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Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 1437211 mal)

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Offline Tina 13

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7540 am: 15. Juni 2019, 21:01:16 »
 ;tffhfdsds

Zweiter Brief des Apostels Paulus an die Korinther 5,14-21.

Brüder! Die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben.
Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde.
Also schätzen wir von jetzt an niemand mehr nur nach menschlichen Maßstäben ein; auch wenn wir früher Christus nach menschlichen Maßstäben eingeschätzt haben, jetzt schätzen wir ihn nicht mehr so ein.
Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.
Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat.
Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, indem er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und uns das Wort von der Versöhnung zur Verkündigung anvertraute.
Wir sind also Gesandte an Christi Statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi Statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!
Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.

Psalm 103(102),1-2.3-4.8-9.11-12.

Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

Der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt.

Der Herr ist barmherzig und gnädig,
langmütig und reich an Güte.
Er wird nicht immer zürnen,
nicht ewig im Groll verharren.

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.
So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,
so weit entfernt er die Schuld von uns.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,33-37.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast.
Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron,
noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs.
Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen.
Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.
« Letzte Änderung: 15. Juni 2019, 21:02:59 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7541 am: 16. Juni 2019, 06:29:42 »
Die Ablässe sind Gnadengeschenke Seiner Liebe!
Die Flammen des Fegefeuers verringern sich!

Beim Teilablass, zieht ER große Teile aus dem befleckten Herzen von Klein Menschlein, so wie ER es für richtig hält.

Beim Vollkommenen Ablass, reinigt ER die Herzen mit Seinem Kostbaren Blut, so dass das Herz von Klein Menschlein in diesem Augenblick, wenn es sterben würden, im Augenblick des Todes,
sogleich im Augenblick des Lebens in der ewigen Heimat, durch das Tor der Herrlichkeit hinüber schreiten können!

Wenn Klein Menschen beichtet, ist seine Schuld vergeben und durch den Ablass muss es nicht in das Fegefeuer.

Doch der weitere Weg?

Bei den meisten führt er in die alte Sünde zurück. Und alles beginnt von vorne.

Ein neuer und doch alter Weg geht weiter, manchmal noch schlimmer als vorher.

Denn viele fühlen sich leicht, zu leicht, und fallen in die Sünde der Vergangenheit!

„Dies beinhaltet die Ablässe!“:

1. Beichte!

2. Reumütiges Herz!

3. Umwandlung des Lebens!

Ablass, Ablassgebete ...

Bleibt stehen am Kreuze und tragt euer Kreuz mit Geduld und Hoffnung, mit Liebe und Frieden, denn auch die Gottesmutter trägt uns in ihrem mütterlichen Herzen: jetzt und in alle Ewigkeit.

https://gloria.tv/article/TWujFCCLygpZ3KNkFrw8RC2X3
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7542 am: 16. Juni 2019, 06:30:53 »
Der Glaube bröckelt. - Das goldene Kreuz, das auf der Kirche steht, zerbricht.

Auf der Leiter des Glaubens sind viele nicht mehr.

Auf den Dächern mit dunkeln Ziegeln tummeln sich die meisten.

Jetzt blühen viele Rosen – „ihre Rosen“ – die sie züchteten. Morgen verblühen sie.
Und sie, die Menschen, tragen die Dornen mit in die Gerechtigkeit.

Die Dornen, die „sie züchteten“ mit den verblühten Rosen, tragen sie zum Ort der Qualen.
Und jene, die vom Samen der Wahrheit lebten?

Sie tragen ihre Rosen und Dornen auch zur Quelle der Wahrheit und ihre Rosen vermehren sich und die Dornen werden zu goldenen Perlen.

Jede Seele wichtig und wertvoll ist, denn Gott gab und gibt uns das Leben, um einst im ewigen Leben zu leben.

Alles, was wir Gutes auf Erden getan, wird sich vermehren.

Der Baum, der goldene Baum des ewigen Lebens, wird reiche Frucht bringen.

Alles Böse kann und wird sich ausbreiten in unserem Leben auf Erden und wird uns viel Gutes entreißen, wenn wir nicht mit Wahrheit und Wachsamkeit gekleidet seid.

Werden die Aufrufe des Himmels beachtet, die zur Bekehrung aufrufen?

Kalt ist es geworden – und es wird noch kälter! Mehr Freiheit wollen sie – doch es wird ihnen nie genügen. Mehr Macht wollen sie – doch die Spitze des Eisberges ist noch nicht erreicht.

Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.

