Autor Thema: Vortrag von Kardinal Meissner  (Gelesen 6412 mal)

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Hemma

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Vortrag von Kardinal Meissner
« am: 21. Februar 2011, 23:27:54 »


Joachim Kardinal Meisner:
„Haben sie mich verfolgt, werden sie
auch euch verfolgen …“
(Joh 15,20)
Vortrag beim Kongress „Freude am Glauben“ 2010


1.
Als Papst Pius XI. Priesteramtskandidaten nach den Merkmalen der katholischen Kirche fragte, gaben sie die richtige Antwort, indem sie sagten:
„Die Kirche ist einig, heilig, katholisch und apostolisch.“Der Papst aber fügte hinzu: „Es gehört noch ein fünftes Merkmal dazu: die Kirche ist immer verfolgt.“

Da musste Petrus, der Felsenmann, von seinem Meister lernen.
Kaum hatte Christus dem Petrus das Primat übertragen, hatte er ihm schon den härtesten Verweis zu geben, der uns aus dem Munde Jesu überliefert ist.

Bei Matthäus 16, 21 – 23 heißt es:

„Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen.
Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus dem Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“


Die Verfolgung ist also dem Christentum eingestiftet, weil es Gott die alleinige Priorität einräumt, sodass alles Menschliche sekundär wird.

Das erlebte Jesus schon zu seinen Lebenzeiten, als sein Vorläufer, Johannes der Täufer, enthauptet wurd, weil er zu König Herodes gesagt hatte: „Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen“ (Mk 6, 18).Schon bei der Darstellung Jesu im Tempel prophezeit der greise Simeon über dieses Kind, dass es gesetzt ist zum Fall und zur Auferstehung für viele in Israel (vgl. Lk 2, 34).

Und im Hinblick auf Maria sagt er: „Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen“ (Lk 2, 35).

Die Kirche ist also von vornherein als ein Zeichen des Widerspruchs konzipiert, da sie nicht den Menschen und der Welt nach dem Mund zu reden hat, sondern vielmehr Gott.

Die Kirche ist in der Welt, aber nicht von der Welt. Das kann ihr die Welt oft nicht verzeihen.
Aber es gibt auch einen Widerspruch gegen die Kirche, der berechtigt ist, wenn wir nur an die fürchterlichen Missbräuche denken, die wir Anfang dieses Jahres zur Kenntnis nehmen mussten. Wir haben alle Kräfte dafür einzusetzen, dass uns der Widerspruch unberechtigt trifft.
Wenn wir in den letzten Wochen und Monaten mit Verachtung, Spott, Hohn und Anklage überschüttet worden sind, hat das wohl nur wenig mit dem Verfolgungscharakter der Kirche zu tun, sondern das trifft uns zu Recht.
Der Heilige Vater hat ausdrücklich gesagt: „Die größten Bedrohungen der Kirche kommen von innen heraus und nicht von außen.“
Aber das „von außen“ bleibt auch, weil das Evangelium sich oft querlegt zu den Botschaften dieser Welt.

Petrus wird gerügt, dass er nicht das im Sinn hat, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

Die Menschen wollen dem Worte Gottes nicht folgen, und wir dürfen dazu nicht schweigen.
Damit ist der Konflikt schon vorgegeben.

Die Kirche ist nicht von der Welt, aber in der Welt. Und darum stellt die jeweilige Weltsituation eine besondere Herausforderung an die Kirche dar.


2.
Das Christentum kam in die heidnische Welt, in der sich die Herrscher und Kaiser vergöttern ließen und von allen Untertanen die Verehrung oder die Anbetung forderten. Weil die Christen das nicht konnten, gerieten sie sofort mit der Staatsautorität in Konflikt.

Um das Jahr 155 n. Chr. Wurde in der Stadt Smyrna der Bischof Polykarp verhaftet. Er war noch ein Jünger des Apostels Johannes gewesen.
Der Prokonsul drängte ihn öffentlich: „Schwöre, und ich gebe dich frei! Verfluche Christus!“
Polykarp entgegnete: „Sechsundachtzig Jahre diente ich ihm, und er hat mir nie ein Leid getan; wie könnte ich meinen König und Erlöser lästern?“
(Martyrium des hl. Polykarp).
Daraufhin wurde Bischof Polykarp auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Es ist also entscheidend, dass diese Verfolgung wirklich um des Glaubens willen über uns kommt.

