Autor Thema: Vom Aufopfern  (Gelesen 17040 mal)

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Anna-Maria

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Vom Aufopfern
« am: 02. Juli 2011, 20:09:22 »
Liebe Glaubensgeschwister,

es gibt dadurch, dass wir Leiden aufopfern dürfen, kein sinnloses Leiden mehr. Das ist für mich so etwas wunderbar Tröstliches im katholischen Glauben.

Eine Frage habe ich dazu: Wie opfern man eigentlich "richtig" auf? Hat man dann keinen Widerstand mehr gegen das Leiden? Waran kann man erkennen, ob man "richtig" aufopfert. Gibt es eigentlich ein Richtig oder Falsch?

Vielleicht mögt ihr mir und anderen, die vielleicht auch solche Fragen haben antworten. Gern auch mit praktischen Beispielen.

Danke euch vorab für eure Hilfe,

Anna-Maria

KleineSeele

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Re:Vom Aufopfern
« Antwort #1 am: 02. Juli 2011, 21:06:12 »
Oh, doch, man hat am Anfang großen Widerstand. Wer von sich aus gerne leidet, könnte ein Masochist sein.
Ich kenne auch keine Heiligen- oder Seligengeschichte, in der der Heilige/Selige von Beginn gerne gelitten hätte.
Ich denke, es gibt ein Richtig und ein Falsch.
Eine Anna Schäfer hat auch erst langsam erkannt, dass es Sein heiliger Wille ist, dass sie so leiden muß. Die Heiligen sind mir da ein gutes Vorbild.
LG
KleineSeele

LoveAndPray85

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Re:Vom Aufopfern
« Antwort #2 am: 03. Juli 2011, 13:22:37 »
Ich bin der Meinung, dass es für Aufopferung entscheidend ist, dass der Wille vorhanden ist, das Leiden anzunehmen und zu akzeptieren ("Mein Gott, ich danke dir für alles, was du mir gibst, denn es ist gut!"). Dass sich die Natur dagegen sträubt, hindert die Aufopferung nicht - im Gegenteil: Wenn der Wille trotzdem vorhanden ist, ist das sogar Verdienst.

Ich denke, entscheidend kommt es immer darauf an, mit allem einverstanden zu sein, was Gott uns gibt, auch wenn uns das schwer fällt. Es wäre daher auch falsch, sich Krankheit zu wünschen, um sie aufopfern zu können, wenn Gott uns Gesundheit schenkt.

Offline Winfried

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Re:Vom Aufopfern
« Antwort #3 am: 03. Juli 2011, 16:07:30 »
Liebe Freunde,

was auch noch nicht jedem bekannt ist: Man kann auch frühere Leiden aufopfern. Oft ist es ja so, dass der Mensch während seiner körperlichen oder seelischen Leiden gar nicht in der Lage ist, diese sinnvoll aufzuopfern. Aus diesem Grund ist das auch nach einer Genesung möglich.



 ;tffhfdsds
In hoc signo vinces.

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Re:Vom Aufopfern
« Antwort #4 am: 03. Juli 2011, 16:25:51 »
Liebe Glaubensgeschwister,

es gibt dadurch, dass wir Leiden aufopfern dürfen, kein sinnloses Leiden mehr. Das ist für mich so etwas wunderbar Tröstliches im katholischen Glauben.

Eine Frage habe ich dazu: Wie opfern man eigentlich "richtig" auf? Hat man dann keinen Widerstand mehr gegen das Leiden? Waran kann man erkennen, ob man "richtig" aufopfert. Gibt es eigentlich ein Richtig oder Falsch?

Vielleicht mögt ihr mir und anderen, die vielleicht auch solche Fragen haben antworten. Gern auch mit praktischen Beispielen.

Danke euch vorab für eure Hilfe,

Anna-Maria

http://kath-zdw.ch/maria/leiden.html
Durch die Bereitschaft, das uns zufallende Leid in der Nachfolge Christi zu tragen oder ein Kreuz freiwillig auf uns zu nehmen, können wir

- unsere Schuld vor Gott verkleinern und zeitliche Sündenstrafen auf Erden abbüssen.

- Als Glieder am Mystischen Leibe Jesu Christi und der Gemeinschaft der Heiligen unsere Leiden für die Nöte und Sünden lebender oder verstorbener Menschen aufopfern.

