Autor Thema: Jesus, die Eucharistische Liebe - P. Stefano Maria Manelli  (Gelesen 11477 mal)

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Offline Katholik

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Liebe Freunde,
ich möchte Euch heute das Buch vom Orden Franziskaner der Immakulata (FFI) vorstellen.

Informationen zum Orden findet man hier:

http://www.orden-online.de/wissen/f/franziskaner-der-immakulata/

Die Franziskaner der Immakulata (FFI) sind ein aus Italien stammendes Ordensinstitut mit marianischer Ausrichtung, das 1970 von den Franziskaner-Konventualen (Minoriten) P. Stefano Maria Manelli OFMConv und P. Gabriele Maria Pellettieri OFMConv gegründet wurde. Manelli, der sich als geistlicher Sohn des heiligen Kapuziners Pater Pio von Pietralcina versteht, gilt als eigentlicher Gründer, Pellettieri als Mitgründer.

Bis 1990 befand sich die neue Gemeinschaft unter der Jurisdiktion des Ordens der Minoriten. Manelli wurde sogar noch nach der Gründung in Frigento zweimal zum Provinzial der neapolitanischen Provinz gewählt (1982–1988). Da es auf Dauer nicht möglich war, in einem Institut nach zwei verschiedenen
Regeln zu leben, stellte das außerordentliche Kapitel der Provinz von Neapel 1989 die neue Gemeinschaft vor die Alternative, ihre eigene Ausbildung aufzugeben oder den Weg einer Neugründung eines Instituts zu wählen.

Mit Erlaubnis des Heiligen Stuhls vom 8. Juni 1990 errichtete der Erzbischof von Benevent, Mons. Carlo Minchiatti, die „Franziskanerbrüder der Immakulata“ (Frati Francescani dell’Immacolata) mit Datum vom 22. Juni 1990 als Institut des geweihten Lebens bischöflichen Rechts.

1998 als Institut päpstlichen Rechts anerkannt, hat der Orden heute ca. 20 Klöster weltweit. In Österreich gibt es seit 2002 eine Niederlassung im ehemaligen Kapuzinerkloster Kitzbühel.

Zum Orden gehört auch ein Schwesterninstitut, die Franziskanerinnen der Immakulata (FI). Beide Zweige haben zusammen etwa 500 Mitglieder.

Auf dem Generalkapitel 2008 wurde der Beschluss gefasst, dass alle Priester der Gemeinschaft den Alten Ritus (»Tridentinische liturgie«) erlernen sollten.
Habit

Das Ordenskleid mit Kapuze ist typisch franziskanisch geschnitten, reicht ganz bis zu den Füßen und besteht je nach den klimatischen Bedingungen des Einsatzortes aus schwerem oder leichtem Stoff, wobei in den kalten Ländern auch ein Umhang getragen wird. Die blau-graue Farbe weist auf die Gottesmutter Maria hin.

Ausdruck der Bußgesinnung ist der aus einfachem Material gefertigte Strick, den man anstelle eines Gürtels trägt. Die vier Knöpfe des Strickes symbolisieren das Gelübde an Maria sowie die drei evangelischen Räte Gehorsam, Armut und ehelose Keuschheit. Auf der linken Brust tragen die Brüder die „Wundertätige Medaille“, die auf eine Marienerscheinung zurückgeht, die die heilige Vinzentinerin Katharina Labouré im Jahr 1830 hatte.
Gelübde und Tagesablauf

Zusätzlich zu den drei üblichen Ordensgelübden legen die Franziskaner noch ein viertes, marianisches Gelübde, das sog. voto mariano ab. Der Tagesablauf ist geprägt von insgesamt fünf Stunden gemeinschaftlichem Gebet, zu dem noch das persönliche Gebet hinzukommt.

Das Generalat der Gemeinschaft befindet sich in Rom.



Das Foto zeigt die beiden Gründer, Stefano Maria Manelli und Gabriele Maria Pellettieri.

... FORTSETZUNG FOLGT...
« Letzte Änderung: 12. Mai 2011, 13:40:57 von Katholik »
O Maria concepita senza peccato, prega per noi che a te ricorriamo, e per quanti a te non ricorrono, in particolare per i nemici della Santa Chiesa e per quelli che ti sono raccomandati.

