Hl. Dismas -  Der heilige Schächer

 

Retour Heilige

   
   





  

HI. Dismas, 25. März (nach Simon Zihlmann)

Das römische Martyrologium begeht am 25. März in Jerusalem die Gedächtnisfeier des heiligen Schächers, der am Kreuze seinen Glauben an Christus bekannte und dafür die tröstliche Verheissung erhielt: «Heute noch wirst du bei mir im Paradiese sein.« Uralte Überlieferung sagt, dass dieser Schächer Dismas geheissen habe.

War Dismas Jude oder Heide?

Die Kirchenväter nehmen an, dass er ein Heide war. Sein Leben war heidnisch und gottlos. Der heilige Blutzeuge Eulogius schreibt von Dismas, dass er sein Leben mit Stehlen, Rauben und Morden hingebracht und das Kreuz mit jenen Händen umfasst habe, die er zuvor mit dem Blute seines eigenen Bruders bespritzte. Er soll das Haupt einer Räuberbande gewesen sein, die zur Zeit Christi eine unheimliche Plage in Palästina waren. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter erzählt von einem ihrer Überfälle.

Sühnende Strafe

Dismas wurde gefangen. Mit Gesmas, dem linken Schächer, und mit Barabbas, dem Aufrührer und Mörder, war er zu gleicher Zeit im Kerker wie der unschuldige Heiland. Das Urteil lautete auf Kreuzestod. Die Verurteilten mussten ihr Kreuz selbst zur Richtstätte tragen und wurden vor der Kreuzigung gegeisselt.

Bekehrung und seliger Tod

Der tiefste Grund der Bekehrung des Missetäters Dismas ist die zuvorkommende Gnade GOTTES, die unendliche Barmherzigkeit unseres gütigen Vaters im Himmel. Keine Sünde ist so gross, dass Gottes Erbarmen nicht noch grösser wäre, wenn der Sünder Busse tut und sich bekehrt. Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe. »Ich bin nicht gekommen«, spricht der Heiland, »um die Gerechten zur Umkehr zu rufen, sondern die Sünder.» Lukas erzählt von der Verspottung Jesu am Kreuze: Einer von den Missetätern lästerte ihn mit den Worten: »Bist Du nicht der Messias? Dann rette Dich selbst und uns. <,Der andere aber verwies es ihm und sagte: »Hast du denn keine Furcht vor Gott, obwohl du doch die gleiche Strafe erleidest? Wir freilich mit Recht; denn wir empfangen die gerechte Strafe für unsere Taten; dieser aber hat nichts Böses getan.« Dann sagte er zu Jesus: »Herr, gedenke meiner, wenn Du in Dein Reich kommst.« Jesus entgegnete ihm: »Wahrlich, ich sage dir, heute noch wirst du bei mir im Paradiese sein!«

Was veranlasste diesen Sinneswandel des rechten Schächers? Einige meinen, der Schatten Jesu sei auf ihn gefallen; andere glauben, der Anblick der Gottesmutter habe ihn gerührt und diese für ihn gebetet. Der geduldig leidende Heiland, der in seiner Verhöhnung betete und seinen Feinden verzieh, wird auf sein Herz eingewirkt haben. Der Gnadenblick aus dem göttlichen Heilandsauge traf ihn. Dismas wirkte mit der Gnade mit. Laut und offen anerkannte er den Heiland als Herrn und Gott; vor allem Volke, vor der spottenden Menge verteidigte er als einziger die Unschuld des Heilandes, sich selber bekannte er voll Reue schuldig und nahm seine Kreuzigungsschmerzen als Sühne an. Aus einem Verbrecher ist ein Heiliger geworden. Der Heiland selber sprach ihn heilig und verhiess ihm gleichen Tages noch die Aufnahme in die Schar der Gerechten des Alten Bundes, deren Warteort durch den Besuch des Heilandes zum Paradies wurde.

Durch vollkommene Reue hat Dismas Nachlassung aller Sünden und Sündenstrafen erlangt, der Heiland hat ihm sozusagen einen vollkommenen Ablass verliehen. Wir staunen über den Glauben, den Dismas aufbrachte. Er ist voll Seeleneifer. Er tadelt seinen Sündengenossen, ermahnt ihn zur Gottesfurcht, möchte ihn für die Ewigkeit gewinnen. Dismas ist demütig; er legt öffentliches Sündenbekenntnis ab, entschuldigt sich nicht, gibt seine Missetaten zu. Dismas ist geduldig; er nimmt die schrecklichen Kreuzigungsschmerzen als Sühne an, anerkennt, dass ihm recht geschieht und er nur leidet, was er verdient hat. Dismas ist voll Liebe zum göttlichen Heiland. Er kann die Schmähreden gegen ihn nicht weiter anhören; er verteidigt seinen lieben Messias, mutig und unerschrocken verkündigt er IHN als den Gerechten, den unschuldig Verurteilten. An ihm hat der Heiland einen herrlichen Anwalt und Verteidiger vor allem Volke gefunden. Der Heiland und die Gottesmutter freuen sich über ihn; einer wenigstens, der den Heiland zu verteidigen wagt. Dismas hat ein grenzenloses Vertrauen zum göttlichen Heiland. Von allen Menschen verlassen, nimmt er beim gekreuzigten und verspotteten Heiland Zuflucht: Herr, gedenke meiner! Seine Bitte ist so demütig, so bescheiden. Er wagt nicht um den Himmel zu bitten; ein stilles Gedenken des Herrn genügt ihm. Wie herrlich der Heiland diese Bitte belohnt! Er hat göttliches Wohlgefallen an den Tugenden, die Dismas am Kreuze übt. Dismas starb nach Jesus. Dem geöffneten Herzen Jesu zur Seite litt er geduldig weiter, bis die Soldaten kamen und ihm unbarmherzig die Gebeine zerschlugen und er so ohne Halt am Kreuze unter fürchterlichen Schmerzen den Geist aufgab, um einzugehen ins Paradies. Sein schmerzliches Sterben war seliger Tod, weil der Tod eines Heiligen.

