen sind. Wenn unserem empfindungsfähigen Leib die Seele eingehaucht ist, beginnen Barmherzigkeit und Gnade ihr Werk: sie nehmen sich unser an und behüten uns voller Mitleid und Liebe. Durch diese Einwirkung bildet der Heilige Geist in unserem Glauben die Hoffnung auf Rückkehr zu unserer höherstehenden Substanz aus, zur Macht Christi, zur Vollkommenheit entwickelt und geführt durch den Heiligen Geist… Denn von dem Augenblick an, da unsere Seele empfindungsfähig geschaffen ist, wird sie zur Stadt Gottes, zubereitet für ihn von aller Ewigkeit her (Hebr 11,16; Offb 21,2-3). In diese Stadt kommt er; er wird sie niemals verlassen; denn Gott ist nicht außerhalb der Seele: er wird in ihr wohnen, in Glückseligkeit ohne Ende.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 21. August 2013, 08:26:34
Evangelium nach Matthäus 20,1-16a.
In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.
Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg.
Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten.
Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist.
Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso.
Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?
Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den letzten, bis hin zu den ersten.
Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar.
Als dann die ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar.
Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren,
und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen.
Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart?
Nimm dein Geld und geh! Ich will dem letzten ebensoviel geben wie dir.
Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich (zu anderen) gütig bin?
So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Homilien zum Matthäusevangelium, 64,4
„Geht auch ihr in meinen Weinberg“

Es ist offensichtlich, dass dieses Gleichnis sich auf die Bekehrung der Menschen zu Gott bezieht, in jungen Jahren die einen, andere etwas später, und schließlich wieder einige erst, wenn sie alt sind. Christus tadelt den Hochmut der Erstberufenen, um sie daran zu hindern, denen der elften Stunde Vorwürfe zu machen, indem er ihnen aufzeigt, dass alle den gleichen Lohn bekommen. Gleichzeitig stachelt der den Eifer der zuletzt Gekommen an, indem er ihnen zeigt, dass sie sich den gleichen Lohn wie die Ersten verdienen können. Der Erlöser hatte gerade vom Verzicht auf Reichtum, von der Verachtung aller Güter und von den Tugenden, die ein großes Herz und Mut erfordern, gesprochen. Und deshalb sollte der Eifer einer ganz jugendlichen Seele angefacht werden. Der Herr entzündet also in ihnen von neuem die Flamme der Liebe und ihren Mut, indem er ihnen zeigt, dass selbst die zuletzt Gekommenen den Lohn des gesamten Tages erhalten…
Um noch deutlicher zu werden: Einige konnten das ausnutzen, und es war ihnen egal; sie bemühten sich nicht mehr. Den Jüngern wird klar ersichtlich, dass diese Großzügigkeit aus der Barmherzigkeit Gottes kommt. Sie allein hält fest zu ihnen, damit sie einen so wunderbaren Lohn verdienen… Alle Gleichnisse Jesu, das der Jungfrauen, des Fischernetzes, der Dornen, des unfruchtbaren Baumes, sie alle laden uns ein, unsere Tugend durch unsere Taten zu zeigen… Er ermahnt uns, ein reines und heiliges Leben zu führen. Ein heiliges Leben kostet unserem Herzen mehr als die einfache Reinheit des Glaubens, denn es ist ein beständiger Kampf, eine unermüdliche Anstrengung.




Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 22. August 2013, 08:28:11
Evangelium nach Matthäus 22,1-14.
In jener Zeit erzählte Jesus den Hohenpriestern und den Ältesten das folgende Gleichnis:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete.
Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen.
Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!
Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden,
wieder andere fielen über seine Diener her, mißhandelten sie und brachten sie um.
Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen.
Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert (eingeladen zu werden).
Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein.
Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen.
Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte.
Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wußte der Mann nichts zu sagen.
Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.
Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Nerses Schnorhali (1102 - 1173), armenischer Patriarch
Jesus, einziger Sohn des Vaters, §683-687; SC 203
„Kommt zum Hochzeitsmahl“

Zu deiner göttlichen Hochzeit,Die der Vater für dich, einziger Sohn, ausgerichtet hat,Rief auch mich die Stimme deiner Diener,Auf dass ich mich an deinen unaussprechlichen Freuden erquicke,Schon hier auf Erden im Geheimnis deines AltaresUnd dereinst oben in der himmlischen Stadt (Offb 21,2f),In ewiger Freude,Unsagbar und unveränderlich.Weil ich aber nicht das prächtige Kleid trage,Das des Hochzeitssaales würdig wäre –Denn ich habe das Kleid der heiligen Taufquelle beschmutzt Durch die schwarzen Sünden der Seele – O unergründlicher Herr…, Kleide mich nun neu mit dir (vgl. Gal 3,27)Und gib meinem ersten Kleid, dem jetzt beschmutzten,Den einstigen Glanz zurück.Damit ich, Herr, deine Stimme nicht vernehmen muss,wie sie das Wort „Freund“ ausspricht, voll Mitleid,Und dass ich ja nicht wie der Verräter (vgl. Mt 26,50)Ins Verderben gestoßen werde für immer.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 23. August 2013, 08:28:04
Evangelium nach Matthäus 22,34-40.
In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen.
Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn:
Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?
Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.
Das ist das wichtigste und erste Gebot.
Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia von Avila (1515-1582), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Die innere Burg, Fünfte Wohnung, Kap. 3
Das große Gebot

Gott verlangt von uns nur zwei Dinge: dass wir ihn lieben und dass wir unseren Nächsten lieben. Das soll das Ziel unserer Anstrengung sein. Erfüllen wir beides vollkommen, so tun wir seinen Willen und sind mit ihm vereint. Aber wie weit sind wir doch davon entfernt, diese beiden Aufgaben in einer Weise zu erfüllen, die eines so großen Gottes würdig ist! Er möge uns seine Gnade erweisen, damit wir es verdienen, so weit zu kommen. Es steht nämlich in unserer Macht, wenn wir es nur wollen. Die sicherste Möglichkeit zu erfahren, ob wir diese beiden Gebote erfüllen, besteht meines Erachtens darin, zu prüfen, ob wir unseren Nächsten wirklich lieben. Lieben wir Gott? Wir können uns dessen nicht sicher sein, auch wenn wir dafür durchaus verlässliche Hinweise haben. Aber wir können mit Sicherheit wissen, ob wir den Nächsten lieben. Ihr könnt gewiss sein, dass eure Gottesliebe umso fortgeschrittener ist, je mehr Nächstenliebe ihr in euch entdeckt. Die Liebe unseres Herrn zu uns ist so groß, dass er, als Entgelt für unsere Liebe zum Nächsten, auf tausendfache Art die Liebe wachsen lässt, die wir für ihn empfinden; dessen bin ich mir ganz sicher. Deshalb ist es sehr wichtig, richtig einzuschätzen, wie wir unseren Nächsten lieben; wenn unsere Liebe vollkommen ist, können wir beruhigt sein. Denn meiner Meinung nach ist unsere Natur so schlecht, dass die Liebe zum Nächsten in uns nie vollkommen werden könnte, wenn sie nicht in der Gottesliebe selbst wurzelte.




Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 24. August 2013, 12:28:12
Liebe Mitchristen

Ich war vor kurzem beichten. Der Beichtvater aber hatte kaum Interesse an meiner Beichte: er gab mir die Lossprechung ohne dass ich die Zeit hatte meine Sünden aufzunennen. Er sagte mir nur ich solle mich vom alten Schema der Todsünde und Sündenschuld befreien: es würde mir nur schaden und wäre theologisch überholt. Gott wäre barmherzig und säh in mein Herz wie unfähig ich wäre die Sünden zu vermeiden und würde dies berücksichtigen. Eine gute Reue würde mich wieder mit Gott versöhnen. Er gab mir auch keine Busse auf! Er entliess mich nach 10 Minuten mit den Worten " der Friede sei mit dir"
Liebe Mitchristen, wie soll man das Vertrauen in Gottes Bodenpersonal noch behalten wenn  mann solch eine Gleichgültigkeit der Sünde gegenüber verspürt? Wo soll man noch hingehen? Zeugt diese Einstellung des Priesters der Beichte gegenüber einer Lauheit allen Sakramenten gegenüber? Wie soll ich mit Eifer zur Messe gehen die der selbe Priester hält wenn ich nicht von seinem sakramentellen Eifer überzeugt bin? Dieses Erlebnis hat meinen Glauben nicht grade gestärkt und mich entmutigt in meiner Vision der Sakramente und der Kirche.
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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 25. August 2013, 10:02:33
Brief an die Hebräer 12,5-7.11-13.
Und ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet: Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn, verzage nicht, wenn er dich zurechtweist.
Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat.
Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt?
Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick nicht Freude zu bringen, sondern Schmerz; später aber schenkt sie denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit.
Darum macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest,
und ebnet die Wege für eure Füße, damit die lahmen Glieder nicht ausgerenkt, sondern geheilt werden.

Evangelium nach Lukas 13,22-30.
Auf seinem Weg nach Jerusalem zog er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte.
Da fragte ihn einer: Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden? Er sagte zu ihnen:
Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.
Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür verschließt, dann steht ihr draußen, klopft an die Tür und ruft: Herr, mach uns auf! Er aber wird euch antworten: Ich weiß nicht, woher ihr seid.
Dann werdet ihr sagen: Wir haben doch mit dir gegessen und getrunken, und du hast auf unseren Straßen gelehrt.
Er aber wird erwidern: Ich sage euch, ich weiß nicht, woher ihr seid. Weg von mir, ihr habt alle Unrecht getan!
Da werdet ihr heulen und mit den Zähnen knirschen, wenn ihr seht, daß Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes sind, ihr selbst aber ausgeschlossen seid.
Und man wird von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen.
Dann werden manche von den Letzten die Ersten sein und manche von den Ersten die Letzten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 26. August 2013, 08:29:26
Evangelium nach Matthäus 23,13-22.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich. Ihr selbst geht nicht hinein; aber ihr laßt auch die nicht hinein, die hineingehen wollen.
[...]
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr zieht über Land und Meer, um einen einzigen Menschen für euren Glauben zu gewinnen; und wenn er gewonnen ist, dann macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, der doppelt so schlimm ist wie ihr selbst.
Weh euch, ihr seid blinde Führer! Ihr sagt: Wenn einer beim Tempel schwört, so ist das kein Eid; wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist an seinen Eid gebunden.
Ihr blinden Narren! Was ist wichtiger: das Gold oder der Tempel, der das Gold erst heilig macht?
Auch sagt ihr: Wenn einer beim Altar schwört, so ist das kein Eid; wer aber bei dem Opfer schwört, das auf dem Altar liegt, der ist an seinen Eid gebunden.
Ihr Blinden! Was ist wichtiger: das Opfer oder der Altar, der das Opfer erst heilig macht?
Wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf liegt.
Und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt.
Und wer beim Himmel schwört, der schwört beim Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Magisterregel, Mönchsregel des 6. Jahrhunderts
Prolog 1-14; SC 105
Der Scheideweg in unserem Herzen: „Das Tor ist weit, das ins Verderben führt…; das Tor, das zum Leben führt, ist eng.“ (Mt 7,13-14)

Mensch, der du diese Regel der Gemeinschaft laut vorliest, und du, der mir zuhört und die Lesung hört: lass jetzt deine anderen Gedanken beiseite; sei dir dessen bewusst: Wenn ich zu dir spreche, warnt dich Gott durch meinen Mund. Wir müssen aus eigenem Antrieb, durch unsere guten Taten und unsere redliche Absicht auf ihn, den Herrn und Gott, zugehen. Andernfalls werden wir wegen unserer sündhaften Nachlässigkeit vor ihn gerufen werden, und der Tod wird uns ereilen… Die Zeit, die uns noch bleibt, verleben wir wie einen Strafaufschub, währenddessen die Güte Gottes jeden Tag von uns Fortschritte erwartet; sie will, dass wir heute besser sind als gestern. Du, der du mir zuhörst: sei wachsam! So werden meine Worte durch deine geistige Anstrengung hinfinden zum Scheideweg deines Herzens. Wenn du dort bist, lasse den schlechten Weg, den Weg deiner Unwissenheit, hinter dir und stelle dich vor die beiden Wege, die sich dir öffnen. Es sind die beiden Weisen, wie man auf die Vorschriften des Herrn reagiert. Wir suchen den Weg zu Gott: so wollen wir innehalten an diesem Scheideweg in unserem Herzen und diese beiden aufmerksam betrachten, die beiden Möglichkeiten des Verständnisses, die sich uns eröffnen. Untersuchen wir, auf welchem der beiden Wege wir zu Gott gelangen können. Wenn wir uns nach links halten – dieser Weg ist breit –, ist zu befürchten, dass es eher der Weg ist, der ins Verderben führt. Wenn wir uns nach rechts wenden, sind wir auf dem rechten Weg; denn er ist eng, und führt alle, die beharrlich dienen, zu ihrem Herrn selbst… Bring dich also in Übereinstimmung mit dem, was du hörst, bevor du das Licht dieser Welt verlässt; denn du wirst erst bei der Auferstehung hierher zurückkommen. Und wenn du dich hienieden und derzeit richtig verhalten hast, wirst du zusammen mit den Heiligen zur ewigen Herrlichkeit bestimmt sein.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 27. August 2013, 09:16:56
Evangelium nach Matthäus 23,23-26.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und laßt das Wichtigste im Gesetz außer acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. Man muß das eine tun, ohne das andere zu lassen.
Blinde Führer seid ihr: Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr haltet Becher und Schüsseln außen sauber, innen aber sind sie voll von dem, was ihr in eurer Maßlosigkeit zusammengeraubt habt.
Du blinder Pharisäer! Mach den Becher zuerst innen sauber, dann ist er auch außen rein.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Origenes (um 185 - 253), Priester und Theologe
Homilien über das Evangelium nach Lukas, Nr. 21; PG 13, 1855; SC 87
„Mach zuerst das Innere sauber“: einen Weg in unser Herz bahnen

Bei dem Propheten Jesaja heißt es: „Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste. Baut ihm eine ebene Straße“ (40,3). Der Herr will in euch einen Weg finden, auf dem er in euer Herz gelangen und dort umhergehen kann. Bahnt ihm diesen Weg; baut ihm eine ebene Straße… Wie sieht die Straße aus, die wir dem Herrn bauen sollen? Handelt es sich dabei um eine Straße aus Steinen? Kann das Wort Gottes sich einer solchen Straße bedienen? Müssen wir dem Herrn nicht vielmehr einen Weg in unserm Innern bauen und gerade und ebene Straßen in unserem Herzen anlegen? Ja, das ist der Weg, auf dem das Wort Gottes in das Menschenherz gelangen und sich dort niederlassen kann, in ein Herz, das fähig ist, es aufzunehmen. Wie groß ist das Menschenherz doch! Wie weit und geräumig, sofern es rein ist! Willst du seine Größe und Weite kennenlernen? Dann betrachte das Ausmaß seines göttlichen Wissens. Das Herz selber sagt: „Gott verlieh mir untrügliche Kenntnis der Dinge, so dass ich den Aufbau der Welt und das Wirken der Elemente verstehe, Anfang und Ende und Mitte der Zeiten, die Abfolge der Sonnenwenden und den Wandel der Jahreszeiten, den Kreislauf der Jahre und die Stellung der Sterne, die Natur der Tiere und die Wildheit der Raubtiere, die Gewalt der Geister und die Gedanken der Menschen, die Verschiedenheit der Pflanzen und die Kräfte der Wurzeln“ (Weish 7,17-20). Man sieht, dass es nicht klein ist, das Menschenherz, wenn es so vieles begreift… Wenn es also nicht klein ist und so vieles begreifen kann, kann man in ihm einen Weg für den Herrn bauen und eine gerade Straße anlegen, auf der sich das Wort, die Weisheit Gottes, bewegt. Bereite dem Herrn einen Weg durch ein gutes Gewissen, ebne die Straße, damit das Wort Gottes in dir unbehelligt ausschreitet und dir von seinen Geheimnissen und seinem Kommen Kenntnis gibt.

Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 28. August 2013, 08:47:46
Evangelium nach Matthäus 23,27-32.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr seid wie die Gräber, die außen weiß angestrichen sind und schön aussehen; innen aber sind sie voll Knochen, Schmutz und Verwesung.
So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen aber seid ihr voll Heuchelei und Ungehorsam gegen Gottes Gesetz.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler der Gerechten
und sagt dabei: Wenn wir in den Tagen unserer Väter gelebt hätten, wären wir nicht wie sie am Tod der Propheten schuldig geworden.
Damit bestätigt ihr selbst, daß ihr die Söhne der Prophetenmörder seid.
Macht nur das Maß eurer Väter voll!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Balduin von Ford (? - um 1190), Zisterzienserabt, dann Bischof
Abhandlung 10 : PL 204, 515-516
Herr, nimm mir das Herz von Stein

Wir sollen Christus lieben, wie er uns geliebt hat. Er hat uns ein Beispiel gegeben, damit wir seinen Spuren folgen (1 Petr 2,21). Deshalb sagt er: „Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz“ (Hld 8,6), was soviel bedeutet wie: „Liebe mich, so wie ich dich liebe. Trag mich in deinem Geist, in deinem Gedächtnis, in deinem Wollen, in deinem Jammern, Seufzen und Klagen. Denk daran, Mensch, wie ich dich ausgestattet habe, als ich dich schuf, wie sehr ich dich über die anderen Geschöpfe erhoben habe, welche Würde ich dir verliehen habe, wie ich dich mit Ruhm und Ehre gekrönt habe, wie ich dir einen Platz zugewiesen habe, nur geringfügig unter den Engeln, und wie ich dir alles zu Füßen gelegt habe (Ps 8). Erinnere dich nicht nur an alles, was ich für dich getan habe, sondern auch an alle Versuchungen und Demütigungen, die ich um deinetwillen durchlitten habe... Und du, wenn du mich liebst, dann zeige es; liebe, nicht mit Worten und Zunge, sondern mit Tat und Wahrheit... leg mich wie ein Siegel auf dein Herz und liebe mich mit deiner ganzen Kraft“... -- Herr, nimm das Herz von Stein aus meiner Brust, dieses harte, unbeschnittene Herz. Gib mir ein neues Herz, ein Herz von Fleisch, ein reines Herz (Ez 36,26). Du, der du die Herzen reinigst, die reinen Herzen liebst, nimm mein Herz in Besitz und nimm darin Wohnung.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 29. August 2013, 08:31:59
Liebe Mitchristen,

Es wird über Kriege und Vergeltungsschläge gegen Syrien gesprochen, als ob dies keine Sünde wäre! Unsere Politiker haben sich in manchen Bereichen sehr weit von der Moral und dem Sündenbewusstsein entfernt, als ob es keine Macht über sie gäbe. Auch die Kirche schweigt dazu!
Lasst uns alles opfern und sühnen für den Frieden in der Welt! Lasset uns den Rosenkranz beten in der Hoffnung diese Kriegsdrohungen von uns allen fern zu halten! Lasst uns opfern und fasten für den Frieden und für unsere Politiker denn die Zeit drängt!

In caritas dei

dominique
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 30. August 2013, 08:26:43
Evangelium nach Matthäus 25,1-13.
Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug.
Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl,
die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit.
Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein.
Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!
Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht.
Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus.
Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht.
Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen.
Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!
Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 31. August 2013, 10:36:47
Evangelium nach Matthäus 25,14-30.
Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.
Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort
begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu.
Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu.
Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.
Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen.
Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen.
Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen.
Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wußte, daß du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;
weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder.
Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewußt, daß ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe.
Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten.
Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluß haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 01. September 2013, 09:18:55
Evangelium nach Lukas 14,1.7-14.
Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen kam, beobachtete man ihn genau.
Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, nahm er das zum Anlaß, ihnen eine Lehre zu erteilen. Er sagte zu ihnen:
Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, such dir nicht den Ehrenplatz aus. Denn es könnte ein anderer eingeladen sein, der vornehmer ist als du,
und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müßtest den untersten Platz einnehmen.
Wenn du also eingeladen bist, setz dich lieber, wenn du hinkommst, auf den untersten Platz; dann wird der Gastgeber zu dir kommen und sagen: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen.
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten.
Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein.
Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
 

Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bruno von Segni (um 1045 – 1123), Bischof
Kommentar zum Lukasevangelium, 2, 14
"Mein Mahl ist bereitet... Alles steht bereit; kommt zum Hochzeitsmahl" (Mt 22,4)

Der Herr war zu einem Hochzeitsmahl eingeladen. Er beobachtete die Gäste und bemerkte, dass sich alle die vordersten Plätze aussuchten..., weil jeder sich vor die anderen platzieren und sich über die anderen stellen wollte. Und er erzählte ihnen ein Gleichnis (Lk 14,16-24), das, selbst wenn man es wörtlich nähme, sehr nützlich und für alle notwenig ist, die in den Augen der Leute etwas gelten wollen und sich vor der Erniedrigung fürchten...
Doch da diese Geschichte ein Gleichnis ist, bekommt sie eine Bedeutung, die den wörtlichen Sinn übersteigt. Betrachten wir also näher, was das für eine Hochzeit ist und wer die Eingeladenen sind. Die Hochzeit vollzieht sich täglich in der Kirche. Jeden Tag feiert der Herr die Hochzeit, denn an jedem Tag vereint er sich mit den Seelen der Gläubigen, die getauft werden oder aus dieser Welt in das Himmelreich hinübergehen. Und wir, die wir den Glauben an Jesus Christus und das Siegel der Taufe empfangen haben, wir sind alle eingeladen zu dieser Hochzeit. Eine Festtafel wurde für uns hergerichtet, von der die Schrift sagt: „Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.“ (Ps 23,5). Wir finden darauf die Opferbrote, das Mastkalb, das Lamm, das die Sünden der Welt auf sich nimmt (Ex 25,30; Lk 15,23; Joh 1,29). Hier wird uns das lebendige Brot, das vom Himmel herabkommt, und der Kelch des Neuen Bundes gereicht (Joh 6,51; 1Kor 11,25). Hier werden uns das Evangelium und die Apostelbriefe, die Bücher des Mose und der Propheten vorgesetzt, die wie Gerichte voller Köstlichkeiten erscheinen.
Was könnten wir noch mehr wünschen? Warum sollten wir nach den ersten Plätzen Ausschau halten? Welchen Platz auch immer wir wählen, wir haben alles im Überfluss und uns fehlt es an nichts.



Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 02. September 2013, 10:41:06
Der heilige Kreuzweg

Komm, liebe Christenschar, mit demutsvollem Herzen, man stellt Dir hier dar
des Heilands grosse Schmerzen. Bei jeder Station siehst du, was Gottes Sohn
aus liebe zu dir gelitten: Bedenk`s und eil nicht davon!

1. Jesus wird zum Tode verurteilt.
Das holde Angesicht der Wahrheit wird geschlagen. Vergessen aller Pflicht,
hört man sie fälschlich klagen, der Lügner stolze Rott und mit vereintem Spott
verdammen Volk und Richter die Unschuld selbst zum Tod.

2. Jesus nimmt das schwere Kreuz auf seine Schultern.
Des Bluts, der Wunden voll, gequält von Angst und Plagen, war Jesus, und er soll auf seinen Schultern tragen des Kreuzes schwere Last! Sieh, wie Er sie umfasst,und allen seinen Schafen ein Beispiel hinterlässt.

3. Jesus fällt das erste Mal unter dem Kreuz.
Der harte Todesgang schwächt Jesu alle Glieder. Der Werg ist rauh und lang, Er fällt auf selbem nieder. Bedenk es lieber Christ, weil du auch Ursach bist,
dass Jesus Kreuzesbürde so schrecklich drückend ist.

4. Jesus begegnet seiner Mutter.
Ach, welche Stich durchgehn die zartesten zwei Herzen, da sie einander sehn,
in solchem Meer von Schmerzen! Die Mutter samt dem Sohn trägt diesen bitteren Lohn statt treuer Gegenlieb für ihre Lieb davon.

5. Simon hilft Jesus das Kreuz tragen.
Der Heiland muss beinah ganz kraftlos unterliegen. Als dies die Rotte sah
sprach sie: "Du musst dich fügen, Simon, du bist der Mann, der`s Kreuz nachtragen kann." Er nahm, obschon verspottet, sich treu des Heilands an.

6. Veronika reicht Jesus das Schweisstuch.
Das schönste Angesicht, einst herrlicher als Sonnen, kennt man beinahe nicht,
mit Blut ist`s überronnen. O Mensch, vergiss doch nicht dies heilig Angesicht.
Und Gottes Bild zu werden, sei deine liebste Pflicht.

7. Jesus fällt das zweite Mal nieder.
Der Heiland hat stets Mut, den Kreuzweg fortzusetzen und jeden Schritt mit Blut
und Tränen zu benetzen. Die grösste seiner Huld und himmlischen Geduld nimmt zu und will bezahlen für uns die ganze Schuld.

8. Jesus tröstet die weinenden Frauen.
"O weinet über euch," sprach Jesus, "Töchter weinet, dass ihr in meinem Reich
einst sündenfrei erscheint." Die Sünder werden nicht entfliehen dem Gericht,
das bald nach diesen Tagen in diese Welt einbricht.

9. Jesus fällt das dritte Mal nieder.
Der Hügel naht heran, wo Jesus, uns zum Guten, für Feind, für jedermann sein Leben will verbluten. Er bringt am Kreuzaltar sich selbst zum Opfer dar.
O Seele, denk, wie göttlich, wie gross die Liebe war!

10. Jesus wird seiner Kleider beraubt.
Vollendet ist zwar nun die lange Marterreise, doch nicht um auszuruhn, stehn nun die Feind im Kreise. Mit Gall vermischter Wein soll Jesu Labsal sein. Man reisset ihm die Kleider vom Leib zur neuen Pein.

11. Jesus wird gekreuzigt.
Die Mörder greifen an und werfen Jesum nieder aufs Kreuz und nageln dran mit Wut die wunden Glieder. Die Nägel scharf gespitzt geh`n tief, das Blut aufspritzt. Dies litt, der jetzt zur Rechten bei seinem Vater sitzt.

12. Jesus stirbt am Kreuz.
Er stirbt am Kreuz, der Herr, durch den wir alle leben, durchstochen ist vom Speersein liebend Herz. Es beben die Felsen, schwarze Nacht bedeckt der Sonne Pracht, und Erd und Himmel trauern dem Herrn, der sie gemacht.

13. Jesus wird vom Kreuz abgenommen.
Maria Mutterherz, das vieles Leid empfunden, durchbohrt ein neuer Schmerz,
da sie jetzt Jesu Wunden, so viele tief und gross am Leichnahm auf dem Schoss
beschaut, dass aus den Augen ein Strom von Tränen floss.

14. Jesus wird in das Grab gelegt.
Vollbracht ist nun die Bahn der Leiden, und die Frommen, so gut ein jeder kann,
vereinen sich und kommen zur Leiche, in das Grab, ins neue Felsengrab legt man mit Dankestränenden Heiland sanft hinab.

Schluss
Nun, liebe Christenschar, lass dir doch Jesu Leiden umsonst nicht stellen dar.
Bleib bis an dein Verscheiden in Gegenliebe treu. Lass jede Sünd aufs neue,
dass du ihm wohlgefallest und Er stets bei dir sei. +
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 03. September 2013, 09:26:05
Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. September 2013 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
„Liebe Kinder! Ich liebe euch alle. All ihr, all meine Kinder, all ihr seid in meinem Herzen. All ihr habt meine mütterliche Liebe und ich möchte euch alle führen, dass ihr die Freude Gottes kennen lernt. Deshalb rufe ich euch. Ich brauche demütige Apostel, die mit offenem Herzen das Wort Gottes annehmen und den anderen helfen, dass sie mit dem Wort Gottes den Sinn ihres Lebens begreifen. Um dies zu können, meine Kinder, müsst ihr durch Gebet und Fasten mit dem Herzen lernen zuzuhören und zu gehorchen. Ihr müsst lernen, all das abzuwehren, was euch vom Wort Gottes entfernt, und euch nur nach dem zu sehnen, was es euch näher bringt. Fürchtet euch nicht. Ich bin hier. Ihr seid nicht allein. Ich bitte den Heiligen Geist euch zu erneuern und zu stärken. Ich bitte den Heiligen Geist, dass während ihr den anderen helft, ihr selbst heilt. Ich bitte Ihn, dass ihr durch Ihn Kinder Gottes und meine Apostel werdet. (Mit großer Sorge hat die Muttergottes gesagt): Wegen Jesus, wegen meinem Sohn, liebt jene, die Er berufen hat, und sehnt euch nach dem Segen nur jener Hände, die Er geweiht hat. Erlaubt dem Bösen nicht, dass er zu herrschen beginnt. Von neuem wiederhole ich, nur mit euren Hirten wird mein Herz siegen. Erlaubt dem Bösen nicht, dass er euch von euren Hirten trennt. Ich danke euch.“
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 04. September 2013, 09:10:10
Evangelium nach Lukas 4,38-44.
In jener Zeit verließ Jesus die Synagoge und ging in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon hatte hohes Fieber, und sie baten ihn, ihr zu helfen.
Er trat zu ihr hin, beugte sich über sie und befahl dem Fieber zu weichen. Da wich es von ihr, und sie stand sofort auf und sorgte für sie.
Als die Sonne unterging, brachten die Leute ihre Kranken, die alle möglichen Leiden hatten, zu Jesus. Er legte jedem Kranken die Hände auf und heilte alle.
Von vielen fuhren auch Dämonen aus und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Da fuhr er sie schroff an und ließ sie nicht reden; denn sie wußten, daß er der Messias war.
Bei Tagesanbruch verließ er die Stadt und ging an einen einsamen Ort. Aber die Menschen suchten ihn, und als sie ihn fanden, wollten sie ihn daran hindern wegzugehen.
Er sagte zu ihnen: Ich muß auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden.
Und er predigte in den Synagogen Judäas.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :


Katechismus der Katholischen Kirche § 309-310
„Die Schwiegermutter des Simon hatte hohes Fieber“

Wenn doch Gott, der allmächtige Vater, der Schöpfer einer geordneten und guten Welt, sich aller seiner Geschöpfe annimmt, warum gibt es dann das Böse? Jede vorschnelle Antwort auf diese ebenso bedrängende wie unvermeidliche, ebenso schmerzliche wie geheimnisvolle Frage wird unbefriedigt lassen. Der christliche Glaube als ganzer ist die Antwort auf diese Frage: Das Gutsein der Schöpfung, das Drama der Sünde, die geduldige Liebe Gottes, der dem Menschen entgegenkommt. Er tut dies durch seine Bundesschlüsse, durch die erlösende Menschwerdung seines Sohnes und die Gabe des Geistes; er tut es durch das Versammeln der Kirche und die Kraft der Sakramente; er tut es schließlich durch die Berufung zu einem glückseligen Leben. Die freien Geschöpfe sind im voraus eingeladen, diese Berufung anzunehmen. Sie können diese aber auch - ein erschreckendes Mysterium - im voraus ausschlagen. Es gibt kein Element der christlichen Botschaft, das nicht auch Antwort auf das Problem des Bösen wäre.

Warum aber hat Gott nicht eine so vollkommene Welt erschaffen, daß es darin nichts Böses geben könnte? In seiner unendlichen Macht könnte Gott stets etwas Besseres schaffen [Vgl. Thomas v. A., s. th. 1,25,6.]. In seiner unendlichen Weisheit und Güte jedoch wollte Gott aus freiem Entschluß eine Welt erschaffen, die ,,auf dem Weg" zu ihrer letzten Vollkommenheit ist. Dieses Werden bringt nach Gottes Plan mit dem Erscheinen gewisser Daseinsformen das Verschwinden anderer, mit dem Vollkommenen auch weniger Vollkommenes mit sich, mit dem Aufbau auch den Abbau in der Natur. Solange die Schöpfung noch nicht zur Vollendung gelangt ist, gibt es mit dem physisch Guten folglich auch das physische Übel [Vgl. Thomas v. A., s. gent. 3,71.].



Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 05. September 2013, 08:28:49
Litanei vom allerheiligsten Antlitz

Herr, erbarme Dich unser. Christus, erbarme Dich unser Herr, erbarme Dich unser. Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.
Gott Vater vom Himmel. Gott Sohn, Erlöser der Welt. Gott Heiliger Geist
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott.
Heiliges Antlitz des Sohnes des lebendigen Gottes.
Heiliges Antlitz, Spiegel der Majestät Gottes.
Heiliges Antlitz unseres Erlösers.
Heiliges Antlitz, mit blutigem Angstschweiss überronnen.
Heiliges Antlitz, verdemütigt durch den Kuss des Verräters.
Heiliges Antlitz, mit Backenstreichen grausam geschlagen.
Heiliges Antlitz, mit Schmach bedeckt.
Heiliges Antlitz, schändlich verschleiert.
Heiliges Antlitz, geschlagen mit einem Rohr.
Heiliges Antlitz, durch die Dornen verwundet.
Heiliges Antlitz, durch Wundfieber und Durst gequält.
Heiliges Antlitz, beim Urteil vor der wogenden Menge des Volkes.
Heiliges Antlitz, mit schmerzhaften Tränen benetzt.
Heiliges Antlitz, im Schweisstuch der Veronika eingedrückt.
Heiliges Antlitz, mit Lästerungen überhäuft.
Heiliges Antlitz, sich sterbend am Kreuze geneigt.
Heiliges Antlitz, durch Narben und Schläge verunstaltet.
Heiliges Antlitz, am Grabtuch wunderbar dargestellt.
Heiliges Antlitz, durch die Auferstehung verherrlicht.
Heiliges Antlitz, du Freude aller Engel und Heiligen.
Heiliges Antlitz, Trost der Betrübten.
Heiliges Antlitz, durch dessen Verehrung wir Hilfe in den Bedrängnissen erfahren.
O Du Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünden der Weit, zeige uns Dein heiliges Antlitz, wende uns Dein heiliges Angesicht zu, und wir werden gerettet. Amen +
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 06. September 2013, 08:28:20
Evangelium nach Lukas 5,33-39.
In jener Zeit sagten die Pharisäer und Schriftgelehrten zu Jesus: Die Jünger des Johannes fasten und beten viel, ebenso die Jünger der Pharisäer; deine Jünger aber essen und trinken.
Jesus erwiderte ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist?
Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; in jenen Tagen werden sie fasten.
Und er erzählte ihnen auch noch ein Gleichnis: Niemand schneidet ein Stück von einem neuen Kleid ab und setzt es auf ein altes Kleid; denn das neue Kleid wäre zerschnitten, und zu dem alten Kleid würde das Stück von dem neuen nicht passen.
Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Denn der neue Wein zerreißt die Schläuche; er läuft aus, und die Schläuche sind unbrauchbar.
Neuen Wein muß man in neue Schläuche füllen.
Und niemand, der alten Wein getrunken hat, will neuen; denn er sagt: Der alte Wein ist besser.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :


Katechismus der Katholischen Kirche § 313-314
„Der Bräutigam [ist] bei ihnen“

„Wir wissen, daß Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt" (Röm 8,28). Das bezeugen die Heiligen immer wieder: Die hl. Katharina von Siena sagt deshalb „zu denen, die an dem, was ihnen zustößt, Ärgernis nehmen und sich dagegen auflehnen: „Dies geht aus Liebe hervor, alles ist auf das Heil des Menschen hingeordnet. Gott tut nichts außer mit diesem Ziel" (dial. 4,138). Der hl. Thomas Morus tröstet kurz vor seinem Martyrium seine Tochter: „Es kann nichts geschehen, was Gott nicht will. Was immer er aber will, so schlimm es auch scheinen mag, es ist für uns dennoch wahrhaft das Beste" (Brief). Und Juliana von Norwich sagt: „Durch die Gnade Gottes wurde ich inne, daß ich mich fest an den Glauben halten und nicht weniger fest sehen muß, daß alles, wie es auch sein mag, gut sein wird. ... Und du wirst sehen, daß alles, alles gut sein wird" (rev. 32).

Wir glauben fest, daß Gott der Herr der Welt und der Geschichte ist. Die Wege seiner Vorsehung sind uns jedoch oft unbekannt. Erst am Schluß, wenn unsere Teilerkenntnis zu Ende ist und wir Gott „von Angesicht zu Angesicht" schauen werden (1 Kor 13,12), werden wir voll und ganz die Wege erkennen, auf denen Gott sogar durch das Drama des Bösen und der Sünde hindurch seine Schöpfung zur endgültigen Sabbatruhe [Vgl. Gen 2,2.] führt, auf die hin er Himmel und Erde erschaffen hat.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 07. September 2013, 13:08:20
Liebe Mitchristen

Die Sünde frisst uns alle auf! Niemand kann sich vor ihr schützen und sein Seelenheil rein halten! Sogar Pater PIO musste  3 Tage ins Fegfeuer, und wir wissen alle was  dieser Heilige Mensch gelitten hat!
Da kommt einem schnell der Gedanke" Ach was solls" "Gott wird mir das schon vergeben"
Gott der liebende Vater ist schon sehr barmherzig, und am Liebsten würde er allen vergeben, aber er muss auch Gerechtigkeit walten lassen. Dies fordert Satan von Ihm ab und dies ist auch der Grund warum Satan uns so zur Sünde verführt! Er weiss dass so Gottes Gerechtigkeit vor seiner Barmherzigkeit walten muss, und wer sich von Gott trennte im Leben ohne Reue, den kann Gott nicht retten auch wenn er es liebend täte.
Aber es war eben diese Gerechtigkeit die Luzifer zu Satan werden liess und in die Hölle stürtzte. Gott sei Dank hat Jesus durch sein Leiden aber der Barmherzigkeit Gottes die Möglichkeit gegeben das Fegfeuer entstehen zu lassen um so doch noch nach langer Reinigungszeit viele Seelen zu sich ins Reich zu holen.
Sind wir uns dessen auch bewusst? Ahnen wir was Gott und Jesus alles vollbracht haben um dem Irrweg der Sünde einen schmalen Weg der Rettung anzubieten?Leben wir deshalb bewusster in Busse, Reue und Sühne um der heroïschen Rettungstat Christi gerecht zu werden und ihm durch unser Rosenkranzgebet zu helfen noch ganz verlorene Sünder zu retten, angefangen vielleicht mit uns


In Caritas Dei

Dominique
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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 08. September 2013, 11:55:48
Evangelium nach Lukas 14,25-33.
In jener Zeit als viele Menschen Jesus begleiteten, wandte er sich an sie und sagte:
Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.
Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.
Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen?
Sonst könnte es geschehen, daß er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten
und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.
Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt?
Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden.
Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel


WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?
 Wenn ich Sonntags zur Messe gehe und dort nur mehr 3O% der Gläubigen vorfinde als vor 1O Jahre, ich sehe dass ihr Durchschnittsalter 6O Jahre ist, wenn ich keine Kinder noch Jugendliche noch Junge Erwachsenen unter 40 Jahre mehr sehe, dann muss ich mir mit Schrecken die Frage stellen, was wir Alten in den letzten 50 Jahren falsch gemacht haben um solch einen Glaubensschwund zu verursachen.Wenn ich feststellen muss dass seit 25 Jahren niemand bei uns mehr zum Priester geweiht wurde noch ins Ordensleben eingetreten ist, dann kann ich nicht nur sagen, dass ist ein gesellschaftliches Phenomen!!!
Etwas müssen wir falsch gemacht haben dass wir das Feuer des Glaubens und der Glaubenspraxis nicht übermitteln konnten, dass wir nicht die Bedingungen geschafft haben damit Berufungen gedeihen! Was ist schief gelaufen: War es die Reform des Vatikanischen Konzils? Waren wir nur Gewohnheitschristen die unseren Jugendlichen nicht glaubwürdig waren? Warum finden alle Jugendliche mehr Freude und Geborgenheit in Facebook und Partys? Könnte es sein dass die sich seit 5O Jahren sonntaglich wiederholenden gleiche Messabläufe den Jugendlichen öde und Sinnlos vorkommt? All diese Fragen verzweifeln mich besonders dass spätestens in 10 Jahren kein Priester mehr bei uns die Messe halten kann noch Sünden vergeben kann: was geschieht dann mit der Kirche Christi? Eure Meinung dazu wäre mir ein Trost!

in Caritas dei :-[

Dominique
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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 09. September 2013, 10:26:26
Man kann sich den Him­mel ver­die­nen
 
Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.
 
Geliebte im Herrn!
 
Vor weni­gen Tagen fragte mich eine Dame aus unse­rer Gemeinde: „Kann man sich den Him­mel ver­die­nen?“ Mit die­ser Frage sind das Ver­dienst, seine Mög­lich­keit und seine Berech­ti­gung ange­spro­chen. Kann man sich den Him­mel ver­die­nen, so fragte die Dame. Die Grund­lage des Ver­diens­tes sind die guten Werke. Wer vom Ver­dienst spre­chen will, muss zuerst von den guten Wer­ken spre­chen, denn ver­dienst­lich sind eben nur gute Werke. Wir wol­len des­we­gen zwei Sätze auf­stel­len und über sie nach­sin­nen. Ers­tens: Gute Werke sind not­wen­dig, um das Heil zu erlan­gen. Zwei­tens: Gute Werke sind ver­dienst­lich vor Gott.

Der erste Satz lau­tet: „Gute Werke sind not­wen­dig, um das Heil zu erlan­gen.“ Was sind gute Werke? Gute Werke sind freie Hand­lun­gen des Men­schen, die nach Inhalt und Absicht mit dem gött­li­chen Gesetz über­ein­stim­men. Diese alle sind gute Werke: Freie Hand­lun­gen des Men­schen, die nach Inhalt und Absicht mit dem gött­li­chen Gesetz, also mit den Gebo­ten, über­ein­stim­men. Gute Werke wer­den unter­schie­den in natür­lich gute Werke und in über­na­tür­lich gute Werke. Die natür­lich guten Werke stam­men allein aus den sitt­li­chen Kräf­ten des Men­schen, aus der blo­ßen Natur. Der Mensch kann auch im gefal­le­nen Zustand man­ches natür­lich gute Werk ohne Gna­den­hilfe voll­brin­gen. Die natür­lich guten Werke haben zwar für die Über­na­tur keine Bedeu­tung, aber sie räu­men die Hin­der­nisse hin­weg, die der Gnade den Weg ver­weh­ren. Luther war ganz ande­rer Ansicht. Er lehrte: „Der Gerechte sün­digt in jedem guten Werke.“ Wie kann man einen sol­chen Unsinn sagen! Dem gefal­le­nen Men­schen und dem ungläu­bi­gen Men­schen muss auf Grund sei­ner ver­blie­be­nen geis­ti­gen Natur die Befä­hi­gung zu sitt­lich guten Wer­ken zuge­spro­chen wer­den, die grund­sätz­lich ohne aktu­elle wie hab­i­tu­elle Gnade und ohne Glau­ben gesche­hen kön­nen. Das ist tröst­lich, weil einer, der in der Tod­sünde lebt, nicht mei­nen muss: „Ich kann jetzt nichts mehr tun für mein Heil.“ O ja, er kann selbst in der Tod­sünde noch gute Werke ver­rich­ten, natür­lich gute Werke, die der Gnade den Weg berei­ten. Die über­na­tür­lich guten Werke stam­men aus der Gnade als ihrem vor­züg­li­chen Prin­zip. Sie sind von einem über­na­tür­li­chen Motiv getra­gen, und sie sind auf den über­na­tür­li­chen End­zweck hin­ge­rich­tet. Die guten Werke des Gerecht­fer­tig­ten, die guten Werke im Gna­den­stande, sind Taten Got­tes, die vom Wir­ken des Men­schen auf­ge­nom­men und zur mensch­lich geschicht­li­chen Aktua­li­tät gebracht wer­den. Sie sind ganz Werke Got­tes und ganz Werke des Men­schen, aber unter­schie­den durch die je eigen­tüm­li­che Wirk­weise. Gott als dem All­ver­ur­sa­cher kom­men die guten Werke abso­lut und selb­stän­dig zu. Dem Men­schen als der Zwei­tur­sa­che kom­men sie in Abhän­gig­keit und als gna­den­hafte Teil­habe an Gott zu. Also kein Wider­spruch, wenn wir sagen, gute Werke sind sowohl die Taten Got­tes als auch die Taten des Men­schen, näm­lich jeweils in ver­schie­de­ner Rich­tung. Wenn man ohne nähere Bezeich­nung von guten Wer­ken spricht, so sind die im Stande der hei­lig­ma­chen­den Gnade ver­rich­te­ten Hand­lun­gen gemeint. Man muss, meine lie­ben Freunde, nichts Außer­ge­wöhn­li­ches tun, um gute Werke zu ver­rich­ten. Nicht bloß beten, fas­ten und Almo­sen geben sind gute Werke, son­dern alles, was wir als Gerecht­fer­tigte in rich­ti­ger und sach­li­cher Weise nach Got­tes Wil­len tun, das sind gute Werke. Unsere Berufs­ar­beit, unsere häus­li­chen Pflich­ten sind gute Werke, wenn sie in der rech­ten Absicht und im Gna­den­stande gesche­hen.

Es ist ein Dogma der katho­li­schen Kir­che, dass der Gerecht­fer­tigte gute Werke voll­brin­gen muss. Gute Werke sind not­wen­dig. Den­ken Sie an Johan­nes den Täu­fer. „Jeder Baum, der keine Frucht bringt, wird aus­ge­hauen und ins Feuer gewor­fen.“ Das sind die guten Werke, die man bei ihm ver­misst. Den­ken Sie an das Gleich­nis von den Talen­ten. Der faule Knecht, der nicht gear­bei­tet hat, wird in die Fins­ter­nis hin­aus­ge­wor­fen, weil er keine guten Werke auf­zu­wei­sen hat. Gute Werke sind heils­not­wen­dig. „Nicht jeder, der zu mir sagt, Herr, Herr, wird in das Him­mel­reich ein­ge­hen, son­dern wer den Wil­len mei­nes himm­li­schen Vaters tut.“ Dem rei­chen Jüng­ling sagt der Herr: „Willst du zum Leben ein­ge­hen, so halte die Gebote.“ Das sind die guten Werke, die von dir ver­langt wer­den. Jako­bus, der Apos­tel Jako­bus, hebt wie kein ande­rer neu­tes­ta­ment­li­cher Autor die Not­wen­dig­keit, die Heils­not­wen­dig­keit der guten Werke her­vor. „Was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glau­ben, aber keine Werke? Kann ihn der Glaube ret­ten?“ Er erin­nert sich eben an das, was der Herr gesagt hat: „Was ihr einem der Gerings­ten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“

Gute Werke, nun, das ist der zweite Satz, sind ver­dienst­lich vor Gott. Es ist ein Dogma, ein Glau­bens­satz unse­rer Kir­che: Die guten Werke der Gerecht­fer­tig­ten sind vor Gott wahr­haft ver­dienst­lich. Wer getreu bis zum Ende wirkt und auf Gott hofft, dem stellt der Herr das Ewige Leben in Aus­sicht. Zugleich als Gnade, also als unver­dien­tes Geschenk, und zugleich als Lohn, der für gute Werke aus­ge­zahlt wird. Chris­tus lässt eben in die Gerecht­fer­tig­ten unauf­hör­lich seine Kraft ein­strö­men, und diese Kraft geht ihren Wer­ken vor­aus, damit sie gesche­hen. Sie beglei­tet sie und folgt ihnen nach. Ohne sie könnte kein Werk ver­dienst­lich vor Gott sein. Meine lie­ben Freunde, ich habe Sie gele­gent­lich hin­ge­wie­sen auf frü­here Kon­zi­lien. Und hier möchte ich das Kon­zil von Orange in Süd­frank­reich erwäh­nen, aus dem Jahre 529. In die­ser frü­hen Zeit hat das Kon­zil von Orange gelehrt: „Den guten Wer­ken wird Lohn geschul­det, wenn sie gesche­hen. Die Gnade Got­tes aber, die nicht geschul­det wird, geht vor­aus, damit sie gesche­hen.“ Hier ist in einer, ich möchte sagen, gera­dezu erleuch­te­ten Weise das Prin­zip der katho­li­schen Ver­dienst­lehre aus­ge­spro­chen. Den guten Wer­ken wird Lohn geschul­det, wenn sie gesche­hen. Die Gnade Got­tes aber, die nicht geschul­det wird, son­dern frei ist, geht vor­aus, damit sie gesche­hen. Das Kon­zil von Tri­ent hat die Ver­dienst­lehre ein für alle­mal gül­tig und immer blei­bend vor­ge­tra­gen. Das Kon­zil weist dar­auf hin, dass zwar die Schrift das Wort Ver­dienst nicht kennt, aber die Schrift spricht vom Lohn, von der Ver­gel­tung, vom Sie­ges­preis, von der Krone in glei­chem Sinne, wie wir vom Ver­dienst spre­chen. Der Lohn ist kein Anspruch, den der Mensch bei Gott gel­tend machen könnte, son­dern Gnade. Es ist Gna­den­lohn. Es ist ein frei gewähr­ter, nicht ein geschul­de­ter Lohn. Aber Gott hat sich ver­pflich­tet, Lohn zu zah­len für den, der gear­bei­tet hat. „Siehe, ich komme bald“, heißt es in der Apo­ka­lypse des Johan­nes, „und mit mir mein Lohn, um einem jeden nach sei­nen Wer­ken zu ver­gel­ten.“ Durch die Ver­dienst­lehre der Kir­che wird nicht eine neue mensch­li­che Selbst­herr­lich­keit auf­ge­rich­tet, als ob man sich rüh­men könnte der Ver­dienste. Nein, die Ver­dienste grün­den ja in der Kraft Got­tes und nur in ihr. Der Mensch kann über­na­tür­li­che Werte schaf­fen, weil und sofern Gott sie durch ihn schafft. Er kann nur in der Schöp­fer­kraft Got­tes schöp­fe­risch wer­den. Aber in die­ser Kraft wird er auch schöp­fe­risch. Denn wenn der von Gott ergrif­fene und durch­herrschte Mensch tätig wird, dann wird Gott durch ihn tätig. Es sind Got­tes eigene Werke, von denen wir sagen, dass sie ver­dienst­lich sind. Und des­we­gen beten wir ja auch in der Prä­fa­tion von Aller­hei­li­gen: „Wenn du, Gott, ihre Ver­dienste krönst, krönst du deine Werke.“ Der von Gott zur Frei­heit geschaf­fene Mensch wirkt in freier Ent­schei­dung und Ver­ant­wor­tung in der Kraft Got­tes die Werke Got­tes. Aber Got­tes Taten sind zugleich Men­schen­ta­ten. Wie immer man sich das Zusam­men von gött­li­cher Wirk­sam­keit und mensch­li­cher Mit­wirk­sam­keit erklä­ren mag, es ist sicher, dass eine Ver­ant­wor­tung des Men­schen für die guten Werke bleibt und dass er dafür von Gott Lohn erhält.

Was kann man sich denn ver­die­nen? Das Kon­zil von Tri­ent gibt dar­auf die Ant­wort. Man kann sich ver­die­nen den Zuwachs an Gnade, das Ewige Leben und die Ver­meh­rung der himm­li­schen Herr­lich­keit. Drei Dinge nennt das Kon­zil von Tri­ent: Ver­meh­rung der Gnade, das Ewige Leben und Zuwachs an Herr­lich­keit. Es lau­tet also die Ant­wort auf die Frage, die mir die Dame gestellt hat: Man kann, ich setze hinzu, man muss sich den Him­mel ver­die­nen.

Damit von­sei­ten des Men­schen ein Ver­dienst zustande kommt, sind einige Bedin­gun­gen not­wen­dig. Ers­tens: Der Mensch muss noch auf dem Wege sein – in statu via­to­ris – also noch im irdi­schen Leben. Nach dem Tode sind keine Ver­dienste mehr mög­lich. Jetzt ist die Zeit der Aus­saat. Jetzt ist der Tag der Arbeit. Darin liegt auch der gewal­tige Ernst des mensch­li­chen Lebens. Zwei­tens: Wer Ver­dienste erwer­ben will, muss im Stande der Gnade sein, d.h. er muss über­na­tür­lich gehei­ligt und gött­li­chen Lebens teil­haf­tig sein. Drit­tens: Das Werk, das er ver­rich­tet, muss eine freie, sitt­lich gute Hand­lung sein. Es muss also mit wah­rer inne­rer Wil­lens­frei­heit ver­rich­tet wer­den. Es kann aber auch jedes gute Werk zum Ver­dienst wer­den. Auch das pflicht­mä­ßig geleis­tete, auch unsere täg­li­che Arbeit im Beruf und im Haus. Auch das kann und soll Ver­dienst wer­den. Vier­tens: Der Beweg­grund des ver­dienst­li­chen Han­delns muss die Liebe zu Gott sein. Nach Pau­lus sind alle, auch die größ­ten Werke, nich­tig, wenn sie nicht aus Liebe gesche­hen. „Und wenn ich mei­nem Leib zum Ver­bren­nen gäbe, hätte aber die Liebe nicht, ich wäre nichts.“ Nach Jako­bus wird der in der Prü­fung Bewährte die Krone des Lebens emp­fan­gen, die Gott denen ver­leiht, die ihn lie­ben. Wer liebt, arbei­tet im wah­ren Sinne für Gott und seine Sache. Wer liebt, han­delt aus voll­kom­me­ner inne­rer Frei­heit. Bei­des macht die Taten des Loh­nes wür­dig. Es genügt die hab­i­tu­elle, also die ein­mal erweckte und anhal­tende Gesin­nung der Liebe, um gute Werke zu ver­rich­ten. Ein aktu­el­les Den­ken an Gott ist nicht not­wen­dig. Das ist ein gro­ßer Trost, meine lie­ben Freunde. Ein aktu­el­les Den­ken an Gott ist nicht not­wen­dig. Es genügt, die ein­mal erweckte Hal­tung der Liebe, um das ganze Wir­ken als gute Werke Gott dar­zu­brin­gen. Man spricht hier gewöhn­lich von der guten Mei­nung. Gute Mei­nung ist die Absicht, alles zur Ehre Got­tes oder aus Liebe zu Gott zu tun. Diese gute Mei­nung aller­dings erlässt uns Gott nicht. Sie müs­sen wir haben. Das ergibt sich aus dem Wesen der Sitt­lich­keit und aus den aus­drück­li­chen Gebo­ten Got­tes. Es fragt sich, wie oft wir die gute Mei­nung erwe­cken müs­sen, damit unser Han­deln über­na­tür­li­chen Wert erhält. Nun, ich sage noch ein­mal: Die jeweils eigene Erwe­ckung der guten Mei­nung ist zur Ver­dienst­lich­keit des Han­delns nicht not­wen­dig. Es genügt, wenn wir sie ein­mal gesetzt haben und nicht wider­ru­fen. Aber frei­lich, wir sind Gefah­ren und Ver­su­chun­gen aus­ge­setzt. Die gute Absicht bei uns kann sich abschwä­chen. Wir wis­sen ja, wie wir nach der Beichte gewöhn­lich gut anfan­gen, und dann lauer wer­den. Und des­we­gen emp­fiehlt sich die regel­mä­ßige Erwe­ckung der guten Mei­nung. Ich halte es für außer­or­dent­lich ver­dienst­lich, täg­lich die gute Mei­nung zu erwe­cken. An jedem Tage zu spre­chen: „O Gott, lass mich die­sen Tag zu Dei­ner Ehre, zum Heile mei­ner Seele, zum Segen für meine Mit­men­schen ver­brin­gen.“ Wenn Sie das spre­chen, meine lie­ben Freunde, da sam­meln Sie wahr­haft Schätze für den Him­mel. „O Gott, lass mich die­sen Tag zu Dei­ner Ehre, zum Heile mei­ner Seele, zum Segen für meine Mit­men­schen ver­brin­gen.“

Wir wis­sen alle, dass das Gerichts­ur­teil Got­tes, nach unse­rem Tode, nach den Wer­ken erfolgt. Jeder erhält Strafe oder Lohn nach dem, was er getan oder unter­las­sen hat. Dar­aus ergibt sich die Not­wen­dig­keit guter Werke, um im Gericht beste­hen zu kön­nen. Das gute Han­deln, die guten Werke sind den Men­schen zum Heile unbe­dingt not­wen­dig. Sie sind nicht die Wir­kur­sa­che des Heils, sie schaf­fen nicht das Heil, aber sie sind die Bedin­gung, die Bedin­gung, von der Gott sein barm­her­zi­ges Urteil abhän­gig macht. „Seid bestrebt, eure Beru­fung und Aus­er­wäh­lung durch gute Werke sicher­zu­stel­len“, heißt es im 2. Petrus­brief. „Seid bestrebt, eure Beru­fung und Aus­er­wäh­lung durch gute Werke sicher­zu­stel­len.“
 
Ich wurde gefragt: „Kann man sich den Him­mel ver­die­nen?“ Ich ant­worte: „Ja, man kann, man soll, man muss ihn sich ver­die­nen.“ Man muss die guten Werke voll­brin­gen, die dem gött­li­chen Rich­ter ermög­li­chen, das Urteil zu fäl­len: „Du guter und getreuer Knecht, du gute und getreue Magd, weil du über Weni­ges getreu gewe­sen bist, will ich dich über Vie­les set­zen. Geh‘ ein in die Freude dei­nes Herrn.“
 
Amen. 

aus Predigten des Prof. H.H.May
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 10. September 2013, 09:15:15
Sel. Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe
No Greater Love
„Er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott“

Wir können Gott nicht im Lärm, in der Unruhe finden. In der Stille hört uns Gott zu, in der Stille spricht er zu unserer Seele. In der Stille genießen wir das Privileg, seine Stimme zu hören:
Stille unserer Augen.
Stille unserer Ohren.
Stille unseres Mundes.
Stille unseres Geistes.
In der Stille des Herzens
spricht Gott.

Die Stille des Herzens ist notwendig, um Gott in allem zu hören – in der sich schließenden Tür, in dem Menschen, der dich beansprucht, im Gesang der Vögel, in den Blumen, in den Tieren. Wenn wir auf Stille bedacht sind, ist es leicht zu beten. In dem, was wir sagen und schreiben, ist so viel Geschwätz, so viel Wiederholung und Plapperei. Unser Gebetsleben leidet, weil unser Herz nicht in die Stille findet. Ich möchte auf die Stille meines Herzens sorgfältiger achten, damit ich in dieser Stille seine tröstenden Worte höre und aus vollem Herzen Jesus tröste, der im Elend der Armen verborgen ist. [/b
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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 11. September 2013, 08:26:12
Evangelium nach Lukas 6,20-26.
In jener Zeit richtete Jesus seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes.
Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen.
Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht.
Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten.
Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen.
Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Leo der Große (? - um 461), Papst und Kirchenlehrer
Predigt 95 (Übers.: P. Viktor L. OFMCap)
"Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes"

„Selig die Armen im Geist, denn ihnen gehört das Himmelreich“ (Mt 5,3). Man könnte sich fragen, von welchen Armen die Wahrheit sprechen wollte. Als sie sagte: „Selig die Armen“ hatte sie nichts angefügt über die Art der Armen, die hier zu verstehen sei. Es könnte also scheinen, um das Himmelreich zu verdienen, genüge allein der Mangel, welchen viele als Wirkung einer peinlichen und harten Bedürftigkeit erleiden. Aber indem er sagt: „Selig die Armen im Geiste“, zeigt der Herr, dass das Himmelreich denen zuteil wird, die eher von der Demut des Herzens als vom Mangel an Mitteln empfohlen werden.

Man kann indessen nicht daran zweifeln, dass die Armen leichter als die Reichen das Gut erreichen, welches diese Demut ist, denn ihnen ist die Milde eine Freundin in ihrer Not, während jenen der Stolz Begleiter ist in ihrem Überfluss. Dennoch findet man auch unter den Reichen jene Bereitschaft des Herzens, die sie dazu bringt, ihren Reichtum nicht zu benutzen, um sich aufzublähen, sondern um Güte zu üben, und was großen Gewinn bringt, wird ausgegeben, um das Elend und die Not anderer zu lindern. Allen Arten und Klassen der Menschen ist es gegeben, an dieser Tugend teilzuhaben, denn sie können gleich sein in der Absicht und ungleich im Glück. Es ist weniger bedeutend, um wie viel die Menschen sich bezüglich der irdischen Güter unterscheiden, als dass sie einander gleich sind in den geistigen Gütern. Selig also jene Armut, die nicht fesselt an die Liebe zu den zeitlichen Gütern; sie strebt nicht danach, das Glück in dieser Welt zu vermehren, sondern begehrt reich zu werden an himmlischen Gütern.





Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 12. September 2013, 08:26:46
Evangelium nach Lukas 6,27-38.
Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen.
Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch mißhandeln.
Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin, und dem, der dir den Mantel wegnimmt, laß auch das Hemd.
Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand etwas wegnimmt, verlang es nicht zurück.
Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen.
Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden.
Und wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank erwartet ihr dafür? Das tun auch die Sünder.
Und wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern in der Hoffnung, alles zurückzubekommen.
Ihr aber sollt eure Feinde lieben und sollt Gutes tun und leihen, auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!
Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlaßt einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.
Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Enzyklika „Dives in Misericordia“, § 3 (©Liberia Editrice Vaticana)
„Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!“

Zahlreich sind die Abschnitte in der Unterweisung Christi, welche die erbarmende Liebe unter immer neuen Gesichtspunkten schildern. Halten wir uns nur den guten Hirten vor Augen auf der Suche nach seinem verlorenen Schaf oder die Frau, welche das ganze Haus durchkehrt, um die verlorene Drachme zu finden. Diese Themen der Lehre Christi werden besonders vom Evangelisten Lukas behandelt, dessen Evangelium den Ehrennamen »Evangelium des Erbarmens« bekam…

Christus (forderte) beim Offenbaren der erbarmenden Liebe Gottes gleichzeitig von den Menschen, sich in ihrem Leben ebenfalls von Liebe und Erbarmen leiten zu lassen. Diese Forderung gehört wesenhaft zur messianischen Botschaft und stellt den Kern des evangelischen Ethos dar. Der Meister bringt sie zum Ausdruck sowohl in der Form des Gebotes, das er als »das wichtigste und erste« bezeichnet, wie auch in der Form einer Seligpreisung, wenn er in der Bergpredigt ausruft: »Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden«.

Der messianischen Botschaft über das Erbarmen eignet somit eine besondere göttlich - menschliche Dimension. Christus wird in Erfüllung der messianischen Prophetien die Inkarnation jener Liebe, welche mit besonderer Eindringlichkeit in ihrer Zuwendung zu den Leidenden, den Unglücklichen und den Sündern sichtbar wird; er macht so den Vater, den Gott »voll Erbarmen«, gegenwärtig und in größerer Fülle offenbar. Dabei wird er für die Menschen zugleich Modell der erbarmenden Liebe zum Nächsten und verkündet so durch die Taten noch mehr als durch seine Worte den Aufruf zum Erbarmen, der eines der wesentlichen Elemente des evangelischen Ethos ist. Es geht hier nicht nur um die Befolgung eines Gebotes oder einer sittlichen Norm, sondern um die Erfüllung einer Grundvoraussetzung dafür, daß Gott dem Menschen sein Erbarmen erweisen kann: »Die Barmherzigen... werden Erbarmen finden«
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 13. September 2013, 08:33:52
Evangelium nach Lukas 6,39-42.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Kann ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen?
Der Jünger steht nicht über seinem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein.
Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?
Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, laß mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel


Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cyrill von Alexandrien (380 - 444), Bischof und Kirchenlehrer
Kommentar zum Evangelium nach Lukas, 6; PG 72, 601
„Jeder, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein“

„Der Jünger steht nicht über seinem Meister.“ Warum richtest du, wo doch der Herr nicht richtet? Denn er ist nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten (Joh 12,47). So gesehen kann das Wort Christi auch lauten: „Wenn ich nicht richte, dann richte auch du nicht, der du mein Jünger bist; vielleicht hast du dich schlimmerer Fehler schuldig gemacht als der, den du richtest. Wenn dir das bewusst wird – wie wirst du dich schämen!“

Dasselbe lehrt uns der Herr, wenn er im Gleichnis fragt: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders?“ Durch unwiderlegbare Argumente überzeugt er uns davon, dass es nicht angeht, die Anderen richten zu wollen, sondern dass wir vielmehr das eigene Herz zu durchforschen haben. Dann fordert er uns auf, uns doch von liederlichen Wünschen, die sich im Herzen eingenistet haben, zu befreien und dazu die Gnade Gottes zu erbitten. Er ist es ja, der zerbrochene Herzen heilt und uns von Krankheiten der Seele befreit. Denn wenn die Sünden, die auf dir lasten, größer und schwerer sind als die Sünden anderer: warum hältst du sie ihnen vor und kümmerst dich nicht um deine eigenen?

Wer gottergeben leben will, und vor allem, wer den Auftrag hat zu lehren, wird sicherlich aus dieser Regel Nutzen ziehen. Ist er tugendhaft und nüchtern und gibt er durch sein Tun ein Beispiel für ein nach dem Evangelium gelebtes Leben, dann wird er diejenigen, die sich noch nicht entschlossen haben, ebenso zu handeln, mit Bedacht tadeln.


Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 14. September 2013, 10:44:20
Evangelium nach Johannes 3,13-17.
In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn.
Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muß der Menschensohn erhöht werden,
damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bernhard von Clairvaux (1090 - 1153), Zisterziensermönch, Abt und Kirchenlehrer
Meditation zur Passion (ihm zugeordnet), VI, 13-15; PL 184, 747
Der Ruhm des Kreuzes

Es liegt mir fern, mich einer anderen Sache zu rühmen als des Kreuzes meines Herrn Jesus Christus (Gal 6,14). Das Kreuz ist dein Ruhm, deine Herrschaft. Deine Herrschaft liegt auf deinen Schultern (Jes 9,5). Wer dein Kreuz trägt, auf dem liegt auch deine Herrschaft. Deshalb ist das Kreuz, das den Ungläubigen Angst macht, für die Gläubigen schöner als alle Bäume des Paradieses. Hatte Christus denn Angst vor dem Kreuz? Oder Petrus? Oder Andreas? Sie haben sich im Gegenteil nach dem Kreuz gesehnt. Christus ist auf das Kreuz zugegangen, frohlockend wie ein Held, der seine Bahn läuft (Ps 19,6): „Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen“ (Lk 22,15). Er aß das Paschamahl, während er seine Passion erlitt und aus dieser Welt zu seinem Vater hinüberging. Am Kreuz hat er gegessen und getrunken, sich berauscht und ist entschlafen…

Wer könnte noch Angst haben vor dem Kreuz? Herr, ich kann den Himmel und die Erde, das Meer und das weite Land nach dir absuchen: ich würde dich doch nur am Kreuz finden. Da schläfst du, weidest du deine Herde, lagerst du am Mittag (Hld 1,7). An diesem Kreuz sagt einer, der eins ist mit seinem Herrn, in Gelassenheit: „Du, Herr, bist ein Schild für mich, du bist meine Ehre und richtest mich auf“ (Ps 3,4). Niemand, der dich sucht, findet dich woanders als am Kreuz. Kreuz des Ruhmes, senke deine Wurzeln in mich hinein, damit ich in dir gefunden werde.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 15. September 2013, 11:46:28
[i][]Evangelium bnach Lukas 15,1-32.
In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und ißt sogar mit ihnen.
Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte:
Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, läßt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern,
und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war.
Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.
Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das ganze Haus und sucht unermüdlich, bis sie das Geldstück findet?
Und wenn sie es gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir; ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte.
Ich sage euch: Ebenso herrscht auch bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt.
Ein Mann hatte zwei Söhne.
Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf.
Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen.
Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es ging ihm sehr schlecht.
Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten.
Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon.
Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um.
Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt.
Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner.
Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küßte ihn.
Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.
Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an.
Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein.
Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern.
Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz.
Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle.
Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat.
Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu.
Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte.
Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet.
Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein.
Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel  


Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ambrosius (um 340 - 397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Kommentar zum Evangelium nach Lukas, VII, 224 s; SC 52
„Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten“ (Eph 5,14)

„Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt!“ Das ist das erste Geständnis, das wir vor dem Schöpfer, dem Herrn der Barmherzigkeit, dem Richter über unsere Schuld, ablegen. Obwohl er alles weiß, erwartet Gott unser Geständnis; denn „wer mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen“ (Röm 10,10)…

So sprach der jüngere Sohn zu sich. Reden reicht aber nicht, wenn du nicht hingehst zum Vater. Wo soll ich ihn suchen, wo ihn finden? „Er stand auf.“ Steh zunächst auf, denn bisher warst du gesessen und eingeschlafen. Der Apostel Paulus sagt: „Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten“ (Eph 5,14)… Steh also auf und lauf zur Kirche, denn dort sind Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er, der hört, was du am Grund deiner Seele sagst, kommt dir entgegen. Er sieht dich schon von weitem kommen und läuft dir entgegen. Er schaut in dein Herz; er eilt herbei, damit dich ja niemand aufhält; auch umarmt er dich… Er fällt dir um den Hals, um dich aufzurichten, dich, der unter der Last der Sünden den Blick gesenkt hält.

Er richtet dich wieder auf den Himmel aus, damit du nach deinem Schöpfer ausschauen kannst. Christus wirft sich dir an den Hals, wenn er sagt: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt, ich werde euch Ruhe verschaffen; nehmt mein Joch auf euch“ (Mt 11,28). Solcher Art ist seine Umarmung, wenn du dich bekehrst.

Und er lässt Kleid, Ring und Schuhe bringen. Das Kleid ist das Gewand der Weisheit…, das geistige Gewand und das Hochzeitskleid. Der Ring – ist er denn etwas anderes als das Siegel eines aufrichtigen Glaubens und der Abdruck der Wahrheit? Und die Schuhe? Sie stehen für die Verkündigung der frohen Botschaft. [/b] [/i]
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 16. September 2013, 09:02:35
Pivatexorzismus

Den jedermann unter Anwendung des Kreuzeszeichen und Weihwassers gebrauchen darf, und häufig über sich und andere, auch aus der Ferne, mündlich sprechen soll, namentlich zu Zeiten schwerer Versuchungen und Prüfungen, grosser Furcht und Verwirrung, bei Anwandlungen von Ängsten und Verzweiflung, vor wichtigen Geschäften und Entscheidungen, über feindlich gesinnte Menschen, insbesondere am Kranken- und Sterbebett:
Im Namen Jesu und im Namen Mariä befehle ich euch, ihr höllischen Geister, weichet von uns (ihnen) und diesem (jenem) Orte und waget nicht wiederzukehren und uns(sie) zu versuchen und uns (ihnen) zu schaden. Jesus Maria! (3mal.) - Heiliger Michael, streite für uns! Heilige Schutzengel, bewahret uns von allen Fallstricken des bösen Feindes!
Segenspruch
Der Segen des Vaters, die Liebe des Sohnes und die Kraft des Heiligen Geistes, der mütterliche Schutz der Himmelskönigin, der Beistand der Heiligen Engel und die Fürbitte der Heiligen sei mit uns (dir, ihnen) und begleite uns (dich, sie) überall und allezeit. Amen +
Pater Petrus Pavlichek, Gründer des Rosenkranzsühnekreuzzugs
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 17. September 2013, 09:00:31
Psalm 25

Bitte um Vergebung und Leitung
Zu dir, Herr erhebe ich meine Seele. Mein Gott, auf dich vertraue ich.
Lass mich nicht scheitern, lass meine Feinde nicht triumphieren!
Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden. Zuschanden wird, wer schnöde die Treue bricht.
Zeige mir, Herr, deine Wege, lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heiles. Auf dich hoffe ich allezeit.
Denke an dein Erbarmen, Herr und an die Taten deiner Huld, denn sie bestehen seit Ewigkeit.
Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel! In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig.
Gut und gerecht ist der Herr, darum weist er die Irrenden af den rechten Weg.
Die Demütigen leitet er nach seinem Recht, die Gebeugten lehrt er seinen Weg.
Alle Pfade des Herrn sind Huld und Treue denen, die seinen Bund und seien Gebote bewahren.
Um deines Namens willen, Herr, verzeih mir, denn meine Schuld ist gross.
Wer ist der Mann, der Gott fürchtet? Ihm zeigt er den Weg, den er wählen soll.
Dann wird er wohnen im Glück seine Kinder werden das Land besitzen.
Die sind Vertraute des Herrn, die ihn fürchten. Er weiht sie ein in seinen Bund.
Meine Augen schauen stets auf den Herrn, denn er befreit meine Füsse aus dem Netz.
Wende dich mir zu und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.
Befrei mein Herz von der Angst, führe mich heraus aus der Bedrängnis!
Sieh meine Not und Plage an, vergib mir alle meine Sünden!
Sieh doch, wie zahlreich meine Feinde sind, mit welch tödlichem Hass sie mich hassen!
Erhalte mein Leben und rette mich, lass mich nicht scheitern! Denn ich nehme zu dir meine Zuflucht.
Unschuld und Redlichkeit mögen mich schützen, denn ich hoffe auf dich, o Herr.
O Gott, erlöse Israel aus all seinen Nöten!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen +
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 18. September 2013, 08:25:30
Evangelium nach Lukas 7,31-35.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich also die Menschen dieser Generation vergleichen? Wem sind sie ähnlich?
Sie sind wie Kinder, die auf dem Marktplatz sitzen und einander zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte (Hochzeitslieder) gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint.
Johannes der Täufer ist gekommen, er ißt kein Brot und trinkt keinen Wein, und ihr sagt: Er ist von einem Dämon besessen.
Der Menschensohn ist gekommen, er ißt und trinkt; darauf sagt ihr: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder!
Und doch hat die Weisheit durch alle ihre Kinder recht bekommen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Enzyklika „Dives in Misericordia“, §13 (© Liberia Editrice Vaticana)
In der Kirche ruft Christus uns zur Umkehr

Die Kirche lebt ein authentisches Leben, wenn sie das Erbarmen bekennt und verkündet - das am meisten überraschende Attribut des Schöpfers und des Erlösers - und wenn sie die Menschen zu den Quellen des Erbarmens des Heilandes führt, welche sie hütet und aus denen sie austeilt. Große Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der ständigen Betrachtung des Wortes Gottes zu und vor allem der bewußten, mit innerer Reife vollzogenen Feier der Eucharistie und des Sakraments der Buße oder Versöhnung.


Die Eucharistie nähert uns ja immer mehr jener Liebe, die mächtiger ist als der Tod: »Sooft wir von diesem Brot essen und aus diesem Kelch trinken«, verkünden wir nicht nur den Tod des Erlösers, sondern auch seine Auferstehung, »bis er kommt« in Herrlichkeit. Die gleiche Eucharistiefeier, die zum Gedächtnis dessen gefeiert wird, der uns in seiner messianischen Sendung durch sein Wort und sein Kreuz den Vater geoffenbart hat, beweist die unerschöpfliche Liebe, durch die er immer danach strebt, sich mit uns zu verbinden und mit uns einszuwerden, indem er allen Menschenherzen entgegenkommt.  
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 19. September 2013, 08:29:26
Evangelium nach Lukas 7,36-50.
In jener Zeit ging Jesus in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch.
Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr, daß er im Haus des Pharisders bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl.
und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küßte sie und salbte sie mit dem Öl.
Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müßte er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren läßt; er wüßte, dass sie eine Sünderin ist.
Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister!
(Jesus sagte:) Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig.
Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben?
Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht.
Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet.
Du hast mir (zur Begrüßung) keinen Kuß gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküßt.
Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt.
Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie (mir) so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe.
Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben.
Da dachten die anderen Gäste: Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt?
Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Enzyklika „Dives in Misericordia“, §13 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben“

Gerade weil es die Sünde in der Welt gibt, die »Gott so sehr geliebt hat, daß er seinen einzigen Sohn hingab«, kann Gott, der »die Liebe« ist, sich nicht anders denn als Erbarmen offenbaren. Dieses Erbarmen entspricht nicht nur der tiefsten Wahrheit jener Liebe, die Gott ist, sondern auch der ganzen inneren Wahrheit des Menschen und der Welt, seiner derzeitigen Heimat… Die Kirche bekennt und verkündet also die Bekehrung. Die Bekehrung zu Gott ist immer ein Entdecken seines Erbarmens, jener Liebe also, die… langmütig und wohlwollend ist: jener Liebe, der »der Gott und Vater Jesu Christi, unseres Herrn«, in der Geschichte des Bundes mit dem Menschen treu ist bis zum Äußersten, bis zum Kreuz, zum Tod und zur Auferstehung seines Sohnes. Die Bekehrung zu Gott ist immer Frucht des »Wiederfindens« dieses Vaters, der voll des Erbarmens ist.

Die wahre Kenntnis Gottes in seinem Erbarmen und seiner wohlwollenden Liebe ist eine ununterbrochene und nie versiegende Quelle der Bekehrung, die nicht als nur vorübergehender innerer Akt zu verstehen ist, sondern als ständige Haltung, als Zustand der Seele. Denn wer Gott auf diese Weise kennenlernt, ihn so »sieht«, kann nicht anders, als in fortwährender Bekehrung zu ihm zu leben. Er lebt also in statu conversionis, im Zustand der Bekehrung; gerade diese Haltung stellt das tiefste Element der Pilgerfahrt jedes Menschen auf dieser Erde in statu viatoris, im Zustand des Unterwegs-seins, dar .

Selbstverständlich bekennt die Kirche das Erbarmen Gottes, das im gekreuzigten und auferstandenen Christus geoffenbart wurde, nicht nur mit den Worten ihrer Lehre, sondern vor allem mit dem lebendigen Pulsschlag des ganzen Volkes Gottes. Durch dieses Lebenszeugnis erfüllt die Kirche die dem Volk Gottes eigene Mission, die an der messianischen Sendung Christi teilhat und diese in gewissem Sinne fortsetzt.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 20. September 2013, 08:42:14
Psalm 49(48),6-7.8-9.17-20.
Warum soll ich mich in bösen Tagen fürchten,
wenn mich der Frevel tückischer Feinde umgibt?
Sie verlassen sich ganz auf ihren Besitz
und rühmen sich ihres großen Reichtums.

Loskaufen kann doch keiner den andern
noch an Gott für ihn ein Sühnegeld zahlen
- für das Leben ist jeder Kaufpreis zu hoch;
für immer muß man davon abstehn -,

Laß dich nicht beirren, wenn einer reich wird
und die Pracht seines Hauses sich mehrt;
denn im Tod nimmt er das alles nicht mit,
seine Pracht steigt nicht mit ihm hinab.

Preist er sich im Leben auch glücklich
und sagt zu sich: „Man lobt dich, weil du dir‘s wohl sein lässt,
so muß er doch zur Schar seiner Väter hinab,
die das Licht nie mehr erblicken.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 21. September 2013, 12:08:49
Evangelium nach Matthäus 9,9-13.
In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.
Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Beda der Ehrwürdige (um 673 - 735), Mönch und Kirchenlehrer
Homilien zu den Evangelien I, 21; CCL 122, 149
„Folge mir nach“

„Jesus sah einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach!“ Er sah ihn nicht so sehr mit seinen leiblichen Augen als vielmehr mit dem inneren Blick seines Erbarmens… Er sah den Zöllner, und da er ihn mit einem mitleidvollen Blick sah, mit einem Blick, der auserwählt, „sagte er zu ihm: Folge mir nach!“, also: Ahme mich nach. Als er ihn aufforderte, ihm zu folgen, lud er ihn weniger ein, hinter ihm herzugehen, als dazu, zu leben wie er; denn „wer sagt, dass er in Christus bleibt, muss auch leben wie er gelebt hat“ (1 Joh 2,6)…

Matthäus „stand auf und folgte ihm“. Es ist nicht erstaunlich, dass der Zöllner beim ersten Zuruf des Herrn, in dem so viel Autorität mitschwang, seine Jagd nach irdischem Gewinn aufgab, auf die Güter dieser Welt verzichtete und den erwählte, von dem er wusste, dass er nichts besaß. Der Herr rührte ihn nämlich mit seinem Zuruf zutiefst in seiner Seele an und tauchte sie in das Licht der Gnade. Dieses Licht ließ Matthäus verstehen, dass der Mann, der ihn mahnte, die materiellen Güter auf Erden hinter sich zu lassen, ihm einen unvergänglichen Schatz im Himmel geben konnte (vgl. Mt 6.20)…

„Als Jesus im Haus des Zöllners beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern“: Die Umkehr eines einzigen Zöllners hat den Weg zur Buße und Vergebung vieler Zöllner und Sünder freigemacht… Was für ein schönes Vorzeichen! Im Augenblick seiner Bekehrung zieht einer, der später Apostel und Lehrer bei den Heiden werden sollte, eine ganze Schar Sünder mit sich auf den Weg des Heils.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 22. September 2013, 12:23:36

 



Dynamik der Versuchung






Jedem von uns ist die Fähigkeit gegeben zu unterscheiden, was gut und was schlecht ist (Röm 2,15). Dennoch passieren uns immer wieder Dinge, von denen wir nachher einsehen müssen: das war nicht gut, es war böse, was ich getan habe.
 
