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Wie geht es heute einem „ganz normalen” Pfarrer in einer „ganz normalen” Pfarre?

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Hemma:


Der Pfarrer steht im Generalverdacht seiner Vorgesetzten, „menschliche Defizite” zu haben, die Laien stehen im Generalverdacht der Menschlichkeit -


Teil 6

Nach dieser ausführlichen Vorbereitung kommen wir schließlich beim Titel dieser Kommentarreihe an: Der Priester ist nun ein ganz normaler Pfarrer in einer ganz normalen Pfarre.

Am Anfang sind alle nett zu ihm, schließlich geht es insbesondere darum, dass möglichst alles so harmonisch weitergeht wie bisher. Der Kuschelkurs der modernen, weltoffenen Pfarre hat sich ja auch wirklich bewährt, in den letzten vierzig Jahren hat man lediglich drei Viertel der Messbesucher verloren.

Doch: Kann es tatsächlich so weitergehen? Leicht möglich, dass dein Vorgänger jahrzehntelang gegen den Papst und das Lehramt gepredigt und gehandelt hat, willst du diesen „bewährten Kurs” wirklich fortsetzen?
Dein Vorgänger hat mit diesem Verhalten fast alle vermeintlichen „Frömmler” vertrieben, als „frömmelnder” Pfarrer der Generation Johannes Paul / Benedikt bist du also die nächsten Jahre nahezu allein.

Dein Vorgänger hat aus lauter Menschenfreundlichkeit Beichte, Anbetung, Gebetskreise,… de facto abgeschafft, du führst sie wieder ein, kommen werden dazu jedoch nur einige Unerschrockene.

Dein Vorgänger hat jahrzehntelang die Leitung der Pfarre an andere delegiert, du nimmst nun deine Leitungspflicht wahr. Sie werden die ersten sein, die revoltieren.
Inhaltlich ist dir nichts anzulasten: Ein römisch-katholischer Pfarrer, der römisch-katholisch ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Bleibt als einzige Möglichkeit die menschliche Ebene. Und schon wird die „Menschlichkeitskeule” hervorgeholt, deren Wirkung höchst effektiv ist.

„Wir sind ja auch alle gläubig, inhaltlich ist ja gar nichts einzuwenden. Es geht ja „nur” um das „Wie”. Und da gibt es leider massive Defizite. SO kann man das nicht vermitteln. Hat unser Altpfarrer etwa alles falsch gemacht? Warum ist der so gut mit allen Menschen ausgekommen...?”

Jahrzehntelang waren diese Menschen nicht mehr beichten, sie lesen nicht in der Heiligen Schrift, sie interessieren sich nicht für die Lehre der Kirche, sie empfangen Sonntag für Sonntag unwürdig die heilige Kommunion,… aber sie meinen ganz genau zu wissen, wie eine Pfarre und ein Pfarrer zu sein haben.

Sie kennen Jesus Christus oft nur als historische Persönlichkeit, als Weisheitslehrer, als netten Bruder. Sie haben nahezu überhaupt kein Verständnis für ihre Sündhaftigkeit und ihre Erlösungsbedürftigkeit. Wichtig sind Pfarrcafé, Yogarunde, Flohmarkt, Turnen und Theater, Artisten, Tiere, Attraktionen, modern und mündig sein, die längst fälligen Reformen voranbringen, politische Korrektheit, Toleranz bis zur Häresie, mit einem Wort: die NEUE Kirche.

Dies heißt auch Sorge um die Schrebergarten-Pfarre, Negieren jeglichen Aufbruchs, Kampf um die eigenen Machtbereiche, Mangel an Umkehrbereitschaft, Diktatur des Relativismus, Nostalgie (früher war alles wunderbar), Verweigerung einer geistlichen Erneuerung, Machtgier, Funktionärsgehabe, Mission höchstens als Mitgliederwerbung,…

Oft gibt es auch ein grobes Missverständnis über die Funktion des Pfarrgemeinderats. Früher hat der entscheidungsschwache Pfarrer alles auf den PGR abgeschoben. Das „beratende Stimmrecht” haben alle jahrzehntelang als „beschließendes Stimmrecht” erlebt. Dies war auch eine Hauptmotivation, als Pfarrgemeinderat zu kandidieren, plötzlich und unerwartet tritt also ein massiver Machtverlust ein.

