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Die Weihefähigkeit der Frau
Die kirchliche Lehre zum Frauenpriestertum

Von Prof. Dr. Georg May

   
   




 

  

Die kirchliche Lehre zum Frauenpriestertum

Die Weihefähigkeit der Frau  20 Oktober 2019

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Seit gerau­mer Zeit erhe­ben Frauen und Frau­en­ver­bände, einige Theo­lo­gen und viele Jour­na­lis­ten die For­de­rung, die Kir­che solle Frauen die Pries­ter­weihe spen­den. Da scheint es mir ange­bracht, zu die­ser For­de­rung Stel­lung zu bezie­hen. In der Zeit des Alten Tes­ta­men­tes waren weib­li­che Pries­ter weit ver­brei­tet.

Prof. Dr. Georg May

In vie­len alten Reli­gio­nen gab es Pries­te­rin­nen, nicht jedoch in der Glau­bens­pra­xis der Juden, die Gott als das Volk erwählt hatte, dem er sich als ers­tes offen­ba­ren wollte. Mit­ten in der Viel­göt­ter­welt der alten Zeit bestimmte Israel die Män­ner des Stam­mes Levi zu Pries­tern, nicht aber Frauen wie in der sons­ti­gen Umge­bung. Die Juden den­ken noch heute so. Die Rab­bi­ne­rin von heute ist keine Pries­te­rin. Die­ses Ver­hal­ten des alten Bun­des­vol­kes dürfte für das neue Bun­des­volk nicht unbe­acht­lich sein.

Der ent­schei­dende Aus­gangs­punkt für die Beant­wor­tung der Frage nach der Wei­he­fä­hig­keit der Frau ist die Inkar­na­tion des LOGOS, die Men­schwer­dung des Wor­tes Got­tes. Sie ist in der Form des männ­li­chen Geschlech­tes erfolgt. Der Mes­sias, Jesus von Naza­reth, ist ein Mann. Damit ist von Gott eine Tat­sa­che gesetzt, über die nie­mand hin­weg kann. Er hat es nicht geof­fen­bart, warum es so sein musste, aber die Theo­lo­gen haben sich Gedan­ken dar­über gemacht. Sie legen fol­gende Erklä­run­gen vor: Ers­tens: Dass der Sohn Got­tes die mensch­li­che Natur in ihrer männ­li­chen Aus­prä­gung ange­nom­men hat, ist begrün­det im Werk Christi. Der mensch­ge­wor­dene Got­tes­sohn sollte die ihm vom Vater über­tra­gene Auf­gabe in der Öffent­lich­keit der Erde für die ganze Welt voll­brin­gen. Die Öffent­lich­keit ist aber haupt­säch­lich der Wirk­raum des Man­nes; die Frau wirkt mehr im Ver­bor­ge­nen. Der innere Grund, dass nur männ­li­chen Getauf­ten die Weihe gespen­det wird, ist danach nicht in der natür­li­chen Unfä­hig­keit der Frau für den pries­ter­li­chen Dienst begrün­det, son­dern in der dem Wesen des Man­nes mehr ent­spre­chen­den Auf­gabe des Pries­ter­tums. Nun wirft man heute ein, dass die Frau jetzt in der Gesell­schaft in alle frü­her dem Manne vor­be­hal­te­nen Stel­len ein­ge­rückt ist. Dazu ist zu sagen: Die gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung ist nicht nor­ma­tiv für die Kir­che. Sie ist eine Gesell­schaft ande­rer Art wie die übri­gen. Bei ihr sind Auto­ri­tät und Voll­macht ganz ande­rer Natur, nor­ma­ler­weise mit dem Sakra­ment ver­bun­den. Außer­dem ist zu fra­gen – und ich hoffe, dass Sie mir Recht geben –, ob die heu­tige Pra­xis für die Frau, die Fami­lie und das Volk in jeder Hin­sicht gedeih­lich ist. Es könnte sein, dass Mut­ter­schaft und Mut­ter­würde unter dem Gleich­stel­lungs­be­trieb Scha­den genom­men haben. Das glei­che gilt für die gott­ge­weihte Jung­fräu­lich­keit. Nie­mand kann aus­schlie­ßen, dass sich die heu­tige Pra­xis wie­der eines Tages ändert. Außer­dem ist die Kir­che eine Gesell­schaft, die von allen ande­ren Gesell­schaf­ten ver­schie­den ist. Sie ist ein­zig­ar­tig in ihrer Natur und ihren Struk­tu­ren. Es ist ebenso aus­ge­schlos­sen, den Zugang der Frau zum Pries­ter­tum auf­grund der Gleich­heit der Rechte der mensch­li­chen Per­son zu for­dern. Zwi­schen Mann und Frau besteht inso­fern kein Unter­schied, als alle zur Got­tes­kind­schaft beru­fen sind, aber nicht zum Amt. Das Pries­ter­tum gehört nicht zu den Rech­ten der mensch­li­chen Per­son. Es lei­tet sich aus der Öko­no­mie des Geheim­nis­ses Christi und der Kir­che her. Die Sen­dung des Pries­ters ist keine Funk­tion, die man zur Erhe­bung sei­ner sozia­len Stel­lung erlan­gen könnte, sie gehört einer ande­ren Ord­nung an. Die Natur des Pries­ter­tums wird völ­lig miss­ver­stan­den, wenn man es als ein Recht betrach­tet. Die Taufe ver­leiht kein per­sön­li­ches Anrecht auf ein öffent­li­ches Amt in der Kir­che. Die­ses ist die Frucht einer gna­den­haf­ten, aus­drück­li­chen und gänz­lich unver­dien­ten Beru­fung. Es kann nicht wie ein Recht ein­ge­for­dert wer­den, auch nicht vom Mann.

