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 Das Weihwasser im Glauben der Kirche

   
   





  

Interview mit Pater Bernhard Kunst übers Weihwasser

Im Namen

des Vaters, der mich erschaffen hat,

des Sohnes, der mich erlöst hat,

des Heiligen Geistes, der mich geheiligt hat.

Bei uns am verbreitesten sind Haussegnungen, Segnung des Viehs, Fahrzeugsegnung, Segnung von Kerzen und religiösen Gegenständen sowie Kräutersegnung. Besondere Wertschätzung erfahren bei uns das Dreikönigswasser und das Osterwasser.

Das Weihwasserbecken in der Kirche

Beim Betreten einer katholischen Kirche treffen wir sogleich ein Becken mit Weihwasser an.
Mit “heiligem Wasser” benetzen wir im Kreuzzeichen Stirn und Brust, Schulter und Schulter. Dabei bedenken wir, dass wir im Wasser getauft wurden und auch oder gerade als Christen immer wieder der Läuterung bedürfen. So kann das Eintauchen der Fingerspitzen in das Weihwasserbecken mehr werden als nur ein gedankenlos geübter Brauch.

 

Das Weihwassergefäss im Haus

Auch zuhause haben viele Menschen Weihwassergefässe, um sich oder andere mit geweihtem Wasser bezeichnen zu können. Manche Christen nehmen das Weihwasser, bevor sie das Haus verlassen.

In bestimmten Familien ist es Brauch, dass Eltern ihre Kinder mit Weihwasser segnen, wenn diese auf längere Zeit, z.B. für eine Reise, Abschied nehmen.

In manchen Klöstern der alten Orden segnet der Abt die Mönche nach dem Abendgebet einzeln mit Weihwasser.

 

Weihwasser – ein heiliges Zeichen, ein beruhigendes und stärkendes Ritual

Der heilige Franz von Assisi preist in seinem “Sonnengesang” das Wasser mit den Worten:

“Lob sei dir, mein Herr, durch Schwester Wasser.

Sehr nützlich ist sie, demütig, kostbar und rein.”

Ja, das Wasser ist rein und schlicht, es läutert und erfrischt.

In unserem Leben und in unserer Welt begegnen wir oft genug Gegenteiligem: Schmutz, Unlauterkeit, Last und Verwirrung.

Es gibt auch Unheimliches und Bedrohliches.

Da tut es gut, durch die schlichte äussere Geste des Kreuzzeichens mit Weihwasser oder durch das Aussprengen von geweihtem Wasser gleichsam einzutauchen in die Welt des Ursprünglichen, Unverbrauchten, Göttllichen, “damit ich nicht mit allen Wassern gewaschen bin”. Es befreit und beruhigt, den Tag mit allem, was er mit sich brachte, mit einer schönen und wohltuenden Geste zu beschliessen. Es erweist sich als ein wahrhaft heilsames Ritual, sich oder andere Menschen vertrauensvoll mit Weihwasser zu bekreuzigen oder zu bezeichnen …  

Ich giesse reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein.

Ich reinige euch von aller Unreinheit.

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. (Ez 36,25-26a)

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Weihwasser - für die Armen Seelen im Fegfeuer

Eine weitere Armenseelenhiffe ist auch das Weihwasser, dieses "allerbeste Gnadenwasser zur Abwaschung der Sündenstrafen", wie es die gottselige Maria Anna Lindmayr (1657-1726) genannt hat.

Das Sakramentale des geweihten Wassers ist dank der kirchlichen Weihe wahrlich ein kühlender Tau für die "brennenden" Seelen, weil es Heilskraft besitzt und nach dem Maß deines Vertrauens wirksam werden darf. Besuche darum gern den Friedhof und sprenge auf das Grab deiner Lieben (im Geist auch auf alle anderen Gräber) ein paar Tropfen Weihwasser.

"Dieses Wasser und das Kostbare Blut komme allen Armen Seelen zugut."

Wenn du täglich dich selbst und deine lebenden Angehörigen mit Weihwasser segnest, dann laß bitte auch die lieben Armen Seelen im Fegfeuer daran teilhaben. Schenk auch ihnen ein Tröpflein Weihwasser!

 

Interview mit Pater Bernhard Kunst übers Weihwasser

INHALTSVERZEICHNIS:

Vorwort 

Dieses Keine Büchlein

Das Weihwasser im Glauben der Kirche 

Die Sakramentalien 

Die Wirkung des Weihwassers 

Erfahrungen mit dem Weihwasser 

Der Hilferuf eines Bürgermeisters

Die schlechte Wasserqualität

Die besondere Bedeutung des exorzierten Wassers

Gesundbrunnen für die Rinder 

Das „auferstandene" Maisfeld

Das kranke Kalb

Strahlungsfrei

Der gebrochene Arm

Ein plötzlicher Gesinnungswandel

Das Segnen der Felder

Erlösung von Nierenkolik

Die „Heilung" der Waschmaschine

Hilfe im Streit

Der „gehorsame" Bienenschwarm 

Schutz im Hagelsturm

Weihwasser als Standardausrüstung 

Heilung von bösartigem Krebs

Das „gefallene" Baby

Hilfe beim Kalben

Der verfluchte Acker

Das „reparierte" Auto

Weitere Literatur

Vorwort

Die Kirche gebraucht das Weihwasser bei allen ihren Segnungen und Weihungen. Es zählt zu den Sakramentalien und wurde bereits in der urchristlichen Zeit verwendet. Das Weihwasser erinnert uns an die Taufe, wodurch wir von der Erbsünde gereinigt, ein Kind Gottes und ein Mitglied der heiligen, römisch­katholischen Kirche geworden sind. Wir sollten darum auch jedes Mal Weihwasser nehmen, bevor wir in die Kirche hinein gehen, um mit einem gereinigten Herzen dem Gottesdienst beiwohnen zu können. Jedes Mal wenn wir Weihwasser nehmen, werden wir von lässlichen Sünden gereinigt und gewinnen einen Teilablass. Früher besprengte man auch die Felder, die Fluren, die Menschen und die Tiere mit Weihwasser, gab es auch den Kranken zum Trinken und wusch damit die kranken Stellen an ihrem Körper. Das Weihwasser war so ein Zeichen der Hilfe und des Segens Gottes, sowie auch ein wirksamer Schutz gegen alle bösen Mächte, Kräfte und Gewalten. Deswegen sollte man das Weihwasser auch beim Aufstehen oder wenn wir zu Bett gehen nehmen, als auch beim Verlassen der Wohnung. Infolge der Wirkkraft des geweihten Wassers, das im Namen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit gebraucht wurde, verwendete man es auch zu den Exorzismen, so wie auch für die Besprengung der Toten und ihrer Gräber am Friedhof. Denn aus Privatoffenbarungen wissen wir, wie den Armen Seelen im Fegefeuer durch das Weihwasser große Hilfe, Reinigung, Erquickung und großer Trost zuteil wird.