Bringt die Menschlichkeitskeule noch nicht die gewünschten Ergebnisse, wird sehr schnell die „Harmoniekeule” zum Einsatz gebracht:

In verklärter Nostalgie haben die Betroffenen vergessen, dass im Lauf der letzten Jahrzehnte unzählige Menschen die Pfarre verlassen haben oder die Mitarbeit mit ihnen beendet wurde.

Die sich ihre Machtposition erkämpft haben, sind erprobte Streiter. Mit billigsten Methoden wird hier Stimmung gemacht, gejammert, geheuchelt, alles unter dem Motto: „Wann ist endlich wieder Frieden?”, obwohl es diesen „Frieden” meist nur auf Kosten der geächteten „Papstanbeter” und des völlig eingeschüchterten Pfarrers gab.
Die selbstgebaute Kirchen-Welt bricht zusammen, und dies wird als Zusammenbruch der gesamten Pfarre präsentiert.

Wenn alle pfarrinternen Aktionen, Manipulationen, Stimmungskanonen und Empörungszelebrationen nicht zur Wiederherstellung der guten alten Eigenbaukirche geführt haben, kommt als nächster Schritt im Ritual die allseits beliebte Beschwerde beim Bischof.

Betrachten wir bei diesem sehr wichtigen Punkt zunächst einmal einige allgemeine Voraussetzungen, die in fast jedem Fall gegeben sind: Der Laie beschwert sich immer zuerst, der Pfarrer ist von Anfang in der Defensive.

Der Laie kann de facto tun und lassen, was er will, denn welche Konsequenzen hat er vom Bischof zu fürchten? Wann wurde jemals ein Pfarrgemeinderat versetzt oder abgesetzt?

Der Pfarrer ist immer reichlich spät dran, hinter seinem Rücken laufen die Kampagnen und Zusammenschlüsse schon sehr lange, bevor er reagieren kann.
Soll der Pfarrer nun die meist große Menge der Schweigenden oder Uninformierten mobilisieren und so noch mehr Unruhe und Parteiung riskieren?

Der Pfarrer ist also zwangsläufig in massiver Unterzahl. Der Pfarrer ist immer der Neue gegen die Etablierten. Jeder Hinweis auf die guten Früchte seiner Arbeit in der Pfarre kann ihm als Eigenlob ausgelegt werden.

Der Pfarrer ist zuletzt immer der seltsame Kauz, schließlich lebt er ja unverkrampft zölibatär und ist auch sonst ganz anders als die Priester der glorreichen frustrierten Konzilsgeneration.

Hier erntet er auch die Früchte der endlosen Dialogprozesse und Kirchen-Fantasiereisen mancher Laien mit manchen Bischöfen. Deren vermeintliche Toleranz wird ihm zum Kreuz, da es ja scheinbar auch ganz anders ginge.

Der Pfarrer ist der Diktator, die Junta der Funktionäre hingegen ist Ausdruck der geschwisterlichen Kirche. Der Pfarrer steht im Generalverdacht seiner Vorgesetzten „menschliche Defizite” zu haben, die Laien stehen im Generalverdacht der Menschlichkeit.

Der Pfarrer muss immer davon ausgehen, dass seine Vorgesetzten den auf sie ausgeübten Druck am liebsten direkt weiterleiten und damit den Druck auf ihn noch erhöhen. Schraubstock nennt sich dieses nette kleine Spielchen: Der Druck von unten wird in geschwisterlicher Weise durch den Druck von oben ergänzt.





Hemma:

Geistliche im Schraubstock?


Wie geht es heute einem „ganz normalen” Pfarrer in einer „ganz normalen” Pfarre, für den der heilige Pfarrer von Ars Vorbild und Norm ist?

7. Teil - von Pfarrer Christian Sieberer.


Wien, 8. Oktober 2011, (kath.net)

Im ersten Teil dieses Gastkommentars haben wir uns mit dem zeitgeschichtlichen Hintergrund beschäftigt, im zweiten Teil die Herkunft eines „ganz normalen” Pfarrers betrachtet, im dritten Teil die Ausbildung eines Priesterkandidaten in der heutigen Zeit, im vierten Teil Skrutinium und Versprechen bei der Diakonenweihe näher kennengelernt, und dann den frischgeweihten Kleriker bei seinen ersten Schritten begleitet.