Anemone

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Re:Jesus, die Eucharistische Liebe - P. Stefano Maria Manelli
« Antwort #1 am: 12. Mai 2011, 17:31:07 »
Lieber Katholik,

bist Du  das Mitglied Katholik der vor ca. 1 Jahr in ein Orden eingetreten ist?

Es ist schön zu lesen, dass Du im Profil als Grund Deiner Teilnahme im Forum Zeugen der Wahrheit schreibst: "HIER BIN ICH ZUHAUSE" - Herzlich willkommen!

Von dieser Ordensgemeinschaft höre ich zum ersten Mal und ich möchte Dir sagen, es gefällt mir sehr was Du hier über den Orden schreibst. Ich freue mich auf weitere Berichte von Dir. DANKE.

Gottes Segen und liebe Grüße

Anemone

Offline Katholik

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Re:Jesus, die Eucharistische Liebe - P. Stefano Maria Manelli
« Antwort #2 am: 12. Mai 2011, 22:58:14 »
Danke Anemone,
ich bin seit 10 Monaten im Orden. Da meine Schwester bereits im Orden ist, habe ich sie besucht und für sehr gut empfunden, da man auch die tridentische Messe feiert und so mit meiner Vorstellung wie ein Orden leben soll übereinstimmt. :-)
Die Mundkommunion wird sowohl in der tridentischen sowie in der italienische Messe erwünscht. Man stellt jedes Mal eine Kniebank hin für die Kommunion.

Hier sind die Fotos von der Priesterweihe, zu der Zeit als ich meine Schwester besuchte.
http://picasaweb.google.com/Maranatha.it/20100325FirenzeOrdinazioneFratiFrancescaniDellImmacolata

Und hier ein Video von der Priesterweihe im Noviziat, dahin werde ich ab September gehen.
http://www.gloria.tv/?media=28410&embed

Das Buch, das ich vorstellen möchte, wird im Kloster gelesen, weil sie selbst vom Ordensgründer geschrieben wurde. Glücklicherweise gibt es für einige Exemplare mit Übersetzungen auf deutsch, sodaß ich hier ins Forum einstellen kann.
« Letzte Änderung: 12. Mai 2011, 23:01:49 von Katholik »
O Maria concepita senza peccato, prega per noi che a te ricorriamo, e per quanti a te non ricorrono, in particolare per i nemici della Santa Chiesa e per quelli che ti sono raccomandati.

KleinesLicht

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Re:Jesus, die Eucharistische Liebe - P. Stefano Maria Manelli
« Antwort #3 am: 13. Mai 2011, 01:16:43 »


Es ist schön zu lesen, dass Du im Profil als Grund Deiner Teilnahme im Forum Zeugen der Wahrheit schreibst: "HIER BIN ICH ZUHAUSE" - Herzlich willkommen!



Das zu lesen tut ja mal so richtig gut!

Schön, das Du wieder dabei bist lieber Katholik. Willkommen zurück!


Liebe Grüße
KleinesLicht

Offline Katholik

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Re:Jesus, die Eucharistische Liebe - P. Stefano Maria Manelli
« Antwort #4 am: 13. Mai 2011, 16:02:44 »
Danke KleinesLicht und Botschafter,
also außerhalb der Klosterkirche feiert man die hl. Messe auch so wie in Deutschland, auch mit Handkommunion.
Der junge Orden mit ihrer Orientierung zur Tradition und alten Regeln werden von manchen Bischöfen in Italien nicht gern gesehen. An manchen Gebieten dürfen die Franziskaner der Immakulata sich nicht niederlassen, da der dortige Bischof es nicht will. Oder da, wo eine Niederlassung gibt, dürfen sie die tridentische Messe nicht öffentlich feiern. Man kann aber wohl privat unter sich feiern.
In Florenz feiern sie jeden Tag die tridentische Messe:
http://it.wikipedia.org/wiki/Chiesa_di_Ognissanti

In den Predigten wird oft von den hl. Sakramenten der Buße und Hölle gepredigt. Man geht nicht um den heißen Brei herum, sondern predigt das, was zum Seelenheit führt.
Es gibt immer 2 Priester im Kloster, so daß es während der hl. Messe oder dem Rosenkranzgebet die Möglichkeit gibt zu beichten.