Wo ist der Glaube heute ? - Was haben die früheren Märtyrer gemacht? Sie haben ihr Leben für den Glauben eingesetzt und sind auch für den Glauben gestorben.

https://gloria.tv/article/7864AD9rLhec4mhHPHLVZ36CU
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7543 am: 16. Juni 2019, 21:02:52 »
Katechismus der Katholischen Kirche
§§ 687–688

„Der Geist der Wahrheit wird euch in die ganze Wahrheit führen“ (vgl. Joh 16,13)

„Keiner erkennt Gott – nur der Geist Gottes“ (1 Kor 2,11). Der Geist, der Gott offenbart, lässt uns Christus, sein lebendiges Wort erkennen; er spricht aber nicht von sich. Er, der „durch die Propheten gesprochen hat“ (Glaubensbekenntnis v. Nizäa-Konstantinopel: DS 150), lässt uns das Wort des Vaters vernehmen. Ihn selbst aber hören wir nicht. Wir erkennen ihn nur darin, dass er uns das Wort offenbart und uns bereitmacht, es im Glauben anzunehmen. Der Geist der Wahrheit, der uns Christus „enthüllt“, redet nicht „aus sich selbst heraus“ (vgl. Joh 16,13). Diese wahrlich göttliche Zurückhaltung erklärt, warum ihn „die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt“, während die an Christus Glaubenden ihn kennen, weil er bei ihnen bleibt (Joh 14,17).

Als lebendige Glaubensgemeinschaft, die den Glauben der Apostel weitergibt, ist die Kirche der Ort unserer Erkenntnis des Heiligen Geistes:

– in den von ihm inspirierten Schriften;
– in der Überlieferung, deren stets aktuelle Zeugen die Kirchenväter sind;
– im Lehramt der Kirche, dem er beisteht;
– in der sakramentalen Liturgie: durch ihre Worte und Sinnbilder, in denen uns der Heilige Geist mit Christus verbindet;
– im Gebet, in dem er für uns eintritt;
– in den Charismen und Dienstämtern, durch die die Kirche aufgebaut wird;
– im apostolischen und missionarischen Leben;
– im Zeugnis der Heiligen, worin er seine Heiligkeit bekundet und das Heilswerk fortsetzt.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7544 am: 16. Juni 2019, 21:05:11 »
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Buch der Sprüche 8,22-31.

So spricht die Weisheit Gottes: Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege, vor seinen Werken in der Urzeit;
in frühester Zeit wurde ich gebildet, am Anfang, beim Ursprung der Erde.
Als die Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren, als es die Quellen noch nicht gab, die wasserreichen.
Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln wurde ich geboren.
Noch hatte er die Erde nicht gemacht und die Fluren und alle Schollen des Festlands.
Als er den Himmel baute, war ich dabei, als er den Erdkreis abmaß über den Wassern,
als er droben die Wolken befestigte und Quellen strömen ließ aus dem Urmeer,
als er dem Meer seine Satzung gab und die Wasser nicht seinen Befehl übertreten durften,
als er die Fundamente der Erde abmaß, da war ich als geliebtes Kind bei ihm. Ich war seine Freude Tag für Tag und spielte vor ihm allezeit.
Ich spielte auf seinem Erdenrund, und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein.

Psalm 8,4-5.6-7.8-9.

Seh' ich den Himmel, das Werk deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt.

All die Schafe, Ziegen und Rinder
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

Brief des Apostels Paulus an die Römer 5,1-5.

Brüder! Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.
Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld,
Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung.
Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 16,12-15.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.
Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird.
Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.
Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7545 am: 16. Juni 2019, 23:19:59 »
Dreifaltigkeitssonntag

Gepriesen sei der dreieinige Gott: der Vater und sein eingeborener Sohn und der Heilige Geist; denn er hat uns sein Erbarmen geschenkt.“
Der Eingangsgesang zur Eucharistie am Sonntag nach Pfingsten gibt den Leitgedanken dieses Festtags wieder: die anbetende Feier des dreieinigen Gottes.
Das Fest wurde erst im späten Mittelalter in den liturgischen Kalender der römischen Kirche eingefügt. Woche, Tag und Stunde, Fest- und Werktag, jede liturgische Feier und alles Beten sind in diesem Festgeheimnis grundgelegt. Unser Glaube bekennt den dreifaltigen Gott, der in drei Personen trotzdem der Eine bleibt und ist. Das entzieht sich dem Verstehen und dem Hinterfragen des Menschen. Das Tagesgebet dieses Sonntags bittet deshalb darum, die Größe der göttlichen Dreifaltigkeit bekennen und ihre machtvoll wirkende Einheit verehren zu können. Da die Beschränktheit der Sprache und das theologische Hinterfragen die Größe Gottes nur ungenügend in Worte zu fassen vermögen, bleiben uns einzig Anbetung und Verherrlichung des unergründlichen Geheimnisses Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Am Fest der allerheiligsten Dreifaltigkeit heißt es in einem Hymnus aus dem Abendgebet der Kirche:
"O sel’ges Licht, Dreifaltigkeit
Du einzig mächt’ge Wesenheit,
schon sinkt der Sonne Feuerball
schenk’ unsern Herzen deinen Glanz."