Die Kirchengeschichte erzählt uns auch Beispiele, dass kranke Menschen und Tiere durch das Weihwasser oft wunderbar geheilt wurden. Gebrauchen wir darum das Weihwasser selbst mit großem Glauben und Vertrauen, damit auch wir die Wirkkraft des Segens, die Hilfe und den Schutz Gottes durch das Weihwasser erfahren dürfen.

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Dieses kleine Büchlein
ist aus einem Interview entstanden, das Pater Bernhard Kunst, O.S.B, den Autoren - Mag. Ingeborg Obereder (Psychotherapeutin) und Dir. Dipl. Ing. Horst Obereder - am 10. Jänner 2006 gegeben hat. Es werden darin Berichte vom Gebrauch und der Wirkkraft des Weihwassers zur Ehre und zum Lobpreis Gottes sowie zur Stärkung des Glaubens erzählt. Es handelt sich um keine wissenschaftlichen Dokumentationen, sondern um Zeugnisse, die den Glauben des Lesers festigen sollen. Manche Personen, die eine Erfahrung mit dem Weihwasser hatten, wollen in der Anonymität bleiben, andere haben Angst, nicht ernst genommen zu werden oder als altmodisch zu gelten; wieder andere finden nicht den Mut zum öffentlichen Zeugnis. Aber das heilbringende Wirken Gottes soll und muss bezeugt werden. Eine Frau die von ihrer Schuppenflechte geheilt worden war, hörte die Stimme Gottes: „Und dass du das zur Ehre Gottes auch sagst!". Dieser Auftrag stimmt mit der Heiligen Schrift über ein und entspricht daher dem Willen Gottes. 

Spital am Pyhrn, 19. März 2006  © Ingeborg & Horst Obereder.

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Das Weihwasser im Glauben der Kirche

Die Sakramentalien

Die Sakramentalien nehmen in der Volksfrömmigkeit auch heute noch einen besonderen Platz ein. Jeder Getaufte ist dazu berufen, ein „Segen" zu sein und zu segnen. Daher können auch Laien gewisse Segnungen vornehmen, z. B. Personen oder Gegenstände mit geweihtem Wasser besprengen und dazu passende Gebete sprechen. Die Weihe des Wassers ist allerdings dem geweihten Amt vorbehalten.

Der Katechismus der Katholischen Kirche widmet den Sakramentalien, zu denen auch das Weihwasser gehört, die Nummern 1667 bis 1673. Im Kompendium werden die Sakramentalien im Punkt 351 beschrieben. In diesen kirchlichen Texten lesen   wir   sinngemäß,   dass   die   Sakramentalien „heilige Zeichen" sind,  durch die die Menschen bereitet   werden,   „die   eigentliche   Wirkung   der Sakramente     aufzunehmen". Diese     Wirkungen werden kraft der Fürbitte der Kirche erlangt. Die Sakramentalien „enthalten ein Gebet, das vom Kreuzzeichen und anderen Zeichen begleitet wird". Beim Weihwasser sind dies das Kreuzzeichen und die Besprengung mit Wasser. Beides soll uns an die Taufe erinnern.

Die Sakramentalien verleihen die Gnade des Heiligen Geistes durch das Gebet der Kirche. Es geht letztlich darum, den Menschen zu heiligen und Gott zu loben. Denn jede Segnung ist ein Lobpreis Gottes und ein Gebet um seine Gaben. Paulus schreibt: In Christus sind die Christen „mit allem Segen seines Geistes gesegnet" (Eph 1,3).

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Die Wirkung des Weihwassers

Wer sich die Mühe macht und alte fromme Erzählungen durchstöbert oder Heiligenbiografien liest, der wird immer wieder darauf stoßen, dass Gott nach der Segnung mit geweihtem Wasser vielen Menschen Heil und Heilung an Leib und Seele geschenkt, Häuser und Gegenstände vor Unheil geschützt hat. Es kann doch wohl nicht nur ein abergläubischer Brauch sein, dass viele Landwirte auch heute noch geweihte Palmbuschen mitten auf ihr Feld stellen, um den Segen Gottes herabzuflehen. Bei jeder Weihe von Personen oder Segnung von Gegenständen, werden diese mit Weihwasser besprengt. Das geweihte Wasser aber erinnert uns an die Taufe, die ein Sieg des Lichtes über die Mächte der Finsternis ist. Wie die Taufe mit dem Wasser eine Heilung der Seele von innen her bewirkt, so können auch Segnungen mit dem Wasser Menschen, Tiere, Gegenstände und selbst ganze Gebiete vom Bösen befreien. In einem vergriffenen Büchlein „Schütze und segne Dich und die Deinen mit Weihwasser" schreibt der Segenspfarrer Alfons Maria Weigl: „Die Wirkung des Weihwassers beruht auf zweierlei:

1. Im Weihegebet der Kirche. Die Kirche erfleht die reinigende und schützende, die heilende und heiligende Kraft des Weihwassers durch ein besonderes Beschwörungs- und Bittgebet und stellt sie symbolisch dar durch die Vermischung von geweihtem Salz und dem zu weihenden Wasser. Diese Vermischung geschieht im Namen der drei göttlichen Personen mit einem heiligen Kreuzzeichen. Dadurch wird angeordnet, dass alle reinigende und heiligende Kraft sowie die gewünschten besonderen Wirkungen des geweihten Wassers vom Dreieinigen erwartet werden, und zwar durch die Verdienste des gekreuzigten Heilands, dessen Zeichen, das Kreuz, die Kirche so oft gebraucht. Ja, Herr, Du selbst bist es, der Du in Deiner heiligen Kirche gnadenvoll wirksam bist; Du, der Allmächtige und Barmherzige; Du der Erbarmende und Gütige.

