• "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos." 4 11

Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 3078354 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 9768
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9360 am: 08. Juli 2022, 05:49:12 »
Hl. Vinzenz von Paul (1581-1660)
Priester, Ordensgründer
Gespräch vom 21. März 1659 (Entretien du 21/03/1659, Seuil 1960, p. 585, français modernisé; ins Dt. übers. © Evangelizo)

„Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden“

Unser Herr Jesus Christus fordert von uns die Einfachheit der Taube, die darin besteht, Dinge ganz einfach zu sagen, so wie man sie denkt, ohne unnütze Überlegungen, und sich wahrhaftig zu benehmen, ohne Verstellung und Künstelei, und nur auf Gott allein zu schauen; aus diesem Grund wird jeder von uns bestrebt sein, alle seine Handlungen in diesem Geist der Einfachheit zu tun, und sich vor Augen zu halten, dass Gott sich gerne den Einfachen mitteilt und ihnen seine Geheimnisse offenbart, die er vor den Weisen und Klugen verbirgt (Mt 11,25). Aber zur gleichen Zeit, in der Jesus Christus die Einfachheit der Taube empfiehlt, befiehlt er uns, die Klugheit der Schlange zu nutzen, was eine Tugend ist, die uns mit Umsicht sprechen und handeln lässt […]

Unser Herr sagte zu den Aposteln, dass er sie wie Schafe unter die Wölfe sandte, und sagte ihnen gleichzeitig, klug wie Schlangen und einfach wie Tauben zu sein. Dann fügt er hinzu: „Nehmt euch aber vor den Menschen in acht! Denn sie werden euch um meinetwillen vor die Gerichte bringen […] Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt“ (vgl. Mt 10,17–19). Er spricht zuerst von der Klugheit und dann von der Einfachheit; Klugheit braucht man, um wie Schafe mitten unter Wölfe gehen zu können, wo sie Gefahr liefen, missbraucht zu werden. „Seid klug“, sagt er ihnen, „seid schlau und trotzdem einfach“. „Nehmt euch vor den Menschen in acht“: Nehmt euch mit Klugheit in acht; wenn ihr aber vor die Richter geschleppt werdet, macht euch keine Sorgen, was ihr antworten sollt. Das ist die Einfachheit. Ihr seht, dass unser Herr diese beiden Tugenden verbindet, er will, dass man sie bei der gleichen Gelegenheit benutzt; er empfiehlt uns, dass wir sie auch anwenden und macht uns verständlich, dass Klugheit und Einfachheit gut zusammenpassen, wenn sie recht verstanden werden.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 9768
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9361 am: 10. Juli 2022, 08:21:46 »
Hl. Ambrosius (um 340-397)
Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Lukaskommentar, 7. Buch, 73–74 (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1915)

Der gute Samariter

[„Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab“.] Jericho nämlich ist ein Bild dieser Welt, auf welche der vom Paradies, d.h. von jenem himmlischen Jerusalem verstoßene Adam infolge des Sündenfalles herabkam: von der Lebenshöhe zur Tiefe sinkend, indem nicht die örtliche, sondern die sittliche Veränderung zur Verbannung seiner Natur führte. Weit verschieden nämlich von jenem Adam, der sich ungestörter Seligkeit erfreute, fiel er, sobald er sich in das Sündenelend der Welt verirrt hatte, unter die Räuber; und er würde nicht darunter gefallen sein, hätte er nicht den Weg des himmlischen Gebotes verlassen und sich in ihre Gewalt begeben. Wer anders nun sind diese Räuber als die Engel der Nacht und der Finsternis, die wohl manchmal die Gestalt von Engeln des Lichtes annehmen (vgl. 2 Kor 11,14), doch nicht ständig es vermögen? Diese rauben uns erst das Kleid der geistlichen Gnade, das wir empfangen, und pflegen uns so Wunden zu schlagen; denn wenn wir das Kleid, das wir angezogen, unbefleckt bewahren, sind wir den Verletzungen von seiten der Räuber unzugänglich. Sei also auf der Hut, dass du nicht zuvor entblößt werdest, wie Adam, von der Beobachtung des himmlischen Gebotes abgewendet und des Glaubenskleides beraubt, erst entblößt ward (vgl. Gen 3,7) und so die Todeswunde empfing, an der das ganze Menschengeschlecht zugrunde gegangen wäre, würde nicht jener Samaritan, der herabkam, dessen herbe Wunden geheilt haben.

