Autor Thema: Von der Hingabe seiner Selbst an Gott  (Gelesen 5691 mal)

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Von der Hingabe seiner Selbst an Gott
« am: 22. Januar 2017, 20:27:42 »
Von der Hingabe seiner Selbst an Gott

P. Jean-Nicolas Grou SJ


Vorwort

siehe Link:
http://www.mutterdererloesung.de/Katechese/hingabe_seiner_selbst/vorwort.htm

GOTTES HANDELN IST IMMER LIEBE,
AUCH WENN WIR IHN NICHT VERSTEHN.

ÖFFNET AUGEN, OHREN, HERZ UND SEELE
FÜR GOTTES HERRLICHKEIT!

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Von der Hingabe seiner Selbst an Gott
« Antwort #1 am: 22. Januar 2017, 20:32:51 »
Von der Hingabe seiner selbst an Gott

P. Jean-Nicolas Grou SJ


Es liegt in der Absicht Gottes, daß der Christ, sobald er den Gebrauch der Vernunft hat, sich Ihm von ganzem Herzen übergebe, weihe und heilige, indem er dadurch das Opfer bestätigt, das mit ihm bei der Taufe gemacht wurde. Wenige Christen leisten diese volle Hingabe ihrer selbst, nachdem sie zum Selbstbewußtsein und zur Überlegung gekommen sind.

Der größte Teil selbst von denen, die sich zur Frömmigkeit bekennen, wissen ihr Leben lang nie, was das heißt, sich so Gott zu weihen. Wenn man ihnen davon spricht und ihnen den Vorschlag macht, in diese einem Christen so notwendige Gesinnung einzugehen, so verstehen sie einen nicht, und sie können sich zu diesem großen Opfer, das alle andern in sich schließt, nicht entschließen.

Man bestimmt sich einen Plan von Frömmigkeit nach den eigenen Ideen, aber nicht nach der Idee Gottes, einen Plan, nach dem man sich wohl bis zu einem bestimmten Punkte der Gnade unterwerfen, aber sich nicht ganz in allen Sachen von ihr will beherrschen lassen.

In allem, was nicht ausdrücklich befohlen, oder in dem, worin man sich nicht gern unterwirft, glaubt man sich berechtigt, über sich selbst zu verfügen und meint, Gott wolle uns nicht in dem Grade Zwang antun, daß wir in allen Einzelheiten unseres Benehmens von Ihm abhängig seien.

Wenn es also wenige gibt, die diese volle Hingabe an Gott machen, so gibt es noch wenigere, welche darin verharren und sie vollziehen. Nachdem sie sich einmal so geweiht haben, zögern sie nicht, sich wieder zurückzunehmen, um sich wieder nach dem Wohlgefallen ihres eigenen Geistes und ihrer Eigenliebe zu regieren. Es kostet ihrer Natur zu viel, beständig unter der Abhängigkeit Gottes zu leben. Sie lockern nach und nach das Joch, heute in diesem Punkte, morgen in einem andern; manchmal kommen sie so weit, daß sie es ganz abschütteln. Dies ist der Grund, warum so viele Seelen zu Grunde gehen; viele andere treten erst in den Himmel ein, nachdem sie ein langes und schreckliches Fegfeuer durchgemacht. Aus dem gleichen Grunde gibt es auch so wenige Heilige.

Ich verstehe unter der Zahl der Heiligen jene, die, in welchem Alter es immer sei, ob sie die Unschuld immer bewahrt, oder ob sie dieselbe verloren, und ob sie selbst einige Zeit in der Gewohnheitssünde gelebt, sich endlich ernstlich Gott hingegeben und alle Pflichtansprüche der Vollkommenheit nach Möglichkeit erfüllt haben.

