Die Gebote sind uns aus reiner Liebe zu uns Menschen gegeben worden, damit wir Gott erkennen. Hält der Mensch die Gebote, kommt die Erkenntnis, ansonsten nicht. Deshalb erkennen so viele heute ihren Gott nicht mehr, da sie seine aus Liebe gegebenen Gebote nicht halten und sich damit außerhalb seines Bereiches bewegen.

DIE 10 GEBOTE GOTTES

Nach diesen 10 Geboten wirst auch du einmal gerichtet, nicht nach Deinen Ansichten und Deinen Meinungen!

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DIE 10 GEBOTE GOTTES Die 2 Gebote der Liebe
Die 5 Gebote der Kirche Die 2 Hauptgeheimnisse des Glaubens
Das Gewissen - ein Barometer Die 7 Geistesgaben
Die 7 Hauptsünden oder Laster Die 3 göttlichen Tugenden
Die 6 Sünden gegen den Heiligen Geist Die 4 Kardinaltugenden
Die 9 fremden Sünden Die Sieben-Zufluchten
Die 4 himmelschreienden Sünden Die 7 Werke der leiblichen Barmherzigkeit
  Die 7 Werke der geistigen Barmherzigkeit

Die Zehn Gebote GOTTES sind das Grundgesetz des Lebens.

 1   Du sollt keine anderen Götter haben neben mir
 2   Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen
 3   Du sollst den Feiertag heiligen
 4   Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren
 5   Du sollst nicht töten
 6   Du sollst nicht ehebrechen
 7   Du sollst nicht stehlen
 8   Du sollst nicht falsch Zeugnis reden ...
 9   Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib
10  Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut
 

Die Zehn Gebote unveränderbar und
mit ewiger Gültigkeit festgeschrieben.

2. Mose 20, 1-17 (Exodus)

 

Das erste Gebot Gottes

  • Wie lautet das erste Gebot Gottes ?

Das erste Gebot Gottes lautet:
"Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." / "Du sollst an EINEN  Gott glauben und IHN ALLEIN anbeten"

  • Was gebietet das erste Gebot ?

Das erste Gebot gebietet uns, religiös zu sein. Das heißt: an Gott zu glauben, ihn zu lieben, ihn anzubeten und ihm zu dienen als dem einzigen wahren Gott, Schöpfer und Herrn aller Dinge.

  • Welche ist die einzig wahre Religion ?

Das Zweite Vatikanische Konzil sagt in seiner Erklärung über die Religionsfreiheit: "Gott selbst hat dem Menschengeschlecht Kenntnis gegeben von dem Weg, auf dem die Menschen, ihm dienend, in Christus erlöst und selig werden können. Diese einzige wahre Religion, das glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten."

  • Was verbietet das erste Gebot ?

Das erste Gebot verbietet uns die Pietätlosigkeit, den Aberglauben, die Irreligiosität; ferner den Abfall (Apostasie) vom Glauben, die Irrgläubigkeit (Häresie), das freiwillige Zweifeln und die schuldhafte Unwissenheit hinsichtlich der Wahrheiten des Glaubens.

  • Was ist die Pietätlosigkeit ?

Die Pietätlosigkeit ist die Verweigerung jeder Verehrung gegenüber Gott.

  • Was ist Aberglaube ?

Aberglaube ist die Ausübung eines widergöttlichen Kultes oder die Anbetung gegenüber einer Sache, die nicht Gott ist, die Zuflucht zum Teufel, zu den bösen Geistern und zu jedem Mittel, um menschlich Unerreichbares zu erlangen.

  • Was ist die Irreligiosität ?

Die Irreligiosität ist die Unehrerbietigkeit gegenüber Gott und den göttlichen Dingen: die Versuchung (Herausforderung) Gottes, das Sakrileg (Frevel) oder die Profanierung (Schändung) heiliger Personen oder Gegenstände.

  • Was ist vom versteckten Kampf gegen die Kirche zu halten ?

Diese im 18. Jahrhundert entstandene internationale Bewegung, die sich Freimaurerei" nennt, arbeitet auf äußerst raffinierte und heimtückische Weise gegen die katholische Kirche. Weil eine offene Verfolgung der katholischen Kirche wenig aussichtsreich erscheint, arbeiten die Freimaurer eifrig an der inneren Aushöhlung der Kirche, indem sie Kleriker und Laien anstiften, alles zu tun, damit die katholische Religion nicht mehr als die einzig wahre erscheint. Diese müsse vielmehr gleichberechtigt als eine unter vielen Religionen gelten. Obwohl Politik, Wissenschaft und Wirtschaft weitestgehend in den Händen der Freimaurer sind und ihre Machtposition verlockend erscheint, sollte Kontakt und erst recht jede Mitgliedschaft gemieden werden.

  • Welche sind die modernen Götzen unserer Zeit ?

Der Mensch ist in unserer Zeit wie zu allen Zeiten in der Gefahr, sich selbst zum Maßstab aller Dinge zu machen und sich über Gott zu stellen. Damit wird er zum ersten und wichtigsten Götzen überhaupt. Gleichzeitig werden menschlichen Erfindungen und Errungenschaften vergöttert, die über den einzigen wahren Gott gestellt werden. Das heißt, man opfert unverhältnismäßig viel Kraft, Zeit und Intelligenz für diese vergänglichen Dinge. Demnach gehören das Geld, das Fernsehen, der Sport, das Auto, die Karriere, das Hobby, der Urlaub u.v.m zu den modernen "Göttern" unserer Zeit. All diese Dinge sind ursprünglich gut und sinnvoll; werden sie aber wichtiger genommen als Gott und über ihn gestellt, oder führen sie durch zu grossem Zeitaufwabnd mit ihnen  von Gott weg, entwickeln sie sich zu Götzen. Der lebendige Glaubensvollzug (Messfeier, Sakramentenempfang, Gebet, Mitarbeit in der Kirche usw.) kommt dann in der Regel zu kurz.

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Das Zweite Gebot Gottes

  • Wie lautet das zweite Gebot Gottes ?

Das zweite Gebot Gottes lautet:
"Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren !"

  • Was gebietet uns das zweite Gebot ?

Das zweite Gebot gebietet uns, stets Ehrfurcht zu haben vor dem Namen Gottes und die Gelübde und die feierlichen Versprechen zu halten. Das zweite Gebot will den Namen Gottes vor Missbrauch schützen. Dazu gehören auch alle heiligen Namen, Bezeichnungen des Glaubens, der religiösen Gegenstände sowie heilige Orte und Zeiten.

  • Was verbietet uns das zweite Gebot ?

Das zweite Gebot verbietet uns, den Namen Gottes ehrfurchtslos zu nennen: Gott, der Heiligsten Jungfrau, den Heiligen und den heiligen Dingen zu fluchen; falsche, unnötige oder in irgendwelcher Weise unzulässige Eide zu schwören.

  • Was ist der Eid ?

Der Eid ist die Anrufung Gottes zum Zeugen der Wahrheit dessen, was man sagt oder verspricht.

  • Wann schwört man nicht wahrheitsgemäß ?

Wenn man etwas mit einem Eid bekräftigt, von dem man weiß oder glaubt, dass es falsch ist, und wenn man mit einem Eid etwas zu tun verspricht, was man gar nicht auszuführen beabsichtigt.

  • Wann schwört man nicht vernünftig ?

Wenn man ohne Klugheit und reifliche Überlegung oder wegen Dingen von geringer Bedeutung schwört.

  • Wann schwört man nicht berechtigt ?

Wenn man schwört, etwas zu tun, was nicht gerecht oder erlaubt ist, z.B. sich zu rächen, zu stehlen und andere ähnliche Dinge.

  • Was ist die Gotteslästerung ?

Die Gotteslästerung ist eine schreckliche Sünde, welche in verächtlichen oder fluchenden Worten oder Handlungen der Verachtung oder der Verfluchung Gottes, der allerseligsten Jungfrau Maria, der Heiligen oder heiliger Dinge besteht.

  • Ist die Sünde des Fluchens schwerwiegend ?

Das Fluchen (Aussprechen der heiligen Namen im Zorn) ist eine schwerwiegende Sünde, weil sie eine Beschimpfung, Ehrverletzung und Verhöhnung Gottes oder seiner Heiligen ist.