Kein gewöhnlicher Mensch ist dieser Samaritan, der an jenem, an welchem der Priester, an welchem der Levit verächtlich vorübergegangen war, nicht auch seinerseits verächtlich vorüberging. […] Er nun war der Samaritan, der herabkam – wer ist es, der „vom Himmel herabkam, als der zum Himmel aufstieg, der Menschensohn, der im Himmel ist“? (vgl. Joh 3,13) – und der den Halbtoten erblickte, den niemand vordem zu heilen vermochte […] „Und er trat zu ihm hin“, d.h. er wurde durch die Annahme unserer leidensfähigen Natur sein Nächster, durch das Erbarmen, das er ihm erwies, sein Bruder.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 9768
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9362 am: 12. Juli 2022, 22:09:51 »
Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911-1938)
spanischer Zisterzienser
Geistliche Schriften, 25. Januar 1937, in: Nur Gast auf Erden?, Bernardus-Verlag Grevenbroich 1996, S. 500–501

„Weil sie sich nicht bekehrt hatten“

Wie viele verworrene Wege muss man durchlaufen, um zur Einfachheit zu gelangen! […] Wenn wir die Tugend häufig nicht üben, ist es auf unser kompliziertes Wesen zurückführen, das von sich weist, was einfach ist. Oft begreifen wir die Großartigkeit nicht, die ein Akt der Einfachheit in sich birgt, weil wir das Große im Komplizierten suchen, weil wir die Bedeutung der Dinge an ihrem Schwierigkeitsgrad messen. […]
 
Die Tugend, Gott, das innerliche Leben … Wie schwierig erschien es mir, das zu leben! Jetzt ist es nicht so, als besäße ich Tugend oder als seien meine Gotteskenntnis und mein geistliches Leben vollkommen geklärt, aber ich habe erkannt, dass man […] dahin gelangt […] mit genau dem Gegenteil […] in der Einfachheit und Schlichtheit des Herzens […] Ja, tatsächlich … Aber um Tugend zu besitzen, ist es nicht erforderlich, eine akademische Laufbahn hinter sich zu bringen oder sich geistreichen Studien zu widmen. Der einfache Akt des Wollens genügt; häufig genügt der einfache Wille dazu. Warum wohl besitzen wir manchmal keine Tugend? Weil wir nicht einfach sind, weil unsere Wünsche zu kompliziert sind, weil unser schwacher Wille – der sich vom Angenehmen, Bequemen, Unnötigen und oft von den Leidenschaften leiten lässt – uns alles, was wir wollen, schwer macht. […] Wenn wir wollten, könnten wir heilig sein … Es ist viel schwieriger, Ingenieur zu werden, als heilig zu sein. 
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 9768
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9363 am: 21. Juli 2022, 07:59:23 »
Hl. Cyrill von Jerusalem (313-350)
Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer
Katechesen an die Täuflinge (Procatechesis et Catecheses ad illuminandos), 18. Katechese, 6 (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1922)

„Ihr aber seid selig, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören“

Wenn ein Baum, der gefällt worden ist, noch treibt, soll dann der Mensch, wenn er gefällt ist, nicht leben? Wenn das Getreide geerntet ist, harrt es der Scheune. Der Mensch aber soll, wenn er von dieser Welt abgeerntet ist, nicht der Scheune harren? Die Zweige der Weinstöcke und anderer Bäume erhalten, wenn sie auch vollständig abgeschnitten und verpflanzt worden sind, doch wieder Leben und treiben Früchte. Soll nun der Mensch, um dessentwillen die Pflanzenwelt existiert, nicht, wenn er in die Erde gesenkt ist, wieder auferstehen? […]