2. Die Wirkung des Weihwassers liegt aber auch im Glauben und Vertrauen jedes einzelnen Christen begründet; denn jedes Sakramentale wirkt auf Grund der Seelenverfassung des Spenders und Empfängers (ex opere operantis). Von entscheidender Wichtigkeit sind darum der Glaube des Spenders und der Glaube des Empfängers. Hier gilt, was der Heiland sagt: ,Wie du geglaubt hast, bist du geheilt.' Es kommt also auf unser Dazutun sehr viel an." Imprimatur: Regensburg, 3.10.1960.  J. Baldauf,

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Erfahrungen mit dem Weihwasser

Der Hilferuf eines Bürgermeisters

Meine Erfahrungen mit dem Weihwasser haben mit einem Bürgermeister aus dem Mühlviertel begonnen. Eines Tages tauchte er bei mir in Aichkirchen auf und erzählte mir, dass er in seinem Stall immer wieder Unglück mit seinen Tieren hat; Kühe werden nicht trächtig oder sie verwerfen. „Was soll ich denn tun?", hat er mich gefragt. Ich habe ihm gesagt: „Ich glaube, da kann nichts anderes helfen, als Weihwasser, das mit Exorzismus geweiht ist. Durch die Kraft Gottes, die in diesem Weihwasser wirkt und durch das Gebet kann alles Schädigende, alles Negative von dem Stall weichen." So hat sich der Bürgermeister einen ganzen Kanister voll Weihwasser mit nach Hause genommen. In den Stall hat er dann ein großes Weihwasserbecken gehängt. Immer, wenn er in den Stall ging, besprengt er seine Tiere mit Weihwasser und bat Gott, seine Tiere gesund zu erhalten: 

„Im Namen Gottes, bleibt gesund!", sagte er. Und siehe da! Der Bürgermeister, der immer Tausende Schillinge für den Tierarzt ausgegeben hatte, musste seit dieser Zeit kein einziges Mal in die Tasche greifen - durch die Wirkung des Weihwassers und das Gebet! Dies war die erste, außergewöhnliche Wirkung, die mir durch den Gebrauch des Weihwassers bekannt wurde.

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Die schlechte Wasserqualität

Derselbe Bürgermeister hat mir auch Folgendes erzählt: Von der Bezirkshauptmannschaft war ein Team unterwegs, das in seiner Gemeinde die Brunnen, die nicht an die Wasserleitung angeschlossen waren, überprüfen mussten. Es hat sich so ergeben, dass sie beim Bürgermeister mit der Qualitätsuntersuchung begonnen haben. Nach der Auswertung der Probe haben die Männer gesagt: „Herr Bürgermeister, Sie haben eine furchtbar schlechte Wasserqualität! Sie müssten eigentlich alle krank sein, der Nitratgehalt ist viel zu hoch!" „Wir sind eh alle krank!", hat der Bürgermeister erwidert. „Na, da haben Sie es", erwiderten die Prüfer, „ihren Brunnen müssen wir sperren, wir können ja nicht verantworten, dass alle krank sind!" Nachdem die Probe beim Bürgermeister gezogen war, prüfte das Team die anderen Brunnen in der Gemeinde und kam am Ende wieder zum Bürgermeister, um sich abzumelden. „Herr Bürgermeister, wir sind jetzt durch ihre Gemeinde durch, wir melden uns bei Ihnen ab." Da bat der Bürgermeister die Männer: „Bitte meine Herren, messt mir noch einmal meine Wasserqualität." Dies antworteten: „Herr Bürgermeister, das ist nicht notwendig, wir haben so exakte Messgeräte, dass die erste Probe mit der zweiten ganz genau übereinstimmen wird." Der Bürgermeister aber ließ nicht locker: „Bitte meine Herren, ziehen Sie eine neue Probe. Nach der Messung verrate ich ihnen was!" „Na ja, Herr Bürgermeister", sagten die Männer, „aber gerne tun wir es nicht!" Nachdem das Team nochmals die Wasserqualität bestimmt hatte, waren die Männer verwundert: „Herr Bürgermeister, sagen Sie, was ist mit Ihrem Wasser passiert? Sie haben jetzt um 12 Grade eine bessere Wasserqualität als zuvor.

Das gibt es doch nicht! Unsere Geräte lügen doch nicht!" Darauf der Bürgermeister: „Ja, meine Herren, wenn Sie etwas glauben würden, dann würde ich Ihnen etwas sagen." Aus Neugierde sagten die Prüfer: „Ja, Herr Bürgermeister, wir glauben schon, wir glauben." Nun erzählte der Bürgermeister: „Während Sie durch meine Gemeinde durchgezogen sind, um die Brunnen zu prüfen, tat ich Folgendes: Ich hatte nur mehr 1/4 l Weihwasser von Aichkirchen. Dieses Weihwasser habe ich in den Brunnen geschüttet und habe gebetet:

,Herrgott, durch die Kraft, die im Weihwasser

wirkt, kannst du es bewirken, dass wir eine

bessere Wasserqualität bekommen.'

Und das ist mein Geheimnis!" Darauf haben die Männer erstaunt gesagt: „Es gibt doch etwas zwischen Himmel und Erde, was wir uns nicht erklären können. Wir können Ihnen nur gratulieren zu Ihrer so guten Wasserqualität, denn Sie haben jetzt bestes Trinkwasser!"

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Die besondere Bedeutung des exorzierten Wassers

Die Ereignisse vom Mühlviertel haben sich natürlich herumgesprochen. Plötzlich wusste man, dass das Weihwasser im Stall helfen kann und sogar fähig ist, die Wasserqualität zu verbessern. Auch andere haben - wie  der Bürgermeister - Weihwasser  in  ihre Brunnen gegossen und genauso beste Wasserqualität erhalten. Einem Bauern in unserer Nähe, der eine Straußenfarm hatte, wollte man auch den Brunnen schließen. Auch er goss Weihwasser unter Gebet in den Brunnen und siehe da, als das Wasser wieder geprüft wurde, hatte es beste Trinkwasserqualität. Das ist natürlich kein Automatismus. Man muss das Weihwasser mit Vertrauen und dem Glauben gebrauchen, dass in diesem Wasser die Kraft Gottes wirkt. Und schließlich kann ich Gott nicht „zwingen", ein Wunder zu wirken, es ist immer eine demütige Bitte.

 

Nach    meiner    Erfahrung    gibt    es    aber    einen Unterschied  auch  in der Qualität des  geweihten Wassers. Vielfach wird das Wasser nur kurz und oberflächlich   geweiht.   Das   Wasser   wird   zum Andenken an die Taufe Jesu gesegnet, und Schluss aus. Wenn aber das Wasser zusätzlich mit einem Exorzismus gesegnet wird, dann betet ja der Priester unter anderem: „Ich segne dich und beschwöre dich, Wasser,   durch   den  lebendigen  Gott,   durch   den wahren Gott, durch den heiligen Gott, durch den allmächtigen Gott." In diesem exorzierten Wasser wirkt meiner Erfahrung nach die Kraft Gottes in besonderer Weise. Es ist daher notwendig, dass man beim Segnen ein Weihwasser gebraucht, das auch mit Exorzismus geweiht wurde.