Die Verehrung des Hl. Dismas setzte schon früh ein. Er ist der einzige von Jesus selber selig gesprochene Heilige. Die Kirchenväter verherrlichten ihn, da die Bulle seiner Heiligsprechung im Evangelium steht. Mehr als 200 Schriftsteller haben sein Leben beschrieben und seinen Tod verherrlicht. Ohrysostomus nennt Dismas den Advokaten Christi, weil er Jesus gegenüber dem Schreien des Volkes für unschuldig erklärt hat: »Dieser hat nichts Böses getan.« (Vitale v. Bologna, ca. 1337)

 

Hl. Dismas

(Auszüge aus verschiedenen Schriften)

Dismas, der rechte Schächer

Im Roggenburger Pfarrarchiv befindet sich ein Buch aus der Klosterzeit, das den Titel »Dismas« trägt. Es ist eine Art Tagebuch mit Anweisungen für die Feier der Gottesdienste im Verlauf des Kirchenjahres. Nach diesen Aufzeichnungen wurde am Sonntag nach Christi Himmelfahrt eines Heiligen gedacht, der heute weithin unbekannt ist: des hl. Dismas. Es ist der Name, der nach alter Überlieferung dem rechten Schächer gegeben wurde.

Da wird nun in dem erwähnten Buch berichtet: „Wegen sehr vielen geschehenen Einbrüchen und Diebereien hat das löbliche Convent auf Einratung des Herrn Präliten Georg des Vierten ein besonderes Gelübde zu dem hl. Dismas gemacht, um durch dessen Fürbitte von allen diesen Dingen befreit zu werden.“

In der Zeit, da Abt Georg (1753-1783) dem Konvent vorstand, wurde, wohl um 1770, in dessen Auftrag ein Bild des hl. Dismas vom Weissenhorner Künstler Martin Kuen angefertigt. Einem Kenner des grossen Barockmalers, dem Verleger und Heimatpfleger Anton H. Konrad in Weissenhorn, verdanken wir es, dass dieses bedeutsam Ölgemälde, das sich jetzt im Roggenburger Pfarrhof befindet, vor einigen Jahren sehr schön restauriert wurde. Herr Konrad hat uns auch auf die oben erwähnten    Aufzeichnungen aufmerksam gemacht, die über die Verehrung des hl. Dismas berichten.

Die Verehrung des hl. Dismas reicht weit zurück. In der kleinen Schrift „Dismas, der heilige Schächer“ (Kanisiusverlag) berichtet der Verfasser S. Zihlmann, dass schon Kaiser Konstantin der Grosse um die Wende des 3. Jahrhunderts ein Bild von Dismas anfertigen und in der Lateranbasilika anbringen liess. Überaus ehrende Worte widmen die Kirchenväter dem rechten Schächer. Sie weisen darauf hin, daß ihn Jesus selbst heiliggesprochen hätte mit den Worten: „Heute noch wirst du bei mir im Paradiese sein!“ Der grosse Astronom Kopernikus betete besonders gerne das Gebet: „Nicht Gnade nach Sankt Pauli Art, Vergebung nicht, wie Petrus ward. Erbarmen, wie's der Schächer fand, erbitt ich, Herr, von deiner Hand!“

Den eindrucksvollsten Bericht über die Bekehrung dieses Räubers gibt uns freilich die Hl. Schrift. Bei Markus 15. 27 heil3t es: „Mit ihm (Jesus) kreuzigten sie zwei Räuber. den einen zu seiner Rechten, den anderen zu seiner Linken.“ Und bei Lukas 23, 39 ff lesen wir: „Einer von den Missetätern, die am Kreuze hingen, lästerte ihn mit den Worten: ´Bist du nicht der Messias? So rette dich selbst und uns.´ Der andere aber verwies es ihm und sagte: ´Fürchtest auch du Gott nicht und du leidest doch die gleiche Pein. Wir leiden allerdings mit Recht, denn wir empfangen die gerechte Strafe für unsere Taten, dieser aber hat nichts Böses getan!´ Er (Jesus) erwiderte ihm: ´Wahrlich, ich sage dir, heute noch wirst du bei mir im Paradiese sein! ´“ Es scheint, dass Martin Kuen auf seinem wunderbaren Gemälde gerade diesen Augenblick festhalten wollte. Im Hintergrund sehen wir den Kalvarienberg und die drei Kreuze. Der Künstler will damit wohl sagen: Hier ist es geschehen, was sich auf wundersame Weise an diesem Räuber innerlich vollzogen hat. Eben hat er nach seiner tiefen Reue über die vielen und schweren Sünden seines Lebens das erlösende Wort der Verheissung vernommen: „Heute noch...“ da schaut er voll Hoffnung und Zuversicht zum Himmel. Er ist bereit, die Todesqualen als Sühne für seine Schuld zu tragen, denn dort oben beim Vater im Himmel winkt ihm ja die beseligende Vereinigung mit seinem Erlöser.

