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Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 2358913 mal)

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Offline Tina 13

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8968 am: 01. April 2021, 23:55:25 »
Hl. Katharina von Siena (1347-1380)
Dominikanertertiarin, Kirchenlehrerin, Mitpatronin Europas
Brief 129 (in: Lectionnaire pour les dimanches et les fêtes de J.-R. Bouchet, Éds du Cerf 1994, p. 417, rev.; ins Dt. trad. © Evangelizo)

„Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war […], und er erwies ihnen seine Liebe bis zur Vollendung“ (vgl. Joh 13,1)

Seid gehorsam bis zum Tod, nach dem Beispiel des Lammes ohne Fehl und Makel, das seinem Vater gehorchte bis zum schmachvollen Tod am Kreuz. Denkt daran, dass er der Weg und die Regel ist, der ihr folgen sollt. Habt ihn beständig vor den Augen eures Geistes. Seht, wie gehorsam er ist, dieser Logos, das Wort Gottes. Er weigert sich nicht, die Last der Leiden zu tragen, mit denen sein Vater ihn betraut hat; im Gegenteil: Er geht, beseelt von großem Verlangen, darauf zu. Ist es nicht das, was er beim letzten Abendmahl am Gründonnerstag bekundet, wenn er sagt: „Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen“ (Lk 22,15)? Mit dem „Essen des Paschamahles“ meint er die Erfüllung des Willens und Wunsches des Vaters. Da ihm keine Zeit mehr bleibt (er sah sich schon am Ende seines Weges, da er seinen Leib für uns opfern sollte), jubelt er, frohlockt und spricht voll Freude: „Ich habe mich sehr danach gesehnt“. Das ist das Pascha, vom dem er sprach; jenes, in dem er sich selbst als Speise gab, in dem er seinen eigenen Leib opferte, um dem Vater zu gehorchen.

Jesus hatte mit seinen Jüngern sehr wohl andere Paschafeste gefeiert, keines aber war diesem gleich, o unaussprechliche, süße und brennende Liebe! Du denkst nicht an deine Schmerzen, nicht an deinen schändlichen Tod; hättest du daran gedacht, wärest du nicht so freudig bewegt gewesen, du hättest es nicht als Paschafest bezeichnet. Der Logos sieht, dass er selbst es ist, der auserwählt wurde, er selbst, der unsere ganze Menschheit als Braut empfing. Er wurde gebeten, uns sein eigenes Blut zu geben, damit Gottes Wille in uns geschehe, damit es sein Blut sei, das uns heiligt. Dies ist das süße Paschafest, das dieses fehlerlose Lamm annimmt (vgl. Ex 12,5). Und mit großer Liebe und großer Sehnsucht erfüllt es den Willen des Vaters, hält sich ganz und gar an seinen Plan. Welch süße, unaussprechliche Liebe! […]

Deshalb bitte ich euch, meine Lieben: Fürchtet nichts, was immer es auch sein möge, und setzt euer ganzes Vertrauen auf das Blut des gekreuzigten Christus. […] Verbannt alle sklavische Furcht aus eurem Geist. Ihr werdet mit dem heiligen Paulus sprechen […]: „Durch Christus den Gekreuzigten vermag ich alles, denn er lebt in mir durch Sehnsucht und Liebe, und er gibt mir Kraft“ (vgl. Phil 4,13; Gal 2,20). Liebt, liebt, liebt! Durch sein Blut hat das sanfte Lamm eure Seele zu einem unerschütterlichen Felsen gemacht.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8969 am: 02. April 2021, 20:01:01 »
Predigt von Professor May

07.02.2021

Kreuz­züge

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Eine Tak­tik der heu­ti­gen Feinde der katho­li­schen Kir­che besteht darin, den Gläu­bi­gen ein schlech­tes Gewis­sen zu machen. Sie war­ten mit wirk­li­chen oder angeb­li­chen Ver­feh­lun­gen und Ver­ge­hen von Glie­dern und Amts­trä­gern der Kir­che auf und knüp­fen daran die Fol­ge­rung, die Chris­ten müss­ten sich schä­men und hät­ten kei­nen Grund, ihres Glau­bens froh und auf ihre Kir­che stolz zu sein. Ein Bei­spiel für die­ses Vor­ge­hen ist der Umgang mit den Kreuz­zü­gen in das Hei­lige Land. Es ist üblich gewor­den, die mili­tä­ri­schen Anstren­gun­gen der euro­päi­schen Völ­ker zur Befrei­ung Paläs­ti­nas mit Schmä­hun­gen zu über­zie­hen. Die Kreuz­züge wer­den als phan­tas­ti­sche Ver­ir­rung und sinn­lose Ver­schwen­dung von Gut und Blut Hun­dert­tau­sen­der bezeich­net. Wie steht es in Wahr­heit um die Kreuz­züge? Die Kreuz­züge waren Defen­si­v­un­ter­neh­men gegen den fana­ti­schen Ansturm der Heere aus den Wüs­ten Ara­bi­ens. Der Islam, die von Muham­med begrün­dete Misch­re­li­gion, war von Anbe­ginn mit Gewalt und Krieg, Erobe­rung und Unter­wer­fung ver­bun­den. Die­ser Cha­rak­ter ergibt sich aus dem Koran, den die Mus­lime als ver­bind­li­che gött­li­che Offen­ba­rung anse­hen, der aber blo­ßes Men­schen­werk ist. Muham­med schärfte sei­nen Anhän­gern die grund­sätz­li­che und unab­läs­sige Bekämp­fung der Ungläu­bi­gen als Pflicht ein. Ungläu­big sind alle, die keine Mus­lime sind. Mit Erobe­rungs- und Raub­zü­gen unter­war­fen die Mus­lime inner­halb weni­ger Jahr­zehnte Paläs­tina, Syrien, Ägyp­ten und Per­sien. Vom 7. bis ins 11. Jahr­hun­dert erober­ten sie über die Hälfte der christ­li­chen Gebiete und gin­gen daran, sie zu isla­mi­sie­ren. Spä­ter erfolg­ten Vor­stöße nach Indien, Tur­kes­tan, Nord­afrika und Spa­nien. Das Kali­fat Bag­dad wurde Sitz des isla­mi­schen Welt­rei­ches. Im 8. Jahr­hun­dert erober­ten sie fast die gesamte ibe­ri­sche Halb­in­sel und dran­gen zeit­weise bis an die Loire vor. Die Mus­lime waren die schlimmste Bedro­hung, wel­che die Chris­ten­heit je erfah­ren hat. Durch Bedrü­ckung und Ver­lockun­gen ver­führ­ten sie zahl­rei­che Chris­ten zum Anschluss an ihre Reli­gion. In vie­len Län­dern ging das Chris­ten­tum mit der Zeit völ­lig unter. 638 besetz­ten die Mus­lime Jeru­sa­lem. Die dort leben­den Chris­ten erfuh­ren Bedrän­gung und Miss­hand­lung. Sie konn­ten sich nur hal­ten, wenn sie hohe Kopf­steuer zahl­ten. Ihre reli­giö­sen Stät­ten wur­den, die Gra­bes­kir­che aus­ge­nom­men, zer­stört oder in Moscheen ver­wan­delt. Pil­ger wur­den aus­ge­beu­tet und ver­sklavt. Sie waren ihres Lebens nicht mehr sicher.