 

Was spielt sich da ab?

Wenn wir genau hinschauen, entdecken wir ein Schema, das immer wieder  abläuft. Wenn wir es kennen, können wir es durchbrechen.
 

Einer jeden Sünde geht immer eine Versuchung voraus. Natürlich stellt sie sich nicht vor uns hin und sagt: Ha, ich bin der böse Geist, ich werde dich jetzt versuchen. Vielmehr erscheint sie uns attraktiv, logisch und als das einzig Richtige:
 
- Sorge für dich selbst, denn niemand im ganzen Kosmos kümmert sich um dich! Du hast ein Recht darauf!
 
- Du solltest dir mehr Vergnügen gönnen, dein Leben ist wirklich hart!

- Du musst dich nicht länger unterlegen fühlen; zeig doch endlich, was in dir steckt!
 
- Jetzt bist du mal am Drücker! Endlich kannst du es denen heimzahlen, die dich verletzt haben; danach geht’s dir besser.
 
Der Versucher setzt in der Regel bei unseren Verletzungen an, wo wir uns benachteiligt, unterlegen, unverstanden, zu wenig beachtet, nicht erwünscht, alleingelassen, übergangen und von Gott und Menschen enttäuscht fühlen.
 

Wie neigen dazu, uns darauf zu fixieren, so dass wir nur noch die Verletzung sehen und nicht mehr frei sind, Gottes Liebe zu erkennen. Auf diese Weise sind wir anfällig für die Einflüsterungen und Anklagen des Teufels. Entscheidend ist deshalb, wie ich mit den Wunden aus meiner Geschichte umgehe. Wenn ich mich ihnen stelle und Heilung suche, muss ich nicht mehr aus ihnen heraus reagieren und meine Verletzungen nicht an andere weitergeben. Ungeheiltes und Unerlöstes in mir gebiert Unwahrhaftigkeit, Maßlosigkeit, Süchte, Härte, Machtkampf, übermäßigen Ehrgeiz. Das sind nur einige Fehlformen, um mit den eigenen Verletzungen fertig zu werden, die aber in eine Sackgasse führen.
 
 

Der zweite Schritt einer Versuchung hängt davon ab, ob wir auf sie hören oder nicht. Wenn wir sie zurückweisen, haben wir schon fast gewonnen. Sobald wir beginnen zuzuhören - wie Eva - geraten wir auf gefährlichen Boden, auch slippery slope genannt: ein rutschiges Gefälle, auf dem ich jeden Halt verliere, sobald ich einen Fuß darauf setze. Also: nicht zuhören, sondern die Versuchung entschieden zurückweisen und unsere Gedanken der Liebe Gottes zuwenden!
 
In Mel Gibsons Film "Die Passion" gibt es eine Szene, die anschaulich zeigt, wie das gelingt:
 
 

Satan: Glaubst du wirklich, dass ein Mensch die ganze Last der Sünde tragen kann?
 
Jesus: Behüte mich, oh Herr, ich vertraue auf dich; zu dir nehme ich meine Zuflucht.
 
Satan: Ich sage dir: Kein Mensch kann allein diese Last tragen. Sie ist viel zu schwer. Der Preis für die Rettung ihrer Seelen ist viel zu hoch... Niemand. Nie. ... Nein. Niemals.
 
Jesus: Vater, alles ist dir möglich. Wenn es möglich ist, dann lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Aber es geschehe nicht, was ich will, sondern was du willst.
 
Satan: Wer ist dein Vater? Wer bist du?

 

Wenn wir erst einmal zugehört haben, beginnt normalerweise ein inneres Erwägen:

- Du weißt, du sollst diese Sahnetorte nicht essen!

- Ja, aber sie sieht so gut aus!

- Denk dran, das ist verboten für dich!

- Aber die Gelegenheit ist einmalig, sie kommt so schnell nicht wieder.

- Deiner Gesundheit tut das aber nicht gut.

- Sei nicht so eng! Ich mach es ja nicht immer, einmal ist keinmal...

 

Mit dem Verführer diskutieren zu wollen, ist zwecklos, er wird immer siegen, denn er ist ein Meister der Überredungskunst, der Vater der Lüge.
 
 

Gewissen und Leidenschaften sind im Widerstreit. Wie oft machen wir das in unserem Alltag durch. Immer wieder kommen wir in Situationen, in denen unser Gewissen uns etwas sagt, unsere momentanen Gefühle und Leidenschaften etwas anderes wollen. Wir kämpfen dagegen an oder wir ergeben uns. Beides hat Folgen.
 
 

Der Versuchung zu erliegen, bedeutet in einem fünften Schritt die Zustimmung. Wir sind bereit, das zu tun, was wir eigentlich nicht tun wollten. Nach der Zustimmung kommt der Genuss. Er ist allerdings nur ein scheinbarer, denn auch wenn es uns im Moment zu schmecken scheint - ganz egal, worum es sich handelt - ekeln wir uns danach und verachten uns. Wir merken, dass es uns in Wirklichkeit nicht gut tat und nicht gut war. Auch von Adam und Eva heißt es: Da gingen ihnen die Augen auf und sie schämten sich.
 

Diesen Teufelskreis hat Paulus mit starken Worten ausgedrückt: Ich unglücklicher Mensch! Wer wird mich aus diesem, dem Tod verfallenen Leib erretten? (Röm 7,24). Mit ihm dürfen wir uns aber auch der Antwort gewiss sein: Durch Jesus Christus, unseren Herrn! Dank sei Gott.
 

Der Geschmack der Sünde

Die Sünde beginnt mit unseren ungeordneten, nicht mehr zielgerichteten Neigungen. Zunächst werden wir gereizt durch das Verlangen nach etwas, das wir nicht haben sollen. Hier wäre es unsere Pflicht, das falsche Verlangen zurückzuweisen und die Umstände und Gelegenheiten zu meiden, die uns in Versuchung führen.
 

Was ist, wenn wir stattdessen nachgeben?

Gewöhnlich straft Gott Sünder nicht, indem er Blitze vom Himmel schleudert. Die schlimmste Strafe, die uns trifft, besteht in der Anziehungskraft, die die Sünde auf uns ausübt. Wir bekommen unseren Willen! Wenn wir uns daran gewöhnen, werden wir unvermeidlich Gefangene unseres Eigenwillens. Wir werden abhängig, ja süchtig nach dem, was uns schnelle Befriedigung verspricht und finden alleine nicht mehr heraus. So erging es Edmund in C. S. Lewis' fantastischer Geschichte Narnia, als er die Weiße Hexe trifft:
 

"Was möchtest du am liebsten essen?", fragte ihn die Königin. "Türkischen Honig, bitte", erwiderte Edmund. Die Königin ließ einen Tropfen aus ihrer Flasche in den Schnee fallen und sogleich erschien dort eine runde Schachtel. Edmund hatte nie so etwas Leckeres gekostet. Während er aß, fragte ihn die Königin aus. Aber er dachte an nichts anderes, als so viel türkischen Honig wie nur möglich in sich hineinzustopfen; doch je mehr er aß, umso gieriger verlangte er danach. Zuletzt sah Edmund enttäuscht in die leere Schachtel. Die Königin wusste genau, was er dachte, aber er ahnte nicht, dass es verzauberter türkischer Honig war und dass jeder, der einmal davon gekostet hatte, mehr und immer mehr davon haben wollte, ja, so lange danach begehrte, bis er starb.
 

Sobald uns eine Sünde bindet, werden unsere Werte auf den Kopf gestellt. Das Böse wird für uns zum sehnlichsten "Gut", zum dringendsten Verlangen, während das wirklich Gute wie etwas "Böses" vor uns steht, das uns nur von der Befriedigung unseres Verlangens abhalten will.
 
Aber Gott verlässt uns auch da nicht. Er gibt uns auch jetzt noch die Chance, umzukehren. Nachdem wir nachgegeben und gesündigt haben, arbeitet das Gewissen weiter in uns. Danken wir Gott, dass er uns diese innere Stimme gegeben hat. Es gibt den Weg zurück, indem wir unserem Gewissen folgen. Das ist Reue. Reue bedeutet einzusehen und zu bekennen, dass man den falschen Weg eingeschlagen hat und umzukehren. Wer bereut, hat Zukunft.
 

Fallen ist menschlich

Es gibt aber auch die Möglichkeit, das Gewissen zu ignorieren. Das führt zu einer inneren Verhärtung. Nicht zuzugeben, dass ich etwas falsch gemacht habe, der Realität gegenüber hart zu werden, letztlich die Wahrheit zu verfälschen, heißt, auf Dauer in einer Lüge zu leben und im Selbstbetrug gefangen zu sein. Das Gewissen wird taub und irgendwann unfähig zur Wahrheit.
 
Zu sündigen gehört zu unserem Menschsein. Aber wir sind nicht determiniert zur Sünde.
 
Auch wenn die Versuchungen stark sind in unserem Leben; auch wenn es Gefühle gibt, die uns hin- und herzerren, auch wenn wir Leidenschaften fast nicht kontrollieren können - letztendlich hat jeder die Freiheit, sich zu entscheiden (sofern er seelisch gesund ist), welchen Weg er einschlägt. Damit ist er auch verantwortlich für seine Entscheidungen und sein Tun.
 
 

Gottes vorleistungsfreie Liebe ist das größte Geschenk an uns. Er liebt uns als Sünder. Er freut sich natürlich nicht an unserer Sünde, aber er wird deshalb nicht aufhören, uns als sein Kind zu lieben. Im Gegenteil: Jetzt, da es bedürftig ist und die Hilfe besonders braucht, ist er seinem Kind besonders nahe.
 
Obwohl wir Menschen den Plan Gottes mit unserer Sünde fast zerstört haben, wendet Gott sich nicht von uns ab; ganz im Gegenteil: er sucht uns, geht uns hinterher und tröstet uns.
 
Gott ist die Liebe. Er hat seine Geschichte mit den Menschen als Liebesgeschichte gedacht. Wir haben aus dieser Liebesgeschichte durch unsere Sünde eine Leidensgeschichte gemacht. Aber Gott ist und bleibt die Liebe. Er hat durch seine Menschwerdung die Leidensgeschichte in Heilsgeschichte verwandelt.
 
 

Rudolf Böhm, Sozialpädagoge, gehört mit seiner Frau Renate zur OJC-Auspflanzung in Greifswald, wo er u.a. als Seelsorger aktiv ist. Diesen Vortrag hielt er während einer Kommunitätswoche unserer Gemeinschaft im Juni 2009 in Reichelsheim.
 
 

Dieser Text ist erschienen in Salzkorn 3/2009 - "Sünde kann tödlich sein" unter der Überschrift "Ein Bisschen Apfel. Was die Sünde aus dem Menschen macht. Betrachtung zu Genesis 1-3", S. 110 - 114.






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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 23. September 2013, 08:55:59
Evangelium nach Lukas 8,16-18.
In jener Zeit sprach Jesus: Niemand zündet ein Licht an und deckt es mit einem Gefäß zu oder stellt es unter das Bett, sondern man stellt das Licht auf den Leuchter, damit alle, die eintreten, es leuchten sehen.
Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und an den Tag kommt.
Gebt also acht, daß ihr richtig zuhört! Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er zu haben meint.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Homilien zur Apostelgeschichte, Nr. 20, 3-4; PG 60, 162
„Man stellt es auf den Leuchter“

Nichts ist so kalt wie ein Christ, dem nicht daran liegt, andere zu retten. Hier kann dir deine Armut nicht als Vorwand dienen. Die Witwe, die ihre zwei kleinen Münzen gespendet hat, würde aufstehen, um dich anzuklagen (Lk 21,2). Auch Petrus, der sagt: „Silber und Gold besitze ich nicht“ (Apg 3,6). Ebenso Paulus, der so arm war, dass er oft hungerte und ihm das Nötige zum Leben fehlte (1 Kor 4,11). Du kannst auch nicht deine niedere Herkunft vorschützen, weil auch sie aus bescheidenen Verhältnissen kamen. Deine Unwissenheit dient ebenso wenig zur Entschuldigung, denn auch sie hatten keine Bildung… Führe auch Krankheit nicht ins Feld, denn Timotheus wurde häufig von Krankheiten heimgesucht (1 Tim 5,23)… Es kann jeder, ohne Unterschied, seinem Nächsten nützlich sein, wenn er zu tun bereit ist, was ihm möglich ist…


Sag nicht, es sei dir unmöglich, andere zurückzuholen; denn wenn du Christ bist, ist es unmöglich, dass so etwas eintritt. An der Frucht erkennt man den Baum (Mt 7,17), und da es in der Natur keine Widersprüche gibt, ist das, was wir sagen, ebenfalls wahr, denn es leitet sich von der Natur des Christen selbst ab… Für das Licht ist es leichter, zur Finsternis zu werden, als für einen Christen, keine Strahlen auszusenden.     



Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 24. September 2013, 11:38:26
Evangelium nach Lukas 8,19-21.
In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder zu ihm; sie konnten aber wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen.
Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen.
Er erwiderte: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia vom Kinde Jesus (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Letzte Gespräche, 21.08.1897
Sie lebte aus dem Glauben wir wir.

Wie gerne hätte ich Priester sein wollen, um über die heilige Jungfrau zu predigen! Ein einziges Mal hätte mir gereicht, um alles zu sagen, was ich darüber denke.

Zuerst hätte ich zu verstehen gegeben, wie wenig wir von ihrem Leben wissen. Es dürfte nichts gesagt werden, was unwahrscheinlich ist oder worüber man nichts weiß; so z.B. dass die heilige Jungfrau mit drei Jahren als ganz kleines Mädchen in den Tempel gegangen ist, um sich Gott darzubieten, das Herz voll glühender Liebe und hehren Gefühlen. Vielleicht ist sie ja ganz einfach aus Gehorsam zu ihren Eltern hingegangen... Wenn mir eine Predigt über die heilige Jungfrau gefallen und mir von Nutzen sein soll, muss ich ihr wirkliches Leben anschauen können, nicht nur ihr vermutetes; gewiss war ihr wirkliches Leben ganz schlicht. Es wird ganz abgehoben dargestellt, es müsste aber zur Nachahmung anregen; man müsste ihre Tugenden herausstellen, zum Ausdruck bringen, dass sie, wie wir auch, aus dem Glauben lebte, und Beweise dafür aus dem Evangelium anführen, wo es heißt: „Sie verstanden nicht, was er damit sagen wollte“ (Lk 2,50), oder die andere, nicht weniger rätselhafte Stelle: „Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden“ (Lk 2,33). Dieses Staunen setzt ein bestimmtes Befremden voraus, nicht wahr?

Es ist bekannt, dass die heilige Jungfrau die Königin des Himmels und der Erde ist, sie ist aber mehr Mutter als Königin. Man darf nicht sagen, dass sie auf Grund ihrer Vorrechte an Ruhm alle Heiligen überstrahlt, so wie die Sonne bei ihrem Aufgang die Sterne verblassen lässt. Das wäre ja doch befremdlich! Eine Mutter, die ihren Kindern den Ruhm streitig macht! Ich glaube ganz im Gegenteil, dass sie den Glanz der Erwählten stark erhöht. Zu Recht spricht man von ihren Vorrechten, das darf aber nicht das Einzig sein, worüber man spricht... Wer weiß, ob sonst nicht jemand sogar gegenüber einem derart überlegenen Geschöpf einen bestimmten Widerwillen empfindet und sich sagt: „Wenn das so ist, dann will ich eben, so gut ich kann, in einem versteckten Winkel glänzen“.

Was die heilige Jungfrau uns voraus hat, ist, dass sie nicht sündigen konnte, dass sie frei war von der Erbsünde. Andererseits aber waren ihre Chancen viel geringer als die unseren: sie hatte ja keine heilige Jungfrau, die sie lieben konnte. Und Liebe ist für uns doch ein so großer zusätzlicher Trost.

Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 25. September 2013, 08:44:21
Buch Esra 9,5-9.
Zur Zeit des Abendopfers erhob ich, Esra, mich aus meiner Bußübung, mit zerrissenem Gewand und Mantel. Dann warf ich mich auf die Knie, breitete die Hände aus und betete zum Herrn, meinem Gott:
Mein Gott, ich schäme mich und wage nicht, die Augen zu dir, mein Gott, zu erheben. Denn unsere Vergehen sind uns über den Kopf gewachsen; unsere Schuld reicht bis zum Himmel.
Seit den Tagen unserer Väter bis heute sind wir in großer Schuld. Wegen unserer Vergehen wurden wir, unsere Könige und Priester, den Königen der Länder ausgeliefert, dem Schwert, der Gefangenschaft, der Plünderung und der Schande, wie es noch heute der Fall ist.
Jetzt, für einen kurzen Augenblick, hat der Herr, unser Gott, uns Erbarmen gezeigt; er hat einen Rest gerettet und übrig gelassen und uns einen Ruheplatz an seinem heiligen Ort gewährt. So ließ unser Gott unsere Augen aufleuchten, er ließ uns ein wenig aufleben in unserer Knechtschaft.
Ja, wir sind Knechte. Aber auch in unserer Knechtschaft hat unser Gott uns nicht verlassen. Er wandte uns die Gunst der Könige von Persien zu. Er ließ uns aufleben, so dass wir das Haus unseres Gottes wieder aufbauen und es aus den Trümmern wieder aufrichten konnten. Er gewährte uns ein geschütztes Gebiet in Juda und Jerusalem.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 26. September 2013, 08:25:39
Monatsbotschaft der Muttergottes vom 25. September
„Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch zum Gebet auf. Euer Verhältnis mit dem Gebet möge alltäglich sein. Das Gebet wirkt Wunder in euch und durch euch. Deshalb, meine lieben Kinder, möge das Gebet euch Freude sein. Dann wird euer Verhältnis zum Leben tiefer und offener sein und ihr werdet begreifen, dass das Leben eine Gabe für jeden von euch ist. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: Monsilva am 26. September 2013, 09:32:57
Jeder Mensch hat ein Gewissen, dasselbe sollte er rein halten, so es ihm möglich ist.
Denn manche Menschen bemerken nicht einmal, dass sie sündigen, sogar, wenn sie vom Seelsorger dazu aufgerufen werden, der Grund dafür ist, weil ja niemand ohne Sünde ist. Ob große oder kleine Sünden, wir sollten unser Gewissen hinterfragen, bei jedem Gebet und somit rein halten, damit wir uns immer wieder darüber bewusst werden, dass wir sogar unbewusst sündigen, hieraus Schuld entstehen kann, die wir viel später erst im Leben wahrnehmen. Daher immer das Auge nach innen gerichtet, denn nach außen bewertet das Auge zwar, doch dies nutzt dem Sündigen gar nichts.
In der Buße legen wir unsere Sünden dar, die im Grunde an unseren wirklichen Sünden vorbei gehen können, wenn die Innenschau entweder zweifelhaft oder oberflächlich ist.

Einem Menschen die Augen öffnen ist unmöglich, nur der Mensch selbst muss seine Fehler und Schwächen, also Sünden und Schuld selbst erkennen. Da heraus kann er diese bearbeiten, indem er sie einsieht und abstellt.

Im Leben ist es von wichtiger Bedeutung, jedem Menschen sein Leben leben zu lassen. Ausschließlich jeder einzelne Mensch ist gefragt den Willen aufzubrigen auf dem Pfad Jesus Christus zu wandeln.

Wir sollen die Liebe des Vaters annehmen, sie damit leben durch Jesus Christus und weiter geben oder verschenken im Wirken des Heiligen Geistes.
Dies allein zeigt schon, wie wertvoll der eigene Glaube ist, denn jeder einzelne Gläubige lebt dann in der Vergebung und in der Liebe Gottes.

Wer den röm. katholischen Glauben von der Wurzel an verstanden hat, wird wissen, dass er sein Gewissen rein halten soll und niemals auf jemanden zeigen soll, der nicht so lebt wie er. Denn dann lebt er schon nicht mehr in der Liebe Gottes, weil er in die Bewertung abdriftet. Urteile nicht, so wirst auch du nicht verurteilt, richte nicht, so wirst auch du nicht gerichtet. 

Warum nun der Seelsorger nicht mehr zur Buße aufruft, ist damit justament geklärt:

WIR sind es selbst, die unser Gewissen befragen müssen, WIR sind es, die ZUM Seelsorger gehen müssen, WANN es Zeit ist, Zeit erkannt zu haben, WAS das Gewissen plagt oder Un- Frieden unser Herz mit Un- Zufriedenheit belastet. Die Schuld der Unzufriedenheit stets im Außen suchen, macht es ja so einfach, denn wer sein Gewissen befragt, der wird spüren, wie wichtig die Buße für ihn ist, denn ansonsten würde er platzen vor Qualen, die Qual der Innenschau. Damit wäre schon das Problem gelöst, jeder einzelne Gläubige geht zur Buße, fragt nicht nach demjenigen, der nicht zur Buße geht, denn dafür bliebe ihm keine Zeit mehr. Die Innenschau bedarf Stunden, Tage, ja, ein Leben lang vom ersten Morgengebet bis zum letzten Gebet vor dem Schlafengehen.

Wer den WILLEN hat den Glauben zu leben, der lebt mit sich und seiner Umwelt im FRIEDEN!
Der weiß auch, dass er FÜR die Welt betet, FÜR die Menschheit betet, FÜR die Bedürftigen betet und hiermit annimmt, was er nicht ändern kann, aber DAFÜR betet, was Gott allein ändern kann, WORUM wir in Liebe Gott bitten. Wir sind dann in der Gewissheit, dass der Mensch mit Gott FÜR die Liebe sein sollte, wenn er dann Willen zeigt, die er durch Jesus Christus geschenkt bekommt, wenn er dann annimmt. Wenn wir dieses Geschenk weitergeben in Wort und Tat leben wir in Jesus Christus, Amen!.

 
Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst.

Monsilva


Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 27. September 2013, 09:50:54
Gottesfurcht ist nicht dasselbe wie Angst und Verzagtheit!

Psalm 43(42),1.2.3.4.
Verschaff mir Recht, o Gott,
und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk!
Rette mich vor bösen und tückischen Menschen!
Denn du bist mein starker Gott. Warum hast Du mich verstoßen?
Warum muß ich trauernd umhergehen, von meinem Feind bedrängt?

Sende dein Licht und deine Wahrheit,
damit sie mich leiten;
sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg
und zu deiner Wohnung.

So will ich zum Altar Gottes treten,
zum Gott meiner Freude.
Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben,
Gott, mein Gott.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 28. September 2013, 10:36:03
Über die Sünde (Hamartia und Hamartanein)
Sünde erste Lektion von zwei - bezogen auf den griechischen Urtext


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Hamartia ist das gebräuchlichste neutestamentliche Wort für Sünde. Hamartanein ist das gebräuchlichste Verb für sündigen. In den Briefen des Apostels Paulus kommt das Wort „Sünde“ mindestens 60 mal vor und insgesamt im NT 174 mal. Hamartanein bedeutet im profan-griechisch, das Ziel verfehlen, bzw. den Weg verfehlen. Im NT bezeichnet hamartia oft keine bestimmte Tat, sondern einen Zustand, aus dem dann Übertretung des Gesetzes die Folge ist. Paulus schreibt von einer zerstörerischem Kraft, welche die Menschen beherrscht.


1. Das NT lehrt uns über hamartia

Sünde ist universal

Sünde ist nicht wie eine Krankheit, von der manche Menschen befallen und vor der andere verschont werden. Es ist etwas, in das alle Menschen verstrickt sind und dessen jeder einzelne Mensch schuldig wird. Sünde ist kein gelegentlicher Ausbruch, sondern der Zustand aller Menschen.

Römer 3:23
Denn es ist kein hier Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten,
 
1.Johannes 1:8
So wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
 
Sünde ist eine Macht, die den Menschen in ihrer Gewalt hat.

Die Wörter, die im griechisch benutzt werden „huph hamartian“, bedeuten wörtlich: „unter der Sünde“. Diese Präposition hupo mit dem Akkusativ , wie hier, bedeutet „in Abhängigkeit von . . . unter der Kontrolle von .“ Ein Kind z. B. ist „unter seinem Vater“, ein Armee steht „unter seinem Kommandeur“, - der Mensch ist „unter der (Herrschaft) der Sünde“.

Römer 3:9-10
Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorteil? Gar keinen. Denn wir haben droben bewiesen, daß beide, Juden und Griechen, alle unter der Sünde sind, wie denn geschrieben steht: "Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer.
Bestimmte griechische Redewendungen machen dies immer wieder deutlich.

Von der Sünde wird gesagt, daß sie über den Menschen herrscht „basileuein“. (Basileus = gr. König)

Römer 5:21
auf daß, gleichwie die Sünde geherrscht hat zum Tode, also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesum Christum, unsern HERRN.
 
Die Sünde spielt sich als Herr über den Menschen auf „kyrieuein“

(Kyrios = gr. Herr, bedeutet absolutem „Besitz“, absoluter „Herrschaft“ )

Römer 6:14
Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, sintemal ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.
 
Die Sünde nimmt den Menschen gefangen „aichmalotizein“

(Das Wort wird gebraucht für „im Krieg einen Gefangenen machen“)

Römer 7:20+23
So ich aber tue, was ich nicht will, so tue ich dasselbe nicht; sondern die Sünde, die in mir wohnt. ... Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in der Sünde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern.
 
Die Sünde wohnt in den Menschen „oikein, enoikein“.

Die Sünde wirkt nicht einfach von außen am Menschen, sondern ist in sein innerstes Sein eingedrungen und ganz hat von ihm Besitz ergriffen, so wie ein Feind ein Land in Besitz nimmt.

Römer 7:17,20
So tue ich nun dasselbe nicht, sondern die Sünde, die in mir wohnt. ...
So ich aber tue, was ich nicht will, so tue ich dasselbe nicht; sondern die Sünde, die in mir wohnt.
 
Das Resultat ist, daß der Mensch ein „Sklaven der Sünde“ wurde „doulos, douleuein“.

Zur Zeit der Niederschrift hatte der Herr über seinen Sklaven absolute Gewalt. Es gab keinen Lebensbereich, keinen Augenblick in dem Leben eines Sklaven, den er für sich persönlich beanspruchen konnte. Er gehörte ganz und gar seinem Herrn. Genauso ist der Mensch Sklave der Sünde.

Johannes 8:34
Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht.
 
Römer 6:17
Gott sei aber gedankt, daß ihr Knechte der Sünde gewesen seid, aber nun gehorsam geworden von Herzen dem Vorbilde der Lehre, welchem ihr ergeben seid.
 

2. Es gibt einen sehr engen Zusammenhang in den griechischen biblischen Schriften zwischen „Gesetz“ und „Sünde“, „nomos“ und „hamartia“.

Das Gesetz lehrt, was Sünde ist.

Römer 3:20
darum daß kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
 
Die Sünde wird Sünde durch das Gesetz

Eine Tat oder Unterlassung ist nicht Sünde, ehe sie nicht als solche durch ein Gesetz zur Sünde erklärt wird. Gäbe es kein Gesetz, könnte der Mensch keiner Übertretung schuldig werden. Es ist wie mit der Straßenverkehrsordnung. Im der ehemaligen Bundesrepublik durfte man auf der Autobahn so schnell fahren wie man konnte oder wollte. Sobald man aber in die ehemalige DDR kam gab es das Gebot nur 100 km/h auf der Autobahn zu fahren. Wer schneller fuhr, hatte das Gesetz übertreten. Der Erlaß der Verordnung hat die Möglichkeit zur Übertretung geschaffen.

Römer 5:13
denn die Sünde war wohl in der Welt bis auf das Gesetz; aber wo kein Gesetz ist, da achtet man der Sünde nicht.
 
Die Sünde wird durch das Gebot (Gesetz) reizvoll

Noch in einem anderen Sinn entsteht die Sünde durch das Gesetz. Etwas Verbotenes besitzt eine merkwürdige Anziehungskraft. Etwas in der menschlichen Natur läßt das Verbotene besonders anziehend erscheinen. Das bedeutet aber, das das Gesetz zwei wesentliche Mängel hat. Es kann die Sünde zwar kenntlich machen, aber nicht beseitigen. Es ist wie ein Arzt, der eine Krankheit feststellen, sie aber nicht heilen, ja nicht einmal hemmen kann. Zum anderen besteht die seltsame und fatale Tatsache, daß durch das Verbot die Dinge anziehend werden. Hier sehen wir die unentwirrbare Verbindung zwischen hamartia und nomos, Sünde und Gesetz.

Römer 7:8
Da nahm aber die Sünde Ursache am Gebot und erregte in mir allerlei Lust; denn ohne das Gesetz war die Sünde tot.
 

3. Konsequenzen der Sünde.

Sünde bewirkt eine Verhärtung des Herzens.

Das Wort, das hier für Verhärtung gebraucht wird, ist sklerynein. Skleros kann für einen Stein gebraucht werden, der besonders hart und daher schwer zu bearbeiten ist; man kann es auch für einen König anwenden, der seine Untergebenen unmenschlich und hart behandelt. Sünde verhärtet das Herz. Wir wissen aus Erfahrung, daß der Mensch, wenn er zum erstenmal ein Unrecht begeht, dies mit innerem Widerstreben tut ; zum zweitenmal tut er es viel leichteren Herzens. Falls er in diesem Unrecht fortfährt, denkt er sich schließlich gar nichts mehr dabei. Er hat kein Empfinden mehr für die Sünde; sein Herz ist verhärtet. (Pharao im AT beim Auszug)

Hebräer 3:13
... sondern ermahnet euch selbst alle Tage, solange es "heute" heißt, daß nicht jemand unter euch verstockt werde durch Betrug der Sünde.
 
Sünde hat den Tod zur Folge

Dies ist in zweifacher Weise wahr. Der Apostel Paulus zeigt, daß der Tod durch die Sünde Adams in die Welt gekommen ist. Die Sünde zerstörte das Leben, das Gott für den Menschen im Sinn hatte. Die Sünde hat aber auch den Tod der Seele im Gefolge. Leiblicher und geistlicher Tod sind, nach Paulus, beide das Resultat der Sünde. Die wirkliche Bedeutung eines Wortes ergründet man am besten, wenn man die anderen Wörter untersucht, in deren Verbindung es am meisten gebraucht wird.

Römer 5:12
Derhalben, wie durch einen Menschen die Sünde ist gekommen in die Welt und der Tod durch die Sünde, und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesündigt haben;
 
Jakobus 1:15
Darnach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert sie den Tod.
 

4. Begriffe mit denen hamartia im NT verbunden ist.

Hamartia steht im Zusammenhang mit blasphemia

Die Grundbedeutung dieses Wortes ist beleidigen, beschimpfen, lästern. Sünde ist demnach eine Beleidigung Gottes. Es beleidigt Gott, wenn wir seine Gebote verspotten, das eigene Ich an die Stelle zu setzen, die nur ihm gebührt und vor allem, seine Liebe zu kränken.

Matthäus 12:31
Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben.
 
Hamartia steht in Verbindung mit apate

Apate bedeutet Falschheit, Hinterlist, Betrug. Sünde ist immer falsch, sie verspricht etwas, was sie nicht halten kann. Sünde ist immer eine Lüge. Jeder Mensch, der sündigt, der etwas Verbotenes tut oder etwas Verbotenes nimmt, tut es, weil er meint, dadurch glücklicher zu werden. Die Sünde gaukelt ihm dieses Glück vor. Die Erfahrung lehrt aber, daß eine unrechte Tat, oder unrechter Besitz niemals einen Menschen glücklich gemacht haben im Gegenteil es kommt zum eigentlichen Vergehen noch die beständige Furcht vor der Entdeckung.

Hebräer 3:13
sondern ermahnet euch selbst alle Tage, solange es "heute" heißt, daß nicht jemand unter euch verstockt werde durch Betrug der Sünde.
 
Hamartia finden wir im Zusammenhang mit epithymia Lust, Begehren

Epithymia ist ein „Verlangen nach verbotenen Vergnügen“. Die Stoiker fügten dieser Begriffsbestimmung hinzu, daß dieses Verlangen „über die Grenzen der Vernunft hinausgeht“. Epithymein ist das Verb, das in der griechischen Übersetzung des 10. Gebotes gebraucht wird, „Laß dich nicht gelüsten“'. Wenn eines Menschen Herz so gereinigt werden könnte, daß es kein Verlangen mehr nach unrechten Dingen hätte, würde der Mensch aufgehört haben zu sündigen.

Jakobus 1:15
Darnach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert sie den Tod.
 
Hamartia wird gleichgestellt mit anomia

Anomia bedeutet Gesetzlosigkeit. Die Sünde gibt dem Menschen das Verlangen ein, genau das zu tun, was ihm beliebt. Anomia weckt im Menschen das Begehren, seine eigenen Wünsche über seine Pflicht gegenüber anderen zu stellen, ja selbst über den Gehorsam Gott gegenüber. Anomia entspringt im Grunde genommen dem Verlangen, sich selbst und nicht Gott zum Mittelpunkt des Lebens zu machen.

1.Johannes 3:4
Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht (Gesetzlosigkeit), und die Sünde ist das Unrecht (Gesetzlosigkeit).
 
Hamartia ist gleichbedeutend mit adikia Unrecht, Ungerechtigkeit, Verderbtheit

Es ist das Gegenteil von dikaiosyne Gerechtigkeit. Dikaiosyne kann erklärt werden mit Gott und Menschen das geben, was ihnen zukommt. Adikia bedeutet dann das Gott und Menschen gleicherweise Zustehende versagt. Sünde läßt den Menschen sich selbst anbeten und vergißt oder verweigert Gott und den Mitmenschen zu dienen. Der Mensch in der Sünde benimmt sich so, als ob er das wichtigste Wesen im Universum sei.

1.Johannes 5:17
Alle Untugend (Unrecht) ist Sünde; und es ist etliche Sünde nicht zum Tode.
 
Hamartia steht im Zusammenhang mit prosopolepsia Ansehen der Person

Ansehen der Person kommt durch das Anlegen menschlicher statt göttlicher Maßstäbe an die Welt, das Leben und die Menschen im allgemeinen. Die Sünde akzeptiert die Grundsätze der Welt anstelle der göttlichen Gesetze, sie beurteilt die Dinge so, wie Menschen sie sehen und nicht wie Gott sie sieht.

Jakobus 2:9
... so ihr aber die Person ansehet, tut ihr Sünde und werdet überführt vom Gesetz als Übertreter.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: amos am 28. September 2013, 11:05:46
Lieber Vianney!

Herzlichen Dank für Deinen für mich sehr lehrreichen, ansprechenden, und die Seele berührenden Beitrag!

Es grüßt Dich herzlich und wünscht Dir Gottes Segen, amos
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 29. September 2013, 08:48:58
WAS KANN UNS VON DER SÜNDE (harmartia) RETTEN?

 

5. Wörter die beschreiben, was Jesus für uns getan hat in bezug auf die Sünde.

Jesus errettet „sozein“ den Menschen von der Sünde

Die Menschen brauchen einen Retter. Die Rettung ist durch Jesus geschehen und kostete ihn das Leben.

Matthäus 1:21
Und sie wird einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden.
 
Die Sünden sind ausgetilgt „exaleiphein“

Im Altertum enthielt die Tinte keine Säure; man konnte sie daher abwischen, wenn man Pergament oder Papyrus nochmals beschriften wollte. Durch das Werk Jesu wurde unsere Sünde gelöscht, weggewischt.

Apostelgeschichte 3:19
So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden vertilgt werden;
 
Durch Jesus sind die Sünden abgewaschen „apolouein“, der Mensch wird gereinigt „katharismos“

Unser Leben war beschmutzt und befleckt durch die Sünde; Jesus hat die Macht, es zu reinigen, so wie der Regen eine Straße reinwäscht.

1.Johannes 1:7
So wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.
   
Apostelgeschichte 22:16
Und nun, was verziehst du? Stehe auf und laß dich taufen und abwaschen deine Sünden und rufe an den Namen des HERRN!
   
2.Petrus 1:9
welcher aber solches nicht hat, der ist blind und tappt mit der Hand und vergißt die Reinigung seiner vorigen Sünden.
 
Die Gnade Gottes hat einen dichten Schleier über unsere Sünde gedeckt „epikalyptein“

Das Verb epikalyptein wird benutzt, um auszudrücken, daß ein Weg durch Schnee unkenntlich gemacht wird, daß jemand seine Augen bedeckt, so daß er nicht sehen kann, daß ein Schleier über etwas gezogen wird. Gott zieht in seiner Barmherzigkeit einen Schleier über unsere traurige Vergangenheit und sieht sie nie wieder an.

Römer 4:7
Selig sind die, welchen ihre Ungerechtigkeiten vergeben sind und welchen ihre Sünden bedeckt sind!
 
Durch die Gnade Gottes wird uns unsere Sünde nicht angerechnet „logizesthai“

Logizesthai entstammt dem Wortschatz des Buchhalters, es bedeutet, jemandes Konto belasten. Der Gedanke hier ist der, daß die Sünde uns unwiderruflich in Gottes Schuld gesetzt hat; wir sind unfähig, diese Schuld jemals zu begleichen. Das Buch des Lebens zeigt unsere unendlich große Schuldenlast auf. Aber Gottes große Gnade streicht die ungeheure Schuldsumme, die wir niemals zahlen können, aus unserem Konto.

Römer 4:8
Selig ist der Mann, welchem Gott die Sünde nicht zurechnet!"
 
Durch das Werk Jesu sind wir von der Sünde befreit „eleutheroun“, Wir sind erlöst „lyein“

Eleutheroun bedeutet jemand die Freiheit schenken. Luein bedeutet jemand von seinen Banden losmachen. Wir haben schon gesehen, wie der Mensch zum Sklaven der Sünde wurde, .Jesus ist der allmächtige Befreier. Er zahlte das Lösegeld, das uns von der Vergangenheit befreit und gleichzeitig zur Freiheit für die Zukunft befähigt.

Römer 6:18
Denn nun ihr frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte der Gerechtigkeit geworden.
   
Römer 8:2
Denn das Gesetz des Geistes, der da lebendig macht in Christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
 
Das Kommen Jesu hat unsere Sünde aufgehoben, hat sie rückgängig gemacht „athetesis“

Athetesis wurde im Griechischen gebraucht, um einen Vertrag oder ein Übereinkommen rückgängig zu machen. Wenn der Buchstabe des Gesetzes ausgeführt würde, hätten wir nichts als Verdammnis zu erwarten. Durch Christus ist unsere Schuld aufgehoben.

Hebräer 9:26
sonst hätte er oft müssen leiden von Anfang der Welt her. Nun aber, am Ende der Welt, ist er einmal erschienen, durch sein eigen Opfer die Sünde aufzuheben.
 
Durch Christus haben wir Vergebung „aphiesthai“.

Dies ist das bekannteste Wort für Sündenvergebung. Es kommt in jedem Teil des NT vor. Das Wort aphiesthai hat eine vielfältige Bedeutungen. Es kann gebraucht werden für die Befreiung eines Menschen von einem verhängten Urteil, z. B. für die Befreiung aus dem Exil und für die Erlassung einer rechtmäßig bestehenden Schuld. Man kann es benutzen für die Lossprechung eines Menschen von einem Urteilsspruch, der anderenfalls ausgeführt worden wäre, für die Befreiung von einer Verbindlichkeit, auf der man hätte bestehen können. Es kann gebraucht werden für das Lossprechen eines Menschen von einer Pflicht, zu deren Ausführung man ihn hätte zwingen können. Die grundsätzliche Bedeutung des Wortes ist unverdiente Befreiung von etwas, was man gerechterweise hätte auferlegen oder fordern können. Durch Jesus Christus ist der Mensch von der Todesstrafe befreit, die Gott zu Recht hätte vollstrecken können. Das Wort zeigt uns, daß Gott mit uns nicht nach Gerechtigkeit verfährt, sondern in Liebe, daß er nicht nach unserem Verdienst mit uns handelt, sondern der Barmherzigkeit und der Gnade Christi entsprechend. Es gibt kein Buch, welches das Grauen und die Abscheulichkeit der Sünde so aufzeigt wie das NT, aber es gibt auch kein Buch, das die Rettung und Heilung von der Sünde so unmißverständlich aufzeigt..

Matthäus 9:2
Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bett. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sünden sind dir vergeben.
   
Markus 2:10
Auf das ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben die Sünden auf Erden, (sprach er zu dem Gichtbrüchigen):
   
Apostelgeschichte 2:38
Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.
 
Kolosser 1:14
... an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden
 


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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 30. September 2013, 08:18:10
Evangelium nach Lukas 16,19-31.
In jener Zeit sprach Jesus: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag herrlich und in Freuden lebte.
Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war.
Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Statt dessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren.
Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben.
In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham, und Lazarus in seinem Schoß.
Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und schick Lazarus zu mir; er soll wenigstens die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer.
Abraham erwiderte: Mein Kind, denk daran, daß du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber mußt leiden.
Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, so daß niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte.
Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters!
Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen.
Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören.
Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren.
Darauf sagte Abraham: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

II. Vatikanisches Konzil
Konstitution über die Kirche in der Welt von heute, «Gaudium et Spes», § 69
«Ein Armer lag vor der Tür»

Gott hat die Erde mit allem, was sie enthält, zum Nutzen aller Menschen und Völker bestimmt; darum müssen diese geschaffenen Güter in einem rechten Verhältnis allen zustatten kommen; dabei hat die Gerechtigkeit die Führung, Hand in Hand geht mit ihr die Liebe. Wie immer das Eigentum und seine nähere Ausgestaltung entsprechend den verschiedenartigen und wandelbaren Umständen in die rechtlichen Institutionen der Völker eingebaut sein mag, immer gilt es, achtzuhaben auf diese allgemeine Bestimmung der Güter. Darum soll der Mensch, der sich dieser Güter bedient, die äußeren Dinge, die er rechtmäßig besitzt, nicht nur als ihm persönlich zu eigen, sondern muss er sie zugleich auch als Gemeingut ansehen in dem Sinn, dass sie nicht ihm allein, sondern auch anderen von Nutzen sein können.

Zudem steht allen das Recht zu, einen für sich selbst und ihre Familien ausreichenden Anteil an den Erdengütern zu haben. Das war die Meinung der Väter und Lehrer der Kirche, die sagen, es sei Pflicht, die Armen zu unterstützen, und zwar nicht nur vom Überfluss. Wer aber sich in äußerster Notlage befindet, hat das Recht, vom Reichtum anderer das Benötigte an sich zu bringen. Angesichts der großen Zahl derer, die in der Welt Hunger leiden, legt das Heilige Konzil sowohl den Einzelnen als auch den öffentlichen Gewalten dringend ans Herz, sie möchten doch eingedenk des Väterwortes: "Speise den vor Hunger Sterbenden, denn ihn nicht speisen heißt ihn töten", jeder nach dem Maße dessen, was ihm möglich ist, Ernst damit machen, ihre Güter mitzuteilen und hinzugeben und dabei namentlich jene Hilfen zu gewähren, durch die sie, seien es Einzelne, seien es ganze Völker, sich selber helfen und entwickeln können.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 01. Oktober 2013, 08:58:27
Evangelium nach Lukas 16,1-13.
In jener Zeit sagte Jesus zu den Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen.
Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Du kannst nicht länger mein Verwalter sein.
Da überlegte der Verwalter: Mein Herr entzieht mir die Verwaltung. Was soll ich jetzt tun? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich.
Doch - ich weiß, was ich tun muß, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin.
Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem andern, zu sich kommen und fragte den ersten: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig?
Er antwortete: Hundert Faß Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich gleich hin, und schreib «fünfzig».
Dann fragte er einen andern: Wieviel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, und schreib «achtzig».
Und der Herr lobte die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.
Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es (mit euch) zu Ende geht.
Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen.
Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen?
Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer (wahres) Eigentum geben?
Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ambrosius (um 340 - 397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Zum Lukasevangelium, 7,244 f.
"... nur einer ist euer Meister, ... Christus" (Mt 23,8)

„Der Knecht kann nicht zwei Herren dienen.“ Nicht, dass es zwei gibt: es gibt nur einen Herrn. Denn selbst wenn es Leute gibt, die dem Geld dienen, so besitzt dieses doch keinerlei Rechte, ein Herr zu sein. Jene nämlich laden sich vielmehr das Joch der Sklaverei auf. Tatsächlich ist es keine gerechte Machtfülle, sondern eine ungerechte Sklaverei. Deshalb sagt er: „Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons“, damit wir durch die großmütigen Gaben gegenüber den Armen die Gunst der Engel und der anderen Heiligen erlangen.
Der Verwalter erfährt keine Kritik: Wir lernen daraus, dass wir keine Herren, sondern vielmehr Verwalter der Reichtümer eines anderen sind. Obwohl er gefehlt hat, wird er gelobt, denn indem er anderen im Namen seines Herrn Schulden erlässt, schafft er sich Unterstützung. Und Jesus sprach sehr richtig vom „trügerischen Reichtum“, weil der Geiz unsere Neigungen in Versuchung führt durch verschiedenartige Verlockungen von Reichtümern, so dass wir uns zu ihren Sklaven machen lassen. Deshalb sagt er: „Wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer wahres Eigentum geben?“ (Lk 16,12) Der Reichtum ist uns fremd, weil er außerhalb unserer Natur steht. Er wird nicht mit uns zusammen geboren und folgt uns nicht in den Tod. Christus hingegen gehört zu uns, weil er das Leben ist… Seien wir also keine Sklaven äußerlicher, fremder Reichtümer, weil wir einzig Christus als Herrn anerkennen sollen.
 

Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 02. Oktober 2013, 08:30:44
Evangelium nach Matthäus 18,1-5.10.
In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?
Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte
und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.
Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.
Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer eines Oratorium in England
Predigt „Die Unsichtbare Welt“, PPS, Band 4, Nr. 13
„Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters“

Die Engel nehmen sich unser, die wir zur Kirche gehören, aktiv an; wir hören, dass „sie alle dienende Geister sind, ausgesandt, denen zu helfen, die das Heil erben sollen“ (Hebr 1,14). Auch der einfachste Christ hat Engel, die ihm dienstbar sind, wenn er aus dem Glauben und aus der Liebe lebt. Mögen sie – wie es der Prophet Daniel erlebt hat (10,9) – so gewaltig, glorreich, rein und wunderbar sein, dass allein ihr Anblick uns zu Boden wirft: sie sind doch „Knechte wie wir“ (Offb 19,10) und arbeiten mit uns zusammen. Sie wachen über uns; sie setzen sich für uns ein, selbst für den einfachsten von uns, wenn wir Christus gehören.

Dass sie Teil unserer unsichtbaren Welt sind, ergibt sich aus der Vision des Patriarchen Jakob (Gen 28,10f)… Er dachte gar nicht daran, dass der Ort, an dem er sich zum Schlafen hingelegt hatte, etwas Wunderbares an sich haben könnte. Es war ein Ort wie alle anderen, einsam und unbequem…; und doch war die Wirklichkeit eine ganz andere. Jakob sah nur die sichtbare Welt, nicht die unsichtbare; und doch war die unsichtbare Welt da. Sie war da, selbst wenn Jakob ihrer nicht sofort gewahr wurde, sondern sie ihm auf übernatürliche Weise offenbart werden musste. Er sah sie, während er schlief. „Eine Treppe stand auf der Erde und reichte bis zum Himmel; auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder. Und siehe, oben stand der Herr.“

Es handelte sich um die andere Welt. Menschen reden von ihr, als gäbe es sie jetzt nicht, sondern erst nach dem Tod. Nein, jetzt existiert sie, auch wenn wir sie nicht sehen; sie ist unter uns, um uns. Das ist Jakob gezeigt worden: es gab Engel um ihn herum, auch wenn er es nicht wusste. Und was Jakob im Schlaf gesehen hat, haben auch andere gesehen… und gehört, wie die Hirten am Heiligen Abend. Diese seligen Geister loben Gott bei Tag und bei Nacht und wir können es ihnen gleichtun – so wie wir sind.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 03. Oktober 2013, 08:24:36
Anbetung/ gerade wenn es schwer ist zu vergeben und zu lieben- es kommt aufs Ende an!

Hat das Böse gewonnen?
Ist jetzt alles aus?
Dabei haben wir doch unser bestes getan- und jetzt? Alles aus....
Schuld der anderen, eigene Schuld- Schuld

Was wenn das Ende nicht so weit entfernt wie wir meinen. Ach könnten wir dann noch einmal unser Hände falten, ach könnten wir uns noch einmal umarmen.Es wieder gut machen...
Zu spät-
Welch ein süßer Traum, wenn es wohl einen Engel Gottes gäbe, der über mein und dein Leben- ja eines jeden Einzelnen ein Tagebuch schreibt.
Wird dann am Ende ausgewogen was am schwersten wiegt?
Welche Werte?
Fragst du mich wie oft ich Gott nach Rat gefragt habe?
Was wenn morgen schon meine Abrechnung fällig ist?Ist es das Schwache oder Starke das überwiegt?
Ich komme ehrlich vor dir. Und gerade JETZT gibst du mir/ uns dieses Wundervolle Wort:


Gerade jetzt in meiner schweren Lage ( Situation) lässt Gott mich erkennen:

Fänge ich nun an zu hassen, mich stolz vor allem wegzudrehen- zu distanzieren- ja sogar zu lügen um mich zu schützen oder mich durch leichtere Wege zu retten-
Ignorant oder kalt zu werden-
Oh ja- es kann genau das Gramm sein, dass die Schwache oder Starke Seite überwiegen lässt...

Und es kommt auf das Ende an, wie wir zu Jesus kommen.Wie wir die Sünde, erkennen wollen und sie unterlassen. Mehr haben wir kaum zu geben, oder?
In Jakobus steht, dass wir uns freuen dürfen, wenn wir in Anfechtungen geraten-
Lasst uns anfangen nicht über unseren Berg zu reden sondern zu diesem.

Wenn wir wüssten das ein Teil unser Leben auf der Zunge liegt und hier die Waage eingestellt werden kann.....
Tu ich es dann für mich oder für dich, Jesus?

LAss deinen Willen über mein Leben geschehen- halt mich wenn es ungemütlich und steinig wird und keiner mehr da ist. Schenk deine Vergebung ein.Sei mein Berater, Arzt und Helfer in der Not
AMEN
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 04. Oktober 2013, 08:22:27
Evangelium nach Lukas 10,13-16.
Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind - man hätte dort in Sack und Asche Buße getan.
Tyrus und Sidon wird es beim Gericht nicht so schlimm ergehen wie euch.
Und du, Kafarnaum, meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel erhoben? Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen.
Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Enzyklika „Redemptoris missio“, §38-39 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab“

Unsere Zeit hat zugleich etwas Dramatisches und Faszinierendes an sich. Während die Menschen einerseits dem materiellen Erfolg nachzulaufen und sich immer mehr im konsumistischen Materialismus einzutauchen scheinen, zeigt sich auf der anderen Seite die ängstliche Suche nach Sinn, das Bedürfnis nach Innerlichkeit, die Sehnsucht nach dem Erlernen neuer Formen der Konzentration und des Gebetes. Nicht nur in den religiös geprägten Kulturen, sondern auch in den säkularisierten Gesellschaften wird die geistliche Dimension des Lebens als Heilmittel gegen Entmenschlichung gesucht... Die Kirche besitzt ein unschätzbares geistliches Gut, das sie der Menschheit anbieten kann: es ist Christus, der sich als »der Weg, die Wahrheit und das Leben« bezeichnet (Joh 14,16)...

Die Kirche muß Christus treu sein, dessen Leib sie ist und dessen Sendung sie fortsetzt. Sie »folge demselben Weg, der von Christus gegangen wurde, dem Weg der Armut, des Gehorsams, des Dienstes und seines Opfers bis zum Tod, aus dem er dann auferstand und als Sieger hervorging«. Die Kirche hat also die Pflicht, alles daranzusetzen, um ihre Sendung in der Welt zu entfalten und alle Völker zu erreichen; und sie hat auch das Recht, das ihr zur Verwirklichung seines Planes von Gott gegeben wurde. Die religiöse Freiheit, manchmal noch begrenzt oder vergewaltigt, ist Voraussetzung und Garantie für alle Freiheiten, die das Gemeinwohl der Menschen und der Völker sichern. Es bleibt zu hoffen, daß die wahre religiöse Freiheit allen und überall gewährt wird... Es handelt sich dabei... um ein unverrückbares Recht jedes Menschen.

Andererseits wendet sich die Kirche an den Menschen im vollen Respekt vor seiner Freiheit. Die Mission bezwingt die Freiheit nicht, sondern begünstigt sie. Die Kirche schlägt vor, sie drängt nichts auf: Sie respektiert die Menschen und Kulturen, sie macht Halt vor dem Heiligtum des Gewissens. Vor denen, die sich unter den verschiedensten Vorwänden der Missionstätigkeit widersetzen, wiederholt die Kirche: Öffnet Christus die Türen!  
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: voyager am 04. Oktober 2013, 16:13:09
Die Bibel wird, in Kropp, Real.

Am 19.03.2013 brennt Mielberg 20, in Kropp, ab.
Übertragung, im Fernsehen, auf NDR.

 ;qfykkg

Zum Glück wohnte ich im Nebengebäude, Mielberg 18a.

In der Diakonie Kropp wurden die Bewohner und auch ich
untergebracht.
Die 1. Etage, vom Haus Bethesda, stand Leer.

Das Haus Bethesda befindet sich in der Nähe von Kapernaum.

Am 15.06.2013 Schlug ein Blitz in den Schornstein der
Heizungsanlage ein.
Die Feuerwehr kommt und löscht ein Feuer im Öl-Tank-Raum.
Der Schornstein vom Haus Bethesda ist ein wenig defekt.

Psalmen 97:4  German Schlachter Bibel ( 1951 )
  4 Seine Blitze erleuchten den Erdkreis; die Erde sieht
    es und erschrickt.

Auch Blitz Petersdom, 2013?

Am 27.07.2013 besucht mich Herr Berg ( Arzt ), und macht mir
den Vorschlag auf eine Behandlung in Kapernaum. ( Fachklinik )

Lukas 4:23  German Schlachter Bibel ( 1951 )
 23 Und er sprach zu ihnen: Allerdings werdet ihr mir
    dieses Sprichwort sagen: Arzt, hilf dir selber!
    Die großen Taten, von denen wir gehört haben, daß sie zu
    Kapernaum geschehen, tue sie auch hier in deiner Vaterstadt!

Am 27.07.2013 weht der Wind 2 Bäume um.
Beim Hause Kapernaum.
Und Verschwindet einfach wieder.

Johannes 3:8  German Schlachter Bibel ( 1951 )
 8 Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen;
   aber du weißt nicht, woher er kommt, noch wohin er fährt.
   Also ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.

Psalmen 135:7  German Schlachter Bibel ( 1951 )
  7 Er führt Wolken herauf vom Ende der Erde, macht Blitze
    zum Regen und holt den Wind aus seinen Speichern hervor.

Hiob 38:35  German Schlachter Bibel ( 1951 )
 35 Kannst du Blitze entsenden, daß sie hinfahren
    und zu dir sagen: Siehe, hier sind wir?

Hiob 38:31  German Schlachter Bibel ( 1951 )
 31 Hast du die Bande des Siebengestirns geknüpft,
    oder kannst du die Fesseln des Orion lösen?

Plejaden ( Siebengestirn ) => Die Sterne zur Anschicht eines
Würfels verbinden.

die Fesseln des Orion => Aldebaran => All De Bar an

Lukas 10:13  German Schlachter Bibel ( 1951 )
 13 Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida!
    Denn wenn zu Tyrus und Zidon die Taten geschehen wären,
    die bei euch geschehen sind, so hätten sie vorlängst
    im Sack und in der Asche sitzend Buße getan.

Lukas 10:15  German Schlachter Bibel ( 1951 )

 15 Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhoben worden,
    du wirst bis zur Hölle hinabgeworfen werden!

Kapernaum => Ka pe rna um => Kube rna => Ku ben ra

KU Ben ( Sohn ) Ra ( Sonnengott ) => Sohn des Lichts?

 kz12)

Frau Zacharias Leitet noch immer das Job-Center in Kropp.
Und machte Bewilligungsbescheide?

Nein.
Kürzt mir die Sozialleistungen bis auf 0 Euro.
Verfassungswidrig. ( Kürzung vom Existenzminimum )

 ;uhhjz

Sacharja 1:1  German Schlachter Bibel ( 1951 )
 1 Im achten Monat des zweiten Jahres des Darius erging
   des HERRN Wort an Sacharja, den Sohn Berechjas,
   des Sohnes Iddos, den Propheten, also:

Sacharja => Sach ar ja => Sag arge ja
Berechjas => Berech ja's
Iddos => Id dos => Microsoft Wind Ow eS XP

Herr Mesche kommt am 03.06.2013, als Gutachter vom Amtsgericht.
Frau Korte war dafür Verantwortlich, das mir 2010 die
Sozial-Leistungen "Gestrichen" wurden.
Herr Mesche war ihr Vorgesetzter.

Und was "sagt" die Bibel dazu?

1. Chronik 9:21  German Schlachter Bibel ( 1951 )
 21 Secharja, der Sohn Meschelemjas, war Torhüter
    an der Tür der Stiftshütte.
 
Sacharja => Sach ar ja => Sag arge ja
Meschelemjas => Mesche lehm ja's
Stiftshütte => Rot-Stift eS Hütte ?

 ;gdaaaw

2. Könige 6:20  German Schlachter Bibel ( 1951 )
 20 Und als sie nach Samaria kamen, sprach Elisa:
    HERR, öffne diesen die Augen, daß sie sehen!
    Und der HERR öffnete ihnen die Augen, daß sie sahen.
    Und siehe, da waren sie mitten in Samaria.

Elisa => Eli Sa
Samaria => Sah Maria   ( Meine Oma hieß Maria )

 ()*kjht545

Mein Opa hieß Jürgen.

Jürgen ist eine deutsche Nebenform des männlichen
Vornamens Georg.

Besondere Verbreitung hat die Drachentöter-Legende
Georgs gefunden.

 ;mqghfgt  ;tffhfdsds


 ()*kjht545

Herzliche Grüße von
voyager
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 05. Oktober 2013, 10:23:37
Maria Sühne Samstag

Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. Oktober 2013 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
„Liebe Kinder! Ich liebe euch mit mütterlicher Liebe, und mit mütterlicher Geduld warte ich auf eure Liebe und Gemeinschaft. Ich bete, dass ihr eine Gemeinschaft der Kinder Gottes, meine Kinder, seid. Ich bete, dass ihr als Gemeinschaft froh im Glauben und in der Liebe meines Sohnes auflebt. Meine Kinder, ich versammle euch als meine Apostel und lehre euch, wie ihr andere mit der Liebe meines Sohnes bekannt machen, wie ihr ihnen die frohe Botschaft, die mein Sohn ist, bringen könnt. Gebt mir eure offenen, gereinigten Herzen und ich erfülle sie mit der Liebe meines Sohnes. Seine Liebe wird eurem Leben Sinn geben und ich werde mit euch gehen. Ich werde mit euch sein bis zur Begegnung mit dem himmlischen Vater. Meine Kinder, es werden sich jene retten, die mit Liebe und Glauben zum himmlischen Vater schreiten. Fürchtet euch nicht, ich bin mit euch. Vertraut auf eure Hirten, wie mein Sohn auf sie vertraute als Er sie erwählte, und betet, dass sie die Kraft und Liebe haben, um euch zu führen. Ich danke euch!"
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 06. Oktober 2013, 10:32:46
Evangelium nach Lukas 17,5-10.
Die Apostel baten den Herrn: Stärke unseren Glauben!
Der Herr erwiderte: Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.
Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen?
Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich, und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken.
Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde?
So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Jean-Pierre Caussade (1675 - 1751), Jesuit
Hingabe an die Göttliche Vorsehung, Kap. 9, 122
Der Glaube der demütigen Diener, der demütigen Magd

Gott genauso gut finden in den kleinsten und gewöhnlichsten Dingen, wie in den größten, das heißt: einen Glauben besitzen, der nicht gewöhnlich, sondern groß und außergewöhnlich ist. Sich mit dem gegenwärtigen Moment begnügen, das heißt: den Willen Gottes verkosten und anbeten in all dem, was es zu tun und zu leiden gibt, in allen Dingen, die den Augenblick durch ihre Aneinanderreihung erstehen lassen. Die einfachen Seelen beten Gott auch in den Umständen, die am meisten demütigen, durch die Lebendigkeit ihres Glaubens an; nichts entgeht dem durchdringenden Blick ihres Glaubens... Nichts verwundert sie, nichts ekelt sie an.
Maria wird mit ansehen, wie die Apostel fliehen; sie bleibt treu am Fuß des Kreuzes stehen und erkennt ihren Sohn, wie entstellt er auch sein mag durch Speichel und Wunden... Das Leben im Glauben ist ein ständiges Suchen nach Gott durch alles hindurch, was ihn verhüllt, entstellt, durch alles, was ihn gewissermaßen zerstört und vernichtet. Das ist wahrhaftig das Leben Marias, die vom Stall bis auf Kalvaria fest einem Gott verbunden bleibt, den alle Welt verkennt, verlässt und verfolgt. In gleicher Weise gehen die glaubenden Seelen durch eine ununterbrochene Folge von Toden, von Schleiern, von Schatten und Trugbildern, die sich bemühen, den Willen Gottes unkenntlich zu machen; diese Seelen suchen ihn und lieben ihn bis zum Tod am Kreuz. Sie wissen, dass es immer darum geht, die Schatten hinter sich zu lassen, um der göttlichen Sonne nachzulaufen; von ihrem Aufgang bis zum Untergang erhellt sie, wärmt sie und entflammt sie die treuen Herzen – egal wie dick und dunkel die Wolken auch sein mögen, die sie verbergen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 07. Oktober 2013, 09:54:10
Evangelium nach Lukas 10,25-37.
Da stand ein Gesetzeslehrer auf, und um Jesus auf die Probe zu stellen, fragte er ihn: Meister, was muß ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?
Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz? Was liest du dort?
Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst.
Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach, und du wirst leben.
Der Gesetzeslehrer wollte seine Frage rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?
Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen.
Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter.
Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter.
Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid,
ging zu ihm hin, goß Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn.
Am andern Morgen holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.
Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde?
Der Gesetzeslehrer antwortete: Der, der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle genauso!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Benedikt XVI.
Enzyklika „Deus caritas est“, §15 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde?“

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (vgl. Lk10,25–37) bringt vor allem zwei wichtige Klärungen. Während der Begriff „Nächster“ bisher wesentlich auf den Volksgenossen und den im Land Israel ansässig gewordenen Fremden, also auf die Solidargemeinschaft eines Landes und Volkes bezogen war, wird diese Grenze nun weggenommen: Jeder, der mich braucht und dem ich helfen kann, ist mein Nächster.

Der Begriff „Nächster“ wird universalisiert und bleibt doch konkret. Er wird trotz der Ausweitung auf alle Menschen nicht zum Ausdruck einer unverbindlichen Fernstenliebe, sondern verlangt meinen praktischen Einsatz hier und jetzt. Es bleibt Aufgabe der Kirche, diese Verbindung von Weite und Nähe immer wieder ins praktische Leben ihrer Glieder hinein auszulegen.

Schließlich ist hier im Besonderen noch das große Gleichnis vom letzten Gericht (vgl. Mt 25,31–46) zu erwähnen, in dem die Liebe zum Maßstab für den endgültigen Entscheid über Wert oder Unwert eines Menschenlebens wird. Jesus identifiziert sich mit den Notleidenden: den Hungernden, den Dürstenden, den Fremden, den Nackten, den Kranken, denen im Gefängnis. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Gottes- und Nächstenliebe verschmelzen.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 08. Oktober 2013, 09:48:15
Evangelium nach Lukas 10,38-42.
Sie zogen zusammen weiter, und er kam in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf.
Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu.
Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, daß meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überläßt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen!
Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen.
Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Elisabeth von der Dreifaltigkeit (1880 - 1906), Karmelitin
Letzte Einkehrtage
„Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte ihm zu“

„Nur Stille verleiht euch Kraft“ (vgl. Jes 30,15)… Seine Kraft für den Herrn zu bewahren, bedeutet, in seinem ganzen Sein durch die innere Stille eine Einheit herzustellen; es bedeutet, alle seine Kräfte zu sammeln, um mit ihnen allein der Liebe zu dienen; es bedeutet auch, jenes klare Auge zu haben, das es dem Licht ermöglicht, uns hell zu machen (Mt 6,22). Eine Seele, die mit ihrem Ich streitet, die mit ihren Empfindlichkeiten beschäftigt ist, die unnützen Gedanken nachhängt, die jederlei Verlangen nachgeht – sie verzettelt ihre Kräfte, ist nicht gänzlich dem Herrn anempfohlen… Da ist noch zu viel Menschliches, da ist noch eine Dissonanz.

Die Seele, die etwas in sich zurückbehält, worüber sie selbst bestimmen will, und deren Kräfte nicht allesamt in Gott „eingeschlossen“ sind, kann kein vollkommenes „Lob seiner Herrlichkeit“ werden (Eph 1,14); weil in ihr keine Einheit herrscht, ist sie unfähig, unablässig das „canticum magnum“, den großen Lobpreis zu singen, von dem der hl. Paulus spricht. Anstatt in Einfachheit ihren Lobpreis unbeirrt fortzusetzen, muss sie ständig die Saiten ihres Instruments, die sich verschoben haben, neu ordnen.

Wie unverzichtbar ist diese schöne innere Einheit doch für eine Seele, die hier auf Erden ein beseligendes Leben führen will, also ein Leben der Einfachheit, des Geistes! Mir scheint, der Herr hatte dreierlei im Sinn, als er zu Maria Magdalena vom „einzig Notwendigen“ sprach. Wie gut hatte diese große Heilige das doch verstanden! Das vom Licht des Glaubens erleuchtete Auge ihrer Seele hat seinen Gott hinter seiner menschlichen Hülle erkannt, und in der Stille, in der Sammlung ihrer Kräfte „hörte sie seinen Worten zu“… Ja, sie kannte nichts mehr außer ihm.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 09. Oktober 2013, 08:27:11
Evangelium nach Lukas 11,1-4.
Jesus betete einmal an einem Ort; und als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat.
Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme.
Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen.
Und erlaß uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cyrill von Alexandrien (380 - 444), Bischof und Kirchenlehrer
Das Gebet des Herrn, 8-9, 11; PL4, 523
Das Gebet der Kinder Gottes

Der Herr hat gesagt, dass wir so beten sollen: „Vater unser, der du bist im Himmel“. Der neue Mensch, der wiedergeboren wurde und durch Gottes Gnade wieder Gott angehört, sagt zunächst „Vater“, denn er beginnt sein Sohn zu werden. „Er kam in sein Eigentum“, sagt das Evangelium, „aber die Seinen nahmen ihn nicht auf, allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben“ (Joh 1,11-12). Wer an seinen Namen geglaubt hat, ist Kind Gottes geworden und muss nun Dank sagen, muss verkünden, dass er Kind Gottes ist und muss Gott im Himmel Vater nennen…

Wie groß ist doch Gottes Langmut mit uns, wie grenzenlos seine Güte! Gott wollte, dass wir ihn in unserem Gebet Vater nennen. Und wie Christus Sohn Gottes ist, so wollte er, dass auch wir Söhne Gottes heißen. Gott mit diesem Namen im Gebet anzusprechen, würde keiner von uns sich erlauben, wenn nicht Gott selbst es uns zugestanden hätte.

Wir müssen, geliebte Brüder, uns daran erinnern und uns dessen bewusst sein: wenn wir Gott unseren Vater nennen, müssen wir uns auch wie Gottes Kinder bemühen, damit er Gefallen daran hat, in uns zu sein, so wie wir daran Gefallen haben, in ihm zu sein. Leben wir als Tempel Gottes (1 Kor 3,16), und Gott wird in uns wohnen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 10. Oktober 2013, 09:42:37
Evangelium nach Lukas 11,5-13.
Dann sagte er zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote;
denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen, und ich habe ihm nichts anzubieten!,
wird dann etwa der Mann drinnen antworten: Laß mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen, und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben?
Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm seine Bitte erfüllt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht.
Darum sage ich euch: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.
Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.
Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet,
oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?
Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Homilie vom 19.05.2013, zu Pfingsten
Der Vater im Himmel gewährt uns den Heiligen Geist, der Neues herbeiführt

Neues macht uns immer ein bisschen Angst, denn wir fühlen uns sicherer, wenn wir alles unter Kontrolle haben, wenn wir selbst es sind, die bauen, planen, Entwürfe machen für unser Leben nach unseren Plänen, unserem Sicherheitsbedürfnis, unserem Geschmack. Und so geht es uns auch mit Gott. Oft folgen wir ihm, nehmen ihn auf, aber nur bis zu einem gewissen Punkt: wir tun uns schwer damit, uns ihm mit vollem Vertrauen zu überlassen und den Heiligen Geist die Triebfeder, den Führer sein zu lassen auf allen Wegen, die sich uns auftun. Wir haben davor Angst, dass Gott uns auf neue Wege schickt, dass er uns aus unserem oft begrenzten, zementierten, egoistischen Gesichtskreis hinausführt und uns für seine Horizonte öffnet.

In der ganzen Heilsgeschichte bringt Gott aber, wenn er sich offenbart, Neues; Gott eröffnet immer Neues; er formt um und verlangt vertrauensvolle Hingabe an ihn. Noach baut, von allen verspottet, eine Arche und wird gerettet (Gen 6-8); Abraham verlässt sein Land mit nichts als einem Versprechen in der Hand (Gen 12); Mose fordert die Macht des Pharaos heraus und führt das Volk in die Freiheit (Ex 3-14); die Apostel haben Angst und sperren sich im Obergemach ein, treten dann aber mutig auf, um das Evangelium zu verkünden (Apg 2).

Es handelt sich nicht um Neues um der Neuheit willen, nicht um die Suche nach Neuem, um der Langeweile zu entfliehen, so wie es heutzutage oft geschieht.

Das Neue, das Gott in unser Leben bringt, ist das, was uns wirklich zu dem macht, wozu wir angelegt sind, was uns echte Freude, echten Frieden bringt; denn Gott liebt uns und hat nur unser Wohl im Auge. Stellen wir uns heute die Frage: Sind wir offen für „die Überraschungen, die Gott bereithält“? Oder verschließen wir uns ängstlich dem, was der Heilige Geist an Neuem bringt? Haben wir den Mut, die neuen Wege zu gehen, die die „Neuheit“ Gottes uns anbietet, oder aber verwahren wir uns dagegen und verbleiben wir in überholten Strukturen, die die Fähigkeit, sich auf Neues einzulassen, verloren haben?
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 11. Oktober 2013, 08:27:51
Evangelium nach Lukas 11,14-26.
Jesus trieb einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten.
Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.
Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel.
Doch er wußte, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein.
Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, daß ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe.
Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil.
Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.
Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher;
wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute.
Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
Ein unreiner Geist, der einen Menschen verlassen hat, wandert durch die Wüste und sucht einen Ort, wo er bleiben kann. Wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe.
Und wenn er es bei seiner Rückkehr sauber und geschmückt antrifft,
dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden als vorher.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :


Katechismus der Katholischen Kirche §691-693; 699-700
Der Finger Gottes

Namen, Benennungen und Sinnbilder des Heiligen Geistes: „Heiliger Geist“ ist der Name dessen, den wir mit dem Vater und dem Sohn anbeten und verherrlichen. Die Kirche hat diesen Namen vom Herrn übernommen und spricht ihn bei der Taufe ihrer neuen Kinder aus (Mt 28,19). Der Ausdruck „Geist“ gibt das hebräische Wort „Ruach“ wieder, das zunächst Hauch, Luft bedeutet. Jesus gebraucht das eindrucksvolle Bild vom Wind, um Nikodemus das ganz Neue dessen verspüren zu lassen, der der Hauch Gottes, der göttliche Geist in Person ist (Joh 3,5-8). Andererseits sind „Geist“ und „heilig“ göttliche Eigenschaften, die den drei göttlichen Personen gemeinsam sind…
Wenn Jesus das Kommen des Heiligen Geistes ankündigt und verheißt, nennt er ihn „Paraklet“, wörtlich: „ad-vocatus“, den „Herbeigerufenen“. „Paraklet“ wird gewöhnlich mit „Beistand“, wiedergegeben, wobei aber Jesus der erste Beistand ist. Der Herr selbst nennt den Heiligen Geist „Geist der Wahrheit“… Beim hl. Paulus finden sich die Bezeichnungen: Geist der Verheißung, Geist der Sohnschaft, Geist Christi, Geist des Herrn, Geist Gottes, und beim hl. Petrus Geist der Herrlichkeit.

Die Sinnbilder des Heiligen Geistes: Wasser, Salbung, Feuer, Wolken und Licht, Siegel, Taube.

Die Hand: Jesus heilt Kranke und segnet kleine Kinder, indem er ihnen die Hände auflegt. In seinem Namen tun die Apostel das gleiche. Durch die Auflegung der Hände der Apostel wird der Heilige Geist gespendet. Der Hebräerbrief rechnet die Handauflegung zu den „Grundelementen“ seiner Lehre. In ihren sakramentalen Epiklesen hat die Kirche dieses Zeichen der alles vermögenden Ausgießung des Heiligen Geistes bewahrt.

Der Finger. „Durch den Finger Gottes“ treibt Jesus die Dämonen aus. Während das Gesetz Gottes vom „Finger Gottes“ auf steinerne Tafeln geschrieben wurde (Ex 31,18), ist der von den Aposteln ausgefertigte „Brief Christi“… geschrieben… mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern wie auf Tafeln – in Herzen von Fleisch“ (2 Kor 3,3). Der Hymnus „Veni, Creator Spiritus“ ruft den Heiligen Geist an als den „Finger der Rechten des Vaters“.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 12. Oktober 2013, 11:44:23
Wir bitten um Vergebung
 “

Jesus, Herr unseres Lebens,
 wir bitten Dich aus ganzem Herzen um Vergebung.
 *
 
Jesus, Meister unseres Lebens,
 jeden Tag und jede Stunde wollen wir bereit sein für Dich!
 
Am Kreuz sprichst Du vom Durst nach unseren Seelen,
 so wollen wir uns für die Quelle Deines liebenden Herzens öffnen.
 Dein Wasser des Lebens sei unsere Stärkung und Einsicht!
 *
 
Jesus, Liebe unseres Lebens,
 wir wollen unsere Schuld von ganzem Herzen bekennen!
 
Durch Deine Wahrheit, Deinen Weg und Dein Leben erkennen wir uns selbst:
 so wollen wir Irrwege durchschauen und alle Sünden vor Dich hintragen.
 Deine Gegenwart in unserem Gewissen führe uns zu Bekenntnis und Reue!
 *
 
Jesus, Heiland unseres Lebens,
 wir beten für unsere armen Seelen und um Deinen barmherzigen Frieden!
 
In unseren Herzen wollen wir Dich suchen und finden,
 Seele Christi heilige uns, Leib Christi erlöse uns, Leiden Christi stärke uns.
 Deine Gnade erbitten wir für unsere Umkehr und Vergebung!
 *
 
Jesus, Herr unseres Lebens,
 wir bitten Dich um Deine Fürsprache beim Vater:
 
Allmächtiger Gott, erbarme Dich unser!
 Amen.
 
(zeitzubeten.org)
 +
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 13. Oktober 2013, 12:20:18
HEUTE IST DER 13 OKTOBER , GENAU VOR 96 JAHREN GESCHAH IN FATIMA DIE GRÖSSTE MARIENERSCHEINUNG AN DEN DREI KLEINEN HIRTEN UND DAS PROPHETISCHE GROSSE SONNENWUNDER WOVON MEHR ALS 70.000 MENSCHEN ZEUGEN WAREN UND SICH BEKEHRTEN.IN FATIMA RIEF MARIA BESONDERS ZUR BUSSE UND ZUR SÜHNE AUF FÜR DIE MENSCHEN FÜR DIE NIEMAND BETET UND DIE LEIDER IN DIE HÖLLE STÜRZEN. SO LASSET UNS HEUTE BESONDERS DIE SUHNEGEBETE VON FATIMA LERNEN UND ÜBER DIE SÜHNE NACHDENKEN:


Nach dem Verständnis der Kirche ist Sühne die freiwillige Teilnahme an den Leiden Christi, dessen letzter Sinn und Zweck in der Erlösung aller Menschen besteht. Sühne ist die Offenheit und Freiwilligkeit, sein Leben in das Leiden Christi hineinverfügen zu lassen, um anderen das Heil zu ermöglichen. Dabei meint „Hineinverfügen lassen” bereit sein für die kleinen und großen Sühneopfer, die unser Lebensweg bereithält. Es sind Liebesopfer für unsere Nächsten und für den einen Leib unserer Kirche.

(P. Karl Wallner OCist, Stift Heiligenkreuz)
 
Dieser Ansatz führt zu einer gläubigen Lebenshaltung, die für unsere Zeit – eine Epoche voller gesellschaftlicher und auch kirchlich begründeter Schmerzen – sehr passend ist. Im folgenden findest Du ein paar Beispiele, wie Sühnegebete formuliert werden bzw. welche Inhalte sie bestimmen können.
 
+
 
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Sühnebitte um Verzeihung
 “

Mein Gott,
 ich glaube, ich bete an, ich hoffe, ich liebe Dich!
 Ich bitte Dich um Verzeihung für jene,
 die nicht glauben,
 nicht anbeten,
 nicht hoffen
 und Dich nicht lieben.
 Amen.
 
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Fatima Gebet vom 17. Juli 1917
 “

O mein Jesus,
 verzeih uns unsere Sünden!
 Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle!
 Führe alle Seelen in den Himmel,
 besonders jene, die deiner Barmherzigkeit
 am meisten bedürfen.
 Amen.
 
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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 14. Oktober 2013, 11:41:25
Evangelium nach Lukas 11,29-32.
Als immer mehr Menschen zu ihm kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona.
Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein.
Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.
Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Justinus (um 100 - 160), Philosoph, Märtyrer
Dialog mit dem Juden Tryphon, 106-197
Das Zeichen des Jona

Der Sohn wusste von der Absicht des Vaters, ihm alles zu übergeben, ihn von den Toten aufzuerwecken; und er forderte alle Gottesfürchtigen auf, Gott dafür zu preisen, dass er sich durch das Mysterium des Gekreuzigten (vgl. Ps 22,24) des ganzen Geschlechts der Glaubenden erbarmt hat. Außerdem hielt er sich nach seiner Auferstehung von den Toten inmitten seiner Brüder, der Apostel, auf…, und diese zeigten Reue darüber, dass sie, als er gekreuzigt wurde, davongelaufen waren…

Er sollte am dritten Tag nach seiner Kreuzigung auferstehen; deshalb steht in den Erinnerungen der Apostel (den Evangelien) geschrieben, dass die Juden, die mit ihm diskutierten, sagten: „Wir fordern von dir ein Zeichen“. Er antwortete ihnen…: „Es wird euch kein anderes gegeben werden als das des Jona“. Die Hörer konnten diese verschlüsselten Worte so deuten, dass er nach seiner Kreuzigung am dritten Tag wieder auferstehen würde. So zeigte er seinen Zuhörern, dass ihre Landsleute böser waren als die Einwohner von Ninive; denn als Jona am dritten Tag aus dem Bauch des großen Fisches an Land geworfen wurde, kündigte Jona den Niniviten an, dass sehr viele von ihnen nach drei Tagen umkommen würden; hierauf ordneten sie ein Fasten für alle Lebewesen, Menschen und Tiere an, und zogen Trauergewänder an; sie brachen in heftiges Klagen aus als wahre Buße und als Zeichen dafür, dass sie der Ungerechtigkeit abschworen. Sie glaubten, dass Gott barmherzig ist, „ein Freund der Menschen“ (Weish 1,6), Freund all derer, die das Böse meiden. Und als der König der Stadt und die führenden Männer ebenfalls Trauerkleidung anlegten und hartnäckig fasteten und beteten, wurde ihre Stadt nicht zerstört.