Die Naturgeschichte möge dir die Augen für die Wahrheit öffnen, die tägliche Erfahrung den Verstand erleuchten! Nehmen wir an, es werde Weizen oder eine andere Samenart gesät. Ist der Same in die Erde gefallen, dann stirbt er und fault und wird ungenießbar. Trotzdem er verfault ist, wird er wiedererweckt und grünt. Und war er auch klein, da er (in die Erde) fiel, er wird herrlich, da er aufersteht. Nun ist aber der Weizen unseretwegen erschaffen worden; denn zu unserem Gebrauch und nicht seiner selbst wegen sind der Weizen und die (anderen) Samen entstanden. Wenn nun das, was unseretwegen erschaffen worden ist, stirbt und wieder lebend wird, sollten dann wir, deretwegen jene Samen entstanden sind, nach unserem Tod nicht auferweckt werden?
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 9768
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9364 am: 23. Juli 2022, 22:57:40 »
Benedikt XVI.
Papst von 2005-2013
Generalaudienz am 27. Oktober 2010 (© Libreria Editrice Vaticana)

Die heilige Brigitta, Frau des Gebets für die Kirche ihrer Zeit

Als Birgitta Witwe wurde, begann der zweite Abschnitt ihres Lebens. Sie verzichtete auf eine Wiederverheiratung, um tiefer mit dem Herrn vereint zu sein durch Gebet, Buße und Werke der Nächstenliebe. Auch die christlichen Witwen können also in dieser Heiligen ein Vorbild finden, dem sie folgen können. Nach dem Tod ihres Ehemannes ließ sich Birgitta, nachdem sie ihren Besitz an die Armen verteilt hatte, beim Zisterzienserkloster von Alvastra nieder, ohne jemals die Ordensweihe zu empfangen. Hier begannen die göttlichen Offenbarungen, die sie ihr ganzes weiteres Leben hindurch begleiteten. […]

Beim Lesen dieser Offenbarungen werden wir in der Tat vor Fragen gestellt, die viele wichtige Themen betreffen. Zum Beispiel wird immer wieder, mit sehr realistischen Einzelheiten, das Leiden Christi beschrieben, dem Birgitta stets eine besondere Verehrung entgegenbrachte, da sie in ihm die unendliche Liebe Gottes zu den Menschen erblickte. Kühn legt sie dem Herrn, der zu ihr spricht, diese bewegenden Worte in den Mund: „O meine Freunde, so zärtlich liebe ich die Schafe, dass ich, wenn es möglich wäre, noch einmal für jedes einzelne Schaf, um es nicht entbehren zu müssen, sondern wieder einzulösen, einen besonderen Tod sterben möchte, wie ich denselben schon einmal am Kreuze für alle erlitten habe“ (Revelationes, Buch 1, Kap. 59). Auch die schmerzensreiche Mutterschaft Marias, die sie zur Mittlerin und Mutter der Barmherzigkeit machte, ist ein Thema, das in den Offenbarungen oft wiederkehrt.

Birgitta war sich bewusst, dass sie durch den Empfang dieser Geistesgaben die Empfängerin eines Geschenks besonders großer Liebe von seiten des Herrn war. Im ersten Buch der Offenbarungen lesen wir: „Du aber, meine Tochter, die ich mir erwählet … sollst mich von ganzem Herzen lieben … mehr als irgend etwas in der Welt“ (Kap. 1). Im Übrigen wusste Birgitta wohl und war fest davon überzeugt, dass jede Geistesgabe dazu bestimmt ist, die Kirche zu erbauen. Eben aus diesem Grund waren nicht wenige ihrer Offenbarungen an die Gläubigen ihrer Zeit gerichtet, einschließlich der religiösen und politischen Obrigkeiten, in Form manchmal strenger Ermahnungen, ihr christliches Leben konsequent zu leben; sie tat dies jedoch immer mit Respekt und in voller Treue zum Lehramt der Kirche, insbesondere zum Nachfolger des Apostels Petrus.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 9768
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9365 am: 24. Juli 2022, 15:26:50 »
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005)
Papst
Enzyklika „Dives in Misericordia“ über das göttliche Erbarmen (30. November 1980), 15 (© Libreria Editrice Vaticana)

„Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist – um wieviel mehr der Vater im Himmel?“ (vgl. Lk 11,13)

