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DAS FREIMAURERISCHE KOMPLOTT GEGEN DIE KIRCHE

   
   




 

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Inhaltsverzeichnis
DIE SCHMIEDUNG DES FREIMAURERISCHEN KOMPLOTTS GEGEN DIE KIRCHE
 
I. Kapitel
 
II. Kapitel
 
III. Kapitel
 

 

Die Schmiedung des freimaurerischen Komplotts gegen die Kirche

"Der eine oder andere von euch, ehrwürdige Brüder, mag sich vielleicht darüber wundern, dass der in unserem Jahrhundert gegen die katholische Kirche geführte Krieg ein so großes Ausmaß angenommen hat. Doch wer den Charakter, die Tendenzen, das Ziel der Sekten wirklich begriffen hat, ob sie sich nun freimaurerisch nennen oder einen anderen Namen annehmen, und sie mit dem Charakter, der Natur und der Entwicklung dieses Kampfes vergleicht, der fast auf dem ganzen Erdball offen gegen die Kirche geführt wird, wird nicht daran zweifeln können, dass das heutige Unheil hauptsächlich auf die Ränke und Intrigen eben jener Sekten zurückgeht. Aus ihnen besteht die Synagoge Satans, deren vereinigte Kräfte, wie eine zur Schlacht aufgestellte Armee, mit wehenden Bannern zum Sturm auf die Kirche anmarschieren ... Indem sie sich einschmeichelte und sich tückisch einschlich, unermüdlich wühlte und nach Herzenslust betrog, ist sie (die Synagoge Satans) zu einer sichtbaren Macht geworden ... Enthüllt und geißelt vor allem den Irrtum jener, die, ob sie nun Betrüger oder Betrogene sein mögen, unverfroren behaupten, soziale Anliegen, Fortschritt und Wohltätigkeit zum gegenseitigen Nutzen seien das einzige Ziel, das diese finsteren Vereinigungen verfolgen." Pius IX., Enzyklika vom 21. November 1873

Anlässlich des antifreimaurerischen Kongresses von Trient Ende September 1896 wandte sich der künftige Papst Pius X. an die Jugend: "Meine lieben jungen Menschen, kämpft stets gegen die Freimaurerei, entlarvt diese infame Sekte. Einst habe auch ich für übertrieben gehalten, was man über sie erzählte, doch seither habe ich dank meines Bischofs-Amtes Gelegenheit gehabt, meinen Finger auf die Wunden zu legen, die sie schlägt, und ich bin zur Überzeugung gelangt, dass alles, was über diese höllische Vereinigung veröffentlicht worden ist, noch nicht die ganze Wahrheit enthüllt hat."

Dieses gegen die Kirche geschmiedete Komplott findet sich unter anderem im Einweihungsritual der Freimaurer.

"Der sächsische Advokat Eckert zitiert hierzu eine belgische Zeitschrift aus dem Jahre 1820: 'Wenn der Ritter Kadosch (= Hochgradfreimaurer des 30. Grades) seinen Eid gesprochen hat, drückt man ihm den Dolch in die Hand und legt ihm ein Kruzifix vor die Füße, worauf der Allergrößte (= Vorsitzende der Hochgradloge) zu ihm sagt:
<Trete dieses Bild des Aberglaubens mit den Füßen, zerbrich es.>

'Wenn er es nicht tut, spendet man ihm Beifall, damit er nichts ahnt, und der Allergrößte hält eine Rede, in der er seine Frömmigkeit lobt. Man nimmt ihn als Mitglied auf, ohne ihm die großen Geheimnisse anzuvertrauen. Doch wenn er das Kruzifix zertritt, lässt man ihn an den Altar herantreten, wo drei menschliche Abbilder - oder, wenn man sich solche besorgen kann, drei Leichen - liegen.
Ferner liegen mit Blut gefüllte Harnblasen dort, und man ruft ihm zu, er solle auf sie einschlagen. Er führt den Befehl aus, bis er mit Blut vollgespritzt ist, und indem er die abgehackten Köpfe bei den Haaren packt, schreit er: Nekam! Die Rache ist vollzogen.

'Nun wendet sich der Allergrößte mit folgenden Worten an ihn: <Durch Ihre Standhaftigkeit und Treue haben Sie es verdient, die Geheimnisse der wahren Freimaurer zu erfahren. Diese drei Männer, die Sie geschlagen haben, sind der Aberglaube, der König und der Papst. Diese drei Götzen der Völker sind in den Augen der Weisen nichts als Tyrannen. Im Namen des Aberglaubens begehen der König und der Papst alle erdenklichen Verbrechen.)"

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I. Kapitel

 

Die satanischen Manöver zur Begünstigung der Rückkehr des Heidentums

"Nachdem das Menschengeschlecht durch den Neid des Teufels von Gott dem Schöpfer so kläglich abgefallen war, hat es sich in zwei geschiedene und einander entgegengesetzte Lager geteilt: das eine kämpft unausgesetzt für Wahrheit und Tugend; das andere für alles, was der Wahrheit und Tugend widerstreitet. - Das eine ist das Reich Gottes auf Erden: nämlich die wahre Kirche Christi; wer diesem wahrhaft und zu seinem Heile angehören will, der muss Gott und Seinem Eingeborenen Sohne mit ganzer Seele und mit voller Hingebung seines Willens dienen. Das andere ist das Reich des Satans, in dessen Botmäßigkeit und Gewalt alle stehen, welche dem verhängnisvollen Beispiel ihres Führers und unserer Stammeltern gefolgt sind, dem ewigen göttlichen Gesetze den Gehorsam zu verweigern und vieles mit Verachtung Gottes, ja vieles gegen Gott selbst zu unternehmen suchen. Indem sie keck und listig in alle Ordnungen des Gemeinwesens sich eindrängte, erlangte sie (die Sekte der Freimaurer) eine solche Macht, dass sie nahezu die Oberherrschaft in den Staaten zu haben scheint."
Leo XIII., "Humanum genus"20. April 1884.

Leo XIII. Pius IX.

"Die Revolution ist durch Satan selbst inspiriert; ihr Ziel besteht darin, das Gebäude des Christentums voll und ganz zu zerstören und auf seinen Ruinen die soziale Ordnung des Heidentums zu errichten" (Pius IX. am 8. Dezember 1849, "An die Bischöfe Italiens").

Dieser Plan wird auch von den Freimaurern selbst enthüllt:
"Alle Throne waren von jenen bedroht, die sich gegen den päpstlichen Thron verschworen hatten. Doch die vollständige Übertragung aller Souveränität an das Volk war, im Denken der Sekte, lediglich eine Operation, die dem großen Werk vorausging 'Dieser Sieg' (der Sturz der Throne), schrieb Tigrotto am 5. Januar 1846, :
2 Jahre vor der Revolution von 1848, welche alle Throne erschüttern sollte, 'dieser Sieg, der so einfach sein wird, ist freilich nicht jener, der bisher so viele Opfer unsererseits gefordert hat. Es gibt einen kostbareren, dauerhafteren Sieg, auf den wir schon seit so langer Zeit hinarbeiten ... Um die alte Welt mit Sicherheit töten (und auf ihren Trümmern eine neue Zivilisation errichten) zu können, ist es wie wir gesehen haben notwendig, den katholischen und christlichen Keim zu ersticken; mit anderen Worten, das Christentum in den Seelen zu vernichten" (Msgr. Delassus a.a.O., S171).

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Die Grundlage der christlichen Gesellschaft Die Revolte Satans

Luzifer, der Engel des Lichts, empörte sich aus Stolz gegen Gott, der ihn in den Abgrund der Hölle hinabstieß. Seither ist er der Anführer der Dämonen. Luzifer, aufgrund seiner Engelnatur ein mächtiger Geist, hat im folgenden Gott unaufhörlich bekämpft und seine eigene Stadt auf Erden zu errichten gesucht. Er verleitete Adam und dessen Nachfahren zur Beteiligung an seiner Rebellion, die denn auch lange Jahrhunderte lang von diesen getragen wurde. Seit Luzifers Revolte liegen zwei Städte in immerwährendem Kampf miteinander: Die Stadt des Guten und die Stadt des Bösen, Die Menschen sind Bürger der einen oder der anderen; es gibt keinen dritten Weg!

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Das Kommen Christi zerstreut die Finsternis des Heidentums

Während des ganzen Altertums bis zum Kommen Christi triumphierte "der Fürst dieser Welt", Rom, das neue Babylon, war übrigens die Hauptstadt seines Reiches. Das Heidentum hatte sich überall verbreitet. Das Heidentum stieß das Menschengeschlecht auf den Abgrund zu, an dessen Rand es durch die Erbsünde wandelte: Es überzeugte die Menschen davon, sie seien auf Erden, um das Leben und die Güter dieser Welt zu genießen.

Um uns vom Weg des Verderbens wegzuführen und uns den Weg zur Rettung zu weisen, nahm das Wort Gottes im Leib der Allerseligsten Jungfrau Maria Fleisch an und verbrachte dreiunddreißig Jahre unter uns.

"Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt" (Joh. 1, 14).

Das Werk Christi, des menschgewordenen Gottes, und jenes des Heiligen Geistes warfen die heidnische Gesellschaft in den Staub. Rom wurde sogar zur Zitadelle der Stadt des Guten. Der Stellvertreter Christi verdrängte die Antichristen.

Die Hölle und ihre Schergen rasten vor Zorn. Sie würden fortan unermüdlich daraufhin arbeiten, das alte Heidentum wiederzubeleben, dessen Kennzeichen Sklaverei, Menschenopfer, die Verehrung von Götzen (insbesondere von Schlangen), Eroberungskriege und die Unterjochung des Menschen durch die Tyrannei waren.

Der göttliche Erlöser stieß die Vorstellung um, die sich der Heide vom Leben gemacht hatte. Er lehrte uns, dass das wahre Leben nicht das Leben hier auf Erden ist, sondern jenes ewige, glückselige Leben, zu dem sein Vater uns bestimmt hat. Jenes Leben, dessen Quell der Vater ist. Er hat es Seinem Sohn von Ewigkeit her geschenkt, und der Sohn schenkt es uns, durch den Glauben und die heilige Taufe.

Unser Herr hat dies gegenüber seinen Aposteln so ausgedrückt: "Bleibet in mir, und ich bleibe in euch. Wie die Rebe nicht aus sich selbst Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben; wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun." (Joh. 15,4-5).

Das ganze hiesige Leben muss auf diese Entfaltung, diese Umwandlung des gefallenen Menschen zum neuen, erlösten Menschen ausgerichtet sein. Die unserer Seele in der Taufe eingegossenen übernatürlichen Tugenden entwickeln sich dadurch, dass wir sie mit Hilfe der göttlichen Gnade ausüben, von Tag zu Tag und befähigen uns so zu übernatürlichen Taten, die uns die Tore des Himmels öffnen werden.

Der Eintritt in den Himmel wird die Geburt sein, wie die Taufe die Empfängnis war. Durch das Kommen Christi hatte sich der Sinn des irdischen Lebens also von Grund auf geändert. Der Mensch kam nicht mehr zur Welt, um zu genießen und zu sterben, sondern um sich auf das Leben im Paradies vorzubereiten und es sich zu verdienen.

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Die Gründung der Kirche

Unser Herr wollte diese göttliche Lehre sowie seine Taten fortsetzen und dafür sorgen, dass sie für alle kommenden Generationen sprechen und wirken würden. Deshalb gründete er die Heilige Kirche.

"Die sichtbare Herrschaft Gottes auf Erden ist die Herrschaft seines fleischgewordenen Sohnes Jesus Christus, und die sichtbare Herrschaft des fleischgewordenen Gottes ist die dauerhafte Herrschaft seiner Kirche ... Dort kennt man Gott; dort ehrt und verherrlicht man Seinen Namen; dort anerkennt man Sein Königreich; dort befolgt man Sein Gesetz - in einem Wort, nach der schönen Definition des Katechismus von Trient:
Die Herrschaft Gottes und Christi ist die Kirche, Regnum Christi quod est Ecclesia"

Wer sind denn die glücklichen Menschen, wenn nicht jene, die mit Gott sind? (Kardinal Pie, "Sermon de Päques" ("Osterpredigt"), 1859.)

"Das ganze Ziel des Menschen besteht darin, glücklich zu sein", sagt Bossuet ("Meditation sur I 'Evangile" ["Meditation über das Evangelium"]).

Es obliegt dem Menschen, sich - gemäß seinem freien Willen - auf das zuzubewegen, was das wirkliche Gut darstellt.
"Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und dies alles wird euch dazugegeben werden" (Matth. 6, 33).


(Matthäus 16,18)
„Du bist Petrus, der Fels!
Auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen
und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen!“

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Triumph der christlichen Gesellschaft über die
heidnische Gesellschaft

Je mehr die neue Auffassung vom Leben, das unser Herr Jesus Christus auf die Erde gebracht hatte, in den menschlichen Geist Eingang fand und die Herzen durchdrang, desto mehr veränderte sich die Gesellschaft. Die Herzen wurden reiner, die Geister einsichtiger; eine vollkommenere Ordnung machte den Frieden allgemeiner und tiefer. Der Friede und die Ordnung erzeugten den Wohlstand, und all dies ließ Künste und Wissenschaften erblühen, so dass sie das Licht und die Schönheit des Himmels widerspiegelten - ungeachtet der unvermeidlichen Fehler, die der Natur des gefallenen Menschen eigen sind.

Die neue, wesentliche Grundlage des Christentums besteht auch, und vor allem, darin, das Übernatürliche in das moralische Leben und folglich auch in das politische Leben der Städte einzuführen: Die zeitliche Macht ist mit Fug und Recht von der geistigen verschieden (wiewohl nicht getrennt), jedoch strikt verpflichtet, sich letzterer zu unterwerfen. Dem Christentum obliegt es nicht nur, über die Individuen zu herrschen, sondern auch über die Regierungen.
"Geht und verkündet allen Nationen ... " (Matth. 28, 19)
Die Nation und nicht nur die Individuen heißt es bekehren.
Pius XI. hat gesagt, es sei wichtiger, einen Führer zu bekehren, als tausend Missionare im Einsatz zu haben.

Kardinal Pie äußerte sich im selben Sinne: "Behaupten, Jesus Christus sei der Gott der Individuen und der Familien, nicht aber der Gott der Völker und der Gesellschaften, heißt behaupten, er sei nicht Gott" ("Oeuvres Completes" [" Vollständige Werke"] VI, 434).

Die Seelen strebten nach dem Himmel und arbeiteten, um sich ihn zu verdienen. Jesus Christus war der Lehrer, dem man Gehör schenkte, der Führer, dem man folgte, der König, dem man gehorchte. Dies war das Werk des Mittelalters. In dessen Verlauf erfüllte die Kirche eine dreifache Aufgabe. Sie kämpfte gegen das Böse, das den verschiedenen Spielarten des Heidentums entstammte, und zerstörte es; sie wandelte die guten Elemente, die man bei den alten Römern und den verschiedenen Barbarenrassen fand, zu Höherem um; sie verhalf schließlich jenem Begriff von der wahren Zivilisation zum Triumph, den unser Herr verkündet hatte.

Gewiss, wie immer gab es auch in den lichtesten Epochen glückliche und unglückliche Menschen, doch sah man die Familien dank ihrer Tugenden aufsteigen und aufgrund ihrer Laster sinken.

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Die Rückkehr zur Stadt Satans
mit dem Neuheidentum der Renaissance
Humanismus und Renaissance

Bis zum 13. Jahrhundert bildete die Christenheit eine gewaltige politische Einheit, einen Raum ohne Grenzen, bewohnt von den verschiedenartigsten Rassen. Die Herren und Könige hatten die Vormacht des Papsttums anerkannt. Was die Stärke der christlichen Gesellschaft ausmachte, war die anerkannte und respektierte Autorität des Papstes.

Im Jahre 1303 wurde ein erster Schlag gegen die christliche Gesellschaft geführt. Durch die List Philipps des Schönen wurde die päpstliche Autorität in Frage gestellt, geschmäht und mit Gewalt gebrochen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt führte der Streit des Königs von Frankreich mit Papst Bonifaz VIII. nach der Periode des päpstlichen Exils in Avignon zum Großen Abendländischen Schisma, das die christliche Welt am Ende des 14. Jahrhunderts gewissermaßen enthauptete. Von nun an begann Gewalt vor Recht zu gehen, wie es vor Jesus Christus der Fall gewesen war. Die Kriege nahmen wie in der heidnischen Zeit wieder den Charakter von Eroberungskriegen an und waren nicht länger Befreiungskriege.

              

In dieser Zeit erkalteten viele Menschen in ihrem Streben nach Gott, und im 15. Jahrhundert trat die Bewegung zurück in die vorchristliche Vergangenheit, welche die Welt in ihren heutigen, traurigen Zustand geführt hat, offen zutage. Und mit dem Rückgang des Glaubens kam die Dekadenz.

Diese Bewegung zurück in die Vergangenheit führte zur Renaissance, welche heidnische Gedanken und Sitten wieder zu Ehren kommen ließ. Schriftsteller, Gelehrte, Künstler und Philosophen, die man Humanisten nannte, maßten sich an, die Stelle der Kirche einzunehmen und ihren segensreichen Einfluss zu schwächen. Sie verwarfen die gesamte althergebrachte theologische und philosophische Wissenschaft zugunsten heidnischer Werke; sie bekämpften Kirche und Christentum ganz offen und forderten nur zu oft die christliche Moral heraus. Indem sie die christliche Gesellschaft an ihrer Basis attackierten, untergruben die Humanisten zugleich im Herzen des Menschen die christliche Vorstellung von seinem Schicksal. Für diese Intellektuellen und ihre Jünger in der Gegenwart musste die übernatürliche Ordnung mehr oder weniger vollständig weichen. Die Moral wurde mit Füßen getreten, und an ihre Stelle rückte die Befriedigung sämtlicher Instinkte: der Genuss in all seinen Formen wurde zum Gegenstand ihrer Begierde. Die Verherrlichung des Vergnügens war das bevorzugte Thema der von den Humanisten verfassten Abhandlungen. Sie besangen die ärgsten Ausschweifungen und stellten diese in Bildhauerei und Malerei dar.

Während die Kirche die Lehre predigte, der Mensch sei gefallen und schwach und bedürfe göttlicher Hilfe, bereitete der Humanismus einem illustren Freimaurer, Jean-Jacques Rousseau, den Boden, (vgl. dazu Pater Deschamps: "Les societes secretes" ("Die geheimen Gesellschaften", Band 2, 1881, S. 6), verkündete die Güte der Natur und vergötterte den Menschen. Schrieb die Kirche dem menschlichen Leben einen übernatürlichen Grund und Zweck zu, indem sie in Gott das Ziel unserer Bestimmung sah, so beschränkte der heidnische Humanismus das Ideal des Lebens auf diese Welt und auf den Menschen selbst.

Die Humanisten waren es, die durch ihr Wirken der Reformation sowie der Revolution ermöglichten, die Fundamente der neuen Gesellschaft zu legen.

Das moderne Leben schlug eine ganz neue Richtung ein, die der wahren Zivilisation schroff entgegengesetzt war. Das Herz war nicht mehr dazu da, Gott zu lieben, der Geist nicht mehr, um Ihn zu erkennen, der Leib nicht mehr, um Ihm zu dienen und dadurch das ewige Leben zu verdienen.

Die Entdeckung der Neuen Welt, die neuen Erfindungen (Buchdruck, Schießpulver, Fernrohr etc., die an sich keinesfalls zwangsläufig schlecht waren) gesellten sich zum Studium der Werke der Antike und führten dazu, dass der Mensch vom Stolz förmlich berauscht war. So wurde jene Vorstellung in ihr Gegenteil verkehrt, auf der die Welt seit unserem Herrn Jesus Christus beruht und dank der sie geblüht hatte. Die einst theozentrische Gesellschaft wurde nun anthropozentrisch.

All jene Irrtümer, an denen die christliche Welt seither krankt, haben ihren Ursprung, dort, bei den Humanisten. Von Italien aus breitete sich die Bewegung auf die anderen Teile Europas aus, und es begann sich ein Wandel der Zivilisation zu vollziehen, der sie in ihren heutigen Zustand geführt hat - und wie sie erst morgen sein wird, wissen wir noch nicht. Es brauchte die Katastrophe der Reformation, um vielen die Augen bezüglich der ungesunden Verführungen der Renaissance zu öffnen.

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Die Folgen der Rückkehr des Heidentums
oder die legitimen Töchter der Renaissance:
Reformation und Revolution

Auch wenn die menschliche Natur mit ihren Leidenschaften stets dieselbe ist: Bis zur Renaissance war das Ziel der menschlichen Tätigkeit die Erringung des ewigen Lebens. Die religiösen und zivilen Institutionen lenkten, die Menschen auf dieses ihr letztes Ziel hin. Mit der Renaissance hat sich die Perspektive geändert, und wie man gesehen hat, ist das Ziel nicht mehr dasselbe.