Bei kath.net finde ich gerade ein Artikel über diesen Orden:
http://www.kath.net/detail.php?id=2152

Videos vom Orden:
http://www.franziskanerderimmakulata.liturgiaetmusica.com/Franziskaner_der_Immakulata/Video.html
http://gloria.tv/?media=10994

MP3 und Video von P. Stefano:
http://www.parrocchiasanmichele.eu/download/category/48-consacrazione-all-immacolata.html
http://www.parrocchiasanmichele.eu/download/category/53-conferenze-padre-manelli-su-san-pio-da-pietrelcina.html
« Letzte Änderung: 14. Mai 2011, 23:22:09 von Katholik »
O Maria concepita senza peccato, prega per noi che a te ricorriamo, e per quanti a te non ricorrono, in particolare per i nemici della Santa Chiesa e per quelli che ti sono raccomandati.

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Re:Jesus, die Eucharistische Liebe - P. Stefano Maria Manelli
« Antwort #5 am: 14. Mai 2011, 23:25:07 »
Unverkäufliche Ausgabe.
Aus dem Italienischen übersetzt: Sr. Esther Ferrari

IMPRIMATUR
+ Antonius Zama, Vic. Generalis
Neapoli, die 21 Aprilis 1973
UMSCHLAGSEITE: Mario Maresca Serra


VORWORT

Pius X., der Papst der Eucharistie, sagte einmal:
"Die Andacht zur Eucharistie ist die erhabenste, denn sie hat Gott selber zum Gegenstand; sie ist auch die heilsamste, weil sie uns zum Urheber der Gnade hinführt, es ist die Andacht, die mit Liebe füllt, weil Gott die Liebe ist. "
Die eucharistische Andacht ist zusammen mit der marianischen eine "himmlische" Andacht, denn es üben sie auch die Engeln und Heiligen. "Um dieser «himmlischen Hochschule» anzugehören, muß man nur lieben lernen, " sagt die W. Gemma Galgani während einer Verzückung. "Der Abendmahlsaal ist die Schule, Jesus der Lehrer, und den Lehrstoff bilden sein Fleisch und Blut."
Die Eucharistie ist wahrhaft der liebende Jesus, daher ist sie das Sakrament der Liebe, ja der Liebe überhaupt; sie enthält den leibhaftigen, lebenden Jesus, als "Gatt der Liebe", (Joh 4,8) der uns bis zum Übermaß geliebt hat (Joh 13,1).
Die Eucharistie beinhaltet alle Ausdrucksmöglichkeiten der Liebe, die höchsten und tiefsten: Die gekreuzigte Liebe, die einende Liebe, die anbetende Liebe, die kontemplative Liebe, die betende Liebe, die berauschende Liebe ...
Der eucharistische Jesus ist als gekreuzigte Liebe im HI. Meßopfer gegenwärtig, wobei er für uns das Opfer seiner selbst erneuert. Er ist die einende Liebe, sowohl in der sakramentalen, als auch in der geistlichen Kommunion, wobei er mit dem, der ihn empfängt, eins wird. - Er ist die anbetende Liebe im heiligen Tabernakel, wo er als Holokaust den Vater anbetet. - Er ist kontemplative Liebe in jeder Begegnung mit Menschen, die wie Maria von Bethanien gerne zu seinen Füßen verweilen (Lk 10,39). - Er ist betende Liebe in immerwährender Fürbitte für uns vor dem Vater; (Hebr 7,25) - Er ist schließlich berauschende Liebe in bräutlicher Einheit und himmlischer Trunkenheit für jungfräulich Auserwählte, die er mit besonderer Liebe an sich zieht wie den jungfräulichen Apostel und Evangelisten Johannes im AbendmahlsaaI. Er war der einzige, den Jesus an seiner Brust ruhen ließ (Joh 21,20).
"Von Christus ergriffen sein und ihn besitzen, bedeutet, zum vollkommenen Reich der Liebe gehören ", so schrieb der hI. Peter Julian Eymard. Die Eucharistie verwirklicht "das Reich der vollkommenen Liebe" in allen Menschen, die sich mit reinem Herzen, in Demut und Liebe dem Tabernakel nähern und sich mit Jesus in der Hostie vereinen.
Jesus opfert sich in der Eucharistie für uns; er schenkt sich uns und bleibt in unfaßbarer Demut und Liebe bei uns. ,,O wunderbare Hochheit und Herablassung, die staunen läßt", ruft der seraphische hI. Franziskus aus: ,,O erhabene Demut und demütige Erhabenheit, daß der Herr des Universums, Gott seIber und Gottes Sohn zugleich, sich so sehr erniedrigt und in der heiligen Gestalt des Brotes zu unserem Heil verbirgt. Bruder, schaut die Herablassung Gottes…
Behaltet also nichts für euch selbst zurück, damit euch derjenige, der sich euch ganz schenkt, auch ganz annehmen kann."
Der hI. Alfons von Liguori fügt mit seiner üblichen, liebevollen Zärtlichkeit hinzu: "Mein Jesus, welche Erfindung deiner Liebe ist doch dieses heiligste Sakrament, damit dich jeder, der sich nach dir sehnt, in der Brotsgestalt entdecken und lieben kann!"
In unserer Liebe zum allerheiligsten Sakrament solIten wir auch an den Priester denken, der uns täglich Jesus reicht, und an Maria, die Mutter Jesu und aller Priester, denn die Eucharistie, die Jungfrau Maria und der Priester sind ebenso unzertrennlich, wie es Jesus, Maria und der hI. Evangelist Johannes auf Golgatha waren.
Das lernen wir alles in der Schule der Heiligen. Sie hatten eine glühende und erhabene Liebe zur Eucharistie. In «Lumen Gentium» (Nr. 50) steht geschrieben: "Nur die Heiligen zeigen uns den sichersten Weg, der zu Jesus, der eucharistischen Liebe führt."
« Letzte Änderung: 14. Mai 2011, 23:28:30 von Katholik »
O Maria concepita senza peccato, prega per noi che a te ricorriamo, e per quanti a te non ricorrono, in particolare per i nemici della Santa Chiesa e per quelli che ti sono raccomandati.