Von allen Gegenständen der christlichen Moral ist dieser ohne Widerrede der wichtigste; er ist das Fundament des ganzen Gebäudes; durch ihn muß man anfangen, und ich glaube nicht, daß man anderswie ein wahrer Jünger Jesu werden kann. Man kann also diesen Gegenstand nicht genug ergründen, denn wohlverstanden, er gibt uns das Verständnis für alles übrige. Bitten wir Gott, daß Er selbst uns hierüber erleuchte und lesen wir mit gelehrigem Herzen folgende Betrachtungen:


Fortsetzung folgt
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Von der Hingabe seiner Selbst an Gott
« Antwort #2 am: 23. Januar 2017, 21:00:41 »
Von der Hingabe seiner Selbst an Gott

P. Jean-Nicolas Grou SJ


I. Was heißt, sich Gott hingeben?

Sich Gott hingeben heißt, Ihm alle seine Gedanken, alle seine Gefühle, alle seine Handlungen weihen, so daß der Verstand nur an Ihn und die Sachen denkt, von denen Er will, daß man daran denke; daß das Herz nur Ihn liebt und die Geschöpfe nur in Rücksicht auf Ihn nach der Ordnung, die Er selber aufgestellt hat; daß alles, was man tut, alles, was man leidet, auf Ihn bezogen werde, und daß Seine Ehre, Sein Wohlgefallen unser letztes Ziel, unsere Hauptmeinung sei.

Sich Gott hingeben, heißt darauf verzichten, sich selber zu leiten, um ganz von der Gnade geleitet zu werden; heißt keinen eigenen Willen mehr haben, in was immer es sei, und nur wollen, was Gott will. Es heißt Ihm unsere Freiheit zurückgeben, damit Er selber darüber verfüge und sie lenke, wie es Ihm gefällt.

Der Christ, der sich Gott hingegeben hat, gehört nicht mehr sich selber an. Er hat gar kein Recht mehr über sich selber. Er überläßt sich den Händen Gottes und jener, die seine Stelle bei ihm vertreten. Er möchte sich keinen Wunsch erlauben, nicht das geringste Unternehmen planen und keinen Schritt tun aus eigener Anregung. Mit einem Wort, er hat sich unter die Herrschaft Gottes gestellt. Er hat die Augen immer auf ihn geheftet, um seinen Willen zu erkennen: er hält sich immer bereit, diesen zu erfüllen, ohne zu rechten, ohne sich zu entschuldigen, ohne ihm seine Neigungen und seinen natürlichen Widerwillen entgegenzustellen.

Eine so große Abhängigkeit ist im ersten Augenblick erschreckend und scheint die Seele in einem unerträglichen Zwang zu halten. Wir werden aber in der Folge sehen, wie Gott sein Joch zu versüßen weiß und wie die Liebe dasselbe beglückend macht.
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Gründe, sich Gott hinzugeben
« Antwort #3 am: 24. Januar 2017, 22:48:31 »
Von der Hingabe seiner Selbst an Gott

P. Jean-Nicolas Grou SJ


II. Gründe, sich Gott hinzugeben


1. Grund: Nichts ist gerechter

Ohne uns durch törichte Einbildungen, die durch die Erfahrung Lügen gestraft sind, abschrecken zu lassen, beginnen wir die Gründe zu untersuchen, die uns bewegen, uns so Gott hinzugeben. Diese Gründe sind zahllos, und es würde zu weit führen, alle zu erwähnen. Ich beschränke mich auf die hauptsächlichsten.

Ist es nicht ganz und gar gerecht, daß ich mich ganz und ohne Vorbehalt demjenigen hingebe, der mich aus dem Nichts gezogen und der mir jeden Augenblick das Dasein, das Er mir gegeben, erhält, der mein Ursprung und mein letztes Ziel, mein höchstes Gut ist, von dem ich alles empfangen habe und von dem ich alles erwarte und ohne den ich nicht glücklich sein kann?

Bedarf Gott meiner? Keineswegs. Ob ich existiere oder nicht existiere, ob ich mich hingebe oder nicht, Er ist deswegen nicht weniger glücklich. Warum verlangt Er denn, daß ich Ihm ganz angehöre? Weil die Ordnung es so verlangt. Gott kann mich nicht berechtigen, Herr über mich selbst zu sein oder mich einem anderen hinzugeben als Ihm. Wenn ich vorgebe das Recht zu haben, über mich nach Belieben zu verfügen, so bin ich ein Empörer. Ich entziehe Gott ein Gut, das Ihm gehört. Wenn ich mich irgendeinem anderen hingebe, so ist es immer ein Geschöpf, dem ich mich nicht hingeben und das mich nicht hinnehmen kann ohne Ungerechtigkeit und ohne Gott die große Beleidigung zuzufügen, Ihm etwas vorzuziehen.

