• "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos." 4 11

Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 2629882 mal)

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Offline Tina 13

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9112 am: 02. September 2021, 07:43:45 »
Hl. Patrick (um 385-um 461)
Mönch und Missionar, Bischof
Bekenntnis, §§ 38–40 (© 2011 Royal Irish Academy; Creative Commons License; dt. Fassung: ©/CC 2011 Franz Fischer)

„Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen“

Denn ich stehe tief in Gottes Schuld. Er ließ mir große Gnade zuteil werden, dass durch mich so viele Völker in Gott wiedergeboren […] wurden […] „Ich habe dich als Licht unter die Völker gebracht, damit du ihr Heil bist bis ans Ende der Welt“ (vgl. Apg 13,47). Und dort möchte ich auf die Verheißung warten, weil er niemals bricht, was er im Evangelium verspricht: „Sie werden von Osten und Westen kommen und sich niederlassen mit Abraham, Isaak und Jakob“ (vgl. Mt 8,11). Das glauben wir: aus der ganzen Welt werden die Gläubigen kommen.

Daher ist es wichtig, dass wir gut und gewissenhaft fischen, wie uns der Herr in weiser Voraussicht mit den folgenden Worten mahnt und lehrt: „Folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen“ (Mt 4,19). Ein anderes Mal sagt er durch die Propheten: „Seht, ich sende viele Fischer und Jäger, so spricht der Herr“ (vgl. Jer 16,16), und so weiter. Daher ist es also besonders wichtig, dass wir unsere Netze so auswerfen, dass wir eine möglichst große Zahl und sehr, sehr viele für Gott fangen und dass allerorts Geistliche sind, die das Volk taufen und aufmuntern, wo es nötig und erwünscht ist. So wie es dem Ausspruch des Herrn entspricht, der uns im Evangelium mit den folgenden Worten mahnt und lehrt: „Geht also hin zu allen Völkern und unterrichtet sie. Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis die Welt zu Ende geht“ (vgl. Mt 28,19–20).
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9113 am: 03. September 2021, 05:53:35 »
Johannes Cassianus (um 360-435)
Klostergründer in Marseille
Von der Einrichtung der Klöster, 5,24; SC 109 (Institutions cénobitiques, Éd. du Cerf 1965, p. 233, rev.; ins Dt. trad. © Evangelizo)

„Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist?“ (vgl. Lk 5,34)

Wir waren von Syrien in die Provinz Ägypten aufgebrochen, um die Regeln der alten Mönche kennenzulernen, und wir staunten über die große Herzlichkeit, mit der wir dort empfangen wurden. Im Gegensatz zu dem, was man uns in den Klöstern Palästinas gelehrt hatte, hielten sie sich nicht an die Regel, die festgesetzte Stunde für die Mahlzeit abzuwarten, sondern wo immer wir hinkamen, wurde – außer mittwochs und freitags – das Fasten gebrochen. Als wir einen der Ältesten fragten, warum bei ihnen das tägliche Fasten so leicht unterlassen werde, antwortete er: „Das Fasten ist immer bei mir, euch aber, die ich bald verabschieden muss, kann ich nicht immer bei mir behalten. Das Fasten ist zwar nützlich und notwendig, aber dennoch eine freiwillige Gabe, während die tätige Nächstenliebe eine absolute Forderung der Gebote ist. Wenn ich also in eurer Person Christus aufnehme, muss ich ihn auch bewirten; wenn ich euch dann verabschiedet habe, kann ich die Menschenfreundlichkeit, die ich euch um Christi willen erwiesen habe, durch strengeres Fasten wieder ausgleichen. In der Tat: ‚Die Hochzeitsgäste können nicht fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist‘ (vgl. Lk 5,34), wenn er aber weggegangen ist, dann können sie es tun.“
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9114 am: 05. September 2021, 08:33:14 »
Benedikt XVI.
Papst von 2005-2013
Begegnung mit den Seminaristen im römischen Priesterseminar, 17. Februar 2007 (© Libreria Editrice Vaticana)

„Würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören!“ (Ps 95(94),7)

Wie können wir unter den Tausenden von Stimmen, die wir jeden Tag in unserer Welt hören, die Stimme Gottes erkennen? Ich würde sagen: Gott spricht auf ganz verschiedene Weisen zu uns. Er spricht durch andere Menschen, durch Freunde, durch die Eltern, den Pfarrer, die Priester […] Er spricht durch die Ereignisse unseres Lebens, in denen wir eine Geste Gottes erkennen können; er spricht auch durch die Natur, die Schöpfung, und er spricht natürlich und vor allem in seinem Wort, in der Heiligen Schrift, die in der Gemeinschaft der Kirche und im persönlichen Gespräch mit Gott gelesen wird.