Damit erfüllen wir die Aufgabe, die der HI. Paulus in die Worte gekleidet hat: «Nun freue ich mich über meine Leiden für euch und ergänze das, was an Christi Drangsalen noch aussteht, an meinem Fleisch für seinen Leib, welcher die Kirche ist» (Kol 1, 24).

---------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das Leiden aufopfern in der hl. Messe.
http://kath-zdw.ch/maria/hl.messe.html

In der Opferbereitung

werden die Gaben von Brot und Wein Gott dargebracht. Der in Brasilien heiligmässig verstorbene Pater Johann Baptist Reuss,. der gerade bei der heiligen Messe vieler Visionen gewürdigt wurde, sah bei der Opferung, wie die Henker das Kreuz für Jesus herrichteten. Ob daher bei dieser Handlung die sitzende Haltung angebracht ist, muss doch sehr bezweifelt werden, zumal wir uns selbst mitopfern müssen, wenn wir an den Früchten des Kreuzesopfers Jesu teilhaben wollen. Denn was nicht geopfert ist, wird nicht gewandelt; deshalb gehen auch so viele Seelen leer aus der heiligen Messe. Versinnbildet ist unser Mitopfer in dem kleinen Wassertropfen, den der Priester in den Wein gibt und der sich vollkommen mit ihm verbindet.

Beten wir daher: Nimm an, himmlischer Vater, mich selbst mit allem , was ich bin und habe. Mach mit mir, was du willst! ich will nichts als eine kleine Hostie sein, die nun in deinen Händen ruht, um ganz geopfert zu werden. Lass nicht zu, dass ich etwas zurücknehme! - In dieser Opfergesinnung nehmen wir auch alles an, was uns den Tag hindurch an Freudigem und Schwerem begegnet, deine Arbeit, deine Mühen und vereinigen es mit dem Opfer Christi. Erst dadurch erhält es unendlichen, ewigen Wert vor Gott. So nimmt Jesus mein Leiden in seine Hände und verwandelt es zum Segen; so nimmt Jesus meine Kämpfe und sie werden sein Sieg, ja mein ganzes Leben, und es wird geweiht und geheiligt durch ihn .... Verstehen wir nun: bei der Opferung hebt der Priester die Patene mit der Hostie empor. Diese Hostie selbst, bin ich, sind wir alle!

Es ist so wichtig, dass wir die Notwendigkeit und den tiefen Sinn unseres Mitopferns begreifen. Warum, werden wir gleich erkennen! Gott, der mich von Ewigkeit her geliebt und aus Erbarmen an sich gezogen hat, ist es, der sich in mir das Opfer bereitet. Doch nicht in mir als sterblichem Geschöpf, sondern durch die Vereinigung mit dem einzig würdigen Opfer Jesu Christi, seines Sohnes, durch das dem Vater alle Ehre zuteil wird. So kann ich nur insoweit ein Opfer sein, als er sich in mir opfert und ich in ihm geopfert werde! Welch erhabenes Geheimnis, welche Gnade, es erkunden zu dürfen! Wie muss dieses Wissen mich umgestalten: mein Denken, mein Reden, mein Tun, mein Beten und Opfern! Wie muss mich diese Wahrheit durchdringen, dass nicht ich lebe, sondern Christus in mir lebt! Dass meine Kräfte für alle guten Werke aus dem göttlichen Weinstock kommen; dass mein Opfer auch wenn ich es freiwillig wähle, doch im letzten nicht mein Opfer ist, sondern einzig und allein sein Wirken in mir und er mich so zur Vollendung in ihm führt.

Anna-Maria

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Re:Vom Aufopfern
« Antwort #5 am: 04. Juli 2011, 00:01:09 »
Danke Ihr Lieben,

für eure Antworten.

Ich würde gerne den Willen haben alles anzunehmen, was ich nicht ändern kann. Aber wenn ich ehrlich bin; habe ich den Willen nicht.  :-(  Was kann ich da nur machen?  Die Leiden freiwillig annehmen, die da sind? WIE kann ich das nur tun?

Bitte verzeiht mir. Ich bin aber in festem Glauben, dass es genau alles richtig ist, was ihr sagt. NULL Zweifel.