Wenn es aber gerecht ist, daß ich Gott angehöre, so ist es auch gerecht, daß ich Ihm in allem und immer angehöre. In keiner Sache, zu keiner Zeit kann ich mich Seiner Herrschaft entziehen. Sein Recht erstreckt sich über alles, was ich bin, in welchem Stande, in welchen Verhältnissen ich mich befinde. Er hat mich erschaffen und hat mich nicht erschaffen können außer für Ihn. Ich mißbrauche meinen Verstand, wenn ich ihn zu einem anderen Zwecke brauche, als Ihn zu erkennen. Ich mißbrauche mein Herz, wenn ich es nicht gebrauche, um Ihn und was Er liebt zu lieben. Ich mißbrauche meine Freiheit, wenn ich mich derselben anders bediene, als um mich zu entschließen, Ihm in allem zu gefallen. Ich mißbrauche alle Kräfte meiner Seele und meines Leibes, wenn ich davon nicht Gebrauch mache nach Seinen Absichten. Es ist nicht genug, daß ich Ihn nicht beleidige; ich soll mich selber studieren, um Ihm wohlgefällig zu sein und in allen Vorkommnissen Seinen Willen zu erfüllen. Nichts ist meiner Verfügung überlassen, nicht mehr als den Engeln und Heiligen. Lehrt uns nicht Jesus Christus beten: Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden? Gibt es einen einzigen Augenblick, einen einzigen Anlaß, wo Gottes Wille im Himmel nicht erfüllt wird? Wir sind also verpflichtet, ihn ebenso vollständig und ebenso beständig zu erfüllen auf Erden. Der ganze Unterschied zwischen den Heiligen und uns ist der, daß sie niemals etwas anderes tun können als den Willen Gottes, weil dies ihr fester Zustand ist, während wir hienieden die traurige Macht haben, uns von Ihm zu entfernen. Aber am Ende ist es für uns eine ebenso unerläßliche Pflicht, wie für sie, keine andere Regel zu haben, als den Willen Gottes.

Also, wenn ich meine Vernunft und mein Gewissen, meine Religion und meinen Glauben zu Rate ziehe, wenn ich erwäge, was Gott in Sich selber und in Bezug auf mich ist: alles macht es mir zum Gesetz, mich ganz Gott hinzugeben und zwar Gott allein; alles vereinigt sich, mich zu lehren, daß das meine erste und größte Pflicht ist.
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Ich kann nicht glücklich sein, ohne mich Gott hinzugeben
« Antwort #4 am: 25. Januar 2017, 17:21:58 »
Von der Hingabe seiner Selbst an Gott

P. Jean-Nicolas Grou SJ


Gründe, sich Gott hinzugeben


2. Grund: Ich kann nicht glücklich sein, ohne mich Gott hinzugeben.

Da Gott mein höchstes Gut ist, so kann es für mich weder in dieser noch in der andern Welt ein Glück geben, ohne in der Vereinigung mit Ihm. Aber hienieden, wo ich Ihn nur durch den Glauben erkenne, welch andere Vereinigung kann ich mit Ihm haben, als die, daß ich mich Ihm hingebe, um mich nicht mehr von Ihm zu trennen? Daß ich Ihm meinen Verstand und mein Herz weihe, um mit Ihm nur eines auszumachen durch die Gleichförmigkeit der Gesinnung? Er hat mir die Unterscheidungsgabe und die Freiheit gegeben, damit ich Ihn und meine Beziehungen zu Ihm erkennend, mich einzig und unwiderruflich durch freie Wahl an Ihn mich anschließe.

Seine Absicht war, daß meine Selbsthingabe, indem sie freiwillig ist, für Ihn glorreich und für mich verdienstlich sei, indem ich Ihn ehre durch eine vorzügliche Liebe. Und indem ich schon in diesem Leben durch diese Liebe anfange glücklich zu sein, verdiene ich, Ihn ewig zu verherrlichen im Himmel und so die Vollendung meines Glückes in der Vollendung meiner Liebe zu finden.

Auch sagt Er mir in der Hl. Schrift: „Mein Sohn gib mir dein Herz!“ (Spr. 23, 26). Alles, was Er von mir will, zielt auf diese Gabe ab, die in Wahrheit alles in sich begreift, die das einzige ist, auf was Er eifersüchtig ist, und ohne die jegliches Opfer von meiner Seite nichts wäre für ihn. Gib mir dieses Herz, das ich für mich geschaffen habe, das ich allein ausfüllen kann, das durch sein tiefstes Sehnen nur nach mir schmachtet und das außer mir weder Friede noch Glück zu finden weiß. Es gehört mir und zwar nur mir. Und was seine Größe und seinen Adel ausmacht, ist das, daß jegliches Wesen außer mir zu klein ist für dich.

