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Vergänglichkeit des Irdischen

   
   





  
Auch DU wirst einmal sterben!
Wie sie sterben

Der Tod - das Tor zum Leben 

Die HI. Schrift spricht vom Tod in Ausdrücken, die tröstlich klingen und nichts mehr von jenem Schmerz erkennen lassen, der uns schüttelt, sooft er uns einen nahestehenden Menschen geraubt hat. Für Paulus bedeutet Sterben nicht «grausamer Abschied“, sondern im Gegenteil «Heimkehr (Phil 1, 23, 2 Tim 4, 6). Trennung von Seele und Leib ist in seinen Augen und für den Christen endgültiges Weilen der Seele bei GOTT. Er kennt zwar auch die Möglichkeit, dass einer verloren gehen kann (1 Kor 9,27), aber er hofft auf den Herrn (1 Kor 4,4), und immer geht er von der Annahme aus, dass unser Schicksal im Jenseits unserer Lebensführung im Diesseits entspricht; er lehrt,

genau wie der Herr im Evangelium, dass der Tod jener Augenblick ist, wo die endgültige Entscheidung über unser ewiges Heil oder Unheil fällt. Die Überlieferung sagt: Mit dem Eintritt des Todes hört die Möglichkeit des Verdienens und des Missverdienens und die Möglichkeit der Bekehrung auf. Die Idee von einer Seelenwanderung Wiederverkörperung ist also absolut unbibisch. Man sollte vielmehr darüber nachdenken ob durch den Tod nicht nur Leib und Seele getrennt werden, sondern die Seele aus der zeitlichen Veränderlichkeit in den Zustand der Unveränderlichkeit verwandelt wird. Das würde bedeuten, dass der Tod der Augenblick ist, in dem wir uns unwiderruflich, auf ewig, GOTT ganz hinschenken oder uns ihm ganz versagen können. In diesem Leben ist das nicht möglich, denn auch dem feierlichsten Versprechen, das wir vielleicht GoTT gemacht hatten, haftet noch Zeitlichkeit an, es ist veränderlich, es kann zurückgenommen werden. Das hört mit Tode auf, diese innere Labilität all unserer Vorsätze und Willenshaltungen wird nicht mehr sein, und darum liegt es in der Natur der Todeserfahrung, dass der Mensch nach dem Tode GOTT gegenüber die Grundeinstellung beibehält, die er im Augenblick des Todes gehabt hat. Das bedeutet: Der Eintritt des Todes ist das Ende der Entscheidungsmöglichkeit für oder gegen GOTT.  

 

 

Bedenke, dass du sterblich bist!        Bild: Beinhaus in Naters  Wallis CH

Was ihr seid / das waren wir
Was wir sind / das werdet ihr

»Hab‘ acht auf dich selbst!» Dieser Spruch wird dir, auch wenn du einmal herrlich schöne Tage siehst und dir das ganze Leben ruhig nach Wunsch verläuft, nützlich sein und wie ein guter Berater dich daran erinnern, was menschlich ist. Und wenn du auch einmal von Widerwärtigkeiten niedergebeugt wirst, dürfte er zur rechten Zeit in deinem Herzen erklingen, dass du nicht aus Stolz und trotzigem Übermut dich fortreissen lässt, noch aus Verzweiflung in kleinlichen Missmut versinkst. Mit Reichtum willst du prunken, und du machst dich gross mit deinen Ahnen? Du bist stolz auf Vaterland und körperliche Schönheit und die allseitigen Ehrenbezeugungen? »Hab‘ acht auf dich!« Bedenke, dass du sterblich bist, dass du Erde bist und zur Erde zurückkehren wirst! Sieh dich um nach jenen, die vor dir in gleichem Glanz gelebt haben! Wo sind sie, die einmal eine politische Rolle gespielt haben? Wo die kampferprobten Redner? Wo die Leiter der Volksversammlungen? Wo die berühmten Pferdehalter, die Feldherrn, Provinzstatthalter, Tyrannen [PS Red: Sport- und Musik-Idole. ]?