Nach dieser ausführlichen Vorbereitung kamen wir schließlich beim Titel dieser Kommentarreihe an: Der Priester ist nun ein ganz normaler Pfarrer in einer ganz normalen Pfarre.

Wie wir gesehen haben ist es meist nur eine Frage der Zeit, wann der Aufstand der bisherigen „Elite” gegen den Pfarrer beginnt, ob nach ein paar Wochen, Monaten oder Jahren. Sobald es soweit ist, steckt der Geistliche gleichsam im Schraubstock zwischen Druck von unten und Druck von oben.

Der Hauptvorwurf wird immer und überall derselbe sein:
„Du spaltest die Pfarre”. Der Pfarrer befindet sich hier in guter Gesellschaft, auch Jesus von Nazareth ist bekannt dafür, dass er immer und überall für Spaltung sorgte. Schon vor seiner Geburt ging der Ärger los, denn der kleine Fundi im Bauch seiner extrem religiösen Mutter Maria brauchte unbedingt einen eigenen Stern, der seine Geburt andeutete.

Dieser Stern wiederum lockte einige pfarrexterne Superfromme an, die mit ihren abstrusen Privatoffenbarungen eine ganze heilige Stadt von Gutmenschen in Schrecken versetzten. Der liebevolle Obermachtmensch namens Herodes versuchte daher in bewundernswerter Sorge um die Harmonie der ihm Anvertrauten den Spalter in Babygestalt gleich zu eliminieren. Was wäre der Welt alles erspart geblieben, hätte der um Ausgleich und Versöhnung bemühte Herrscher sein Ziel erreicht: Parteiungen, Konflikte, Krieg,…

Doch so konnte Jesus schließlich als religiös überspannter Wanderprediger im ganzen Land sektenähnliche Zustände bewirken, Familien zerstören, arglose Männer und Frauen zu seinen Anbetern machen und überall für Unruhe sorgen. Mit absolutem Wahrheitsanspruch hielt er laufend Ansprachen und Predigten, in denen harmonische Lösungen selten vorkamen.

Einige schockierende Zitate können dies verdeutlichen: „Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich, wer nicht mit mir sammelt der zerstreut.” „Folge mir nach, lass die Toten ihre Toten begraben.” „Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.” „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.” „Weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.”

„Oh du ungläubige Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein, wie lange muss ich euch noch ertragen?” „Das Tor ist weit, das ins Verderben führt und der Weg dahin ist breit und viele gehen auf ihm.”
Kein Wunder, dass nach der sogenannten Brotrede, mit der er sämtliche Propheten der Weltgeschichte diskriminierte, die meisten Menschen sagten: „Was er sagt ist unerträglich, wer kann das anhören.”

Den aus einem politisch völlig inkorrekten Sendungsbewusstsein entspringenden Worten ließ er ebensolche Taten folgen: Der gnadenlose Hinauswurf seines Finanzministers Judas, der es doch nur gut gemeint hatte, und die Verhöhnung des fröhlichen Erzengels der Lichtarbeit, der aufgrund eines harmlosen Aufrufs zum Ungehorsam in die Hölle stürzte, sind nur zwei Beispiele dafür.

Tiefreligiöse Menschen ließen es sich schließlich nicht mehr länger bieten, ständig zur Veränderung ihres fehlerfreien Lebens aufgerufen zu werden. Gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister, Statthalter Pontius Pilatus, wurde ein faires Mediationsverfahren in die Wege geleitet und dem Störenfried eine letzte Chance zum Umdenken gegeben.

Da er auch dieses großzügige Angebot in stolzer Verblendung nicht annahm und sich gar als Sohn Gottes outete, war in Rücksicht auf den öffentlichen Frieden die Verbringung an einen anderen Ort unvermeidbar.

Zutiefst betroffen müssen wir heute feststellen:
Der Tod des Oberspalters war erst der Anfang einer weltweiten Spaltungsbewegung, die bis zum heutigen Tag das Gutmenschenuniversum bedroht, auch wenn die Sekte des Nazoräers mittlerweile unter dem Namen „Kirche” auftritt.