  • Welche Sünde begeht jemand, der falsch schwört ?

Wer einen falschen Eid schwört, begeht die Todsünde des Meineides, weil er Gott, die unendliche Wahrheit, dadurch, dass er ihn zum Zeugen der Unwahrheit anruft, in hohem Maß verunehrt.

  • Was ist ein Gelübde ?

Ein Gelübde ist das gegenüber Gott gemachte Versprechen irgend eines ihm wohlgefälligen Gutes, zu dem wir uns im Glauben verpflichten.

  • Kann man Gelübde auch der Muttergottes und den Heiligen machen ?

Gelübde kann man nur Gott machen; man kann jedoch Gott versprechen, etwas zur Ehre der Muttergottes oder der Heiligen zu tun.

  • Welche Gelübde kann jeder Gläubige machen ?

Jeder Gläubige kann Gelübde in bestimmten Anliegen machen als Dank, als Bitte, zum Lobe Gottes und seiner Heiligen z.B. Besuch der Werktagsmesse, regelmäßige Beichte, regelmäßige Tagesgebete, eine Wallfahrt, Verzicht auf unnötige Dinge wie Rauschmittel und mit dem Ersparten Gutes tun, kein Geschlechtsverkehr vor der Ehe u.v.m. Beim Gelübde geht es immer um das geistlich-religiöse Wachstum, um den Weg zum Himmel konsequenter und freudiger zu gehen. Wer ein Gelübde machen will, soll vorher möglichst mit einem Priester (Beichtvater) darüber sprechen.

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Das Dritte Gebot Gottes

  • Wie lautet das dritte Gebot Gottes ?

Das dritte Gebot Gottes lautet:
"Gedenke, dass du den Sabbat heiligst."

  • Was hat der Sabbat mit dem Sonntag zu tun ?

Der Sabbat ist im Schöpfungsbericht der Bibel der siebte Tag, der Ruhetag Gottes. Deshalb wird das Volk Israel im dritten Gebot aufgefordert, diesen Tag durch Gottesdienst, Gebet und Arbeitsruhe zu heiligen. Die Christen haben das dritte Gebot ganz selbstverständlich auf den ersten Tag der Woche, den Sonntag, übertragen, weil Jesus Christus am ersten Tag der Woche von den Toten auferstanden ist.

  • Was gebietet das dritte Gebot ?

Das dritte Gebot gebietet uns, die Sonn- und Feiertage zu heiligen. Das heißt, an diesen Tagen die Heilige Messe andächtig mitzufeiern und die normale Berufs- und Werktagsarbeit zu unterlassen.

  • Gibt es Ausnahmen, bei denen jemand von der Einhaltung des dritten Gebotes befreit ist ?

Ja, es gibt Ausnahmen, wenn Arbeiten getan werden müssen, die für die Gesellschaft notwendig sind wie z.B. im Krankenhaus, bei der Polizei, der Feuerwehr oder im öffentlichen Verkehr; weiterhin, wenn es um die Pflege von kleinen Kindern, Kranken oder alten Menschen geht. Was in diesem Zusammenhang die Mitfeier der Heiligen Messe betrifft, muss allerdings in Erwägung gezogen werden, ob diese nicht zu einem anderen Zeitpunkt möglich ist (z.B. am Vorabend). Wenn jemand aufgrund einer Krankheit nicht in der Lage ist, die Heilige Messe mitzufeiern, ist dies kein Verstoß gegen das dritte Gebot.

  • Welchen Sinn hat das dritte Gebot ?

Das dritte Gebot verlangt erstens von uns, dass wir Gott bei der Feier der Heiligen Messe in rechter Weise verehren, ihn loben und ihm danken für alles, was er uns getan hat. Zweitens hat dieses Gebot den Sinn, dass wir geistlich, geistig und körperlich auftanken und neue Kräfte gewinnen, um den vielfältigen Anforderungen des Alltags gerecht zu werden.

  • Welches sind die Sünden gegen das dritte Gebot ?

Im Hinblick auf die Mitfeier der Heiligen Messe an Sonn- und Feiertagen sündigt derjenige, der die Heilige Messe ohne wichtigen Grund versäumt, andere davon abhält oder sich selber abhalten lässt, indem er sich z.B. seiner Umgebung anpasst. Weiterhin sündigt derjenige, der die Heilige Messe nur oberflächlich oder unandächtig mitfeiert, sich im Gotteshaus unpassend benimmt und andere stört bzw. wenn jemand ohne wichtigen Grund oder aus Nachlässigkeit zu spät kommt oder zu früh weggeht. Im Hinblick auf die Arbeitsruhe sündigt derjenige, der an Sonn- und Feiertagen die normale Werktagsarbeit tut, ohne dass es einen zwingenden Grund dafür gibt. Weiterhin sündigt derjenige, der den Sonntag ausnützt, um mehr Geld zu verdienen. Schwer sündigt derjenige, der andere zwingt um der höheren Produktivität willen am Sonntag zu arbeiten. Schließlich sündigt auch derjenige, der den Sonntag nur der Zerstreuung, nicht aber Gott und der eigenen Erholung widmet und derjenige, der andere in der Sonntagsruhe stört.

  • Welche Folgen hat die Mißachtung des dritten Gebotes für das Zusammenleben der Menschen ?

  Dadurch, dass die Mehrheit der Menschen und auch ein großer Teil der Christen nicht nach den Geboten Gottes lebt, wird auch das dritte Gebot missachtet. Wenn aber Gott nicht in rechter Weise verehrt wird, ist dem Unglauben Tür und Tor geöffnet; und dann wundert es auch nicht, dass die Würde des Menschen mit Füßen getreten wird. Wenn der Mensch außerdem nicht genügend Zeit findet, um sich an Seele, Geist und Körper zu erholen, wird er auf Dauer krank. Schließlich leidet auch der Zusammenhalt in den Familien, die die lebendigen Zellen für die Kirche und die Gesellschaft sein müssten. Wenn aber die Familien nicht intakt sind, kann weder die Kirche noch die Gesellschaft intakt sein. 

 

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Das Vierte Gebot Gottes

  • Wie lautet das vierte Gebot Gottes ?

Das vierte Gebot Gottes lautet:
"Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass es dir wohl ergehe und du lange lebest auf Erden !"

  • Was gebietet uns das vierte Gebot ?

Das vierte Gebot gebietet uns, die Eltern zu lieben, sie zu achten und ihnen zu gehorchen. Das vierte Gebot verpflichtet wie alle anderen Gebote zuerst die Generation der Erwachsenen: die Eltern sollen ihren Kindern vorleben, wie sie ihre Eltern ehren, sodann sind sie verpflichtet, ihre Kinder im Glauben und in den Sitten zu erziehen. Und dann schließlich sind die Kinder verpflichtet, ihre Eltern zu ehren und ihnen zu gehorchen.

  • Beinhaltet das vierte Gebot mehr als nur das Verhältnis der Eltern zu den Kindern ?

Ja, das vierte Gebot beinhaltet alle rechtmäßigen Beziehungen zwischen Vorgesetzten und "Untergebenen". Das höchste Verhältnis ist das zwischen Gott und Mensch. Auch in der Kirche gibt es Beziehungen von Autorität und Gehorsam, wie z.B. Papst und alle Glieder Kirche, Bischof und Priester, Pfarrer und Gläubige der Pfarrei oder Ordensobere und Ordensleute. In Staat und Gesellschaft sind solche Beziehungen: Staat und Bürger, Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder Lehrer und Schüler.

  • Wozu verpflichtet das vierte Gebot alle Vorgesetzten ?

Das vierte Gebot verpflichtet alle kirchlichen und weltlichen Vorgesetzten, die rechtmäßigen Werte von den Vorfahren anzunehmen: das sind im wesentlichen der Glaube, die Offenbarung Gottes, die Zehn Gebote und alle Regeln und Ordnungen, die das Zusammenleben der Menschen ermöglichen und menschlicher machen. Sodann sind die Autoritäten verpflichtet, die Werte treu und gehorsam an die Nachkommen weiterzugeben.

  • Wozu verpflichtet das vierte Gebot die "Untergebenen" ?

Das vierte Gebot verpflichtet die "Untergebenen" zum Gehorsam der rechtmäßigen Autorität.

