Autor Thema: Franziskus gottlos  (Gelesen 22612 mal)

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Offline Joel

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Franziskus gottlos
« am: 01. November 2013, 15:09:25 »
Franziskus gottlos

Bischof Williamsons Eleison Kommentare,
Nummer CCCXXVII (327)

Die Katholiken, welche ein echtes Gespür für ihren Glauben bewahrt haben, sind von den Worten und Taten des Mannes empört, welcher derzeit auf dem Stuhl Petri sitzt. Beinahe möchte man fragen, ob er an diese Stelle gehievt worden ist, um vollends zu zerstören, was von der katholischen Kirche noch übriggeblieben ist. So wie ein echtes Kind des Zweiten Vatikanischen Konzils wendet auch er von Gott sich ab und zum Menschen hin. Als Beispiel folgen die ersten neun von elf Schlüsselzitaten, aus einem Gespräch genommen (nicht von mir), welches der atheistische Herausgeber einer italienischen Zeitung mit Franziskus führte.

Die Zitate zwei bis fünf betreffen die Kirche (ich fasse zusammen): 2) Die Verwaltung der Kirche muß weniger vertikal und mehr horizontal werden. 3) Die römische Kurie ist zu eigennützig. Sie muß zu den Menschen hinausgehen. 4) Der Papst darf nicht länger ein König sein, umgeben von Schmeichlern und Höflingen. 5) Zu viele Priester sind eigennützig und Hindernisse für das Christentum. Offenkundig gefallen solche Zitate der modernen demokratischen Öffentlichkeit gut, welche noch nie von der Kirche gesagt bekommen wollte, was sie zu tun hat. Aber sind solche Zitate den unzähligen Päpsten, Kurien, Verwaltungen und Priestern, welche vor Franziskus 1900 Jahre lang die Struktur der Kirche für das Heil der Seelen aufrechterhielten, angemessen und werden sie ihnen gerecht? Wird im Gegensatz dazu Franziskus noch irgendeine Str uktur oder gerettete Seelen hinterlassen?

Das erste und sechste Zitat von Franziskus betreffen die Welt: 1) Unter meiner Führung wird die Kirche aus der Politik sich heraushalten. Das heißt also zusehen, wie die Demokraten sich in die Hölle stürzen? 6) Die zwei dringendsten Probleme der Welt sind heute die Arbeitslosigkeit der Jungen und die Einsamkeit der Alten. Gewiß sind das zwei echte menschliche Probleme von heute, aber warum? Liegt der Grund nicht eher darin, daß Kirchenmänner wie Franziskus genau die Politik den Politikern überlassen, welche das Geld über die jungen Menschen stellen? Und weil Kirchenmänner wie er sich weigern, jene Kirchengesetze durchzusetzen, welche die Familie zusammenhalten und somit dazu beitragen, daß die Familie um die Alten sich kümmern will?

Zitate sieben bis neun handeln von der Religion: 9) Jesus gab uns nur einen Weg zur Erlösung, und der heißt Nächstenliebe. Doch die Liebe zum Nächsten, ohne die Liebe zu Gott an erster Stelle, verwandelt sich stets in Haß gegen den Nächsten, siehe Kommunismus. 7a) Die Konversion von Menschen ist sinnlos. Im Gegenteil ist Konversion am sinnvollsten von allem, wenn gilt – was der Fall ist –, daß niemand in den Himmel gelangen kann ohne an Gott und seinen göttlichen Sohn Jesus Christus zu glauben! 7b) Wir müssen uns alle miteinander vermischen und uns gegenseitig zum Guten bewegen. In Wahrheit müssen wir alle miteinander uns auf Gott hinbewegen. Was sonst ist das Gute? Wenn Franziskus den lieben Gott nicht mehr beim Namen nennen will, wer wird dann überhaupt noch an Gott glauben?

Das achte Zitat ist das schlimmste. 8a) „Ich glaube an Gott, nicht an einen katholischen Gott, denn es gibt keinen katholischen Gott.“ Das ist schwer irreführend. Zwar ist Gott der Gott aller Menschen, doch stiftete er für alle Menschen eine Religion, und nur eine Religion, welche die katholische Religion ist. Deswegen ist der Gott des Katholizismus der einzig wahre Gott. 8b) „Jesus ist seine Fleischwerdung, mein Lehrer und mein Seelenhirte. aber Gott der Vater, Abba, ist das Licht und der Schöpfer.“ Wiederum schwer irreführend. Denn unterstellt dieses „aber“ nicht, daß Jesus Christus gar nicht der Schöpfer ist? Glaubt Franziskus überhaupt daran, daß Jesus mehr als ein bloßer Mensch ist? 8c) „Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von gut und böse und muß wählen, dem Guten zu folgen und das Böse zu bekämpfen, so wie er diese begreift.“ Dies nun ist nicht mehr irreführend, sondern die glatte Leugnung jedweder objektiven Sittlichkeit und die Leugnung aller Prinzipien der katholischen Moral. Dies ist eine Einladung an alle Menschen, zu tun, was auch immer sie wollen. Weil dies aus dem Munde jenes Mannes kommt, welcher allem Anschein nach der katholische Papst ist, müssen wir es als schieren Wahnsinn einstufen.

Papst Franziskus mag geltend machen, daß er versuche, zum modernen Menschen vorzudringen, aber ihn ohne Gott erreichen zu wollen gleicht dem Sprung in einen gefährlichen reißenden Fluß, um dort jemanden vor dem Ertrinken retten zu wollen, ohne allerdings selber mittels eines Seiles am Ufer befestigt zu sein. Auf diese Weise wird man lediglich zusammen mit dem Ertrinkenden ertrinken. Eure Heiligkeit, Sie helfen nicht, sondern ertrinken!

Kyrie eleison.

Quelle:http://www.kreuz-net.at/index.php?id=303

Offline matthias Lutz

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Antw:Franziskus gottlos
« Antwort #1 am: 06. November 2013, 18:06:48 »
 ()*kjht545           Liebe Mitchristen!
                 
Es gibt Quellen die sagen das Franziskus kein Papst ist, der von Gott bestimmt worden ist. Diese Quellen sagen das er eine menschliche Kirche aufbauen will. Hört man von den Dingen die er Franziskus sagt kommt ein Katholik zum nachdenken und muß sich wundern. Beispiel über die Missionierung von Andersgläubigen.ES gibt keinen Gott als der Vater , der Sohn und der heilige Geist. Wie geht es Euch mit diesem Thema?

Offline Jesod

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Antw:Franziskus gottlos
« Antwort #2 am: 27. November 2013, 08:54:50 »
Wer von euch hat EVANGELII GAUDIUM von Papst Franziskus schon gelesen?

Was haltet ihr von seinen Aussagen?

Jesod

Offline matthias Lutz

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Antw:Franziskus gottlos
« Antwort #3 am: 27. November 2013, 22:39:43 »
sehr verehrter Jesod!

Über das Schreiben Evangeli Gaudium habe ich mir noch keine Meinung gebildet. Jedoch soll es eine Regierungserklärung von Franziskus geben haben die ich für äußerst bedenklich halte. Schon die positiven Pressereaktionen der sonst antiklerikalen Zeitungen lassen einen erzittern.

Liebe Grüsse Matthias

Offline Jesod

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Antw:Franziskus gottlos
« Antwort #4 am: 27. November 2013, 23:57:16 »
Entschuldige bitte matthias Lutz!
Was ist denn das für eine Antwort???
Zu Evangeli Gaudium hast du dir noch keine Meinung gebildet - OK, das verstehe ich, ist ja auch eine Menge TExt.
Das ist aber die "Regierungserklärung" von Papst Franziskus!
Wieso hälst du die für "bedenklich" wenn du vorher erklärst dass du keine Meinung dazu hast.
Und was hat die Presse mit DEINER Meinung zu tun?