Das absurde Theater mit „Messias”, „Erlösung” und ähnlichem Kinderkram ist unverändert geblieben, Milliarden von Menschen auf diesem Planeten wurden im Lauf der Jahrhunderte in den obskuren Verein hineinzwangsbaptizisiert und der fanatischen Indoktrination ausgesetzt. Und sogar das scheinbar Unmögliche wurde möglich:
Mit dem bizarren Gedankengebäude einer sogenannten Dreifaltigkeit wurde die Spaltung bis in Gott hineingetragen.

So hat nun der gemütliche, nette und tolerante alte Opa namens „Lieber Gott” plötzlich einen Sohn und einen Geist an seiner Seite, die im Grunde niemand braucht, weil sie nur für Verwirrung sorgen und den interreligiösen Dialog gefährden.

Dabei wäre alles so einfach:
Alle Menschen meinen es im Grunde gut, und sind daher gut. Punkt. Gott ist lieb, hat alle lieb und macht alle lieb, daher kommen am Ende alle, alle, alle in den Himmel. Komma.

Weiter ging die unsägliche Geschichte des Vereins für angewandte Spaltungstendenzen mit unzähligen Ultrakonservativen, die sogar den Frieden des gutmütigen römischen Kaisers empfindlich störten, nur um schließlich die ewige Stadt zur Kommandozentrale ihrer imperialistisch-fundamentalistischen Expansionspolitik zu machen. Jahrhundert folgte auf Jahrhundert, und der unsägliche Aberglaube brachte immer wieder Parteiungen und Streit hervor.

Selbst der glorreichen französischen Revolution, die an die Stelle des alten semitischen Dornbuschgottes endlich die Vernunft als Göttin setzte, blieb der entscheidende Erfolg versagt. Kurz danach trat nämlich ein irrer Pfarrer-Asket mit fieser Vokuhila-Frisur auf und brachte es soweit, dass das romantische kleine Dörfchen Ars nicht mehr Ars war. Statt fröhlichem Tanz nur mehr Rosenkranzgeleier, Umkehraufrufe und strafender Gott.

Sämtliche Befriedungsversuche von engagierten Bischöfen, Priestern und Laien scheiterten kläglich, da sich der Spaltungsspezialist in seinem Beichtstuhl verbarrikabierte. Unzählige Verwirrte aus ganz Europa wurden durch dieses Spektakel angezogen und wollten ihm ihre nichtexistenten Sünden erzählen. Schon bald wurde dieser Irre zum Vorbild für viele weitere Brachialfundamentalisten.

Der Platz reicht nicht aus für die Scharen an Gesprächsverweigerern, die bis zum heutigen Tag im Namen der Kirchensekte die Spaltung der Gutmenschenwelt betrieben haben. Zwei besonders verderbliche Vertreter müssen aber auf jeden Fall genannt werden: Papst Johannes Paul II., der den Kommunismus und dessen segensreiches Einheitsstiften in der Unterdrückung durch die Illusion eines von Gott geliebten Individuums spaltete. Papst Benedikt XVI., der die unbeschwerte Welt der Relativisten durch seine Diktatur der Vernunft entzweite.





Fanny:
Er hat noch zu fasten, Rosenkränze zu beten, möglichst viel zu beten,
dem Herrn mehr Ehrfurcht und Liebe zu geben, sich demütig zu zeigen selbst zu beichten,
Möglichst viel Zeit am Tabernakel beim Herrn zu verbringen ihn zu lieben, sich zu entweltlichen, kein Fernseh kucken weil das das Standbild Satans ist was Jesu sagte.
Viele Gebetsgruppen zu bilden, Sühnesamstage zu bilden und die Monstanz viel auszustellen das die Gläubigen Jesu jederzeit anbeten können.
Er muss das Wirken Satans erkennen den Modernismus, Freimaurerei und möglichst dafür sorgen das die alte traditionelle Messe im altrömischen Ritus wieder absolviert wird.
Kniebänke in die Kirchen schaffen, die Kommunionshelfer abschaffen und nur die Knieende Mundkommunion austeilen. In der Messe viel Stille walten lassen damit der Herr wirken kann.
Nur das reine Evangelium aus der Bibel vorlesen ohne eigen Interpredationen. Alles Weltliche aus der Kirche fernhalten. Die Leute monatlich zum Beichten bringen.

Hemma:

Liebe Leser/innen!


