Autor Thema: WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?  (Gelesen 6463 mal)

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Offline vianney

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WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?
« am: 08. September 2013, 15:22:24 »
WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?
 Wenn ich Sonntags zur Messe gehe und dort nur mehr 3O% der Gläubigen vorfinde als vor 1O Jahre, ich sehe dass ihr Durchschnittsalter 6O Jahre ist, wenn ich keine Kinder noch Jugendliche noch Junge Erwachsenen unter 40 Jahre mehr sehe, dann muss ich mir mit Schrecken die Frage stellen, was wir Alten in den letzten 50 Jahren falsch gemacht haben um solch einen Glaubensschwund zu verursachen.Wenn ich feststellen muss dass seit 25 Jahren niemand bei uns mehr zum Priester geweiht wurde noch ins Ordensleben eingetreten ist, dann kann ich nicht nur sagen, dass ist ein gesellschaftliches Phenomen!!!
Etwas müssen wir falsch gemacht haben dass wir das Feuer des Glaubens und der Glaubenspraxis nicht übermitteln konnten, dass wir nicht die Bedingungen geschafft haben damit Berufungen gedeihen! Was ist schief gelaufen: War es die Reform des Vatikanischen Konzils? Waren wir nur Gewohnheitschristen die unseren Jugendlichen nicht glaubwürdig waren? Warum finden alle Jugendliche mehr Freude und Geborgenheit in Facebook und Partys? Könnte es sein dass die sich seit 5O Jahren sonntaglich wiederholenden gleiche Messabläufe den Jugendlichen öde und Sinnlos vorkommt? All diese Fragen verzweifeln mich besonders dass spätestens in 10 Jahren kein Priester mehr bei uns die Messe halten kann noch Sünden vergeben kann: was geschieht dann mit der Kirche Christi? Eure Meinung dazu wäre mir ein Trost!

in Caritas dei

Dominique[/u]
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Offline Logos

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Antw:WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?
« Antwort #1 am: 09. September 2013, 02:57:56 »
Wenn es an den älteren Generationen liegen sollte, dann hieße es ja, dass diese schlechtere Katholiken gewesen sind als ihre Eltern, also den Glauben nur mangelhaft vorgelebt und an ihre Kinder (und ggf. Enkel) weitergegeben haben. Denn wenn man vorwiegend nur Leute 60 plus in der Kirche antrifft, dann fragt man sich natürlich, wo ist denn deren Nachwuchs. So kann ich persönlich zwar nicht auf die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zurückblicken, gehörte ich doch da selber zu denen, die durch ihre Abwesenheit glänzten, aber ich kann mich sehr wohl daran erinnern, dass ich es als Kind durchaus anders erlebt habe, allerdings nicht in Deutschland. Es muss also irgendwann einen Bruch gegeben haben, nur wann - vermutlich schleichend - kann ich nicht beurteilen. Und hierzulande wahrscheinlich schon früher, als da wo ich aufgewachsen bin.

Nun stellt sich die Frage: was ist da passiert? Ich meine, wenn die Älteren noch weiterhin praktizierende Katholiken sind und deren Kinder von der Kirche nichts wissen wollen, wem soll man die Schuld geben? Spontan würde man den Eltern die Schuld in die Schuhe schieben oder? Und das mag in Einzelfällen auch zutreffen. Aber man muss sich auch die gesellschaftlichen Veränderungen insgesamt anschauen, die Erziehung zum Beispiel. Ich frage mich, ob Kinder größtenteils überhaupt noch erzogen, sondern vielmehr nur aufgezogen werden. Und jetzt kommen wir zu unseren Hirten, deren Aufgabe es doch u.a. ist, uns die wahre und unverkürzte Lehre zu verkünden! Wenn stattdessen Wohlfühlpredigten an der Tagesordnung sind - wen wundert es da, dass die Kirchen immer leerer werden? Die Älteren haben zum Teil die "Sonntagspflicht" vergessen oder verdrängt (ich höre zumindest nichts davon) und die Jungen haben es womöglich nie gelernt, vom Bußsakrament ganz zu schweigen! Ob daran gänzlich das II. Vatikanische Konzil schuld ist, vermag ich nicht zu beurteilen, kann es allenfalls nur ahnen. Wobei man sich auch fragen muss, ob es dann nur an den einzelnen Dekreten liegt oder an dem sog. Konzilsgeist. Denn zwischen dem, was da teilweise in den Texten steht und was Praxis ist liegen Welten.