Ist nicht alles Staub? Nicht alles Sage? Ruht nicht in ein wenig Gebein das ganze Andenken ihres Lebens? Bücke dich über die Gräber, ob du unterscheiden kannst, wer der Knecht und wer der Herr, wer der Arme und wer der Reiche war! Unterscheide, wenn du kannst, den Gefangenen vom König, den Starken vom Schwachen, den Schönen vom Hässlichen! Wenn du deiner Natur eingedenk bleibst, wirst du dich nie überheben. Du wirst deiner eingedenk bleiben, wenn du auf dich selbst acht hast.

Basilius d. Gr. Predigt 'Hab acht auf dich‘

 

Geistliche Totenklage

In GOTTES Namen bezeugen wir und verkünden wir es immer wieder, dass wir wegen der Brüder und Schwestern, die unser Herr heimgeholt und von dieser Welt befreit hat, nicht trauern können. Wissen wir doch, dass sie nicht untergehen, sondern vorausgehen, dass sie hingehen und höher steigen, dass man sich nach ihnen sehnen, nicht aber sie beklagen soll; dass man sich hier nicht in schwarze Kleider zu werfen braucht, während jene bereits das weisse Gewand der Verklärung tragen, und dass man den Heiden nicht Anlass geben soll, uns mit Recht zu tadeln, weil wir diejenigen, von denen wir sagen, sie lebten bei Gott, wie Verlorene betrauern und so den Glauben, den wir in Worten bekennen, durch das Zeugnis des Herzens nicht bewahren. Wir sind Verräter an unserer Glaubenshoffnung und machen den Eindruck, wir heuchelten.

Darum missbilligte es der Apostel Paulus, dass manche beim Heimgang der Ihrigen sich der Trauer überliessen. «Ihr sollt nicht trauern wie die andern, die keine Hoffnung haben, sagt er (1 Thess 4,13). Jene trauern über den Heimgang der Ihrigen, die keine Hoffnung haben. Wir aber glauben an jenen, der sagte: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt. wird leben, auch wenn er stirbt!>< So lasst uns zu Christus mit froher Zuversicht eilen. Dass wir vorerst sterben, ist der Übergang zur Unsterblichkeit. Das ewige Leben kann nicht nachfolgen, wenn nicht das Scheiden vom irdischen Leben stattgefunden hat. Es ist kein Untergang, sondern ein Heimgang. Es ist nach Vollendung des zeitlichen Laufes der Übergang zum Ewigen. Wer wollte nicht eilen, zum Besseren zu kommen? Wer sollte sich nicht freuen, verwandelt und nach dem verklärten Urbild Christi umgestaltet zu werden? 

Cyprian v Karthago

 

