Autor Thema: FÜR JEDEN NEUEN TAG  (Gelesen 50953 mal)

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Re:FÜR JEDEN NEUEN TAG
« Antwort #10 am: 19. Januar 2012, 11:08:39 »
GEMEINSAMKEIT ENTDECKEN

Wenn es glatteist, gehen die Menschen Arm in Arm.

Jean Paul


Pummerer, in morgendlicher heiterer Ruh,
lächelte seinem Nachbarn Mommer zu.
Dieser, durch das Lächeln ebenfalls heiter,
gab es an den Straßenbahnschaffner weiter,
der an die kleine Verkäuferin, und die
an Dr. Müller-Zinn, Facharzt für Psychiatrie,
dieser an Schwester Elke vom Kinderhort,
diese an die Toilettenfrau - und so fort.
So kam es schließlich irgendwann
abends gegen 6 Uhr am Schillerplatz an
bei einem Augenblick traurig-tristen,
durch das Lächeln doch erheiterten Polizisten,
so daß er, als Pummerer den Verkehr blockierte,
den Verstoß nur mit einem Lächeln quittierte.

Otto Heinrich Kühner


Jesus
wir horchen miteinander
was wir sprechen
wir sprechen miteinander
was wir hoffen
wir hoffen miteinander
was du versprichst

wir verstehen dich
wenn wir einen von uns
verstehen

Ernst Eggimann
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Re:FÜR JEDEN NEUEN TAG
« Antwort #11 am: 24. Januar 2012, 16:20:06 »
GRENZEN ÜBERSCHREITEN

Wer zu den Sternen reisen will,
der sehe sih nicht nach Gesellschaft um.


Ich weiß, daß ich bald sterben muß.
Es leuchten doch alle Bäume
nach langersehnten Julikuß -
Fahl werden meine Träume -
Nie dichtete ich einen trüberen Schluß
in den Büchern meiner Reime.
Eine Blume brichst du mir zum Gruß -
ich liebte sie schon im Keime.
Doch ich weiß, daß ich bald sterben muß.
Mein Odem schwebt über Gottes Fluß -
Ich setzte leise meinen Fuß
auf den Pfad zum ewigen Heime.

Else Lasker-Schüler


Wir glauben nur aus Angst und weil wir es in der Schule so
gelernt haben, an irgendwelche Grenzen. Es gibt keine
Grenzen. Nicht für die Gedanken, nicht für die Gefühle. Die
Angst setzt die Grenzen. Jesus sprengte die Gesetze und
die Grenzen durch ein völlig neues Gefühl, von dem man
vorher nie etwas gehört hat: die Liebe. Natürlich reagierten
die Menschen mit Angst und Wut, so wie sie immer mit
Angst reagieren und fliehen wollen, wenn sie von einem
großen Gefühl überwältigt werden - obwohl sie sich vor
Sehnsucht nach ihrem kümmerlichen und abgestorbenen
Gefühlen fast verzehren.

Ingmar Bergmann


Du Gott über alle Grenzen hinweg:
Verwandle alles Reden, das uns trennt,
in eine Sprache, die Brücken baut.
Laß uns ankommen in gegenseitigem
Verstehen.

F.K. Barth/G. Grenz/P. Horst




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Re:FÜR JEDEN NEUEN TAG
« Antwort #12 am: 19. Februar 2012, 16:47:40 »
GERECHTIGKEIT SCHAFFEN

Wo man die Gerechtigkeit hinauswirft,
kommt der Schrecken zur Tür herein.


Bei dem Versuch, ein Stück Gerechtigkeit zu verwirklichen,
werden Entscheidungen notwendig sein, die nicht in dem
Schema: hier gut, dort böse aufgehen. Selten wird es Ein-
deutigkeiten geben, selten wird die Information so vollko-
men sein, daß sie allem Zweifel enthebt. Heil für den einen
bedeutet Unheil für den anderen. "Er stößt die Gewaltigen
vom Stuhl und erhebt die Niedrigen." Neutralität bewahrt
nicht vor Schuld, aber verhindert das Entstehen einer bes-
seren Welt.