Doch die Umsetzung. Ich bete viel und opfer Leiden auf. Doch weiß ich um meine schlechte Einstellung, die ich nicht zu ändern vermag. Also opfer ich dann doch wohl nicht richtig auf. Ja, ich habe auch schon Jesus gebeten, dass Er mir hilft es mehr zu verstehen. Ja, und da kam die Idee mich hier ans Forum zu wenden. Und ihr habt mir schon geholfen.

Das was oben geschrieben wurde, vergangene Leiden  aufzuopfern, vermag ich. Ja, es gibt mir Frieden über erlittene Leiden :-)

Dankbare Grüße
Anna-Maria
« Letzte Änderung: 04. Juli 2011, 00:58:53 von Anna-Maria »

CSPB

  • Gast
Re:Vom Aufopfern
« Antwort #6 am: 04. Juli 2011, 07:53:18 »
Liebe Anna-Maria,

Sich an den Leiden zu erfreuen, wenn man sie aufopfert, ist sicher die höchste Stufe der Demut. Das weiß man aus dem Leben vieler heiliger Menschen (z.B. Hl. Therese von Lisieux).

Ich weiß von einem Priester, der als er einmal ein Beratungsgespräch geführt hat, eine seit Jahren schwer leidende Frau zu ihm gekommen ist, und gesagt hat, dass sie das Leiden nicht mehr aushält. Der Priester hat dann eine Vision gehabt: Er hat ein Kruzifix gesehen, dessen Vorderseite der Frau zugewandt war. Als der Priester ihr nun geraten hat, das Leiden zur Bekehrung der Sünder aufzuopfern und mit dem Leiden Jesu am Kreuz zu vereinigen, hat sie zu weinen begonnen und hat sich so gefreut, dass ihr Leiden nun nicht mehr sinnlos ist, dass sie Jesus gebeten hat, ihr noch mehr zu schicken.

Natürlich funktioniert das aber nicht bei jedem sofort und erfordert viel Kraft und Übung.

Der richtige Weg für den Anfang ist, einfach mal zu beten: "Jesus, ich opfere dir diese bestimmten Leiden auf und vereinige sie mit deinem Leiden am Kreuz. Verwende sie zur Rettung der Seelen (oder ein anderes Anliegen). Ich weiß, ich bin von dir abhängig, deshalb verfahre nach deinem Willen mit mir. Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe. Mein Leben ist in deinen Händen."

Sicher nicht schaden kann auch, die Leiden Maria als Verwalterin zu geben, z.B. durch eine Weihe an Maria.

Wichtig ist auch, sich immer zu bemühen, dass man nicht in Selbstmitleid versinkt. Der Hl. Paulus schreibt deutlich, dass man sich immer freuen soll, in guten wie in schlechten Zeiten, denn die Freude der Gläubigen ist Christus, und er ist ewig. Das Leiden sollte ertragen werden, natürlich ist da eine gewisse Traurigkeit dabei, aber man soll nicht darüber nachsinnieren und sich somit selbst quälen.

Grüße und Gottes Segen, CSPB
« Letzte Änderung: 06. Juli 2011, 18:24:26 von CSPB »

LoveAndPray85

  • Gast
Re:Vom Aufopfern
« Antwort #7 am: 04. Juli 2011, 08:10:45 »
Ich würde gerne den Willen haben alles anzunehmen, was ich nicht ändern kann. Aber wenn ich ehrlich bin; habe ich den Willen nicht.  :-(  Was kann ich da nur machen?  Die Leiden freiwillig annehmen, die da sind? WIE kann ich das nur tun?

[...}

Doch die Umsetzung. Ich bete viel und opfer Leiden auf. Doch weiß ich um meine schlechte Einstellung, die ich nicht zu ändern vermag. Also opfer ich dann doch wohl nicht richtig auf. Ja, ich habe auch schon Jesus gebeten, dass Er mir hilft es mehr zu verstehen.

Wenn Du Deine Leiden aufopferst, hast Du sie dann nicht schon teilweise angenommen? Wie gesagt, nur weil die Natur sagt: "Ich will nicht leiden!", heißt das nicht, dass Jesus unsere Aufopferung nicht annimmt. Selbst wenn Du den Willen hast, den Willen zu haben, kannst Du beruhigt sein  :). Schon durch den Kampf um das Annehmen gewinnst Du viel. Vertraue auf Jesus, denn er kennt Deine gute Absicht.