Zwei­tens liegt in dem Man­ne­scha­rak­ter des LOGOS ein Hin­weis auf die Art der Sen­dung Christi, näm­lich der Welt das ver­lo­rene Leben wie­der­zu­brin­gen. Leben zu zeu­gen ist Man­nes­sa­che. In die­sem natür­li­chen Sach­ver­halt liegt eine Ent­spre­chung dafür, dass der Sohn Got­tes den Men­schen das gött­li­che Leben in sei­ner Fülle ein­zeugt. So bedeu­tet nun auch beim Pries­ter sein Cha­rak­ter als Mann einen natür­li­chen Hin­weis auf seine Sen­dung, in der Öffent­lich­keit der Welt die Bot­schaft vom Rei­che zu ver­kün­di­gen und die Sakra­mente zu spen­den und so das gött­li­che Leben zu ver­mit­teln. Sache der Frau ist es mehr, das Leben auf­zu­neh­men und zu hegen. Wenn es heute anders zu sein scheint, so ist das eben eine Ver­ir­rung, über die wir uns bekla­gen.

Drit­tens: Die Hei­lige Schrift bie­tet Ansätze für das Ver­ständ­nis des Vor­be­hal­tes der Pries­ter­weihe für die Ange­hö­ri­gen des männ­li­chen Geschlech­tes. Chris­tus hat sich selbst als Bräu­ti­gam bezeich­net. Die Jün­ger kön­nen nicht fas­ten, solange der Bräu­ti­gam bei ihnen ist, hat er gesagt. Johan­nes der Täu­fer sagt ebenso von Jesus: „Wer die Braut hat, der ist der Bräu­ti­gam.“ Er selbst nennt sich den Freund des Bräu­ti­gams. Wenn Chris­tus der Bräu­ti­gam ist, dann ist seine Gemeinde, dann ist die Kir­che seine Braut. In die­sem Sinne schreibt der Apos­tel Pau­lus an die Gemeinde in Korinth: „Ich habe euch einem ein­zi­gen Manne anver­lobt, um euch als treue Jung­frau hin­zu­füh­ren zu Chris­tus.“ Chris­tus ist der Bräu­ti­gam, die Kir­che ist seine Braut, die er durch sein Blut erwor­ben hat. Indem sich die Offen­ba­rung die­ser Aus­drucks­weise bedient, deu­tet sie an, warum die Men­schwer­dung in Form des männ­li­chen Geschlech­tes erfolgt ist, und ver­hin­dert, dass man von die­ser his­to­ri­schen Tat­sa­che abse­hen könnte. Aus die­sem Grunde kann nur ein Mann Christi Stelle ein­neh­men, Zei­chen sei­ner Gegen­wart sein.