  • Darf jemand seine Autorität missbrauchen ?

Nein, die Autorität darf nicht missbraucht werden, denn sie darf niemals zu etwas verpflichten, was Sünde ist. Wenn man jemandem bedingungslos gehorcht, der etwas verlangt, was Sünde ist, begeht man "Kadavergehorsam" (vgl. "Gehorsam" in den Konzentrationslagern). Im Zweifelsfall gilt: "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen." (Apg 5,30)

  • Welches sind die Sünden gegen das vierte Gebot ?

Gegen das vierte Gebot sündigt jemand, der die Glaubensüberlieferung, die Lehre der Kirche oder die Gebote Gottes ablehnt oder verachtet. Wer sich gegen rechtmäßige Autoritäten auflehnt, vergeht sich gegen das vierte Gebot; im besonderen, wer sich gegen seine Eltern auflehnt, sie verachtet oder nicht für sie sorgt, wenn sie krank oder alt sind. Eltern sündigen, wenn sie ihre Kinder nicht im Glauben und in der Ordnung Gottes erziehen und ihnen kein gutes Vorbild und Beispiel geben, wenn sie ihre Kinder lieblos und ungerecht behandeln. Kinder sündigen, wenn sie ihre Eltern nicht lieben, achten, ehren und ihnen nicht gehorchen.

  • Welchen Wert hat das Gebet in der Beziehung zwischen Vorgesetzten und "Untergebenen" ?

Das Gebet der Vorgesetzten für ihre "Untergebenen" ist genauso wichtig wie das Gebet der "Untergebenen" für ihre Vorgesetzten. Wenn beide füreinander beten, wird auf ihrem Verhältnis Gottes Segen ruhen und man darf darauf vertrauen, dass es einfacher sein wird, seine jeweiligen Pflichten zu erfüllen wodurch ein fruchtbares Miteinander zustande kommt. Gleichzeitig wird deutlich, dass wir alle - in welcher menschlichen Position wir auch sind - eine Autorität über uns haben. Dieser höchsten Autorität, die Gott ist, haben wir am Ende unseres Lebens Rechenschaft abzulegen über das, was wir in unserer jeweiligen Stellung gedacht, gesagt und getan haben bzw. was wir diesbezüglich unterlassen haben. "Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen." (Lk 12,48)  

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Das Fünfte Gebot Gottes

  • Wie lautet das fünfte Gebot Gottes ?

Das fünfte Gebot Gottes lautet:
Du sollst nicht töten.

  • Was gebietet uns Gott im fünften Gebot ?

  Gott will, dass wir den Nächsten lieben wie uns selbst, ihm helfen und ihm nichts Böses tun. Wir sollen das eigene und das Leben des Mitmenschen schützen. Wir sollen es nicht unnötig in Gefahr bringen, nicht schädigen oder gar vernichten. Gott möchte, dass wir das Leben als sein Geschenk annehmen und die Gesundheit erhalten.

  • Die Werke der Barmherzigkeit

  Das fünfte Gebot will uns nicht nur vor der Sünde bewahren, sondern auch dazu auffordern, das Gute zu tun und uns für das Leben einzusetzen. In diesem Zusammenhang sind die sieben leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit besonders wichtig. Die leiblichen Werke der Barmherzigkeit heißen: 1. Hungrige speisen 2. Durstige tränken 3. Nackte bekleiden 4. Fremde beherbergen 5. Gefangene befreien 6. Kranke besuchen 7. Tote begraben. Die geistigen Werke der Barmherzigkeit heißen: 1. Sünder zurechtweisen 2. Unwissende lehren 3. Zweifelnden richtig raten 4. Trauernde trösten 5. Lästige geduldig ertragen 6. denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen 7. für Lebende und Tote beten.

  • Was verbietet uns Gott im fünften Gebot ?

  Gott verbietet im fünften Gebot, Leib, Leben und Ehre eines anderen Menschen zu verletzen. Gott verbietet die bewusste und geplante Tötung eines Menschen (Mord). Niemand darf sich das Leben selbst nehmen (Selbstmord), Gott allein gibt und nimmt das Leben. Ebenso verbietet Gott die Tötung eines ungeborenen Kindes im Mutterleib (Abtreibung). Auch die Schädigung und Zerstörung der Natur stellt ein schweres Vergehen gegen das fünfte Gebot dar.

  • Was sagt der Katechismus der Katholischen Kirche zur Abtreibung ?

  "Seit dem ersten Jahrhundert hat die Kirche es für moralisch verwerflich erklärt, eine Abtreibung herbeizuführen. Diese Lehre hat sich nicht geändert und ist unveränderlich. Eine direkte, das heißt eine als Ziel oder Mittel gewollte, Abtreibung stellt ein schweres Vergehen gegen das sittliche Gesetz dar." In der frühchristlichen Didache´ 2,2 heißt es: „Du sollst ... nicht abtreiben noch ein Neugeborenes töten“. Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: „Gott der Herr des Lebens, hat nämlich den Menschen die hohe Aufgabe der Erhaltung des Lebens übertragen, die auf eine menschenwürdige Weise erfüllt werden muss. Das Leben ist daher von der Empfängnis an mit höchster Sorgfalt zu schützen. Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuungswürdige Verbrechen“ (GS 51). (KKK 2271)

  • Wie steht die Kirche zur Sterbehilfe ?

  Die Kirche unterscheidet die aktive von der passiven Sterbehilfe. Die aktive Sterbehilfe bedeutet, dass einem schwerstkranken oder sterbenden Menschen ein Giftstoff verabreicht wird, der sein Leben innerhalb kürzester Zeit beendet. Die aktive Sterbehilfe ist abzulehnen, weil kein Mensch das Recht hat, über das Lebensende eines Menschen zu entscheiden. Die passive Sterbehilfe hingegen ist vertretbar. Sie bedeutet, dass bei einem schwerstkranken oder sterbenden Menschen Medikamente abgesetzt oder medizinische Geräte abgeschaltet werden können, um den Leidens- oder Sterbeprozess nicht unnötig zu verlängern.

  • Kann man auch mit Worten verletzen oder töten ?

  Ja, man kann auch mit Worten verletzen oder töten. In diesem Fall spricht man von Rufschädigung oder Rufmord. Wenn jemand verleumdet wird, indem Unwahrheiten über ihn verbreitet werden, kann es zu weitreichenden inneren Verletzungen kommen, die oftmals mindestens genauso schmerzhaft sind wie körperliche Verletzungen.

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Das Sechste Gebot Gottes

  • Wie lautet das sechste und das neunte Gebot Gottes ?

Das sechste Gebot lautet:
"Du sollst nicht die Ehe brechen." Das neunte Gebot lautet: "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Mann oder Frau."

  • Was gebietet Gott im sechsten und neunten Gebot ?

Das sechste und neunte Gebot will die Begegnung von Mann und Frau im geschlechtlichen Bereich ordnen und regeln, wobei das neunte Gebot bis in den Bereich der Gedanken vordringt. Jesus Christus hat die Ehe zu einem Sakrament erhoben, damit Mann und Frau ein ganzes Leben lang in Liebe und Treue zusammenleben und den Bund Gottes mit den Menschen bzw. den Bund Christi mit der Kirche darstellen können. Die Ehe ist der schützende Raum für die geschlechtliche Liebe zwischen Mann und Frau. Einheit und Unauflöslichkeit gehören zum Wesen der Ehe.

  • Was verbietet Gott im sechsten und neunten Gebot ?

Gott verbietet den vor- und außerehelichen Geschlechtsverkehr bzw. den Ehebruch. Vergewaltigung, Prostitution und Zuhälterei gehören zu den schweren Vergehen gegen diese beiden Gebote. Bigamie (Doppelehe) und Polygamie (Mehrehe) stellen einen vor Gott untragbaren Zustand dar. Blutschande (Geschlechtsverkehr unter Familienangehörigen) ist eine Perversion der Geschlechtlichkeit. Weitere Sünden gegen das sechste und neunte Gebot sind Pornographie durch unsittliche Filme oder Zeitschriften, der Gebrauch künstlicher Verhütungsmittel sowie die Masturbation (Selbstbefriedigung). Perversionen wie Geschlechtsumwandlungen sind ebenso wie homosexuelle Praktiken strikt abzulehnen. Unkeusche Gedanken und unkeusches Begehren sind Vergehen gegen das neunte Gebot und bilden die Vorstufe für Tatsünden.