Die modernen Ideen, wie beispielsweise die Unabhängigkeit der Vernunft von der Offenbarung, die Unabhängigkeit der zivilen Gesellschaft von der Kirche, die Unabhängigkeit der Moral vom Gesetz Gottes - all diese Ideen, die dem Geist der Menschen jener Epoche eingepflanzt wurden, keimten und brachten ihre Früchte hervor: Die Reformation, die Französische Revolution und all das, dessen Zeugen wir gegenwärtig sind.

An den Höfen der Fürsten unterhielten die Humanisten ihre Akademien; dort schrieben sie auch ihre Bücher. Dies ist der Grund dafür, dass die von den Fürsten in Deutschland und anderswo mit solchem Eifer aufgenommene und propagierte Reformation zum ersten Versuch wurde, die neuen, von den Humanisten ausgegangenen Ideen in die Praxis umzusetzen.

Der protestantische deutsche Historiker Leopold von Ranke berichtet, welches das wirksamste Verführungsmittel des Protestantismus war: Die Zügellosigkeit, welche die Renaissance verherrlicht hatte.

Die Reformation versprach jedem Menschen, mochte er auch der ärgste Verbrecher sein, das Paradies, unter der einzigen Bedingung der Erweckung eines innerlichen Aktes des Glaubens an seine persönliche Rechtfertigung durch die Anrechnung der Verdienste Christi.

Mit Konstantin war der Katholizismus zur Staatsreligion geworden. So war in Frankreich von allen karolingischen und merowingischen Traditionen die katholische die einzige gewesen, die sich bis zur Revolution vollständig intakt erhielt.

Ein halbes Jahrhundert lang versuchten die Protestanten, die älteste Tochter der Kirche von ihrer Mutter zu trennen: Sie griffen abwechselnd zu List und zu Gewalt, um sich der Regierung zu bemächtigen und das erzkatholische französische Volk unter das Joch der Reformatoren zu zwingen, wie sie es gerade erst in Deutschland, in England, in Skandinavien getan hatten. Beinahe wäre ihnen dies geglückt. Ihre Absicht bestand darin, die christliche Monarchie durch eine Regierung und eine Lebensart zu ersetzen, welche "nach dem Vorbild Genfs" gestaltet waren, d.h. durch eine Republik.

Frankreich stand am Rande des Abgrunds und konnte jeden Augenblick zusammenbrechen. Doch Gott ließ dies nicht zu. Es entstand die Liga, welche die Verteidigung des Glaubens in ihre Hände nahm, um ihn dem Land zu erhalten. Sie verkörperte die Idee der katholischen Treue. Die Geusen wären mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Thron gelangt,

          

wäre Heinrich III. zum Protestantismus übergetreten oder wäre Heinrich IV. nicht Katholik geworden. Gott wollte Frankreich sein Königsgeschlecht erhalten, wie er dies ein erstes Mal durch die Mission getan hatte, die er der

Heiligen Johanna von Orleans anvertraute. Nach dem salischen Gesetz war der Thronfolger Heinrich von Navarra, ein Protestant und Führer der Protestanten. Gott stimmte sein Herz um.

         

Ludwig XIII. und Ludwig XIV. brachten Frankreich wieder auf den Weg der katholischen Zivilisation, selbst wenn man gegen letzteren etliche Einwände erheben muss. Trotz dieser Frontalattacke seitens des Protestantismus war Frankreich nach den Religionskriegen katholisch geblieben. Doch hatte man in seinem Garten einen schlechten Schössling gepflanzt. Diesem entsprangen Gallikanismus, Jansenismus und Philosophie. Deren Einwirkung auf den sozialen Organismus brachte die Revolution hervor, den zweiten Sturmangriff auf die christliche Zivilisation.

Die Männer der Reformation wurden von jenen der Revolution noch in den Schatten gestellt. Die Renaissance hatte die Stätte des Glücks an einen anderen Ort versetzt und das Glück neu definiert, indem sie erklärte, es liege in dieser Welt. Doch blieb die religiöse Autorität bestehen und vermochte weiterhin zu verkünden:

"Ihr irrt euch, das Glück ist im Himmel." Die Reformation hob die Autorität aus dem Sattel, bewahrte jedoch das Buch, das immer noch dieselbe Sprache sprach. Die Philosophie leugnete, dass Gott je zu den Menschen gesprochen habe, und die Revolution versuchte, Gottes Zeugen im Blut zu ertränken.

Die Revolution zerstörte die kirchliche Ordnung und entledigte sich des Adels, des Hüters der Tradition, wie auch der Zünfte, welche gleichfalls Hüterinnen der natürlichen Ordnung waren. Nachdem diese Vorposten glücklich geschleift waren, machte man sich ans Werk, wobei man viel zerstörte und wenig schuf.

Die Revolution beeilte sich, die Republik auszurufen-", welche die Renaissance für Rom selbst erträumt hatte, durch welche die Protestanten in Frankreich die Monarchie hatten ersetzen wollen und welche das Werk der Freimaurerei so trefflich verrichtet.

Die Konvent-Mitglieder von 1792 erhoben es zum Grundsatz, dass der Mensch von Natur aus gut sei; auf dieser Grundlage proklamierten sie die drei freimaurerischen Schlagwörter Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Der Kult der Göttin Vernunft wurde zur Religion.

http://www.kath-zdw.ch/maria/schattenmacht/eugenik.dysgenik.html#Die_Galton_Gang

Das Antichristentum oder, noch radikaler, der Atheismus, den wir heute erleben, geht auf die Revolution zurück. Deren ureigenes Wesen ist die Leugnung Gottes.

"Die Revolution greift zuerst die Religion an. Gegenstand ihres Hasses ist vor allem die katholische Kirche; manchmal wird deren Gottesdienst verboten und ihre Priester werden ermordet; stets wird sie jener Güter beraubt, die in ihren Händen Eigentum der Armen sind, und ihr wird ihr legitimer Einfluss auf die soziale Ordnung entzogen ... denn der Begriff der Unterordnung der Zivilgesellschaft unter ein positives göttliches Gesetz ist jenes Prinzip, welches die Revolution in der Seele der Völker mit Stumpf und Stiel ausrotten will, Diese Verneinung ist ihre recht eigentliche Quintessenz" (Pater Deschamps, a.a.O., S. XXI).

"Die Revolution weist einen satanischen Charakter auf. Sie ist ihrem Wesen nach satanisch" (Joseph de Maistre, "Oeuvres Completes" ["Vollständige Werke"], Band 1, S. 303).

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Zeugnis von Pater de Cloriviere über die Revolution

Es lohnt sich, einen längeren Ausschnitt aus den Ausführungen von Pater Pierre Joseph Picot de Cloriviere zu zitieren, der als Opfer der revolutionären Wirren dazu berufen war, den unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Revolution und Katholizismus zu bezeugen. Er schrieb diese Zeilen im Jahre 1796. Wie der Leser feststellen wird, werden die hier zitierten Passagen hilfreich für das Verständnis etlicher aufgeworfener Fragen sein.

"Um der falschen Philosophie den Mund zu stopfen und jeden Menschen, der gesunden Gebrauch von seinem Verstand machen will, zur Wahrheit zu führen, gibt es wahrlich kein wirksameres Mittel, als die Verbindung der natürlichen Wahrheiten mit den von der heiligen Kirche im Katholizismus gelehrten herzustellen.
Indem die Urheber der antichristlichen Revolution die Dogmen des Christentums verwarfen, verwarfen sie zugleich die dazugehörige Moral, dazu einige Punkte der natürlichen wie der evangelischen Moral, die ihrer Doktrin von Freiheit und Gleichheit am unmittelbarsten entgegengesetzt ist. Sie haben falsche Vorstellungen vom Gesetz geschaffen, indem sie dies vom allgemeinen Willen der Menschen abhängen ließen; sie haben den Gehorsam gegen die rechtmäßigen Autoritäten zerstört, sei es in der natürlichen und bürgerlichen, sei es in der übernatürlichen und kirchlichen Ordnung; sie haben den öffentlichen Gottesdienst für überflüssig erklärt und abgeschafft; sie haben die Ehe untergraben, indem sie ihre Unauflöslichkeit aufhoben, haben die Ordensgelübde für null und nichtig erklärt und jegliche Unterscheidung zwischen dem Heiligen und dem Profanen aufgegeben.

Es ist darum notwendig, insbesondere diese Irrtümer zu verurteilen und zu bekämpfen und klarzustellen, welche Haltung die Kirche in diesen Fragen stets eingenommen hat. Wird sie von Jesus Christus getrennt, verfällt die intellektuelle Welt in einen ähnlichen Zustand, in dem sich die physische Welt befände, würde sie des Lichts und der Wirkung der Sonne beraubt.

Es ist dies die Herrschaft des Chaos: Verwirrung in den Ideen, Irrtümer in den Prinzipien, Falschheit in den Urteilen, Lüge in der Art, wie man spricht und handelt. Es werden absurde Systeme übernommen und die offenkundigsten Wahrheiten verworfen. Gestützt auf ein fast allgemein gewordenes Ansehen, fabriziert man immer widersprüchlichere Theorien über die Gottheit, den Menschen, die Existenz der Welt.

Man nennt Jesus Christus die Sonne der Gerechtigkeit, und er erfüllt in der Tat auf göttliche Weise sämtliche ihre Funktionen. Er ist in der geistigen Welt das, was die Sonne in der materiellen ist, und in der übernatürlichen Ordnung schenkt er dem Menschen das Leben, die Kraft und die Bewegung; er beseelt ihn mit seinem Geist, lässt in ihm sein Wort keimen und verleiht ihm die Fähigkeit, Früchte des Heils zu bringen. Als Urheber des Lichtes, Quelle und Lehrer der Wahrheit, ist er selbst die Wahrheit.

Wie aber könnte jener, der seinem Wesen nach das Licht ist, auch nur die geringste Finsternis dulden? Gewiss, Jesus Christus selbst - gleichgültig ob als Gott oder ob als Mensch - kann nie etwas von seiner Klarheit verlieren. Anders verhält es sich freilich, wenn man ihn in Bezug auf uns betrachtet.
Er verdunkelt sich für uns, wenn wir selbst in der Dunkelheit wandeln. Wer in der Tiefe eines Kerkers schmachtet, für den ist es, als ob die Sonne nicht existiere. Und wenn von Unvernunft Besessene um sich Staubwirbel kreisen lassen, fällt dieser Staub auf sie zurück und blendet sie. Dies ist das Geschick jener, die versuchen, die Herrlichkeit des Welterlösers durch Blasphemien, Schmähungen und Spitzfindigkeiten zu verdunkeln. Jesus Christus strahlt dadurch nicht weniger Licht und Güte aus; ihre Bemühungen zeitigen kein anderes Ergebnis, als sie selbst in Finsternis zu hüllen.

Man kann sich kein größeres Übel vorstellen, als des Lichts der Wahrheit beraubt zu sein und zum Spielball des Irrtums und der Lüge zu werden. Genau dies wird jedoch das vorherrschende Merkmal dieser Epoche sein, wo die geistige Finsternis größer als in den verflossenen Jahrhunderten sein und fast universelle Ausmaße annehmen wird.

Wie bei ihrem göttlichen Bräutigam, dem Schmerzensmann, wird man bei der Kirche den Eindruck haben, Gott habe sie geschlagen und in den Staub geworfen, und ihre Seele, wie jene Mariens, wird vom Schwert der göttlichen Gerechtigkeit durchbohrt werden, 'damit die Gedanken vieler Herzen offenbar werden'. Gottes Pläne sind unerforschlich; was ihnen am grellsten zu widersprechen scheint, wird in seiner Hand ein Mittel, sie auf umso wunderbarere Weise zu verwirklichen.

Durch diese Tage ihrer Unterdrückung gereinigt und gestärkt, wird die Kirche strahlender und mächtiger wieder in Erscheinung treten denn je zuvor. Sie wird von neuem als Königin und Lehrerin der Nationen anerkannt werden. Doch mögen die wahren Getreuen in der Prüfung Standhaftigkeit an den Tag legen, und mögen die Schwankenden sich davor hüten, jenes wenige Licht zu verlieren, das ihnen noch bleibt; mögen sie ihren Glauben wiederbeleben, um sich nicht von trügerischem Schein blenden zu lassen, und mögen sie es vorziehen, mit den Gerechten zu leiden, anstatt sich mit den Verderbten zu freuen" (S. 203-206).

"Die von der Vorsehung gewollte Ordnung herrscht - zumindest was das Heil und die Bedürfnisse der Epoche betrifft - in diesen Zeiten nicht, wo Gottlosigkeit, Schisma oder Häresie regieren. Der Herr überlässt jene Länder ihrem Schicksal, die ihm gänzlich untreu geworden sind und ihn gewissermaßen gezwungen haben, sie sich selbst auszuliefern und des Segens einer besonderen Vorsehung zu berauben. Niemals aber entfernt er sich ganz von ihnen; er wacht über sie, jedoch nur noch als erste Ursache, als allgemeiner Beweger und in der Ordnung der Natur.

Da sie vor dem Lichte geflohen sind, lässt er es zu, dass sie, in Finsternis verstrickt, dies nicht einmal bemerken. Man glaube deshalb nicht, es gebe in Ländern, wo das Christentum verfolgt wird, besondere Gnaden übernatürlicher Art für die verschiedenen Stände und Würden; diese Länder werden dem Irrtum oder der Abkehr von jeglicher Religion anheimfallen.

Die Mächte der Finsternis werden durch ein Strafgericht der Göttlichen Gerechtigkeit jener Regierungsform vorstehen, die man dort wählen wird; als Folge wird die ganze Staatsmaschinerie keinen anderen Zweck mehr verfolgen als jenen, Korruption und Misstrauen zu verbreiten und herrschen zu lassen. Anstellungen werden nur noch jene erhalten, welche 'das Zeichen des Tieres' tragen; um eine Arbeit zu bekommen, wird man seine Gottlosigkeit bekunden oder an allerlei Ungerechtigkeiten teilhaben müssen.

In diesem finsteren Jahrhundert, das sich freilich rühmen wird, ein Jahrhundert der Aufklärung zu sein, wird es zahlreiche rein fleischliche Menschen ohne jede Kenntnis der göttlichen Dinge geben. Jene sind die Anbeter dieser Welt. Uns obliegt es, uns vor dieser Sklaverei zu hüten, unbefleckt von jeglichem Ehrgeiz, von jeglicher Hingabe an die Güter der Welt, von jedem Streben nach ihren Freuden zu bleiben" (S. 148 und 149).

"Aus der Erwägung der Prophetien des Alten und des Neuen Testaments gehen mehrere Dinge hervor, die hervorragend dazu geeignet sind, uns aufzuklären und mit frischem Mut zu erfüllen. Das, was vor unseren Augen geschieht, darf uns keinesfalls in Bestürzung versetzen oder verblüffen; es geschieht nichts, das nicht von den Dienern des Herrn, seinen Propheten, vorausgesagt worden wäre.

Die Kirche Jesu Christi sollte von denselben Nationen verlassen, unterdrückt und verfolgt werden, die es sich jahrhundertelang zum Ruhm gereichen ließen, sie zur Mutter und Lehrmeisterin zu haben.

Das der Kirche zugefügte Unrecht wird gerächt werden, ungeachtet des irrsinnigen Versuchs ihrer Feinde, die göttlichen Verheißungen zu vereiteln, und jene Regierungen, die wähnen, die Kirche zu zerstören, werden nur deren Ruhm mehren, zugleich aber auf ihren eigenen Untergang hinarbeiten. Schließlich wird Gott, obgleich er den Mächten der Finsternis zunächst größere Macht einräumt, ihrem Rasen und der Verwirklichung ihrer Pläne Einhalt gebieten. Doch nach dem zu urteilen, was wir heute sehen, wird dies erst nach recht langer Zeit und nach vielen, unter mehreren Völkern angerichteten Verwüstungen der Fall sein.

Einen ersten Versuch des Feindes haben wir bereits miterlebt. Unsere obersten Hirten haben sich fast einmütig geweigert, die dem Herrn und der Kirche geschuldete Treue zu brechen, wie man es von ihnen verlangt hatte. Ein zweiter Versuch wird noch furchtbarer sein; dann werden ungläubig gewordene Christen sich nicht damit begnügen, auf den einen oder anderen Teil der katholischen Religion zu verzichten, sondern alle diese Teile zugleich angreifen" (S. 150).

"Man beachte auch, dass der erste Gebrauch, den die Dämonen tatsächlich von ihrer großen Macht machen, das erste Mittel, dessen sie sich bedienen, um die Menschen dem geistigen Tod zu überantworten und sie dann in den ewigen Tod zu ziehen, darin besteht, ihnen nach Kräften jegliche geistige Unterstützung zu verwehren. Gegen jene innere Hilfe, die Gott von sich aus gewährt, können sie direkt nichts unternehmen, doch hoffen sie, dem Menschen den Zugang zu ihr abzuschneiden, indem sie die Seele der äußeren Mittel des Heils berauben. Dies tun sie dadurch, dass sie die gewöhnlichen Mittel blockieren, durch die Gott seine Gnaden zu erweisen geruht. Diese Mittel sind die Sakramente, Gottes Wort, die kirchliche Hierarchie, die christliche Erziehung.

Doch der geistige Tod, dem diese bösen Geister die Menschen preisgeben wollen, hat noch einen anderen, schrecklichen Sinn: Er handelt sich um einen absoluten geistigen Tod, der gemäß dem gewöhnlichen Wirken der Gnade keinen Keim von Leben mehr übriglässt. Die sündigen Christen bewahren im Allgemeinen den Glauben und die Hoffnung, was ihnen die Möglichkeit offenhält, wieder zum Leben zurückzufinden. Selbst jene, die sich von der Kirche getrennt haben, finden noch eine gewisse Zuflucht im - wenn auch nur natürlichen - Glauben an gewisse geoffenbarte Wahrheiten; doch der geistige Tod, dem die Dämonen zu jener Zeit die Menschen zu überantworten trachten, besteht darin, ihnen möglichst jegliche Aussicht auf Rückkehr zum übernatürlichen Leben zu verwehren, indem sie sämtliche geoffenbarten Wahrheiten in Bausch und Bogen verwerfen, insbesondere jedoch die Göttlichkeit Jesu Christi" (S. 151 und 152).

"Eine andere Gefahr besteht darin, eine zunächst anerkannte Wahrheit aufzugeben, weil man sich vor den Gefahren fürchtet, die einem drohen, wenn man sie verteidigt. Man bedenke jedoch, dass die Verteidigung einer Wahrheit, besonders wenn sie Glaubensangelegenheiten betrifft, die Verteidigung der Sache Gottes ist! Sie aufgeben heißt, sich von Gott entfernen und sich an die Seite des Vaters der Lüge stellen.

Dies ist stets etwas ungemein Schwerwiegendes, und die Folgen sind verhängnisvoll: Ein erster Fehler zieht einen zweiten nach sich, und wer meinte, sich nur einen einzigen Fehler vorwerfen zu müssen, befindet sich, ehe er sich's versieht, in einem Abgrund. Darum muss man fest entschlossen sein, niemals zurückzuweichen, wo immer es um die Wahrheit geht, und seine Ruhe, seine Interessen, ja sein Leben hintanzustellen, wenn es sie zu verteidigen gilt.

Jenen, die sich vor diesen beiden Gefahren in Acht nehmen, droht noch eine weitere; diese besteht darin, den gerade Herrschenden blind Gehorsam zu leisten, obgleich diese in Zeiten der Wirren und der Verfolgung für gewöhnlich mehrheitlich jener Seite zuneigen, die von der Natur begünstigt wird, sei sie der Wahrheit auch noch so entgegengesetzt.

Man behalte dies im Gedächtnis: Die Wahrheit ist und bleibt stets dieselbe; sie ändert sich nicht je nach den Umständen; was sich zu einer Zeit als wahr erwies, hört nicht auf, wahr zu sein, weil diese oder jene Menschen ihre Haltung geändert haben; man muss sich an das halten, was man dachte, als die eigene Urteilskraft durch nichts verdunkelt war, und darf nicht den Zweifeln erliegen, die aufgekommen sind, seitdem irdische Beweggründe und menschliche Ängste dem Denkvermögen einen Teil seiner Kraft und seiner Freiheit geraubt haben.