Die Chris­ten­heit sah den Greuel der Ver­wüs­tung an hei­li­ger Stätte mit tie­fem Schmerz. Man sann nach, wie man ihm abhel­fen könne. Dazu kamen die Hil­fe­rufe der ori­en­ta­li­schen Chris­ten. Die byzan­ti­ni­schen Kai­ser Michael VII. und Alex­an­der I. Kom­ne­nos wand­ten sich an den Papst und baten um mili­tä­ri­schen Bei­stand. Der Apos­to­li­sche Stuhl hörte auf die Bitte der ver­zwei­fel­ten Byzan­ti­ner. Es ent­stand der Plan mili­tä­ri­schen Ein­grei­fens. Die Päpste haben die Kreuz­zug­s­idee auf­ge­nom­men und die Kreuz­zug­be­we­gung mit allen Mit­teln geför­dert. Sie setzte mit dem Auf­ruf Papst Urbans II. auf dem Kon­zil von Cler­mont im Jahre 1095 ein. Die Päpste haben jahr­hun­der­te­lang das Ziel, die Chris­ten zu schüt­zen und die hei­li­gen Stät­ten Paläs­ti­nas zu befreien, nicht aus den Augen ver­lo­ren. Von hei­li­gem Eifer bewegt, war­ben sie bei den Fürs­ten um den Auf­bruch christ­li­cher Heere in das Hei­lige Land. Ohne ihre uner­müd­li­chen Auf­rufe und ohne ihre mas­sive Unter­stüt­zung wären die Kreuz­züge nicht zustande gekom­men. Für die Finan­zie­rung der Kreuz­züge war das Papst­tum durch den Kreuz­zugs­zehn­ten von aus­schlag­ge­ben­der Bedeu­tung. Dazu tra­ten zahl­rei­che geist­li­che und recht­li­che Maß­nah­men. Die Päpste ver­lie­hen den Kreuz­fah­rern Ablässe der Sün­den­stra­fen und schütz­ten ihre Per­son, ihre Fami­lien und ihren Besitz in der Hei­mat durch einen Got­tes­frie­den. Die Päpste waren die haupt­säch­li­chen För­de­rer der Kreuz­zugs­be­we­gung, und dafür gebührt ihnen der Dank der Chris­ten­heit.

In ers­ter Linie waren regie­rende euro­päi­sche Fürs­ten gefragt, um christ­li­che Heere in das Hei­lige Land zu füh­ren. Viele von ihnen sind den Auf­ru­fen der Päpste gefolgt. Aus Deutsch­land sind die Kai­ser Kon­rad III., Fried­rich I. Bar­ba­rossa, Hein­rich VI. und (mit Ein­schrän­kun­gen) Fried­rich II., aus Frank­reich Lud­wig VII., Phil­ipp II. und Lud­wig IX. zu erwäh­nen. Dazu ist an König Andreas II. von Ungarn, König Jakob I. von Ara­gon, den nor­we­gi­schen König Sigurd, den König Bohe­mund von Tarent, König Richard Löwen­herz von Eng­land und an zahl­rei­che Gra­fen wie jene von Cham­pa­gne, Blois und Flan­dern zu erin­nern. Alle diese Herr­scher sahen es aus christ­li­cher Über­zeu­gung und poli­ti­scher Über­le­gung als not­wen­dig an, mit Hee­res­macht das Hei­lige Land von sei­nen grim­mi­gen Fein­den zu befreien. Der mili­tä­risch stärkste Teil der Kreuz­fah­rer­heere waren die Rit­ter; sie beherrsch­ten das Waf­fen­hand­werk. Die Zahl der Teil­neh­mer am Ers­ten Kreuz­zug betrug wohl etwa 120 000 Per­so­nen, unter ihnen ver­mut­lich weni­ger als 10% Adlige und Rit­ter. Als Grund­her­ren und als Lehns­her­ren ver­moch­ten sie die von ihnen abhän­gi­gen Män­ner zum Anschluss an die Heere der Kreuz­fah­rer zu bewe­gen. Der Lehns­mann schul­det dem Lehns­her­ren als Gegen­leis­tung für das emp­fan­gene Lehen unbe­zahl­ten Hee­res­dienst. In dem agra­risch gepräg­ten Mit­tel­al­ter waren die Bau­ern die Masse der Bevöl­ke­rung. Soweit sie frei und nicht hörig waren, stell­ten sich man­che von ihnen wil­lig der Kreuz­fahrt zur Ver­fü­gung. In den Städ­ten, wo das Hand­werk zu Hause war, lud man Hand­wer­ker ein, sich dem Kreuz­zug anzu­schlie­ßen. Sie waren einem Heer, das zum Kampf aus­rückte, unent­behr­lich als Schlos­ser und Schmiede, Stell­ma­cher und Wag­ner. Inso­weit Söld­ner zur Kreuz­fahrt ange­wor­ben wur­den, ist bis­her nicht erforscht wor­den. Ein Kreuz­zug ver­schlang unge­heure Sum­men. Aus­rüs­tung, Ver­pfle­gung und Unter­brin­gung von Mas­sen bis über 100000 muss­ten auf­ge­bracht wer­den. Für die Adli­gen und Rit­ter war die Kreuz­fahrt ein kost­spie­li­ges Unter­neh­men, das von vie­len nur durch Ver­kauf oder Ver­pfän­dung ihrer Güter durch­ge­führt wer­den konnte. Die Bau­ern, die aus­zo­gen, das Hei­lige Land zu befreien, muss­ten um die Bestel­lung ihrer Äcker und die Ver­sor­gung ihres Viehs besorgt sein. Die Hand­wer­ker moch­ten mit Beklem­mung daran den­ken, was aus ihrer Werk­statt und ihrem Laden in der Zeit ihrer oft mehr­jäh­ri­gen Abwe­sen­heit wer­den würde. Die Kreuz­fah­rer setz­ten für ihren Ein­satz erheb­li­che eigene finan­zi­elle Mit­tel ein, über­lie­ßen Haus und Hof ihrer Frau und ihren Kin­dern, nah­men Stra­pa­zen, Gefah­ren und Ent­beh­run­gen auf der 5000 km lan­gen Reise auf sich und rech­ne­ten damit, nicht mehr heim­zu­keh­ren. Die Teil­neh­mer am Kreuz­zug wuss­ten um die Gefah­ren, denen sie sich aus­setz­ten. Unge­zählte Kreuz­fah­rer ver­lo­ren ihr Leben durch Krank­hei­ten, Seu­chen und das Schwert der Mus­lime. Der Ehe­mann der hei­li­gen Eli­sa­beth starb bereits vor der Ein­schif­fung in Brin­disi.