  • Was ist Keuschheit ?

Keuschheit ist die gottgewollte Beherrschung des Geschlechtstriebes vor und in der Ehe. Die Tugend der Keuschheit macht uns stark, die Gebote und Ordnungen Gottes im Bereich des Geschlechtlichen anzuerkennen und danach zu leben.

  • Was ist Schamhaftigkeit ?

Schamhaftigkeit ist die ehrfürchtige Scham vor der Preisgabe der eigenen und der fremden Intimsphäre im geschlechtlichen Bereich. Die Schamhaftigkeit ist gleichsam wie ein Schutzwall um die Tugend der Keuschheit zu bewahren.

  • Wie steht die Kirche zu "wiederverheirateten" Geschiedenen ?

Der Ausdruck "wiederverheiratet geschieden" ist irreführend und täuscht über die Tatsache hinweg, dass kirchlich gültig geschlossene Ehen, die vom Staat "geschieden" werden, vor Gott bestehen bleiben. Mann und Frau dürfen demnach nicht in einer neuen Verbindung wie Eheleute zusammenleben. Tun sie das dennoch, so leben sie im Ehebruch und laden daher dauernd schwere Schuld auf sich. Wenn sie nicht bereit sind, diese Lebensweise aufzugeben, können sie auch nicht zur Beichte gehen, denn die Beichte setzt den Vorsatz zur Besserung voraus. Deshalb können sie, da sie  im Zustand einer schweren Sünde sind, nicht die heilige Kommunion empfangen. Aber sie sind nicht von der Kirche getrennt, sie können als Getaufte an ihrem Leben teilnehmen, ja sie sind sogar dazu verpflichtet; z.B. zum sonntäglichen Besuch der hl. Messe. Da der Kommunionempfang nicht möglich ist (man würde sich selbst schaden, vgl. 1 Kor 11, 27-29), besteht doch die Möglichkeit, Jesus Christus geistig zu "empfangen" (sog. "Geistige Kommunion"). Wenn jemand seine Lebenssituation ehrlich betrachtet, und die Schlussfolgerung daraus zieht, nicht zur Kommunion zu gehen, zeigt er damit seine hohe Achtung vor diesem Sakrament. Sicherlich ist zu beachten, dass manche Menschen schuldlos in eine Situation gekommen sind,  dass sie sich von ihrem Ehepartner trennen mussten. In diesem Zusammenhang ist es oft besonders schwer, aber eine christliche Aufgabe, erlittenes Unrecht als Kreuz in der Nachfolge Christi anzunehmen.

Das 6. Gebot zur Ehe

„Ihr sollt rein sein, auch in der Ehe!“

„Die größte Sünde ist, wenn ein Ehepaar keine Kinder haben will! Sie wollen nur genießen, aber keine Verantwortung tragen. Sie sündigen schwer, sehr schwer!"

Es hat sich ergeben, daß den Menschen angesichts einer Unzahl von Ehebrüchen, Scheidungen und Trennungen die Gebote GOTTES zur Ehe noch einmal vor Augen geführt werden müssen. GOTT sprach durch Moses in den ZEHN GEBOTEN (2 Mose 20,14 und und 5 Mose,5,18): Gott „Zerstöre keine Ehe!“ Diese Ausdrucksweise des völligen Treuegebots ist mit folgenden Worten von JESUS in den Evangelien zu vertiefen: „ Wer sich von seiner Frau trennt, (...) der zerstört ihre Ehe!“ (Evang. von Matth. 5, 32) „Deshalb verläßt ein Mann seinen Vater und seine Mutter, um mit seiner Frau zusammen zu leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele! Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins! Und was GOTT gebunden hat (zusammengefügt), sollen Menschen nicht scheiden (trennen, auflösen)!“ (Evangelium von Matthäus 19,5-6)

„Wer sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch gegenüber seiner ersten Frau!“ (Evangelium von Matthäus 10,8-12) In einigen dem Verfasser dieser Zusammenstellung zugegangenen Worten machte der HERR deutlich, daß man in seinem Leben nur ein einzige Mal das JA-Wort geben kann. Später sprach ER:

„Handlungen gegen den Treuebund sind ein Werk des Teufels!“

Das Eingehen der Ehe ist ein Sakrament, wenn es kirchlich geschieht, ein Heiliger Bund, ein Treuebund, wie es die vorstehenden Worte GOTTES bezeugen. Das Versprechen ist ein Gelöbnis, welches vor GOTT in der Person des Priesters bei einer sakramentalen Handlung vollzogen wird. Zur Erinnerung werden die üblichen Gelöbnisworte hier wiedergegeben: „die Treue halten alle Tage des Lebens, bis der Tod uns scheidet.“ „Ich will dich lieben, achten und ehren solange ich lebe.“ Es ist die unwiderrufliche Wahrheit, wenn die Kirche dann von der Unauflöslichkeit der Ehe spricht, denn aus den Worten des HERRN im vorstehenden Text aus dem Evangelium nach Matthäus geht der Mensch mit Leib und Seele einen Treuebund ein, so daß auch nach dem Tod eines Ehegefährten die Seelen miteinander verbunden bleiben. Aus den Geboten GOTTES durch Moses geht auch hervor, daß ein vor GOTT gegebenes Versprechen unwiderruflich ist, da ER Treue von uns in allen Lebensbereichen erwartet.

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Das Siebente Gebot Gottes

  • Wie lautet das siebente und zehnte Gebot Gottes ?

Das siebente Gebot Gottes lautet:
"Du sollst nicht stehlen."

Das zehnte Gebot Gottes lautet:
"Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut."

  • Worin besteht der Sinn dieser beiden Gebote ?

Das siebente und zehnte Gebot ordnet im menschlichen Zusammenleben den Bereich der materiellen Güter, Eigentum und Besitz, sowie den Bereich des geistigen Eigentums.

  • Gibt es ein Grundrecht auf Privateigentum ?

Ja, jeder Mensch hat ein Grundrecht auf Privateigentum. Doch jedes Privateigentum beinhaltet auch eine soziale Verpflichtung. Im äußersten Notfall ist alles Lebensnotwendige Gemeineigentum, denn dann steht die Sozialverpflichtung über dem Privatrecht.

  • Was gebietet uns Gott im siebenten Gebot ?

Im siebenten Gebot gebietet uns Gott, das von anderen geraubte Gut zurückzuerstatten, die schuldhaft angerichteten Schäden wieder gut zu machen, die Schulden und den gerechten Lohn der Arbeiter zu bezahlen. Es fordert uns auf, jegliches Eigentum eines anderen zu respektieren sowie die Natur als die Schöpfung Gottes zu nutzen und zu schützen.

  • Was verbietet uns das siebente Gebot ?

Das siebente Gebot verbietet uns, den Nächsten an Hab und Gut zu schädigen. Daher verbietet es uns die Diebstähle, die Beschädigungen, den Wucher, die Erpressung, die Betrügereien in Verträgen und im Handel und den Beistand zu solchen Schädigungen. Ebenso verbietet es die unsachgemäße Ausbeutung der Natur bzw. deren Beschädigung.

  • Was gebietet uns Gott im zehnten Gebot ?

Im zehnten Gebot gebietet uns Gott, gerecht und mäßig zu sein im Streben nach Verbesserung der eigenen Verhältnisse und mit Geduld die Beschränkungen und die übrigen Nöte zu ertragen, die vom Herrn zu unserem Verdienst zugelassen werden, da wir "durch viele Drangsale in das Reich Gottes gelangen müssen" (Apg 14,21).

  • Was verbietet uns das zehnte Gebot ?

Das zehnte Gebot verbietet uns die unmäßige Begierde nach Reichtümern ohne Rücksicht auf die Rechte und das Wohl des Nächsten. Es verlangt, den Neid aus dem Herzen der Menschen zu verbannen. Der Neid ist eine Hauptsünde. Er besteht darin, dass man traurig ist, weil es einem anderen gut geht, und maßlos danach verlangt, sich dessen Gut selbst auf ungerechte Weise anzueignen. Wer aus Neid dem Nächsten ein schlimmes Übel wünscht, begeht eine Todsünde.