Man wäge die Argumente jener ab, deren Meinung die Geister in ihren Bann zieht, statt sich von ihrer Zahl beeindrucken zu lassen, und es wird sich herausstellen, dass ihre Argumente recht schwach sind. Zudem verblasst und verschwindet ihre Autorität vor jener der Kirche und des Papstes. Die Kirche muss bis zum Ende der Zeit bestehen bleiben, kann dies aber nicht ohne ein sichtbares Oberhaupt, und dieses sichtbare Oberhaupt muss, soll es der Kirche von Nutzen sein, all jene Privilegien besitzen, die Petrus verliehen worden sind. Die Fülle seiner Macht, seines Priestertums, seiner Gerichtsbarkeit entspringt vollkommen derjenigen Jesu Christi. Der Geist der Heiligkeit und Wahrheit, der ihn bei der Führung der Kirche lenkt, teilt ihm, wenn dies notwendig ist, seine Unfehlbarkeit mit, damit er die Herde Jesu Christi weder auf dem Gebiet der Glaubenslehre noch auf jenem der Moral in Irrtum führe.

Die Botschaften und Entscheidungen des Papstes bezüglich der Regierung und des allgemeinen Wohls der Kirche gelten für alle Zeiten und für alle Menschen sämtlicher Länder. Der Heilige Geist wacht darüber; er hat es niemals zugelassen, dass die päpstlichen Botschaften und Entscheidungen unvermerkt durch etwas befleckt worden wären, was den geoffenbarten Wahrheiten oder den Grundsätzen der Moral widerspräche, und wird dies auch künftig nicht zulassen. Ihre Autorität reicht aus, um sämtlichen Kontroversen ein Ende zu bereiten"
(S. 156 und 157).

"Ich füge hinzu, dass einerseits die Auslöschung der häretischen und schismatischen Sekten, andererseits die Verwirrung und Ausweglosigkeit, in welche die von der christlichen Religion abgefallenen Nationen geraten werden, nicht wenig dazu beitragen werden, die Heiligkeit der Kirche Jesu Christi glorreich zu bekräftigen" (S. 158).

"Wenn die Kirche gewisse Verluste erlitten hat, hilft ihr Gott oft auf eindrucksvolle Weise, diese wettzumachen. Dies ist es, was zum Zeitpunkt der allgemeinen Revolution eintreten muss. Niemals werden die Verluste der Kirche größer gewesen sein, und sie wird in gewissem Sinne wieder in den Zustand zurückfallen, in dem sie sich zur Zeit der Passion des Erlösers befand, doch nur, um dann umso strahlender wieder zu erscheinen und das Reich Jesu Christi weiter auszubreiten als je zuvor. Ihre Jugend wird erneuert werden, und der Heilige Geist wird eine noch reichere Fülle an Gaben über sie ausgießen. Die Juden werden ihre Augen endlich dem Lichte öffnen; sie werden Jenen verehren, den sie so lange verkannt haben; sie werden zu Aposteln der Göttlichkeit Jesu Christi werden und sie unter den ungläubigen Nationen verkünden, so dass die Kirche weiter verbreitet sein wird als je. Zahlreiche ihrer Kinder werden sich durch große Heiligkeit auszeichnen, und deren Mut wird vor allem dann hell erstrahlen, wenn der Tag kommen wird, da sie eine grausame Verfolgung werden erdulden müssen" (S. 159 und 160).

"Die Gesetzgeber haben angeordnet, dass das französische Volk das Höchste Wesen und die Unsterblichkeit der Seele anerkennt, doch was für ein Höchstes Wesen? Sie haben erklärt: 'Es ist dies nicht der Gott der Priester.' Es ist ein Gott, der weder Gebet noch Opfer verlangt; ein Gott, der keinen Unterschied zwischen Lüge und Wahrheit macht; ein Gott, für den alle Religionen gleich sind. Sie haben dieses Höchste Wesen nur aus politischen Gründen anerkannt und verwechseln es mit der Natur, lassen also unschwer erkennen, was sie wirklich denken. Und welche Unsterblichkeit der Seele? Sie definieren sie nicht, und eine unsterbliche Seele, die dem Urteil eines unermesslich heiligen Gottes untersteht, wäre nicht nach ihrem Geschmack. Indem sie die Lüge an die Stelle der Wahrheit setzte, hat die Revolution auch die Tugend korrumpiert. Wirkliche Tugend verlangt, dass der Mensch sich selbst Gewalt antut, und die revolutionären Prinzipien berauben ihn der stärksten Beweggründe, dies zu tun" (S. 168 und 169).

"Wenn sie die Erklärung der Menschenrechte mit solcher Feierlichkeit unterzeichnet haben, wenn sie sich so viel Mühe gegeben haben, um diese den Geistern einzuhämmern, ja sie in ihnen einzumeißeln, dann darum, weil sie sämtliche Prinzipien enthält, auf denen die antichristliche Revolution beruht"
(S. 173).

(Alle Zitate in dieser Tabelle nach Pater Pierre de Cloriviere. Er schrieb diese Zeilen im Jahre 1796.)

 

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II. Kapitel

 

Die antichristliche Revolution unter
der Kontrolle der Gegenkirche Satans:
Der Freimaurerei

Satan als Inspirator des freimaurerischen Programms

"Satan hasst das fleischgewordene Wort. Er wird sich deshalb bemühen, diesen Hass den Herzen jener einzuflößen; welche das fleischgewordene Wort zu seinen Brüdern gemacht hat. Bis zum 18. Jahrhundert hatte er es nicht gewagt, öffentlich zum Hass aufzurufen. Schließlich fand er Voltaire, und durch ihn konnte er an eine über alle Orte des Erdballs verbreitete Sekte diese Parole ausgeben:
 'Ecrasons, l'infâme!
' ('Zerstampfen wir, zerstampft den Infamen! ') 'Der Infame' war jener, der Mensch wurde, um den Menschen zu erretten, und der Brot wurde, um ihn zu nähren: Jesus Christus, der einzige Sohn Gottes. Der Hass auf Christus ist die extremste Versuchung, der die erlöste Menschheit ausgesetzt ist, die letzte Prüfung, die sie bestehen muss; und diese Prüfung ist jene, der die Revolution sie gegenwärtig unterzieht" (Msgr. Delassus, a.a.O., S. 44).

Seit apostolischen Zeiten besteht ein von einer Gegenkirche geschmiedetes Komplott. Die Gegenkirche wirkte im Schoß der Nationen und vereinte all jene, welche die von Jesus Christus und dann von der Katholischen Kirche verkündete Heilslehre bewusst verwarfen. Mehrere antichristliche Gruppierungen (Manichäer, Katharer, Rosenkreuzer. .), deren gemeinsame Grundlage der Gnostizismus ist, haben sich in der "Synagoge Satans" (Apok. 2, 9) ein Stelldichein gegeben, ehe diese Verschwörer gegen das Liebeswerk Christi sich "offiziell" unter einem mächtigen Banner sammelten: jenem der internationalen Freimaurerei.

Alle diese zwar verschiedenen, aber nicht gespaltenen Gruppen trachten danach, die Apostasie zu verbreiten, um die Welt zum Heidentum, zur Sklaverei des Teufels zurückzuführen, obwohl das fleischgewordene Wort doch gekommen ist, um uns genau davon zu befreien.

In der Enzyklika "Humanum genus" schrieb Leo XIII.: "Die Freimaurerei ist - zu zumindest in den höheren Graden - nichts anderes als die geheime Religion Satans."

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Die Freimaurerei - rechter Arm der Revolution

"Seit anderthalb Jahrhunderten verbreitet sich eine mächtige Vereinigung, deren Prinzipien identisch mit den Ideen der Revolution sind, über die ganze Welt, hüllt sich in den Schleier des Mysteriums, wirkt in allen Teilen der Gesellschaft, bald durch die Presse, von der Tribüne aus, durch die Erziehung der Jugend, bald durch Komplotte, doch stets mit demselben Ziel vor Augen.

Diese Vereinigung existiert; es ist die Freimaurerei, welche die Quelle und gewissermaßen die Mutter sämtlicher Geheimgesellschaften darstellt. Sie hat bereits in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts zu wirken begonnen, und die Fortschritte der Revolution standen in direkter Beziehung zu ihrer Verbreitung ... Ihre Lehren sind überall dieselben; ihre Einheit, ihre Universalität, erklären also die Einheit und Universalität der Revolution" (Pater Deschamps, a.a.O., S. XXVIII und XXIX).

"Bruder Malapert, Redner des obersten Rats des schottischen Ritus, sagte im Jahre 1874 wörtlich: 'Im 18. Jahrhundert war die Freimaurerei weltweit dermaßen verbreitet, dass man sagen kann, seit dieser Epoche sei nichts ohne ihre Einwilligung geschehen'" (Pater Deschamps, a.a.O., S. XXXVI und XXXVII).
 

Die Päpste haben dieses Instrument der Revolution unermüdlich angeprangert. Pius VI. (1775-1799) schrieb am 25. Dezember 1775: "Die Schlauheit dieser verstockten Menschen ist wahrhaftig empörend ... Bei ihrem zerstörerischen und verhängnisvollen Werk sind sie lediglich Werkzeuge dessen, der die Schlange zu Hilfe rief um unsere Stammeltern zu verführen und ins Verderben zu ziehen."

  Leo XII. (1823-1829) versicherte, die Revolution bedrohe nicht nur die Kirche, sondern auch die Staaten. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, sei es "absolut sicher", dass es, ungeachtet der Verschiedenheit ihrer Namen, eine Einheit "aller Sekten" gebe, die "ein infames Ziel' durchzusetzen trachteten. Deshalb scheute er sich nicht davor, den christlichen Fürsten zuzurufen:

"Die gegenwärtigen Verhältnisse sind solcher Art, dass Sie diese Geheimgesellschaften schlagen müssen, und zwar nicht nur zur Verteidigung der katholischen Religion, sondern auch um Ihrer eigenen Sicherheit und jener Ihrer Untertanen willen. Die Sache der Religion ist heutzutage dermaßen mit jener der Gesellschaft verknüpft, dass man sie nicht mehr voneinander trennen kann; denn jene, welche diesen Sekten angehören, sind in gleichem Grade Feinde Ihrer Macht und der Religion.

Sie greifen die eine wie die andere an und wünschen den Sturz beider. Wenn sie könnten, würden sie weder die Religion noch die Königswürde bestehen lassen ... Nicht bloß der Hass auf die Religion beseelt ihren Eifer, sondern auch die Hoffnung, dass die Ihrem Reich unterstehenden Völker, wenn sie erst die in den heiligen Dingen von Jesus Christus und seiner Kirche gesetzten Marksteine umgestürzt sehen, durch dieses Beispiel leicht dazu bewogen werden können, auch die Formen der politischen Regierungen zu ändern und zu zerstören."

Übrigens geben die Freimaurer eben dies selbst offen zu.

"Bei der Sitzung vom 15. Februar 1904 hatte Charles Benoist den Ministern gesagt: 'Sie sind nicht die Regierung, Sie sind bloß eine falsche Regierung.' Dann wies er auf jene Seite, wo die Freimaurer zu tagen pflegten, und sagte: 'Die wirkliche Regierung ist diese. ' E. Combes antwortete: 'Man hat stets jene Regierung, die man verdient.' In anderen Worten: Wenn ihr, Franzosen, unter dem Joch der Freimaurerei schmachtet, dann darum, weil ihr durch eure Fehler und durch die gegen Gott und seine Kirche begangenen Verbrechen diese erniedrigende Tyrannei heraufbeschworen habt" (Msgr. Delassus, a.a.O., S. 33).

  Pius IX. (1848-1878) wandte auf die Angehörigen der Geheimgesellschaften jene Worte an, die Christus zu den Juden gesagt hatte: "Ihr habt den Teufel zum Vater und wollt nach den Gelüsten eures Vaters tun" (Joh. 8,44).

Am 15. September 1865 sagte Pius IX. zum Thema der Geheimgesellschaften:

"Zu den zahlreichen Machenschaften und Ränken, mit denen Kinder des christlichen Namens die Kirche Gottes anzugreifen wagten und einen - wenn auch vergeblichen - Versuch zu ihrer Zerstörung unternahmen, muss man zweifellos diese verdorbene Gesellschaft von Menschen zählen, die man gemeinhin als freimaurerisch zu bezeichnen pflegt."

Des weiteren sagte Pius IX. am 20. September 1874: "Die Feinde der Kirche, die vertrauensvoll und begeistert der künftigen Dinge harren und auf gewisse Ereignisse hoffen, die sich in naher oder ferner Zukunft abspielen sollen - Gott allein weiß es -, mögen wissen, dass auch die Pharisäer und ihre Freunde entzückt über den Tod Christi waren, als hätten sie einen Triumph errungen, und nicht bemerkten, dass dieser Tod die Ursache ihrer vollständigen Niederlage war."

Im Juli 1873 entlarvte Pius IX. in der Enzyklika "Seite pro facto" den geheimen Drahtzieher, bei dem es sich um niemand anderen als Satan handelt, den letztendlichen Urheber der Entwicklung und des politischen Triumphs der Freimaurerei.

 

Leo XIII. geißelte die Freimaurerei als treibende Kraft in jenem Krieg, der von allen Seiten gegen die Heilige Kirche geführt wurde. Das Bulletin der symbolischen schottischen Großloge drückte das Denken der Sekte in folgenden Worten aus: 'Die Freimaurerei kommt nicht umhin, dem Papst für seine letzte Enzyklika zu danken. Leo XIII. hat mit unbestreitbarer Autorität und einer wahren Fülle von Beweisen einmal mehr nachgewiesen, dass es einen unüberbrückbaren Abgrund zwischen der - von ihm vertretenen - Kirche und der Revolution gibt, deren rechter Arm die Freimaurerei ist. Die Stunde ist gekommen, zwischen der alten Ordnung, die sich auf die Offenbarung stützt, und der neuen Ordnung zu wählen, die keine anderen Grundlagen anerkennt als die Wissenschaft und die menschliche Vernunft, zwischen dem Geist der Autorität und dem Geist der Freiheit' (zitiert nach Don Sarda y Salvany, 'Le Mal social, ses causes, ses remedes' ['Das gesellschaftliche Übel, seine Ursachen, seine Heilmittel']).

Dieser Gedanke wurde beim Konvent von 1902 abermals ausgedrückt, und zwar von jenem Redner, dem es zufiel, die Schlussansprache zu halten: ' ... Was uns trennt? Es ist dies ein Abgrund, ein Abgrund, der erst an jenem Tage überwunden sein wird, an dem die Freimaurerei triumphiert ... '

Seither hat 'La Lanterne' ( ... ), offiziöses Organ der Regierenden, wiederholt gesagt: 'Die Kirche weiß heute, dass die Republik ihr Tod sein wird, und wenn die Republik die Kirche nicht tötet, wird die Kirche die Republik töten. Zwischen der Republik und der Kirche findet ein Duell auf Leben und Tod statt. ' ( ... )

Im Oktober 1902 erklärte Premierminister E. Combes: 'Es geht darum, heute zu wissen, wer sich durchsetzen wird: Die Revolution, verkörpert durch die Republik, oder die Konterrevolution, verkörpert in der klerikalen und nationalistischen Reaktion"' (Msgr. Delassus, a.a.O., S. 29 und 30).

"In einem Hirtenbrief schrieb Msgr. Martin, Bischof von Natchitoches, USA, im Jahre 1878 bezüglich der antichristlichen Verschwörung: 'Angesichts der Tatsache, dass diese Verschwörung einen bisher nicht gekannten weltweiten Umfang angenommen hat, dass sie überall zur gleichen Zeit zuschlägt und überall ähnliche Mittel anwendet, sehen wir uns zur Schlussfolgerung gezwungen, dass es eine Führung gibt, einen Gesamtplan, eine starke Organisation mit einem klaren Ziel, auf das alles zusteuert. Ja, sie existiert, diese Organisation, mit ihrem Ziel, ihrem Plan und der verborgenen Führung, der sie gehorcht; es ist eine trotz ihrer weltweiten Zerstreuung geschlossene Gesellschaft; eine Gesellschaft, die sich in allen anderen Gesellschaften eingenistet hat, ohne einer davon anzugehören; eine Gesellschaft, die mächtiger ist als jede andere Macht, diejenige Gottes ausgenommen. Es ist eine schreckliche Gesellschaft, die für die religiöse Gesellschaft wie auch für die bürgerlichen Gesellschaften, für die Zivilisation der Welt, nicht nur eine Gefahr darstellt, sondern die furchtbarste aller Gefahren schlechthin" (Msgr. Delassus, a.a.O., S. 77).

    

"Msgr, Dupanloup ('Etude sur la Franc-Maconnerie', Paris, Douniol 1875) sowie Kardinal Deschamps, Erzbischof von Mecheln ('La Franc-Maconnerie, son caractere, son extension, son organisation, ses sources, ses affluents, son but es ses secrets' ['Die Freimaurerei, ihr Wesen, ihre Ausdehnung, ihr Aufbau, ihre Quellen, ihre Zubringer, ihr Ziel und ihre Geheimnisse'], Tournai, Casterman 1863), haben kraft ihrer hohen Autorität in Schriften, die sich durch unanfechtbare Logik und eine meisterhafte Darstellung der Geschichte auszeichnen, packend nachgewiesen, dass die Freimaurerei die größte Gefahr der Neuzeit darstellt.

Kardinal Mathieu, der auf eine lange Erfahrung als Bischof und Mann der Öffentlichkeit zurückblickt, schrieb seinerseits: 'Ich stelle mir die schmerzliche Frage, wie es kommt, dass die Mächtigen dieser Welt nicht einmal schauen, was sich um sie herum - und so dicht um sie herum - tut, was ihre Macht untergräbt und zerfrisst und nur auf ihren völligen Sturz wartet. Ich bin vollkommen überzeugt, dass die meisten der umwälzenden und finsteren Geschehnisse unserer Tage von der Freimaurerei vorbereitet und vollzogen worden sind' (Brief vom 7. April 1875 an M. Robinet de Clery)" (Pater Deschamps, a.a.O., S. XXIII, XXXIV).

 

 

Die Kennzeichnung der Freimaurerei als eines der schlimmsten Feinde der katholischen Kirche war eines der Hauptthemen der umfangreichen Korrespondenz, welche Melanie, die Seherin von La Salette, im Laufe ihres Lebens mit verschiedenen Priestern geführt hat.

Link zu: La Salette

 

 

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Das revolutionäre Programm:
Aufbau der neuheidnischen Gesellschaft, welche der christlichen Zivilisation entgegengesetzt ist

"Da die Wahrheiten der religiösen Ordnung bis in den Kern dieser Institutionen eingedrungen sind, welche die gesellschaftliche Ordnung, die Familie und das Eigentum nun einmal darstellen, mussten sich sämtliche Bestrebungen der antichristlichen Verschwörung naturgemäß darauf richten, die Lehre der Kirche, so wie ihr göttlicher Urheber sie geschaffen hat, aus dem Geist der Öffentlichkeit zu tilgen. Um die Idee zu töten, muss man die Kirche zerstören.

Die freimaurerische Sekte begriff sehr wohl, dass dieses Unterfangen nur über einen langen Zeitraum hinweg zu verwirklichen war, und folgerte daraus, dass wenn die sofortige Zerstörung der Kirche ein Ding der Unmöglichkeit war, man diese daran hindern müsse, die christliche Zivilisation vollständig wiederherzustellen. Deshalb schickte sie sich an, die christliche Erziehung durch eine laizistische, antichristliche Erziehung zu bekämpfen.''  * ►

  * ► "Um die religiöse Welt in jene Bahnen zu lenken, die zur 'Wiederherstellung des Weltlichen' führen sollten, war es nicht minder notwendig, die Führung der Geister an sich zu reißen, als den Papst zum Götzen zu reduzieren. Napoleon begriff dies gut, und deshalb gründete er die Universität und verlieh ihr das Unterrichtsmonopol. Der Freimaurer Fourcroy legte der Legislative am 6. Mai 1806 einen Gesetzesentwurf vor, dessen Artikel 1 wie folgt lautete: 'Es wird unter dem Namen Kaiserliche Universität eine Körperschaft gegründet, der die ausschließliche Zuständigkeit für den Unterricht und die öffentliche Erziehung im ganzen Reich verliehen wird.' Napoleon sagte seinen Vertrauten: 'Man will die Revolution zerstören. Ich werde sie verteidigen, denn ich bin die Revolution; ich, ich.' ('Histoire du Consulat de l'Empire' von Thiers, Band V, S. 14, zitiert von Msgr. Delassus in: 'Le probleme de l'heure presente', S. 97.)
Die öffentliche Erziehung ist ebenfalls eines der Mittel, deren sich die Geheimgesellschaften ab dem 18. Jahrhundert bedient haben, um den Geist der Völker zu formen. Die Instruktionen Weishaupts, des Schöpfers des deutschen Illuminatentums, das einige Jahre vor 1789 die Vorherrschaft über sämtliche französischen und deutschen Logen an sich riss, wirken, als seien sie heute geschrieben worden (Buch 11, Kap. V, 6 u. 7):

'Man muss überall das gemeine Volk für unseren Orden gewinnen, und das beste Mittel dazu ist der Einfluss auf die Schulen ... Mögen unsere Führer unablässig Pläne schmieden und nach Mitteln sinnen, um uns zu Herren über alle diese Einrichtungen aufzuschwingen.' Hier liegt das ganze Geheimnis des Eifers und der Beharrlichkeit, mit der die Logen überall versuchen, den christlichen Unterricht zu zerstören und an seine Stelle jenen laizistischen und obligatorischen Unterricht zu setzen, der von ihren Mitgliedern gelenkt wird" (Pater Descharnps, a.a.O., S. LXXXII und LXXXIlI). *

So wurde, nachdem die Revolution erst entfesselt war, Logenbruder Bonaparte an die Macht gebracht. Die von ihm vollzogenen Eroberungen ermöglichten es, die Revolution gegen die Heilslehre Unseres Herrn zu exportieren. Mittels seiner militärischen Eroberungen zwang er allen unterworfenen Ländern den neuen, atheistischen Unterricht auf.