Was die (nahe?) Zukunft bringen wird, wissen wir natürlich nicht. So, wie es momentan aussieht, ist es m.E. realistisch anzunehmen, dass es weiter bergab gehen wird. Aus dem KKK:

Die letzte Prüfung der Kirche

Vor dem Kommen Christi muß die Kirche eine letzte Prüfung durchmachen, die den Glauben vieler erschüttern wird [Vgl. Lk 21,12;Joh 15,19 -20].


Aber da ist auch jeder Einzelne von uns gefragt: ich möchte hier die Gelegenheit ergreifen, um noch einmal auf die Gebetsaktion für Priester hinzuweisen, siehe: http://kath-zdw.ch/forum/index.php/topic,2850.0.html

Wenn wir viele gute Priester wollen, dann müssen auch wir Laien dafür etwas tun!

Und das letzte Wort hat sowieso der Herr: 

Seht, Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt!“ (Mt. 28, 20)  ;gggds

Offline vianney

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Antw:WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?
« Antwort #2 am: 09. September 2013, 10:39:50 »
Liebe Mitchristen,

Ich mache mir Sorgen um das Weiterbestehen der Kirche BEI UNS. Weltweit wird sie sicher weiterleben, aber bei uns stirbt sie mit den älter werdenden praktizierenden Christen leider aus. Kaum eine Berufung am Horizont, keine Jugend die unsere Kirche trägt, Rückgang der Praxis der sakramente auf breiter Front!
Ich frage euch: Was können wir tun um unserer örtlichen Kirche wieder Leben einzuhauchen? Wie können wir sie revitalisieren? Wie erreichen wir es dass unsere Kinder und Jugendliche wieder Ministranten sein wollen und die Kirche mit uns Erwachsenen besuchen? Wie wird die sonntägliche Gemeinschaft der Christen wieder eine Darstellung aller Altersgruppierungen?
Ich hatte auf mehr als eine Reaktion gehofft auf meine Frage von gestern? Ich lade euch ein mit mir in einen konstruktiven Dialog einzutreten um zu einer Lösung zu finden wie wir unsere Kirche vor Ort wieder zu einer echten lebendigen Gemeinschaft machen können?

In Caritas dei

Dominique
« Letzte Änderung: 09. September 2013, 10:41:45 von vianney »
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Offline amos

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Antw:WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?
« Antwort #3 am: 09. September 2013, 17:15:26 »
Liebe Mitchristen!

Nichst haben wir falsch gemacht! Vielleicht haben wir früher etwas anderes gemacht? Vielleicht haben wir mehr geträumt? Vielleicht hatten wir mehr Seele? Vielleicht mehr Demut? Vielleicht mehr Respekt? Vielleicht mehr Schuldgefühl? Wer weiß?

Ich bin 30er-Jahrgang und weiß noch sehr genau, daß wenn ich als Kind genascht hatte, ich zur Beichte gegangen bin. Vorher habe ich auch manchmal meine Oma gefragt, ob ich denn dies oder jenes auch beichten müßte!?

Ich war mit Freude Messdiener. Auch wenn ich nicht immer alles verstehen konnte. Ich war sehr aufgeregt während der Heiligen Messe, und wenn dann an Hochfesten Weihrauch zum Einsatz kam, wurde ich ohnmächtig und lag vor dem Altar.
Ich war lange Zeit Messdiener, denn es war wie eine Sucht. Es war wie eine Sehnsucht. Eine Sehnsucht nach der Liebe Gottes. Bei IHM fühlte ich mich angenommen und geborgen.