Nun, als Jona darüber in Trauer verfiel…, warf Gott ihm vor, er sei zu Unrecht deprimiert darüber, dass Ninive noch nicht zerstört sei. Und er sagte..: „Mir sollte es nicht leid sein um Ninive, die große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die nicht einmal rechts und links unterscheiden können?“ (4,11)
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 15. Oktober 2013, 09:23:53
Evangelium nach Lukas 11,37-41.
Nach dieser Rede lud ein Pharisäer Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch.
Als der Pharisäer sah, daß er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert.
Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit.
Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen?
Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Trappist
Geistliche Schriften 04.03.1938
„Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein“

Gott findet sich im Herzen, das in sich gekehrt ist; in der Stille des Gebetes, im Leiden, das freiwillig als Opfer angenommen wird; in der Verlassenheit der Welt und ihrer Kreaturen. Gott ist im Kreuz, und solange wir das Kreuz nicht lieben, werden wir ihn nicht sehen, nicht wahrnehmen. Schweigt doch, ihr Menschen, die ihr nicht aufhört, Lärm zu machen.

O Herr, wie glücklich bin ich doch in meiner Zurückgezogenheit! Wie sehr liebe ich dich doch in meiner Einsamkeit! Wie gerne wollte ich dir schenken, was ich nicht mehr habe, weil ich dir alles gegeben habe. Bitte mich um etwas, Herr! Aber was könnte ich dir geben? Meinen Leib hast du schon, er gehört dir; meine Seele, wonach sehnt sie sich denn, wenn nicht nach dir? Danach, dass du sie endlich zu dir nimmst? Mein Herz liegt Maria zu Füßen, es weint vor Liebe und will nichts anderes mehr als dich. Mein Wille: sehnt er sich etwa, wonach du dich nicht sehnst? Sag mir, sag es mir doch, Herr, was dein Wille ist, und ich bringe ihn mit meinem Willen in Einklang. Ich liebe alles, was du mir schickst und mir gibst, Gesundheit wie Krankheit, Hier-Sein wie Dort-Sein, dieses wie jenes. Nimm mein Leben, Herr, wann immer du willst. Wie sollte ich so nicht glücklich sein?

Wenn die Welt und die Menschen es doch wüssten! Aber sie werden es nicht erfahren. Sie sind zu sehr von ihren Interessen gefangen genommen; ihre Herzen sind voll, aber Gott ist nicht darin. Die Welt lebt doch sehr auf ein irdisches Ziel hin. Die Menschen denken zu sehr an dieses Leben, in dem doch alles nichtig ist, und so können sie das wahre Glück, das in der Gottesliebe besteht, nicht finden. Es gelingt ihnen vielleicht, dieses Glück zu verstehen, es aber zu empfinden? Dazu gibt es sehr wenige, die von sich selbst loslassen und das Kreuz Jesu auf sich nehmen (Mt 16,24), sogar unter der Geistlichkeit. Herr, was lässt du alles zu! Deine Weisheit weiß, was sie tut. Und mich, bewahre mich in deiner Hand, lass nicht zu, dass mein Fuß ausgleitet; denn, ohne dich – wer käme mir zu Hilfe? Und „Wenn du nicht das Haus baust“ (Ps 127,1)… O Herr, wie ich dich liebe! Wie lange noch, Herr?

Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 16. Oktober 2013, 08:23:33
Götzendienst und Heuchelei sind auch dem christlichen Leben nicht fremd. In seiner Predigt während der Morgenmesse sprach Papst Franziskus an diesem Dienstag über die Laster des Lebens: Um diesen Sünden nicht in die Falle zu gehen, müsse man sich an das Gebote der Gottes- und Nächstenliebe halten. Die Alternative: Man werde ein Apostel seiner eigenen Ideen, ein Verehrer des eigenen Wohlergehens. Wieder einmal reflektierte der Papst damit die Hindernisse, die sich einem christlichen Leben in den Weg stellen können.
Er ging von den Worten des Apostels Paulus aus dem Römerbrief aus: „Sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt.“

„Wir haben alle das Anbeten nötig, denn wir tragen in uns die Spuren und Einprägungen Gottes. Wenn wir Gott nicht anbeten, beten wie die Geschöpfe an. Und das ist der Übergang vom Glauben zur Götzenverehrung. Die Götzendiener haben keinerlei Entschuldigung, denn sie haben Gott ja erkannt, aber nicht verehrt und nicht gedankt. Und was ist der Weg dahin? Das sagt Paulus ganz klar: „Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.“ Der Egoismus des eigenen Denkens, der Glaube, das eigene Denken sei allmächtig, sei wahr: Ich denke die Wahrheit, ich schaffe die Wahrheit mit meinem Denken …“.

Zur Zeit von Paulus sei Götzendienst mit Statuen verbunden gewesen, heute hingegen werfe sich keiner mehr vor Reptilien oder Vögeln nieder, die Form sei heute eine andere.

„Aber auch heute gibt es viele Götzen und Götzenverehrer, viele die von sich selber glauben, dass sie weise seien. Sogar auch unter uns Christen, nicht wahr? Wir alle tragen irgendeinen Götzen in uns. Wir können uns das vor Gott fragen: Was ist mein verborgener Götze? Wer nimmt die Stelle des Herrn ein?”

Was Paulus über die Götzendiener sage, das sage im Evangelium Jesus ähnlich über die Heuchler, verkörpert von den Pharisäern. Diese würden sich äußerlich rein halten, aber innen seien sie voller Bosheit und Schlechtigkeit.

„Jesus rät uns, nicht auf das Äußerliche zu schauen, sondern zur Wahrheit vorzudringen. Wenn du eitel bist, ein Karrierist, ambitioniert, wenn du es magst, gelobt zu werden, oder dich gerne selbst lobst, weil du glaubst, perfekt zu sein: Gib Almosen, und das wird deine Heuchelei heilen. Das ist der Weg des Herrn: Gott anbeten, Gott lieben und den Nächsten. Das ist so einfach, aber auch so schwierig! Das kann man nur mit der Gnade Gottes machen. Bitten wir um diese Gnade.“

(rv 15.10.2013 ord)




Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/10/15/papstmesse:_heilung_von_der_heuchelei/ted-737444 (http://de.radiovaticana.va/news/2013/10/15/papstmesse:_heilung_von_der_heuchelei/ted-737444)
des Internetauftritts von Radio Vatikan
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 17. Oktober 2013, 08:23:47
Evangelium nach Lukas 11,42-46.
Doch weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergeßt ihr. Man muß das eine tun, ohne das andere zu unterlassen.
Weh euch Pharisäern! Ihr wollt in den Synagogen den vordersten Sitz haben und auf den Straßen und Plätzen von allen gegrüßt werden.
Weh euch: Ihr seid wie Gräber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darüber, ohne es zu merken.
Darauf erwiderte ihm ein Gesetzeslehrer: Meister, damit beleidigst du auch uns.
Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger dafür.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer eines Oratorium in England
Predigt „Zeremonien der Kirche“; PPS, Bd. 2, Nr. 7
Die Tradition und der Wille Gottes

Es spielt keine Rolle, auf welche Weise wir den Willen Gottes erkennen, ob durch die Heilige Schrift, die apostolische Tradition oder durch das, was der hl. Paulus „Werke der Schöpfung“ nennt (vgl. Röm 1,20) – sofern wir uns sicher sind, dass es sein Wille ist. In Wahrheit offenbart uns Gott den Glaubensinhalt durch Inspiration, weil es sich dabei um die übernatürliche Ordnung handelt. Die praktischen Fragen im moralischen Pflichtenbereich offenbart er uns durch unser Gewissen und unsere gottgesteuerte Vernunft.

Die reinen Formfragen offenbart er uns durch die Tradition der Kirche, durch die Art, wie wir sie normalerweise handhaben, obwohl sie nicht aus der Schrift hervorgehen. Das alles, um die Frage zu beantworten, die wir uns selber stellen können: „Warum halten wir uns denn an Riten und Formen, die die Schrift nicht vorschreibt?“ Die Schrift überliefert uns, was wir glauben müssen, wonach wir uns ausstrecken müssen, was wir festhalten müssen. Sie sagt aber nichts Konkretes aus über das Wie. Da wir das eben nur auf diese oder jene Weise tun können, sind wir sehr wohl dazu genötigt, dem, was die Schrift sagt, etwas hinzuzufügen. Sie rät uns zum Beispiel, dass wir uns zum Gebet versammeln sollen und bindet dessen Wirksamkeit an die Einheit der Herzen. Da die Schrift aber weder auf den Zeitpunkt noch den Ort des Gebetes hinweist, muss die Kirche das vervollständigen, worauf die Schrift nur ganz allgemein hinweist…

Man kann sagen, dass uns die Bibel den Geist unseres Glaubens vermittelt, die Kirche aber den Leib ausbilden muss, in dem dieser Geist Fleisch wird… Religion gibt es nicht in abstrakter Form… Die Menschen, die Gott (wie sie sagen) „auf rein geistige“ Art anzubeten versuchen, beten ihn schließlich doch gar nicht mehr an… Die Schrift gibt uns also den Geist unserer Frömmigkeit, die Kirche derer äußere Gestalt. Und so wie wir den Geist eines Menschen nicht ohne seinen Leib wahrnehmen können, so können wir den Gegenstand unseres Glaubens nicht ohne seine äußere Gestaltung verstehen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 18. Oktober 2013, 08:23:09
Evangelium nach Lukas 10,1-9.
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, eßt und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so eßt, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Irenäus von Lyon (ca. 130 - ca. 208), Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer
Contra haereses, III,14-15
Hl. Lukas, Begleiter und Mitarbeiter der Apostel

        Dass Lukas der unzertrennliche Begleiter des Paulus war, das stellt er unter Beweis, und nicht etwa aus Ruhmsucht, sondern unter dem Druck der Wahrheit selbst. Er schreibt: „Nachdem Barnabas und Johannes, genannt Markus, sich von Paulus getrennt hatten und nach Zypern gesegelt waren, kamen wir nach Troas“ (vgl. Apg 16,8.11). Danach beschreibt er detailliert ihre ganze Reise, ihre Ankunft in Philippi und ihre ersten Ansprachen ... Er berichtet der Reihe nach und ausführlich von der gesamten Reise mit Paulus... Da Lukas alle diese Umstände miterlebt hatte, führte er sie sorgfältig auf: man trifft bei ihm weder auf Lüge noch auf Stolz, denn es handelte sich dabei ausschließlich um offenkundige Tatsachen...


      Dass Lukas nicht nur Begleiter, sondern auch Mitarbeiter der Apostel war, sagt Paulus selbst ganz klar in seinen Briefen: „Demas hat mich verlassen und ist nach Thessalonich gegangen, Kreszenz ging nach Galatien, Titus nach Dalmatien. Nur Lukas ist noch bei mir“ (2Tim 4,10f). Das ist ein Beweis dafür, dass Lukas immer unzertrennlich mit Paulus verbunden war. Auch im Brief an die Kolosser ist zu lesen: „Auch der Arzt Lukas, unser lieber Freund, grüßt euch“ (Kol 4,14)…


      Andererseits hat Lukas viele ganz wichtige Merkmale des Evangeliums zur Kenntnis gebracht ... Wer weiß übrigens, ob Gott es nicht so eingerichtet hat, dass viele Merkmale des Evangeliums ausschließlich von Lukas enthüllt worden sind, damit eben alle dem Zeugnis zustimmen, das er anschließend [in seinem zweiten Buch] von den Taten und Lehren der Apostel gibt, und damit die Wahrheit unverfälscht erhalten bleibt und so alle gerettet werden. Damit ist das Zeugnis des Lukas wahr, die Lehre der Apostel offenbar, zuverlässig und klar ... Das sind die Stimmen der Kirche, aus denen sich die ganze Kirche herleitet.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 19. Oktober 2013, 08:24:44
Evangelium nach Lukas 12,8-12.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:  Ich sage euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden.
Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben.
Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt.
Denn der Heilige Geist wird euch in der gleichen Stunde eingeben, was ihr sagen müßt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Trappist
Geistliche Schriften 04.03.1938
„Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen“

Ich greife heute zur Feder, damit meine Worte schwarz auf weiß dem ewigen Lob des gepriesenen Gottes dienen, des Urhebers meines Lebens, meiner Seele, meines Herzens. Ich wollte, das ganze Universum mitsamt den Planeten, Sternen und unzähligen Galaxien wäre eine riesige Tafel, geschliffen und schimmernd, worauf ich den Namen Gottes schreiben könnte. Ich wollte, meine Stimme wäre mächtiger als tausend Donner, durchdringender als der Lärm des Meeres und furchterregender als das Grollen der Vulkane. Und ich würde einfach nur sagen: Gott. Ich wollte, mein Herz wäre so weit wie der Himmel, so rein wie das Herz der Engel, so arglos wie das der Tauben (Mt 10,16), um darin Gott wohnen zu lassen. Da aber all die Größe, von der du träumst, nicht Wirklichkeit werden kann, gib dich mit Wenigem zufrieden und mit dir selber, Bruder Raphael, der du nichts bist; denn selbst das Nichts muss dir genug sein…

Warum sollte ich schweigen? Warum es verbergen? Warum die Wunder Gottes nicht in die ganze Welt hinausrufen, sie nach allen Himmelsrichtungen hin bekannt machen? Warum sollte ich den Menschen und allen, die es hören wollen, nicht sagen: Seht ihr, was ich bin? Seht ihr, was ich gewesen bin? Seht ihr, wie sich meine Armseligkeit im Schmutz dahinschleppt? Es ist gar nicht so wichtig! Es mag euch verwundern: trotz alledem besitze ich Gott. Gott ist mein Freund. Der Erdboden soll sich auftun, das Meer soll austrocknen vor Staunen! Gott liebt mich! Er liebt mich so sehr, dass, wenn die ganze Welt es begreifen könnte, die Geschöpfe verrückt würden und vor Bestürzung aufschrien. Und auch das alles ist noch viel zu wenig. Gott liebt mich so sehr, dass selbst die Engel es nicht begreifen!

Gottes Barmherzigkeit ist groß! Mich lieben, mich! Mein Freund sein, mein Bruder, mein Vater, mein Lehrer! Gott zu sein – und ich? Ich zu sein, so wie ich bin? Wie sollte ich da nicht verrückt werden; wie kann ich leben, essen, schlafen, sprechen und mit aller Welt umgehen?... Wie geht das denn, Herr! Ich weiß es, du hast es mir deutlich gemacht: es geht durch das Wunder deiner Gnade.
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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 20. Oktober 2013, 08:21:09
Evangelium nach Lukas 18,1-8.
In jener Zeit sagte Jesus ihnen durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten:
In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm.
In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Feind!
Lange wollte er nichts davon wissen. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht;
trotzdem will ich dieser Witwe zu ihrem Recht verhelfen, denn sie läßt mich nicht in Ruhe. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht.
Und der Herr fügte hinzu: Bedenkt, was der ungerechte Richter sagt.
Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern?
Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Auslegung der Psalmen - Psalm 37, 14
"Er erzählte ihnen ein Gleichnis um zu zeigen, dass man ohne Unterlass beten soll"

„All mein Verlangen ist vor Dir“ (Ps. 37,10)... Dein Verlangen, das ist dein Gebet. Wenn dein Verlangen unaufhörlich ist, dann ist es dein Gebet ebenfalls. Nicht umsonst hat der Apostel Paulus gesagt: „Betet ohne Unterlass“ (1Thess 5,17). Kann er so etwas sagen, weil wir ununterbrochen die Knie beugen, uns mit unserem Leib zu Boden werfen oder unsere Hände zu Gott erheben? Wenn wir behaupten, wir würden nur aufgrund dieser äußeren Bedingungen beten, dann glaube ich nicht, dass wir es ohne Unterlass können.

Doch es gibt ein anderes Gebet, ein innerliches, das nicht unterbrochen wird: das ist das Verlangen. Welcher Beschäftigung du dich auch hingibst, du wirst ohne Unterlass beten, wenn du nach dieser Sabbatruhe verlangst, von der wir sprechen. Wenn du nicht aufhören willst zu beten, dann höre nicht auf, dein Verlangen zu entfachen.

Du verlangst beständig? Dann ist auch dein Hilferuf beständig. Du schweigst erst dann, wenn du aufhörst zu lieben. Was sind das für Leute, die verstummen? Es sind diejenigen, von denen gesagt wird: „Weil das Böse überhand nimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten“ (Mt 24,12) Die Liebe, die erkaltet, ist das Herz, das schweigt; die Liebe, die glüht, ist das Herz, das schreit. Wenn deine Liebe beständig ist, schreist du beständig; du schreist beständig, weil du immer noch verlangst; wenn du von diesem Verlangen ganz erfüllt bist, dann deshalb, weil du an die himmlische Ruhe denkst.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 21. Oktober 2013, 08:29:23
Evangelium nach Lukas 12,13-21.
In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.
Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht?
Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, daß ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluß lebt.
Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.
Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iß und trink, und freu dich des Lebens!
Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?
So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Isaak der Syrer (7. Jh.), Mönch in Ninive bei Mossul im heutigen Irak, Heiliger der orthodoxen Kirchen
Asketische Homilien, 1. Reihe, Nr. 38
„Noch ich dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern“

Herr, mach mich würdig, mein Leben geringzuschätzen um des Lebens willen, das in dir ist. Das Leben auf dieser Welt gleicht Leuten, die Buchstaben verwenden, um Wörter zu bilden. Nach Belieben fügt man Buchstaben hinzu, streicht welche weg, wechselt sie aus. Das Leben der zukünftigen Welt aber gleicht dem, was ohne den geringsten Fehler in Büchern geschrieben steht, die mit dem königlichen Siegel versiegelt sind, wo es nichts hinzuzufügen gibt und wo nichts fehlt. Lasst uns also achthaben auf uns, solange wir uns inmitten des Wandels befinden. Solange wir über das Manuskript unseres Lebens verfügen können, über das, was wir eigenhändig geschrieben haben, sollten wir uns doch Mühe geben, gute Werke hinzuzufügen und die Fehler, die wir früher gemacht haben, zu tilgen. Solange wir auf dieser Welt sind, drückt Gott sein Siegel weder auf das Gute noch auf das Schlechte. Das tut er erst in der Stunde unseres Exodus, wenn unser Werk zum Abschluss kommt, im Augenblick unseres Scheidens.

Der hl. Ephräm hat es so gesagt: Wir müssen bedenken, dass unsere Seele einem Schiff gleicht, das reisefertig ist, aber nicht weiß, wann der Wind kommt; oder dass sie einem Heer gleicht, das nicht weiß, wann die Trompete erschallt, die zum Kampf ruft. Wenn er das von einem Schiff und einem Heer sagt, die beide auf etwas warten, was vielleicht nicht eintrifft: Wie sehr müssen wir uns dann darauf vorbereiten, dass jener Tag jäh hereinbricht, dass die Brücke geschlagen wird und das Tor zur neuen Welt sich öffnet? Möge Christus, der Mittler unseres Lebens, es uns gewähren, bereit zu sein.

Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 22. Oktober 2013, 08:49:49
Papstpredigt: „Geldgier zerstört Familien und Beziehungen“


 Geldgier zerstört Menschen, Familien und menschliche Beziehungen. Das betonte an diesem Montagmorgen Papst Franziskus bei der Messe in der Kapelle von Santa Marta im Vatikan. Jesus lade die Menschen nicht ein, arm zu werden, sondern den Reichtum, den Gott uns schenkt, für gute Zwecke und für die Mitmenschen zu verwenden. Franziskus kommentierte hierbei aus dem Tagesevangelium die Passage, in der ein Mann Jesus um Hilfe bittet, um einem Erbstreit zu schlichten. Diese Bibelstelle zeige uns auf, wie wir mit Geld umgehen sollten, so Franziskus.

„Das ist nämlich ein alltägliches Problem. Wir haben so viele zerstörte Familien gesehen, die sich wegen Geldangelegenheiten zerstritten haben: Brüder gegen Brüder, Väter gegen Kinder… Das ist das Erste, was die Gier erreicht, sie zerstört! Wenn eine Person zu stark dem Geld anhängt, zerstört sie sich selber und die Familie! Wohlgemerkt, Geld kann viel Gutes bewirken, kann viel Arbeit für das Allgemeinwohl fördern, doch wenn das Geld dein Herz angreift, wirst du zerstört.“

Jesus habe dann die Parabel von dem Mann erzählt, der Reichtum für sich selbst und nicht für Gott anhäufte. Das sei eine klare Botschaft gegen Geldgier, so Franziskus.

„Gier ist das Problem, wenn es ums Geld geht. Mehr und mehr zu haben… das führt zur Vergötterung des Geldes, aber auch zum Ende der Beziehungen mit den Mitmenschen! Das eigentliche Problem ist also nicht das Geld, sondern die Haltung, die wir Gier nennen. Man wird krank, weil man nur noch ans Geld denkt. Das ist auch der falsche Weg, der uns von Gott wegführt, statt, wie uns der heilige Paulus sagt, jenen Weg zu wählen, den uns Christus aufzeigt. Denn Christus war, so sagt es Paulus, reich und wurde für uns arm. Der Weg Gottes ist also jener der Bescheidenheit: sich bücken, um zu dienen.“

Jesus habe beim Thema Geld Klartext gesprochen, so Franziskus weiter. Man könne nicht zwei Herren dienen, sei der berühmte Spruch Jesu. Gleichzeitig habe Jesus aber den Menschen Zuversicht geschenkt, wenn er sage, dass man sich um nichts kümmern müsse.

„Er zeigt uns den Weg: Es ist nicht der Weg der Armut um der Armut willen. Nein! Es ist der Weg der Armut als Werkzeug, damit Gott Gott sei und er so der wahre Herr sei! Kein goldiger Gott! All die Reichtümer, die wir besitzen, hat er uns geschenkt, damit wir Gutes tun können, damit die Welt vorwärts gehen kann. Möge dies in unseren Herzen bleiben: Seid vorsichtig und haltet euch fern von Geldgier, denn der Menschen hängt nicht von dem ab, was er besitzt.“




Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/10/21/papstpredigt:_%E2%80%9Egeldgier_zerst%C3%B6rt_familien_und_beziehungen%E2%80%9C/ted-739127 (http://de.radiovaticana.va/news/2013/10/21/papstpredigt:_%E2%80%9Egeldgier_zerst%C3%B6rt_familien_und_beziehungen%E2%80%9C/ted-739127)
des Internetauftritts von Radio Vatikan  
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: voyager am 22. Oktober 2013, 23:59:28
Hallo Vianney,
wenn Geld Menschen erniedrigt, dann sieht es auch so aus.

Siehe Bitte hierzu das Bild im Anhang.

Jetzt "wohne" ich nicht mehr dort.

Im Obdachlosenhaus Kropp.

Herzliche Grüße von
voyager

Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 23. Oktober 2013, 08:24:26
Evangelium nach Lukas 12,35-38.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen!
Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft.
Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen.
Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach - selig sind sie.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor von Nyssa (um 335 - 395), Mönch und Bischof
Predigten über das Hohelied, Nr. 11,1; PG 44, 996
„Legt euren Gürtel nicht ab und lasst eure Lampen brennen“

Das Wort Gottes fordert uns auf, den schweren Schlaf aus den Augen unserer Seele zu reiben, damit unser Geist sich von allen Trugbildern befreit und wir uns nicht, infolge unserer Bindung an Bedeutungsloses, über wirkliche Realitäten hinwegsetzen. Deshalb stellt es uns das Bild von der Wachsamkeit vor Augen und sagt: „Legt euren Gürtel nicht ab und lasst eure Lampen brennen“… Der Sinn dieser Symbole ist doch klar. Wer mit Selbstzucht gegürtet ist, lebt im Licht eines reinen Gewissens; denn das kindliche Vertrauen erleuchtet wie eine Lampe sein Leben. Da kein nichtiger Gedanke ihn ablenkt, ist seine Seele befreit vom Schlaf der Illusion und erleuchtet von der Wahrheit. Wenn uns das gelingt, treten wir – so sagt uns das Wort – ein in ein Leben, das dem Leben der Engel gleicht…

Sie warten tatsächlich auf den Herrn, wenn er von einer Hochzeit zurückkehrt, sie sitzen mit wachsamen Augen an den Pforten des Himmels, damit der König der Herrlichkeit (Ps 24,7) wieder eintreten kann, wenn er von der Hochzeit zurückkommt in die Seligkeit, die über den Himmeln liegt. „Er tritt aus seinem Gemach hervor wie ein Bräutigam“ (Ps 19,6)…, hat sich mit unserer Natur, die mit Götzen Unzucht getrieben hatte, vereinigt, als wäre sie eine Jungfrau, und hat sie durch die sakramentale Wiedergeburt in ihrer jungfräulichen Reinheit neu erstehen lassen. Die Hochzeit hat stattgefunden, da die Kirche, vom Wort geehelicht, … in das Gemach der Mysterien geführt wurde; und so erwarteten die Engel die Rückkehr des Königs der Herrlichkeit in die Glückseligkeit, die seiner Natur gemäß ist.

Deshalb sagt dieser Text, dass unser Leben dem der Engel gleichen soll. So wie sie leben, fern von Laster und Illusion, in Erwartung der Wiederkunft des Herrn, so müssen auch wir an den Pforten unserer Behausungen wachen, bereit zu gehorchen, wenn er kommt und anklopft.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 24. Oktober 2013, 08:21:21
Evangelium nach Lukas 12,39-48.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht.
Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Da sagte Petrus: Herr, meinst du mit diesem Gleichnis nur uns oder auch all die anderen?
Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt?
Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!
Wahrhaftig, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen.
Wenn aber der Knecht denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er ißt und trinkt und sich berauscht,
dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen.
Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen.
Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe
Something Beautiful for God, 73
„Selig der Knecht, den der Herr, wenn er kommt, wach findet“

Vielgeliebter Herr, mach, dass ich heute und jeden Tag in deinen Kranken dich sehe und bei ihrer Pflege dir diene. Wenn du dich hinter der unsympathischen Fassade des Wütenden, Unzufriedenen, Arroganten verbirgst, so mach, dass ich dich immer noch erkennen und sagen kann: „Jesus, mein Patient, wie süß ist es doch, dir zu dienen“. Herr, gib mir einen Glauben, der klar sieht, dann wird meine Aufgabe nie eintönig werden; immer wird Freude in mir aufbrechen, wenn ich mich auf die Launen all der leidenden Armen einlasse und ihren Wünschen nachkomme…

Mein Gott, da du, Jesus, mein Patient bist, sei auch mir gnädig und ein Jesus der Geduld, hab Nachsicht mit meinen Fehlern und schau auf meinen Vorsatz, dich in der Person eines jeden deiner Kranken zu lieben und dir zu dienen. Herr, stärke meinen Glauben (Lk 17,5), segne meine Bemühungen und die mir übertragene Aufgabe, jetzt und immer.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 25. Oktober 2013, 08:19:31
Evangelium nach Lukas 12,54-59.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Sobald ihr im Westen Wolken aufsteigen seht, sagt ihr: Es gibt Regen. Und es kommt so.
Und wenn der Südwind weht, dann sagt ihr: Es wird heiß. Und es trifft ein.
Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr deuten. Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten?
Warum findet ihr nicht schon von selbst das rechte Urteil?
Wenn du mit deinem Gegner vor Gericht gehst, bemüh dich noch auf dem Weg, dich mit ihm zu einigen. Sonst wird er dich vor den Richter schleppen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und der Gerichtsdiener wird dich ins Gefängnis werfen.
Ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

II. Vatikanisches Konzil
Pastolrale Konstitution „Gaudium et spes“ über die Kirche in der Welt von heute, §1-2, 4, 10
Die Zeit erkennen, in der wir leben

Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände. Ist doch ihre eigene Gemeinschaft aus Menschen gebildet, die, in Christus geeint, vom Heiligen Geist auf ihrer Pilgerschaft zum Reich des Vaters geleitet werden und eine Heilsbotschaft empfangen haben, die allen auszurichten ist. Darum erfährt diese Gemeinschaft sich mit der Menschheit und ihrer Geschichte wirklich engstens verbunden. Daher wendet sich das Zweite Vatikanische Konzil... ohne Zaudern nicht mehr bloß an die Kinder der Kirche und an alle, die Christi Namen anrufen, sondern an alle Menschen schlechthin...

Zur Erfüllung dieses ihres Auftrags obliegt der Kirche allzeit die Pflicht, nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten. So kann sie dann in einer jeweils einer Generation angemessenen Weise auf die bleibenden Fragen der Menschen nach dem Sinn des gegenwärtigen und des zukünftigen Lebens... Antwort geben. Es gilt also, die Welt, in der wir leben, ihre Erwartungen, Bestrebungen und ihren oft dramatischen Charakter zu erfassen und zu verstehen... Betroffen von einer so komplexen Situation, tun sich viele unserer Zeitgenossen schwer, die ewigen Werte recht zu erkennen und mit dem Neuen, das aufkommt, zu einer richtigen Synthese zu bringen; so sind sie, zwischen Hoffnung und Angst hin und her getrieben, durch die Frage nach dem heutigen Lauf der Dinge zutiefst beunruhigt. Dieser verlangt eine Antwort vom Menschen. Ja er zwingt ihn dazu...

Die Kirche aber glaubt: Christus, der für alle starb und auferstand, schenkt dem Menschen Licht und Kraft durch seinen Geist, damit er seiner höchsten Berufung nachkommen kann... Sie glaubt ferner, dass in ihrem Herrn und Meister der Schlüssel, der Mittelpunkt und das Ziel der ganzen Menschheitsgeschichte gegeben ist.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 26. Oktober 2013, 11:50:50
Evangelium nach Lukas 13,1-9.
Zu jener Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, so dass sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte.
Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, daß nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht?
Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.
Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden - meint ihr, daß nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht?
Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.
Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine.
Da sagte er zu seinem Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen?
Der Weingärtner erwiderte: Herr, laß ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen.
Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann laß ihn umhauen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Leo der Große (? - um 461), Papst und Kirchenlehrer
20. Predigt über die Passion
„Wenn ihr euch nicht bekehrt...“

Ans Werk, Brüder! Strengen wir uns an, an der Auferstehung Christi teilzuhaben und vom Tod ins Leben einzugehen, während wir noch in diesem Leib leben. Alle, die eine Bekehrung erleben, welcher Natur auch immer, alle, die von einem Stand in einen anderen wechseln, erfahren es letztlich: sie sind nicht mehr so, wie sie einmal waren. Aber sie erfahren auch, dass sie zu etwas werden, was sie nicht waren. Doch es ist wichtig zu wissen, für wen man stirbt und für wen man lebt, denn es gibt einen Tod, der ins Leben führt, und ein Leben, das sterben lässt.

Es ist übrigens nur in dieser vergänglichen Welt so, dass man das eine und das andere sucht, so dass von der Güte unserer irdischen Taten abhängt, welcher Art unsere ewige Entlohnung sein wird. Sterben wir also dem Teufel und leben wir für Gott. Sterben wir der Sünde, um in Gerechtigkeit aufzuerstehen. Der alte Mensch soll vergehen, damit sich der neue Mensch erheben kann. Und da nach dem Wort der Wahrheit „niemand zwei Herren dienen kann“ (Mt 6,24), nehmen wir uns nicht den zum Meister, der die aufrecht Stehenden straucheln lässt, um sie zugrunde zu richten, sondern vielmehr den, der die Gefallenen aufhebt, um sie in die Herrlichkeit zu führen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 27. Oktober 2013, 10:17:20
Evangelium nach Lukas 18,9-14.
In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Beispiel:
Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, daß ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort.
Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.
Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!
Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Über die Psalmen, Ps. 85,2-3
«Mein Gott, erbarme dich meiner, des Sünders»

«Neige dein Ohr, Herr, höre mich, denn ich bin arm und bedürftig» (Ps 85,1). Er neigt das Ohr nicht dem Reichen zu, sondern dem Armen und dem Bedürftigen, demjenigen, der demütig ist und seine Sünden bekennt, demjenigen, der Erbarmen erfleht, nicht demjenigen, der satt ist, der sich aufbläht und sich rühmt, als würde ihm nichts fehlen, und der spricht: «Ich danke dir, dass ich nicht bin wie dieser Zöllner da». Denn dieser Pharisäer stellte seine Verdienste heraus; der arme Zöllner bekannte seine Sünden…

All jene, die den Hochmut zurückweisen, sind arm vor Gott, und wir wissen, dass er sein Ohr den Armen und Bedürftigen zuneigt. Sie haben erkannt, dass ihre Hoffnung nicht in Gold oder Silber liegt, noch in den Gütern, die sie, auf Zeit, im Überfluss besitzen... Wenn jemand in sich all das verachtet, weswegen sich der Hochmut so gut aufzublasen weiß, dann ist er ein Armer Gottes. Gott neigt ihm sein Ohr zu, denn er kennt die leidende Zerrissenheit seines Herzens...

Erlernt es also, arm und bedürftig zu sein, ob ihr nun besitzend oder besitzlos seid in dieser Welt; kann man doch einen hochmütigen Bettler und einen von seiner Erbärmlichkeit durchdrungenen Reichen finden. «Gott weist die Hochmütigen zurück», ob sie nun in Seide gekleidet sind oder mit Lumpen bedeckt; «er schenkt seine Gnade den Demütigen» (vgl. Jak 4,6; Spr 3,34), mögen sie nun die Güter dieser Welt besitzen oder nicht. Gott sieht auf das Innere: dort wägt er ab und dort prüft er. Du siehst die Waage Gottes nicht; deine Gefühle, deine Vorhaben, deine Gedanken – all das legt er auf die Waagschale... Wenn es um dich herum oder in dir etwas gibt, das dich selbstgerecht sein lässt, dann weise es zurück. Gott allein sei deine Sicherheit. Sei arm in ihm, damit er dich anfüllen kann mit sich.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 28. Oktober 2013, 08:21:54
Schuldbekenntnis (römisch-katholisch)
 “

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen,
 und allen Brüdern und Schwestern,
 dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe.
 Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken
 durch meine Schuld, durch meine Schuld,
 durch meine große Schuld.
 Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria,
 alle Engel und Heiligen,
 und Euch, Brüder und Schwestern,
 für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 01. November 2013, 10:00:56
Evangelium nach Matthäus 5,1-12a.
Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.
Dann begann er zu reden und lehrte sie.
Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.
Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :


Katechismus der Katholischen Kirche, § 946,955-961
„Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen“

Dem Bekenntnis zur „heiligen katholischen Kirche" folgt im Symbolum: „die Gemeinschaft der Heiligen". Dieser Glaubensartikel ist in gewisser Weise eine Ausfaltung des vorhergehenden: „Was ist die Kirche anderes als die Versammlung aller Heiligen?" (Niketas, symb. 10). Diese Gemeinschaft der Heiligen ist die Kirche...

Die Gemeinschaft der Kirche des Himmels und der Erde: „Die Einheit der Erdenpilger mit den Brüdern, die im Frieden Christi entschlafen sind, wird also keineswegs unterbrochen, sie wird vielmehr nach dem beständigen Glauben der Kirche durch die Mitteilung geistlicher Güter gestärkt" (LG 49). Die Fürbitte der Heiligen. „Denn dadurch, dass die, die im Himmel sind, inniger mit Christus vereint werden, festigen sie die ganze Kirche stärker in der Heiligkeit ... Daher findet durch ihre brüderliche Sorge unsere Schwachheit reichste Hilfe" (LG 49). „Weint nicht, nach meinem Tod werde ich euch mehr nützen und euch wirksamer unterstützen als während meines Lebens" (Dominikus, sterbend, zu seinen Ordensbrüdern); „Ich werde meinen Himmel damit verbringen, auf Erden Gutes zu tun" (Theresia vom Kinde Jesu, verba).

Die Gemeinschaft mit den Heiligen: „... Denn wie die christliche Gemeinschaft der [Erden]pilger uns näher zu Christus hinführt, so verbindet uns die Gemeinschaft mit den Heiligen mit Christus, aus dem... jede Gnade und das Leben des Gottesvolkes selbst hervorströmen" (LG 50)... In der einzigen Familie Gottes: „Wir alle, die wir Kinder Gottes sind und eine Familie in Christus bilden, entsprechen, sofern wir in gegenseitiger Liebe und in dem einen Lob der Heiligsten Dreifaltigkeit miteinander Gemeinschaft haben, der innersten Berufung der Kirche" (LG 51).

Kurz zusammengefasst: Die Kirche ist Gemeinschaft der Heiligen. Dieser Ausdruck bezeichnet zunächst die Gemeinschaft an den heiligen Dingen [sancta], vor allem die Eucharistie, durch die „die Einheit der Gläubigen, die einen Leib in Christus bilden, dargestellt und verwirklicht" wird (LG 3). Dieser Ausdruck bezeichnet auch die Gemeinschaft der „heiligen Personen [sancti] in Christus der für alle gestorben ist, so dass das, was ein jeder in und für Christus tut oder leidet, allen zugute kommt.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 02. November 2013, 12:52:35
ALLERSEELEN.HEUTE IST DER GROSSE TAG UND DER GANZE NOVEMBER UM VIELE ABLÄSSE FÜR EURE VERSTORBENEN FREUNDE UND FEINDE ZU GEWINNEN. DIESE FINDET IHR AUF DEN SEITEN ZUGEN DER WAHRHEIT

http://kath-zdw.ch/maria/ablass.html (http://kath-zdw.ch/maria/ablass.html)

Evangelium nach Johannes 11,17-27.
Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen.
Betanien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt.
Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten.
Als Marta hörte, daß Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus.
Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.
Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
Marta sagte zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag.
Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?
Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, daß du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Aphraat (? - um 345), Mönch und Bischof in Ninive bei Mossul im heutigen Irak, Heiliger der Orthodoxen Kirchen
Auslegungen, Nr. 22
Unsere Verstorbenen leben für ihn

Die frommen, weisen und guten Menschen lassen sich durch den Tod nicht erschrecken aufgrund der großen Hoffnung, die vor ihnen steht. Täglich denken sie an den Tod wie an einen Auszug und an den letzten Tag, an dem die Kinder Adams geboren werden. Der Apostel Paulus sagt: „Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht wie Adam gesündigt hatten, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen.“ (Röm 5,14.12)… Er ist auf alle Menschen gekommen von Mose bis ans Ende der Welt. Doch Mose hat verkündet, dass seine Herrschaft vernichtet wird; der Tod dachte, dass er alle Menschen gefangen nehmen und immer über sie herrschen könne, … doch als der Allerhöchste den Mose aus dem Dornbusch gerufen hat, sagte er zu ihm: „Ich bin der Gott, Abrahams, Isaaks und Jakobs.“ (Ex 3,6). Als er diese Worte hörte, wurde der Tod erschüttert, zitterte vor Furcht und verstand… dass Gott der König der Toten und der Lebenden ist und dass die Zeit kommen würde, da die Menschen seiner Finsternis entkommen werden. Und tatsächlich hat Jesus, unser Herr, dieses Wort den Sadduzäern wiederholt und zu ihnen gesagt: „Er ist kein Gott der Toten, sondern der Lebenden.“ (Lk 20,38)…

Denn Jesus kam, der Mörder des Todes; er hat Fleisch angenommen aus der Nachkommenschaft Adams, wurde ans Kreuz geschlagen und hat den Tod erlitten. Der Tod hat verstanden, dass er zu ihm hinabsteigen würde und war gänzlich verstört, hat seine Pforten verriegelt. Er aber hat seine Pforten zerbrochen, ist bei ihm eingetreten und hat damit begonnen, ihm jene wegzunehmen, die er gefangen hielt. Als die Toten das Licht in der Finsternis sahen, erhoben sie das Haupt aus ihrem Gefängnis und sahen den Glanz des Messias-Königs… Und als der Tod sah, dass die Finsternis verschwand und die Gerechten auferweckt wurden, erkannte er, dass er bei der Vollendung der Zeiten alle Gefangenen aus seiner Macht entlassen muss.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 03. November 2013, 09:57:16
Evangelium nach Lukas 19,1-10.
Dann kam er nach Jericho und ging durch die Stadt.
Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich.
Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein.
Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen mußte.
Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muß heute in deinem Haus zu Gast sein.
Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf.
Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt.
Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück.
Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist.
Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Paul VI., Papst und Bischof von Rom von 1963 - 1978
Generalaudienz vom 26.08.1970
„Zachäus wollte gerne sehen, wer dieser Jesus sei“

Die Menschen unserer Tage neigen dazu, Gott nicht mehr zu suchen… alles wird gesucht, nur Gott nicht. Man sagt: Gott ist tot, wir brauchen uns nicht mehr mit ihm zu befassen. Gott ist aber nicht tot. Er ist so vielen Menschen heutzutage verloren gegangen. Wäre es da nicht der Mühe wert, ihn zu suchen?

Nach allem wird gesucht: nach Neuem wie Altem, nach Schwierigem wie Unnützem, nach Gutem wie Schlechtem. Man könnte sagen, dass das moderne Leben durch diese Suche gekennzeichnet ist. Warum nicht Gott suchen? Ist er denn kein „Wert“, der unsere Suche verdient? Ist er denn keine Realität, die eine bessere Kenntnis fordert als es ein bloßer geläufiger Name tut? Eine bessere Kenntnis als das, was gewisse abergläubische und überspannte Formulierungen besagen, die wir entweder als falsch ablehnen müssen oder aber, weil sie nicht fehlerfrei sind, reinigen müssen? Eine bessere Kenntnis als die, die sich schon „informiert“ glaubt und dabei vergisst, dass Gott ein unaussprechliches Geheimnis ist, dass Gott für uns eine Frage des Lebens ist, des ewigen Lebens? (vgl. Joh 17,3). Ist Gott nicht, wie man sagt, ein „Problem“, das uns unter den Nägeln brennt, bei dem unser Denken, unser Gewissen, unser Schicksal auf dem Spiel steht, bei dem es unvermeidlicherweise eines Tages um unser persönliches Zusammentreffen mit ihm geht?

Und ist Gott vielleicht nicht verborgen, damit wir ihn suchen müssen? Ein spannendes, für uns entscheidendes Unterfangen? Und was, wenn Gott selber auf der Suche nach uns wäre?
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 04. November 2013, 08:21:21
Evangelium nach Lukas 14,12-14.
Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten.
Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein.
Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Selbstbiographische Schriften C, 28 r-v
"Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten"

Ich habe etwas bemerkt, was ganz natürlich ist: dass Schwestern, die am heiligmäßigsten sind, am meisten geliebt werden. Man sucht das Gespräch mit ihnen, man leistet ihnen Dienste, ohne dass sie darum bitten… Die Unvollkommenen sind gar nicht gefragt. Was sie angeht, bewegt man sich zweifelsfrei innerhalb der Grenzen religiöser Höflichkeit; da man aber vielleicht Angst hat, keinen sonderlich freundlichen Ton ihnen gegenüber anzuschlagen, meidet man ihre Gesellschaft… Der Schluss, den ich daraus ziehe, ist folgender: Ich muss in der Rekreation, in der freiverfügten Zeit, die Gesellschaft derjenigen Schwestern suchen, die mir am wenigsten angenehm sind, ich muss bei den verletzten Seelen den Dienst des guten Samariters erfüllen.

Ein Wort, ein freundliches Lächeln reicht oft aus, um einen traurigen Menschen aufzuheitern. Ich möchte aber Liebe üben nicht nur, um dieses Ziel zu erreichen; denn ich weiß, dass ich bald entmutigt wäre. Ein Wort, das ich in bester Absicht gesagt habe, würde vielleicht falsch ausgelegt. Daher möchte ich, um meine Zeit nicht zu verschwenden, mit allen freundlich verkehren (und vor allem mit den am wenigsten liebenswerten Schwestern), um Jesus eine Freude zu machen und den Rat zu befolgen, den er im Evangelium etwa so formuliert: „Wenn du ein Essen gibst, so lade nicht deine Verwandten oder Freunde ein, sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten. Lade vielmehr die Armen, Krüppel und Lahmen ein. Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“ Zu welchem Gastmahl könnte eine Karmelitin ihre Schwestern einladen, wenn nicht zu einem geistigen Mahl der liebenswerten und fröhlichen Barmherzigkeit?

Was mich betrifft, so kenne ich kein anderes Gastmahl, und ich möchte tun, was der hl. Paulus tat, der sich mit denen freute, die sich freuten. Er hat aber auch mit denen geweint, die traurig waren, und Tränen muss es auch bei dem Festmahl geben, das ich geben will. Immer aber will ich das Meine tun, dass sich Tränen in Freude verwandeln, denn der Herr liebt die, die Freude schenken.

(vgl. Lk 10,33; Lk 14,12-14; Mt 6,4-5; Röm 12,15; Joh 16,20; 2 Kor 9,7)
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 05. November 2013, 08:42:48
Evangelium nach Lukas 14,15-24.
Als einer der Gäste das hörte, sagte er zu Jesus: Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf.
Jesus sagte zu ihm: Ein Mann veranstaltete ein großes Festmahl und lud viele dazu ein.
Als das Fest beginnen sollte, schickte er seinen Diener und ließ den Gästen, die er eingeladen hatte, sagen: Kommt, es steht alles bereit!
Aber einer nach dem andern ließ sich entschuldigen. Der erste ließ ihm sagen: Ich habe einen Acker gekauft und muß jetzt gehen und ihn besichtigen. Bitte, entschuldige mich!
Ein anderer sagte: Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin auf dem Weg, sie mir genauer anzusehen. Bitte, entschuldige mich!
Wieder ein anderer sagte: Ich habe geheiratet und kann deshalb nicht kommen.
Der Diener kehrte zurück und berichtete alles seinem Herrn. Da wurde der Herr zornig und sagte zu seinem Diener: Geh schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen und die Krüppel, die Blinden und die Lahmen herbei.
Bald darauf meldete der Diener: Herr, dein Auftrag ist ausgeführt; aber es ist immer noch Platz.
Da sagte der Herr zu dem Diener: Dann geh auf die Landstraßen und vor die Stadt hinaus und nötige die Leute zu kommen, damit mein Haus voll wird.
Das aber sage ich euch: Keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ambrosius (um 340 - 397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Kommentar zum Evangelium nach Lukas, 7, 200-203: SC 52
„Nötige die Leute zu kommen, damit mein Haus voll wird“

Die zum Mahl geladenen Gäste lassen sich entschuldigen. Dabei ist das Reich Gottes für niemand verschlossen, es sei denn für den, der sich durch sein Wort selber ausschließt. Der Herr lädt in seiner Güte alle ein; aber aus Trägheit oder Unverstand bleiben wir fern. Wer es vorzieht, einen Bauernhof zu erwerben, für den ist kein Platz im Himmelreich: Zur Zeit Noachs wurden Käufer und Verkäufer durch die Flut vernichtet (Lk 17,26-28)… Das gilt auch für den, der sich entschuldigt, weil er gerade geheiratet hat; denn es steht geschrieben: „Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter und Frau gering achtet, kann nicht mein Jünger sein (Lk 14,26)“…

Nach der Zurückweisung durch die überheblichen Reichen hat sich Christus den Heiden zugewandt. Er lässt Gute wie Böse hereinkommen: die Guten, um sie größer werden zu lassen, die Bösen, um ihren inneren Zustand zu verbessern. Er lädt Arme, Kranke, Blinde ein – was uns zeigt, dass körperliche Gebrechen nicht vom Reich ausschließen…, oder dass durch Sünden verursachtes Siechtum durch die Barmherzigkeit des Herrn geheilt wird…

Er schickt also Leute aus, die auf Wegkreuzungen sich umsehen; denn „die Weisheit ruft laut auf der Straße“ (Spr 1,20). Er schickt sie auf die Marktplätze, denn er hat den Sündern sagen lassen, sie sollten die breiten Straßen verlassen, um den schmalen Weg finden zu können, der zum Leben führt (Mt 7,13). Er schickt seine Leute auf die Landstraßen, die Hecken entlang. Wer vorwärts eilt in Richtung künftiger Güter und sich nicht festhalten lässt von dem, was jetzt ist, und wer den Weg des guten Willens eingeschlagen hat – der hat die Fähigkeit, im Himmelreich anzukommen. Das gilt auch für solche, die Böses vom Guten abgrenzen können; wie man Felder durch eine Hecke voneinander abtrennt, so setzen sie der Versuchung zur Sünde den Schutzzaun des Glaubens entgegen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 06. November 2013, 08:16:04
Evangelium nach Lukas 14,25-33.
In jener Zeit als viele Menschen Jesus begleiteten, wandte er sich an sie und sagte:
Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.
Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.
Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen?
Sonst könnte es geschehen, daß er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten
und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.
Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt?
Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden.
Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. José Maria Escriva de Balaguer (1902 - 1975), Priester, Gründer des Opus Dei
Homilie 01.02.1960 in Amigos de Dios, Kap. 4, 65-66
Einen Turm bauen

Ich stieg gerne (mit den jungen Leuten) auf einen der Türme der Kathedrale von Burgos und ließ sie den Dachfirst betrachten, ein wahres Spitzengewebe aus Stein, Ergebnis geduldiger und kostspieliger Arbeit. Im Lauf der Gespräche merkte ich ihnen gegenüber an, dass man das Wunderwerk von unten nicht sehen könne; und … fügte hinzu: Das ist die Arbeit für Gott, das ist Gottesdienst! Seine eigene Arbeit perfekt zu Ende führen, mit der Schönheit und Pracht dieser zarten Spitzen aus Stein. Da erkannten sie bei dem Anblick, der für sich selbst sprach, dass all das ein Gebet war, ein großartiges Zwiegespräch mit Gott. Diejenigen, die ihre Kräfte dieser Aufgabe widmeten, wussten sehr wohl, dass ihre Anstrengung von den Straßen der Stadt aus nicht gewürdigt werden konnte: sie galt einzig und allein Gott…

Wir sind überzeugt, dass Gott überall ist. So bestellen wir die Felder und loben den Herrn, wir durchpflügen die Meere und üben alle möglichen Berufe aus und preisen dabei seine Barmherzigkeit. So sind wir jeden Augenblick mit Gott verbunden… Vergesst aber nicht, dass ihr auch in der Gegenwart von Menschen lebt, die von euch – auch von dir – ein christliches Zeugnis erwarten.

Deshalb müssen wir, wenn wir unseren Beruf ausüben, also im menschlichen Alltag, uns so benehmen, dass wir nicht die Augen niederschlagen müssen und keinen Grund haben, uns zu schämen, wenn jemand, der uns kennt und liebt, uns bei der Arbeit sieht. Es wird uns nicht passieren, was dem Mann im Gleichnis passiert ist, der beschlossen hatte, einen Turm zu bauen. Als er das Fundament gelegt hatte, war er nicht mehr in der Lage, den Bau fertigzustellen, und alle, die ihm zusahen, begannen ihn zu verspotten und sagten: „Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.“ Ich versichere euch, dass ihr, wenn ihr das Übernatürliche nicht aus den Augen verliert, eure Arbeit krönen und eure Kathedrale fertigstellen könnt.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 07. November 2013, 08:17:26
Evangelium nach Lukas 15,1-10.
In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und ißt sogar mit ihnen.
Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte:
Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, läßt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern,
und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war.
Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.
Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das ganze Haus und sucht unermüdlich, bis sie das Geldstück findet?
Und wenn sie es gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir; ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte.
Ich sage euch: Ebenso herrscht auch bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ambrosius (um 340 - 397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Kommentar zum Evangelium nach Lukas, 7, 207-209
Die drei Gleichnisse über die Barmherzigkeit

Nicht ohne Grund hat uns der hl. Lukas drei aufeinander folgende Gleichnisse vorgelegt: das verlorene und wiedergefundene Schaf, die verlorene und wiedergefundene Drachme, der verlorene Sohn, der tot war und wieder ins Leben zurückkehrte. Wir sollen durch dieses dreifache Heilmittel ermutigt werden, unsere Wunden zu versorgen… Wer sind dieser Vater, dieser Hirte, diese Frau? Sind das nicht Gott Vater, Christus, die Kirche? Christus hat deine Sünden auf sich genommen und trägt dich in seinem Leib; die Kirche sucht dich; der Vater nimmt dich auf. Er bringt dich zurück wie ein Hirte; sucht dich wie eine Mutter; kleidet dich wie ein Vater. Zuerst Erbarmen, dann Hilfe, dann Versöhnung.

Jede Einzelheit passt zu jedem von ihnen: der Erlöser kommt zu Hilfe, die Kirche steht bei, der Vater versöhnt. Die Barmherzigkeit des göttlichen Wirkens ist immer dieselbe, aber die Gnade unterscheidet sich nach unseren Verdiensten. Das müde gewordene Lamm wird vom Hirten zurückgeholt, die verlorene Drachme wird gefunden, der Sohn kehrt um, zurück zu seinem Vater, mit tiefer Reue über seine Verirrung, die er nun von sich weist…

Freuen wir uns dann doch über dieses Schaf, das sich in der Gestalt Adams verirrt hat und von Christus auf die Schultern genommen wird. Die Schultern Christi, das sind die Querbalken des Kreuzes: hier habe ich meine Sünden abgeladen, auf dem edlen Galgen des Kreuzes habe ich geruht.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 08. November 2013, 08:15:47
Evangelium nach Lukas 16,1-8.
In jener Zeit sagte Jesus zu den Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen.
Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Du kannst nicht länger mein Verwalter sein.
Da überlegte der Verwalter: Mein Herr entzieht mir die Verwaltung. Was soll ich jetzt tun? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich.
Doch - ich weiß, was ich tun muß, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin.
Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem andern, zu sich kommen und fragte den ersten: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig?
Er antwortete: Hundert Faß Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich gleich hin, und schreib «fünfzig».
Dann fragte er einen andern: Wieviel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, und schreib «achtzig».
Und der Herr lobte die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Brief 142
Die Börse der Liebe

„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken“, sagt der Herr (Jes 55,8). Verdienstvoll ist es nicht, viel zu tun oder viel zu geben, sondern viel anzunehmen, viel zu lieben. Es heißt, dass es seliger sei, zu geben als zu nehmen (Apg 20,35), und das stimmt auch. Wenn aber Jesus auch das Seligmachende des Gebens für sich in Anspruch nehmen will, wäre es nicht schön, nein zu sagen. Lassen wir ihn alles, was er will, nehmen und geben. Die Vollkommenheit besteht darin, seinen Willen zu tun; und den Menschen, der sich ihm ganz ausliefert, nennt Jesus selbst „Mutter, Schwester“ und seine ganze Familie (Mt 12,50). Und an anderer Stelle (Joh 14,23) sagt er: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“. Wie leicht ist es doch, Jesus zu gefallen und sein Herz zu entzücken; man braucht ihn nur zu lieben, ohne auf sich selbst zu achten, ohne die eigenen Fehler einer allzu kritischen Prüfung zu unterziehen.

Deine Therese schwebt im Augenblick nicht über den Wolken; Jesus aber lehrt sie, aus allem, was sie in sich vorfindet, dem Guten wie dem Schlechten, Nutzen zu ziehen. Er lehrt sie, an der Börse der Liebe zu spielen; oder vielmehr: er spielt für sie, ohne ihr zu sagen wie; denn das ist seine Sache und nicht die Thereses; ihre Sache ist es, sich hinzugeben, ohne irgendeinen Vorbehalt, sogar ohne von der Freude zu wissen, wie viel die Börse ihr einbringt…

Die Seelenführer ermutigen allerdings dazu, Fortschritte in Richtung Vollkommenheit zu machen und lassen uns sehr viele tugendhafte Handlungen vollbringen; und sie haben Recht damit. Mein Seelenführer Jesus lehrt mich nicht, meine Handlungen zu zählen; er lehrt mich alles aus Liebe zu tun, ihm nichts zu verweigern, glücklich zu sein, wenn er mir eine Gelegenheit gibt, ihm zu beweisen, dass ich ihn liebe. Das alles aber geschieht ganz friedlich, indem ich mich ihm überlasse. Es ist Jesus, der alles macht; ich mache nichts.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 09. November 2013, 10:42:28
Evangelium nach Johannes 2,13-22.
Das Paschafest der Juden war nahe, und Jesus zog nach Jerusalem hinauf.
Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen.
Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus, und ihre Tische stieß er um.
Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!
Seine Jünger erinnerten sich an das Wort der Schrift: Der Eifer für dein Haus verzehrt mich.
Da stellten ihn die Juden zur Rede: Welches Zeichen läßt du uns sehen als Beweis, daß du dies tun darfst?
Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.
Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut, und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten?
Er aber meinte den Tempel seines Leibes.
Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger, daß er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Origenes (um 185 - 253), Priester und Theologe
Homilien zum Buch Josua, Nr. 9, 1-2; PG 12, 871-872
Ein lebendiger Stein sein

Wir alle, die wir an Christus Jesus glauben, werden nach den Worten der Schrift als „lebendige Steine“ bezeichnet: „Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, die durch Christus Jesus geistige Opfer darbringt, um Gott zu gefallen“ (1 Petr 2,5).

Was materielle Steine betrifft, wissen wir aber, dass darauf geachtet wird, für die Grundmauern zuerst die härtesten und widerstandsfähigsten Steine zu nehmen, damit man darauf vertrauen kann, dass sie das Gewicht des ganzen Gebäudes aushalten. Als nächstes verwendet man Steine von etwas weniger guter Beschaffenheit und setzt sie ganz nahe an die Steine des Fundamentes und so weiter, entsprechend der Festigkeit der Steine… bis zum Dach. Wir müssen erkennen, dass das auch für die lebendigen Steine gilt, von denen sich manche an den Grundmauern unseres geistigen Gebäudes befinden. Was sind das für Steine, diese Steine in den Grundmauern? „Die Apostel und Propheten“; so lehrt es Paulus im Epheserbrief (2,20): „Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut, der Schlussstein ist Christus Jesus selbst“.

Um dich, lieber Hörer, zum Bau dieses Gebäudes stärker zu motivieren, damit du ein Stein nahe am Fundament sein kannst, musst du wissen, dass Christus selbst das Fundament des Baues ist, den ich beschreibe. Das bestätigt der Apostel Paulus: „Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus“ (1 Kor 3,11). Selig sind also diejenigen zu nennen, die geistige und heilige Gebäude auf einem so edlen Grund gebaut haben.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 10. November 2013, 10:13:58
Evangelium nach Lukas 20,27-38.
In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die die Auferstehung leugnen, zu Jesus und fragten ihn:
Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterläßt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen.
Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos.
Da nahm sie der zweite,
danach der dritte, und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben.
Schließlich starb auch die Frau.
Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.
Da sagte Jesus zu ihnen: Nur in dieser Welt heiraten die Menschen.
Die aber, die Gott für würdig hält, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, werden dann nicht mehr heiraten.
Sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und durch die Auferstehung zu Söhnen Gottes geworden sind.
Daß aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt.
Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Theodor von Mopsvestia (? - 428), Bischof und Theologe
Kommentar zum Evangelium nach Johannes, Buch 2; CSCO 116, S. 55-56
„Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden“

Adam ist die Grundlage unserer gegenwärtigen Beschaffenheit, Christus, unser Herr, aber die unserer zukünftigen. Wie Adam der erste sterbliche Mensch war und demzufolge seinetwegen alle sterblich sind, so ist Christus der erste von den Toten Auferstandene und hat den Keim der Auferstehung denen hinterlassen, die nach ihm kommen. Wir treten durch leibliche Geburt in dieses sichtbare Leben ein, und deshalb sind wir alle vergänglich; im zukünftigen Leben aber werden wir durch die Kraft des Heiligen Geistes umgestaltet werden, und deshalb werden wir als Unvergängliche auferstehen.

Das wird erst geschehen, wenn dieser Keim des Lebens sich entfaltet; schon jetzt aber wollte Christus, unser Herr, uns auf symbolische Weise in dieses neue Leben hineinversetzen, und zwar dadurch, dass er uns die Taufe gab als Neugeburt in ihm selber. Diese geistige Geburt ist schon die Vorabbildung der Auferstehung und der Wiedergeburt, die sich voll in uns verwirklichen können, wenn wir in jenes Leben hinübergehen. Deshalb wird die Taufe auch Wiedergeburt genannt…

Wenn der Apostel Paulus vom zukünftigen Leben spricht, möchte er seinen Zuhörern Mut machen, indem er sagt: „Nicht nur die Schöpfung, sondern auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, seufzen in unseren Herzen und warten auf die Erlösung unseres Leibes“ (Röm 8,23). Denn wenn wir auch schon jetzt als Erstlingsgabe den Geist haben, so erwarten wir doch, wenn uns das Glück der Auferstehung geschenkt wird, ihn in ganzer Fülle zu empfangen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 11. November 2013, 10:36:01
Evangelium nach Lukas 17,1-6.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet.
Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als daß er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt.

Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will mich ändern!, so sollst du ihm vergeben.
Die Apostel baten den Herrn: Stärke unseren Glauben!
Der Herr erwiderte: Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Generalaudienz am 29.05.2013 (© Liberia Editrice Vaticana)
Unseren Glauben an die Kirche vergrößern

Heute möchte ich einige Katechesen über das Geheimnis der Kirche beginnen, ein Geheimnis, das wir alle leben und dessen Teil wir sind. Ich möchte das mit Worten tun, die in den Texten des Zweiten Vatikanischen Ökumenischen Konzils enthalten sind. Heute das erste: die Kirche als Familie Gottes... Schon das Wort »Kirche«, vom griechischen »ekklesia «, bedeutet »Versammlung«: Gott ruft uns zusammen, er spornt uns an, aus dem Individualismus heraus zu kommen, aus der Tendenz, sich in sich selbst zu verschließen, und ruft uns, Teil seiner Familie zu sein...
Auch heute noch sagen einige: »Christus ja, die Kirche nein.« Wie jene, die sagen: »Ich glaube an Gott, aber nicht an die Priester.« Aber eben gerade die Kirche ist es, die uns Christus bringt und uns zu Gott bringt; die Kirche ist die große Familie der Kinder Gottes. Gewiss hat sie auch menschliche Aspekte. Bei jenen, aus denen sie sich zusammensetzt, Hirten und Gläubigen, gibt es Fehler, Unvollkommenheiten, Sünden – auch der Papst hat sie, und zwar viele –, aber das Schöne ist: Wenn wir merken, dass wir Sünder sind, finden wir die Barmherzigkeit Gottes, der immer vergibt. Vergesst das nicht: Gott vergibt immer und nimmt uns in seiner verzeihenden und barmherzigen Liebe an. Einige sagen, die Sünde ist eine Beleidigung Gottes, aber auch eine Gelegenheit zur Demut, um wahrzunehmen, dass es noch etwas Anderes, etwas Schöneres gibt: die Barmherzigkeit Gottes. Denken wir daran.
Wir wollen uns heute fragen: Wie sehr liebe ich die Kirche? Bete ich für sie? Fühle ich mich als Teil der Familie der Kirche? Was tue ich, damit sie eine Gemeinschaft ist, in der jeder sich angenommen und verstanden fühlt, die Barmherzigkeit und die Liebe Gottes spürt, die das Leben erneuert? Der Glaube ist ein Geschenk und ein Akt, der uns persönlich betrifft, aber Gott ruft uns auf, unseren Glauben gemeinsam zu leben, als Familie, als Kirche.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 12. November 2013, 08:12:49
Evangelium nach Lukas 17,7-10.
In jener Zeit sprach Jesus: Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen?
Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich, und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken.
Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde?
So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Patrick (um 385 - um 461), Mönch und Missionar, Bischof
Confessio, 12-14
„Wir sind nur unnütze Knechte“

Ich, der ich anfangs ein ungebildeter Bauernbursche und auf der Flucht war, und „der nicht weiß, was die Zukunft bringen wird“ (Koh 4,13 Vulg), weiß doch eine Sache mit Gewissheit: „Ehe ich gedemütigt wurde“ (Ps 119,67), war ich einem Stein gleich, der in tiefem Schlamm steckte. Aber „der Mächtige“ (Lk 1,49) ist gekommen, hat mich in seinem Erbarmen aufgehoben, hat mich wirklich hoch hinaufgehoben, mich oben auf die Mauer gesetzt. Deshalb muss ich meine Stimme erheben, um dem Herrn etwas zurückzugeben für seine Wohltaten hier auf Erden und in der Ewigkeit, Wohltaten, die so groß sind, dass der menschliche Geist sie gar nicht fassen kann.

Preist unseren Gott, all seine Knechte und „alle, die ihn fürchten, Kleine und Große“ (Offb 19,5). Und ihr, ihr Herrn und Meister der schönen Rede, horcht und prüft es aufmerksam: Wer hat mich Narren denn aus der Mitte derer herausgehoben, die als Weise, als Gesetzeskundige gelten, „mächtig in Wort und Tat“ (Lk 24,19)? Wer hat es mir, dem Schund dieser Welt, mehr als Anderen eingegeben, in „ehrfürchtiger Scheu“ dem Wohl des Volkes zu dienen, auf welches die Liebe Gottes mich verwiesen und dem er mich anheimgegeben hat, damit ich, wenn ich dessen würdig bin, dem Volk mein ganzes Leben lang in Demut und Wahrheit diene?

Deshalb darf ich, nach dem Maß des mir verliehenen Glaubens (Röm 12,6) an den dreieinen Gott, die Gabe Gottes und seinen „ewigen Trost“ erkennen und verkünden (2 Thess 2,16). Ich muss furchtlos und voll Vertrauen den Namen Gottes überall bekannt machen, damit ich meinen Brüdern, meinen Kindern und den vielen tausend Menschen, die ich auf den Namen des Herrn getauft habe, auch noch nach meinem Tod ein Erbe hinterlasse.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 13. November 2013, 08:11:39
Evangelium nach Lukas 17,11-19.
Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa.
Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen
und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!
Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und während sie zu den Priestern gingen, wurden sie rein.
Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, daß er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme.
Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm. Dieser Mann war aus Samarien.
Da sagte Jesus: Es sind doch alle zehn rein geworden. Wo sind die übrigen neun?
Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden?
Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Basilius (um 330 - 379), Mönch und Bischof von Caesarea in Kappadozien, Kirchenlehrer
Die große Mönchsregel, §2
„Und wo sind die übrigen neun?“

Nachdem wir unseren Wohltäter durch unsere Gleichgültigkeit gegenüber den Erweisen seines Wohlwollens gekränkt hatten, wurden wir dank der Güte des Herrn dennoch nicht verlassen und abgeschnitten von seiner Liebe, sondern wurden durch unseren Herrn Jesus Christus dem Tod entrissen und dem Leben wiedergegeben. Und die Art und Weise unserer Rettung verdient noch größere Bewunderung. „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave“ (Phil 2,6-7).

Er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich genommen, er hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist (Jes 53,4-5; Gal 3,13); er hat den schändlichsten Tod erlitten, um uns zum Leben in Herrlichkeit zu führen. Er hat sich nicht damit begnügt, die Toten zum Leben zu erwecken; er hat sie mit göttlicher Würde bekleidet und ihnen in der ewigen Heimat ein Glück bereitet, das jede menschliche Vorstellung übersteigt.

Wie werden wir also dem Herrn all das vergelten, was er uns gegeben hat? Es ist gut, dass er nichts will für seine Wohltaten. Ihm ist es genug, geliebt zu werden.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 14. November 2013, 08:18:19
Evangelium nach Lukas 17,20-25.
In jener Zeit als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äußeren Zeichen erkennen könnte.
Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es!, oder: Dort ist es! Denn: Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch.
Er sagte zu den Jüngern: Es wird eine Zeit kommen, in der ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu erleben; aber ihr werdet ihn nicht erleben.
Und wenn man zu euch sagt: Dort ist er! Hier ist er!, so geht nicht hin, und lauft nicht hinterher!
Denn wie der Blitz von einem Ende des Himmels bis zum andern leuchtet, so wird der Menschensohn an seinem Tag erscheinen.
Vorher aber muß er vieles erleiden und von dieser Generation verworfen werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

II. Vatikanisches Konzil
Konstitution über die Kirche in der Welt von heute «Gaudium et spes», § 38
«Das Reich Gottes ist mitten unter Euch»

Das Wort Gottes, durch das alles geworden ist, ist selbst Fleisch geworden und ist, auf der Erde der Menschen wohnend, als wirklicher Mensch in die Geschichte der Welt eingetreten, hat sie sich zu eigen gemacht und in sich zusammengefasst. Er offenbart uns, "dass Gott die Liebe ist" (1 Joh 4,8), und belehrt uns zugleich, dass das Grundgesetz der menschlichen Vervollkommnung und deshalb auch der Umwandlung der Welt das neue Gebot der Liebe ist... Für uns alle, die wir Sünder sind, nahm er den Tod auf sich und belehrt uns so durch sein Beispiel, dass auch das Kreuz getragen werden muss, das Fleisch und Welt denen auf die Schultern legen, die Frieden und Gerechtigkeit suchen.

Durch seine Auferstehung zum Herrn bestellt, wirkt Christus, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist (Apg 2,36; Mt 28,18), schon durch die Kraft seines Geistes in den Herzen der Menschen dadurch, dass er nicht nur das Verlangen nach der zukünftigen Welt in ihnen weckt, sondern eben dadurch auch jene selbstlosen Bestrebungen belebt, reinigt und stärkt, durch die die Menschheitsfamilie sich bemüht, ihr eigenes Leben humaner zu gestalten und die ganze Erde diesem Ziel dienstbar zu machen. Verschieden sind jedoch die Gaben des Geistes: die einen beruft er dazu, dass sie das Verlangen nach der Heimat bei Gott deutlich bezeugen und es in der Menschheitsfamilie lebendig erhalten; andere beruft er, damit sie im irdischen Bereich den Menschen hingebungsvoll dienen und so durch ihren Beruf die Voraussetzungen für das Himmelreich schaffen. Alle aber befreit er, damit sie durch Absage an ihren Egoismus und unter Dienstbarmachung aller Naturkräfte für das menschliche Leben nach jener Zukunft streben, in der die Menschheit selbst eine Gott angenehme Opfergabe wird (Röm 15,16).

„Herr, unser Gott, du hast uns an deinem Tisch mit neuer Kraft gestärkt. Zeige uns den rechten Weg durch diese vergängliche Welt und lenke unseren Blick auf das Unvergängliche, damit wir in allem dein Reich suchen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“
(Röm. Messbuch, Schlussgebet, 1. Sonntag im Advent)
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 15. November 2013, 08:12:58
Evangelium nach Lukas 17,26-37.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie es zur Zeit des Noach war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein.
Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging; dann kam die Flut und vernichtete alle.
Und es wird ebenso sein, wie es zur Zeit des Lot war: Sie aßen und tranken, kauften und verkauften, pflanzten und bauten.
Aber an dem Tag, als Lot Sodom verließ, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und alle kamen um.
Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem sich der Menschensohn offenbart.
Wer dann auf dem Dach ist und seine Sachen im Haus hat, soll nicht hinabsteigen, um sie zu holen, und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren.
Denkt an die Frau des Lot!
Wer sein Leben zu bewahren sucht, wird es verlieren; wer es dagegen verliert, wird es gewinnen.
Ich sage euch: Von zwei Männern, die in jener Nacht auf einem Bett liegen, wird der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen.
Von zwei Frauen, die mit derselben Mühle Getreide mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen.
[]
Da fragten sie ihn: Wo wird das geschehen, Herr? Er antwortete: Wo ein Aas ist, da sammeln sich auch die Geier.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Origenes (um 185 - 253), Priester und Theologe
Homilien zur Genesis, II,3
Die Arche der Kirche

Soweit mein geringer Verstand es mir erlaubt, denke ich, dass die Sintflut, die damals der Welt beinahe ein Ende bereitet hätte, ein Symbol für das Weltende ist, eines Endes, das in der Tat kommen muss. Der Herr selbst hat es angekündigt, als er sagte: „In den Tagen des Noach kauften und verkauften die Menschen, sie bauten und heirateten und verheirateten ihre Töchter – und die Sintflut kam und ließ alle zugrunde gehen. Ebenso wird es sein, wenn der Menschensohn wiederkommt.“ In diesem Text, so hat es durchaus den Anschein, beschreibt der Herr auf ein und dieselbe Weise die bereits stattgefundene Sintflut und das von ihm angekündigte Ende der Welt.

Nun ist einst dem Noach des Alten Bundes gesagt worden, er solle eine Arche bauen und nicht nur seine Söhne und Verwandten mit hineinnehmen, sondern auch Tiere aller Art. Ebenso ist Jesus Christus vom Vater gesagt worden, er, unser neuer Noach, der einzige Gerechte und Untadelige (Gen 6,9), solle am Ende der Zeiten eine Arche aus Kantholz bauen und ihre Ausmaße füllen mit göttlichen Mysterien (vgl. Gen 6,15). Das findet in einem Psalm so Ausdruck: „Fordere von mir, und ich gebe dir die Völker zum Erbe, die Enden der Erde zum Eigentum“ (2,8). Er hat also eine Arche mit jeder Art von Unterkünften gebaut, um die verschiedenen Tiere aufnehmen zu können. Diese Wohnungen meinte der Prophet, wenn er schreibt: „Auf, mein Volk, geh in deine Kammern und verbirg dich für kurze Zeit, bis der Zorn vergangen ist“ (Jes 26,20). Es gibt da wirklich eine geheimnisvolle Entsprechung zwischen dem Volk, das in der Kirche gerettet worden ist, und allen Lebewesen, Menschen und Tieren, die vor der Sintflut in der Arche gerettet worden sind.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 16. November 2013, 10:28:28
Evangelium nach Lukas 18,1-8.
In jener Zeit sagte Jesus den Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten:
In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm.
In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Feind!
Lange wollte er nichts davon wissen. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht;
trotzdem will ich dieser Witwe zu ihrem Recht verhelfen, denn sie läßt mich nicht in Ruhe. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht.
Und der Herr fügte hinzu: Bedenkt, was der ungerechte Richter sagt.
Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern?
Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Selbstbiographische Schriften B, Zweiter Teil, Johannes Verlag, Einsiedeln
Immer beten, ohne sich entmutigen zu lassen

Wie groß ist doch die Macht des Gebetes! Man könnte es mit einer Königin vergleichen, die allzeit freien Zutritt hat beim König und alles erlangen kann, worum sie bittet. Es ist durchaus nicht nötig, ein schönes, für den entsprechenden Fall formuliertes Gebet aus einem Buch zu lesen, um Erhörung zu finden; träfe das zu... ach! wie wär’ ich zu bedauern!... Neben dem göttlichen Offizium, das zu beten ich sehr unwürdig bin, habe ich nicht den Mut, mich zum Suchen schöner Gebete in Büchern zu zwingen, das macht mir Kopfweh, es gibt ihrer so viele!... und dann ist ein jedes schöner als das andere... Ich könnte nicht alle beten, und da ich nicht weiß, welches auswählen, mache ich es wie die Kinder, die nicht lesen können, ich sage dem Lieben Gott ganz einfach, was ich ihm sagen will, ohne schöne Phrasen zu machen, und er versteht mich immer...

Für mich ist das Gebet ein Schwung des Herzens, ein einfacher Blick zum Himmel empor, ein Schrei der Dankbarkeit und der Liebe, aus der Mitte der Prüfung wie aus der Mitte der Freude; kurz, es ist etwas Großes, Übernatürliches, das mir die Seele weitet und mich mit Jesus vereint.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 17. November 2013, 09:11:11
Evangelium nach Lukas 21,5-19.
In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus:
Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden.
Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen, und an welchem Zeichen wird man erkennen, daß es beginnt?
Er antwortete: Gebt acht, daß man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist da. - Lauft ihnen nicht nach!
Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, laßt euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muß als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort.
Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere.
Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.
Aber bevor das alles geschieht, wird man euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen.
Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können.
Nehmt euch fest vor, nicht im voraus für eure Verteidigung zu sorgen;
denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, so daß alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können.
Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern, und manche von euch wird man töten.
Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehaßt werden.
Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden.
Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Patrick (um 385 - um 461), Mönch und Missionar, Bischof
Hl. Patricius Confessio, 34-38; SC 249
„Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können“

Ohne Unterlass danke ich meinem Gott, der „am Tag meiner Versuchung“ meine Treue (zu ihm) bewahrt hat, so dass ich heute voll Vertrauen meine Seele als Opfergabe darbringen kann, als eine „lebendige Opfergabe“ für Christus, meinen Herrn, der mich in all meinen Nöten bewahrt hat. Deshalb sage ich: „Wer bin ich, Herr?“… „Woher habe ich diese Weisheit“, die nicht in mir war? „Denn ich kannte nicht die Zahl meiner Tage“ und ich kannte Gott nicht. Woher habe ich auch die große, heilbringende Gabe, Gott zu kennen und zu lieben, und das so sehr, dass ich Vaterland und Familie verlassen habe?…; zu den Heiden Irlands gekommen bin, um das Evangelium zu verkünden; von den Heiden Schmach zu erdulden…, viel Verfolgung zu erleiden, um wie ein Verbrecher gefesselt zu sein, ja sogar meine Freiheit für das Wohl Anderer hinzugeben?

Wenn ich es wert bin, bin ich bereit, ohne Zögern und mit Freude für seinen Namen mein Leben zu geben; ich möchte es bis zum Tod in seinen Dienst stellen, wenn es dem Herrn recht ist. Denn ich bin bei Gott tief in Schuld, der mir die große Gnade erwiesen hat, dass durch meine Vermittlung zahlreiche Völker in Gott neu geboren und in die Fülle des Glaubens geführt wurden. Er hat es mir auch gestattet, dem jüngst zum Glauben gekommenen Volk überall Geistliche zu bestellen, diesem Volk, das der Herr sich am Ende der Erde erworben hat. Denn so hat er einst durch den Mund seiner Propheten verheißen: „Zu dir kommen Völker von den Enden der Erde“, und „ich mache dich zum Licht für die Völker, damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht“.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 18. November 2013, 08:10:32
Evangelium nach Lukas 18,35-43.
Als Jesus in die Nähe von Jericho kam, saß ein Blinder an der Straße und bettelte.
Er hörte, daß viele Menschen vorbeigingen, und fragte: Was hat das zu bedeuten?
Man sagte ihm: Jesus von Nazaret geht vorüber.
Da rief er: Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!
Die Leute, die vorausgingen, wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!
Jesus blieb stehen und ließ ihn zu sich herführen. Als der Mann vor ihm stand, fragte ihn Jesus:
Was soll ich dir tun? Er antwortete: Herr, ich möchte wieder sehen können.
Da sagte Jesus zu ihm: Du sollst wieder sehen. Dein Glaube hat dir geholfen.
Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen. Da pries er Gott und folgte Jesus. Und alle Leute, die das gesehen hatten, lobten Gott.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Symeon der Neue Theologe (um 949 - 1022), griechischer Mönch, Heiliger der Orthodoxen Kirchen
Ethik 5
„Sohn Davids, habe Erbarmen mit mir“

Mein Freund, du hast gehört, dass das Reich Gottes, wenn du es willst, in dir ist, und dass alle Güter der Ewigkeit in deinen Händen liegen. Erkenne, ergreife und nimm also diese Güter, die als Vorrat in dir lagern, schnell in Besitz… Ruf nach Gott; wirf dich vor ihm nieder.