Vier­tens: Die gläu­bige Über­le­gung muss davon aus­ge­hen, dass der Pries­ter in beson­de­rer Weise Werk­zeug Christi ist. Es ist nahe­lie­gend, dass jener Getaufte, der Chris­tus in beson­de­rer Weise als Werk­zeug sei­nes Heils­wir­kens dient, auch an sei­ner natür­li­chen Eigen­art Anteil hat. Die Kir­che legt bei allen Sakra­men­ten hohes Gewicht auf die Gleich­heit und die Bedeu­tung des Zei­chens. Für die Gül­tig­keit der Eucha­ris­tie ver­langt sie die Frucht des Wein­stocks und erlaubt auch in Not­fäl­len kein ande­res Getränk. Für die Taufe erkennt sie nur Was­ser und keine andere Flüs­sig­keit als Mate­rie für die gül­tige Tauf­s­pen­dung an. Für die Ehe­schlie­ßung kom­men nur ein Mann und eine Frau, nicht zwei Män­ner oder zwei Frauen in Frage. Die sakra­men­ta­len Zei­chen reprä­sen­tie­ren das, was sie bezeich­nen, durch ihre natür­li­che Ähn­lich­keit. Warum nimmt die Kir­che Was­ser zur Taufe? Weil das Was­ser zur Rei­ni­gung dient, und die Taufe bewirkt eine über­na­tür­li­che Rei­ni­gung. Warum bedient sich die Kir­che bei der Eucha­ris­tie des Bro­tes und des Wei­nes? Weil das Nah­rungs­mit­tel sind, und weil die Eucha­ris­tie eine über­na­tür­li­che Nah­rung ist. Und so muss auch bei der Weihe wegen der natür­li­chen Ähn­lich­keit ein Mann die Stelle Christi ver­tre­ten. Der eigent­li­che Grund, warum es ange­mes­sen ist, dass die Apos­tel und ihre Nach­fol­ger Män­ner sind, ist darin gele­gen, dass sie im Namen Christi han­deln und sein Werk fort­set­zen. Der Pries­ter han­delt nicht in eige­ner Per­son, er ist ein Werk­zeug, er reprä­sen­tiert Chris­tus, der durch ihn han­delt. Der Pries­ter, der allein die Voll­macht hat, die Eucha­ris­tie­feier zu voll­zie­hen, han­delt in der Per­son Christi, d.h. an Christi Statt, er nimmt die Stelle Christi ein und wird sein Abbild. In allen Hand­lun­gen, die den Wei­he­cha­rak­ter erfor­dern, ist der Pries­ter das Abbild und Zei­chen Christi selbst, der zusam­men­ruft, der von Sün­den loss­pricht, der das Opfer des Bun­des voll­zieht.

Fünf­tens: Ein wei­te­res Argu­ment für das dem Mann vor­be­hal­tene Amt des Pries­ters ist die lücken­lose Über­lie­fe­rung. Chris­tus hat in sei­nem Leben eine zahl­rei­che Gefolg­schaft gehabt, Män­ner und Frauen. Er hat in die Gruppe der zwölf von ihm erwähl­ten Apos­tel keine Frauen ein­be­zo­gen, auch nicht seine eigene Mut­ter. Seine Apos­tel waren alle­samt Män­ner. Sie selbst haben nicht die Ent­schei­dung getrof­fen, Frauen zu Pries­tern zu wei­hen. In der Frage des Pries­ter­tums rich­tet sich die Kir­che nach dem Vor­bild Jesu. Der letzte Abend sei­nes irdi­schen Lebens diente der Ein­set­zung einer Feier, die wir Eucha­ris­tie nen­nen. Diese Feier wird aus­drück­lich den Zwöl­fen auf­ge­tra­gen. Das Ver­hal­ten Jesu und sei­ner Apos­tel erklärt sich nicht aus den Zeit- und Umwelt­ver­hält­nis­sen. Weder Oppor­tu­ni­täts­gründe noch sozio­lo­gisch-kul­tu­relle Bedin­gun­gen haben sie gezwun­gen oder ver­an­lasst, Frauen nicht zum Dienst anzu­neh­men. In der Umwelt des jun­gen Chris­ten­tums hat­ten meh­rere heid­ni­sche Kulte Pries­te­rin­nen. Jesus hätte sich ihnen anpas­sen und dadurch viel­leicht Sym­pa­thien gewin­nen kön­nen. Die Behaup­tung, die Vor­ur­teile sei­ner Zeit hät­ten Jesus abge­hal­ten, Frauen in die Gruppe der Zwölf auf­zu­neh­men, ist unhalt­bar. Eine der­ar­tige Hal­tung passt nicht zu Jesus. Jesus schreckte vor Unklug­hei­ten nicht zurück, wenn es ihm erfor­der­lich schien. Man denke an sein Ver­hal­ten gegen­über dem Sab­bat­ge­bot. Chris­tus hat mit vie­len Vor­ur­tei­len gebro­chen. Er setzte sich über seine Zeit hin­weg, wenn es ihm not­wen­dig schien. Die behaup­tete Zeit­ab­hän­gig­keit Jesu liegt nicht vor. Sie deckt sich in kei­ner Weise mit sei­nem sons­ti­gen her­aus­for­dern­den Ver­hal­ten gerade gegen­über Frauen: Er zieht mit ihnen umher; er lässt sich berüh­ren von ihnen und sal­ben; er trös­tet sie; er beruft sie zu Zeu­gin­nen sei­ner Kreu­zi­gung und sei­nes lee­ren Gra­bes. Er setzt sich über seine Zeit hin­weg. Die Kir­chen­vä­ter stel­len seit dem 3. Jahr­hun­dert Maria als ein Bei­spiel für den Wil­len Christi in der Frage der Wei­he­fä­hig­keit der Frau dar. Chris­tus hat seine Mut­ter nicht mit dem apos­to­li­schen Amt betraut. Als die Apos­tel ihr Kol­le­gium ergänz­ten, berie­fen sie nicht Maria, son­dern Matt­hias. Maria hat nie pries­ter­li­che Macht für sich gefor­dert. Der wört­li­che Rat aus ihrem Munde lau­tete: „Tut, was er euch sagt.“ Die kirch­li­che Über­lie­fe­rung steht seit zwei­tau­send Jah­ren unver­brüch­lich zu der aus­schließ­li­chen Wei­he­fä­hig­keit von Per­so­nen des männ­li­chen Geschlech­tes. Nie­mals ist die Kir­che der Auf­fas­sung gewe­sen, dass Frauen gül­tig die Pries­ter­weihe emp­fan­gen kön­nen. Die Über­lie­fe­rung der Kir­che ist ein­deu­tig und ein­mü­tig, sie ist auch ver­bind­lich. Die Kir­che hat zwei­tau­send Jahre lang gleich­sam unter einem Zwang gestan­den, näm­lich unter der Lei­tung des Hei­li­gen Geis­tes. Unter die­sem Ein­fluss hat sie so gehan­delt, wie sie gehan­delt hat, dass sie immer nur Män­ner zu Pries­tern geweiht hat.