  • Was sagt der Katechismus der Katholischen Kirche zur "kirchlichen Soziallehre" ?

"Die Kirche fällt auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet ein sittliches Urteil, „wenn die Grundrechte der menschlichen Person oder das Heil der Seelen es verlangen“ (GS 76). Im Bereich der Moral hat sie eine andere Sendung als die staatliche Gewalt: Die Kirche kümmert sich um die zeitlichen Belange des Gemeinwohls, weil diese auf das höchste Gut, unser letztes Ziel, hingeordnet sind. Sie ist bestrebt, die richtige Einstellung zu den irdischen Gütern und den gesellschaftlich wirtschaftlichen Beziehungen zu verbreiten." (KKK 2420)

  • Worin besteht der Sinn des Wirtschaftslebens ?

"Die Entfaltung des Wirtschaftslebens und die Steigerung der Produktion haben den Bedürfnissen der Menschen zu dienen. Das wirtschaftliche Leben ist nicht allein dazu da, die Produktionsgüter zu vervielfachen und den Gewinn oder die Macht zu steigern; es soll in erster Linie im Dienst der Menschen stehen: des ganzen Menschen und der gesamten menschlichen Gemeinschaft. Die wirtschaftliche Tätigkeit ist — gemäß ihren eigenen Methoden — im Rahmen der sittlichen Ordnung und der sozialen Gerechtigkeit so auszuüben, dass sie dem entspricht, was Gott mit dem Menschen vorhat." (KKK 2426)

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Das Achte Gebot Gottes

  • Wie lautet das achte Gebot Gottes ?

Das achte Gebot lautet:
"Du sollst kein falsches Zeugnis von dir geben wider deinem Nächsten."

  • Was gebietet Gott im achten Gebot ?

Gott gebietet uns im achten Gebot, überall und jederzeit die Wahrheit zu sagen und die Taten des Nächsten wenn immer möglich positiv auszulegen, damit ein vertrauensvolles Zusammenleben unter den Menschen möglich wird.

  • Was verbietet uns das achte Gebot ?

Das achte Gebot verbietet uns jede Falschheit und den ungerechten Schaden am Ruf eines anderen. Daher verbietet es uns neben dem falschen Zeugnis: die Verleumdung, die Lüge, die Herabsetzung, die üble Nachrede, die Schmeichelei, das vorschnelle Urteil und den vermessenen Verdacht.

  • Welche Bedeutung haben Verleumdung und üble Nachrede für das alltägliche Zusammenleben?

Verleumdung und üble Nachrede haben für das alltägliche Zusammenleben der Menschen verheerende Folgen, weil durch falsches und ungeprüftes Weitererzählen von Behauptungen der Ruf und die Ehre eines Menschen geschädigt bzw. ruiniert werden kann. Dadurch kann die Glaubwürdigkeit einer Person angegriffen oder vernichtet werden, was einem schwerwiegenden Eingriff in die Würde des Menschen gleichkommt.

  • Wozu ist der verpflichtet, der dem guten Ruf des Nächsten geschadet oder ihn ruiniert hat ?

Wer dem guten Ruf des Nächsten durch Verleumdung und üble Nachrede geschadet oder ihn ruiniert hat, muss den begangenen Schaden nach Kräften wieder gutmachen. Oft ist dies aber gar nicht mehr möglich, weil die Rufschädigung weite Kreise gezogen hat oder dem Geschädigten unwiederbringlichen Schaden zugefügt hat. Deshalb sollte man sich vorher gut überlegen, was man über andere verbreitet und vor allem dann, wenn Behauptungen ungeprüft und unsicher sind. Man darf sich im nachhinein nicht auf andere berufen, nur weil diese etwas erzählt haben. Für das, was man selber weitererzählt, ist man auch selber verantwortlich.

  • Was sagt der Katechismus der Katholischen Kirche über den Gebrauch der Massenmedien ?

"In der modernen Gesellschaft spielen die Massenmedien bei der Weitergabe von Information, der Förderung der Kultur und in der Bildung eine bedeutende Rolle. Infolge der technischen Fortschritte, des Umfangs und der Vielfalt der übermittelten Inhalte sowie aufgrund ihres Einflusses auf die öffentliche Meinung wird diese Rolle immer wichtiger. Die Information durch Medien steht im Dienst des Gemeinwohls (vgl.  IM 11). Die Gesellschaft hat das Recht auf eine Information, die auf Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität gründet. „Der richtige Gebrauch  dieses Rechtes fordert aber, dass die Mitteilung inhaltlich stets der Wahrheit entspricht und bei Beachtung der durch Recht und menschliche Rücksichtnahme gezogenen Grenzen vollständig ist. Auch in der Form muss sie ethisch einwandfrei sein, das heißt beim Sammeln und Verbreiten von Nachrichten müssen die ethischen Grundsätze sowie die Rechte und Würde des Menschen beachtet werden“ (IM 5)." (KKK 2493-2494)

  • Welche Stellung kommt der Wahrheit und Schönheit der Kunst zu ?

"Weil der Mensch nach dem Bilde Gottes geschaffen (vgl. Gen 1,26) ist, bringt er die Wahrheit seiner Beziehung zu Gott, dem Schöpfer, auch durch die Schönheit seiner Kunstwerke zum Ausdruck. Die Kunst ist eine dem Menschen eigentümliche Ausdrucksform. Sie geht über das allen Lebewesen gemeinsame Streben nach dem Lebensnotwendigen hinaus; sie ist ein freies Überströmen des inneren Reichtums des Menschen. Einem vom Schöpfer geschenkten Talent und der Anstrengung des Menschen entstammend, ist die Kunst eine Form der praktischen Weisheit. In ihr vereinen sich Erkenntnis und Können (vgl. Weish 7,17), um der Wahrheit einer Wirklichkeit in einer dem Sehen oder dem Hören verständlichen Sprache Gestalt zu verleihen. Soweit sich die Kunst von der Wahrheit der Geschöpfe und der Liebe zu ihnen inspirieren lässt, weist sie eine gewisse Ähnlichkeit mit der Tätigkeit Gottes in der Schöpfung auf. Wie jede andere menschliche Tätigkeit hat die Kunst ihr absolutes Ziel nicht in sich selbst, sondern empfängt ihre Ordnung vom letzten Ziel des Menschen und wird durch dieses veredelt." (KKK 2501)

 

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Das neunte Gebot
Siehe auch
Erläuterungen zum neunten und zehnten Gebot 
(Diese 2 Gebote sind auch unter dem 6. und 7. Gebot beschrieben.)

 

Du sollst nicht die Frau Deines Nächsten begehren.

 

Im biblischen Original heißt es:

Exodus 20, 17: Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgend etwas, das deinem Nächsten gehört. (Hier sind 9. + 10. Gebot miteinander verbunden)

Deuteronomium 5, 21: du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen,

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Das zehnte Gebot
 Siehe auch

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Du sollst nicht das Hab und Gut Deines Nächsten begehren.

 

Im biblischen Original heißt es:

Exodus 20, 17: Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgend etwas, das deinem Nächsten gehört. (Hier sind 9. + 10. Gebot miteinander verbunden)

Deuteronomium 5, 21: und du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren, nicht sein Feld, seinen Sklaven oder seine Sklavin, sein Rind oder seinen Esel, nichts, was deinem Nächsten gehört.