Dietmar Stoller


die völkerung wächst
der boden schmilzt
die preise steigen
die menschen fragen
wo sollen wir wohnen
fragen die menschen
und unsere kinder
fragen die menschen
wenn sich bodenrecht
meßbar in bodenloses
unrecht verwandelt

Kurt Marti


An die Mauer gesprüht: Ausländer raus! In der Straßenbahn
steht niemand mehr auf für die Frau in dem bunten Kopf-
tuch. Der Schalterbeamte sagt "Analphabet" zu dem Mann,
der die Formulare verwechselt. "Die nehmen uns nur die
Arbeit weg!"
Ich schweige, Herr. Dabei könnte ich ihnen erzählen, wie
schön mein Urlaub in Griechenland war, daß der Wirt mei-
nes Stammlokals Enzo heißt, mein Arbeitskollege Branco
und daß meine Tochter mit Fatma spielt.
Hilf mir, nicht länger zu schweigen, Herr. Nimm mir die Angst,
Partei zu ergreifen für die Fremden. Hilf mir, zu reden für
Enzo, Branco und Fatma.

Inge Hartmann







Die Menschen von heute meinen, daß die Armen ihnen in
menschlicher Hinsicht nicht gleichwertig sind. Sie betrach-
ten sie von oben herab. Aber ich bin sicher, wenn sie eine
tiefe Achtung vor den armen Menschen empfinden würden,
wäre es ihnen ein Leichtes, ihnen näherzukommen und zu
sehen, daß sie dasselbe Recht auf die Dinge des Lebens
und auf die Liebe haben wie jeder andere.

Mutter Teresa

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Re:FÜR JEDEN NEUEN TAG
« Antwort #13 am: 03. März 2012, 10:46:23 »
FRIEDEN STIFTEN

Es gibt keinen Weg zum Frieden,
wenn nicht der Weg schon Frieden ist.

Martin Luther King


Vor der Schlacht tritt der Offizier an die Truppe heran und
sagt feierlich: "Soldaten, jetzt geht es Mann gegen Mann!" -
Infantrist Rubin: "Zeigen Sie mir bitte meinen Mann! Viel-
leicht kann ich mich gütlich mit ihm verständigen."

Jüdischer Witz


Ihr wollt
daß es so bleibt wie es ist
darum betet ihr
um Frieden.
Wir wollen
daß es nicht so bleibt wie es ist
darum beten wir
um Frieden.

Lothar Zenetti


Auch ohne Krieg sterben täglich Tausende von Menschen
in reichen wie in armen Ländern an Hunger und Unterer-
nährung. Menschliches Leid und Elend aufgrund der vielfäl-
tigen Formen von Ungerechtigkeit haben ein Ausmaß er-
reicht, das in der modernen Geschichte ohnegleichen ist.
Die Völker der Erde brauchen Frieden und Gerechtigkeit.
Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg, Frieden
setzt eine neue internationale Ordnung voraus, die gegrün-
det ist auf Gerechtigkeit für alle Völker und in allen Völkern
und auf Respekt für die gottgegebene Menschlichkeit und
Würde jedes einzelnen. Frieden ist die Frucht der Gerech-
tigkeit.
Wir können die Gefahren unserer Zeit weder als naturge-
geben hinnehmen, noch dürfen wir verzweifeln. Wir kennen
Gottes Liebe und bekennen einen Herrn der Geschichte, in
dem uns das Leben in seiner ganzen Fülle verheißen ist. Der
Heilige Geist wirkt unter uns, der die Liebe erweckt und die
Furcht vertreibt, unsere Vision vom Frieden erneuert,
unsere Phantasie belebt und uns befreit und eint. Immer
mehr Völker der Welt erheben sich, fordern Gerechtigkeit
und schreien nach Frieden. Das sind Zeichen der Hoffnung
in unserer Zeit.