Petrus preist – wie einst Jesus selbst – diejenigen selig, die wegen des Namens Christi beschimpft werden, setzt aber ausdrücklich hinzu:

„Wenn einer von euch leiden muss, soll es nicht deswegen sein, weil er ein Mörder oder ein Dieb ist, weil er Böses tut oder sich in fremde Angelegenheiten einmischt. Wenn er aber leidet, weil er Christ ist, dann soll er sich nicht schämen, sondern Gott verherrlichen, indem er sich zu diesem Namen bekennt“ (1 Petr 4, 15 – 16).

Die Verfolgung der Christen erwächst also aus ihrem Anspruch, Gott immer und überall die absolute Priorität einzuräumen und alles andere dann sekundär erscheinen zu lassen.
Das passt meistens den Menschen nicht, und ganz besonders nicht den Herrschern dieser Welt.
Meinen wir nicht, das seien alles Phänomene von gestern und vorgestern.

Das Christentum ist auch heute noch die am häufigsten unterdrückte Religionsgemeinschaft: 80 % der Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen.

Weltweit werden etwa 100 Millionen Christen in über 50 Ländern wegen ihres Glaubens nicht nur diskriminiert, sondern sogar mit Verfolgung und Todesstrafe bedroht.

Im Jahre 1995 bestätigte eine von der russischen Regierung eingesetzte Kommission, dass über 200.000 Kleriker, Ordensleute und führende Laien unter Lenin und Stalin ermordet wurden.

Sowjetrussische Behörden wandelten Klöster in Gefängnisse um, schlossen Kirchen, sprengten Heiligtümer, beschlagnahmten Ikonen und erbeuteten Reliquiare.
Kleriker, Mönche und Nonnen verschwanden einfach. Ihren Verwandten teilte man mit, dass sie vor Gericht gestellt, verurteilt und in eine Strafkolonie deportiert worden seien, wo sie ihre Strafen abbüßen müssten.
Aber nur wenige Menschen wussten, dass dies nur beschönigende Worte waren, die in aller Regel für die Hinrichtung durch Erschießungskommandos standen.


3.
Und wir? – Wird man auch uns festnehmen und verfolgen und uns um Christi willen namens willen Gerichten übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Stadthalter bringen, wie es Christus im Lukasevangelium seinen Jüngern angekündigt hat? (vgl. Lk 21, 12)

Vermutlich nicht. Aber wir müssen mit polemischer Kritik, hier und da vielleicht auch mit der Zurücksetzung im beruflichen und gesellschaftlichen Leben, wie es die europäische Politik schon demonstriert hat, rechnen.
Wir müssen uns jedoch darüber im Klaren sein, dass es heute nicht nur Gefährdungen unseres Glaubens gibt, sondern einen regelrechten Kampf gegen das Christentum und seine Lebensform.

Trotz aller litaneiartigen Beschwörungen, dass man für die Religionsfreiheit und Toleranz eintrete, tobt heute ein erbitterter Kampf gegen Gott, gegen Jesus Christus, gegen die katholische Kirche und ihre Lebensweise, d. h. gegen die christliche Moral.

Wer sich heute zu Jesus Christus inmitten seiner Kirche bekennt, macht fast schon den Eindruck eines Menschen von vorgestern, mit dem man heute nicht mehr zu rechnen braucht.

a) Vielmehr wird der Glaube durch eine kämpferische, so genannte atheistische Wissenschaft angegriffen.
Augenblicklich erfolgt der Kampf durch die Ideologien des Neodarwinismus.

Die Repräsentanten dieser Atheismusform berufen sich auf die Evolutionstheorie von Charles Darwin. Die Welt ist nach ihrer Theorie das Produkt der Selbstorganisation der Materie. Und damit basta!
Ein typischer Vertreter dieser Richtung, der Engländer Richard Dawkins hat in seinem Buch „Der Gotteswahn“ den Versuch unternommen, alle Gläubigen als Leute hinzustellen, die einem Wahn verfallen sind. Man kann sie nicht ernst nehmen und man sollte sie auch aus dem öffentlichen Leben heraushalten, weil sie nach seiner Meinung die Realität nicht zur Kenntnis nehmen.

b) Ein anderer Angriff gegen das Evangelium erfolgt durch die so genannte aufklärerische Philosophie.
Für sie ist nur wahr, was der Mensch mit seiner Vernunft begreifen kann.