 
Pfarrer Christian Sieberer (http://www.pfaffenheini.com/) hat einen weiteren anschaulichen Beitrag zum Thema 
"Wie geht es heute einem „ganz normalen” Pfarrer in einer „ganz normalen” Pfarre, für den der heilige Pfarrer von Ars Vorbild und Norm ist", bei kath.net veröffentlicht.


Teil 8

Der Dialogprozess der Autofahrer



Wie wir im 6. Teil gesehen haben, ist es meist nur eine Frage der Zeit, wann der Aufstand der bisherigen „Elite” der ganz normalen Pfarre gegen den neuen, ganz normalen Pfarrer beginnt, ob nach ein paar Wochen, Monaten oder Jahren. Der Hauptvorwurf wird immer und überall derselbe sein: „Du spaltest die Pfarre”.

Der 7. Teil wollte darauf hinweisen, dass sich der Pfarrer auf der Anklagebank in guter Gesellschaft befindet, denn auch Jesus von Nazareth, die ersten Christen in Rom, der heilige Pfarrer von Ars und auch der selige Papst Johannes Paul II. und sein Nachfolger Papst Benedikt XVI. sind bekannt dafür, dass sie immer und überall für Spaltung sorgen.

Nun sollen drei kleine, harmlose Geschichtchen das bisher Gesagte weiter verdeutlichen.


1. Eine Schule und ihr Direktor


Es war einmal ein Schuldirektor, der leitete eine große Schule mit tausend Schülern in dreißig Klassen und hundert Lehrern. Er war ein guter Mensch und von der Sinnhaftigkeit einer Schule überzeugt. Selbst war er natürlich auch einmal in die Schule gegangen, hatte danach aber nur kurz als Lehrer gearbeitet und schon bald in die Lehrerausbildung gewechselt. Niemals in seinem Leben war er Klassenvorstand gewesen.

Sein Vorgänger als Direktor war ganz anders gewesen, insbesondere hatte er die Schulordnung selbst genau beachtet und sie mit großer Autorität gegen Eltern, Lehrer und Schüler durchgesetzt. Nach jahrelangem Mobbing von allen Seiten hatte ihn die Schulbehörde zum frühesten möglichen Zeitpunkt in Pension geschickt.

Seitdem war diese Schule ihrem Selbstverständnis nach etwas ganz Besonderes. Hier sollten sich vor allem alle wohlfühlen, dann würden sie die notwendigen Leistungen fast von selbst erbringen.

Die angeblich schlimmen Zustände, die die Lehrer in ihrer eigenen Schulzeit und unter dem früheren Direktor erlebt hatten, und die sie immer wieder in den grauesten Farben schilderten, sollten endgültig der Vergangenheit angehören.

Unter diesen Voraussetzungen ist es leicht zu verstehen, dass Tag für Tag kleinere Verstöße gegen die Schulordnung bewusst übersehen wurden. Zu spät Kommen, nicht gemachte Hausübungen, kleine Rangeleien, freche Bemerkungen, etc. gehörten einfach dazu.

Im Laufe der Zeit wurden diese Abweichungen zu einem liebgewonnenen Bestandteil des Schullebens. Alle fühlten sich wohl, denn auch die Lehrer mussten nicht mehr pünktlich im Unterricht sein, die Hausübungen reduzierten sich, weil sie immer öfter nicht gemacht wurden, und der Umgangston entwickelte sich immer kumpelhafter. Vor Schularbeiten und der Matura war es üblich, dass die Lehrer den Schülern kleine Hinweise gaben, sodass nach außen hin kein Leistungsabfall zu erkennen war.

Die Rangeleien zwischen den Schüler gewannen an Brutalität, wurden aber als Ausdruck ihrer außergewöhnlichen Fröhlichkeit und Kampfsportlichkeit verstanden.

Jedes Jahr feierte die Schule mehrere Feste, eines davon ganz besonders groß: Den Tag der Amtsübernahme des Direktors, des gefeierten Helden der ganzen Gemeinschaft, des Garanten für eine heile, ja geradezu heilige kleine Schulwelt. In dieser Rolle gefiel er sich auch selbst sehr gut, mit ein bisschen Lob für seine unschätzbaren Verdienste konnte man bei ihm nahezu alles erreichen.