Je mehr das menschliche Bewusstsein der Säkularisierung erliegt und so den Sinn sogar für die Wortbedeutung von „Erbarmen“ verliert, je mehr es sich von Gott entfernt und somit auch vom Geheimnis des Erbarmens, desto mehr hat die Kirche das Recht und die Pflicht, „mit lautem Schreien“ (vgl. Hebr 5,7) den Gott des Erbarmens anzurufen. Dieses „laute Schreien“ muss gerade die Kirche unserer Zeit kennzeichnen […]

Der Mensch von heute stellt sich oft die angsterfüllte Frage nach der Lösung der entsetzlichen Spannungen, die sich über der Welt zusammengeballt haben und das Leben der Menschen durchziehen. Und wenn er manchmal nicht den Mut hat, das Wort „Erbarmen“ auszusprechen, oder in einem a-religiösen Bewusstsein auch kein entsprechendes findet, muss es die Kirche umso nachdrücklicher aussprechen, nicht nur in ihrem eigenen Namen, sondern auch im Namen aller Menschen von heute. Es ist also notwendig, dass alles, was ich in diesem Dokument über das Erbarmen sagte, ununterbrochen zu einem inbrünstigen Gebet wird, zu einem Aufschrei, der das göttliche Erbarmen anfleht entsprechend den Notwendigkeiten des Menschen in der Welt von heute.

Dieser Schrei muss die ganze Fülle der Wahrheit über das Erbarmen in sich tragen, welche in der Heiligen Schrift und in der Tradition sowie im authentischen Glaubensleben so vieler Generationen des Volkes Gottes so reichen Ausdruck gefunden hat. Mit diesem Schrei wenden wir uns, wie die Beter des Alten Bundes, an Gott, der nichts von dem, was er geschaffen hat, verachten kann (vgl. Weish 11,24; Ps 145(144),9, Gen 1,31), der sich selbst, seinem Vater-Sein und seiner Liebe treu ist.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 9768
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9366 am: 24. Juli 2022, 20:18:35 »
Die Gottesgelehrten zählen 16 Strafen auf, welche um der Sünde willen über die Stammeltern gekommen sind:

1. Verlust des Paradieses
2. Entzug des beseligenden unmittelbaren Umgangs mit Gott
3. Beraubung der Kindschaft Gottes
4. Dahinfallen des Anrechts auf den Himmel 
5. Tod der Seele, d.h. deren Lostrennung von Gott, und die daraus folgende Unmöglichkeit, verdienstlich Gutes zu wirken
6. Beflecktheit der Seele
7. Beraubung jenes himmlischen Gewandes der übernatürlichen Gnade und geistigen Schönheit vor Gott 
8. Verfinsterung des Verstandes
9. Verderbnis und Begierlichkeit des Herzens
1. Aufruhr der sinnlichen Triebe gegen den Geist
11. Abschwächung des Willens zum Guten
12. Einbuße der mühelosen Herrschaft über alle Geschöpfe
13. Empörung aller Elemente wider den Menschen
14. Verurteilung zu mühevoller Arbeit
15. unzählbare körperliche Leiden und geistigen Beschwernisse
16. Tod des Leibes

(Regens Businger)
Adam und Eva beweinten in ihrem Leben die schlimmen Folgen ihrer Sünde, unter denen auch ihre Kinder und Kindeskinder bis heute noch leiden sollten, doch tröstete sie Gott-Vater in der Verheißung Christi, des neuen Adam, und Mariens, der neuen Eva!
"Felix culpa, o glückselige Schuld", jubelte einst der hl. Augustinus, "die uns einen  solchen und so großen Erlöser verdient hat."
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 9768
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9367 am: 25. Juli 2022, 19:56:35 »
Hl. Augustinus (354-430)
Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt zur Weihe eines Bischofs, Guelferbytanus Nr. 32; PLS 2, 637 (Sermon pour le sacre d'un évêque. Guelferbytanus, trad. coll. Pères dans la foi, n°46, p. 96, rev.; ins Dt. übers. © Evangelizo)

„Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?“

„Christus hat sein Leben für uns hingegeben. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben“ (vgl. 1 Joh 3,16) […] Jesus sagte zu Petrus: „Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wird dich ein anderer gürten und dich führen, wohin du nicht willst“ (vgl. Joh 21,18). Was er ihm verheißen hat, ist nichts anderes als das Kreuz, die Passion. „Geh hin“, sagt der Herr, „weide meine Schafe, leide für meine Schafe.“ So verhält sich der gute Bischof. Anderenfalls ist er kein Bischof […]

