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 Leben in der Kraft
des Herrn

   
   





 

 

  

7 Tips für den geistlichen Kampf

Wenn heute viele Menschen Sehnsucht nach sanften Wegen haben, ist das verständlich und erstrebenswert. Die übertechnisierte Welt hat dem Menschen Gewalt angetan, ihn der Natur und sich selber entfremdet. Es ist Zeit für eine Rückkehr zu einem harmonischen und einfachen Lebensstil. Dabei dürfen Christen nie vergessen, dass diese Ziele nur über einen Kampf zu erreichen sind, und dass die Voraussetzung für ein Leben in Frieden nur die kompromisslose Absage an die Mächte des Bösen ist, die diese Welt zerstören. Der Geist, der in der Welt herrscht, ist der Vater der Lüge und der Menschenmörder von Anbeginn. Nur wer sich dem geistlichen Kampf stellt, wird die Freiheit und den inneren Frieden finden.

1. Den Gegner kennen

Heute ist es unter vielen Theologen modern geworden, den Kopf in den Sand zu stecken und die Wahrheit der HI. Schrift zu leugnen:“ Wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs» (Eph 6,12). Der geistliche Kampf ist nicht bloss ein Kampf gegen die menschliche Schwäche oder die noch mangelnde Fortschrittlichkeit. Es ist ein Kampf gegen dämonische Mächte, die die Menschen verführen, verwirren und vernichten wollen. Wo die Theologie diese Wirklichkeit als Mythos darstellt, ist sie dumm und blind geworden und hat den Menschen, die täglich im Kampf mit diesen Mächten stehen, nichts mehr zu sagen. Die Wirklichkeit zu sehen, wie die HI. Schrift sie uns vor Augen stellt, ist der erste Schritt zu einem Leben, das diese dunklen Mächte überwindet. Wer in den vielen menschlichen Kriegen und kleineren Auseinandersetzungen wahrhaben kann, dass es auch noch diese geistige Wirklichkeit gibt, die Verwirrung stiftet, die die Menschen niederhält, verführt und aufhetzt, der wird sich anders in die Auseinandersetzung begeben. Der wird beherzigen, was Paulus weiter sagt: «Darum legt die Rüstung GOTTES an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten und alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt» (Eph 6,13). 

2. Satan kennt keinen Waffenstillstand

Es ist unangenehm zu wissen, dass der Teufel kein fairer Gegner ist. Er kennt keinen Waffenstillstand und keine Pause in seiner Bosheit. Petrus sagt: «Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann« (1 Petr 5,8). Das geistliche Leben ist nicht eine Wochenendbeschäftigung, der geistliche Kampf kann nicht aufgespart werden für wenige Exerzitientage im Jahr. ,,Hört nicht auf zu beten und zu flehen Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus.. ,,, mahnt deshalb Paulus (Eph 6,18). Das geistliche Leben muss den Christen in allen Bereichen durchdringen, alle Räume des Lebens sollen Christus übergeben sein. Denn wenn Christus die Herrschaft über uns ausüben darf, dann hat der Herrscher der Finsternis nichts mehr zu suchen. Wir aber leben in der ständigen Bereitschaft, für das Evangelium einzutreten und zu kämpfen (Eph 6, 15).

