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Offenbarung des
Johannes

 Apokalypse

   
   





  

Das Ende der Zeiten und das Reich Christi auf Erden


Apokalyptische Zeit

In wem schlummert nicht die Sehnsucht nach einem neuen irdischen Paradies, einer von Leid und Sünde gereinigten Welt, einem Königreich der Bergpredigt? Die Zeit ist ideal für selbsternannte Propheten mit Weltuntergangstheorien, die nicht vom biblischen Ende der Zeiten zu unterscheiden wissen.

Zu uns komme Sein Reich!
In Krisenzeiten sprach man von apokalyptischen Zeiten, heute für Umweltszenarien missbraucht. Alle soziologischen und physikalischen Zukunftsmodelle sind Fehlkalkulationen, wenn sie die Wiederkunft Christi als Ziel der Weltgeschichte ausklammern. Dagegen kämpfen bekanntlich andere Kräfte. Waren die Mächte der Finsternis je so greifbar wie heute? Wird der Menschensohn noch Glauben finden auf Erden, wenn ER wiederkommt? (Lk 18,8) Wann wird der letzte Schlag gegen die hl. Kirche geführt? Was steckt hinter dem weltpolitischen Credo der Neuen Weltordnung, den Zeichen der Zeit? Viele Fragen... Lesen Sie eine mögliche Antwort weiter unten.  

Die biblischen Zeichen der Zeit sollen im Zusammenhang mit dem letzten Buch der HI. Schrift, der Geheimen Offenbarung des Johannes gesehen werden. «Dies sind wahrhaftige Worte GOTTES» (Offb 19,9). «Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss» (Offb 21,5), spricht der Herr zu Johannes. Auf dem Bild sieht der Evangelist und Prophet von Patmos, die hl. Stadt, das Himmlische Jerusalem. In ihrem Bild ist die christliche Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit unter dem Schutz GOTTES. Sie ist Zeichen für eine Welt, in der die Menschen leben können, wie es ihnen von Gott zugedacht ist... auf dieser Erde.... und in Ewigkeit.

Die zweite Vaterunserbitte erfleht die Aufrichtung des Reiches GOTTES in der Welt. Nur symbolisch oder in unseren Seelen? Kaum, sonst spräche die Bibel nicht von einer Neuen Erde (Offb 21), um deren Vollendung wir im Vaterunser flehen, damit Sein Wille auch auf Erden geschehe! GOTT hält Wort, wenn ER ein Neues Jerusalem vom Himmel verspricht' und ER im Zelt unter den Menschen wohnen will (Offb 21,2f). ER will den Anfang neu setzen, wenn die Zerstörer seiner gut geschaffenen Schöpfung gerichtet sind (Offb 20,10-15; vergl. Gen 1,31 und Offb 21,2!).
Warum ist die Apokalypse tabu? Sie sei zu schwierig für Ungebildete und würde nur verwirren. Will der Ungebildete sich bilden, so merkt er, dass die Geheime Offenbarung für die Gebildeten ein mit sieben Siegeln versiegeltes Buch ist (Offb 22,10). Zahlreiche Privatoffenbarungen legen das letzte und so schwierige Buch der Bilbel für unsere Zeit aus. Aber da stellt sich für viele Gebildete ein neues Problem:
Privatoffenbarungen sind für sie tabu.

 

Büro geschlossen!

Wohin gehen wir? Dieser brennenden Urfrage stellen sich heute Sekten, esoterische Workshops, Kurse in Bildungshäusern und Klöstern, alles im Dämmerlicht freier Marktwirtschaft. Und die Antwort der Kirche? Die Herde fühlt sich in der Flut der Angebote alleingelassen. Sie steht mit der Urfrage vor geschlossener Tür. Das Problem wird mit medienwirksamer Betriebsamkeit überspielt. Die Botschaft der Apokalypse bleibt im Hals der Theologen, Prediger und Religionslehrer. Dafür hat das Pendel auf die andere Seite ausgeschlagen: von mittelalterlicher Vertröstung auf ein besseres Jenseits zur humanen Weltgestaltung durch politischsoziale Menschen. Ob dieses Motto —ausgeheckt in einer Unzahl von Kommissionen auf allen Ebenen — die Sendung der Kirche ist?
Wen stört der Missbrauch der Sonntagslesungen im Advent nicht, die vom Kommen des Menschensohnes handeln
(Mt 24,29-44)? Die [Laien-]Prediger surfen im Evangelium als einer Welt von Symbolen, die nur in Bildern zu uns sprächen und nicht wörtlich zu verstehen seien. Wie endet die Hl. Schrift? «Wer etwas zu den prophetischen Worten hinzufügt oder hinwegnimmt, dem wird Gott seinen Anteil wegnehmen» (Offb 22,18f).
«Versiegle nicht die prophetischen Worte dieses Buches, denn die Zeit ist nahe!»
(Offb 22,10)
Wie lange noch werden die Warnschilder GOTTES noch übersehen, wie lange die Warnrufe der Muttergottes überhört?