Vollversammlung des Weltrats der Kirchen 1983


Den Frieden lasse ich euch zurück, meinen Frieden gebe
ich euch. Ich gebe ihn euch nicht, wie die Welt ihn gibt. Euer
Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.

Johannes 14,27


Frieden gabst du schon, Frieden muß noch werden,
wie du ihn versprichst uns zum Wohl auf Erden.
Hilf, daß wir tun, wo wir ihn erspähen.
Die mit Tränen säen, werden in ihm ruhn.

Dieter Trautwein
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Re:FÜR JEDEN NEUEN TAG
« Antwort #14 am: 04. März 2012, 19:44:17 »
HOFFNUNG WECKEN

Wer hofft,
ist seiner Zeit voraus.


Ich bin überzeugt,
daß die Leiden dieser Zeit nichts bedeuten
gegenüber der Herrlickeit,
die an uns offenbar werden soll.
Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig darauf,
daß die Kinder Gottes offenbar werden.
Die Schöpfung ist ja der Vergänglichkeit unterworfen -
nicht nach ihrem Willen,
sondern durch den, der sie unterworfen hat -
jedoch auf Hoffnung;
denn auch die Schöpfung wird frei werden
von der Knechtschaft der Vergänglichkeit
zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.

Denn wir wissen,
daß die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick
gemeinsam seufzt und in Wehen liegt.
Aber nicht nur sie, sondern auch wir selbst,
die wir den Geist als Erstlingsgabe haben,
seufzen in uns selbst und warten auf die Kindschaft,
die Erlösung unseres Leibes.
Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung.
Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung;
denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht?
Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen,
so warten wir darauf in Geduld.

Römer 8,18-25
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Re:FÜR JEDEN NEUEN TAG
« Antwort #15 am: 05. März 2012, 07:46:29 »
LEBENDIG

Leiden, Irrtum und Widerstandskraft
erhalten das Leben lebendig.

Gottfried Keller


Mach wieder
Wasser aus mir

Strömen will ich
im Strom

ins Meer
münden

Rose Ausländer


Nur Leben
entwirft
vom Leben
lebendige
Bilder

Was schaben,
was pinseln
die Maler
auf Kirchengerüsten
an toten Gemälden?

Des Lebens
und seines Fürsten
lebendiges Bild
sind Frauen
und Männer

Kurt Marti


 ;tffhfdsds

Gott, diesen Tag
und was er bringen mag,
sei mir aus deiner Hand gegeben:
Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben.



Du bist der Weg:
Ich will ihn gehen,
Du bist die Wahrheit:
Ich will sie sehen.
Du bist das Leben:
Mag mich umwehen
Leid und Kühle,
Glück und Glut,
alles ist gut,
so wie es kommt.
Gib, daß es frommt!

In deinem Namen
beginne ich. Amen.  ;qfykkg
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« Antwort #16 am: 06. März 2012, 21:27:42 »
NEUGIERIG

Wer sind wir? Wo kommen wir her?
Wohin gehen wir? Was erwarten wir?
Was erwartet uns?


Kinder suchen immer nach dem Geheimnis jenseits des
Spiegels. Nur wir Erwachsenen begnügen uns mit unserer
flachen Vordergründigkeit.

Stanislaw Jerzy Lec


Ein Junge kam nach Hause und rief: "Heute habe ich ein
Mädchen getroffen, das glaubt nicht an Gott! Ihre Eltern
auch nicht, das hat sie gesagt." "Weshalb regst du dich
darüber so auf?", fragt der Vater. "Man muß doch an Gott
glauben", sagte der Junge, "sonst ist man ein schlechter
Mensch." "Meinst du?", fragte der Vater. "Dann bildest du
dir wohl ein, du wärst besser als das Mädchen?" Der Jun-
ge wuße nicht, was er sagen sollte. Einige Tage später
fragte er seinen Vater: "Warum glaubt man an Gott?" "Weil
es so viele Fragen gibt, auf die wir keine Antwort wissen",
sagte der Vater.