Von meinen Eltern habe ich den Glauben nicht vermittelt bekommen, wohl aber über meine liebe Oma. Sie hat mir für mein Glaubensverständnis vieles gegeben -

Ich glaube, es war auch eine ganz andere Zeit. Man konnte sich noch über Kleinigkeiten freuen. Man konnte sich noch mit schönen Sachen befassen. Man hatte Ideale und konnte noch träumen. Man wurde nicht abgelenkt, und konnte sich mehr und mehr, mit seinem Innenleben beschäftigen.
Man begegnete Gott und seinen Menschen in Liebe. Die Gefühle, die Seele spielte eine sehr große Rolle.
Man war aufgeregt bei Theateraufführungen. Man war aufgeregt beim aufsagen eines Gedichtes. Man war bescheiden und demütig. Man hatte Respekt vor seinem Mitmenschen. Man liebte Vater und Mutter.
Was war nur an dieser Zeit so anders? Ich glaube, sie war nicht so kompliziert - Ich glaube, sie war noch mehr auf Herz auf Seele, auf Gefühle ausgerichtet -

Aber alles das ist wichtig, um Kirche zu sein, und Kirche zu leben! Es geht hier nicht um Schuldzuweisung! Es geht vielmehr darum, daß wir wieder ergriffen werden, daß wir wieder sensibilisiert sind, für all die schönen Sachen. Das wir wieder die Sehnsucht nach der Liebe Gottes verspüren. Das kann man nicht alles aus dem Buch lernen. Das kann man auch nicht alles durch wissenschaftliche Beiträge vermitteln, sondern das muß einfach miteinander gelebt, und erfahren werden. Ja, es muß im Herzen in der Seele von uns allen wahrgenommen werden und weitergeben werden!

Wie ist es heute? Seele verkümmert immer mehr! Wie kommt das?
Ich bin der Meinung, daß auf Grund unserer Lebensweise, welche vorwiegend auf Egoismus, auf Haben, auf falschverstandene Freiheit(jeder kann tun und lassen was er will), Oberflächlichkeit und übertriebenen Konsum, der Mensch nicht mehr dazu kommt, sich selber in seiner Wesensform zu erfahren. Dies ist aber äußerst wichtig, um für Gott und seine Kirche wieder geöffnet und zugänglich zu sein!

Wir müßen uns unbedingt davor hüten, daß unser christlicher Glaube, unsere Kirche, weiterhin vom Bazillus Zeitgeist befallen wird. Wir müßen dafür sorgen, daß Kirche nicht abdriftet zum Panoptikum, zur inhaltslosen, seelenlosen, gefühllosen und nicht verstandenen Gottesdarstellung. Wir müßen dafür sorgen, das Kirche nicht abdriftet zur Unglaubwürdigkeit!

Mit Bezug auf die positive Entwicklung von christlichem Glauben, von Kirche, Gesellschaft und Individium Mensch, spielt die Unterhaltungsbranche u.a. keine unwesentliche Rolle!
So laß ich z.B. gestern in der Tageszeitung mit der Überschrift" WERDEN WIR VON SMARTPHONES DUMM?" folgendes: "Hirnforscher warnt: Die Versuchung, alles gleichzeitig erledigen zu können, läßt die Aufmerksamheit der Nutzer dramatisch sinken."

Ich bin der Meinung, dies ist noch das kleinere Übel! Denn man braucht nicht unbedingt ein Hirnforscher zu sein, um an den 10 Fingern abzählen zu können, wie lange es noch dauern wird, bis die Menschheit total entartet ist! Entartet so zu verstehen, daß durch die einseitige, stupide Fixierung auf Smartphones und "Genossen", viele Menschen nicht mehr dazu kommen, ihre Wesensform zu verwirklichen, was für den Glauben, für das Glaubensverständnis, für Kirche unabdingbar ist!
Es kommt in der Kommunikation der Menschen nur noch zur reinen Funktion und nicht mehr zur gegenseitigen Bereicherung aus Geist und Seele.
Die Verblödung, Verdummung und Entartung der Menschen ist somit zwangsläufig vorprogrammiert!
Es wird Zeit zum umdenken! Können wir das noch?