 

Das Ende der Zeiten und das Reich Christi auf Erden

Im Vaterunser bitten wir Gott, dass Sein Reich komme. Seinen Willen erbitten wir auch auf Erden, wo vorläufig der Fürst dieser Welt noch herrschen darf. Auf Erden wird seine Braut, die Kirche, wie sein Sohn abgelehnt. Sie ist berufen, Golgatha zu besteigen und IHM bis in den Tod zu folgen. Dann wird sie Auferstehung im neuen Kleid feiern.

Könnte die Gottesstadt des himmlischen Jerusalem von Offb 21 damit gemeint sein? Die Vermengung der Begriffe Ende der Zeiten und Ende der Welt hat den Blick getrübt, so dass beide nicht als ein Nacheinander gesehen werden. Die grosse Parusie-Rede Jesu (Parusie = Ankunft) wird den drei Synoptikern überliefert. Die Rede vom Letzten Gericht (= Ende der Welt) dagegen findet sich nur bei Matthäus. Jesus verkündigte, dass mit Ihn das Reich GOTTES gekommen ist.
Wir wissen: Es ist noch verborgen. Jesus Christus wird noch nicht von allen Menschen anerkannt • nicht alle glauben • nicht alle lieben den
Vater im Himmel • nicht alle sind auf dem Wege zu IHM. Es naht aber ein Tag, wo das Reich GOTTES nicht mehr verborgen ist. Dann wird Jesus Christus von allen Menschen als König anerkannt werden. Was an diesem Tag geschieht, hat Jesus verkündigt. Schon die Gläubigen des Alten und des Neuen Bundes erwarteten, dass die Gestalt dieser Welt vergeht (1 Kor 7,31). Unsere jetzige sichtbare Welt wird ein Ende haben, sagt die Offenbarung. Nicht als ob sie ins Nichts zurücksinken könnte, aus dem sie von Gott erschaffen wurde, sondern der jetzige Zustand der Welt wird aufgehoben und in einen neuen Himmel und eine neue Erde verwandelt (Jes 65,17; Offb 21, 1).— Biblische Vorüberlegungen: Mt 24,29f+25,31f, Mk 13,24f; Lk 21,25f.

 

Jesus verkündet seine Wiederkunft am Ende der Zeiten

Bald wissen alle Völker, dass ER schon einmal da war. ER kam verborgen als Mensch auf die Erde, wurde aber nur von wenigen erkannt (von seiner Mutter, vom HI. Joseph, von den Hirten, von Simeon und den Weisen aus dem Morgenland...).
Und später? Jesus lebte unter den Menschen wie einer von uns. ER wirkte Wunder, Zeichen seiner göttlichen Macht. Aber nicht alle glaubten an IHN. Viele verstanden seine Zeichen und Wunder nicht, erkannten IHN nicht als den Messias. Und jene, die nicht zum Volk Israel gehörten, haben von Jesus Christus nichts gehört.
Heute ist das genauso. Es wissen viele Menschen nicht,
wer Jesus Christus ist. Viele glauben nicht an IHN. Gott hat einen Heilsplan für alle Menschen. Wenn sich Jesus Christus allen Menschen offenbaren wird, erkennen sie, dass ER der Sohn Gottes.

Überraschend - aber nicht unangemeldet!
ER wird nicht unbemerkt kommen. Vorher geschieht etwas, woran die Menschen erkennen, dass ER kommt. Zahlreiche Prophetensprüche beginnen so: «Am Ende der Tage, da wird's geschehen». Was aber lehrt Jesus vom Ende der Tage, dem Ende der Zeiten? Nach einer Zeit grosser Drangsale, in der den bösen Mächten freie Hand gelassen ist, gerät die Natur in Aufruhr. Durch Katastrophen werden die Kräfte des Himmels erbeben
(Mk 13, 25). Jesus spricht vom Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Schon in der alten Kirche dachte man dabei an das Kreuz. Vielleicht ist mit diesem Zeichen der Menschensohn selbst gemeint, dessen Wieder-Kommen vom Neuen Testament für das Ende der Zeiten verheissen ist. Der Herr wird kommen, um allen Menschen zu verkündigen: Nun ist das Reich GOTTES in seiner ganzen Herrlichkeit da. SEIN zweites Kommen wird anders sein: Nicht arm und klein, sondern mit Macht und Herrlichkeit! ER kommt auf den Wolken des Himmels, nicht verborgen. ER kommt in strahlendem Licht, nicht wie in Bethlehem in dunkler Nacht. Alle Menschen sehen IHN, nicht nur wenige wie bei seiner Geburt. ER zeigt sich allen Völkern als König der Könige. Bei seinem Anblick werden alle Völker wehklagen. Das bedeutet: die gottfeindliche Welt wird in laute Klage ausbrechen in der Erwartung der Strafen.