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Praktische Beichthilfe

 

Die 5 Gebote der Kirche
1. Du sollst an allen Sonn- und Feiertage eine heilige Messe mit Andacht mitfeiern,
    Der Sonntag ist GOTT geweiht, dient also nicht zuerst dem Menschen, seinem Erwerb oder Vergnügen. Das 1. Kirchengebot legt eigentlich das 3. Gebot genauer aus. Die gebotenen Feiertage sind zu halten wie ein Sonntag: Heiligung, Arbeitsruhe, Mitfeier der Hl. Messe und gute Werke. Leider werden viele christliche Feste immer mehr verweltlicht. Die Heiligung der Seele, die Hauptsache, wird vergessen. Nebensachen werden zum Fest: Essen, Geschenke, Vergnügungen... Das Sprichwort bewahrheitet sich: «GOTTES Feiertag ist des Teufels bester Werktag!»
2. Du sollst wenigstens einmal im Jahr deine Sünden beichten,
    Die Kirche wünscht, dass wir die heiligen Sakramente oft empfangen, damit wir unser Leben im Stande der Gnade halten. Das 2. Kirchengebot sichert die Vorbereitung auf die Eucharistie durch den Empfang des Sakramentes der Versöhnung, das die in der Taufe erfolgte Umkehr und Vergebung weiterführt. Die Bussfeier hilft, die Gesinnung der Reue zu wecken, ohne die es kein göttliches Verzeihen gibt. Statt die Einzelbeichte zu verdrängen, sollte sie darauf vorbereiten.
3.  Du sollst wenigstens einmal im Jahr die heilige Kommunion empfangen, und zwar zur österlichen Zeit.
    Beichte und Kommunion sind Sakramente, d.h. von Christus eingesetzte Mittel zu unserer Heiligung: «Amen, Amen ich sage euch: wenn ihr das Fleisch des Menschen¬sohnes nicht essen und sein Blut nicht trinken werdet, so werdet ihr das Leben nicht in euch haben» (Joh 6,54). Wie oft wir die HI. Kommunion wenigstens empfangen sollen, hat er nicht festgelegt. Das tat die Kirche mit dem 3. Kirchengebot (1215, IV. Laterankonzil).
4. Du sollst die gebotenen Feiertage halten,
    Das 4. Gebot vervollständigt das Sonntagsgebot durch die Teilnahme an den liturgischen Hauptfesten, welche die Mysterien des Herrn, der Jungfrau Maria und der Heiligen ehren. Die heute allgemein noch geltenden Feiertage (das Industriezeitalter hat «rationalisiert»), die nicht auf einen Sonntag fallen, sind nur noch Weihnachten, Neujahr und Christi Himmelfahrt. Der Gläubige richtet sich wegen der unterschiedlichen Feiertagsregelung nach der Ordnung des Wohn- oder Arbeitsortes.
5.    Du sollst die gebotenen Fast- und Abstinenztage halten,
  Das 5. Gebot sichert die Zeiten der Entsagung und Busse, die uns auf die liturgischen Feste vorbereiten. Früher schrieb man 51 Fasttage vor und dazu als Abstinenztage alle Freitage. In der Schweiz gab es bis 1957 noch 14 Fasttage. Seit 1967 gelten nur noch Aschermittwoch und Karfreitag als Fasten- u. Abstinenztage. An den Fasttagen darf man sich nur einmal satt essen (eine kleine Stärkung morgens und abends ist gestattet). «Durch das Fasten des Leibes unterdrückst Du die Sünde, erhebst Du den Geist, spendest Tugendkraft und Lohn.» (Präfation der Fastenzeit).

Christus sagte zu den Aposteln: «Alles, was auf Erden binden werdet, wird auch im Himmel gebunden sein.» (Mt 18,18). Damit hat er den Hirten der Kirche das Recht verliehen, Gebote zu geben und die Übertreter zu strafen: Entziehung der Hl. Sakramente. Exkommunikation oder Kirchenbann, wodurch der Exkommunizierte vieler Rechte, Gnaden und Segnungen, die einem Glied der Kirche zukommen, beraubt wird. Verweigerung des kirchlichen Begräbnisses. Die Kirche hat noch andere Gebote gegeben, die im Kirchenrecht (CIC) zusammengefasst sind.
«Die Kirche ist die Gemeinschaft der gläubigen Christen, erleuchtet und geleitet von GOTT unseren Herrn. Darum müssen wir uns stets davon überzeugt halten, dass der gleiche Herr,
der uns die 10 Gebote gegeben hat, auch der oberste Gesetzgeber jener Gebote ist, die wir die Kirchengebote nennen und die also unmittelbar von der Kirche ausgehen, damit wir, im dienstwilligen Gehorsam gegen Seine göttliche Majestät, sicherer das Heil unserer Seelen erwirken». (Ignatius von Loyola)
 

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Das Gewissen - ein Barometer
Das Gewissen ist die Stimme GOTTES in unserer Seele. Oft spricht GOTT durch den Schutzengel zu uns, manchmal durch einen Mitmenschen, ja oft durch ein Kind. Die Stimme des HI. Schutzengels vernehmen wir deutlich, indem er uns an etwas erinnert oder eindringlich vor etwas warnt oder zu etwas drängt. Wer aufmerksam auf diese leise Stimme hört und sie befolgt, bekommt ein immer feineres Gespür, was Sünde ist. Wer sich dagegen verschliesst, stumpft sein Gewissen immer mehr ab.

Lassen wir uns zum Guten mahnen und vor dem Bösen warnen!

    
Das Gewissen warnt uns vor dem Bösen und sagt: «Tu es nicht!»
Der Gegenspieler, ein gefallener Engel und Diener Satans versucht uns das Gegenteil einzureden. Nach begangener Sünde plagt uns das Gewissen, d.h. wir wissen, dass wir uns von GOTT abgekehrt haben, dass wir IHN beleidigt haben. Wir möchten fliehen... in die schlechte Laune, ins Vergessen durch Alkohol oder Drogen...
Wir können bereuen und Busse tun und in der Beicht GOTTES Gnade erfahren. ER ermöglicht uns immer einen Neubeginn!
  Das Gewissen mahnt uns zum Guten und sagt: «Tu es!»
Der Gegenspieler will uns davon abhalten, denn erfreut sich, wenn wir sündigen. Jesus sagt: «Liebet eure Feinde, tut Gutes denen, die euch verfolgen... dann werdet ihr Kinder eures himmlischen Vaters sein... Seid also vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist»
(Mt 5, 44f). Wer kennt nicht das beglückende Gefühl nach einer guten Tat, nach einem Sieg über eine Versuchung, nach einer Beicht, in der er Gottes Gnade erfahren hat?

GOTT gab Moses am Berge Sinai für alle Menschen die 10 Gebote. ER hat sie nie aufgehoben, sondern durch Seinen Sohn Jesus Christus um zwei erweitert.
Kennst Du sie?

 

Die 2 Gebote der Liebe

1. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus deinem ganzen Gemüte und mit allen deinen Kräften!
2.  Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!  (Mk. 12; 30-31 Mt. 22; 38-40)

 

 

Die 7 Hauptsünden oder Laster       

1. Hoffart
2. Ungehorsam
3. Zorn
4. Geiz
5. Unmäßigkeit
6. Unkeuschheit
7. Trägheit                                                                       Link: Die sieben Hauptsünden

 

Die sieben Tugenden, die den sieben Hauptsünden entgegengesetzt sind

1. Demut
2. Freigebigkeit
3. Keuschheit
4. wohlwollende Liebe
5. Mäßigkeit
6. Sanftmut
7. Eifer im Guten.

 

Die in der hl. Schrift besonders empfohlenen guten Werke
1.  Beten
2.  Fasten
3.  Almosen geben.

 

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Die 6 Sünden gegen den Heiligen Geist

1.

Vermessentlich auf GOTTES Barmherzigkeit sündigen.
Diejenigen, die allein auf Gottes Barmherzigkeit trauen, und darum, ohne Scheue und Furcht der strafenden Gerechtigkeit, allerlei Bosheiten begehen.

2. An GOTTES Barmherzigkeit zweifeln.
Es ist die Gesinnung Kains: «Meine Missetat ist zu gross, als dass ich Vergebung erlangen könnte!»
3. Der erkannten christlichen Wahrheit hartnackig widerstreben.
Es ist die Sünde der Pharisäer: «Ihr Halsstarrigen! Wie eure Väter, so widersteht auch ihr allezeit dem Heiligen Geist!»
4. Den Mitchristen um seine Gnade beneiden.
Hier ist nicht einfach der Neid gegen den Nächsten um der Gnade willen gemeint, sondern der Neid und Widerwille gegen die Gnade selbst, der sich im Kampf gegen die Ausbreitung des Reiches der Gnade äussert.
5. Gegen heilsame Ermahnungen ein verstocktes Herz haben
«Sie verstopfen ihre Ohren um die Wahrheit nicht zu hören, und machen ihr Herz gleich dem Diamanten» (Sach 7, 11).
6. In der Unbussfertigkeit vorsätzlich verharren.
Diese Sünde ist dann gegeben, wenn der ausdrückliche Vorsatz vorhanden ist, in der Sünde zu verharren.