Die Ein­schrän­kung der Weihe auf den Mann ist nicht aus der Herrsch­sucht gebo­ren, sie bedeu­tet keine Zurück­set­zung der Frau, sie ist Aus­druck der Ver­schie­den­heit von Mann und Frau. Die Eigen­art des männ­li­chen und des weib­li­chen Wesens, die heute in unse­li­ger Ver­blen­dung geleug­net wird, diese Eigen­art hat zur Folge, dass Mann und Frau ver­schie­dene Auf­ga­ben haben. Die Frau bleibt ermäch­tigt und ver­pflich­tet zu dem durch das all­ge­meine Pries­ter­tum über­tra­ge­nen Dienst. Wenn Pau­lus schreibt, in Chris­tus gebe es kein Unter­schei­den mehr zwi­schen Mann und Frau, dann bezeich­net er damit die Wir­kung der Taufe. Alle, die in der Tauf­gnade sind, kön­nen unein­ge­schränkt als gleich ange­se­hen wer­den. Das Amts­pries­ter­tum dage­gen ist Gegen­stand der Beru­fung. Sie stellt kein mit der welt­li­chen Per­son ver­an­ker­tes Recht dar. Die Ver­schie­den­heit der Auf­ga­ben in der Kir­che bedeu­tet keine Rang­ver­schie­den­heit im Rei­che Got­tes. Über die Innig­keit der Got­tes­ge­mein­schaft ent­schei­det nicht die amt­li­che Gewalt, son­dern aus­schließ­lich die opfer­be­reite Liebe. Das Wert­vollste im Reich Got­tes ist nicht die amt­li­che Voll­macht, son­dern das gött­li­che Leben, das Chris­tus­le­ben. Die Kir­che hat Rang und Würde der Müt­ter in unüber­biet­ba­rer Weise her­aus­ge­stellt. Seit­dem Chris­tus Maria seine „liebe Mut­ter“ nannte, ist der Mut­ter­name gehei­ligt. Seit das Evan­ge­lium an den Anfang die Worte stellte: „Maria, aus der gebo­ren wurde Jesus mit dem Bei­na­men Chris­tus“, ist die Mut­ter­würde eine Froh­bot­schaft gewor­den. Die christ­li­chen Müt­ter üben in ihren Fami­lien einen tie­fen, einen uner­setz­li­chen Ein­fluss aus. Der unver­ges­sene Bischof Dyba von Fulda hat ein­mal gesagt: „Ich per­sön­lich glaube, dass Chris­tus aus Liebe zu den Kin­dern die Frau nicht ins Pries­ter­amt beru­fen hat“ – aus Liebe zu den Kin­dern. Die Kir­che eröff­net für Frauen neben der Mut­ter­schaft einen bis dahin bei­spiel­lo­sen Selbst­stand als Jung­frau, als Witwe, als geweihte Frau, die dem Zugriff des Man­nes ent­zo­gen ist. Frauen haben in der Geschichte der Kir­che häu­fig einen ent­schei­den­den Bei­trag geleis­tet und bedeut­same Werke voll­bracht. Den­ken Sie an Katha­rina von Siena und an Mar­gareta Maria Ala­co­que. Der Vor­be­halt der sakra­men­ta­len Weihe für Ange­hö­rige des männ­li­chen Geschlech­tes ist ein Bestand­teil der kirch­li­chen Glau­bens­lehre – dar­über werde ich, so Gott will, am kom­men­den Sonn­tag spre­chen. Wer daran rüt­telt, ver­fehlt sich gegen die Offen­ba­rung Got­tes. Die Beschäf­ti­gung mit Unmög­li­chem ist nutz­los und sinn­los. Der gläu­bige Christ, die gläu­bige Frau soll sich dar­auf kon­zen­trie­ren, mit dem Pries­ter für den Auf­bau des Rei­ches Got­tes zu arbei­ten.