Das Leben war harmonisch, bis eines Tages ein neuer Lehrer in die Schule aufgenommen wurde. Auch er war von der Sinnhaftigkeit von Schule überzeugt und fachlich qualifiziert, doch gab es einen großen Unterschied. Er kam aus einer anderen Schule, die ausgezeichnet funktionierte, obwohl sich dort alle an die Schulordnung hielten.

Zufriedene Eltern, Lehrer und Schüler gab es auch dort, und dennoch kamen alle pünktlich, die Hausübungen wurden selbstverständlich gemacht, schwächere Schüler vor Raufbolden in Schutz genommen und an Hinweise vor Schularbeiten und Matura nicht einmal gedacht.

Jeder weiß, wie die Geschichte für den neuen Lehrer ausgehen musste... Und wenn er nicht entlassen wurde, dann mobbt man ihn noch heute. Von oben, unten und von der Seite.


2. Ein Orchester und sein Dirigent


Der alte Dirigent eines Orchesters war aus Krankheitsgründen zurückgetreten, nachdem er das Ensemble jahrelang mit dem einfachen System geleitet hatte: „Spielt, wie ihr wollt.”

Wer meint, dies könne nicht funktionieren, übersieht, dass eine Gemeinschaft immer von jemandem geleitet wird, sei es nun vom legitimen Leiter oder von einem illegitimen Krypto-Leiter.

Auch hier hatte sich eine Persönlichkeit ohne jegliche Legitimation zur Leitung durchgesetzt, und zwar typischerweise jemand, der trotz aller Bemühungen selbst niemals Dirigent geworden war.

Der Krypto-Leiter betonte sogar ständig, dass er nicht der Leiter sein wolle, aber dass manche Dinge aufgrund der Entscheidungsschwäche des Dirigenten von anderen erledigt werden müssten. Diese enorme Demut machte ihn bei allen anderen endgültig zum Helden.

Als nun ein neuer, junger Dirigent seine Tätigkeit begann, fand er neben viel Gutem auch einige Kuriositäten vor. Mozart wurde grundsätzlich mit einem zusätzlichen Saxophonisten gespielt, der mit seinen Improvisationen den Werken angeblich eine ganz spezielle Note gab.

Der neue Dirigent war damit nicht einverstanden, und schon war der Aufstand perfekt. Seine sture, autoritäre Haltung konnte niemand verstehen, dieses Festhalten an veralteten Formen, diesen Mangel an Toleranz, das beharrliche Negieren von Gefühlen und Kreativität und das völlige Fehlen der Wertschätzung jahrelanger Bemühungen hochverdienter Stützen des Ensembles. Würde Mozart heute leben, hätte er garantiert alle seine Werke mit Saxophon komponiert…

Die Orchesterleitung beschloss daraufhin, ein Mediationsverfahren einzuleiten, als besonders geeignete Mediatoren kamen nur zwei in Betracht: Ein alter Dirigent und ein junger Saxophonist.


3. Der Dialogprozess der Autofahrer


Und dann waren da noch zwei Gruppen von Autofahrern, die einen hielten sich an das Geschwindigkeitslimit, die anderen nicht.

Die für die Überwachung der Geschwindigkeit zuständigen Organe waren zu faul, zu feig oder zu harmoniebedürftig, um die einen vor den anderen zu schützen und die Ordnung im Straßenverkehr zu gewährleisten.

Eines Tages hatten diese genug. Über das ganz, ganz böse und verwerfliche Internet formten sie eine Verschwörungsgruppe und tauschten ihre Gedanken über ein völlig nebensächliches Thema aus: Die Einhaltung des Geschwindigkeitslimits.

Dann versuchten sie sogar mit so genannten Gesprächen, die um Harmonie zwischen allen Autofahrern bemühten Aufsichtsorgane unter Druck zu setzen. Ungeduldig wie sie waren, wollten sie nicht einmal ein paar Jahrzehnte auf eine Umsetzung der schönen Versprechungen warten.

Sie schrieben daher Briefe an die Straßenaufsichtsbehörde und denunzierten dort in Stasi-Manier die engagierten, glücklichen Schnellfahrer und die toleranten, weltoffenen Aufsichtsorgane.

Diese hatten schließlich endgültig genug von den ständigen Märchen über eine angebliche Spaltung zwischen den Autofahrern, daher setzten sie einen Dialogprozess in Gang.