Die Vertreter einer solchen Philosophie belächeln und verspotten deshalb auch alle übernatürlichen Glaubenswahrheiten des Christentums:
die Gottheit Jesu Christi, die Jungfräulichkeit Mariens, die Wunder, die Dämonenaustreibungen, die Auferstehung, die Realpräsenz Christi in der Eucharistie, die Offenbarung Gottes in der Heiligen Schrift und in der Kirche, das Wirken Gottes in der Geschichte.

Natürlich kann man diese christlichen Glaubensweisen mit der Vernunft allein nicht erklären. Es wäre aber ein Kurzschluss zu behaupten, dass es nur Fakten und Ereignisse geben kann und geben darf, die man mit der Vernunft erklären kann.

„Gott ist größer als unser Herz“ (1 Joh 3, 20), sagt die Heilige Schrift ausdrücklich.

Der Apostel Petrus schreibt im zweiten Brief:

„Denn wir sind nicht irgendwelchen klug ausgedachten Geschichten gefolgt, als wir euch die machtvolle Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, verkündeten, sondern wir waren Augenzeugen seiner Macht und Größe“ (2 Petr 1, 16).

c) Ein weiterer Angriffspunkt, der bis zur Verfolgung und Diskriminierung geht, ist die Konsequenz des christlichen Gottesbildes im christlichen Menschenbild.

Der Mensch ist als Ebenbild Gottes erschaffen worden. Und weil dieser Gott trinitarisch, d. h. dreifaltig ist, darum findet der Mensch sein gültiges Lebensmodell in einer dreidimensionalen Lebensgemeinschaft vor, der Familie.

Der eine Mensch ist in zwei Grundmodellen geschaffen: als Mann und als Frau. Und diese sind aufeinander bezogen, dass beide in der Ehe eins werden, sodass aus dieser Zweiheit dann eine Dreiheit wird: das Kind.
Hierin wird die Gottesebenbildlichkeit des Menschen besonders deutlich.
Alle anderen Lebensmodelle auf der Grundlage menschlicher Sexualität entsprechen nicht dem Schöpfungsplan Gottes.
Das ist das eindeutige Zeugnis auch der Heiligen Schrift.

Wer das heute verkündet und ausspricht, der ist wirklich der Verfolgung durch die Öffentlichkeit ausgesetzt.
Ich erinnere hier nur an den italienischen Politiker Rocco Buttiglione, der nicht in der EU-Kommission in Brüssel landen konnte, weil er sich eindeutig zu dieser Schöpfungswirklichkeit des Menschen bekannt hatte.

Paulus greift die Homosexualität heraus, weil er ein greifbares Bild für die Urablehnung sucht, mit dem der Mensch die Schöpfungsordnung Gottes ablehnt. Deshalb bleibt sie fruchtlos, sie bringt kein neues menschliches Leben hervor, weil nur die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen darauf angelegt ist. Mit der Homosexualität kommt der Mensch nicht in die trinitarische Abbildlichkeit von Mutter, Vater und Kind.

Papst Benedikt XVI. sagte in seiner Weihnachtsansprache 2008:

„Der Mensch will sich nur selber machen und sein Eigenes immer nur selbst bestimmen. Aber so lebt er gegen die Wahrheit, lebt gegen den Schöpfergeist.
Die Regenwälder verdienen unseren Schutz, ja, aber nicht weniger der Mensch als Geschöpf, dem eine Botschaft eingeschrieben ist, die nicht Gegensatz zu unserer Freiheit, sondern ihre Bedingung bedeutet.“
Wer das heute vertritt, wird ausgegrenzt, geächtet und verfolgt.

d) Eine weitere Gruppe, die sich in der Kirche verfolgt sieht, stellen diejenigen dar, die durch Berufung die Lebensform Christi gewählt haben, den Zölibat.

