Autor Thema: Feste und Gedenktage der Heiligen 25.04. Hl. Markus, Evangelist  (Gelesen 4902 mal)

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velvet

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Dem Heiligen Markus verdanken wir das Zweite Evangelium, das die kürzeste und wohl älteste zusammenhängende Lebensbeschreibung Jesu Christi ist. Ihm gelang damit ein, wie man heute sagen würde, sensationeller Wurf. In Form und Stil einer Vita ähnlich, wie sie sonst bedeutenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gewidmet ist, beschreibt Markus das Leben eines auf den ersten Blick völlig unbedeutenden Menschen, der im letzten Winkel des Römischen Reiches gelebt hat und dessen Leben mit dem entwürdigendsten Tod endet, den man sich vorstellen konnte: dem Tod am Kreuz. Die Person, um die es hier geht, scheint auf den ersten Blick alle Erwartungen zu enttäuschen, die ein Mensch an den Helden einer Vita stellt.
Und doch wagt Markus es, diesen Lebensbericht zu überschreiben mit dem Titel: Evangelium von Jesus Christus. Evangelium war im damaligen Sprachgebrauch eine bedeutsame Nachricht über ein glorreiches Ereignis, wie beispielsweise die Thronbesteigung eines neuen Kaisers, die Geburt eines Sohnes im kaiserlichen Haus oder der ruhmvolle Sieg kaiserlicher Truppen über ein feindliches Heer. Markus behauptet somit in seiner Überschrift nichts geringeres als dass der Inhalt seines Evangeliums den Nachrichten über den Kaiser und den Lebensbeschreibungen der bedeutsamsten Männer in seiner Wichtigkeit in nichts nachsteht, ja diese noch übertrifft. Denn dieser Jesus, von dem Markus berichtet, war Gottes Sohn.
Der Gott Jesu Christi kehrt alle Vorstellungen um, die Menschen bisher von den Göttern hatten. Selbst die Juden, die schon immer diesen Gott Jesu Christi verehren, verstehen ihn nicht mehr. Um die Menschen zu retten, begibt sich dieser Gott bis in die Tiefen menschlichen Daseins, nimmt ungeheueres Leid auf sich und stirbt einen qualvollen, entwürdigenden Tod. Doch aus dem Tod entsteht neues Leben, für das die Auferweckung des Sohnes Gottes die Garantie ist. In dieses neue Leben einzutreten sind nun alle Menschen aus allen Völkern aufgerufen, indem sie den Weg mit Jesus Christus gehen. Die Apostel waren die ersten, die Jesus auf seinem Weg gefolgt sind. Sie geben nun Zeugnis von Jesus Christus, so dass alle Menschen das Evangelium, die gute Nachricht, hören und ihr Leben ganz in die Nachfolge Jesu Christi stellen können.
Der Evangelist Markus hat vielleicht selbst noch Jesus Christus gekannt. Bei der Verhaftung Jesu Christi in Getsemani berichtet er von einem jungen Mann, den die Truppen der Hohenpriester ergreifen wollten, der aber das Gewand, an dem sie ihn packen, sich vom Leibe reißen ließ und so gerade noch nackt fliehen konnte (vgl. Mk 14,51f.). Da nur Markus diese Begebenheit berichtet, geht man davon aus, dass es sich bei dem jungen Mann um keinen anderen als ihn selbst handelt.
Der Name Markus weist auf eine hellenistische Abstammung hin. In der Apostelgeschichte wird Markus öfter erwähnt. Hier ist auch der Beiname Johannes überliefert. Demnach ist Markus der Sohn einer Maria, in deren Haus vielleicht das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern stattgefunden hat. Sicher haben sich in ihrem Haus die frühen Christen versammelt. In Apg 12,12 wird berichtet, dass Petrus nach seiner wunderhaften Befreiung aus den Händen des Herodes das Haus der Mutter des Markus aufsuchte, "wo nicht wenige Christen versammelt waren und beteten."
Markus begleitete Paulus und Barnabas auf deren erster Reise von Jerusalem nach Antiochia in Pisidien, trennte sich jedoch von ihnen in dem im Süden Kleinasiens gelegenen Perge, um nach Jerusalem zurückzukehren (vgl. Apg 12,25 und 15,38). Er begleitete dann Barnabas auf dessen Reise nach Zypern, Paulus jedoch weigerte sich, ihn auf weitere Missionsreisen mitzunehmen. Während der Gefangenschaft des Apostels Paulus in Rom soll Markus wieder mit Paulus zusammengetroffen sein und sie versöhnten sich, worauf die Erwähnung von Markus im Kolosserbrief (vgl. Kol 4,10) hinweist. Nach der Legende soll Paulus ihn aufgefordert haben, sein Evangelium zu schreiben, und schickte ihn zunächst nach Aquileia, anschließend nach Alexandria, um das Evangelium zu verkünden.
Eine enge Beziehung soll Markus auch zum Apostel Petrus gehabt haben. Im 1. Petrusbrief wird er "Sohn" genannt. Wahrscheinlich hat er für Petrus, der kaum griechische Sprachkenntnisse besaß, als dessen Dolmetscher gewirkt. Somit hat er gleichsam aus erster Hand all das erfahren, was Petrus über Jesus zu berichten wußte und konnte somit für seine Lebensbeschreibung Jesu auf die beste nur denkbare Quelle zurückgreifen.
Nach lokaler Überlieferung soll Markus der erste Bischof von Aquileia, einer in der Antike sehr bedeutenden Hafenstadt, gewesen sein. In der Stadt findet sich zudem auch eine Steininschrift aus dem 16. Jahrhundert, die angibt, Markus habe hier gewirkt.

