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Der
Satan kann uns bis in die Todesstunde verfolgen.
„Ein
Text zum Nachdenken!“
Die Liebe GOTTES und
Seine heiligen und heiligenden Worte fallen bei so
vielen vom Satan verführten und verdorbenen Menschen
auf wenig fruchtbaren Boden. JESUS und MARIA sprachen in
vielen Worten über den Teufel, seine Heimtücken und
Hinterlisten, seine Verführungskünste und
Herrschaftsbereiche. Besonders die Priester sind
furchtbaren Versuchungen ausgesetzt, sagt uns JESUS
durch Marguerite und die MUTTER GOTTES warnte in
Medugorje die GOTT geweihten Personen vor den Angriffen
des Satans. Sie zeigen uns aber auch den Weg, um diesen
Angriffen, vor allem durch das Gebet und die Hilfe
MARIAS, zu begegnen. Doch kaum jemand will die Existenz
dieses furchtbaren Dämonen in sich oder sein Wirken in
den Priestern wahrhaben. Vor allem die Kirchenvertreter
wähnen sich in einer trügerischen Sicherheit und sind
deshalb ein leichtes Opfer über ihr Ansehen und den
Stolz ihres scheinbaren Wissens über GOTT.
Kommentar zur heutigen Zeit
Was spielt sich in der Theologie und Exegese ab: Ewige
Wahrheiten werden auf den Kopf gestellt oder für
veraltet erklärt. Wunder hat es nicht gegeben, Hölle
und Teufel sind mittelalterliche Schreckgebilde, die man
einem modernen, aufgeklärten Menschen nicht mehr
zumuten kann. Es wäre ja sicher schön, wenn es keine Hölle
und keine Teufel gäbe, aber dann muß man sich doch
fragen, warum Jesus Mensch wurde und sich kreuzigen ließ?
Denn, wenn es keine Hölle gibt, dann kann auch niemand
hineinkommen, und die ganze Sache mit unserer Erlösung
wäre dann wohl recht überflüssig. Wozu brauchten wir
dann Kirche, Papst, Bischöfe und Priester, wozu
Sakramente, wozu Gottesdienste?
Geistliche, die solches verkünden, sollten doch so anständig
sein und ihren Priesterrock - den sie ja ohnehin schon
nicht mehr tragen - an den Nagel hängen, sich eine Frau
nehmen und auf andere Weise ihr Geld verdienen und nicht
auf Kosten der braven Kirchengeld- und
Kirchensteuerzahler ein flottes Leben führen!
Und wie geht man mit dem Wort Gottes um?:
Die HEILIGE SCHRIFT wurde "entmythologisiert",
der reinste Bräutigam der allerseligsten Jungfrau Maria
wird zum "Vater" von Jesus, (alles ganz natürlich)
die Auferstehung Jesu "hat nicht
stattgefunden" (alles "nachösterliche Verkündigungserfindungen"
der Apostel) etc.
Dogmen müssen "neu interpretiert" werden. Die
Dogmen von der UNBEFLECKTEN EMPFÄNGNIS MARIENS, der
UNFEHLBARKEIT DES PAPSTES und der AUFNAHME MARIENS MIT
LEIB UND SEELE IN DEN HIMMEL, sind
"umstritten", etc. etc. Der Dogmatiker Prof.
Finkenzeller seinerzeit an der UNI München sprach immer
nur von den drei letzten überflüssigen Dogmen. Das
alles geschieht unter den Augen und Ohren derjenigen,
die dafür bestellt sind, über die Reinheit der Lehre
zu wachen: der Bischöfe!
Von der Kirche erwartet jeder Mensch die absolute
Wahrheit, und das ist JESUS CHRISTUS! denn es geht um
Himmel oder Hölle, und zwar für die ganze Ewigkeit.