Amen.

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Die kirchliche Lehre zum Frauenpriestertum                 27 Oktober 2019

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte, zum Königs­fest unse­res Herrn Ver­sam­melte!

Wir haben am ver­gan­ge­nen Sonn­tag ver­sucht, die Lehre der Kir­che über den Emp­fän­ger des geweih­ten Amtes zu erklä­ren. Wohl das ein­gän­gigste Argu­ment lau­tet so: Die sakra­men­ta­len Zei­chen reprä­sen­tie­ren das, was sie bezeich­nen, durch die natür­li­che Ähn­lich­keit. Das Was­ser ist Mit­tel der Rei­ni­gung. So ist es geeig­net, die über­na­tür­li­che Rei­ni­gung, also die Befrei­ung von den Sün­den, in der Taufe dar­zu­stel­len. Brot und Wein die­nen dem Men­schen als Speise und Trank. So sind sie geeig­net, die Ernäh­rung des geist­li­chen Lebens in der Eucha­ris­tie dar­zu­stel­len. Die Ähn­lich­keit des natür­li­chen Ele­men­tes mit der über­na­tür­li­chen Wirk­lich­keit macht es geeig­net, für das Sakra­ment ver­wen­det zu wer­den. Ähn­lich ist es bei der Pries­ter­weihe. Es muss eine natür­li­che Ähn­lich­keit zwi­schen Chris­tus und sei­nem Die­ner beste­hen. Diese liegt vor – und nur vor! –, wenn die Stelle Christi von einem Manne ver­tre­ten wird, denn Chris­tus war ein Mann.

Häu­fig wird von Befür­wor­tern des Frau­en­pries­ter­tums auf die Ver­hält­nisse im Pro­tes­tan­tis­mus ver­wie­sen. Dort wer­den Frauen zu Pfar­rern und Bischö­fen beför­dert. Die Zulas­sung von Frauen zum seel­sorg­li­chen Dienst in den pro­tes­tan­ti­schen Reli­gi­ons­ver­bän­den ist kein Pro­blem, denn diese leh­nen das Wei­hes­a­kra­ment ab. Es gibt im Pro­tes­tan­tis­mus kein Amts- und Wei­he­pries­ter­tum. Der pro­tes­tan­ti­sche Seel­sor­ger ist nichts ande­res als ein getauf­tes Gemein­de­mit­glied, dem ein von der Gemeinde geschaf­fe­nes Amt im Rah­men eines reli­giö­sen Ritus über­tra­gen wird. Man darf sich durch die Worte nicht täu­schen las­sen. Im Pro­tes­tan­tis­mus wird auch davon gere­det, es werde jemand ordi­niert. Die sog. Ordi­na­tion ist kein sakra­men­ta­les Gesche­hen, ist keine sakra­men­tale Weihe. Denn noch ein­mal: Im Pro­tes­tan­tis­mus gibt es kein Wei­hes­a­kra­ment, son­dern nur eine Beauf­tra­gung und Ein­füh­rung zu einem Dienst in der Gemeinde. Die­ser Dienst ist eine bloße Funk­tion ohne exis­ten­ti­elle dau­ernde und seins­mä­ßige Prä­gung. Der evan­ge­li­sche Pfar­rer ist nicht Chris­tus ange­nä­hert wie der katho­li­sche Pries­ter. Der wesent­li­che Unter­schied zwi­schen katho­li­schem Pries­ter­tum und pro­tes­tan­ti­schem Reli­gi­ons­dienst zeigt sich auch in den unter­schied­li­chen Lebens­ver­hält­nis­sen. Die pro­tes­tan­ti­schen Funk­tio­näre hei­ra­ten, anders der katho­li­sche Pries­ter. Er, der Chris­tus abbil­det, tut dies durch den Ver­zicht auf die Frau. Auch das ist eine Abbil­dung Christi: der Zöli­bat, den Jesus vor­ge­lebt hat, und den wir in sei­ner Nach­folge über­neh­men, frei­wil­lig und ohne Zwang. Der Pro­tes­tan­tis­mus braucht kei­nen Zöli­bat, denn seine Reli­gi­ons­die­ner sind keine Chris­tus im Sein und in der Voll­macht abbil­den­den Pries­ter. Der Pro­tes­tan­tis­mus ist eine Reli­gion, die es den Men­schen leicht machen will. Die ver­hei­ra­te­ten kirch­li­chen Funk­tio­näre im Pro­tes­tan­tis­mus kön­nen sich tren­nen, wenn sie wol­len, und eine wei­tere Ver­bin­dung ein­ge­hen. Im Pro­tes­tan­tis­mus gibt es viele geschie­dene und wie­der­ver­hei­ra­tete Pfar­rer. Im Pro­tes­tan­tis­mus kön­nen kirch­li­che Funk­tio­näre auch gleich­ge­schlecht­li­che Per­so­nen hei­ra­ten. Der Pro­tes­tan­tis­mus gibt die aus­ge­übte Homo­se­xua­li­tät frei. Es exis­tie­ren nicht wenige schwule und les­bi­sche Pas­to­ren. Ja, noch mehr. Im Pro­tes­tan­tis­mus kön­nen auch geschlechts­ver­än­derte Per­so­nen kirch­li­che Ämter über­neh­men. In der baye­ri­schen evan­ge­li­schen Kir­che trug sich fol­gen­der Fall zu: Eine Frau spürte das Ver­lan­gen, ein Mann zu wer­den. Sie bean­tragte und erreichte recht­lich den Über­gang vom Frau­en­tum zum Man­nes­tum. Die­ser Mann trat in den Dienst der pro­tes­tan­ti­schen Lan­des­kir­che und wurde Pfar­rer in einer baye­ri­schen Gemeinde. Er ist ver­lobt mit einer Frau.