Offline Katholik

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Re:Jesus, die Eucharistische Liebe - P. Stefano Maria Manelli
« Antwort #6 am: 18. Mai 2011, 00:03:39 »
Der Eucharistische Jesus ist der "Emanuel", oder "Gott mit uns" (Mt 1,23)

O GÖTTLICHE EUCHARISTIE!
* Der Eucharistische Jesus ist Gott unter uns
* Die Eucharistie kennen, lieben und leben


DER EUCHARISTISCHE HERR IST GOTT UNTER UNS

Als der hI. Johannes Maria Vianney in das kleine abgelegene Dorf Ars kam, empfing ihn jemand mit der Bemerkung: "Hier ist nichts mehr zu machen!" - "Also ist alles zu tun“, antwortete der Heilige.
Er ging sofort ans Werk. Und womit begann er? Er stand um zwei Uhr nachts auf und begab sich in die dunkle Kirche vor den Altar. Dort betete er das Brevier, meditierte und bereitete sich auf die HI. Messe vor; nach der Messe machte er eine lange Danksagung und blieb bis zu Mittag immer am Boden kniend im Gebet, ohne sich anzulehnen, mit dem Rosenkranz in
der Hand und den Blick zum Tabernakel gewandt.
So hielt er es für längere Zeit, dann mußte er seine Tagesordnung ändern, da sein Tagesablauf eine radikale Wende nahm. Der sakramentale Jesus und die Heilige Jungfrau führten allmählich so viele Menschen in jene arme Pfarrei, daß die Kirche die Menge nicht mehr zu fassen vermochte und der Beichtstuhl des Pfarrers von endlosen Reihen bußfertiger Sünder
belagert wurde. Der Heilige mußte zehn bis achtzehn Stunden am Tag Beichten hören.
am Kreuz starb, der in der Eucharistie gegenwärtig ist und im Himmel herrscht, ist ein und derselbe. "
Der Eucharistische Jesus ist als Bruder und Freund, als Bräutigam unserer Seelen bei uns. Er will in uns eingehen, um unsere Speise fürs ewige Leben, unsere Liebe und unser Halt zu sein; er will sich uns einververIeiben, um unser Erlöser und Befreier zu sein, der uns in den Himmel bringt, um uns in die ewige Liebe zu versenken.
Mit der Eucharistie hat Gott uns wirklich alles gegeben. Der hI. Augustinus ruft aus: "Gott konnte in seiner Allmacht nicht noch mehr schenken; in seiner höchsten Weisheit wußte er nicht noch mehr zu geben; aus seinem größten Reichtum hatte er nicht noch mehr zu verschenken."
Als der hI. Peter Julian Eymard nach Paris kam, wohnte er in einem sehr armen Haus, wo viele notwendige Dinge fehlten. Wenn sich jemand darüber beklagte oder ihn bedauerte, antwortete der Heilige: „Es ist das Allerheiligste hier, das ist alles was ich brauche. Wenn sich die Menschen an ihn wandten, um Gnaden, Hilfe und Trost zu erbitten, antwortete der Heilige: "Ihr findet alles in der Eucharistie die Kraft des Wortes, Weisheit und Wunder, ja, auch die Wunder.“