Die liturgischen Texte ergehen sich nicht in Spekulationen, sondern wollen die Gläubigen ermutigen, das Geheimnis der Dreieinigkeit in ihr Leben aufzunehmen und aus diesem Geheimnis ihr Leben zu gestalten:

"Dich preist am Morgen unser Lied,
Dich rufen wir am Abend an,
Dich lobt durch alle Ewigkeit
demütig unser Lobgesang."

Aus dem Schott:

"Wir machen das Kreuzzeichen und sagen: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Was hat das Kreuz mit den drei göttlichen Personen zu tun? Es ist das Zeichen des Sohnes, des Menschensohnes, der am Kreuz für uns starb. Im Sohn wohnt die Fülle der Gottheit; der Vater ist im Sohn und der Sohn im Vater durch den heiligen Geist. Der Heilige Geist ist auch die innige Zuwendung Gottes zu seiner Schöpfung, er ist die wesentliche Liebe. Und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm."

Präfation von der Heiligsten Dreifaltigkeit

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Mit deinem eingeborenen Sohn und dem Heiligen Geist bist du der eine Gott und der eine Herr, nicht in der Einzigkeit einer Person, sondern in den drei Personen des einen göttlichen Wesens. Was wir auf deine Offenbarung hin von deiner Herrlichkeit glauben, das bekennen wir ohne Unterschied von deinem Sohn, das bekennen wir vom Heiligen Geiste. So beten wir an im Lobpreis des wahren und ewigen Gottes die Sonderheit in den Personen, die Einheit im Wesen und die gleiche Fülle in der Herrlichkeit. Dich loben die Engel und Erzengel, die Kerubim und Serafim. Wie aus einem Mund preisen sie dich Tag um Tag und singen auf ewig das Lob deiner Herrlichkeit.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7546 am: 18. Juni 2019, 22:38:01 »
Hl. Cäsarius von Arles (470-543)
Mönch und Bischof
Predigten ans Volk, Nr. 23,31, SC 243 (trad. © Evangelizo)

„Liebt eure Feinde“

Bei all den Werken wahrer, vollkommener Nächstenliebe, von denen ich zu euch spreche, wird nichts mit den Händen oder den Füßen gemacht – also kann niemand behaupten, er sei dazu nicht in der Lage oder er sei gebrechlich. […] Niemand kann sich hier auf glaubwürdige Weise herausreden und sagen, er könne diese Ratschläge nicht umsetzen. Denn es wird dir ja nicht gesagt: „Faste strenger als du kannst, bleib nachts länger wach, als es deine Kräfte erlauben“ […]; du bist nicht verpflichtet, all dein Hab und Gut zu verkaufen und alles den Armen zu geben, noch jungfräulich zu bleiben. […] Wer all das kann, der möge Gott dafür danken. Und wer das nicht kann, der bewahre die wahre Nächstenliebe, und mit ihr wird er alles besitzen, denn die Liebe genügt, auch ohne all diese guten Werke. Aber diese guten Werke ohne die Liebe sind zu nichts nütze. Deshalb sage ich euch das alles immer wieder, geliebte Brüder, damit ihr immer besser verstehen könnt, dass keiner geltend machen kann, die Gebote Gottes nicht erfüllen zu können. […]

Bewahrt euch also das sanfte und heilsame Band der Liebe, ohne dass der Reiche arm und mit dem der Arme reich ist. Was besitzt denn der Reiche, wenn er die Liebe nicht hat? […] Und da, wie der Evangelist Johannes sagt, „Gott die Liebe ist“ (vgl. 1 Joh 4,8), was kann denn dem Armen fehlen, wenn er durch die Liebe verdient, Gott zu besitzen? […] Liebt also, geliebte Brüder, und bewahrt die Liebe; ohne die niemand Gott je sehen wird.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7547 am: 20. Juni 2019, 05:26:43 »
Die Muttergottes hat mich vor der Verzweiflung gerettet.