Ursula Wölfel


Gebet der Giraffe

Herr, warum hast du mir den langen Hals geschenkt?
Um es gleich zu bekennen: Ich bin nicht traurig.
Du hast mir wahrlich einen feinen Kopf gegeben -
auf hohem Niveau.
Ich kann Gutes schnuppern und schleckern,
was andere nur erträumen.
Ist es nicht so, Herr?

Ich kann ungeniert neugierig sein
mit mühelosem Weitblick.
Ich bewundere dich.
Immer Neues schaffst du, und doch stets anders,
und jedesmal schöner!
Die Neugierde zum Beispiel.
Bei vielen ein Charakterfehler.
Ich dagegen
bin eine Neugier-Standard-Ausgabe.
Meine Neugierde ist standesgemäß.
Grandiose Naturbegabung, weil du es so wolltest.

Ich lobe dich, Herr aller Geschöpfe,
und blinzle dir zu - verschmitzt,
aber zumindest mit meinem Kopf
im siebten Himmel der Liebe.

Drutmar Cremer


Es wird nach einem happy end
im Film jewöhnlich abjeblendt.
Man sieht bloß noch in ihre Lippen
den Helden seinen Schnurrbart stippen -
da hat sie nu den Schentelmen.
Na, un denn - ?

Kurt Tucholsky
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Re:FÜR JEDEN NEUEN TAG
« Antwort #17 am: 07. März 2012, 09:49:50 »
BEWEGLICH

Wer glaubt, etwas zu sein,
hat aufgehört, etwas zu werden.


Wenn die Lage schwierig ist,
beunruhigend und bedrückend,
dann ist sie genau so;
aber das ist nicht das Ende der Welt:
Geh immer voran.
Wenn die Menschen hart sind,
haßerfüllt und herzlos,
dann sind sie genau so;
und sie sind ein Teil unseres Lebens:
Kämpf dich immer vorwärts.
Wenn die Zukunft dunkel ist,
trostlos und trübe,
dann ist sie genau so;
das kann nicht immer unverändert bleiben:
Nichts ist unmöglich.

Saul Ndlovu (Zimbabwe)


Fritz kommt zu spät in die Schule: "Herr Lehrer, es ist so
ein Glatteis draußen, daß ich bei jedem Schritt vorwärts
zwei zurückgerutscht bin." "Ja, wieso bist du dann da?"
"Ich hab mich umgedreht und bin heimwärts gegangen." jhlcu


Verlangen wirst Du,
daß wir, die Lieblosen dieser Erde,
deine Liebe sind,
die Häßlichen Deine Schönheit,
die Ratlosen Deine Ruhe,
die Wortlosen deine Rede,
die Schweren Dein Flug.

Jeder wird wissen, daß dieses von ihm erwartet wird,
etwas, wogegen Atombomben ein Kinderspiel sind.
Und aufbegehren wird er
und sagen, wie  kommen wir dazu.
Und sagen: wie häßlich ist es, erwachsen zu werden
und aufzubleiben in der Nacht, allein.
Aber jeder wird wissen: Dies ist Dein letztes Geheimnis.
Dein Fernsein Deine Nähe,
Dein Zuendesein Dein Anfang,
Deine Kälte Dein Feuer,
Deine Gleichgültigkeit Dein Zorn.

Und einige wirst Du bisweilen beweglich machen.
Schneller als deine Maschinen und künstliche Bltze.
Überflügeln werden sie ihre Angst.
Fahrende werden sie sein, Freudige.