Es soll niemand glauben, es sei der richtige Weg, wenn
das Evangelium, die Dogmen und die Gebote der Welt
angepaßt werden. Der Apostel Paulus ermahnt uns:
"Gleicht euch nicht dieser Welt an, vielmehr
wandelt euch durch ein neues Denken, um zu prüfen, was
der Wille Gottes ist, was gut, wohlgefällig und
vollkommen ist.!" (Röm 12,2)
Nach den neuesten "Erkenntnissen" dreier
deutscher Bischöfe dürfen jetzt auch
wiederverheiratete Geschiedene zur heiligen Kommunion
gehen, vorausgesetzt, sie haben ihr Gewissen ernsthaft
geprüft. Nach welchen Normen und Kriterien haben sie
ihr Gewissen geprüft? Etwa nach den Geboten Gottes? Ob
diese wiederverheirateten Geschiedenen wohl auch ihr
Gewissen prüfen bevor sie zusammen schlafen? Wie wollen
diese Bischöfe, im Gericht Gottes bestehen!
Fast
die gesamte Glaubenswelt scheint eine der größten und
wichtigsten Grundwahrheiten vergessen zu haben: Nur das
heilige und heiligende Wort GOTTES hat Macht über unser
Herz! Viele Worte GOTTES und auch der Apostel haben uns
diese Tatsache ausreichend in der Bibel überliefert.
Doch niemand scheint diese Worte zu kennen, ernst zu
nehmen oder man verdrängt diese aus mangelnder
Ehrfurcht vor GOTT und Seiner Heiligkeit in Seinem Wort,
weil man durch Selbstsucht eher der verführerischen
Stimme Satans in unseren Gedanken folgt. JESUS sagte
dieses deutlich genug im Evangelium nach Johannes:„Der
Geist GOTTES macht lebendig! Alles Menschliche nützt
nichts! Die Worte, welche Ich zu euch gesprochen habe,
sind Geist und Leben!“ (Evangelium von Johannes
6,63)„Wer im eigenen Namen spricht, sucht seine eigene
Ehre! Wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt
hat, der ist glaubwürdig, und in ihm ist keine
Falschheit!“ (Evangelium von Johannes, 7,16-18) Z/Ewig
Schwester
Josefa Menendez Höllenvisionen
Schwester
Josefa Menendez, Laienschwester aus der Gesellschaft der
Ordensfrauen vom Heiligsten Herzen Jesu, 1890-1923, war
eine stille, verborgene, demütige Seele.
Was hatte sie nicht alles zu
erdulden!
Seit ihrem Postulat hageln
die Schläge von unsichtbarer Hand Tag und Nacht auf sie
herab, besonders wenn sie betet und ihren Willen zur
Treue kundgibt. Sie wird gewaltsam aus der Kapelle
gezerrt oder daran gehindert, einzutreten. Dann folgen
einander Erscheinungen des Teufels als widerlicher Hund
oder als Schlange oder - noch schrecklicher - in
menschlicher Gestalt. Bald entführt Satan sie oft und
öfter, trotz der Wachsamkeit der Obern. unter deren
Augen verschwindet sie plötzlich, und man findet sie
erst lange Zeit später, auf einem Speicher zu Boden
geworfen, unter Möbelstücken oder an irgendeinem
einsamen Ort. In Gegenwart der Obern brennt der Teufel
sie; ohne daß er den Anwesenden sichtbar wird, sehen
diese Josefas Kleider in Flammen und tiefe Brandmale an
ihrem Leibe. Gedanken der Verzweiflung und Gotteslästerung,
abscheuliche Versuchungen halten Tage und Nächte lang
an. Gott verbirgt sich unterdessen, und sie weiß nicht
mehr, woran sie ist, so sehr fühlt sie sich der Willkür
des gemeinsten aller Wesen ausgeliefert. Endlich erlaubt
Gott sogar, was in den Heiligenleben äußerst selten
vorkommt (mehrere Heilige hatten Höllenvisioen, nur
wenige sind wirklich hinabgestiegen; noch seltener sind
solche, die, wie Schwester Josefa, zur Sühne häufig
zur Hölle hinabstiegen.
Josefas
Aufzeichnungen über die Hölle
Über
diesen Gegenstand schrieb Josefa verhältnismäßig
wenig. Sie tat es nur aus Gehorsam und auf die Weisung
der allerseligsten Jungfrau vom25. Oktober 1922: »Alles,
was Jesus dich in der Hölle sehen oder leiden läßt,
ist nicht nur zu deiner eigenen Läuterung bestimmt,
sondern du sollst es auch deinen Obern sagen. Denk nicht
an dich, sondern einzig an die Ehre des Herzens Jesu und
an das Heil vieler Seelen.«
Vor
allem nennt Josefa die größte Höllenqual: nicht mehr
lieben zu können.