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Gesundbrunnen für die Rinder

Ein Bauer aus der Oststeiermark hatte von unserem Krankengottesdienst in Niederthalheim gehört und kam angereist. Vor der Kirche stand ein großer Baum   und   rundherum   waren   viele   mit  Wasser gefüllte Flaschen und Kanister abgestellt. „Ja, was ist denn da los, seid Ihr ganz verrückt?", sagte der Bauer zu den Leuten. „Habt Ihr denn zu Hause   keine  Pfarrer,   die   euch   das  Weihwasser weihen?"  Da hat jemand  entgegnet:  „Wenn  du wüsstest,   wie   unser   Pfarrer   das   Weihwasser weiht, dann würdest du  auch von hier einen Kanister mitnehmen wollen". Der Bauer erwiderte: „Gut, dann gebt mir einen Kanister, ich werde ihn gut bezahlen!" Der Mann erwiderte: „Wenn du das Wasser zahlen willst, dann bekommst du überhaupt keines, denn ein Weihwasser, das geweiht ist, kann man   nicht   bezahlen!" „Ach so", hat   der Bauer gesagt, „aber ich hätte zu Hause auch gerne einen Kanister von dem guten Weihwasser." Irgendjemand von den Leuten hat nun dem Bauer einen Kanister Weihwasser geschenkt; das war im Herbst. Nach dem Krankengottesdienst fuhr der Bauer nach Hause. Im nächsten Frühjahr kam er als Reiseleiter mit einem Autobus voll Pilger angereist. Er ging auf mich zu und lud mich zum Mittagessen ein. Er sagte: „Herr Pater, ich muss Ihnen was vom Weihwasser erzählen. Ich habe hundert Stück Rinder und über den Winter habe ich immer mindestens 10.000 Schilling für den Tierarzt gebraucht. Seit dem Herbst letzten Jahres habe ich Ihr Weihwasser in den Stall gehängt, die Tiere immer wieder unter Gebet besprengt und seither habe ich nicht einen Schilling für den Tierarzt ausgeben müssen." Das Weihwasser war ein richtiger Gesundbrunnen für meine Rinder.

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Das „auferstandene" Maisfeld

„Dass die Rinder den Winter über gesund blieben, das könnte man auch dem Zufall zuschreiben", fuhr der Bauer fort. „Aber mir ist noch ganz was anderes passiert. Für so viele Rinder braucht man natürlich auch viel Futter. So habe ich einige Hektar Silomais angebaut. Unmittelbar vor der Ernte kam ein überaus großer Platzregen und Sturm daher. Der ganze Silomais wurde so umgelegt, als wäre eine Dampfwalze darüber gefahren. Ich habe geweint, wie ein kleines Kind! Ich habe nicht wie ich jetzt diesen Silomais ernten und in die Silos bringen soll. Wie immer ich mähe, es wird nicht gehen, entweder fahre ich über den Mais drüber oder die Mähmaschine erreicht die langen Stängel nicht. Aber dann habe ich mir gedacht: Jetzt kann ich nichts anderes tun als wieder Zuflucht zu nehmen zum Weihwasser. Die Kraft Gottes, die im Weihwasser wirkt, kann doch meinen Silomais wieder aufrichten, damit ich ihn ernten und einsilieren kann. Herr Pfarrer, ich sage Ihnen, wenn so ein Maisstängel einmal geknickt ist, dann können Sie einen Stock in den Acker schlagen und den Stängel daran anbinden, aber er wird trotzdem nicht mehr zusammenwachsen. Ein Maisstängel, der einmal geknickt war, bleibt geknickt, da kann man machen, was man will! Ich habe mir aber gedacht: ,Jetzt probier ich etwas.' Ich habe einen Kübel mit Weihwasser gefüllt, einen Malerpinsel genommen und bin zu meinem Acker gegangen. Ich habe den Acker umrundet, ihn mit Weihwasser besprengt und dabei gebetet: ,Herrgott, durch die Kraft, die im Weihwasser wirkt, lass den Silomais wieder aufstehen.' Ich habe mich aber, der Leute wegen nicht getraut, bei Tag zu gehen, denn die hätten sicher geglaubt, ich sei verrückt geworden. So bin ich bin in einer Vollmondnacht gegangen und  habe das Feld besprengt. Nächsten Tag bin ich frühmorgens mit pochendem Herzen zum Maisfeld gegangen. Als ich das Feld sah, wurde ich ganz bleich. gewusst, Der ganze, am Tag vorher geknickte Mais war aufgerichtet, die Stängel standen ,habt acht' wie Soldaten. Über Nacht war ein Wunder geschehen und so konnte ich den Silomais ernten und gut heimbringen. Darum lobe und preise ich Gott, den Herrn, der mir durch das Weihwasser so zu Hilfe gekommen ist."

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Das kranke Kalb

Derselbe Bauer hat mir noch eine dritte Geschichte erzählt. „Herr Pater, ich war einmal drei Tage auf Exerzitien und während dieser Zeit hat mein Sohn den Stall besorgt. Der hat natürlich meine Geschichte vom Weihwasser nicht geglaubt. Als er nun einen Tag den Stall besorgt hatte, erkrankte plötzlich ein Kalb. Mein Sohn hat sich nicht viel dabei gedacht und einmal zugewartet. Am zweiten Tag merkte er aber, dass sich das Kalb auf den Boden geworfen hatte, alle Viere von sich streckte und die Augen verdrehte. Jetzt bekam er die Panik und rief den Tierarzt an: ,Herr Doktor, kommen Sie bitte sehr schnell, denn bei uns wird ein Kalb hin!' Der Arzt hat zurückgefragt: ,Ja, wie schaut denn das Kalb aus?' Mein Sohn sagte: ,Ja es liegt halt da und hat die Augen ganz verdreht.' Der Tierarzt antwortete: ,Ja, ich glaube, da kann ich auch nicht helfen! Am besten ist es, das Kalb abzustechen.1 Während sie noch überlegten, was sie tun sollten, bin ich nach Hause gekommen. Ich habe sofort zum Weihwasser Zuflucht genommen und verlangt, dass man mir zwei Liter Weihwasser bringt. Wir haben dann dem lethargischen Kalb das Maul aufgesperrt und Weihwasser hineingeschüttet. Mit dem Rest haben wir das Kalb richtiggehend abgewaschen und dabei gebetet: ,Herr, durch die Kraft Gottes, die im Weihwasser wirkt, kannst du es bewirken, dass unser Kalb wieder gesund wird.' Dann haben wir weiter gebetet und gewartet, was passiert. Es dauert nicht lange. Auf einmal lag das Kalb auf allen vier Füßen, so wie halt ein Rind richtig liegt, wenn es sich niederlegt. Wir beteten weiter, auf einmal schüttelte sich das Kalb, als ob es etwas abwerfen würde. Am nächsten Tag stand es auf und war vollkommen gesund. Es ist gerettet worden durch die Kraft Gottes, die im Weihwasser wirkt,"

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Strahlungsfrei

Durch den Unfall von Tschernobyl waren in Oberösterreich die Johannesbeeren am stärksten verseucht. Herr F. hat mir den folgenden Bericht schriftlich gegeben. „Die Strahlenbelastung war nach dem Reaktorunfall sehr hoch; in Linz wurden 40 und in Grieskirchen 35 Einheiten gemessen. Der Grenzwert lag aber bei 4. Ich ließ zwei getrennte Proben aus einer Ernte im Strahlenlabor der Bundesheerkaserne St. Polten prüfen. Ich ging durch den Garten und besprengte diesen ganz allgemein mit Weihwasser. Dann pflückte ich Beeren für die erste Probe. Die Messung ergab dabei 0,2 Einheiten. Als zweite Probe wählte ich Beeren, die ich direkt mit Weihwasser besprengt hatte. Diese Früchte waren vollkommen strahlungsfrei! Der junge Soldat, der mein Treiben einigermaßen skeptisch beobachtete, die Beeren mitgenommen hatte und bei der Messung im Labor selbst anwesend war, hat sein Leben daraufhin völlig geändert. Er besucht wieder die Kirche, geht beichten und betet seither täglich den Rosenkranz."