Es grüßt Euch alle herzlich und wünscht Euch Gottes Segen,
Euer amos :)
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
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Offline Jesod

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Antw:WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?
« Antwort #4 am: 09. September 2013, 17:45:57 »
Danke Amos für deine Worte und Analyse!

Wir haben vergleichbares erlebt, auch wenn du reichlich älter als ich sein dürftest - aber die Zeiten in denen man "auf sich selbst" kam, ist auch mir nicht unbekannt.

Etwas stört mich an deinen Ausführungen:  "Man" ! Sollte es nicht sinnvoller heißen "Ich" oder "Du" ?!

Amos, ICH kann mich nach wie vor über Kleinigkeiten freuen - weil ich erlebt habe, dass Reichtum und Großprotzigkeit mich nicht glücklich gemacht haben.                                 Machen wir nicht alle immer wieder diese Feststellung?

Ich befasse mich (wieder) gerne mit schönen Dingen - einem Bild, das ich gemalt habe, einem gutem Buch, das mir Erkenntnisse brachte und über das ich mit meiner Frau diskutieren kann.
Warum schaltest du den Fernseher ab und zu nicht einfach ab und tust das, was du dir wünschst einfach einmal?

Ich versuche mich nicht durch ständige "Aussen- und Innenweltverschmutzung" ablenken zu lassen und zu mir selbst zu finden, am Morgen darüber nachzudenken was ich heute zu tun habe und am Abend, ob ich zufrieden bin mit dem, was ich ver- oder auch anrichtete?
Denkst du zu wenig über das was du tust nach oder lebst du nur in den Tag hinein?

Ich erkenne mehr und mehr, dass "alles haben" keinen Sinn macht, weil spätestens mit meinem Tod alles Materielle endet - deshalb versuche ich mehr zu SEIN!
Du spürst doch auch, dass das neue Auto, das große Haus, das neueste Smartphone oder die Klamotten dich nicht wirklich glücklich machen - ein Gespräch mit deiner Frau und deinen Kindern aber mehr bringt als "immer das Neueste zu besitzen"?

Ich sehe "Zeitgeist" nicht zwangsläufig als etwas negatives - wir leben ja in einer Zeit der Veränderungen und der Aufbrüche und ich muss für mich nur lernen wann und inwieweit ich zulasse dass "man" über mich bestimmt und ich das nicht mehr selbst mache.
Das mit dem "Neuen" ist aber etwas, das unsere Vorfahren schon beklagt haben - weshalb ich Konservativismus, Festhalten am Bewährten für sinnvoll und gut halte. Gleichzeitig bemühe ich mich die Erkenntnisse der Neuzeit daraufhin zu prüfen, ob ich es in mein Leben sinnvoll integrieren kann. Deshalb gehe ich nicht mit der Mode oder irgendeinem fremdbestimmten Zeitgeist sondern lege selbst das fest, was ich als richtig erkannt habe.

DANN stelle ich auch fest, ob und welchen Stellenwert Gott in meinem Leben hat und muss mich nicht mehr über die Gottlosigkeit beklagen - weil ich IHN bei mir zulasse und annehme.

In diesem Sinn

Jesod     

Offline M.T

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Antw:WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?
« Antwort #5 am: 09. September 2013, 18:52:18 »

Vielleicht sind die Menschen schon offen. Aber auch nicht dumm. Die Menschen suchen nach Liebe. Aber sind wir als Christen bereit, Liebe zu schenken und Ihnen zu dienen?

Der Mensch sehnt sich nach der wahre Liebe.

