Autor Thema: Deutsche Kirche will Unauflöslichkeit der Ehe kippen – Ein Spiel mit dem Feuer  (Gelesen 2785 mal)

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Offline Joel

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Deutsche Kirche will Unauflöslichkeit der Ehe kippen – Ein Spiel mit dem Feuer

9. Oktober 2013 10:29

(Rom/Berlin) Papst Franziskus gab die Einberufung der dritten außerordentlichen Bischofssynode bekannt. Sie wird vom 5. bis 19. Oktober 2014 im Vatikan stattfinden. Ihr Thema lautet: „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“. Es geht um pastorale Fragen, die in offener Sünde lebenden Betroffenen diese ungeordnete Situation erkennen zu lassen und natürlich zu begleiten, um sie in die Ordnung Gottes zurückzuführen. Und schon formiert sich in Deutschlands Kirche eine starke Pressure Group, um die Unauflöslichkeit der Ehe zu kippen und die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten durchzusetzen. Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Die Ehe ist ein Sakrament.

Den Auftakt machte keineswegs zufällig die derzeit bischoflose Erzdiözese Freiburg mit einer „Handreichung zur Begleitung von Menschen in Trennung, Scheidung und nach ziviler Wiederverheiratung“. Darin wird zwar den Worten nach die „Unauflöslichkeit der Ehe“, als Sakrament ein Eckpfeiler der Lehre Jesu Christi gegen die „Hartherzigkeit“ der Menschen, postuliert, doch den Taten nach das Gegenteil vollzogen. Was Jesus „hartherzig“ nannte, wird von deutschen Bischöfen und „lokalen Pastoralämtern“ (Vatikansprecher Federico Lombardi) in „barmherzig“ um geschrieben. Klingt ja schließlich besser und was gut klingt, kann ja nicht falsch sein.

Die „Handreichung“ macht öffentlich sichtbar, was in den meisten deutschen Diözesen bereits hinter vorgehaltener Hand Realität ist. So bestätigte es umgehend und zustimmend die Diözese Rottenburg-Stuttgart, so gab die Erzdiözese München-Freising bekannt, zwischenzeitlich auch Kardinal Marx persönlich, dem Freiburger „Beispiel“ zu folgen (siehe Bericht), so stellt sich Berlins Erzbischof, Kardinal Woelki hinter seinen emeritierten Freiburger Mitbruder (siehe Bericht) und so kann man wohlwollende Stellungnahmen auf den Internetseiten mehr oder weniger aller deutschen Diözesen lesen. Der „Alleingang“ Freiburgs war offenkundig lediglich der Auftakt zu einer unter Deutschlands Bischöfen abgesprochenen konzertierten Aktion.

Am deutschen Wesen soll einmal mehr die Kirche genesen. So geschah es bereits bei der Handkommunion und bei der Zulassung von Mädchen als Meßdienerinnen. Die deutsche Kirche formiert sich als Streitmacht. Nicht zur Verteidigung der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche, sondern um, wie bereits in den vergangenen 50 Jahren, deren Protestantisierung voranzutreiben. Stück um Stück. Man denke an die Liturgiereform und deren Wurzeln. Ein solches Verhalten setzt einen gehörigen Minderwertigkeitskomplex deutscher Kirchenvertreter, Bischöfe mit eingeschlossen, gegenüber dem Protestantismus voraus. Oder rächt sich etwa ein falschverstandener Ökumenismus, der das Gemeinsame erzwingen will? Hat sich der selbstauferlegte Ökumenismusdruck gar verselbständigt? Aber darum soll es an dieser Stelle gar nicht gehen.

Tatsache ist, daß die deutsche Kirche großen Einfluß in der Weltkirche hat. Sie gilt neben den USA als Goldesel der katholischen Kirche. Mit den Kirchensteuergeldern von Adolf Hitlers Konkordat ist die deutsche Kirche reicher als jede andere Landeskirche der Welt. Sie muß nicht Spenden sammeln und selbst finanzieren. Selbst die Karteileichen des Glaubens legen Jahr um Jahr goldene Eier. Die Folgen sind bekannt: geistige Trägheit, intellektuelle Verfettung, aufgeblähte Kirchenapparate, Dienstleistungsmentalität und Macht über die eigenen Landesgrenzen hinaus. Denn mit den Kirchensteuermillionen unterstützt die deutsche Kirche seit Jahrzehnten zahlreiche Landeskirchen in Lateinamerika und der Dritten Welt. Und sie liefert wichtige Geldzufuhren nach Rom. Das ist alles auch richtig so. Mit Geld kann man viel Gutes tun. Das wird man in den deutschen Diözesen zur Rechtfertigung des Geldregens auch nicht müde zu betonen. Doch Geld korrumpiert auch. Es bedeutet vor allem auch Macht. Aus Deutschland kommt seit Jahrzehnten nicht nur uneigennütziges Geld, sondern kirchenpolitische, dogmatische und pastorale Einflußnahme. Einflußnahme, die in die unterstützen jungen Kirchen in anderen Erdteilen hineinwirkt. Einflußnahme, die auch Rom nicht verschont. Das Problem geistig korrumpierter Seminaristen und Priester aus der Dritten Welt, die mit Stipendien nach Europa geholt werden und den zu einem guten Teil selbstgemachten Priestermangel ausgleichen sollen, existiert.