Stundenlang hatte sich der gequälte Leib auf dem Marterholz gewunden und vergebens versucht, sich von den Fesseln freizumachen. Sein ganzes vergangenes Leben mit all den Mordtaten und Überfällen auf wehrlose Menschen war vor ihm aufgestanden. Zur Todesangst war die ganze Abscheu über seine Verbrechen wie eine dunkle Nacht über seine Seele gekommen. Die Verzweiflung setzte, wie ein wildes Ungeheuer zum Sprung auf seine Seele an, um auch den letzten Funken der Hoffnung im Keime zu ersticken. Er hörte die Lästerungen des linken Schächers, und da geschah es, dass er sich müden

Blickes zum Heiland, wandte. Und aus dem brechenden Auge des Herrn schaute ihn ein so tiefes Verstehen, eine so grosse erbarmende Liebe an, dass plötzlich alle Nacht des Zweifels und der Verzweiflung aus seiner Seele wich. Es war, als ob Jesus sagen wollte: „Ich nehme deine ganze Schuld auf mich und tilge sie in meinem Blute!“

 

St. Dismas, der Heilige für unsere Zeit

Vielleicht müssen wir diesen heute wieder in Vergessenheit geratenen Heiligen gerade für unsere Zeit ganz neu entdecken. Mitten in einem gewissen Wohlstand werden die Menschen voll Furcht vor immer neuen Gewalttaten ergriffen. Der Rat des grossen Abtes Georg Lienhardt, dem eigentlichen Bauherrn des Roggenburger Gotteshauses, mag auch uns gelten: erwählt euch im Hl. Dismas einen Beschützer und Helfer bei Gott, wenn Furcht vor drohenden Gefahren euer Herz befällt. Sucht seine Freundschaft! Fördert seine Verehrung! Betet zu ihm um die Gnade aufrichtiger Reue und eines grossen Vertrauens zur Barmherzigkeit Gottes. St. Dismas wird euch vor allem einen lebendigen Glauben auf die unbegrenzte erlösende Macht des hl. Messopfers vermitteln, das ja nach der Lehre der Kirche die Erneuerung des Kreuzesopfers Christi ist. Dismas hat wie keiner dessen erlösende, verzeihende und heiligende Kraft erfahren!

Reinhold Schneider, der prophetische Seher unserer Tage, sagte einmal:

„Auf der Angst ruht die Macht, das Reich des Bösen. Darum steigert und verbreitet der Böse die Angst wo immer er sein Reich begründen, ausbreiten, erhalten will. Vor dem Frieden dessen, der bei Christus lebt, zerfällt die Angst und mit ihr das Gewaltreich des Widersachers und seiner Knechte!“

Nach Anna K. Emmerich

„Bist Du der Sohn Gottes, so steige vom Kreuze herab! Ist er der König Israels, so steige er vom Kreuze nieder, so wollen wir ihm glauben. Er vertraute Gott, der helfe ihm nun!“ Auch die Soldaten spotteten und sagten: „Bist du der Judenkönig, so hilf dir nun.“

Ein Soldat aber steckte einen Schwamm mit Essig auf einen Stab und hielt ihn Jesus vor das Angesicht, und er schien ein wenig zu saugen; das Höhnen währte fort.

Jesus aber richtete sein Haupt etwas auf und sagte: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“, und betete still weiter. Dismas, der rechte Schächer, war tief gerührt, als Jesus für seine Feinde betete. Er erhielt durch das Gebet Jesu einen inneren Strahl der Erleuchtung, als die heilige Jungfrau herzutrat, und er erkannte innerlich, dass Jesus und seine Mutter ihm als Kind schon geholfen und er erhob seine Stimme ganz mächtig und laut und sagte ungefähr folgendes: „Wie ist es möglich, ihr lästert Ihn und Er betet für euch, Er hat geschwiegen und geduldet und betet für euch und ihr lästert, Er ist ein Prophet, Er ist unser König, Er ist Gottes Sohn!“ Über diese unerwartete Strafrede aus dem Munde des elend hängenden Mörders entstand ein Tumult unter den Spöttern und sie suchten Steine und wollten ihn am Kreuze steinigen. Der Hauptmann Abenadar aber wehrte ab, liess sie auseinandertreiben und stellte Ordnung und Ruhe her. Es kam ein ungemeines Erschrecken über Menschen und Tiere, das Vieh brüllte und lief von dannen, die Vögel suchten sich Schlupfwinkel und fielen scharenweise auf die Hügel um den Kalvarienberg nieder, man konnte sie mit Händen greifen. Die Spötter begannen zu schweigen, die Pharisäer versuchten noch, alles natürlich zu erklä­ren. Es gelang ihnen aber schlecht und auch sie wurden von einer inneren Angst befallen. Alle Men­schen schauten zum Himmel empor. Viele schlugen an die Brust, rangen die Hände und schrien: „Sein Blut komme auf seine Mörder!“ Manche in der Ferne und Nähe warfen sich auf die Knie und baten Jesus um Verzeihung und Jesus wendete in seinen Schmerzen die Augen zu ihnen.