Offline matthias Lutz

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Antw:Franziskus gottlos
« Antwort #5 am: 28. November 2013, 11:05:10 »
Sehr verehrter Jesod! Danke für deine Antwort!  Mittlerweile kann ich sagen das ich Franziskus nicht als Papst akzeptieren kann. In der reiligionsfeindlichen Zeitung " die Süddeutsche" die offen gegen Papst Benedikt gegangen ist stand gestern ein Artikel mit der Überschrift : Revolution im Vatikan drin. Ich glaube auch nicht das sich die Welt nach den Vorschlägen von Evangeli Gaudium zum Glauben bekehrt.                                   

Dominus vobiscum
Et cum spiriu tuo

Offline Joel

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Antw:Franziskus gottlos
« Antwort #6 am: 05. Dezember 2013, 07:06:22 »
Franziskus der Papst, der das Papsttum abschafft – Die Revolution, die die Kardinäle wollten
27. November 2013 11:19

Tu es Petrus - Wer formuliert im Hintergrund das Lehramt des Papstes?(Vatikan) Die positiven Aspekte und schönen Formulierungen des neuen Apostolischen Schreibens „Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus sollen gewürdigt werden. Das tun aber bereits unkritisch die katholischen „Normalisten“ und deren Seiten im Internet. Die kirchenfernen Medien (etwa Der Spiegel und der ORF) jubeln wie gewohnt. Mit gutem Grund, wie der folgende Aufsatz nahelegt. Wir sehen daher mehr unsere Aufgabe, das zu beleuchten, was andere, aus welchem Beweggrund auch immer, ignorieren. Wir lassen dazu den katholischen Kulturkritiker Francesco Colafemmina zu Wort kommen, der sich die Mühe gemacht hat, das 185-Seiten-Dokument zu lesen. Nach Verwirrung um Interviews, die auch inhaltlich verwirrten, legte der Papst mit „Evangelii Gaudium“ sein Regierungsprogramm offiziell und als Teil des Lehramtes auf den Tisch. Bei der Lektüre komme jedoch keineswegs „gaudium“ auf. Grund zur Freude gebe es nicht. Papst Franziskus, so Colafemmina, sei ein Chaospapst und wie es scheint, der erste Relativist auf dem Papstthron. Seine Aufgabe sei es Tohuwabohu zu erzeugen. Sein Regierungsprogramm aber sei eine „Revolution“. Sie wolle die Zerstörung der Kirche, wie sie zweitausend Jahre Bestand hatte. Franziskus sehe sich lediglich als Papst, um das Papsttum seiner von Christus gestifteten Autorität zu entkleiden und zu minimieren. Ein Monarch, der seinen Thron verschenkt. Kein Akt der Demut, sondern der Zersetzung. Damit sei aber auch klar, was die Kardinäle wollten, denn die Revolution des Franziskus sei eine Revolution der Kardinäle, die ihn gewählt haben und eben diese Revolution gefordert haben und fördern, jedenfalls einer aktiven, organisierten Gruppe unter ihnen. Die Frage bleibt angesichts eines sprunghaften Hü und Hott des Papstes, was eigentlich gilt. Der Blitzeinschlag in die Kuppel des Petersdoms beim Rücktritt von Papst Benedikt XVI. kommt neun Monate später wieder in lebhafte Erinnerung.
.
Evangelisierung „außer Kontrolle“ – Roma delenda est


von Francesco Colafemmina

Einige „Perlen“ der Exhortatio von Papst Franziskus zum „evangelischen Chaos“. Wie Kiko Argüello1 kurz nach seiner Wahl sagte, scheint der Papst eine Kirche zu wünschen, in der man ein „Tohuwabohu“ macht und in der es keine zentrale Autorität mehr gibt, die davon „abhält“. In der man an die Bischofskonferenzen auch Entscheidungen zur Glaubenslehre delegiert mit einem Papst, der zum Garanten des Ökumenismus reduziert ist, zu einem weisen Greis, der Ratschläge gibt. Vielleicht funktioniert sein System sogar.

Doch mit dieser Aktion des Papstes ist eine große Unbekannte verbunden, sie zerstört das Erscheinungsbild des Papsttums, jene hauchdünne von Christus gestiftete Beziehung zwischen dem Papst und seiner Kirche, wie wir sie kennen. Denn eines ist sicher, daß die „Welt“ diese „neue“, ganz andere Kirche als die vorherige, zu akzeptieren wird wissen und auch, wie sie sich ihr nähern kann. Bliebe noch zu verstehen, was dann aus der vorherigen Kirche, aus unserer Kirche wird. Wenn sie verschrottet wird, wird es schwierig werden, zu verstehen, welche Autorität es gibt und wer dann die Tochter sein wird, die ihre Mutter verleugnet.2

Der Papst verlegt alles auf eine völlig unvorhersehbare und geistlich undefinierte Ebene, wo die Strukturen keine Bedeutung mehr haben und die Autorität auf ein Minimum reduziert sein wird. Eine Ebene, auf der die Bewahrung der Glaubenswahrheit und die Heilige Liturgie zu götzendienerischen Karikaturen eines Narzissmus und heuchlerischen Äußerlichkeiten reduziert sind. Eine Ebene, auf der das Zuhören und die Anerkennung des anderen und die dialektische Beziehung generell zum zentralen Angelpunkt der Evangelisierung aufsteigen.

Auf dramatische Weise – das heißt mit einer gewissen Theatralik – geht der Papst soweit, seine Vorrechte aufzugeben. Indem er seine eigene Autorität relativiert, ähnelt er auf diese Weise einem Monarchen, der seine Macht mit dem Zweck ausübt, um sie zu zerstören oder an andere zu verteilen. Der seine eigene Autorität nur mit dem Ziel anerkennt, sich ihrer zu entledigen. Das klingt alles schön und demütig, wenn diese Demut darin bestünde, nicht zu ändern, was man erhalten hat, nicht die Institution des Papsttums zu schwächen mit dem Ziel, es den angeblichen Notwendigkeiten der Zeit anzupassen. Das bedeutet das Papsttum relativieren und historisieren, und es bedeutet das Papsttum der vergangenen Jahrhunderte oder Jahre zu einer Art von nicht authentischem Verrat an der göttlichen Institution umzuinterpretieren. Es heißt, behaupten zu wollen, daß alles was auch bisher war, allein auf die Welt und deren Notwendigkeit hin geformt war. Und weil sich die Welt ändert, muß sich auch das Papsttum ändern.

Es ist interessant festzustellen, daß der Papst jede potentielle Kritik mit der Feststellung abtut, daß der wahre Christ ein fröhlicher Christ ist. Und hier scheint mir, bin ich ihm mit meinem Brief an die traurigen traditionsverbundenen Katholiken zuvorgekommen. Grundsätzlich aber gibt es nichts an dieser Revolution des Papstes, worüber man in Traurigkeit verfallen sollte, einer Revolution, die letztlich von den Kardinälen kommt, die ihn gewählt haben und die aktiv diese Revolution gefordert und vorangetrieben haben. Ebenso wenig gibt es irgendetwas, weshalb man deswegen sich freuen sollte. Ich schlage einen dritten Weg vor: jenen der stoischen Unbeirrtheit.