Was bewog Hun­dert­tau­sende dazu, den Marsch oder die Fahrt ins Hei­lige Land mit ihren Unwäg­bar­kei­ten anzu­tre­ten? Ihr Glaube und ihre Begeis­te­rung. Die Idee der Kreuz­fahrt nach Jeru­sa­lem war lange Zeit popu­lär im Volke. Das Schick­sal des Hei­li­gen Lan­des und sei­ner christ­li­chen Bewoh­ner rief bei den euro­päi­schen Chris­ten namen­lo­ses Ent­set­zen und leb­haf­tes Mit­ge­fühl her­vor. Die Gläu­bi­gen waren über­zeugt, dass die Kreuz­züge der Chris­ten­heit von Gott durch den Mund des Paps­tes befoh­len wur­den. Der Kampf­ruf des Ers­ten Kreuz­zugs „Gott will es“ zeigt, dass die Kreuz­fah­rer davon durch­drun­gen waren, im Ein­klang mit den Plä­nen Got­tes für die Welt zu ste­hen. Die Kreuz­fah­rer waren von erhe­ben­den Moti­ven bewegt, sich an dem risi­ko­rei­chen Unter­neh­men zu betei­li­gen. Sie woll­ten die in ihrer Exis­tenz bedroh­ten ori­en­ta­li­schen Chris­ten schüt­zen. Sie woll­ten ihre Frei­heit, ihre Reli­gion und ihre Kul­tur gegen die muham­me­da­ni­sche Aggres­sion ver­tei­di­gen. Sie woll­ten die Pil­ger­wege ins Hei­lige Land offen­hal­ten. Sie woll­ten die christ­li­chen Stät­ten in Paläs­tina vor Schän­dung und Zer­stö­rung bewah­ren. Sie woll­ten das christ­li­che Europa vor der Bedro­hung durch den Islam schüt­zen. Die reli­giöse Moti­va­tion sah den Kreuz­zug als Buß­wall­fahrt, als Mög­lich­keit, an einem Unter­neh­men zur Wie­der­her­stel­lung des ver­lo­ren­ge­gan­ge­nen Erbes der Herrn teil­zu­neh­men, als Gele­gen­heit, den bedräng­ten Mit­chris­ten, vor allem aber Chris­tus selbst einen Dienst der Liebe zu erwei­sen. Sie emp­fan­den den Kreuz­zug als reli­giös ver­dienst­voll und als mora­lisch ver­pflich­tend. Der hei­lige Bern­hard von Clairvaux hat die Teil­nahme am Kreuz­zug als von Gott gewährte Chance zum Erwerb des eige­nen See­len­heils her­aus­ge­stellt. Der Kreuz­fah­rer galt als vor Gott gerecht­fer­tigt, sofern er aus­schließ­lich aus Gott­er­ge­ben­heit am Kreuz­zug teil­nahm. Die Betei­li­gung am Kreuz­zug hatte die innere Umkehr des Ein­zel­nen zur Vor­aus­set­zung, sollte er ein Ver­dienst vor Gott ver­schaf­fen. Der Kreuz­fah­rer musste die Absicht haben, sich in den Dienst Got­tes zu stel­len und in der Nach­folge Christi bereit zu sein, das Leben für Gott und den (christ­li­chen) Nächs­ten ein­zu­set­zen. Nur durch diese Inten­tion erwarb er den ihm ver­hei­ße­nen Ablass. Die in der Beichte ver­hängte Buße konnte durch die Teil­nahme am Kreuz­zug ersetzt wer­den. So wurde man­cher, der schwere Schuld zu büßen hatte, zum Anschluss an die Kreuz­fah­rer bewo­gen. Die teil­neh­men­den Laien leg­ten ein Gelübde ab. Gelübde sind Gott gemachte Ver­spre­chen. Das sicht­bare Zei­chen des Gelüb­des war das auf dem Gewand ange­hef­tete Kreuz. Das Gelübde war rechts­ver­bind­lich und ging bei Nicht­er­fül­lung vom Vater auf den Sohn über. Das Kreuz­zugs­ge­lübde begrün­dete die beson­dere Rechts­stel­lung des Kreuz­fah­rers und sei­ner in der Hei­mat ver­blie­be­nen Ange­hö­ri­gen. Sie besagte Rechts­schutz des Besit­zes des Kreuz­fah­rers und sei­ner Vasal­len oder Höri­gen wäh­rend der Abwe­sen­heit, Auf­schub bei Lehens- und Hof­dienst sowie bei Gerichts­ver­fah­ren, Mora­to­rium für die Rück­erstat­tung von Schul­den sowie für die Zins­zah­lung bis zur Heim­kehr, Frei­heit von Zöl­len und Steu­ern, das Recht, Lehen oder sonst unver­äu­ßer­li­che Besitz­tü­mer zu ver­kau­fen oder zu ver­pfän­den.