GOTT greift ein
Klare Hinweise dazu finden sich in charismatischen Aussagen, z. B. Don Gobbi
(24. 4. 1996): «Der, Triumph meines Unbefleckten Herzens (Mariens) wird sich in einer Neugeburt Jesu in den Herzen und den Seelen meiner armen verirrten Kinder vollziehen.» Mit diesem Schlüssel dürften sich auch frühere Botschaften erschliessen. Dieses Kommen des Herrn könnte im Zusammenhang mit seiner Gegenwart in der HIst. Eucharistie gesehen werden.
In Garabandal sagt die Muttergottes umstürzende Ereignisse voraus. Die erwachsen gewordene Menschheit ist in eine Entscheidung hineingestellt, die jener der Engel am Anfang der Zeit gleichkommt. Sie hat durch die Wissenschaften eine Erkenntnisstufe erreicht, die sie jener der Engel annähert. Wo der Feind gewonnen zu haben glaubt, greift GOTT selbst ein und vernichtet alle Macht. Nach einer angesagten Warnung wird zu gegebener Zeit jeder Mensch sich vor GOTT erkennen
(analog dem persönlichen Gericht beim Hinscheiden). Im Anschluss daran wird ein Wunder gegeben. Erst nach dieser Erkenntnisgnade bricht das Strafgericht GOTTES herein.

Nicht nur die Macht des Bösen muss überwunden werden. Das Reich GOTTES muss in aller Reinheit auf Erden aufgebaut und sichtbar werden. Der Mensch muss gewandelt, die Schöpfung heimgeholt werden: «Wenn ich erhöht bin, werde ich alles an mich ziehen»
(Joh 3,14). Die Naherwartung des Kommens des Herrn zieht sich über Paulus bis in unsere Zeit. Sie hat liturgisch nach dem Vatikanum II in der HI. Messe ihren Ausdruck gefunden: «Deinen Tod, o Herr verkünden wir und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du wiederkommst in Herrlichkeit.»


Die zweite Wiederkunft des Herrn ist nicht das Ende der Welt. Sie bringt nach einer Reinigung der gesamten Schöpfung die -theologisch noch ungeklärten- 1000 Jahre der Herrschaft GOTTES auf Erden. Diese ist in Kapitel 20 der Geheimen Offenbarung von Johannes angedeutet und ist in vielen Stellen des Alten Testamentes grundgelegt, wie z. B. in Psalm 71: «Und herrschen wird ER von Meer zu Meer, vom grossen Strom bis an die Enden der Erde».

Die 1000 Jahre von Offb. 20 sprechen von drei Tatsachen:

1. Fesselung des Bösen (Offb 20, 1-3), wodurch ihm die Macht genommen wird, «die Völker zu verführen«.
2. Erste Auferstehung (Offb 20, 6), womit die Bekenner und Märtyrer gemeint sind
(Dan 7, 9 + 22, 27; Weish 3.3 +7; Ez 37).
3. Nach den 1000 Jahren ein letztes Aufbäumen des Bösen vor der endgültigen Fesselung. Die Zeit des Friedens folgt auf eine kurze Verfolgung (Offb 11,2 +
12,6 + 13,5; → Es 20,5).


1. und 2. Auferstehung
Auch in ausserbiblischen Apokalypsen wird das Intermezzo einer vorläufigen Fesselung Satan erwähnt 4 Esdras 7,28f; Henoch-Buch 93 + 91,12-19; Apk des Baruch 40.3. Das messianische Reich galt im 1. Jh. als Vorsabbat des ewigen Sabbats: Man unterschied eine erste, teilweise Auferstehung von einer zweiten, allgemeinen Totenerweckung zum Weltgericht [sie wurden wieder lebendig und herrschten mit Christus tausend Jahre. Die übrigen Toten wurden nicht lebendig... Dies ist die erste Auferstehung Offb 20,4f]. Berufen zur ersten Auferstehung werden also nur die Martyrer und die Gottesbekenner. Wer an der ersten Auferstehung teilgenommen hat, braucht den zweiten Tod nicht zu fürchten (er wird nicht mehr sterben und ist vor der ewigen Verdammnis bewahrt).  
Wer die Schöpfungswoche der Genesis und das Psalmwort «In deinen Augen sind tausend Jahre wie der gestrige Tag» (Ps 90, 4) betrachtet, kann in der Weltgeschichte eine grosse Weltwoche erkennen. Die 6. Epoche der grossen Weltwoche ist das messiani­sche Zeitalter mit dem Reich GOTTES auf Erden, das 1000 Jahre umfasst. (Dtn 7,91; Sach 14,1f)