Auf jeden Fall – und hier sollte die Stimmung vom traurigen, fröhlichen oder unbeirrten, welche es auch sei, zum Ironischen oder sogar Komischen übergehen – denn nach der Lektüre des vollständigen Apostolischen Schreibens bleibt ein hamletischer Zweifel: Welches ist die Gute Nachricht, die wir Katholiken heute verkünden sollten? Wenn es darum geht, die christliche Botschaft zu einer Art von globaler Umarmung zu banalisieren, bin ich mir sicher, daß uns das gelingen wird. Man stellt nämlich in der päpstlichen Exhortatio mit Erstaunen fest, daß Worte wie „Sünde“ und „Bekehrung“ nicht im Zusammenhang mit einer evangelisierenden Dynamik gebraucht werden, sondern um eine Umwandlung, eine Palingenese (Neuschöpfung) der Kirche zu beschreiben. Worte und damit auch die Konzepte „Himmel“ und „Hölle“, „ewiges Leben“ und „Jenseits“ fehlen völlig. Ebenso erhält die Vorstellung einer Erlösung nur mehr eine abgefärbte „soziale“ Dimension.

Kurzum, noch mehr Widersprüche, noch mehr Verwirrung als die schon herrschende, zwischen ein paar Schritten vorwärts und ein paar Schritten rückwärts, zwischen Interviews, die gegeben und mehr oder weniger wieder zurückgezogen werden, zwischen ein paar Schlägen gegen alle Seiten, zwischen einem Zweiten Vatikanum nach Marchetto und einem Zweiten Vatikanum nach dem Motto „Schluß mit den Unglückspropheten“, eben kurzum, nach einer italienischen Redewendung, noch mehr Towuhabohu als so und man stirbt.

Zum Beleg der Knappheit wegen nur einige Auszüge aus dem Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium, die um weitere zu ergänzen wären:
    16. Ich glaube auch nicht, dass man vom päpstlichen Lehramt eine endgültige oder vollständige Aussage zu allen Fragen erwarten muss, welche die Kirche und die Welt betreffen. Es ist nicht angebracht, dass der Papst die örtlichen Bischöfe in der Bewertung aller Problemkreise ersetzt, die in ihren Gebieten auftauchen. In diesem Sinn spüre ich die Notwendigkeit, in einer heilsamen „Dezentralisierung“ voranzuschreiten.

    32. Da ich berufen bin, selbst zu leben, was ich von den anderen verlange, muss ich auch an eine Neuausrichtung des Papsttums denken. Meine Aufgabe als Bischof von Rom ist es, offen zu bleiben für die Vorschläge, die darauf ausgerichtet sind, dass eine Ausübung meines Amtes der Bedeutung, die Jesus Christus ihm geben wollte, treuer ist und mehr den gegenwärtigen Notwendigkeiten der Evangelisierung entspricht. […]

    40. […] Außerdem gibt es innerhalb der Kirche unzählige Fragen, über die mit großer Freiheit geforscht und nachgedacht wird. Die verschiedenen Richtungen des philosophischen, theologischen und pastoralen Denkens können, wenn sie sich vom Geist in der gegenseitigen Achtung und Liebe in Einklang bringen lassen, zur Entfaltung der Kirche beitragen, weil sie helfen, den äußerst reichen Schatz des Wortes besser deutlich zu machen. Denjenigen, die sich eine monolithische, von allen ohne Nuancierungen verteidigte Lehre erträumen, mag das als Unvollkommenheit und Zersplitterung erscheinen. Doch in Wirklichkeit hilft diese Vielfalt, die verschiedenen Aspekte des unerschöpflichen Reichtums des Evangeliums besser zu zeigen und zu entwickeln.

    47. […] Diese Überzeugungen haben auch pastorale Konsequenzen, und wir sind berufen, sie mit Besonnenheit und Wagemut in Betracht zu ziehen. Häufig verhalten wir uns wie Kontrolleure der Gnade und nicht wie ihre Förderer. Doch die Kirche ist keine Zollstation, sie ist das Vaterhaus, wo Platz ist für jeden mit seinem mühevollen Leben.

    94. Diese Weltlichkeit kann besonders aus zwei zutiefst miteinander verbundenen Quellen gespeist werden. Die eine ist die Faszination des Gnostizismus, eines im Subjektivismus eingeschlossenen Glaubens, bei dem einzig eine bestimmte Erfahrung oder eine Reihe von Argumentationen und Kenntnissen interessiert, von denen man meint, sie könnten Trost und Licht bringen, wo aber das Subjekt letztlich in der Immanenz seiner eigenen Vernunft oder seiner Gefühle eingeschlossen bleibt. Die andere ist der selbstbezogene und prometheische Neu-Pelagianismus derer, die sich letztlich einzig auf die eigenen Kräfte verlassen und sich den anderen überlegen fühlen, weil sie bestimmte Normen einhalten oder weil sie einem gewissen katholischen Stil der Vergangenheit unerschütterlich treu sind. Es ist eine vermeintliche doktrinelle oder disziplinarische Sicherheit, die Anlass gibt zu einem narzisstischen und autoritären Elitebewusstsein, wo man, anstatt die anderen zu evangelisieren, sie analysiert und bewertet und, anstatt den Zugang zur Gnade zu erleichtern, die Energien im Kontrollieren verbraucht. In beiden Fällen existiert weder für Jesus Christus noch für die Menschen ein wirkliches Interesse. Es sind Erscheinungen eines anthropozentrischen Immanentismus. Es ist nicht vorstellbar, dass aus diesen schmälernden Formen von Christentum eine echte Evangelisierungsdynamik hervorgehen könnte.

    95. Diese bedrohliche Weltlichkeit zeigt sich in vielen Verhaltensweisen, die scheinbar einander entgegengesetzt sind, aber denselben Anspruch erheben, „den Raum der Kirche zu beherrschen“. Bei einigen ist eine ostentative Pflege der Liturgie, der Lehre und des Ansehens der Kirche festzustellen, doch ohne dass ihnen die wirkliche Einsenkung des Evangeliums in das Gottesvolk und die konkreten Erfordernisse der Geschichte Sorgen bereiten. Auf diese Weise verwandelt sich das Leben der Kirche in ein Museumsstück oder in ein Eigentum einiger weniger. […]

    96. […] Stattdessen unterhalten wir uns eitel und sprechen über „das, was man tun müsste“ – die Sünde des „man müsste tun“ – wie spirituelle Lehrer und Experten der Seelsorge, die einen Weg weisen, ihn selber aber nicht gehen. Wir pflegen unsere grenzenlose Fantasie und verlieren den Kontakt zu der durchlittenen Wirklichkeit unseres gläubigen Volkes.

    280. […] Es gibt aber keine größere Freiheit, als sich vom Heiligen Geist tragen zu lassen, darauf zu verzichten, alles berechnen und kontrollieren zu wollen, und zu erlauben, dass er uns erleuchtet, uns führt, uns Orientierung gibt und uns treibt, wohin er will. Er weiß gut, was zu jeder Zeit und in jedem Moment notwendig ist. Das heißt, in geheimnisvoller Weise fruchtbar sein!

http://www.katholisches.info/2013/11/27/franziskus-der-papst-der-das-papsttum-abschafft-die-revolution-die-die-kardinaele-wollten/

Offline Joel

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Antw:Franziskus gottlos
« Antwort #7 am: 05. Dezember 2013, 07:33:40 »
Wovor Joseph Ratzinger warnte: Die „föderalistische Option“ des Bischofs von Rom
3. Dezember 2013 14:49

Die Stärkung der Bischofskonferenzen als Gefahr, aus der Kirche eine "Föderation von Nationalkirchen" zu machen (Joseph Kardinal Ratzinger)(Rom) In seiner Analyse des neuen Apostolischen Schreibens Evangelii gaudium macht der Vatikanist Sandro Magister zwei Punkte aus, in denen sich Papst Franziskus am deutlichsten von seinen Vorgängern im Papstamt unterscheidet: mehr Autonomie für die Bischofskonferenzen und mehr Raum für die verschiedenen Kulturen. Magister nennt das die „föderalistische Option“ des Papstes. Ein Option, vor der Joseph Kardinal Ratzinger eindringlich warnte.