Wie damals der Blinde, so sag jetzt auch du: „Hab Erbarmen mit mir, Sohn Gottes, damit ich dich erkenne, dich, das Licht der Welt, dich, meinen Gott; und dass auch ich Kind dieses himmlischen Lichtes werde. Du, der du gut und großmütig bist, schick doch den Heiligen Geist, den Tröster, auf mich herab; er lehre mich, du Gott des Alls, alles, was dich betrifft, alles, was mit dir zu tun hat. Nimm auch, wie du gesagt hast, in mir Wohnung, damit auch ich würdig werde, in dir Wohnung zu nehmen. Schenke es mir, dass ich bei dir eintreten kann und dass ich dich in mir besitze. Unsichtbarer du, nimm doch Gestalt an in mir, damit ich deine unzugängliche Schönheit erblicke und so dein Bild, du Himmlischer, in mir trage und alles Sichtbare vergesse. Schenke mir die Herrlichkeit, die der Vater dir gegeben hat, dir, dem Barmherzigen, damit ich, dir ähnlich wie alle deine Diener, gnadenhaft dein göttliches Leben teilen und immerzu bei dir sein kann, jetzt und in alle Ewigkeit.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 19. November 2013, 08:34:12
Evangelium nach Lukas 19,1-10.
In jener Zeit kam Jesus nach Jericho und ging durch die Stadt.
Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich.
Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein.
Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen mußte.
Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muß heute in deinem Haus zu Gast sein.
Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf.
Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt.
Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück.
Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist.
Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Katharina von Siena (1347 - 1380), Dominikanertertiarin, Kirchenlehrerin, Mitpatronin Europas
Brief 119 an den Prior der Olivetaner
„Er wollte gerne sehen, wer dieser Jesus sei“

Ich schreibe Euch in dem Wunsch, in euch einen guten, mutigen Hirten zu sehen, der die ihm anvertrauten Schafe mit vollkommenem Eifer weidet und führt und darin dem sanftmütigen Herrn der Wahrheit gleicht, der sein Leben für uns hingegeben hat, für seine Schafe, die vom Pfad der Gnade abgeirrt sind. Das gelingt uns zwar nicht ohne Gott, und wir können, solange wir hier auf Erden sind, Gott nicht besitzen. Es gibt aber ein gutes Hilfsmittel: Wenn das Herz mutlos und kleinlaut wird, muss man es machen wie Zachäus: Er war nicht groß und musste, um Gott zu sehen, auf einen Baum steigen. Sein Eifer wurde mit der freundlichen Aufforderung belohnt: „Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“

So müssen wir es machen, wenn wir in einem Tief sind, ein kleinliches Herz haben und nur wenig Liebe empfinden. Wir müssen auf den Baum des heiligen Kreuzes steigen! Und da sehen wir Gott, da kommen wir ihm nahe. Hier finden wir das Feuer seiner unaussprechlichen Liebe, die Liebe Gottes, die ihn bis in die Schande des Kreuzes geführt hat, die ihn angetrieben und mit brennendem Hunger und nagendem Durst die Ehre des Vaters und unser Heil hat suchen lassen… Wenn wir es nur wollen, wenn unsere Gleichgültigkeit uns nicht daran hindert, können wir auf den Kreuzesstamm steigen und das Wort, das aus dem Munde der Wahrheit kommt, in uns Wirklichkeit lassen: „Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alles an mich ziehen“ (Joh 12,32 Vulg). Wenn die Seele sich so erhebt, sieht sie tatsächlich die Wohltaten der Güte und Macht des Vaters… die Milde und den Reichtum des Heiligen Geistes, also die unsagbare Liebe, von der Jesus am Holz des Kreuzes festgehalten wird. Nägel und Bande konnten ihn nicht festhalten; nur die Liebe… Steigt auf diesen hochheiligen Baum, an dem die reifen Früchte aller Tugenden hängen, die der Leib des Gottessohnes in sich trägt; geht es mit Feuer an. Verbleibt in der heiligen, sanftmütigen Liebe Gottes. Lieber Jesus, Jesus, meine Liebe.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 20. November 2013, 08:11:07
Evangelium nach Lukas 19,11-28.
In jener Zeit meinten die Menschen, weil Jesus schon nahe bei Jerusalem war, das Reich Gottes werde sofort erscheinen. Daher erzählte er ihnen ein weiteres Gleichnis.
Er sagte: Ein Mann von vornehmer Herkunft wollte in ein fernes Land reisen, um die Königswürde zu erlangen und dann zurückzukehren.
Er rief zehn seiner Diener zu sich, verteilte unter sie Geld im Wert von zehn Minen und sagte: Macht Geschäfte damit, bis ich wiederkomme.
Da ihn aber die Einwohner seines Landes haßten, schickten sie eine Gesandtschaft hinter ihm her und ließen sagen: Wir wollen nicht, daß dieser Mann unser König wird.
Dennoch wurde er als König eingesetzt. Nach seiner Rückkehr ließ er die Diener, denen er das Geld gegeben hatte, zu sich rufen. Er wollte sehen, welchen Gewinn jeder bei seinen Geschäften erzielt hatte.
Der erste kam und sagte: Herr, ich habe mit deiner Mine zehn Minen erwirtschaftet.
Da sagte der König zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger Diener. Weil du im Kleinsten zuverlässig warst, sollst du Herr über zehn Städte werden.
Der zweite kam und sagte: Herr, ich habe mit deiner Mine fünf Minen erwirtschaftet.
Zu ihm sagte der König: Du sollst über fünf Städte herrschen.
Nun kam ein anderer und sagte: Herr, hier hast du dein Geld zurück. Ich habe es in ein Tuch eingebunden und aufbewahrt;
denn ich hatte Angst vor dir, weil du ein strenger Mann bist: Du hebst ab, was du nicht eingezahlt hast, und erntest, was du nicht gesät hast.
Der König antwortete: Aufgrund deiner eigenen Worte spreche ich dir das Urteil. Du bist ein schlechter Diener. Du hast gewußt, daß ich ein strenger Mann bin? Daß ich abhebe, was ich nicht eingezahlt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe?
Warum hast du dann mein Geld nicht auf die Bank gebracht? Dann hätte ich es bei der Rückkehr mit Zinsen abheben können.
Und zu den anderen, die dabeistanden, sagte er: Nehmt ihm das Geld weg, und gebt es dem, der die zehn Minen hat.
Sie sagten zu ihm: Herr, er hat doch schon zehn.
(Da erwiderte er:) Ich sage euch: Wer hat, dem wird gegeben werden; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Doch meine Feinde, die nicht wollten, daß ich ihr König werde - bringt sie her, und macht sie vor meinen Augen nieder!
Nach dieser Rede zog Jesus weiter und ging nach Jerusalem hinauf.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Generalaudienz am 05/06/2013 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Macht Geschäfte damit“

Heute möchte ich über das Thema Umwelt sprechen, wozu ich bereits mehrmals Gelegenheit hatte... Wenn von Umwelt, von der Schöpfung, die Rede ist, dann gehen meine Gedanken zu den ersten Seiten der Bibel, zum Buch Genesis, wo es heißt, dass Gott den Mann und die Frau auf die Erde stellt, damit sie sie bebauen und hüten (vgl. 2,15). Und mir kommen die Fragen: Was bedeutet es, die Erde zu bebauen und zu hüten? Bebauen und hüten wir die Schöpfung wirklich? Oder vernachlässigen wir sie und beuten sie aus? Beim Verb »bebauen« kommt mir die Sorgfalt in den Sinn, mit der der Landwirt seinen Acker bestellt, damit er Frucht trägt und diese Frucht geteilt werden kann: wie viel Fürsorge, Leidenschaft und Hingabe!
Die Schöpfung bebauen und hüten: Diese Weisung gab Gott nicht nur am Anfang der Geschichte, sondern sie gilt einem jeden von uns. Sie gehört zu seinem Plan; es bedeutet, die Welt verantwortungsvoll wachsen zu lassen, sie in einen Garten zu verwandeln, in einen bewohnbaren Ort für alle. Benedikt XVI. hat uns oft daran erinnert, dass diese Aufgabe, die Gott, der Schöpfer, uns anvertraut hat, es verlangt, den Rhythmus und die Logik der Schöpfung zu verstehen. Wir dagegen sind oft vom Hochmut des Herrschens, des Besitzens, des Manipulierens, des Ausbeutens geleitet; wir »hüten« sie nicht, wir achten sie nicht, wir betrachten sie nicht als unentgeltliches Geschenk, für das wir Sorge tragen müssen. Wir verlieren die Haltung des Staunens, der Betrachtung, des Hörens auf die Schöpfung; und so können wir darin nicht mehr das erkennen, was Benedikt XVI. »den Rhythmus der Liebesgeschichte Gottes mit dem Menschen« nennt. Warum passiert das? Weil wir horizontal denken und leben, uns von Gott entfernt haben, seine Zeichen nicht erkennen.
Das »Bebauen und Hüten« umfasst jedoch nicht nur die Beziehung zwischen uns und der Umwelt,... sondern es betrifft auch die zwischenmenschlichen Beziehungen... Wir durchleben gerade einen Augenblick der Krise; das sehen wir in der Umwelt, aber vor allem... [ist] der Mensch... heute gefährdet, daher die Dringlichkeit der Ökologie des Menschen!
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 21. November 2013, 08:13:28
Evangelium nach Lukas 19,41-44.
In jener Zeit, als Jesus näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie
und sagte: Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir Frieden bringt. Jetzt aber bleibt es vor deinen Augen verborgen.
Es wird eine Zeit für dich kommen, in der deine Feinde rings um dich einen Wall aufwerfen, dich einschließen und von allen Seiten bedrängen.
Sie werden dich und deine Kinder zerschmettern und keinen Stein auf dem andern lassen; denn du hast die Zeit der Gnade nicht erkannt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Paul VI., Papst und Bischof von Rom von 1963 - 1978
Apostolisches Schreiben „Gaudete in Domino“ über die christliche Freude (© Johannes Verlag Leutesdorf)
„Jetzt aber bleibt es vor deinen Augen verborgen“

Es ist aber nur allzu deutlich, dass Rom nicht das Ziel unserer Pilgerfahrt in der Zeit darstellt. Keine irdische Heilige Stadt kann ein solches Ziel sein. Dieses liegt jenseits dieser Welt, in der Tiefe des Geheimnisses Gottes verborgen, das für uns noch nicht sichtbar ist. Denn wir wandeln noch im Glauben, nicht im klaren Schauen, und was wir sein werden, ist noch nicht offenbar. Das neue Jerusalem, von dem wir schon jetzt Bürger und Kinder sind, ist jenes in der Höhe, das von Gott herniedersteigt. Von dieser einzigen endgültigen Stadt haben wir noch nicht den Glanz geschaut, es sei denn nur wie in einem Spiegel auf undeutliche Weise, indem wir am prophetischen Wort festhalten. Wir sind aber schon jetzt deren Bürger oder sind dazu eingeladen, es zu werden. Jede geistliche Pilgerfahrt erhält von dieser letzten Bestimmung her ihren inneren Sinn.

In solcher Weise ist das Jerusalem von den Psalmisten gepriesen worden. Jesus selbst und Maria, seine Mutter, haben auf Erden, als sie nach Jerusalem hinaufgingen, die Gesänge von Sion gesungen als der „Krone der Schönheit, Wonne der ganzen Erde“. Es ist aber nun mehr Christus, von dem das himmlische Jerusalem seine Anziehungskraft erhält. Er ist es, zu dem wir auf unserem inneren Weg unterwegs sind.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 22. November 2013, 08:12:53
Evangelium nach Lukas 19,45-48.
In jener Zeit ging Jesus in den Tempel und begann, die Händler hinauszutreiben.
Er sagte zu ihnen: In der Schrift steht: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.
Er lehrte täglich im Tempel. Die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die übrigen Führer des Volkes aber suchten ihn umzubringen.
Sie wußten jedoch nicht, wie sie es machen sollten, denn das ganze Volk hing an ihm und hörte ihn gern.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Generalaudienz vom 26/06/2013 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Das ganze Volk hing an ihm und hörte ihn gern“

Heute möchte ich kurz ein weiteres Bild erwähnen, das uns hilft, das Geheimnis der Kirche zu erläutern: das Bild des Tempels (vgl. Zweites Ökumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 6)... In Jerusalem war der große Tempel Salomons der Ort der Begegnung mit Gott im Gebet; im Innern des Tempels befand sich die Bundeslade,... ein Hinweis darauf, dass Gott immer in der Geschichte seines Volkes gegenwärtig war... Auch wir müssen uns an diese Geschichte erinnern, wenn wir zum Gotteshaus gehen, ein jeder von uns an seine Geschichte, wie Jesus mir begegnet ist, wie Jesus mit mir gegangen ist, dass Jesus mich liebt und mich segnet.
Denn das, was im alten Tempel Vorzeichen war, wird durch die Macht des Heiligen Geistes in der Kirche Wirklichkeit: Die Kirche ist das »Haus Gottes«, der Ort seiner Gegenwart, wo wir den Herrn finden und ihm begegnen können; die Kirche ist der Tempel, in dem der Heilige Geist wohnt, der sie beseelt, leitet und stützt. Wenn wir uns fragen: Wo können wir Gott begegnen? Wo können wir durch Christus mit ihm in Gemeinschaft treten? Wo können wir das Licht des Heiligen Geistes finden, das unser Leben erleuchtet? Dann lautet die Antwort: im Volk Gottes, unter uns, die wir Kirche sind...
Und der Heilige Geist ist es, der mit seinen Gaben die Vielfalt entwirft. Das ist wichtig: Was macht der Heilige Geist unter uns? Er entwirft die Vielfalt, die der Reichtum in der Kirche ist, und vereint alles und alle, um einen geistigen Tempel zu bilden, in dem wir keine materiellen Opfer darbringen, sondern uns selbst, unser Leben (vgl. 1 Petr 2,4–5). Die Kirche ist kein Geflecht aus Dingen und Interessen, sondern sie ist der Tempel des Heiligen Geistes, der Tempel, in dem Gott wirkt, der Tempel, in dem ein jeder von uns durch das Geschenk der Taufe ein lebendiger Stein ist... Wir alle sind notwendig, um diesen Tempel zu bauen! Niemand ist zweitrangig. Niemand ist der Wichtigste in der Kirche, wir sind alle gleich in den Augen Gottes. Jemand von euch könnte sagen: »Hören Sie, Herr Papst, Sie sind uns nicht gleich.« Doch, ich bin wie jeder von euch, wir sind alle gleich, wir sind Brüder! Niemand ist anonym.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 23. November 2013, 13:01:58
Evangelium nach Lukas 20,27-40.
In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die die Auferstehung leugnen, zu Jesus und fragten ihn:
Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterläßt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen.
Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos.
Da nahm sie der zweite,
danach der dritte, und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben.
Schließlich starb auch die Frau.
Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.
Da sagte Jesus zu ihnen: Nur in dieser Welt heiraten die Menschen.
Die aber, die Gott für würdig hält, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, werden dann nicht mehr heiraten.
Sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und durch die Auferstehung zu Söhnen Gottes geworden sind.
Daß aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt.
Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig.
Da sagten einige Schriftgelehrte: Meister, du hast gut geantwortet.
Und man wagte nicht mehr, ihn etwas zu fragen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Irenäus von Lyon (ca. 130 - ca. 208), Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer
Gegen die Häresien, IV, 5, 2
Der Gott der Lebenden

Als unser Herr und Meister den Sadduzäern antwortete, die die Auferstehung leugneten und deshalb Gott verachteten und lächerlich machten, hat er gleichzeitig die Auferstehung bezeugt und Gott verkündet. „Dass aber die Toten auferstehen", sagt er ihnen, "lest ihr schon in diesem Wort, das Gott gesprochen hat: Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs“ (vgl. Lk 20,37 ff.). Und er fügt hinzu: „Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig“ (Lk 20,38). Dadurch ließ er eindeutig erkennen, dass der, welcher zu Mose aus dem Dornbusch gesprochen und sich als der Gott der Väter ausgegeben hat, der Gott der Lebenden ist. Wer also wäre der Gott der Lebenden, wenn nicht der wahre Gott, über dem es keinen anderen gibt? Ihn hat der Prophet Daniel angekündigt, als er dem Perserkönig Kyrus antwortete…: „Ich verehre keine Standbilder, die von Menschen gemacht worden sind, sondern nur den lebendigen Gott, der den Himmel und die Erde erschaffen hat und die Herrschaft besitzt über alles, was lebt.“ Und er sagte weiter: „Nur den Herrn, meinen Gott, bete ich an; denn er ist wirklich ein lebendiger Gott“ (Dan 14,5.25).
Der Gott, den die Propheten angebetet haben, der lebendige Gott, er ist der Gott der Lebenden, wie auch sein Wort, das aus dem Dornbusch zu Mose gesprochen, die Sadduzäer widerlegt und die Auferstehung bekräftigt hat. Er ist es, der, vom Gesetz ausgehend, jenen Blinden diese zwei Dinge gezeigt hat: die Auferstehung und den wahren Gott. Wenn er nicht der Gott der Toten, sondern der Lebenden ist, und wenn er der Gott der Väter genannt wird, die entschlafen sind, dann sind sie zweifellos lebendig für Gott und nicht verloren; „sie sind Söhne der Auferstehung“. Die Auferstehung aber ist unser Herr selbst, wie er selber sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Joh 11,25). Und die Väter sind seine Söhne, denn es wurde durch den Propheten gesagt: „An die Stelle deiner Väter treten einst deine Söhne..." (Ps 45,17).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 24. November 2013, 10:11:18
Evangelium nach Lukas 23,35-43.
In jener Zeit verlachten die führenden Männer des Volkes ihn und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist.
Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig
und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst!
Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden.
Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns!
Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.
Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.
Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Erste Homilie über das Kreuz und den Schächer am Karfreitag, 2
„Wenn Du in Dein Reich kommst..."

Nachdem das Paradies Tausende von Jahren verschlossen war, wurde es uns heute, in dieser Stunde, durch das Kreuz geöffnet. Denn heute hat Gott den Schächer dort eingelassen. Er wirkt damit zwei herrliche Wunder: er öffnet das Paradies und nimmt einen Dieb dort auf. Heute hat Gott uns unser altes Heimatland zurückgegeben, heute hat er uns wieder in der väterlichen Stadt versammelt, heute hat er sein Haus für die gesamte Menschheit geöffnet. „Heute, sagt er, wirst Du mit mir im Paradies sein.“ Was sagst Du da, Herr? Du wurdest gekreuzigt, mit Nägeln durchbohrt, und Du versprichst das Paradies? – Ja, damit du erkennst, wie groß meine Macht am Kreuz ist...
Denn nicht indem er einen Toten auferweckt, dem Meer und dem Wind gebietet und Dämonen austreibt, sondern als Gekreuzigter, mit Nägeln Angehefteter, ein mit Schmähungen, Speichel, Spott und Verhöhnungen Überschütteter hat er den erbarmenswerten Zustand des Diebes ändern können, damit du die beiden Seiten seiner Macht sehen kannst. Er erschütterte die gesamte Schöpfung, ließ Felsen bersten (Mt, 27,51) – und zog an sich die Seele des Diebes, härter als Stein, und hat ihn mit Ehren überschüttet.
Sicherlich würde kein König jemals einem Dieb oder einem anderen seiner Untertanen gestatten, sich mit ihm niederzusetzen, wenn er seinen Einzug in eine Stadt hält. Doch Christus hat genau das gemacht: als er in sein heiliges Vaterland kam, hat er einen Dieb mit sich hinein geführt. Und indem er so gehandelt hat…, verachtete er das Paradies nicht etwa, er nahm ihm nicht seine Würde durch die Anwesenheit eines Diebes. Ganz im Gegenteil: er ehrt es, denn es ist eine Ehre für das Paradies, einen Herrn zu haben, der einen Dieb der Wonnen würdig machen kann, die man in ihm verkostet. Genauso ist es, wenn er die Zöllner und Huren in das Himmelreich führt (Mt, 21,31)…: das ist nicht etwa eine Schande, sondern vielmehr eine Ehre für das Himmelreich, denn es zeigt sich damit, dass sein Herr mächtig genug ist, Huren und Zöllnern die Würde zurückzugeben, die sie einer solchen Ehre und eines solchen Geschenkes würdig macht. Wir bewundern einen Arzt nur noch mehr, wenn wir ihn Menschen heilen sehen, die an scheinbar unheilbaren Krankheiten leiden. Es ziemt sich also nur, Christus zu bewundern… wenn er den Zöllnern und Huren eine solche geistliche Gesundheit wiederschenkt, dass sie des Himmels würdig werden.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 25. November 2013, 08:15:28
Evangelium nach Lukas 21,1-4.
In jener Zeit sah Jesus, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten.
Dabei sah er auch eine arme Witwe, die zwei kleine Münzen hineinwarf.
Da sagte er: Wahrhaftig, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr hineingeworfen als alle anderen.
Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluß geopfert; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat ihren ganzen Lebensunterhalt hergegeben.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Charles de Foucauld (1858 - 1916), Eremit und Missionar in der Sahara
Meditationen über wichtige Tugenden im Evangelium (1896)
„Sie hat alles gegeben“

„Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist“ (Lk 23,46). Das ist das letzte Gebet unseres geliebten Herrn. Könnte es doch unser eigenes sein! Nicht nur das Gebet im letzten Moment unseres Lebens, sondern das eines jeden Augenblicks: „Mein Vater, ich begebe mich in deine Hände; mein Vater, ich vertraue mich dir an; mein Vater, ich überlasse mich dir. Mein Vater, mache mit mir, was dir gefällt; was immer du mit mir tust, ich danke dir dafür; ich danke dir für alles. Ich bin zu allem bereit, nehme alles an, danke dir für alles, wenn nur dein Wille, mein Gott, an mir geschieht, wenn nur dein Wille an allen deinen Geschöpfen geschieht, an all deinen Kindern, an allen, denen dein Herz in Liebe zugeneigt ist. Ich möchte nichts anderes, mein Gott. Ich lege meine Seele in deine Hände, ich überlasse sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe und weil meine Liebe mich dazu drängt, mich an dich zu verschenken, mich ohne Maß in deine Hände zu geben. Ich gebe mich in deine Hände, mit unendlichem Vertrauen, denn du bist mein Vater.“
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 26. November 2013, 09:14:48
Evangelium nach Lukas 21,5-11.
In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus:
Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden.
Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen, und an welchem Zeichen wird man erkennen, daß es beginnt?
Er antwortete: Gebt acht, daß man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist da. - Lauft ihnen nicht nach!
Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, laßt euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muß als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort.
Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere.
Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Generalaudienz vom 26/06/2013 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten... Er aber meinte den Tempel seines Leibes“

Der alte Tempel war von Menschenhand erbaut: Man wollte Gott »ein Haus geben«, um ein sichtbares Zeichen seiner Gegenwart inmitten des Volkes zu haben. Durch die Menschwerdung des Gottessohnes erfüllt sich die Prophezeiung des Natan an König David (vgl. 2 Sam 7,1–29): Nicht der König ist es, nicht wir sind es, die »Gott ein Haus geben«, sondern Gott selbst »baut sein Haus«, um zu uns zu kommen und unter uns zu wohnen, wie der hl. Johannes in seinem Evangelium schreibt (vgl. 1,14). Christus ist der lebendige Tempel des Vaters, und Christus selbst baut sein »geistiges Haus«, die Kirche, nicht aus materiellen Steinen gemacht, sondern aus »lebendigen Steinen«, die wir sind.

Der Apostel Paulus sagt zu den Christen von Ephesus: »Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn. Durch ihn werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut« (Eph 2,20–22). Das ist etwas Schönes! Wir sind die lebendigen Steine von Gottes Bau, zutiefst mit Christus vereint, der der tragende Stein ist und auch uns trägt. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass wir der Tempel sind, wir sind die lebendige Kirche, der lebendige Tempel, und wenn wir zusammen sind, ist auch der Heilige Geist da, der uns hilft, als Kirche zu wachsen. Wir sind nicht isoliert, sondern wir sind Volk Gottes: Das ist die Kirche!...
Ich möchte also, dass wir uns fragen: Wie leben wir unser Kirche-Sein? Sind wir lebendige Steine oder sind wir sozusagen müde, gelangweilte, gleichgültige Steine? Habt ihr gesehen, wie schlimm es ist, einen müden, gelangweilten, gleichgültigen Christen zu sehen? Ein solcher Christ ist nicht in Ordnung, der Christ muss lebendig sein, sich über das Christsein freuen; er muss die Schönheit leben, zum Volk Gottes zu gehören, das die Kirche ist.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 27. November 2013, 08:12:57
Evangelium nach Lukas 21,12-19.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Man wird euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen.
Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können.
Nehmt euch fest vor, nicht im voraus für eure Verteidigung zu sorgen;
denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, so daß alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können.
Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern, und manche von euch wird man töten.
Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehaßt werden.
Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden.
Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia von Avila (1515-1582), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Gedanken zur Liebe Gottes, Kap. 3, 4-6 LN/C
„Nehmt euch fest vor, nicht im Voraus für eure Verteidigung zu sorgen“

Wie mächtig ist doch die Liebe meines Gottes! Und wie wahr ist es, dass für den, der liebt, nichts unmöglich ist. Selig, dem Gott einen Frieden schenkt, der stärker ist als alle Leiden und Gefahren der Welt. Er fürchtet niemanden, wenn es darum geht, diesem Herrn zu dienen, und mit Recht… Mir kommt ein Gedanke, der Menschen betrifft, die eine ängstliche Natur haben und wenig Mut aufbringen. Selbst wenn sie wirklich in den Zustand erhoben werden, von dem ich spreche, so erschrecken sie, weil sie von Natur aus schwach sind. Da müssen wir auf der Hut sein, weil diese natürliche Schwäche uns um einen herrlichen Preis bringen könnte. Wenn ihr, liebe Töchter, diese Art von Angst herannahen spürt, so nehmt Zuflucht beim Glauben und bei der Demut und geht, gestärkt von der Überzeugung, dass für Gott nichts unmöglich ist (Lk 1,37) an eure Aufgaben heran. Er hat schon so viele junge Heilige stärken können und sie dazu befähigt, alle Strapazen zu ertragen, die für ihn zu erleiden sie entschlossen waren.

Was er verlangt, ist ein Entschluss, der ihn zum Herrn über unseren freien Willen macht; denn Anstrengungen unsererseits hat er überhaupt nicht nötig. Im Gegenteil: Unser Herr lässt gerne seine Wunder bei den ganz schwachen seiner Geschöpfe aufblitzen, weil er da seine Macht freier entfalten und sich seinen Wunsch, uns seine Wohltaten zukommen zu lassen, freier erfüllen kann…

Lasst die Einwände eures Verstandes beiseite und gebt nichts auf eure Schwäche. Sie wächst ja nur, wenn ihr lange darüber nachdenkt, ob ihr Erfolg haben werdet oder nicht… Es ist auch nicht der Moment, an eure Sünden zu denken, lasst sie einfach links liegen. Diese Art Demut ist nicht mehr modern, sie ist ganz und gar unerwünscht… Ihr könnt euch sicher sein, dass der Herr diejenigen, die ihn lieben und sich um seinetwillen Gefahren aussetzen, niemals im Stich lässt.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 28. November 2013, 08:27:10
Evangelium nach Lukas 21,20-28.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr aber seht, dass Jerusalem von einem Heer eingeschlossen wird, dann könnt ihr daran erkennen, dass die Stadt bald verwüstet wird.
Dann sollen die Bewohner von Judäa in die Berge fliehen; wer in der Stadt ist, soll sie verlassen, und wer auf dem Land ist, soll nicht in die Stadt gehen.
Denn das sind die Tage der Vergeltung, an denen alles in Erfüllung gehen soll, was in der Schrift steht.
Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen. Denn eine große Not wird über das Land hereinbrechen: Der Zorn (Gottes) wird über dieses Volk kommen.
Mit scharfem Schwert wird man sie erschlagen, als Gefangene wird man sie in alle Länder verschleppen, und Jerusalem wird von den Heiden zertreten werden, bis die Zeiten der Heiden sich erfüllen.
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres.
Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.
Wenn (all) das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor der Große (um 540 - 604), Papst und Kirchenlehrer
Homilien über das Evangelium, Nr. 1,3
„Richtet euch auf und erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe“

„Die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.“ Was meint der Herr mit „Kräfte des Himmels“, wenn nicht die Engel und Erzengel, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten? (Kol 1,16) Beim Kommen des Richters werden sie sichtbar in Erscheinung treten… „Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.“ Um es deutlicher zu sagen: Sie werden den in Macht und Majestät kommen sehen, auf den sie nicht hören wollten, als er sich in Niedrigkeit zeigte“. Das ist an die Adresse derer gerichtet, die verstoßen worden sind. Die folgenden Worte gelten dagegen den Auserwählten, um sie zu trösten: „Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe.“ So als wollte die göttliche Wahrheit sich eindeutig an ihre Erwählten wenden und sagen: „Wenn das Unglück in der Welt überhandnimmt… dann freut euch. Die Welt, deren Freunde ihr nicht seid, geht dem Ende zu; die Erlösung, die ihr herbeigesucht habt, ist nahe.“

Wer Gott liebt, wird aufgefordert sich zu freuen, wenn er das Ende der Welt nahen sieht; denn sie werden die Welt vorfinden, die sie lieben, wenn die Welt vergangen ist, die sie nicht festhalten wollen. Der Gläubige, der Gott sehen will, soll sich davor hüten, das Unheil zu beweinen, das die Welt trifft, da er weiß, dass eben dieses Unheil ihr Ende herbeiführt. Es steht tatsächlich geschrieben: „Wer mit der Welt Freundschaft pflegen will, wird zum Feind Gottes“ (Jak 4,4). Wer sich also nicht freut, dass er das Ende der Welt herannahen sieht, der zeigt, dass er ihr Freund ist, und beweist auf diese Weise, dass er Gottes Feind ist.
So soll es aber nicht um das Herz der Gläubigen stehen, um das Herz derer, die daran glauben, dass es ein weiteres Leben gibt und die durch ihre Taten beweisen, dass sie Gott lieben… Was ist denn dieses sterbliche Leben anderes als ein Weg? Was ist es denn, liebe Brüder, für ein Wahnsinn, wenn man unterwegs vor Erschöpfung das Ende des Weges gar nicht erreichen will?...

Also, liebe Brüder, liebt nicht die Dinge dieser Welt, die, wie wir es an den Ereignissen, die um uns herum stattfinden, sehen, nicht mehr lange bestehen wird.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 29. November 2013, 08:24:02
Evangelium nach Lukas 21,29-33.
In jener Zeit gebrauchte Jesus einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an:
Sobald ihr merkt, daß sie Blätter treiben, wisst ihr, daß der Sommer nahe ist.
Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr (all) das geschehen seht, daß das Reich Gottes nahe ist.
Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft.
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer eines Oratorium in England
„Die unsichtbare Welt“ PPS, Bd. 4, Nr. 13
„Seht auch den Feigenbaum an“

So wie sich die Erde uns darstellt, stellt sie uns nicht zufrieden. Es handelt sich nur um einen Anfang, um die Verheißung eines Darüberhinaus. Selbst in ihrem größten Freudentaumel – wenn sie sich in alle Blüten kleidet und alle ihre verborgenen Schätze auf anziehendste Weise zur Schau stellt – selbst dann kann sie uns nicht zufriedenstellen. Wir wissen, dass sich in ihr mehr verbirgt als wir sehen: eine Welt von Heiligen und Engeln, eine glorreiche Welt, der Palast Gottes, der Berg des Herrn Zebaoth, das himmlische Jerusalem, der Thron Gottes und Christi. Alle diese ewigen Wunder, überaus kostbar, geheimnisvoll und undurchdringlich, verbergen sich hinter dem, was wir sehen. Was wir sehen ist nur die äußere Hülle eines ewigen Reiches, und auf dieses Reich richten wir die Augen unseres Glaubens.

Zeig dich, Herr, wie zur Zeit deiner Geburt, wo die Engel zu den Hirten gekommen sind; deine Herrlichkeit breite sich aus wie Blüten und Blätter auf den Bäumen. Verleih in deiner großen Kraft der sichtbaren Welt eine Gestalt, die noch göttlicher ist als wir sie jetzt sehen. Was wir sehen, soll in das verwandelt werden, was wir glauben. So schön Sonne, Himmel und Wolken glänzen und Blätter und Felder grünen, so süß die Vögel singen – wir wissen, dass darin nicht alles enthalten ist, und wollen uns nicht mit einem Teil an Stelle des Ganzen begnügen. All das Schöne entspringt einem Zentrum der Liebe und Güte, das Gott selber ist; aber es ist nicht Gott in seiner ganzen Fülle. All das Schöne redet vom Himmel, ist aber nicht der Himmel, sondern nur eine Art verirrter Strahlen, ein schwacher Widerschein seines Bildes, nur Krümel, die vom Tisch fallen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 30. November 2013, 08:33:20
Evangelium nach Matthäus 4,18-22.
In jener Zeit als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie,
und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bernhard von Clairvaux (1090 - 1153), Zisterziensermönch, Abt und Kirchenlehrer
2. Predigt zum Fest des hl. Andreas
Das Martyrium des hl. Apostels Andreas

„Lange habe ich dich herbeigesehnt, jetzt bietet sich an, wonach meine Seele verlangt, o Kreuz, ich komme voll Freude und Zuversicht. Nimm mich mit Jubel an, mich, den Jünger dessen, der an deinen Armbalken hing…“ So sprach der hl. Andreas (der Tradition nach), als er von Ferne das Kreuz sah, das für seine Hinrichtung aufgerichtet war. Wie konnte in diesem Mann eine so erstaunliche Freude, solch ein Überschwang entstehen? Woher kam in einem so zerbrechlichen Wesen so viel Standhaftigkeit? Wodurch wurde die Seele dieses Mannes so geisterfüllt, seine Liebe so glühend und sein Wille so stark? Wir dürfen nicht glauben, dass er so viel Mut aus sich selbst schöpfte; es war das vollkommene Geschenk von oben, vom Vater der Gestirne (Jak 1,17), allein von dem, der Wunder wirkt. Es war der Heilige Geist, der seiner Schwachheit zu Hilfe kam, der in sein Herz eine Liebe senkte, die stark war, ja stärker war als der Tod (Hld 8,6).

Möge Gott auch uns heute teilhaben lassen an diesem Geist! Denn wenn Umkehr uns heute mühsam erscheint, wenn uns nächtliches Beten langweilt, dann nur wegen unserer geistigen Bedürftigkeit. Wenn der Heilige Geist in uns wäre, käme er unserer Schwäche sicher zu Hilfe. Was er angesichts des Kreuzes und des Todes für den heiligen Andreas getan hat, das würde er auch für uns tun. Er würde der Umkehr alles Mühsame nehmen, sie wünschenswert, ja köstlich machen… Brüder, machen wir uns auf die Suche nach diesem Geist, verwenden wir all unsere Mühe darauf, ihn zu erwerben oder, wenn wir ihn schon haben, ihn noch voller zu besitzen! Denn „wer den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm“ (Röm 8.9). „Wir haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt“ (1 Kor 2,12)… Wir müssen also mit dem hl. Andreas unser Kreuz auf uns nehmen, oder vielmehr mit dem, dem er nachgefolgt ist, dem Herrn, unserem Retter. Der hl. Andreas freute sich, weil er ihm nicht nur im Tode nachfolgte, sondern auch starb wie er; und weil er, seinem Tod so innig verbunden, auch mit ihm herrschen sollte… Denn dieses Kreuz ist es, auf dem unser Heil liegt.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 01. Dezember 2013, 11:42:18
Der Advent ist wie die Fastenzeit eine Zeit der Busse und Einkehr. Wir werden während den vier Wochen vor dem heiligen Erscheinen des Herrn aufgefordert uns zu prüfen ob wir zur Hochzeit mit Ihm bereit sind, ob unser Herz offen ist für sein Wort und Kommen, ob unser Geist nicht abgelenkt wird von den materiellen Überreitzen dieser Zeit, ob unsere Seele rein ist um mit Ihm in den Himmel zu gehen. Es ist auch jetzt eine sehr wichtige Zeit zum Beichten, Fasten, Büssen und Sühnen für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt. Lasst uns uns fest an seine Rückkehr glauben und nicht dem falschen Schimmern und Verzaubern der weltlichen Geschäfte unterliegen, die nur von Satan in diese Welt gesetzt wurden um uns von Ihm abzulenken!

Evangelium nach Matthäus 24,37-44.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie es in den Tagen des Noach war, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein.
Wie die Menschen in den Tagen vor der Flut aßen und tranken und heirateten, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging,
und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein.
Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen.
Und von zwei Frauen, die mit derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.
Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüßte, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, daß man in sein Haus einbricht.
Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bernhard von Clairvaux (1090 - 1153), Zisterziensermönch, Abt und Kirchenlehrer
4. und 5. Predigt zum Advent
„Der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet“

Es ist recht, liebe Brüder, das Kommen des Herrn mit allem frommen Eifer zu feiern; so sehr erfreuen wir uns seines Trostes…, und so sehr brennt in uns Liebe zu ihm. Denkt dabei aber nicht nur an seine erste Ankunft, – als er kam, um „zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Lk 19,10) –, denkt auch daran, dass er wiederkommen wird, um uns mit sich zu nehmen. Ich würde euch gerne damit beschäftigt sehen, über dieses zweifache Kommen nachzudenken…, „euch auszuruhen zwischen den beiden Hürden“ (Ps 67,14); denn es sind die beiden Arme des Gemahls, in denen die Gemahlin des Hohenliedes ruhte: „Seine Linke liegt unter meinem Kopf, seine Rechte umfängt mich“ (2,6)…

Auf ein drittes Kommen, das zwischen diesen beiden liegt, habe ich hingewiesen, und wer davon weiß, kann sich dort ausruhen und empfindet noch größeres Glück. Dieses Kommen ist nicht sichtbar, die beiden anderen sind es. Beim ersten Kommen „erschien der Herr auf der Erde und hielt sich unter den Menschen auf“ (Bar 3,38)…; beim letzten „werden alle Menschen das Heil sehen, das von Gott kommt“ (Lk 3,6; Jes 40,5)… Das Kommen dazwischen ist geheim; da sehen nur die Erwählten den Retter in sich selbst, und da werden ihre Seelen gerettet.

Bei seinem ersten Kommen erschien der Herr in unserem Fleisch und in unserer Schwachheit, beim zweiten kommt er im Geist und in Kraft; beim letzten kommt er in Glorie und Majestät. Die Glorie erreicht man jedoch durch die Kraft der Tugenden, so wie es der Psalmist ausdrückt: „Der Herr der Heerscharen, er ist der König der Herrlichkeit“ (24,10), und im gleichen Buch: „Um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen“ (63,3). Das zweite Kommen ist also gleichsam der Verbindungsweg, der vom ersten zum letzten Kommen führt. Im ersten war Christus unsere Erlösung; im letzten wird er als unser Leben erscheinen; im Kommen dazwischen ist er unsere Ruhe und unser Trost. [/b
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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 02. Dezember 2013, 08:37:30
Evangelium nach Matthäus 8,5-11.
Als er nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn:
Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen.
Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.
Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, daß du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.
Auch ich muß Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.
Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden.
Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen;


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

II. Vatikanisches Konzil
Dekret über die Missionstätigkeit der Kirche „Ad gentes“, § 2-3 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Viele werden von Osten und Westen kommen und... Himmelreich zu Tisch sitzen“

Die pilgernde Kirche ist ihrem Wesen nach “missionarisch” (d. h. als Gesandte unterwegs), da sie selbst ihren Ursprung aus der Sendung des Sohnes und der Sendung des Heiligen Geistes herleitet, gemäß dem Plan Gottes des Vaters. Dieser Plan entspringt der “quellhaften Liebe”, dem Liebeswollen Gottes des Vaters. Er,... aus dem der Sohn gezeugt wird und der Heilige Geist durch den Sohn hervorgeht, hat uns in seiner übergroßen Barmherzigkeit und Güte aus freien Stücken geschaffen und überdies gnadenhaft gerufen, Gemeinschaft zu haben mit ihm in Leben und Herrlichkeit. Er hat die göttliche Güte freigebig ausgegossen... so dass er, der Schöpfer von allem, endlich “alles in allem” (1 Kor 15,28) sein wird... Es hat aber Gott gefallen, die Menschen zu einem Volk zu bilden, in dem seine Kinder, die verstreut waren, in eins versammelt werden sollen...

Dieser umfassende Plan Gottes für das Heil des Menschengeschlechtes wird nicht allein auf eine gleichsam in der Innerlichkeit des Menschen verborgene Weise verwirklicht... So wollte er Frieden und Gemeinschaft mit sich herstellen und brüderliche Verbundenheit unter den Menschen, die doch Sünder sind, stiften. Darum sandte er seinen Sohn in unserem Fleisch... dass er alles in ihm erneuerte. Denn Christus Jesus ist in die Welt gesandt worden als wahrer Mittler Gottes und der Menschen. Da er Gott ist, “wohnt in ihm leibhaftig die ganze Fülle der Gottheit” (Kol 2,9); der menschlichen Natur nach aber ist er, “voll Gnade und Wahrheit” (Joh 1,14), als neuer Adam zum Haupt der erneuerten Menschheit bestellt... Unseretwegen ist er arm geworden, da er doch reich war, damit wir durch seine Armut reich würden... Er hat aber, ausgenommen die Sünde, die volle Menschennatur angenommen, wie sie sich bei uns findet, die wir elend und arm sind... “Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und heil zu machen, was verloren war” (Lk 19,10).

Was aber vom Herrn ein für allemal verkündet oder in ihm für das Heil des Menschengeschlechts getan worden ist, muß ausgerufen und ausgesät werden bis ans Ende der Erde... So soll, was einmal für alle zum Heil vollzogen worden ist, in allen im Ablauf der Zeiten seine Wirkung erlangen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 03. Dezember 2013, 08:50:02
Botschaft der Muttergottes in Medjugorje
Liebe Kinder! Mit mütterlicher Liebe und mütterlicher Geduld schaue ich auf euer ständiges Umherirren und eure Verlorenheit. Deshalb bin ich mit euch. Ich möchte euch helfen, dass ihr zuerst euch selbst findet und kennenlernt, damit ihr dann in der Lage seid, all das zu erkennen und zu bekennen, was euch nicht erlaubt, mit ehrlichem, vollem Herzen die Liebe des himmlischen Vaters kennenzulernen. Meine Kinder, man lernt den Vater durch das Kreuz kennen. Deshalb, lehnt das Kreuz nicht ab; bemüht euch, Ihn zu verstehen und Ihn mit meiner Hilfe anzunehmen. Sobald ihr das Kreuz annehmen könnt, werdet ihr auch die Liebe des himmlischen Vaters verstehen; ihr werdet mit meinem Sohn und mit mir gehen; ihr werdet euch von denen unterscheiden, die die Liebe des himmlischen Vaters nicht kennengelernt haben, denjenigen, die Ihm zuhören, Ihn aber nicht verstehen, nicht mit Ihm gehen, Ihn nicht wahrgenommen haben. Ich möchte, dass ihr die Wahrheit meines Sohnes erkennt und meine Apostel seid, dass ihr euch als Kinder Gottes über menschliches Denken erhebt und immer in allem von Neuem die Meinung Gottes sucht. Meine Kinder, betet und fastet, damit ihr all das erkennen könnt, worum ich euch ersuche. Betet für eure Hirten und sehnt euch danach, in Gemeinschaft mit ihnen die Liebe des himmlischen Vaters zu erkennen. Ich danke euch.“
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 04. Dezember 2013, 08:20:48
Evangelium nach Matthäus 15,29-37.
Jesus zog weiter und kam an den See von Galiläa. Er stieg auf einen Berg und setzte sich.
Da kamen viele Menschen und brachten Lahme, Krüppel, Blinde, Stumme und viele andere Kranke zu ihm; sie legten sie vor ihn hin, und er heilte sie.
Als die Menschen sahen, daß Stumme plötzlich redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gehen und Blinde sehen konnten, waren sie erstaunt und priesen den Gott Israels.
Jesus rief seine Jünger zu sich und sagte: Ich habe Mitleid mit diesen Menschen; sie sind schon drei Tage bei mir und haben nichts mehr zu essen. Ich will sie nicht hungrig wegschicken, sonst brechen sie unterwegs zusammen.
Da sagten die Jünger zu ihm: Wo sollen wir in dieser unbewohnten Gegend so viel Brot hernehmen, um so viele Menschen satt zu machen?
Jesus sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie antworteten: Sieben, und noch ein paar Fische.
Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen.
Und er nahm die sieben Brote und die Fische, sprach das Dankgebet, brach die Brote und gab sie den Jüngern, und die Jünger verteilten sie an die Leute.
Und alle aßen und wurden satt. Dann sammelte man die übriggebliebenen Brotstücke ein, sieben Körbe voll.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Predigt vom 30/05/2013 (© Liberia Editrice Vatincana)
"Wo sollen wir in dieser unbewohnten Gegend so viel Brot hernehmen, um so viele Menschen satt zu machen?"

Woher kommt die Brotvermehrung? Die Antwort liegt in der Einladung Jesu an die Jünger: »Ihr selbst gebt…«, »geben«, teilen. Was teilen die Jünger? Das wenige, das sie haben: fünf Brote und zwei Fische. Aber gerade diese Brote und Fische sind es, die in den Händen des Herrn die ganze Menge sättigen. Verwirrt angesichts der Unfähigkeit ihrer Mittel, angesichts der Armseligkeit dessen, was sie zu Verfügung stellen können, sind es doch gerade die Jünger, die die Menschen sich niedersetzen lassen und – im Vertrauen auf das Wort Jesu – die Brote und Fische verteilen, die die Menge sättigen. Und das sagt uns, dass in der Kirche, aber auch in der Gesellschaft, ein Schlüsselwort, vor dem wir keine Angst haben dürfen, »Solidarität« ist, das heißt, dass wir Gott das, was wir haben, zur Verfügung zu stellen wissen: unsere bescheidenen Fähigkeiten, denn nur im Teilen, in der Gabe wird unser Leben fruchtbar sein, Frucht bringen. Solidarität: ein Wort, das beim weltlichen Geist verpönt ist!
Heute Abend teilt der Herr [in der Eucharistie] erneut für uns das Brot aus, das sein Leib ist, er macht sich zur Gabe. Und auch wir erfahren die »Solidarität Gottes« mit dem Menschen, eine Solidarität, die nie versiegt, eine Solidarität, die uns immer wieder staunen lässt: Gott wird uns nahe, im Kreuzesopfer erniedrigt er sich und tritt in das Dunkel des Todes ein, um uns sein Leben zu schenken, welches das Böse, den Egoismus und den Tod besiegt. Jesus schenkt sich uns auch heute Abend in der Eucharistie, teilt unseren Weg mit uns, ja er macht sich zur Speise, zur wahren Speise, die unser Leben auch in jenen Augenblicken stützt, in denen der Weg schwer wird, in denen Hindernisse unsere Schritte verlangsamen. Und in der Eucharistie lässt uns der Herr seinen Weg gehen, den Weg des Dienens, des Teilens, der Gabe, und das wenige, was wir haben, das wenige, was wir sind, wird, wenn es geteilt wird, zum Reichtum, weil die Macht Gottes, die die Macht der Liebe ist, in unsere Armut herabkommt, um sie zu verwandeln.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 05. Dezember 2013, 08:08:56
Evangelium nach Matthäus 7,21.24-27.
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.
Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.
Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute.
Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei / Licht des Glaubens“, §34 (© Liberia Editrice Vaticana)
Der Fels des Glaubens, der Liebe und der Wahrheit

Das dem Glauben eigene Licht der Liebe kann die Fragen unserer Zeit über die Wahrheit erhellen. Heute wird die Wahrheit oft auf eine subjektive Authentizität des Einzelnen reduziert, die nur für das individuelle Leben gilt. Eine allgemeine Wahrheit macht uns Angst, weil wir sie mit dem unnachgiebigen Zwang der Totalitarismen identifizieren. Wenn es sich aber bei der Wahrheit um die Wahrheit der Liebe handelt, wenn es die Wahrheit ist, die sich in der persönlichen Begegnung mit dem Anderen und den anderen erschließt, dann ist sie aus der Verschlossenheit in den Einzelnen befreit und kann Teil des Gemeinwohls sein. Da sie die Wahrheit einer Liebe ist, ist sie nicht eine Wahrheit, die sich mit Gewalt durchsetzt, eine Wahrheit, die den Einzelnen erdrückt. Da sie aus der Liebe hervorgeht, kann sie das Herz, die persönliche Mitte jedes Menschen erreichen. So wird deutlich, dass der Glaube nicht unnachgiebig ist, sondern im Miteinander wächst, das den anderen respektiert. Der Gläubige ist nicht arrogant; im Gegenteil: die Wahrheit lässt ihn demütig werden, da er weiß, dass nicht wir sie besitzen, sondern vielmehr sie es ist, die uns umfängt und uns besitzt. Weit davon entfernt, uns zu verhärten, bringt uns die Glaubensgewissheit in Bewegung und ermöglicht das Zeugnis und den Dialog mit allen. Andererseits hält sich das Licht des Glaubens, da es ja mit der Wahrheit der Liebe vereint ist, nicht etwa fern von der materiellen Welt, denn die Liebe wird immer in Leib und Seele gelebt. Das Licht des Glaubens ist ein inkarniertes Licht, das von dem leuchtenden Leben Jesu ausgeht. Es erleuchtet auch die Materie, baut auf ihre Ordnung und erkennt, dass sich in ihr ein Weg der Harmonie und des immer umfassenderen Verstehens öffnet. So erwächst dem Blick der Wissenschaft ein Nutzen aus dem Glauben: Dieser lädt den Wissenschaftler ein, für die Wirklichkeit in all ihrem unerschöpflichen Reichtum offen zu bleiben. Der Glaube ruft das kritische Bewusstsein wach, insofern er die Forschung daran hindert, sich in ihren Formeln zu gefallen, und ihr zu begreifen hilft, dass die Natur diese immer übersteigt. Indem er zum Staunen angesichts des Geheimnisses der Schöpfung einlädt, weitet der Glaube die Horizonte der Vernunft, um die Welt, die sich der wissenschaftlichen Forschung erschließt, besser zu durchleuchten.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 06. Dezember 2013, 08:20:39
Evangelium nach Matthäus 9,27-31.
Als Jesus weiterging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids!
Nachdem er ins Haus gegangen war, kamen die Blinden zu ihm. Er sagte zu ihnen: Glaubt ihr, daß ich euch helfen kann? Sie antworteten: Ja, Herr.
Darauf berührte er ihre Augen und sagte: Wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen.
Da wurden ihre Augen geöffnet. Jesus aber befahl ihnen: Nehmt euch in acht! Niemand darf es erfahren.
Doch sie gingen weg und erzählten von ihm in der ganzen Gegend.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei / Licht des Glaubens“, §1, 4 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Da wurden ihre Augen geöffnet“

Das Licht des Glaubens: Mit diesem Ausdruck hat die Tradition der Kirche das große Geschenk bezeichnet, das Jesus gebracht hat, der im Johannesevangelium über sich selber sagt: »Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt« (Joh 12,46). Auch der heilige Paulus drückt dies mit ähnlichen Worten aus: »Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet« (2 Kor 4,6)...

Das Licht des Glaubens besitzt nämlich eine ganz besondere Eigenart, da es fähig ist, das gesamte Sein des Menschen zu erleuchten. Um so stark zu sein, kann ein Licht nicht von uns selber ausgehen, es muss aus einer ursprünglicheren Quelle kommen, es muss letztlich von Gott kommen. Der Glaube keimt in der Begegnung mit dem lebendigen Gott auf, der uns ruft und uns seine Liebe offenbart, eine Liebe, die uns zuvorkommt und auf die wir uns stützen können, um gefestigt zu sein und unser Leben aufzubauen. Von dieser Liebe verwandelt, empfangen wir neue Augen, erfahren wir, dass in ihr eine große Verheißung von Fülle liegt, und es öffnet sich uns der Blick in die Zukunft.

Der Glaube, den wir von Gott als eine übernatürliche Gabe empfangen, erscheint als Licht auf dem Pfad, das uns den Weg weist in der Zeit. Einerseits kommt er aus der Vergangenheit, ist er das Licht eines grundlegenden Gedächtnisses, des Gedenkens des Lebens Jesu, in dem sich dessen absolut verlässliche Liebe gezeigt hat, die den Tod zu überwinden vermag. Da Christus aber auferstanden ist und über den Tod hinaus uns an sich zieht, ist der Glaube zugleich ein Licht, das von der Zukunft her kommt, vor uns großartige Horizonte eröffnet und uns über unser isoliertes Ich hinaus in die Weite der Gemeinschaft hineinführt. Wir begreifen also, dass der Glaube nicht im Dunkeln wohnt; dass er ein Licht für unsere Finsternis ist... Genau von diesem Licht des Glaubens möchte ich sprechen, damit es zunimmt und die Gegenwart erleuchtet, bis es ein Stern wird, der die Horizonte unseres Weges aufzeigt in einer Zeit, in der der Mensch des Lichtes ganz besonders bedarf.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 07. Dezember 2013, 10:20:45
Evangelium nach Matthäus 9,35-38.10,1.6-8.
In jener Zeit zog Jesus durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden.
Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
Er gebot ihnen:
Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.
Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

II. Vatikanisches Konzil
Dogmatische Konstitution „Lumen gentium“ über die Kirche, § 48 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe“

Die Kirche, zu der wir alle in Christus Jesus berufen werden und in der wir mit der Gnade Gottes die Heiligkeit erlangen, wird erst in der himmlischen Herrlichkeit vollendet werden, wenn die Zeit der allgemeinen Wiederherstellung kommt (Apg 3,21). Dann wird mit dem Menschengeschlecht auch die ganze Welt, die mit dem Menschen innigst verbunden ist und durch ihn ihrem Ziele entgegengeht, vollkommen in Christus erneuert werden (vgl. Eph 1,10; Kol 1,20; 2 Petr 3,10-13)...

Die Wiederherstellung also, die uns verheißen ist und die wir erwarten, hat in Christus schon begonnen, nimmt ihren Fortgang in der Sendung des Heiligen Geistes und geht durch ihn weiter in der Kirche, in der wir durch den Glauben auch über den Sinn unseres zeitlichen Lebens belehrt werden, bis wir das vom Vater uns in dieser Welt übertragene Werk mit der Hoffnung auf die künftigen Güter zu Ende führen und unser Heil wirken (vgl. Phil 2,12).

Das Ende der Zeiten ist also bereits zu uns gekommen (vgl. 1 Kor 10,11), und die Erneuerung der Welt ist unwiderruflich schon begründet und wird in dieser Weltzeit in gewisser Weise wirklich vorausgenommen. Denn die Kirche ist schon auf Erden durch eine wahre, wenn auch unvollkommene Heiligkeit ausgezeichnet. Bis es aber einen neuen Himmel und eine neue Erde gibt, in denen die Gerechtigkeit wohnt (vgl. 2 Petr 3,13), trägt die pilgernde Kirche in ihren Sakramenten und Einrichtungen, die noch zu dieser Weltzeit gehören, die Gestalt dieser Welt, die vergeht, und zählt selbst so zu der Schöpfung, die bis jetzt noch seufzt und in Wehen liegt und die Offenbarung der Kinder Gottes erwartet (vgl. Röm 8,19-22).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 08. Dezember 2013, 11:20:17
Evangelium nach Matthäus 3,1-12.
In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa:
Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.
Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!
Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung.
Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus;
sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
Als Johannes sah, daß viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, daß ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt?
Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt,
und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen.
Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
Ich taufe euch nur mit Wasser (zum Zeichen) der Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
Schon hält er die Schaufel in der Hand; er wird die Spreu vom Weizen trennen und den Weizen in seine Scheune bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei / Licht des Glaubens“, §20-21 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen“

Die neue Logik des Glaubens ist auf Christus hin ausgerichtet. Der Glaube an Christus rettet uns, denn in ihm öffnet sich das Leben völlig für eine Liebe, die uns vorausgeht und uns von innen her verwandelt, die in uns und mit uns wirkt... Christus ist auf die Erde herabgestiegen und von den Toten auferstanden. Mit seiner Menschwerdung und Auferstehung hat der Sohn Gottes den ganzen Weg des Menschen umfasst und wohnt in unseren Herzen durch den Heiligen Geist. Der Glaube weiß, dass Gott uns ganz nahe geworden ist, dass Christus uns als großes Geschenk gegeben ist, das in uns eine innere Verwandlung vollzieht, das in uns wohnt und uns so das Licht schenkt, das den Anfang und das Ende des Lebens erhellt, den ganzen Bogen des Weges des Menschen.

So können wir die Neuheit erfassen, zu der uns der Glaube führt. Der Glaubende wird von der Liebe verwandelt, der er sich im Glauben geöffnet hat. In seinem Sich-Öffnen für diese Liebe, die ihm angeboten wird, weitet sich sein Leben über sich selbst hinaus. Der heilige Paulus sagt: »Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir« (Gal 2,20), und fordert dazu auf: »Durch den Glauben wohne Christus in eurem Herzen« (Eph 3,17). Im Glauben dehnt sich das Ich des Glaubenden aus, um von einem Anderen bewohnt zu sein, um in einem Anderen zu leben, und so weitet sich sein Leben in der Liebe. Hier hat das besondere Handeln des Heiligen Geistes seinen Platz. Der Christ kann mit den Augen Jesu sehen, seine Gesinnung haben, seine Kind-Vater-Beziehung teilen, weil er seiner Liebe teilhaftig wird, die der Heilige Geist ist. In dieser Liebe empfängt man in gewisser Weise die Sichtweise Jesu. Außerhalb dieser Gleichgestaltung in der Liebe, außerhalb der Gegenwart des Geistes, der sie in unsere Herzen ausgießt (vgl. Röm 5,5), ist es unmöglich, Jesus als den Herrn zu bekennen (vgl. 1 Kor 12,3).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 09. Dezember 2013, 08:18:35
Brief des Apostels Paulus an die Epheser 1,3-6.11-12.
Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.
Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott;
er hat uns aus Liebe im voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und nach seinem gnädigen Willen zu ihm zu gelangen,
zum Lob seiner herrlichen Gnade. Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn;
Durch ihn sind wir auch als Erben vorherbestimmt und eingesetzt nach dem Plan dessen, der alles so verwirklicht, wie er es in seinem Willen beschließt;
wir sind zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt, die wir schon früher auf Christus gehofft haben.

Evangelium nach Lukas 1,26-38.
In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.
Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Andreas von Kreta (660-740), Mönch und Bischof
1. Predigt zur Geburt der Mutter Gottes; PG 97, 812
„Sei gegrüßt, du Begnadete“

Die Verderbnis der Sünde hatte die Schönheit unseres ursprünglichen Adels verdunkelt. Als aber die Mutter von höchster Schönheit zur Welt kam, fand unsere Natur zu ihrer Reinheit zurück und sah sich zum vollkommenen, würdigen Abbild Gottes gestaltet (Gen 1,26)… Wir alle haben die untere Welt der oberen Welt vorgezogen. Es gab keinerlei Hoffnung mehr auf Heil; der Zustand unserer Natur rief den Himmel zu Hilfe… Schließlich gefiel es dem göttlichen Baumeister des Universums, eine neue, andere Welt erstehen zu lassen, voll Ebenmaß und Jugendlichkeit.

Gehörte es da nicht dazu, dass sich eine reine und unbefleckte Jungfrau in den Dienst dieses geheimnisvollen Planes stellte?... Und wer konnte diese Jungfrau sein? Die einzigartige Frau, die vom Schöpfer des Universums vor allen Zeiten auserwählt war! Ja, es ist die Mutter Gottes, mit dem göttlichen Namen Maria, deren Schoß den fleischgewordenen Sohn zur Welt brachte und die er sich selber auf übernatürliche Weise zum Tempel bereitet hatte…

So lag es also in der Absicht des Erlösers des Menschengeschlechts, eine neue Geburt und sozusagen eine neue Schöpfung hervorzubringen, um damit das Vergangene abzulösen. Wie er daher im Paradies dem jungfräulichen und unberührten Ackerboden etwas Erde entnahm, um daraus den ersten Adam zu formen (Gen 2,7), so bediente er sich, als er seine eigene Menschwerdung verwirklichte, sozusagen eines anderen Ackerbodens, nämlich dieser reinen und unbefleckten Jungfrau, die er unter allen von ihm geschaffenen Wesen auserwählte. In ihr hat er uns, ausgehend von unserer eigenen Substanz, neu geschaffen und ist – er, der Schöpfer Adams – ein neuer Adam (1 Kor 15,45) geworden, damit der alte Adam durch den neuen und ewigen Adam gerettet werde.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 10. Dezember 2013, 08:40:02
Evangelium nach Matthäus 18,12-14.
In jener Zeit fragte Jesus seine Jünger: Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte?
Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben.
So will auch euer himmlischer Vater nicht, daß einer von diesen Kleinen verlorengeht.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 11. Dezember 2013, 08:22:09
Evangelium nach Matthäus 11,28-30.
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei / Licht des Glaubens“, §18 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Kommt alle zu mir“

Zur Fülle, in die Jesus den Glauben führt, gehört ein weiterer entscheidender Aspekt. Im Glauben ist Christus nicht nur der, an den wir glauben, die größte Offenbarung der Liebe Gottes, sondern auch der, mit dem wir uns verbinden, um glauben zu können. Der Glaube blickt nicht nur auf Jesus, sondern er blickt vom Gesichtspunkt Jesu aus, sieht mit seinen Augen: Er ist eine Teilhabe an seiner Sichtweise. In vielen Lebensbereichen vertrauen wir uns anderen Menschen an, die mehr Sachverständnis besitzen als wir. Wir haben Vertrauen zu dem Architekten, der unser Haus baut, zu dem Apotheker, der uns das Medikament zur Heilung anbietet, zu dem Rechtsanwalt, der uns vor Gericht verteidigt. Wir brauchen auch einen, der glaubwürdig ist und kundig in den Dingen Gottes. Jesus, der Sohn Gottes, bietet sich als derjenige an, der uns Gott „erklärt" (vgl. Joh 1,18). Das Leben Christi, seine Weise, den Vater zu kennen, völlig in der Beziehung zu ihm zu leben, öffnet der menschlichen Erfahrung einen neuen Raum, und wir können in ihn eintreten.
Der heilige Johannes hat die Bedeutung der persönlichen Beziehung zu Jesus für unseren Glauben durch einen unterschiedlichen Gebrauch des Verbs glauben ausgedrückt. Zusammen mit der Rede von „glauben, dass" wahr ist, was Jesus uns sagt (vgl. Joh 14,10; 20,31), spricht Johannes auch von „ihm [Jesus] glauben" und „an ihn glauben": Wir „glauben Jesus", wenn wir sein Wort und sein Zeugnis annehmen, weil er glaubhaft ist (vgl. Joh 6,30). Wir „glauben an Jesus", wenn wir ihn persönlich in unser Leben aufnehmen und uns ihm anvertrauen, indem wir ihm zustimmen in der Liebe und unterwegs seinen Spuren folgen (vgl. Joh 2,11; 6,47; 12,44).

Damit wir ihn kennen und aufnehmen und ihm folgen können, hat der Sohn Gottes unser Fleisch angenommen, und so hat er den Vater auch auf menschliche Weise gesehen, über einen Werdegang und einen Weg in der Zeit... Der Glaube an den in Jesus Mensch gewordenen Sohn Gottes trennt uns nicht von der Wirklichkeit, sondern erlaubt uns, ihren tieferen Grund zu erfassen und zu entdecken, wie sehr Gott diese Welt liebt und sie unaufhörlich auf sich hin ausrichtet. Und dies führt den Christen dazu, sich darum zu bemühen, den Weg auf Erden in noch intensiverer Weise zu leben.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 12. Dezember 2013, 08:21:33
Evangelium nach Matthäus 11,7b.11-15.
Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt?
Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.
Seit den Tagen Johannes' des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich.
Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz (über diese Dinge) geweissagt.
Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll.
Wer Ohren hat, der höre!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Hilarius (um 315 - 367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer
Tractatus mysteriorum; SC 19
„Bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz (über diese Dinge) geweissagt“

Wie im Evangelium des hl. Lukas der Besitzer des Weinbergs drei Jahre lang nach dem unfruchtbaren Feigenbaum sah, so kennzeichnet die heilige Mutter Kirche die Ankunft des Herrn alljährlich über einen besonderen Zeitraum von drei Wochen. „Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Lk 19,10). Er kam vor dem Gesetz, denn er hat einen jeden mit der Vernunft erkennen lassen, was er tun oder befolgen solle (Röm 1,20). Er kam unter dem Gesetz, denn durch das Vorbild der Patriarchen und die Stimme der Propheten bestätigte er den Nachkommen Abrahams die Bestimmungen des Gesetzes. Ein drittes Mal kam er nach dem Gesetz aus Gnade, um die Heiden zu berufen, „damit vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang der Name des Herrn gelobt werde (Ps 112, 1-3), …

Alles, was in den heiligen Büchern steht, verkündet die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus: es offenbart sie durch Taten, erklärt sie durch Beispiele… Durch echte und überzeugende Vorabbildungen: mit dem Schlaf Adams, der Sintflut Noachs, der Gerechtmachung Abrahams, der Geburt Isaaks, der Knechtschaft Jakobs; in den Patriarchen zeugt unser Herr die Kirche, er wäscht sie, heiligt sie oder kauft sie los. Kurzum: die Gesamtheit der Prophetien, die schrittweise Enthüllung des göttlichen Planes haben es uns geschenkt, sein Kommen im Fleisch zu erkennen… Jede Person, jede Epoche, jedes Vorkommnis entwirft wie in einem Spiegel das Bild seines Kommens, seiner Verkündigung, seines Leidens, seiner Auferstehung und unserer Sammelbewegung hin zur Kirche… Angefangen bei Adam, dem Ausgangspunkt unseres Wissens über das Menschengeschlecht, finden wir seit dem Ursprung der Welt das, was im Herrn seine vollkommene Vollendung erfährt.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 13. Dezember 2013, 08:21:20
Evangelium nach Matthäus 11,16-19.
Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen:
Wir haben für euch auf der Flöte (Hochzeitslieder) gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen.
Johannes ist gekommen, er ißt nicht und trinkt nicht, und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen.
Der Menschensohn ist gekommen, er ißt und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, recht bekommen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gertrud von Helfta (1256 - 1301), Benediktinerin
Exercitia spiritualia, Nr. 8 Sext; SC 127
„Christus wurde von Gott geschickt als unsere Weisheit, unsere Gerechtigkeit, unsere Rechtfertigung, unsere Erlösung“ (1 Kor 1,30)

O bewundernswerte Weisheit Gottes, wie mächtig, wie hell erschallt deine Stimme! Du rufst alle ohne Ausnahme zu dir, die sich nach dir sehnen: du nimmst Wohnung in den Demütigen; du liebst alle, die dich lieben; du vertrittst die Sache des Armen; du bist gütig und hast Mitleid mit allen. „Du verabscheust nichts von allem, was du gemacht hast“; „du siehst über die Sünden der Menschen hinweg“ und wartest voll Erbarmen darauf, dass sie sich bekehren (Weish 11,23-24)… du machst alles neu: ich bitte dich, mache mich neu und heilige mich in dir, damit du meine Seele zu deiner Wohnstatt machen kannst… Mach, dass schon am frühen Morgen meine Seele sich nach dir sehnt, um dich in Wahrheit zu erwerben (Jes 26,9; Weish 6,12-14); komm mir entgegen, auf dass ich dich in Wahrheit heiß ersehne.

Mit welcher Klugheit treibst du deine Pläne voran! Wie umsichtig ordnest du alles! Um den Menschen zu retten, hast du dem König der Herrlichkeit (Ps 24,8; 1 Kor 2,8) Gedanken des Friedens eingegeben, das vollkommene Werk der Liebe: du hast seine Majestät verhüllt, du hast seinen Schultern die Entscheidung für die Liebe aufgebürdet, damit er auf dem Holz des Kreuzes die Sünden des Volkes trage (1 Petr 2,24). Du strahlende Weisheit Gottes, die Bosheit des Teufels hat keine deiner herrlichen Werke hemmen können…; all das Böse, das wir getan haben, konnte nichts ausrichten gegen die Vielzahl deiner Werke der Barmherzigkeit, gegen die unendliche Größe deiner Liebe, gegen die Fülle deiner Güte. Ja, dein höchster Heilswille war stärker als alle Hindernisse; du verfügst in Güte über alles, und deine Macht reicht „von einem Ende der Welt zum anderen“ (Weish 8,1).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 14. Dezember 2013, 10:17:55
Evangelium nach Matthäus 17,9a.10-13.
Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.
Da fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen?
Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt, und er wird alles wiederherstellen.
Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen.
Da verstanden die Jünger, daß er von Johannes dem Täufer sprach.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Traktate zu den Psalmen, Ps 109
„Bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz (über diese Dinge) geweissagt“ (Mt 11,13)

Gott hat einen Zeitraum für seine Verheißungen festgelegt und einen Zeitraum zur Ausführung dessen, was er verheißen hatte. Die Zeit der Verheißungen war die Zeit der Propheten bis hin zu Johannes dem Täufer. In der Zeit zwischen Johannes und dem Ende erfüllen sich die Verheißungen. Gott ist treu, Gott, der sich zu unserem Schuldner gemacht hat, nicht etwa weil er empfinge, was unser ist, sondern weil er uns so Großes verheißt. Etwas verheißen, das genügte ihm nicht: er wollte sich auch schriftlich festlegen. So schloss er gleichsam einen Vertrag mit uns über seine Verheißungen, und zwar in der Weise, dass, wenn er damit beginnen würde, seine Verheißungen zu erfüllen, wir in der Schrift die Reihenfolge seiner Verheißungen verfolgen könnten. Deshalb war, wie wir wiederholt gesagt haben, die Zeit der Prophetien die Vorhersagung der Verheißungen.

Er hat das ewige Heil verheißen: beseligendes, unaufhörliches Leben zusammen mit den Engeln; das makellose, unvergängliche Erbe; die ewige Glorie; die Süße seines Antlitzes; heiliges Wohnen im Himmel und das Freisein von jeglicher Angst durch die Auferweckung von den Toten. Das ist seine Verheißung, das Ziel, auf das sich all unser Streben hinbewegt; und wenn wir dort angelangt sind, bemühen wir uns um nichts mehr, verlangen wir nichts mehr.

Und den Plan, nach dem wir dieses Endziel erreichen, hat er uns durch seine Verheißungen und Ankündigungen aufgezeigt. Er hat den Menschen tatsächlich Gottähnlichkeit verheißen, den Sterblichen Unsterblichkeit, den Sündern Rechtfertigung, den Verdemütigten Verherrlichung.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 15. Dezember 2013, 11:42:39
Brief des Jakobus 5,7-10.
Darum, Brüder, haltet geduldig aus bis zur Ankunft des Herrn! Auch der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde, er wartet geduldig, bis im Herbst und im Frühjahr der Regen fällt.
Ebenso geduldig sollt auch ihr sein. Macht euer Herz stark, denn die Ankunft des Herrn steht nahe bevor.
Klagt nicht übereinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Seht, der Richter steht schon vor der Tür.
Brüder, im Leiden und in der Geduld nehmt euch die Propheten zum Vorbild, die im Namen des Herrn gesprochen haben.

Evangelium nach Matthäus 11,2-11.
Johannes hörte im Gefängnis von den Taten Christi. Da schickte er seine Jünger zu ihm
und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?
Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht:
Blinde sehen wieder, und Lahme gehen; Aussätzige werden rein, und Taube hören; Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium verkündet.
Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.
Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt?
Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner Kleidung? Leute, die fein gekleidet sind, findet man in den Palästen der Könige.
Oder wozu seid ihr hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch: Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten.
Er ist der, von dem es in der Schrift heißt: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen.
Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gertrud von Helfta (1256 - 1301), Benediktinerin
Exerzitien Nr. 3; SC 127
„Habt Mut, fürchtet euch nicht. Seht, hier ist euer Gott… er selbst wird kommen und euch erretten“ (Jes 35,4)

Stimme der Seele, die sich Gott anbietet: „Ich bin eine mutterlose Waise, ich bin bedürftig und arm. Außer Jesus habe ich keinen Trost; nur er kann den Durst meiner Seele stillen. Er ist der beste und einzige Freund meines Herzens, er „der König der Könige und Herr der Herren“ (Offb 19,16)… Mein Leib und meine Seele sind in seiner Hand; er möge mit mir verfahren, wie es seiner Güte gefällt. Wer lässt mich zu einem Wesen nach seinem Herzen werden, damit er in mir vorfindet, wonach er sich sehnt, und das dem hohen Anspruch seiner Freude genügt? Nur das könnte mir zur Freude und zum Trost gereichen.

Ich flehe dich an, Jesus, du einzig Geliebter meines Herzens…, geliebt über alles, was je geliebt worden ist: mein Herz verzehrt sich und seufzt nach dir, dem Frühlingstag voller Leben und Blüten. Führe den Tag herauf, an dem ich dir so eng verbunden bin, dass du, wahre Sonne, aus meinem geistigen Wachstum Blumen und Früchte entspringen lässt. Ich hoffe, ja ich hoffe auf dich (Ps 40,2)… Gnade, Freund, mein Freund! So stille doch deine Sehnsucht und die meine.“

Stimme Christi: „In meinem Heiligen Geist nehme ich dich zur Gemahlin; in untrennbarer Einheit binde ich dich an mich. Du wirst an meinem Tische sitzen, und ich werde dich mit der Zartheit meiner Liebe umhüllen. Ich kleide dich in den edlen Purpur meines kostbaren Blutes; ich kröne dich mit dem reinen Gold meines Todes. Mit mir selbst will ich dein Verlangen stillen und so dich glücklich machen für Zeit und Ewigkeit.“
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 16. Dezember 2013, 08:23:25
Evangelium nach Matthäus 21,23-27.
Als er in den Tempel ging und dort lehrte, kamen die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm und fragten: Mit welchem Recht tust du das alles? Wer hat dir dazu die Vollmacht gegeben?
Jesus antwortete ihnen: Auch ich will euch eine Frage stellen. Wenn ihr mir darauf antwortet, dann werde ich euch sagen, mit welchem Recht ich das tue.
Woher stammte die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von den Menschen? Da überlegten sie und sagten zueinander: Wenn wir antworten: Vom Himmel!, so wird er zu uns sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?
Wenn wir aber antworten: Von den Menschen!, dann müssen wir uns vor den Leuten fürchten; denn alle halten Johannes für einen Propheten.
Darum antworteten sie Jesus: Wir wissen es nicht. Da erwiderte er: Dann sage auch ich euch nicht, mit welchem Recht ich das alles tue.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Traktate zu den Psalmen, Ps 109
"Wir wissen es nicht"

Liebe Brüder, was Gott den Menschen verheißen hat, erschien ihnen wahrhaft unglaublich. In ihrer sterblichen Verfassung waren sie dem Verderben preisgegeben, verachtenswert, schwach, Staub und Asche – und sollten den Engeln Gottes gleich werden! Deshalb hat Gott es nicht dabei belassen, mit den Menschen, damit sie glauben, den Vertrag der Heiligen Schrift zu schließen, sondern, sondern hat als Garanten seiner Glaubwürdigkeit einen Mittler berufen: nicht etwa einen Fürsten, Engel oder Erzengel, sondern seinen einzigen Sohn. So sollte er durch seinen Sohn selbst den Weg zeigen und zum Geschenk machen, auf dem er uns zum verheißenen Ziel führen würde. Gott begnügte sich aber damit nicht, dass sein Sohn uns den Weg zeige: er hat ihn zum Weg gemacht (Joh 14,6), den du unter seiner Führung gehen solltest, zum Weg, dem du folgen solltest…

Wie fern waren wir ihm doch! Wie hoch er, und wie tief wir! Wir waren krank, ohne Hoffnung auf Heilung. Ein Arzt wurde geschickt, aber der Kranke hat ihn nicht erkannt; „denn hätten sie ihn erkannt, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt“ (1 Kor 2,8). Aber der Tod des Arztes war das Heilmittel für den Kranken; der Arzt kam zu ihm und starb zu seiner Heilung. Er gab denen, die an ihn glaubten, zu verstehen, dass er Gott und Mensch ist: Gott, der uns geschaffen hat, Mensch, der uns neu geschaffen hat. Das eine war offensichtlich, das andere war verborgen; und was verborgen war, war weitaus wichtiger als das, was sichtbar war… Der Kranke wurde durch das geheilt, was sichtbar war, um später allumfassend sehen zu können. Diese endgültige Sicht hat Gott verdeckt und nur aufgeschoben; er hat sie nicht verweigert.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 17. Dezember 2013, 09:41:24
Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei / Licht des Glaubens“, §8-9 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Jesus Christus, Sohn Davids, Sohn Abrahams“

Abraham, unser Vater im Glauben: Der Glaube öffnet uns den Weg und begleitet unsere Schritte in der Geschichte. Darum müssen wir, wenn wir verstehen wollen, was der Glaube ist, seinen Verlauf beschreiben, den... Weg der gläubigen Menschen. Ein außergewöhnlicher Platz kommt dabei dem Abraham zu, unserem Vater im Glauben. In seinem Leben ereignet sich etwas Überwältigendes: Gott richtet sein Wort an ihn, er offenbart sich als ein Gott, der redet und ihn beim Namen ruft. Der Glaube ist an das Hören gebunden. Abraham sieht Gott nicht, aber er hört seine Stimme. Auf diese Weise nimmt der Glaube einen persönlichen Charakter an. Gott erweist sich so nicht als der Gott eines Ortes und auch nicht als der Gott, der an eine bestimmte heilige Zeit gebunden ist, sondern als der Gott einer Person, eben als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der fähig ist, mit dem Menschen in Kontakt zu treten und einen Bund mit ihm zu schließen. Der Glaube ist die Antwort auf ein Wort, das eine persönliche Anrede ist, auf ein Du, das uns bei unserem Namen ruft.

Die Aussage dieses Wortes an Abraham besteht in einem Ruf und einer Verheißung. Zu allererst ist es ein Ruf, aus dem eigenen Land auszuziehen, eine Aufforderung, sich einem neuen Leben zu öffnen, der Anfang eines Auszugs, der ihn auf eine unerwartete Zukunft unterwegs sein lässt. Die Sicht, die der Glaube dem Abraham verleiht, wird dann immer mit diesem zu vollziehenden Schritt nach vorn verbunden sein: Der Glaube „sieht" in dem Maße, in dem er vorangeht und in den Raum eintritt, den das Wort Gottes aufgetan hat.

Dieses Wort enthält außerdem eine Verheißung: Deine Nachkommen werden zahlreich sein, du wirst Vater eines großen Volkes sein (vgl. Gen 13,16; 15,5; 22,17). Es ist wahr, dass der Glaube Abrahams, insofern er Antwort auf ein vorangegangenes Wort ist, immer ein Akt der Erinnerung sein wird. Doch... da es Erinnerung an eine Verheißung ist, [wird sie] fähig, auf Zukunft hin zu öffnen, die Schritte auf dem Weg zu erleuchten;... der Glaube... [ist] eng mit der Hoffnung verbunden.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 18. Dezember 2013, 08:22:16
Evangelium nach Matthäus 1,18-24.
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Alphons-Maria von Liguori (1696 – 1787), Bischof und Kirchenlehrer
Meditationen zur Weihnachtsoktav, Nr. 8
„Sie wird einen Sohn gebären, ihm sollst du den Namen Jesus geben“

Der Name Jesus ist ein heiliger Name, den der Herr Maria durch die Stimme des Erzengels Gabriel wissen ließ: „Du sollst ihm den Namen Jesus geben“ (Lk 1,31). Deshalb wird der Name auch „Name, der größer ist als alle Namen“ genannt, „es ist uns Menschen kein anderer Name gegeben, durch den wir gerettet werden sollen“ (Phil 2,9; Apg 4,12). Der Heilige Geist vergleicht diesen großen Namen mit Öl: „Dein Name ist hingegossenes Salböl“ (Hld 1,3). Warum? Der hl. Bernhard erklärt es so: Wie das Öl gleichzeitig Licht, Nahrung und Heilmittel ist, so ist der Name Jesus Licht für unseren Geist, Nahrung für unser Herz, Heilmittel für unsere Seele.

Licht für unseren Geist: Der Glanz dieses Namens hat die Welt vom Dunkel der Abgötterei in das Licht des Glaubens geführt. Wir sind in einem Land geboren, dessen Bewohner vor dem Kommen des Herrn allesamt Heiden waren; und wir wären wie sie, wenn er nicht gekommen wäre, uns zu erleuchten. Wie sehr müssen wir Jesus doch für das Geschenk des Glaubens danken!...