Es ist wichtig, die Heilige Schrift einerseits in sehr persönlicher Weise zu lesen und, wie der hl. Paulus sagt, nicht wie das Wort irgendeines Menschen oder wie ein Dokument aus der Vergangenheit, etwa so wie wir Homer oder Vergil lesen, sondern eben als Wort Gottes, das immer aktuell ist und zu mir spricht. Wir müssen lernen, in einem historisch aus der Vergangenheit stammenden Text das lebendige Wort Gottes zu vernehmen, das heißt wir sollen eintreten in das Gebet und so die Lektüre der Heiligen Schrift zu einem Gespräch mit Gott machen. Der hl. Augustinus sagt in seinen Homilien oft: Ich habe mehrmals an die Tür dieses Wortes geklopft, bis ich hören konnte, was Gott selbst zu mir sagte. Auf der einen Seite steht diese sehr persönliche Lektüre, dieses persönliche Gespräch mit Gott, in dem ich danach suche, was der Herr mir sagt. Von großer Bedeutung ist, zusammen mit dieser persönlichen Lektüre, die gemeinschaftliche Schriftlesung, weil das lebendige Subjekt der Heiligen Schrift das Volk Gottes, die Kirche, ist.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9115 am: 08. September 2021, 19:38:26 »
Hl. Johannes von Damaskus (um 675-749)
Mönch, Theologe und Kirchenlehrer
Homilie zum Fest Mariä Geburt, 1–2 (Homélie sur la Nativité de la Vierge Marie, trad. cf. SC 80, p. 48; ins Dt. trad. © Evangelizo)

Eine Mutter, würdig dessen, der sie geschaffen hat

Kommt, ihr Völker alle! Kommt, ihr Menschen aller Rassen, aller Sprachen, jeden Alters und jeden Standes! Lasst uns mit Freude die Geburt der Freude der ganzen Welt feiern! Wenn sogar die Heiden den Geburtstag ihres Königs festlich begehen […], was sollen da erst wir tun, um den Geburtstag der Gottesmutter würdig zu feiern, durch die das ganze Menschengeschlecht umgestaltet wurde, durch die der Kummer Evas, unserer ersten Mutter, in Freude verwandelt wurde? Eva nämlich hörte den Ausspruch Gottes: „Unter Schmerzen gebierst du Kinder“ (Gen 3,16), Maria aber: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir“ (Lk 1,28). […]

Die ganze Schöpfung soll die heilige Geburt einer heiligen Frau feiern und besingen, denn sie hat einen unvergänglichen Schatz zur Welt gebracht. [...] Durch sie hat sich das schöpferische Wort Gottes selbst mit der ganzen Schöpfung vereinigt, und so feiern wir das Ende der menschlichen Unfruchtbarkeit, das Ende der Schwachheit, die uns daran hinderte, in den Besitz des Guten zu gelangen. [...] Die Natur musste der Gnade weichen. [...] Wie die jungfräuliche Mutter Gottes von der unfruchtbaren Anna geboren werden musste, so blieb die Natur unfruchtbar, bis die Gnade das Ihre hervorbrachte. Sie musste den Schoß der Mutter öffnen, die „den Erstgeborenen der ganzen Schöpfung“ zur Welt bringen sollte, in dem „alles Bestand hat“ (vgl. Kol 1,15.17).

Joachim und Anna, gesegnetes Paar! Die ganze Schöpfung schuldet euch Dank. Durch euch hat sie dem Schöpfer die beste ihrer Gaben dargebracht: eine verehrungswürdige Mutter, die einzige Mutter, die dessen würdig ist, der sie geschaffen hat.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9116 am: 09. September 2021, 20:55:53 »
Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897)
Karmelitin, Kirchenlehrerin
Handschrift C, 15v°– 16r, in: Therese vom Kinde Jesu, Selbstbiographie. Übertragen von Otto Iserland und Cornelia Capol, Johannes Verlag Einsiedeln, Freiburg (17. Auflage) 2015, 236f.