Nicht für seinen Vorteil verlangt Gott es von uns, sondern zu unserem Nutzen. Er bedarf unser nicht; aber wir können nicht sein ohne Ihn. Er ist unendlich glücklich durch sich selber und ich werde nie glücklich sein ohne Ihn. Kann ich selber mein Glück ausmachen? Nein, ich sehe in mir nichts als Dürftigkeit, und das überrascht mich nicht; denn ich bin ein aus dem Nichts gezogenes Geschöpf.

Die andern Geschöpfe und alle Güter des Weltalls, können sie zu meinem Glück beitragen? Ebenfalls nicht.

Sie sind wie ich aus dem Nichts gezogene Wesen, im Grunde ebenso dürftig wie ich. Wenn ich sie alle besäße und für immer, wäre mein Herz nicht weniger leer, nicht weniger hungrig, nicht weniger begierig nach dem wahren Gute, nach dem erhabenen Gute, das kein anderes ist als Gott. Bis dieses Herz ganz Gott angehört, hat es keine Ruhe; es wünscht, es bedauert immer etwas. Im Gegenteil ist es freudig, ruhig im Besitze Gottes.

Es hat nicht mehr lange Weile, die an ihm zehrt und nagt, die jeden verzehrt, der nicht sein Glück in Gott sucht. Aber nie wird das menschliche Herz Gott anders besitzen, als insoweit Gott es besitzt. Gott gibt sich ihm in dem Maße, als es sich Ihm hingibt. Alles um Alles.
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« Antwort #5 am: 26. Januar 2017, 19:03:35 »
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Pater Jean-Nicolas Grou SJ


Gründe, sich Gott hinzugeben


3. Grund: Ich habe nur den gegenwärtigen Augenblick zur Verfügung.

Sage nicht: Ich werde mich Gott schenken, wann ich will, es eilt nicht. Ich habe immer noch Zeit, daran zu denken.

Eine solche Rede ist ebenso falsch wie töricht. Ich kann über keinen Monat, über keinen Tag, über keine Stunde verfügen: nur den gegenwärtigen Augenblick habe ich in meiner Gewalt. Wenn ich nicht in diesem Augenblick meinen Entschluß fasse, werde ich es im nächsten Augenblick tun können? Werde ich noch leben? Jetzt drängt mich die Gnade lebhaft; wenn ich sie zurückstoße, wird nicht auch sie mich zurückstoßen? Hat sie sich mir zur Verfügung gestellt, damit ich von ihr Gebrauch mache, wenn es mir beliebt? Würde mir morgen die Sache leichter gehen als heute?

Wenn ich sie verschiebe, werde ich sie vielleicht nie ins Werk setzen. Überdies ist es nicht töricht, es von einem Tag auf den anderen zu verschieben, den einzigen Weg zu betreten, der zum Glücke führt, nicht zu tun, wozu Gott uns drängt und was man später bereuen wird, nicht getan zu haben? Warum nötige ich mich, dereinst mit dem hl. Augustin zu sagen: „Ich habe allzu spät angefangen, Dich zu lieben, o ewig alte, ewig neue Schönheit; ich habe allzu spät angefangen, Dich zu lieben.“ Ach, diesen Vorwurf muß ich mir jetzt schon machen, indem ich mich jetzt Dir hingebe, o mein Gott. Warum ihn verstärken durch neue Verzögerungen und ihn noch bitterer machen? Wie schmerzlich ist dieser Vorwurf für ein Herz, das von der göttlichen Liebe verwundet worden ist?

Wenn Gott uns die Gnade erweist, das unsrige zu verwunden, ergeben wir uns sofort und empfangen wir mit Dankbarkeit die süßeste der Wunden. Wahrlich, wir wissen nicht, welch ein Unrecht wir uns selbst zufügen, indem wir es verschieben, uns Gott ganz hinzugeben.