Die Gnade der göttlichen Fürsorge

Wer auf die Auflösung unseres Leibes blickt, wird schmerzlich berührt und hält die Zerstörung des Lebens für ein hartes Geschick; ja, er bezeichnet das Verlöschen unseres Daseins im Tod als das grösste Übel. So betrachte er die übergrosse Wohltat, die uns Gott durch dieses dunkle Los erweist; vielleicht wird er dann dazu gebracht, dass er die Gnade der göttlichen Fürsorge für den Menschen bewundert. Wer lebt, hat das Verlangen in sich, sein Leben im Genuss des Angenehmen zu verbringen; wer daher sein Leben in Leid verbringen muss, wird das Sterben einem leidvollen Dasein vorziehen. Fragen wir nun, ob der Spender des Lebens für uns beim Tod einen anderen Wunsch hat, als dass wir ganz glücklich leben. Da wir durch freie Willenstat, indem wir das Böse wie ein mit Honig versüsstes Gift aus Lüsternheit unserer Natur beimischten und da wir hierdurch der offenbar in Leidensfreiheit bestehenden Glückseligkeit verlustig gingen und eine Umgestaltung erfuhren, wie es unserer Sünde entsprach, so wird der Mensch wie ein irdenes Gefäss wieder in Erde aufgelöst, damit er nach Ausscheidung des Schmutzes, den er jetzt an sich trägt, durch die Auferstehung zu seiner ursprünglichen Schönheit umgebildet werde, vorausgesetzt, dass er sich im gegenwärtigen Leben die Ebenbildlichkeit mit Gott zu retten versteht. GOTT wusste sehr wohl, was eintrat, und doch hinderte ER mit vollem Bewusstsein den Lauf der Dinge nicht, die da kommen sollten. Denn der Abfall der Menschen vom Guten konnte dem nicht verborgen sein, der durch seine Vorsehung alles beherrscht und das Künftige ebensogut kennt wie das Vergangene. Allein wie er jenen Abfall voraussah, so nahm er zugleich auch die Zurückrufung des Menschen zum Guten in seinen Plan auf. Was war nun besser: in der Voraussicht, dass der Mensch vom Guten abweiche, ihn überhaupt nicht ins Dasein zu rufen oder aber ihn dennoch zu erschaffen und nach dem Fall wieder durch Busse zur ursprünglichen Gnade zurückzurufen? 

Gregor v. Nyssa Grosse Katechese 8,1.3  

 

 

Auch DU wirst einmal sterben!

JA! Du wirst einmal sterben!

 

Weißt Du schon  wann ?

Weißt Du schon  wo ?

Weißt Du schon  wie ?

Nein! Du weißt es nicht! Nur eines weißt Du, daß Du einmal sterben mußt. Jeder Mensch, jedes Tier muß sterben! Das ist die einzige Gewißheit, die wir haben: Das Sterben! DER TOD!
Einmal kommt er, aber weißt Du wann er kommt?
Und wenn er kommt, wo bist Du und was tust Du dann gerade?  
Und wie wird er Dich töten?
Sterbe ich im Auto, im Bett, im Krankenhaus, beim Einkaufen, während der Ferien, beim Skifahren? Ich weiß es nicht, Du auch nicht! Nur eines weiß ich ganz sicher, daß ich einmal sterben muß. Und Du weißt auch, daß Du einmal sterben mußt!
Einmal muß ich meinen Leib verlassen. Ich muß! Und Du auch!
Was ist dann mit meinem Geld? Was wird mit meinem Haus? Was wird mit meinem Schmuck? Was geschieht mit meinen Möbeln? Was geschieht mit meiner Leiche? Nun, meine Leiche wird vergraben, weil sie anfängt zu riechen und zu verwesen. Und was wird mit mir, mit meiner Persönlichkeit?
Noch hast Du einen Leib. Du kannst mit ihm machen, was Du willst. Eines Tages kannst Du nichts mehr mit ihm machen! Dann kannst Du nur noch sagen: Ich hatte einen Körper. Warum habe ich ihn nicht mehr? Weil ich nicht mehr da bin. Ich mußte meinen Leib verlassen! Warum habe ich ihn denn verlassen?

Wollte ich ihn überhaupt verlassen?

Nein! Ich wollte ihn nicht verlassen! Ich mußte ihn verlassen.
 
Er ist tot.
Er wird kalt.
Die Leichenstarre tritt ein.
Mein Herz schlägt nicht mehr.
Mein Blut ist in den Adern geronnen.

Wo bin ich jetzt?

Wohin gehe ich?

Ja, wohin????