In den Augen der Freimaurer musste der Kampf gegen alles geführt werden, was der von den Ideen der Renaissance ausgegangenen Evolution hätte entgegenwirken können. Eine wohldurchdachte, in den Logen geschickt vorbereitete Gesetzgebung wurde vom Parlament gutgeheißen und schließlich durch ein regelrechtes Trommelfeuer administrativer Maßnahmen flankiert" (Msgr. Delassus, a.a.O., S. 13, 23).

"Im Verlauf der Diskussionen zum Gesetz über die Vereinigungen machten die Republikaner kein Hehl daraus, dass dieses Gesetz ein erster Schritt auf dem Weg zur Vernichtung der Kirche war. Viviani enthüllte das Streben der Sekte in seiner Rede auf der Tribüne vom 15. Januar 1901:

'Über diesem Alltagskampf tobt ein gewaltiger Konflikt, in dem die geistliche und die zeitliche Gewalt einander die Vorherrschaft streitig machen und, einander gegenseitig die Gewissen (der Menschen) entreißend, versuchen, die Lenkung der Menschheit bis zum Ende in der Hand zu behalten. ' Tatsächlich stehen einander die 'auf dem Willen des Menschen fußende Gesellschaft und die auf dem Willen Gottes beruhende Gesellschaft' gegenüber. Es handelt sich darum, 'den laizistischen Geist den Zwängen der religiösen Gesellschaft zu entreißen' und 'bis zum Ende die Lenkung der Menschheit in der Hand zu behalten', indem man 'die auf dem Willen Gottes beruhende Gesellschaft zerstört, um eine neue Gesellschaft aufzubauen, die auf dem Willen des Menschen fußt'. Es geht darum, 'die Religion der Menschheit an die Stelle der katholischen Religion zu setzen '.

Aus diesem Grund ist auch der den Kongregationen erklärte Krieg nur ein Nebengefecht. Die eigentliche Schlacht ist jene, in der sich die Katholische Kirche und der Freimaurertempel gegenüberstehen, d.h. die Kirche Gottes und die Kirche Satans. Eine furchtbare Auseinandersetzung, von deren Ausgang das Los der Menschheit abhängen wird. Solange die Kirche die Oberhand behält und den Glauben verbreitet, wird sie den Herzen aller die ewigen Hoffnungen einpflanzen. Nur auf ihren Trümmern kann also die 'Religion der Menschheit' errichtet werden, die nicht will, dass der Mensch seinen Blick auf das Überzeitliche richtet. Dieses satanische Ziel wird einhellig von allen Republikanern mitgetragen, die von Natur aus liberal und Feinde Christi des Königs sind. Zu diesem Projekt sagte Herr Jacques Piou denn auch:
'Die Sozialisten wollen der geistlichen Gewalt die Gewissen entreißen und die Führung über die Menschheit erobern.' Ein anderer Abgeordneter rief aus: 'Es sind nicht nur die Sozialisten, die dies wollen, sondern alle Republikaner. ' Herr Piou widersprach nicht." (Msgr. Delassus, a.a.O., S. 17 bis 20).

          

Im Bulletin des Grand-Orient liest man: "Es gibt eine allgemeine Religion, die sämtliche besonderen Religionen des Erdballs umfasst; zu dieser Religion bekennen wir uns; diese allgemeine Religion bekennt die Regierung, wenn sie die Religionsfreiheit ausruft" (Juli 1856, S. 172).

  Im gleichen Bulletin (Nr. 37), das den Titel "Politique et Maconnerie" ("Politik und Freimaurerei") trägt, heißt es erneut: "Die Freimaurerei versteht sich als Superkirche, als Kirche, die alle vereinigen wird" Paul Roca*äußerte sich ebenso: "Was die Christenheit errichten will ... , ist eine universelle Religion, die alle Religionen umfassen wird' ("Glorieux centenaire" ["Glorreiche Hundertjahrfeier"], S. 77).

"Pius VII. hatte; sich also absolut nicht getäuscht, als er in seiner Enzyklika vom 22. März 1808 schrieb: 'Unter diesem gleichmäßigen Schutz sämtlicher Glaubensrichtungen verbirgt und verkleidet sich die gefährlichste und heimtückischste Verfolgung der Kirche Jesu Christi, die man sich nur vorstellen kann, und leider auch jene, die am geschicktesten auf deren Verwirrung, ja Zerstörung hinwirken würde, wenn es denn der Macht und Tücke der Hölle möglich wäre, sie zu überwinden'" (Msgr. Delassus, a.a.O., S. 98).

"Am 26. Dezember 1864 sagte Van Humbeeck, Meister vom Stuhl der Loge 'Les Amis de l'Union du Progres' (Die Freunde der Fortschrittsunion'): 'Man hat der Revolution vorgeworfen, einen Abgrund gegraben zu haben. Das stimmt nicht: Die Revolution hat keinen Abgrund gegraben, sie hat eine Grube ausgehoben, und zwar, um die Leiche der Vergangenheit (die christliche Zivilisation) zu verscharren. Was auf die Revolution zutrifft, trifft auch auf die Freimaurerei zu, von der die Revolution lediglich die profane Form ist. Ja, eine Leiche lastet auf der Welt; sie versperrt den Weg des Fortschritts (der Rückkehr zur heidnischen Zivilisation): diese Leiche der Vergangenheit ist, um sie deutlich bei ihrem Namen zu nennen, der Katholizismus. '
*Der Theosoph Paul Roca war Jünger des berüchtigten Kabbalisten Stanislas de Guaita, des Verfassers einer schaurig eindrücklichen Hymne an Luzifer, sowie von Oswald Wirth, einem Freimaurer des 33. Grades. Er starb 1893. Die Kirche verweigerte ihm die Bestattung in geweihter Erde.

Im folgenden Jahr, 1865, fand in Lüttich der Studentenkongress statt. Auf ihm wurden zunächst der Generalstab der Internationale und dann die Hilfstruppen Gambettas rekrutiert. Anlässlich dieses Kongresses fragte Lafargue: 'Was ist die Revolution?' Die Antwort erteilte er selbst: 'Die Revolution ist der Triumph des Menschen über Gott. '

1870 wurde in Paris, dem Sitz des Grand-Orient, ein Manifest unter dem Titel
'Gott vor der Wissenschaft, oder Religion und Freimaurerei' veröffentlicht. Darin las man: 'Der Katholizismus, dieser erbitterte Feind der Freimaurerei, deren Lehren ihm schroff entgegengesetzt sind ... '

Im gleichen Jahre stand in der Zeitschrift 'Le monde maconnique' (Die Freimaurerwelt) (Ausgaben vom Januar bzw. Juni 1870) folgende Erklärung: 'Die Freimaurerei lehrt uns, dass es nur eine einzige Religion gibt, eine wahre Religion, und folglich eine einzige natürliche Religion, nämlich den Kult der Menschheit. Denn, meine Brüder, diese Abstraktion, die, zum System erhoben, dazu gedient hat, sämtliche Religionen zu schaffen, Gott, ist nichts anderes als die Gesamtheit all unserer erhabensten Instinkte, denen wir einen Leib, eine gesonderte Existenz verliehen haben.' Klarer geht es nicht mehr: die Menschheit ist Gott, die Menschenrechte müssen folglich an die Stelle des göttlichen Gesetzes treten, der Kult der Instinkte der Menschheit muss den Kult des Schöpfers ersetzen" (Msgr. Delassus, a.a.O., S. 22,23, 25, 26).

"Ein tiefgründiger Denker, der die Tätigkeit und die Lehren der Freimaurerei gründlich studiert hat, Pater Pachtler, hat die Grundidee der Freimaurerei und aller Geheimgesellschaften, die auf sie zurückgehen, kurz und bündig zusammengefasst:
„es ist die Vergötterung der Menschheit oder der an die Stelle Gottes gerückte Mensch. 'Den drei Ausgangsirrtümern, welche diesem Begriff der Menschheit zugrunde liegen, nämlich der ursprünglichen Vollkommenheit des Menschen, der Leugnung jeglichen übernatürlichen Ziels für ihn sowie seiner absoluten Unabhängigkeit', fügt Pater Pachtler hinzu, 'entspricht eine Reihe von Etappen auf dem Weg des Bösen, nämlich: Die Menschheit ohne Gott; die Menschheit, die sich zu Gott macht; die Menschheit gegen Gott: so sieht das Gebäude aus, das die Freimaurerei an die Stelle der göttlichen Ordnung, also der Menschheit mit Gott, zu setzen sucht" (Pater Deschamps, "Les societes secretes" ["Die geheimen Gesellschaften"], Band 2, 1881, S. 2 und 4).

Das Ziel, auf welches die Freimaurerei die mit der Renaissance eingeläutete Entwicklung hinsteuern will, tritt nun in aller Klarheit zutage: Sie will eine neue Gesellschaft mit einer neuen Religion errichten, der Religion der Menschheit!

Die Heilige Katholische Kirche hat diese "neue Gesellschaft" stets bekämpft, die nicht nur auf die Wiederherstellung des antiken Heidentums hinarbeitet, sondern - weit ärger noch! - auf die Einführung des weltweiten Satanskults! Man begreift nun, weshalb der Stuhl der Wahrheit die freimaurerische Sekte stets gebrandmarkt und befehdet hat.

In seiner Enzyklika "Humanum Genus" hielt Leo XIII. denn auch fest:

"In der Gegenwart scheinen die Anhänger des Bösen sich zu verabreden und in ihrer Gesamtheit mit vollen Kräften anzustürmen; geleitet und gestützt von der weitverbreiteten und fest gegliederten Gesellschaft der sogenannten Freimaurer. Denn schon halten diese ihre Pläne nicht mehr geheim und reizen sich höchst verwegen untereinander auf gegen den allmächtigen Gott (. . .) Bei dieser dringenden Gefahr, bei diesem grausamen und hartnäckigen Kampfe gegen das Christentum ist es unsere Aufgabe; hinzuweisen auf den Ernst der Lage; kenntlich zu machen die Gegner; Widerstand zu leisten, so viel Wir vermögen. (...) So geht denn aus dem, was Wir in seinen Grundzügen dargelegt haben, zur Genüge hervor, was die Freimaurersekte ist und welches ihre Bestrebungen sind. So stark und offenkundig stehen ihre wichtigsten Lehrsätze mit der Vernunft im Widerspruch, dass es nichts gibt, was verkehrter (perversius) sein könnte. Denn die Religion und die Kirche, die Gott gegründet hat und auf immer schirmt, zerstören zu wollen; das Heidentum mit seinen Sitten und Gebräuchen nach achtzehnhundert Jahren wieder zurückrufen zu wollen: das ist doch ein Beweis von ganz außerordentlicher Torheit und gottlosem Frevel. Aber auch das ist ebenso furchtbar und unerträglich, dass man die Wohltaten von sich weist, die Jesus Christus nicht bloß dem Einzelnen, sondern auch sowohl der Familie wie der staatlichen Gemeinschaft durch seine Gnade erwiesen hat, deren Größe selbst von den Feinden bezeugt und anerkannt wird. In solchen wahnwitzigen und finsteren Bestrebungen scheint sich irgendwie des Satans unaustilgbarer Hass und seine brennende Rachgier gegen Jesus Christus zu offenbaren. (. . .) Es ergibt sich sichtlich, was das letzte Ziel ist bei alle ihren Plänen: die gesamte religiöse und staatliche Ordnung, wie sie das Christentum begründet hat, von Grund auf zu zerstören und nach ihrem Gutdünken eine neue zu schaffen auf Grund ihrer Anschauungen und Gesetze des Naturalismus. (...) Oberster Grundsatz des Naturalismus, wie dies schon der Name besagt, ist der: es müsse die menschliche Natur und die menschliche Vernunft in allem oberste Richtschnur und Lehrerin sein."

Derselbe Papst zeichnete am 19. März 1902 sämtlichen Bischöfen mit wenigen Worten ein exaktes Bild der Freimaurerei:

"Als permanente Personifizierung der Revolution stellt die Freimaurerei eine Art umgekehrter Gesellschaft dar, deren Ziel darin besteht, eine geheime Oberherrschaft über die anerkannte Gesellschaft auszuüben, und deren Existenzgrund einzig und allein im Krieg gegen Gott und seine Kirche besteht. Es ist nicht nötig, sie zu nennen, denn an ihren Charakterzügen hat die ganze Welt die Freimaurerei erkannt (...) Sie hält fast alle Nationen in ihren riesigen Netzen gefangen und steht in Verbindung mit anderen Sekten, die sie an verborgenen Fäden tanzen lässt, wobei sie ihre Verbündeten durch den Köder der ihnen in Aussicht gestellten Vorteile anlockt und dann unter ihrer Kontrolle behält, die Regierungen bald durch Versprechungen, bald durch Drohungen dazu bringt, sich ihren Plänen zu beugen. Dadurch ist es dieser Sekte gelungen, sich in alle Klassen der Gesellschaft einzuschleichen. Sie bildet einen unsichtbaren und unverantwortlichen Staat im legitimen Staat." Es gibt "ein einziges Zentrum, von dem aus alles gelenkt wird, einen im Voraus festgelegten Plan. (. . .) Übrigens stehen sie stets bereit, um die Grundfesten der Reiche zu erschüttern und die Fürsten zu verfolgen, anzuklagen, ja sogar zu verjagen, wann immer sie ihre Macht anders zu benutzen scheinen, als die Sekte es verlangt."

Am 29. August 1896 schrieb der künftige heilige Pius X. an Professor Antonio De Angelo, den Delegierten des Diözesankomitees bei der antifreimaurerischen Unterkommission:

"Die Bekämpfung der Freimaurerei ist ein religiöses und in höchstem Maße soziales Werk, weil diese Sekte nicht nur gegenüber unserer heiligen Religion in allen ihren Äußerungen feindlich gesinnt ist, sondern auch Ruhe und Ordnung zerstören will. Ich empfehle den Anhängern dieser Liga, sich ganz besonders um jene bedauernswerten jungen Menschen zu kümmern, die, von geschickten Parolen verführt, es als Ehre betrachten, der antiklerikalen Sekte anzugehören, welche unter dem Vorwand der Vernunft und der Wissenschaft den Glauben direkt bekämpft."

Auch Pater Kolbe schrieb im Jahre 1922: "In unserer Zeit ist die Anführerin der Feinde der Kirche und des Seelenheils die Freimaurerei ... Der hauptsächliche, größte und mächtigste unter den Feinden der Kirche ist die Freimaurerei."

 

Verurteilung der Freimaurerei

In einem alten Katechismus war zu lesen:

"Zu Beginn des 18. Jahrhunderts fanden sich alle antikatholischen Kräfte (Deisten, Materialisten, Freidenker) in einer mächtigen Vereinigung zusammen, welche den Namen Freimaurerei annahm. Diese war anfänglich eine philanthropische und politische Gesellschaft gewesen, wurde aber nach der Gründung der Großloge von London im Jahre 1717 zum Zentrum der Freidenker und gewissermaßen zur Armee des Unglaubens. Von England aus griff sie nach Frankreich über, wo 1721 in Dünkirchen ihre erste Loge erstand. Der Grand-Orient von Frankreich, der seinen Sitz in Paris hat, wurde 1772 gegründet. Unter ihrem philanthropischen Tarnmäntelchen war die Freimaurerei das, was sie bis zum heutigen Tage ist: Der Engel der Finsternis, verkleidet als Engel des Lichts. So verführte sie viele edle Seelen, auch Priester... Diese Menschen hatten das verborgene Ziel der Freimaurerei nicht durchschaut. Da waren die Päpste klarsichtiger. Sie legten sich Rechenschaft darüber ab, dass sie es mit den unversöhnlichsten Widersachern der Kirche zu tun hatten.

Die Freimaurerei wurde schon sehr bald verurteilt, nämlich von Klemens XII. im Jahre 1738, von Benedikt XIV. im Jahre 1751, dann von Pius VII. anno 1821, von Pius IX. anno 1865 sowie schließlich von Leo XIII. anno 1884 in seiner Enzyklika 'Humanum genus'."

Rundschreiben von Papst Leo XIII. über Wesen und Gefahr der Freimaurerei
http://www.kathpedia.com/index.php?title=Humanum_genus_(Wortlaut)

1738, als die zweite Auflage der Konstitutionen von Anderson herauskam, warnte Papst Klemens XII. (I730-1740) erstmals vor der neuen Geheimgesellschaft der Freimaurer. In seiner Bulle "In Eminenti" vom 28. April jenes Jahres schrieb er:

"Wir haben durch öffentlich kursierende Berichte erfahren, dass sich mit täglich neuen Erfolgen gewisse Gesellschaften, Vereinigungen, Versammlungen, Verbindungen oder Konvente weithin verbreiten, die - je nach Sprache - Freimaurer genannt werden oder andere Bezeichnungen tragen und in denen sich Menschen jeder Religion und jeder Sekte unter dem Anschein natürlicher Ehrbarkeit miteinander durch einen ebenso engen wie undurchdringlichen Pakt verbünden, nach Gesetzen und Statuten, die sie sich selbst gegeben haben, und sich durch einen auf die Bibel geleisteten Eid unter Androhung der schwersten Strafen dazu verpflichten, alles, was sie im Dunkel der Verschwiegenheit treiben, durch unverletzliches Schweigen zu decken ... Wenn sie nichts Böses täten, würden sie das Licht nicht so sehr hassen, und dieser Verdacht hat sich derart verschärft, dass in mehreren Staaten besagte Gesellschaften schon seit langem verboten und geächtet sind, weil sie die Sicherheit der Königreiche gefährden ... Nach reiflicher Überlegung und gestützt auf unsere apostolische Vollmacht haben wir beschlossen und angeordnet, die erwähnten Gesellschaften ... durch diese unsere immerwährend gültige Konstitution zu verurteilen und zu verbieten. Deshalb untersagen wir allen und jedem einzelnen Getreuen Jesu Christi formell und kraft des heiligen Gehorsams ... , den erwähnten freimaurerischen oder anders bezeichneten Gesellschaften beizutreten, für sie zu werben, Beziehungen mit ihnen zu unterhalten, ihre Mitglieder bei sich zu empfangen oder ihnen anderswo Obdach zu gewähren und sie zu verstecken, bei jenen Gesellschaften eingeschrieben oder ihnen angeschlossen zu sein, an ihren Versammlungen teilzunehmen oder ihnen die Gelegenheit und die Mittel zu Versammlungen zur Verfügung zu stellen ... und dies unter Androhung der Exkommunikation für alle, die obigem Verbot zuwiderhandeln, durch die Tat selbst und ohne weitere Erklärung ... Es sei keinem Menschen gestattet, diese Bulle mit unserer Erklärung, Anweisung, Verurteilung, Achtung und Untersagung dreist zu verletzen oder ihr zuwiderzuhandeln. Wer es wagt, dies doch zu versuchen, der wisse, dass er den Zorn Gottes des Allmächtigen sowie der seligen Apostel Petrus und Paulus auf sich ziehen wird' (zitiert nach der Anthologie von Georges Virebeau "Les papes et la Franc-Maconnerie" ["Die Päpste und die Freimaurerei"], Paris 1977, S. 15-17).

Da sich Klemens XII. der Gefährlichkeit der Sekte bewusst war, verbot er sie in den päpstlichen Staaten, während die päpstliche Bulle in Frankreich von König Ludwig XV. dem Parlament niemals zur Registrierung vorgelegt wurde. Solchermaßen war der Gallikanismus einer der zuverlässigsten Verbündeten der Freimaurerei.