»Ein
Verdammter schrie:
Das
ist meine Qual... lieben zu wollen und es nicht mehr zu
können. Es bleibt mir nur noch Haß und Verzweiflung.
Wenn jemand von uns hier ein einziges Mal einen einzigen
Akt der Liebe aussprechen könnte, so wäre es nicht
mehr die Hölle. Aber wir können es nicht. Unsere
Nahrung ist Hassen und Verabscheuen. (23. März )
Und
ein anderer:
Hier ist die größte Qual, Den nicht lieben können,
Den wir hassen müssen. Der Hunger nach Liebe verzehrt
uns, aber es ist zu spät. .. Auch du wirst denselben
Hunger empfinden: hassen, verabscheuen und wünschen, daß
die Seelen verlorengehen. Das ist unser einziges
Verlangen! (26. März 1922)
IN
DER HÖLLE
Das
folgende Bekenntnis hat die demütige Schwester nur mit
größter Überwindung im Gehorsam niedergeschrieben:
Wenn ich in all diesen Tagen in die Hölle gezerrt werde
und der Teufel den andern befiehlt, mich zu quälen,
antworten sie: “Das können wir nicht. Sie hat sich
schon kasteit für den” (und sie bezeichnen den Herrn
durch eine Gotteslästerung). Dann befiehlt er, daß man
mir Schwefel zu trinken gebe, und sie antworten wieder:
“Sie hat ja freiwillig Durst gelitten.” “Sucht!
sucht! um irgendein Glied zu
finden,
für das sie Genuß und die eigene Befriedigung gesucht
hatte...”
Ich
habe auch bemerkt, daß, wenn sie mich fesseln,
um
mich in die Hölle zu führen, sie mich niemals dort
binden können, wo ich meine Bußwerkzeuge getragen
habe. All dies schreibe ich im Gehorsam. (1. April 1922)
Josefa
beschreibt auch die Selbstanklagen
der
Verdammten. »Manche schreien wegen der furchtbaren
Schmerzen an ihren Händen. Ich glaube, daß sie
gestohlen haben; denn sie sagen: “Wo ist das
geblieben, was du weggenommen hast? Ihr verfluchten Hände!
Warum wollte ich haben, was mir nicht gehörte, da ich
es ja doch nicht länger als ein paar Tage behalten
konnte?” Andere beschuldigen ihre Zunge, ihre Augen,
jeder klagt das an, was die Ursache seiner Sünde war:
“Den Genuß, den du dir gegönnt hast, mußt du jetzt
teuer bezahlen, mein Leib! Du hast es so gewollt!”
(2.
April 1922)
Mir
scheint, daß die Seelen
sich vor allem der Sünden gegen die Reinheit, der
Diebstähle und unredlichen Geschäfte anklagen und daß
die meisten deswegen verdammt sind. (6. April 1922)
Ich
habe viele Weltleute
in diesen Abgrund stürzen sehen, und man kann weder
beschreiben noch verstehen, was für einen Schrei sie
ausstießen und wie furchtbar sie dann heulten: “Auf
ewig verdammt!... Ich habe mich getäuscht. Ich bin
verloren. Ich bin auf immer hier. Es gibt keine Rettung
mehr! Sei auch du verdammt!”
Alle
klagten die Ursache ihres Verderbens an: die einen
bestimmte Menschen, andere einen gewissen Umstand.
(September 1922)
Heute
sah ich viele Seelen in die Hölle stürzen.
Ich
glaube, es waren Weltleute. Der Satan schrie:
“Jetzt
ist die Welt mir verfallen. Ich kenne nun das beste
Mittel, um die Seelen zu packen: man braucht nur ihre
Genußsucht zu reizen. Nein!.. Das “Ich” zuerst...
das will ich vor allem andern! Nur keine Demut! Genießen!...
Das sichert mir den Sieg. Dadurch stürzen sie in Massen
hier hinab!” (4. Okt.)