Vor allem der größere Handlungsspielraum und mehr Zuständigkeiten für die Bischofskonferenzen fand in den Medien Beachtung und löste in einigen bischöflichen Kreisen Genugtuung aus.  Schließlich geht es darin um den Primat des Papstes und die kollektive Macht der Ortsbischöfe eines Staates.

Franziskus will Bischofskonferenzen stärken und verweist auf Motu proprio Apostolos suos

Papst Franziskus spricht in Evangelii gaudium Papst Johannes Paul II. das Verdienst zu, den Weg für eine neue Form der Primatsausübung geöffnet zu haben. Gleichzeitig beklagt der regierende Papst aber, daß man auf diesem Weg kaum vorwärts gekommen sei. Er aber sei entschlossen, eine neue Form des Primats voranzutreiben, da er eine Aufgabe des „Bischofs von Rom“ darin sieht, „offen zu bleiben für die Vorschläge, die darauf ausgerichtet sind, daß eine Ausübung meines Amtes der Bedeutung, die Jesus Christus ihm geben wollte, treuer ist und mehr den gegenwärtigen Notwendigkeiten der Evangelisierung entspricht“ (EG32).

„Aber mehr als zur Rolle des Papstes, zu der Franziskus vage bleibt und bisher vielmehr die Entscheidungsbefugnisse maximal auf sich konzentrierte, läßt Evangelii gaudium bei den Zuständigkeiten der Bischofskonferenzen eine Wende erahnen“, so Magister.

Im Paragraph 32 des Apostolischen Schreibens sagt der Papst:

    Das Zweite Vatikanische Konzil sagte, dass in ähnlicher Weise wie die alten Patriarchatskirchen „die Bischofskonferenzen vielfältige und fruchtbare Hilfe leisten [können], um die kollegiale Gesinnung zu konkreter Verwirklichung zu führen“. Aber dieser Wunsch hat sich nicht völlig erfüllt, denn es ist noch nicht deutlich genug eine Satzung der Bischofskonferenzen formuliert worden, die sie als Subjekte mit konkreten Kompetenzbereichen versteht, auch einschließlich einer gewissen authentischen Lehrautorität. Eine übertriebene Zentralisierung kompliziert das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen.

In der Fußnote verweist Papst Franziskus dabei auf das Motu proprio Apostolos suos von Johannes Paul II. von 1998 über die theologische und die rechtliche Natur der Bischofskonferenzen. Ein Verweis, der erstaunt, da er einen offenen Widerspruch darstellt.

Doch Apostolos suos verlangt das genaue Gegenteil

Johannes Paul II. erkannte den Bischofskonferenzen nämlich ausdrücklich lediglich eine praktische Aufgabe zu als Beratungsgremium und als Hilfsorgan für die einzelnen Bischöfe, die ohne eigene Autorität zwischen der Gesamtheit aller Bischöfe in der Einheit mit dem Papst und dem einzelnen Bischof angesiedelt sind. Die Gesamtheit aller Bischöfe in der Einheit mit dem Papst bilden die einzige, theologisch anerkannte Form der „Kollegialität“, während jeder Bischof in seiner Diözese die Autorität in Einheit mit Petrus allein ausübt. Eine kollektive Autorität der Bischofskonferenzen für einen ganzen Staat oder einen Teil davon kennt die Kirche nicht. Das Kirchenrecht ist dazu eindeutig.

Gerade das Motu proprio Apostolos suos, auf das Papst Franziskus verweist, schränkt „die authentische Lehrautorität“ stark ein, die Papst Franziskus sagt, den Bischofskonferenzen gewähren zu wollen. Es schreibt vor, daß die Bischöfe, wenn sie schon als Bischofskonferenz Lehraussagen treffen wollen, dies nur einstimmig und in Einheit mit dem Papst und der Gesamtheit der Kirche tun können. Das Dokument schließt ausdrücklich Formen der Autoritätsübertragung aus. Eine Lehraussage kann zwar auch mit „qualifizierter Mehrheit“ getroffen werden, dann allerdings nur unter der Voraussetzung, daß diese vorab vom Heiligen Stuhl geprüft und genehmigt wurde.

Spaltungen und neuen Gallikanismus verhindern

Das Motu proprio Apostolos suos, im Gegensatz zum Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium ein verbindlicher Rechtsakt, will ausdrücklich verhindern, daß Bischofskonferenzen Lehraussagen treffen, die im Widerspruch zu jenen anderer Bischofskonferenzen stehen oder im Widerspruch zum universalen Lehramt der Kirche.

Eine weitere Gefahr, die das Motu proprio Johannes Pauls II. verhindern will, ist das Entstehen von Spaltungen und Gegensätzen zwischen einzelnen Nationalkirchen und zwischen Rom, wie es zum Beispiel in Frankreich mit dem Gallikanismus der Fall war und anderen nationalkirchlichen Bestrebungen im Laufe der Kirchengeschichte, etwa im 20. Jahrhundert den Versuchen der kommunistischen und nationalsozialistischen Diktaturen, die Landeskirchen von Rom abzutrennen und regimehörige Nationalkirchen zu errichten, wie es die Volksrepublik China noch heute betreibt. Oder auch wie es als abschreckendes Beispiel bei den Orthodoxen mit einigen autokephalen Nationalkirchen der Fall ist, oder dem protestantischen Staatskirchentum.

Apostolos suos von Joseph Kardinal Ratzinger geprägt

Das Motu proprio Apostolos suos trägt die Unterschrift von Johannes Paul II, „beruht aber auf der Ausarbeitung seines treuen Glaubenspräfekten Joseph Kardinal Ratzinger“, so Magister. Bekanntlich stand Kardinal Ratzinger schon frühzeitig den Bestrebungen der Bischofskonferenzen ablehnend gegenüber. Deren Drang, Macht an sich zu ziehen, und sich als eigenständige Entscheidungsebene zu etablieren, bezeichnete er als „eine weitere jener paradoxen Folgen der Nachkonzilszeit“. Vor allem erkannte er einige Entscheidungen der Bischofskonferenzen im deutschen Sprachraum Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre als bedenklich. Entscheidungen, die abschreckende Wirkung auf ihn hatten.

Wegen seines feinen Gespürs für die menschliche Neigung zur Macht, warnt der Kardinal 1985 im Gesprächsbuch Zur Lage des Glaubens von Vittorio Messori kategorisch vor einer Entwicklung der Kirche zu einer „Art Föderation von Nationalkirchen“. Er erkannte darin eine verhängnisvolle Entwicklung für die Kirche und machte in den Bischofskonferenzen das Vehikel und die Versuchung aus. „Die nationale Ebene ist keine kirchliche Größe“, so Kardinal Ratzinger, der im italienisch geführten Interview mit „nationaler Ebene“, die Staaten meinte

Bischofskonferenzen „ersticken“ die Bischöfe

Statt „die Rolle und die Verantwortung des Bischofs [zu] stärken“, indem das II. Vatikanum „das Werk des I. Vatikanums wiederaufnahm und vervollständigte“, würden die Bischofskonferenzen mit ihren bürokratischen Aufbauten die Bischöfe, deren Auftrag und Autorität „ersticken”, beklagte der spätere Papst Benedikt XVI. genau 20 Jahre vor seiner Wahl die eigendynamische Fehlentwicklung von Bischofskonferenzen.

Es mag schön sein, immer gemeinsam zu entscheiden, doch die Wahrheit ist nicht das Ergebnis von Abstimmungen, so der Kardinal, der im Gesprächsbuch einige Gefahren kollektiver Entscheidungen aufzeigte, wie das Auftreten von Pressure Groups, die Bereitschaft einiger für die Eintracht nachzugeben, Konformismus, die Suche nach einem gemeinsamen Nenner statt nach der Wahrheit mit der Gefahr irrtumsanfälliger, verkürzter oder platter, toter Dokumente.