Wenn wir erkennen, dass wir für etwas alleine zu schwach sind, dann immer an Jesus wenden - am besten vor das Allerheiligste Altarsakrament gehen. Du hast Jesus schon gebeten, also bin ich mir sicher, dass er Dir helfen wird. Leiden freiwillig annehmen zu können, das ist eine Gnade. Vielleicht betest Du mal eine Novene zur Barmherzigkeit:
http://www.jesus-ich-vertraue-auf-dich.de/photo.html

oder eine Novene zu unserer Lieben Frau von der Wundertätigen Medaille, zur Unbefleckten, die ja sehr viel in ihrem Leben gelitten hat und alles angenommen hat.

 ;qfykkg
« Letzte Änderung: 04. Juli 2011, 08:17:54 von LoveAndPray85 »

LoveAndPray85

  • Gast
Re:Vom Aufopfern
« Antwort #8 am: 04. Juli 2011, 08:15:45 »
Mir fällt gerade noch Folgendes ein:

Vielleicht hilft Dir der Gedanke, dass Du durch das Leiden Jesus ähnlich wirst.
Betrachte Jesu ganzes Leiden mit Beginn in Gethsemane bis zu Seiner Verlassenheit
am Kreuz. Und schau darauf, wie Er sein Leiden angenommen hat, obwohl er
auch Momente großer Verzweiflung hatte.
Dann erkennst Du, dass Dein Leiden ein kleiner Tropfen ist im Vergleich zu Seinen...
Die Liebe zu Jesus wird es dann leichter machen.

Ein Priester hat mal zum Thema Leiden in einer Predigt gesagt, dass wir deshalb
für Leiden dankbar sein müssen, weil wir dadurch eine Ähnlichkeit mit unserem
Erlöser erlangen und weil wir demütig werden können.

Schear-Jaschub

  • Gast
Re:Vom Aufopfern
« Antwort #9 am: 04. Juli 2011, 12:56:16 »
Eine Frage habe ich dazu: Wie opfern man eigentlich "richtig" auf? Hat man dann keinen Widerstand mehr gegen das Leiden? Waran kann man erkennen, ob man "richtig" aufopfert. Gibt es eigentlich ein Richtig oder Falsch?

Ich weiß nicht. Ich denke, dass es von vornherein KEIN richtig oder falsch gibt. Jeder Mensch hat jetzt (und wird auch im Himmel) eine ganz persönliche, individuelle, von anderen unterschiedliche Gottesbeziehung (haben). Das drückt sich in den Tröstungen und Liebeserweisen aus, die uns der Herrn schenkt, aber eben auch in unserem Leben selbst. Ob nun physische, psychische, monetäre, soziale oder sonstirgendwie geartete Leiden und Widerwärtigkeiten des Lebens, wir sollen sie auf uns nehmen. Das ist dann unser Kreuz, welches wir auf uns nehmen sollen. Jeder muss in die Schule unseres Herrn gehen, und jeden wird der Herr auf individuelle Weise lehren und leiten.

Aber: Wer liebt sein Kreuz? Niemand.
Die Leiden unseres Herrn sind derart grausam, dass ein normaler Mensch sie nicht überstehen könnte. Hat Er das Leiden, die Schmerzen geliebt?
"Mein Gott, mein Gott! Warum hast du mich verlassen?" Seine Worte am Kreuz geben uns Aufschluss über seinen Seelenzustand. Verlassen. Allein. Unerträgliche Schmerzen. Kein Glied und keine Stelle am Körper, die heil war, nicht aufgerissen oder nicht geschwollen war bzw. zu eitern anfing... Er tut das alles aus Liebe, auch für seine Peiniger und Folterknechte, für die Er Gott-Vater bittet, ihnen zu verzeihen.

Hat Jesus diese Leiden geliebt?

Schmerz um der Schmerzen willen zu lieben ist Masochismus. Das Resultat von Hass ist Schmerz. Schmerz verursacht Hass. Den Schmerz zu lieben bedeutet auch den Hass zu lieben, bedeutet KEINE LIEBE sondern Satanismus.