Unsere Kir­che ist bei der Begrün­dung des Vor­be­hal­tes der Weihe für Ange­hö­rige des männ­li­chen Geschlech­tes nicht auf Über­le­gun­gen von Theo­lo­gen ange­wie­sen. Sie besitzt den Bei­stand des gott­ge­setz­ten Lehr­am­tes. Das kirch­li­che Lehr­amt ist wach­sam und ein­deu­tig. Die höchste kirch­li­che Auto­ri­tät hat wie­der­holt erklärt: Die Kir­che hält sich aus Treue zum Vor­bild ihres Herrn nicht dazu berech­tigt, Frauen zur Pries­ter­weihe zuzu­las­sen. Das ist eine ein­deu­tige Zurück­wei­sung der For­de­rung. Als die Frage der Frau­en­weihe bei den Angli­ka­nern auf­kam, war Papst Paul VI. sogleich zur Stelle und dar­auf bedacht, in Treue zu sei­nem Amt die apos­to­li­sche Über­lie­fe­rung zu schüt­zen. Er erklärte am 18. April 1975: „Die Hal­tung unse­res Herrn kön­nen wir nicht ändern, und sie ist ver­bind­lich.“ Am 30. Novem­ber 1975 schrieb er dem Ober­bi­schof der Angli­ka­ner, es sei unzu­läs­sig, Frauen zum Pries­ter­tum zu wei­hen, und dies aus wirk­lich fun­da­men­ta­len Grün­den. Selbst­ver­ständ­lich ist eine sol­che Weihe ungül­tig, aber es wird ver­sucht. Das leben­dige Lehr­amt der Kir­che halte beharr­lich daran fest, so fuhr der Papst fort, dass der Aus­schluss der Frauen vom Pries­ter­amt in Über­ein­stim­mung stehe mit Got­tes Plan, also im Wil­len Got­tes begrün­det ist. Das Organ des Paps­tes zum Schutz des Glau­bens ist die Glau­bens­kon­gre­ga­tion. Sie erließ auf Wei­sung von Papst Paul VI. am 15. Okto­ber 1976 eine Erklä­rung zur Frage der Zulas­sung von Frauen zum Pries­ter­amt. Der Papst appro­bierte und bestä­tigte diese Erklä­rung. Darin heißt es: „Es ist unmög­lich, Frauen zu Pries­tern zu wei­hen. Die Kir­che hält sich aus Treue zum Vor­bild des Herrn nicht dazu berech­tigt, die Frauen zur Pries­ter­weihe zuzu­las­sen.“ Der Nach­fol­ger Pauls VI., Johan­nes Paul II., erließ am 22. Mai 1994 ein apos­to­li­sches Schrei­ben über die den Män­nern vor­be­hal­tene Pries­ter­weihe. Er nennt den Aus­schluss der Frauen vom Wei­he­amt eine gött­li­che Ver­fü­gung. Sie erfolge gemäß dem ewi­gen Plan Got­tes. Die Vor­ge­hens­weise Christi bei der Erwäh­lung des Zwöl­fer­krei­ses sei fest­ste­hende Norm. Der Papst erklärte, kraft sei­nes Amtes die Brü­der zu stär­ken, dass die Kir­che kei­ner­lei Voll­macht hat, Frauen die Pries­ter­weihe zu spen­den und dass sich alle Gläu­bi­gen der Kir­che end­gül­tig an diese Ent­schei­dung zu hal­ten haben. Die Glau­bens­kon­gre­ga­tion erklärte am 28. Okto­ber 1995, dass diese Lehre Johan­nes Pauls II. zum Glau­bens­gut gehöre und end­gül­tige Zustim­mung ver­diene. Sie sei vom ordent­li­chen und all­ge­mei­nen Lehr­amt unfehl­bar! vor­ge­legt wor­den. Diese Erklä­rung wurde vom Papst bestä­tigt und ihre Ver­öf­fent­li­chung ange­ord­net. Eine Lehre, meine lie­ben Freunde, die in der Schrift grün­det und stän­dig in der Über­lie­fe­rung der Kir­che bewahrt wurde, die vom ordent­li­chen und all­ge­mei­nen Lehr­amt ver­kün­det wird, als end­gül­tig zu hal­tende Lehre zum Glau­bens­gut gehört und end­gül­tige Zustim­mung for­dert, eine sol­che Lehre ist unfehl­bar. Der Nach­fol­ger Johan­nes Pauls II. bestä­tigte seine Lehre. Am 5. April 2012 erin­nerte Papst Bene­dikt XVI. daran, dass die Kir­che in Bezug auf die Frau­en­or­di­na­tion keine Voll­macht vom Herrn erhal­ten habe. Des­sen Nach­fol­ger, Papst Fran­zis­kus, erklärte am 24. Novem­ber 2013: „Das den Män­nern vor­be­hal­tene Pries­ter­tum als Zei­chen Christi, des Bräu­ti­gams, der sich in der Eucha­ris­tie hin­gibt, ist eine Frage, die nicht zur Dis­kus­sion steht.“ Was nicht zur Dis­kus­sion steht, ist end­gül­tig und unwi­der­ruf­lich. Auf dem Rück­flug von Schwe­den am 1. Novem­ber 2016 sagte Fran­zis­kus: „Hin­sicht­lich der Weihe von Frauen in der katho­li­schen Kir­che hat der hei­lige Johan­nes Paul II. das letzte klare Wort gespro­chen, und das bleibt.“ Der Satz: Die Pries­ter­weihe kann gül­tig nur einem Manne gespen­det wer­den, ist ein Dogma katho­li­schen Glau­bens. Jedes Dogma trifft eine posi­tive Aus­sage. Diese lau­tet beim Sakra­ment der Weihe: Es ist dem männ­li­chen Geschlecht vor­be­hal­ten. Als Kon­se­quenz aus die­sem Dogma ergibt sich die Wei­heun­fä­hig­keit des weib­li­chen Geschlech­tes. Die Unmög­lich­keit der Wei­he­s­pen­dung an Frauen ist eine zwin­gende Fol­ge­rung aus dem Vor­be­halt der­sel­ben für die Män­ner. Sie hat darum Anteil an der dog­ma­ti­schen Höchst­be­wer­tung des Vor­be­hal­tes.

