|
|
Papst
Paul der
VI.
zu
Monsignore Ottavio Michelini
|
10. September 1978
Schreibe,
ich bin Paul Vl. und möchte mit dir sprechen.
Bruder
Don Ottavio, es ist
dir vieles
und von vielen über
die Glaubenskrise und die Läuterung
gesagt
worden, so dass
es
scheint, dass dieses Thema
erschöpft
sei; aber es
ist nicht so, das Thema
bietet Möglichkeit für
endlose
Überlegungen.
|
PAPST
PAUL
VI.
|
26.09.1897 |
geboren
in
Concesio bei Brescia |
|
11.06.1963 |
Wahl
zum
Papst |
|
06.08.1978 |
gestorben
in
Castel
Gandolfo |
|
|
Die Läuterung ist nicht ein
Ereignis für die
Tageschronik;
sie ist ein einzigartiges
Vorkommnis
in der Geschichte des
Menschengeschlechtes,
das eine
entscheidende
Wandlung
darstellt
nicht nur für eine Nation,
sondern für die ganze
Menschheit,
deren
Antlitz sie verändern wird.
Wie
für die «Schöpfung» Gott, der Allmächtige
mit einem Akt seines göttlichen
Willens
eingriff, so tut er
es für die Läuterung, die von Gott nicht gewollt,
sondern
zugelassen wird; es wird sich um ein direktes Eingreifen
Jesu handeln,
der als
Gott der Eine und Dreieine
ist, und
seiner allerheiligsten Mutter, um die durch
die Blindheit und Verdorbenheit
des Menschengeschlechtes
so schwer
betrof-fene Harmonie
und Ordnung der
Schöpfung wieder
herzustellen.
Diese Reinigung hat begonnen
und sie wird in absehbarer Zeit ihren fürchterlichen Abschluss finden. Sie wird geprägt
sein durch den Sieg der himmlischen
Mächte über die finstern Mächte des
Bösen;
erst am Schluss
erfolgt das Eingreifen
des Sohnes
Gottes und
seiner
allerheiligsten
Mutter, das den Endsieg herbeiführen wird. Die Kirche Satans
wird vernichtet
werden,
und das
Banner des Sieges,
das Kreuz,
wird verherrlicht
über der erneuerten Kirche
aufgerichtet,
deren Läuterung schon
begonnen hat.
Nichts soll euren Glauben verwirren
Das
Gewicht
des Bösen lastet auf der Menschheit,
es macht sie starr,
sie wird
gleichsam
zu einem Geschiebe; aber diese
Menschheit ist Grund und
Mittelpunkt dieses ungeheuren
Kampfes,
scheint aber, sich
dessen
nicht bewusst
zu sein.
Der
Grund, warum
wir obersten
Hirten so oft
auf dieses
Thema zurückkommen:
wir wollen euch
einfach vorbereiten,
eure
Seelen
und eure Herzen auf
diese harten und von
unbeschreibbarem Leid
gesättigten,
schwierigen
Stunden der
Angst
und Furcht vorbereiten, damit nichts,
wie schwer
es auch
sei, euren Glauben und euren
innern Frieden verwirre.
Ja,
Bruder,
wenn
euer
Glaube stark
ist, so wird der innere Friede eurer
Seelen erhalten bleiben.
Ich
habe über
das Eingreifen des ewigen, fleischgewordenen
Wortes
Gottes und
seiner allerheiligsten
Mutter gesprochen;
sie werden in verschiedener
Weise eingreifen;
Jesus wird
nicht in den Kampf
treten,
sein Eingreifen für die
Besiegung der
finstern Mächte
des Bösen
und zur
Wiedergewinnung der
verlorenen Menschheit,
hat sich
schon mit der Menschwerdung vollzogen.
Satan ist mit seinen Legionen
für immer schon von ihm besiegt
worden; jetzt muss die
Menschheit
und im besondern die Kirche,
das heisst, der
Mystische Leib,
der das Los des
Hauptes zu
teilen
hat, die Schlacht gegen
den Sozialen Leib
Satans, die Freimaurerei,
schlagen.
Die «Mutter» ist nicht Gott,
sie ein
menschliches Geschöpf, aber sie ist
die «zweite
Eva» und die
«Erste» nach Gott;
sie ist das erste Geschöpf, das die Kirche Jesu
führt und zum Siege
führen wird, während das Eingreifen
Jesu das
Böse der
Menschen
ins Gute umwandelt und die vom mensch-lichen
Geist unfassbaren Zerstörungen
zum Wohle der völlig erneuerten
Kirche umgestaltet.