Johannes Paul II. und Benedikt XVI. waren sich der „bescheidenen“ Eignung der meisten Bischöfe bewußt

„Johannes Paul II. und nach ihm Benedikt XVI. erkannten, daß die durchschnittliche Eignung der Bischöfe weltweit bescheiden ist und ebenso eines Großteils der Bischofskonferenzen“ als Summe dieser Mediokrität, so Magister, „und entsprechend handelten sie, indem sie selbst versuchten, Führer und vor allem Vorbild für alle zu sein“ und in einigen Fällen, indem sie sogar direkt und energisch eingriffen und die Marschrichtung vorgaben.

Deutschland liefert gerade Paradebeispiel in welche Richtung mehr Macht (ver)führen würde

„Mit Franziskus könnte den Bischofskonferenzen hingegen vielleicht größere Autonomie zuerkannt werden. Mit den vorhersehbaren Auswirkungen und Rückschlägen, für die Deutschland gerade ein frisches Beispiel ist, wo Bischöfe und hochrangige Kardinäle öffentlich über die verschiedensten Themen streiten, von Verwaltungsfragen bis zur Zulassung wiederverheiratet Geschiedener zu den Sakramenten“ durch Ankündigung eigenmächtiger und eigenwilliger Wege, so Magister. Womit Deutschland einmal mehr jenes „abschreckende Beispiel“ liefert, das Joseph Kardinal Ratzinger frühzeitig als gefährliche Versuchung in eine neue Form von schismatisierendem Nationalkirchentum erkannte.

http://www.katholisches.info/2013/12/03/wovor-jospeh-ratzinger-fruehzeitig-warnte-die-foederalistische-option-des-bischofs-von-rom/

Offline Joel

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Antw:Franziskus gottlos
« Antwort #8 am: 09. Dezember 2013, 17:56:51 »

EINE ANALYSE DER APOSTOLISCHEN EXHORTATION “EVANGELII GAUDIUM”

 7. DEZEMBER 2013

 
ANALYSE DER OFFIZIELLEN BERGOGLIADE
Kurze Synthese der Apostolischen Exhortation
EVANGELII GAUDIUM
Von Augusto del Rio

Der berühmte Autor des Buches „El Drama Litúrgico“, Augusto del Río, hat uns eine Rezension des ersten doktrinellen Dokuments zubereitet, das aus der Feder des Papstes  Franziskus hervorgegangen ist, die Apostolische Exhortation Evangelii Guadium. Aus didaktischen Gründen hat er sie vorbereitet mit einer ganz kurzen allgemeinen Analyse und zwei messerscharfe Analysen, die der Autor „negative Signale“ und „positive Signale“ nennt. Es scheint unerlässlich, diese Arbeit zu lesen, um einen Bezugspunkt zu haben zu dem, was in dem päpstlichen Dokument ausgeführt wird, insbesondere für uns, die wir keine Spezialisten in Theologie sind.
ALLGEMEINE ANALYSE

Es ist ein äusserst langes Dokument; es bezieht sich nie auf Jesus Christus als den „Erlöser“. Es enthält wohl einen Hinweis auf die „erlösenden“ Arme des Herrn (Nr. 3). Es verwendet stets [den Begriff] „der Auferstandene“, um sich auf Jesus Christus zu beziehen. Niemals ist es „Unser Herr Jesus Christus“; „Unser Herr“ wird nur einmal verwendet.

Nicht eine einzige Bezugnahme auf die Erbsünde. Ebensowenig auf die Erbschuld, die der Erlösung bedurfte, um geheilt zu werden. Keinerlei Bezug auf die Elends-Situation des Menschen ohne Christus.

Die Hauptverkündigung ist: die persönliche Liebe Gottes, der Mensch geworden ist, sich für uns hingegeben hat und lebt, um sein Heil und seine Freundschaft anzubieten. Aber nie wird es klar, wovon er uns retten muss. Und oftmals verbleibt eine Verwirrung durch eine Ankündigung menschlicher (Be-)Förderung.

Es enthält eine durchgehende Disqualifikation der Verkündigung in der Form von KONKRETEN WAHRHEITEN. Eine Disqualifikation der „starren“, „präzisen“, „orthodoxen“ Formeln, die niemals die Verkündigung einschliessen können. Diese Schemen sind „langweilig“.

In der Tat existiert keinerlei Hinweis darauf, dass die Verkündigung ETWAS KONKRETES UND BESTIMMTES zu schaffen mit einschliesst.

Nirgendwo gibt es eine Bezugnahme darauf, dass die Anderen BEKEHRT werden müssen. Und man erinnere sich, dass man hier von einem Dokument über die Evangelisierung spricht.

Sämtliche Referenzen handeln vom Sich-selbst-Bekehren, dass die Kirche sich bekehren müsse, damit sie wirksamer verkünde, dass die in der Pastoral Tätigen sich bekehren. Nie ein Hinweis auf das Problem der Rettung jener, die in den falschen Religionen sind (natürlich werden sie nie als solche bezeichnet).

Die Gnade wird erwähnt, aber eine Definition derselben erfolgt nie. Und weniger noch wird sie angewendet als eine übernatürliche Kraft, die absolut notwendig ist für das Heil.

Nie ist die Sprache von der Möglichkeit der ewigen Verdammnis.

Mehrmals wirft er den Stein und versteckt die Hand, weil er nicht erklärt, auf welche konkreten Beispiele er sich bezieht.

Es gibt eine Vielzahl von Äusserungen, die verfehlte und missverständliche „Gefühle“ bezüglich der Wichtigkeit sowohl des Festgeschriebenen der Doktrin wie des Lehramtes in der Geschichte der Kirche hervorrufen.

Er verwendet ständig die Kategorie des Volkes Gottes, um sich auf die Kirche zu beziehen mit der Zweideutigkeit, die dies beinhaltet.

Wenn jemand analysieren will, welches seine Quelle sind, möge er vergegenwärtigen, dass er auf folgende Weise zitiert hat:

48-mal Johannes Paul II.
40-mal die Synode der Bischöfe über die Neuevangelisierung
24-mal Paul VI.
20-mal Benedikt XVI. (einschliesslich eines Zitates von Kardinal Ratzinger)
18-mal das II. Vatikanische Konzil
12-mal den hl. Thomas von Aquin, aber in keiner bezieht sich der Heilige auf den Glauben, die Wahrheit und den Gegenstand der Evangelisierung.
10-mal auf das Dokument von Aparecida
9-mal auf die heiligen Kirchenväter
7-mal auf den Katechismus der Soziallehre der Kirche
4-mal auf Dokumente der Glaubenskongregation
2-mal auf das Dokument von Puebla
2-mal auf die Bischofskonferenz der USA
2-mal auf die Bischofskonferenz Frankreichs
1-mal auf CATIC
1-mal auf die Bischofskonferenz von Brasilien
1-mal auf die Bischofskonferenz der Philippinen
1-mal auf die Bischofskonferenz des Kongo
1-mal auf die Bischofskonferenz von Indien
1-mal auf das Dokument der Internationalen Theologischen Kommission „Das Christentum und die Religionen“ (1996).
1-mal auf die Italienische Katholische Aktion
1-mal auf Platon, auf Newman, auf G. Bernanos, auf Kempis, auf die hl. Theresia von Lisieux, auf Guardini, auf „Tucho“ Fernandez (Rektor der UCA) und auf Ismael Quiles.
Besondere NEGATIVE SIGNALE

1. Er verlangt mehr Macht für die Bischofskonferenzen, „EINE GEWISSE AUTHENTISCHE LEHRAUTORITÄT“. (Nr. 32)

2. Das Wesentliche ist „die Schönheit der rettenden Liebe Gottes, die aufscheint im gestorbenen und auferstandenen Jesus Christus“. Nicht eine einzige Bezugnahme auf das Erlösungsopfer Christi, das die Schuld der Sünde des Menschen bezahlt. (Nr. 36)