1. und 2. Welttag: 2000 Jahre ohne Gesetz (vor Abraham).

3. und 4. Welttag: 2000 Jahre unter dem Gesetz

5. und 6. Welttag:
5. Tag: 1000 Jahre (am Ende dieser Weltepoche: Fesselung Satans und 1. Auferstehung [Märtyrer u. Bekenner]).
6. Tag: 1000 Jahre — Messianisches Zeitalter (gegen Ende dieser Weltepoche: Sturz Satans, allgemeine Auferstehung und Weltgericht).

7. Ewigkeitstag: Weltsabbat.

- Die Kirche der Märtyrer wird am Ende der Zeiten zur triumphierenden Kirche. Die fleischliche Kirche wird ersetzt durch die Geistkirche, die Petruskirche wird zur Johanneskirche. Das Priesterkönigtum des Melchisedek wird verwirklicht in einer von Christus geführten Menschheit.

 

Paradiesisches Jerusalem
In der 7. Vision darf Johannes die Braut des Lammes, das Neue Jerusalem schauen. Es ist das Gegenstück der von der gottlosen Menschheit gebauten endzeitlichen Weltstadt Babylon. Diese wird vom Seher unter dem Bild einer lasterhaften Frau gesehen. Sie sitzt auf einem scharlachroten Tier als Sinnbild von Schamlosigkeit, Götzendienst und Blutrausch. Nun darf er die Braut des Lammes schauen: «Und er brachte mich im Geiste auf einen grossen und hohen Berg und zeigte mir die hl. Stadt Jerusalem, die, aus dem Himmel von GOTT herniedersteigt und die Herrlichkeit Gottes an sich trägt»
(Offb 21,10). «Einen Tempel sah ich nicht in ihr. Denn der Herr, Gott der Allmächtige, ist ihr Tempel und das Lamm. Und die Stadt hat keine Sonne nötig... denn die Herrlichkeit GOTTES erleuchtet sie, und ihr Licht ist das Lamm. Die Herrlichkeit und die Ehre der Völker wird man in sie hineintragen. Niemals wird irgend etwas Unreines in sie eingehen und kein Frevler und Lügner, sondern nur die, die geschrieben stehen im Lebensbuch des Lammes,» (21.22f). Adam und Eva wurden nach dem Sündenfall aus dem irdischen Paradies vertrieben. Damit ihre Nachkommen nicht zum Baum des Lebens zurückkehren konnten, stellte GOTT die Cherubim mit dem Flammenschwert auf (Gen 3,24). ER verschloss das Paradies aber nicht für immer. ER liebt uns und will, dass wir ewig leben (Gen 3,22). Die geliebte Stadt des Johannes könnte paradiesisches Jerusalem genannt werden, als Vorstufe zum himmlischen Jerusalem.
 

Prophetisches
«Das glorreiche Reich Christi ist nahe, das sich unter euch errichten wird beim 2. Kommen Jesu in die Welt. Es will die gesamte Menschheit aufnehmen in sein neues irdisches Paradies. Was sich vorbereitet ist so gross, dass es nie etwas Ähnliches gab seit Anbeginn der Welt»
(Don Gobbi).

Ezechiel weissagte: «Und von jenem Tage an soll ihr Name lauten: Wohnung des Herrn» (48,35). So lebt die geliebte Stadt im HI. Geiste mit Christus und durch IHN mit dem Vater. So wird der Gegensatz zwischen Gotteswelt und Menschenwelt aufgehoben, so wird die Not der Menschheit, die Suche nach GOTT, überwunden. Die Gottesferne war die Wurzel alles irdischen Leides. Die Gegenwart GOTTES lässt kein Leid mehr aufkommen. Es gibt keinen Tod und somit keine Todesangst. Was die Propheten verheissen, was die Apostel im Neuen Testament verkündet, kommt in der neuen Gottesstadt zur Erfüllung. Die Welt wird vollendet, aber nicht aus menschlicher Kraft, sondern als Geschenk GOTTES.
 

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