Während die Finsternis immer zunahm und alles nach dem Himmel schaute und das Kreuz, ausser von Jesu Mutter und den nächsten Freunden, verlassen stand, richtete Dismas, der in tiefer Reue versunken gewesen war, in demütiger Hoffnung sein Haupt auf zu Jesus und sprach: „Herr, lasse mich an einen Ort kommen, wo Du mich erlösen magst, gedenke meiner, wenn du in Dein Reich kommst!“ Da sprach Jesus zu ihm: „Wahrlich, ich sage dir, heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein!“ Da blickte der Herr seine liebe Mutter gar ernst und mitleidig an und wendete seine Augen zu Johannes und sagte zu

ihr: „Weib, sieh, das ist dein Sohn; er wird noch mehr dein Sohn sein, als wenn du ihn geboren hättest.“ Er lobte auch noch Johannes und sagte: „Er ist immer arglos glaubend gewesen und hat sich nicht geärgert, ausser damals, da seine Mutter ihn wollte erhöht haben.“ Zu Johannes aber sagte er: „Sieh, das ist deine Mutter!“ Und Johannes umarmte die Mutter Jesu, die nun auch seine Mutter geworden war, ehrerbietig, wie ein frommer Sohn, unter dem Kreuz des sterbenden Erlösers.

Es war nun ungefähr halb zwei und ich wurde in die Stadt geführt, zu sehen, wie es dort hergehe. Ich fand eine allgemeine Angst und Bestürzung, Nebel und Nacht lag in den Strassen, die Menschen tappten verwirrt umher, viele lagen in Winkeln mit verhalltem Haupt und schlugen an die Brust, viele schauten nach dem Himmel und standen auf den Dächern und wehklagten. Es sammelten sich auch einige Haufen auf den öffentlichen Plätzen. Pilatus in seinem Paläste liess die Ältesten aus den Juden rufen und fragte sie: „Was ihnen diese Finsternis bedeute, er halte sie für ein drohendes Zeichnen, ihr Gott scheine über sie zu zürnen, dass sie den Galiläer mit Gewalt zum Tode begehrt, der gewiss ihr Prophet und König gewesen sei, er habe seine Hände gewaschen in Unschuld.“ Sie aber blieben hartnäckig, legten alles als eine gewöhnliche Naturerscheinung aus und bekehrten sich nicht. Jedoch hie und da bekehrten sich viele Leute, und zwar auch alle jene Soldaten, die gestern bei der Gefangennahme Jesus am Ölberg gefallen und wieder aufgestanden waren.

Dunkle Vergangenheit

Das römische Martyrologium, das Heldenbuch der heiligen katholischen Kirche, begeht am 25. März in Jerusalem die Gedächtnisfeier des heiligen Schächers, der am Kreuze seinen Glauben an Christus bekannte und dafür die tröstliche Verheissung erhielt: „Heute noch wirst du bei mir im Paradiese sein.“ Uralte Überlieferung sagt, dass dieser Schächer Dismas geheissen habe, während der linke Schächer Gesmas genannt wird. War Dismas Jude oder Heide? Die Kirchenväter nehmen an, dass er ein Heide war; sein Leben war heidnisch, gottlos, war ein Verbrecherleben. Der heilige Evangelist Lukas schreibt, dass der Heiland mit zwei Bösewichten zur Kreuzigung geführt wurde. Der heilige Evangelist Markus schreibt vom Heiland, dem König der Juden. Mit ihm kreuzigten sie zwei Schächer, den einen zu seiner Rechten, den andern zu seiner Linken. So ging das Wort der Schrift in Erfüllung: „Er wird unter die Missetäter gezählt.“ Ambrosius sagt von Dismas, er habe sich durch seine Mordtaten mit Blut befleckt, habe nie an Gott gedacht, nie Gottes Gesetze befolgt, seine Hoffnung ging auf in Verzweiflung und er übte sich nur in der Grausamkeit. Der heilige Blutzeuge Eulo­gius schreibt sogar von Dismas, dass er sein ganzes Leben mit Stehlen, Rauben und Morden hinge­bracht und dies Kreuz mit jenen Händen umfasst habe, die er zuvor mit dem Blute seines eigenen Bruders bespritzte. Er soll nicht bloss Räuber, sondern das Haupt einer Räuberbande gewesen sein. Die Strassenräuber waren zur Zeit Christi eine unheimliche Plage in Palästina. Das Evangelium vom barmherzigen Samariter erzählt von einem ihrer Überfälle.