Ich
hörte, wie der Teufel,
dem eine Seele entronnen war, sich gezwungen sah, seine
Ohnmacht zu bekennen: “Schande! Schande! Warum
entkommen mir so viele Seelen? Sie waren mein (und er zählte
ihre Sünden auf). Ich mühe mich rastlos, und sie
entkommen mir doch, weil jemand für sie leidet und sühnt!”
(15. Januar 1923)
Heute
nacht war ich nicht in der Hölle,
aber ich wurde an einen Ort gebracht, wo kein Licht war;
nur in der Mitte glühte eine Art rotes Feuer. Ich lag
gefesselt, ohne die geringste Bewegung machen zu können.
Rings um mich her waren sieben oder acht Wesen; ihre
schwarzen Leiber waren nur von dem Widerschein des
Feuers beleuchtet. Sie saßen und redeten. Einer
sagte:
“Wir müssen sehr vorsichtig sein, damit man uns nicht
erkennt, denn wir könnten leicht entdeckt werden.”
Satan
antwortete:
,Ihr könnt durch die Gleichgültigkeit eindringen...
Ja, ich glaube, wenn ihr euch so verbergt, daß sie euch
nicht erkennen, könnt ihr sie gegen das Gute und das Böse
gleichgültig stimmen. Nach und nach könnt ihr dann
ihren Willen zum Bösen geneigt machen.
Verführt
die anderen zum Ehrgeiz,
damit sie nur noch ihren Vorteil und die Vermehrung
ihres Reichtums suchen, ohne sich darum zu kümmern, ob
es rechtmäßig sei oder nicht.
In
jenen erweckt die Vergnügungssucht
und Fleischeslust. Sie sollen im Laster verblendet
werden!” (Hier gebrauchte er gemeine Ausdrücke.)
Und
noch jene anderen... Ihr wißt, wohin ihre Herzen
neigen. Nur zu !Vorwärts!
Entfacht
in ihnen die Liebe, die Leidenschaft!
Macht eure Sache gut, ohne Rast, ohne Gnade und
Barmherzigkeit. Wir müssen die Welt verderben. Und daß
mir diese Seelen nicht entkommen!”
Die
andern antworteten von Zeit zu Zeit: Wir sind deine
Sklaven. Wir wollen rastlos arbeiten. Ja, viele kämpfen
gegen uns. Aber wir wollen Tag und Nacht unaufhörlich
arbeiten. Wir erkennen deine Macht an”, usw... So
redeten sie alle. Und jener, der, wie ich glaube, Satan
selber war, sagte schauerliche Worte. Ich hörte in der
Ferne Geräusche wie von Bechern oder Gläsern, und er
schrie:
Laßt
sie nur schlemmen!..
Dann
haben wir gewonnenes Spiel. Sie sollen ihr Gelage weiter
halten, sie, die so sehr auf ihren Genuß bedacht sind.
So kommt ihr ihnen leicht bei!”
Er
sagte dann noch Dinge, die zu furchtbar sind, als daß
man sie aussprechen oder niederschreiben könnte. Darauf
verschwanden sie, als ob sie vom Qualm verschlungen
wurden.«(3. Februar 1923)
Der
Teufel schrie vor Wut, weil eine Seele ihm entging:
“Jagt ihr Angst ein! Bringt sie zur Verzweiflung! Ha,
wenn sie auf die Barmherzigkeit dieses...
(und er lästerte den Herrn) vertraut,
dann habe ich sie verloren!
Doch nein! Erfüllt sie mit Furcht! Laßt sie keinen
Augenblick in Ruhe, und vor allem: bringt sie zur
Verzweiflung.”