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Der gebrochene Arm

Ein Mann hat in Mariazell einer Frau, die dort einen Stand betreibt, Weihwasser gebracht und ihr gesagt, dass dieses Weihwasser eine besondere Kraft habe. Um dies zu unterstreichen, erzählte er ihr, dass seine 12-jährige Tochter ganz dumm gestolpert war und sich dabei offensichtlich den Arm gebrochen hatte. Er wollte sofort mit ihr ins nächste Spital fahren, damit der Arm geschient und gegipst würde. „Nein, hat die Mutter gesagt, bevor wir in das Spital fahren, waschen wir den Arm mit Weihwasser noch fest ein. Dann wird sicherlich bald alles gut sein." Nun, nachdem sie den Arm mit Weihwasser gewaschen hatten, legten sie ihn in eine Schlinge und fuhren in das Krankenhaus. Der Arzt nahm den Arm aus der Schlinge und untersuchte ihn. Es dauerte nicht lange und er sagte zu dem Mädchen: „Mädel, dein Arm ist nicht gebrochen - probier einmal." Das Kind probiert zaghaft, aber es tat nichts mehr weh, der Arm war wie vorher. Diese Begebenheit hat sich in Mariazell sehr schnell herumgesprochen, so dass viele dieses Weihwasser, das mit Exorzismus geweiht wurde, haben wollten.

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Ein plötzlicher Gesinnungswandel

Einmal kam eine Frau aus Wels zu mir und erzählte mir eine wunderbare Weihwassergeschichte. Sie sagte: „Gegenüber von meiner Wohnung wohnt ein Ehepaar. Die Frau ist schon einige Male zu mir gekommen und hat sich bei mir ausgeweint. Sie war schon 30 Jahre verheiratet und ihr Mann wollte von der Kirche noch immer nichts wissen. Sie hat ihm immer wieder gut zugeredet. Sie hat ihn schließlich gebeten, dass er doch zum bevorstehenden 30. Jahrestag ihrer Hochzeit in die Kirche mitgehen wolle. ,Nein, du ,Betfunsen', ich will davon nichts wissen und nichts hören! Lass mich in Ruh!' Ich habe meiner Nachbarin gut zugeredet und gesagt: ,Da müssen Sie jetzt etwas anderes versuchen. Sie können Ihrem Mann noch so gut zureden, wenn er nicht hören will, dann müssen Sie die himmlischen Kräfte einschalten. Geben Sie ihm jedes Mal, wenn er etwas trinkt - ein Bier oder einen Kaffee -einen Schuss Weihwasser in das Getränk und beten Sie immer wieder das Gebet: Herrgott, durch die Kraft, die im Weihwasser wirkt, kannst du bewirken, dass sich mein Mann bekehrt.' 

Bald darauf kam der Tag der dreißigjährigen Hochzeit. An jenem Tag ging ich die Stiege hinunter und sah bei der Türe meine Nachbarin mit Ihrem Mann. Da sprach mich der Mann an und sagte: „Frau Grete, da schauen Sie, dass ich heute das erste Mal nach dreißig Jahren wieder in die Kirche gehe. Aber wissen Sie, wenn man schon so alt ist, da schadet es gar nicht, wenn man öfter in die Kirchen geht. Ich habe mir vorgenommen, dass ich ab jetzt jeden Sonntag zur Messe gehe. Ich glaube, es freut auch den Herrgott, wenn ich wieder ein gläubiger Mensch werde."

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Das Segnen der Felder

Wenn man jemanden aus der Ferne mit Weihwasser segnet und Gott für ihn bittet, dann hat das sicher auch seine Wirkung. Ich weiß von einem Bauern, der seine Felder immer so gesegnet hat. An einem Sonntag geht er meistens auf seine Felder hinaus und segnet mit dem Weihwasser alle seine Felder, die rund um seinen Bauernhof liegen. Er hat mich besucht, mir ein paar Flaschen Wein gebracht und gesagt: „Herr Pater, seit der Zeit, wo ich dieses Weihwasser verwende und von weitem meine Felder segne, bleiben sie von Unwettern verschont. In der ganzen Gegend - rund um meine Felder - hat es gehagelt, aber meine gesegneten Felder blieben während der ganzen Erntezeit verschont. Das schreibe ich ganz allein der Wirkung des Weihwassers zu, mit dem ich immer von weitem meine Felder gesegnet habe."

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Erlösung von Nierenkolik

Ein Schweizer Ehepaar war zu einer Hochzeit eingeladen. Unmittelbar vor der Abreise stöhnte plötzlich der Mann und sagte schmerzverzerrt: „Du, ich hab solche Schmerzen an der Niere, ich habe eine Nierenkolik. Wir können jetzt nicht zur Hochzeit fahren. Ich halte es fast nicht mehr aus und muss auf schnellstem Wege ins Krankenhaus." Die Frau erinnerte sich, dass Sie ein mit Exorzismus versehenes Weihwasser zu Hause habe und erwiderte: „Da fällt mir ein, wir haben ja Weihwasser, das mit Exorzismus geweiht ist. Probiere es aus und nimm davon einen Schluck." Der Mann war einverstanden, trank einige Schluck von dem Weihwasser und betete, um Gott die Ehre zu geben, mit seiner Frau: „Herrgott, durch die Kraft, die im Weihwasser wirkt, kannst du es bewirken, dass meine Nierensteinkolik vergeht." Plötzlich bekam der Mann einen großen Harndrang. Am WC machte es plötzlich „plumps", der Stein lag in der Klomuschel und die Schmerzen waren weg. „Jetzt können wir doch noch zur Hochzeit fahren!", sagte seine Frau erfreut. Und sie fuhren wirklich zur Hochzeit. Während des Hochzeitsmahles aber wurde der Mann wieder bleich und sagt: „Meine Liebe, ich habe wieder solche Schmerzen, hast du in deiner Handtasche vielleicht das Weihwasser mitgenommen?" Wie Frauen so sind, sie hatte vorgesorgt, durchstöberte die Handtasche und gab Ihrem Mann das Fläschchen. Er ging in den Flur und trank wieder ein wenig von dem Wasser. Trotz rasender Schmerzen betete er und - plötzlich hatte er wieder diesen starken Harndrang. Er schleppte sich aufs WC, wenig später macht es wieder „plumps" und der zweite Stein war „geboren" und lag in der Klomuschel. Die Schmerzen waren schlagartig verschwunden und sind nicht wieder gekommen.