Ich kann in der Kürze der mir zur Ver­fü­gung ste­hen­den Zeit nicht den Ver­lauf aller Kreuz­zugs­un­ter­neh­mun­gen dar­stel­len. Nur auf zwei will ich kurz ein­ge­hen. Der erste Kreuz­zug fällt in die Jahre 1096 bis 1099. Das Heer hatte beim Zug durch Klein­asien und Syrien schwere Kämpfe zu beste­hen. Es erfocht Siege bei Doryl­äum (1097) und bei Antio­chien (1098). In unsäg­li­chen Mühen und Gefah­ren ver­lo­ren viele Tau­sende ihr Leben. Am 15. Juli 1099 erstürm­ten die Kreuz­fah­rer Jeru­sa­lem. Die erbit­ter­ten Kämp­fer übten strenge Ver­gel­tung an der mus­li­mi­schen Bevöl­ke­rung. Fast hun­dert Jahre spä­ter brach Kai­ser Fried­rich I. Bar­ba­rossa mit einem vor­züg­lich aus­ge­rüs­te­ten Heer von etwa 20000 Kämp­fern im Mai 1189 von Regens­burg auf. Auf dem Weg durch den Bal­kan begeg­ne­ten den Kreuz­fah­rern die Feind­se­lig­keit der Bul­ga­ren und Grie­chen. Das Heer gelangte nach Klein­asien und erfocht einen Sieg vor Iko­nium (1190). Doch durch Ent­beh­run­gen und Über­fälle erlitt es schwere Ver­luste. Der kai­ser­li­che Füh­rer ertrank in dem rei­ßen­den Berg­strom Saleph in Cili­cien (10. Juni 1190). Das deut­sche Unter­neh­men drohte völ­lig zu schei­tern. Her­zog Fried­rich von Schwa­ben, der Sohn des Ver­stor­be­nen, brachte nur mehr wenige tau­send Mann in das Feld­la­ger vor Akkon (Pto­le­mais), starb aber selbst anfangs 1191. Akkon konnte nach fast zwei­jäh­ri­ger Bela­ge­rung unter unge­heu­ren Opfern genom­men wer­den. Die Hei­lige Stadt blieb in den Hän­den der Mus­lime. Ein Ver­trag vom Sep­tem­ber 1192 gestand den Chris­ten den Besitz eines Strei­fens an der Küste, freie Wall­fahrt nach Jeru­sa­lem und einen drei­jäh­ri­gen Waf­fen­still­stand zu – ein dürf­ti­ges Ergeb­nis die­ses groß­ar­tigs­ten aller Kreuz­züge. Mit der reli­giö­sen ver­band sich die poli­ti­sche Ziel­set­zung. Zumin­dest am Anfang hat­ten viele Kreuz­fah­rer die Hoff­nung, das Hei­lige Land den Mus­li­men zu ent­rei­ßen und der Chris­ten­heit und der Kir­che zurück­zu­ge­ben. Sie begrün­de­ten in Paläs­tina und in des­sen Nach­bar­schaft vier „Staa­ten“: Edessa, Antio­chia, Jeru­sa­lem und Tri­po­lis. Gleich­zei­tig mit den Staa­ten wur­den zahl­rei­che Bis­tü­mer errich­tet. Den Grün­dun­gen war keine Zukunft beschie­den. Die Kreuz­fah­rer­staa­ten – Edessa, Antio­chia, Tri­po­lis und Jeru­sa­lem – fris­te­ten eine fra­gile Exis­tenz. Sie lit­ten an Bevöl­ke­rungs­man­gel. Die Kreuz­fah­rer­staa­ten krank­ten auch am Anfang an inne­rer Zer­strit­ten­heit. Der mit viel Hoff­nung begon­nene Wie­der­auf­bau eines christ­li­chen Lan­des kam nicht zustande. Die Kreuz­fah­rer­staa­ten konn­ten sich aus eige­ner Kraft nicht erhal­ten. Sie waren von Anfang an auf dau­ernde Unter­stüt­zung von außen ange­wie­sen. Die Schiffe von Genua, Pisa und Vene­dig waren für den Nach­schub unent­behr­lich. Die nicht mit dem Apos­to­li­schen Stuhl in Ver­bin­dung ste­hen­den Grie­chen waren den Kreuz­fah­rern ent­we­der feind­lich oder nah­men eine zwei­deu­tige Stel­lung ein. Die Grie­chen und ihre schis­ma­ti­sche Kir­che konn­ten sich mit der Exis­tenz katho­li­scher Bis­tü­mer nicht abfin­den. Sie arbei­tete lie­ber mit den Mus­li­men als mit vom Papst ein­ge­setz­ten Bischö­fen zusam­men. Die Staa­ten konn­ten sich nicht hal­ten. Jeru­sa­lem war schon 1187 wie­der in der Hand der Mus­lime. Auch die übri­gen Staa­ten fie­len dahin. Der äußere Druck durch die Mus­lime war zu stark. Der Haupt­zweck der Kreuz­züge: die dau­ernde Wie­der­auf­rich­tung der christ­li­chen Herr­schaft im Hei­li­gen Land wurde nicht erreicht.

Die Kreuz­züge als euro­pä­isch domi­nierte und vom ste­ti­gen Nach­schub abhän­gige Unter­neh­mun­gen konn­ten letzt­lich nicht erfolg­reich sein. Dazu hätte es ein per­ma­nen­tes Leben und ein ste­hen­des Heer in Paläs­tina gebraucht. Bei­des fehlte. Die geist­li­chen Rit­ter­or­den hat­ten stets Man­gel an Per­so­nal. Seit dem 13. Jahr­hun­dert war die Soli­da­ri­tät des christ­li­chen Abend­lan­des im Schwin­den. Als der Zweite Kreuz­zug (1147/48) mit einem Fiasko endete, geriet die Kreuz­zug­s­idee in eine Krise. Der hl. Bern­hard führte den unglück­li­chen Aus­gang auf das sünd­hafte Trei­ben vie­ler Kreuz­fah­rer zurück. Die von Amtes wegen betrie­be­nen Kreuz­züge wur­den dis­kre­di­tiert durch pri­vate Unter­neh­mun­gen von Bau­ern und Rit­tern. Sie waren zumeist zucht­los und taten sich durch Ver­fol­gun­gen der Juden her­vor. Volks­mas­sen unter nicht­mi­li­tä­ri­schen Füh­rern wie dem Ere­mi­ten Peter von Ami­ens bra­chen vor­ei­lig auf und kamen unter­wegs um, ohne das Ziel zu errei­chen. Spon­tan-plan­lose Auf­brü­che wie der Kin­der­kreuz­zug von 1212 ende­ten in Kata­stro­phen. Die Fürs­ten und die Füh­rer der Kreuz­züge waren sich häu­fig nicht einig. Ihre Zer­strit­ten­heit arbei­tete den Geg­nern in die Hände. Die Unbe­stän­dig­keit, die Grau­sam­keit und der Hang zu Aben­teu­ern des eng­li­schen Königs Richard Löwen­herz scha­de­ten fast eben so viel, wie seine per­sön­li­che Tap­fer­keit nützte.

Wie­der­holt wird berich­tet, dass Kreuz­fah­rer auf ihrem Weg in das Hei­lige Land sich gegen Juden der Städte, die sie berühr­ten, wand­ten. Wenn auch das Aus­maß der Pogrome über­trie­ben wird, sind diese doch schmerz­lich und pein­lich; sie wer­den benutzt, um die Kreuz­züge in ein ungüns­ti­ges Licht zu rücken. Doch gilt es fest­zu­stel­len: Die Über­griffe gegen Juden gin­gen nir­gendwo von den Hee­ren der Kreuz­fah­rer aus, son­dern waren das Werk wil­der Hau­fen oder Ein­zel­ner. Die amt­li­che Kreuz­zugs­wer­bung hat sich ent­schie­den gegen Exzesse wie Angriffe auf Juden gewandt. Und noch eines ist fest­zu­hal­ten: Wenn katho­li­sche Chris­ten Grau­sam­kei­ten ver­üben, wider­spre­chen sie ihrem Glau­ben. Wenn Mus­lime Grau­sam­kei­ten voll­brin­gen, ent­spre­chen sie ihrer Reli­gion. Zusam­men­fas­send ist fest­zu­hal­ten:

Die Kreuz­züge sind eine glän­zende Kund­ge­bung des reli­giö­sen Geis­tes und der kirch­lich und kul­tu­rell noch unge­bro­che­nen Ein­heit des Abend­lan­des. Die kräf­ti­gen Offen­siv­stöße der Kreuz­züge bann­ten die isla­mi­sche Gefahr für geraume Zeit, bra­chen die isla­mi­sche See­herr­schaft auf dem Mit­tel­meer und sicher­ten die Befrei­ung der ibe­ri­schen Halb­in­sel von dem isla­mi­schen Joch. Die Kreuz­züge haben eine mus­li­mi­sche Inva­sion Euro­pas ver­hin­dert. Die Aus­wir­kun­gen der Kreuz­züge auf geis­ti­gem und wirt­schaft­li­chem Gebiet sind bedeut­sam. Die Berüh­rung mit der viel­fach über­le­ge­nen Kul­tur der Byzan­ti­ner und der Ara­ber wirkte anre­gend und befruch­tend auf die euro­päi­schen Län­der. Han­del und Gewerbe, Tech­nik, Wis­sen­schaft und Kunst nah­men einen beträcht­li­chen Auf­schwung. Die Begeg­nun­gen mit frem­den Kul­tu­ren und die Erfah­rung des gemein­sa­men Kamp­fes haben zur Selbst­fin­dung Euro­pas bei­ge­tra­gen. Darum gilt: Wir dür­fen es uns nicht gefal­len las­sen, dass unsere Vor­fah­ren und mit ihnen unsere hei­lige Kir­che in ein Meer von Beschimp­fun­gen getaucht wer­den, son­dern wir müs­sen der Wahr­heit Ehre geben. Es ist eine schä­bige Schmä­hung unse­rer gläu­bi­gen Vor­fah­ren, ihnen für ihre opfer­rei­chen Feld­züge unlau­tere Motive zu unter­schie­ben. Die Kir­che hat kei­nen Anlass, ihren Anteil an den Kreuz­zü­gen zu ver­ber­gen.

Amen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8970 am: 03. April 2021, 23:15:17 »
Hl. Amadeus von Lausanne (1108-1159)
Zisterziensermönch, Bischof
Marienpredigt VI, SC 72 (Huit homélies mariales, Éd. du Cerf Paris 1960, p. 161–173, rev.; ins Dt. trad. © Evangelizo)

Für dich ist er siegreich aus dem Reich des Todes erstanden

Es gibt „eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen“, sagt Salomo (Koh 3,4). Die Traurigkeit ist vergangen, die Zeit der Freude ist gekommen, die wahre Freude, die der Auferstehung Christi entspringt. […]

Für dich stieg er siegreich aus dem Reich des Todes empor, er zerbrach die ehernen Tore, zerschlug die eisernen Riegel (vgl. Ps 107(106),16), er nahm die Festungen der Unterwelt ein, zermalmte die Köpfe des Drachens. Deine Feinde hat er niedergemetzelt, den Fürsten der Hölle in der Grube gefesselt. Er hat den Tod getötet und den Urheber des Todes in Ketten gelegt. […] Dann führte er die Seinen aus der Finsternis und sprengte ihre Fesseln. Er versammelte um sich die Seelen aller Gerechten, die im Licht seines Angesichts wandeln und in seinem Namen frohlocken. Sie, die wegen ihrer Ungerechtigkeit erniedrigt worden waren, wurden in seiner Gerechtigkeit erhöht.

Bei seinem Gang durch die Unterwelt war der Herr Jesus allein, wie David in seinem Namen sang: „Ich aber [bin allein und] entkomme“ (vgl. Ps 141(140),10). War er auch allein bei seinem Eintritt, so war er doch keineswegs allein bei seinem Aufstieg, denn er führte eine unzählbare Schar von Heiligen mit sich. Er fiel in die Erde und starb, so dass er reiche Frucht brachte (vgl. Joh 12,24). Er ließ sich wie ein Samenkorn ausstreuen, um als Ernte das Menschengeschlecht zu erlangen. […] Ja, nachdem im Taufquell die Sünde in uns gestorben sind, werden wir durch das Bad der Wiedergeburt in Christus neu geboren, damit wir für ihn leben, der für alle gestorben ist. So sagt auch der Apostel: „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen“ (vgl. Gal 3,27). Ein einziges Korn bringt also zahlreiche Frucht hervor. […]

Weiter sagt der Apostel von ihm: „Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“ (Phil 2,9–10). Ja, die Unterwelt beugt vor ihm das Knie aus Furcht, die Erde wegen ihrer Erlösung, der Himmel vor Freude.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8971 am: 04. April 2021, 21:47:50 »
Proklos von Konstantinopel (um 390-446)
Bischof
14. Predigt; PG 65,796 (in: Le mystère de Pâques, coll. Lettres chrétiennes, Icthus, vol. 10, Éds. Le centurion-Grasset 1965, p. 149, rev.; ins Dt. trad. © Evangelizo)

„Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; wir wollen jubeln und uns an ihm freuen“ (Ps 118(117),24)

Was für ein schönes Osterfest! Und was für eine herrliche Festgemeinde! Dieser Tag birgt so viele Geheimnisse, alte und neue! In dieser Festwoche – oder besser gesagt Freudenwoche – jubeln die Menschen auf dem ganzen Erdkreis, und sogar die himmlischen Mächte vereinen sich mit uns, um voller Freude die Auferstehung des Herrn zu feiern. Die Engel und Erzengel frohlocken und warten darauf, dass der König der Himmel, Christus, unser Gott, siegreich von der Erde zurückkehrt; die Chöre der Heiligen jubeln und verkündigen den, der „vor der Morgenröte auferstanden ist“ (vgl. Ps 110(109),3), Christus. Die Erde frohlockt: Das Blut eines Gottes hat sie reingewaschen. Das Meer frohlockt: Die Schritte des Herrn haben es mit Ehre gekrönt. Jeder Mensch, der wiedergeboren wurde aus dem Wasser und dem Heiligen Geist, frohlocke; auch Adam, der erste Mensch frohlocke, da er befreit wurde vom alten Fluch. […]