Die Raser durften dort voll Freude erzählen, wie schön und erfrischend das Schnellfahren sei und forderten, dass endlich alle Geschwindigkeitslimits, an die sich sowieso niemand halten würde, und die man keinem modernen Menschen verständlich machen könne, abgeschafft werden sollten.

Jeder mündige Autofahrer könne aufgrund seines Gewissens selbst entscheiden, welche Geschwindigkeit für ihn und seine ganz speziellen Bedürfnisse die richtige sei.

Die Aufsichtsorgane freuten sich über so viel offene Gesprächsatmosphäre und natürlich auch über das selbstlose Lob, das ihnen von den dialogbereiten Rasern gespendet wurde.
Selbstverständlich betonten sie, dass sie auf keinen Fall disziplinäre Maßnahmen ergreifen würden, um nur ja niemanden in seiner Sorge um einen lebendigen Straßenverkehr einzuschränken.

Dafür erklärten die Schnellfahrer feierlich, sie würden loyal zu den Aufsichtsorganen stehen. Ein Loyalitätsbekenntnis zur Straßenverkehrsordnung war daher nicht mehr notwendig, ja geradezu unerwünscht.

Die konstruktive, begeisterte Versöhnungsstimmung ließ man sich auch nicht von einigen letzten Entschleunigungsfanatikern verderben, die sich in erbärmlicher Kleingeistigkeit an irgendwelchen Limits festklammerten.

Diese aggressiven Grenzwächter verstanden noch immer nicht, warum überhaupt ein Dialog über Selbstverständliches geführt werden müsse, warum Übertreter der Straßenverkehrsordnung ständig als gleichberechtige Gesprächspartner angesehen wurden, und warum man schließlich sogar voll Stolz und Freude ein Ergebnis der Gespräche präsentierte, das keinen Bezug auf die Straßenverkehrsordnung nahm.

Und wenn ihnen das Geld nicht ausgegangen ist, dann dialogisieren sie noch heute, ohne Rücksicht auf Verletzte und Tote, die halt besser hätten aufpassen sollen, wenn die fröhlichen Raser unterwegs sind.





Fanny:
Botschaften an Maquerit von Cevremont von Maria und Jesus:
”Kloaken der Unreinheit (...)Die Sünden der GOTT geweihten Personen
schreien zum Himmel und rufen nach Rache!”
Zur Verdeutlichung des bei den meisten Menschen unerkannt gebliebenen Fehlverhaltens der
Priester sollen die Worte der MUTTER GOTTES in La Salette an Melanie bekannt gegeben
werden, welche sie nach der Übergabe an den damaligen Papst 1879 veröffentlichte:
”Die Priester, Diener meines Sohnes, sind durch ihr schlechtes Leben, ihre Ehrfurchtslosigkeiten,  ihre Mißachtung des Göttlichen bei der Feier der heiligen Geheimnisse, durch ihre Liebe zum Geld, zu Ehrungen und Vergnügungen zu Kloaken der Unreinheit geworden.
Ja, die Priester fordern die Rache heraus, und die Rache schwebt über ihren Häuptern! Wehe
den Priestern und GOTT geweihten Personen, die durch ihre Treulosigkeiten und ihr
schlechtes Leben meinen Sohn von Neuem kreuzigen! Die Sünden der GOTT geweihten
Personen schreien zum Himmel und rufen nach Rache! Und siehe, die Rache ist vor ihren
Türen, denn es gibt niemanden mehr, der die Barmherzigkeit und die Verzeihung für das
Volk erfleht! Es gibt keine großherzigen Seelen mehr! Es gibt niemanden mehr, der würdig
wäre, das makellose Opferlamm dem Ewigen zugunsten der Welt aufzuopfern!
GOTT wird in beispielloser Weise zuschlagen! Wehe den Bewohnern der Erde! GOTT wird
Seinem ganzen Zorn freien Lauf lassen, und niemand wird sich so vielen vereinten Übeln
entziehen können! Die Häupter, die Führer des GOTTES-Volkes, haben das Gebet und die
Buße vernachlässigt, und der Dämon hat ihren Verstand verdunkelt! Sie sind irrende Sterne
geworden, die der alte Teufel mit seinem Schweif nach sich zieht, um sie zu verderben!”