Link: Die Sünden wider den Hl. Geist

 

Die 9 fremden Sünden

1. zur Sünde raten
2. andere zur Sünde auffordern
3. in die Sünden anderer einwilligen
4. andere zur Sünde reizen
5. die Sünden anderer loben
6.   zur Sünde schweigen
7.   die Sünde nicht strafen
8.   zur Sünde helfen
9. anderer Sünde verteidigen                             (Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)
 

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Die 4 himmelschreienden Sünden

1. Der vorsätzliche Totschlag. (Mord, Abtreibung)
2. Die widernatürliche Unzucht. (Sodomie)
3. Die Unterdrückung der Armen und Hilflosen.
4. Die Vorenthaltung des gerechten Lohnes.

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Die 2 Hauptgeheimnisse des Glaubens

1.

 

Die Einheit und Dreifaltigkeit Gottes.

2.

 

Die Menschwerdung, das bittere Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus.

 

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Die 7 Geistesgaben

In der Firmung erhält man die 7 Gaben des Hl. Geistes um im Kampf gegen die Mächte der Finsternis bestehen zu können.  Link:  Firmung - Die 7 Gaben des Hl. Geistes

1.  Weisheit
2. Verstand
3. Erkenntnis
4. Rat
5. Stärke
6. Frömmigkeit
7. Gottesfurcht

 

Die zwölf Früchte des Heiligen Geistes

1. Liebe
2. Freude
3. Friede
4. Geduld
5. Freundlichkeit
6.   Güte
7.   Langmut
8.   Sanftmut
9.   Treue
10.   Bescheidenheit
11.   Enthaltsamkeit
12. Keuschheit

 

Die 3 göttlichen Tugenden

1.  Glaube
2.  Hoffnung
3.  Liebe

 

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Die 4 Kardinaltugenden

1.  Klugheit
2. Gerechtigkeit
3. Mäßigkeit
4. Starkmut

 

 

Die Sieben-Zufluchten

1.  Die Allerheiligste Dreifaltigkeit
2. Jesus Christus – der Gekreuzigte
3. das Allerheiligste Sakrament des Altares
4. die Gottesmutter Maria
5. die heiligen Engel
6. die Heiligen im Himmel
7. die armen Seelen im Fegefeuer

 

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Die 7 Werke der leiblichen Barmherzigkeit

1. Die Hungrigen speisen
    Im Christentum ist das geistige Leben nicht losgelöst vom materiellen. Rechtfertigung durch den Glauben allein ist Irrlehre. Um das Heil zu erlangen, gerügt der Glaube allein nicht. Auch die Tat gehört dazu. Die Werke sind in den Erlösungsplan mit einbezogen. Unter den verdienstlichen Werken ist Hungrige speisen vordringlich. Alle Christen sollten bedenken, dass jeder Hungrige Christus ist. ER selbst ist der Hungrige, und wer dem geringsten seiner Brüder das Brot verweigert, verweigert es Jesus. Dem, der IHM das irdische Brot gibt, reicht der Erlöser das Übernatürliche Brot.
2. Die Durstigen tränken
   

Das erste Gebot der Gastfreundschaft gebietet das Darreichen von Wasser—für die Kehle und für die staubigen Füsse. Der Durst ist eine der schrecklichsten Qualen. Bei der Kreuzigungsmarter stiess der Heiland aus: «Mich dürstet! — Beim Brunnen von Samaria versprach der Herr Wasser, das nie mehr durstig macht. Das von Jesus versprochene Wasser ist die Gnade, das Leben der Seele, so wie das Wasser der Samaritanerin das Leben für den Leib bedeutete. Das Wasser der Gnade wird nicht besitzen, wer dem andern den Trank für das natürliche Leben verweigert.

3. Die Nackten bekleiden
    Wer das glorreiche Gewand der Seligkeit empfangen will, muss die Armen bekleiden mit dem Gewand der Barmherzigkeit. Das Werk der leiblichen Barmherzigkeit ist also die Voraussetzung für den geistigen Aufstieg der Seele. Die Lilien des Feldes, von GOTT gewandet, sind schöner gekleidet als Salomon (Mt 6,28). Der hI. Bernhardin v. Siena nannte jene Zwiebeln, die sich zuviele Kleider hielten und die Armen vergassen. Jeder Mensch kann etwas weiterschenken und dadurch seinesgleichen kleiden. In diesem Abbild kleidet er eigentlich den Schöpfer der Lilien selbst.
4. Die Fremden beherbergen
    Im Mittelalter hatte jeder Christ die Pflicht, wenigstens für eine Nacht einen Pilger zu beherbergen. In jedem obdachlosen Menschen müssen wir Christus sehen, den Pilger.
5. Die Kranken besuchen
   

Dies heisst nicht nur, ihnen Gesellschaft leisten, sondern sich mit der eigenen Gesundheit zur Verfügung stellen: Krankendienste verrichten, die der Kranke allein nicht vermag. Hat er behinderte Füsse, stelle man die eigenen zur Verfügung. Hat er schwache Augen, lese man vor oder schreibe auf sein Diktat. Jedes kranke Organ soll Ergänzung finden durch unser gesundes, denn Kranke sind die Ärmsten unter den Armen. Der Reiche spürt Gewissensbisse, wenn er den Blick vom Armen wendet, der Gesunde hat kaum Bedenken, wenn er dem Kranken nicht hilft.

6. Die Gefangenen besuchen
    Es scheint paradox, ist aber wahr: Die von der menschlichen Gerechtigkeit Verurteilten werden zu Richtern der göttlichen Gerechtigkeit gegenüber allen, die das 6. Werk der leiblichen Barmherzigkeit ausser acht lassen. Es ist nicht nur das undankbarste, sondern auch das heikelste. Über die Brücke der Gefangenenseelsorger lassen sich Kleider, Speisen, tröstliche Bücher u.a. den Häftlingen zur Verfügung stellen. Wehe dem Christen, der die Gefangenen mit Rachegefühlen oder Verachtung behandelt! Er würde Jesus beleidigen.
7.   Die Toten begraben
 

Jesus hat beteuert, in den Hungrigen, Durstigen, Nackten, Obdachlosen, Kranken und Gefangenen zu sein. Nie hat ER gesagt, ER lebe in den Toten. Aber in ihnen birgt sich sein Sieg, die Auferstehung. Die Toten wollen ehrfürchtig bestattet sein, nicht wegen ihrer verblichenen Leiblichkeit, sondern wegen ihrer kommenden Herrlichkeit. Dieses Geheimnis der Auferstehung konnte keine Mythologie und kein Philosoph erfinden. Mariens Aufnahme in den Himmel wurde zum Siegel dieses christlichen Geheimnisses — wenn der verherrlichte Leib sich mit der geretteten Seele vereinigt.

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Die 7 Werke der geistigen Barmherzigkeit

1. Die Zweifelnden beraten
    Der Zweifler ist wie ein Kranker, der auf Heilung hofft. Er tut alles um zu genesen. Darum ist Ratgeben eine Pflicht. Verweigere diese Hilfe nicht! Leiste sie liebevoll.
2. Die Unwissenden belehren
   

Viele betrachten die Werke geistiger Barmherzigkeit als weniger verpflichtend wie die der leiblichen. Die Unwissenden wissen viele unnütze Dinge und übersehen die wichtigsten, die Wissenschaft vom Ewigen. «Die Unwissenheit ist eine Art 8. Sakrament. Viele werden gerettet ob ihrer mangelnden Einsicht» (F.v Sales). Dies gilt kaum für die Faulen und Gleichgültigen, die sich mit selbstzufriedener Unwissenheit entschuldigen. Wer dem Dienst der Belehrung nachkommt, handelt auf geistigem Gebiet entsprechend dem materiellen, -Dürstende tränken.