Die Bulle enthielt eine realistische Einschätzung der Sekte. Der Papst hatte hinzugefügt, er verurteile die Freimaurer auch "aus anderen uns bekannten gerechten und vernünftigen Gründen". Nun hat Roger Peyrefitte in der Vatikanischen Bibliothek von einem achtzehnseitigen geheimen Schreiben Klemens' XII. Kenntnis erhalten, das der Bulle "In Eminenti" beigefügt ist und von dem Peyrefitte längere Auszüge veröffentlichte. Die Kirche hat nicht einen einzigen Satz angefochten.

Dieser Brief hält zu Beginn den Grundsatz fest, dass es die Pflicht eines Katholiken ist, in Fragen des Gewissens und des Glaubens das Risiko zu meiden, in Versuchung zu geraten und Ideen zu übernehmen, deren Natur man nicht genau kennt.

"Ein Katholik muss vor allem den Glauben besitzen und an die geoffenbarten Wahrheiten glauben. Jede Theorie oder Lehre, die im Widerspruch zum katholischen Glauben steht, ist für uns notwendigerweise falsch und lügenhaft. Ein Katholik, der sich zu ihr bekennt und sich an sie durch einen Eid bindet, um sie zu bekennen und zu verbreiten, ist ein schlechter Katholik, ja noch mehr: ein Nichtkatholik, ein Abtrünniger und ein Parteigänger des Antichristen. Welches Bedürfnis kann ein Katholik denn empfinden, sich zu anderen Lehren zu bekennen und sie zu verkünden, wenn er doch die seine besitzt, die von Gott, da von Christus kommt? ( ... ) Wir kennen die wahre Lehre und den wahren Sinn der Lehre dieser Sekte sehr wohl, der verderblichsten und gefährlichsten von allen, gerade weil sie mit der vollendeten Kunst der Kinder der Finsternis ihre wahre Natur verbirgt und ihre wahre Lehre verdunkelt. Wir gehen davon aus, dass es nicht erforderlich ist, öffentlich über dermaßen offenkundige Dinge zu disputieren, denn was man öffentlich darüber weiß, reicht völlig aus, um die Unvereinbarkeit dieser Sekte mit dem Charakter des Christentums festzustellen. ( ... )

Der Existenz Gottes, so heißt es, widerspräche die menschliche Vernunft, und die menschliche Vernunft - ein Selbstzweck, da sie mit dem physischen Tod verschwinde - sei der wahre und einzige Gott eines Universums, das ausschließlich zum Ruhme des Menschen und seiner Vernunft geschaffen worden sei. Das ist die wirkliche Lehre der Freimaurer, einer geheimen Sekte, welche die Existenz Gottes leugnet, wobei sie so tut, als akzeptiere sie sie als Symbol. Was ist dieser Gott, der von jener Vernunft geleugnet wird, die sie ins Zentrum des Universums stellen?

Er ist der Oberste Architekt des Universums. Wo es etwas Oberes gibt, muss es notwendigerweise auch etwas Unteres geben ... doch sie betrachten sich als Maurer und somit als ständige, direkte und unerlässliche Mitarbeiter des Architekten, die an seiner Tätigkeit teilhaben, und nicht als seine Söhne und Diener. Sie sind zugleich die Bausteine, aus denen Tag für Tag jenes Universum errichtet wird, in dessen Zentrum es keinen Gott mehr gibt, sondern nur die menschliche Vernunft, ihrer Lehre zufolge die wahre Baumeisterin. Sie sind die Maurerei, das heißt die Werkstatt, welche die Maurer vereint und zugleich die Bausteine dieser menschlichen Konstruktion liefert.

Die Zeit wird kommen, da viele von ihnen sich offen zu ihrem Atheismus bekennen werden. Doch wird auch die Zeit kommen, da viele Geister sich von diesen besonders tückischen Verbindungen befreien werden, da sich viele Herzen gegen solchen Stolz und solchen Hochmut empören werden, die uns zu dem Urteil veranlassen, dass diese Sekte satanisch ist, weil sie Lehren verficht, welche die Sünde Luzifers enthalten, und viele werden nach harter Anstrengung in der wahren Kirche dieses Licht finden, diese von Gott erleuchtete menschliche Vernunft, die sie heute vergeblich im Irrtum und im Stolz suchen ... Warten wir ab, dass der Irrtum, wie stets, den Irrtum zerstöre" ("Les fils de la lumiere" ["Die Söhne des Lichtes"], Flammarion, Paris 1961, S. 395-405).

Zu keinem Zeitpunkt spricht Klemens XII. von Maurerzünften oder Kathedralenerbauern, wie die freimaurerischen Behauptungen uns weismachen wollen; er definiert die Freimaurerei ausdrücklich als neue Sekte, und dies bereits 1738, ein halbes Jahrhundert vor der Französischen Revolution.

1789 wird sich die Sekte zur Zerstörung, nicht zur Errichtung der Kathedralen und der christlichen Ordnung anschicken. Seit ihren offiziellen Anfängen wird die Freimaurerei also als internationales, permanentes Komplott gegen Thron und Altar betrachtet, ein geheimes und schwer erkennbares Komplott. Das Ziel der Freimaurerei besteht also darin, die zeitliche Macht mittels der Republik zu übernehmen und die geistliche Gewalt mittels einer neuen Religion (welche jene der "Konzilskirche" sein wird).

 

Benedikt XIV. (1740-1758), der Klemens XII. auf dem Stuhl Petri nachfolgte, wiederholte die von seinem Vorgänger ausgesprochene Verurteilung. Um jede Zweideutigkeit auszuschließen, bestätigte er die Exkommunikation der Zuwiderhandelnden in seiner apostolischen Konstitution in Form einer Bulle "Providas romanorum pontificum" vom 18. Mai 1751.

 

 

Am 6. Juli 1758 folgte ihm Kardinal Rezzonico, der sich den Namen Klemens XIII. gab (1758-1769). Sein Pontifikat fiel in eine Epoche, in der philosophische Ideen in Mode waren und sich der Unglaube auf dem Vormarsch befand. Dieser Papst focht vor allem gegen jene verderblichen Schriften, welche die Sekte überall verbreitete.

Zitieren wir den machtvollen Aufruf des Pontifex in der Enzyklika "Christianae reipublicae salus" vom 25. November 1766, die leider ohne Auswirkungen blieb.

 "Man muss mutig kämpfen ... und mit allen seinen Kräften die Geißel der unheilvollen Bücher vernichten; niemals wird man den Stoff, aus dem der Irrtum gemacht ist, zum Verschwinden bringen, wenn die verbrecherischen Elemente der Verderbnis nicht von den Flammen verzehrt werden" (zitiert von Gregor XVI. in seiner Enzyklika "Mirari vos").

 



 

             

Am 25. Dezember 1775 verurteilte Pius VI. (1775-1799) die "Sekten des Verderbens". Ihm tat es Pius VII. (1800-1823) gleich, der es für notwendig hielt, die Geheimgesellschaften anzuprangern, "seufzend darüber, dass der Eifer des Heiligen Stuhles nicht die erwarteten Wirkungen gezeitigt hat, und dass diese verdorbenen Menschen nicht von ihrem Unterfangen abgelassen haben" ("Ecclesiam a Jesu Christo" vom 13. September 1821).

In eben dieser Enzyklika enthüllte der Papst die Existenz einer neuen Sekte, die noch gefährlicher sei als die vorhergehenden und mit dem Namen "Carboneria" (Köhlerei) bezeichnet werde.

 

 

Für Leo XII. (1823-1829) war "absolut sicher", dass es ungeachtet der Verschiedenartigkeit ihrer Namen eine Einheit "all dieser Sekten zur Verwirklichung eines verruchten Plans" gebe. Ihm zufolge waren diese Menschen "dieselben, welche unsere Väter ohne Zaudern die Erstgeborenen des Teufels nannten".

Der Karbonarismus und die anderen Geheimgesellschaften nahmen ein solches Ausmaß an, dass Leo XII. in seiner apostolischen Konstitution "Quo graviora" vom 13. März 1825 nochmals eine Attacke gegen sie reiten musste.

 

 

              

Die Mahnungen Leos XII. trugen nicht die erhofften Früchte. Deshalb warnte
Pius VIII. (1829-1830) in seiner Enzyklika "Traditi humiliati" vom 24. Mai 1829 ein weiteres Mal vor der Korrumpierung der Jugend. Beim Konsistorium vom 9. Dez. 1854 kennzeichnete Pius IX. (1846- 1878) die Angehörigen der Geheimgesellschaften mit folgenden Worten Christi:

"Ihr habt den Teufel zum Vater und wollt nach den Gelüsten eures Vaters tun. [. . .}, abscheuliche Sekten des Verderbens / Pest / Kinder des Teufels / Synagoge Satans." Der Kampf gegen die Freimaurerei und den Liberalismus, die eng miteinander verbunden sind-", *
*"Einer der Führer der belgischen Freimaurerei und der liberalen Partei jenes Landes, Bruder Goblet d'Aviella (ein Senator), verfolgte am 5. August 1877 in der Loge 'Les Amis philanthropes' ['Die philanthropischen Freunde') zu Brüssel diesen Gedanken auf eine Art weiter, welche die von der Freimaurerei angestrebte Rolle klar und deutlich zum Ausdruck bringt: ' ... Sagt ihnen, in einem Wort, dass wir die Philosophie des Liberalismus sind. Sagt ihnen all dies mit jenen Einschränkungen, welche das freimaurerische Geheimnis mit sich bringt.' (Zitiert im 'Courrier de Bruxelles' vom 3. März 1879.)" (Pater Deschamps, "Les societes secretes" ["Die geheimen Gesellschaften"), Band 2, 1881, S. LXIX).

Es war das Hauptanliegen seines Pontifikats. Hiervon zeugen folgende Dokumente: Die Enzyklika "Qui pluribus" vom 9. November 1846, die Ansprache "Quibus quantisque" vom 20. April 1849, die Enzyklika "Noscitis et nobiscum" vom 8. Dezember 1854, die Enzyklika "Quanto conficiamur moerore" vom 10. August 1863, der "Syllabus" (d.h. "Sammlung", nämlich der modernen Irrtümer) vom 8. Dezember 1864, die Ansprache vor dem Konsistorium "ln ista" vom 29. April 1876, das Breve "Ex epistolae" vom 26. Oktober 1865, das Breve "Quamquam" vom 29. Mai 1873, die Enzyklika "Etsi multa luctuosa" vom 21. November 1873.

In letztgenannter Enzyklika mahnte Pius IX.:

"Wenn manche denken, die apostolischen Konstitutionen, die unter Androhung der Exkommunikation gegen die geheimen Sekten und ihre Anhänger sowie ihre Anführer veröffentlicht werden, seien in jenen Ländern, wo diese Sekten von der zivilen Autorität geduldet werden, nicht gültig, so sind sie fürwahr in einem schweren Irrtum befangen."

Kurz vor seinem Tod unterstrich Pius IX. für künftige Prälaten: Jene, "die sich bemühen, ein Bündnis zwischen dem Licht und der Finsternis zu schaffen, sind gefährlicher als die erklärten Feinde".

All diese Aussprüche dürften den Konzilsprälaten und jenen, die sich beim Zweiten Vatikanischen Konzil bemühten, eine unmögliche Vereinigung von Licht und Finsternis oder von Tradition und Progressismus zustande zu bringen, ganz und gar nicht ins Konzept passen.

 

 

Leo XIII. (1878-1903) kennzeichnete die Ziele der Freimaurersekte näher in seiner Enzyklika "Humanum genus". Darin schärfte er den Katholiken ein, "der Freimaurerei die Maske vom Gesicht zu reißen, mit der sie sich tarnt".

Er betonte, dass "Christentum und Freimaurerei ihrem Wesen nach unvereinbar sind, so dass, wer sich mit einem davon verbindet, sich vom anderen trennt". Während seines ganzen Pontifikats warnte Leo XIII., wie vor ihm Pius IX., vor der Freimaurerei, wovon folgende Dokumente beredtes Zeugnis ablegen: die Enzyklika "Etsi nos" vom 15. Februar 1882, die Enzyklika "Humanum genus" vom 20. April 1884, die Ansprache "Dall'alto" vom 15. Oktober 1890, die Ansprache "Spesse volte" vom 5. August 1898, die Enzyklika "Inimica vis" vom 8. Dezember 1892, der Brief "Custodi" vom 8. Dezember 1892, die Enzyklika "Praeclara" vom 20. Juni 1894, die Ansprache "Parvenu a la 25eme annee" vom 19. März 1902, die Ansprache "No­bis quidem" vom 22. Juni 1903.

 

 

Der heilige Pius X. (1903-1914) bekämpfte den freimaurerischen Geist, der sich in die Kirche einschlich. Dieser Papst verfasste die berühmte Enzyklika "Pascendi" vom 8. September 1907, welche den Modernismus verurteilt, indem sie ihn als "Sammelbecken aller Häresien" definiert, und verpflichtete den Klerus im September 1907 auf den Antimodernisten-Eid. In seiner Enzyklika "Maximum illud" vom 30. November 1919 blieb Benedikt XV. (1914-1922) der Lehre seiner Vorgänger treu.

 

 

             

Pius XI. (1922-1939) verurteilte am 19. März 1937 mit der Enzyklika "Divini Redemptoris" den Kommunismus, das Kind der Freimaurerei.

Pius XII. (1939-1958) schließlich sagte beispielsweise am 24. Juli 1958: "Die Wurzeln der modernen Apostasie sind: wissenschaftlicher Atheismus, dialektischer Materialismus, Rationalismus, Laizismus und ihre gemeinsame Mutter: die Freimaurerei" (Doc. Cath., 1958, S. 918).

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Für alle diese Päpste haben also das "Jahrhundert der Aufklärung" sowie die verheerenden Ideen, welche das Gift der Apostasie enthalten, durchweg ein und denselben Ursprung: die Freimaurerei.

Richter Agnoli zieht folgende Bilanz: "Die Freimaurerei ist diejenige Institution, welche von der Kirche in deren zweitausendjähriger Geschichte am häufigsten mit dem Bannstrahl belegt und geächtet worden ist (Pater Esposito hat rund 590 auf zahlreiche Dokumente verteilte Verurteilungen gezählt). "

"Die Grundidee des Christentums besteht darin, dass die Moral und die ganze soziale Ordnung auf der geoffenbarten Wahrheit beruhen, auf Gott und seinem Christus: Omnia instaurare in Christo. Nun wird jedoch diese Grundlage durch jenen Artikel der (freimaurerischen) Statuten aufgehoben, der Moral und Tugend für unabhängig von jeglicher Religion erklärt. Die Kirche hat also richtig gehandelt, als sie die Freimaurer bei ihrem Eintritt in den Orden mit der Exkommunikation belegte. Will sie das Vermächtnis ihres göttlichen Herrn nicht verraten, so darf sie nicht darauf verzichten, die einzige und unfehlbare Leiterin der Menschen auf jenem Wege zu sein, der sie ins künftige Leben führen soll" (Pater Deschamps, a.a.O., S. LXIV).

Die Freimaurer selbst erkennen im Papsttum ihren ärgsten Widersacher. Gustave Bord schreibt in "La Franc-Marconnerie en France" ("Die Freimaurerei in Frankreich") folgendes: "Das Papsttum war die einzige Macht, die sich vollkommen klar über jene Gefahr war, welche die Freimaurerei darstellte, und dies beinahe von Anfang an. Das Papsttum hatte die Gefahr deutlich erkannt und schon rechtzeitig darauf hingewiesen. Man glaubte ihm nicht; in Frankreich schenkte man ihm nicht einmal Gehör. Die Parlamente weigerten sich, die päpstlichen Bullen zu registrieren, die, da sie keine Verbreitung fanden, praktisch wertlos blieben.

Eine ganze Welt (die katholische!) war zum Verschwinden verurteilt."

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Das Komplott der Illuminaten und die französische Revolution

Innerhalb der Freimaurerei formierte sich eine Sekte, die noch geheimer war als die anderen und sich rasch zu deren Führerin aufschwang. Es war dies die Sekte der Illuminaten.

Ihr Gründer, Weishaupt, war Rechtsprofessor an der Universität Ingolstadt in Bayern.

Eines Tages im Jahre 1785 wurde einer der Komplizen Weishaupts, der abtrünnige Priester Lanz, von einem Blitz getroffen, als er wichtige Botschaften seines Chefs bei sich trug. Die Papiere wurden von der bayerischen Polizei gefunden und ermöglichten es dieser, die Hauptschuldigen zu ermitteln. Es folgte ein Prozess, dessen Akten vom bayerischen Kurfürsten öffentlich gemacht wurden, um die christlichen Mächte vor dem gegen sie angezettelten Komplott zu warnen. Die Dokumente kündigten ganz konkret an, im Jahre 1789 solle in Frankreich mittels einer Revolution ein Schlag gegen die Monarchie geführt werden!' *

* Diese Akten wurden in Barruels Werk "Memoires pour servir Cl l'histoire du Jacobinisme" abgedruckt. Barruel selbst kannte sie durch die 1787 unter dem Titel "Originalschriften des Ordens und der Sekte der Illuminaten" von der fürstlichen Hofdruckerei in München publizierte Ausgabe.

Laut den Illuminaten war es nämlich nicht möglich, die Kirche zu zerstören, ehe die christlichen Mächte, die sie schützten (die Monarchie), gestürzt wäre.

Es galt also, erst die weltliche und dann die geistliche Gewalt, erst den Thron und dann den Altar umzustoßen.

Es ist eine unbestreitbare Tatsache: Die hohen Eingeweihten der Freimaurerei haben die Revolution von 1789 vom Zaun gebrochen, um die Monarchie in der Person Ludwigs des Sechzehnten buchstäblich zu enthaupten.

All dies schimmert im freimaurerischen Ritual durch, wo man einen gekrönten Popanz enthaupten und anschließend einen zweiten Popanz, der eine Tiara trägt, mit Dolchstößen durchbohren muss. Dieses Ritual bedeutet, dass man, ehe man das Papsttum mit dem Dolch erledigt, zunächst das Königtum köpfen muss, den Beschützer der Heiligen Kirche. Vorbereitet wird dies durch die Wühlarbeit der "Philosophen" und der Enzyklopädisten. Genau so kam es denn auch.

Die Kirche ist angesichts dieses Mordes nicht stumm geblieben. Pius VI., den die Hinrichtung Ludwigs XVI. zutiefst erschüttert hatte, zögerte nicht, in seiner Ansprache vor dem geheimen Konsistorium am 17. Juni 1793 zu erklären:

"Ludwig XVI. wurde zum Tode verurteilt, und das Urteil wurde vollstreckt. Wer sind die Männer, die ein solches Urteil gefällt haben? Welche Manöver gingen ihm voraus? Hat der Nationalkonvent, der sich zum Richter über ihn aufgeworfen hat, das Recht dazu besessen? Keinesfalls. Nachdem diese Versammlung das Königtum abgeschafft hatte, die beste aller Regierungsformen, hatte sie die öffentliche Macht in die Hände des Volkes gelegt, das unfähig ist, der Vernunft Gehör zu schenken und sich bei seinem Verhalten von einem Plan lenken zu lassen, dem es an Einsicht fehlt, um die Dinge richtig einzuschätzen, das sich bei seinen Entscheidungen meist nicht von der Wahrheit, sondern von seinen Vorurteilen leiten lässt, das wankelmütig, leicht zu betrügen und zum Bösen zu verführen ist, das undankbar, hochmütig und grausam ist und sich ein Vergnügen daraus macht, Menschenblut fließen zu sehen, das sich an der Hinrichtung und den Qualen seiner Opfer weidet, so wie es sich im Altertum an den Schauspielen im Amphitheater ergötzte. Nochmals, oh Frankreich: Du, das du, wie du sagtest, einen katholischen Herrscher brauchtest, weil es die fundamentalen Gesetze des Königreichs so wollten, du hattest diesen katholischen Monarchen, und nur weil er katholisch war, hast du ihn gemordet. "

Pius VI. fügte hinzu: "Die Generalversammlung des französischen Klerus hatte 1755 die abscheulichen Komplotte dieser Schmiede der Bosheit entdeckt und angeprangert. Hätte man doch unserer Einschätzung und unserem Rat Gehör geschenkt! Dann müssten wir jetzt nicht über diese gewaltige Verschwörung seufzen, die gegen die Könige und die Reiche geschmiedet wird."

Die Revolution von 1789 hatte die christliche Nation im Blut ertränkt, und der Weg war nun frei für die Republik. Auf die erklärte Revolution sollte eine stille, schleichende Revolution folgen: die Revolution in den Geistern. Wie? Indem man alle Werte auf den neuen Humanismus reduzierte.

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Die Folgen der französischen Revolution

Die gut zwei Jahrhunderte, die uns von der französischen Revolution trennen, ermöglichen es uns, die Richtigkeit der Aussagen der Päpste zu erkennen. In der Tat waren die Prinzipien von 1789 nichts anderes als die politische Doktrin der Freimaurerei.