Offline amos

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Antw:WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?
« Antwort #6 am: 09. September 2013, 19:32:06 »
Lieber Jesod, ich danke Dir für Deine Ausführungen. Ja, Du hast Recht, immer wieder verfalle ich in die "Man"- Schreibweise.  Es ist von mir eine dumme Angewohnheit. Ich werde mich bessern! :)

Ich wünsche Dir einen schönen Abend und Gottes Segen, amos
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Offline vianney

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Antw:WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?
« Antwort #7 am: 09. September 2013, 21:44:08 »
Hallo,

Ich danke Amos für seine Schönen Ausführunegen. Dadurch bin ich auf den Gedanken gekommen dass wir vielleicht den Sinn fürs Göttliche verloren haben weil wir unsere Interiorität verloren haben. Wir haben dadurch den sechsten Sinn, der uns die Gegenwart Gottes erfassen lässt, verloren. Alles ist oberflächlich geworden und das Gefühl für das Geheimnis Gottes, das Mysterium, ist grossenteils verloren gegangen. Deshalb , weil die Präsenz Christi in der Hostie ein Mysterium ist, gibt es auch heute keine Anbetungen mehr, keinen eucharistischen Segen, keine Kniebeuge, keine Prozessionen , kein Latein , keien Mundkommunion und keinen Weihrauch mehr. Denn die Mehrheit der Christen sind nicht mehr zugänglich für das Geheimnis der Dreifaltigkeit. Geglaubt wird nur was gesehen und verstanden wird: alles andere ist nach VII sozusagen abgeschafft worden.Unter solchen Bedingungen sind unsere Kinder gross geworden in einer Kirche wo sie alles sehen und verstehen und die geheimnisvolle Komponente des grossen Mysteriums ihnen verborgen bleibt weil der Zeitgeist ihnen den sechsten Sinn, den Sinn für das Göttliche, genommen hat.Daher auch das Desinteresse ihrerseits Weil sie nur den Ablauf der Messe sehen wie er sich wöchentlich identisch abspielt aber nicht das grosse MYsterium der Wandlung und des Wort Gottes verstehen können: sie hatten nie eine Interiorität weil die Schnelllebigkeit unserer Zeit sie ihnen geraubt hat!

ICD

Dominique
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Antw:WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?
« Antwort #8 am: 09. September 2013, 23:13:41 »
@ Dominique

Die Frage ist, ob wir da tatsächlich etwas konkret tun können oder ob alles kommt, wie es kommen muss, damit sich die Schrift erfüllt. Da wir aber den Plan Gottes nicht kennen, sollten wir nicht tatenlos zuschauen, soweit stimme ich Dir zu. Nur ehrlich gesagt, ich wüßte nicht, was ich jetzt persönlich dagegen unternehmen kann. Denn die Gemeinschaft besteht doch aus den einzelnen Gläubigen und hier kommt es auf die individuelle Haltung an. Wie soll ich denn diese verändern können, es ist doch nicht meine Aufgabe, noch steht es mir zu, den Leuten ins Gewissen zu reden. Und ohne es mir wirklich zu einfach machen wollen, aber dafür sind nun mal unsere Priester da!

Wenn diese aber immer nur von Nächstenliebe und Gottes Barmherzigkeit predigen, dann bringt es anscheinend nicht die erhofften Früchte. Aber wenn diese wiederum mal richtig Klartext reden würden, dann würde wahrscheinlich ein großer Teil gleich wegbleiben(?) Weil sie eine gute katholische Predigt nicht mehr gewöhnt sind bzw. diese noch nie gehört haben. Vielleicht wäre es aber auch nur ein vorübergehender Effekt und dann gäbe es endlich ein Aufwachen und eine echte Reform, also nicht solche im Sinne von WiSiKi, ZdK & Co. Dabei sehe ich das Potential eher bei den Jüngeren und eben nicht so sehr bei der 68-er Generation.

Soweit meine bescheidene Meinung. Über konkrete Handlungsvorschläge würde ich mich natürlich auch freuen.

Nachtrag: und wo der Sinn für das Göttliche verloren ist, da ist auch mangelnde Ehrfurcht nicht weit. So kommt eins und eins zusammen, nicht zu vergessen die "moderne Theologie", wodurch nicht zuletzt die Priesteramtskandidaten betroffen sind und so weiter und so fort...

HERR, erbarme Dich!  ;ghjghg

 

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