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« Antwort #6 am: 27. Januar 2017, 20:59:01 »
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Pater Jean-Nicolas Grou SJ


Gründe, sich Gott hinzugeben


4. Grund: Ich kann Gott nicht anders verherrlichen als dadurch, daß ich mich ihm hingebe.

Gott hat mich zu Seiner Ehre erschaffen. Das ist das erste Ziel, das Er sich gesetzt hat, und es ist dies auch das erste, das ich haben muß bezüglich seines Dienstes. Aber auf welch andere Weise kann ich Ihn verherrlichen als durch meine Hingabe an Ihn?

Was Ihn verherrlicht, ist nicht das, was ich aus meinem eigenen Antriebe tue, sondern was Er selber in mir und durch mich tut. Er will von mir nichts als eine unbedingte Hingabe, eine grenzenlose Bereitwilligkeit zum Gehorsam, der, Ihm nichts versagend, Ihm in nichts widerstehend, Ihn nach Gutfinden Seine Herrschaft über mich ausüben läßt. Er wird durch mich verherrlicht, so viel als Er will, wenn Er mich immer an der Hand führt und mich immer in seinen Willen ergeben findet. Ob ich für ihn große Werke tue oder kleine, das ist ihm gleichgültig, wenn ich nur tue, was Er will. Einzig sein Wille gibt der Sache Wert. Er schätzt sie nur nach dieser Hinsicht. Der Akt, durch den man sich Ihm ohne Rückhalt hingibt, ist eigentlich der einzige, der für Ihn verherrlichend ist; alles übrige ist nur die Folge davon und zieht seine Verdienstlichkeit aus dieser Quelle. Wenn ich also für die Ehre Gottes eingenommen bin, kann ich einen Augenblick zögern, Ihm dieselbe zu verschaffen durch diese gänzliche Hingabe meiner selbst an Ihn?

Überdies hat Gott Seine besonderen Absichten betreff jeder einzelnen Seele; diese ist bestimmt, Ihn zu verherrlichen auf diese Weise, jene auf eine andere Art. Unsere Aufgabe ist es, vollkommen unserer Bestimmung zu entsprechen. Ich kenne die Absichten Gottes über mich nicht; aber das weiß ich bestimmt, daß dieselben nie erfüllt werden, wenn ich mich Ihm nicht ganz hingebe. Er erwartet von mir diese Hingabe, um mir Seine Absichten zu offenbaren; denn wenn Er sie mich vorher wissen ließe, würde ich denselben nicht beistimmen, oder wenn ich ihnen beistimmen würde, hätte ich nicht den Mut sie zu erfüllen. Jesus Christus ließ den heiligen Paulus die großen Absichten, die er mit ihm vorhatte, erst erkennen, als derselbe unterwürfig und bereit zu allem sagte: „Herr, was willst Du, das ich tun soll?“ Wenn wir mit Aufmerksamkeit das Leben der Heiligen lesen, so bemerken wir, daß Gott ihnen nicht offenbarte, was Er von ihnen wollte, bis sie sich Ihm hingegeben. Welch ein Unglück für mich, wenn ich durch Unterlassung der Hingabe an Gott leben und sterben würde, ohne Seine Absichten erfüllt, ja selbst ohne sie erkannt zu haben.
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« Antwort #7 am: 28. Januar 2017, 21:37:24 »
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Pater Jean-Nicolas Grou SJ


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5. Grund: Ich kann mich nicht anders als auf diesem Wege heiligen.

Dieses Unglück wäre um so größer, als meine Heiligung ganz von der Ehre abhängt, die ich Gott verschaffe. Ich werde ein Heiliger, wenn ich Ihm die Ehre verschaffe, die Er von mir erwartete. Ich werde nicht zur Heiligkeit gelangen, vielleicht setze ich mein Heil aufs Spiel, wenn ich mich nicht in den Stand versetze, Gott so zu ehren, wie Er es verlangt, indem ich mich Ihm ganz hingebe.

Unser Herr zeigte eines Tages der hl. Theresia ihren Platz in der Hölle, wenn sie den Absichten nicht entsprochen hätte, die Er betreff ihrer Heiligung hatte. Vielleicht gibt es für mich keinen Mittelweg, daß ich ein großer Heiliger oder ein Verworfener werde.

Aber wenn es auch einen solchen gäbe, und wenn ich keine Gefahr liefe für mein Heil, wäre ich nicht mein eigener Feind, wenn ich nicht nach jeglicher Vollkommenheit streben würde, zu der ich berufen bin und zu der ich nicht anders gelangen kann als durch eine gänzliche Hingabe an Gott?