Egon wußte es auch nicht:



Egon und sein Körper

Es war einmal ein Körper, der sagte immerzu zu seinem Besitzer, der Egon hieß: »Egon, gib mir was zu essen! Egon, gib mir mehr zu essen! Egon, gib mir noch Besseres zu essen! Egon, hole mir das Allerbeste zu essen!«
Egon sagte: »Jetzt habe ich aber kein Geld mehr, um dir soviel zu essen zu kaufen!«
»Verdiene es dir«, sagte der Körper. Und Egon verdiente und verdiente, um dem Körper recht viel Essen zu geben.
Nun rief der Körper: »Egon, gib mir zu trinken! Gib mir Gutes zu trinken! Gib mir den schönsten und den besten Wein zu trinken!«
»Dazu hab' ich kein Geld«, antwortete Egon.
»Gut!« sagte der Körper, »dann leg' ich mich einfach auf die Seite und steh' nicht wieder auf!«
»Du mußt aber aufstehen«, schrie ihn Egon an. »Ich muß ja mit dir stehen, gehen und arbeiten. Wo denkst du hin?«
»Gib mir erst etwas Gutes zu essen und zu trinken und auch noch zu rauchen dazu!« sagte der Körper. Darauf- hin mußte Egon lauter gute Sachen kaufen. Alles, was er verdiente, aß der Körper auf.
Als der Körper nichts mehr essen mochte, rief er: »Du könntest mich wirklich besser anziehen. Kaufe mir einen schönen warmen Pelzmantel. Aber einen teuren, vom allerbesten Fell, damit ich anständig aussehe! Auch ein paar elegante Lederschuhe und sieben Krawatten, damit ich jeden Tag in der Woche eine andere anziehen kann.«

Egon ging gehorsam, kaufte Pelz, Schuhe, Krawatten, auch noch eine Lederweste. Aber immer noch wollte der Körper neue schönere Sachen zum Anziehen.
»Ich kann es wirklich nicht mehr schaffen«, jammerte Egon. »Jetzt aber will ich mich gerade amüsieren«, sag- te der Körper. »Jetzt will ich Autofahren, reiten, segeln, tüchtig tanzen und zwischendurch Bier trinken.«

Der arme Egon mußte nun den ganzen Tag arbeiten und die halbe Nacht tanzen und Bier trinken. Auf einmal sagte Egon: »Donnerwetter, Körper, ich habe dich so gut gepflegt, aber deine Haare werden trotzdem grau!«
»Färbe sie mir!« sagte der Körper und Egon tat es.
Nach einiger Zeit rief Egon: »Deine Zähne fallen ja aus!« -
»Laß mir ein Gebiß machen!« sagte der Körper - und Egon tat es.
»Du kannst ja auf einmal gar nicht mehr recht gehen!« sagte Egon. »Ich habe Rheumatismus«, sagte der Körper, »hole den Arzt!« - »Bald habe ich ja gar keine Zeit mehr, für etwas anderes zu sorgen als nur noch für dich!« schrie Egon den Körper an.
»Ich bin ja auch das Wichtigste!« sagte der Körper.
»Ja, richtig«, antwortete Egon, »was soll ich ohne dich auch anfangen!« Eines Tages aber will der Körper sich gar nicht mehr bewegen, er wird kalt und kälter und ehe sich Egon versieht, ist der Körper tot. Was soll ich nun machen, denkt Egon. Nun hab' ich keinen Körper mehr! Ins Grab will ich aber nicht - nein, ich will nicht ins Grab! Und Egon schreit furchtbar, aber der Körper hört nichts mehr.

»Egon, wohin willst du denn?« fragt eine Stimme.
»Das weiß ich nicht«, antwortet Egon.
»Steh auf!« sagt die Stimme.
»Ich kann doch nicht aufstehen, ich habe keine Beine!«
»Komm!« sagt die Stimme.
»Ich kann doch nicht kommen, ich habe doch keinen Körper, um zu gehen!«
»Egon, du bist doch jetzt in dem Lande, wo du keinen Körper mehr brauchst.«
»Wo bin ich denn?« fragt Egon.
»Du bist im Jenseits, in der Ewigkeit!«
»Was soll ich da?« fragt Egon. »Ich habe nur gelernt, für meinen Körper zu sorgen. Etwas anderes verstehe ich nicht.«
»Hast du denn gar nicht daran gedacht, daß dein Körper einmal sterben muß und du weiterleben wirst?« »Nein!« sagt Egon.