Aber: Der Schmerz/das Leid kann aber "geliebt" werden, wenn ein ganz bestimmtes Motiv dahinter steht: um der Liebe willen.
Jesus hat sich freiwillig aufgeopfert für uns, für jeden Menschen, für alle Seelen, die Er in unendlicher Weise liebt. Daran wird uns erst bewusst, wie schön und kostbar unsere Seele bzw. wir selbst sein müssen, wenn unser Herr und Gott, unser Schöpfer, derartiges auf sich nimmt, für uns, zur Erlösung unserer Seele... Er hat das Leid geliebt, weil es die Währung war, uns - seine Kinder - freizukaufen.

Wenn ich also leide, liebe ich das Leid an sich nicht, sondern das, was ich damit tun kann. Bereitwillig ertragenes Leid sind Blumen, Perlen, kleine Geschenke, die wir unserem Herrn machen.

Was macht aber diese Bereitwilligkeit aus? Das Leid an sich zu lieben, weil es dem Herrn - aufgeopfert - eine Freude macht, ist was für die weit vorangeschrittenen, leiderprobten Heiligen. Aber groß ist schon, wer es annimmt, also in dem Zustand einfach verweilt (wir können ja sowieso nicht weg) und im Vertrauen auf Gott zu sagt: "Dein Wille geschehe!".

Also wenn Gott es zulässt, dass ich leide, dann leide ich eben (was mir natürlich keinen Spaß macht, ich liebe das Leid nicht, aber deshalb fluche ich auch nicht auf Gott!) und warte ab, in diesem Zustand, solang Gott es will. Wenn Gott es wieder wegnimmt, dann nimmt er es eben weg. ("Gott gibt es, Gott nimmt es!" - Sein Wille geschehe, denn Er ist wie der Arzt, der weiß, was gut für meine Seele ist.) Das ganze läuft auf eine heiligmäßige Gleichmut hinaus (Indifferenz), wie sie von Ignatius von Loyola oder Franz von Sales angesprochen wird.
Wo ich weder das Leiden noch die Gesundheit, weder die Armut noch den Reichtum anstrebe bzw. als richtig/vollkommener erachte... Man soll einfach tun und annehmen, was Gott gibt/will. Es wäre also falsch die Krankheit, das Aufopfern von Leiden über die Gesundheit zu stellen. Gott kann eben auch die Gesundheit wieder herstellen, in diesem Sinne ist ja unser Gebet allmächtig. Deshalb betet man z.B. "Herr, wenn es dir gefällt, dann mach mich gesund. Sonst aber mach mit mir, was du willst, nur lass mich dich immer lieben." (frei nach Pfarrer von Ars) Denn wenn ich liebe, fällt das aufopfern/Leid annehmen viel leichter.

Das eigene Leiden soll ich also annehmen (der Widerwillen ist normal, Gott kann ihn mir aber nehmen). Beim Aufopfern gibt es aber eine Versuchung, wie auch beim Gebet: Man beginnt zu denken: MEIN Gebet, MEIN Opfer ist heilsnotwendig, ist essentiell... für mich und für andere. Da begehe ich Sünden des Hochmuts ("Jesus und ICH sind die Erlöser der Christenheit"), des Stolzes und der Eitelkeit (weil ja ICH so viel leide... und die anderen, selbst wenn Leiden ertragen müssen, diese doch nicht aufopfern... und weil ICH jetzt praktisch ein Heiliger bin...) usw...
Wir sollen aber Kinder sein. KLEIN sein (im Sinne der Therese von Lisieux). Uns bewusst werden, dass nichts von uns abhängt, sondern von Gott. Dass mein Gebet, mein aufgeopfertes Leiden einfach Ausdruck der Liebe ist (und nicht mit eine Preisschild überbracht wird). Und natürlich kann der Herr unsere Gebete, unsere Opfer verwenden und das tut er auch.

Wenn uns die Leiden zuviel werden, dann fallen wir, dann ist unsere ganze Opferbereitschaft auf einmal weg. Und? Egal! Ich bin Kind! Was macht ein Kind, dass sich verletzt hat? Es läuft zu seinen Eltern und lässt sich verarzten/trösten! Ich gehe zu Gott, bete in meiner Verzweiflung, schreie um Hilfe. Und Gott wird mich hören!
Was könnte das Kind noch tun? Es könnte nach dem Motto "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" nicht zu seinen Eltern gehen.  Die Verletzung wird zu eitern beginnen... Blutvergiftung... etc... ALSO: das wäre keine gute Idee ;)






 

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