    Markus

Besser belegen lässt sich die Überlieferung, Markus habe in Alexandria in Ägypten, nach Rom damals die zweitwichtigste Stadt im Reich, gewirkt. Er trat dort als Missionar auf und wurde der erste Bischof der Stadt. Dort soll er auch das Martyrium erlitten haben. Christenfeindliche Einwohner sollen ihn am Altar ergriffen haben und ihn dann mit einem Strick um den Hals so lange durch die Straßen geschleift haben, bis er gestorben ist. Ein Unwetter hinderte die Mörder, ihn zu verbrennen; sein Leichnam blieb unberührt liegen, bis Christen ihn bestatten konnten.
Die Gebeine des Heiligen wurden auf abenteuerlichem Wege von Seefahrern im 9. Jahrhundert aus der Alexandria nach Venedig gebracht, wo über ihnen der Markusdom errichtet wurde. Weitere Reliquien befinden sich seit 830 auch im Münster der Bodenseeinsel Reichenau.
Nicht nur in Venedig tritt der Löwe als Symbol des Heiligen Markus in Erscheinung. Der Löwe ist seit jeher in Märchen und Mythen der König der Tiere und Ausdruck von Macht und Stärke. Von den Kirchenvätern wurden die schon beim Propheten Ezechiel (Ez 1,10) und dann in der Offenbarung des Johannes (Offb 4,7) genannten, dem Thron Gottes nahe stehenden vier Lebewesen auf die Evangelisten hin gedeutet und dann von Hieronymus eindeutig zugewiesen. Die vier Lebewesen gleichen einem Löwen, einem Stier, einem Menschen und einem Adler. Hieronymus teilte den Löwen Markus zu, da dessen Evangelium mit der Predigt von Johannes dem Täufer beginnt, also mit der Stimme des Rufers in der Wüste. Der Markus-Löwe wurde von der Republik Venedig als Wappentier angenommen und prangt bis heute auf zahlreichen alten Festungen im Mittelmeerraum. In vielen Kirchen sind die vier Evangelisten beispielsweise an der Kanzel oder über den Vierungspfeilern zu finden und können so durch das ihnen zugeteilte Lebewesen eindeutig erkannt werden.

 

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