Einen Lichtblick in dieses schreckliche Dunkel bildet die altbekannte, liebliche Legende, die auch Pater Martin Cochem weitererzählt: als Joseph und Maria mit dem Jesuskinde nach Ägypten fliehen mussten, gerieten sie in die Hände eines Räubers, der mit seinen Mordgesellen sie berauben wollte. Aus dem Angesicht des göttlichen Jesuskindleins sah aber der Räuber einen so hellen Glanz ausgehen, dass er darüber erschrak und aus einem Wolf in ein Lamm umgewandelt wurde. Er hielt seine Gesellen davon ab, den armen Leuten ein Leid zuzufügen, und nahm die Heilige Familie mitleidig in seine Höhle auf und erquickte sie. Maria benutzte diese Gelegenheit, um ihr göttliches Kind zu pflegen. Als sie es gebadet hatte, badete auf ihren Rat auch das Weib des Räubers ihr aussätziges Kind im gleichen Badewasser. Sogleich wurde das Kind vom Aussatz befreit. Der erstaunte Räuber erkannte daraufhin die Heiligkeit des Jesuskindes. Er begleitete die drei heiligen Personen ein Stück des Weges und nie mehr vergass er den Blick des göttlichen Jesuskindleins und die gütigen Augen Mariens. Dieser Räuber soll Dismas gewesen sein.

Es ist dies eine Legende, eine liebliche, wunderschöne, eine blühende Ranke, mit der das gläubige, christusliebende Volk das Leben des Heilandes umrahmt hat. Irgendwo und irgendwann wird wohl auch Dismas etwas Gutes getan haben, das ihm die aussergewöhnliche Gnade seiner späteren Bekehrung erwirkte.

 

 

Sühnende Strafe

Dem Mörderleben des Dismas wurde ein Ende gesetzt. Er wurde gefangen. Mit Gesmas, dem linken Schächer, und mit Barabbas, dem Aufrührer und Mörder, war er zu gleicher Zeit im Kerker wie der unschuldige Heiland. Das Urteil lautete auf Kreuzestod. Die Verurteilten mussten ihr Kreuz selbst zur Richtstätte tragen und wurden vor der Kreuzigung gegeisselt. Den Heiland liess Pilatus früher geisseln, um durch seine Jammergestalt das Mitleid des Volkes zu erwecken. Mit Dismas wurde auch Gesmas gekreuzigt, den Barabbas aber hatte das aufgehetzte Volk frei verlangt, ihn dem Heiland vorgezogen. Zwischen den beiden Missetätern hing der göttliche Heiland am Kreuze. Die Kreuzigung geschah durch Annagelung. Die langen, eisernen Nägel wurden durch die Handwurzeln geschlagen, nicht durch die Handteller, wie man es gewöhnlich darstellt. Durch beide Füsse zusammen wurde ein langer Nagel getrieben. Die Kreuzigung war zu jener Zeit eine schreckliche, schmachvolle Tortur, eine der ärgsten Todesstrafen, bestimmt für Sklaven und Schwerverbrecher, die nicht das römische Bürgerrecht besassen.

 

Bekehrung und seliger Tod

Der tiefste Grund der Bekehrung des Missetäters Dismas ist die zuvorkommende Gnade Gottes, die unendliche Barmherzigkeit unseres gütigen Vaters im Himmel. Keine Sünde ist so gross, dass Gottes Erbarmen nicht noch grösser wäre, wenn der Sünder Busse tut und sich bekehrt. Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe. „Ich bin nicht gekommen“, spricht der Heiland, „um die Gerechten zur Umkehr zu rufen, sondern die Sünder.“ Der Evangelist Lukas erzählt von der Verspottung Jesu am Kreuze: Einer von den Missetätern, die am Kreuze hingen, lästerte ihn mit den Worten: „Bist Du nicht der Messias? Dann rette Dich selbst und uns.“ Der andere aber verwies es ihm und sagte: „Hast du denn keine Furcht vor Gott, obwohl du doch die gleiche Strafe erleidest? Wir freilich mit Recht; denn wir empfangen die gerechte Strafe für unsere Taten; dieser aber hat nichts Böses getan.“ Dann sagte er zu Jesus: „Herr, gedenke meiner, wenn Du in Dein Reich kommst.“ Jesus entgegnete ihm: „Wahrlich, ich sage dir, heute noch wirst du bei mir im Paradiese sein!“