Höre auch noch folgendes Zeugnis. Zwei seiner Jünger, die Brüder Johannes und Jakobus, Söhne des Zebedäus, hatten es beide auf die ersten Plätze abgesehen, zum Nachteil der anderen […] Der Herr antwortete ihnen: „Ihr wisst nicht, um was ihr bittet“, und fügte hinzu: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?“ Was für einen Kelch, wenn nicht den Kelch der Passion? […] Und sie, gierig nach Würden, vergaßen, wie schwach sie waren, und sagten sofort: „Wir können es.“ Er sagte ihnen: „Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat“ […] So zeigte er Demut: Tatsächlich wird alles, was der Vater vorbereitet, auch vom Sohn vorbereitet […] Er kam demütig: Er, der Schöpfer, wurde unter uns erschaffen; er hat uns gemacht, aber er wurde für uns gemacht. Gott vor der Zeit, Mensch in der Zeit, hat er den Menschen von der Zeit befreit. Dieser große Arzt ist gekommen, um unser Krebsgeschwür zu heilen […]; er ist gekommen um selber unseren Stolz durch sein Beispiel zu heilen.

Das ist es, worauf wir beim Herrn achten müssen: Schauen wir auf seine Demut, trinken wir den Kelch seiner Demut, ergreifen wir ihn, betrachten wir ihn. Es ist leicht, edle Gedanken zu haben; leicht, sich an Ehrungen zu erfreuen; leicht, das Ohr Schmeichlern zu leihen und denen, die uns loben. Aber Beleidigungen zu ertragen, Demütigungen geduldig auf sich zu nehmen, für den zu beten, der uns beleidigt (Mt 5,39.44): das ist der Kelch des Herrn, das ist das Festmahl des Herrn.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

Ähnliche Themen

  Betreff / Begonnen von Antworten Letzter Beitrag
0 Antworten
5450 Aufrufe
Letzter Beitrag 18. April 2012, 10:11:04
von videre
5 Antworten
16064 Aufrufe
Letzter Beitrag 25. Mai 2012, 16:43:05
von Marcel
0 Antworten
8497 Aufrufe
Letzter Beitrag 09. Juli 2012, 21:39:56
von velvet
3 Antworten
9465 Aufrufe
Letzter Beitrag 06. September 2012, 00:57:41
von Logos
0 Antworten
6254 Aufrufe
Letzter Beitrag 15. September 2013, 11:28:35
von Hildegard51


La Salette 1846



Suche in den Seiten Zeugen der Wahrheit

Wenn Sie nur ein Wort suchen, sollte es nicht links in der Menüauswahl stehen, weil es Ihnen die ganze Palette anzeigt.
Die Menüs sind auf jeder Seite vorhanden..

top

Du hörst die Stimme deines Gewissens: Es lobt, tadelt oder quält dich. Diese Stimme kannst du nicht los werden. Sie weist dich hin auf Gott, den unsichtbaren Gesetzgeber. Daher lässt das Gewissen uns nicht im Zweifel darüber, daß wir für unser Tun verantwortlich sind und daß wir einmal gerichtet werden. Jeder hat eine Seele, für die zu sorgen seine einzige Aufgabe in dieser Welt ist. Diese Welt ist nur eine Schranke, die uns vom Himmel oder der Hölle trennt. »Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern suchen die zukünftige.« (Hebr 13, 14)

Suche in den kath. Webseiten von:
Zeugen der Wahrheit
www.Jungfrau-der-Eucharistie.de www.maria-die-makellose.de
www.barbara-weigand.de
www.adoremus.de www.pater-pio.de
www.gebete.ch
www.gottliebtuns.com www.assisi.ch
www.adorare.ch www.das-haus-lazarus.ch www.wallfahrten.ch

"Die Zeit verrinnt, oh Mensch sei weise. Du tust NUR einmal diese Reise."
Eure Tage und Stunden auf dieser Erde sind gemessen an der Ewigkeit ein Wimpernschlag.