»O weh, o weh!« sagt die Stimme.

Damit endet die Geschichte. -  Nur eine Geschichte?


Vielleicht sagst Du: Mit dem Tod ist alles aus. Fertig! Basta! - Und wenn doch nicht alles aus ist? Wenn es doch einen Himmel und eine Hölle gibt? Bist Du Dir ganz sicher, daß wirklich alles aus ist? Bist Du Dir wirklich ganz sicher? Ganz sicher?
-
Auch dann noch, wenn der Todesschweiß auf Deiner Stirne perlt?

Kein Gericht?   Keinen Himmel??  Keine Hölle???

 


Wo kommst Du her? Wo gehst Du hin?

Gott ist der Schöpfer aller Dinge, sowohl der sichtbaren, als auch der unsichtbaren Schöpfung. Gott ist ewig. Gott hat nie irgendwann angefangen. Gott weiß alles, denn Er hat alles erdacht und erschaffen. Er weiß wirklich alles. Er kennt jeden Gedanken, jedes Wort und jede Tat eines jeden Menschen.
Und Er weiß und kennt es schon seit Ewigkeit.
Er wußte auch, daß die für uns noch unsichtbare Schöpfung, z.B. die Engel, nicht alle die Prüfung bestehen würden, die Gott Ihnen auferlegte, damit sich für Ihn oder gegen Ihn entscheiden könnten. Die Engel, die sich gegen Gott entschieden, wurden Teufel und gründeten für sich das Reich der ewigen Hölle. Es sind viele Milliarden Engel, die sich gegen Gott entschieden haben! - Um die frei gewordenen Plätze im Himmel wieder zu besetzen, erschuf Gott den Menschen, sozusagen eine "Mischung" aus Engel und Tier.
Worin bestand die Prüfung, die ein Großteil der Engel nicht bestanden hat? Da Gott wußte, daß sehr viele Engel nicht im Himmel bleiben wollten und deren Plätze frei würden, wollte Gott diese Plätze wieder besetzen. Mit Engeln konnte Er sie nicht mehr besetzen, denn die Schöpfung der Engel und deren Zahl war abgeschlossen. Und so erschuf Gott für diese leeren Plätze die Menschen. Auch die Menschen mußten geprüft werden. Wie wir wissen, bestanden Adam und Eva diese Prüfung nicht. Kein Mensch konnte seither in den Himmel eingehen, denn die Sünde der beiden Stammeltern vererbte sich durch alle Geschlechter, daher nennen wir sie "Erbsünde." (Durch das Sakrament der Taufe können wir von der Erbsünde befreit werden.)


Um die Menschheit aus diesem Zustand zu erlösen, mußte Gott ein Mensch werden, und als Mensch die Menschheit durch seinen Tod am Kreuz mit sich selbst versöhnen. - Von den Engeln verlangte Gott, daß sie IHM auch in seiner Menschengestalt dienen müßten. Da erhob sich Luzifer und sagte: "Ich werde nicht dienen, denn ich bin ja selbst wie Gott!" Da sprach ein anderer Engel: "Michael?" - "Wer ist wie Gott?" Dann entstand der Engelkampf und Luzifer wurde mit seinem milliardenfachen Anhang aus dem Himmel vertrieben und schuf sich selbst sein Reich: Die Hölle. 
- Jeder Mensch hat nun aufgrund der Erlösung durch unseren  Herrn  Jesus  Christus die  Möglichkeit, den Platz einzunehmen, den ein Engel, der ein Teufel geworden ist, verloren hat. Es liegt nun am Menschen selbst, ob er sich für diesen Platz entscheidet, oder ob er einen Platz bei den Teufeln in der Hölle einnehmen will!!!
Der Mensch ist in seiner Entscheidung völlig frei, denn Gott gab ihm den freien Willen. Gott hat den Menschen für den Himmel erschaffen und nicht für die Hölle. Die Entscheidung aber liegt beim Menschen - bei Dir! Gott kann daher einen Menschen weder in den Himmel zwingen, noch in die Hölle! Gott hat jedem Menschen soviel Gnaden für sein Leben mitgegeben, daß er als Heiliger in den Himmel eingehen kann. Dazu noch die geistige Hilfe durch die Heiligen Sakramente der katholischen Kirche! Jeder, der sich bemüht, nach den Geboten Gottes und nach dem Evangelium zu leben, den Mitmenschen zu helfen und den Willen Gottes zu tun, wird in den Himmel kommen und braucht sich vor der Hölle nicht zu fürchten!