Sozusagen
eine «zweite»
Schöpfung
Du siehst nun, Bruder Don
Ottavio, warum
ihr nicht
richten, sondern die
unergründbaren
Absichten Gottes anbeten müsst; denn er vermag
aus der
Bosheit der finstern
Mächte des
Bösen und aus der Verdorbenheit einer irrenden
und vom menschlichen und diabolischen
Hochmut angesteckten
Menschheit gleichsam
eine zweite
Schöpfung zu bilden
und dem Himmel und der
Erde eine neue,
erneuerte Kirche zu
schenken, zum Staunen
der
Engel
und der Menschen.
Bereitet
euch vor, apokalyptische Zeiten, die jetzt
schon begonnen
haben,
zu erleben; ihr Abschluss
ist nicht fern.
Durchlebt sie in dieser Überzeugung,
in diesem
euren starken Glauben und in
dieser eurer Liebe!
Mut, Bruder; deine Pflicht
ist es,
den Geist der Vereinigung,
der du vorstehst, vorzubereiten;
vorwärts
mit wachem Kopf; du weisst, dass
wir von uns
aus nichts vermögen,
in ihm und durch ihn aber
vermögen
wir alles!
Ich
segne dich
und mit dir segne
ich
deinen Mitbruder
Don P., die ganze Vereinigung Speranza
und alle, die dir besonders
teuer sind, im Namen des Vaters,
des Sohnes und des
Heiligen Geistes.
|
Papst Johannes Pauls I.
zu
Monsignore Ottavio Michelini
|
2. Oktober 1978
Schreibe, Bruder
Don Ottavio,
ich bin Papst Johannes
Paul I.
Päpste haben mit
dir
gesprochen;
ich bin der kürzlich verstorbene,
doch das
hat keine Bedeutung.
Wenn mein Pontifikat auch kurz, ja sehr kurz war, kaum lang
genug,
um mir Rechenschaft
geben zu können von
der ungeheuren
Aufgabe eines Papstes, kaum genügend
lang,
um in mir das Bewusstsein
der Finsternis
zu erwecken,
die die
ganze Kirche, von
der Spitze
zur
Basis, umhüllt. |
Papst Johannes
Paul I.
(33-Tage-Papst).
|
17.10.1919 |
geboren
in Canale
d’Agordo
(Belluno) |
|
26.08.1978 |
Wahl zum
Papst |
|
28.09.1978 |
überraschender
Tod des
Papstes |
|
Ich
kannte die Verschwörungen
des Bösen,
ich hatte
Kenntnis über sie; seit langem versucht er, sich
der Kirche Christi
zu bemächtigen;
dass aber
seine
Bosheit und sein brennendes
Verlangen
so gewaltig geworden
sind, das wusste ich
wirklich
nicht.
Gott, der Allmächtige, hat
mit meiner
Wahl zum Nachfolger Petri
- er hat sie mehr gewollt als die
Menschen -,
der
Kirche und der Welt einen letzten
Beweis
seiner unendlichen
Barmherzigkeit
geben
wollen; die an der
Spitze
der
Kirche stehenden
Menschen haben
zu Jesus
und seiner Mutter Nein
gesagt
und, weil
sie Diener
Satans sind, sind sie entschlossen, die Kirche, das
Geheimnis
des Heils und der Barmherzigkeit, in die
Hände des Fürsten
der Finsternis zu spielen.
Noch
einmal
hat Satan
Gott herausgefordert
und eine Verschwörung zustande gebracht,
die in ihrer
Bosheit,
in ihren Listen, Fallen
und Erpressungen beispiellos
ist; er hat die
Kirche ihres
rechtmässigen Hirten beraubt,
um sie in
das sich vergrössende Chaos zu
stürzen.
Bruder
Don Ottavio, dieses
Verbrechen
oder, besser,
die Kette von
Verbrechen,
denn es
ist das erste
einer langen
Reihe (Anm. Schüsse auf Joh. Paul II.,
Morddrohungen gegen Benedikt XVI.), bewirkt nichts anderes, als die Zeiten
zu beschleunigen;
das ermöglicht dir, die
Abfolge der
Botschaften von höchsten Hirten der Kirche besser zu verstehen.