Man musste den katholischen Kern brechen, den die Familie darstellte.
Die Sektierer führten die Zivilehe ein, die Scheidung, die laizistische - d.h. atheistische - Erziehung. Die elterliche Autorität wurde von Pädagogen in Frage gestellt, die sich auf Rousseau beriefen. Feminismus, Frauenarbeit, Kinderkrippe für die Kleinsten, Empfängnisverhütung, Abtreibung und noch viele andere freimaurerische "Segnungen" wurden der Gesellschaft zuteil, um das Menschengeschlecht zu "befreien".

"Die Gesellschaft beruht auf der Autorität, die ihren Ursprung in Gott hat; die Familie fußt auf der Ehe, deren Legitimität und Unauflöslichkeit auf den göttlichen Segen zurückgeht; das Eigentum basiert auf dem Willen Gottes, der das siebte und das zehnte Gebot erließ, um das Eigentum vor dem Diebstahl, ja selbst vor der Begehrlichkeit zu schützen. All dies muss man zerstören, will man, wie die freimaurerische Sekte sich anmaßt, die Zivilisation auf neue Grundlagen stellen" (Msgr. Delassus, a.a.O., S. 7).

So kam es, dass der laizistische Humanismus von den katholischen Völkern bevorzugt wurde. Es entstand eine Art Komplizenschaft zwischen dem Geist des Volkes und der Freimaurerei, um Christus den König zu bekämpfen und zu verwerfen.

Gestärkt durch diese Errungenschaften fuhren die Logen mit dem Schmieden des Komplotts zur Zerstörung der Kirche - oder, genauer gesagt, zur Ersetzung der wahren Kirche durch eine synkretistische Superkirche - fort, indem sie die kirchliche Hierarchie unterwanderten.

Eine furchtbare, langsame Zersetzung der Massen erfolgte nach der Revolution durch jene Regierungsform, die der Hölle am liebsten ist: die Republik. Dank ihrer Schulen ohne Gott hat diese voller Hochmut und mit groben Lügen die geschichtliche Wahrheit verfälscht, um die Ursprünge und die übernatürliche Bestimmung der französischen Monarchie zu vernebeln.'' Von Hass gegen den Katholizismus erfüllt, bläute sie ganzen Generationen eine Todeskultur ein, wodurch diese abfallen und sich für immer des Heils begeben würden.

Klemens XIII. schrieb in seiner Enzyklika "Christianae reipublicae salus" vom 25. November 1766: "Die Gefahr ist umso größer, als die Bücher, welche solche Lehren propagieren, geschickt verfasst und mit großer Kunst geschrieben sind, überall Eingang finden und überall das Gift des Irrtums verbreiten."

Jene Schriften aber sind genau die, welche die Lehrpläne unserer Kinder verseuchen, die heutigen Generationenkonflikte hervorrufen und die Menschen unserer Zeit zu Rebellen in Potenz gegen das fleischgewordene Wort gemacht haben.

 

In seiner Enzyklika "Traditi humiliati" vom 24. Mai 1829 schrieb Pius VIII.:
"Wir wollen euch außerdem ganz besonders auf gewisse dieser unlängst gegründeten Geheimgesellschaften hinweisen, deren Ziel es ist, die Seelen der jungen Menschen, welche in den Schulen und Gymnasien lernen', zu verderben; gewisse verkommene Lehrer wirken dort darauf hin, ihre Schüler durch Lehren, die denjenigen Gottes entgegengesetzt sind, auf die Wege Belials zu führen, und beflecken mit gezielter, perfider Sorgfalt, in vollem Bewusstsein dessen, was sie tun, durch ihren Unterricht den Verstand und die Herzen jener, die ihnen anvertraut sind. Die Folge davon ist, dass diese jungen Menschen einer so beklagenswerten Zügellosigkeit anheimfallen, dass sie jeglichen Respekt vor der Religion verloren haben, sich in ihrem Verhalten von keinen Regeln mehr leiten lassen, so die Heiligkeit der reinen Lehre missachten, alle göttlichen und menschlichen Gesetze verletzen und sich schamlos sämtlichen Unarten, sämtlichen Irrtümern, sämtlichen Dreistigkeiten hingeben" (zitiert in der Anthologie von G. Virebeau "Les papes et la Franc-Maconnerie" ["Die Päpste und die Freimaurerei"], Paris 1977, S. 23, 24).

Schon früh, am 25. Dezember 1775, geißelte Pius VI. " ... jene Philosophen des Unheils, die mit ihren perversen Lehren jene Bindungen auflösen, welche die Menschen miteinander vereinen und sie in gerechter Abhängigkeit von ihren legitimen Vorgesetzten halten, und denen es sogar gelingt, ins Allerheiligste einzudringen. Die Philosophen wiederholen bis zur Ermüdung, der Mensch werde frei geboren und sei keinerlei Autorität unterworfen. Sie stellen die Gesellschaft folglich als eine Ansammlung von Idioten dar, die sich in ihrer Dummheit vor den Königen, die sie unterdrücken, in den Staub werfen, so dass der Einklang von Priester- und Königtum nichts anderes als eine barbarische Verschwörung gegen die menschliche Freiheit ist."

Diese Republik hat aus Frankreich, der ältesten Tochter der Kirche, die schlimmste Feindin der Herrschaft unseres Herrn Jesus Christus über die Gesellschaft gemacht. Doch ist das Urteil über diese Republik bereits gefallt: "Ich werde gegen den Willen meiner Feinde regieren" (Unser Herr zur heiligen Margaretha Maria Alacoque).

Hinter dieser stillen Revolution verbarg sich unvermeidlich ein weiterer Krieg: jener, der zum Zweck der Auflösung der traditionellen Führungskräfte der Gesellschaft geführt wurde. Der Feind strebt nicht danach, die Macht zu ergreifen, denn diese besitzt er längst; er trachtet danach, ein religiöses System zu errichten, das eine zur Verehrung des Antichristen fähige Generation heranziehen soll.

Der laizistische Humanismus und die Illuminaten hatten sehr wohl begriffen, dass nicht jedermann der neuen, von der Freimaurerei gegründeten Religion auf den Leim gehen würde. Um die letzten Katholiken, die Unbeugsamen, kirre zu machen, gab es nur ein einziges Mittel: sich der Kontrolle über Rom zu bemächtigen.

Die moderne Freimaurerei konnte die Koexistenz mit dem Christentum nur unter einer Bedingung akzeptieren: Es musste aufhören, katholisch zu sein!

Das einzige, was der Macht Satans entgegensteht, ist das Kreuz des Erlösers, und dieses Kreuz wirkt nur in den Herzen der Menschen. Gott verlangt vom Menschen den Glauben. Wie der heilige Augustinus sagt, kann unser Schöpfer uns nicht ohne unsere Mitwirkung retten. Das Kreuz ist machtlos ohne den Glauben. Das erklärt die ungeheure Bedeutung des "kleinen Rests" oder der "kleinen Herde": Solange noch einige Getreue übrigbleiben, kann die Welt gerettet werden.

Die Hölle weiß all das: Sie weiß, wo es anzugreifen gilt, will sie den Sieg davontragen, nach dem sie seit der Morgendämmerung der Zeiten lechzt. Sie muss also den Glauben ins Wanken bringen.

Dazu kommt, dass die Feinde des Glaubens zwischen ihren einzelnen Siegen jeweils angemessene Pausen einlegen, um die Völker an jene Veränderungen zu gewöhnen, die Satan seinen Dienern aufzwingt.

"Den Glauben zu erschüttern" war das unbestreitbare Ziel der schlimmsten Feinde der Kirche, die 1789 den Thron mittels der Revolution erobert hatten. Folglich mussten sie noch eine infernalische Strategie auszuhecken, um die Kirche zu zerstören.

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III. Kapitel

 

Das Programm zur Unterwanderung der Kirche
Der bewaffnete Arm der Freimaurerei: Die Carbonari

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts war die undurchdringlichste unter den aktivsten Geheimgesellschaften jene der Carbonari. Sie war nach freimaurerischem Muster in verschiedene, hierarchisch gegliederte "Ventas" unterteilt, an deren Spitze die Alta Vendita (Hohe Venta) stand. Es war dies der oberste Zweig der italienischen Freimaurerei, der seine Mitglieder mit äußerster Sorgfalt aussuchte. Die Alta Vendita stand in Beziehung mit den Obersten Räten des Schottischen Ritus, dem der Hochgradfreimaurer Mazzini angehörte.''

Louis Blanc erklärte, dass "die Gesellschaften oder Ventas und Carbonari den militanten Teil der Freimaurerei darstellen" ("Histoire de Dix ans" ["Geschichte von zehn Jahren"], S. 98, 4. Auflage).

Die oberste Aha Vendita bestand aus 40 Mitgliedern, die allesamt aus der revolutionären Elite der Logen und Ventas handverlesen worden waren. Ihr Oberhaupt trug das Pseudonym Nubius; sein wirklicher Name ist vom Vatikan nicht preisgegeben worden. Nubius leitete die Hohe Venta bis 1844. Dann wurde er plötzlich senil und starb vier Jahre später. (Msgr. Delassus, a.a.O., S. 140).

Msgr. Delassus zitiert auch das Zeugnis eines wohlinformierten Staatsmanns, des österreichischen Kanzlers Metternich:

"Metternich sprach in seinen Briefen mehrfach vom lenkenden Einfluß der Hohen Venta auf sämtliche damaligen revolutionären Bewegungen. In einem an Newmann in London adressierten Schreiben hielt er am 24. Juni 1832 fest, die Hohe Venta sei die Fortsetzung des Illuminatenordens. Niemand konnte besser unterrichtet sein als er" (Msgr. Delassus, a.a.O., S. 138, 139).

Ungefähr zu jener Zeit wurde der Plan der Diener Satans enthüllt, ein Plan, der die Ausrichtung bestätigte, welche die freimaurerischen Revolutionäre seit 1789 angenommen hatten.

"Der Sturz der Throne war die den Carbonari zugewiesene Aufgabe. Der Hohen Venta wurde der Auftrag erteilt, erstens die zeitliche Macht der Päpste zu brechen und zweitens, noch kühner, noch unglaublicher, die katholische Kirche in ihren Mitgliedern, ihren Sitten und sogar in ihren Dogmen zu korrumpieren" (S. 133).

"Im Denken dessen, der den Vierzig (d.h. den Führern der Hohen Venta) die geheimen Instruktionen erteilt hatte, war der Sturz des päpstlichen Throns das erste zu verfolgende und zu erreichende Ziel. Er sah, dass es das Papsttum ist, das die Menschheit unter dem väterlichen Joche Gottes hält, und er sagte sich, wenn Italien erst befreit und die zeitliche Macht der Päpste vernichtet sei, werde das Papsttum, jeder irdischen Stütze beraubt und sozusagen in der Luft hängend, nicht mehr lange seine geistliche Gewalt behalten. Da diese über Menschen ausgeübt wird, die aus Leib und Seele bestehen, bedarf sie materieller Werkzeuge und menschlicher Träger" (Msgr. Delassus, a.a.O., S. 166).

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Freimaurerische Dokumente von Unbestrittener Echtheit, welche das Komplott beweisen

Am 3. April 1844 faßte Nubius, Führer der Hohen Venta der Carbonari, nachdem er die Unmöglichkeit eines direkten Sturzes der Kirche eingesehen hatte, eine Reihe von Entschlüssen und teilte sie seinen Freunden schriftlich mit. Unterlagen der italienischen Hohen Venta aus dem Zeitraum von 1820 bis 1846 fielen Leo XII. in die Hände. Veröffentlicht wurden sie dann vom Historiker Cretineau-Joly in seinem 1859 erschienenen Buch "L 'Eglise Romaine et la Revolution" ("Die römische Kirche und die Revolution") auf Wunsch von Gregor XVI. bzw. Pius IX.

Letzterer hat die Echtheit der Dokumente bestätigt, es jedoch aus Rücksicht auf die betroffenen Familien unterlassen, die wirklichen Namen der Angehörigen der Hohen Venta zu erwähnen, die der vatikanischen Polizei sehr wohl bekannt waren. Wir kennen darum nur ihre maurerischen Pseudonyme: Nubius, Volpe, Piccolo­Tigre

Der führende Kopf der Hohen Venta, Nubius, schrieb am 3. April 1844 an Volpe:

"Man hat unseren Schultern eine schwere Last aufgebürdet, mein lieber Volpe; wir müssen durch sorgfältig abgestufte, wenngleich recht verschwommen definierte kleine Schritte den Triumph der Revolution durch einen Papst bewerkstelligen.

Der Papst, wer er auch sei, wird niemals zu den Geheimgesellschaften kommen: Es obliegt den Geheimgesellschaften, den ersten Schritt auf die Kirche hin zu tun, um sie beide [d.h. Papst und Kirche] zu besiegen. Die Arbeit, die wir auf uns nehmen, ist nicht das Werk eines Tages, ja vielleicht nicht einmal eines Jahrhunderts, doch in unseren Rängen stirbt der Soldat, und der Kampf geht weiter.

Wir beabsichtigen nicht, Päpste für unsere Sache zu gewinnen, sie als Anhänger unserer Prinzipien zu werben, zu Verbreiter unserer Ideen zu machen. Dies wäre ein lächerlicher Wunschtraum. Wie sich die Dinge auch entwickeln mögen, selbst falls beispielsweise Kardinäle oder Prälaten sich, mit voller Absicht oder mehr zufällig, einen Teil unserer Pläne zu eigen machen sollten, wäre das durchaus kein Grund, ihre Erhebung auf den Stuhl Petri zu wünschen. Das wäre nämlich unser Verderben. Was diese Männer zur Apostasie bewogen hätte, wäre einzig und allein der Ehrgeiz gewesen, und nur die Erfordernisse der Macht würden sie zwingen, uns zu opfern.

Um also sicherzustellen, dass ein Papst, wie wir ihn wünschen, auf den Thron kommt, gilt es zunächst, ihm eine Generation heranzubilden, die der von uns erträumten Regierung würdig ist. Lassen wir Greise und Menschen reifen Alters beiseite; geht unter die Jugend und, wenn möglich, bis zum Kindesalter hinab ... Unter die Jugend heißt es gehen, sie heißt es unter dem Banner der Geheimgesellschaften ins Schlepptau nehmen, ohne dass sie es merkt. Um auf diesem gefahrvollen, aber sicher zum Ziel führenden Wege gemessenen Schrittes vorwärts zu kommen, sind zwei Dinge absolut notwendig.

Ihr müsst sanft tun wie die Tauben, aber sein wie die Schlangen ... Lasst vor ihr, der Jugend, niemals ein unfrommes oder unflätiges Wort fallen. Maxima debetur puero reverentia ... [Dem Knaben gebührt höchste Ehrerbietung ... ] ist euer Ruf erst einmal in den Kollegien, in den Gymnasien, an den Universitäten und an den Seminaren gefestigt, habt ihr erst einmal das Vertrauen der Lehrer und der Studenten gewonnen, dann sorgt dafür, dass jene, die sich hauptsächlich in der klerikalen Miliz engagieren, eure Gesellschaft begierig suchen ...

Dieser Ruf wird unseren Lehren den Zugang zum jungen Klerus eröffnen, aber auch zu den Klöstern. In einigen Jahren wird dieser junge Klerus naturgemäß in alle Stellungen vorrücken: Er wird regieren, verwalten, richten, den weltlichen Herrscher beraten; er wird dazu aufgerufen sein, den Papst zu wählen, und dieser Papst wird wie die Mehrzahl seiner Zeitgenossen die italienischen und humanitären Prinzipien mehr oder weniger eingesogen haben, die wir demnächst in Umlauf zu setzen beginnen ... Möge der Klerus unter eurer Standarte marschieren und dabei immer noch glauben, er marschiere unter dem Banner der apostolischen Schlüssel [= des Papstes; vgl. Matth. 16, 19]. Spannt eure Netze wie Simon Barjona [= Simon Petrus; vgl. Joh. 21, 15]: spannt sie im Innern der Sakristeien, der Seminaren und der Klöster statt in der Tiefe der Meere, und wenn ihr nichts überhastet, verheißen wir euch einen wunderbareren Fischfang als den seinen. Fürchtet euch nicht davor, einige der unseren in diese von stumpfsinniger Hingabe geleiteten Herden einzuschmuggeln; sie mögen nach und nach das Personal dieser Bruderschaften studieren, und sie werden sehen, dass dort eine reiche Ernte winkt. ' Träufelt das Gift in kleinen Dosen und wie zufällig in die ausgewählten Herzen und dann in die Gedanken; ihr werdet selbst bass erstaunt sein über euren Erfolg. Verbreiten wir das Laster unter den Massen; sie sollen es mit allen fünf Sinnen aufnehmen, sollen es trinken, sollen sich daran sättigen. Züchtet lasterhafte Herzen heran, und ihr werdet keine Katholiken mehr haben. Haltet den Priester von der Arbeit am Altar und von der Tugend ab, versucht, seine Gedanken und seine Stunden mit anderen Dingen zu erfüllen ... Was wir in Angriff genommen haben, ist die Verderbnis im großen, die Verderbnis des Volkes durch den Klerus und des Klerus durch uns, jene Verderbnis, die es uns ermöglichen muss, die Kirche zu begraben'". Ihr werdet eine Revolution in Tiara und Chormantel predigen, die mit dem Kreuz und dem christlichen Banner marschiert, eine Revolution, die nur einer geringfügigen Anfachung bedarf, um alle vier Ecken der Welt in Brand zu stecken."

Dasselbe findet sich in einer anderen Anweisung:

"Unser letztendlich es Ziel ist dasjenige Voltaires und der französischen Revolution, die endgültige Vernichtung des Katholizismus, ja der christlichen Idee an sich. Was wir vor allem erstreben müssen, was wir suchen und erwarten müssen wie die Juden den Messias, ist ein Papst nach unseren Bedürfnissen ... Man muss die Revolution durch einen Papst vollbringen ... Schmuggelt die Keime unserer Dogmen in die Geister ein; Priester und Laien sollen zur Überzeugung gelangen, dass das Christentum eine seinem Wesen nach demokratische Lehre ist"

(zitiert von Abbe Barbier, "Les infiltrations maconniques dans I 'Eglise" ["Die freimaurerischen Einschleusungen in die Kirche"], 1910, S. 4-12).

"Nubius meinte, ein solcher Plan sowie die Mittel zu seiner Verwirklichung könnten nur von Satan selbst stammen; er bemerkte: 'Dieser Plan schien mir stets von übernatürlicher Berechnung zu zeugen.' Die Idee zu einem solchen Unterfangen konnte in der Tat nur jenem kommen, der in seiner Dreistigkeit früher noch weiter gegangen war, hatte er sich doch gegen den Ewigen selbst empört" (Msgr.Delassus, a.a.O., S. 195).

 

1905, sechzig Jahre nach dem Nubius-Brief an Volpe, erschien das Buch "Il Santo" ("Der Heilige") (Neuauflage bei Ed. Oscar Mondadori, Mailand, 1989). Der Verfasser, Fogazzaro, war ein italienischer Modernist. Sein - auf den Index gesetztes - Werk offenbart schon ab den ersten Seiten das von der "katholischen Freimaurerei" verfolgte Ziel.

" ... Seht, wir gehören zu einer bestimmten Zahl von Katholiken innerhalb und außerhalb Italiens, Kleriker und Laien, die eine Reform der Kirche wünschen. Wir wünschen diese ohne Rebellion, durchgeführt von der legitimen Autorität. Wir wünschen Reformen im religiösen Unterricht, Reformen im Gottesdienst, Reformen in der Disziplin des Klerus, Reformen auch in der höchsten Führung der Kirche. Dazu müssen wir die öffentliche Meinung so beeinflussen, dass sie die legitime Autorität dazu veranlasst. nach unseren Wünschen zu handeln, und sei es auch erst in zwanzig, in dreißig, in fünfzig Jahren."

Fogazzaro fügte hinzu, er halte es für "klug, weder etwas über die Versammlung noch über die dabei gefassten Beschlüsse zu verraten", und bat alle Anwesenden, "sich als durch ihr Ehrenwort zum Schweigen verpflichtet zu betrachten". Er fuhr fort: "Vor der Gründung dieser katholischen Freimaurerei bin ich der Ansicht, dass man sich bezüglich der Reformen verständigen muss ... " Das Stichwort war gefallen, und seine Verwirklichung nur zu erfolgreich ... Fogazzaro bekräftigte: "Sorgen wir dafür, dass sich immer neue Kräfte diesem Abkommen anschließen, dass es die Mehrzahl der einsichtsvollen Gläubigen umfasst, dass es in der Hierarchie immer höhere Ränge erklimmt ... eine katholische Freimaurerei, ja, eine Freimaurerei der Katakomben!"
 