Die Formierung als Pressure Group zur Brechung des Gottesgesetzes von der Unauflöslichkeit der Ehe, keine Sorge, findige Sprachakrobaten aus deutschen Landen, werden die Operation in wohlklingend verschleiernde Worte zu kleiden wissen, ist auch unter dem Blickwinkel des Geldreichtums der deutschen Kirche zu sehen. Nicht Glaubensstärke und Frömmigkeit, nicht missionarische Vitalität und Evangelisierungseifer verschaffen der deutschen Kirche außerhalb Deutschlands Ansehen und Einfluß. Das war einmal. Geblieben ist die dicke Brieftasche und die sind deutsche Bischöfe, wie die Ankündigungen zeigen, auch bereit, in der Frage einer „neuen, barmherzigen Ehe- und Familienpastoral“ spielen zu lassen, wie andere ihre Muskeln tanzen lassen.

Die Frage ist desillusionierend und sollte auch unter diesem desillusionierenden Gesichtspunkt betrachtet werden. Man schaffe das vergiftete Geschenk, das Adolf Hitler den Kirchen gemacht hat, ab, man nehme der deutschen Kirche ihre billigen Kirchensteuermillionen weg. Die Folgen? Wir werden Zeugen eines atemberaubenden Zusammenbruchs der deutschen Funktionärskirche. Kein Heiliger und kein Engel wird ihr nachweinen. Die Weltkirche wird befreit von einem lastenden Albtraum selbstgefälliger Machtträger aus dem Norden. Übrig bleiben werden die wirklichen Gläubigen, Laien und Priester. Aus ihnen wird eine neue Bischofsgeneration hervorgehen. Es wird sich eine selbstfinanzierte Kirche bilden, die sparsam und überlegt handelt. Es wird eine von viel äußerlichem Schein gereinigte, wahrscheinlich sogar eine arme Kirche sein.

Eine Vision von Kirche, wie sie Papst Benedikt XVI. den „engagierten Katholiken“ Deutschlands im Freiburger Konzerthaus entgegenschleuderte. Doch „engagierte“ statt gläubige Katholiken sind etwas schwerhörig. Schwerhörig wie ihre Bischöfe, etwa der nun emeritierte Erzbischof von Freiburg und Noch-Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz. Er konnte sich 2008 als „Kompromißkandidat“ gegen den Münchner Erzbischof Reinhold Marx durchsetzen. Mit Kardinal Marx, derzeit sogar europäisches Mitglied des C8-Rats, den Papst Franziskus einsetzte, als eventuellem künftigen DBK-Vorsitzenden sind jedoch keine Verbesserungen zu erwarten. Die Genesung der deutschen Kirche scheint untrennbar mit der Abschaffung des Hitlerschen Kirchensteuerwesens zusammenzuhängen. Dies hatte Benedikt XVI. erkannt und gefordert. Dies machte ihm die deutsche Funktionärskirche, die von dieser Hitlerei genüßlich lebt, endgültig zum Feind.

Quelle:http://katholisches.info/2013/10/09/deutsche-kirche-will-unaufloeslichkeit-der-ehe-kippen-ein-spiel-mit-dem-feuer/

Offline vianney

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Hallo Joel,

Ein bewunderungswerter Artikel der 100%tig meine Meinung ausdrückt.Die deutsche Kirche leidet an Fettsucht und Vergesslichkeit, Arroganz und Stolz. Sie ist Meilen entfernt von der Kirche Christi die einst von bescheidenen Fischern und Zöllnern gegründet wurde. Mir ist auch die Rolle des neuen Papstes unheimlich. Ich habe den Eindruck er bereitet uns auf grosse Änderungen auf pseudo-oekumenischer Basis vor um eventuell eine Eine-Welt-Religion einzuführen. Seine Äusserungen sind auf jeden Fall nicht beruhigend!Welche Reformen hat er in petto?Ich mag ihn sehr aber bete intensiv für ihn dass er nicht der Macht der Demagogie und der arroganten Demut zum Opfer fällt und populistische Entscheidungen fällen wird nur um dem Volk Gottes zu gefallen. Ich lade euch alle ein intensiv für seine Heiligkeit Papst Franziskus zu beten, zu opfern, zu fasten damit er auf dem rechten Weg die Kirche als Papst, was er bisher abstreitet da er sich nie so nennt, führen möge.

In Caritas Dei

dominique
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

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