Die Auferstehung Christi hat nicht nur diesen Festtag begründet, sondern sie schenkt uns auch Heil anstelle von Leiden, Unsterblichkeit anstelle von Tod, Heilung anstelle von Wunden, Auferstehung anstelle von Verfall. Einst wurde das Geheimnis des Pascha in Ägypten nach den vom Gesetz vorgegebenen Riten vollzogen; das Opfer des Lammes war nur ein Zeichen. Doch heute feiern wir, dem Evangelium gemäß, ein geistliches Pascha, nämlich den Tag der Auferstehung. Dort wurde ein Lamm aus der Herde geopfert […]; hier ist es Christus selbst, der sich als Lamm Gottes darbringt. Dort war es ein Tier aus dem Stall; hier ist es kein Lamm, sondern der Gute Hirte selbst, der sein Leben für seine Schafe hingibt (vgl. Joh 10,11). […] Dort durchqueren die Hebräer das Rote Meer und stimmen die Siegeshymne an auf ihren Beschützer: „Lasst uns dem Herrn singen, denn herrlich ist er verherrlicht“ (Ex 15,1 LXX). Hier singen diejenigen, die der Taufe für würdig befunden wurden, in ihren Herzen die Siegeshymne: „Einer ist heilig, einer ist Gott, Jesus Christus, in der Herrlichkeit Gottes, des Vaters. Amen.“ „Der Herr ist König, bekleidet mit Hoheit“, ruft der Prophet (Ps 93(92),1). Die Hebräer durchquerten das Rote Meer und aßen das Manna in der Wüste. Heute essen wir, wenn wir aus dem Taufbecken steigen, das Brot, das vom Himmel herabkommt (vgl. Joh 6,51).
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8972 am: 05. April 2021, 08:19:54 »
Sel. Columba Marmion (1858-1923)
Abt
Das Gebet des Mönches (in: Christus unser Ideal, Paderborn 1929, S. 459–460)

„Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er […] uns den Sinn der Schrift erschloss?“ (Lk 24,32)

Die tiefste Ursache dieser Fruchtbarkeit des Wortes Gottes ist die Tatsache, dass Christus immer lebt, dass er immer der ewige Gott ist, der erlöst und belebt. […] Was nun von der Person des Herrn gilt, das gilt in entsprechender Weise auch von seinem Wort. Und für uns ist seine Wirkkraft nicht geringer als zu jener Zeit.

Christus lebt im Herzen des Gerechten; unter der unfehlbaren Leitung dieses inneren Lehrmeisters dringt die Seele […] in die göttliche Klarheit ein; Christus teilt ihr seinen Geist mit, der da der erste Urheber der Heiligen Schrift ist, und so „durchdringt sie alles, selbst die Tiefen der Gottheit“ (1 Kor 2,10). Sie betrachtet die Wunder, die Gott für die Menschen gewirkt, ermisst im Glauben die göttlichen Ausmaße des Geheimnisses Christi; während die Herrlichkeiten dieses wunderbaren Schauspiels sie erleuchten, wird sie von ihm erfasst, angezogen, entzückt, erhoben, hingerissen und umgestaltet. Sie erfährt an sich, was die Jünger auf dem Wege nach Emmaus erlebten, da der Herr selbst sich würdigte, ihnen die Schrift auszulegen: „Brannte nicht unser Herz in uns, da er auf dem Wege mit uns redete und uns die Schrift erklärte“ (Lk 24,32)?

Kann es da wundernehmen, wenn die Seele, bezaubert und überwunden von diesem Worte des Lebens, das da eindringt bis ins Innerste, gleich den Jüngern bittet: „Herr, bleibe bei mir (vgl. Lk 24,29)! Verlass mich nicht, o Herr, du unvergängliches Licht, fleckenlose Wahrheit! Du einzig wahres Leben meiner Seele!“ Der Heilige Geist aber kommt diesen Bitten liebender Sehnsucht zuvor, indem er selbst in der Seele jene „unaussprechlichen Seufzer“ (Röm 8,26) weckt, die das wahre Gebet sind, ein gewaltiges Sehnen, Gott zu besitzen und nur mehr zu leben zur Verherrlichung des Vaters und seines Sohnes Jesus Christus. Nun ergreift die in lebendiger Verbindung mit Gott groß und brennend gewordene Liebe alle Fähigkeiten der Seele, macht sie stark und großmütig zur vollkommenen Erfüllung des göttlichen Willens und zu völliger Hingabe an den Herrn nach seinem Wohlgefallen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8973 am: 10. April 2021, 15:41:26 »
Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] (1891-1942)
Karmelitin, Märtyrerin, Mitpatronin Europas
Kreuzesliebe. Einige Gedanken zum Fest des hl. Vaters Johannes vom Kreuz (24. November 1933), in: Edith-Stein-Gesamtausgabe, Band 20, Geistliche Texte II, 2. Teil 2, S. 67

„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (Lk 9,23)

Der Heiland ist auf dem Kreuzweg nicht allein, und es sind nicht nur Widersacher um Ihn, die Ihn bedrängen, sondern auch Menschen, die Ihm beistehen: als Urbild der Kreuzesnachfolger aller Zeiten die Gottesmutter; als Typus derer, die ein ihnen auferlegtes Leid hinnehmen und seinen Segen erfahren, indem sie es tragen, Simon von Kyrene; als Vertreterin der Liebenden, die es drängt, dem Herrn zu dienen, Veronika. Jeder, der in der Folge der Zeiten ein schweres Schicksal im Gedanken an den leidenden Heiland geduldig trug oder freiwillige Sühneleistungen auf sich nahm, hat damit etwas von der gewaltigen Schuldenlast der Menschheit getilgt und dem Herrn Seine Last tragen helfen; vielmehr: Christus, das Haupt, leistet Sühne in diesen Gliedern Seines mystischen Leibes, die sich Ihm mit Leib und Seele für Sein Erlösungswerk zur Verfügung stellen.

Wir dürfen annehmen, dass der Ausblick auf die Getreuen, die Ihm auf Seinem Leidensweg folgen würden, den Heiland in der Ölbergnacht gestärkt hat. Und die Kraft dieser Kreuzträger kommt Ihm nach jedem Fall zu Hilfe. Die Gerechten des Alten Bundes sind es, die Ihn das Stück Weges vom ersten bis zum zweiten Fall begleiten. Die Jünger und Jüngerinnen, die sich während Seines Erdenslebens um Ihn scharten, sind die Helfer auf der zweiten Wegstrecke. Die Kreuzesliebhaber, die Er erweckt hat und immer aufs Neue erwecken wird in der wechselvollen Geschichte der streitenden Kirche, das sind Seine Bundesgenossen in der Endzeit. Dazu sind auch wir berufen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8974 am: 11. April 2021, 18:56:12 »
2. Sonntag der Osterzeit - Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit und Weißer Sonntag

Die Gemeinde lebt vom Glauben an Christus, den Auferstandenen. Dieser Glaube ist Staunen und Freude, er ist Dank und Treue. Wer sich von der Gemeinde absondert, hat es schwer mit dem Glauben. Der Glaube lebt nicht vom Grübeln, sondern vom Hören, vom gemeinsamen Gotteslob und Gottesdienst, auch von den gemeinsamen Aufgaben.