Wenn ich Glauben habe, so darf ich nichts über, ja nichts neben die Heiligkeit stellen, die da für mich ist der Grund alles gegenwärtigen und zukünftigen Glückes.

Und nun, durch die Hingabe meiner selbst an Gott, betrete ich den Weg der Heiligkeit und kann ihn nur hierdurch betreten. Denn welche Stimmung wäre der Heiligkeit näher als diejenige, durch die man sich ganz in die Hände Gottes gibt, damit Er selbst uns heilige? Gott ist nicht weniger der einzige Heiligmacher als auch der einzige Heilige: alle Heiligkeit, die in den Geschöpfen wohnt, ist das Werk Gottes. Er ist es, der dieses Werk beginnt, der es fortsetzt und vollendet. Alles, was Er von mir verlangt, ist, daß ich mich Seiner Führung hingebe, daß ich Seinem Werke kein Hindernis setze und daß ich Ihm helfe durch meine Mitwirkung. Er wird also daran mit umsomehr Erfolg arbeiten, als ich Ihn zum unumschränkten Herrn meines Willens gemacht haben werde: denn bei dieser Arbeit handelt es sich hauptsächlich um meinen Willen. Was tue ich, indem ich mich Gott hingebe? Vorab gebe ich die allgemeine Einwilligung zu allem, was Er für meine Rechtfertigung zu tun für zweckmäßig findet. Und so lange diese Einwilligung vorhanden ist, ist es klar, daß sie sich auf alle einzelnen Wirkungen der Gnade in mir erstreckt. So lange diese Einwilligung nicht widerrufen wird, handelt Gott frei und ohne Unterbruch in mir, sei es, um mich von meinen Fehlern zu bessern, sei es, um mich die Tugenden üben zu lassen, sei es, um die Absichten zu läutern: die Gnade gewinnt täglich mehr die Herrschaft über die Natur: der alte Mensch wird zerstört: der neue Mensch erhebt sich. Das Werk schreitet vorwärts und gelangt endlich zu jener Vollkommenheit, die Gott ihm geben will. Wer könnte Ihn aufhalten in Seiner Arbeit, so lange ich Ihm nicht widerstehe? Und welches bessere Mittel von meiner Seite, Ihm keinen Widerstand entgegenzubringen, als mich Ihm ganz zu übergeben? Ich kann mich immer wieder zurücknehmen, es ist wahr.

Aber Gott, da Er meine Geradheit und meine Großmut sieht, hält mich geschützt vor mir selber, drängt mich, mich immer mehr und mehr auf Ihn zu stützen, mich Ihm ganz anzuvertrauen. Er handhabt so gut den Willen, daß dieser nichts so sehr fürchtet, als wieder Herr über sich selber zu werden und sich von der Führung Gottes zurückzuziehen.

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« Antwort #8 am: 29. Januar 2017, 16:34:43 »
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6. Grund: Die Vorschrift, Gott zu lieben, kann nur so erfüllt werden.

Ich bin verpflichtet, Gott zu lieben aus ganzem Herzen, mit meinem ganzen Geiste, mit meiner ganzen Seele, mit allen meinen Kräften. Aber wie kann ich Ihn so lieben, wenn nicht mein ganzes Herz, mein ganzer Geist, meine ganze Seele, alle meine Kräfte Ihm geweiht sind?

Auf welch andere Weise kann ich sie Ihm weihen als durch eine vollkommene Hingabe meiner selbst? Erwäge wohl diesen Grund: er ist klar und entscheidend. Du wirst sehen, daß die Sache anderswie absolut unmöglich ist.