Marie Luise Kaschnitz
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« Antwort #18 am: 08. März 2012, 11:50:52 »
KLUG

Der Vorteil der Klugheit besteht darin,
daß man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

Kurt Tucholsky


Jeden Tag ging Nasrudin mit seinem Esel über die Grenze,
die Lastkörbe hoch mit Stroh beladen. Da er zugab, ein
 Schmuggler zu sein, durchsuchten ihn die Grenzwachen
immer wieder. Sie machten Leibesvisitationen, siebten das
Stroh durch, tauchten es in Wasser und verbrannten es so-
gar von Zeit zu Zeit.
Nasrudin wurde unterdes sichtlich wohlhabender, setzte
sich schließlich zur Ruhe und zog in ein anderes Land.
Dort traf ihn Jahre später einer der Zollbeamten. "Jetzt
könnt ihr mir es ja verraten, Nasrudin", sagte er. "Was habt
ihr damals nur geschmuggelt, als wir euch nie etwas nach-
weisen konnten?" "Esel", sagte Nasrudin. jhlcu


Ein Mensch genießt zwar allgemein
das Lob, ein heller Kopf zu sein.
Doch glänzt - merkt ein genauer Kenner -
er mäßig nur, als Dauerbrenner.
Ein andrer Mensch ist oft verdunkelt.
Doch wenn er einmal plötzlich funkelt,
dann leuchtet er auch weltenweit.
Das macht: Der Mensch ist blitzgescheit.

Eugen Roth


Mit zunehmendem Alter wird man nicht klug -
man weiß nur besser,
daß es die anderen auch nicht sind.


                    ***


Ein Kluger hat soviel zu denken,
daß er keine Zeit hat zu reden.
Ein Dummkopf hat so viel zu reden,
daß er keine Zeit hat zu denken.

Aus Israel
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Re:FÜR JEDEN NEUEN TAG
« Antwort #19 am: 12. März 2012, 11:05:19 »
FREUNDLICH

Verschiebe eine Freundlichkeit nicht auf später.

                      ***


Einer weckt dich plötzlich auf
aus dem toten Lebenslauf.
Einer lacht dich freundlich an:
Lachen Wunder wirken kann.
Einer hört dein leises Wort,
hört und schweigt und geht nicht fort.
Einer spürt dein dunkles Leid,
spürt dich auf in Einsamkeit.
Einer teilt mit dir die Nacht,
bis ein neuer Tag erwacht.
Einer gibt dir seine Zeit,
Zeit zur Liebe, Zeit zum Streit.

Peter Horst


Danket dem Herrn, denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewig.

Psalm 106,1


Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen,
Wind dir den Rücken stärken, Sonnenschein
deinem Gesicht viel Glanz und Wärme geben.
Der Regen möge deine Felder tränken,
und bis wir beide, du und ich, uns wiedersehen,
halte Gott schützend dich in seiner hohlen Hand.

Irischer Reisesegen


Ihr, die ihr auftauchen werdet aus der Flut,
in der wir untergegangen sind,
gedenkt,
wenn ihr von unseren Schwächen sprecht,
auch der finsteren Zeit,
der ihr entronnen seid.
Dabei wissen wir doch:
Auch der Haß gegen die Niedrigkeit
verzerrt die Züge.
Auch der Zorn über das Unrecht
macht die Stimme heiser. Ach, wir,
die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit,
konnten selber nicht freundlich sein.
Ihr aber, wenn es soweit sein wird,
daß der Mensch dem Menschen ein Helfer ist,
gedenkt unser
mit Nachsicht.

Bertolt Brecht


Freundlichkeit wird oft als Schwäche gedeutet.

                               ***


Wenn jeder eine Blume pflanzte,
jeder Mensch auf dieser Welt,
und, anstatt zu schießen, tanzte
und mit Lächeln zahlte, statt mit Geld -
wenn ein jeder einen andern wärmte,
keiner mehr den andern schlüge,
keiner sich verstrickte in der Lüge,
wenn die Alten wie die Kinder würden,
sie sich teilen in den Bürden,
wenn dies Wenn sich leben ließ,
wär's noch lang kein Paradies -
bloß die Menschenzeit hätt angefangen,
die in Streit und Krieg uns beinah ist vergangen.

Peter Härting
« Letzte Änderung: 12. März 2012, 19:18:25 von amos »
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
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