Bedenke!

GOTT hat Dich aus Liebe erschaffen, nicht Deine Eltern! Durch Deinen Vater und durch Deine Mutter hat GOTT Dich als Mensch in diese Welt geboren. Gott hält Dich Tag und Nacht am Leben - nicht Du! - bis zu dem Augenblick, wo er Dich aus dieser Welt abberuft! - Der Sinn Deines Lebens ist, dazu bist Du in dieser Welt, um Dich für das Böse oder das Gute zu entscheiden, für die Hölle oder für den Himmel!
Einmal wirst Du sterben, und dann mußt Du Rechenschaft ablegen über Dein ganzes Leben, über jedes Wort, über jede Tat, über jeden Gedanken und über jede Unterlassung des Guten! Denke daran, am Gericht Gottes kommt niemand vorbei. Auch Du nicht!
Dabei ist es vollkommen unwichtig, ob Du daran glaubst oder nicht. - Jesus sagt: "Wer nicht glaubt, ist schon verdammt!" - Hier auf Erden kannst Du tun und lassen was Du willst. Nach Deinem Tod ist damit Schluß!  ... endgültig SCHLUSS!!!  ... endgültig!!!
Hier mag Dein Wille gelten, nach Deinem Tod gilt nur noch der Wille Gottes. - Und das gilt für jeden Men- schen!! Auch für Dich! Hier kannst Du nach Lust und Laune leben und Dir selbst eine Lebensregel machen.
Nach Deinem Tod gilt nur noch das Gesetz Gottes: Die 10 Gebote! - Nach diesen 10 Geboten wirst auch Du einmal gerichtet, nicht nach Deinen Ansichten und nicht nach Deinen Meinungen! Gott hat das letzte Wort! Nicht DU! - Du kennst diese 10 Gebote! Sie sind auch Dein Wegweiser und führen Dich in den Himmel, wenn Du sie befolgst! Wenn nicht, nicht!
Heute magst Du noch darüber lachen, aber eines Tages kommt der Augenblick, wo Dir das Lachen vergeht, wenn die Todesangst über Dich kommt und Dein Herz stehen bleibt, wie eine abgelaufene Uhr!

 

Lieber Bruder, liebe Schwester,
damit Dein Leben gelingt und Du am Ende Deines Lebens die richtige Tür findest, gibt es hier einen kleinen Kompaß für Deinen Weg zu GOTT:
1. Verrichte jeden Morgen das Morgengebet! -
Danke Gott für die Ruhe der Nacht, danke Ihm für den neuen Tag und schenke Ihm Dein ganzes Tagewerk, alle Mühen, Sorgen und Leiden des Tages. Bitte Gott um Seinen Segen für den neuen Tag!
Denke auch tagsüber an Gott!
2. Arbeite gewissenhaft! Deine Arbeit soll Dein Gottes- dienst sein!
3. Bete bei Tisch! - Vor und nach dem Essen! Auch im Gasthaus! - Von Gott kommt das tägliche Brot, die tägliche Nahrung! - Sei mäßig und zufrieden!
4. Erholung ist notwendig, soll aber auch geheiligt sein. Hüte Dich vor Vergnügungen, durch die Du Gott beleidigst und Deiner Seele Schaden zufügst!
5. Im Umgang mit den Mitmenschen sei freundlich und wohlwollend! Hüte Dich vor bösen Reden!
6. In Leiden und Widerwärtigkeiten sei geduldig und gottergeben! - Denke an Jesus, der auch für Dich gekreuzigt worden ist, und befolge seine Lehren!
7. Die heiligmachende Gnade ist das Leben der Seele. durch die Todsünde stirbt das Leben der Seele!
8. Heilige die Sonn- und Feiertage! Fehle durch eigene Schuld nie beim Gottesdienst. -Wie gelebt, so gestorben!
9. Abends verrichte Dein Abendgebet! - Danke Gott für die Wohltaten des vergangenen Tages, erforsche Dein Gewissen, erwecke vollkommene Reue über Deine Sünden und erbitte Gottes Schutz für die Nacht!
10. Bete darum, daß in allen Deinen Angelegenheiten stets der Wille Gottes geschieht. Du überblickst nur den Augenblick, Gott überschaut Dein Leben bis zum Tod.