Fest
und stark im Glauben bleiben
Aber
warum, Heiliger Vater, diese
vertraulichen Mitteilungen, dieser
Berg von Kot und Trümmern,
gerade für
mich? –
Frage
dich, warum
für
mich; warum verstockst
du dich,
zu zweifeln? Ist
dir nicht gesagt
worden, dass
du eine grosse Aufgabe
in der Kirche zu erfüllen
hast; glaubst
du, dass der allmächtige
Gott Grosse und Mächtige
dieser
Erde benötige,
um seine Liebesabsichten zu verwirklichen? Ist
dir nicht gesagt
worden,
dass
er dich auserwählt
hat, um den
salbungsvollen,
samtenen
Hochmut der
Großen und Mächtigen
in der
Kirche
zu Schanden
zu machen? Erwählte
er nicht den kleinen David, um die hochmütige Verstocktheit
des Riesen Goliath zu
schlagen? Wählte
er nicht die Zwölf
zu Säulen seiner Kirche;
welches
Verhältnis besteht da zu ihrer Aufgabe? Bestand
vielleicht eine Bindung unter
den Zwölfen mit dem Auftrag,
den sie zu
erfüllen hatten?
Hat
nicht er selbst zu dir
gesagt, «genug» darüber, denn er ist Gott und ist
allmächtig.
Versuche
vielmehr, aus
allem, das dir geoffenbart
wird, Schätze
zu machen; bald wird die
Finsternis
die ganze Kirche umhüllen, die völlig in den
Griff der
finsteren
Mächte des
Bösen fallen
wird. Darum
musst du fest und stark sein im Glauben, denn
viele werden auf euer Beispiel
hin nicht
verloren
gehen
und nicht verzweifeln.
Hat
er dir nicht gesagt,
das er
auch während
der Finsternis euch nahe sein wird, dass
ihr nicht zweifeln
dürft, um nicht den Vorwurf an seine
Apostel
zu verdienen, die
auf
dem
See Genesareth ge
zweifelt haben?
Dann... der grosse
Triumph der
Königin aller
Siege
Die Prüfung, die du gegenwärtig mit den Mitgliedern
der entstehenden Vereinigung durchzumachen
hast, ist noch leicht im Vergleich
mit der Prüfung, die dir bevorsteht!
Don Ottavio, liebster Bruder,
suche dich,
sucht euch
zu erinnern, wie viel
euch
auch von meinen
Vorgängern geschenkt
worden ist;
hütet euch, euch
an so grosse Gaben und
Gunsterweisungen,
die ihr unverdient
empfangen
habt, zu gewöhnen;
bringt darum
seinem göttlichen
Willen unbegrenztes Vertrauen
entgegen und gebt euch
ihm völlig
hin.
In
der Ewigkeit ist
alles Gegenwart,
die Vergangenheit und die Zukunft
bestehen in
der Ewigkeit nicht, aber
für
euch,
die ihr auf der
Erde pilgert
scheint eure Wartezeit
nicht abzulaufen... Die
Wartezeit
aber wird kurz sein, dann erfolgt der
beispiellose
Zusammenprall,
der gezeichnet wird
vom Triumph der Königin
aller Siege, die ihr schon jetzt
verehrt in eurer Vereinigung.
Don Ottavio Michelini:
Heiliger Vater, welches Bild werden wir von der Königin
aller Siege sehen?
Das von Male?
Das werdet ihr bald erfahren.
Don Ottavio Michelini:
Heiliger Vater, was bedeutet
das Geschehen
von heute Morgen in unserem
Hause?
Dass
ihr euch
inmitten
eines
fürchterlichen
Kampfes
befindet, Bruder
Don Ottavio; dass
aber sie, die
Königin aller
Siege, mit
euch ist!
Es ist euch in wunderbarer
Weise bestätigt worden, dass in eurer
Mitte
ausser ihm auch sie sich
befindet. Das
muss in euch
allen Vertrauen, Liebe,
Hingabe, Zufriedenheit und Frieden erwecken.
Bruder, gemeinsam wollen wir Gott, dem Einen
und Dreieinen, in
Vereinigung mit den Chören
der Engel
den Lobeshymnus anstimmen:
Heilig,
heilig,
heilig ist
der Herr, Gott der Heerscharen,
ihm sei die Ehre und die Herrlichkeit in alle Ewigkeit.
Amen.
Ich
segne dich,
Bruder, ich segne
euch im
Namen des Vaters,
des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
Amen.
|
 |
|
|
|