Da
durchdrang ein Wutschrei die ganze Hölle, und als der
Satan mich aus diesem Abgrund hinauswarf, drohte er mir
immer weiter. Unter anderem sagte er:
“Ist's
möglich? Ist es wirklich wahr, daß schwache Geschöpfe
mehr können als ich in all meiner Macht? Aber ich will
mich verbergen, um unbeachtet zu bleiben. Der kleinste
Winkel genügt mir, um die Versuchung dorthin zu
bringen: hinter ein Ohr, zwischen die Seiten eines
Buches, unter ein Bett. Manche achten nicht auf mich,
aber ich rede, rede... und am Ende bleiben doch ein paar
Worte hängen. Ja, ich werde mich da verbergen, wo man
mich nicht entdeckt.«< (7.-8. Februar 1923)
Josefa
nach ihrer Rückkehr aus der Hölle:
»Ich
sah mehrere Seelen hinabstürzen, darunter ein fünfzehnjähriges
Mädchen, das seinen Eltern fluchte, weil sie es nicht
in der Furcht Gottes erzogen und nicht gelehrt hatten,
daß es eine Hölle gibt. Das Mädchen sagte, sein
Leben, obgleich es so kurz war, sei voll von Sünden
gewesen; denn es habe seinen Sinnen, seinen
Leidenschaften jegliche Lust gewährt. Es klagte sich
vor allem darüber an, schlechte Bücher gelesen zu
haben...« (22. März 1923)
Ferner
schreibt sie:
»
...Da waren Seelen, die verfluchten den Ruf Gottes, den
sie einmal gehört und nicht befolgt hätten..., weil
sie nicht unbekannt und abgetötet leben wollten... (18.
März 1922)
Einmal,
als ich in der Hölle war,
sah ich viele Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen,
die verfluchten ihre Gelübde, ihren Orden und alles,
was ihnen das Licht und die Gnade hätte geben können,
die sie verloren haben.
Ich
sah auch geistliche Würdenträger.
Einer warf sich vor, die Güter, die ihm nicht gehörten,
mißbraucht zu haben... (28. September 1922)
Da
waren Priester, die verfluchten ihre Zunge,
welche die Wandlungsworte gesprochen; ihre Finger, die
den Leib des Herrn berührt, die Lossprechungen, die sie
andern erteilt hatten, ohne daß sie es verstanden, ihre
eigene Seele zu retten; die Gelegenheit zur Sünde, die
sie zum Sturz in die Hölle brachte. (6. April 1922)
Ein
Priester sagte:
Ich habe mich von Gift genährt; denn ich habe das Geld
verausgabt, das mir nicht gehörte, und er beschuldigte
sich, Meßstipendien verwendet zu haben, ohne die Messen
zu lesen.
Ein
anderer sagte, er habe einer Geheimgesellschaft angehört,
in der er Kirche und Religion verraten und für Geld
furchtbare Gotteslästerungen und Sakrilegien ermöglicht
habe.
Ein
anderer sagte,
er sei verdammt, weil er sündhaften Vorführungen
beigewohnt hätte. Danach hätte er nicht das heilige Meßopfer
darbringen dürfen. Aber er hätte es getan und sieben
Jahre lang so gelebt.«
Josefa
bemerkt,
daß die meisten der verdammten Priester und Ordensleute
sich furchtbarer Sünden gegen die Keuschheit anklagen;
ferner Sünden gegen das Gelübde der Armut, des
unerlaubten Gebrauches der Ordensgüter, ernster
Verfehlungen gegen die Nächstenliebe (Eifersucht,
Rachsucht, Haß usw.), der Nachlässigkeit und Lauheit,
der Bequemlichkeit, der sie nachgegeben und die sie zu
schweren Sünden geführt hätte; der schlechten
Beichten aus Men-schenfurcht, Mangel an Mut und
Ehrlichkeit u.s.w.
Im
folgenden
wird der vollständige Wortlaut von Schwester Josefas
Aufzeichnungen über die »Hölle der gottgeweihten
Seelen«vom 4. September 1922 wiedergegeben:
»An
diesem Tage hatte ich über das besondere Gericht der
gottgeweihten Seelen betrachtet. Ich konnte von diesen
Gedanken nicht loskommen, obgleich sie mich so bedrückten.
Plötzlich fühlte ich mich gefesselt und von einer so
schweren Last überwältigt, daß ich mit größerer
Klarheit denn je erkannte, was es um die Heiligkeit
Gottes ist und wie sehr Er die Sünde verabscheut.