Natürlich stellt der Zölibat eine Provokation gegen den Atheismus dar, denn entweder sind die Zölibatäre verrückt, oder es gibt Gott, und zwar nicht nur im weiten Himmel, sondern mitten in der Welt, sodass er Menschen derart in seine Nähe mit hineinzieht, dass sie um seinetwillen auf die Lebensform von Ehe und Familie verzichten.

Der Papst sagte bei der Vigilfeier zur Beendigung des Priesterjahres zu diesem Thema:

„Es ist wichtig, dass wir uns immer von neuem von dieser Identifikation des „Ichs“ Christi mit uns durchdringen lassen, von diesem „Hinausgezogen werden“ in die Welt der Auferstehung.
In dieser Hinsicht ist der Zölibat eine Vorwegnahme. Wir übersteigen diese Zeit und gehen weiter, und so „ziehen“ wir uns selbst und unsere Zeit auf die Welt der Auferstehung hin, auf die Neuheit Christi, das neue und wahr Leben zu. Das heißt, der Zölibat ist eine Vorwegnahme, die möglich wird durch die Gnade des Herrn, der uns zu sich „zieht“, zur Welt der Auferstehung hin; er lädt uns immer von neuem ein, uns selbst zu übersteigen, diese Gegenwart, hin auf die wahre Gegenwart der Zukunft, die heute Gegenwart wird.
Und hier sind wir an einem sehr wichtigen Punkt angelangt.
Ein großes Problem des Christentums der heutigen Welt ist, dass man nicht mehr an die Zukunft Gottes denkt: die bloße Gegenwart dieser Welt scheint ausreichend zu sein. Wir wollen nur diese Welt haben, nur in dieser Welt leben. So schließen wir die Tür für die wahre Größe unseres Lebens.
Der Sinn des Zölibats als Vorwegnahme der Zukunft ist gerade das Öffnen dieser Türen, die Welt größer werden zu lassen, die Wirklichkeit der Zukunft zu zeigen, die von uns schon jetzt als Gegenwart gelebt werden muss.
So leben wir im Zeugnis des Glaubens: Wir glauben wirklich, dass es Gott gibt, dass Gott in meinem Leben eine Rolle spielt, dass ich mein Leben auf Christus bauen kann, auf das zukünftige Leben.
Und jetzt erkennen wir die weltliche Kritik. Es ist wahr, dass für die agnostische Welt, die Welt, in der Gott keine Rolle spielt, der Zölibat etwas ist, das großen Anstoß erregt, weil gerade er zeigt, dass Gott als Wirklichkeit betrachtet und erlebt wird.
Mit dem eschatologischen Leben des Zölibats tritt die zukünftige Welt Gottes in die Wirklichkeiten unserer Zeit. Und das soll beseitigt werden!“


Weil es also diesen Gott für viele nicht geben darf, darum muss man den Zölibat diffamieren und die zölibatär Lebenden ebenfalls ausgrenzen. Das nennt man heute gesellschaftliche Verfolgung.

e) Ein weiteres Kapitel, in dem sich Verfolgung und Ablehnung der Frohen Botschaft äußern, ist der Bereich des Lebensschutzes.

Weil der Mensch hier nur als biologisches System gesehen wird, ist der Embryo nicht im Vollsinn Mensch, sodass man über ihn verfügen kann und die Abtreibung eine reale Möglicheit des Menschen beinhaltet. Weil der Mensch nicht töten darf und schon gar nicht seine Mitmenschen, stehen die Christen gegen diesen gesellschaftlichen Skandal auf.

Die Reaktion der Öffentlichkeit ist entsprechend. Hier sei nur an die Lebensschutz-Demonstration in Berlin erinnert und die dagegen inszenierte Gegendemonstration.