Barmherzigkeitsonntag  Predigt von Papst Johannes Paul II. zur Heiligsprechung von Sr. Maria Faustyna Kowalska - Sonntag, 30. April 2000 

1. »Danket dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig« (Ps 118,1). So betet die Kirche in der Osteroktav, indem sie diese Worte des Psalms geradezu von den Lippen Christi abliest; von den Lippen des auferstandenen Christus, der im Abendmahlssaal die große Botschaft von der göttlichen Barmherzigkeit überbringt und der die Apostel mit dem Auftrag betraut: »Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch […] Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert« (Joh 20,21–23). Bevor Jesus diese Worte ausspricht, zeigt er seine Hände und seine Seite. Er verweist also auf die Wundmale seines Leidens, insbesondere die Wunde seines Herzens. Es ist die Quelle, aus der die große Woge der Barmherzigkeit entspringt, die sich über die Menschheit ergießt. Aus diesem Herzen wird Schwester Faustyna Kowalska, die wir von nun an »Heilige« nennen, zwei Lichtstrahlen ausgehen sehen, die die Welt erleuchten: »Die beiden Strahlen – so erklärte ihr eines Tages Jesus selbst – bedeuten Blut und Wasser« (Tagebuch der Schwester Maria Faustyna Kowalska, Hauteville/Schweiz, 1990, S. 119). 

2. Blut und Wasser! Unsere Gedanken richten sich auf das Zeugnis des Evangelisten Johannes: er sah, als auf dem Kalvarienberg einer der Soldaten mit der Lanze in die Seite Christi stieß, »Blut und Wasser« herausfließen (vgl. Joh 19,34). Und wenn das Blut an das Kreuzesopfer und das Geschenk der Eucharistie denken läßt, so erinnert das Wasser in der Symbolik des Johannes nicht nur an die Taufe, sondern auch an die Gabe des Heiligen Geistes (vgl. Joh 3,5; 4,14; 7,37–39). Die göttliche Barmherzigkeit erreicht die Menschen durch das Herz des gekreuzigten Christus: »Sage, Meine Tochter, daß Ich ganz Liebe und Barmherzigkeit bin«, so wird Jesus Schwester Faustyna bitten (Tagebuch, a.a.O., S. 337). Diese Barmherzigkeit gießt Christus über die Menschheit durch die Sendung des Heiligen Geistes aus, der in der Dreifaltigkeit die »Person der Liebe« darstellt. Und ist denn nicht die Barmherzigkeit ein »anderer Name« für die Liebe (Dives in misericordia, 7), verstanden im Hinblick auf ihre tiefste und zärtlichste Seite, auf ihre Eigenschaft, sich um jedwede Not zu sorgen, und insbesondere in ihrer grenzenlosen Fähigkeit zur Vergebung? Meine Freude ist fürwahr groß, der ganzen Kirche heute das Lebenszeugnis von Schwester Faustyna Kowalska gewissermaßen als Geschenk Gottes an unsere Zeit vorzustellen. Die göttliche Vorsehung hat das Leben dieser demütigen Tochter Polens ganz und gar mit der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts verbunden, das wir gerade hinter uns gelassen haben. So hat ihr Christus zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg seine Botschaft der Barmherzigkeit anvertraut. Diejenigen, die sich daran erinnern, weil sie Zeugen der Ereignisse jener Jahre waren und das schreckliche Leid von Millionen von Menschen miterlebten, wissen nur zu gut, wie notwendig die Botschaft von der Barmherzigkeit war. Jesus sagte zu Schwester Faustyna: »Die Menschheit wird keinen Frieden finden, solange sie sich nicht mit Vertrauen an Meine Barmherzigkeit wendet« (Tagebuch, a.a.O., S. 119). Durch das Werk der polnischen Ordensfrau verband sich diese Botschaft für immer mit dem zwanzigsten Jahrhundert, dem letzten des zweiten Jahrtausends und der Brücke hin zum dritten Jahrtausend. Diese Botschaft ist nicht neu, obgleich sie als ein Geschenk besonderer Erleuchtung angesehen werden kann, die uns hilft, die österliche Frohbotschaft erneut intensiv zu erleben, um sie den Männern und Frauen unserer Zeit wie einen Lichtstrahl anzubieten. 

3. Was werden die vor uns liegenden Jahre mit sich bringen? Wie wird die Zukunft des Menschen hier auf Erden aussehen? Dies zu wissen ist uns nicht gegeben. Dennoch ist gewiß, daß neben neuen Fortschritten auch schmerzliche Erfahrungen nicht ausbleiben werden. Doch das Licht der göttlichen Barmherzigkeit, das der Herr durch das Charisma von Schwester Faustyna der Welt gleichsam zurückgeben wollte, wird den Weg der Menschen des dritten Jahrtausends erhellen. Es ist notwendig, daß – so wie seinerzeit die Apostel – auch die Menschheit von heute im Abendmahlssaal der Geschichte den auferstandenen Christus aufnimmt, der die Wundmale seiner Kreuzigung zeigt und wiederholt: Friede sei mit euch! Die Menschheit muß sich vom Geist, den der auferstandene Christus ihr schenkt, erreichen und durchdringen lassen. Es ist der Geist, der die Wunden des Herzens heilt, der die Schranken niederreißt, die uns von Gott entfernen und die uns untereinander trennen, und der die Freude über die Liebe des Vaters und über die brüderliche Einheit zurückschenkt. 

4. Daher ist es wichtig, daß wir am heutigen zweiten Sonntag in der Osterzeit, der von nun an in der ganzen Kirche den Namen »Barmherzigkeitssonntag« haben wird, die Botschaft des Wortes Gottes in ihrer Gesamtheit erfassen. In den verschiedenen Lesungen scheint die Liturgie den Weg der Barmherzigkeit nachzuzeichnen: Indem sie diese Beziehung eines jeden zu Gott wiederherstellt, er weckt sie auch unter den Menschen ein neues Verhältnis brüderlicher Solidarität. Christus hat uns gelehrt, daß »der Mensch das Erbarmen Gottes nicht nur empfängt und erfährt, sondern auch berufen ist, an seinen Mitmenschen ›Erbarmen zu üben‹: ›Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden‹ (Mt 5,7)« (Dives in misericordia, 14). Sodann hat er uns die vielfältigen Wege der Barmherzigkeit aufgezeigt, die nicht nur Sünden vergibt, sondern die auch allen Bedürfnissen der Menschen entgegenkommt. Jesus hat sich zu jedem menschlichen Elend hinabgebeugt, sei es materieller oder geistlicher Natur. Seine Botschaft der Barmherzigkeit erreicht uns weiterhin durch die Geste seiner zum leidenden Menschen hin ausgestreckten Hände. So hat ihn Schwester Faustyna gesehen und ihn den Menschen aller Kontinente verkündet. Im Konvent von Lagiewniki, in Krakau, machte sie ihr Dasein zu einem Lobgesang auf die Barmherzigkeit: »Misericordias Domini in aeternum cantabo«. [Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen] (Ps 88 [89], 2.) 