Nahrung für unser Herz: Auch das ist der Name Jesus. Er lässt uns an das schmerzhafte Werk denken, das Jesus zu unserer Rettung vollbracht hat. So tröstet er uns in der Drangsal; er gibt uns die Kraft, auf dem Weg des Heiles vorwärts zu gehen; er weckt unsere Hoffnung neu und entfacht unsere Liebe zu Gott.

Schließlich Heilmittel für unsere Seele: Der Name Jesus stärkt sie gegen die Versuchungen und Angriffe unserer Feinde. Hören sie es, wenn dieser heilige Name angerufen wird? Die Mächte der Hölle erzittern und fliehen. Der Apostel Paulus sagt: „Damit vor dem Namen Jesu alle ihre Knie beugen im Himmel, auf der Erde und unter der Erde“ (Phil 2,10). Wer in Versuchung geraten ist, fällt nicht, wenn er den Namen Jesus anruft; solange er ihn anruft, wird er nicht wanken und wird gerettet (vgl. Ps 18,4).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 19. Dezember 2013, 08:22:50
Evangelium nach Lukas 1,5-25.
Zur Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester namens Zacharias, der zur Priesterklasse Abija gehörte. Seine Frau stammte aus dem Geschlecht Aarons; sie hieß Elisabeth.
Beide lebten so, wie es in den Augen Gottes recht ist, und hielten sich in allem streng an die Gebote und Vorschriften des Herrn.
Sie hatten keine Kinder, denn Elisabeth war unfruchtbar, und beide waren schon in vorgerücktem Alter.
Eines Tages, als seine Priesterklasse wieder an der Reihe war und er beim Gottesdienst mitzuwirken hatte,
wurde, wie nach der Priesterordnung üblich, das Los geworfen, und Zacharias fiel die Aufgabe zu, im Tempel des Herrn das Rauchopfer darzubringen.
Während er nun zur festgelegten Zeit das Opfer darbrachte, stand das ganze Volk draußen und betete.
Da erschien dem Zacharias ein Engel des Herrn; er stand auf der rechten Seite des Rauchopferaltars.
Als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es befiel ihn Furcht.
Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben.
Große Freude wird dich erfüllen, und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen.
Denn er wird groß sein vor dem Herrn. Wein und andere berauschende Getränke wird er nicht trinken, und schon im Mutterleib wird er vom Heiligen Geist erfüllt sein.
Viele Israeliten wird er zum Herrn, ihrem Gott, bekehren.
Er wird mit dem Geist und mit der Kraft des Elija dem Herrn vorangehen, um das Herz der Väter wieder den Kindern zuzuwenden und die Ungehorsamen zur Gerechtigkeit zu führen und so das Volk für den Herrn bereit zu machen.
Zacharias sagte zu dem Engel: Woran soll ich erkennen, daß das wahr ist? Ich bin ein alter Mann, und auch meine Frau ist in vorgerücktem Alter.
Der Engel erwiderte ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, um mit dir zu reden und dir diese frohe Botschaft zu bringen.
Aber weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die in Erfüllung gehen, wenn die Zeit dafür da ist, sollst du stumm sein und nicht mehr reden können, bis zu dem Tag, an dem all das eintrifft.
Inzwischen wartete das Volk auf Zacharias und wunderte sich, daß er so lange im Tempel blieb.
Als er dann herauskam, konnte er nicht mit ihnen sprechen. Da merkten sie, daß er im Tempel eine Erscheinung gehabt hatte. Er gab ihnen nur Zeichen mit der Hand und blieb stumm.
Als die Tage seines Dienstes (im Tempel) zu Ende waren, kehrte er nach Hause zurück.
Bald darauf empfing seine Frau Elisabeth einen Sohn und lebte fünf Monate lang zurückgezogen. Sie sagte:
Der Herr hat mir geholfen; er hat in diesen Tagen gnädig auf mich geschaut und mich von der Schande befreit, mit der ich in den Augen der Menschen beladen war.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Johannes Tauler (um 1300-1361) Dominikaner in Straßburg
Predigt zum Fest der Geburt des Herrn
„Und du musst Stillschweigen bewahren“

An Weihnachten feiern wir eine dreifache Geburt ... Die erste und zugleich erhabenste ist die Geburt des einzigen vom himmlischen Vater gezeugten Sohnes. Er ist dem Wesen nach Gott wie er, als Person von ihm unterschieden. Die zweite Geburt vollbringt eine Mutter, die schwanger wurde und doch sich die absolute Reinheit ihrer jungfräulichen Keuschheit bewahrte. Die dritte Geburt ist die Geburt, bei der Gott jeden Tag und zu jeder Stunde wahrhaft geistigerweise geboren wird, aus Gnade und Liebe, in einer guten Seele…

Damit diese dritte Geburt sich vollzieht, muss uns nichts innewohnen als eine schlichte und reine Suche nach Gott, frei von jedem Verlangen nach etwas, was uns zu eigen wäre... mit dem alleinigen Wunsch, ihm zu gehören, ihm Raum zu geben auf eine höchst erhabene Weise und in großer Vertrautheit mit ihm. So kann er sein Werk vollbringen und in uns geboren werden, ohne dass wir ihm dabei ein Hindernis in den Weg legen... Deshalb sagt uns der hl. Augustinus: „Werde leer, damit du erfüllt wirst; tritt heraus, damit du eintreten kannst“, und an anderer Stelle: „O du edle Seele, edles Geschöpf, warum suchst du außerhalb von dir, was in dir ist, ganz ungeschmälert, höchst wahr und offenbar. Und da du Anteil hast an der göttlichen Natur, was kümmern dich da geschaffene Dinge, und was hast du denn mit ihnen zu tun?“ Wenn der Mensch so tief in sich den Raum vorbereiten würde, wäre Gott zweifelsohne gezwungen, ihn auszufüllen und zwar vollständig; andernfalls würde der Himmel sich lieber in Stücke reißen, um damit die Leere auszufüllen. Gott kann Dinge nicht unausgefüllt lassen. Das wäre gegen seine Natur, gegen seine Gerechtigkeit.

Deshalb musst du schweigen. Dann kann das Wort dieser Geburt, der Logos Gottes, in dir ausgesprochen werden, und du kannst es verstehen. Aber sei gewiss: wenn du sprechen willst, muss es schweigen. Man kann dem Wort nicht besser dienen als dadurch, dass man schweigt und auf es hört. Wenn du also ganz aus dir selbst heraustrittst, wird Gott ganz eintreten. In dem Maß, wie du heraustrittst, tritt er ein – nicht mehr und nicht weniger.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 20. Dezember 2013, 08:26:59
Evangelium nach Lukas 1,26-38.
In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.
Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Elisabeth von der Dreifaltigkeit (1880 - 1906), Karmelitin
Der Himmel im Glauben (1. Einkehr), 10. Tag
„Sei gegrüßt, du Begnadete“

„Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht“, sagte Christus um die sechste Stunde zur Samariterin (Joh 4,10). Aber was ist denn diese Gabe Gottes, wenn nicht er selber? Und so sagt uns der Lieblingsjünger: „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf“ (Joh 1,11). Der hl. Johannes der Täufer könnte einer Menge Menschen folgenden Vorwurf machen;: „Mitten unter euch – ja in euch – steht der, den ihr nicht kennt“ (Joh 1,26; vgl. Lk 17,21).

„Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht.“ Es gibt ein Geschöpf, das mit dieser Gabe Gottes Bekanntschaft gemacht hat, ein Geschöpf, das kein Jota davon vergessen hat: ein so klares, lichtvolles Wesen, dass es selber das wahre Licht zu sein schien; „speculum iustitiae, Spiegel der Gerechtigkeit“. Ein Geschöpf, dessen Leben so schlicht war, so versunken in Gott, dass sich fast nichts darüber berichten lässt.

„Virgo fidelis“: Das ist die treue Jungfrau „die alles, was geschehen war, in ihrem Herzen bewahrte“ (Lk 2,19.51). Vor Gott, in der Verborgenheit des Tempels, verhielt sie sich so bescheiden, dass sie das Wohlgefallen der Heiligen Dreifaltigkeit erregte: „Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter“ (Lk 1,48). Der Vater neigte sich diesem schönen Geschöpf zu, das so nichts von seiner Schönheit wusste, und wünschte, dass sie in der Zeit die Mutter dessen werde, dessen Vater er in der Ewigkeit war. Also erschien der Geist der Liebe, der allen Werken Gottes vorangeht, und die Jungfrau gab ihr Fiat: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe wie du es gesagt hast.“ Da geschah das größte aller Wunder: das Wort kam herab auf Maria und trat in sie ein, und so war Maria für immer in Gottes Verfügung.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 21. Dezember 2013, 10:27:40
ngEvaelium nach Lukas 1,39-45.
In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.
Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt
und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Selig ist die, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei / Licht des Glaubens“, §39 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg“: Der Glaube strebt danach, andere zur eigenen Freude einzuladen

Es ist unmöglich, allein zu glauben. Der Glaube ist nicht bloß eine individuelle Option, die im Innersten des Glaubenden geschieht, er ist keine isolierte Beziehung zwischen dem „Ich" des Gläubigen und dem göttlichen „Du", zwischen dem autonomen Subjekt und Gott. Der Glaube öffnet sich von Natur aus auf das „Wir" hin und vollzieht sich immer innerhalb der Gemeinschaft der Kirche. Daran erinnert uns das in der Taufliturgie verwendete Glaubensbekenntnis in Dialogform.

Das Glauben drückt sich als Antwort auf eine Einladung, auf ein Wort aus, das gehört werden muss und nicht aus einem selbst kommt. Deshalb fügt es sich innerhalb eines Dialogs ein und kann nicht das bloße Bekenntnis sein, das vom Einzelnen kommt. Es ist nur deshalb möglich, in erster Person mit „Ich glaube" zu antworten, weil man zu einer größeren Gemeinschaft gehört, weil man auch „wir glauben" sagt. Diese Öffnung gegenüber dem „Wir" der Kirche geschieht gemäß der eigenen Öffnung gegenüber der Liebe Gottes, die nicht nur eine Beziehung zwischen Vater und Sohn, zwischen einem „Ich" und einem „Du" ist, sondern im Geist auch ein „Wir", ein Miteinander von Personen. Deshalb gilt, wer glaubt, ist nie allein, und deshalb breitet der Glaube sich aus, lädt er andere zu dieser Freude ein... Tertullian... [spricht] vom Katechumenen..., der „nach dem Bad der Wiedergeburt" im Haus der Mutter aufgenommen wird, um die Arme auszubreiten und gleichsam in einer neuen Familie gemeinsam mit den Brüdern zu unserem Vater zu beten.
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Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 22. Dezember 2013, 11:38:45
Evangelium nach Matthäus 1,18-24.
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Aelred von Rievaulx (1110 - 1167), engl. Zisterzienserabt
Predigt zum Fest der Verkündigung des Herrn
„Man wird ihm den Namen Immanuel geben“

„Immanuel – das heißt übersetzt: Gott mit uns.“ Ja, Gott mit uns! Bis dahin war er der „Gott über uns“, der „Gott, uns gegenüber“, doch heute ist er der „Immanuel“. Heute ist er ‚Gott mit uns’ in unserer Natur, mit uns in seiner Gnade. Er ist mit uns in unserer Schwachheit, mit uns in seiner Güte. Er ist mit uns in unserem Elend, mit uns in seiner Barmherzigkeit. Er ist mit uns durch die Liebe, mit uns durch die Familienbande, mit uns durch die Zärtlichkeit, mit uns durch sein Mitleiden…
Gott mit uns! Ihr, die Kinder Adams, habt nicht in den Himmel steigen können, um mit Gott zu sein (vgl. Dtn 30,12). Gott steigt vom Himmel herab, um der Immanuel zu sein, Gott mit uns. Er kommt zu uns, um der Immanuel zu sein, Gott mit uns, und wir, wir drücken uns davor, zu Gott zu kommen, um in Ihm zu sein! „Ihr Mächtigen, wie lange noch schmäht ihr meine Ehre, warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen?“ (Ps 4,3). Nunmehr ist die Wahrheit gekommen; „warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen“? Nunmehr ist das wahre und unerschütterliche Wort gekommen; „warum sinnt ihr auf Lügen“? Nunmehr ist er da, Immanuel – Gott mit uns.
Wie könnte Er noch mehr bei mir sein? Klein wie ich, schwach wie ich, nackt wie ich, arm wie ich – in allem ist Er mir ähnlich geworden, indem Er an sich nimmt, was mir gehört und gibt, was Sein ist. Ich lag wie entseelt, ohne Stimme, besinnungslos; selbst das Licht meiner Augen war mir genommen. Er, dieser so große Mensch, „dieser Prophet, mächtig in Wort und Tat“ (Lk 24,19), ist heute herabgestiegen. „Er legte seinen Mund auf meinen Mund, seine Hände auf meine Hände“ (vgl. 2 Kön 4,34) und hat sich zum Immanuel gemacht, zum Gott-mit-uns!
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 23. Dezember 2013, 08:14:35
Evangelium nach Lukas 1,57-66.
Für Elisabeth kam die Zeit der Niederkunft, und sie brachte einen Sohn zur Welt.
Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr.
Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben.
Seine Mutter aber widersprach ihnen und sagte: Nein, er soll Johannes heißen.
Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt.
Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle.
Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes.
Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott.
Und alle, die in jener Gegend wohnten, erschraken, und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa.
Alle, die davon hörten, machten sich Gedanken darüber und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn es war deutlich, daß die Hand des Herrn mit ihm war.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Homilie in Kiew am 24.06.01, Copyright © Libreria Editrice Vaticana
«Sein Name ist Johannes»

«Der Herr hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt« (Jes 49,1). Heute feiern wir die Geburt Johannes des Täufers. Die Worte des Propheten Jesaja lassen sich sehr gut auf diese große biblische Gestalt anwenden, die an der Schnittstelle vom Alten zum Neuen Bund steht. In der langen Reihe der Propheten und Gerechten Israels wurde Johannes der Täufer durch die Vorsehung Gottes unmittelbar vor den Messias gestellt, damit er ihm den Weg bereite durch seine Predigt und sein Lebenszeugnis...

„Vom Mutterleib an hast du mich berufen“ (Ps 70,6). Wir können uns heute diesen Ausruf des Psalmisten zu eigen machen. Gott hat uns gekannt und geliebt, noch bevor unsere Augen die Wunder der Schöpfung betrachten konnten. Jeder Mensch erhält bei seiner Geburt einen menschlichen Namen. Zuvor besitzt er jedoch einen göttlichen Namen: den Namen, mit dem Gott-Vater ihn kennt und liebt seit ewig und auf ewig. Dies gilt für alle Menschen ohne Ausnahme. Kein Mensch ist für Gott namenlos! In den Augen Gottes haben alle den gleichen Wert: Alle sind verschieden, doch sind auch alle gleich, und alle sind berufen, Söhne im Sohn zu sein.

«Sein Name ist Johannes« (Lk 1,63). Zacharias bestätigt vor den erstaunten Verwandten den Namen des Sohnes, indem er ihn auf ein Täfelchen schreibt. Gott selbst hatte durch seinen Engel diesen Namen kundgetan, der auf hebräisch bedeutet: „Gott ist gnädig“. Gott ist dem Menschen gnädig: Er will sein Leben, sein Heil. Gott ist seinem Volk gnädig: Er will es zum Segen für alle Nationen der Erde werden lassen. Gott ist der Menschheit gnädig: Er leitet ihren Weg in das Land, in dem Frieden und Gerechtigkeit herrschen. All dies ist in jenem Namen enthalten: Johannes!
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 24. Dezember 2013, 08:10:25
Evangelium nach Lukas 2,1-14.
In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen.
Dies geschah zum erstenmal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien.
Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.
So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids.
Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.
Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft,
und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.
Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr,
der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll:
Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.
Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.
Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:
Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Zisterzienser
Geistliche Schriften, 27.12.1936
„Ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll“

Es ist kalt auf der Erde. Der Himmel ist übersät mit Sternen, das tiefblaue, von Dunkelheit umflossene Himmelsgewölbe lässt sich nur erahnen. Auf der Erde, einem der kleinsten Sterne des unermesslich großen Planetensystems, geschehen in dieser Nacht Wunder, die die Engel in Erstaunen versetzen… ein Gott kommt aus Liebe zu den Menschen demütig herab im sterblichen Fleisch und wird geboren von einer Frau – auf der Erde, einem Stern, der zu den kleinsten und kältesten zählt…

Auch Menschen haben Eis in ihrem Herzen. Keiner eilt herbei, um dem Wunder der Geburt Gottes beizuwohnen. Die ganze Welt reduziert sich auf eine Frau namens Maria, auf einen Mann mit blauen Augen, der Josef heißt, und auf ein Neugeborenes. In Windeln gehüllt, schlägt es die Augen auf unter dem warmen Anhauch eines Esels und eines Ochsen. Es liegt auf einem Bündel Stroh, das Josef in seiner Mittellosigkeit und Maria in ihrer Fürsorglichkeit und Liebe ihm verschafft haben. Die ganze Welt schläft den schweren Schlaf der Unwissenheit. Es ist sehr kalt in dieser Nacht im Land Judäa. Die Sterne am Himmel sind Augen von Engeln, die das „Gloria in excelsis Deo“ anstimmen, das Lied, das für Gott gesungen und von ein paar Hirten vernommen wird, die ihre Herden bewachen und nun herbeieilen, um mit ihren kindlichen Herzen den neugeborenen Jesus anzubeten. Hier hält Gott die erste Lehrstunde seiner Liebe.

Obwohl mein Herz nicht von der Lauterkeit Josefs ist, auch nicht von der Liebe Mariens, habe ich dennoch dem Herrn all meine Armut, mein leeres Herz geschenkt. Wenn ich ihm auch, wie damals die Engel, keine Hymnen gesungen habe, so versuchte ich doch, ihm Hirtenlieder zu singen – das Lied des Armen, des Mittellosen; das Lied dessen, der Gott nichts anderes anbieten kann als Armseligkeit und Schwäche. Aber das bedeutet nichts: Armseligkeiten und Schwächen, die mit einem wirklich liebenden Herzen ihm angeboten werden, nimmt Jesus entgegen, als wären es Tugenden. Groß, unermesslich groß ist die Barmherzigkeit Gottes! Mein sterbliches Fleisch vernimmt den himmlischen Lobpreis nicht, aber mein Herz erahnt es, dass die Engel heute wie damals verwundert zur Erde herabschauen und singen: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.“
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 25. Dezember 2013, 11:50:08
Brief an die Hebräer 1,1-6.
Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten;
in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt und durch den er auch die Welt erschaffen hat;
er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt;
er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt.
Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt, und weiter: Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein?
Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in die Welt einführt, sagt er: Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen.

Evangelium nach Johannes 1,1-18.
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt.
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.
Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.
Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben,
die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.
Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war.
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade.
Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.
Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ephräm (um 306 - 373), Diakon in Syrien und Kirchenlehrer
Hymnen zur Geburt Jesu, Nr. 5 und 6; SC 459
„Maria bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach“

Mit erhabenen Worten,
Glühend vor Liebe
Wiegte ihn auch Maria im Arm:
„Wer nur hat mich, die Alleinstehende,
Begnadet, ihn zu empfangen und zu gebären,
Ihn, der so einzig ist und doch so vielfach?
So ganz klein, und doch der ganz Große?
Er ist mir so nahe,
Und zugleich so nahe dem All.

Am Tag, als Gabriel selber
In meine arme Hütte trat,
Da machte der Engel mich ebenso
Zur Herrin wie zur Dienerin:
Denn ich war die Magd deiner Göttlichkeit (Lk 1,38);
Aber ich bin doch ebenso
Die Mutter deiner Menschlichkeit,
Mein Herr und mein Sohn!

Und mit einem Male wurde die Magd
Zur Tochter des Königs,
Durch dich, du Sohn eines Königs!
Um deinetwillen, du Sohn Davids,
Steigt sie, die Niedrigste aus dem Hause Davids
Und Tochter der Erde,
Empor bis zum Himmel,
Durch den, der vom Himmel ist!

Welch Wunder für mich!
Neben mir liegt nun
Dieser Neugeborene, der Hochbetagte! (Dan 7,9)
Sein Blick umspannt den ganzen Himmel,
Während ohne Unterlass
Seine Lippen Laute stammeln.
Wie ähnlich er doch mir ist!
Und mit Gott spricht er im Schweigen.

Wer hat je einen Neugeborenen gesehen,
Der allerorts und alles schaut?
Sein Blick lässt erkennen:
Er ist’s, der alles regiert,
Die ganze Schöpfung, unten und oben.
Sein Blick lässt erkennen:
Er ist der Herrscher über das All.

Wo finde ich die Quelle, die Milch gibt
Für dich, der du selber die Quelle bist?
Wie soll ich dich nähren, dich,
Der du alles Sein an deinem Tisch nährst?
Wie dich mit Windeln umhüllen, dich,
Der du dich in Licht hüllst wie in ein Kleid (Ps 104,2)?

Mein Mund weiß nicht,
Mit welchem Namen er dich anzusprechen hat,
O Sohn des lebendigen Gottes! (Mt 16,16)
Wagte ich es, dich zu nennen
Sohn Josefs:
Ich zittere, denn du bist nicht von ihm gezeugt…

Du bist zwar der Sohn des Einen,
Doch nenne ich dich Sohn der Vielen;
Denn Tausende Namen werden dir nicht gerecht:
Du bist der Sohn Gottes, doch auch der Menschensohn (Mt 1,1; 8,31),
Sodann der Sohn Josefs (Lk 3,23),
Und der Sohn Davids (Lk 20,41),
Und der Sohn der Maria (Mk 6,3).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 26. Dezember 2013, 12:38:07
Monatsbotschaft der Muttergottes vom 25. Dezember
"Liebe Kinder! Ich bringe euch den König des Friedens, damit Er euch Seinen Frieden gebe. Ihr, meine lieben Kinder, betet, betet, betet. Die Frucht des Gebetes wird man in den Gesichtern der Menschen sehen, die sich für Gott und Sein Königreich entschieden haben. Ich, mit meinem Sohn Jesus, segne euch alle mit dem Segen des Friedens. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 27. Dezember 2013, 08:20:56
Evangelium nach Johannes 20,2-8.
Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab;
sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab.
Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein.
Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen
und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle.
Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Kommentar zum ersten Brief des Johannes 1,1
„Er sah und glaubte“

„Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkündigen wir: das Wort des Lebens“ (1 Joh 1,1). Kann jemand das Wort des Lebens mit seinen Händen anfassen, wenn „es nicht Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat“ (Joh 1,14)? Dieses Wort, das Fleisch geworden ist, damit unsere Hände es anfassen könnten, begann im Schoß der Jungfrau Maria Fleisch zu werden. Zu jener Zeit begann es aber nicht Wort zu sein; denn es war „schon am Anfang“, sagt der heilige Johannes. Seht, wie sein Brief sein Evangelium bestätigt, in dem ihr lesen konntet: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“.

Es mag Leute geben, die das „Wort des Lebens“ als eine belanglose Formel zur Kennzeichnung Christi verstehen und nicht präzis als Leib Christi, den Hände angefasst haben. Und achtet darauf, was folgt: „In ihm war das Leben.“ Christus ist also das Wort des Lebens. Und wie hat sich dieses Leben offenbart? Denn selbst wenn es von Anfang an war, so hat es sich den Menschen nicht offenbart: es hatte sich den Engeln offenbart, die es sahen und sich von ihm als ihrem Brot nährten. So steht es in der Schrift: „Da aßen die Menschen Wunderbrot“ (Ps 78,25).

Das Leben selbst also hat sich im Fleisch offenbart, und das in seiner ganzen Fülle, damit eine Wirklichkeit, die nur dem Herzen sichtbar war, auch den Augen sichtbar werde, um die Herzen zu heilen. Denn nur das Herz sieht das Wort, das Fleisch sieht es nicht. Wir konnten das Fleisch sehen, aber nicht das Wort. Das Wort ist Fleisch geworden… um in uns das zu heilen, was uns befähigt, das Wort zu sehen… „Wir bezeugen und verkünden euch“, schreibt der hl. Johannes, „das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbart wurde“ (Joh 1,2).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 28. Dezember 2013, 10:38:35
Jahresbotschaft der Muttergottes vom 25. Dezember 2013 an den Seher Jakov Colo
"Meine lieben Kinder, Jesus möchte heute auf besondere Weise in jedem eurer Herzen wohnhaft werden und Er möchte jede eurer Freuden und euren Schmerz mit euch teilen. Deshalb, meine lieben Kinder, schaut heute auf besondere Weise in eure Herzen und fragt euch, ob der Frieden und die Freude über die Geburt Jesu wahrhaftig eure Herzen vereinnahmt haben. Meine lieben Kinder, lebt nicht in der Finsternis, sehnt euch nach dem Licht und nach dem Heil Gottes. Kinder, entscheidet euch für Jesus und schenkt Ihm euer Leben und eure Herzen, denn nur so wird der Allerhöchste in und durch euch wirken können."
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 29. Dezember 2013, 11:34:23
Evangelium nach Matthäus 2,13-15.19-23.
Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten.
Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten.
Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.
Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum
und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und zieh in das Land Israel; denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot.
Da stand er auf und zog mit dem Kind und dessen Mutter in das Land Israel.
Als er aber hörte, daß in Judäa Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und weil er im Traum einen Befehl erhalten hatte, zog er in das Gebiet von Galiläa
und ließ sich in einer Stadt namens Nazaret nieder. Denn es sollte sich erfüllen, was durch die Propheten gesagt worden ist: Er wird Nazoräer genannt werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei / Licht des Glaubens“, §52-53 (© Liberia Editrice Vaticana)
Der Glaube und der Weg der Familie

Der Glaube und die Familie: Auf dem Weg Abrahams zur künftigen Stadt erwähnt der Hebräerbrief den Segen, der von den Eltern an die Kinder weitergegeben wird (vgl. Hebr 11,20-21). Der erste Bereich, in dem der Glaube die Stadt der Menschen erleuchtet, findet sich in der Familie. Vor allem denke ich an die dauerhafte Verbindung von Mann und Frau in der Ehe. Sie entsteht aus ihrer Liebe, die Zeichen und Gegenwart der Liebe Gottes ist... Auf diese Liebe gegründet, können sich Mann und Frau mit einer Geste, die ihr ganzes Leben mit einbezieht und in vielen Zügen an den Glauben erinnert, die gegenseitige Liebe versprechen. Eine Liebe zu versprechen, die für immer gilt, ist möglich, wenn man einen Plan entdeckt, der größer ist als die eigenen Pläne, der uns trägt und uns erlaubt, der geliebten Person die ganze Zukunft zu schenken. Der Glaube hilft auch, die Zeugung von Kindern in ihrer ganzen Tiefe und ihrem ganzen Reichtum zu erfassen, da er darin die Schöpferliebe erkennen lässt, die uns das Geheimnis eines neuen Menschen schenkt und anvertraut. So ist Sara aufgrund ihres Glaubens Mutter geworden, da sie auf Gottes Treue zu seiner Verheißung zählte (vgl. Hebr 11,11).

In der Familie begleitet der Glaube alle Lebensalter, angefangen von der Kindheit: Die Kinder lernen, der Liebe ihrer Eltern zu trauen. Deshalb ist es wichtig, dass die Eltern gemeinsam den Glauben in der Familie praktizieren und so die Reifung des Glaubens der Kinder begleiten. Vor allem die jungen Menschen, die in einem Lebensalter stehen, das für den Glauben so vielschichtig, reich und wichtig ist, sollen die Nähe und Zuwendung der Familie und der kirchlichen Gemeinde auf ihrem Weg des Wachsens im Glauben spüren.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 30. Dezember 2013, 08:23:41
Evangelium nach Lukas 2,36-40.
Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt;
nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.
In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück.
Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei / Licht des Glaubens“, §50-51 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Sie sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten“

„Gott bereitet für sie eine Stadt“ (vgl. Hebr 11,16):Der Glaube und das Gemeinwohl. Bei der Vorstellung der Geschichte der Patriarchen und der Gerechten des Alten Testaments hebt der Hebräerbrief einen wesentlichen Aspekt ihres Glaubens hervor. Dieser gestaltet sich nicht nur als ein Weg, sondern auch als die Errichtung, als die Vorbereitung eines Ortes, an dem der Mensch gemeinsam mit den anderen wohnen kann... Wenn der Mensch des Glaubens auf Gott baut, der das Amen ist, auf Gott, den Getreuen (vgl.Jes 65,16), und er so selbst fest wird, können wir hinzufügen, dass die Festigkeit des Glaubens sich auch auf die Stadt bezieht, die Gott für den Menschen vorbereitet. Der Glaube offenbart, wie fest die Bande zwischen den Menschen sein können, wenn Gott in ihrer Mitte gegenwärtig wird. Der Glaube ruft nicht nur eine innere Festigkeit wach, eine feste Überzeugung des Glaubenden; er erleuchtet auch die zwischenmenschlichen Beziehungen, weil er aus der Liebe kommt und der Dynamik der Liebe Gottes folgt. Der verlässliche Gott schenkt den Menschen eine verlässliche Stadt.
Dank seiner Verbindung mit der Liebe (vgl. Gal 5,6) stellt sich das Licht des Glaubens in den konkreten Dienst der Gerechtigkeit, des Rechts und des Friedens. Der Glaube geht aus der Begegnung mit der ursprünglichen Liebe Gottes hervor, aus der der Sinn und die Güte unseres Lebens deutlich werden... Das Licht des Glaubens ist in der Lage, den Reichtum der menschlichen Beziehungen zur Geltung zu bringen sowie ihre Fähigkeit, bestehen zu bleiben, verlässlich zu sein und das Leben in Gemeinschaft zu bereichern. Der Glaube entfernt nicht von der Welt und steht dem konkreten Einsatz unserer Zeitgenossen nicht unbeteiligt gegenüber.

Ohne eine verlässliche Liebe könnte nichts die Menschen wirklich geeint halten. Die Einheit zwischen ihnen wäre nur denkbar als eine Einheit, die auf Nützlichkeit, auf die Zusammenlegung der Interessen oder auf Angst gegründet ist, aber nicht auf das Gut des Miteinanders und auf die Freude, die die bloße Gegenwart des anderen hervorrufen kann... Ja, der Glaube ist ein Gut für alle, er ist ein Gemeingut; sein Licht erleuchtet nicht nur das Innere der Kirche, noch dient er allein der Errichtung einer ewigen Stadt im Jenseits; er hilft uns, unsere Gesellschaften so aufzubauen, dass sie einer Zukunft voll Hoffnung entgegengehen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 31. Dezember 2013, 08:22:02
Evangelium nach Johannes 1,1-18.
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt.
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.
Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.
Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben,
die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.
Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war.
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade.
Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.
Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Julian von Vézelay (um 1080 - um 1160), Benediktinermönch
1. Predigt zum Weihnachtsfest; SC 192
„Das Wort war das wahre Licht“

„Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, da sprang dein allmächtiges Wort vom Himmel, vom königlichen Thron herab“ (Weish 18,14-15). Dieser Schrifttext bezeichnet die überaus heilige Zeit, zu der das allmächtige Wort Gottes bis zu uns gekommen ist, um uns unser Heil kundzutun. Es ging aus vom innersten Geheimnis des Vaters und stieg herab in den Schoß einer Mutter.

„Inmitten der Nacht“: Alles war in das Schweigen „dazwischen“ getaucht – in das Schweigen zwischen den Propheten, deren Rufen bereits verstummt war, und den Aposteln, deren Stimme bald erschallen sollte. Welch wunderbare Ankunft in diesem Schweigen „dazwischen“ für einen „Mittler zwischen Gott und den Menschen“ (1 Tim 2,5)…, der zu einem Sterblichen wird, um die Sterblichen zu retten, und der durch seinen Tod die Toten retten sollte. In seiner Rolle als Mittler „vollbringt er Taten des Heils auf Erden“ (Ps 74,12): Er ist an einem Kreuz gestorben, „über die Erde erhöht“ (Joh 12,32), zwischen Himmel und Erde, als Symbol für die Versöhnung zwischen dem Himmel und der Erde.

„Als die Nacht bis zur Mitte gelangt war“. Was ist mit dieser Nacht gemeint? Vielleicht bezeichnet sie den Zeitraum zwischen dem Anfang der Welt und dem Ende der Zeiten, den Zeitraum, in dem die Kinder Adams in dem verfinsterten Land Ägypten wohnen, in der undurchdringlichen Finsternis ihrer Unwissenheit, ganz und gar unfähig, einander zu sehen (Ex 10,21f). Kann man denn wirklich die Anderen sehen, wenn man nicht ihr Herz sieht? Im Gefolge dieser Finsternis, die alle Herzen verdunkelt, machen sich Lüge und Täuschung breit… Mitten in dieser Nacht ist „zu denen, die in der Finsternis saßen“ (Lk 1,79; Jes 42,7), „das wahre Licht“ gekommen, „das jeden Menschen erleuchtet“, Dieses Licht vertreibt wirklich alle Finsternis, weil es „das im Dunkeln Verborgene ans Licht bringt und die Absichten der Herzen aufdeckt“ (1 Kor 4,5).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 01. Januar 2014, 09:59:07
Evangelium nach Lukas 2,16-21.
So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.
Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.
Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.
Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Botschaft „Urbi et Orbi“ 25/12/2002 (© Liberia Editrice Vaticana)
Maria, Mutter des Friedensfürsten (Jes 9,5)

„Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt“ (Jes 9,5)... Mit Maria betrachten wir das Antlitz Christi: Es ist Gott, der uns in jenem Kind... besucht, „um unsere Schritte auf den Weg des Friedens zu lenken“ (Lk 1, 79). Maria betrachtet dieses Kind... und versucht den Sinn der Zeichen zu ergründen, die das Weihnachtsgeheimnis umhüllen.
Weihnachten ist ein Geheimnis der Freude! Die Engel haben... den Hirten... dieses Ereignis als „eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll“ (Lk 2, 10) [verkündet]... trotz der Entfernung von daheim, der Armut der Krippe, der Gleichgültigkeit des Volkes und der Feindseligkeit der Mächtigen...
Weihnachten ist ein Geheimnis der Liebe! Es war die Liebe des Vaters, die seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit dieser sein Leben für uns hingebe (vgl. 1 Joh 4, 8-9). Die Liebe des „Gott-mit-uns“, des Immanuel, ist auf die Erde gekommen um am Kreuz zu sterben. Schon im kalten Stall und umgeben vom Schweigen kostet die jungfräuliche Mutter... das blutige Drama von Golgatha voraus... Der Friedensfürst, der heute zu Bethlehem geboren ist, wird sein Leben auf Golgotha hingeben, damit auf Erden die Liebe den Sieg behalte.
Weihnachten ist ein Geheimnis des Friedens! Aus der Grotte von Bethlehem erhebt sich heute der dringende Ruf, daß die Menschheit dem Mißtrauen, dem Zweifel und dem Argwohn nicht nachgebe, auch wenn das tragische Phänomen des Terrorismus Unsicherheit und Angst zu verbreiten droht. Im Verein mit allen Menschen guten Willens sind die Gläubigen einer jeden Religionen aufgerufen, jedwede Form von Intoleranz und Diskriminierung zu ächten und den Frieden aufzurichten...
Mit Dir, o jungfräuliche Mutter, verharren wir gedankenvoll vor der Krippe, in der das Kind liegt, um dein Staunen angesichts des unendlichen Sich Herabneigens Gottes zu teilen. Gib uns deine Augen, o Maria um das Geheimnis zu entschlüsseln, das sich hinter der zarten Gestalt deines Sohnes verbirgt! Lehre uns, in den Kindern aller Völker und Kulturen sein Antlitz wiederzuerkennen! Hilf uns, für seine Botschaft des Friedens und der Liebe glaubhafte Zeugen zu sein, damit die Männer und Frauen unserer Zeit, die noch tiefem Zwiespalt und unerhörter Gewalt unterworfen sind, in diesem Kind, das in deinen Armen liegt, den einzigen Heiland der Welt zu erkennen vermögen, die unerschöpfliche Quelle wahrer Freude, nach der im Grunde jedes Herz sehnsüchtig verlangt.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 02. Januar 2014, 08:19:37
Evangelium nach Johannes 1,19-28.
Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?,
bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias.
Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein.
Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst?
Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.
Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer.
Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet?
Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt
und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren.
Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Guerric von Igny (um 1080 - 1157), Zisterzienserabt
5. Predigt zum Advent; SC 166
„Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn“

„Bereitet dem Herrn den Weg.“ Brüder, auch dann, wenn ihr bereits sehr weit auf dem Weg vorangekommen seid..., hat doch die Güte, zu der man voranschreitet, selber kein Ende. Deshalb wird der weise Wanderer... jeden Tag sagen: „Heute beginne ich“... Zahlreich sind „jene, die herumirren im Ödland“...; keiner von ihnen ist in der Lage zu sagen: „Heute beginne ich.“

„Der Anfang der Weisheit ist die Furcht des Herrn“: wenn sie der Anfang der Weisheit ist, dann ist sie notwendigerweise auch der Ausgangspunkt des guten Weges... sie ist es, die das Bekenntnis der Sünde bewirkt... ; sie ist es, die den Stolzen zur Reue drängt und es ihm ermöglicht, die Stimme dessen zu vernehmen, der in der Wüste ruft, der ermahnt, den Weg zu bereiten, der aufzeigt, wo man beginnen muss: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist ganz nah“...

Wenn Du bereits auf dem Weg bist, dann schweife nicht von ihm ab, denn du würdest den Herrn, der dich geführt hat, vor den Kopf stoßen, und er würde dich herumirren lassen „auf den Wegen deines eigenen Herzens“. Wenn dein Weg dir zu eng erscheint, schaue auf das Ziel, zu dem er dich hinführt. Wenn du so den Gipfel aller Vollkommenheit erblickst, wirst du sogleich sagen: „Wie groß angelegt sind deine Weisungen!“ Wenn dein Blick nicht bis dahin reicht, dann glaub wenigstens, was Jesaja sagt...: „Sie werden auf diesem Weg zurückkehren, die vom Herrn Losgekauften, und sie werden voll Jubel in Jerusalem ankommen. Grenzenloses Glück wird ihr Gesicht erstrahlen lassen, Wonne und Freude werden sie begleiten, Kummer und Seufzen werden vergehen.“ Wer an dieses Ziel denkt, meint nicht nur, dass der Weg breit sei, sondern er wird sich sogar zum Flug erheben, sodass er nicht mehr wandert: er wird dem Ziel entgegen fliegen... Dass euch dorthin derjenige führen und begleiten möge, der der Weg derjenigen ist, die eilig laufen und der die Belohnung derer ist, die ans Ziel gelangen: Jesus der Christus.

Siehe: Ps 76,11; 107,4; Spr 1,7; Ps 111,10; Mt 3,2; 4,17; Jes 57,17; Mt 7,14; Ps 119, 96; Jes 35,10; Mt 7,14; Joh 14,6)
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 03. Januar 2014, 08:23:03
Evangelium nach Johannes 1,29-34.
In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war.
Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekanntzumachen.
Und Johannes bezeugte: Ich sah, daß der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb.
Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.
Das habe ich gesehen, und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] (1891 - 1942), Karmelitin, Märtyrerin, Mitpatronin Europas
Die Hochzeit des Lammes, 14.09.1940
„Das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“

In der Apokalypse schreibt der Apostel Johannes: „Und ich sah: [Vor] dem Thron … stand ein Lamm; es sah aus wie geschlachtet…“ (Offb 5,6). Während er diese Schau betrachtete, war in ihm eine Erinnerung noch sehr lebendig: der unvergessliche Tag, an den Ufern des Jordan, an dem Johannes der Täufer Jesus als „Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“ bezeichnet hatte …
Doch warum hatte der Herr selbst das Lamm ausgewählt, damit es zu seinem besonderen Zeichen würde? Warum zeigte er sich unter dieser Gestalt noch auf dem ewigen Thron der Herrlichkeit? Weil er unschuldig wie ein Lamm und demütig wie ein Lamm war und weil er gekommen ist, um sich „zur Schlachtbank führen zu lassen wie ein Lamm“ (vgl. Jes 53,7). Auch das hatte der Apostel Johannes betrachtet, als nämlich der Herr sich im Ölgarten die Hände binden und sich auf Golgotha ans Kreuz schlagen ließ. Dort, auf Golgotha, wurde das wahre Opfer der Versöhnung vollzogen. Die alten Opfer hatten ihre Kraft verloren und sollten alsbald, wie das alte Priestertum, aufhören zu bestehen, als der Tempel zerstört wurde. Alles das hatte Johannes miterlebt. Und deshalb staunte er nicht, als er das Lamm auf dem Thron sah…
So wie das Lamm getötet werden musste, um auf den Thron der Herrlichkeit erhoben zu werden, so führt der Weg all jener, die auserwählt sind zum „Hochzeitsmahl des Lammes“ (Offb 19,9), durch Leid und Kreuz zur Herrlichkeit. Die sich mit dem Lamm vereinigen wollen, müssen sich mit Ihm ans Kreuz heften lassen. Alle, die mit dem Blut des Lammes bezeichnet sind (vgl. Ex 12,7) sind dazu berufen, und das sind alle Getauften. Doch nicht alle verstehen diesen Ruf und nicht alle folgen ihm.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 04. Januar 2014, 10:17:42
Evangelium nach Johannes 1,35-42.
In jener Zeit stand Johannes wieder am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm.
Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes!
Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.
Jesus aber wandte sich um, und als er sah, daß sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du?
Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.
Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren.
Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus).
Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels (Petrus).


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Alphons-Maria von Liguori (1696 – 1787), Bischof und Kirchenlehrer
1. Meditation zur Weihnachtsoktav
„Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“

„Ich bin verirrt wie ein verlorenes Schaf: Suche Deinen Knecht!“ (Ps 119,176). Herr, ich bin das arme Schaf, das sich verlaufen hat, als es der Befriedigung seiner Neigungen und seiner Launen hinterherlief. Aber du, der du sowohl Hirte bist als auch Lamm, bist vom Himmel herabgekommen, um mich zu erretten, indem du dich am Kreuz als Opfer hingegeben hast, um meine Schuld zu löschen: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“ Wenn ich mich also bessern will, was habe ich dann noch zu befürchten?... “Ja, Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen“ (Jes 12,2). Du hast dich mir hingegeben: konntest du mir, um mein Vertrauen zu wecken, einen größeren Beweis deiner Barmherzigkeit geben?

Liebes Gotteskind, wie sehr bereue ich, dich verletzt zu haben! Ich habe dich im Stall von Bethlehem zum Weinen gebracht; dennoch bin ich gewiss, dass du gekommen bist, mich zu suchen. Darum werfe ich mich dir zu Füßen nieder, denn trotz des Elends und der Erniedrigung, in der ich dich in dieser Krippe und auf diesem Stroh vorfinde, erkenne ich dich als meinen König und meinen höchsten Herrn an. Ich begreife den Sinn deiner so mitfühlenden Tränen: sie laden mich ein, dich zu lieben, sie berühren mein Herz. Hier ist es, mein Jesus, ich bin heute dir zu Füßen, um es dir zu schenken. Wandle es, entflamme es, da du vom Himmel herabgekommen bist, um die Herzen mit deiner heiligen Liebe zu entflammen. Ich höre, wie du aus der Krippe heraus zu mir sprichst: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen“ (Mt 22,37; Dtn 6,5). Und ich antworte dir: „Wenn ich dich, mein Jesus, nicht liebe, dich, meinen Herrn und meinen Gott, wen sonst sollte ich lieben?“
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 05. Januar 2014, 10:00:45
Brief des Apostels Paulus an die Epheser 1,3-6.15-18.
Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.
Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott;
er hat uns aus Liebe im voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und nach seinem gnädigen Willen zu ihm zu gelangen,
zum Lob seiner herrlichen Gnade. Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn;
Darum höre ich nicht auf, für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke; denn ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn, und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört.

Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt.
Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt

Evangelium nach Johannes 1,1-18.
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt.
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.
Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.
Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben,
die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.
Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war.
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade.
Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.
Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Johannes Tauler (um 1300-1361) Dominikaner in Straßburg
Weihnachtspredigt, Gesammelte Werke, t. 1,p.109f (tr. alt. Tournai) (Übers.: Sr. M. Franziska OSCCap)
"Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt"

„Als tiefes Schweigen das All umfing, da stieg dein allmächtiges Wort herab.“ (Weish 18, 14-15) Von diesem Wort ist heute die Rede...
Welches ist also der Ort, wo Gott sein Wort ausspricht und seinen Sohn zeugt? Das Herz, in dem sich eine solche Geburt vollenden soll, muss sich in großer Reinheit bewahren, ein intensives inneres Leben führen, in tiefer Vereinigung mit Gott. Wenn es sich nicht an Äußerliches verliert, sondern gesammelt bleibt, vereint mit Gott im tiefsten Grund seines Seins, wird Gott es erwählen, um darin zu wohnen.

Wie kann man bei dieser Geburt mitwirken, bei dieser geheimnisvollen Einhauchung des Wortes? Wie kann man würdig werden, dass sie sich in uns erfüllt? Muss man sich abmühen mit Vorstellungen und Gedanken über Gott? Kann man diese neue Geburt Gottes in uns beschleunigen? Oder wäre es im Gegenteil besser, sich leer zu machen von allen Gedanken, von jedem Wort, von aller Aktivität und von jedem Bild und vor Gott in völliger Stille zu verharren, um ihn in uns handeln zu lassen? ...
Die Schrift selbst gibt darauf die Antwort: „Mitten im Schweigen hat sich zu mir ein heimliches Wort gestohlen.“ (Ijob 4,12)

Sammle dich also, wenn du kannst; vergiss alles in deinem Gebet; befreie dich von den Vorstellungen, von denen du erfüllt bist. Umso mehr vergisst du den Rest, umso mehr bist du fähig, dieses Wort aufzunehmen, das dir so geheimnisvoll bleibt...
Flieh also vor der Aktivität und den Gedanken, die dich treiben, denn sie verhindern den inneren Frieden. Damit Gott sein Wort in uns sprechen kann, ist es notwendig, dass wir selbst im Frieden und in der Stille sind. Nun kann er uns sein Wort hören lassen; er selbst spricht sich in uns aus.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 06. Januar 2014, 08:18:11
Evangelium nach Matthäus 2,1-12.
Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem
und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.
Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem.
Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle.
Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten:
Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.
Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war.
Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.
Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen.
Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.
Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.
Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Zisterzienser
Geistliche Schriften, 06/01/1937
„Als sie das Haus betraten, erblickten sie das Kind“

Anbetung der Könige: die Mächtigen dieser Welt neigen den Kopf vor der einfachen Wiege eines Kindes. Gekommen aus dem Morgenland mit Gold, Weihrauch und Myrrhe; (mit) Unruhe in den Herzen, bedeckt mit Staub von durchwanderten Wegen bei Nacht, geleitet von einem Stern. „Wo ist jener, der gerade geboren wurde?“... Zwanzig Jahrhunderte sind vergangen: Viele Seelen durchwandern die Straßen der Erde wie die Weisen aus dem Morgenland und weiterhin fragen sie im Vorbeigehen: „Habt ihr den gesehen, den meine Seele liebt?“ (Hoh 3,3). Es ist ebenfalls ein lichtvoller Stern, der - unseren Weg beleuchtend - uns zur Armut einer Krippe führt und uns zeigt, was uns „vor die Mauern der Stadt“ hat hinausgehen lassen (Heb 13,13; vgl. Lk 16,27). Er zeigt uns einen Gott, dem alles fehlt, obwohl er allmächtig ist. Der Schöpfer des Sonnenlichts und der -wärme friert; derjenige, der aus Liebe zu den Menschen in die Welt kommt, wird von Menschen vergessen.

Sowohl heute wie damals gibt es Menschen, die Gott suchen... Leider schaffen es nicht alle, ihn zu finden, da sie nicht alle auf den Stern blicken, welcher der Glaube ist; sie wagen es auch nicht, jene Wege einzuschlagen, die zu ihm führen, also Demut, Verzicht, Hingabe und fast immer das Kreuz...

Als ich heute Nacht im Chor ohne zu wollen an die Tage meiner Kindheit dachte, an mein Elternhaus, an die Hl. Dreikönige, erzählte mir mein Mönchsgewand etwas anderes: ich bin auch, so wie die Weisen, auf der Suche nach einer Krippe. Ich bin nicht mehr ein Kind, dem man Spielzeug schenken muss: die Träume sind jetzt größer und sie betreffen nicht dieses Leben. Die Träume der Welt, wie die Spielsachen, machen glücklich, solange man sie erwartet, doch danach ist alles nur Pappe. Die Träume vom Himmel – Traum, der das ganze Leben andauert und danach nicht enttäuscht. Wie glücklich müssen die Weisen auf ihrer Rückreise gewesen sein, nachdem sie Gott geschaut hatten! Auch ich werde ihn schauen, es geht nur darum, ein wenig zu warten. Der Morgen wird bald kommen und mit ihm das Licht. Was für ein glückliches Erwachen wird das sein!
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 07. Januar 2014, 08:35:29
Evangelium nach Matthäus 4,12-17.23-25.
Als Jesus hörte, daß man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück.
Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali.
Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist:
Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa:
das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.
Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.
Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.
Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien. Man brachte Kranke mit den verschiedensten Gebrechen und Leiden zu ihm, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte, und er heilte sie alle.
Scharen von Menschen aus Galiläa, der Dekapolis, aus Jerusalem und Judäa und aus dem Gebiet jenseits des Jordan folgten ihm.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei - Licht des Glaubens“, § 35 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht“

Das Licht des Glaubens an Jesus erhellt auch den Weg aller, die Gott suchen, und bietet den ganz eigenen Beitrag des Christentums im Dialog mit den Anhängern der verschiedenen Religionen... Ein Bild dieser Suche sind die Sterndeuter, die von dem Stern bis nach Bethlehem geführt wurden (vgl. Mt 2,1-12). Für sie hat sich das Licht Gottes als Weg gezeigt, als Stern, der einen Pfad der Entdeckungen entlangführt. So spricht der Stern von der Geduld Gottes mit unseren Augen, die sich an seinen Glanz gewöhnen müssen.

Der religiöse Mensch ist unterwegs und muss bereit sein, sich führen zu lassen, aus sich herauszugehen, um den Gott zu finden, der immer überrascht. Diese Rücksicht Gottes gegenüber unseren Augen zeigt uns, dass das menschliche Licht, wenn der Mensch ihm näher kommt, sich nicht in der blendend hellen Unendlichkeit Gottes auflöst, als sei es ein im Morgengrauen verblassender Stern, sondern um so strahlender wird, je näher es dem ursprünglichen Feuer kommt, wie der Spiegel, der den Glanz reflektiert.

Das christliche Bekenntnis von Jesus als einzigem Retter besagt, dass das ganze Licht Gottes sich in ihm, in seinem „gelichteten Leben" konzentriert hat, in welchem sich der Anfang und das Ende der Geschichte enthüllen. Es gibt keine menschliche Erfahrung, keinen Weg des Menschen zu Gott, der von diesem Licht nicht aufgenommen, erleuchtet und geläutert werden könnte. Je mehr der Christ in den offenen Lichtkegel Christi eindringt, umso fähiger wird er, den Weg eines jeden Menschen zu Gott zu verstehen und zu begleiten.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 08. Januar 2014, 17:50:43
Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. Januar 2014 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
"Liebe Kinder! Damit ihr meine Apostel sein könnt und all denen helfen könnt, die in der Finsternis sind, damit sie das Licht der Liebe meines Sohnes kennenlernen, müsst ihr reine und demütige Herzen haben. Ihr könnt nicht helfen, dass mein Sohn geboren wird und in jenen Herzen herrscht, die Ihn nicht kennen, wenn Er nicht herrscht – wenn Er nicht König in eurem Herzen ist. Ich bin bei euch. Ich gehe als Mutter mit euch. Ich klopfe an eure Herzen. Sie können sich nicht öffnen, weil sie nicht demütig sind. Ich bete, betet auch ihr, meine geliebten Kinder, dass ihr meinem Sohn reine und demütige Herzen öffnen und die Gaben empfangen könnt, die Er euch versprochen hat. Dann werdet ihr von der Liebe und der Stärke meines Sohnes geführt werden. Dann werdet ihr meine Apostel sein, die überall um sich herum, die Frucht der Liebe Gottes verbreiten. Aus euch und durch euch wird mein Sohn wirken, denn ihr werdet eins sein. Danach sehnt sich mein mütterliches Herz, nach der Einheit all meiner Kinder durch meinen Sohn. Mit großer Liebe segne ich und bete für die Auserwählten meines Sohnes - für eure Hirten. Ich danke euch!"
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 09. Januar 2014, 08:16:46
Evangelium nach Markus 6,45-52.
Gleich darauf forderte er seine Jünger auf, ins Boot zu steigen und ans andere Ufer nach Betsaida vorauszufahren. Er selbst wollte inzwischen die Leute nach Hause schicken.
Nachdem er sich von ihnen verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, um zu beten.
Spät am Abend war das Boot mitten auf dem See, er aber war allein an Land.
Und er sah, wie sie sich beim Rudern abmühten, denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache ging er auf dem See zu ihnen hin, wollte aber an ihnen vorübergehen.
Als sie ihn über den See gehen sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrien auf.
Alle sahen ihn und erschraken. Doch er begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!
Dann stieg er zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich. Sie aber waren bestürzt und außer sich.
Denn sie waren nicht zur Einsicht gekommen, als das mit den Broten geschah; ihr Herz war verstockt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bernhard von Clairvaux (1090 - 1153), Zisterziensermönch, Abt und Kirchenlehrer
1. Predigt zum Fest der Erscheinung des Herrn
„In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen“

„Die Güte, das Wohlwollen und die Menschenfreundlichkeit Gottes, unseres Retters, sind offenbar geworden“ (Tit 3,4 Vg). Danken wir Gott, der uns seinen überreichen Trost spendet…, uns, die wir in diesem Exil, in diesem irdischen Elend auf Pilgerschaft sind. Vor seiner Menschwerdung war seine Güte noch verhüllt. Gewiss gab es sie schon immer, denn „die Huld des Herrn währt immer und ewig“ (Ps 103,17). Aber wie hätten wir wissen können, dass sie von solcher Größe ist? Sie war Inhalt einer Verheißung, nicht einer Erfahrung. Und deshalb glaubten viele nicht daran…

Nun aber können die Menschen an das glauben, was sie sehen; denn „die Gesetze des Herrn sind fest und verlässlich“, und damit sie niemandem verborgen bleiben, „hat er der Sonne ein Zelt gebaut“ (Ps 93,5; 19,5). Jetzt ist Friede nicht mehr verheißen, sondern gestiftet; nicht mehr auf später verschoben, sondern gewährt, nicht mehr vorhergesagt, sondern angeboten. Nun hat Gott die Schatztruhe seines Erbarmens auf die Erde gesandt, die Schatztruhe, die durch die Passion geöffnet werden sollte, um den wertvollen Schatz unseres Heils in Umlauf zu bringen… Denn wenn es auch nur ein Kind ist, das uns geschenkt worden ist (Jes 9,5), „so wohnt doch die ganze Fülle Gottes in ihm“ (Kol 2,9). Als die Fülle der Zeiten gekommen war, wurde die Gottheit Fleisch, um für die Augen unseres Leibes sichtbar zu werden; und als wir sahen, was für ein Mensch er war und wie freundlich, da erkannten wir seine Güte… Was könnte seine Barmherzigkeit stärker unter Beweis stellen als die Tatsache, dass er unser Elend auf sich genommen hat? „Herr, was ist der Mensch, dass du dich so um ihn kümmerst, und dass dein Herz an ihm hängt?“ (Ps 143,3; Ijob 7,17 Vg)
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 10. Januar 2014, 08:21:41
Evangelium nach Lukas 4,14-22a.
Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend.
Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen.
So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen,
reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt:
Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze
und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
Dann schloß er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.
Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs?


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Taufritual und Hl. Ephräm (um 306-373), Diakon in Syrien, Kirchenlehrer
3. Hymnus zum Fest der Erscheinung des Herrn
„Der Herr hat mich gesalbt“

Gebet zur Salbung nach der Taufe: „Durch die Taufe hat dich der allmächtige Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, von der Sünde befreit und wiedergeboren im Wasser und im Geist. Nun gehörst du zu seinem Volk: Er bezeichnet dich mit dem heiligen Öl, damit du auf ewig ein Glied Jesu Christi bleibst, der Priester ist, Prophet und König.“

Wie hoch erhaben du bist!
Wie eine Dienerin salbte sie,
Die Sünderin, die Füße des Herrn (Lk 7,38).
Bei euch jedoch ist es Christus selber, der wie ein Diener
Durch die Hand seiner Priester
Euren Leib mit dem Tauföl bezeichnet.
Der Herr der Schafe hält es für angemessen,
Sein Zeichen persönlich seinen Dienern aufzudrücken.

Refrain: Seht, Christus bezeichnet in der Taufe
Seine neuen Lämmer mit Öl.

Das Öl, das Elija nicht versiegen ließ, (1 Kön 17,14)
Es war Nahrung für den Mund;
Der Krug der Witwe,
Er war nicht das Horn mit Salböl (1 Sam 16,1).
Das Öl jedoch, mit dem unser Herr euch salbte,
Es dient nicht der Ernährung:
Es verwandelt den Sünder, diesen reißenden Wolf,
In ein Lamm, das zu seiner Herde gehört (Mt 7,15)…

Als die Taube den Olivenzweig herbeitrug (Gen 8,11),
Da war dies ein Symbol der Taufsalbung:
Alle in der Arche eilten hin zur Taube,
Denn sie brachte eine gute Nachricht der Erlösung.
Eilt auch ihr hin zu diesem heiligen Öl,
wie wird sich euer schuldig gewordener Leib freuen!
Denn das Öl bringt die gute Nachricht der Erlösung…

Als David gesalbt war, meine Brüder (1 Sam 16,13),
Da kam der Geist herab;
Er erkannte das Herz des mutigen Jünglings
Und fand Gefallen an ihm.
Der Duft jenes Öls wurde zum Duft seines Herzens;
Und der Geist wohnte und sang in ihm (1 Sam 16,23).
Doch eure Salbung ist noch größer;
Denn Vater, Sohn und Heiliger Geist
Sind herabgekommen, um in euch Wohnung zu nehmen…

Das kostbare Öl, das Maria
Ausgoss über das Haupt unseres Herrn,
Erfüllte mit seinem Duft das ganze Haus (Joh 12,3).
Der Duft auch eurer Salbung verbreitet sich bis zum Himmel,
Zur Freude der Engel in den Höhen.
Satan findet den Duft unerträglich;
Für Gott ist er voll Süße…

Kommt, ihr Schafe, empfangt euer Zeichen!
Es verjagt alle, die euch verschlingen wollen.
Kommt, ihr Lämmer, empfangt euer Zeichen!
Denn euer Zeichen ist Wahrheit…
Diese Wahrheit – wie gleicht sie doch
Einem großen Baum, der weit seinen Schatten wirft…:
Die Nationen sind gekommen, um in seinen Zweigen zu nisten (Mt 13,32);
Sie haben seine Früchte geerntet und sind satt davon geworden.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 11. Januar 2014, 10:30:12
Evangelium nach Lukas 5,12-16.
Als Jesus in einer der Städte war, kam ein Mann, der am ganzen Körper Aussatz hatte. Sobald er Jesus sah, warf er sich vor ihm zu Boden und bat ihn: Herr, wenn du willst, kannst du machen, daß ich rein werde.
Da streckte Jesus die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es - werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz.
Jesus befahl ihm: Erzähl niemand davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, wie es Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis (deiner Heilung) sein.
Sein Ruf verbreitete sich immer mehr, so daß die Menschen von überall herbeiströmten. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden.
Doch er zog sich an einen einsamen Ort zurück, um zu beten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei - Licht des Glaubens“, § 54-55 (© Liberia Editrice Vaticana)
Ein in die Gesellschaft wieder aufgenommener Aussätziger

Wie viele Wohltaten hat die Sicht des christlichen Glaubens der Stadt der Menschen für ihr Gemeinschaftsleben gebracht! Dank des Glaubens haben wir die einzigartige Würde jedes einzelnen Menschen erfasst, die in der antiken Welt nicht so klar ersichtlich war. Im zweiten Jahrhundert warf der Heide Celsus den Christen vor, was er für eine Illusion und eine Täuschung hielt: nämlich zu meinen, Gott habe die Welt für den Menschen erschaffen und ihn an die Spitze des ganzen Kosmos gesetzt... In der Mitte des biblischen Glaubens steht die Liebe Gottes, seine konkrete Sorge um jeden Menschen, sein Heilsplan, der die ganze Menschheit und die ganze Schöpfung umfasst und seinen Höhepunkt in der Menschwerdung, im Tod und in der Auferstehung Jesu Christi erreicht. Wenn diese Wirklichkeit verdunkelt wird, fällt das Kriterium weg, um zu unterscheiden, was das Leben des Menschen kostbar und einzigartig macht. Der Mensch verliert seine Stellung im Universum; er verliert sich in der Natur und verzichtet auf seine moralische Verantwortung, oder er maßt sich an, absoluter Herr zu sein, und schreibt sich grenzenlose Macht zur Manipulation zu.

Der Glaube... lässt uns außerdem durch die Offenbarung der Liebe Gottes des Schöpfers die Natur mehr achten, da er uns in ihr eine von Gott eingeschriebene Grammatik und eine Wohnstatt erkennen lässt, die uns anvertraut ist, damit wir sie pflegen und hüten. Er hilft uns, Entwicklungsmodelle zu finden, die nicht allein auf Nutzen und Profit gründen, sondern die Schöpfung als Gabe anerkennen, deren Schuldner wir alle sind.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 12. Januar 2014, 09:59:49
Evangelium nach Matthäus 3,13-17.
Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen.
Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müßte von dir getauft werden, und du kommst zu mir?
Jesus antwortete ihm: Laß es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit (die Gott fordert) ganz erfüllen. Da gab Johannes nach.
Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.
Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor von Nazianz (330 - 390), Bischof und Kirchenlehrer
39. Predigt zum Fest des Lichts
"Wir müssen auf diese Weise erfüllen, was Gottes Wille ist"

Johannes tauft und Jesus kommt zu ihm; er kommt, um den zu heiligen, der ihn tauft. Er kommt, um den alten Adam ganz und gar im Wasser zu ertränken, um deshalb und davor die Wasser des Jordan zu weihen. Er, der Geist und Fleisch ist, er will den Menschen durch das Wasser und den Geist vollenden (vgl. Joh 3,5).
Der Täufer weigert sich und Jesus beharrt. „Ich bin es, der durch Dich getauft werden müßte“ spricht die Lampe zur Sonne (vgl. Joh 5,35), der Freund zum Bräutigam (Joh 3,29), der Größte unter den von einer Frau Geborenen zum Erstgeborenen der ganzen Schöpfung (Mt 11,11; Kol 1,15). Der im Mutterschoß hüpfte, spricht zu dem, den er im Schoß seiner Mutter anbetete, der Vorläufer spricht zu dem, der sich offenbart hat und sich am Ende der Zeiten offenbaren wird: „Ich bin es, der von Dir getauft werden müsste.“ Er könnte hinzufügen: „… indem ich mein Leben für Dich hingebe“, denn er wusste, dass er die Taufe des Martyriums empfangen würde…
Jesus steigt aus dem Wasser und zieht in diesem Aufstieg das ganze Universum mit sich. Er sieht die Himmel sich öffnen, diese Himmel, die einst Adam für sich und die Seinen verschlossen hatte, dieses Paradies, das mit einem Flammenschwert gleichsam verriegelt war (Gen 3,24). Der Geist gibt Zeugnis von der Gottheit Christi; er kommt und lässt sich auf seinesgleichen nieder. Und eine Stimme erschallt vom Himmel, denn vom Himmel kommt der, für den sie Zeugnis ablegt. Und eine Taube wird für das fleischliche Auge sichtbar, um unser Fleisch zu ehren, das göttlich geworden ist.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 13. Januar 2014, 08:20:35
Evangelium nach Markus 1,14-20.
Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes
und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Hieronymus (347 - 420), Priester, Bibelübersetzer und Kirchenlehrer
Homilien zum Evangelium nach Markus, Nr. 2A; SC 494
„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe“

„Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa…“ Unserer Auslegung zufolge verkörpert Johannes das Gesetz und Jesus das Evangelium. Johannes sagt nun: „Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich…“ (Mk 1,7), und bei einer anderen Gelegenheit: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden“ (Joh 3,30): so vergleicht er das Gesetz mit dem Evangelium. Und dann sagt er: „Ich – also das Gesetz – habe euch nur mit Wasser getauft, er aber – also das Evangelium – wird euch mit dem Heiligen Geist taufen“ (Mk 1,8). Jesus kam, weil Johannes ins Gefängnis geworfen worden war. Tatsächlich ist das Gesetz abgeschlossen und beendet, es hat seine Stärke verloren; wir aber sind vom Gesetz zum Evangelium übergegangen.

„Jesus ging wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes“… Wenn ich das Gesetz, die Propheten und die Psalmen lese, so war da nie die Rede vom Himmelreich, sondern nur im Evangelium. Das Himmelreich stand nämlich erst offen, als der kam, von dem es heißt „das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (Lk 17,21). Bevor nämlich der Retter kam und das Licht des Evangeliums, bevor Christus mit dem Schächer die Tür des Paradieses öffnete, stiegen alle Seelen der Heiligen hinab ins Totenreich. Jakob selbst sagte: „Ich will dauernd zu meinem Sohn in die Unterwelt hinabsteigen“ (Gen 37,35)… Im Gesetz ist Abraham in der Unterwelt; im Evangelium ist der Schächer im Paradies. Wir nehmen Abraham nicht seine Würde, wir alle wollen in seinem Schoß ruhen (Lk 16,23); aber wir ziehen Christus dem Abraham vor, und das Evangelium dem Gesetz.

Wir lesen, dass nach der Auferstehung Christi viele Heilige in der Heiligen Stadt erschienen sind (Mt 27,53). Unser Herr und Retter hat auf Erden gepredigt und auch in der Unterwelt. Er ist gestorben, und er ist in die Unterwelt hinabgestiegen, um die Seelen zu befreien, die dort gefangen waren (1 Petr 18f).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 14. Januar 2014, 08:34:18
Evangelium nach Markus 1,21-28.
Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien:
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlaß ihn!
Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ambrosius (um 340 - 397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Kommentar zum Evangelium nach Lukas, 4,57; SC 45
„Am Sabbat…, lehrte er wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat“

An einem Sabbat beginnt Jesus, der Herr, zu heilen um kenntlich zu machen, dass die neue Schöpfung da beginnt, wo die alte geendet hat, und auch um von Anfang an klarzustellen, dass der Sohn Gottes dem Gesetz nicht unterworfen ist, sondern dass er über ihm steht; dass er es nicht aufhebt, sondern erfüllt (Mt 5,17). Die Welt wurde nicht durch das Gesetz, sondern durch das Wort erschaffen, wie es geschrieben steht: „Durch das Wort des Herrn wurden die Himmel erschaffen“ (Ps 33,6). Das Gesetz ist also nicht aufgehoben, sondern erfüllt, damit der Mensch, der gefallen war, neu erstehe. Deshalb mahnt uns der hl. Paulus: „Legt den alten Menschen ab, werdet nach dem Bild Christi zu neuen Menschen“ (vgl. Kol 3,9f).

Zuerst beginnt also der Herr am Sabbat; damit macht er klar, dass er der Schöpfer ist… und dass er das Werk, das er einst selber begonnen hat, fortführt. Wie der Handwerker, der daran geht, ein Haus zu sanieren, beginnt er nicht bei den Grundmauern, sondern beim Dach. Er fängt damit an einzureißen, was kaputt ist… Er befreit den Besessenen und beginnt so mit dem Geringsten, um dann das Größere zu tun: denn auch Menschen können, freilich nur mit dem Wort Gottes, vom Dämon freisetzen; aber Toten zu befehlen, dass sie auferstehen – das kommt allein der Macht Gottes zu.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 15. Januar 2014, 08:28:46
Evangelium nach Markus 1,29-39.
Sie verließen die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes gleich in das Haus des Simon und Andreas.
Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus über sie,
und er ging zu ihr, faßte sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie.
Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt,
und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu reden; denn sie wußten, wer er war.
In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.
Er antwortete: Laßt uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.
Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Juliana von Norwich (1342-nach 1416), englische Inklusin
Offenbarungen von göttlicher Liebe, Kap. 43
„In aller Frühe… ging Jesus an einen einsamen Ort, um zu beten“

Das Gebet vereint die Seele mit Gott. Selbst wenn unsere durch die Gnade neu aufgerichtete Seele naturgemäß immer Gott ähnlich ist, so ist sie ihm doch infolge der Sünde oft unähnlich. In diesem Fall bezeugt das Gebet, dass die Seele nach dem streben sollte, was der Wille Gottes ist. Es tröstet das Gewissen und macht uns bereit, Gnade zu empfangen. So lehrt Gott uns, mit festem Vertrauen darum zu beten, dass wir empfangen, worum wir beten; denn er blickt uns liebevoll an und möchte, dass wir uns mit seinem segensreichen Wollen und Tun vereinen. Er regt uns also an, um das zu beten, was er tun möchte…; er scheint uns sagen zu wollen: „Was könnte mir besser gefallen, als wenn ihr mich mit Leidenschaft, Klugheit und Ausdauer bittet, meine Ratschlüsse auszuführen?“ Durch das Gebet also bringt sich die Seele in Übereinstimmung mit Gott.

Wenn der Herr aber, gnädig und liebenswürdig wie er ist, sich unserer Seele offenbart, erhalten wir auch, was wir ersehnen. In diesem Moment können wir uns nicht vorstellen, dass wir uns Anderes wünschen wollten. Unser ganzes Verlangen, unsere ganze Kraft sind auf die Betrachtung des Herrn gerichtet. Es ist ein erhabenes, ein unauslotbares Gebet, so scheint es mir. Alleiniges Ziel unseres Betens ist, durch Betrachtung und Kontemplation mit dem eins zu werden, zu dem wir beten: mit wunderbarer Freude und ehrfürchtiger Scheu, in solcher Zartheit und Wonne, dass wir da nur noch so beten können, wie er uns führt. Ich weiß: Je mehr sich Gott einer Seele offenbart, umso mehr dürstet sie dank seiner Gnade nach ihm. Jedes Mal aber, wenn wir ihn nicht sehen, verspüren wir in unserer Schwachheit und Unfähigkeit das Bedürfnis, im Gebet zu Jesus zu kommen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 16. Januar 2014, 08:17:04
Evangelium nach Markus 1,40-45.
Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, daß ich rein werde.
Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es - werde rein!
Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein.
Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein:
Nimm dich in acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.
Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, so daß sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei - Licht des Glaubens“, § 56-57 (© Liberia Editrice Vaticana)
Der Glaube, eine tröstende Stärke im Leiden

Der Christ weiß, dass das Leiden nicht beseitigt werden, aber einen Sinn erhalten kann, dass es zu einem Akt der Liebe und des Sich-Anvertrauens in die Hände Gottes, der uns nicht verlässt, und auf diese Weise zu einer Stufe des Wachstums im Glauben und in der Liebe werden kann... Das Licht des Glaubens lässt uns nicht die Leiden der Welt vergessen. Für wie viele Männer und Frauen des Glaubens waren die Leidenden Mittler des Lichts! So der Leprakranke für den heiligen Franz von Assisi oder für die selige Mutter Teresa von Kalkutta ihre Armen. Sie haben das Geheimnis verstanden, das in ihnen zugegen ist. Sicher haben sie nicht alle ihre Leiden getilgt, wenn sie sich ihnen genähert haben, und konnten auch nicht jedes Übel erklären. Der Glaube ist nicht ein Licht, das all unsere Finsternis vertreibt, sondern eine Leuchte, die unsere Schritte in der Nacht leitet, und dies genügt für den Weg.

Dem Leidenden gibt Gott nicht einen Gedanken, der alles erklärt, sondern er bietet ihm seine Antwort an in Form einer begleitenden Gegenwart, einer Geschichte des Guten, die sich mit jeder Leidensgeschichte verbindet, um in ihr ein Tor zum Licht aufzutun. In Christus wollte Gott selbst diesen Weg mit uns teilen und sein Sehen schenken um darin das Licht zu schauen. Christus, der den Schmerz erduldet hat, ist »der Urheber und Vollender des Glaubens« (Hebr 12,2).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 17. Januar 2014, 08:19:20
Psalm 16(15),1-2.5.7-8.9.11.
Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir.
Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr;
mein ganzes Glück bist du allein.»
Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher;
du hältst mein Los in deinen Händen.

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat.
Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.
Ich habe den Herrn beständig vor Augen.
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele;
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.
Du zeigst mir den Pfad zum Leben.
Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle,
zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.


Evangelium nach Markus 2,1-12.
Als er einige Tage später nach Kafarnaum zurückkam, wurde bekannt, daß er (wieder) zu Hause war.
Und es versammelten sich so viele Menschen, daß nicht einmal mehr vor der Tür Platz war; und er verkündete ihnen das Wort.
Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen.
Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen (die Decke) durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab.
Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten im stillen:
Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?
Jesus erkannte sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was für Gedanken habt ihr im Herzen?
Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher?
Ihr sollt aber erkennen, daß der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten:
Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause!
Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei - Licht des Glaubens“, § 57 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!“

Das Leiden erinnert uns daran, dass der Dienst des Glaubens am Gemeinwohl immer ein Dienst der Hoffnung ist, die vorwärts blickt. Denn sie weiß, dass unsere Gesellschaft allein von Gott her, von der Zukunft, die vom auferstandenen Jesus kommt, eine feste und dauerhafte Basis finden kann. In diesem Sinn ist der Glaube mit der Hoffnung verbunden, da wir, auch wenn unsere irdische Wohnung zerfällt, eine ewige Wohnung haben, die Gott bereits in Christus, in seinem Leib errichtet hat (vgl. 2 Kor 4,16-5,5). Die Dynamik des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe (vgl. 1 Thess 1,3; 1 Kor 13,13) lässt uns so auf unserem Weg hin zu jener Stadt, »die Gott selbst geplant und gebaut hat« (Hebr 11,10), für die Sorgen aller Menschen eintreten, denn »die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen« (Röm5,5). In Einheit mit dem Glauben und der Liebe leitet uns die Hoffnung in eine sichere Zukunft, die sich von den trügerischen Angeboten der Götzen der Welt deutlich unterscheidet, aber dem täglichen Leben neuen Schwung und neue Kraft verleiht. Lassen wir uns nicht die Hoffnung stehlen; lassen wir nicht zu, dass sie vereitelt wird durch unmittelbare Lösungen und Angebote, die uns auf dem Weg aufhalten und die Zeit „aufsplittern" und in Raum umwandeln. Die Zeit steht immer über dem Raum. Der Raum lässt die Vorgänge erstarren, die Zeit hingegen führt sie in die Zukunft und drängt, voll Hoffnung voranzugehen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 18. Januar 2014, 10:15:39
Evangelium nach Markus 2,13-17.
Jesus ging wieder hinaus an den See. Da kamen Scharen von Menschen zu ihm, und er lehrte sie.
Als er weiterging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Levi auf und folgte ihm.
Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, aßen viele Zöllner und Sünder zusammen mit ihm und seinen Jüngern; denn es folgten ihm schon viele.
Als die Schriftgelehrten, die zur Partei der Pharisäer gehörten, sahen, daß er mit Zöllnern und Sündern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann er zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
Jesus hörte es und sagte zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

II. Vatikanisches Konzil
Dogmatische Konstitution „Dei verbum“ über die göttliche Offenbarung, § 1-2
„Als er weiterging, sah er Levi... und sagte zu ihm: Folge mir nach!“

Gottes Wort voll Ehrfurcht hörend und voll Zuversicht verkündigend, folgt die Heilige Synode den Worten des heiligen Johannes: "Wir künden euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns erschien. Was wir gesehen und gehört haben, künden wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft habt mit uns und unsere Gemeinschaft. Gemeinschaft sei mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus" (1 Joh 1,2-3)...

Gott hat in seiner Güte und Weisheit beschlossen, sich selbst zu offenbaren und das Geheimnis seines Willens kundzutun (vgl. Eph 1,9): daß die Menschen durch Christus, das fleischgewordene Wort, im Heiligen Geist Zugang zum Vater haben und teilhaftig werden der göttlichen Natur (vgl. Eph 2,18; 2 Petr 1,4). In dieser Offenbarung redet der unsichtbare Gott (vgl. Kol 1,15; 1 Tim 1,17) aus überströmender Liebe die Menschen an wie Freunde (vgl. Ex 33,11; Joh 15,14-15) und verkehrt mit ihnen (vgl. Bar 3,38), um sie in seine Gemeinschaft einzuladen und aufzunehmen. Das Offenbarungsgeschehen ereignet sich in Tat und Wort, die innerlich miteinander verknüpft sind: die Werke nämlich, die Gott im Verlauf der Heilsgeschichte wirkt, offenbaren und bekräftigen die Lehre und die durch die Worte bezeichneten Wirklichkeiten; die Worte verkündigen die Werke und lassen das Geheimnis, das sie enthalten, ans Licht treten. Die Tiefe der durch diese Offenbarung über Gott und über das Heil des Menschen erschlossenen Wahrheit leuchtet uns auf in Christus, der zugleich der Mittler und die Fülle der ganzen Offenbarung ist.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 19. Januar 2014, 08:38:38
Evangelium nach Johannes 1,29-34.
In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war.
Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekanntzumachen.
Und Johannes bezeugte: Ich sah, daß der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb.
Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.
Das habe ich gesehen, und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cyrill von Alexandrien (380 - 444), Bischof und Kirchenlehrer
Kommentar zum Evangelium nach Johannes, 2, Prolog; PG 73, 192
„Seht das Lamm Gottes“

„Johannes sah Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt…“ Denn ein einziges Lamm ist für alle gestorben und hat die ganze Herde der Erdenbewohner für Gottvater zurückgewonnen. Einer ist für alle gestorben, um alle vor Gott hinzulegen; ein einziger ist für alle gestorben, um alle zu gewinnen… Wir leben doch in unseren zahlreichen Sünden und haben deswegen eine zum Tod führende Schuld zu begleichen: wir sind vergänglich geworden. Deshalb hat der Vater seinen Sohn als Lösegeld für uns hingegeben (Joh 3,16; Mk 10,45), einen für alle; denn alles ist in ihm und er ist über allem. Ein einziger ist für alle gestorben, damit wir alle in ihm leben. Denn der Tod, der das geopferte Lamm verschlungen hatte, gab sie alle in ihm und mit ihm wieder heraus. Wir waren tatsächlich alle in Christus, der für uns und an unserer statt starb und wieder auferstand.

Die Sünde ist Ursprung und Ursache des Todes. Ist die Sünde einmal vernichtet – wie könnte da der Tod der völligen Vernichtung entgehen? Ist die Wurzel tot – wie könnte da der Keimling noch am Leben bleiben? Ist die Sünde ausgelöscht – für welche Schuld sollten wir dann noch sterben? So lasst uns mit Freude das Opfer des Lammes feiern und sagen: „Tod, wo ist dein Sieg? Hölle, wo ist dein Stachel?“ (1 Kor 15,55; Hos 13,14)… „Christus hat uns, indem er für uns zum Fluch geworden ist“ (Gal 3,13), vom Fluch des Gesetzes losgekauft, damit wir dem Fluch der Sünde entrinnen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 20. Januar 2014, 08:15:57
Evangelium nach Markus 2,18-22.
Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten?
Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten.
Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten.
Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab, und es entsteht ein noch größerer Riß.
Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der Wein die Schläuche; der Wein ist verloren, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuer Wein gehört in neue Schläuche.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Jan von Ruusbroec (1293-1381), Regularkanoniker
Die Zierde der geistlichen Hochzeit, Prolog
„Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen“ (Mt 25,6)

Als für Gott die Zeit gekommen schien, sich des Leids der Menschheit zu erbarmen, schickte er seinen einzigen Sohn zur Erde in den Schoß der Jungfrau Maria, in diesen prachtvollen Palast und ruhmreichen Tempel. So hat er unsere Natur angenommen und sie durch das reine Blut der edlen Jungfrau mit seiner Person vereint. Der Heilige Geist war der Zelebrant der Hochzeitsfeier, der Engel Gabriel bestellte das Aufgebot und die glorreiche Jungfrau gab ihr Einverständnis. Damit hat sich Christus, unser treuer Gemahl, mit unserer Natur verbunden, uns in der Fremde heimgesucht und unterrichtet, auf himmlische Weise und in vollkommener Zuverlässigkeit.