Am 26. September 2009 erinnerten rund 1000 Christen mit einem „Marsch für das Leben“ in der Bundeshauptstadt an den Skandal der etwa 250.000 Abreibungen pro Jahr in Deutschland. Rund 500 Gegendemonstranten trugen Plakate mit der Aufschrift „1000 Kreuze in die Spree!“ Sie zündeten eine Bibel an und warfen sie den Christen zu Füßen. Die Reden wurden von Pfeifkonzerten und höhnischem Applaus begleitet.

f) Was uns ebenfalls mit einer großen Sorge erfüllt, ist weithin die Christenverfolgung in muslimisch geprägten Ländern.
Hier sei nur kurz an die letzten Vorgänge in der Türkei erinnert.
Um es gleich zu sagen: Dass in den europäischen Staaten Religionsfreiheit herrscht, sodass auch Muslime hier ihren Glauben leben und organisieren können, das wollen wir als Christen gern akzeptieren. Aber wir müssen auch darauf hinwirken, dass sich unsere muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in ihren Heimatländern dafür einsetzten, dass den Christen dort Gleiches widerfährt.

Man kann in Europa nicht Rechte in Anspruch nehmen, die man in den eigenen Heimatländern unseren christlichen Religionsgemeinschaften verweigert.

Hier sei nur an die jahrelangen Bemühungen um die Pauluskirche in Tarsus/Türkei erinnert, die uns – trotz aller Versprechungen – nicht als Gotteshaus zurückgegeben worden ist.

Fortsetzung folgt.




Hemma

  • Gast
Re:Vortrag von Kardinal Meissner
« Antwort #1 am: 24. Februar 2011, 01:04:02 »
Fortsetzung


4.
Ich könnte noch viele einzelne Punkte aufzählen, aber sie zeigen alle dasselbe: dass der Christ wie ein Fremdkörper in unserer Gesellschaft empfunden und definiert wird.

Ich persönlich habe das jahrzehntelang im sogenannten real existierenden Sozialismus der DDR erfahren. Der Kirchenkampf bestand dort darin, die Christen an die Peripherie der Gesellschaft zu drängen, um sie dort auszutrocknen.
Im Grunde genommen liegen dem heutigen Kirchenkampf ähnliche Strategien zugrunde.

Papst Benedikt XVI. sagt in seiner Enzxklika „Spe salvi“ mit großem Recht:

 „Der Glaube ist nicht nur ein persönliches Ausgreifen nach Kommendem, noch ganz und gar Ausständigem. Er gibt uns etwas. Er gibt uns schon jetzt etwas von der erwarteten Wirklichkeit. Und diese gegenwärtige Wirklichkeit ist es, die uns ein Beweis für das noch nicht zu Sehende wird. Er zieht Zukunft in Gegenwart herein, sodass sie nicht mehr das reine „Noch-Nicht“ ist“
(Nr. 7).

Das provoziert ja eben oft die Menschen zur Verfolgung, weil es nach ihnen nur Gegenwart, d.h. natürlich immer Gegenwart ohne Gott, geben darf. Und diese Gegenwart ist dann aus mit dem Tod.
Unser Glaube sagt aber: Der Tod ist nicht das Letzte, das Leben geht weiter. Und dieses zukünftige Leben ist jetzt schon gegenwärtig.


Um noch einmal auf den Zölibat zu kommen:

Der Zölibatäre lebt jetzt schon den Lebensstil der kommenden Welt. Das Kommende bricht in das Jetzt hinein, und das macht den Menschen Angst. Er stellt sie vor die Frage, ob ihr Leben richtig eingerichtet ist.

Und noch ein Weiteres ist hier zu bedenken, das über unser individuelles Heil hinausgreift und eine Frucht der Verfolgung ist:

Entgegen ihrer Zielsetzung zerstört die Verfolgung die Gemeinschaft der Christen nicht, sondern breitet diese vielmehr aus.

Als die erste schwere Verfolgung über die Jerusalemer Urgemeinde hereinbricht, werden „alle in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut“ (Apg 8, 1). Was aber hat das zur Folge? – „Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort“ (Apg 8, 4), sodass Samarien das Wort Gottes annahm (vgl. Apg 8, 14).

Die Kirche wächst und überwindet Grenzen, weniger trotz als gerade wegen der Verfolgung.