Was war die äussere Veranlassung dieser merkwürdigen Sinnesänderung des rechten Schächers? Einige meinen, der Schatten Jesu sei auf ihn gefallen; andere glauben, dass der Anblick der Gottesmutter ihn rührte und diese für ihn betete. Vor allem wird das Beispiel des geduldig leidenden Heilandes, der in seiner Verhöhnung betete und seinen Feinden verzieh, auf sein Herz eingewirkt haben. Der Gnadenblick aus dem göttlichen Heilandsauge traf ihn. Dismas wirkte mit der Gnade mit. Laut und offen anerkannte er den Heiland als Herrn und Gott; vor allem Volke, vor der spottenden Menge verteidigte er als einziger die Unschuld des Heilandes, sich selber bekannte er voll Reue schuldig und nahm seine Kreuzigungsschmerzen als Sühne an. Aus einem Verbrecher ist ein Heiliger geworden. Der Heiland selber sprach ihn heilig und verhiess ihm gleichen Tages noch die Aufnahme in die Schar der Gerechten des Alten Bundes, deren Warteort durch den Besuch des Heilandes zum Paradies wurde. Durch vollkommene Reue hat Dismas Nachlassung aller Sünden und Sündenstrafen erlangt, der Heiland hat ihm sozusagen einen vollkommenen Ablass verliehen. Wir staunen über den Glauben, den Dismas aufbrachte. Den verachteten, verhöhnten Heiland anerkennt er als Herrn, schreibt ihm Königsherrlichkeit zu. Dismas ist voll Seeleneifer; er tadelt seinen Sündengenossen, ermahnt ihn zur Gottesfurcht, möchte ihn für die Ewigkeit gewinnen. Dismas ist demütig; er legt öffentliches Sündenbekenntnis ab, entschuldigt sich nicht, gibt seine Missetaten zu. Dismas ist geduldig; er nimmt die schrecklichen Kreuzigungsschmerzen als Sühne an, anerkennt, dass ihm recht geschieht und er nur leidet, was er verdient hat. Dismas ist voll Liebe zum göttlichen Heiland. Er kann die Schmähreden gegen ihn nicht weiter anhören; er verteidigt seinen lieben Messias, mutig und unerschrocken verkündigt er ihn als den Gerechten, den unschuldig Verurteilten. An ihm hat der Heiland einen herrlichen Anwalt und Verteidiger vor allem Volke gefunden. Der Heiland freut sich über ihn; es freut sich auch die Gottesmutter; einer wenigstens ist da, der den Heiland zu verteidigen wagt. Dismas hat ein grenzenloses Vertrauen zum göttlichen Heiland. Von allen Menschen verlassen, nimmt Dismas beim gekreuzigten, verachteten, verspotteten Heiland Zuflucht: Herr, gedenke meiner! Seine Bitte ist so demütig, so bescheiden. Er wagt nicht um den Himmel zu bitten; ein stilles Gedenken des Herrn genügt ihm.

Wie herrlich doch der Heiland diese Bitte belohnt! Er hat göttliches Wohlgefallen an den Tugenden, die Dismas am Kreuze übt. Dismas starb nach Jesus, dem geöffneten Herzen Jesu zur Seite litt er geduldig weiter, bis die Soldaten kamen und ihm unbarmherzig die Gebeine zerschlugen und er so ohne Halt am Kreuze unter fürchterlichen Schmerzen den Geist aufgab, um einzugehen ins Paradies. Sein schmerzliches Sterben war seliger Tod, weil der Tod eines Heiligen.

Seine Verehrung

Die Verehrung des heiligen Dismas setzte schon frühzeitig ein. Er ist ja der einzige von Jesus selber selig gesprochene Heilige. Der heilige Augustinus sagt, dass die zwei Emmausjünger vom Mörder am Kreuze übertroffen wurden. Bernhard von Siena nennt des heiligen Schächers Liebe eine sehr eifrige und ganz brennende. Der heilige Chrysostomus nennt Dismas den Advokaten Christi. Gegenüber dem Schreien des Volkes, dass Jesus des Todes schuldig sei, erklärt Dismas Jesus für unschuldig: „Dieser hat nichts Böses getan.“ Chrysostomus fügt bei, dass Dismas gewaltsam vom Kreuze aus den Himmel erstürmt habe. Der heilige Bernhardin von Siena hält dafür, dass Dismas unter die grössten Himmelsfürsten zu setzen und einer der grössten und vortrefflichsten Heiligen sei.

Papst Benedikt XIV. berichtete, dass die Verehrung des rechten Schächers im Abendlande und im Morgenlande in Blüte stand. Schon Konstantin der Grosse liess von Dismas ein Bild anfertigen und in Lateran anbringen. Die Kirchenväter wetteiferten, den heiligen Dismas zu verherrlichen, da die Bulle seiner Heiligsprechung im Evangelium steht. Mehr als 200 Schriftsteller haben das Leben des heiligen Schächers beschrieben und seinen Tod verherrlicht. Die Kirche begeht seinen Gedächtnistag am 25. März; in einigen Diözesen wurde er mit eigenem Messformular gefeiert, mancherorts betete man die Tagzeiten seines Festes regelmässig; es finden sich darin prächtige Lobgesänge. Ganze Länder feierten seinen Namenstag Kirchen, Kapellen, Altäre wurden, zu seiner Ehre geweiht. Die Stadt Gallipoli am Meerbusen von Tarent verehrt ihn als Stadtpatron. Besonders angerufen wurde er als Beschützer gegen die barbarischen Seeräuber. Die neue Kirche des Clingtou-Gefängnisses in Plattsburg in Nordamerika wurde im Jahre 1939 dem guten Schächer geweiht. Der grosse Astronom Kopernikus betete als Lieblingsgebet die Strophe:

Nicht Gnade nach Sankt Pauli Art, Vergebung nicht, wie Petrus ward! Erbarmen, wie's der Schächer fand, erbitt ich, Herr, von Deiner Hand.