Die Vorschrift, Gott zu lieben, verpflichtet zu zwei Dingen: Das erste ist, jegliche Beleidigung Gottes, große oder kleine, zu vermeiden und sich freiwillig nichts zu erlauben, was im mindesten auf der Welt Ihm mißfallen könnte, sich selbst so viel wie möglich in Acht zu nehmen gegen die leichten Fehler der ersten Bewegung und der Überraschung; das zweite ist, nach seinem Stand und nach den gegebenen Anlässen alle Tugenden zu üben, die Gott von uns verlangt, sich zu bemühen, Ihm in allem zu gefallen und nicht darauf zu achten, was es uns an Anstrengung und Opfern koste Ihm wohlgefällig zu sein. Diese Vorschrift, genommen, wie man sie nehmen muß, in ihrer ganzen Ausdehnung, in Bezug auf alles, was Er verbietet und was Er befiehlt, begreift in sich die Flucht alles Bösen und das Anstreben alles Guten. Aber es ist möglich, im aufrichtigen und beharrlichen Entschlusse, jegliches Übel zu vermeiden und alles Gute anzustreben, fest zu bleiben, ohne sich Gott ganz und unwiderruflich geweiht zu haben? Der Christ soll sich nichts erlauben, was im geringsten die Liebe in ihm schwächen könnte: im Gegenteil muß er alles ergreifen, was geeignet ist, dieselbe zu vermehren. Er ist mehr oder weniger schuldbar, wenn er die Erkaltung Gottes zu ihm veranlaßt; er ist es noch mehr, wenn er durch Nachlässigkeit, Feigheit und Gleichgültigkeit nicht so viel als möglich zum Wachstum einer so kostbaren Freundschaft beiträgt. Darüber ist kein Zweifel. Aber wird er je diese zwei Pflichten erfüllen und wird er sich anders in den Stand setzen, sie zu erfüllen, als durch eine gänzliche und rückhaltslose Hingabe seiner selbst an Gott?

Gott, der allein in uns Seine heilige Liebe niederlegen, der ihr allein Wachstum geben kann, ist gewiß geneigt uns alle Gnaden zu geben, die uns nötig sind zur Bewahrung und Vermehrung des Schatzes der Liebe; aber diese Gnaden, ohne die wir nichts können, gibt Er uns nur in dem Maße, als wir uns Ihm hingeben. Er fängt an; aber wir müssen Ihm antworten, sonst fährt Er nicht weiter. Und wenn wir Ihm gegenüber Zurückhaltung anwenden, nötigen wir Ihn sozusagen, uns gegenüber die Beweise seiner Güte einzuschränken.

Wenn Er durch Seinen Hl. Geist in unsere Herzen die Liebe ausgegossen hat, so ist die erste Wirkung, die Er davon erwartet, die Hingabe unserer selbst.

Er bezeugt uns Seine Liebe nur, um die unsrige hervorzurufen. Und so größer die Beweise sind, die Er uns davon gibt, desto mehr erwartet Er von uns Erwiderung derselben. Es ist also klar, daß Seine Gnaden nur in dem Maße wachsen, als wir es durch unsere Mitwirkung verdienen, und daß unsere Mitwirkung nie vollständig sein wird, wenn unsere Hingabe es nicht ist.

Der Liebe Gottes etwelche Schranken, etwelche Zurückhaltung setzen wollen, heißt, direkt gegen die Natur dieser Liebe arbeiten, die von Seiten ihres Gegenstandes notwendig unendlich ist und die nur beschränkt werden kann durch die begrenzte Befähigung des Herzens, welches liebt. Aber diese Fähigkeit kann immer größer werden. Sie hat kein anderes bestimmtes Maß als das, welches Gott hineinzulegen gefällt, und von meiner Seite kann ich es nicht bestimmen.

Ich muß Gott lieben ohne Maß, d.h. mit aller Fähigkeit meines Herzens, welches sich immer erweitern kann.

Aber ich werde Ihn nie ohne Maß lieben, wenn ich nicht ohne Maß Ihm angehöre; auch nicht mit der ganzen Fähigkeit meines Herzens werde ich Ihn lieben, wenn ich Ihm nicht ganz hingegeben bin.

Wenn es möglich wäre, Gott unendlich zu lieben, wie Er sich selber liebt, so wären wir verpflichtet, Ihn auf diese Weise zu lieben, denn diese Liebe allein entspricht seiner unendlichen Vollkommenheit, und wir sind nur deswegen davon entbunden, weil das nicht in unserer Macht ist. Wir müssen ihn also mit seiner Gnade lieben, so sehr als wir dazu fähig sind und diese Gnade wird uns immer angeboten. So ist es die Absicht Gottes, daß unsere Liebe immer neues Wachstum bekomme und daß wir mit uns nie zufrieden sein sollen, als ob wir Gott genug lieben, denn wir können Ihn jeden Augenblick mehr lieben. Aber was heißt lieben anders, als sich dem Gegenstand der Liebe hingeben? Das eigentümliche der Liebe ist, alles zu geben, was sie geben kann.