In
einem blitzartigen Aufleuchten sah ich mein ganzes Leben
vor mir, angefangen von meiner ersten Beichte bis zum
heutigen Tag. Alles war mir gegenwärtig: meine Sünden,
die Gnadenerweise Gottes, der Tag meines Eintritts ins
Kloster, meine Einkleidung, meine Gelübdeablegung, die
geistlichen Lesungen und Unterweisungen, die Ratschläge,
die guten Anregungen, alle Hilfe, die ich in meinem
Ordensleben empfangen hatte. Man kann nicht beschreiben,
welch furchtbare Verwirrung die Seele in diesem
Augenblick empfindet: ,Jetzt ist alles vorbei. Ich bin
auf immer verloren.”
(Josefa
beschuldigt sich selbst keiner einzigen Sünde, die sie
in die Hölle hätte stürzen können. Der Herr will
nur, daß sie deren schreckliche Folgen an sich erfährt,
als habe sie diese tatsächlich verdient.)
Im
gleichen Augenblick
befand ich mich in der Hölle, ohne jedoch
hinuntergezogen worden zu sein wie sonst immer. Die
Seele stürzt sich von selbst hinab; sie wirft sich
hinab, als wolle sie vor Gottes Angesicht verschwinden,
um Ihn hassen und verfluchen zu können.
Meine
Seele versenkte sich in einen Abgrund
von unermeßlicher Tiefe. Sofort hörte ich andere
Seelen frohlocken, da sie mich in diesen gleichen Peinen
sahen. Es ist ein Martyrium, diese furchtbaren Schreie
zu hören; aber ich glaube, daß nichts mit der Qual der
Seele verglichen werden kann, die nach Verwünschungen dürstet,
und je mehr sie flucht, desto mehr steigert sich dieser
Durst! So etwas hatte ich noch nie erfahren. Bisher
wurde meine Seele bei den furchtbaren Gotteslästerungen
von Schmerz erfüllt, wenngleich sie selbst auch keinen
Akt der Liebe erwecken mochte. Aber heute war es das
Gegenteil.
Ich
sah die Hölle wie immer:
die
langen Gänge, die Höhlungen, das Feuer. Ich hörte
dieselben Seelen schreien, Gott lästern; denn - ich
habe es schon mehrmals geschrieben - obgleich man keine
körperlichen Formen sieht, fühlt man doch die
Schmerzen, als hätte man einen Leib, und man erkennt
die Seelen. Die einen schreien: “Oh, da bist du ja! So
wie wir! Wir waren frei, die Gelübde abzulegen oder
nicht! Aber jetzt!...” und sie verfluchten ihre Gelübde.
Dann
wurde ich
in eine gluterfüllte Höhlung gestoßen und wie
zwischen brennende Bretter zusammengepreßt. Es war, als
drängen rotglühende Eisenspitzen in meinen Körper. Es
kam mir vor, als wollte man mir die Zunge ausreißen,
ohne es zu können; das verursachte mir fast unerträgliche
Schmerzen. Die Augen scheinen aus den Höhlen zu treten,
ich glaube, weil das Feuer sie so sehr brennt. Kein
einziger Fingernagel bleibt von den entsetzlichsten
Schmerzen verschont. Man kann kein Glied rühren, noch
seine Lage verändern, um sich Erleichterung zu
verschaffen, denn der Körper ist wie zusammengepreßt
und gekrümmt. In den Ohren gellen Verzweiflungsschreie,
die keinen Augenblick nachlassen. Ein ekelerregender, übler
Geruch erfüllt alles und benimmt einem den Atem; es
ist, als ob verwesendes Fleisch mit Pech und Schwefel
verbrenne; das heißt, man kann diesen Geruch eigentlich
mit gar nichts in der Welt vergleichen.
Das
alles habe ich empfunden wie früher auch,
und obgleich diese Qualen furchtbar sind, wären sie
nichts ohne die Seelenpein. Aber die Seele leidet auf
unaussprechliche Weise. Wenn ich bisher in die Hölle
hinabgestiegen war, hatte ich unsagbar gelitten, weil
ich glaubte, aus dem Kloster ausgetreten und dafür
verdammt zu sein. Aber diesmal nicht. Ich war in der Hölle
mit einem besonderen Merkmal als Ordensfrau, mit dem
Merkmal einer Seele, die ihren Gott gekannt und geliebt
hat, und ich sah bei anderen Seelen dasselbe Zeichen.
Ich könnte nicht sagen, woran man es erkennt,
vielleicht daran, daß die andern Verdammten und die
Teufel sie besonders lästern... auch viele Priester!