Aufopferungsvoll kämpfte er als starker Held gegen unseren Feind, riss das Gefängnis nieder und errang den Sieg. Durch seinen Tod vernichtete er unseren Tod, durch sein Blut kaufte er uns los, in der Taufe befreite er uns durch das Wasser seiner Seitenwunde (Joh 19,34). Durch seine Sakramente und Gaben machte er uns reich, damit wir ihm, wie er im Evangelium (Mt 25,6) sagt, entgegengehen, ihm im Palast seines Ruhmes begegnen und uns an ihm erfreuen, ohne Ende in alle Ewigkeit.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 21. Januar 2014, 08:52:59
Evangelium nach Markus 2,23-28.
An einem Sabbat ging er durch die Kornfelder, und unterwegs rissen seine Jünger Ähren ab.
Da sagten die Pharisäer zu ihm: Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat verboten.
Er antwortete: Habt ihr nie gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren und nichts zu essen hatten -
wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Begleitern davon gab?
Und Jesus fügte hinzu: Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat.
Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Homilien zum Evangelium nach Matthäus, Nr. 39
„Deshalb ist der Menschensohn auch Herr über den Sabbat“

„Der Sabbat ist für den Menschen da und nicht der Mensch für den Sabbat“… Das Sabbatgesetz war zu Beginn von größter Bedeutung. Es lehrte die Juden, mit ihren Nächsten behutsam und menschenfreundlich umzugehen; es lehrte sie, an die Weisheit und Vorsehung Gottes, des Schöpfers, zu glauben… Mit dem Sabbatgesetz gab er ihnen zu verstehen, dass er nur wollte, dass sie nichts Böses täten: „Ihr sollt an dem Tag nichts tun außer den Werken, die die Seele betreffen“ (Ex 12,16 LXX). Im Tempel wurde an dem heiligen Tag mehr als gewöhnlich gearbeitet… So bereitete der Schatten des Gesetzes das Licht der vollen Wahrheit vor (vgl. Kol 2,17).

Hat Christus also ein derart nützliches Gesetz abgeschafft? Nein, er hat ihm noch breitere Bedeutung verschafft… Es war nicht mehr nötig, sie auf diese Weise zu lehren, dass Gott der Schöpfer von allem ist, was existiert; man brauchte ihnen auch nicht den friedfertigen Umgang mit anderen beibringen, da sie ja eingeladen waren, Gott in seiner Liebe zu den Menschen nachzueifern, gemäß seinem Wort: „Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!“ (Lk 6,36). Es war nicht nötig, einen Festtag denen festzusetzen, die, wie der Apostel Paulus schrieb, eingeladen waren, aus ihrem ganzen Leben ein Fest zu machen: „Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit“ (1 Kor 5,8)… Wie könnte ein Sabbatgesetz für den Christen vonnöten sein, dessen Leben eine fortwährende Feier ist und der immer an den Himmel denkt? Ja, liebe Brüder, lasst uns diesen ununterbrochenen himmlischen Sabbat feiern!
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 22. Januar 2014, 08:17:44
Evangelium nach Markus 3,1-6.
Als er ein andermal in eine Synagoge ging, saß dort ein Mann, dessen Hand verdorrt war.
Und sie gaben acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte!
Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen.
Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus, und seine Hand war wieder gesund.
Da gingen die Pharisäer hinaus und faßten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluß, Jesus umzubringen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei - Licht des Glaubens“, §§ 16, 17 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Da wir mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch (Gottes) Feinde waren, werden wir erst recht... gerettet werden durch sein Leben“

Der äußerste Beweis für die Verlässlichkeit der Liebe Christi findet sich in seinem Tod für den Menschen. Wenn der stärkste Beweis für die Liebe darin liegt, sein Leben für die Freunde hinzugeben (vgl. Joh 15,13), so hat Jesus das seine für alle geopfert, auch für diejenigen, die Feinde waren, um auf diese Weise die Herzen zu verwandeln. Deshalb haben die Evangelisten den Höhepunkt der Sicht des Glaubens in die Stunde des Kreuzes gelegt, denn in dieser Stunde erstrahlt die Größe und Weite der göttlichen Liebe. Der heilige Johannes setzt an diese Stelle, da er gemeinsam mit der Mutter Jesu auf den blickte, den sie durchbohrt haben (vgl. Joh 19,37), sein feierliches Zeugnis: »Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt« (Joh 19,35)...

Und doch wird gerade in der Betrachtung des Todes Jesu der Glaube gestärkt und empfängt ein strahlendes Licht, wenn er sich als ein Glaube an Jesu unerschütterliche Liebe zu uns erweist, die fähig ist, in den Tod zu gehen, um uns zu retten. An diese Liebe, die sich dem Tod nicht entzogen hat, um zu zeigen, wie sehr sie mich liebt, kann man glauben; ihre Totalität ist über jeden Verdacht erhaben und erlaubt uns, uns Christus voll anzuvertrauen.

Nun offenbart jedoch der Tod Christi die völlige Verlässlichkeit der Liebe Gottes im Licht seiner Auferstehung. Als Auferstandener ist Christus zuverlässiger, glaubwürdiger Zeuge (vgl. Offb 1,5; Hebr 2,17), eine feste Stütze für unseren Glauben.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 23. Januar 2014, 08:20:28
Evangelium nach Markus 3,7-12.
Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm. Auch aus Judäa,
aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie von all dem hörten, was er tat.
Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.
Denn er heilte viele, so daß alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren.
Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist der Sohn Gottes!
Er aber verbot ihnen streng, bekannt zu machen, wer er sei.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Juliana von Norwich (1342-nach 1416), englische Inklusin
Offenbarungen von göttlicher Liebe, Kap.36
„Alle, die ein Leiden hatten, drängten sich an ihn heran, um ihn zu berühren“

Unser ganzes Leben lang rührt uns unser Herr und Gott behutsam an, wenn wir uns in unserer Torheit Verwerflichem zuwenden; er spricht uns geradezu fröhlich an und sagt in unserer Seele: „Mein allerliebstes Kind, lass das, woran du da Gefallen findest. Wende dich mir zu; alles, was du willst, bin ja ich. Freue dich an deinem Retter und Heil.“ Ich bin gewiss, dass die durch Gnade feinsinnig gewordene Seele erkennt und spürt, dass unser Herr so in uns wirkt. Denn wenn dieses Wirken der Menschheit allgemein gilt, dann ist ja kein einzelner davon ausgeschlossen.

Mehr noch: Gott hat insbesondere meinen Verstand erleuchtet und mich wissen lassen, auf welche Weise er Wunder wirkt: „Ihr wisst doch, dass ich schon hier auf Erden viele Wunder gewirkt habe, Aufsehen erregende und außergewöhnliche, ruhmreiche und große. Was ich damals getan habe, tue ich immer noch und werde es auch in Zukunft tun.“ Wir wissen, dass jedem Wunder Leiden, Ängste und Drangsale vorausgehen. Denn wir sollen uns unserer Schwäche und der Torheiten, die wir aufgrund unserer Sündhaftigkeit begehen, bewusst werden; so sollen wir demütig werden, zu Gott rufen und seine Hilfe und sein Erbarmen erflehen. Danach ereignen sich Wunder; sie rühren her von der übergroßen Macht, Weisheit und Güte Gottes; sie lassen seine Kraft erkennen und – soweit das in unserem vergänglichen Leben möglich ist – die Freuden des Himmels. So wird unser Glaube stärker und unsere Hoffnung größer in der Liebe. Deshalb möchte Gott durch Wunder erkannt und verherrlicht werden. Er will, dass wir durch die Traurigkeit und die Stürme, die uns heimsuchen, nicht niedergedrückt werden. Derlei geht Wundern immer voran!
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 24. Januar 2014, 08:20:08
Evangelium nach Markus 3,13-19.
Jesus stieg auf einen Berg und rief die zu sich, die er erwählt hatte, und sie kamen zu ihm.
Und er setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigten
und mit seiner Vollmacht Dämonen austrieben.
Die Zwölf, die er einsetzte, waren: Petrus - diesen Beinamen gab er dem Simon -,
Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, der Bruder des Jakobus - ihnen gab er den Beinamen Boanerges, das heißt Donnersöhne -,
dazu Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon Kananäus
und Judas Iskariot, der ihn dann verraten hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

II. Vatikanisches Konzil
Dekret „Presbyterium ordinis“ über Dienst und Leben der Priester, § 2
„Und er setzte zwölf ein“

Jesus der Herr, "den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat" (Joh 10,36), gibt seinem ganzen mystischen Leib Anteil an der Geistsalbung, mit der er gesalbt worden ist. In ihm werden nämlich alle Gläubigen zu einer heiligen und königlichen Priesterschaft, bringen geistige Opfer durch Jesus Christus Gott dar und verkünden die Machttaten dessen, der sie aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat. Es gibt darum kein Glied, das nicht Anteil an der Sendung des ganzen Leibes hätte; jedes muß vielmehr Jesus in seinem Herzen heilighalten und durch den Geist der Verkündigung Zeugnis von Jesus ablegen.

Damit die Gläubigen zu einem Leib, in dem "nicht alle Glieder denselben Dienst verrichten" (Röm12,4), zusammenwachsen, hat der gleiche Herr einige von ihnen zu amtlichen Dienern eingesetzt. Sie sollten in der Gemeinde der Gläubigen heilige Weihevollmacht besitzen zur Darbringung des Opfers und zur Nachlassung der Sünden und das priesterliche Amt öffentlich vor den Menschen in Christi Namen verwalten. Daher hat Christus die Apostel gesandt, wie er selbst vom Vater gesandt war und durch die Apostel den Bischöfen als deren Nachfolgern Anteil an seiner Weihe und Sendung gegeben. Ihr Dienstamt ist in untergeordnetem Rang den Priestern übertragen worden; als Glieder des Priesterstandes sollten sie, in der rechten Erfüllung der ihnen von Christus anvertrauten Sendung, Mitarbeiter des Bischofsstandes sein.

Da das Amt der Priester dem Bischofsstand verbunden ist, nimmt es an der Vollmacht teil, mit der Christus selbst seinen Leib auferbaut, heiligt und leitet. Darum setzt das Priestertum der Amtspriester zwar die christlichen Grundsakramente voraus, wird aber durch ein eigenes Sakrament übertragen. Dieses zeichnet die Priester durch die Salbung des Heiligen Geistes mit einem besonderen Prägemal und macht sie auf diese Weise dem Priester Christus gleichförmig, so daß sie in der Person des Hauptes Christus handeln können.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 25. Januar 2014, 10:10:07
Evangelium nach Markus 16,15-18.
Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!
Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.
Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden;
wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
4. Homilie über den hl. Paulus
„Herr, was soll ich tun?“

Der selige Paulus, der uns heute zusammengerufen hat, brachte der ganzen Erde Licht. Im Moment seiner Berufung wurde er geblendet, aber die Blindheit machte ihn zu einer Leuchte für die Welt. Er hatte sehen können, um das Böse zu tun: Gott in seiner Weisheit blendete ihn, um ihm das Augenlicht zu schenken, damit er das Gute tue. Gott zeigte ihm nicht nur seine Macht; er ließ ihn auch die Substanz des Glaubens erkennen, den er verkünden sollte. Dabei sagte er ihm, er solle die Augen schließen, d.h. vorgefasste Meinungen und Irrlichter der Vernunft von sich weisen und die gute Lehre annehmen, „töricht zu werden, um weise zu sein“, wie er später sagen sollte (1 Kor 3,18)…

Ungestüm in seiner Ungeduld, bedurfte Paulus eines energischen Zügels, um nicht von seiner Begeisterung fortgerissen zu werden und die Stimme Gottes zu überhören. Gott gebot also zunächst seinem Feuereifer Einhalt und beschwichtigte seinen Zorn, indem er ihn mit Blindheit schlug. Erst dann sprach er zu ihm. Er ließ ihn seine unauslotbare Weisheit erkennen, damit er den erkenne, den er bekämpfte, und begreife, dass er seiner Gnade nicht mehr widerstehen kann. Nicht der Mangel an Licht, das Übermaß an Licht ist es, was ihm das Augenlicht raubt… Gott hat den Zeitpunkt des Handelns gut gewählt. Paulus hat das als erster erkannt: „Als es Gott, der mich schon im Mutterleib auserwählt und durch seine Gnade berufen hat, gefiel, offenbarte er mir in seiner Güte seinen Sohn“ (Gal 1,15f)… Hören wir es also aus Paulus‘ Mund selbst: Es gibt niemand, der allein von sich aus jemals Christus gefunden hätte. Christus ist es vielmehr, der sich offenbart und sich zu erkennen gegeben hat. Der Retter selber sagt es ja: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt“ (Joh 15,16).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 26. Januar 2014, 11:43:49
Evangelium nach Matthäus 4,12-23.
Als Jesus hörte, daß man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück.
Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali.
Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist:
Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa:
das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.
Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie,
und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.
Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Kolumban (563-615), Mönch, Klostergründer
12. Geistliche Instruktion, 2-3
„Denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen“

Christus, unser liebreicher Retter, wolltest du doch in deiner Güte selber unsere Lampen anzünden! Lass sie nie erlöschen in deiner Wohnung; von dir, dem ewigem Licht, sollen sie ihr unvergängliches Licht erhalten. Dein Licht möge unser eigenes Dunkel durchbrechen, und durch uns möge es die Finsternis der Welt zurückweichen lassen. Entzünde doch, Jesus, ich bitte dich, meine Lampe an deinem Licht. In diesem hellen Licht erscheine mir der Heilige der Heiligen, dort, wo du, ewiger Hoherpriester ewiger Zeiten, Einzug hältst in das vollkommenere Zelt, das nicht von Menschenhand gemacht ist (Hebr 9,11f). In deinem Licht lass mich nie aufhören, dich zu schauen, dir meine Augen und meine Sehnsucht zuzuwenden. Dann werde ich in meinem Herzen nur dich allein sehen, und in deiner Gegenwart wird meine Lampe immer brennen und leuchten.

Erweise, liebreicher Herr, uns…, die wir an deine Türe klopfen, die Gnade deiner Offenbarung. Könnten wir doch, wenn wir dich besser erkennen, nur dich, dich allein lieben! Sei Tag und Nacht unsere einzige Sehnsucht; dir allein gelte unser Sinnen und Denken. Verströme in uns deine Liebe in so reichem Maß, dass wir Gott in rechter Weise lieben. Erfülle uns mit deiner Liebe… damit wir nichts mehr lieben als dich, der du ewig bist. Dann können die mächtigen Wasser des Himmels, der Erde und des Meeres eine so große Liebe nicht löschen. So heißt es auch im Hohenlied: „Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen“ (8,7). O wenn doch, Herr Jesus, durch deine Gnade diese Liebe in uns wachsen und Wirklichkeit werden könnte, wenigstens in kleinen Schritten!
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 27. Januar 2014, 08:12:26
Evangelium nach Markus 3,22-30.
Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Form von Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben?
Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben.
Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben.
Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen.
Es kann aber auch keiner in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er den Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.
Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen;
wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.
Sie hatten nämlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ambrosius (um 340 - 397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Kommentar zum Evangelium nach Lukas, 7, 91-92; SC 52
Sein Reich ist unteilbar und ewig

„Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben.“ Weil man sagte, er treibe die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, aus, wollte Jesus mit diesem Wort zeigen, dass sein Reich unteilbar und ewig ist. In diesem Sinn antwortete er auch dem Pilatus: „Mein Königtum ist nicht von dieser Welt“ (Joh 18,36). Wer also seine Hoffnung nicht auf Christus setzt, sondern glaubt, die Dämonen würden durch den Fürsten der Dämonen ausgetrieben, der, sagt Jesus, gehört nicht zum ewigen Königreich… Wenn der Glaube entzwei gerissen wird – kann das geteilte Reich dann standhalten? … Wenn das Reich der Kirche ewigen Bestand hat, dann deshalb, weil sein Glaube ungeteilt, sein Leib einer ist: „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist“ (Eph 4,5-6).

Welch törichter Frevel! Der Sohn Gottes hat Fleisch angenommen, um die unreinen Geister zu vernichten und dem Fürsten der Welt die Beute zu entreißen; er gab auch den Menschen Macht, den Geist des Bösen zu überwinden (Lk 10,19)… Und da rufen gewisse Leute die Macht des Teufels zu Hilfe! Ist es doch, (wie Lukas sagt) „der Finger Gottes“ (11,20), oder wie es bei Matthäus heißt, „der Geist Gottes“ (12,28), der die Dämonen austreibt.“ Daran erkennt man, dass das Reich Gottes unteilbar ist, so wie ein Körper unteilbar ist; denn Christus ist die rechte Hand Gottes, und der Geist Gottes scheint mit seinem Finger vergleichbar zu sein… „In Christus allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes“ (Kol 2,9).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 28. Januar 2014, 08:18:53
Evangelium nach Markus 3,31-35.
Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen ihn herausrufen.
Es saßen viele Leute um ihn herum, und man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir.
Er erwiderte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?
Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.
Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei - Licht des Glaubens“, § 58 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter“

Im Gleichnis vom Sämann überliefert uns der heilige Lukas die folgenden Worte, mit denen der Herr die Bedeutung des „guten Bodens" erklärt: »Auf guten Boden ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, daran festhalten und durch ihre Ausdauer Frucht bringen« (Lk 8,15)... Die Erwähnung des guten und aufrichtigen Herzens, der Hinweis auf das gehörte und bewahrte Wort, [stellt] eine indirekte Abbildung des Glaubens der Jungfrau Maria dar. Derselbe Evangelist spricht von dem Erinnern Marias, davon, wie sie alles, was sie gehört und gesehen hat, in ihrem Herzen bewahrte, so dass das Wort in ihrem Leben Frucht bringen konnte. Die Mutter des Herrn ist eine vollkommene Ikone des Glaubens, wie die heilige Elisabeth ausrief: »Selig ist die, die geglaubt hat« (Lk 1,45).
In Maria, der Tochter Sion, erfüllt sich die lange Geschichte des Glaubens im Alten Testament mit der Erzählung vieler gläubiger Frauen, angefangen von Sara, die neben den Patriarchen der Ort waren, an dem sich die Verheißung Gottes erfüllte und das neue Leben erblühte. In der Fülle der Zeit erging das Wort Gottes an Maria, und mit ihrem ganzen Sein nahm sie es in ihrem Herzen auf, damit es in ihr Fleisch annehme und aus ihr geboren werde als Licht für die Menschen... In der Mutter Jesu zeigte sich der Glaube in der Tat reich an Frucht, und wenn unser geistliches Leben Frucht bringt, werden wir mit Freude erfüllt, was das deutlichste Zeichen der Größe des Glaubens ist. Maria hat in ihrem Leben den Pilgerweg des Glaubens in der Nachfolge ihres Sohnes erfüllt. So wurde in Maria der Glaubensweg des Alten Testaments aufgenommen in die Nachfolge Jesu hinein und lässt sich von ihm verwandeln, indem er in die dem menschgewordenen Gottessohn eigene Sichtweise eintritt.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 29. Januar 2014, 08:24:20
Evangelium nach Markus 4,1-20.
Ein andermal lehrte er wieder am Ufer des Sees, und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer.
Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Form von Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen:
Hört! Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.
Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie.
Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war;
als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat, und sie brachte keine Frucht.
Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.
Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!
Als er mit seinen Begleitern und den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse.
Da sagte er zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt;
denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird.
Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen?
Der Sämann sät das Wort.
Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde.
Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf;
aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall.
Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: sie hören es zwar,
aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es, und es bringt keine Frucht.
Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cäsarius von Arles (470 - 543), Mönch und Bischof
Predigt an das Kirchenvolk, Nr. 6 passim; SC 175
„Sie trugen dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach“

Liebe Brüder, wenn ich euch etwas darlege, das nützlich ist für eure Seele, dann versuche keiner sich zu entschuldigen mit den Worten: „Ich habe keine Zeit zu lesen, deshalb kann ich auch die Gebote Gottes nicht kennen noch sie befolgen“… Lassen wir doch eitles Geschwätz und bissige Späße… und schauen wir mal, ob uns keine Zeit zum Lesen der Heiligen Schrift bleibt… Wenn die Nächte länger sind – kann denn dann jemand so viel schlafen, dass er die Heilige Schrift nicht selber lesen oder einem anderen beim Lesen zuhören kann?... Denn Licht für die Seele und ihre Nahrung für die Ewigkeit ist einzig und allein das Wort Gottes, und ohne das Wort Gottes kann das Herz nicht leben noch schlafen…

Die Pflege der Seele ist ganz und gar vergleichbar mit der Bestellung des Bodens. Wie man auf einem Acker einerseits jätet und andererseits bis auf die Wurzel zurückschneidet, um dann das gute Samenkorn auszusäen, so muss man auch in unserer Seele vorgehen: ausreißen, was schlecht ist und anpflanzen, was gut ist; zurückschneiden, was schädlich ist, veredeln, was nützlich ist; den Stolz mit der Wurzel entfernen und Demut einpflanzen; den Geiz abstoßen und die Barmherzigkeit behalten; Unreinheit verachten und Keuschheit hochschätzen…

Ihr wisst ja, wie man das Land bestellt. Anfangs wird Gestrüpp ausgerissen, Steine werden beseitigt; dann bearbeitet man die Erde selbst, noch einmal und noch einmal und schließlich… wird gesät. Ebenso müssen wir mit unserer Seele umgehen: Zuerst das Gestrüpp, also schlechte Gedanken, mit der Wurzel entfernen, so dann genauso die Steine, also alle Bosheit und Härte. Anschließend müssen wir unser Herz mit dem Pflug des Evangeliums und des Kreuzes bearbeiten, es durch Buße aufbrechen, es mit Almosen anreichern, es durch Werke der Barmherzigkeit vorbereiten für die Aussaat des Herrn…, damit es das Saatgut des göttlichen Wortes mit Freuden aufnehmen und nicht nur dreißigfache, sondern sechzig- und hundertfache Frucht bringen kann.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 30. Januar 2014, 08:51:52
Evangelium nach Markus 4,21-25.
In jener Zeit sprach Jesus:Zündet man etwa ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber oder stellt es unter das Bett? Stellt man es nicht auf den Leuchter?
Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht an den Tag kommt.
Wenn einer Ohren hat zum Hören, so höre er!
Weiter sagte er: Achtet auf das, was ihr hört! Nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden, ja, es wird euch noch mehr gegeben.
Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Franziskus von Assisi (1182 - 1226), Gründer der Minderbrüder
Ermahnungen, 19-22.28
„Wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat“

Selig der Jünger, der alles Gut dem Herrn als Huldigung darbringt. Wer jedoch einen Teil davon für sich selbst beansprucht, versteckt das Geld Gottes, des Herrn, bei sich, und was er als sein Eigentum zu besitzen glaubte, wird ihm weggenommen (vgl. Mt 25,18.28).

Selig der Jünger, der, wenn man ihn beglückwünscht und ehrt, sich nicht für besser hält, als wenn man ihn wie einen nichtsnutzigen, einfältigen und verachtenswerten Menschen behandelte. Denn was der Mensch vor Gott wert ist, so viel ist er in Wirklichkeit wert, nicht mehr…

Selig der Bruder, der Vergnügen und Freude allein an dem hat, was der Herr gemacht hat, und der es dazu benützt, die Menschen fröhlich der Liebe Gottes zuzuführen… Selig der Diener, der nicht redet, um sich Geltung zu verschaffen, der sein Wort nicht zur Schau stellt und nicht stets darauf aus ist, das Wort zu ergreifen, sondern der weise und wohlbedacht redet und antwortet. Wehe dem Bruder, der – anstatt die ihm vom Herrn gegönnten Gnaden im Herzen zu bewahren und Anderen durch seine Taten zu nützen – nichts Eiligeres zu tun hat, als sie vor den Menschen auszubreiten, um sich Geltung zu verschaffen. Er erhält dafür die klägliche Belohnung, wonach er trachtete; aber die ihm zuhörten, haben wenig Nutzen.

Selig der Jünger, der den Gnadenschatz, den der Herr ihm anbietet, im Himmel sammelt (Mt 6,20) und ihn nicht, um sich Geltung zu verschaffen, vor den Menschen auszubreiten sucht; denn der Allerhöchste selber wird seine eigenen Taten dem Menschen seiner Wahl kundtun. Selig der Jünger, der die Geheimnisse des Herrn im Herzen bewahrt.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 31. Januar 2014, 08:17:49
Evangelium nach Markus 4,26-34.
Er sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät;
dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie.
Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre.
Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.
Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben?
Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät.
Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so daß in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.
Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten.
Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Petrus Chrysologus (um 406 - 450), Bischof von Ravenna, Kirchenlehrer
Predigt 98; CCL 24 A, 602
„Er treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können“

Das Reich Gottes, sagt Christus, gleicht einem Senfkorn… Christus ist das Reich: gleich einem Senfkorn ist er in einen Garten gesät worden, in den Leib einer Jungfrau. Er wuchs heran und wurde zum Baum des Kreuzes, der die ganze Erde überdeckt… Christus ist das Reich, denn auf ihm ruht die ganze Herrlichkeit seines Reiches. Und Christus ist Mensch, weil der ganze Mensch in ihm erneuert ist. Christus ist das Senfkorn, das Werkzeug, dessen sich Gott bedient, um seine ganze Größe in die ganze Kleinheit des Menschen herabsteigen zu lassen. Er selber ist alles geworden, um alle Menschen in sich zu erneuern. Als Mensch hat Christus das Senfkorn als das Reich Gottes empfangen, während er es als Gott von jeher besaß. Er hat den Samen in seinen Garten gesät…

Der Garten ist unsere wohlbestellte Erde, die sich über die ganze Welt ausgedehnt hat. Beackert wurde sie vom Pflug der Frohen Botschaft, eingezäunt von den Grenzpfählen der Weisheit, und die Apostel entfernten mühsam das Unkraut. So kann man dort nach Herzenslust die jungen Treibe von Gläubigen, die Lilien von Jungfrauen und die Rosen von Märtyrern betrachten – Blumen, die dort immer ihren Duft verströmen.

Christus hat also das Senfkorn in seinen Garten gesät. Es schlug Wurzeln, als er den Patriarchen sein Reich verhieß; es keimte mit den Propheten und wuchs mit den Aposteln: es ist zum riesigen Baum geworden, der seine zahllosen Zweige über die Kirche breitet und ihr seine Gaben spendet… Nimm die silbernen Flügel der Taube, von denen der Prophet spricht (Ps 68,14)… Flieg auf und genieße, nunmehr unbedroht von der Schlinge des Jägers (Ps 91,3), im prächtigen Laubwerk eine Ruhe ohne Ende. Sei stark genug zu solchem Flug und nimm in Sicherheit Wohnung in dieser weiten, weiten Bleibe.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 01. Februar 2014, 12:04:59
Evangelium nach Markus 4,35-41.
An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren.
Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; einige andere Boote begleiteten ihn.
Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, so daß es sich mit Wasser zu füllen begann.
Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, daß wir zugrunde gehen?
Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.
Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?
Da ergriff sie große Furcht, und sie sagten zueinander: Was ist das für ein Mensch, daß ihm sogar der Wind und der See gehorchen?


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. [Pater] Pio von Pietrelcina (1887-1968), Kapuziner
Tagebuch,1322
"Warum habt ihr solche Angst?"

Das Schifflein meines Lebens segelt dahin
In die Abenddämmerung und die Schatten der Nacht,
Und nirgendwo kann ich ein Ufer entdecken:
Ich befinde mich über den Untiefen der Unermesslichkeit des Meeres.

Der leiseste Sturm kann mich ertränken,
Mein Schifflein verschlingen im Strudel der Wasser,
Wenn du, mein Gott, nicht selber über mir wachen würdest,
In jedem Augenblick meines Lebens, jedem Wimpernschlag.

Mitten im Krachen und im Geschrei der Wogen,
Segele ich voll Vertrauen seelenruhig dahin,
Und wie ein Kind, ohne Furcht, schaue ich in die Ferne,
Denn du, Jesus, bist für mich das ganze Licht.

Um mich herum Grauen und Schrecken,
Doch in meiner Seele ist die Ruhe tiefer als die Untiefen des Meeres,
Denn wer mit dir, Herr, (unterwegs) ist, dem geschieht nichts –
Das versichert mir deine göttliche Liebe.

Trotz so vieler Gefahren um mich herum,
Fürchte ich sie nicht, denn ich schaue zum sternenübersäten Himmel,
Und segele dahin, mutig, fröhlich,
Wie es angebracht ist für ein lauteres Herz.

Aber vor allem anderen ist es,
Einzig und allein (deshalb), weil du mein Steuermann bist, o Gott,
Dass das Schifflein meines Lebens so seelenruhig dahinsegelt.
Das bekenne ich aus tiefster Demut.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: Sünder am 01. Februar 2014, 16:21:29
Aber wer kann das? Wer kann alles loslassen um die Armut und Demut zu umarmen? Wie schwierig wird es sein den Verführungen dieser Welt nicht zu unterliegen! Da gibt es nur eine Lösung: das Gebet und die Umkehr, Busse tun und sühnen. Maria hat es in Fatima und Lourdes sooft betont: tut Busse, betet jeden Tag den Rosenkranz, opfert eure Leiden auf und betet den Vater an.

In der Tat, es ist so viel einfacher zu beten, als sein Bankkonto zu leeren und alles zu spenden und nicht mal das kriege ich in dem Maße hin, wie es eigentlich meiner Meinung nach nötig wäre.

Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 02. Februar 2014, 10:12:29
Evangelium nach Lukas 2,22-40.
Es kam für die Eltern Jesu der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen,
gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein.
Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm.
Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe.
Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war,
nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten:
Nun läßt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen,
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden.
Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, daß in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird.
Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.
Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt;
nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.
In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück.
Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Guerric von Igny (um 1080 - 1157), Zisterzienserabt
1. Predigt über das Fest der Reinigung Mariens, 3-5 (SC 166, p. 313ff) (revid. Übers.: P. Viktor L. OFMCap)
"Licht zur Erleuchtung der Heiden"

Ich beglückwünsche und preise dich, du Gnadenvolle (Lk 1,28); du hast die Barmherzigkeit zur Welt gebracht, die über mich gekommen ist. Du bist es, die diese Kerze bereitet hat, die ich heute in meine Hände nehme [in der Liturgie des Festes]. Du hast das Wachs für diese Flamme geliefert…, als du, Mutter ohne Makel, das unverwesliche Wort bekleidet hast mit makellosem Fleisch.

Brüder, machen wir uns auf! Seht, wie diese Kerze heute in den Händen Simeons brennt. Geht hin, von dem Licht zu empfangen, geht hin, eure Kerzen anzuzünden; ich meine jene Lampen, die der Herr in euren Händen sehen will (Lk 12,35). „Nähert euch ihm und ihr werdet erleuchtet.“ (Ps 33,6) So sind es nicht mehr nur Lichter, die man trägt, sondern du selbst wirst zur Fackel, die innen und außen leuchtet für dich und für die anderen... Jesus, der in den Händen Simeons aufstrahlt, wird deinen Glauben entzünden, dein Vorbild erstrahlen lassen, dir das gute Wort eingeben, dein Gebet entflammen, deine Absicht reinigen...

Und für dich, der du innerlich so viele brennende Lampen hast, wird sich, wenn die Lampe dieses Lebens erlöschen wird, das Licht jenes Lebens erheben, das nicht erlöschen kann. Das wird für dich sein wie das Erscheinen der Mittagshelle am Abend (vgl. Ijob 11,17). In dem Augenblick, da du zu erlöschen glaubst, wirst du dich erheben wie der Morgenstern (ebend.), und deine Finsternis wird hell wie das Licht (Jes 58,10). Es wird während des Tages keine Sonne mehr geben und der Schein des Mondes dich nicht mehr erleuchten, sondern der Herr wird dein ewiges Licht sein (Jes 60,19), denn die Leuchte des neuen Jerusalem ist das Lamm (Offb 21,23). Ihm sei Lobpreis und Glanz von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (vgl. Offb 7,12 Vulg.)
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 04. Februar 2014, 08:48:19
Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. Februar 2014 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
"Liebe Kinder! Mit mütterlicher Liebe möchte ich euch Ehrlichkeit lehren, denn ich möchte, dass ihr in eurem Wirken als meine Apostel genau, entschlossen und überaus ehrlich seid. Ich möchte, dass ihr durch die Gnade Gottes für den Segen offen seid. Ich möchte, dass ihr durch Fasten und Gebet vom himmlischen Vater die Erkenntnis des natürlichen, heiligen Göttlichen erfleht. Erfüllt durch die Erkenntnis werdet ihr unter dem Schutz meines Sohnes und mir meine Apostel sein, die wissen, das Wort Gottes jenen zu verbreiten, die es nicht kennen, und ihr werdet wissen, die Hindernisse zu überqueren, die euch im Weg sein werden. Meine Kinder, durch den Segen wird die Gnade Gottes auf euch herabkommen, ihr aber werdet sie durch Fasten, Gebet, Läuterung und die Versöhnung bewahren können. Ihr werdet die Wirksamkeit, die ich von euch ersuche, haben. Betet für eure Hirten, dass der Strahl der Gnade Gottes ihre Wege bestrahlt. Ich danke euch!"
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 05. Februar 2014, 08:18:48
Evangelium nach Markus 6,1-6.
Von dort brach Jesus auf und kam in seine Heimatstadt; seine Jünger begleiteten ihn.
Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das für Wunder, die durch ihn geschehen!
Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab.
Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie.
Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Apostolisches Schreiben „Redemptoris Custos“, § 22-24 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Ist das nicht der Zimmermann?“

Alltäglicher Ausdruck dieser Liebe im Leben der Familie von Nazaret ist die Arbeit... Er, der als der »Sohn des Zimmermanns« galt, hatte von seinem vermeintlichen »Vater« das Handwerk gelernt. Wenn die Familie von Nazaret in der Ordnung des Heils und der Heiligkeit das Beispiel und Vorbild für die menschlichen Familien ist, so gilt das analog auch für die Arbeit Jesu an der Seite des Zimmermanns Josef... Die menschliche Arbeit und im besonderen die manuelle Arbeit finden im Evangelium besonderen Nachdruck. Zusammen mit dem Menschsein des Gottessohnes ist sie in das Geheimnis der Menschwerdung aufgenommen, so wie sie auch in besonderer Weise erlöst wurde. Dank seiner Werkbank, an welcher er sein Handwerk zusammen mit Jesus ausübte, brachte Josef die menschliche Arbeit in die Nähe des Geheimnisses der Erlösung.

Einen beachtlichen Anteil an seinem menschlichen Heranwachsen und seiner Zunahme »an Weisheit, Alter und Gnade« hatte bei Jesus die Tugend des Fleißes, da ja »die Arbeit ein Gut für den Menschen ist«, das »die Natur umwandelt« und bewirkt, daß der Mensch »gewissermaßen mehr Mensch wird«.

Die Wichtigkeit der Arbeit im Leben des Menschen erfordert, daß man ihre Inhalte kennt und sich aneignet, »um allen Menschen zu helfen, durch die Arbeit Gott, dem Schöpfer und Erlöser, näherzukommen, an seinem Heilsplan für Mensch und Welt mitzuwirken und in ihrem Leben die Freundschaft mit Christus zu vertiefen und durch den Glauben lebendig teilzunehmen an seiner dreifachen Sendung als Priester, Prophet und König«. Schließlich geht es um die Heiligung des Alltagslebens, die ein jeder seiner Lage und Stellung entsprechend erlangen muß.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 06. Februar 2014, 08:16:44
Evangelium nach Markus 6,7-13.
Er rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben,
und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel,
kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.
Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlaßt.
Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie.
Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf.
Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Botschaft zum Weltmissionstag 2013 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben“

Wir leben zudem in einer Zeit der Krise, die verschiedene Bereiche des Lebens betrifft, wobei es nicht nur um Wirtschaft, Finanzen, Lebensmittelsicherheit und Umwelt geht, sondern auch um den tiefen Sinn des Lebens und die grundlegenden Werte, die es beseelen. Auch das menschliche Zusammenleben ist geprägt von Spannungen und Konflikten, die zu Unsicherheit führen und es schwer machen, den Weg eines stabilen Friedens zu finden. In dieser komplexen Situation, wo am Horizont der Gegenwart und der Zukunft bedrohliche Wolken zu ziehen scheinen, ist es noch dringlicher, das Evangelium Christi mutig in alle Bereiche zu tragen, denn es ist eine Verkündigung der Hoffnung, der Aussöhnung, der Gemeinschaft, eine Verkündigung der Nähe Gottes und seiner Barmherzigkeit, seines Heils – die Verkündigung, dass die Kraft der Liebe Gottes in der Lage ist, die Finsternis des Bösen zu besiegen und auf den Weg des Guten zu führen. Der Mensch unserer Zeit braucht ein sicheres Licht, das seinen Weg erleuchtet und das nur die Begegnung mit Christus schenken kann. Bringen wir dieser Welt mit unserem Zeugnis, mit Liebe die Hoffnung, die der Glaube schenkt!

Der missionarische Charakter der Kirche ist nicht Proselytismus, sondern ein Lebenszeugnis, das den Weg erhellt, das Hoffnung und Liebe bringt. Die Kirche – ich wiederhole es noch einmal – ist keine Hilfsorganisation, kein Unternehmen, keine NGO, sondern eine Gemeinschaft von Menschen, die vom Wirken des Heiligen Geistes bewegt sind, die staunend die Begegnung mit Christus erlebt haben und erleben und die den Wunsch haben, diese Erfahrung der tiefen Freude mit anderen zu teilen und die Botschaft des Heils, das der Herr uns geschenkt hat, weiterzugeben. Der Heilige Geist ist es, der die Kirche auf diesem Weg leitet. Ich möchte alle ermutigen, Überbringer der Frohbotschaft Christi zu werden.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 07. Februar 2014, 08:15:29
Evangelium nach Markus 6,14-29.
In jener Zeit hörte der König Herodes von Jesus; denn sein Name war bekannt geworden, und man sagte: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden; deshalb wirken solche Kräfte in ihm.
Andere sagten: Er ist Elija. Wieder andere: Er ist ein Prophet, wie einer von den alten Propheten.
Als aber Herodes von ihm hörte, sagte er: Johannes, den ich enthaupten ließ, ist auferstanden.
Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte.
Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen.
Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen,
denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wußte, daß dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu.
Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa zu einem Festmahl ein.
Da kam die Tochter der Herodias und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und seinen Gästen so sehr, daß der König zu ihr sagte: Wünsch dir, was du willst; ich werde es dir geben.
Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hälfte meines Reiches wäre.
Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich mir wünschen? Herodias antwortete: Den Kopf des Täufers Johannes.
Da lief das Mädchen zum König hinein und sagte: Ich will, daß du mir sofort auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes bringen läßt.
Da wurde der König sehr traurig, aber weil er vor allen Gästen einen Schwur geleistet hatte, wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen.
Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefängnis zu gehen und den Kopf des Täufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes.
Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.
Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Apostolisches Schreiben „Ecclesia in Europa“ § 13 (© Liberia Editrice Vaticana)
Johannes der Täufer, ein Zeuge des Glaubens

Ich [will] mit den Synodenvätern jenes großartige Hoffnungszeichen, das von so vielen Zeugen des christlichen Glaubens im letzten Jahrhundert in Ost und West gesetzt worden ist, allen wieder vor Augen stellen, auf daß es niemals in Vergessenheit gerate. Sie haben es in Situationen der Feindseligkeit und Verfolgung vermocht, sich das Evangelium zu eigen zu machen, oft bis zum Blutvergießen als äußerster Bewährung.
Diese Zeugen, besonders jene unter ihnen, die das Martyrium auf sich genommen haben, sind ein beredtes, großartiges Zeugnis, das verlangt, von uns betrachtet und nachgeahmt zu werden. Sie beweisen uns die Lebenskraft der Kirche; sie erscheinen wie ein Licht für die Kirche und für die Menschheit, weil sie in der Finsternis das Licht Christi zum Leuchten gebracht haben; als Angehörige verschiedener christlicher Konfessionen sind sie auch ein leuchtendes Hoffnungszeichen für den ökumenischen Weg, da wir gewiß sein dürfen, daß ihr Blut »auch Lebenssaft der Einheit für die Kirche ist«.
Noch radikaler sagen sie uns, daß das Martyrium die höchste Inkarnation des Evangeliums der Hoffnung ist: »Die Märtyrer verkünden nämlich dieses Evangelium und legen dafür Zeugnis ab durch die Hingabe ihres Lebens bis zum Blutvergießen, denn sie sind sicher, daß sie ohne Christus nicht leben können, und bereit, für ihn zu sterben in der Überzeugung, daß Jesus der Herr und der Erlöser des Menschen ist und daß folglich der Mensch nur in ihm die wahre Fülle des Lebens findet. Auf diese Weise sind sie bereit, der Mahnung des Apostels Petrus entsprechend, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die sie erfüllt (vgl. 1 Petr 3, 15). Darüber hinaus „zelebrieren" die Märtyrer das „Evangelium der Hoffnung", denn die Hingabe ihres Lebens ist die radikalste und erhabenste Manifestation jenes lebendigen und heiligen Opfers, das Gott gefällt und das der wahre Gottesdienst ist (vgl. Röm 12, 1) – Ursprung, Seele und Höhepunkt jeder christlichen Gottesdienstfeier. Und schließlich dienen sie dem „Evangelium der Hoffnung", weil sie durch ihr Martyrium in höchstem Grad die Liebe und den Dienst am Menschen ausdrücken, insofern sie zeigen, daß der Gehorsam gegenüber dem Gesetz des Evangeliums ein moralisches Leben und ein soziales Zusammenleben bewirkt, das die Würde und die Freiheit jeder Person hochschätzt und fördert.«
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 08. Februar 2014, 10:43:10
Evangelium nach Markus 6,30-34.
In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.
Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.
Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein.
Aber man sah sie abfahren, und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an.
Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Faustine Kowalska (1905 - 1938), Ordensschwester
Kleines Tagebuch, § 949
"Jesus sah die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen"

Die göttliche Liebe ist die Blüte, die Barmherzigkeit jedoch die Frucht. Die zweifelnde Seele möge diese Erwägungen über die Barmherzigkeit lesen und sie wird zuversichtlich sein:

Du Göttliche Barmherzigkeit, die du aus der Brust des Vaters hervorströmst, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, überragendes Kennzeichen Gottes, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, unergründbares Geheimnis, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, du Quelle, die aus dem Geheimnis der Heiligen Dreifaltigkeit hervorströmt, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, unergründbar für den menschlichen Geist oder den der Engel, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, aus der das Leben und das Glück hervorströmen, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, höher als die Himmel, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, Quelle von Wundern und herrlichen Taten, ich vertraue auf dich.

Du Göttliche Barmherzigkeit, die du das All umfasst, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, die du auf die Welt kamst in Gestalt des fleischgewordenen Wortes, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, die du aus der offenen Wunde des Herzens Jesu fließt, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, die du im Herzen Jesu für uns und vor allem für die Sünder west, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, unergründlich in der Einsetzung der heiligen Eucharistie, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, die du die heilige Kirche gegründet hast, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit im Sakrament der heiligen Taufe, ich vertraue auf dich.
Du Göttliche Barmherzigkeit, du unsere Rechtfertigung durch Jesus Christus, ich vertraue auf dich.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 09. Februar 2014, 10:02:37
Evangelium nach Matthäus 5,13-16.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.
Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.
Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.
So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. José Maria Escriva de Balaguer (1902 - 1975), Priester, Gründer des Opus Dei
Predigt zum 04/05/1957
„Ihr seid das Salz der Erde... Ihr seid das Licht der Welt“

Die Welt mit Licht erfüllen, Salz und Licht sein: auf diese Art und Weise hat der Herr die Sendung seiner Jünger beschrieben. Bis an die Enden der Erde die Gute Nachricht von der Liebe Gottes zu bringen: dafür sollten alle Christen ihr Leben einsetzen, auf die eine oder andere Art und Weise. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen. Wir müssen von dem Wunsch verzehrt werden, dabei nicht unter uns bleiben zu wollen, wir müssen die anderen dazu ermutigen, etwas zu jener göttlichen Sendung beizutragen, Freude und Frieden in die Herzen der Menschen zu bringen. „In dem Maß, in dem ihr selbst voranschreitet“, schreibt der Hl. Gregor der Große, „sammelt die anderen um euch; seid erfüllt von dieser Sehnsucht nach Weggefährten auf eurem Weg zum Herrn.“

Doch erinnert euch, dass „während die Leute schliefen“, vor sich hin dösend, der Feind kam und Unkraut säte, wie der Herr in einem seiner Gleichnisse erzählt (Mt 13,25). Als Menschen sind wir dafür anfällig, uns vom Schlummer des Egoismus und der Oberflächlichkeit übermannen zu lassen, unser Herz durch Hunderte von flüchtigen Eindrücken zerstreuen zu lassen, uns vor einer in die Tiefe gehenden Suche nach dem wahren Sinn der irdischen Gegebenheiten zu drücken. Eine traurige Angelegenheit, dieser Dämmerschlaf, der die Würde des Menschen erstickt und ihn zum Sklaven der Traurigkeit werden lässt!...

Es geht also darum, all jene aufzuwecken, die in diesem schlechten Schlummer vor sich hin gedöst haben; man muss ihnen in Erinnerung rufen, dass das Leben kein Spiel ist, sondern ein göttlicher Schatz, der Frucht hervorbringen soll. Man muss auch denjenigen den Weg weisen, die voll des guten Willens und lobenswerter Wünsche sind, doch nicht wissen, wie sie umzusetzen sind. Christus drängt uns (vgl. 2Kor 5,14): Ein jeder von euch soll nicht nur Apostel sein, sondern auch Apostel der Apostel, der die anderen mit sich fortreißt, der sie ermuntert, ebenfalls Christus bekannt zu machen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 10. Februar 2014, 08:26:18
Evangelium nach Markus 6,53-56.
In jener Zeit fuhren Jesus und seine Jünger auf das Ufer zu, kamen nach Genesaret und legten dort an.
Als sie aus dem Boot stiegen, erkannte man ihn sofort.
Die Menschen eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu ihm, sobald sie hörten, wo er war.
Und immer, wenn er in ein Dorf oder eine Stadt oder zu einem Gehöft kam, trug man die Kranken auf die Straße hinaus und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Faustine Kowalska (1905 - 1938), Ordensschwester
Tagebuch § 949 – 950
„Alle, die den Saum seines Gewandes berührten, wurden geheilt“

Barmherzigkeit Gottes, die uns durch unser ganzes Leben begleitet, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, die uns besonders in der Stunde unseres Todes umfängt, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, die uns das ewige Leben schenkt, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, die uns in jedem Augenblick unseres Lebens zur Seite steht, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, die uns vor dem Feuer der Hölle schützt, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, in der Umkehr verhärteter Sünder, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, Verwunderung der Engel und unbegreiflich für die Heiligen, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, unergründlich in allen Geheimnissen Gottes, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, uns aufrichtend aus allem Elend, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, Quelle unseres Glücks und unserer Freude, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, uns aus dem Nichts zum Leben rufend, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, alle Werke Seiner Hände umschließend, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, alles krönend, was ist und sein wird, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, in der wir versenkt sind, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, süßer Trost gequälter Herzen, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, einzige Hoffnung verzweifelter Seelen, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, Rast der Herzen, Friede inmitten des Schreckens, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, Wonne und Entzücken heiliger Seelen, ich vertraue auf dich.
Barmherzigkeit Gottes, Vertrauen weckend trotz Hoffnungslosigkeit, ich vertraue auf dich.

+ O Ewiger Gott, dessen Barmherzigkeit unergründlich und dessen Schatz des Erbarmens unerschöpflich ist, schau gnädig auf uns und vermehre in uns Deine Barmherzigkeit, damit wir in schweren Zeiten nicht verzweifeln und nicht mutlos werden, sondern uns mit großem Vertrauen Deinem heiligen Willen hingeben, der die Liebe und das Erbarmen selber ist.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 11. Februar 2014, 09:23:38
Evangelium nach Markus 7,1-13.
In jener Zeit hielten sich die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren,  bei Jesus auf.
Sie sahen, daß einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen.
Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt.
Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?
Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.
Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.
Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.
Und weiter sagte Jesus: Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft und haltet euch an eure eigene Überlieferung.
Mose hat zum Beispiel gesagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.
Ihr aber lehrt: Es ist erlaubt, daß einer zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt: Was ich dir schulde, ist Korbán, das heißt: eine Opfergabe.
Damit hindert ihr ihn daran, noch etwas für Vater oder Mutter zu tun.
So setzt ihr durch eure eigene Überlieferung Gottes Wort außer Kraft. Und ähnlich handelt ihr in vielen Fällen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt 155,6
«Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit von mir»

„Das Gesetz des Geistes und des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8,2).... Paulus sagt, dass das Gesetz des Mose gegeben wurde, um unsere Schwachheit aufzuzeigen, und nicht nur um sie aufzuzeigen, sondern um sie zu vergrößern und uns dadurch zu zwingen, einen Arzt aufzusuchen... : “wo jedoch die Sünde übermächtig wurde, ist die Gnade übergroß geworden“ (vgl. Röm 3,20, 5,20)... Warum hat dieses erste Gesetz, das doch vom Finger Gottes geschrieben worden ist (Ex 31,18), nicht diesen so überaus notwendigen Beistand der Gnade geschenkt? Weil es auf Steintafeln geschrieben worden war, und nicht auf Tafeln aus Fleisch und Blut, welche unsere Herzen sind (1 Kor 3,3)...

Der Heilige Geist ist es, der nicht auf den Stein, sondern auf das Herz schreibt; „Das Gesetz vom Geist des Lebens“, das auf das Herz geschrieben wird und nicht auf den Stein, dieses Gesetz vom Geist des Lebens, das in Jesus dem Christus wohnt, in dem das Pascha in seiner tiefsten Wahrheit vollzogen worden ist (vgl. 2 Kor 5,7-8), hat euch vom Gesetz der Sünde und des Todes befreit. Wollt ihr einen Beweis für den eindeutigen und zweifelsfreien Unterschied, der das Alte Testament vom Neuen scheidet? ... So hört, was der Herr durch den Mund eines Propheten gesprochen hat ...: „Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz“ (Jer 31,33). Wenn also das Gesetz des lebendigen Gottes in dein Herz eingeschrieben ist, verursacht es keine Angst [wie auf dem Sinai], sondern verströmt in deiner Seele eine verborgene Süße.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 12. Februar 2014, 08:17:57
Evangelium nach Markus 7,14-23.
In jener Zeit rief Jesus die Leute zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage:
Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
[]
Er verließ die Menge und ging in ein Haus. Da fragten ihn seine Jünger nach dem Sinn dieses rätselhaften Wortes.
Er antwortete ihnen: Begreift auch ihr nicht? Seht ihr nicht ein, daß das, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann?
Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen und wird wieder ausgeschieden. Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein.
Weiter sagte er: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord,
Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft.
All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Zisterzienser
Geistliche Schriften, 04.03.1938
„Erschaffe mit, Gott, ein reines Herz“ (Ps 51,12)

Die Weisen mögen nur kommen mit ihrer Frage: „Wo ist Gott?“ Gott ist dort, wohin die Weisen mit all ihrer eitlen Gelehrsamkeit nicht gelangen. Gott ist in einem reinen Herzen, in der Stille des Gebets, im aufgeopferten Leiden, im Verzichten auf die Welt und ihre Kreaturen. Gott ist im Kreuz, und solange wir das Kreuz nicht lieben, sehen wir ihn nicht, spüren wir ihn nicht. Schweigt, ihr Menschen, die ihr nicht aufhört, Lärm zu machen!

Ach, Herr, was bin ich doch glücklich in meiner Abgeschiedenheit! Wie sehr liebe ich dich in meiner Einsamkeit! Wie gerne möchte ich dir schenken, was ich nicht mehr besitze, weil ich es dir bereits gegeben habe! Bitte mich um etwas, Herr! Aber was könnte ich dir schenken? Meinen Leib? Den hast du ja schon, er ist dein. Meine Seele? Nach wem schmachtet sie, wenn nicht nach dir, damit du sie endgültig an dich ziehst? Mein Herz? Es liegt Maria zu Füßen und weint vor Liebe und will ausschließlich dich.

Meinen Willen? Will ich da vielleicht etwas, was du nicht willst? Sag’s mir, Herr, sag mir, was dein Wille ist, und ich werde meinen Willen mit dem deinen in Übereinstimmung bringen. Ich liebe alles, was du mir schickst und schenkst, sei es Gesundheit oder Krankheit; ob ich nun hier bin oder dort, das eine oder das andere. Mein Leben? Nimm es, Herr, wann du willst. Wie sollte ich so nicht glücklich sein? Wenn die Welt und die Menschen nur wüssten… Aber sie werden es nicht wissen; sie sind zu sehr beschäftigt mit ihren Interessen, ihr Herz ist so voll mit dem, was nicht Gott ist.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 13. Februar 2014, 08:17:32
Evangelium nach Markus 7,24-30.
In jener Zeit brach Jesus auf und zog von dort in das Gebiet von Tyrus. Er ging in ein Haus, wollte aber, dass niemand davon erfuhr; doch es konnte nicht verborgen bleiben.
Eine Frau, deren Tochter von einem unreinen Geist besessen war, hörte von ihm; sie kam sogleich herbei und fiel ihm zu Füßen.
Die Frau, von Geburt Syrophönizierin, war eine Heidin. Sie bat ihn, aus ihrer Tochter den Dämon auszutreiben.
Da sagte er zu ihr: Laßt zuerst die Kinder satt werden; denn es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.
Sie erwiderte ihm: Ja, du hast recht, Herr! Aber auch für die Hunde unter dem Tisch fällt etwas von dem Brot ab, das die Kinder essen.
Er antwortete ihr: Weil du das gesagt hast, sage ich dir: Geh nach Hause, der Dämon hat deine Tochter verlassen.
Und als sie nach Hause kam, fand sie das Kind auf dem Bett liegen und sah, daß der Dämon es verlassen hatte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Origenes (um 185 - 253), Priester und Theologe
Kommentar zum Evangelium nach Matthäus, 9,16; SC 16
„Jesus zog in das Gebiet von Tyrus"

Jesus verließ Israel…: „Von dort zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus zurück“ (Mt 15,21). Dieser Name bedeutet so viel wie „Versammlung der Nationen“. Das geschah, damit Bewohner dieser Gegend, die gläubig waren, gerettet werden könnten, wenn sie diese Gegend verlassen würden. Bedeutsam nämlich sind die Worte: „Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: „Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids; meine Tochter wird von einem Dämon gequält“ (Mt 15,22). Wenn sie diese Gegend nicht verlassen hätte, wäre sie – das ist meine Ansicht – nicht in der Lage gewesen, Schreie vor Jesus auszustoßen, die, wie Jesus selber sagt, von großem Glauben zeugten (Mt 15,28).

„In Übereinstimmung mit dem Glauben“ (Röm 12,6) verlassen wir das Gebiet der Heiden… Wir können gewiss davon ausgehen, dass jeder von uns, wenn er Sünder ist, sich auf dem Territorium von Tyrus oder Sidon befindet, oder auf dem des Pharao und Ägyptens, oder auf irgendeinem Land, das nicht Erbland Gottes ist. Lässt der Sünder aber das Böse hinter sich, und kehrt er zum Guten zurück, so verlässt er die Gebiete, in denen die Sünde herrscht; er eilt auf die Gebiete zu, die zu Gott gehören…

Bemerkenswert ist, wie sich Jesus auf den Weg macht, um der kanaanäischen Frau zu begegnen; denn er zieht ja in das Gebiet von Tyrus und Sidon… Die Gerechten sind auf das Himmelreich ausgerichtet und auf ihre Erhöhung im Gottesreich, die Sünder in ihrer Schlechtigkeit auf ihre Erniedrigung… Die Kanaaniterin verließ diese Gegend, sie ließ ihre Ausrichtung zum Bösen hinter sich mit ihrem wiederholten Schrei: „Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids“… So wie die Evangelisten erzählten, fanden alle Heilungen Jesu statt, damit diejenigen, die sie miterlebten, zum Glauben kämen. Diese Ereignisse sind jedoch Symbole für das, was durch die Kraft Gottes ständig geschieht; denn es gibt keine Epoche, in der nicht genauso Wirklichkeit würde, was geschrieben steht.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 14. Februar 2014, 08:20:06
Evangelium nach Lukas 10,1-9.
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, eßt und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so eßt, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Benedikt XVI., Papst von 2005 bis 2013
Generalaudienz vom 17.06.2009 (© Liberia Editrice Vaticana)
Die Apostel der Slawen

Heute möchte ich über die Heiligen Cyrill und Methodius sprechen, Brüder im Blut und im Glauben, die Apostel der Slawen genannt werden. [Sie wurden] in Thessalonike... geboren... [aber] von Kaiser Michael III., an den der mährische Fürst Ratislaw ein präzises Ersuchen gerichtet hatte, nach Mähren entsandt: »Seitdem unser Volk – hatte der Fürst gesagt – das Heidentum zurückgewiesen hat, beachtet es das christliche Gesetz; wir haben jedoch keinen Lehrer, der imstande wäre, uns den wahren Glauben in unserer Sprache zu erklären«. Die Mission hatte schon sehr bald einen ungewöhnlichen Erfolg... "
Das erregte ihnen gegenüber jedoch die Feindseligkeit des fränkischen Klerus, der zuvor in Mähren eingetroffen war... Um sich zu rechtfertigen, begaben sich die beiden Brüder 867 nach Rom. Während der Reise machten sie in Venedig Halt, wo eine angeregte Diskussion mit den Vertretern der sogenannten »Drei-Sprachen-Häresie« stattfand: Diese meinten, daß es nur drei Sprachen gäbe, in denen man Gott rechtmäßig preisen könne: das Hebräische, das Griechische und das Lateinische. Natürlich widersetzten sich dem die beiden Brüder nachdrücklich. In Rom... [hatte] der Papst... auch die große Bedeutung ihrer außerordentlichen Mission verstanden. Seit der Mitte des ersten Jahrtausends hatten sich nämlich die Slawen sehr zahlreich in jenen Gebieten niedergelassen, die zwischen den beiden Teilen des Römischen Reiches lagen, dem östlichen und dem westlichen, zwischen denen es bereits Spannungen gab. Der Papst begriff, daß die slawischen Völker eine Brückenrolle würden spielen können, indem sie auf diese Weise dazu beitragen, die Einheit unter den Christen der einen und der anderen Reichshälfte zu bewahren. Er zögerte daher nicht, die Mission der beiden Brüder in Großmähren zu genehmigen, und billigte gleichzeitig den Gebrauch der slawischen Sprache in der Liturgie...
Tatsächlich stellen Cyrill und Methodius ein klassisches Beispiel für das dar, was man heute mit dem Begriff »Inkulturation« bezeichnet: Jedes Volk muß die offenbarte Botschaft in die eigene Kultur einsenken und deren heilbringende Wahrheit in der Sprache zum Ausdruck bringen, die seine eigene ist. Das setzt eine sehr anspruchsvolle Arbeit der »Übersetzung« voraus, da sie das Finden angemessener Begriffe erfordert, um den Reichtum des offenbarten Wortes wieder vorzulegen, ohne es zu verraten. Davon haben die beiden heiligen Brüder ein mehr denn je bedeutsames Zeugnis hinterlassen, auf das die Kirche auch heute blickt, um aus ihm Inspiration und Orientierung zu gewinnen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 15. Februar 2014, 13:24:56
Evangelium nach Markus 8,1-10.
In jenen Tagen waren wieder einmal viele Menschen um Jesus versammelt. Da sie nichts zu essen hatten, rief er die Jünger zu sich und sagte:
Ich habe Mitleid mit diesen Menschen; sie sind schon drei Tage bei mir und haben nichts mehr zu essen.
Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke, werden sie unterwegs zusammenbrechen; denn einige von ihnen sind von weither gekommen.
Seine Jünger antworteten ihm: Woher soll man in dieser unbewohnten Gegend Brot bekommen, um sie alle satt zu machen?
Er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie antworteten: Sieben.
Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen. Dann nahm er die sieben Brote, sprach das Dankgebet, brach die Brote und gab sie seinen Jüngern zum Verteilen; und die Jünger teilten sie an die Leute aus.
Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen.
Die Leute aßen und wurden satt. Dann sammelte man die übriggebliebenen Brotstücke ein, sieben Körbe voll.
Es waren etwa viertausend Menschen beisammen. Danach schickte er sie nach Hause.
Gleich darauf stieg er mit seinen Jüngern ins Boot und fuhr in das Gebiet von Dalmanuta.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Homilien zum Matthäusevangelium, Nr. 82
Unser Hirte gibt sich selbst zur Speise

„Wer kann die großen Taten des Herrn erzählen, all seinen Ruhm verkünden?“ (Ps 106,2) Welcher Hirte hat jemals seine Schafe mit seinem eigenen Leib genährt? Doch was sage ich – ein Hirte? Oft vertrauen Mütter ihre Kinder Ammen an, sobald sie geboren sind. Doch Jesus Christus kann sich so etwas nicht für seine Schafe vorstellen. Er nährt uns selber mit seinem eigenen Blut und lässt uns dadurch mit ihm zu einem einzigen Leib werden.
Bedenkt, meine Brüder, dass Christus geboren wurde in unserem eigenen menschlichen Fleisch. Ihr werde vielleicht fragen, was das denn mit uns zu tun hat. Das betrifft doch nicht alle Menschen. Verzeihe mir, mein Bruder, aber für alle ist es von großem Vorteil. Wenn er Mensch geworden ist, gekommen ist, um unsere Natur anzunehmen, dann betrifft dies das Heil aller Menschen. Und wenn er gekommen ist für alle, dann ist er auch für jeden einzelnen gekommen. Ihr werdet womöglich sagen: Warum also haben dann nicht alle Menschen auch die Frucht angenommen, die sie durch dieses Kommen empfangen sollten? Klagt deshalb nicht Jesus an, der dieses Mittel gewählt hat, um für alle zum Heil zu werden. Der Fehler liegt bei denen, die diese Wohltat zurückweisen. Denn in der Eucharistie vereinigt sich Jesus Christus mit einem jeden seiner Gläubigen. Er lässt sie wiedergeboren werden, nährt sie mit sich selber, überlässt sie nicht einfach einem anderen und überzeugt sie dadurch einmal mehr davon, dass er wahrhaft unser Fleisch angenommen hat.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 16. Februar 2014, 10:05:52
Evangelium nach Matthäus 5,17-37.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.
Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.
Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein.
Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.
Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, daß dein Bruder etwas gegen dich hat,
so laß deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.
Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis geworfen.
Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.
Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.
Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Hölle kommt.
Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entläßt, muß ihr eine Scheidungsurkunde geben.
Ich aber sage euch: Wer seine Frau entläßt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch.
Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast.
Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron,
noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs.
Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen.
Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

II. Vatikanisches Konzil
Konstitution „Lumen gentium“ über die Kirche, § 9
„Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen um aufzuheben, sondern um zu erfüllen“

Zu aller Zeit und in jedem Volk ruht Gottes Wohlgefallen auf jedem, der ihn fürchtet und gerecht handelt (vgl. Apg 10,35). Gott hat es aber gefallen, die Menschen nicht einzeln, unabhängig von aller wechselseitigen Verbindung, zu heiligen und zu retten, sondern sie zu einem Volke zu machen, das ihn in Wahrheit anerkennen und ihm in Heiligkeit dienen soll. So hat er sich das Volk Israel zum Eigenvolk erwählt und hat mit ihm einen Bund geschlossen und es Stufe für Stufe unterwiesen. Dies tat er, indem er sich und seinen Heilsratschluß in dessen Geschichte offenbarte und sich dieses Volk heiligte.

Dies alles aber wurde zur Vorbereitung und zum Vorausbild jenes neuen und vollkommenen Bundes, der in Christus geschlossen, und der volleren Offenbarung, die durch das Wort Gottes selbst in seiner Fleischwerdung übermittelt werden sollte. „Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da schließe ich mit dem Hause Israel und dem Hause Juda einen neuen Bund ... Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres geben, und ihrem Herzen will ich es einschreiben, und ich werde ihnen Gott sein, und sie werden mir zum Volke sein ... Alle nämlich werden mich kennen, vom Kleinsten bis zum Größten, spricht der Herr" (Jer 31,31-34). Diesen neuen Bund hat Christus gestiftet, das Neue Testament nämlich in seinem Blute (vgl. 1 Kor 11,25). So hat er sich aus Juden und Heiden ein Volk berufen, das nicht dem Fleische nach, sondern im Geiste zur Einheit zusammenwachsen und das neue Gottesvolk bilden sollte…„ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum ..., ein heiliger Stamm, ein Volk der Erwerbung ... Die einst ein Nicht-Volk waren, sind jetzt Gottes Volk" (1 Petr 2,9-10)...

Wie aber schon das Israel dem Fleische nach auf seiner Wüstenwanderung Kirche Gottes genannt wird (2 Esr 13,1; vgl. Num 20,4; Dtn 23,1ff), so wird auch das neue Israel, das auf der Suche nach der kommenden und bleibenden Stadt (vgl. Hebr 13,14) in der gegenwärtigen Weltzeit einherzieht, Kirche Christi genannt (vgl. Mt 16,18). Er selbst hat sie ja mit seinem Blut erworben (vgl. Apg 20,28), mit seinem Geiste erfüllt und mit geeigneten Mitteln sichtbarer und gesellschaftlicher Einheit ausgerüstet.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 17. Februar 2014, 08:11:50
Evangelium nach Markus 8,11-13.
In jener Zeit kamen die Pharisäer und begannen ein Streitgespräch mit ihm; sie forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen.
Da seufzte er tief auf und sagte: Was fordert diese Generation ein Zeichen? Amen, das sage ich euch: Dieser Generation wird niemals ein Zeichen gegeben werden.
Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. [Pater] Pio von Pietrelcina (1887-1968), Kapuziner
CE 57, Ep. 3, 400 f.
„Warum fordert diese Generation ein Zeichen?“

Der schönste Glaubensakt ist der, der in aller Dunkelheit über deine Lippen kommt, mitten in Opfern, in Leiden, in der äußersten Anstrengung eines festen Willens, das Gute zu tun. Wie der Blitz zerreißt dieser Glaubensakt das Dunkel deiner Seele, hebt dich mitten im Gewitter empor und führt dich zu Gott.


Der lebendige Glaube, die unerschütterliche Gewissheit, die bedingungslose Annahme des Willens des Herrn – dies ist das Licht, das den Weg des Volkes Gottes in der Wüste erleuchtet. Dieses selbe Licht leuchtet jeden Augenblick in jedem Geist, der dem Vater gefällt. Dieses selbe Licht hat auch die hl. drei Weisen zur Anbetung des neugeborenen Messias geleitet. Es ist der von Bileam prophezeite Stern (Num 24,17), die Fackel, die die Schritte eines jeden Gottsuchenden lenkt.


Dieses Licht, dieser Stern, diese Fackel, sie sind es auch, die deine Seele erleuchten, die deine Schritte lenken, damit du nicht strauchelst, die deinen Geist in der Liebe Gottes stärken. Du siehst das nicht und du verstehst es nicht, aber das ist auch nicht nötig. Du siehst nur Dunkelheit, aber gewiss nicht die Dunkelheit der Söhne des Verderbens, sondern die, welche die ewige Sonne verhüllen. Sei ganz sicher, dass diese Sonne in deiner Seele leuchtet. Der Prophet des Herrn hat sie besungen: „In deinem Licht sehen wir das Licht (Ps 35,10).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 18. Februar 2014, 08:16:22
Evangelium nach Markus 8,14-21.
In jener Zeit hatten die Jünger vergessen, bei der Abfahrt Brote mitzunehmen; nur ein einziges hatten sie dabei.
Und er warnte sie: Gebt acht, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes!
Sie aber machten sich Gedanken, weil sie kein Brot bei sich hatten.
Als er das merkte, sagte er zu ihnen: Was macht ihr euch darüber Gedanken, daß ihr kein Brot habt? Begreift und versteht ihr immer noch nicht? Ist denn euer Herz verstockt?
Habt ihr denn keine Augen, um zu sehen, und keine Ohren, um zu hören? Erinnert ihr euch nicht:
Als ich die fünf Brote für die Fünftausend brach, wie viele Körbe voll Brotstücke habt ihr da aufgesammelt? Sie antworteten ihm: Zwölf.
Und als ich die sieben Brote für die Viertausend brach, wie viele Körbe voll habt ihr da aufgesammelt? Sie antworteten: Sieben.
Da sagte er zu ihnen: Versteht ihr immer noch nicht?


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gertrud von Helfta (1256 - 1301), Benediktinerin
Exerzitien, Nr. 5; SC 127
„Begreift und versteht ihr immer noch nicht?“

„Gott, mein Gott, ich suche dich schon beim Morgenrot“ (Ps 63,2 Vg)… O du heiteres Licht meiner Seele, du strahlender Morgen: werde doch endlich zum Anbruch des Tages in mir! Wirf deinen Glanz auf mich in solcher Klarheit, dass „ich in deinem Licht das Licht schaue“ (Ps 36,10), dass meine Nacht zum Tag wird durch dich. Mein geliebter Morgen, aus Liebe zu deiner Liebe möge ich für nichts und Tand alles erachten, was nicht du bist. Such mich auf, bereits wenn der Tag anbricht, um mich sogleich in dich zu verwandeln… Vernichte, was von mir ist, und lass mich so ganz und gar in dich eingehen, dass ich mich in dieser begrenzten Erdenzeit nie mehr in mir selbst finden kann, sondern dass ich auf ewig mit dir innig vereint bleibe…

Wann werde ich je gesättigt sein von solch großer, strahlender Schönheit? Du, Jesus, strahlender Morgenstern (Offb 22,16), leuchtend in göttlicher Klarheit – wann werde ich je erleuchtet sein von deiner Gegenwart? Du liebenswerter Glanz, wann wirst du mich sättigen mit dir? Ach, könnte ich doch hienieden nur ein klein wenig die zarten Strahlen deiner Schönheit verspüren… wenigstens einen Vorgeschmack deiner Süße haben und dich im Voraus verkosten, dich, mein auserwähltes Erbe (vgl. Ps 16,5)… Du bist der schimmernde Spiegel der Heiligen Dreifaltigkeit, in den zu schauen denen erlaubt ist, die ein reines Herz haben (Mt 5,8): dort oben von Angesicht zu Angesicht, hienieden nur im Widerschein.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 19. Februar 2014, 08:19:48
Evangelium nach Markus 8,22-26.
Sie kamen nach Betsaida. Da brachte man einen Blinden zu Jesus und bat ihn, er möge ihn berühren.
Er nahm den Blinden bei der Hand, führte ihn vor das Dorf hinaus, bestrich seine Augen mit Speichel, legte ihm die Hände auf und fragte ihn: Siehst du etwas?
Der Mann blickte auf und sagte: Ich sehe Menschen; denn ich sehe etwas, das wie Bäume aussieht und umhergeht.
Da legte er ihm nochmals die Hände auf die Augen; nun sah der Mann deutlich. Er war geheilt und konnte alles ganz genau sehen.
Jesus schickte ihn nach Hause und sagte: Geh aber nicht in das Dorf hinein!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Juliana von Norwich (1342-nach 1416), englische Inklusin
Offenbarungen von der göttlichen Liebe, Kap.52
„Siehst du etwas?“

Ich habe gesehen, dass Gott sich freut, unser Vater zu sein. Er freut sich, dass er unsere Mutter, unser einziger Gemahl ist und dass unsere Seele seine geliebte Gemahlin ist. Christus freut sich, dass er unser Bruder ist; Jesus freut sich, dass er unser Retter ist…

Während unseres Erdendaseins müssen wir, die gerettet werden, eine erstaunliche Mischung von Gut und Böse zu Kenntnis nehmen. Wir haben unseren auferstandenen Herrn Jesus Christus in uns und haben in uns das Elend und die Bosheit, die vom Fall und vom Tod Adams herrühren … Der Fall Adams hat uns so zerschlagen, dass wir, bedingt durch Sünde und mannigfaltige Leiden, den Eindruck haben, um uns herrsche Dunkelheit. Wir sind blind und erfahren kaum die kleinste Stärkung. Durch unsren Willen, unser Verlangen aber bleiben wir in Gott und glauben vertrauensvoll an seine Barmherzigkeit und Gnade. So wirkt er in uns. Durch seine Güte öffnet er die Augen unseres Verstandes, der, je nach der ihm geschenkten Fähigkeit, uns manchmal mehr und manchmal weniger erkennen lässt. Manchmal hebt er uns in die Höhe, manchmal lässt er zu, dass wir fallen.

Diese Mischung ist so verwirrend, unser Empfinden so unterschiedlich, dass wir, was uns und unsere Mitchristen betrifft, nur schwer erkennen können, auf welchem Weg wir uns befinden. Was aber zählt, ist, dass wir Gott ein heiliges „Ja“ geben, wenn wir ihn vernehmen, und dass wir mit ganzem Herzen, ganzer Seele und all unserer Kraft (Mk 12,30) wirklich bei ihm sein wollen. Dann hassen und verachten wir unseren Drang zum Bösen… In diesem Durcheinander verbleiben wir alle Tage unseres Lebens.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 20. Februar 2014, 08:17:23
Evangelium nach Markus 8,27-33.
Jesus ging mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Unterwegs fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen?
Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten.
Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Messias!
Doch er verbot ihnen, mit jemand über ihn zu sprechen.
Dann begann er, sie darüber zu belehren, der Menschensohn müsse vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen.
Und er redete ganz offen darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe.
Jesus wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Zisterzienser
Geistliche Schriften, 07.04.1938
"Dann begann er, sie darüber zu belehren, dass der Menschensohn vieles erleiden müsse“

Jesus, ich danke dir: was haben mir die Menschen beigebracht, was Du mir nicht seit deinem Kreuzestod beigebracht hättest? Es ist noch nicht lange her, da habe ich klar erkannt, dass man nur bei dir Erkenntnisse sammelt und dass du allein bei Prüfungen und Versuchungen Kraft gibst; dass man nur am Fuße deines Kreuzes, wenn man sieht, wie du ans Kreuz genagelt bist, Vergebung, Demut, Liebe und Güte lernt. Vergiss mich nicht, Herr, sieh auf mich, der ich vor dir ausgestreckt daliege, und gewähre mir, um was ich dich bitte. Wenn dann Verachtung, Demütigungen folgen…, was liegt mir schon daran! Mit dir an meiner Seite kann ich alles. Die gewaltige, bewundernswerte, unaussprechliche Lehre, die du mir seit deinem Kreuzestod erteilst, gibt mir zu allem Kraft.

Angespuckt hat man dich, beleidigt, gegeißelt, an ein Kreuz genagelt, und du, Gott, hast vergeben, demütig geschwiegen und sogar dich selber als Opfer dargebracht. Was könnte ich schon über deine Passion sagen? Es ist besser, dass ich nichts sage und tief in meinem Herzen das betrachte, was der Mensch nie verstehen kann; dass ich mich damit bescheide, das Mysterium der Passion zu lieben, intensiv, leidenschaftlich…

Wie süß ist doch das Kreuz Christi! Wie süß ist es, zu leiden und zu vergeben… Wie könnte man dabei nicht wahnsinnig werden? Er zeigt mir sein Herz, es ist offen für die Menschen und wird verachtet. Wo hat man je einen solchen Schmerz gesehen, wer hätte sich ihn je vorstellen können? Wie gut lebt es sich doch nahe beim Herzen Christi!
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 21. Februar 2014, 08:18:16
Evangelium nach Markus 8,34-38.9,1.
In jener Zeit rief Jesus die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?
Um welchen Preis könnte ein Mensch sein Leben zurückkaufen?
Denn wer sich vor dieser treulosen und sündigen Generation meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er mit den heiligen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommt.
Und er sagte zu ihnen: Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie gesehen haben, daß das Reich Gottes in (seiner ganzen) Macht gekommen ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Zisterzienser
Geistliche Schriften, 07.04.1938
„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“

Wie gut lässt es sich leben im Herzen Christi! Wer wollte da klagen, dass er leiden muss? Nur der Tor, der nicht die Passion Christi, das Kreuz Christi, das Herz Christi anbetet – nur er kann an seinem eigenen Leid verzweifeln…. wie gut lässt es sich leben nahe beim Kreuz Jesu!

Jesus Christus, lass mich wissen, wie man Verachtung, Beleidigung, Ablehnung lieben kann. Bring mir bei, demütig und freudig Leid zu ertragen, wie die Heiligen, ohne dass ich schreie. Lehre mich, denen gegenüber sanft zu sein, die mich nicht mögen oder mich ablehnen. Unterweise mich in dem Denken, das du, erhöht auf Kalvaria, die ganzen Welt erkennen lässt.

Aber ich bin im Bilde: eine innere, sanfte Stimme erklärt mir alles. Ich verspüre in mir etwas, das von dir kommt und das ich nicht genau beschreiben kann. Es entschlüsselt mir viele Geheimnisse, die dem Menschen nicht zugänglich sind. Auf meine Weise, Herr, verstehe ich alles: Es ist die Liebe! Sie allein! Ich verstehe, Herr, ich brauche darüber hinaus nichts. Es ist die Liebe! Wer könnte die Liebe Christi erklären? Schweigen sollen doch Menschen und Geschöpfe! Lasst auch uns schweigen, damit wir in der Stille vernehmen das Flüstern der Liebe, der demütigen, geduldigen, maßlosen und grenzenlosen Liebe, die Jesus uns anbietet, angenagelt am Kreuz, mit geöffneten Armen. Die törichte Welt vernimmt es nicht.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 22. Februar 2014, 12:20:07
Evangelium nach Matthäus 16,13-19.
In jener Zeit als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?
Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.
Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!
Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Leo der Große (? - um 461), Papst und Kirchenlehrer
4. Predigt anlässlich des Jahrestags seiner Weihe
„Auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“

Nichts entzog sich der Weisheit und Macht Christi: die Elemente der Natur standen ihm zur Verfügung, die Geister gehorchten ihm, die Engel dienten ihm... Doch im ganzen Universum ist Petrus allein auserwählt, den Vorsitz zu führen bei der Berufung aller Völker, bei der Leitung aller Apostel und aller Kirchenväter. So sollte Petrus, obwohl es im Volk Gottes viele Priester und Hirten gibt, alle führen, wobei Christus sie zudem als Haupt führt...

Der Herr fragt alle Apostel, für wen die Leute ihn halten. Und sie alle sagen dasselbe, wobei sie ausführlich die Zweifel darlegen, die von der Unwissenheit der Menschen herrühren. Aber als der Herr die Meinung der Jünger selbst zu hören verlangt, bekennt derjenige als erster den Herrn, der in der Rangordnung der Apostel die erste Stelle einnimmt. Er sagt: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes“, und Jesus antwortet ihm: „Selig bist du Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel“. Das bedeutet: Selig bist du, denn mein Vater hat dich das gelehrt; die Meinung der Welt hat dich nicht irregeleitet, sondern eine Eingebung des Himmels hat dich unterwiesen; nicht Fleisch und Blut haben dir erlaubt zu enthüllen, wer ich bin, sondern Er, dessen einziger Sohn ich bin.