Sie ist unvollkommen, sobald sie sich etwas vorbehält. Das Herz, das wahrhaft Gott gehört, kann nicht zufrieden sein, wenn es sich die geringste Zurückhaltung vorzuwerfen hat.

Je mehr man den Gegenstand der Liebe Gottes vertieft, um so mehr wird man sich überzeugen, daß die uns auferlegte Pflicht nur erfüllt werden kann, durch die ganze Hingabe unserer selbst. Erst durch diese Hingabe fühlt sich das Herz zufrieden; ohne dieselbe kann es keinen ständigen Genuß an Gott haben, kann keine Süßigkeit, keinen vollkommenen Frieden finden in seinem Dienste.

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Von der Hingabe seiner Selbst an Gott
« Antwort #9 am: 30. Januar 2017, 21:54:59 »
Von der Hingabe seiner Selbst an Gott

Pater Jean-Nicolas Grou SJ


Gründe,
sich Gott hinzugeben


7. Grund: Das Beispiel Jesu Christi verpflichtet uns, uns Gott hinzugeben.

Als Christen sind wir verpflichtet, Jesus Christus nachzufolgen, d.h. Ihn nachzuahmen. Unser Heil ist an diese Nachahmung geknüpft. Das Evangelium spricht das an vielen Stellen aus und der hl. Paulus spricht es von allen Auserwählten aus, daß sie vorherbestimmt seien, dem Bild des Sohnes Gottes gleichförmig zu werden.

In der Tat, das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, um uns ein Vorbild zu sein. Aber worin ist Es besonders unser Vorbild? In Seiner Hingabe an Gott, Seinen Vater. Dies der Hauptpunkt unserer Ähnlichkeit mit Ihm; dies der erste große Zug, auf welchen sich alle anderen beziehen. Also, die Hingabe Jesu Christi war eine vollkommene; sie hat begonnen mit dem ersten Augenblick Seines Lebens. Sie wurde nie zurückgerufen, nie geschwächt, und sie ist vollendet worden mit dem letzten Atemzug am Kreuze.

Der ganze Wille des himmlischen Vaters wurde Ihm vorgestellt; Er hat ihn angenommen; Er hat sich ihm ohne Vorbehalt unterworfen, so streng er war, und Er hat ihn erfüllt, ohne den kleinsten Umstand zu umgehen. Was ist das Leben Jesu Christi anders, als eine fortgesetzte, ununterbrochene Darbringung des Opfers, das Er von sich selber dargebracht, da Er in diese Welt kam?

Es muß verhältnismäßig ebenso sein mit dem Leben des Christen. Sobald er sich erkennt, und weiß, daß ein Christ notwendig ein Jünger und Nachfolger Jesu Christi sein muß, muß er wie sein Vorbild sich dem Willen Gottes aufopfern, sich verpflichten, ihn zu erfüllen, ohne je davon abzuweichen, und muß darin treu bleiben bis zum Tode.

Er muß innig überzeugt sein, daß alle seine Schritte gezählt sind, daß sein ganzer Lebensweg ihm gezeichnet ist, daß alles, was er zu tun oder zu leiden hat, im Laufe des Lebens durch die Vorsehung geregelt ist, und daß er genau diesen Weg zu gehen hat unter der Leitung Gottes. Ein Christ, der nicht Gott hingegeben ist, ist nicht Christ im Herzen, was er auch nach außen sein mag. Ein Christ, der nur mit Vorbehalt Gott hingegeben ist, ist ein unvollkommener Christ, ein schwacher Nachahmer Jesu Christi. Wenn man nicht allgemein diesen Begriff vom Leben hat, so kommt er daher, daß man nicht aus seiner Quelle schöpft, aus der Lehre und dem Beispiel des Erlösers.

GOTTES HANDELN IST IMMER LIEBE,
AUCH WENN WIR IHN NICHT VERSTEHN.

ÖFFNET AUGEN, OHREN, HERZ UND SEELE
FÜR GOTTES HERRLICHKEIT!

ANGEBETET SEI OHNE END JESUS CHRISTUS
IM ALLERHEILIGSTEN ALTARSAKRAMENT!

GLAUBEN IST MACHT DES GEISTES!

AVE MARIA,
VOLL REINHEIT UND
OHNE SÜNDE EMPFANGEN
BITTE FÜR UNS.

 

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