Ich kann nicht erklären, worin dieses Leiden bestand,
das ganz anders war als das, was ich früher empfunden
hatte. Denn wenn schon die Seelenqual eines Weltmenschen
furchtbar ist, so ist sie doch nichts im Vergleich mit
dem Leiden einer gottgeweihten Seele. Unaufhörlich prägen
sie die drei Worte: “Armut,
Keuschheit, Gehorsam”
wie ein nagender Gewissensbiß der Seele ein.
Armut!
Du warst frei, und du hast sie gelobt. Warum hast du
dir dann solches Wohlleben verschafft? Warum bist du so
anhänglich an jene Dinge geblieben, die dir nicht gehörten?
Warum hast du deinem Leib jene Bequemlichkeit gewährt?
Warum hast du dir die Freiheit herausgenommen, über
Dinge zu verfügen, die das Gut der Ordensgemeinde
waren? Wußtest du nicht, daß du keinerlei Besitzrecht
mehr hattest? daß du selbst aus freien Stücken darauf
verzichtet hattest? Warum dieses Murren, wenn dir etwas
fehlte oder wenn du glaubtest, weniger gut behandelt zu
werden als die andern?... Warum?
Keuschheit!
Du
selbst hast das Gelübde der Keuschheit freiwillig
abgelegt und wußtest genau, was es erforderte. Du
selbst hast dich verpflichtet. Du selbst hast es
gewollt.. . Und dann ?Wie hast du es gehalten? Und beständig
antwortet die Seele in unaussprechlicher Pein: “Ja,
ich habe dieses Gelübde gemacht, und ich war frei. Ich
hätte es nicht ablegen brauchen. Aber ich habe es
getan, und ich war frei!”
Die
Qual, die diese Gewissensbisse und die Schmähungen der
übrigen Verdammten verursachen, läßt sich nicht mit
Worten schildern !
Gehorsam!
Du selbst hast dich freiwillig verpflich-tet, deiner
Ordensregel und deinen Obern zu gehorchen. Warum also
hast du das abgeurteilt, was man dir auftrug ? Warum
warst du den Ordens-bräuchen nicht treu? Warum hast du
dich dieser Verpflichtung des gemeinsamen Lebens
entzogen? Erinnere dich an das süße Joch deiner
heiligen Regel. Und du hast es nicht tragen wollen!
“Und jetzt mußt du uns gehorchen”, heulen die
teuflischen Stimmen, ,nicht nur einen Tag, nicht nur ein
Jahr, nicht nur ein Jahrhundert, nein, immer, für die
ganze Ewigkeit! “Du hast es so gewollt. Du warst
frei!”
Die
Seele verliert keinen Augenblick das Bewußtsein,
daß sie einst Gott zu ihrem Bräutigam erwählt hat, daß
sie Ihn über alles geliebt und um Seinetwillen auch den
vielen erlaubten Freuden und allem, was ihr auf Erden
das Liebste war, entsagt und zu Beginn ihres
Ordenslebens die Süßigkeit, Kraft und Reinheit der
Gottesliebe verkostet hat. Jetzt muß sie ihren Herrn
und Gott, Den sie erwählt hatte, um Ihn zu lieben, um
einer ungeordneten Leidenschaft willen in alle Ewigkeit
hassen!
Dieses
Hassen - müssen ist ein Durst,
der
sie verzehrt... Keine Erinnerung, keine Vorstellung kann
ihr die geringste Erleichterung verschaffen. Ihre
Schande bereitet ihr eine der größten Qualen. Es ist,
als schrien alle Verdammten, die sie umringen, ständig
auf sie ein: “Was Wunder, daß wir verloren sind? Wir
hatten nicht die gleichen Hilfsmittel wie du! Aber was
hat dir gefehlt? Du hast im Hause des Königs gelebt...
und am Mahl der Auserwählten teilgenommen.”
Alles,
was ich schreibe, ist nur ein Schatten, verglichen mit
dem, was die Seele leidet. Denn es gibt keine Worte für
solche Qualen. (4. Sept.)
Wenn
Sie mehr über Schwester Josefa Menendez wissen
möchten. Hier
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