Papst Pius II. ist der Verfasser dieser Strophe. Bildchen des rechten Schächers wurden in Menge verbreitet, häufig finden wir ihn bildlich und figürlich neben dem gekreuzigten Heiland dargestellt. Bei der Requienmesse erinnert die Kirche an Dismas in der flehentlichen Bitte:

Hast vergeben einst Marien,
Hast dem Schächer dann verziehen,
Hast auch Hoffnung mir verliehen.

Die heilige; Helena liess dem Kreuz des guten Schächers ein Stück vom Kreuze Christi einfügen und schenkte es den Bewohnern der Insel Cypern. In der Heiligkreuzkirche in Rom wird ein Querarm des Dismas-Kreuzes aufbewahrt und verehrt.

 

Der große Helfer

In schweren, verzweifelten Fällen, in arger Bedrängnis und Todesnot, in Fesseln der Sünde, in Verzweiflung und Gefahr der Unbussfertigkeit hat sich der heilige Dismas als mächtiger Helfer erwiesen. Besonders wird er angerufen als Beschützer wider diebische und mörderische Hände, als Schützer gegen Gewalt und List, als Wiederbringer geraubter und gestohlener Dinge, als Retter vor Verführung. Wir rufen ihn an um Erlangung aufrichtiger Bekehrung und wahrer Liebesreue, um Glaubensmut und Gottvertrauen, um Geduld im Leiden und und tiefe, heilige Heilandsliebe. Grosse Sünder verdanken ihm ihre Bekehrung.

Es ist ein schöner Brauch, Familie, Heim und Hof und Feld und Besitztum unter seinen Schutz zu stellen und ihn besonders als Wächter der Nacht zu bestellen zum sicheren Schutz gegen diebische,

nächtliche Gewalttat. Viele Familien und Häuser erwählen Dismas zu ihrem besonderen Hauspatron. Es scheint, als wolle Dismas im Himmel durch seine Fürbitte gutmachen, was er auf Erden gefehlt hat. Heute, wo die Rechtsbegriffe so verwirrt sind und die nackte Gewalt eine so große Rolle spielt, ist es vor allem an der Zeit, den heiligen Dismas anzurufen. Seine Fürbitte möge uns erlangen: Treue zu Gott, Treue zu Christus und seiner Kirche, mag diese auch so geschmäht und verunglimpft werden wie Christus am Kreuze, der in Dismas einen so mutigen, treuen Fürsprecher fand. Auch beim Sterben rufen wir den heiligen Dismas an als großen Helfer und mächtigen Sterbepatron.

Verschiedene Gebete zum heiligen Dismas

 

1. Gebet zum heiligen Dismas, Patron der Sterbenden

O guter Schächer, besonderer Haus und Sterbepatron, heiliger Dismas, der du die Ehre hattest, neben Jesus am Kreuze zu hangen und seine Unschuld öffentlich zu verteidigen: wir, deine Pflegekinder, verehren dich und rufen deine mächtige Fürbitte von ganzem Herzen an. Glückseliger Leidensgenosse des Gekreuzigten! Der Herr wollte deiner in seiner Barmherzigkeit gedenken, wofür wir ihm innigst danken, dich aber zu all deinen Gnaden beglückwünschen. Ach, gedenke nun in deinem Reiche auch unser und erflehe uns die Gnade, daß wir uns nach deinem Beispiel aufrichtig zu Gott dem Herrn wenden, alle Leiden geduldig ertragen, unsere bösen Begierden kreuzigen und unterdrücken, in aller Tugend heranwachsen, in unseren Nöten aber bei dir immer Hilfe finden, unter deinem Schutz, mächtiger Heiliger, leben, dereinst glücklich sterben und zu dir in das Paradies gelangen mögen. Amen.

 

2. Gebet zum heiligen Distmas um seine Fürbitte

Heiliger Dismas, du vortrefflicher Patron der Sterbenden und besonderes Wunder göttlicher Barm­herzigkeit, sei mein Fürsprecher bei Gott, damit meine Seele beim Scheiden von meinem Leibe mit Gott vollkommen ausgesöhnt, in Gnaden aufgenommen werde und ein gnädiges Gericht erlange. Amen.

 

3. Gebet um Geduld im Leiden

Heiliger Dismas, der du auf dem Kalvarienberg auf der rechten Seite Christi deine Verbrechen am Kreuze gesühnt hast, ich bitte dich, erlange mir, daß ich alle Leiden mit Geduld aus Liebe zu Gott trage, vor meinem Tode meine vielen und schweren Sünden abbüße und am jüngsten Tage unter die Zahl der Auserwählten gestellt werde. Amen.