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Die „Heilung" der Waschmaschine

Frau Grete hatte Waschtag, aber die Waschmaschine wollte nicht. Sie konnte machen, was sie wollte, sie funktionierte einfach nicht. Sie rief den Servicedienst an, ein Fachmann kam und begutachtete die Waschmaschine. Das Ergebnis war: „Frau Grete, da ist nichts mehr zu machen! Die Waschmaschine ist so alt, wir haben dafür keine Ersatzteile mehr. Sie können die Waschmaschine nur mehr entsorgen und eine neue kaufen." „Aber", hat sie sich gedacht, „ich hab ja gar nicht so viel Geld, ich muss mit wenig Rente auskommen und eine neue Waschmaschine kostet soviel Geld. Jetzt probier ich was!" Mit großem Vertrauen schüttete sie in die Waschmaschine etwas Weihwasser hinein und betete „Herrgott, du weißt ja, wie notwendig ich waschen soll. Ich kann mir aber keine neue Waschmaschine leisten. Herr, durch die Kraft, die im Weihwasser wirkt, kannst du auch dann ein Wunder wirken, wenn die Waschmaschine kaputt ist. Durch deine Kraft kann sie doch wieder laufen und wieder waschen." Nachdem sie das Weihwasser in die Maschine geschüttet und gebetet hatte, schaltete sie ein und die Maschine lief und führte ohne Probleme den programmierten Waschgang aus. Als mir Frau Grete diese Begebenheit erzählt hatte, schloss sie mit den Worten: „Pater Bernhard, seit dieser , Weihwasserreparatur' sind schon ein paar Jahre vergangen und ich habe immer noch dieselbe Waschmaschine."

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Hilfe im Streit

Zu einem Krankengottesdienst kam einmal ein Wirt aus Südtirol. Er hat mir Folgendes erzählt: „Ich habe ein Gasthaus mit Fremdenzimmern. Vor einiger Zeit begannen die Südtiroler und Italiener, die zu mir kamen, miteinander fürchterlich zu streiten; sie haben gerauft und geflucht. Sogar mit den Sesseln sind sie aufeinander losgegangen. Ich war so weit, dass ich zu meiner Frau gesagt habe: ,Das halte ich jetzt nicht mehr aus. Wir sind sowieso schon älter, sperren wir das Gasthaus mit der Pension zu.' Einer Bekannten kam unser Vorhaben zu Ohren und sie sagte zu meiner Frau: ,Wo gestritten, geflucht und gerauft wird, da ist sicher der Böse im Spiel. Da könnten Sie etwas ausprobieren. Ich habe einen halben Kanister besonderes Weihwasser, das mit Exorzismus geweiht ist. Wenn Sie Ihr Gasthaus aufsperren, dann besprengen Sie damit die Haustüre und die Eingangsstufen. Beten Sie dabei: Durch die Kraft Gottes, die im Weihwasser wirkt, möge alles Böse von meinem Gasthaus fern bleiben und alles in unserem Gasthaus soll von dir, o Herr, gesegnet sein.' Herr Pater, stellen Sie sich vor, seit der Zeit, wo ich das mache, wird in meinem Gasthaus nicht mehr gestritten und gerauft und niemand geht auf den anderen mit einem Sessel los. 

Es ist kaum zu glauben, wie friedlich die Südtiroler mit den Italienern jetzt beisammensitzen und Heimatlieder singen. Keine Spur mehr von Streit oder sonst einer Gehässigkeit." Dieser Südtiroler kam alle halben Jahre zum Gottesdienst. Wenn er nach Hause fuhr, war sein Kleinwagen voll gestopft mit Weihwasser, weil er zum Besprengen soviel benötigte. Es ist doch wunderschön, wenn man erfährt, dass das geweihte Wasser das Böse bezwingen kann.

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Der „gehorsame" Bienenschwarm

Beim letzten Krankengottesdienst kamen Schweizer Pilger zu uns. Diese haben mir eine lustige Geschichte von einem Bienenschwarm erzählt. Im Dachboden des Nachbarhauses - es war ein Neubau - hat sich im Mai ein Bienenschwarm eingenistet. Dort aber hat unsere Tochter eine Mansarden­wohnung bezogen. Irgendwo musste ein Loch gewesen sein und durch dieses Loch schlüpften die Bienen auch in die Mansardenwohnung hinein und schwirrten im ganzen Raum. Unsere Tochter hat sich nicht mehr in ihre Wohnung gewagt und konnte natürlich auch nicht mehr drinnen schlafen. So ging sie zum Umweltschützer, der in der Schweiz für solche Dinge zuständig ist, er sollte helfen. Der Mann schaute sich die Sache an und sagte: „Ich möchte die Bienen nicht umbringen, das sind ja nützliche Tiere. Aber man kann sie ja nicht einfach hinausjagen, sie würden nur wild um sich stechen. Ich komme in drei Tagen mit einem Gasapparat und werde die Bienen vergasen." Am Abend, bevor der Umweltschützer mit dem Gas kam, ging der Hausbesitzer in den Dachboden hinauf, machte die Türe auf, besprengte den Raum mit Weihwasser und betete: „Durch die Kraft Gottes, die im Weihwasser wirkt, sage ich euch Bienen, wenn ihr nicht sofort auszieht, seid ihr morgen alle vergast und tot." Am nächsten Tag kam der Umweltschützer mit seinem Gasapparat. „Also, gehen wir auf den Dachboden und vergasen wir die Bienen!" Sie machten die Türe auf- aber! ... Keine einzige Biene war mehr da! Über Nacht sind alle ausgezogen, obwohl Bienen in der Nacht ja gar nicht fliegen. Eine eigenartige Begebenheit.