Wie Dein Sonntag, so dein Sterbetag!

GOTT weiß alles, er weiß auch schon jetzt, wie Du Dich bis zu Deinem Tod entscheiden wirst, und er weiß um Deinen Platz in der Ewigkeit!
-  Du weißt es aber nicht!

Z/Ewig

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Wie sie sterben

Aus dem Volkskalender für Freiburg und Wallis 1942


Wenn es die Menschen nur wüßten, wie viel heiliges Streben und heldenhaftes Wollen unsere Klöster bergen!
Der Strafanstaltspfarrer Stephan Berghoff hat ein Buch geschrieben über das tapfere leiden und frohe Sterben von Ordensschwestern. Er hat so viele arme Pfarrkinder im Gefängnis, die immer nur Schwäche und Sünde sahen und kaum noch an reine gute Menschen glauben. Hier konnte er seinen Gefangenen eine andere Welt zeigen. Hören wir, was eine Krankenschwester ihm berichtet:

„Sie fragten soeben, ob die Schwestern vor dem Sterben Angst hätten. Da fällt mir eine Begebenheit ein, die ich im Jahre 1923 erlebte. Unsere Krankenabteilung war überfüllt. Wir wußten nicht, wohin mit den vielen schwerkranken Schwestern. Auf einem Zimmer lagen drei Schwestern, alle so dreißig Jahre alt.
Eines Morgens sagte eine von ihnen, Schwester Ludgera, zu mir: ,Schwester, sollen wir drei nicht eine Novene halten, daß wir bald sterben? Dann haben Sie Platz. Ich habe mich mit Schwester Aventina und Cassilda abgesprochen. Wir können doch nichts mehr leisten.
Ich war überrascht und sagte ihnen, ihr Leiden brächte größeren Segen als Arbeiten. Da bestürmten mich alle drei: ,Gestatten Sie uns doch bitte diese Novene.
Schließlich sagte ich halb im Schmerz: ,Na, meinetwegen.'

Die Schwestern begannen die neuntägige Andacht am Samstag. Am nächsten Dienstagmorgen sagte ich zur Schwester Oberin: ,Schwester Ludgera gefällt mir nicht. Sie muß die heilige Ölung empfangen. Die drei haben ausgemacht, daß sie innerhalb neun Tagen sterben.' Schwester Oberin antwortete mir: ,Davon weiß ich ja nichts. Nun, wenn es Gottes Wille ist, dann tritt es ein, sonst nicht.' In der folgenden Nacht starb Schwester Ludgera. Vor ihrem Tode lachte sie still vor sich hin und bemerkte: ,Die Kaffeemühle geht so herum. Nach mir kommt Schwester Aventina dran.'
Am Freitagmorgen veränderte sich Schwester Aventina plötzlich. Ich holte schnell den Priester, der die heilige Ölung gab. Der Priester war noch nicht wieder in seinem Zimmer, da war Schwester Aventina tot. Vor ihrem Tode bat sie mich kindlich: ,Schwester, gehen Sie bitte mit meinem Begräbnis. Ich habe ja weder Vater noch Mutter noch Geschwister.' Ich versprach es ihr.
Am Montagmorgen, am letzten Tage der Novene, wurde Schwester Aventina begraben. Vor dem Begräbnis sagte Schwester Oberin zu mir: ,Schwester Cassilda gefällt mir nicht. Bleiben Sie bei ihr.' Das hörte Schwester Cassilda. Sie rief: Schwester Oberin, unsere Schwester muß mit zum Begräbnis gehen. Sie hat es der Schwester Aventina versprochen. Ich warte mit dem Sterben, bis unsere Schwester zurück ist.' Ich ging mit zum Begräbnis, aber nicht mit zum Totenamt in die Kirche. Eine Schwester holte mich, Schwester Cassilda sei sehr schlecht. Als ich an ihr Bett trat, sagte sie: ,Schwester, ich meine, jetzt ist es Zeit. Holen Sie bitte den Herrn Pater. Dann beten wir noch ein wenig.' Nach einer Viertelstunde war sie tot." -