3. Widerstand gegen den Verwirrer und Verführer

Der Teufel wird auch bezeichnet als der Vater der Lüge. Er versucht alle zu verführen, und wenn möglich auch die Auserwählten GOTTES zu Fall zu bringen (Mt 24,24). Es wäre leicht, wenn man ihn bei seinen Tricks und Verführungsversuchen sofort an seiner Bosheit erkennen könnte. Aber er tritt so oft als Engel des Lichtes auf, er kommt wie der Messias, tut Zeichen und Wunder, schenkt scheinbar Heilung und Erfolg. Er wird auch als der Affe Gottes bezeichnet. Alle Gaben und Gnaden des HI. Geistes versucht er nachzuahmen. Er schenkt falsche Salbung, Scheinheilung, Propheten, die die Wahrheit verdrehen, er fasziniert durch seine Toleranz... Papst Leo XIII. sah am Ende des letzten Jahrhunderts in einer Vision, dass der Satan für 100 Jahre losgekettet und in bisher nie dagewesener Macht die Menschen verführen wird. Wir erleben es in diesem ausgehenden Jahrhundert, wie tief die Lüge in alle Bereiche eingedrungen ist. Der Glaube an Gott wurde ersetzt durch eine Religion der Selbstherrlichkeit. Das Erschütternde ist dabei, wie viele Christen den Lügenpropheten gefolgt sind, wieviele sich verführen liessen. Der Glaube an die Erlösung wurde durch den Glauben an die Evolution ersetzt, das Streben nach dem Himmel durch das Streben nach der kosmischen Harmonie, das Gebet durch Yoga, Zen, Autogenes Training, QiGong, Tai Chi... etc. Durch viele kleine Risse und Ritzen ist die Lüge eingedrungen und hat soviele weggezogen vom Kreuz des Erlösers. Dabei hat es so harmlos angefangen — ein alternativer Heiler, ein Kurs für besseres Leben..., gewürzt mit ein bisschen Taoismus, ein bisschen Yin und Yang-Mythologie, meditatives Tanzen, was ist schon dabei... Dann hört man etwas über Wiedergeburt... die schiefe Ebene ist längst betreten. Viele Gläubige werden heute getäuscht. Der erste Schritt ist meist ungesunde Neugierde, der zweite mangelnde Entschiedenheit, allen fremden Kulten abzusagen. So viele kokettieren mit der Lüge, einfach weil es zeitgemäss ist. Es ist schwer, gegen den Strom zu schwimmen — auf die Gefahr hin, als Aussenseiter nicht dazu-zu-gehören. Der Schild des Glaubens aber kann die feurigen Geschosse des Bösen auslöschen. Der Glaube, das ist das Feststehen im Wort Gottes, das stets neue Ja zum Bund mit dem Gekreuzigten.

4. Gürtet euch mit der Wahrheit

Pilatus fragte: «Was ist Wahrheit?»  Die Frage so vieler Zweifler, und zweifeln ist heute modern. Als Christen dürfen wir weinen mit den Weinenden, lachen mit den Lachenden — aber niemals zweifeln mit den Zweifelnden! Wir haben die Wahrheit! Wir dürfen und müssen mit diesem grossen Anspruch auftreten. Wir sind getauft auf den Namen dessen, der von sich gesagt hat: ,,Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben« (Joh 14,6). Wir brauchen dieses Licht nicht in einer falsch verstandenen Toleranz unter den Scheffel zu stellen. Damit ist niemandem gedient. Jesus Christus —die Wahrheit, der wir glauben— ist freilich niemals mit dem Verstand für den Menschen ganz erfassbar. Er bleibt uns ewig voraus, und deshalb verfügen wir nicht über die Wahrheit, sondern die Wahrheit verfügt über uns: wir müssen ihr Gehorsam leisten. Wir müssen die Wahrheit, die uns Christus vor Augen stellt, tun, auch dann, wenn wir sie nicht begreifen. Das ist gelebter Glaube, Auslieferung an die Wahrheit, die ewig grösser ist als der Mensch. Der Versucher möchte, dass die Christen diesen Gurt der Wahrheit — Jesus Christus— ablegen. Er möchte, dass sie nur mehr ihr eigenes Mass gelten lassen und sich selbst zum Mass aller Religion machen. Wahrheitsfindung durch Unterschriftenlisten ist dann der letzte Schrei. Demokratie: Herrschaft des Volkes steht gegen Theokratie, die Herrschaft Gottes!

5. Nehmt den Helm des Heiles

In diesem geistlichen Kampf gegen das Böse wird jeder Christ auch seine Schwächen erleben. Jeder Christ kennt das Fallen, das Versagen und die Sünde. Auch der aufrechte, ehrlich bemühte fällt, sogar der Heilige. Es ist keine Schande, im Kampf verwundet zu werden. Es ist keine Schande, wenn man im Kampf gegen die Sünde nicht immer siegreich bleibt. Es wäre aber eine Schande, nicht mehr zu kämpfen. Schon der Kampf adelt, und im Kämpfen erkennen wir, dass wir Söhne GOTTES sind. Wir erleben, dass durch uns ein Riss geht, der Riss zwischen dem alten Menschen des Fleisches und dem neuen Menschen des Geistes. Ich unglücklicher Mensch», sagt Paulus, der dieses Ringen in sich erlebt: «Wer wird mich aus diesem dem Tod verfallenen Leib erretten?» (Rom 7,24). Der Satan, welcher der Ankläger ist, möchte gerne in die Verzweiflung treiben, die eine Ausdruckweise des Stolzes ist. Zum geistlichen Kampf gehört auch, dass wir uns in unserer Schwäche ganz auf den Sieg Christi stellen. Wer in Sünde gefallen ist, der darf sofort wieder aufstehen, die Wunde von Jesus verarzten lassen und weiterkämpfen. Bloss das Liegenbleiben ist verboten. Der Helm des Heiles ist jenes Erbarmen GOTTES, durch das wir gerettet sind. Deshalb hat der Ankläger keinen Zutritt mehr zu uns. Und wir sollen es auch nicht zulassen, dass er vor uns die Brüder verklagt. Wehret allem Urteil und Verurteilen! Jedes Urteil, jede Anklage gegen die Brüder schwächt den mystischen Leib Christi, die Kirche. Der Helm des Heiles ist auch die Bereitschaft, das Erbarmen GOTTES an die Mitkämpfenden weiterzugeben, zu vergeben und zu verzeihen. So wird der Keim des Todes, den der Satan so gerne in die Gemeinschaft der Jünger säen möchte, keinen Zutritt haben. Vergebung desinfiziert jede seelische Wunde!