Einige Jahre später bestätigte der heilige Pius X. die Existenz eines solchen Plans im Motu Proprio vom 1. September 1910:

"Auch nachdem ihnen die Enzyklika 'Pascendi' die Maske, hinter der sie sich verbargen, vom Gesicht gerissen hat, haben die Modernisten ihre Pläne, den Frieden der Kirche zu stören, nicht aufgegeben. Sie haben in der Tat nicht aufgehört, neue Anhänger anzuwerben und in einer geheimen Vereinigung (clandestinum foedus) zu sammeln."

Um dieses Ziel zu erreichen, galt es also in einer ersten Phase die Infiltration der Seminaren durch Agenten der Sekte anzustreben und parallel dazu in der laizistischen Gesellschaft das Gift der atheistischen politischen Ideologie zu verbreiten, um mittels der Gesetze alles zu verderben, was nur verdorben werden konnte. In einer zweiten Etappe sollte sich dank dieser Einsickerung des Feindes in den Seminaren eine katholische Freimaurerei konstituieren. Diese Gruppe Eingeschleuster sollte dann ihren Wunsch nach einer Reform der Kirche kundtun, damit diese "humanistischer" werde. Besagter Vorgang sollte ohne Rebellion verlaufen, "in Tiara und Chormantel" , sollte Reformen im religiösen Unterricht auslösen, im Gottesdienst, in der Disziplin des Klerus, in der obersten Führung der Kirche. Der eingeweihte Ex-Domherr Roca würde diesen Willen der kirchlichen Freimaurerei in das Begehren, ein Konzil einzuberufen, übersetzen. Um schließlich ans Ziel zu kommen, musste auch noch eine öffentliche Meinung geschaffen werden, welche die Autorität dazu brachte, gemäß den Anschauungen der "Hocheingeweihten" der Freimaurerei zu handeln.

Der Plan war klar: Er sah die Eroberung der Kirche von innen durch eine von Medien und Priestern, abtrünnigen Bischöfen und Kardinälen, Freimaurern oder Anhängern der freimaurerischen Ideen aufgebaute modernistische Bewegung vor.

In einer dritten Phase würden die zu dieser Mission auserkorenen oder von humanistischen Ideen eingenommenen Menschen schließlich Mitglieder des Heiligen Kollegiums der Kardinäle werden und somit verantwortlich für die Wahl des Papstes sein. Dann würden sie nichts weiter zu tun haben, als einen der ihren zum Papst zu wählen! Das wäre dann der Papst der Synarchie (also der Gesamtheit der okkulten Kräfte aller Tendenzen, die unter der Oberfläche an der Bildung einer Weltregierung arbeiten).

Das Endziel war stets dasselbe: die römische Kirche, ihre Lehre und ihren Kult reformieren, um sie Bestandteil einer synkretistischen, universalen Superkirche werden zu lassen. Um dies zu bewerkstelligen, musste die römische Kirche ein ökumenisches Konzil durchlaufen, das sie in Übereinstimmung mit dem neuen Zustand des Bewusstseins und der modernen Zivilisation bringen sollte.

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Ein Charakterzug des Plans der Gegenkirche: die Neuerungen der Apostolischen Tradition entgegenstellen

"Ich beschwöre dich vor Gott und vor Christus Jesus, der kommen wird als Richter über Lebende und Tote, bei seinem Erscheinen und seinem Königtum: Künde das Wort, sei zur Stelle, ob gelegen, ob ungelegen; widerlege, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung. Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach eigenen Gelüsten sich Lehrer zusammensuchen, weil sie nach Ohrenkitzel verlangen. Von der Wahrheit werden sie das Ohr abwenden und den Fabeleien sich zuwenden. Du aber sei besonnen in allem, nimm alles Ungemach auf dich, erfülle das Werk eines Boten des Evangeliums, widme dich ganz deinem Dienst" (2. Tim. 4, 1-7).

Diese "Fabeln", von welchen der heilige Paulus spricht, sind: "Neue Ideen, ein neues Evangelium, ein neuer Messias" - so Msgr. Delassus, der hinzufügt:

"Kein Wort kann besser kennzeichnen, was die Revolution in die Welt bringen will" (a.a.O., S. 116).

"Jesus Christus ist derselbe, gestern und heute und auch in Ewigkeit" (Hebr.13, 8). Heute, fast ein Jahrhundert nach Msgr. Delassus, haben die Männer des Konzils uns überdies einen "neuen Advent" mit "neuen Sakramenten", einer "neuen Liturgie", einer "neuen Messe", einem "neuen Katechismus", einer "neuen Theologie", einem "neuen kanonischen Recht" etc. beschert, um die "neue Kirche" der "neuen Zivilisation der Liebe" vorzubereiten: die Herrschaft des "Geistes".

Doch immerhin hat der Heilige Paulus unter Androhung des Bannfluchs davor gewarnt, an Neuerungen zu glauben, selbst wenn diese - einmal angenommen von einem vom Himmel herabgestiegenen Engel verkündet würden.

Das von der Gegenkirche angestrebte Ziel besteht darin, den Glauben an die Neuerungen zu etablieren und die Gläubigen zur Aufgabe dessen zu verleiten, was von alters her stets geglaubt und stets praktiziert worden ist. Erinnern wir daran, was Leo XIII. in "Humanum genus" geschrieben hat: "Es geht für die Freimaurer darum, ... die religiöse und gesellschaftliche Disziplin voll und ganz zu zerstören, welche aus den christlichen Institutionen hervorgegangen ist, und an ihre Stelle eine neue zu setzen. "

"Und diese neue Kirche wird, obgleich sie vielleicht nichts von der scholastischen Disziplin und der rudimentären Form der alten Kirche bewahren darf, nichtsdestoweniger von Rom die Weihe und die kanonische Jurisdiktion erhalten ... Die Synarchie ist so groß, dass sie diese allgemeine Erneuerung durchsetzen kann" (Roca, "Glorieux centenaire" ["Glorreiche Hundertjahrfeier"], S. 462 bzw. 469).

Muss man noch betonen, dass einzig und allein ein Konzil das perfide Gift der Neuerungen in die Venen der Kirche träufeln konnte? Eine eindrückliche Menge freimaurerischer Texte hatte es seit über einem Jahrhundert angekündigt.

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Verwirklichung des freimaurerischen Komplotts

gegen die Kirche

"Am 15. Januar 1881 veröffentlichte das Blatt 'Le journal de Geneve' ('Genfer Zeitung') eine Unterredung seines Pariser Korrespondenten mit einem der Führer jener freimaurerischen Mehrheit, die damals wie heute die Abgeordnetenkammer beherrscht. Dieser sagte: 'Hinter all dem steht eine mächtige Inspiration, ein ausgeklügelter und methodischer Plan, der bald mehr, bald weniger reibungslos und pünktlich abläuft, aber mit unbesiegbarer Logik. Was wir durchführen, ist die permanente Belagerung des römischen Katholizismus... Wir wollen ihn zur Kapitulation zwingen oder zerbrechen. Wir wissen, wo seine Lebenskräfte sind, und genau dort wollen wir ihn treffen' (zitiert von Msgr. Delassus, 'La conjuration antichretienne' ['Die antichristliche Verschwörung'] S. 83)" (Jean Ousset, "Pour qu 'il regne" ["Damit er herrsche"], S. 123).

"Das Ziel ist die Verherrlichung Gottes im Menschen, des Menschen in Gott, und jener göttliche Endpunkt, zu dem die universale Religion euch durch alle ihre Kulte hindurch führt. ' Aber das wird doch das Ende der römischen Kirche sein!', werden da die denkfaulsten meiner römischen Glaubensgenossen einwenden. Warum?

Es wird sich (dem Schein nach) in dieser Kirche nichts verändert haben: Der Papst wird weiterhin ihr Patriarch sein; ihre Hierarchie und ihre besonderen Lehren werden intakt bleiben; sie wird nichts anderes getan haben, als ihr eigenes katholisches, d. h. antisektiererisches, antipolitisches. universalistisches Programm zu verwirklichen.

Da sie die anderen Glaubensgemeinschaften nicht mehr politisch dominieren kann und will, wird sie sie gesellschaftlich wiedererobern, indem sie sie respektiert und dadurch in eine wahrhaftig ökumenische Allianz aufnimmt, zum ersten Mal seit der griechisch-lateinischen Doppelherrschaft" (Saint- Yves d' Alveydre, der "große Eingeweihte", in "Mission de l'Inde" ["Indiens Sendung"]).

"Es gibt zwei Arten von Geschichte: Die offizielle, lügenhafte Geschichte, die man uns beibringt, die Geschichte 'ad usum delphini' , und die geheime Geschichte, welche die wirklichen Gründe der Ereignisse enthält, eine schandbare Geschichte" (Honore de Balzac, Mitglied einer Martinistenloge, "Les illusions perdues" ["Die verlorenen Illusionen"]).

Ehe wir uns der Verwirklichung dieses Komplotts zuwenden, wollen wir in kurzen Worten die Strategien des Gegners resümieren.

Satan hatte gut begriffen, dass er in die Kirche eindringen musste. Es hatte sich gezeigt, dass es 1800 Jahre unaufhörlicher Komplotte bedurfte, bis der weltliche Statthalter Christi (Ludwig XVI.) enthauptet wurde. Dadurch kam es, dass sich die heilige Kirche ohne zeitlichen Beschützer wiederfand, Von nun an glaubte Satan, dem die Erstürmung des Himmels verwehrt geblieben war, sich des Throns des Hl. Petrus bemächtigen zu können.

Der freimaurerische Plan zur Zerstörung der katholischen Kirche

Richtlinien vom Großmeister der Freimaurer an die katholischen Freimaurer-Bischöfe. - Effektive März 1962 - (the Aggiornomento of Vatican II) - Alle Freimaurerbrüder sollen über den Fortschritt dieser entscheidenden Anweisungen berichten. - Überarbeitet im Oktober 1993 als fortschreitender Plan für das Endstadium. - Alle Freimaurer, die in der Kirche arbeiten, müssen Folgendes in die Hand nehmen und durchsetzen:

1. Entfernt St. Michael, den Beschützer der kath. Kirche, aus allen Gebeten innerhalb und außerhalb der hl. Messe, ein und für alle Mal. Entfernt seine Statuen. Sagt, es lenkt von Christus ab.

2. Schafft die Bußübungen in der Fastenzeit ab, wie den Verzicht auf Fleisch am Freitag oder das Fasten. Verhindert jeden Akt der Selbstverleugnung. An die Stelle sollen Akte der Freude, des Glücks und der Nächstenliebe treten. Sagt: „Christus hat schon den Himmel für uns verdient“ und „daß alle menschlichen Anstrengungen nutzlos sind“. Sagt ihnen: „sie sollen die Sorge um ihre Gesundheit ernst nehmen“. Ermutigt den Verzehr von Fleisch, besonders Schweinefleisch.

3. Weist protestantische Pastoren an, die hl. Messe zu überprüfen und zu entsakralisieren. Sät Zweifel an der Realpräsenz (der Eucharistie) und bekräftigt, daß die Eucharistie - näher am Glauben der Protestanten - nur Brot und Wein und nur symbolisch gemeint ist. - Setzt Protestanten in Seminaren und Schulen ein. Ermutigt Ökumene als den Weg zur Einheit. Klagt jeden an, der an die Realpräsenz glaubt, als subversiv und ungehorsam gegen die Kirche.

4. Verbietet die lateinische Meßliturgie, Anbetung und Lieder, denn sie vermitteln ein Gefühl des Geheimnisses und der Ehrfurcht. Stellt das hin als „Hokuspokus“ von Wahrsagern. Die Menschen werden aufhören, die Priester als Menschen von überragender Intelligenz und als geheimnisvolle Respektspersonen zu betrachten.

5. Ermutigt die Frauen, in der Kirche keine Hüte zu tragen. Haare sind sexy. - Fordert Frauen als Vorbeter, Kommunionhelfer, Diakonissen und Priester. Stellt es als demokratische Idee heraus. Gründet eine Frauenfreiheitsbewegung. - Die Kirchgänger sollen saloppe Kleidung tragen, damit sie sich dazugehörig fühlen. Das wird die Bedeutung der hl. Messe herabsetzen.

6. Haltet die Kommunionempfänger davon ab, kniend die Hostie zu empfangen. Sagt den Eltern und Lehrern, daß sie die Kinder davon abhalten sollen, vor und nach dem Kommunionempfang die Hände zu falten. Sagt ihnen, daß Gott sie so liebt, wie sie sind, und wünscht, daß sie sich vollkommen entspannt fühlen. Schafft alles Knien und jede Kniebeuge in der Kirche ab. Entfernt die Kniebänke. Sagt den Menschen, daß sie während der Messe stehend ein Zeugnis geben sollen.

7. Hört auf mit der sakralen Orgelmusik. Bringt Gitarren, jüdische Harfen, Trommeln und „Mit-den-Füßen-Stampfen“ und „Heiliges Gelächter“ in die Kirchen. Das wird die Menschen von persönlichen Gebeten und Gesprächen mit Jesus abhalten. Gebt Jesus keine Zeit, Kinder zu religiösem Leben zu berufen. Führt liturgische Tänze in aufreizender Kleidung, Spiele und Konzerte am Altar auf.

8. Nehmt den Liedern zur Muttergottes und zu St. Joseph den sakralen Charakter. Bezeichnet ihre Verehrung als Götzendienst! Macht diejenigen, die darauf beharren, lächerlich. - Führt protestantische Lieder ein! Das wird den Anschein erwecken, daß die kath. Kirche endlich zugibt, daß der Protestantismus die wahre Religion ist oder wenigstens der kath. Kirche gleich ist.

9. Schafft alle Hymnen ab, auch die zu Jesus, denn die erinnern die Menschen an ihre glückliche Kindheit, die sie dann wiederum an den Frieden erinnert, dessen Wurzel das strenge Leben der Selbstverleugnung und Buße für Gott war. Bringt nur neue Lieder hinein, um die Menschen zu überzeugen, daß die früheren Riten irgendwie falsch waren. Vergewissert euch, daß in jeder hl. Messe wenigstens ein Lied ist, das Jesus nicht erwähnt, sondern nur über die Liebe zu den Menschen spricht. Die Jugend wird davon begeistert sein, über die Liebe zum Nächsten zu hören. Predigt über Liebe, über Toleranz und Einheit. Erwähnt Jesus nicht. Verbietet jedwede Verkündigung über die Eucharistie.

10. Entfernt alle Heiligenreliquien von den Altären, und dann entfernt die Altäre selbst. Ersetzt sie durch heidnische, ungesegnete Tische, die gebraucht werden können, um lebende Opfer bei Satansmessen darzubringen. Hebt das Kirchengesetz auf, das sagt, heilige Messen können nur an Altären gelesen werden, die Reliquien enthalten.

11. Hört auf mit der Praxis, die hl. Messe vor dem hl. Sakrament im Tabernakel zu feiern. Erlaubt keine Tabernakel auf den Altären, die zur hl. Messe benutzt werden. - Der Tisch soll wie ein Eßtisch aussehen. Er soll transportabel sein, um anzudeuten, daß er nichts Heiliges ist, sondern einem doppelten Zweck dienen soll, für irgend etwas, wie z.B. als Konferenztisch oder um Karten daran zu spielen. Später stellt wenigstens einen Stuhl an diesen Tisch. Der Priester soll darauf sitzen, um nach der Kommunion anzudeuten, daß er sich nach seinem Mahl ausruht. Der Priester soll sich bei der hl. Messe niemals knien, noch Kniebeugen machen.

Man kniet nicht bei Mahlzeiten. Der Stuhl des Priesters soll anstelle des Tabernakels stehen. Ermutigt die Leute, den Priester zu verehren (bzw. anzubeten) und nicht die Eucharistie und ihm zu gehorchen statt der Eucharistie. Sagt ihnen, der Priester ist Christus, ihr Haupt. Setzt die Tabernakel in einen anderen Raum, außer Sichtweite.

12. Laßt die Heiligen vom Kirchenkalender verschwinden, immer einige zur gewissen Zeit. Verbietet den Priestern, über Heilige zu predigen, es sei denn, sie sind im Evangelium genannt. Sagt ihnen, die Protestanten, die vielleicht in der Kirche sind, würden Anstoß daran nehmen. Vermeidet alles, was die Protestanten stört.

13. Beim Lesen des Evangeliums laßt das Wort „heilig“ aus, z. B. „Evangelium nach dem hl. Johannes“. Sagt einfach nur. „Evangelium nach Johannes“. Dieses wird den Leuten andeuten, daß sie sie nicht mehr verehren sollen. Schreibt laufend neue Bibeln, bis sie identisch sind mit den protestantischen Bibeln. Laßt das Wort „Heilig“ beim Heiligen Geist weg. Dieses wird den Weg öffnen. Betont die feminine Natur Gottes als einer liebenden Mutter. Erlaubt nicht den Gebrauch des Wortes „Vater“.

14. Laßt alle persönlichen Gebetbücher verschwinden und zerstört sie. Dann werden auch die Litaneien zum Hl. Herzen Jesu, zur Muttergottes und zu St. Joseph wegfallen und auch die Vorbereitung auf die hl. Kommunion. Auch die Danksagung nach der Kommunion wird dann überflüssig sein.

15. Laßt auch alle Statuen und Bilder von Engeln verschwinden. Warum sollen die Statuen unserer Feinde herumstehen? - Nennt es Mythen oder Gute-Nacht-Geschichten. Erlaubt nicht, über die Engel zu sprechen; denn es wird unsere protestantischen Mitglieder abstoßen.

16. Schafft den kleinen Exorzismus für Teufelsaustreibungen ab; arbeitet hart daran, verkündet, daß es keine Teufel gibt. Sagt, daß es die Art und Weise der Bibel ist, so das Böse zu bezeichnen, und es kann keine gute Geschichte geben ohne einen Bösewicht. Dann werden sie auch nicht an die Hölle glauben und werden sich niemals fürchten, dorthin zu kommen. - Sagt, daß die Hölle nichts anderes ist, als von Gott entfernt zu sein; und was ist daran so schlimm, da es doch sowieso das gleiche Leben ist, wie hier auf der Erde.

17. Lehrt, daß Jesus nur ein Mensch war, der Brüder und Schwestern hatte, und daß er das Establishment gehaßt hat. Sagt, daß er die Gesellschaft von Prostituierten liebte, besonders von Maria Magdalena. Sagt, daß er keine Verwendung für Kirchen und Synagogen hatte. Sagt, daß er den Rat gab, Kirchenführern nicht zu gehorchen. Sagt, daß er ein großer Lehrer war, der aber auf Irrwege kam, als er den Kirchenlehrern ungehorsam wurde. Entmutigt das Gespräch über das Kreuz als Sieg, sondern beschreibt es als eine Niederlage.

18. Erinnert euch daran, daß ihr Nonnen zur Aufgabe ihrer Berufung bringen könnt, wenn ihr euch an ihre Eitelkeit, ihren Charm und ihre Schönheit wendet. Laßt sie ihre Habite ändern, das wird sie automatisch dazu bringen, ihre Rosenkränze wegzuwerfen. Zeigt der Welt, daß es Meinungsverschiedenheiten in den Klöstern gibt. Das wird ihre Berufungen austrocknen. Sagt den Nonnen, daß sie nicht akzeptiert werden, wenn sie nicht auf ihren Habit verzichten. Bringt das Tragen von Habiten auch bei den Menschen in Mißkredit.

19. Verbrennt alle Katechismen. Sagt den Religionslehrern, daß sie lehren sollen, Gottes Menschen zu lieben, anstatt Gott zu lieben. Es ist ein Zeichen der Reife, offen zu lieben. Laßt das Wort „Sex“ ein alltägliches Wort in den Religionsklassen werden. Macht eine neue Religion aus dem „Sex“.

Führt Sexbilder in den Religionsunterricht ein, um die Kinder die Fakten zu lehren. Vergewissert euch, daß die Bilder deutlich sind. Ermutigt die Schulen, fortschrittliche Denker in der Sexerziehung zu sein. Führt die Sexerziehung durch die bischöflichen Behörden ein, so werden die Eltern nichts dagegen haben.

20. Schließt alle katholischen Schulen, indem ihr die Schwesternberufungen vermindert. Sagt den Schwestern, daß sie unterbezahlte Sozialarbeiter sind, und die Kirche im Begriff ist, sie abzuschaffen. Besteht darauf, daß die kath. Laienlehrer das gleiche Gehalt bekommen wie die in den Regierungsschulen. Beschäftigt nicht-katholische Lehrer. Priester müssen das gleiche Gehalt bekommen wie entsprechende weltliche Beamte.

Alle Priester müssen ihre priesterliche Kleidung und ihre Kreuze ablegen, so daß sie von allen angenommen werden können. Macht diejenigen lächerlich, die sich nicht daran halten.