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Schutz im Hagelsturm

Bei Gott ist wirklich kein Ding unmöglich - das zeigt auch die folgende Begebenheit. Eine Frau hat mir erzählt, dass sie in einem Mineraliengeschäft einkaufen war. Sie wollte sich dort einen besonderen „Hildegardstein" kaufen. Es gibt da Hildegardsteine, das sind die in der Heiligen Schrift genannten Steine, die eine besondere Heilkraft haben. Der rote Jaspis zum Beispiel ist besonders wirksam bei Herzrhythmusstörungen. Die Frau, die ihr den Stein verkauft hatte, erzählte ihr von dem mit Exorzismus geweihten Weihwasser. Da hat sie natürlich gleich um ein kleines Flascherl gebettelt und es von der Verkäuferin auch erhalten. Sie nahm das Fläschchen und legte es auf den Rücksitz ihres Autos. Beim Heimfahren kam ihr in den Sinn, dass sie ja noch Lebensmittel brauche und sie fuhr zum nächstgelegenen Supermarkt. Sie stellte das Auto am Parkplatz ab und ging einkaufen. Während sie einkaufen war, kam ein furchtbares Hagelunwetter. Die Hagelschloße waren faustgroß, wie Tennisbälle. Lange nach diesem Unwetter waren in der Gegend um Attnang-Puchheim und Regau die Dächer provisorisch mit Planen abgedeckt, weil es so viele Hagelschäden gab. Als die Menschen nach dem Unwetter auf den Parkplatz gingen, wurde Ihnen das ganze Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Die abgestellten Autos hatten zertrümmerte Windschutz-und Heckscheiben und die Dächer der Autos waren übersät mit Beulen. Eine Frau, die vom Zentrum des Unwetters 80 km entfernt wohnte, hatte noch 70 Beulen an ihrem Auto gezählt. Mitten unter diesen zertrümmerten Autos stand ihr Wagen. Alle Menschen, die ihn sahen, waren sprachlos, denn ihr Wagen hatte keine einzige Beule! Da fiel ihr ein, was der Grund für den Schutz gewesen sein könnte und sie hat den verblüfften Menschen gesagt: „Mir fällt ein, dass ich am Rücksitz in meinem Auto eine Flasche Weihwasser, das mit Exorzismus geweiht wurde, liegen habe; das muss mein Auto beschützt haben!"

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Weihwasser als Standardausrüstung

Man könnte sagen, der soeben geschilderte Fall sei ein Zufall. Es gibt aber zu viele Fälle, um von Zufall sprechen zu können. In der Schweiz habe ich einmal das Auto eines Mannes gesegnet. Nach der Segnung sagte ich, wenn man vor Unfall und Schaden besonders geschützt werden will, dann soll man unbedingt eine Flasche mit Weihwasser in das Auto geben. Am Besten ist eine Plastikflasche, weil die im Winter nicht kaputt geht. Dieser Schutz ist deshalb so wichtig, weil uns die Dämonen nicht nur durch die Versuchung zur Sünde an der Seele, sondern auch an Hab und Gut schaden wollen.
Der gläubige Gebrauch des Weihwassers verhindert aber meist einen materiellen Schaden. Durch die Kraft Gottes, die im Weihwasser wirkt, werden die schädigenden negativen Mächte und Kräfte neutralisiert - unschädlich gemacht. Der Mann hat meinen Rat befolgt und immer eine Flasche Weihwasser im Auto mitgenommen. Er war Arbeiter in einer Käserei und stellte während der Arbeit sein Auto immer am Firmenparkplatz ab. Während der Arbeit kam eines Tages auch ein großes Hagelunwetter und zertrümmerte die abgestellten Autos. Die Fahrzeuge aller Kollegen hatten Beulen und Hagelschäden, sein Auto blieb aber völlig unversehrt. Eine Flasche Weihwasser im Auto sollte daher zur „Standardausrüstung" für jeden Autofahrer zählen; es ist wichtiger als ein Reservekanister oder ein Abschleppseil.

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Heilung von bösartigem Krebs

Vor kurzem kam ein Mann zur Beichte und erzählte mir: „Herr Pater ich habe einem Arzt das Leben gerettet!" Ich habe an eine körperliche Hilfe in Not gedacht und gemeint: „Das gibt es doch nicht! Sie sind ein Pensionist und 76 Jahre alt, wie wollen Sie einem jungen Arzt das Leben gerettet haben?" „Ja, wirklich, Herr Pater, dieser junge Arzt hatte einen bösartigen Krebs, so dass seine Kollegen sagten: ,Wenn wir dir auch noch so gerne helfen wollten, aber diese Krebsart ist so aggressiv, da ist nichts zu machen, der frisst dich einfach auf!' Als ich das gehört habe, bin ich zum Arzt gegangen und habe ihm einen Vorschlag gemacht: ,Herr Doktor, der liebe Gott kann auch den Krebs heilen. Ich habe noch einen halben Kanister Weihwasser, den gebe ich Ihnen. Schütten Sie immer einen Schuss Weihwasser zum Badewasser hinzu und trinken Sie jeden Tag einen Schluck von diesem Weihwasser. Geben Sie dabei aber Gott die Ehre und beten Sie: Herrgott, durch die Kraft, die im Weihwasser wirkt, kannst du es bewirken, dass ich meinen Krebs verliere.' Der junge Arzt hat alles genau befolgt, wie ich ihm geraten habe. Der Arzt wurde schnell geheilt und heute sind es schon sechs Jahre her. Er hat keinen Krebs mehr und erfreut sich bester Gesundheit. Und so, Herr Pater, habe ich einem Arzt das Leben gerettet."

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Das „gefallene" Baby

Es ist ja schon eine Zeit lang bei uns Mode, das Baby, eingewickelt in ein Tuch, über der Brust oder am Rücken zu tragen. Wir kennen das ja von den Afrikanern und anderen Völker. Diese machen das, damit das Baby nicht schreit und sie ungehindert arbeiten können. Eine Frau erzählte von einer Bekannten, die auch auf diese Art ihr Baby getragen hatte. Plötzlich löste sich der Knopf des Tuches und bevor die Mutter noch reagieren konnte, fiel das Baby mit seinem Kopf mit voller Wucht auf den Asphaltboden. Die Mutter war zunächst starr vor Schreck. Die Angehörigen der Frau riefen: „Schnell, schnell ins Krankenhaus! Das Kind muss rasch behandelt werden, damit es keine Schäden davonträgt." Die Mutter fasste sich aber schnell und sagte: „Bevor wir in das Krankenhaus fahren, wasche ich den Kopf meines Kindes mit dem exorzierten Weihwasser. Dann kann ich darauf vertrauen, dass dem Kind kein großer Schaden erwachsen wird." So hat sie vorsichtig das Köpfchen mit Weihwasser gewaschen und dann sind sie ins Spital gefahren. Der Arzt wickelt das Kind aus, untersucht es genau und sagte: „Das Kind hat überhaupt keinen Schaden abbekommen, Sie können es gleich wieder mit nach Hause nehmen." Die Mutter wollte aber auf Nummer sicher gehen und erwiderte: „Nein, ich lasse Ihnen das Kind 3 Tage zur Beobachtung da. Ich habe ja gesehen, wie es mit seinem Köpfchen auf dem Asphalt aufprallte. Der Kopf ist ja noch ganz weich und verletzlich." Der Arzt aber beruhigte: „Nein, ihr Kind ist gesund und vergnügt, dem fehlt nichts, Sie können es wirklich wieder mitnehmen." Und tatsächlich hat dem Kind nichts gefehlt! 