5. Die Heiligsprechung von Schwester Faustyna ist außerordentlich bedeutsam: durch diese Geste möchte ich heute dem neuen Jahrtausend diese Botschaft übermitteln. Ich übergebe sie allen, damit sie lernen, immer besser das wahre Antlitz Gottes und das wahre Antlitz der Brüder zu erkennen. Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Brüdern sind nämlich untrennbar miteinander verbunden, wie uns der erste Brief des Johannes ins Gedächtnis gerufen hat: »Wir erkennen, daß wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote er füllen« (5,2). Der Apostel erinnert uns hier an die Wahrheit der Liebe, indem er uns die Befolgung der Gebote als deren Maß und Richtschnur aufzeigt. Es ist nämlich nicht leicht, mit einer tiefen Liebe zu lieben, die in der wahrhaftigen Gabe der eigenen Person besteht. Diese Liebe erlernt man allein in der Schule Gottes, durch die Wärme seiner Liebe. Indem wir unseren Blick zu ihm hinwenden und uns auf sein Vaterherz hin ausrichten, werden wir befähigt, mit anderen Augen auf die Brüder zu schauen, in einer Haltung der Selbstlosigkeit und der Anteilnahme, der Großherzigkeit und Vergebung. All dies ist Barmherzigkeit! Je nachdem wie die Menschheit es verstehen wird, das Geheimnis dieses barmherzigen Blickes zu erfahren, wird sich das idealisierte, in der ersten Lesung vorgestellte Bild als eine realisierbare Perspektive herausstellen: »Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam« (Apg 4,32). Hier wurde die Barmherzigkeit des Herzens auch zum Stil der Beziehungen untereinander, zum Projekt der Gemeinschaft und zur gemeinsamen Teilhabe an den Gütern. Hier sind die »Werke der Barmherzigkeit« geistiger und leiblicher Art aufgeblüht. Hier hat sich die Barmherzigkeit konkret zum »Nächsten« gegenüber den notleidenden Brüdern gemacht. 

6. Schwester Faustyna Kowalska hat in ihrem Tagebuch geschrieben: »Ich empfinde furchtbaren Schmerz, wenn ich auf die Leiden meiner Nächsten schaue. Alle Leiden meiner Nächsten finden in meinem Herzen einen Widerschein. Ihre Qualen trage ich dermaßen im Herzen, daß ich sogar physisch ausgemergelt bin. Ich wünschte, daß alle Qualen über mich kämen, um meinen Nächsten dadurch Linderung zu verschaffen« (Tagebuch, a.a.O., S. 329). Hier wird deutlich, bis zu welchem Grad der Anteilnahme die Liebe führt, wenn sie sich an der Liebe Gottes mißt!   Von dieser Liebe muß sich die Menschheit von heute inspirieren lassen, um die Sinnkrise in Angriff zu nehmen, die Herausforderungen, die sich durch verschiedene Bedürfnisse stellen, besonders durch den Anspruch, die Würde einer jeden menschlichen Person zu wahren. Die Botschaft von der göttlichen Barmherzigkeit stellt somit implizit auch eine Botschaft vom Wert eines jeden Menschen dar. Jede Person ist in den Augen Gottes wertvoll, für jeden einzelnen hat Christus sein Leben hingegeben, jedem macht der Vater seinen Geist zum Geschenk und bietet Zugang in sein Innerstes. 

7. Diese trostreiche Botschaft wendet sich vor allem an denjenigen, der – von harten Prüfungen gequält oder von der Last der begangenen Sünden erdrückt – jedes Vertrauen in das Leben verloren hat oder der versucht ist, zu verzweifeln. Ihm stellt sich das sanfte Antlitz Christi vor, über ihn kommen die Strahlen, die aus seinem Herzen hervorgehen, und sie erhellen, erwärmen, weisen den Weg und flößen Hoffnung ein. Wie viele Seelen hat die Anrufung »Jesus, ich vertraue auf dich«, die ihnen die Vorsehung durch Schwester Faustyna nahegelegt hat, bereits getröstet. Dieser schlichte Akt der Hingabe an Jesus reißt die dichtesten Wolken auf und läßt einen Lichtstrahl auf das Leben eines jeden herabkommen. 

8. »Misericordia Domini in aeternum cantabo.« [Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen] (Ps 88 [89], 2.) Mit der Stimme der allerseligsten Maria, der »Mutter der Barmherzigkeit«, mit der Stimme dieser neuen Heiligen, die im himmlischen Jerusalem gemeinsam mit allen Freunden Gottes die Barmherzigkeit besingt, vereinen auch wir, die pilgernde Kirche, unsere Stimme.   Und du, Faustyna, Geschenk Gottes an unsere Zeit, Geschenk Polens an die ganze Kirche, hilf uns, die Tiefe der göttlichen Barmherzigkeit zu erfassen, von ihr eine lebendige Erfahrung zu machen und diese vor unseren Brüdern zu bezeugen. Deine Botschaft des Lichtes und der Hoffnung verbreite sich in der ganzen Welt, sie führe die Sünder zur Umkehr, sie besänftige die Rivalitäten und den Haß und öffne die Menschen für eine gelebte Brüderlichkeit. Indem wir mit dir den Blick auf das Antlitz des auferstandenen Christus richten, machen wir uns dein Gebet der vertrauensvollen Hingabe zu eigen und sprechen mit fester Hoffnung: "Jesus, ich vertraue auf dich!"
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8975 am: 02. Mai 2021, 08:16:18 »
Hl. Erminio Filippo Pampuri

Erminio Filippo Pampuri, mit Ordensnamen Riccardo OH, wurde als zehntes Kind der Eheleute Innocente und Angela Campari am 2. August 1897 in Trivolzio/Italien geboren. Er besuchte das Gymnasium in Pavia und studierte an der dortigen Universität Medizin. Nach einer ausgezeichneten Promotion nahm er die Tätigkeit esines Gemeindearztes in Morimondo auf. Neben seiner beruflichen Tätigkeit, für die er sich das ganzheitliche Wohl der ihm anvertrauten Patienten zum Ziel setzte, förderte er besonders die Jugend. Im Alter von 30 Jahren trat er in den Hospitalorden der barmherzigen Brüder des hl. Johannes von Gott in Brescia ein und übernahm die Leitung eines Instituts für Zahnheilkunde in Brescia. Nur drei Jahre konnte der bei allen beliebte Ordensmann in dieser Funktion wirken, denn er starb an einer Lungenentzündung am 1. Mai 1930 in Mailand. Die Seligsprechung erfolgte am 4. Oktober 1981; die Heiligsprechung nahm Johannes Paul II. am 1. November 1989 vor.
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