„WAS WOLLT IHR NOCH MEHR?“

Gehen wir zum Eucharistischen Jesus, nahern wir uns ihm, er will sich uns schenken, damit wir sein gottähnliches Eigentum werden. "Jesus, du Speise starker Seelen", rief die hI. Gemma Galgani aus, "stärke mich, reinige mich, mach mich dir ähnlich." Gehen wir mit reinem, glühendem Herzen zum Eucharistischen Jesus wie die Heiligen. Unser Bemühen, dieses unaussprechliche Geheimnis zu begreifen und anderen begreiflich zu machen, darf uns nie zu
viel sein. Die Betrachtung, das Studium und die Besinnung über die Eucharistie sollten in unserem Tagesablauf einen festen Platz einnehmen. Das wird die gesegnetste Stunde, die unserem Leib und unserer Seele wohltut. Im Leben des hI. Pius X. lesen wir, als er Pfarrer von Salzano war, besuchte er einmal einen kranken Ministranten. Zur selben Stunde kam auch
der Arzt und fragte den Kranken, wie es ihm gehe. Der Junge antwortete, daß er sich an dem Tag besser fühIe, weil er seine Geschwister über die Eucharistie belehren konnte. Darauf entgegnete der Arzt etwas spöttisch: "Oh wie interessant; in den Kliniken, wo ich studierte, habe ich nie gehört, daß die christlichen Märchen solche Wirkung hatten." Auf diese bittere Antwort hin verteidigte der Pfarrer den Jungen und sagte zum Arzt: "Herr Doktor die Wirkung eurer Wissenschaft ist leicht ersichtlich, es sieht sie auch ein Kurzsichtiger, davon ist der Friedhof
voll ... Indessen erfüllt die christliche Lehre einen Ort, den nur ein kurzsichtiges Gehirn nicht sehen kann, den Himmel!“
Die Eucharistie ist der himmlische "Sauerteig“ (Mt 13,33), der die menschliche Natur mit allen geistlichen und zeitlichen Gütern durchdringen kann. Es ist ein so hohes Gut, daß man sich kein größeres wünschen kann. Was gäbe es noch Größeres zu wünschen, wenn man den wahren, lebendigen Jesus bei sich hat, den menschgewordenen Gott, das Fleisch- und Blutgewordene Wort für unser Heil und unser Glück.
Der hI. Peter Julian Eymard antwortete am Sterbebett einem Bruder, der ihn um ein letztes Wort bat: "Ich habe euch nichts mehr zu sagen. Ihr habt die Eucharistie, was wollt ihr noch mehr...?“ Es ist wirklich so.


DIE EUCHARISTIE KENNEN, LIEBEN UND LEBEN

Der hI. Peter Julian Eymard sagte mit Recht: „Wenn man in einen Menschen einen eucharistischen Funken gesenkt hat, ist in seinem Herzen ein Keim
göttlichen Lebens und aller Tugenden, der sich sozusagen selbst genügt. H
Bemühen wir uns, um wenigstens etwas vom unendlichen Reichtum des eucharistischen Geheimnisses zu entdecken, einer dreifachen, beständigen Übung: Der Übung des Geistes, des Herzens und des Willens.