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Hilfe beim Kalben

Es gibt auch Weihwassergeschichten, bei denen Tiere geheilt worden sind. Eine Bäuerin hat mir von einer Kuh erzählt, die kalben sollte. Das Kalb aber wollte und wollte nicht kommen. Die Bäuerin hat in ihrer Not die Nachbarn zu Hilfe gerufen. Diese sollten dem Kalb, wenn es aus der Gebärmutter herauskommt, Stricke um die Beine binden und es herausziehen. Das haben sie auch gemacht, aber sie konnten ziehen, was sie wollten, das Kalb steckte fest. Sie hatten Angst, dass sie das Kalb verletzen könnten, wenn sie noch stärken anziehen würden; es war einfach nichts zu machen. Jetzt hat der Bauer gesagt: „Da bleibt nichts anderes übrig, du musst den Tierarzt anrufen, der soll kommen und das Kalb zerstückeln und herausholen, damit nicht auch die Kuh zugrunde geht." Die Frau ging zum Telefon, um den Tierarzt zu rufen. Da fiel ihr der Weihwasserkessel auf, der beim Telefon hing. Plötzlich dachte sie: „Vielleicht kann das Weihwasser helfen". Daraufhin ging sie mit einem Weihwassergefäß in den Stall, wusch den Rücken der Kuh fest ein und betete dabei: „Herrgott du kannst es bewirken, dass die Kuh das Kalb bekommt." Die Frau traute ihren Augen nicht, denn kurz nach dem Gebet machte die Kuh einen Ruck, es ging „Plumps" und das Kalb war geboren!

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Der verfluchte Acker

Einmal kam ein Bauer aus der Schweiz zu einem Krankengottesdienst. Vormittag hatten wir eine besondere Weihe. Im Anschluss daran hat mir der Bauer dann folgende Begebenheit erzählt: Aus Altersgründen hat er seinen Besitz auf seine beiden Kinder aufgeteilt. Seinem Sohn vermachte er den Bauernhof und die Äcker und seine Tochter erhielt etwas anderes. Die Tochter aber war nicht zufrieden und wollte auch einen bestimmten Acker bekommen. Ihr Vater und ihr Bruder wollten ihr klarmachen, dass sie doch keinen Acker brauche, da sie ja keine Bäuerin sei, für die kleine Landwirtschaft der Acker aber lebensnotwendig ist. Sie habe dafür ja etwas anderes bekommen. Die Tochter aber hat wütend geantwortet „Nein, ich will den Acker haben, und wenn ich den Acker nicht bekomme, dann verfluch ich ihn!" Der Bauer hat weitererzählt, dass dieser Fluch weder ihm, noch seinem Sohn besonders nahe gegangen ist. Sie haben sich gedacht: „Kannst schon fluchen, wie du willst, wir werden den Acker bestens düngen, bestens herrichten, das beste Saatgut nehmen und dann wird schon etwas wachsen." Es ist aber keine Saat aufgegangen; auf dem Feld wuchs lauter Unkraut. Vater und Sohn gaben nicht auf und haben sich gesagt: „Das zweite Jahr wird sicher was wachsen, die Zeit heilt schließlich alle Wunden!" Im zweiten Jahr aber hatten sie wieder keine Ernte. Jetzt haben sie beschlossen: „Für das dritte Jahr tun wir alles, was wir tun können, da muss doch was gedeihen, auf den umliegenden Äckern geht ja auch die Saat auf!"  Doch auch im dritten Jahr gab es eine Missernte. Jetzt hatten sie soviel Geld in den Acker gesteckt und alles war umsonst. So wollten sie den Acker brach liegen lassen. Eine Frau, die von dieser Pechsträhne erfahren hatte, kam zu dem Bauern und sagte:

„Ich hab ein Weihwasser, das mit Exorzismus geweiht ist. Dieses Wasser hat die Kraft, alles Schädigende, alles Negative von Mächten und Kräften zu beseitigen, denn in diesem Wasser wirkt auch der Exorzismus, mit dem es geweiht wurde." Daraufhin gingen Vater und Sohn mit einen Kübel Weihwasser und einem Malerpinsel ausgerüstet zu dem Acker, besprengten ihn mit Weihwasser und beteten: „Herrgott, durch die Kraft, die im Weihwasser wirkt, kannst du bewirken, dass alles Böse, alles Verfluchte, alles Verwünschte von unserem Acker weg geht!" Sie haben dann zum vierten Mal gesät und zur Erntezeit das beste Getreide der ganzen Gegend eingefahren! So hat das Weihwasser zusammen mit dem vertrauensvollen Gebet bewirkt, dass alles Böse und alles Verfluchte und Verwünschte von dem Acker weggenommen wurde.

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Das „reparierte" Auto

Ein weiteres Beispiel von die Wirkung des Weihwassers von Aichkirchen wurde mir erst heute von einer Frau von Elsass erzählt. Sie war mit ihrem Mann und einigen Bekannten bei einem Kranken - Gottesdienst an einem Samstag in Niederthalheim und fuhren dann am Sonntag nach dem Mittagessen nach Frankreich heim. Plötzlich streikte das Auto auf der Autobahn in einer Gegend, wo es weit und breit keine Ortschaft und keine Raststätte gab. Da sagte die Frau zu ihrem Mann: „Mach die Motorhaube auf und gib dem Auto Weihwasser mit dem Gebet: "Herrgott durch deine Kraft, die im Weihwasser wirkt kannst du es machen, dass das Auto auch mit einem Motorschaden läuft!" Der Mann tat so wie die Frau es ihm sagte, besprengte den Motor mit Weihwasser und startet dann das Auto und siehe da, es läuft bis nach Sigolsheim in ihren Hof, doch als sie das Auto am nächsten Tag zur Kfz-Werkstätte fahren wollten brachten sie es nicht von der Stelle. Es musste in die Kfz. Werkstätte abgeschleppt werden. Ein wahrer Bericht, aber es ist fast nicht zu glauben, dass es so etwas gibt. Doch bei Gott ist kein Ding unmöglich.

 

Weitere Literatur

Wenn Sie sich über den Gebrauch des Weihwassers noch mehr informieren wollen, dann empfiehlt Pater Bernhard:

1. „Das Weihwasser, eine Hilfsquelle für die Armen Seelen",   
Marianhiller Missionare

2. „Schütze und segne Dich und die Deinen mit dem Weihbrunnen" von Segenspfarrer Alfons Maria Weigl  
St. Grignionverlag,   Altötting - zur  Zeit leider vergriffen

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