Der Papst ist der Inha­ber der höchs­ten Lehr­ge­walt in der Kir­che. Auch die Bischöfe haben Teil am Lehr­amt, aber in Unter­ord­nung unter den Bischof der Uni­ver­sal­kir­che, den Papst. Es hat den Anschein, dass man­che Bischöfe nicht mehr hin­ter der vom Papst erneut vor­ge­tra­ge­nen Lehre der Kir­che ste­hen. Der Osna­brü­cker Bischof Bode hielt eine Ver­än­de­rung der kirch­li­chen Lehre bezüg­lich der Frau­en­weihe für mög­lich. Ja, was ist das für ein Bischof! Kön­nen wir uns auf die Bischöfe noch ver­las­sen? Auf viele nicht mehr! Andere Bischöfe tei­len seine Ansicht oder ste­hen ihr nahe. Die dis­sen­tie­ren­den Bischöfe gefähr­den nicht das Dogma, aber sie bewir­ken Unruhe und Auf­re­gung in der Kir­che. Sie betrei­ben die Geschäfte des Satans, der auf die Spal­tung der Kir­che aus ist. Der Inha­ber des Pri­mats, der Hei­lige Vater, hat ein­deu­tig gespro­chen, nicht ein­mal, son­dern wie­der­holt und end­gül­tig. Kirch­li­che Lehre und Pra­xis kön­nen nicht durch sich stän­dig ver­än­dernde Gesell­schafts­theo­rien bestimmt wer­den. Der Grund der Exis­tenz der Kir­che und die Basis ihres Selbst­ver­ständ­nis­ses ist es, Über­brin­ger einer Tra­di­tion zu sein, die auf gött­li­cher Offen­ba­rung beruht. Ort des Glau­bens ist das Gedächt­nis der Kir­che. Ihre Lehre besteht die Zeit hin­durch, nie­mals die Wahr­heit umschmel­zend in der Zeit. Das ent­schei­dende Motiv, das die Kir­che beseelt, aus­schließ­lich Män­ner zum Pries­ter­tum zu wei­hen, besteht darin, dass sie treu blei­ben will dem Typus des Wei­he­pries­ter­tums, der von Jesus Chris­tus gewollt und von den Apos­teln bewahrt wor­den ist.