„ Sie sehen, Hochwürden, unsere Schwestern haben keine Angst vor dem Sterben, sie beten den Tod herbei. Der Vater im Himmel erfüllt seinen Kindern ihre Bitten."
„Und dann, Herr Pfarrer", fuhr die Krankenschwester fort, „wissen wir auch schon mal, daß eine Schwester in den Himmel gekommen ist. Oder wissen Sie eine andere Erklärung, wenn ich Ihnen folgendes erzähle:

Eine Schwester kam zum Mutterhaus, um Exerzitien zu machen. Sie sah so krank aus den Augen, dass wir gleich den Arzt kommen ließen. Er untersuchte sie genau und sagte mir hinterher: ,Nur noch vierzehn Tage.' Von Tag zu Tag wurde die Kranke schwächer.
Sie bekam die heilige Ölung. Ich mußte ihr sagen, wie es um sie stand und begann: ,Liebe Schwester, ich glaube, daß der liebe Gott von Ihnen ein Opfer verlangt.' Da schaute sie mich mit ihren reinen, großen Augen an und sagte: ,Ich sterbe doch nicht?' Ich antwortete: ,Bringen Sie dem lieben Gott Ihr junges Leben zum Opfer.

Sie sollen sehen, wie der liebe Gott es Ihnen lohnt.
Da sprach sie mit fester Stimme vor sich hin: ,Ich will mich ergeben. Lieber Gott, Dir ergeb' ich gänzlich mich, ja, Dir leb' und sterbe ich.

Es war in einem der Kriegsjahre. Auch in unser Mutterhaus war bittere Not eingezogen. Wir Schwestern waren bei der armseligen Kost nicht mehr sicher auf den Beinen. Nachher haben wir uns mit Lebertran geholfen. Ich klagte dieser kranken Schwester eines Tages:
,,Es ist ein Elend! Das Lazarett haben wir voll Soldaten, und keine Briketts sind da, kein Koks, kein Grieß. Nebenan liegt die arme Schwester, und ich kann ihr nicht einmal ein Stücklein Weißbrot geben. Da gab mir die todkranke Schwester die Hand und versicherte in allem Ernst: ,Schwester, ich helfe Ihnen.
Nachmittags drei Uhr war die Schwester gestorben. Vor vier Uhr knarrten Karren über den Hof. Wir hatten Briketts, Koks und Grieß geliefert bekommen. Punkt vier Uhr — die Schwestern waren im Gebete — schellte es. Ich ging zur Pforte. Ein Bäckerjunge reichte mir ein prächtiges Weißbrot hinein. Wir Schwestern haben vor Freude geweint. Wir wußten, unsere Schwester ist im Himmel. Sie hat ihr Wort gehalten."

So erzählte die gute, alte Schwester dem Strafanstaltspfarrer.
Andächtig saß er vor ihr, lauschte und war ergriffen von der schönen Welt, in die sie ihn schauen ließ.

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