DIE ÜBUNG DES GEISTES

Vor allen Dingen ist die aufmerksame, regelmäßige Betrachtung über die Eucharistie notwendig, und zwar an Hand von Büchern, die uns dieses Geheimnis der Liebe entdecken und persönlich vertiefen helfen. Der hI. Alfons Maria von Liguori schrieb darüber ein einfaches aber reichhaltiges Büchlein mit dem Titel "Besuche beim Allerheiligsten und bei Maria H. Auch
die Reihe des hI. Peter Julian Eymard über die heiligste Eucharistie ist sehr wertvoll.
Gehen wir in erster Linie in die Schule des hI. Peter Julian Eymard, des unvergleichlichen Apostels der Eucharistie. Seine Berufung und Mission war die, aIle zur Eucharistie zu führen, und das tat er mit solchem Erfolg, daß ihn das Volk den "Pater des heiligsten Sakramentes" nannte!
Ais er die Kongregation der Eucharistiner gründete, bot er sein Leben für das Eucharistische Reich Jesu an und schrieb die begeisterten Worte: ,,O lieber Jesus, nimm mein Leben an. Ich bin bereit Steine zu verspeisen, in Verlassenheit zu sterben, wenn ich dir einen Thron errichten darf, eine Familie von Freunden schenken kann und ein Volk, das dich anbetet. "
O konnten wir das große Geschenk der Liebe Gottes erkennen, der uns sich seIber schenkt und somit die ganze Liebe! Der hI. Bernhard sagt: "Die Eucharistie ist jene Liebe, die jede Liebe im Himmel und auf Erden übertrifft." Und der hI. Thomas von Aquin schrieb: "Die Eucharistie ist das Sakrament der Liebe, sie bedeutet Liebe und erzeugt Liebe. "
Ein hervorragendes Beispiel, das uns von dieser Liebe ein klares Zeugnis gibt, ist das eucharistische Wunder von Lanciano (in der Region Abruzzen - Italien), wo eine konsekrierte Hostie, die in lebendiges Fleisch verwandelt wurde, seit über tausend Jahren verehrt wird. Neueste chemische Analysen eines kleinen Teiles jener Hostie brachten folgendes Ergebnis: Es handelt sich um noch lebendiges Fleisch eines
männlichen Menschenherzens. Die Eucharistie ist in Wahrheit ganz Herz!
Ein arabischer Emir, Abd-el-Kader, ging eines Tages in Begleitung eines französischen Offiziers durch die Straßen von Marseilles und begegnete einem Priester, der das Allerheiligste zu einem Sterbenden brachte. Der Offizier blieb stehen, entblößte
sein Haupt und machte eine Kniebeuge. Der Freund fragte ihn nach dem Grund dieser Begrüßung. "Ich verehre meinen Gott, den der Priester zu einem Kranken bringt", antwortete der Offizier. "Wieso", entgegnete der Emir, "könnt ihr glauben, daß der große Gott sich so klein macht und sich in die Hütten der Armen begibt? Wir Mohammedaner haben einen viel großeren Gottesbegriff." - "Weil ihr nur um die Größe Gottes
wißt, aber seine Liebe nicht kennt", erwiderte der Offizier.
Es ist wirklich so. Der hi. Peter Julian Eymard sagte: "Die Eucharistie ist die höchste Offenbarung der Liebe Jesu. Sie kann nur im Himmel übertroffen werden." Und
trotzdem verkennen so viele Christen die ungeheuere Liebe, welche in der Eucharistie verborgen ist.