„Ich aber sage dir“ bedeutet: Wie mein Vater dir mein göttliches Wesen offenbart hat, so lasse ich dich deiner Vorrangstellung bewusst werden. „Du bist Petrus“ bedeutet: Ich bin der unerschütterliche Fels, der Eckstein, der die beiden Völker zu einem einzigen macht, der Grund, der gelegt ist – und niemand kann einen anderen Grund legen (1 Kor 3,11); aber auch du bist Fels, denn du bist dauerhaft durch meine Kraft, und was mir zu eigen ist durch meine Kraft, das hast du in Gemeinschaft mit mir, an der du teilhast. „Auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“. Auf diesen festen Grund, sagt Jesus, werde ich einen unvergänglichen Tempel erbauen, meine Kirche, und seine Spitze soll bis zum Himmel reichen; er wird auf der Festigkeit dieses Glaubens in die Höhe ragen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 23. Februar 2014, 12:24:07
Evangelium nach Matthäus 5,38-48.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.
Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.
Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann laß ihm auch den Mantel.
Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm.
Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.
Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er läßt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?
Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Franziskus von Assisi (1182 - 1226), Gründer der Minderbrüder
Ermahnungen, 9-10
„Ich aber sage euch: leistet dem, der euch etwas Böses antut, keine Widerstand“

Der Herr sagt: „Liebt einander“. Seinen Feind wirklich lieben, heißt zuerst einmal, sich nicht von dem Unrecht vereinnahmen zu lassen, das einem selber widerfährt. Es heißt, die Sünde des Anderen schmerzlich als eine Beleidigung des liebenden Gottes zu empfinden und diesem Gott durch das eigene Tun zu beweisen, dass er immer noch geliebt ist.

„Habe ich gesündigt? Der Teufel ist schuld daran. War ich ungerecht? Der Andere ist schuld!“ Viele Christen nehmen diese Haltung ein. Man darf aber nicht einem anderen Menschen die Schuld zuweisen. Jeder hat den Feind in seiner Hand. Der Feind ist der Egoismus, der uns in Sünde fallen lässt. Es ist also der Diener (Gottes) gut beraten, der den Feind, wenn er ihm in die Hände fällt, immer an die Kette legt und sich weise gegen ihn wappnet. Solange er sich so verhält, kann ihm kein Feind, mag er sichtbar oder unsichtbar sein, etwas anhaben.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 24. Februar 2014, 08:20:28
Evangelium nach Johannes 15,9-17.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!
Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.
Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.
Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.
Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.
Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.
Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, daß ihr euch aufmacht und Frucht bringt und daß eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.
Dies trage ich euch auf: Liebt einander!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Tertullian (um 155 – um 220), Theologe
De Praescriptione , 20-21; CCL 1,201-203
«Ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe»

Unter seinen Jüngern hat Christus eine Auswahl getroffen und diejenigen enger an sich gebunden, die er zu allen Völkern schicken wollte, damit sie dort predigten. Nachdem sich ihre Zahl um einen verringert hatte, befahl der auferstandene Christus vor seiner Rückkehr zum Vater den verbliebenen Elf, die Völker zu lehren, um sie dann auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen.

Alsbald wählten die Apostel – der Name bedeutet „Abgesandte“- anstelle des Judas durch das Los Matthias als Zwölften, gemäß der Prophetie, die sich in einem Psalm Davids findet (1o9,8). Mit der ihnen versprochenen Kraft des Heiligen Geistes erhielten sie die Gabe, Wunder zu tun und in fremden Sprachen zu reden. Sie bezeugten den Glauben an Jesus Christus zuerst in Judäa und gründeten dort Kirchen. Von da aus zogen sie in die ganze Welt, um unter den Völkern die gleiche Lehre und den gleichen Glauben zu verbreiten...

Was lehrten die Apostel? Was hat ihnen Christus offenbart? Ich würde so sagen: Man sollte nicht versuchen, dies auf andere Weise zu erfahren als eben durch die Kirchen, die von den Aposteln durch Wort und Schrift gegründet worden sind. Wenn das zutrifft, dann ist es unbestreitbar, dass jede Lehre, die mit diesen apostolischen Kirchen – als dem Mutterboden und der Quelle des Glaubens – übereinstimmt, als echt angesehen werden muss, weil sie das enthält, was die Kirchen von den Aposteln, die Apostel von Christus und Christus von Gott empfangen haben.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 25. Februar 2014, 08:50:32
Evangelium nach Markus 9,30-37.
Sie gingen von dort weg und zogen durch Galiläa. Er wollte aber nicht, daß jemand davon erfuhr;
denn er wollte seine Jünger über etwas belehren. Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen.
Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen.
Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen?
Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer (von ihnen) der Größte sei.
Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen:
Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor von Nazianz (330 - 390), Bischof und Kirchenlehrer
Homilie zum Osterfest; PG 36, 624
„Der Letzte von allen und der Diener aller“

Wer in seiner Verunsicherung durch die Wundmale Christi die Frage stellt: „Wer ist der König der Herrlichkeit?“ (Ps 24,8), dem antworte: Es ist Christus, „stark und gewaltig“ (ebd.) in allem was er getan hat und immer noch tut…

Ist er denn schwach, weil er sich um deinetwillen erniedrigt hat? Ist er zu verachten, weil er, der gute Hirt, sein Leben für seine Herde gibt? Weil er gekommen ist, das verirrte Schaf zu suchen, und es, wenn er es gefunden hat, zurückbringt auf den Schultern, die um des Schafes willen das Kreuz getragen haben? Weil er es wieder zum ewigen Leben erweckt und in die Schar der treuen Schafe aufnimmt, die im sicheren Schoß der Herde geblieben sind? (Joh 10,11; Lk 15,4). Verachtest du ihn, weil er auf der Suche nach dem verlorenen Geldstück eine Lampe, sein eigenes Fleisch, angezündet und sein Haus gefegt, und so die Welt von der Sünde befreit hat? Weil er in seiner Passion die Schönheit seines königlichen Antlitzes verloren hat? (Lk 15,8f; Mk 12,16)…

Glaubst du, er hat an Größe verloren, weil er sich mit einem Leintuch umgürtet hat, um die Füße seiner Jünger zu waschen? Weil er ihnen so vorgeführt hat, dass die sicherste Weise, sich zu erheben, darin besteht, sich zu erniedrigen (Joh 13,4f)? Machst du es Gott zum Vorwurf, dass Christus sich erniedrigt und seine Seele zur Erde beugt, um mit ihr jene zu erheben, die unter dem Joch der Sünde gebeugt sind (Mt 11,28)? Wirfst du ihm vor, dass er mit den Zöllnern und Sündern gegessen hat… um ihres Heiles willen (Mt 9,10)? Wie kann man einem Arzt den Prozess machen, der sich über die Leiden und Wunden der Kranken beugt, um sie zu heilen?
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 26. Februar 2014, 08:27:21
Evangelium nach Markus 9,38-40.
In jener Zeit sagte Johannes, einer der Zwölf, zu Jesus: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt.
Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden.
Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Generalaudienz am 12.06.2013
Geht er mit uns?

Heute möchte ich kurz bei einem weiteren Begriff verweilen, mit dem das Zweite Vatikanische Konzil die Kirche beschreibt: bei dem Begriff „Volk Gottes“… Was bedeutet es, „Volk Gottes“ zu sein? Zunächst bedeutet es, dass Gott keinem Volk in eigener Weise gehört; denn er ist es, der uns ruft, uns beruft, uns einlädt, zu seinem Volk zu gehören, und diese Einladung ist an alle gerichtet, ohne Unterschied, denn Gottes Barmherzigkeit »will, dass alle Menschen gerettet werden« (1 Tim 2,4).

Jesus sagt nicht zu den Aposteln und zu uns, dass wir eine exklusive Gruppe, eine Elite bilden sollen. Jesus sagt: Macht alle Völker zu meinen Jüngern (vgl. Mt 28,19). Der hl. Paulus sagt: Im Volk Gottes, in der Kirche, gibt es »nicht mehr Juden und Griechen… denn ihr seid alle ›einer‹ in Christus Jesus« (Gal 3,28). Auch dem, der sich fern von Gott und von der Kirche fühlt, der ängstlich oder gleichgültig ist, der meint, sich nicht mehr ändern zu können, möchte ich sagen: Der Herr ruft auch dich, zu seinem Volk zu gehören, und er tut dies mit großer Achtung und Liebe! Er lädt uns ein, zu diesem Volk, zum Volk Gottes zu gehören.

Wie wird man zu Gliedern dieses Volkes? Nicht durch die physische Geburt, sondern durch eine neue Geburt. Im Evangelium sagt Jesus zu Nikodemus, dass man neu geboren werden muss, aus Wasser und aus Geist, um in das Reich Gottes zu kommen (vgl. Joh 3,3–5). Durch die Taufe werden wir in dieses Volk eingegliedert, durch den Glauben an Christus: ein Geschenk Gottes, das genährt werden und dass in unserem ganzen Leben zum Wachsen gebracht werden muss. Wir wollen uns fragen: Wie lasse ich den Glauben wachsen, den ich in meiner Taufe empfangen habe? Wie lasse ich diesen Glauben wachsen, den ich empfangen habe und den das Volk Gottes besitzt?
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 27. Februar 2014, 08:55:52
Evangelium nach Markus 9,41-50.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört - amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen.
Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde.
Wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer.
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Und wenn dich dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau ihn ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden.
[]
Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus; es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden,
wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.
Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden.
Das Salz ist etwas Gutes. Wenn das Salz die Kraft zum Salzen verliert, womit wollt ihr ihm seine Würze wiedergeben? Habt Salz in euch, und haltet Frieden untereinander!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Generalaudienz vom 12.06.2013 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander!“

Welches ist das Gesetz des Volkes Gottes? Es ist das Gesetz der Liebe, Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten nach dem neuen Gebot, das der Herr uns gegeben hat (vgl. Joh 13,34)... Gott als einzigen Herrn des Lebens anzuerkennen und gleichzeitig den anderen als echten Bruder anzunehmen und Spaltungen, Feindschaften, Unverständnis, Egoismus zu überwinden; diese beiden Dinge gehören zusammen...

Welche Sendung hat dieses Volk? Es hat die Sendung, die Hoffnung und das Heil Gottes in die Welt zu tragen; Zeichen der Liebe Gottes zu sein, der alle zur Freundschaft mit sich ruft; Sauerteig zu sein, der den ganzen Teig durchsäuert, Salz, das Geschmack gibt und das vor dem Verderben bewahrt; ein Licht zu sein, das erleuchtet. Um uns herum... sehen wir die Gegenwart des Bösen, sehen wir, dass der Teufel wirkt. Aber ich möchte mit lauter Stimme sagen: Gott ist stärker!... Weil er der Herr ist, der einzige Herr. Und ich möchte hinzufügen, dass die zuweilen dunkle, vom Bösen gezeichnete Wirklichkeit sich ändern kann, wenn wir als erste das Licht des Evangeliums dorthin bringen, vor allem durch unser Leben...
Liebe Brüder und Schwestern, Kirche sein, Volk Gottes sein, nach dem großen Liebesplan des Vaters, bedeutet, der Sauerteig Gottes in unserer Menschheit zu sein. Es bedeutet, Gottes Heil zu verkünden und in unsere Welt zu tragen, die oft verloren ist, die Antworten braucht, die Mut machen, Hoffnung schenken, neue Kraft auf dem Weg schenken. Die Kirche möge Ort der Barmherzigkeit und der Hoffnung Gottes sein, wo jeder spüren kann, dass er angenommen und geliebt ist, dass ihm vergeben wurde, und er sich ermutigt fühlt, dem guten Leben des Evangeliums gemäß zu leben. Und damit der andere sich angenommen und geliebt fühlt, damit er spürt, dass ihm vergeben wurde, und er sich ermutigt fühlt, muss die Kirche offene Türen haben, damit alle eintreten können. Und wir müssen durch diese Türen hinausgehen und das Evangelium verkünden.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 28. Februar 2014, 08:19:32
Evangelium nach Markus 10,1-12.
In jener Zeit kam Jesus nach Judäa und in das Gebiet jenseits des Jordan. Wieder versammelten sich viele Leute bei ihm, und er lehrte sie, wie er es gewohnt war.
Da kamen Pharisäer zu ihm und fragten: Darf ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen? Damit wollten sie ihm eine Falle stellen.
Er antwortete ihnen: Was hat euch Mose vorgeschrieben?
Sie sagten: Mose hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde auszustellen und (die Frau) aus der Ehe zu entlassen.
Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben.
Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen.
Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen,
und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins.
Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber.
Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entläßt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch.
Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entläßt und einen anderen heiratet.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Generalaudienz vom 02.04.1980 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen“

Dadurch, daß das Wort Gottes Fleisch wurde, ist der Leib, ich möchte sagen, wie durch das Hauptportal in die Theologie eingetreten... Die Menschwerdung ‒ und die daraus folgende Erlösung ‒ ist auch zum entscheidenden Grund für den sakramentalen Charakter der Ehe geworden... Viele Menschen und viele Christen suchen in der Ehe die Erfüllung ihrer Berufung. Viele wollen in ihr den Weg zum Heil und zur Heiligkeit finden.
Für sie ist die Antwort Christi an die Pharisäer, die Eiferer im Alten Testament, von besonderer Bedeutung... In der Tat, wie unerläßlich ist auf dem Weg dieser Berufung das tiefe Bewußtsein von der Bedeutung des Leibes in seiner Männlichkeit bzw. Weiblichkeit! Wie notwendig ist ein klares Bewußtsein von der bräutlichen Bedeutung des Leibes, seiner Bedeutung für die Weckung neuen Lebens, soll doch alles, was den Inhalt des Lebens der Ehepartner ausmacht, in ihrem Zusammenleben, in ihrem Verhalten und Empfinden unaufhörlich sein volles personales Gewicht finden! Dies gilt erst recht vor dem Hintergrund einer Zivilisation, die unter dem Druck eines materialistischen und utilitaristischen Denkens und Wertens steht...
Wie bezeichnend ist es doch, daß Christus in der Antwort auf alle diese Fragen dem Menschen gebietet... an die Schwelle seiner theologischen Geschichte zurückzukehren! Er gebietet ihm, sich auf die Scheitellinie zwischen dem glückhaften Zustand der ursprünglichen Unschuld und dem Erbe des Sündenfalls zu versetzen. Will er ihm damit nicht... sagen, daß der Weg, auf dem er den Menschen, als Mann und Frau, im Sakrament der Ehe führt, also der Weg der "Erlösung des Leibes", in der Rückgewinnung jener Würde bestehen muß, in welcher sich zugleich der wahre Sinn des menschlichen Körpers, seine personale und "gemeinschaftliche" Bedeutung erfüllt?
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 01. März 2014, 11:58:36
Evangelium nach Markus 10,13-16.
In jener Zeit brachte man Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab.
Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Laßt die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.
Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.
Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Selbstbiographische Schriften
«Lasset die Kinder zu mir kommen»

Sie wissen, meine Mutter, ich habe immer danach verlangt, eine Heilige zu werden; aber ach! Wenn ich mich mit den Heiligen verglich, stellte ich stets fest, dass zwischen ihnen und mir derselbe Unterschied besteht wie zwischen einem Berg, dessen Gipfel sich in die Himmel verliert, und dem unscheinbaren Sandkorn, über das die Füße der Leute achtlos hinwegschreiten. Statt zu verzagen, sagte ich mir: Der Liebe Gott flößt keine unerfüllbaren Wünsche ein, ich darf also trotz meiner Kleinheit nach Heiligkeit streben; mich größer machen ist unmöglich; ich muss mich ertragen, wie ich bin, mit all meinen Unvollkommenheiten; aber ich will das Mittel suchen, in den Himmel zu kommen, auf einem kleinen Weg, einem recht geraden, recht kurzen, einem ganz neuen kleinen Weg.

Wir leben in einem Jahrhundert der Erfindungen, man nimmt sich jetzt die Mühe nicht mehr, die Stufen einer Treppe emporzusteigen, bei den Reichen ersetzt ein Fahrstuhl die Treppe aufs vorteilhafteste. Auch ich möchte einen Aufzug finden, der mich zu Jesus emporhebt, denn ich bin zu klein, um die beschwerliche Treppe der Vollkommenheit hinaufzusteigen. Ich suchte daher in den heiligen Büchern nach einem Hinweis auf den Fahrstuhl, den ich begehrte, und ich stieß auf die aus dem Munde der Ewigen Weisheit kommenden Worte: „Ist jemand ganz klein, so komme er zu mir.“ (Spr 9,4)

So kam ich denn, ahnend, dass ich gefunden hatte, was ich suchte. Und weil ich wissen wollte, o mein Gott, was du dem ganz Kleinen tätest, der deinem Ruf folgen würde, setzte ich meine Erkundungen fort, und schauen Sie, was ich fand: „Wie eine Mutter ihr Kind liebkost, so will ich euch trösten; an meiner Brust will ich euch tragen und auf meinen Knien euch wiegen“ (Jes 66,13). Ach, niemals sind zartere, lieblichere Worte erfreuend an meine Seele gedrungen; der Fahrstuhl, der mich bis zum Himmel emporheben soll, deine Arme sind es, o Jesus! Dazu brauche ich nicht zu wachsen, im Gegenteil, ich muss klein bleiben, ja, es mehr und mehr werden. O mein Gott, du hast meine Erwartungen übertroffen, und ich, „ich will deine Erbarmungen besingen“ (Ps 88,2 Vulg).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 02. März 2014, 11:36:12
Evangelium nach Matthäus 6,24-34.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern : Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.
Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, daß ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, daß ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung?
Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?
Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.
Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.
Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wieviel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!
Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?
Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles braucht.
Euch aber muß es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.
Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Taufkatechesen, Nr. 8; SC 50
„Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung?"

Wenn wir tatsächlich der geistlichen Wirklichkeit den ersten Platz einräumen, werden wir uns nicht um die materiellen Güter zu sorgen haben, da Gott in seiner Güte sie uns im Überfluss verschaffen wird. Wenn aber stattdessen unser Interesse dem Materiellen gilt und wir auf unser geistliches Leben nicht achten, wird uns die ständige Sorge um irdische Belange dazu bringen, unsere Seele zu vernachlässigen... Stellen wir also die Ordnung der Dinge nicht auf den Kopf. Im Wissen um die Güte unseres Meisters werden wir ihm in allem unser Vertrauen schenken und werden uns somit nicht von den Sorgen der Welt übermannen lassen... „denn euer Vater im Himmel weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet“ (Mt 7,32.8).

Jesus will also, dass wir frei von allen weltlichen Sorgen seien und dass wir uns ganz und gar den geistlich Werken widmen. „Deshalb sucht“, so spricht er, „die geistlichen Güter, ich aber werde selbst für alle eure irdischen Bedürfnisse in vollem Maße Sorge tragen... Seht euch die Vögel des Himmels an, sie sähen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie.“ Oder anders gesagt: „Wenn ich grundlos so gut für die Vögel sorge und ihnen alles, dessen sie bedürfen, ohne Aussaat und ohne Feldarbeit bereit stelle, so werde ich doch umso umfassender über euch wachen, die ihr mit einem Verstand ausgestattet seid, vorausgesetzt, dass ihr euch dafür entscheidet, das Geistliche dem Körperlichen vorzuziehen. Da ich jene Vögel für euch erschaffen habe, wie alle übrigen Geschöpfe auch und so sehr für alle Sorge trage - welcher Fürsorge würde ich euch denn nicht würdig erachten, euch, für die ich doch all dies geschaffen habe?“
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 03. März 2014, 08:19:29
Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. März 2014 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
"Liebe Kinder! Ich komme als Mutter zu euch und ich möchte, dass ihr in mir als Mutter Wohnstätte, Trost und Erholung findet. Deshalb, meine Kinder, Apostel meiner Liebe, betet. Betet mit demütiger Frömmigkeit, Gehorsamkeit und vollkommenem Vertrauen in den himmlischen Vater. Vertraut, sowie auch ich vertraute, als mir gesagt wurde, dass ich die Segensverheißung bringen werde. Es komme aus eurem Herzen, über eure Lippen, immer: "Dein Wille geschehe". Deshalb vertraut und betet, damit ich beim Herrn für euch Fürsprache halten kann, damit Er euch den himmlischen Segen gibt und euch mit dem Heiligen Geist erfüllt. Dann werdet ihr all jenen helfen können, die den Herrn nicht kennen. Ihr, Apostel meiner Liebe werdet ihnen helfen, dass sie Ihn mit vollem Vertrauen Vater nennen. Betet für eure Hirten und vertraut auf ihre gesegneten Hände. Ich danke euch!"[/b]
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 04. März 2014, 08:54:51
Evangelium nach Markus 10,28-31.
In jener Zeit sagte Petrus zu Jesus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat,
wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.
Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe
No Greater Love, S.95
«Alles verlassen, um ihm zu folgen»

Die Reichtümer, seien sie materieller oder spiritueller Art, können uns die Luft abschneiden, wenn wir nicht richtig mit ihnen umgehen. Denn selbst Gott kann nichts in ein Herz legen, dass schon zum Bersten voll ist. Irgendwann wird unausweichlich daraus ein Hunger nach Geld erwachsen und eine Gier nach allem, was Geld zu verschaffen vermag – die Suche nach Überflüssigem, nach Luxus in Nahrung, Kleidung und Vergnügen. Die Bedürfnisse wachsen so immer mehr, weil eine Sache nach der nächsten verlangt. Am Ende jedoch bleibt nur noch ein unkontrollierbares Gefühl der Unbefriedigtheit. Verbleiben wir so leer wie nur irgend möglich, auf dass uns Gott erfüllen möge.

Unser Herr ist ein lebendiges Beispiel: Vom ersten Tag seiner menschlichen Existenz an hat er eine Armut kennengelernt, die kein einziges menschliches Wesen jemals kennenlernen wird, denn „Er, der reich war, wurde euretwegen arm, um euch durch seine Armut reich zu machen“ (2 Kor 8,9). Christus hat sich selbst seines ganzen Reichtums entblößt. Genau da kommt der Widerspruch zum Vorschein: Wenn ich so arm wie Christus sein will, der arm geworden ist, obgleich er reich war, was muss ich dann tun? Es wäre eine Schande für uns, reicher als Jesus zu sein, der um unseretwillen bittere Armut erlitten hat.

Am Kreuz war Christus um alles gebracht. Selbst das Kreuz war ihm von Pilatus gegeben worden; die Nägel und die Dornenkrone von den Soldaten. Er war nackt. Als er gestorben war, hat man ihn des Kreuzes beraubt, ihm die Nägel und die Krone weggenommen. Er wurde in ein Stück Tuch gehüllt, das Geschenk eines mildtätigen Menschen, und in ein Grab gelegt, das ihm nicht gehörte. Und das alles, obwohl Jesus wie ein König hätte sterben oder sich sogar den Tod hätte ersparen können. Aber er hat die Armut gewählt, da er wusste, dass sie das wahre Mittel ist, Gott zu besitzen und seine Liebe in die Welt hineinzutragen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 05. März 2014, 08:13:27
Evangelium nach Matthäus 6,1-6.16-18.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern : Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
Wenn du Almosen gibst, laß es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.
Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, daß sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht,
damit die Leute nicht merken, daß du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cyrill von Jerusalem (313 – 350), Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer
Katechesen zur Taufe, Nr. 1, 1.5
Das Fasten führt in der Osternacht zur Taufe, zur Vergebung der Sünden

[„Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden.“] Ihr, die ihr jetzt getauft werdet, seid schon Jünger des Neuen Bundes und Teilhaber an den Mysterien Christi; ihr habt euch „ein neues Herz und einen neuen Geist geschaffen“, zur Freude derer, die im Himmel leben… Ihr habt euch auf eine gute und sehr schöne Reise gemacht…: der eingeborene Sohn Gottes ist da, bereit euch loszukaufen. „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ Ihr seid niedergedrückt und leidet unter euren Sünden, seid in eure Vergehen verstrickt; so hört, was der Prophet euch sagt: „Wascht euch, reinigt euch! Lasst ab von eurem üblen Treiben, damit der Chor der Engel euch zurufen kann: „Wohl dem, dessen Frevel vergeben und dessen Sünde bedeckt ist!“…

Jetzt ist es Zeit, die Sünden zu bekennen. Bekenne, was du in Wort oder Tat, des nachts oder am Tage gesündigt hast. Beichte „zur Zeit der Gnade“, ich will dich erhören, „am Tag der Rettung“ dir helfen… Lass alle menschlichen Sorgen; kümmere dich um deine Seele… Verlass das Gegenwärtige und glaube an die Zukunft…: „Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin.“ Reinige dein Herz, damit dir die Gnade noch reichlicher zuteil wird: die Vergebung der Sünden wird allen gleichermaßen zuteil, Teilhabe am Heiligen Geist aber wird jedem nach dem Maß seines Glaubens gewährt. Wenn du dich nur geringfügig bemühst, empfängst du wenig. Setzt du dich stark ein, wird dein Lohn groß sein… Wenn du Anlass hast, dich über jemand zu beschweren, so vergib ihm. Du gehst ans Taufbecken, um für deine Sünden Vergebung zu erlangen: auch du musst Nachsicht üben mit den Sündern.

(Apg 2,38; Ez 18,31; Lk 15,7; Mt 11,28; Spr 5,22; Jes 1,16; Ps 32,1; Jes 49,8; 2 Kor 6,2; Ps 46,11)
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 06. März 2014, 08:25:32
Evangelium nach Lukas 9,22-25.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen.
Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Benedikt XVI., Papst von 2005 bis 2013
Generalaudienz vom 17/02/2010 (© Liberia Editrice Vaticana)
Ihm nachfolgen

Die gnadenreiche Zeit der Fastenzeit zeigt uns die eigentliche geistliche Bedeutung auch durch die alte Formel: »Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst«, die der Priester spricht, wenn er ein wenig Asche auf unser Haupt legt. Auf diese Weise werden wir zu den Anfängen der Menschheitsgeschichte zurückgeführt, als der Herr nach dem Sündenfall zu Adam sprach: »Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden, von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück« (Gen 3,19)...
Der Mensch ist Staub und wird zum Staub zurückkehren; aber er ist in den Augen Gottes kostbarer Staub, weil Gott den Menschen geschaffen und ihn zur Unsterblichkeit bestimmt hat. So findet die liturgische Formel... ihre volle Bedeutung in Bezug auf den neuen Adam: Christus. Auch Jesus, der Herr, hat aus freiem Willen mit jedem Menschen das Los der Gebrechlichkeit teilen wollen, besonders durch seinen Tod am Kreuz; aber gerade dieser von seiner Liebe zum Vater und zur Menschheit erfüllte Tod war der Weg zur glorreichen Auferstehung. Durch sie ist Christus Quell einer Gnade geworden, die allen geschenkt ist, die an ihn glauben und am göttlichen Leben selbst Anteil erhalten.
Dieses Leben, das kein Ende haben wird, ist bereits in der irdischen Phase unseres Daseins wirklich, wird aber erst nach der »Auferstehung des Fleisches« vollendet werden. Die kleine Geste der Aschenauflegung enthüllt uns den einzigartigen Reichtum ihrer Bedeutung: Sie ist eine Einladung, die Fastenzeit als ein bewussteres und innigeres Eintauchen in das Ostergeheimnis Christi, in seinen Tod und seine Auferstehung zu begehen, durch die Teilnahme an der Eucharistie und am Leben der Nächstenliebe, das aus der Eucharistie entsteht und in der es seine Erfüllung findet. Mit der Aschenauflegung erneuern wir unseren Einsatz, Jesus nachzufolgen, uns von seinem Ostergeheimnis verwandeln zu lassen, um das Böse zu besiegen und das Gute zu tun, um unseren »alten Menschen«, der an die Sünde gebunden ist, sterben zu lassen und unseren »neuen Menschen«, der durch die Gnade Gottes verwandelt ist, geboren werden zu lassen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 07. März 2014, 08:36:07
Evangelium nach Matthäus 9,14-15.
Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten?
Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Generalaudienz vom 21/03/1979 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Dann werden sie fasten“

„Warum fasten deine Jünger nicht?" Jesus geantwortet ihnen: „Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten."
Wirklich, die Zeit der Fastenzeit erinnert uns daran, dass uns der Bräutigam genommen worden ist. Er wird gefangen genommen, ins Gefängnis gesteckt, wird geißelt, wird mit Dornen gekrönt, wird gekreuzigt. Das Fasten der Fastenzeit ist der Ausdruck unserer Solidarität mit Christus... „Meine Liebe ist gekreuzigt worden und die Flamme des Verlangens nach materiellen Dingen wird in mir gelöscht", schrieb der hl. Ignatius, Bischof von Antiochien [im 1. und 2. Jahrhundert]...

Nahrung und Getränke sind für den Menschen lebensnotwendig. Er benutzt sie und er soll sie benutzen, aber es ist ihm nicht erlaubt, sie auf die eine oder andere Art zu missbrauchen. Die traditionelle Getränke- und Nahrungsenthaltung hat nicht nur zum Ziel, dem Leben des Menschen das notwendige Gleichgewicht zu geben, sondern auch, ihn von dem zu befreien, was man „die Verbrauchsmentalität" nennen könnte. Diese Mentalität ist heute eines der Merkmale der Zivilisation und besonders der westlichen Zivilisation geworden... Der auf die materiellen Vermögenswerte ausgerichtete Mensch wird davon sehr oft getäuscht.

Es handelt sich hier nicht nur um Nahrungsmittel und Getränke. Wenn der Mensch ausschließlich auf den Besitz und den Gebrauch der materiellen Vermögenswerte, das heißt auf die Dinge ausgerichtet ist, wird eben die ganze Zivilisation dann nach der Menge und der Qualität der Dinge gemessen, die sie den Menschen liefern kann und nicht nach dem Menschen, nach dem Maß des Menschen. Diese Zivilisation liefert tatsächlich die materiellen Vermögenswerte nicht nur, damit sie dem Menschen, seinen schöpferischen und nützlichen Tätigkeiten dienen, sondern und das immer mehr, um seine Sinne zu befriedigen und zu erregen für das Vergnügen eines Augenblicks, um immer mehr Sinnesreize zu vervielfachen, [zum Beispiel durch] die audiovisuellen Massenmedien... Der moderne Mensch soll also fasten, das heißt, sich nicht nur der Nahrung und der Getränke enthalten, sondern auch vieler anderer Stimulierungs-, Verbrauchsmittel und Befriedigungen der Sinne.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 08. März 2014, 10:27:58
Evangelium nach Lukas 5,27-32.
Als Jesus von dort wegging, sah er einen Zöllner namens Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach!
Da stand Levi auf, verließ alles und folgte ihm.
Und er gab für Jesus in seinem Haus ein großes Festmahl. Viele Zöllner und andere Gäste waren mit ihnen bei Tisch.
Da sagten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten voll Unwillen zu seinen Jüngern: Wie könnt ihr zusammen mit Zöllnern und Sündern essen und trinken?
Jesus antwortete ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Ich bin gekommen, um die Sünder zur Umkehr zu rufen, nicht die Gerechten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Juliana von Norwich (1342-nach 1416), englische Inklusin
Offenbarungen von der göttlichen Liebe, Kap. 51-52
„Ich bin gekommen, um die Sünder zur Umkehr zu rufen“

Gott zeigte mir einen Herrn, der feierlich Platz genommen hat in Frieden und Ruhe; sanftmütig hat er seinen Diener entsandt, dass er seinen Willen erfülle. Aus Liebe machte sich der Diener in großer Eile auf den Weg, doch er stürzte in eine Schlucht und verletzte sich schwer… An diesem Diener führte mir Gott das Böse und die Verblendung vor Augen, die ihre Ursache im Sündenfall Adams haben; am selben Diener zeigte er mir auch die Weisheit und die Güte des Sohnes Gottes. Am Herrn ließ er mich sein Mitleid und Erbarmen mit dem Unglück Adams erkennen und zugleich den hohen Adel und die grenzenlose Herrlichkeit, zu der das Menschengeschlecht durch das Leiden und Sterben des Sohnes Gottes erhoben ist. Es empfindet unser Herr deswegen große Freude über seinen eigenen Sturz (in der Welt und in seiner Passion), weil dieser zu einer Verherrlichung und einem Ausmaß an Glück des Menschengeschlechts führt, das gewiss jenes übertrifft, das uns zuteil geworden wäre, wenn Adam nicht gefallen wäre…

So haben wir Grund zur Betrübnis, denn unsere Sünde ist die Ursache der Leiden Christi; aber wir haben auch unaufhörlich Grund zur Freude, weil es seine grenzenlose Liebe ist, die ihn leiden ließ. … Sollten wir aufgrund unserer Blindheit und Schwäche zu Fall kommen, so erheben wir uns – sanft berührt von der Gnade – rasch wieder. Wir wollen uns an die Lehre der Kirche halten und uns, entsprechend der Schwere unserer Sünden, in aller Entschiedenheit bessern. Strecken wir uns in Liebe aus nach Gott! Liefern wir uns niemals der Verzweiflung aus! Seien wir nicht zu vermessen, als ginge es hier nicht um Bedeutsames. Nehmen wir ganz offen unsere Schwäche zur Kenntnis im Wissen, dass wir, behütete uns nicht die Gnade, nicht einen Wimpernschlag lang durchhalten könnten. Zu Recht verlangt unser Herr, dass wir uns anklagen und aufrichtig und wahrhaftig unser Gefallensein samt dem daraus folgenden Bösen zur Kenntnis nehmen in dem Bewusstsein, dass wir es niemals ungeschehen machen können. Zugleich will er, dass wir uns aufrichtig und wahrhaftig seiner ewigen Liebe zu uns bewusst sind und des Übermaßes seiner Barmherzigkeit. Das eine wie das andere zu sehen und zu erkennen dank seiner Gnade – das ist das demütige Bekenntnis, das unser Herr von uns erwartet und das er in unserer Seele wirkt.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 09. März 2014, 08:30:21
Evangelium nach Matthäus 4,1-11.
In jener Zeit wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel in Versuchung geführt werden.
Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger.
Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, daß aus diesen Steinen Brot wird.
Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.
Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel
und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er, dich auf ihren Händen zu tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.
Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.
Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht
und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.
Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen.
Darauf ließ der Teufel von ihm ab, und es kamen Engel und dienten ihm.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor der Große (um 540 - 604), Papst und Kirchenlehrer
Homilien über das Evangelium, Nr. 16
„Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden“ (Röm 5,19)

Wenn wir aufmerksam verfolgen, wie die Versuchung des Herrn vor sich ging, können wir ermessen, in welchem Ausmaß wir von der Versuchung befreit worden sind. Der Feind „von Anfang an“ trat dem ersten Menschen, unserem Urahn, mit drei Arten von Versuchung entgegen: er bediente sich der Essgier, der Ruhmgier und der Habgier… Auf die Wirkung der Essgier setzte er, als er ihm die verbotene Frucht zeigte und ihn überredete, davon zu essen. Der Ruhmgier bediente er sich, als er sagte: „Ihr werdet wie Gott“ (Gen 3,5). Und mit der Habgier rechnete er, als er versprach: „Ihr erkennt Gut und Böse“. Denn Habgier gilt nicht nur dem Geld, sondern auch den Ehrenbezeigungen…

Als er aber den zweiten Adam versuchte, führte das gleiche Vergehen, das den ersten Menschen hatte zu Fall bringen können, zur Niederlage des Teufels. Er rechnete mit der Essgier, als er forderte: „Befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird!“ Auf die Ruhmgier setzte er mit den Worten: „Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab“. Und der Habgier wollte er sich bedienen, als er ihm alle Reiche der Welt zeigte und ihm zu verstehen gab: „Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest“… So nahm der zweite Adam den Teufel gefangen. Er vertreibt ihn aus unseren Herzen auf dem gleichen Weg, auf dem er ihm den Zugang zu ihnen und seine Macht über sie gestattet hat.

Bei der Versuchung des Herrn müssen wir ein weiteres bedenken…: Er hätte seinen Versucher in den Abgrund stürzen können, hat aber seine persönliche Macht nicht offenbart; er beschränkte sich darauf, dem Teufel mit Anweisungen der Heiligen Schrift zu begegnen. Das tat er, um uns mit seiner Geduld ein Beispiel zu geben und uns anzuleiten, mehr auf Belehrung als auf Rache zu setzen… Erkennt, wie groß die Geduld Gottes ist, und wie groß unsere Ungeduld! Wir werden bereits wütend, wenn uns Ungerechtigkeit oder Beleidigung trifft…; der Herr aber ertrug die Feindseligkeit des Teufels und antwortete ihm nur mit milden Worten.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 10. März 2014, 08:15:35
Evangelium nach Matthäus 25,31-46.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern : Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.
Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.
Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen;
ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?
Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?
Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!
Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?
Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.
Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cäsarius von Arles (470 - 543), Mönch und Bischof
Predigten an das Volk, Nr. 24; SC 243
„Das habt ihr mir getan“

Überlegt mal, liebe Brüder, und seht auf das Beispiel, das unser Herr uns gegeben hat: er hat uns zu Pilgern gemacht und uns geboten, auf dem Weg der Nächstenliebe in die himmlische Stadt (Hebr 11,13f) zu kommen. Er wohnt zwar im Himmel; aber aus Mitleid mit seinen leidenden Gliedern – er ist ja das Haupt der Glieder und des Leibes in der ganzen Welt (Kol 2,19) – hat er gesagt: „Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan“… Als er aus dem Christenverfolger Paulus den Verkündiger machte, sagte er vom Himmel her zu ihm: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ (Apg 9,4)… Saul verfolgte die Christen; verfolgte er denn Christus, der im Himmel thronte? Christus selber wohnte jedoch den Christen inne und litt mit allen seinen Gliedern, damit sich an ihm das Wort erfülle: „Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit“ (1 Kor 12,26)…

Es trage also einer des anderen Last (Gal 6,2). Wohin das Haupt gegangen ist, dorthin zu gehen ist auch den Gliedern bestimmt… Wenn unser Herr und Retter, der ohne Sünde ist, uns Sünder so sehr lieben will, dass er uns versichert, er leide, was wir erleiden: warum lieben wir, die wir nicht ohne Sünde sind, aber uns durch Nächstenliebe von unseren Sünden loskaufen können – warum also lieben wir einander nicht so vollkommen, dass wir in echter Nächstenliebe an allem Bösen mitleiden, das einem von uns widerfährt?... Eine amputierte Hand oder ein anderes vom Leib abgetrenntes Glied fühlt nichts mehr; dasselbe gilt für einen Christen, der nicht unter dem Unglück, dem Elend oder dem Tod der anderen leidet.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 11. März 2014, 09:14:10
Evangelium nach Matthäus 6,7-15.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern : Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.
Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.
So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt,
dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde.
Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.
Und erlaß uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen.
Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.
Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cyprian (um 200 - 258), Bischof von Karthago und Märtyrer
Das Herrengebet, 11-12
„Geheiligt werde dein Name“

Wir müssen uns, geliebte Brüder, wieder darauf besinnen: wenn wir Gott unseren Vater nennen, müssen wir uns wie Kinder Gottes verhalten… Wir müssen sein wie Gottes Tempel (1 Kor 3,16), damit die Menschen sehen können, dass Gott in uns wohnt; unser Handeln darf des Geistes Gottes nicht unwürdig sein… Der Apostel Paulus hat in seinem Brief an die Korinther (1 Kor 6,19) verkündet: „Ihr gehört nicht mehr euch selbst, denn um einen teuren Preis seid ihr vom Herrn erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib“.

Wir beten: „Geheiligt werde dein Name“. Wir tun das nicht, weil wir wünschen, dass Gott durch unsere Gebete geheiligt werde, sondern weil wir den Herrn darum bitten, dass sein Name in uns geheiligt werde. Von wem könnte denn Gott geheiligt werden, wenn er es doch ist, der heiligt? Er selber hat ja gesagt: „Seid mir geheiligt, denn ich, der Herr, bin heilig“ (Lev 20,26). Und weil wir durch die Taufe geheiligt worden sind, bitten wir inständig darum, weiterhin das zu sein, was wir zu sein begonnen haben. Und darum bitten wir jeden Tag.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 12. März 2014, 08:22:47
Evangelium nach Lukas 11,29-32.
In jener Zeit als immer mehr Menschen zu ihm kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona.
Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein.
Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.
Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Aphraat (? - um 345), Mönch und Bischof in Ninive bei Mossul im heutigen Irak, Heiliger der Orthodoxen Kirchen
Abhandlungen, Nr.3: „Vom Fasten“
„Ein Fasten wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts lösen“ (Jes 58,6)

Nachdem Jona die Einwohner Ninives zur Umkehr aufgerufen hatte, hielten diese ein echtes Fasten ab… So steht es geschrieben: „Gott sah, dass sie sich von ihren bösen Taten abwandten... Da führte er seine Drohung nicht aus“ (Jona 3,10). Es heißt nicht etwa: „Er sah, dass sie bei Brot und Wasser fasteten und in Sack und Asche gingen“, sondern: „Sie kehrten um und wandten sich von ihren bösen Taten ab“. Denn der König von Ninive hatte gesprochen und gesagt: „Jeder soll umkehren und sich von seinen schlechten Taten abwenden und von dem Unrecht, das an seinen Händen klebt“ (V.8). Das war ein echtes Fasten, und es wurde angenommen...

Das bessere Fasten, mein Freund, besteht nämlich immer darin, dass man nichts Böses tut. Das ist besser, als kein Brot zu essen und kein Wasser zu trinken; besser als „den Kopf hängen zu lassen, so wie eine Binse sich neigt, wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt“, wie Jesaia sagt (58,5). Der Mensch wird in der Tat von Gott geliebt, er ist schön in seinen Augen und von ihm angenommen, wenn er kein Brot isst, kein Wasser trinkt und keinerlei sonstige Nahrung zu sich nimmt; wenn er sich mit Sack und Asche bedeckt und sich anklagt. Was Gott aber noch mehr gefällt, ist „die Fesseln des Unrechts zu lösen und die Stricke des Jochs zu entfernen“ (V.6). Für diesen Menschen gilt: „Sein Licht wird hervorbrechen wie die Morgenröte, und seine Gerechtigkeit wird ihm vorangehen. Er gleicht einem bewässerten Garten, einer Quelle, deren Wasser niemals versiegt“ (V. 8 – 12). Er hat nichts gemein mit den Heuchlern, die ein finsteres Gesicht machen und sich ein trübseliges Aussehen geben, damit die Leute merken, dass sie fasten (Mt 6,16).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 13. März 2014, 08:20:56
Evangelium nach Matthäus 7,7-12.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern : Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.
Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.
Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet,
oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet?
Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten.
Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Abhandlung über die Psalmen, Ps 38
„Bittet, dann wird euch gegeben“

Der Psalmist sagt: „All mein Sehnen, Herr, liegt offen vor dir“ (Ps 38,10). Nicht etwa vor den Menschen, die ja nicht ins Herz schauen können. Wenn all dein Sehnen offen vor dem Vater liegt, wird er, „der auch das Verborgene sieht, es dir vergelten“ (Mt 6,6). Denn was du ersehnst, ist in dein Gebet gefasst; wenn die Sehnsucht weiter besteht, geht auch das Beten weiter. der Apostel Paulus hat nicht umsonst gesagt: „Betet ohne Unterlass“ (1 Thess 5,17). Kann er das sagen, weil wir ohne Unterlass die Knie beugen, uns ihm zu Füßen werfen oder die Hände erheben? Wenn wir sagen, dass unser Beten so aussieht, so glaube ich nicht, dass wir es ohne Unterlass verrichten können.

Es gibt ein anderes Gebet, das innere Gebet, das ohne Unterlass gebetet werden kann: das Gebet der Sehnsucht. Womit auch immer du beschäftigt bist – wenn du nach der Sabbatruhe verlangst, hörst du nicht auf zu beten. Und wenn du nicht aufhören willst zu beten, so höre nicht auf, dich danach zu sehnen… Du verstummst nur dann, wenn du aufhörst zu lieben. Was sind das für Menschen, die verstummt sind? Es sind Menschen, denen das Wort gilt: „Weil die Missachtung von Gottes Gesetz überhand nimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten" (Mt 24,12). Wenn die Liebe erkaltet, schweigt das Herz; wo die Liebe am Brennen ist, schreit das Herz. Wenn die Liebe „niemals aufhört“ (1 Kor 13,8), verstummt dein Ruf nicht; wenn du unaufhörlich rufst, hast du unaufhörlich Sehnsucht; wenn du Sehnsucht hast, gilt dein Denken der Ruhe in Gott.

„All mein Sehnen, Herr, liegt offen vor dir…, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen“… Wo Sehnsucht ist, da ist auch Seufzen; es gelangt nicht immer an die Ohren der Menschen; es erreicht aber immer das Ohr Gottes.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 14. März 2014, 08:21:35
Evangelium nach Matthäus 5,20-26.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern : Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein.
Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.
Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, daß dein Bruder etwas gegen dich hat,
so laß deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.
Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis geworfen.
Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cäsarius von Arles (470 - 543), Mönch und Bischof
Predigten an das Volk, Nr. 25; SC 243
„Geh, und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder“

Es gibt im Himmel eine Barmherzigkeit, die man erlangt durch die Barmherzigkeit auf dieser Erde… Und es gibt zwei Arten von Almosen: ein gutes Almosen und ein noch besseres. Das eine besteht darin, den Armen ein Stück Brot zu geben; das andere, deinem Bruder, der sich gegen dich versündigt hat, unverzüglich zu verzeihen. Mit Hilfe des Herrn wollen wir diese beiden Arten von Almosen schleunigst geben, damit wir die ewige Verzeihung und das wahre Erbarmen Christi erlangen. Denn er selber hat gesagt: „Wenn ihr vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch eure Verfehlungen vergeben; wenn ihr nicht vergebt, wird euer himmlischer Vater auch euch eure Verfehlungen nicht vergeben“ (Mt 6,14f). Und an anderer Stelle ruft der Heilige Geist: „Der Mensch verharrt im Zorn gegen den anderen, vom Herrn aber sucht er Heilung zu erlangen? Mit seinesgleichen hat er kein Erbarmen, aber wegen seiner eigenen Sünden bittet er um Gnade?“ (Sir 28,3f)...

Bemühen wir uns, solange wir können und solange wir leben, über diese beiden Arten von Almosen zu verfügen und sie anderen zukommen zu lassen. So werden wir am Tage des Gerichtes in aller Gewissheit sagen können: „Gib, Herr, weil auch wir gegeben haben.“
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 15. März 2014, 10:37:02
Evangelium nach Matthäus 5,43-48.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern : Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er läßt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?
Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cäsarius von Arles (470 - 543), Mönch und Bischof
Predigten an das Volk
„Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde“

Der eine oder andere von euch wird sagen: „Ich bin überhaupt nicht in der Lage, meine Feinde zu lieben“. Überall in den heiligen Schriften hat Gott dir gesagt, dass du es kannst; und du widersprichst und sagst, dass du es nicht kannst? Überlege mal: wem soll man Glauben schenken, Gott oder dir? Da er, der die Wahrheit selber ist, nicht lügen kann, sollen doch die Menschen in ihrer Schwäche von nun an ihre nutzlosen Ausreden lassen! Er, der gerecht ist, konnte nichts Unmögliches verlangen; der Barmherzige verurteilt keinen Menschen für das, was er nicht hat vermeiden können. Wozu also unsere Ausflüchte? Keiner weiß besser, was wir zu tun im Stande sind, als der, der uns dazu in die Lage versetzt hat. So viele Männer, Frauen, Kinder und zarte Mädchen haben unerschütterlich für Christus Flammen, Feuer, Schwert und wilde Tiere ertragen – und wir sagen, dass wir die Beleidigungen der Dummköpfe nicht ertragen können?...

Wenn nur die Guten Anspruch auf Liebe haben – was soll man dann vom Verhalten unseres Gottes sagen, von dem geschrieben steht: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab“ (Joh 3,16)? Was für eine Wohltat hat denn die Welt Gott erwiesen, dass er sie so liebt? Christus, unser Herr, hat alle Menschen nicht nur in schlechtem Zustand, sondern, aufgrund der Ursünde, sogar als Tote vorgefunden. Und doch… „hat er uns geliebt und sich für uns hingegeben“ (Eph 5,2). Dabei hat er sogar die geliebt, die ihn nicht liebten, was auch der Apostel Paulus bestätigt: „Christus ist schon zu der Zeit, da wir noch schwach und gottlos waren, für uns gestorben“ (Röm 5,6). Und in seiner unsagbaren Barmherzigkeit hat er mit den Worten: „Lernt von mir, denn ich bin sanft und demütig von Herzen“ (Mt 11,29) dem ganzen Menschengeschlecht ein Beispiel gegebe.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 16. März 2014, 10:04:10
Evangelium nach Matthäus 17,1-9.
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg.
Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.
Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus.
Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, daß wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.
Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden.
Da trat Jesus zu ihnen, faßte sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst!
Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Homilien über das Evangelium nach Matthäus, Nr. 56; PG 58, 549
„Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist“

Jesus Christus hat zu seinen Jüngern viel von seinen Leiden, seiner Passion und seinem Tod gesprochen. Dabei hat er ihnen das Böse vorhergesagt, das sie selbst erdulden sollten, auch den gewaltsamen Tod, den sie eines Tages erleiden würden (Mt 16,21-26). Deshalb versuchte er, nachdem er ihnen derartig harte und schwierige Mitteilungen zugemutet hatte, sie damit zu trösten, dass er ihnen die Belohnung in Aussicht stellte, die sie von ihm erhalten würden, wenn er in der Hoheit seines Vaters kommen werde (V. 27)… Im Vorhinein wollte er ihnen – soweit es ihnen in diesem Leben begreiflich war – die Majestät vor Augen führen, mit der er kommen würde, und so der Bestürzung und dem Schmerz vorbeugen, womit seine Apostel und vor allem der hl. Petrus vor seinem Tod konfrontiert sein könnten.

„Jesus nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit.“ Warum nur diese drei Apostel? Sicher weil sie den anderen etwas voraushatten. Den hl. Petrus wegen seines glühenden Eifers, seiner Liebe; den hl. Johannes, weil er der Jünger war, den Jesus liebte (Joh 13,23); und den hl. Jakobus, weil er, zusammen mit seinem Bruder, gesagt hatte: „Wir können es (deinen Kelch trinken) (Mt 20,22), und weil er in der Folge Wort gehalten hat (Apg 12,2)…

Warum lässt Jesus Mose und Elias erscheinen?... Er wurde ständig beschuldigt, gegen das Gesetz zu verstoßen und Gott zu lästern, sich dabei eine Ehre anzumaßen, die ihm nicht zustand, die Herrlichkeit des Vaters… Da er beweisen wollte, dass er das Gesetz nicht breche und sich nicht eine Ehre anmaße, die ihm nicht zustand, berief sich Jesus auf die Autorität der beiden unanfechtbarsten Zeugen, auf Mose, der das Gesetz gegeben hatte... und auf Elija, der mit leidenschaftlichem Eifer für die Verherrlichung Gottes eintrat und ihm diente (1 Kön 19,10). Und er wollte seinen Jüngern die Herrlichkeit des Kreuzes offen baren; er wollte Petrus und seine Gefährten trösten, die durch seine Passion verängstigt waren, und ihnen wieder Mut machen. Denn Mose und Elija sprachen mit ihm über die Ehre, die ihm in Jerusalem zuteilwerden sollte (Lk 9,31); sie sprachen also über seine Passion, sein Kreuz, das die Propheten immer als seinen Ruhm bezeichnet haben.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 17. März 2014, 08:19:10
Evangelium nach Lukas 6,36-38.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern : Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!
Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlaßt einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.
Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Enzyklika «Dives in Misericordia» § 14 (trad. © copyright Libreria Editrice Vaticana)
"Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist"

Jesus Christus hat gelehrt, daß der Mensch das Erbarmen Gottes nicht nur empfängt und erfährt, sondern auch berufen ist, an seinen Mitmenschen Erbarmen zu üben: »Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden«. (…)

Die erbarmende Liebe ist in den zwischenmenschlichen Beziehungen nie ein einseitiger Akt oder Prozeß. Selbst dort, wo allem Anschein nach nur ein Teil gibt und hingibt und der andere nur empfängt und nimmt (z.B. im Fall des Arztes, der behandelt; des Lehrers, der unterrichtet; der Eltern, die die Kinder ernähren und erziehen; des Wohltäters, der die Bedürftigen unterstützt), wird tatsächlich auch der Geber immer zum Beschenkten. Auch kann er leicht selbst in die Lage dessen kommen, der empfängt, dem eine Wohltat zuteil wird, der die erbarmende Liebe erfährt, der Gegenstand von Erbarmen wird. Der gekreuzigte Christus ist uns hierin im Höchstmaß Beispiel, Anregung und Aufruf. Auf dieses ergreifende Vorbild schauend, können wir in aller Demut den anderen Erbarmen erweisen, wohl wissend, daß Christus es als ihm selbst erwiesen annimmt (…) Während ein echter Akt erbarmender Liebe die Überzeugung in uns voraussetzt, daß wir zugleich von denen Erbarmen empfangen, denen wir es erweisen. Fehlt diese Gegenseitigkeit, dann sind weder unsere Handlungen echte Akte des Erbarmens, noch hat sich in uns die Bekehrung restlos vollzogen, deren Weg uns Christus mit seinem Wort und Beispiel bis zum Kreuz gewiesen hat, noch haben wir schon vollen Anteil an dem wunderbaren Quell der erbarmenden Liebe, den er uns erschlossen hat. (…)

Das wahrhaft christliche Erbarmen ist in gewisser Hinsicht auch die vollkommenste Inkarnation der »Gleichheit« unter den Menschen und daher auch die vollkommenste Inkarnation der Gerechtigkeit, insofern auch diese in ihrem Bereich das gleiche Ergebnis anstrebt. Die von der Gerechtigkeit bewirkte Gleichheit beschränkt sich jedoch auf den Bereich der äußeren, der Sachgüter, während Liebe und Erbarmen die Menschen dazu bringen, einander in dem Wert zu begegnen, den der Mensch selbst in der ihm eigenen Würde darstellt. (…) Mithin wird das Erbarmen zu einem unerläßlichen Element, sollen die Beziehungen der Menschen zueinander vom Geist höchster Achtung des wahrhaft Menschlichen und gegenseitiger Brüderlichkeit geprägt werden. (…) Am wenigsten darf die erbarmende Liebe zwischen denen fehlen, die einander am nächsten sind: Ehegatten, Eltern und Kinder, Freunde; unerläßlich ist sie auch im Erziehungswesen und in der Seelsorge.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 18. März 2014, 08:58:35
Evangelium nach Matthäus 23,1-12.
Darauf wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger
und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt.
Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen.
Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen.
Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang,
bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben,
und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi (Meister) nennen.
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder.
Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.
Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus.
Der Größte von euch soll euer Diener sein.
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe
No Greater Love, S. 3f
„Wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden“

Ich glaube nicht, dass es jemanden gibt, der Gottes Hilfe und Gnade so sehr bedarf wie ich. Manchmal fühle ich mich so hilflos, so schwach. Ich glaube, dass Gott sich deshalb meiner bedient. Da ich nicht auf meine eigenen Kräfte zählen kann, wende ich mich 24 Stunden am Tag an ihn. Und wenn der Tag noch länger wäre, benötigte ich seine Hilfe und Gnade in jeder weiteren Stunde. Wir alle müssen uns durch das Gebet an Gott festkrallen. Mein Geheimnis ist ganz einfach: ich bete. Durch das Gebet werde ich eins mit Christus in der Liebe. Ich habe erkannt, dass ich ihn liebe, wenn ich zu ihm bete.

Die Menschen haben Hunger nach dem Wort Gottes, das Frieden bringt, Einheit und Freude. Man kann aber nicht geben, was man nicht hat. Deshalb müssen wir unser Gebetsleben vertiefen. Sei in deinen Gebeten ehrlich. Ehrlichkeit ist Demut, und man erlangt Demut nur, wenn man Demütigungen akzeptiert. Alles, was über die Demut gesagt worden ist, wird nicht dazu ausreichen, dir Demut beizubringen. Alles, was du über die Demut gelesen hast, wird nicht dazu ausreichen, dir Demut beizubringen. Man lernt Demut nur, wenn man Demütigungen akzeptiert; und auf Demütigungen wird man sein Leben lang treffen. Die größte Demütigung besteht darin, zu wissen, dass man nichts ist. Das genau lernt man, wenn man sich im Gebet vor Gott befindet.

Oft ist ein tiefer, inbrünstiger Blick auf Christus das beste Gebet: wenn ich ihn anschaue und er mich anschaut. In diesem Aug‘ in Aug‘ mit Gott kann man nur erkennen, dass man nichts ist und nichts hat.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 19. März 2014, 08:13:09
Evangelium nach Matthäus 1,16.18-21.24a.
Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus (der Messias) genannt wird.
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Franz von Sales (1567 – 1622), Bischof von Genf und Kirchenlehrer
Gespräche, Nr. 19
„Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte“

Wie sehr ist doch dieser große Heilige (den wir heute feiern) seiner Bescheidenheit treu geblieben! Von Bescheidenheit aber kann man – was seine Vollkommenheit angeht – keineswegs sprechen. Denn in welcher Armut und Niedrigkeit lebte er doch zeitlebens – ungeachtet dessen, was und wer er wirklich war! Armut und Niedrigkeit, unter der er seine großen Tugenden und seine Würde verbarg… ich zweifle wirklich keinen Augenblick daran, dass Engel voller Bewunderung in Scharen kamen, um ihm ihre Aufmerksamkeit zu schenken und seine Demut zu bestaunen: hatte er doch dieses kostbare Kind bei sich in seiner armseligen Werkstatt, wo er seiner Arbeit nachging, um den Lebensunterhalt für das Kind und seine Mutter, die ihm anvertraut waren, zu beschaffen.

Zweifellos war der hl. Josef tapferer als David und weiser als Salomo, die beide seine Vorfahren waren. Dennoch: wenn man ihn so als Zimmermann hätte arbeiten gesehen, hätte man ihn – wäre man nicht vom himmlischen Licht erleuchtet gewesen – nur schwerlich so hoch eingeschätzt. So sehr hielt er all die bemerkenswerten Gaben, mit denen Gott ihn bedacht hatte, verborgen! Doch wie groß musste seine Weisheit sein, wenn Gott ihm seinen so glorreichen Sohn anvertraute…, den Herrscher über Himmel und Erde?... Trotzdem kann man sehen, wie unvorstellbar erniedrigt und herabgesetzt er war…: er zieht in sein Heimatland und seine Stadt Betlehem, und ihm allein verwehrt man die Unterkunft in der Herberge… Bedenkt, was der Engel ihm alles zumutet. Er sagt ihm, er solle nach Ägypten ziehen, und er tut es. Er befiehlt ihm zurückzukehren, und er kehrt zurück. Gott will, dass er stets arm bleibt… Er fügt sich in Liebe, und das nicht nur vorübergehend; denn er war Zeit seines Lebens arm.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 20. März 2014, 09:02:17
Jährliche Erscheinung der Muttergottes vom 18. März 2014 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
"Liebe Kinder! Als Mutter möchte ich euch von Hilfe sein. Ich möchte euch mit meiner mütterlichen Liebe helfen, euer Herz zu öffnen und dass ihr darin meinen Sohn auf den ersten Platz stellt. Ich wünsche, dass euch durch eure Liebe zu meinem Sohn und durch euer Gebet das Licht Gottes erleuchtet und dass euch die Barmherzigkeit Gottes erfüllt. Ich wünsche, dass so die Finsternis und der Schatten des Todes, der euch umgeben und verführen möchte, vertrieben werden. Ich wünsche, dass ihr die Freude des Segens der Göttlichen Verheißung fühlt. Ihr, Kinder des Menschen, ihr seid Kinder Gottes, ihr seid meine Kinder. Deshalb, meine Kinder, geht auf den Wegen, auf denen euch meine Liebe führt, die euch Demut und Weisheit lehrt, und den Weg zum himmlischen Vater findet. Betet mit mir für jene, die mich nicht annehmen und mir nicht nachfolgen, jene, die wegen der Härte ihres Herzens die Freude der Demut, der Frömmigkeit, des Friedens und der Liebe nicht spüren können – die Freude meines Sohnes. Betet, dass euch eure Hirten mit ihren gesegneten Händen immer die Freude des Segens Gottes geben. Ich danke euch!" 
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 21. März 2014, 08:16:35
Evangelium nach Matthäus 21,33-43.45-46.
In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes : Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land.
Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen.
Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, einen dritten steinigten sie.
Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erstemal; mit ihnen machten sie es genauso.
Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben.
Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um.
Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun?
Sie sagten zu ihm: Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist.
Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder?
Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt.
Als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, daß er von ihnen sprach.
Sie hätten ihn gern verhaften lassen; aber sie fürchteten sich vor den Leuten, weil alle ihn für einen Propheten hielten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bonaventura (1221 – 1274) Franziskaner, Kirchenlehrer
Die mystische Rebe, Kap. 3, §5-10
„Sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um“

„Ich bin der wahre Weinstock“, sagt Jesus (Joh 15,1)… Um diesen Weinstock werden Gräben ausgehoben, d.h. hinterlistige Fallen gegraben. Wenn man einen Komplott schmiedet, um jemand in eine Falle zu locken, so ist das, als hebe man vor ihm einen Graben aus. Deshalb klagt der Psalmist: „Sie haben mir eine Grube gegraben“ (Ps 57,7)… Hier ein Beispiel für solche Fallen: „Sie brachten eine Ehebrecherin“ zu Jesus und sagten: „Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du?“ (Joh 8,3f)… Ein weiteres Beispiel: „Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?“ (Mt 22,17).

Sie haben aber entdeckt, dass diese Fallen dem Weinberg nicht schaden; im Gegenteil, „sie haben mir eine Grube gegraben, doch fielen sie selbst hinein“ (Ps 57,7)… Dann haben sie weiter gegraben und gebohrt: nicht nur Hände und Füße haben sie durchbohrt (Ps 22,17), sondern mit der Lanze in seine Seite gestoßen und das Innere dieses hochheiligen Herzens geöffnet, das schon durch die Lanze der Liebe verwundet war. Im Hohenlied seiner Liebe sagt der Gemahl: „Du hast mein Herz verwundet, Schwester, Gemahlin“ (Hld 4,9 Vg). Herr Jesus, dein Herz ist durch Liebe verwundet worden von deiner Gemahlin, deiner Freundin, deiner Schwester. Warum mussten es auch noch deine Feinde verwunden? Was tut ihr, ihr Feinde?... Wusstet ihr nicht, dass das Herz Jesu, das Herz des Herrn, schon durchbohrt ist, schon tot, schon geöffnet und von keinem anderen Schmerz mehr getroffen werden kann? Das Herz des Gemahls, Jesu des Herrn, ist von der Liebe verwundet worden, an der Liebe gestorben. Was könnte der Tod ihm noch anhaben?... Auch die Märtyrer haben ein Lächeln auf den Lippen, wenn man ihnen droht; sie freuen sich, wenn man sie schlägt und triumphieren, wenn sie den Tod erleiden. Warum? Weil ihre Herzen durch Liebe schon tot sind, „für die Sünde“ (Röm 6,2) und für die Welt…

Das Herz Jesu ist also für uns verwundet worden und hat für uns zu schlagen aufgehört… Der leibliche Tod hat einen Augenblick triumphiert, um dann für immer besiegt zu sein. Er wurde vernichtet, als Christus von den Toten auferstand, weil „der Tod keine Macht mehr über ihn hat“ (Röm 6,9).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 22. März 2014, 10:33:08
Evangelium nach Lukas 15,1-3.11-32.
In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und ißt sogar mit ihnen.
Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte:
Ein Mann hatte zwei Söhne.
Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf.
Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen.
Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es ging ihm sehr schlecht.
Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten.
Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon.
Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um.
Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt.
Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner.
Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küßte ihn.
Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.
Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an.
Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein.
Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern.
Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz.
Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle.
Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat.
Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu.
Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte.
Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet.
Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein.
Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Romanos Melodos (? - um 560), Hymnendichter
Hymnus 55; SC 283
„Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an“

Es sind ihrer viele, die durch Buße die Liebe, mit der du den Menschen liebst, verdient haben. Du hast den Zöllner, der sich an die Brust schlug, und die Sünderin, die Tränen vergoss (Lk 18,14; 7,50), gerecht gemacht; denn nach einem vor aller Zeit gefassten Ratschluss schaust du in die Zukunft und schenkst Vergebung. Bekehre auch mich wie die beiden, da du auf viele verschiedene Arten barmherzig bist, da du willst, dass alle Menschen gerettet werden.

Meine Seele hat sich beschmutzt, als sie sich mit dem Kleid meiner Schuld bekleidete (Gen 3,21). Lass es doch geschehen, dass aus meinen Augen Sturzbäche der Reue fließen, damit ich meine Seele durch Reue reinige. Hülle mich in das weiße Gewand, das deiner Hoheit würdig ist (Mt 22,12); dein Wille ist es ja, dass alle Menschen gerettet werden…

Himmlischer Vater, hab Mitleid mit meinem Schreien, wie du Mitleid hattest mit dem verlorenen Sohn; denn auch ich werfe mich dir zu Füßen und rufe, wie er gerufen hat: „Vater, ich habe gesündigt!“ Stoße mich, dein unwürdiges Kind, nicht zurück, mein Retter, sondern mach, dass auch deine Engel sich für mich freuen, du guter Gott, der du willst, dass alle Menschen gerettet werden.

Denn du hast mich aus Gnade zu deinem Sohn und Erben gemacht (Röm 8,17). Ich aber bin gefangen, an die Sünde verkauft, ich bin deren Sklave und armselig. Hab Mitleid mit deinem Abbild (Gen 1,26) und hole es zurück aus der Verbannung, du Retter, der du willst, dass alle Menschen gerettet werden…

Jetzt ist die Zeit der Reue… Das Wort des Paulus treibt mich an, im Gebet nicht nachzulassen (Kol 4,2) und dich zu erwarten. Ich bitte dich vertrauensvoll, denn mir ist deine Barmherzigkeit vertraut; ich weiß, dass du als erster auf mich zugehst, und ich rufe um Hilfe. Wenn du nicht gleich kommst, dann deshalb, weil du mich für Ausdauer belohnen willst – du, der du willst, dass alle Menschen gerettet werden.

In deiner Güte lass mich dich lobpreisen und dir Ehre erweisen durch ein reines Leben. Gib, dass meine Taten und meine Worte einig gehen, Allmächtiger, dass ich dein Lob singe… in reinem Gebet, dir Christus, der du willst, dass alle Menschen gerettet werden.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 23. März 2014, 08:25:56
Evangelium nach Johannes 4,5-42.
In jener Zeit, so kam er zu einem Ort in Samarien, der Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte.
Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde.
Da kam eine samaritische Frau, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken!
Seine Jünger waren nämlich in den Ort gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen.
Die samaritische Frau sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um Wasser bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern.
Jesus antwortete ihr: Wenn du wüßtest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.
Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß, und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser?
Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden?
Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen;
wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt.
Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierher kommen muß, um Wasser zu schöpfen.
Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann, und komm wieder her!
Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann.
Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt.
Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist.
Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muß.
Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden.
Aber die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden.
Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Die Frau sagte zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, das ist: der Gesalbte (Christus). Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden.
Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, ich, der mit dir spricht.
Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, daß er mit einer Frau sprach, aber keiner sagte: Was willst du?, oder: Was redest du mit ihr?
Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen, eilte in den Ort und sagte zu den Leuten:
Kommt her, seht, da ist ein Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Messias?
Da liefen sie hinaus aus dem Ort und gingen zu Jesus.
Währenddessen drängten ihn seine Jünger: Rabbi, iß!
Er aber sagte zu ihnen: Ich lebe von einer Speise, die ihr nicht kennt.
Da sagten die Jünger zueinander: Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht?
Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu Ende zu führen.
Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte? Ich aber sage euch: Blickt umher und seht, daß die Felder weiß sind, reif zur Ernte.
Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben, so daß sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen.
Denn hier hat das Sprichwort recht: Einer sät, und ein anderer erntet.
Ich habe euch gesandt, zu ernten, wofür ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und ihr erntet die Frucht ihrer Arbeit.
Viele Samariter aus jenem Ort kamen zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.
Als die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage.
Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte.
Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Aussage glauben wir, sondern weil wir ihn selbst gehört haben und nun wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Maximus von Turin (? - um 420), Bischof
CC Predigt Nr. 22; PL 57, 477
„Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen, eilte in den Ort und sagte: Kommt her, seht, da ist ein Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Messias?“

„Wie Wasser loderndes Feuer löscht, so sühnt Mildtätigkeit Sünde“ (Sir 3,30): Das Wasser steht für Barmherzigkeit. Wenn nun Wasser aus einer Quelle kommt, muss ich doch nach der Quelle der Barmherzigkeit suchen. Ich habe sie beim Propheten gefunden: „Bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht“ (Ps 36,10).

Es ist wirklich er, der die Samariterin um Wasser bittet… Der Heiland bittet die Frau um Wasser; er gibt vor, Durst zu haben, um an Verdurstende ewige Barmherzigkeit austeilen zu können. Die Quelle konnte beileibe keinen Durst haben, und er, in dem lebendiges Wasser ist, konnte nicht das verschmutzte Wasser dieser Erde trinken. Hatte Christus denn Durst? Ja, nicht nach dem, was Menschen trinken, sondern nach ihrem Heil; er dürstete nicht nach dem Wasser der Erde, sondern nach der Erlösung des Menschengeschlechtes.

Christus, die Quelle, sitzt am Brunnen und lässt dort auf wunderbare Weise die Wasser der Barmherzigkeit sprudeln. Eine Frau, die schon sechs Männer hatte, wird rein durch einen Schwall lebendigen Wassers. Wie staunenswert das doch ist: Ein leichtes Mädchen kommt zum Brunnen in Samaria, und geht, sittsam geworden an der Quelle, die Jesus ist, von dort wieder weg. Sie kommt, um Wasser zu schöpfen, und trägt Tugend davon. Sie bekennt unverzüglich die Sünden, auf die Jesus anspielt; sie erkennt Christus und verkündigt den Retter: Sie lässt ihren Krug mit Wasser stehen… statt dessen bringt sie dem Ort Gnade; von ihrer Bürde entlastet, eilt sie, erfüllt von Heiligkeit, zurück… Als Sünderin gekommen, macht sie sich als Prophetin auf den Heimweg.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 24. März 2014, 08:13:04
Evangelium nach Lukas 4,24-30.
In jener Zeit begann Jesus in der Synagoge in Nazaret darzulegen: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt.
Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam.
Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon.
Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman.
Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut.
Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen.
Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Wilhelm von Saint-Thierry (um 1085 - 1148), Benediktiner, dann Zisterzienser
Die Gottesschau, 12
„In Israel gab es viele Witwen“

Meine elende Seele, Herr, ist nackt und starr vor Kälte. Sie sehnt sich nach deiner Liebe, die sie wärmt und lebendig macht… In der unendlich weiten Wüste meines Herzens lese ich nicht Holz auf wie die Witwe von Sarepta, sondern nur diese kärglichen Zweiglein hier. Ich will mir etwas zu essen machen mit der Handvoll Mehl und dem bisschen Öl im Krug, und dann heimgehen und sterben (1Kön 17,10f). Nein, Herr, ich werde nicht so schnell sterben, „ich werde nicht sterben, sondern leben, um die Taten des Herrn zu verkünden“ (Ps 117,17).

So halte ich mich still... und öffne meinen Mund zu dir hin, Herr, und harre auf eine Eingebung. Und manchmal, mein Herr, legst du mir etwas in den Mund meines Herzens; aber du willst nicht, dass ich weiß, was es ist. Ich weiß nur, dass es etwas sehr Köstliches, Süßes, Stärkendes ist, und ich suche weiter nichts. Aber wenn ich es empfange, erlaubst du mir nicht zu erkunden, was es ist... Wenn ich es empfange, möchte ich es festhalten, bei ihm verweilen, es genießen, aber da ist es schon wieder fort... Die Erfahrung lehrt mich verstehen, was du im Evangelium über den Geist sagst: „Man weiß nicht, woher er kommt und wohin er geht“ (Joh 3,8)… Und ich entdecke in mir, dass er weht, nicht wenn ich will, sondern wenn er es will ...

Zu dir soll ich meine Augen erheben (vgl. Ps 123,1), zu dir, der „Quelle des Lebens“, um nur „in deinem Licht das Licht zu sehen“ (vgl. Ps 35,10)... Zu dir, Herr, zu dir erhebe ich meine Augen… Wie lange wirst du warten? Wie lange noch wird meine Seele sich hinter dir einherschleppen, elend, bang und erschöpft? Verbirg mich bitte, Herr, im Schweigen deines Antlitzes, weit weg von den Machenschaften der Menschen; beschirme mich im Schutz deines Angesichts vor dem Toben der Menschen (vgl. Ps 30,21).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 25. März 2014, 08:42:05
Evangelium nach Lukas 1,26-38.
In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.
Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes von Damaskus (um 675 - 749), Mönch, Theologe und Kirchenlehrer
Homilie zu Mariä Geburt, 9
"Freue dich, du Gnadenvolle"

Diese Frau wird Mutter Gottes sein, Pforte des Lichtes, Quelle des Lebens; sie wird zunichte machen die Anklage, die auf Eva lastete. Diese Frau, „ihre Gunst umwerben die Reichsten des Volkes“ (Ps 45,13). Vor dieser Frau fallen die Könige der Völker nieder und bringen ihr Geschenke (vgl. Ps. 72,11; Mt. 2,11)... Aber ihre Herrlichkeit ist inwendig; es ist die Frucht ihres Leibes.

Du Frau so würdig, geliebt zu werden, drei Mal selige, „du bist gesegnet unter den Frauen und die Frucht deines Leibes ist gesegnet.“ Tochter des Königs David und Mutter des Königs des Weltalls, Meisterwerk, an dem der Schöpfer sich erfreut (vgl. Jes. 62,5)..., du wirst die Krone der Natur sein. Du bist nicht für dich selbst geboren worden, sondern für Gott; du wirst am Heil aller Menschen mitwirken, nach dem Beschluss Gottes, der seit Anbeginn feststeht: der Menschwerdung seines Wortes und unserer Vergöttlichung. Dein ganzes Verlangen besteht darin, dich am Wort Gottes zu nähren, dich an seinem Saft zu stärken wie „ein grünender Ölbaum im Hause Gottes“ (Ps. 52,10), wie „ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist“ (Ps. 1,3), du, Baum des Lebens, der seine Früchte zu seiner Zeit hervorbringt...

Der unendlich ist und grenzenlos, er ist gekommen, um in deinem Schoß Wohnung zu nehmen. Gott, das Jesuskind, hat sich an deiner Milch gesättigt. Immer jungfräuliche Pforte Gottes (vgl. Ez. 44,2), deine Hände tragen deinen Gott; deine Knie sind sein Thron, der über den Cherubim steht (vgl. Ps. 80,2)... Du bist das Brautgemach des Geistes (vgl. Hld. 1,4), die lebendige Gottesstadt, die die Wasser eines Stromes erquicken (vgl. Ps. 46,5), das heißt: der Strom der Geistesgaben. Ganz schön bist du, Geliebte Gottes (vgl. Hld. 4,7).
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 26. März 2014, 08:21:32
Monatsbotschaft der Muttergottes vom 25. März
"Liebe Kinder! Ich rufe euch von neuem auf: Beginnt den Kampf gegen die Sünde so wie in den ersten Tagen, geht zur Beichte und entscheidet euch für die Heiligkeit. Die Liebe Gottes wird durch euch in die Welt zu fließen beginnen, der Friede wird in euren Herzen zu herrschen beginnen und der Segen Gottes wird euch erfüllen. Ich bin mit euch und halte vor meinem Sohn Jesus Fürsprache für euch alle. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 27. März 2014, 08:52:46
Evangelium nach Lukas 11,14-23.
In jener Zeit, Jesus trieb einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten.
Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.
Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel.
Doch er wußte, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein.
Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, daß ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe.
Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil.
Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.
Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher;
wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute.
Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Eudes (1601 - 1680), Priester, Prediger, Ordensgründer
Das Reich Jesu, 3,4
„Das Reich Gottes ist schon zu euch gekommen“

Wir müssen in uns die Seinsweisen und Mysterien Jesu weiterführen und entwickeln und ihn oft darum bitten, diese in uns und in seiner ganzen Kirche zur Vollendung und Vervollkommnung zu bringen. Die Mysterien Jesu sind nämlich noch nicht ganz entfaltet und vollendet. Sie sind zwar in der Person Jesu zur Erfüllung und Vollendung gebracht, deshalb aber noch nicht in uns, seinen Gliedern erfüllt und vollendet, auch nicht in seiner Kirche, seinem mystischen Leib (Eph 5,30). Denn der Sohn Gottes hat die Absicht, in uns und seiner ganzen Kirche seine Mysterien fortbestehen und sich ausweiten zu lassen…; er möchte sie in uns zur Vollendung bringen. Deshalb sagt der hl. Paulus, dass Christus in seiner Kirche der Vollendung entgegengeht und wir alle mitwirken, dass Christus in seiner vollendeten Gestalt dargestellt wird (Eph 4,13)… Und er sagt auch, dass er an seinem Leib ergänzt, was an den Leiden Christi noch fehlt (Kol 1,24)…

Der Sohn Gottes hat die Absicht, in uns die Mysterien seiner Menschwerdung, seiner Geburt, seines verborgenen Lebens zur Vollendung zu bringen, und zwar indem er in uns durch die heiligen Sakramente der Taufe und der göttlichen Eucharistie Gestalt annimmt, indem er in unserer Seele geboren wird und uns zu einem spirituellen, verinnerlichten Leben führt, das mit ihm in Gott verborgen ist. Er hat die Absicht, in uns das Mysterium seiner Passion, seines Todes und seiner Auferstehung dadurch zu vollenden, dass er uns mit sich und in sich leiden, sterben und auferstehen lässt. Er hat die Absicht, in uns ein glorreiches und unsterbliches Leben, wie er es im Himmel führt, zu bewirken und uns, wenn wir einmal im Himmel sind, mit ihm und in ihm ein Leben in Herrlichkeit und Unsterblichkeit führen zu lassen…

So werden die Mysterien Jesu erst am Ende der Zeit, das er in uns und in seiner Kirche festgelegt hat, ihre Vollendung finden: also am Ende der Welt.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 28. März 2014, 08:25:27
Evangelium nach Markus 12,28b-34.
In jener Zeit, ein Schriftgelehrter hatte ihrem Streit zugehört; und da er bemerkt hatte, wie treffend Jesus ihnen antwortete, ging er zu ihm hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,
und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
Jesus sah, daß er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Antonius von Padua (um 1195 - 1231), Franziskaner, Kirchenlehrer
Predigten zum Sonntag und zu den Heiligenfesten
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus ganzem Herzen“

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben.“ „Deinen“ Gott, heißt es, was ein Grund dafür ist, ihn noch mehr zu lieben. Wir lieben nun mal eben das viel mehr, was uns gehört, als das, was uns nicht gehört. Ganz sicher verdient der Herr dein Gott es, geliebt zu werden; er ist dein Diener geworden, damit du ihm gehörst und du nicht errötest, wenn du ihm dienst... Dreißig Jahre lang hat dein Gott dir gedient, deiner Sünden wegen, um dich aus der Sklaverei des Teufels zu befreien. Also sollst du den Herrn deinen Gott lieben. Er, der dich erschaffen hat, ist dein Diener geworden, um deinetwillen; er hat sich dir ganz hingegeben, damit du wieder du selbst wirst. Als du elend warst, hat er dein Glück wieder hergestellt, hat sich dir hingegeben, um dich wieder zu dir selbst zu bringen.

Du sollst den Herrn deinen Gott also „aus ganzem Herzen“ lieben. ‚Ganz’: du kannst nichts von dir für dich selbst behalten. Er möchte, dass du dich ihm ganz und gar gibst. Er hat dich ganz und gar mit seiner ganzen Person erkauft, um dich zu besitzen: Er ganz allein, dich ganz und gar. Du sollst also den Herrn deinen Gott, aus ganzem Herzen lieben. Behalte nicht, wie Hananias und Saphira, einen Teil von dir für dich, du könntest sonst umkommen wie sie (Apg 5,1 f.). Liebe also ganz und nicht zum Teil. Gott hat keine Teile; er ist überall ungeteilt. Er möchte in deinem Wesen keine Teilung, er, der in seinem Wesen ganz ist. Wenn du einen Teil von dir für dich selbst reservierst, gehörst du dir und nicht ihm.