21. Vernichtet den Papst, indem ihr seine Universitäten zerstört. Trennt die Universitäten vom Papst, indem ihr sagt, die Regierung würde sie dann unterstützen. Ändert die Namen der religiösen Institute in profane Namen, statt „Immaculata-Conceptio-Schule“ sagt z. B. „Inavale-Hochschule“. Nennt das ökumenisch. - Errichtet ökumenische Abteilungen in allen Diözesen. Sorgt für deren protestantische Kontrollen. Erlaubt keine Gebete für den Papst oder zu Maria, da sie die Ökumene entmutigen. Verkündet, daß die Ortsbischöfe die zuständigen Autoritäten sind. Sagt, daß der Papst nur eine Repräsentationsfigur ist. Sagt den Menschen, das Lehren des Papstes diene nur der Unterhaltung, habe aber sonst keine Bedeutung.

22. Greift die Autorität des Papstes an, indem ihr eine Altengrenze seines Amtes festsetzt. Setzt sie allmählich herab. Sagt, daß ihr ihn vor der Überarbeitung bewahren wollt.

23. Seid kühn. Schwächt den Papst, indem ihr Bischofssynoden einrichtet. Der Papst wird dann nur eine Repräsentationsfigur sein, wie in England, wo das Ober- und Unterhaus regieren und die Königin von dort ihre Befehle bekommt. Dann schwächt die Autorität des Bischofs, indem ihr eine Gegeninstitution auf Priesterebene errichtet. Sagt, die Priester bekommen so die Anerkennung, die sie verdienen.

Dann schwächt die Autorität des Priesters durch Aufstellen von Laiengruppen, die den Priester beherrschen. Es wird soviel Haß dadurch entwickelt, daß sogar Kardinäle die Kirche verlassen, so daß die Kirche nun demokratisch ist . ........ DIE NEUE ..........

24. Reduziert die Berufungen zum Priester dadurch, daß die Laien die Ehrfurcht vor ihnen verlieren. Ein Skandal eines Priesters in der Öffentlichkeit wird Tausende Berufungen vernichten.

Lobt abgefallene Priester, die wegen der Liebe zu einer Frau, alles aufgegeben haben. Nennt sie heroisch, heldenhaft. Ehrt die laisierten Priester als wahre Märthyrer, die so unterdrückt wurden, daß sie es nicht länger ertragen konnten.

Verurteilt es auch als einen Skandal, daß unsere Freimaurerbrüder im Priesteramt bekannt gemacht und ihre Namen veröffentlicht werden sollen. Seid tolerant gegen die Homosexualität bei Priestern. Sagt den Menschen, daß die Priester einsam sind.

25. Beginnt damit, Kirchen wegen Priestermangels zu schließen. Nennt es wirtschaftlich und gute Geschäftspraxis.

Sagt, daß Gott überall Gebete erhört. So sind Kirchen extravagante Geldverschwendung. Schließt zuerst die Kirchen, in denen altmodische Traditionen praktiziert werden.

26. Nutzt Laienkommissionen und Priester, die schwach im Glauben sind, die jede Marienerscheinung und jedes angebliche Wunder, besonders von St. Michael, dem Erzengel, schnell verdammen und verurteilen.

Seid absolut sicher, daß nichts hiervon, was auch immer, die Anerkennung nach Vaticanum II bekommt. Nennt es ungehorsam gegenüber der Autorität, wenn irgendeiner den Botschaften folgt oder sogar darüber nachdenkt. Bezeichnet die Seher als ungehorsam gegenüber der kirchlichen Autorität. Bringt ihren guten Namen in Verruf, dann wird es keinem einfallen, ihre Botschaft zu beachten.

27. Wählt einen Antipapst. Sagt, daß er die Protestanten in die Kirche zurückbringt und vielleicht sogar die Juden.

Ein Antipapst kann gewählt werden, wenn man den Bischöfen das Wahlrecht gibt. Es werden dann so viele Päpste gewählt werden, daß der Antipapst als Kompromiß eingesetzt wird. - Sagt, daß der richtige Papst gestorben ist.

28. Beseitigt die Beichte vor der Heiligen Kommunion für den 2. und 3. Jahrgang der Kinder, so daß sie sich nichts aus der Beichte machen, wenn sie in die 4. und 5. Klasse und dann in die höheren Klassen gehen. Die Beichte wird dann verschwinden. Führt Gruppenbeichten (in Stille) ein, mit Gruppenabsolution. Sagt den Leuten, daß es aus Priestermangel geschieht.

29. Laßt Frauen und Laien die Kommunion austeilen. Sagt, daß dies die Zeit der Laien ist. Beginnt damit, die Kommunion in die Hand zu geben, wie die Protestanten, anstatt auf die Zunge. Sagt, daß Christus es in der gleichen Weise getan hat.

Sammelt einige Hostien für „Schwarze Messen“ in unseren Tempeln. Dann gebt an die Stelle der persönlichen Kommunion eine Schale von Oblaten, die man mit nach Hause nehmen kann. Sagt, so wird man die Geschenke Gottes in das tägliche Leben nehmen. Bringt Kommunionautomaten an und nennt sie Tabernakel. –

Sagt, daß das Zeichen des Friedens gegeben werden muß. Ermutigt die Leute, umherzugehen, um die Andacht und das Gebet zu unterbrechen. Macht keine Kreuzzeichen, statt dessen aber ein Friedenszeichen. Sagt, daß Christus auch hinausging, um seine Jünger zu grüßen. Erlaubt keine Andacht zu dieser Zeit. - Priester sollen den Rücken zur Eucharistie kehren und dem Volk die Ehre geben.

30. Nachdem der Antipapst gewählt worden ist, löst die Bischofssynoden auf und auch die Priestervereinigungen und die Pfarrgremien. Verbietet allen Geistlichen, neue Richtlinien ohne Erlaubnis in Frage zu stellen. Sagt, daß Gott die Demut liebt und diejenigen haßt, die nach Ehre suchen. Beschuldigt alle, die Fragen stellen, als Ungehorsam gegenüber der kirchlichen Autorität. Entmutigt den Gehorsam gegen Gott. Sagt den Menschen, daß sie diesen Kirchenführern gehorchen müssen.

31. Gebt dem Papst (Antipapst) die höchste Macht, um seine Nachfolger auszuwählen. Befehlt unter Strafe der Exkommunikation allen, die Gott lieben, das Zeichen des Tieres zu tragen. - Nennt es nicht „Zeichen des Tieres“.

Das Kreuzzeichen soll nicht mehr benutzt oder gemacht werden über oder durch Menschen. (Es soll nicht mehr gesegnet werden.) Das Kreuzzeichen zu machen wird dann als Götzendienst und Ungehorsam bezeichnet werden.

32. Erklärt die früheren Dogmen für falsch, außer dem Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes. Sagt, daß Jesus Christus ein Revolutionär war, der es nicht geschafft hat. Sagt, daß der wahre Christus bald kommen wird. Nur dem gewählten Antipapst muß gehorcht werden. Sagt den Menschen, daß sie sich niederbeugen müssen, wenn sein Name genannt wird.

33. Befehlt allen Untergebenen des Papstes, in „Heiligen Kreuzzügen“ zu kämpfen, um die eine „Weltreligion“ zu verbreiten. - Satan weiß, wo alles verlorene Gold ist. Erobert erbarmungslos die Welt!

DAS WIRD DER MENSCHHEIT BRINGEN, WONACH SIE SICH IMMER GESEHNT HAT:

„DIE GOLDENE ZEIT DES FRIEDENS.“

(Ende des freimaurerischen Edikts gegen die kath. Kirche.)

 

Im Dezember 1991 erschien in der Zeitung „N.D. des Victoires", South Dakota, USA, ein Artikel,

aus dem hervorgeht, dass die Großmeister der Hochgradfreimaurer in den Jahren von 1961 bis 1966 25 Befehle an ihre Mitglieder herausgegeben haben, die dazu dienten, die Kirche im Inneren zu zerstören. Erwähnt wurde, dass 124 Freimaurer in die Führungen der italienischen und französischen Kirche eingedrungen sind, 20 davon in den Vatikan. Diese würden auch den Papst beraten. Die Befehle der Freimaurer haben folgenden Wortlaut:

1. Die Messe (von Pius V.) ist einer protestantischen 'Messe' anzugleichen; der Zelebrant soll gegen das Volk schauen.

2. Die lateinische Sprache ist sukzessive abzubauen, die Kniebeuge und das Niederknien in der Kirche sollen nicht mehr erlaubt werden.

3. Laien und vor allem Frauen sind auszuwählen, um am Altar zu sprechen und die Kommunion (in die Hand) auszuteilen.

4. Die private Beichte und die Beichte im Beichtstuhl haben aufzuhören; eingeführt wird die Bußfeier.

5. Über Hölle, Fegefeuer und das ewige Leben im Himmel darf nie mehr gesprochen werden.

6. Nach dem Konzil dürfen Erscheinungen der hl. Maria, des hl. Michael oder anderer Heiliger nicht mehr anerkannt werden.

7. Die Kirchenautoritäten, welche an die Erscheinungsorte gehen und die Botschaften verbreiten, werden mit Exkommunikation wegen Ungehorsams bedroht.

8. In der Predigt ist von der Liebe zwischen den Menschen und nicht mehr von der Liebe Gottes zu sprechen.

9. Kinder sollen vor ihrer ersten hl. Kommunion nicht mehr beichten.

10. Über die Heiligen darf auf der Kanzel nicht mehr gesprochen werden, außer wenn diese im Evangelium erwähnt werden.

11. Alle privaten Gebetbücher haben zu verschwinden, alle Katechismen sind zu verbrennen ...

12. Die Kirchen kleinerer Pfarreien sind zu schließen.

13. Die Reliquien von Heiligen sind von den Altären zu entfernen. Die Messe soll auf einem Tisch oder einem Brett zelebriert werden.

14. Hinter dem Messtisch ist ein Stuhl hinzustellen, damit der Priester nach der Kommunion wie nach einer Mahlzeit sitzen kann. Gleichzeitig sind auch die Leute zum Sitzen zu zwingen.

15. In der Kirche soll der Rosenkranz nicht mehr gebetet werden, auch nicht die Litaneien von Maria, vom Herzen Jesu und von den Heiligen.

16. Die Macht des Papstes ist durch Manipulation und permanente Synoden (Versammlungen der Bischöfe und Kollegialität) zu entkräften.

17. Die Autorität des Priesters ist durch Laiengruppen zu entkräften, welche ihn beraten und führen.

18. Die römische Kurie ist neu zu organisieren, damit die Kardinale für den Gegenpapst stimmen können, welcher dann als Diktator regieren wird.

19. In dieser Art ist eine neue Religion zu gründen, eine Mischung aus allen Religionen der Welt. Die Christen werden gezwungen, ohne Kritik zu gehorchen.

20. Die Nichtteilnahme an der Sonntags-Messe darf nicht mehr als schwere Sünde behandelt werden.

21. Aus den Kirchen sind die Statuen des hl. Michael und der anderen Heiligen zu entfernen.

22. Die Exorzisten, welche die Dämonen der Besessenen wegschaffen, sind zu eliminieren. Dagegen ist zu verbreiten, dass der Dämon nicht existiert. Man wird nachher nicht mehr an die Hölle glauben.

23.Reduziert die Berufungen zum Priester dadurch, daß die Laien die Ehrfurcht vor ihnen verlieren. Ein Skandal eines Priesters in der Öffentlichkeit wird Tausende Berufungen vernichten. Lobt abgefallene Priester, die wegen der Liebe zu einer Frau, alles aufgegeben haben. Nennt sie heroisch, heldenhaft. Ehrt die laisierten Priester als wahre Märtyrer, die so unterdrückt wurden, daß sie es nicht länger ertragen konnten.

24. Verurteilt es auch als einen Skandal, daß unsere Freimaurerbrüder im Priesteramt bekannt gemacht und ihre Namen veröffentlicht" werden sollen. Seid tolerant gegen die Homosexualität bei Priestern. Sagt den Menschen, daß die Priester einsam sind.

25. Erlaubt keine Gebete für den Papst oder zu Maria, da sie die Ökumene entmutigen. Verkündet, dass die Ortsbischöfe die zuständigen Autoritäten sind. Sagt, dass der Papst nur eine Repräsentationsfigur ist. Sagt den Menschen, das Lehren des Papstes diene nur der Unterhaltung, habe aber sonst keine Bedeutung.

26. Greift die Autorität des Papstes an, indem ihr eine Altengrenze seines Amtes festsetzt. Setzt sie allmählich herab. Sagt, dass ihr ihn vor der Überarbeitung bewahren wollt.

27. Seid kühn. Schwächt den Papst, indem ihr Bischofssynoden einrichtet. Der Papst wird dann nur eine Repräsentationsfigur sein, wie in England, wo das Ober- und Unterhaus regieren und die Königin von dort ihre Befehle bekommt. Dann schwächt die Autorität des Bischofs, indem ihr eine Gegeninstitution auf Priesterebene errichtet. Sagt, die Priester bekommen so die Anerkennung, die sie verdienen.

28. Dann schwächt die Autorität des Priesters durch Aufstellen von Laiengruppen, die den Priester beherrschen. Es wird soviel Hass dadurch entwickelt, dass sogar Kardinäle die Kirche verlassen, so dassi, die Kirche nun demokratisch ist ......... DIE NEUE ..........

29. Reduziert die Berufungen zum Priester dadurch, dass die Laien diel Ehrfurcht vor ihnen verlieren. Ein Skandal eines Priesters in der Öffentlichkeit wird Tausende Berufungen vernichten.

30. Lobt abgefallene Priester, die wegen der Liebe zu einer Frau, alles aufgegeben haben. Nennt sie heroisch, heldenhaft. Ehrt die laisierten Priester als wahre Märthyrer, die so unterdrückt wurden, dass sie es nicht länger ertragen konnten.

31. Verurteilt es auch als einen Skandal, dass unsere Freimaurerbrüder im Priesteramt bekannt gemacht und ihre Namen veröffentlicht werden sollen. Seid tolerant gegen die Homosexualität bei Priestern. Sagt den Menschen, dass die Priester einsam sind.

32. Beginnt damit, Kirchen wegen Priestermangels zu schließen. Nennt es wirtschaftlich und gute Geschäftspraxis.

33. Sagt, dass Gott überall Gebete erhört. So sind Kirchen extravagante Geldverschwendung. Schließt zuerst die Kirchen, in denen altmodische Traditionen praktiziert werden.

34. Nutzt Laienkommissionen und Priester, die schwach im Glauben sind, die jede Marienerscheinung und jedes angebliche Wunder, besonders von St. Michael, dem Erzengel, schnell verdammen und verurteilen.

35. Seid absolut sicher, dass nichts hiervon, was auch immer, die Anerkennung nach Vaticanum II bekommt. Nennt es ungehorsam gegenüber der Autorität, wenn irgendeiner den Botschaften folgt oder sogar darüber nachdenkt. Bezeichnet die Seher als ungehorsam gegenüber der kirchlichen Autorität. Bringt ihren guten Namen in Verruf, dann wird es keinem einfallen, ihre Botschaft zu beachten.

36. Wählt einen Antipapst. Sagt, dass er die Protestanten in die Kirche zurückbringt und vielleicht sogar die Juden.

37. Ein Antipapst kann gewählt werden, wenn man den Bischöfen das Wahlrecht gibt. Es werden dann so viele Päpste gewählt werden, dass der Antipapst als Kompromiss eingesetzt wird. - Sagt, dass der richtige Papst gestorben ist.

38. Beseitigt die Beichte vor der Heiligen Kommunion für den 2. und 3. Jahrgang der Kinder, so dass sie sich nichts aus der Beichte machen, wenn sie in die 4. und 5. Klasse und dann in die höheren Klassen gehen. Die Beichte wird dann verschwinden. Führt Gruppenbeichten (in Stille) ein, mit Gruppenabsolution. Sagt den Leuten, dass es aus Priestermangel geschieht.

39. Lasst Frauen und Laien die Kommunion austeilen. Sagt, dass dies die Zeit der Laien ist. Beginnt damit, die Kommunion in die Hand zu geben, wie die Protestanten, anstatt auf die Zunge. Sagt, dass Christus es in der gleichen Weise getan hat.

40. Sammelt einige Hostien für „Schwarze Messen" in unseren Tempeln. Dann gebt an die Stelle der persönlichen Kommunion eine Schale von Oblaten, die man mit nach Hause nehmen kann. Sagt, so wird man die Geschenke Gottes in das tägliche Leben nehmen. Bringt Kommunionautomaten an und nennt sie Tabernakel.

41. Sagt, dass das Zeichen des Friedens gegeben werden muss. Ermutigt die Leute, umherzugehen, um die Andacht und das Gebet zu unterbrechen. Macht keine Kreuzzeichen, statt dessen aber ein Friedenszeichen. Sagt, dass Christus auch hinausging, um seine Jünger zu grüßen. Erlaubt keine Andacht zu dieser Zeit. - Priester sollen den Rücken zur Eucharistie kehren und dem Volk die Ehre geben.

42. Nachdem der Antipapst gewählt worden ist, löst die Bischofssynoden auf und auch die Priestervereinigungen und die Pfarrgremien. Verbietet allen Geistlichen, neue Richtlinien ohne Erlaubnis in Frage zu stellen. Sagt, dass Gott die Demut liebt und diejenigen hasst, die nach Ehre suchen. Beschuldigt alle, die Fragen stellen, als Ungehorsam gegenüber der kirchlichen Autorität. Entmutigt den Gehorsam gegen Gott. Sagt den Menschen, dass sie diesen Kirchenführern gehorchen müssen.

43. Gebt dem Papst (Antipapst) die höchste Macht, um seine Nachfolger auszuwählen. Befehlt unter Strafe der Exkommunikation allen, die Gott lieben, das Zeichen des Tieres zu tragen. - Nennt es nicht „Zeichen des Tieres".

44. Das Kreuzzeichen soll nicht mehr benutzt oder gemacht werden über oder durch Menschen. (Es soll nicht mehr gesegnet werden.) Das Kreuzzeichen zu machen wird dann als Götzendienst und Ungehorsam bezeichnet werden.

45. Erklärt die früheren Dogmen für falsch, außer dem Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes. Sagt, dass Jesus Christus ein Revolutionär war, der es nicht geschafft hat. Sagt, dass der wahre Christus bald kommen wird. Nur dem gewählten Antipapst muss gehorcht werden. Sagt den Menschen, dass sie sich niederbeugen müssen, wenn sein Name genannt wird.

46. Befehlt allen Untergebenen des Papstes, in „Heiligen Kreuzzügen" zu kämpfen, um die eine „Weltreligion" zu verbreiten. - Satan weiß, wo alles verlorene Gold ist. Erobert erbarmungslos die Welt!

DAS WIRD DER MENSCHHEIT BRINGEN, WONACH SIE SICH

IMMER GESEHNT HAT: „DIE GOLDENE ZEIT DES FRIEDENS."

(Ende des freimaurerischen Edikts gegen die kath. Kirche)

 

1884 sprach Leo XIII. bereits von der Besetzung Roms durch die Feinde Gottes. In seinem berühmten Exorzismus sagte er: „Ubi sedes beatissimi Petri et Cathedra veritates ad lucem gentium constituta est, ibi thorum posuerunt abdominationis suae…“ („ Wo der Sitz des Heiligen Petrus und Lehrstuhl der Wahrheit als Leuchte der Nation errichtet wurde, dort haben sie den Thron ihrer Abscheulichkeit aufgestellt.“)

Zu diesem Zweck hieß es nicht nur die Grundlagen der christlichen Zivilisation zerstören und eine „neue Gesellschaft“ schaffen, sondern auch die Kontrolle über die sichtbaren Strukturen der katholischen Kirche übernehmen.

Die Freimaurer mussten unter dem Auge des Großen Architekten des Universums wirken. Die Vorsehung ließ es zu, dass ihr Plan bekannt wurde und die Kirche selbst war es, die ihn enthüllte. Er lässt sich in einem Satz zusammenfassen: In den Schoß der Kirche eindringen, dort die Knechte der freimaurerischen Sekte einsetzen und so durch die Propaganda der Wölfe im Schafspelz das Kommen des „Messias“ vorbereiten – des Antichristen!  Quelle: -2 Die Verfinsterung der Kirche“ ISBN 3-929170-42-6

 

Die Folgen einer Verwirklichung dieses Plans wurden 1846 von unserer Lieben Frau in La Salette so geschildert:

„Rom wird den Glauben verlieren und zum Sitz des Antichristen werden!“

 

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesgebärerin;
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau,
unsere Mittlerin,
unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns Deinem Sohne,
stell uns vor Deinem Sohne.
Amen.

 

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