3. Das Evangelium lädt vor allem dazu ein, dem liebenden Gott zu antworten, der uns rettet. ABER ER SAGT NIRGENS, WOVON ES UNS ERLÖST. (Nr. 39)

4. Er stellt jedwede lehrmässige Verkündigung unter Verdacht. Denn wenn man nicht Gott verkündet, der uns liebt, folgt daraus, dass dies ein Produkt ist von doktrinellen oder moralischen Akzenten, welche aus ideologischen Optionen hervorgehen. (Nr. 39)

5. Er spricht von verschiedenen Richtungen philosophischen, theologischen und pastoralen Denkens und steckt dabei alles in einen Sack, wie wenn die legitime Freiheit, die es geben kann in pastoralen Regeln, dasselbe wäre wie die Freiheit, die es nicht geben kann, wenn man von Philosophien oder Theologien spricht, die eindeutig ein Hindernis sind für eine klare Präsentation der katholischen Wahrheit. Und alles gerechtfertigt, „denn wenn wir uns nicht vor einer monolitischen Lehre befänden, die von allen verteidigt wird ohne Nuancierungen“. (Nr. 40)

6. Er macht den ungeheuren Fehler, dass er sagt, dass eine komplett rechtgläubige Sprache etwas ist, was nicht dem Evangelium Jesu Christi entspricht, weil es nicht die Sprache sei, welche die Gläubigen gebrauchen (Nr. 41).

7. Es ist mehr, sagt er darauf, dass wir ihnen „mit der heiligen Absicht, die Wahrheit über Gott und über das menschliche Sein mitzuteilen, bei einigen Gelegenheiten EINEN FALSCHEN GOTT ODER EIN MENSCHLICHES IDEAL GEBEN, DAS NICHT WAHRHAFT CHRISTLICH IST. Er wirft den Stein und verbirgt die Hand, denn nie erklärt er, auf welche Fälle er sich bezieht.

8. Er sagt, dass DER AUSDRUCK DER WAHRHEIT VIELFÖRMIG SEIN KÖNNE, was er gegenHumani Generis von Pius XII. behauptet, der klar sagt, dass MAN DIE FORMELN, WELCHE DIE JAHRHUNDERTE ALTE WEISHEIT GEHEILIGT HAT FÜR DEN AUSDRUCK DER KATHOLISCHEN WAHRHEIT nicht aufgeben könne.

9. Er zitiert auf unvollständige Weise den hl. Thomas von Aquin, wenn dieser sagt, dass die von Christus und der Apostel dem Volk Gottes (der Kirche) gegebenen Gebote „wenige sind“. Der hl. Thomas bezog sich auf den Vergleich zwischen den lästigen Rechtsvorschriften des Alten Gesetzes und auf das leichte Joch Christi. Jedoch der hl. Thomas sagt, dass es sehr wenige sind, welche Christus dem Gesetz der 10 Gebote hinzugefügt habe. Durch den Kontext gibt der Papst das irrige Empfinden, dass es nur wenige Gebote gibt, dass man nicht so sehr auf ihnen beharren soll und dass sie ein Hindernis sein können, wenn wir eine Predigt wollen, die alle erreicht. (Nr. 43). Überdies ERWÄHNT ER AN KEINER STELLE DAS NATURGESETZ, DAS VON GOTT IN UNSER GEWISSEN EINGEPRÄGT WURDE.

10. „Ebensowenig sollen die Türen der Sakramente verschlossen werden aus irgendwelchem beliebigen Grund“ (Nr. 47) Er erklärt nicht, welches jene irgendwelchen Gründe wären, und schon hat „La Nación“ interpretiert, dass er sich auf die Geschiedenen und Wiederverheirateten bezieht, die zur Kommunion zugelassen werden wollen.

11. Er spricht davon, keine „Kontrolleure der Gnade“ zu sein und dass die Kirche nicht eine Zollstelle sei, während er perfekt weiss, dass Christus gesagt hat, dass man nicht Perlen vor die Schweine werfen soll und die Kirche stets dafür gesorgt hat, dass das Heilige nicht mit Füssen getreten werde. (Nr. 47)

12. Er sagt, dass er eine verbeulte und verletzte und beschmutzte Kirche bevorzuge, die auf die Strassen hinausgeht, statt einer durch Einsperrung verschlossenen Kirche, was eine typische substanzlose Dialektik ausmache. Weder das eine noch das andere.

13. Er stellt die Normen der Kirche in Frage, die, wie er bekräftigt „uns zu unerbittlichen Richtern macht“. (Nr. 49)

14. Er greift die traditionalistischen Gruppen polarisierend an: „äusserliche Formen von Traditionen gewisser Gruppen, oder in vermuteten Privatoffenbarungen, die sie verabsolutieren“ (Nr. 70)

15. Er meint, dass die Warnungen betreffend das Ende der Zeiten und die Apostasie lähmende Schwarzmalereien und steril seien (Nr. 84) und er zitiert, um dies zu beweisen, die berühmte Passage der Eröffnungsrede Johannes XIII. am Konzil, wo er die Propheten von Katastrophen verurteilt, eine Textstelle, von der man heute wohl weiss, dass sie sich auf die Botschaft von Fatima bezieht. Das Seltsame ist, dass Papst Franziskus auch davon spricht, nicht in naive/leichtgläubige Optimismen zu verfallen, obschon gerade diese Rede in diesen Optimismus verfällt.

16. Er wiederholt einige seiner typischen „Bergoglismen“ (eine der vielen des Dokuments) wenn er bekräftigt: „Wir fühlen die Herausforderung, DIE MYSTIK zu entdecken und weiterzugeben, ZUSAMMEN ZU LEBEN, UNS ZU VERMISCHEN, UNS ZU BEGEGNEN, UNS IN DEN ARMEN ZU HALTEN, … (? (Nr. 87)

17. Er prügelt erneut die Traditionalisten, wenn er von „einem selbstbezogenen und prometheischen Neopelagianimus“ spricht, unerschütterlich treu einem gewissen katholischen Stil der Vergangenheit zugehörig (Nr. 94). Eine vermeintliche doktrinelle oder disziplinarische Sicherheit, die einem narzisstischen und autoritären Elitarismus stattgibt, wo man die Kräfte mit Kontrollieren verbraucht (Nr. 94).

18. Noch ein Angriff auf den Traditionalismus ist in der folgenden Nummer (95) enthalten, wenn er sagt, dass sich die Weltlichkeit offenbare in einer zur Schau gestellten Pflege der Liturgie, der Doktrin und des Ansehens der Kirche, dass sie es vorziehen, Generäle zu sein von besiegten Heeren.

19. Er macht in „Demogagie“ mit den Jugendlichen, wenn er ihnen zumisst, die neuen Tendenzen der Menschlichkeit in sich zu tragen (?) (Nr. 108), die uns die Zukunft öffnen (?)

20. Kirche sein heisst, das Heil Gottes in diese Welt zu bringen, aber er erklärt überhaupt nicht, von welcher Art von Rettung wir sprechen und wovon wir uns retten müssen (Nr. 114)

21. Er spricht ohne Genauigkeit von einer Unfehlbarkeit des Gottesvolkes (sensum fidei), ohne sich klar auf die Vollmacht des Lehramtes zu beziehen. (Nr. 119) (Siehe Notiz am Schluss!)