Die Feindesliebe

„Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Freund lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: liebet eure Feinde, betet für die, die euch verfolgen“ (vgl. Mt 5,43–44). Natürlich begegnet man im Karmel keinen Feinden, aber es gibt schließlich Sympathien, man fühlt sich zur einen Schwester hingezogen, während man einer andern wegen am liebsten einen weiten Bogen machte, um die Begegnung mit ihr zu vermeiden, so wird sie, ohne dass sie es weiß, zum Anlass eines Verfolgtwerdens. Nun, Jesus sagt mir, man müsse diese Schwester lieben, man müsse für sie beten, auch wenn ihr Verhalten mich vermuten ließe, dass sie mich nicht liebt. „Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Dank soll man euch zollen? Denn auch die Sünder lieben jene, von denen sie geliebt werden“ (vgl. Lk 6,32).

Selbstverständlich ist man glücklich, einem Freunde ein Geschenk zu machen, man schätzt es vor allem, Überraschungen zu bereiten, aber das ist keineswegs Nächstenliebe, denn das tun auch die Sünder. Noch etwas, was mich Jesus lehrt: „Gebt JEDEM, WER IMMER euch bittet; und wenn MAN NIMMT, was euch gehört, so fordert es nicht zurück“ (vgl. Lk 6,30). Allen jenen zu geben, die bitten, ist weniger angenehm, als dem Zuge des Herzens folgend selber anzubieten […] Ist es schon schwer, jedem zu geben, der bittet, so noch weit schwerer, sich das, was einem gehört, nehmen zu lassen, ohne es zurückzufordern. O meine Mutter, ich sage, es sei schwer, ich sollte vielmehr sagen, es scheine schwer, denn Das Joch des Herrn ist mild und leicht (vgl. Mt 11,30), nimmt man es an, fühlt man sogleich dessen Milde und ruft mit dem Psalmisten: „Ich bin den Weg deiner Gebote GELAUFEN, denn du hast mein Herz weit gemacht“ (vgl. Ps 118,32). Die Liebe allein vermag mein Herz auszuweiten. O Jesus, seitdem diese süße Flamme es verzehrt, eile ich mit Freuden auf dem Weg deines NEUEN Gebotes …
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9117 am: 10. September 2021, 19:08:34 »
Hl. Augustinus (354-430)
Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Auslegung der Bergpredigt, 19 (Explication du Sermon sur la montagne, trad. coll. Pères dans la foi, n°5, p. 134; ins Dt. trad. © Evangelizo)

Splitter und Balken

„Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.“ Das heißt: Entledige dich zuerst deines Hasses, dann kannst du den korrigieren, den du liebst. Und ganz zu Recht sagt er „Heuchler“: Die Bestrafung von Lastern sollte die Aufgabe von gerechten und wohlwollenden Menschen sein. Die Bösen jedoch bemächtigen sich einer Rolle; sie sind wie Schauspieler, die ihr wahres Gesicht hinter einer Maske verbergen. […]

Wenn wir tadeln oder korrigieren müssen, sollten wir peinlich genau darauf achten, uns die folgende Frage zu stellen: Haben wir diesen Fehler noch nie begangen? Sind wir davon geheilt? Und selbst wenn wir ihn nie begangen haben, so sollten wir daran denken, dass wir Menschen sind und dass wir ihn hätten begehen können. Wenn wir ihn aber in der Vergangenheit begangen haben, sollten wir uns unserer Gebrechlichkeit erinnern, damit Wohlwollen und nicht Hass uns den Vorwurf oder Tadel diktieren. Ob der Schuldige nun besser oder schlechter wird – denn der Ausgang ist ungewiss –, so sind wir zumindest sicher, dass unser Blick rein geblieben ist. Doch wenn wir bei der Gewissenserforschung in uns denselben Fehler entdecken, den wir zu korrigieren vorgeben, sollten wir, anstatt ihn zu tadeln, mit dem Schuldigen weinen. Wir sollten ihn nicht auffordern, uns zu gehorchen, sondern unsere Bemühungen zu teilen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9118 am: 11. September 2021, 05:48:22 »
Hl. Irenäus von Lyon (um 130 - um 208)
Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer
Gegen die Häresien, III. Buch, 24. Kapitel,1–2 (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1912; leicht angepasst)