Diesen Zusammenhang kennt auch etwa 150 Jahre später der Kirchenvater Tertullian. Er verwahrt sich gegen den Vorwurf, die Christen begehrten geradezu das Martyrium und vergleicht die Qualen der Verfolgten mit den Mühen des Krieges, die man auf sich nimmt, um den Sieg zu erringen.
Dann fordert er die Verfolger ironisch auf: „Aber fahrt nur so fort, treffliche Präsidenten, die ihr beim Pöbel viel beliebter werdet, wenn ihr ihm Christen opfert. Quält, martert, verurteilt uns, reibt uns auf.
Eure Ungerechtigkeit ist der Beweis unserer Unschuld.“
Schließlich setzt er jenes berühmte Wort hinzu: „Und doch, die ausgesuchteste Grausamkeit von eurer Seite nutzt nichts. Sie ist eher ein Verbreitungsmittel unserer Gemeinschaft. Wir werden jedes Mahl zahlreicher, sooft wir von euch niedergemäht werden. Ein Same ist das Blut der Christen“ (Apologeticum, Kapitel 50).

Papst Leo der Große bestätigt im 5. Jahrhundert nach Christus ebenfalls, dass die Christenverfolger alles daran setzten, "in ihren Ländern den christlichen Namen zu vertilgen, ohne dabei zu ahnen, dass ihre grausame Wut nur zum Wachstum der göttlichen Kirche beiträgt."

Es gehört zur Verfolgungssituation, dass man davon zunächst nichts spürt. Ich hoffe und bete aber darum, dass sich diese Erfahrung auch heute und morgen bestätigen möge.

Ja, auch der Teufel weiß, dass er mit dem Zuckerbrot viel mehr ausrichtet als mit der Peitsche. Das spüren wir derzeit in der von Krisen geschüttelten Kirche in Deutschland zur zu deutlich.
Ich wünsche mir ganz gewiss nicht Verfolgung und Leid herbei.
Es erschüttert mich jedoch immer wieder aufs Neue zu sehen, wie wir uns weithin vom Wesentlichen unseres Glaubens entfernt haben, wie wir uns in Strukturen verlieren, wo geistliches Leben und Wort gefragt wären. Wo wir um der politischen Korrektheit willen Quisquilien diskutieren, wo es gilt, die Frohe Botschaft zu verkünden.
In einer solchen Situation droht der Blick auf das Martyrium zu einer Theateraufführung zu werden, die man von seiner Loge aus wohlig verfolgt, weil man weiß, dass man nicht in die Handlung involviert ist. Aber jene Kirche, deren Haupt der Gekreuzigte ist, kann in unserer Welt gar nichts anderes sein als verfolgte Kirche.

Diejenigen Menschen, deren Himmelreich allein ihr eigener Wille ist, werden die Frohe Botschaft vom angebrochenen Reich Gottes zwangsläufig als Drohbotschaft verstehen und entsprechend reagieren.
Folgerichtig ist auch heute noch das Christentum, wie bereits am Anfang erwähnt, die unterdrückteste Religionsgemeinschaft der Welt.

Ganz persönlich tief verbunden fühle ich mich mit einem mittlerweile verstorbenen Mitbruder im Bischofsamt, der das Leiden Christi an seinem eigenen Leib getragen hat: mit Kardinal Franz Xaver Nguyên Van Thuân.
Geboren 1928 in Vietnam, wurde er 1953 zum Priester geweiht und 1967 zum Bischof von Nha Trang ernannt. Im Jahre 1975 ließ ihn das kommunistische Regime festnehmen und unter elendesten Bedingungen inhaftieren, bis er 1988 entlassen, zugleich aber ausgewiesen wurde.
Er wirkte noch als Vizepräsident und Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden im Vatikan weiter, bis er 2002 einem Krebsleiden erlag.
Dieser Märtyrer unserer Tage hat mit seinem Buch „Hoffnungswege“ einen literarisch geistlichen Schatz hinterlassen.
Im Vorwort habe ich dazu geschrieben, was ich hier gerne wiederholen möchte:
„Ich habe selten ein Buch mit so viel innerer Bewegung und mit so viel geistlichem Gewinn gelesen wie dieses Zeugnis von Kardinal Van Thuân.
… Jedes Wort … ist von ihm in bedrängter Situation erlebt, erprobt, durchlitten und bewährt worden…

Diese Aufzeichnungen werden für unsere Generation und die kommenden Generationen sehr wichtig werden. Je mehr die Ordnung Gottes in unserer Umwelt auf den Kopf gestellt wird, umso größer wird die Verwirrung unter den Menschen und umso beängstigender oft die Vereinsamung eines Christen werden.“

Es ist schier unmöglich, in dem hier gegebenen Rahmen den geistlichen Reichtum dieses Vermächtnisses auch nur annähernd auszuschöpfen;
Ihnen allen möchte ich dieses Werk daher ans Herz legen.