Das Pharisäertum der deutschen Bischöfe und Kardinäle
Um die Abkehr der deutschen Hirten in der heutigen Zeit von den Geboten ihres HERRN, den sie mit Wort (Seinem Wort!) und ihrem Leben verkünden sollen, zu bezeugen, wird an dieser Stelle das Fehlverhalten fast aller deutschen Bischöfe und Kardinäle an den Pranger gestellt. Diese Einschätzung stammt aus den langjährigen Erfahrungen und Beobachtungen sehr vieler Kevelaer aufsuchender Oberhirten. Sie kommen entgegen dem Auftreten der ausländischen Bischöfe in teuren, immer dem neuesten Stand entsprechenden Dienstwagen im Wert von etwa 30.000 Euro, meist mit Chauffeur, nach Kevelaer und predigen dort über MARIA, die in aller Einfachheit und Bescheidenheit lebte, oder über die Nachfolge von JESUS, und übersehen die tiefste Erniedrigung eines GOTTES und Seine Armut, zu denen wir alle aufgefordert sind.
Die Hirten müßten den ihnen anvertrauten Schafen mit einem Leben in aller Einfachheit und Bescheidenheit vorangehen, doch sie sind genau so durch das Weltliche und in der vom Satan geschürten Sucht nach Ansehen gefangen wie die übrige Menschheit. Man besitzt sogar die Vermessenheit, sich die teuren Dienstwagen aus Kirchensteuergeldern finanzieren zu lassen,
obwohl sie ein Gehalt in der Höhe für einen Staatssekretär in Anspruch nehmen. Keiner von
ihnen folgt dem Beispiel des Bischofs Kamphaus vom Bistum Limburg, der sich mit einem
alten Opel Kadett, dem Gehalt eines Pfarrers und einem einfachen und bescheidenen Amtssitz
und einer ebenso bescheidenen Wohnung begnügt. Sie lassen sich ehren auf alle mögliche Art
und Weise, obwohl selbst JESUS, Sohn GOTTES, auf aller persönlichen Ehren verzichtete
und nur auf die Ehre des Vaters bedacht war.
Sie predigen lange Monologe über GOTT, den niemand kennt, mit ihren eigenen Worten und
haben völlig vergessen, daß nur das Wort GOTTES für unser Herz bestimmt ist, wie es zahlreiche
Worte GOTTES oder über das Wort GOTTES in der Bibel zum Ausdruck bringen. Nur GOTT
allein kann die Wahrheit über sich selbst verkünden! Der Diener stellt sich über den HERRN!
Es soll das Wort des HERRN uns allen in Erinnerung gebracht werden und man kann es nicht oft genug wiederholen:

"Sie glauben, alles zu wissen und wissen doch nichts. Sie glauben, alles zu verstehen und
verstehen doch nichts! Sie glauben, alles zu sagen und sagen nur Nichtigkeiten! Sie glauben,
alles zu erklären und dabei erklären sie nichts! Rauch und Wind kommt aus ihrem
Mund. (...) Meine Gebote werden verachtet, vergessen, übergangen! (...) Ihre Eitelkeit ist
grenzenlos! Leichtfertig gefallen sie sich in dem, was ihren Untergang herbeiführt, weil sie
GOTT vergessen! Aber GOTT vergißt sie nicht! Er wird ihren Stolz brechen, denn sie sind
verantwortlich für den Untergang der Seelen, die Ich mit Meinem Blut erkauft und die Ich
ihnen anvertraut habe, um sie zu Mir zu führen! (...) Schande über sie!" (August 1972)


"Henker Seines Volkes", "Blinde führen Blinde", "Irrlehren", "Sie glauben, alles zu wissen
und wissen doch nichts", "Eigenliebe, Lüge, Irrtum und Stolz", "Mangel an Ehrfurcht", "Geltungssucht”,
"Untreue".
JESUS spricht von einer "Kirche der Autorität, anstelle Meiner Kirche der Liebe".

Er forderte von den Priestern: "Zeit für das Gebet", "tägliches Rosenkranz-Gebet", "Bekanntmachung
Seiner Botschaft der ”Barmherzigen Liebe", "Rückkehr zum Glauben der Väter",
"Buße und Opfer", ”Verzicht auf Eigenliebe und Annehmlichkeiten", "Sühneandachten".

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