 

4. Gebet um Vertrauen auf die verzeihende Liebe des göttlichen Herzens Jesu

Heiliger Dismas, du guter Schächer, der du von Christus am Kreuze selbst ob deines mutigen Glaubensbekenntnisses und deiner demütigen Ergebung im Leiden heilig gesprochen wurdest: wir bitten  dich, erflehe uns ein felsenfestes Vertrauen auf die verzeihende Liebe des göttlichen Herzens Jesu. Wir empfehlen deinem Schutze unser Gut und Leben; bewahre uns vor aller Gewalt und List und schütze besonders die gefährdete Jugend vor Verführung zum Bösen.

Erlange auch den Sterbenden die Gnade einer vollkommenen Liebesreue über ihre Sünden, damit sie gleich dir das beseligende Wort vernehmen: „Heute noch wirst du bei mir im Paradiese sein!“ Amen.

 

 

5. Gebet um den Geist der Buße und um einen guten Tod

Gütigster Jesus, der Du durch Deine unendliche Barmherzigkeit aus dem Mörder und grossen Sünder, der zu Deiner rechten Seite mit Dir am Kreuze hing, nicht nur einen grossen Büsser, sondern in wenigen Stunden einen grossen Heiligen gemacht hast: verleihe uns, dass wir durch dessen Fürbitte mit Hilfe Deiner Gnade wahre Busse wirken und in der Stunde unseres Todes mit den heiligen Sterbesakramenten gestärkt in die ewigen Freuden des Paradieses einzugehen verdienen mögen, der Du lebst  und regierst mit Gott dem Vater und dem Heiligen Geiste von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 

6. Gebet für die Bekehrung der Sünder

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du die Sünder rechtfertigst, wir bitten Dich demütig, Du wollest mit dem milden Blick, durch den Dein Eingeborener den guten Schächer an sich zog, uns zu wahrer Busse rufen und jene ewige Glorie uns mitteilen, die er demselben verheissen hat. Amen.

 

7. Gebet der heiligen Brigitta

O mein Herr Jesus Christus, ewiger Dank und Preis sei Dir dafür dargebracht, dass Du im Todeskampfe liegend, allen Sündern Hoffnung auf Verzeihung gegeben hast, indem Du dem zu Dir zurückkehrenden Missetäter die Herrlichkeit des Paradieses in barmherziger Weise versprochen hast. Amen.

Litanei zum heiligen Schächer
(Für den Privatgebrauch)

Herr, erbarme Dich unser

Christus, erbarme Dich unser H

err, erbarme Dich unser

Christus, höre uns

Christus, erhöre uns

Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser

Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser

Gott Heiliger Geist, erbarme Dich unser

Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme Dich unser

Heilige Maria, Königin aller Heiligen, bitte für uns

Heiliger Joseph, du Schutzherr der heiligen Kirche

Heiliger Dismas, guter Schächer

Du Verkünder des christlichen Glaubens

Du Prediger der heiligen Furcht Gottes

Du auserlesenes Beispiel der Hoffnung auf die Erbarmungen des Herrn

Du Lehrmeister des heiligen Gebetes

Du Muster wahrer Busse

Du Meisterwerk der Liebe Christi, des Gekreuzigten

Du einziger Verteidiger der Unschuld Jesu

Du unerschrockener Bekenner der Gottheit Jesu

Du herzhafter Bestrafer der Lästerer Jesu

Du Trost des am Kreuze sterbenden Jesus

Du Freude der schmerzhaften Mutter

Du Spiegel aller Tugenden

Du glückseliger Gefährte Jesu am Kreuze

Du einziger, von Jesus selbst selig gesprochener Heiliger

Du besonderer Liebling des heiligsten Herzens Jesu

Du glorreicher Besitznehmer des Paradieses

Du erste Frucht der am Kreuze vollbrachten Erlösung

Du mächtiger Beschützer wider alle diebischen und mörderischen Hände

Du bester Ratgeber aller kleinmütigen Seelen

Du trostreiche Zuflucht aller armen Sünder

Du bester Ratgeber in verzweifelten Fällen

Du glücklicher Zurechtweiser aller irrenden Seelen

Du Beschützer der im Herren Sterbenden

Du Wunderwerk der göttlichen Gnade

Du Abgrund der unerforschlichen Urteile Gottes

Du aus einem grossen Sünder gewordener wunderbarer Heiliger

Du vorzüglicher Hauspatron

Du allgemeiner Helfer in der Todesstunde

 

Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt; verschone uns, o Herr

Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt; erhöre uns, o Herr

Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt; erbarme Dich unser, o Herr

 

Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.

3 Vaterunser und Gegrüsset seist du, Maria, zu Ehren der Todesangst Jesu.

 

Bitte für uns, o heiliger, guter Schächer,

Auf dass uns durch deine Fürbitte geholfen werde.

 

L a s s e t   u n s   b e t e n !

Heiliger guter Schächer, ich bitte dich demütigst, dass du dich meiner erinnerst, wie einst Jesus deiner gedacht hat, und dass du durch deine mächtige Fürbitte mir die Gnade erweisen wollest, dass ich alle meine Sünden von ganzem Herzen bereue und nach gänzlicher Genugtuung für dieselben bald nach meinem Tode mich bei dir im Himmel ewig erfreuen möge, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

 

 

  www.kath-zdw.ch back top