22. Er misst eine unverhältnismässige Rolle der Frömmigkeit des Volkes zu, was nicht notwendigerweise ein sakramentales Leben beinhaltet. (Nr. 125)

23. Erneut bekräftigt er, dass die fundamentale Verkündigung die persönliche Liebe Gottes sei, der Mensch geworden ist, sich für uns hingegeben hat und lebt und uns sein Heil und seine Freundschaft anbietet. Wenn dies die Beziehung zur Guten Nachricht ist, so stellte er ihr nie die Schlechte Nachricht entgegen (die Erbsünde) und die Notwendigkeit, dass Christus sich als Sühneopfer für uns hingab. (Nr. 128)

24. Er verachtet erneut die terminololgische Präzision der Glaubensformeln: „Man darf nicht meinen, die Verkündigung des Evangeliums müsse stets mit festgesetzten gelernten Formeln oder mit präzisen Worten weitergegeben werden, die einen absolut unveränderlichen Inhalt ausdrücken. Sie wird weitergegeben in so verschiedenen Formen, dass es unmöglich wäre, sie zu beschreiben oder zu katalogisieren, in ihnen ist das Volk Gottes mit seinen unzähligen Gesten und Zeichen ein kollektives Subjekt. (Nr. 129)

25. Er wirft einen Mantel der Verdächtigung über jedwelche Art von Uniformität wenn er sagt, dass „dies der Mission der Kirche nicht hilft“. (Nr. 131)

26. Er irrt, wenn er dem einfachen Priester die Macht beimisst, die Schrift auszulegen beim Vorbereiten der Homilien, da man doch genau weiss, dass der Priester den Inhalt des Glaubens vermitteln muss und nicht Interpret sein darf (was dem Lehramt der Kirche obliegt). Nr. 146

27. Es scheint, dass er der Bildung in der Glaubenslehre von neuem die Wichtigkeit abspricht. (Nr. 161)

28. Erneute kritische Anspielung gegen die Predigt der Doktrin, die „manchmal mehr philosophisch als evangelisch“ sei. Die Verkündigung muss die erlösende Liebe Gottes zum Ausdruck bringen, „welche die Wahrheit nicht aufzwingt“ (Nr. 165). Es scheint, als hätte es keinerlei Eile, dass das Volk glaube, weil es sich ohnehin auf jede Weise (wir werden es weiter unten sehen) retten kann.

29. „Die Wahrheit und die Güte des Auferstandenen zum Strahlen bringen“; nie sagt er „Erlöser“. (Nr. 167)

30. Er verfällt in den typischen Fehler, der Verheerungen angerichtet hat unter den Gläubigen, ein ernsthaftes und ausdauerndes Studium der Bibel  anzuregen, ohne irgend etwas zu sagen darüber, dass solche Studien geleitet werden müssen vom Lichte des Lehramtes der Kirche (Nr. 175) und dass die Personen zuerst die grundlegenden Wahrheiten des Glaubens kennen müssen, bevor sie beanspruchen, die Bibel zu studieren.

31. Im ganzen Kapitel IV (Soziale Dimension der Evangelisierung) herrscht ein Charakter von Theologie der Befreiung, indem er nicht adäquat unterscheidet zwischen einer sozioökonomischen Kategorie von Armen und der evangelischen theologischen Kategorie von Armen. (Nr. 176 und folgende), obwohl er eine schwache Unterscheidung versucht zur Ideologie in der Nr. 199.

32. Er fällt in den typischen woytilianischen  und lubac‘schen (Henry de Lubac) Irrtum, der die natürliche Ebene mit der übernatürlichen verwechselt, wenn er „bekennt, dass der Sohn Gottes unsere menschliche Natur angenommen hat, BEDEUTE DIES, DASS JEDE MENSCHLICHE PERSON ZUM HERZEN GOTTES SELBST ERHOBEN WORDEN SEI“. (Nr. 178) Er unterscheidet nicht klar zwischen der natürlichen Würde des Menschen und dem übernatürlichen Gnadenzustand.

33. Er setzt die Prinzipien der Soziallehre der Kirche, die den Gesellschaften beigebracht werden müssen, herab zum blossen „Recht der Hirten, eine Meinung zu äussern“ über die Themen, welche das Leben der Personen betreffen. (Nr. 182)

34. Er meint, dass zwei grosse Fragen die Zukunft der Menschheit bestimmen werden, aber es sind zwei Fragen rein natürlicher Ordnung (der soziale Einschluss der Armen auf der einen Seite, und der soziale Dialog und der Frieden auf der anderen). (Nr. 185)

35. Von neuem kritisiert er die Verteidiger der „Orthodoxie“ (sic, zwischen Anführungszeichen), womit er in substanzloser Dialektik macht. (Nr. 194)

36. Zur gleichen Zeit in der er die Abtreibung verurteilt, sagt er, dass wenig getan worden sei, um die Frauen angemessen zu begleiten, indem man die vielen katholischen Vereinigungen ignoriert habe, welche seit Jahrzehnten den alleinerziehenden Müttern beistehen, von welchen man nicht ein Wort sage. (Nr. 214)

37. Er benutzt eine unpassende Sprache sozilogischer Färbung: „Prozesse in Gang bringen, welche Volk aufbauen“ (sic). Nr. 224

38. Er macht in hegelianischer Dialektik, wenn er auf den Dialog entgegenstehender Positionen anspielt, wie wenn dieser auf die offenbarte Wahrheit angewendet werden könnte. (Nr. 228)

39. Er gleicht Hegel, wenn er behauptet: „Die Einheit des Geistes harmonisiert sämtliche Verschiedenheiten“ (Nr. 230). Und er unterscheidet nicht, wenn er sich auf die bloss zufälligen oder wesentlichen Verschiedenheiten des Glaubens bezieht.

40. Er weigert sich, die philosophische Kategorie des „metaphysischen Realismus“ zu gebrauchen, wenn sämtliche Bedingungen dafür (für ihn) gegeben sind, um die Idealismen und Nominalismen zu kritisieren. (Nr. 232)

41. Er redigiert das Dokument schlecht betreffend die Relation zwischen den Wahrheiten der positiven Wissenschaft und den Wahrheiten des Glaubens, solcherart, dass es scheint, als wäre der Glaube dem positiven wissenschaftlichen Wissen untergeordnet: „wenn… die Wissenschaft…  eine gewisse Folgerung evident macht, welche die Vernunft nicht leugnen kann, wiederspricht das dem Glauben nicht“. (Nr. 243)

42. Er wendet sämtliche Gemeinplätze der ökumenischen Obsession an (Nr. 244 und folgende). IN KEINEM MOMENT SPRICHT ER VON DER BEKEHRUNG, UM IN DIE KATHOLISCHE KIRCHE AUFGENOMMEN ZU WERDEN.

43. Er fällt in den häretischen Irrtum, das zu suchen, was uns eint, um gemeinsame Verkündigungen (des Glaubens) zu betreiben, was den Inhalt des Glaubens auflöst. (Nr. 246)

44. Er fällt in den häretischen Irrtum, dass wir in Betracht ziehen müssen, lernen zu müssen „was der Geist in ihnen (den Häretikern) gesät hat als eine Gabe auch für uns“ (Nr. 246).

45. Es scheint, dass wir zu lernen haben von der Kollegialität der Bischöfe der schismatischen Orthodoxen (Nr. 246) und ihrer Erfahrung „der Synodalität“.

46. Er unterstützt sozusagen sämtliche Behauptungen der jüdisch-christlichen Häresien (Nr. 247 und folgende).

47. „Die Juden sind nicht eingeschlossen in jene, die berufen sind, sich von den Götzen abzuwenden, um sich zum wahren Gott zu bekehren (weil wir zusammen mit ihnen AN DEN EINZIGEN GOTT glauben, der wirkt in der Geschichte, und MIT IHNEN DAS GEMEINSAME GEOFFENBARTE WORT EMPFANGEN“ (Nr. 247). Man bemerke die enorme Häresie, die damit geäussert wird. Man leugnet den Dreieinigen Gott und macht überdies direkte Anspielung auf das Wort Gottes, von dem wir wissen, dass es Christus selbst ist, der von den Juden geleugnet wird. Eine gänzliche Leugnung des Proteevangeliums des heiligen Apostels Johannes.