DIE ÜBUNG DES HERZENS

Wenn jeder Christ Jesus Christus lieben soIl (" Wer den Herrn Jesus nicht liebt, sei verflucht" - 1 Kor 16,22), müßte die Liebe zur Eucharistie in allen Menschen
spontan und lebendig sein.
Unter allen Heiligen ist der hl. Peter Julian Eymard eines der größten Vorbilder, in welchem die Liebe zur Eucharistie einen so hohen Grad erreichte, daß er ein
Verliebter" der Eucharistie war. Daher wurde er auch als ""verrückt nach dem heiligsten Sakrament" bezeichnet. Aber auch die Liebe verlangt Einübung. Unser Herz muß sich üben, das wahre Gut zu verlangen und sich nach dem "Urheber des Lebens" (Apg 3,15) zu sehnen.
Die HI. Kommunion stellt den Höhepunkt dieser Übung der Liebe dar und vollzieht sich in der Vereinigung der Herzen Jesu und des Geschöpfes. Daher rief die hl. Gemma Galgani aus: "lch kann dem wunderbaren Gedanken, daß Jesus sich im Zeichen seiner
Liebe verströmt, nicht standhalten; er läßt sich vom'letzten Geschöpf erfahren und teilt sich ihm mit aller Herrlichkeit seines Herzens mit." Man könnte über die "Übungen" des Herzens der hI. Gemma vieles sagen. Sie wünschte sich ein "Liebeszelt" zu sein, worin sie Jesus immer bei sich behalten könnte. Sie sehnte sich nach einem "Plätzchen im Ziborium", um immer bei Jesus sein zu dürfen und bat, eine "Flamme der Liebe" Jesu zu werden.
Ais die hl. Theresia yom Kinde Jesu bereits schwer krank war, schleppte sie sich mit großer Anstrengung in die Kirche, um Jesus zu empfangen. Einmal fand man sie nach der Hl. Kommunion ganz erschöpft in ihrer Zelle. Eine Schwester meinte, sie sollte sich
nicht so anstrengen. Da antwortete die Heilige: "Was bedeuten diese Leiden schon einer Kommunion gegenüber?" Eine leise Klage stieg aus ihrem Herzen, da sie nicht täglich die HI. Kommunion empfangen konnte (damals war es nicht erlaubt), und sie rief voller Sehnsucht zu Jesus: "Bleib in mir wie im Tabernakel, entferne Dich nie von deiner kleinen Hostie."
Als die hI. Margareta Maria Alacoque die Welt verließ, um sich im Kloster Gott zu weihen, legte sie ein besonderes Versprechen ab, das sie mit ihrem Blut niederschrieb: "Alles für den eucharistischen Herrn, nichts für mich. " Es ist nicht nötig, die tiefe Liebe der Heiligen zur Eucharistie beschreiben zu wollen. Wenn sie nicht die Hl. Kommunion empfangen konnte, brach sie in glühende Liebessehnsucht aus wie: "lch habe solche Sehnsucht nach del' HI. Kommunion, daß ich mit unsagbarer Freude, wenn es nötig wäre, mit bloßen Füßen durchs Feuer ginge, sie zu bekommen."
Die hI. Katharina yon Siena sagte oft zu ihrem Beichtvater: "Pater, ich habe Hunger, geben Sie um der Liebe Christi willen meiner armen Seele ihre Nahrung, den eucharistischen Jesus." Oder sie vertraute ihm an: "Wenn ich den Herrn nicht empfangen kann, gehe ich in die Kirche und schaue Ihn an ... und schau
Ihn immer wieder an ..., das sättigt mich."
Die hI. Bernadette äußerte sich während ihrer langen qualvollen Krankheit einmal über die Freude, die sie in den schlaflosen Stunden erlebte, weil sie sich mit dem sakramentalen Jesus verbinden konnte, dass ei zeigte sie auf eine kleine, vergoldete Monstranz am Vorhang, der ihr Bett umgab, und sagte: "Ihr Anblick erweckt in mir die Sehnsucht und die Kraft, mich hinzuopfern, wenn ich Einsamkeit und Leid spüre. "
Das nennt man die "Übung des Herzens .
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Offline Katholik

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Re:Jesus, die Eucharistische Liebe - P. Stefano Maria Manelli
« Antwort #7 am: 18. Mai 2011, 00:15:02 »
Bei Interesse für diese Bücher können Sie unter dieser Adresse sich erkundigen:

Casa Mariana Editrice
Strettoia Santa Teresa degli Scalzi, 4
80135 Napoli;

cmemessalini@immacolata.ws

0039 für Italien:
fax: 0039081-5447003
telefon: 0039081-0331423 / 0039081-5447003

www.casamarianaeditrice.info
« Letzte Änderung: 21. Mai 2011, 01:35:18 von Katholik »
O Maria concepita senza peccato, prega per noi che a te ricorriamo, e per quanti a te non ricorrono, in particolare per i nemici della Santa Chiesa e per quelli che ti sono raccomandati.

 

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