Die Fundamente auf Felsen bauen

Die Predigt der Kirche ist in jeder Hinsicht unveränderlich und gleichmäßig; sie hat für sich, wie nachgewiesen, das Zeugnis der Propheten und Apostel und aller Jünger, wie am Anfang der Zeiten, so in der Mitte und am Ende, die ganze Heilsordnung Gottes hindurch und in all dem, was er zum Heil der Menschen zu tun gewohnt war, wie unser Glaube es lehrt. Diesen haben wir von der Kirche empfangen und bewahren ihn so auf. […] Dieses göttliche Geschenk nämlich ist der Kirche anvertraut, damit gleichsam das Geschöpf beseelt werde und alle Glieder, die an ihr Anteil haben, das Leben empfangen. In ihr ist niedergelegt die Gemeinschaft mit Christus, d. h. der Hl. Geist, die unverwesliche Arche, die Befestigung unseres Glaubens, die Himmelsleiter zu Gott. „In der Kirche nämlich“, heißt es, „hat Gott eingesetzt Apostel, Propheten, Lehrer und die gesamte übrige Wirksamkeit des Geistes“ (vgl. 1 Kor 12,28) […]

Wo die Kirche, da ist auch der Geist Gottes; und wo der Geist Gottes, dort ist die Kirche und alle Gnade; der Geist aber ist Wahrheit. Die den Geist der Wahrheit nicht aufnehmen, empfangen von den Brüsten der Mutter keine Nahrung zum Leben, noch das von dem Leib Christi ausgehende, hellsprudelnde Quellwasser, sondern „graben sich durchlöcherte Zisternen aus Erdlöchern“ (vgl. Jer 2,13) […] Fern aber von dem Hause der Wahrheit, müssen sie sich in jeglichem Irrtum winden und wälzen, indem sie im Lauf der Zeiten über dieselben Dinge verschiedene Lehren aufstellen, aber niemals zu einer gefestigten Meinung gelangen. Gelehrte von Worten wollen sie lieber sein als Schüler der Wahrheit. Sie sind nicht gegründet auf dem einen Felsen, sondern gebaut auf Sand mit vielen Steinen (vgl. Mt 7,24.26).
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #9119 am: 12. September 2021, 21:55:27 »
Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911-1938)
spanischer Zisterzienser
Geistliche Schriften, 3. April 1938, in: Nur Gast auf Erden?, Bernardus-Verlag Grevenbroich 1996, S. 605–606

„Wer mein Jünger sein will […], nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“

Wie soll ich ausdrücken, was meine Seele empfand, als sie aus dem Mund eines so heiligen Prälaten das hörte, was schon längst der Gedanke ist, von dem ich besessen bin; was mich absolut glücklich sein lässt in dieser Verbannung: die Liebe zum Kreuz! […] Ach, wer gibt mir den Wortschatz Davids, um die Wunder der Liebe des Kreuzes auszusprechen? […]

Oh, das Kreuz Christi! Worüber sonst sollte man sprechen? Ich kann nicht beten … Ich weiß nicht, was es heißt, gut zu sein … Ich besitze keine religiöse Gesinnung, denn ich bin voll von der Welt … Ich weiß nur eines; etwas, das meine Seele mit Freude erfüllt, obwohl ich so arm an Tugend und so reich an Elend bin … Ich weiß nur, dass ich einen Schatz habe, den ich für nichts und niemanden tauschen möchte: mein Kreuz, das Kreuz Jesu, jenes Kreuz das meine einzige Ruhe ist … Wie soll ich das erklären? Wer das nicht erfahren hat, wird nicht einmal im entferntesten vermuten können, was das heißt …

Würden doch alle Menschen das Kreuz Christi lieben! Ach, wenn die Welt doch wüsste, was es bedeutet, das Kreuz Christi ganz, wirklich, ohne Vorbehalt und mit wahnsinniger Liebe zu umarmen! […] Wieviel Zeit geht verloren mit Predigten, Andachten und Übungen, die heilig und gut, aber nicht das Kreuz Jesu sind! Sie sind nicht das Beste […]

Armer Oblate, der du dich in deinem Leben dahinschleppst und die Härte der Regel befolgst, so gut du kannst, begnüge dich, deinen brennenden Eifer im Schweigen zurückzuhalten! Liebe wahnsinnig das, was die Welt verachtet, weil sie es nicht kennt! Bete in der Stille – ohne dass es jemand bemerkt – dieses Kreuz an, das dein Schatz ist! Betrachte im Schweigen vor ihm die Großtaten Gottes, die Wunder Mariens, das Elend des Menschen […] Liebe das Kreuz, bete es an und vereinige dich mit ihm! Was willst du mehr? Verkoste das Kreuz … und zwar so, wie es heute Morgen der Herr Bischof von Tuy sagte: Das Kreuz verkosten!
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