Nur einen Aspekt will ich hier nennen und zitieren, dem Kardinal Van Thuân zentrale Bedeutung beimisst: „Die Eucharistie als einzige Kraft“.

In dem einschlägigen Kapitel seines Buches sagt er:

„In Vereinigung mit dem Herrn bringe ich das Messopfer dar.
Wenn ich die Kommunion austeile, gebe ich mich Christus hin, um allen Speise zu werden. Für mich bedeutet dies, ganz im Dienst an den anderen zu stehen. Immer wenn ich das Messopfer darbringe, breite ich meine Arme aus, lasse mich mit Christus ans Kreuz nageln und trinke mit ihm den bitteren Kelch des Leidens.
Wenn ich jeden Tag die Wandlungsworte spreche oder höre, bestätige ich aus ganzem Herzen und ganzer Seele einen neuen Bund, einen ewigen Bund zwischen Jesus und mir in seinem Blut, das sich mit dem meinen vermischt (vgl. 1 Kor 11, 23 – 25).
Jesus hat am Kreuz eine Revolution begonnen. Daher muss unsere Revolution vom Altar der Eucharistie ausgehen und von dort aus vorangetrieben werden. Denn nur so können wir die Menschheit erneuern“
(A.a.O.S. 48).

Hier braucht nichts hinzugefügt zu werden. Haben wir keine Angst!
Der Herr sagt uns: „Habt Mut: Ich habe die Welt besiegt!“ (Joh 16, 33).

Lassen sie mich schließen mit dem bekannten Gebet von Kardinal Newman:

 „Die Zeit ist voller Bedrängnis. Die Sache Christi liegt wie im Todeskampf. Und doch – nie schritt Christus mächtiger durch die Erdenzeit, nie war sein Kommen deutlicher, nie seine Nähe spürbarer, nie sein Dienst köstlicher als jetzt. Darum lasst uns in diesen Augenblicken des Ewigen, zwischen Sturm und Erdenzeit zu ihm beten: „O Gott, Du kannst das Dunkel erleuchten. Du kannst es allein. Amen.“


+ Joachim Kardinal Meisner
Erzbischof von Köln


aus "Der Fels" 12/2010 und 1/2011
« Letzte Änderung: 24. Februar 2011, 01:08:32 von Hemma »

Offline Andreas777

  • **
  • Beiträge: 162
  • Country: de
  • Geschlecht: Männlich
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re:Vortrag von Kardinal Meissner
« Antwort #2 am: 24. Februar 2011, 20:33:05 »
.
« Letzte Änderung: 24. Februar 2011, 20:36:09 von Andreas777 »
Perdiger 1
9, Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne.

Anemone

  • Gast
Re:Vortrag von Kardinal Meissner
« Antwort #3 am: 24. Februar 2011, 21:26:57 »
Lieber Andreas,

bitte beachte die Forumsregeln. Punkt ist keine Antwort.

Die Forum-Regeln:

4. Keine Kurz-Antwort mit "Jo, des nemma Smilie". Schreibt in ganzen Sätzen.


Gottes Segen

Anemone

KleinesLicht

  • Gast
Re:Vortrag von Kardinal Meissner
« Antwort #4 am: 24. Februar 2011, 21:51:17 »
Liebe Anemone,

von Andreas777 liegt kein Verstoß vor.

Er hat mir eben eine PM geschickt und um Hilfe gebeten, da er techn. Probleme hatte. Eine Löschung seines Beitrages kann er nicht vornehmen. Ich kenne das Problem, hatte ich vor einigen Tagen auch.

Ich werde Admin bitten hier noch einmal eine Prüfung vorzunehmen.


LG
KleinesLicht

 

 

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