48. Er spielt an auf die Verfolgungen der Juden in der Vergangenheit seitens der Christen, ohne ein Wort zu sagen über die Verfolgungen der Juden gegen die Christen (Nr. 248).

49. Er behauptet, dass „Gott … Schätze der Weisheit hervorruft, welche der Begegnung mit dem jüdischen Volk mit dem Wort Gottes entspringen“, da wir doch wissen, dass dieses Wort gerade das ist, was sie verleugnen (Nr. 249).

50. Er bekräftigt irrtümlich, dass wir die Texte der hebräischen Bibel miteinander lesen können, während wir doch wissen, dass der talmudische Text die Bibel verdorben hat, um leichter die Prophezeiungen leugnen zu können, die sich auf Christus beziehen und sie überdies verstümmelt hat (Nr. 249). Diese Verstümmlungen (die Eliminierung der „deuterokanonischen“ Schriften des AT in der Version von Jerusalem ging über in die protestantisch genannten Bibeln).

51. Er behauptet irrigerweise, dass die Adepten des Islams  MIT UNS einen Einzigen Gott anbeten. (Nr. 252)

52. Er behauptet, dass der authentische Islam nicht gewalttätig ist, was enorm diskutabel [besser: indiskutabel] ist. (Nr. 253)

53. Er zitiert das entsetzliche Dokument der Internationalen Theologischen Kommission über die Religionen, wo behauptet wird: dass die Nicht-Christen, durch die freigebige göttliche Initiative, und treu seinem Gewissen (ohne hinzuzufügen „rechten“), „gerechtfertigt leben können mittels der Gnade Gottes“ (Nr. 254), was gewiss die Missionen reichlich unnötig macht.

54. Er behauptet die Häresie, gemäss welcher die Riten und Zeichen der falschen Religionen WEGE sein können, DIE DER GEIST SELBST eröffnet, um die Nicht-Christen vom atheistichen Immanentismus zu befreien oder von nur individuellen religiösen Erfahrungen“. (Nr. 254)
Besondere POSITIVE SIGNALE

1. Man solle Moral nicht aus dem Zusammenhang mit der prinzipiellen Verkündigung lehren (Nr. 34).

2. Man soll nicht mehr vom Gesetz reden als von der Gnade (Nr. 38), aber er erklärt nicht, was die Gnade ist und warum sie so notwendig ist.

3. Die christliche Ethik (er sagt nicht katholische Ethik oder katholische Moral) ist nicht eine stoische Ethik, noch [dürfe sich nicht „einzig“ anhäufen) ein Katalog von Sünden und Irrtümern.

4. Er gibt eine richtige Beschreibung, jedoch voll von Gemeinplätzen, der Ungerechtigkeit der weltweiten wirtschaftlichen Lage, die unterworfen ist der Macht des Geldes und den liberalen Prinzipien der freien Marktwirtschaft. Aber er schreibt nichts vom (Zins-)Wucher. (Nr. 52 bis 60)

5. Er desavouiert die „Theorie der Verschwendung“  (Nr. 54), eine Legende des liberalen Kapitalismus.

6. Er spricht von der Globalisierung der Gleichgültigkeit. (Nr. 54)

7. Er spricht vom „Fetischismus des Geldes und der Diktatur der Wirtschaft. (Nr. 55)

8. Er kritisiert jene, die das Recht der Kontrolle der Staaten negieren, die beauftragt sind, für das allgemeine Wohl zu sorgen (Nr. 56)

9. Er bestätigt, dass sich in diesen Aktivitäten die Verweigerung der Ethik und die Ablehnung Gottes verbirgt.

10. Obwohl er nicht vom Wucher spricht, verlangt er eine Finanzreform, in welcher das Geld dient und nicht herrscht. (Nr. 58)

11. Er kritisiert die Konsum-Werbung/Anreizung. (Nr. 60)

12. Er verurteilt den moralischen Relativismus. (Nr. 64)

13. Er spricht vom Komplex der Minderwertigkeit der pastoral Wirkenden, der sie dazu führt, ihre christliche Identität zu relativieren oder ihre Überzeugungen zu verbergen. (Nr. 79)

14. Er anerkennt eine „geistige Verödung“ (Nr. 86), eine Frucht der Gesellschaften, welche sich ohne Gott aufbauen wollen oder die ihre christlichen Wurzeln zerstören.

15. Das den Männern vorbehaltene Priestertum wird nicht zur Diskussion gestellt, aber er beharrt darauf, Formen zu finden, den Platz der Frau anzuerkennen (Nr. 104).

16. Er verlangt eine bessere Auswahl der Kandidaten für das Priestertum, weil sich die Seminare nicht mit irgendwelchem Typ von Motivation füllen können, und weniger noch, wenn diese sich mit affektiven Unsicherheiten verbinden (gegen die Homosexuellen und in katholischen Seminare?). Nr. 107)

17. Er bietet eine Serie von nützlichen Ratschlägen an für die Homilien. (Nr. 135 und folgende)

18. Er sagt, dass die Option für die Armen sich PRINZIPIELL in eine bevorzugte und prioritäre Aufmerksamkeit umsetzen müsse.  (Nr. 200)

19. Er verurteilt die „unsichtbare Hand“ des Marktes. (Nr. 204)

20. Er spricht gegen die Abtreibung. (Nr. 213)

21. Er sagt, dass es „nicht passt zu erwarten, dass die Kirche ihre Haltung über diese Frage ändere“ (zum Glück!) Nr. 214

22. „Auch können die Glaubenden nicht behaupten, dass eine wissenschaftliche Meinung, die ihnen gefällt, und die nicht einmal genügend erwiesen ist, das Gewicht eines Glaubensdogmas erlange“ (gegen den Evolutionismus?) Nr. 243).

_______
Erklärende Notiz: Was ist der sensus fidelium?

Etim.: Lateinisch: „Das Gefühl / der Instinkt der Gläubigen“.
Weitere Ausdrücke zur gleichen Idee: „consensus fidelium“ und „sensus fidei) (das Gefühl / Gespühr / der Instinkt des Glaubens).

Der Sensus fidelium ist eine spezielle Salbung, welche die Universalität der Gläubigen besitzen, um nicht Schiffbruch zu leiden in ihrem Glauben. Es ist ein übernatürliches Gefühl (Gespühr) des Glaubens des ganzen Volkes, wenn alle „von den Bischöfen bis zu den letzten weltlichen Gläubigen“ die universale Zustimmung zu den Dingen des Glaubens und den Sitten (den Bräuchen) geben. Wenn wir die Universalität der Gläubigen im historischen Sinn nehmen, sehen wir, dass wenn die ganze Kirche, sowohl das Volk wie die Hirten, eine Wahrheit geglaubt (als offenbart angenommen) haben, dass sie sich dann nicht irren können. Es ist unfehlbar. Dies ist anzuwenden auf die grundlegendsten Lehren, welche die Kirche als geoffenbart lehrt. Der Begriff des Sensus Fidelis findet sich bei den Kirchenvätern.

Der Sensus fidelium ist nicht synonym mit dem Geschrei der Mehrheit. Wenn eine Lehre diese Bedingung der Unfehlbarkeit in der Vergangenheit erfüllt hat, und das Volk einer anderen nachherigen Epoche dahin gelangt, zu zweifeln oder zu leugnen, macht dies nicht, dass die Lehre aufhört, unfehlbar zu sein. Wenn der Papst uns an diese Wahrheiten erinnert, ist es nicht nötig, dass er eine neuen feierliche Definition gibt.

Aus dem Spanischen übersetzt von P. O. Schenker

Quelle: http://poschenker.wordpress.com/category/enzykliken-papstliche-dokumente/franziskus-evangelii-gaudium/

 

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