3. Die Sünder zurechtweisen
    Zurechtweisen heisst nicht kritisieren, blossstellen, verachten, Vorwürfe machen, anklagen, verdammen...
Aufs-Rechte-weisen besagt: unterrichten, aufmerksam machen, zum Überlegen bringen. Es bedeutet nicht, an den Pranger stellen, sondern warnen; nicht vor den Kläger führen, sondern in Sicherheit bringen. Sündigen heisst fallen. Sünder zurechtweisen bedeutet, liebevoll dem Fall zuvorkommen oder zur Hilfe eilen, um aufzurichten. Die Sünde hassen — den Sünder lieben. Die Sünde verwerfen — den Sünder zurechtweisen.
4. Die Trauernden trösten
    Alles bisher Gesagte ist traurig und verlangt Trost. Hier geht es um anderes, denn Traurigkeit ist möglich ohne zu leiden an Hunger, Durst, Kleidern, Obdachlosigkeit, Krankheit, Gefangenschaft, Zweifel, Unwissenheit... Die Betrübnisse und Leiden sind schwierig zu entdecken und zu befrieden. Es gibt keine allgemeine Regel, Trauernde zu trösten (ein Blick, ein Händedruck, ein Seufzer, eine Träne, ein mitfühlendes Wort...). Der HI, Franziskus war in schmerzlichster Situation fähig, andere zu trösten. Blind, krank, nach schlafloser Nacht stimmte er den Sonnengesang an zum Trost aller Unglücklichen.
5. Erlittenes Unrecht verzeihen (Beleidigungen)
    Während seines Lebens verzieh Jesus nie aus Berechnung, aus Schwäche oder aus Feigheit. ER verzieh aus Liebe, womit ER ein neues Gesetz in Kraft setzte. Das Gebot, selbst die Feinde zu lieben, überfordert uns übermenschlich. Kein Mensch vermag aus sich allein, solchem Gesetz zu gehorchen. Ohne die Hilfe der Gnade des Heilandes ist es unmöglich, zu vergeben. Man muss sich mit IHM vereinen. ER allein vermag und versteht zu verzeihen. Das Gesetz christlicher Vergeltung könnte das alttestamentliche Auge um Auge ersetzen: Herz um Herz, D.h. unser Herz für Jesu Herz.
6. Die Lästigen geduldig ertragen
    Wir ziehen den Angriff eines Löwen dem einer Legion Ameisen vor. Zu grossen Prüfungen sind wir bereit, rebellieren aber gegen kleine Belästigungen. Wir haben keine Geduld, kleine Peinen zu ertragen. Jesus ist der Dulder. Sein Leiden wurde nur im Hinblick auf die Erlösung von den Sünden angenommen. Unser Dulden muss sich folgerichtig mit dem Seinigen vereinen, vom Ertragen in liebevolles Annehmen verwandeln: kleine Kreuze freudig annehmen, Jesus die Belästigungen aufopfern, sie geduldig ertragen aus Liebe zum grössten Dulder.
7.   Für die Lebenden und Verstorbenen zu Gott beten
  Der Blutkreislauf der guten Werke würde bald in einen Giftkreislauf entarten, wenn er nicht stets mit dem Sauerstoff des Gebets angereichert würde. Jedes Gebet, auch das persönliche wird universell, sobald es GOTT erreicht. Es unterstützt den Atem des mystischen Leibes, zu dem alle Gotteskinder
gehören. Das Gebet muss bestimmt sein für alle Lebenden und Verstorbenen, die an den sieben leiblichen und den geistigen Werken keinen Anteil mehr haben; denn am letzten und erhabensten Werk nehmen sie teil, die Armen Seelen.

 

 

 

Die goldene Regel

Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen!   (Mt 7, 12)

 

 

 


Die acht Seligkeiten

  • Selig sind die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich.

  • Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden die Erde besitzen.

  • Selig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.

  • Selig sind, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden gesättigt werden.

  • Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

  • Selig sind, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott anschauen.

  • Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.

  • Selig sind, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen, denn ihrer ist das Himmelreich.
                                                                                                    (Mt 5,3-10)

     


Die zwölf Eigenschaften Gottes

Gott ist ewig;
Gott ist unveränderlich;
Gott ist allgegenwärtig;
Gott ist allwissend;
Gott ist allmächtig;
Gott ist allweise;
Gott ist heilig;
Gott ist gerecht;
Gott ist wahrhaft;
Gott ist treu;
Gott ist gütig;
Gott ist barmherzig.

 

 

 

Die drei letzten Dinge eines jeden Menschen:

 

Tod, Gericht, 

Himmel oder Hölle!

 

 

Himmel:

Ewig Freud ohne Leid

 in der ganzen Ewigkeit.

 

 

Hölle:

Ewig Leid ohne Freud

  in der ganzen Ewigkeit.

 

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Du sollst dir kein Gottesbildnis machen! (KKK 2129-2132)

Zum Abschluss wollen wir noch auf das alttestamentliche Bilderverbot eingehen. Gott hatte es dem Volk Israel untersagt, irgendeine Darstellung Gottes anzufertigen. Damit sollte der Abfall von Gott ausgeschlossen werden, denn allzu leicht würde das Volk den transzendenten Gott mit seiner materiellen oder bildhaften Darstellung verwechseln und anstatt des lebendigen und wahrhaftigen Gottes einen Götzen anbeten. So stellt der KKK in Nr. 2129 fest:

„Die göttliche Weisung untersagt jede von Menschenhand angefertigte Darstellung Gottes. Das Buch Deuteronomium erklärt: ‚Eine Gestalt habt ihr an dem Tag, als der Herr am Horeb mitten aus dem Feuer zu euch sprach, nicht gesehen. Lauft nicht in euer Verderben, und macht euch kein Gottesbildnis, das irgendetwas darstellt’ (Dtn 4,15–16). Der absolut transzendente Gott hat sich Israel geoffenbart. ‚Er ist alles’, aber gleichzeitig ‚ist er doch größer als alle seine Werke’ (Sir 43,27-28). Er ist ‚der Urheber der Schönheit’ (Weish 13,3).

Das Bilderverbot galt aber niemals absolut. Denn

„schon im Alten Testament hat Gott die Anfertigung von Bildern angeordnet oder erlaubt, die sinnbildlich auf das Heil durch das fleischgewordene Wort hinweisen sollten: beispielsweise die eherne Schlange, die Bundeslade und die Kerubim.“ (KKK 2130)

Seit der Menschwerdung des Sohnes Gottes ist dieser Teil des Dekalogs aufgehoben bzw. wurde er modifiziert, da uns nun der Sohn Gottes in seiner heiligen Menschheit erschienen ist und uns in seinem heiligen Leben, Sterben und Auferstehen den unsichtbaren Vater im Himmel offenbart hat. Daher hat

„(u)nter Berufung auf das Mysterium des fleischgewordenen Wortes … das siebte Ökumenische Konzil in Nizäa im Jahr 787 die Verehrung der Ikonen, die Christus oder auch die Gottesmutter, Engel und Heilige darstellen, gegen die Ikonoklasten verteidigt. Durch seine Menschwerdung hat der Sohn Gottes eine neue Bilder-‚Ökonomie’ eröffnet.“ (KKK 2131)

Als Christen verehren wir daher die Bilder Christi und der Heiligen, wobei das Ziel der Verehrung nicht im Bild als solchen zu finden ist, sondern in den dargestellten Personen. In KKK 2132 heißt es daher:

„Die christliche Bilderverehrung widerspricht nicht dem ersten Gebot, das Götzenbilder verbietet. Denn ‚die Ehre, die wir einem Bild erweisen, geht über auf das Urbild’ (hl. Basilius, Spir. 18, 45), und ‚wer das Bild verehrt, verehrt in ihm die Person des darin Abgebildeten’ (2. K. v. Nizäa, ‚Definitio de sacris imaginibus’: DS 601). Die Ehre, die wir den heiligen Bildern erweisen, ist eine ‚ehrfürchtige Verehrung’, keine Anbetung; diese steht allein Gott zu.“

Der Kirchenlehrer Thomas von Aquin hat es so formuliert:

„Die Gottesverehrung wird nicht den Bildern als Ding zuteil, sondern nur insofern sie Bilder sind, die zum menschgewordenen Gott führen. Die Bewegung, die sich auf das Bild als Bild richtet, bleibt nicht in diesem stehen, sondern strebt zu dem, dessen Bild es ist“ (hl. Thomas v. A., s. th. 2-2, 81, 3, ad 3).

 

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