Das war die größte Gefahr. Leute wie wir haben immer so viel Glaube und Liebe wie nötig. Aber es ist die Hoffnung, die fehlen kann…
Stell dir vor, achtzehn Monate lang konnte ich mein „Vater unser“ nicht sagen… „Dein Wille geschehe!“ Ich konnte das nicht sagen, denn ich konnte seinen Willen nicht akzeptieren. Das ist furchtbar. Es geht nicht darum, Gebete wie Brotkrumen herunterzusagen. Es geht darum, wirklich zu sagen, was sie beinhalten.
Also habe ich zu Maria gebetet. Die Gebete zu Maria sind Gebetsreserven: es gibt kein einziges Gebet in der ganzen Liturgie, kein einziges, verstehst du, das ein erbarmungswürdiger Sünder nicht auch wirklich sagen könnte. Im Heils-Mechanismus ist das Gegrüßet seist du Maria die letzte Zuflucht. Mit diesem Gebet kann man nicht verloren gehen.“
Charles Péguy

Französischer Schriftsteller

Auszug aus einem Brief an seinen Freund Lotte, nach dem Tod des jungen Sohns von Péguy
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« Antwort #7548 am: 20. Juni 2019, 05:29:25 »
Unsere Liebe Frau von der Straße

Die Vereinigung Notre-Dame de la Rue (Unsere Liebe Frau von der Straße) initiiert eine Gebetskette für die Ärmsten der Armen und deren Begleiter. Sie verbindet mehr als 200 Gruppen von Ordensleuten und Laien in 45 Ländern, in allen fünf Kontinenten. Romain Fortunier ist ihr Präsident, er beantwortet die Fragen von Aleteïa:
Eine Statue Unserer Lieben Frau von der Straße ist zur Zeit in Frankreich unterwegs und wird bald das Mittelmeer Richtung Osten überqueren. Möchten sie dem Gebet eine internationale Dimension geben?
„Christus fordert seine Jünger auf, in die ganze Welt zu gehen und das Evangelium zu verkünden. Die Statue Unserer Lieben Frau von der Straße, die durch die Welt geschickt wird, führt zur Einheit mit Christus, jenseits von sozialen und kulturellen Unterschieden.
Engagierte Frauen und Männer organisieren den Weg der Statue vom Libanon ins verheißene Land, nach Bethlehem, wo sie Weihnachten 2018 ankommen soll. Die Statue Unserer Lieben Frau von der Straße muss vor allem nach Syrien kommen, in die Ambulanzen und Flüchtlingslager. Das ist die Gelegenheit, unseren so schwer geprüften Schwestern und Brüdern im Nahen Osten unsere Unterstützung und unser Mitleiden zu bezeugen.
Zusammengestellt von Benjamin Fayet, Aleteia
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7549 am: 20. Juni 2019, 06:12:07 »
Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] (1891-1942)
Karmelitin, Märtyrerin, Mitpatronin Europas
„Ich bleibe bei Euch …“ (16. Juni 1938), 11–20; in: Edith-Stein-Gesamtausgabe, Band 20, Geistliche Texte II, 3. Teil 6, S. 98

„Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben“

Dies Herz, es schlägt für uns im kleinen Zelt,
Wo es geheimnisvoll verborgen weilt,
In jenem stillen, weißen Rund.

Das ist Dein Königsthron, o Herr, auf Erden,
Den sichtbar Du für uns errichtet hast,
Und gerne siehst Du mich ihm nah’n.

Du senkst voll Liebe Deinen Blick in meinen
Und neigst Dein Ohr zu meinen leisen Worten
Und füllst mit Frieden tief das Herz.

Doch Deine Liebe findet kein Genügen
In diesem Austausch, der noch Trennung lässt:
Dein Herz verlangt nach mehr.

Du kommst als Frühmahl zu mir jeden Morgen,
Dein Fleisch und Blut wird mir zu Trank und Speise
Und Wunderbares wird gewirkt.

Dein Leib durchdringt geheimnisvoll den meinen,
Und Deine Seele eint sich mit der meinen:
Ich bin nicht mehr, was einst ich war.

Du kommst und gehst, doch bleibt zurück die Saat,
Die Du gesät zu künft’ger Herrlichkeit,
Verborgen in dem Leib von Staub.

Es bleibt ein Glanz des Himmels in der Seele,
Es bleibt ein tiefes Leuchten in den Augen,
Ein Schweben in der Stimme Klang.

Es bleibt das Band, das Herz mit Herz verbindet,
Der Lebensstrom, der aus dem Deinen quillt
Und jedes Glied belebt.

Wie wunderbar sind Deiner Liebe Wunder,
Wir staunen nur und stammeln und verstummen,
Weil Geist und Wort versagt.
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