Die For­de­rung der Frau­en­weihe wird vor­ge­bracht mit dem vagen Hin­weis auf Fort­bil­dung der Lehre. Die Kir­che kennt den Begriff der Dog­men­ent­wick­lung. In der Erkennt­nis und im Ver­ständ­nis der in sich unwan­del­ba­ren Offen­ba­rung ist eine Ent­wick­lung mög­lich, aber nur in der Erkennt­nis und im Ver­ständ­nis. Es muss ein Fort­schritt im Glau­ben sein, nicht eine Ver­än­de­rung. Zum Fort­schritt gehört, dass etwas in sich selbst zunimmt; zur Ver­än­de­rung, dass etwas aus dem einen sich in das andere ver­wan­delt. Heute das Gegen­teil vom dem leh­ren, was ges­tern gelehrt wurde, ist keine Fort­bil­dung, son­dern die Auf­he­bung der bis­he­ri­gen Lehre, ist ein Bruch. Eine legi­time Ent­wick­lung wider­spricht nicht der vor­her­ge­hen­den Lehre, sie wächst aus ihr her­aus. Eine Ent­wick­lung der Glau­bens­sätze, die von einem Sinn zu einem ande­ren über­geht, der abweicht von dem Sinn, den die Kir­che einst gemeint hat, wäre eine Ver­ir­rung. Das Erste Vati­ka­ni­sche Kon­zil lehrte: „Wer sagt, es sei mög­lich, dass man den von der Kir­che vor­ge­leg­ten Glau­bens­sät­zen gele­gent­lich einen ande­ren Sinn bei­le­gen müsse als den, wel­chen die Kir­che ver­stan­den hat und ver­steht, der sei aus­ge­schlos­sen.“ Genau das tut die Behaup­tung von der Zuläs­sig­keit der Frau­en­weihe. Die Frau­en­weihe hat die Lehre der gesam­ten Kir­che seit zwei­tau­send Jah­ren gegen sich.

Wenn man fragt, warum die Kir­che einige im Neuen Tes­ta­ment ent­hal­tene Vor­schrif­ten auf­ge­ben konnte und wes­halb das nicht mit dem Aus­schluss der Frau von der Weihe gesche­hen kann, dann lau­tet die Ant­wort: Die Kir­che ist es, die ent­schei­det zwi­schen dem, was geän­dert wer­den kann, und dem, was nicht geän­dert wer­den darf. Das ist ja gerade die Aus­zeich­nung der kirch­li­chen Auto­ri­tät, dass sie unfehl­bar erkennt, was geän­dert wer­den darf und was nicht geän­dert wer­den kann. Was die Kir­che kann oder nicht kann, das kann nur sie selbst ent­schei­den. Und sie erklärt durch ihr höchs­tes Lehr­amt: Nach dem Wil­len Got­tes ist das Pries­ter­amt Ange­hö­ri­gen des männ­li­chen Geschlech­tes vor­be­hal­ten. Ihre Hal­tung ist nicht Archais­mus, son­dern Treue. Die Norm wird befolgt, weil sie sich auf das Bei­spiel Christi stützt und als über­ein­stim­mend mit dem Plan Got­tes für seine Kir­che ange­se­hen wird. Das Ver­hal­ten Christi und sei­ner Apos­tel ist nor­ma­tiv. Damit ist die Sache ent­schie­den. Wem die ange­ge­be­nen Gründe nicht genü­gen, dem ist nicht zu hel­fen. Man kann fast zu jedem Beweis sagen: Er über­zeugt mich nicht. Wer sich nicht über­zeu­gen las­sen will, der kann auch nicht über­zeugt wer­den. Über­zeugt wer­den ist auch immer eine Sache des Wil­lens. Die Kir­che würde Unruhe, Auf­re­gung und womög­lich Spal­tung ver­mei­den, wenn sich alle ihre Glie­der an ihre ver­bind­lich fest­ge­stellte Lehre hal­ten woll­ten. Die Auf­stel­lung und die Abwehr unsin­ni­ger For­de­run­gen ver­brau­chen Kraft und Zeit, die für die Ver­brei­tung des Evan­ge­li­ums und für das Leben nach dem Evan­ge­lium drin­gend benö­tigt wer­den. Wann, meine lie­ben Freunde, wann wird end­lich wie­der Ein­heit und Geschlos­sen­heit im Glau­ben alle Glie­der der Kir­che erfül­len?

 

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