6. Auftreten in der Autorität des Auferstanden

Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn! «Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden (Lk 10,18f). Aus der letzten Phase des Weltkrieges wird folgendes berichtet: Im Krieg gegen Japan waren zahlreiche amerikanische Soldaten in Gefangenschaft geraten. Man hatte sie in Kriegsgefangenenlager weit im Landesinneren des besetzten China untergebracht. Dort waren sie abgeschnitten von jeglicher Zivilisation. Die Gefangenen wussten deshalb auch nichts vom Sieg der Amerikaner im August 1945. Die Lagerleitung wollte dies so lange wie möglich vor ihnen geheimhalten. Obwohl die Lagerkommandeure wussten, dass sie bereits besiegt und die Gefangen Mitglieder der Siegermacht waren, dass sehr bald die Rollen vertauscht sein würden, hielten sie das Theater geraume Zeit aufrecht. Ihre Macht über die Gefangenen war nurmehr eine Scheinmacht, die auf einem Irrtum der Gefangenen aufbaute. So ähnlich versucht der Teufel die Christen zu täuschen und zu verwirren, damit sie nicht die ihnen zustehende Autorität auszuüben beginnen. Wenn sie es tun, hat der Böse keine Chance. Die Christen dürfen dem Bösen gegenüber im Selbstbewusstsein der Siegermacht gegenübertreten. Der Geringste auf Seiten der Siegermacht hat die ganze Autorität GOTTES hinter sich. Jesus hat seinen Jüngern diese Autorität übergeben. Aber die Jünger müssen sie auch ergreifen. So werdet stark durch die Macht des Gebetes!

7. Ohnmächtig siegt die Liebe

Oft wird der Sieg aber nicht anders errungen als auf dem Weg, den auch Jesus gegangen ist. Es ist der Weg der gekreuzigten Liebe. Als Jesus scheinbar besiegt war und am Kreuz starb, war das Böse überwunden. Durch das Kreuz Christi wurde die Macht der Finsternis, der Hölle und des Todes besiegt. Als die Bosheit ausholte zu ihrem letzten, vernichtenden Schlag, hat sie doch nur sich selber vernichtet. Dies ist die tiefste Wahrheit der Erlösung. Die Liebe ist in der Ohnmacht mächtiger als Sünde und Tod. Wer bereit ist, alles zu geben, siegt über die Macht der Unterwelt. So wird der Kampf nicht durch die bessere Strategie, durch die grössere Intelligenz, nicht durch weltliche Macht und List entschieden, sondern durch die grössere Liebe. Jene Liebe, die bis ans Kreuz geht, trägt den Sieg in sich. Das ist die mächtigste Waffe im geistlichen Kampf. Diesen Weg ist uns die Mutter Jesu vorangegangen. Sie zeigt uns als Knotenlöserin den Weg. Vergesst ihre Fürbittmacht nicht! «Denn alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube. Wer sonst besiegt die Welt, ausser dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn GOTTES ist?» (1 Joh 5,4f)

Was ist Mut?

Als in China die Kommunisten an die Macht kamen, ist allerlei geschehen. Der China-Missionar Pater Regensburger erzahIt: In einem unserer Missionsbezirke kam eines Tages ein kommunistischer Beamter in eine katholische Volksschule. Er liess alle Schüler im Schulhof antreten. Dann ging er ins Klassenzimmer, riss das Kreuz von der Wand herunter, warf es auf den Schulhof und schrie:
«Los, trampelt darauf herum!» Die Kinder schauten einander an. Keines verliess seinen Platz. Da stürzte plötzlich ein ganz Kleiner vor, fiel auf seine Knie nieder und küsste das Kreuz. Sofort folgten alle anderen Kinder seinem Beispiel. Der Beamte war sprachlos. Er liess die Kinder zurück in die Schule gehen und verschwand.
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