Möchtest du also alles besitzen? Gib ihm, was du bist, und er gibt dir, was er ist. Du hast nichts mehr von dir für dich selbst; aber du wirst ihn ganz haben, und obendrein noch dich selbst ungeteilt.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 29. März 2014, 10:11:26
Evangelium nach Lukas 18,9-14.
In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Beispiel:
Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, daß ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort.
Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.
Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!
Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Johannes Tauler (ca. 1300-1361), Dominikaner in Straßburg
Predigt 48, zum 11. Sonntag nach Trinitatis
„Gott, sei mir Sünder gnädig“

Liebe Schwestern, eines sollt ihr doch wissen: Wenn ich einem Menschen begegnete, der tatsächlich fühlt wie der Zöllner und der sich aufrichtig für einen Sünder hält… ich würde ihm – vorausgesetzt, er hätte bei seinem Gefühl der Niedrigkeit das Bedürfnis, ein guter Mensch zu sein – guten Gewissens jeden zweiten Tag den Leib unseres Herrn reichen… Wenn der Mensch sich weiterhin vor schweren Stürzen und Fehlern bewahren will, dann ist es unerlässlich, dass er sich von dieser edlen und kraftspendenden Speise ernährt … Deshalb dürft ihr nicht leichtfertig der Kommunion entsagen, bloß weil ihr wisst, dass ihr Sünder seid. Im Gegenteil, ihr müsst noch schneller zum Tisch des Herrn gehen. Denn von dort kommt alle Kraft, alle Heiligkeit, alle Hilfe und aller Trost; dort ist dies alles verwahrt und verborgen.


Ihr dürft aber auch nicht solche verurteilen, die das nicht tun… Ihr sollt überhaupt nicht urteilen, um nicht dem Pharisäer ähnlich zu werden, der sich selbst rühmte und den verurteilte, der ganz weit hinten stand. Hütet euch davor wie vor dem Verderben eurer Seele…; hütet euch vor der gefährlichen Sünde, andere zu tadeln…


Wenn der Mensch am Gipfel seiner Vervollkommnung angekommen ist, dann hat er nichts nötiger als hinabzutauchen in die tiefsten Tiefen, hinab zu den Wurzeln der Demut. Denn wie die Höhe eines Baumes abhängig ist davon, wie tief seine Wurzeln gründen, so ist die Höhe des Lebens, das ihr führt, abhängig von der Tiefe der Demut. Deshalb wurde der Zöllner ja erhoben, der die tiefsten Tiefen seiner Erbärmlichkeit hatte erkennen müssen, sodass er nicht mehr die Augen zum Himmel zu erheben wagte. Denn „er kehrte als Gerechter nach Hause zurück“.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 30. März 2014, 11:39:18
Evangelium nach Johannes 9,1-41.
In jener Zeit, sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war.
Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst? Ober haben seine Eltern gesündigt, so daß er blind geboren wurde?
Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden.
Wir müssen, solange es Tag ist, die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat; es kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann.
Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
Als er dies gesagt hatte, spuckte er auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen
und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen.
Die Nachbarn und andere, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte?
Einige sagten: Er ist es. Andere meinten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es.
Da fragten sie ihn: Wie sind deine Augen geöffnet worden?
Er antwortete: Der Mann, der Jesus heißt, machte einen Teig, bestrich damit meine Augen und sagte zu mir: Geh zum Schiloach, und wasch dich! Ich ging hin, wusch mich und konnte wieder sehen.
Sie fragten ihn: Wo ist er? Er sagte: Ich weiß es nicht.
Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern.
Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte.
Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Der Mann antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen; dann wusch ich mich, und jetzt kann ich sehen.
Einige der Pharisäer meinten: Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein Sünder solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen.
Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann antwortete: Er ist ein Prophet.
Die Juden aber wollten nicht glauben, daß er blind gewesen und sehend geworden war. Daher riefen sie die Eltern des Geheilten
und fragten sie: Ist das euer Sohn, von dem ihr behauptet, daß er blind geboren wurde? Wie kommt es, daß er jetzt sehen kann?
Seine Eltern antworteten: Wir wissen, daß er unser Sohn ist und daß er blind geboren wurde.
Wie es kommt, daß er jetzt sehen kann, das wissen wir nicht. Und wer seine Augen geöffnet hat, das wissen wir auch nicht. Fragt doch ihn selbst, er ist alt genug und kann selbst für sich sprechen.
Das sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden fürchteten; denn die Juden hatten schon beschlossen, jeden, der ihn als den Messias bekenne, aus der Synagoge auszustoßen.
Deswegen sagten seine Eltern: Er ist alt genug, fragt doch ihn selbst.
Da riefen die Pharisäer den Mann, der blind gewesen war, zum zweitenmal und sagten zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, daß dieser Mensch ein Sünder ist.
Er antwortete: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Nur das eine weiß ich, daß ich blind war und jetzt sehen kann.
Sie fragten ihn: Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er deine Augen geöffnet?
Er antwortete ihnen: Ich habe es euch bereits gesagt, aber ihr habt nicht gehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt auch ihr seine Jünger werden?
Da beschimpften sie ihn: Du bist ein Jünger dieses Menschen; wir aber sind Jünger des Mose.
Wir wissen, daß zu Mose Gott gesprochen hat; aber von dem da wissen wir nicht, woher er kommt.
Der Mann antwortete ihnen: Darin liegt ja das Erstaunliche, daß ihr nicht wisst, woher er kommt; dabei hat er doch meine Augen geöffnet.
Wir wissen, daß Gott einen Sünder nicht erhört; wer aber Gott fürchtet und seinen Willen tut, den erhört er.
Noch nie hat man gehört, daß jemand die Augen eines Blindgeborenen geöffnet hat.
Wenn dieser Mensch nicht von Gott wäre, dann hätte er gewiß nichts ausrichten können.
Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren, und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus.
Jesus hörte, daß sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn?
Der Mann antwortete: Wer ist das, Herr? (Sag es mir,) damit ich an ihn glaube.
Jesus sagte zu ihm: Du siehst ihn vor dir; er, der mit dir redet, ist es.
Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.
Da sprach Jesus: Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen: damit die Blinden sehend und die Sehenden blind werden.
Einige Pharisäer, die bei ihm waren, hörten dies. Und sie fragten ihn: Sind etwa auch wir blind?
Jesus antwortete ihnen: Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde. Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen. Darum bleibt eure Sünde.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Eine in Nordafrika verfasste und fälschlich dem hl. Fulgentius von Ruspe (467-532) zugeschriebene Homilie aus dem 5. oder 6. Jahrhundert
PL 65, 880
„Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände“ (Jes 64,7)

Er, der in die Welt kommt und jeden Menschen erleuchtet (Joh 1,9), er ist der wahre Spiegel des Vaters. Christus kommt als Abglanz des Vaters (Hebr 1,3) und nimmt von denen die Blindheit, die nicht sehen. Christus, der vom Himmel kommt, er kommt, damit alles Fleisch ihn schaue…; nur der Blinde konnte Christus nicht sehen, den Spiegel des Vaters… Christus hat diese Art von Gefängnis geöffnet, hat den Schleier von den Augen des Blinden gezogen – und der Blinde konnte Christus sehen, den Spiegel des Vaters …

Der erste Mensch war als Sehender geschaffen; aber er fand sich als Blinder wieder, nachdem er von der Schlange weggegangen war. Dieser Blinde begann wiedergeboren zu werden, als er zu glauben begann… Der Blindgeborene saß da… ohne irgendeinen Arzt um eine Salbe zur Heilung seiner Augen zu bitten… Da kommt der Schöpfer des Alls und lässt im Spiegel sein Antlitz aufleuchten. Er sieht das Elend des Blinden, der da kauert und um Almosen bettelt. Welches Wunder der Macht Gottes! Sie heilt, was sie sieht, sie macht licht, was sie heimsucht…

Er, der das Erdenrund geschaffen hat, öffnete jetzt das Rund der blinden Augen… Der Töpfer, der uns gemacht hat (Gen 2,6; Jes 64,7), sah diese leeren Augen… er machte mit dem Speichel einen Teig und bestrich damit den Blinden: so formte er die Augen des Blinden. Der Mensch ist aus Ton geformt, aus einer Salbe von feuchter Erde…; die Materie, die zunächst dazu diente, Augen zu bilden, hat diese dann geheilt. Was ist das größere Wunder: den Sonnenball zu schaffen oder die Augen des Blindgeborenen neu zu erschaffen? Der Herr auf seinem Thron brachte die Sonne zum Erstrahlen. In ihrem Lauf warf sie ihr Licht auf die Erde und ließ den Blinden sehend werden. Das Licht ist gekommen, ohne dass man es erbat, und der Blinde wurde von seiner Krankheit, an der er von Geburt an litt, befreit, ohne dass er darum hätte inständig bitten müssen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 31. März 2014, 08:20:55
Evangelium nach Johannes 4,43-54.
Nach diesen beiden Tagen ging er von dort nach Galiläa.
Jesus selbst hatte nämlich bestätigt: Ein Prophet wird in seiner eigenen Heimat nicht geehrt.
Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem während des Festes getan hatte; denn auch sie waren zum Fest gekommen.
Jesus kam wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte. In Kafarnaum lebte ein königlicher Beamter; dessen Sohn war krank.
Als er hörte, daß Jesus von Judäa nach Galiläa gekommen war, suchte er ihn auf und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn er lag im Sterben.
Da sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht.
Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.
Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg.
Noch während er unterwegs war, kamen ihm seine Diener entgegen und sagten: Dein Junge lebt.
Da fragte er sie genau nach der Stunde, in der die Besserung eingetreten war. Sie antworteten: Gestern in der siebten Stunde ist das Fieber von ihm gewichen.
Da erkannte der Vater, daß es genau zu der Stunde war, als Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus.
So tat Jesus sein zweites Zeichen, und zwar nachdem er von Judäa nach Galiläa gekommen war.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :


Vier Bücher der Nachfolge Christi, geistlicher Traktat des 15. Jahrhunderts, IV, 18
„Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht“

„Wer die Majestät Gottes erforschen will, wird von Seiner Herrlichkeit überwältigt“ (Spr 25,27 Vulg.). Gott gab dem Menschen nicht die nötige Einsicht, alles erkennen zu können...; was man von dir verlangt, sind ein fester Glaube und ein reines Leben, nicht eine allumfassende Erkenntnis. Wenn du schon manchmal nicht verstehen und begreifen kannst, was unter dir ist, wie willst du verstehen können, was über dir ist? Überlasse dich ganz Gott, unterwirf deinen Verstand deinem Glauben und das nötige Licht wird dir gegeben werden.

Einige werden versucht im Bezug auf den Glauben und das Heilige Sakrament; das könnte auch eine Vorspiegelung des bösen Feindes sein. Lass dich also nicht bedrängen durch die Zweifel, die der Dämon dir eingibt, noch lasse dich quälen durch die Gedanken, die er dir einflüstert, sondern glaube an das Wort Gottes, glaube seinen Heiligen und seinen Propheten und der böse Geist wird in die Flucht geschlagen. Oft ist es sehr gut für einen Knecht Gottes, solche Versuchungen zu erleiden. Denn der Teufel versucht nicht die Ungläubigen und die Sünder, denn er ist sicher, sie schon zu besitzen. Die Gläubigen und Freunde Gottes greift er an, um sie in Besitz nehmen zu können mit allen Mitteln.

Beschreite also weiterhin den Weg Gottes mit einfachem und unerschütterlichem Glauben. Trete vor Gott mit demütigem Respekt, und übergib dich der Allmacht Gottes mit Vertrauen in allen Dingen, die dein Verständnis übersteigen. Gott täuscht niemanden, doch wer sich selbst zu wichtig nimmt, der fällt leicht in den Irrtum. Gott läßt sich von den Einfachen finden und tut sich den Demütigen kund, „er schenkt Einsicht den Kleinen“ (vgl. Ps 118,130), zeigt den Weg den reinen Seelen, aber er entzieht seine Gnade den Neugierigen und den Hochmütigen. Der menschliche Verstand wird oft vom Irrtum besiegt, der wahre Glaube aber ist untrüglich. Der Verstand und alle Forschungen müssen sich dem Glauben unterordnen, nicht ihm vorangehen oder ihn bekämpfen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 01. April 2014, 08:45:31
Evangelium nach Johannes 5,1-16.
Einige Zeit später war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.
In Jerusalem gibt es beim Schaftor einen Teich, zu dem fünf Säulenhallen gehören; dieser Teich heißt auf hebräisch Betesda.
In diesen Hallen lagen viele Kranke, darunter Blinde, Lahme und Verkrüppelte.

Dort lag auch ein Mann, der schon achtunddreißig Jahre krank war.
Als Jesus ihn dort liegen sah und erkannte, daß er schon lange krank war, fragte er ihn: Willst du gesund werden?
Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, sobald das Wasser aufwallt, in den Teich trägt. Während ich mich hinschleppe, steigt schon ein anderer vor mir hinein.
Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und geh!
Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Bahre und ging. Dieser Tag war aber ein Sabbat.
Da sagten die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat, du darfst deine Bahre nicht tragen.
Er erwiderte: Der Mann, der mich gesund gemacht hat, sagte zu mir: Nimm deine Bahre und geh!
Sie fragten ihn: Wer ist das denn, der zu dir gesagt hat: Nimm deine Bahre und geh?
Der Geheilte wußte aber nicht, wer es war. Jesus war nämlich weggegangen, weil sich dort eine große Menschenmenge angesammelt hatte.
Später traf ihn Jesus im Tempel und sagte zu ihm: Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt.
Der Mann ging fort und teilte den Juden mit, daß es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte.
Daraufhin verfolgten die Juden Jesus, weil er das an einem Sabbat getan hatte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Maximus von Turin (? - um 420), Bischof
Predigt für die Fastenzeit; CC Sermon 50
„Willst Du gesund werden?“ Die Fastenzeit führt zur Taufe

Im Alten Testament lesen wir, dass zu Noahs Zeiten, als die gesamte Menschheit von der Sünde überwältigt worden war, sich die Schleusen des Himmels öffneten und dass vierzig Tage lang Regenwasser niederströmten... symbolisch gemeint, handelt es sich weniger um eine Sintflut, als um eine Taufe. Genaugenommen ist es eine Taufe, die die Schlechtigkeit der Sünder mit sich fortgeschwemmt hat und die Noahs Aufrichtigkeit davor bewahrt hat. Jener Zeit (des Noahs) entsprechend also, schenkt uns der Herr heute die Fastenzeit, damit sich die Himmel während derselben Anzahl von Tagen öffnen, um uns mit den Wassern der göttlichen Barmherzigkeit zu überfluten. Einmal in den Wassern dieser rettenden Taufe gewaschen, wird uns dieses Sakrament erleuchten; so wie damals schwemmen die Fluten alle Bosheit in unseren Fehlern hinweg und festigen die Aufrichtigkeit unserer Tugenden.

Die heutige Situation ist dieselbe wie zu Noahs Zeiten. Die Taufe ist Sintflut für den Sünder und Weihe all jener, die treu sind. In der Taufe stellt der Herr die Gerechtigkeit wieder her und macht die Ungerechtigkeit zunichte. Wir können dies am Beispiel ein und desselben Mannes erkennen: der Apostel Paulus, der, bevor er durch die göttlichen Befehle gereinigt worden war, ein Verfolger und ein Gotteslästerer (vgl.1Tim 1,13) gewesen ist. Einmal in den himmlischen Regen der Taufe eingetaucht, ist der Gotteslästerer, ist der Verfolger, ist Saulus tot. Sogleich erwacht der Apostel zum Leben, der Gerechte, Paulus... Wer auch immer die Fastenzeit geistlich-religiös durchlebt und auf die Weisungen des Herrn achtet, sieht in sich die Sünde sterben und die Gnade aufleben...; er stirbt also als Sünder und lebt als Aufgerichteter.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 02. April 2014, 08:17:07
Evangelium nach Johannes 5,17-30.
Jesus aber entgegnete ihnen: Mein Vater ist noch immer am Werk, und auch ich bin am Werk.
Darum waren die Juden noch mehr darauf aus, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich damit Gott gleichstellte.
Jesus aber sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn.
Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und noch größere Werke wird er ihm zeigen, so daß ihr staunen werdet.
Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will.
Auch richtet der Vater niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen,
damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen.
Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben.
Denn wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben.
Und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.
Wundert euch nicht darüber! Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören
und herauskommen werden: Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, zum Gericht.
Von mir selbst aus kann ich nichts tun; ich richte, wie ich es (vom Vater) höre, und mein Gericht ist gerecht, weil es mir nicht um meinen Willen geht, sondern um den Willen dessen, der mich gesandt hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :


Oden des Salomo (christlich-hebräischer Text, frühes 2. Jahrhundert) Nr. 42
„Die Toten werden die Stimme des Gottessohnes vernehmen“

[Christus spricht:]
Die mich nicht erkannten, zogen daraus keinen Nutzen;
verborgen blieb ich denen, die mich nicht haben wollten.
Nahe bin ich denen, die mich lieben.
Meine Verfolger sind allesamt tot;
die mich als Lebenden erfuhren, hatten mich gesucht.
Ich bin auferstanden, ich bin mit ihnen,
ich spreche durch ihren Mund.
Sie haben zurückgeschlagen ihre Verfolger;
über sie habe ich das Joch meiner Liebe geworfen.
Wie der Arm des Bräutigams auf seiner Braut (vgl. Hld 2,6),
so liegt mein Joch auf denen, die mich erkannten.
Wie das Brautzelt aufgeschlagen ist über dem Bräutigam,
so schützt, die an mich glauben, meine Liebe.

Ich wurde nicht verworfen,
selbst wenn es so schien.
Ich ging nicht zugrunde,
auch wenn sie es vermeinten.
Das Reich der Toten hat mich gesehen,
und es wurde bezwungen,
der Tod musste mich ziehen lassen,
und mit mir viele.
Galle war ich für ihn und Essig;
mit ihm stieg ich hinab in sein Reich,
so tief es auch sein mochte.
Die Kraft des Todes erschlaffte,
meinen Anblick ertrug er nicht.

Mitten unter seinen Toten versammelte ich Lebende um mich (1 Petr 3,19; 4,6).
Ich sprach zu ihnen mit lebendigen Lippen,
so, dass mein Wort nicht vergeblich war.
Sie, die tot waren, eilten auf mich zu;
laut riefen sie: „Hab Erbarmen mit uns,
Sohn Gottes, handle an uns nach deiner Huld.
Lass uns den Fesseln der Finsternis entkommen,
öffne uns das Tor, dass wir uns aufmachen zu dir.
Wir sehen, dass unser Tod
keinen Zugang fand zu dir.
Wir wollen befreit sein, auch wir, mit dir,
denn du bist unser Retter.“

Ich habe ihre Stimme vernommen,
ihren Glauben habe ich in meinem Herzen vermerkt.
Auf ihre Stirn habe ich meinen Namen gezeichnet (Offb 14,1) ;
sie sind frei, und sie gehören zu mir.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 03. April 2014, 08:19:53
Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. April 2014 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
"Liebe Kinder! Mit mütterlicher Liebe möchte ich euch helfen, dass euer Leben des Gebets und der Buße ein wahrhaftiger Versuch einer Annäherung an meinen Sohn und Sein göttliches Licht sei, damit Ihr wisst, euch von der Sünde zu trennen. Jedes Gebet, jede Messe und jedes Fasten ist ein Versuch, meinem Sohn näher zu kommen, eine Erinnerung an Seine Herrlichkeit und eine Zuflucht vor der Sünde, sie sind der Weg zur neuen Vereinigung vom guten Vater und Seinen Kindern. Deshalb, meine lieben Kinder, mit offenem Herzen voller Liebe schreit den Namen des himmlischen Vaters, damit Er euch mit dem Heiligen Geist erleuchte. Durch den Heiligen Geist werdet ihr zur Quelle der Liebe Gottes werden. Von dieser Quelle werden all jene trinken, die meinen Sohn nicht kennen, all jene, die nach der Liebe und dem Frieden meines Sohnes durstig sind. Ich danke euch! Betet für eure Hirten. Ich bete für sie und ich möchte, dass sie immer den Segen meiner mütterlichen Hände und die Unterstützung meines mütterlichen Herzens spüren."
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 04. April 2014, 08:20:29
Evangelium nach Johannes 7,1-2.10.25-30.
In jener Zeit zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden darauf aus waren, ihn zu töten.
Das Laubhüttenfest der Juden war nahe.
Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern heimlich.
Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie töten wollen?
Und doch redet er in aller Öffentlichkeit, und man läßt ihn gewähren. Sollte der Hohe Rat wirklich erkannt haben, daß er der Messias ist?
Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.
Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.
Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat.
Da wollten sie ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigten zum Johannesevangelium, Nr. 31, 3-4
Ihr kennt mich und ihr kennt mich nicht

„Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: „Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.“(Joh 7,28a) Das bedeutet soviel wie: „Ihr kennt mich und ihr kennt mich nicht“, oder auch: „Ihr wisst, woher ich stamme und ihr wisst es nicht. Ihr wisst woher ich komme: Jesus von Nazareth; ihr kennt auch meine Familie.“ Der einzige Umstand, der ihnen in diesem Zusammenhang verborgen war, war seine jungfräuliche Geburt... Sie wussten bei Jesus über alles Bescheid, was sein Menschsein ausmachte: über sein Aussehen, seine Heimat, seine Familie und den Ort seiner Geburt. Unser Herr hatte also Recht, als er sagte: “Ihr kennt mich, und wisst woher ich komme“, dem Fleisch und seiner menschlichen Gestalt nach, die er angenommen hatte.

Während er, bezogen auf die Göttlichkeit, sagte: „Ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.“(Joh 7,28b) Doch wenn ihr ihn kennenlernen möchtet, dann glaubt an jenen, den er gesandt hat und ihr werdet ihn erkennen. Denn „Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.“ (Joh 1,18) Oder auch: „Niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will“(Lk 10,22b)... „Ich aber kenne ihn“: Bittet mich also darum, ihn euch zu zeigen... „Ich komme von ihm und er ist es, der mich gesandt hat“ (Joh 7,26). Wunderbare Aussage einer doppelten Wahrheit...: Der Sohn kommt aus dem Vater, und alles, was der Sohn ist, hat er von dem, dessen Sohn er ist. Aus diesem Grund bekennen wir, dass unser Herr Jesus „Gott von Gott“ (Credo) ist, während wir den Vater ... ganz einfach Gott nennen. Wir bekennen auch, dass unser Herr Jesus „Licht von Licht“ ist, während wir den Vater ... ganz einfach Licht nennen. Das also bedeuten die Worte: „Ich komme von ihm.“
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 05. April 2014, 11:06:16
Evangelium nach Johannes 7,40-53.
In jener Zeit sagten einige aus dem Volk , als sie diese Worte hörten: Er ist wahrhaftig der Prophet.
Andere sagten: Er ist der Messias. Wieder andere sagten: Kommt denn der Messias aus Galiläa?
Sagt nicht die Schrift: Der Messias kommt aus dem Geschlecht Davids und aus dem Dorf Betlehem, wo David lebte?
So entstand seinetwegen eine Spaltung in der Menge.
Einige von ihnen wollten ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen.
Als die Gerichtsdiener zu den Hohenpriestern und den Pharisäern zurückkamen, fragten diese: Warum habt ihr ihn nicht hergebracht?
Die Gerichtsdiener antworteten: Noch nie hat ein Mensch so gesprochen.
Da entgegneten ihnen die Pharisäer: Habt auch ihr euch in die Irre führen lassen?
Ist etwa einer vom Hohen Rat oder von den Pharisäern zum Glauben an ihn gekommen?
Dieses Volk jedoch, das vom Gesetz nichts versteht, verflucht ist es.
Nikodemus aber, einer aus ihren eigenen Reihen, der früher einmal Jesus aufgesucht hatte, sagte zu ihnen:
Verurteilt etwa unser Gesetz einen Menschen, bevor man ihn verhört und festgestellt hat, was er tut?
Sie erwiderten ihm: Bist du vielleicht auch aus Galiläa? Lies doch nach: Der Prophet kommt nicht aus Galiläa.
Dann gingen alle nach Hause.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes vom Kreuz (1542 - 1591), Karmelit, Kirchenlehrer
Der Aufstieg zum Karmel, II, Kap. 22
"Niemals hat jemand so gesprochen wie dieser Mensch"

Gott könnte zu uns sagen: „Da ich alles durch mein Wort, meinen Sohn, verkündet habe, kann ich dir nichts mehr antworten, nichts mehr enthüllen, denn ich habe ihn euch zum Bruder, Wegbegleiter, Herrn, Erbteil und Lohn gegeben: ‚Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe. Auf ihn sollt ihr hören‘ (Mt 17,5)...

Wenn du also aus meinem Mund ein Wort des Trostes hören willst, dann blicke auf meinen Sohn, der mir gehorsam ist und der sich aus Liebe der Demütigung übergeben hat und dem Leiden. Du wirst sehen, was er dir antworten wird. Wenn du willst, dass ich dir verborgene Dinge oder Ereignisse aufdecke, blicke nur auf ihn und du wirst, in ihm verschlossen, tiefste Geheimnisse finden, Weisheit und Wundertaten Gottes, nach dem Wort des Apostels: ‚In ihm, dem Sohn Gottes, sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen‘ (Kol 2,3). Diese Schätze der Weisheit werden für dich erhabener, kraftvoller und nützlicher sein als alles, was du sonstwo lernen könntest. Deshalb rühmt sich derselbe Apostel, ‚nichts anderes zu kennen als Jesus, den Gekreuzigten‘ (vgl. 1 Kor 2,2). Wenn du nach Visionen oder Weissagungen verlangst, göttlichen oder fleischlichen, dann blicke auf ihn, den menschgewordenen Gott, und du wirst das finden, was alle deine Gedanken übersteigt, denn der Apostel Paulus sagt weiter: ‚Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes‘ (Kol 2,9).

Es ist also nicht mehr vonnöten, Gott wie einst zu fragen, und es ist nicht mehr nötig, dass er spricht, denn der gesamte Glaube an Christus wurde geoffenbart. Es gibt keinen Glauben mehr, der zu offenbaren wäre, niemals mehr.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 06. April 2014, 08:43:43
Evangelium nach Johannes 11,1-45.
In jener Zeit, ein Mann war krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf, in dem Maria und ihre Schwester Marta wohnten.
Maria ist die, die den Herrn mit Öl gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar abgetrocknet hat; deren Bruder Lazarus war krank.
Daher sandten die Schwestern Jesus die Nachricht: Herr, dein Freund ist krank.
Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit wird nicht zum Tod führen, sondern dient der Verherrlichung Gottes: Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden.
Denn Jesus liebte Marta, ihre Schwester und Lazarus.
Als er hörte, daß Lazarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt.
Danach sagte er zu den Jüngern: Laßt uns wieder nach Judäa gehen.
Die Jünger entgegneten ihm: Rabbi, eben noch wollten dich die Juden steinigen, und du gehst wieder dorthin?
Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand am Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht;
wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist.
So sprach er. Dann sagte er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken.
Da sagten die Jünger zu ihm: Herr, wenn er schläft, dann wird er gesund werden.
Jesus hatte aber von seinem Tod gesprochen, während sie meinten, er spreche von dem gewöhnlichen Schlaf.
Darauf sagte ihnen Jesus unverhüllt: Lazarus ist gestorben.
Und ich freue mich für euch, daß ich nicht dort war; denn ich will, daß ihr glaubt. Doch wir wollen zu ihm gehen.
Da sagte Thomas, genannt Didymus (Zwilling), zu den anderen Jüngern: Dann laßt uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben.
Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen.
Betanien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt.
Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten.
Als Marta hörte, daß Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus.
Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.
Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
Marta sagte zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag.
Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?
Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, daß du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.
Nach diesen Worten ging sie weg, rief heimlich ihre Schwester Maria und sagte zu ihr: Der Meister ist da und läßt dich rufen.
Als Maria das hörte, stand sie sofort auf und ging zu ihm.
Denn Jesus war noch nicht in das Dorf gekommen; er war noch dort, wo ihn Marta getroffen hatte.
Die Juden, die bei Maria im Haus waren und sie trösteten, sahen, daß sie plötzlich aufstand und hinausging. Da folgten sie ihr, weil sie meinten, sie gehe zum Grab, um dort zu weinen.
Als Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sagte zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, war er im Innersten erregt und erschüttert.
Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh!
Da weinte Jesus.
Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte!
Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, daß dieser hier starb?
Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt, und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war.
Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, entgegnete ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag.
Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast.
Ich wußte, daß du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herum steht, habe ich es gesagt; denn sie sollen glauben, daß du mich gesandt hast.
Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden, und laßt ihn weggehen!
Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ephräm (um 306 - 373), Diakon in Syrien und Kirchenlehrer
Konkordanter Kommentar zum Evangelium, 17,7-10; SC 121
„Ich bin die Auferstehung und das Leben“

Als er fragte: „Wo habt ihr ihn bestattet?“, hatte unser Herr Tränen in den Augen. Seine Tränen waren gleichsam der Regen, Lazarus gleichsam das Getreidekorn und das Grab gleichsam die Erde. Er rief mit einer Stimme wie Donner, der Tod erzitterte bei seiner Stimme, Lazarus stieg empor wie das Getreidekorn, kam heraus und betete den Herrn an, der ihn wieder zum Leben erweckt hatte.

Jesus gab Lazarus das Leben zurück und starb an seiner Stelle; denn als er ihn aus dem Grab geholt und an seinem Tisch Platz genommen hatte, wurde er selber auf symbolische Weise durch das Öl bestattet, das Maria über sein Haar goss (Mt 26,7). Die Macht des Todes, der vier Tage lang triumphiert hat, ist gebrochen… damit der Tod es zur Kenntnis nehme, dass es dem Herrn ein Leichtes sei, ihn am dritten Tag zu besiegen…; seine Verheißung hat sich erfüllt: Er hatte verheißen, dass er am dritten Tage auferstehen werde (Mt 16,21)… So gab der Herr Maria und Marta die Freude zurück; er bezwang die Hölle, um offenkundig zu machen, dass er selber nicht für immer vom Tod festgehalten würde… Sooft nun jemand sagt, es sei unmöglich, am dritten Tage aufzuerstehen, dann schaue er auf den, der am vierten Tag auferweckt wurde.

„Nehmt den Stein weg!“ Was nun? Hätte derselbe, der einen Toten auferweckt und ihm das Leben zurückgegeben hat, nicht das Grab öffnen und den Stein wegwälzen können? Er, der zu seinen Jüngern sagte: „Wenn euer Glaube auch nur so groß ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort, und er wird wegrücken“ (Mt 17,20) – hätte er nicht durch ein Wort den Stein versetzen können, der den Eingang zum Grab verschloss? Sicher hätte er auch durch sein Wort den Stein versetzen können, er, dessen Stimme, als er am Kreuze hing, Steine spaltete und Gräber öffnete (Mt 27,51-52). Weil er aber der Freund von Lazarus war, sagte er: „Öffnet das Grab, damit euch der Gestank der Fäulnis entgegenschlägt, und nehmt ihm die Binden weg, in die ihr ihn wie in ein Leichentuch gewickelt habt, damit ihr seht, dass es derselbe ist, den ihr begraben habt.“
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 07. April 2014, 08:22:04
Evangelium nach Johannes 8,1-11.
In jener Zeit, Jesus aber ging zum Ölberg.
Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es.
Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte
und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt.
Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du?
Mit dieser Frage wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn zu verklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.
Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand.
Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt?
Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!]


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Apostolisches Schreiben „Evangelii Gaudium“, § 1-3 (©Liberia Editrice Vaticana)
„Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“

Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen. Diejenigen, die sich von ihm retten lassen, sind befreit von der Sünde, von der Traurigkeit, von der inneren Leere und von der Vereinsamung. Mit Jesus Christus kommt immer – und immer wieder – die Freude... Die große Gefahr der Welt von heute mit ihrem vielfältigen und erdrückenden Konsumangebot ist eine individualistische Traurigkeit, die aus einem bequemen, begehrlichen Herzen hervorgeht, aus der krankhaften Suche nach oberflächlichen Vergnügungen, aus einer abgeschotteten Geisteshaltung. Wenn das innere Leben sich in den eigenen Interessen verschließt, gibt es keinen Raum mehr für die anderen, finden die Armen keinen Einlass mehr, hört man nicht mehr die Stimme Gottes... Auch die Gläubigen laufen... diese Gefahr...

Ich lade jeden Christen ein, gleich an welchem Ort und in welcher Lage er sich befindet, noch heute seine persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern oder zumindest den Entschluss zu fassen, sich von ihm finden zu lassen, ihn jeden Tag ohne Unterlass zu suchen. Es gibt keinen Grund, weshalb jemand meinen könnte, diese Einladung gelte nicht ihm, denn »niemand ist von der Freude ausgeschlossen, die der Herr uns bringt«. Wer etwas wagt, den enttäuscht der Herr nicht, und wenn jemand einen kleinen Schritt auf Jesus zu macht, entdeckt er, dass dieser bereits mit offenen Armen auf sein Kommen wartete.

Das ist der Augenblick, um zu Jesus Christus zu sagen: „Herr, ich habe mich täuschen lassen, auf tausenderlei Weise bin ich vor deiner Liebe geflohen, doch hier bin ich wieder, um meinen Bund mit dir zu erneuern. Ich brauche dich. Kaufe mich wieder frei, nimm mich noch einmal auf in deine erlösenden Arme.“ Es tut uns so gut, zu ihm zurückzukehren, wenn wir uns verloren haben!... Gott wird niemals müde zu verzeihen; wir sind es, die müde werden, um sein Erbarmen zu bitten. Der uns aufgefordert hat, »siebenundsiebzigmal« zu vergeben (Mt 18,22), ist uns ein Vorbild:... Ein ums andere Mal lädt er uns wieder auf seine Schultern. Niemand kann uns die Würde nehmen, die diese unendliche und unerschütterliche Liebe uns verleiht. Mit einem Feingefühl, das uns niemals enttäuscht und uns immer die Freude zurückgeben kann, erlaubt er uns, das Haupt zu erheben und neu zu beginnen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 08. April 2014, 08:50:21
Evangelium nach Johannes 8,21-30.
In jener Zeit sagte Jesus zu ihnen: Ich gehe fort, und ihr werdet mich suchen, und ihr werdet in eurer Sünde sterben. Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen.
Da sagten die Juden: Will er sich etwa umbringen? Warum sagt er sonst: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen?
Er sagte zu ihnen: Ihr stammt von unten, ich stamme von oben; ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt.
Ich habe euch gesagt: Ihr werdet in euren Sünden sterben; denn wenn ihr nicht glaubt, daß ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben.
Da fragten sie ihn: Wer bist du denn? Jesus antwortete: Warum rede ich überhaupt noch mit euch?
Ich hätte noch viel über euch zu sagen und viel zu richten, aber er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit, und was ich von ihm gehört habe, das sage ich der Welt.
Sie verstanden nicht, daß er damit den Vater meinte.
Da sagte Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, daß Ich es bin. Ihr werdet erkennen, daß ich nichts im eigenen Namen tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat.
Und er, der mich gesandt hat, ist bei mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich immer das tue, was ihm gefällt.
Als Jesus das sagte, kamen viele zum Glauben an ihn.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Nerses Schnorhali (1102 - 1173), armenischer Patriarch
Jesus, einziger Sohn des Vaters, §707-724; SC 203
„Ihr stammt von unten; ich stamme von oben“

Der Sünde wegen bist du, der Unschuldige,
Für den Verurteilten vor dem Tribunal gestanden;
Wenn du in der Glorie des Vaters wiederkommst,
Urteile nicht mit ihm über mich.

Du wurdest verhöhnt durch ruchlosen Speichel
Wegen der Schande des erstgeschaffenen Menschen;
Tilge die Schande der Sünden des Schamlosen,
Mit der ich mir das Gesicht bedeckt habe…

Du hast den Purpur genommen,
Den roten Mantel angelegt
Als Schande und Kränkung,
Wie die Soldaten des Pontius Pilatus glaubten (Mt 27,28).

Nimm von mir den Kelch der Sünde,
Den roten, blutfarbenen Purpur,
Und leg mir das Gewand der Freude an,
In das du den ersten Menschen gekleidet hast.

Sie beugten die Knie und spotteten,
Sie amüsierten sich und machten sich lustig;
Die himmlischen Scharen sahen es
Und beteten mit Bangen an.

All das hast du ertragen, um von unserer Adamsnatur zu nehmen
Die Schande, ein Freund der Sünde zu sein,
Und um aus meiner Seele voller Trauer,
Aus meinem Gewissen die Schande zu löschen.

Auf deinem ganzem Körper
Und allen deinen Gliedmaßen
Hast du schreckliche Schläge der Geißelung empfangen
Nach dem Urteil des Richters.

Mich, der ich vom Kopf bis zu den Füßen
Unerträgliche Schmerzen leide,
Mögest du von neuem, ein zweites Mal, heilen:
Wie durch die Gnade des Taufwassers.

Zum Austausch der Dornen der Sünde,
Die der Fluch uns wachsen ließ (Gen 3,18),
Wurde dir von den Winzern Jerusalems
Eine Dornenkrone aufs Haupt gedrückt (Mt 21,33f)

Reiß aus mir den Stachel der Sünde,
Den mit der Feind gesetzt hat,
Und heile in mir die Bisswunde,
Damit das Stigma der Sünde schwindet.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 09. April 2014, 08:17:31
Evangelium nach Johannes 8,31-42.
In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger.
Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien.
Sie erwiderten ihm: Wir sind Nachkommen Abrahams und sind noch nie Sklaven gewesen. Wie kannst du sagen: Ihr werdet frei werden?
Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wer die Sünde tut, ist Sklave der Sünde.
Der Sklave aber bleibt nicht für immer im Haus; nur der Sohn bleibt für immer im Haus.
Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei.
Ich weiß, daß ihr Nachkommen Abrahams seid. Aber ihr wollt mich töten, weil mein Wort in euch keine Aufnahme findet.
Ich sage, was ich beim Vater gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt.
Sie antworteten ihm: Unser Vater ist Abraham. Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, würdet ihr so handeln wie Abraham.
Jetzt aber wollt ihr mich töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit verkündet hat, die Wahrheit, die ich von Gott gehört habe. So hat Abraham nicht gehandelt.
Ihr vollbringt die Werke eures Vaters. Sie entgegneten ihm: Wir stammen nicht aus einem Ehebruch, sondern wir haben nur den einen Vater: Gott.
Jesus sagte zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben; denn von Gott bin ich ausgegangen und gekommen. Ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er hat mich gesandt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Andreas von Kreta (660-740), Mönch und Bischof
Großer Kanon der orthodoxen Liturgie in der Fastenzeit, 4. Ode
„Ihr wollt mich töten“

Wach auf, meine Seele, lass deine Werke sprechen;
an deinen Augen sollen sie vorbeiziehen,
und aus deinen Augen sollen Tränen fließen.
Bekenne Christus deine Taten und Gedanken
und du wirst gerecht gemacht.
Erbarm` dich meiner, o Gott, erbarme dich.

Am Kreuz, o Logos, Wort Gottes, hast du für alle
deinen Leib und dein Blut hingegeben:
den Leib, um den meinen neu zu schaffen,
dein Blut, um mich reinzuwaschen.
Christus, du hast deinen Geist in deines Vaters Hände zurückgelegt,
um mich zu ihm zurückzuführen (Lk 23,46).

Ins Herz dieser Welt kam ihr Schöpfer, uns zu retten.
Er wollte an den Baum der Schmerzen genagelt werden,
und sogleich stand das verlorene Paradies wieder offen (Lk 23,43).
Deshalb wirst du von Himmel und Erde angebetet,
angebetet von der ganzen Schöpfung,
von der Menge Freigekaufter aus allen Nationen.

Möge das Blut und das Wasser
aus deiner geöffneten Seite (Joh 19,34)
mir zum Bad der Taufe werden,
zum erlösenden Trank.
So bin ich gesalbt mit deinen Worten des Lebens, wie mit Nardenöl
und nehme sie zu mir wie einen Trank.
Dann bin ich doppelt rein geworden, o Logos, du Wort Gottes.

Die Kirche ist der Kelch, der aufnimmt
den Strahl aus deiner lebenspendenden Seite,
den doppelten und doch einen Strahl der Erkenntnis und der Vergebung,
Abbild der Testamente, des Alten und des Neuen,
vereint in einem.
Erbarm` dich meiner, o Gott, erbarme dich.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 10. April 2014, 08:16:56
Evangelium nach Johannes 8,51-59.
In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden: Amen, amen, ich sage euch: Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht schauen.
Da sagten die Juden zu ihm: Jetzt wissen wir, daß du von einem Dämon besessen bist. Abraham und die Propheten sind gestorben, du aber sagst: Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht erleiden.
Bist du etwa größer als unser Vater Abraham? Er ist gestorben, und die Propheten sind gestorben. Für wen gibst du dich aus?
Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst ehre, so gilt meine Ehre nichts. Mein Vater ist es, der mich ehrt, er, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott.
Doch ihr habt ihn nicht erkannt. Ich aber kenne ihn, und wenn ich sagen würde: Ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lügner wie ihr. Aber ich kenne ihn und halte an seinem Wort fest.
Euer Vater Abraham jubelte, weil er meinen Tag sehen sollte. Er sah ihn und freute sich.
Die Juden entgegneten: Du bist noch keine fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben?
Jesus erwiderte ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Noch ehe Abraham wurde, bin ich.
Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und verließ den Tempel.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Origenes (um 185 - 253), Priester und Theologe
Homilie über das Buch Genesis, Nr. 8; SC7
„Abraham sah meinen Tag“

„Gott stellte Abraham auf die Probe und sagte zu ihm: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, und bringe ihn auf einem Berg, den ich dir nenne, als Brandopfer dar“ (Gen 22,2). Dieser Sohn, auf dem große und wunderbare Verheißungen liegen…, ihn auf einem Berg dem Herrn als Brandopfer darzubringen, dazu erhält Abraham den Befehl.

Was empfindest du bei diesem Befehl, Abraham?... Der Apostel Paulus, dem der Geist Gottes wohl die Gedanken und Gefühle Abrahams offenbarte, sagt dazu: „Dank seines Glaubens zögerte Abraham nicht und bot seinen einzigen Sohn, auf dem die Verheißungen lagen, als Opfergabe an, denn er dachte, dass Gott sogar die Macht hat, Tote zu erwecken“ (Röm 4,20; Hebr 11,17.19)… Hier ist es also das erste Mal, dass der Glaube an die Offenbarung zu Tage tritt. Ja, Abraham hoffte, Isaak würde auferstehen; er glaubte, dass sich verwirklichen werde, was noch nie geschehen war… Abraham wusste, dass sich in ihm bereits die künftige Wirklichkeit vorabbildete. Er wusste, dass Christus aus seiner Nachkommenschaft hervorgehen würde, das wahre Opfer für die ganze Welt, das durch seine Auferstehung über den Tod triumphieren würde.

„Frühmorgens stand Abraham auf…, und am dritten Tage kam er an den Ort, den Gott ihm genannt hatte“. Der dritte Tag ist immer noch mit dem Mysterium verbunden…; am dritten Tag fand vor allem die Auferstehung des Herrn statt… „Abraham hob die Augen und sah den Ort von weitem. Er sagte zu seinen Knechten: Bleibt mit dem Esel hier. Ich will mit dem Knaben hingehen und anbeten, dann kommen wir zu euch zurück“… Höre, Abraham: Sagst du deinen Knechten die Wahrheit, wenn du behauptest, du wollest anbeten gehen und dann mit dem Kind zurückzukommen? Oder willst du sie täuschen?... Abraham antwortet: „Ich sage die Wahrheit; ich bringe das Kind als Brandopfer dar, und deshalb nehme ich das Holz mit. Dann komme ich mit dem Kind zu euch zurück. Ich glaube wirklich aus ganzer Seele, dass Gott die Macht hat, ihn von den Toten aufzuerwecken.“
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 11. April 2014, 08:22:27
Evangelium nach Johannes 10,31-42.
In jener Zeit, hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen.
Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr mich steinigen?
Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.
Jesus erwiderte ihnen: Heißt es nicht in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter?
Wenn er jene Menschen Götter genannt hat, an die das Wort Gottes ergangen ist, und wenn die Schrift nicht aufgehoben werden kann,
dürft ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, sagen: Du lästerst Gott - weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn?
Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht.
Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt. Dann werdet ihr erkennen und einsehen, daß in mir der Vater ist und ich im Vater bin.
Wieder wollten sie ihn festnehmen; er aber entzog sich ihrem Zugriff.
Dann ging Jesus wieder weg auf die andere Seite des Jordan, an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte; und dort blieb er.
Viele kamen zu ihm. Sie sagten: Johannes hat kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes über diesen Mann gesagt hat, ist wahr.
Und viele kamen dort zum Glauben an ihn.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Petrus Chrysologus (um 406 - 450), Bischof von Ravenna, Kirchenlehrer
Predigt 108; PL 52, 499
„Tag für Tag strecke ich meine Hände aus nach einem abtrünnigen Volk, das sich dem Guten entgegenstellt“ (Jes 65,2; Röm 10,21)

„Angesichts des Erbarmen Gottes bitte ich euch“ (Röm 12,1): Paulus bittet, oder vielmehr Gott ist es, der durch Paulus bittet, er, der mehr geliebt als gefürchtet werden möchte. Gott bittet, weil er weniger Herr denn Vater sein will... Höre den Herrn bitten: „Den ganzen Tag streckte ich meine Hände aus“ (Jes 65,2). Bittet man denn üblicherweise nicht dadurch, dass man die Hände ausstreckt? „Ich streckte meine Hände aus.“ „Nach wem?“ „Nach dem Volk.“ „Nach welchem Volk?“ „Nach einem Volk, das nicht nur ungläubig, sondern auch widerspenstig ist.“ „Ich streckte meine Hände aus“: er breitet seine Arme aus, er macht sein Herz weit, er hält dir seine Brust hin, bietet sein Inneres dar, macht seinen ganzen Leib zu einem Zufluchtsort; durch sein inständiges Bitten will er zeigen, wie sehr er Vater ist. Höre, wie Gott an anderer Stelle bittet: „Mein Volk, was habe ich dir getan, oder womit bin ich dir zur Last gefallen?“ (Mi 6,3). Sagt er nicht: „Wenn euch meine Gottheit unbekannt ist, erkennt ihr nicht wenigstens mein Fleisch? Seht, seht doch an mir euren Leib, eure Glieder, eure inneren Organe, eure Knochen und euer Blut! Und wenn ihr euch vor dem fürchtet, was Gottes ist, warum liebt ihr dann nicht wenigstens, was zu euch gehört? Wenn ihr vor dem Herrn flieht, warum lauft ihr dann nicht hin zum Vater?

Aber vielleicht stiftet die Erhabenheit der Passion in euch Verwirrung. Habt keine Angst! Dieses Kreuz ist nicht mein Galgen, sondern der Galgen des Todes. Diese Nägel fixieren nicht den Schmerz in mir, sondern treiben meine Liebe zu euch noch tiefer in mich hinein. Diese Wunden bringen mich nicht zum Schreien, sie lassen euch noch tiefer in mein Herz hinein. Die Kreuzigung meines Leibes verschafft euch mehr Raum in meiner Brust, sie steigert nicht meine Qual. Ich verliere mein Blut nicht, ich vergieße es, um das eure zu bezahlen.

Kommt doch, kommt zurück und erkennt in mir den Vater, von dem ihr seht, dass er Böses mit Gutem vergilt, Unrecht mit Liebe, so große Verwundungen mit Zärtlichkeit."
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 12. April 2014, 10:16:30
Evangelium nach Johannes 11,45-57.
In jener Zeit, viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.
Aber einige von ihnen gingen zu den Pharisäern und berichteten ihnen, was er getan hatte.
Da beriefen die Hohenpriester und die Pharisäer eine Versammlung des Hohen Rates ein. Sie sagten: Was sollen wir tun? Dieser Mensch tut viele Zeichen.
Wenn wir ihn gewähren lassen, werden alle an ihn glauben. Dann werden die Römer kommen und uns die heilige Stätte und das Volk nehmen.
Einer von ihnen, Kajaphas, der Hohepriester jenes Jahres, sagte zu ihnen: Ihr versteht überhaupt nichts.
Ihr bedenkt nicht, daß es besser für euch ist, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht.
Das sagte er nicht aus sich selbst; sondern weil er der Hohepriester jenes Jahres war, sagte er aus prophetischer Eingebung, daß Jesus für das Volk sterben werde.
Aber er sollte nicht nur für das Volk sterben, sondern auch, um die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln.
Von diesem Tag an waren sie entschlossen, ihn zu töten.
Jesus bewegte sich von nun an nicht mehr öffentlich unter den Juden, sondern zog sich von dort in die Gegend nahe der Wüste zurück, an einen Ort namens Efraim. Dort blieb er mit seinen Jüngern.
Das Paschafest der Juden war nahe, und viele zogen schon vor dem Paschafest aus dem ganzen Land nach Jerusalem hinauf, um sich zu heiligen.
Sie fragten nach Jesus und sagten zueinander, während sie im Tempel zusammenstanden: Was meint ihr? Er wird wohl kaum zum Fest kommen.
Die Hohenpriester und die Pharisäer hatten nämlich, um ihn festnehmen zu können, angeordnet: Wenn jemand weiß, wo er sich aufhält, soll er es melden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Juliana von Norwich (1342-nach 1416), englische Inklusin
Offenbarungen der göttlichen Liebe, Kap.32
„Es ist besser, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt“

Einmal sagte unser guter Herr zu mir: „Alles wird gut sein“; ein andermal: „Du wirst es selber erleben: Alles wird ein gutes Ende haben“. Aus diesen beiden Worten hat meine Seele erkannt… er will uns wissen lassen, dass er seine Aufmerksamkeit nicht nur Edlem und Großem zuwendet, sondern auch Geringem, Kleinem, Unscheinbarem, Einfachem. Das bedeuten seine Worte: „Alles, wie es auch sei, wird gut enden.“

Er möchte, dass wir erkennen: Selbst das Allerkleinste gerät nicht in Vergessenheit. Er möchte, dass wir erkennen: Vieles, was geschieht, ist in unseren Augen so böse und verursacht so Schlimmes, dass es uns unmöglich erscheint, es könnte je ein gutes Ende finden. Und so machen wir uns Sorgen und jammern, dass wir in der seligen Betrachtung Gottes den Frieden nicht mehr finden, wie wir es doch sollten. Denn hier auf Erden haben wir eine so blinde, platte und einseitige Denkweise, dass wir die erhabene und wunderbare Weisheit, Macht und Güte der Heiligen Dreifaltigkeit nicht erkennen können… Es ist so, als sagte Gott: „Achtet darauf, dass ihr mir glaubt und vertraut, und am Ende werdet ihr alles erkennen, in der Wahrheit und in der Fülle der Freude.“

Wie ich es sehe, gibt es ein Werk, das die Heilige Dreifaltigkeit am letzten Tag vollbringen wird. Wann und wie dieses Werk vollbracht wird, weiß keines der Christus untergeordneten Geschöpfe und wird es auch nicht wissen, bevor es vollbracht ist… Wenn uns Gott wissen lassen möchte, dass er dieses Welk vollbringen wird, dann deshalb, damit wir behaglicher leben und friedvoller lieben; damit wir aufhören, auf alle möglichen Stürme zu starren, die uns daran hindern, uns wirklich an ihm zu erfreuen. Das ist das große Werk, das unser Herr von aller Ewigkeit her angeordnet hat, ein zutiefst in seinem heiligen Inneren verborgener Schatz, von dem nur er weiß. Durch dieses Werk wird er alles zu einem guten Ende bringen; denn wie die Heilige Dreifaltigkeit aus dem Nichts alles geschaffen hat, so wird sie alles, was nicht gut ist, gut machen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 13. April 2014, 17:11:35
Evangelium nach Matthäus 26,14-75.27,1-66.
In jener Zeit ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern
und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.
Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.
Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.
Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr?
Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten.
Der Menschensohn muß zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.
Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und eßt; das ist mein Leib.
Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus;
das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken, bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von neuem davon trinke im Reich meines Vaters.
Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus.
Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr alle werdet in dieser Nacht an mir Anstoß nehmen und zu Fall kommen; denn in der Schrift steht: Ich werde den Hirten erschlagen, dann werden sich die Schafe der Herde zerstreuen.
Aber nach meiner Auferstehung werde ich euch nach Galiläa vorausgehen.
Petrus erwiderte ihm: Und wenn alle an dir Anstoß nehmen - ich niemals!
Jesus entgegnete ihm: Amen, ich sage dir: In dieser Nacht, noch ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.
Da sagte Petrus zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müßte - ich werde dich nie verleugnen. Das gleiche sagten auch alle anderen Jünger.
Darauf kam Jesus mit den Jüngern zu einem Grundstück, das man Getsemani nennt, und sagte zu ihnen: Setzt euch und wartet hier, während ich dort bete.
Und er nahm Petrus und die beiden Söhne des Zebedäus mit sich. Da ergriff ihn Angst und Traurigkeit,
und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht mit mir!
Und er ging ein Stück weiter, warf sich zu Boden und betete: Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.
Und er ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen?
Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Dann ging er zum zweitenmal weg und betete: Mein Vater, wenn dieser Kelch an mir nicht vorübergehen kann, ohne daß ich ihn trinke, geschehe dein Wille.
Als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend, denn die Augen waren ihnen zugefallen.
Und er ging wieder von ihnen weg und betete zum drittenmal mit den gleichen Worten.
Danach kehrte er zu den Jüngern zurück und sagte zu ihnen: Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus? Die Stunde ist gekommen; jetzt wird der Menschensohn den Sündern ausgeliefert.
Steht auf, wir wollen gehen! Seht, der Verräter, der mich ausliefert, ist da.
Während er noch redete, kam Judas, einer der Zwölf, mit einer großen Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren; sie waren von den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes geschickt worden.
Der Verräter hatte mit ihnen ein Zeichen verabredet und gesagt: Der, den ich küssen werde, der ist es; nehmt ihn fest.
Sogleich ging er auf Jesus zu und sagte: Sei gegrüßt, Rabbi! Und er küßte ihn.
Jesus erwiderte ihm: Freund, dazu bist du gekommen? Da gingen sie auf Jesus zu, ergriffen ihn und nahmen ihn fest.
Doch einer von den Begleitern Jesu zog sein Schwert, schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm ein Ohr ab.
Da sagte Jesus zu ihm: Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.
Oder glaubst du nicht, mein Vater würde mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich ihn darum bitte?
Wie würde dann aber die Schrift erfüllt, nach der es so geschehen muß?
Darauf sagte Jesus zu den Männern: Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen, um mich festzunehmen. Tag für Tag saß ich im Tempel und lehrte, und ihr habt mich nicht verhaftet.
Das alles aber ist geschehen, damit die Schriften der Propheten in Erfüllung gehen. Da verließen ihn alle Jünger und flohen.
Nach der Verhaftung führte man Jesus zum Hohenpriester Kajaphas, bei dem sich die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt hatten.
Petrus folgte Jesus von weitem bis zum Hof des hohepriesterlichen Palastes; er ging in den Hof hinein und setzte sich zu den Dienern, um zu sehen, wie alles ausgehen würde.
Die Hohenpriester und der ganze Hohe Rat bemühten sich um falsche Zeugenaussagen gegen Jesus, um ihn zum Tod verurteilen zu können.
Sie erreichten aber nichts, obwohl viele falsche Zeugen auftraten. Zuletzt kamen zwei Männer
und behaupteten: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen.
Da stand der Hohepriester auf und fragte Jesus: Willst du nichts sagen zu dem, was diese Leute gegen dich vorbringen?
Jesus aber schwieg. Darauf sagte der Hohepriester zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, sag uns: Bist du der Messias, der Sohn Gottes?
Jesus antwortete: Du hast es gesagt. Doch ich erkläre euch: Von nun an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.
Da zerriß der Hohepriester sein Gewand und rief: Er hat Gott gelästert! Wozu brauchen wir noch Zeugen? Jetzt habt ihr die Gotteslästerung selbst gehört.
Was ist eure Meinung? Sie antworteten: Er ist schuldig und muß sterben.
Dann spuckten sie ihm ins Gesicht und schlugen ihn. Andere ohrfeigten ihn
und riefen: Messias, du bist doch ein Prophet! Sag uns: Wer hat dich geschlagen?
Petrus aber saß draußen im Hof. Da trat eine Magd zu ihm und sagte: Auch du warst mit diesem Jesus aus Galiläa zusammen.
Doch er leugnete es vor allen Leuten und sagte: Ich weiß nicht, wovon du redest.
Und als er zum Tor hinausgehen wollte, sah ihn eine andere Magd und sagte zu denen, die dort standen: Der war mit Jesus aus Nazaret zusammen.
Wieder leugnete er und schwor: Ich kenne den Menschen nicht.
Kurz darauf kamen die Leute, die dort standen, zu Petrus und sagten: Wirklich, auch du gehörst zu ihnen, deine Mundart verrät dich.
Da fing er an, sich zu verfluchen und schwor: Ich kenne den Menschen nicht. Gleich darauf krähte ein Hahn,
und Petrus erinnerte sich an das, was Jesus gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.
Als es Morgen wurde, faßten die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes gemeinsam den Beschluß, Jesus hinrichten zu lassen.
Sie ließen ihn fesseln und abführen und lieferten ihn dem Statthalter Pilatus aus.
Als nun Judas, der ihn verraten hatte, sah, daß Jesus zum Tod verurteilt war, reute ihn seine Tat. Er brachte den Hohenpriestern und den Ältesten die dreißig Silberstücke zurück
und sagte: Ich habe gesündigt, ich habe euch einen unschuldigen Menschen ausgeliefert. Sie antworteten: Was geht das uns an? Das ist deine Sache.
Da warf er die Silberstücke in den Tempel; dann ging er weg und erhängte sich.
Die Hohenpriester nahmen die Silberstücke und sagten: Man darf das Geld nicht in den Tempelschatz tun; denn es klebt Blut daran.
Und sie beschlossen, von dem Geld den Töpferacker zu kaufen als Begräbnisplatz für die Fremden.
Deshalb heißt dieser Acker bis heute Blutacker.
So erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia gesagt worden ist: Sie nahmen die dreißig Silberstücke - das ist der Preis, den er den Israeliten wert war -
und kauften für das Geld den Töpferacker, wie mir der Herr befohlen hatte.
Als Jesus vor dem Statthalter stand, fragte ihn dieser: Bist du der König der Juden? Jesus antwortete: Du sagst es.
Als aber die Hohenpriester und die Ältesten ihn anklagten, gab er keine Antwort.
Da sagte Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, was sie dir alles vorwerfen?
Er aber antwortete ihm auf keine einzige Frage, so daß der Statthalter sehr verwundert war.
Jeweils zum Fest pflegte der Statthalter einen Gefangenen freizulassen, den sich das Volk auswählen konnte.
Damals war gerade ein berüchtigter Mann namens Barabbas im Gefängnis.
Pilatus fragte nun die Menge, die zusammengekommen war: Was wollt ihr? Wen soll ich freilassen, Barabbas oder Jesus, den man den Messias nennt?
Er wußte nämlich, daß man Jesus nur aus Neid an ihn ausgeliefert hatte.
Während Pilatus auf dem Richterstuhl saß, ließ ihm seine Frau sagen: Laß die Hände von diesem Mann, er ist unschuldig. Ich hatte seinetwegen heute nacht einen schrecklichen Traum.
Inzwischen überredeten die Hohenpriester und die Ältesten die Menge, die Freilassung des Barabbas zu fordern, Jesus aber hinrichten zu lassen.
Der Statthalter fragte sie: Wen von beiden soll ich freilassen? Sie riefen: Barabbas!
Pilatus sagte zu ihnen: Was soll ich dann mit Jesus tun, den man den Messias nennt? Da schrien sie alle: Ans Kreuz mit ihm!
Er erwiderte: Was für ein Verbrechen hat er denn begangen? Da schrien sie noch lauter: Ans Kreuz mit ihm!
Als Pilatus sah, daß er nichts erreichte, sondern daß der Tumult immer größer wurde, ließ er Wasser bringen, wusch sich vor allen Leuten die Hände und sagte: Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen. Das ist eure Sache!
Da rief das ganze Volk: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!
Darauf ließ er Barabbas frei und gab den Befehl, Jesus zu geißeln und zu kreuzigen.
Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus, führten ihn in das Prätorium, das Amtsgebäude des Statthalters, und versammelten die ganze Kohorte um ihn.
Sie zogen ihn aus und legten ihm einen purpurroten Mantel um.
Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand. Sie fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen: Heil dir, König der Juden!
Und sie spuckten ihn an, nahmen ihm den Stock wieder weg und schlugen ihm damit auf den Kopf.

Auf dem Weg trafen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon; ihn zwangen sie, Jesus das Kreuz zu tragen.
So kamen sie an den Ort, der Golgota genannt wird, das heißt Schädelhöhe.
Und sie gaben ihm Wein zu trinken, der mit Galle vermischt war; als er aber davon gekostet hatte, wollte er ihn nicht trinken.
Nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen sie das Los und verteilten seine Kleider unter sich.
Dann setzten sie sich nieder und bewachten ihn.
Über seinem Kopf hatten sie eine Aufschrift angebracht, die seine Schuld angab: Das ist Jesus, der König der Juden.
Zusammen mit ihm wurden zwei Räuber gekreuzigt, der eine rechts von ihm, der andere links.
Die Leute, die vorbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf
und riefen: Du willst den Tempel niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen? Wenn du Gottes Sohn bist, hilf dir selbst, und steig herab vom Kreuz!
Auch die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten verhöhnten ihn und sagten:
Anderen hat er geholfen, sich selbst kann er nicht helfen. Er ist doch der König von Israel! Er soll vom Kreuz herabsteigen, dann werden wir an ihn glauben.
Er hat auf Gott vertraut: der soll ihn jetzt retten, wenn er an ihm Gefallen hat; er hat doch gesagt: Ich bin Gottes Sohn.
Ebenso beschimpften ihn die beiden Räuber, die man zusammen mit ihm gekreuzigt hatte.
Von der sechsten bis zur neunten Stunde herrschte eine Finsternis im ganzen Land.
Um die neunte Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lema sabachtani?, das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Er ruft nach Elija.
Sogleich lief einer von ihnen hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf einen Stock und gab Jesus zu trinken.
Die anderen aber sagten: Laß doch, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihm hilft.
Jesus aber schrie noch einmal laut auf. Dann hauchte er den Geist aus.
Da riß der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei. Die Erde bebte, und die Felsen spalteten sich.
Die Gräber öffneten sich, und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt.
Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber, kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen.
Als der Hauptmann und die Männer, die mit ihm zusammen Jesus bewachten, das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah, erschraken sie sehr und sagten: Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!
Auch viele Frauen waren dort und sahen von weitem zu; sie waren Jesus seit der Zeit in Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient.
Zu ihnen gehörten Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus und des Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.
Gegen Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa namens Josef; auch er war ein Jünger Jesu.
Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Da befahl Pilatus, ihm den Leichnam zu überlassen.
Josef nahm ihn und hüllte ihn in ein reines Leinentuch.
Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging weg.
Auch Maria aus Magdala und die andere Maria waren dort; sie saßen dem Grab gegenüber.
Am nächsten Tag gingen die Hohenpriester und die Pharisäer gemeinsam zu Pilatus; es war der Tag nach dem Rüsttag.
Sie sagten: Herr, es fiel uns ein, daß dieser Betrüger, als er noch lebte, behauptet hat: Ich werde nach drei Tagen auferstehen.
Gib also den Befehl, daß das Grab bis zum dritten Tag sicher bewacht wird. Sonst könnten seine Jünger kommen, ihn stehlen und dem Volk sagen: Er ist von den Toten auferstanden. Und dieser letzte Betrug wäre noch schlimmer als alles zuvor.
Pilatus antwortete ihnen: Ihr sollt eine Wache haben. Geht und sichert das Grab, so gut ihr könnt.
Darauf gingen sie, um das Grab zu sichern. Sie versiegelten den Eingang und ließen die Wache dort.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Predigt vom 24.03.2013 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt.“

Jesus zieht in Jerusalem ein. Die Menge der Jünger begleitet ihn in Feststimmung... Die Menschenmenge bejubelt ihn als König. Und er widersetzt sich nicht, er bringt sie nicht zum Schweigen (vgl. Lk 19,39-40). Doch was für eine Art König ist Jesus? Schauen wir ihn an: Er reitet auf einem Fohlen, hat keinen Hof, der ihm folgt, ist nicht von einem Heer als Symbol der Macht umgeben. Die ihn empfangen, sind niedrige, einfache Leute, die das Gespür haben, in Jesus mehr zu sehen; die das Gespür des Glaubens haben, der sagt: Das ist der Retter!
Jesus zieht nicht in die Heilige Stadt ein, um die Ehren zu empfangen, die den irdischen Königen... vorbehalten sind; er zieht ein, um gegeißelt, beschimpft und geschmäht zu werden... er zieht ein, um eine Dornenkrone, einen Stock und einen Purpurmantel zu erhalten, sein Königtum wird Gegenstand des Spottes sein; er zieht ein, um mit einem Balken beladen zum Kalvarienberg hinaufzugehen,... um am Kreuz zu sterben. Und genau hier erstrahlt sein Königsein im Sinne Gottes: Sein Königsthron ist das Holz des Kreuzes!... Warum das Kreuz? Weil Jesus das Böse, den Schmutz, die Sünde der Welt – auch unsere Sünde, unser aller Sünde! – auf sich nimmt, und er wäscht es, wäscht es mit seinem Blut, mit der Barmherzigkeit, mit der Liebe Gottes.
Schauen wir uns um: Wie viele Wunden schlägt das Böse der Menschheit! Kriege, Gewalttaten, Wirtschaftskonflikte, die die Schwächeren treffen; Geldgier,... Gewinnsucht, Machtstreben, Korruption, Spaltungen, Verbrechen gegen das menschliche Leben und gegen die Schöpfung! Und auch – jeder von uns weiß es und kennt sie – unsere persönlichen Sünden: der Mangel an Liebe und Achtung gegenüber Gott, gegenüber dem Nächsten und gegenüber der gesamten Schöpfung. Und am Kreuz spürt Jesus das ganze Gewicht des Bösen, und mit der Kraft der Liebe Gottes überwindet er es, besiegt es in seiner Auferstehung. Das ist das Gute, das Jesus uns allen erweist – auf dem Thron des Kreuzes. Das mit Liebe angenommene Kreuz Christi führt niemals in die Traurigkeit, sondern zur Freude, zur Freude, gerettet zu sein, und ein klein wenig das zu tun, was er an jenem Tag seines Todes getan hat.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 14. April 2014, 08:16:42
Evangelium nach Johannes 12,1-11.
Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den er von den Toten auferweckt hatte.
Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente, und Lazarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren.
Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt.
Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, sagte:
Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Erlös den Armen gegeben?
Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte, sondern weil er ein Dieb war; er hatte nämlich die Kasse und veruntreute die Einkünfte.
Jesus erwiderte: Laß sie, damit sie es für den Tag meines Begräbnisses tue.
Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch.
Viele Juden hatten erfahren, daß Jesus dort war, und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte.
Die Hohenpriester aber beschlossen, auch Lazarus zu töten,
weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer eines Oratorium in England
Predigt: „Die Tränen Christi am Grab des Lazarus“, PPS, Bd. 3, Nr. 10
„Lass sie, damit sie es für den Tag meines Begräbnisses tue“

„Als Jesus eintraf, fand er Lazarus bereits vier Tage im Grab liegen… Da weinte Jesus“ (Joh 11,17.35). Warum hat unser Herr vor dem Grab des Lazarus geweint?... Weil er tiefes Mitgefühl mit den Trauernden empfand… weil er das Elend der Welt mit ansehen musste…

Leider waren auch andere Überlegungen Ursache seiner Tränen. Wie sollte es zu der Wundertat kommen, durch die die trauernden Schwestern getröstet werden? Auf seine eigenen Kosten… Christus sollte durch seinen eigenen Tod den Toten das Leben bringen. Seine Jünger hatten versucht, ihn von seiner Rückkehr nach Judäa abzubringen. Sie hatten Angst, dass er dort umgebracht würde (Joh 11,8). Ihre Befürchtung ist eingetroffen. Er ging hin, um Lazarus aufzuerwecken, und die Kunde von diesem Wunder verbreitete sich rasch und war die unmittelbare Ursache seiner Festnahme und Kreuzigung (Joh 11,53). Er sah alles voraus…: die Auferweckung des Lazarus; das Essen bei Martha; Lazarus am Tisch sitzend; Freude allenthalben; Maria, die ihn während des Essens ehrte, indem sie teures Parfüm über seine Füße goss; die Juden, die in großer Zahl gekommen waren, um Lazarus zu sehen, aber auch um seinen triumphalen Einzug in Jerusalem zu erleben; die „Hosianna“ rufende Menschenmenge; die Leute, die die Auferweckung des Lazarus bezeugten; die Griechen, die gekommen waren, um an den Ostertagen Gott anzubeten, und die ihn unbedingt sehen wollten; die Kinder, die an der allgemeinen Freude teilhatten – und dann die Pharisäer, die sich gegen ihn verschworen hatten; Judas, der ihn verriet; seine Freunde, die ihn in Stich ließen, und das Kreuz, das ihn aufnahm…

Er ahnte voraus, dass um seines eigenen Opfers willen Lazarus wieder zum Leben erwachen würde; dass er in das Grab hinabsteigen würde, aus dem Lazarus hervorkam; dass Lazarus leben würde und er sterben. Die Dinge sollten sich ins Gegenteil verkehren: Das Fest würde bei Martha gefeiert werden, aber das letzte Passahfest, das bittere, würde einzig und allein sein eigenes sein. Und er wusste, dass er diese Verkehrung aus freien Stücken annehmen würde. Er war aus dem Schoß des Vaters herab gekommen, um in seinem Blut die Sünden aller Menschen zu sühnen und so alle Glaubenden zu neuem Leben zu erwecken.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 15. April 2014, 09:29:37
Evangelium nach Johannes 13,21-33.36-38.
Nach diesen Worten war Jesus im Innersten erschüttert und bekräftigte: Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten.
Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wußten, wen er meinte.
Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte.
Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche.
Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist es?
Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.
Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tu bald!
Aber keiner der Anwesenden verstand, warum er ihm das sagte.
Weil Judas die Kasse hatte, meinten einige, Jesus wolle ihm sagen: Kaufe, was wir zum Fest brauchen!, oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben.
Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht.
Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht.
Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen.
Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen.
Simon Petrus sagte zu ihm: Herr, wohin willst du gehen? Jesus antwortete: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber später folgen.
Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben.
Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Maximus von Turin (? - um 420), Bischof
Predigt 36; PL 57, 605
„Judas ging sogleich auf Jesus zu…, und küsste ihn. Da ergriffen sie ihn und nahmen ihn fest“ (Lk 14,45f)

Der Friede ist ein Geschenk der Auferstehung Christi. An der Schwelle zum Tod zögerte er nicht, dem Jünger, der ihn auslieferte, diesen Frieden zu geben. Er umarmte den Verräter wie einen treuen Freund. Glaubt nicht, dass der Kuss, den der Herr dem Judas Iskariot gab, von etwas anderem als inniger Liebe inspiriert war. Christus wusste bereits, dass Judas ihn verraten würde. Er wusste, was dieses Liebeszeichen bedeutete, und entzog sich ihm nicht. So ist Freundschaft: Dem Todgeweihten verweigert sie nicht eine letzte Umarmung; denen, die man liebt, verwehrt sie nicht letzte Zeichen von Zärtlichkeit. Jesus hoffte aber auch, dass dieses spontane Zeichen Judas erschüttern würde, dass er, überrascht von Jesu Liebe, den nicht verraten würde, den er liebte, den nicht ausliefern würde, der ihn umarmte. So war Jesu Kuss so etwas wie eine Probe: Würde er Judas aufhelfen, dann wäre er ein Band des Friedens zwischen Jesus und seinem Jünger; wenn Judas aber Verrat beginge, würde der verbrecherische Kuss zu seiner eigenen Anklage.

Der Herr sagte zu ihm: Judas, mit einem Kuss verrätst du den Menschensohn? (Lk 22,48) Wo ist die Verschwörung der Feinde? Wo verbirgt sich ihre List? Jedes Geheimnis liegt offen. Der Verräter verrät sich, bevor er seinen Herrn verrät. Du lieferst den Menschensohn mit einem Kuss aus? Du tust weh mit dem Siegel der Liebe? Du vergießt Blut mit der Geste der Zärtlichkeit? Du bringst den Tod mit dem Zeichen des Friedens? Sag es mir, was ist das für eine Liebe? Du umarmst und du drohst? Die Umarmungen aber, mit denen der Diener seinen Herrn verrät, der Jünger seinen Meister, der Auserwählte seinen Schöpfer – sie sind keine Umarmungen, sie sind Gift.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 16. April 2014, 08:28:59
Evangelium nach Matthäus 26,14-25.
In jener Zeit ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern
und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.
Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.
Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.
Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr?
Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten.
Der Menschensohn muß zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer eines Oratorium in England
Meditationen und Gebete, Teil III, 2, 2 „Our Lord refuses sympathy“, §15
„Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern“

Als Jesus von seiner Mutter wegging, wählte er sich bei den Menschen Freunde aus – die Apostel – so als hätte er ihnen seine Sympathie entgegenbringen wollen. Er hat sie dazu erwählt, sagt er, „nicht Knechte, sondern Freunde zu sein“ (Joh 15,15). Er machte sie zu seinen Vertrauten; er vertraute ihnen Dinge an, von denen er zu anderen nicht sprach. Er wollte sie herausheben, ihnen seine ganze Großzügigkeit zeigen, so wie ein Vater mit Lieblingskindern verfährt. Mit dem, was er ihnen offenbarte, hat er sie reicher beschenkt als die Könige, Propheten und Weisen des Alten Bundes. Er nannte sie „seine Kinder“ (Joh 13,33); um sie mit Gaben auszustatten, zog er sie „den Weisen und Klugen“ der Welt vor (Mt 11,25). Er zeigte ihnen seine Freude und lobte sie dafür, dass sie in all seinen Prüfungen bei ihm ausgeharrt hätten (Lk 22,28). Und als Zeichen seiner Dankbarkeit kündigte er ihnen an, dass sie eines Tages auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten würden (22,30). Als seine letzte Prüfung näherkam, fand er Trost in ihrer Freundschaft.

Er versammelte sie beim Letzten Abendmahl um sich, als hätte er in dieser feierlichen Stunde Halt von ihnen gebraucht. „Ich habe mich sehr danach gesehnt“, sagte er zu ihnen, „vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen“ (Lk 22,15). Zwischen dem Meister und seinen Jüngern bestand also eine gegenseitige Zuneigung, eine tiefe Sympathie. Es war jedoch sein Wille, dass seine Freunde ihn verlassen, ihn allein lassen sollten – ein wirklich bewundernswerter Wille. Einer verriet ihn, ein anderer verleugnete ihn; die übrigen flohen und ließen ihn in den Händen seiner Feinde zurück… Er war also allein, als er in die Kelter stieg. Jesus, allmächtig und selig, in seiner Seele erfüllt von aller Glorie der göttlichen Natur, wollte seine Seele wirklich allen Schwächen der menschlichen Natur aussetzen. Wie er sich an der Freundschaft der Seinen erfreute, so nahm er die tiefe Betrübnis an, von ihnen im Stich gelassen zu sein. Und als er das wollte, entschied er sich dafür, dem Licht der Gegenwart Gottes zu entsagen.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 17. April 2014, 08:18:29
Evangelium nach Johannes 13,1-15.
Es war vor dem Paschafest. Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung.
Es fand ein Mahl statt, und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn zu verraten und auszuliefern.
Jesus, der wußte, daß ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und daß er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte,
stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch.
Dann goß er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.
Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen?
Jesus antwortete ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen.
Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.
Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt.
Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.
Er wußte nämlich, wer ihn verraten würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.
Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe?
Ihr sagt zu mir Meister und Herr, und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es.
Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müßt auch ihr einander die Füße waschen.
Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Antonius von Padua (um 1195 - 1231), Franziskaner, Kirchenlehrer
Predigten zum Sonntag und zu den Festen, zum Gründonnerstag
„Ich bin unter euch wie der, der bedient“ (Lk 22,27)

„Jesus stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann den Jüngern die Füße zu waschen. „In der Genesis steht ein ähnlicher Bericht. Abraham sagt zu den Boten, den drei Engeln, die zu ihm gekommen sind: „Man wird etwas Wasser holen, dann könnt ihr euch die Füße waschen und euch unter dem Baum ausruhen; ich will einen Bissen Brot holen, und ihr werdet wieder Kraft schöpfen“ (18,4-5). Was Abraham für die drei Engel getan hat, hat Christus für seine Apostel, die Boten der Wahrheit getan, die den Glauben an die Heilige Dreifaltigkeit auf der ganzen Erde verkünden sollten.

Wie ein Kind verneigt er sich vor ihnen; er verneigt sich und wäscht ihnen die Füße. Eine unbegreifliche Demut, eine unbeschreibliche Güte. Er, den die Engel im Himmel anbeten, zu Füßen dieser Sünder! Das Antlitz, das die Engel zittern macht, neigt sich über die Füße dieser armen Leute. Deshalb ergreift den Petrus Angst… Als er ihnen die Füße gewaschen hat, lässt er sie „unter dem Baum sich ausruhen“, wie es im Hohenlied heißt: „Im Schatten meines Geliebten begehre ich zu sitzen. Wie süß schmeckt seine Frucht meinem Gaumen“ (2,3). Diese Frucht – es ist sein Fleisch und Blut, das er ihnen an jenem Tage gegeben hat, der „Bissen Brot“, den er ihnen vorgesetzt hat und der sie für das Werk, das sie tun sollten, gestärkt hat…

„Ein Festmahl mit fettem Fleisch und Mark bereitet der Herr des Universums auf dem Berg für alle Völker zu“ (Jes 25,6)… Im Obergemach, dort, wo die Apostel am Pfingsttag den Heiligen Geist empfangen werden, bereitet der Herr des Universums allen Völkern, die an ihn glauben, ein Festmahl… Das macht die Kirche heute in der ganzen Welt. Für die Kirche hat Christus auf dem Berg Sion dieses Festmahl bereitet, die Nahrung, die uns wieder aufbaut, seinen wahren Leib, reich an jeder Art von spiritueller Kraft und Barmherzigkeit. Er hat ihn seinen Aposteln gegeben und ihnen befohlen, ihn an die weiterzugeben, die an ihn glauben.
 
Titel: Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
Beitrag von: vianney am 18. April 2014, 08:14:54
Evangelium nach Johannes 18,1-40.19,1-42.
Nach diesen Worten ging Jesus mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron. Dort war ein Garten; in den ging er mit seinen Jüngern hinein.
Auch Judas, der Verräter, der ihn auslieferte, kannte den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen Jüngern zusammengekommen war.
Judas holte die Soldaten und die Gerichtsdiener der Hohenpriester und der Pharisäer, und sie kamen dorthin mit Fackeln, Laternen und Waffen.
Jesus, der alles wußte, was mit ihm geschehen sollte, ging hinaus und fragte sie: Wen sucht ihr?
Sie antworteten ihm: Jesus von Nazaret. Er sagte zu ihnen: Ich bin es. Auch Judas, der Verräter, stand bei ihnen.
Als er zu ihnen sagte: Ich bin es!, wichen sie zurück und stürzten zu Boden.
Er fragte sie noch einmal: Wen sucht ihr? Sie sagten: Jesus von Nazaret.
Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, daß ich es bin. Wenn ihr mich sucht, dann laßt diese gehen!
So sollte sich das Wort erfüllen, das er gesagt hatte: Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast.
Simon Petrus aber, der ein Schwert bei sich hatte, zog es, schlug nach dem Diener des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Diener hieß Malchus.
Da sagte Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Der Kelch, den mir der Vater gegeben hat - soll ich ihn nicht trinken?
Die Soldaten, ihre Befehlshaber und die Gerichtsdiener der Juden nahmen Jesus fest, fesselten ihn
und führten ihn zuerst zu Hannas; er war nämlich der Schwiegervater des Kajaphas, der in jenem Jahr Hohepriester war.
Kajaphas aber war es, der den Juden den Rat gegeben hatte: Es ist besser, daß ein einziger Mensch für das