Dieses Forum ist mit folgenden Webseiten verlinkt
Zeugen der Wahrheit - www.assisi.ch - www.adorare.ch - Jungfrau.d.Eucharistie
www.wallfahrten.ch - www.gebete.ch - www.segenskreis.at - barbara-weigand.de
www.gottliebtuns.com- www.das-haus-lazarus.ch - www.pater-pio.de

www3.k-tv.org
www.k-tv.org
www.k-tv.at

K-TV der katholische Fernsehsender

Wahrheit bedeutet Kampf -
Irrtum ist kostenlos
.
Fürchtet nicht den Pfad der Wahrheit,
fürchtet den Mangel an Menschen die diesen gehn!


Nur registrierte Benutzer können Themen und Beiträge im Forum schreiben.

Wenn Sie sich anmelden
Neuanmeldungen müssen erst vom Admin bestätigt werden
Nach dem Anmelden wird Ihnen das Passwort per Email gesendet.
Dann können sie sich unter Member Login oben einloggen.
Nach dem Einloggen können Sie Ihre persönlichen Angaben unter Profil ändern oder weitere hinzufügen.
Ebenso können Sie unter Profil Ihre Signatur eingeben (dann erscheint unter jedem Ihrer Beiträge z.B. ein Spruch)
Unter Profil/Profil können Sie ein Bild hochladen, das dann links im Beitrag unter Ihrem Nicknamen erscheint.


Vorteile beim anmelden
Sie können Ihren Beitrag nachträglich verändern oder löschen.
Sie haben die Möglichkeit unter einer Rubrik ein neues Thema zu verfassen.
Zu diesem Beitrag (Neues Thema) besitzen Sie die Rechte, Ihren Beitrag zu ändern oder das Thema zu löschen.
Löschen Ihrer Themen können nur Mitglieder.
Die Registrierung ist kostenlos
Ungelesene Beiträge seit Ihrem letzten Besuch.
Ungelesene Antworten zu Ihren Beiträgen.
Sie können das Design verändern. (Versch. Vorlagen)
Wir geben Ihre E-Mail-Adresse nicht weiter
Wir verschicken keinen Spam
Ihre E-Mail-Adresse wird je nach Einstellung im Profil anderen Mitgliedern nicht angezeigt.
Wir sammeln keine persönlichen Daten wie Anschrift oder Telefonnummer

Sinn und Zweck dieses Forums
Dieses Forum dazu gedacht, Fragen und Antworten über die katholische Kirche jedem zugänglich zu machen. Jeder der Fragen hat, kann diese in diesem Forum eintragen. Besonders Priester sind in diesem Forum dazu eingeladen, auf verschiedene Fragen über den Glauben sich an den Beiträgen zu beteiligen. "Hier haben die Besucher dieser Seite die Möglichkeit mit anderen Besuchern über den Glauben zu diskutieren." Der Betreiber übernimmt jedoch in diesem Forum keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen.

Unseriöse Themen und Beiträge werden gelöscht. Wenn Sie solche finden, melden Sie dies bitte dem Administrator per Mitteilung oder schreiben Sie unter:
Mail
info@kath-zdw.ch

Machen Sie das Forum Zeugen der Wahrheit unter Ihren Freunden bekannt: kath-zdw.ch/forum oder forum.kath-zdw.ch

Auf die Veröffentlichung und den Wahrheitsgehalt der Forumsbeiträge habe ich als Admin keinerlei Einfluss. Da ich nebst Forum/Webseite/E-Mail noch der Erwerbstätigkeit nachgehen muss, ist es mir nicht möglich alle Inhalte zu prüfen. Ein jeder Leser sollte wissen, dass jeder Beitrag, die Meinung des Eintragenden widerspiegelt. Im Forum sind die einzelnen Beiträge dementsprechend zu bewerten.
Distanzierungsklausel: Der Webmaster dieses Forums erklärt ausdrücklich, dass er keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der Seiten hat, die über die Links des Forums zu erreichen sind. Deshalb distanziert er sich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten und macht sich diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf dieser Forumspräsenz angezeigten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die Links führen. Feb. 2006

Linkempfehlung - Webseiten für Kinder: www.freunde-von-net.net www.life-teen.de

top

Seiten-Aufrufe in ZDW

Stats