Kommen des HERRN mit Seinen Engel

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Das Kommen des HERRN mit Seinen Engel

   
   





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  Das Kommen des HERRN mit Seinen Engel

Dritter Band 

Buch der Vertiefung

„Siehe ICH mache alles neu!“

Franz Neubau

 

Inhalt

Vorbemerkung zum dritten Band  PAGEREF _Toc45424410 \h 2

Die G.O. ein „Engelbuch“ PAGEREF _Toc45424411 \h 2

Die Herausforderung der Geheimen Offenbarung  PAGEREF _Toc45424412 \h 2

Der Spannungsbogen von Alpha zu Omega (wie ein erster Überblick) PAGEREF _Toc45424413 \h 4

Übersicht PAGEREF _Toc45424414 \h 7

Hinweis  PAGEREF _Toc45424415 \h 8

Teil: Gespräch zwischen dem Menschen, dem Engel und GOTT: 1,1-20  PAGEREF _Toc45424416 \h 9

Aufriss der großen Spannung: PAGEREF _Toc45424417 \h 9

Zum Aufbau des ersten Teiles: PAGEREF _Toc45424418 \h 9

II. Teil: Siebenfach zeigt sich der HERR Seiner Kirche  PAGEREF _Toc45424419 \h 12

1. Ephesus: PAGEREF _Toc45424420 \h 12

2. Smyrna  PAGEREF _Toc45424421 \h 12

3. Pergamon  PAGEREF _Toc45424422 \h 13

4 Thyatira  PAGEREF _Toc45424423 \h 13

5. Sardes  PAGEREF _Toc45424424 \h 14

6. Philadelphia  PAGEREF _Toc45424425 \h 14

7. Laodizea  PAGEREF _Toc45424426 \h 15

Zusammenfassung  PAGEREF _Toc45424427 \h 15

Deutung der einzelnen Gemeinden in der Sicht unserer Tage: PAGEREF _Toc45424428 \h 16

Das Bild der Kirche im Spannungsbogen von A - O   PAGEREF _Toc45424429 \h 18

III. Teil: Der Beginn des Gerichtes  PAGEREF _Toc45424430 \h 19

Der Thron GOTTES, das Buch mit den Sieben Siegeln, (4,1-11) PAGEREF _Toc45424431 \h 19

Öffnung der Siegel durch das LAMM (6,1-17)b  PAGEREF _Toc45424432 \h 20

Die einzelnen Siegel (6,1-17) PAGEREF _Toc45424433 \h 22

Zu den Siegeln (eine ergänzende Sicht) PAGEREF _Toc45424434 \h 23

Text, 6,1- PAGEREF _Toc45424435 \h 23

Die vier Lebenden Wesen als Träger, die ersten vier apk. Reiter als Rächer des Wortes  PAGEREF _Toc45424436 \h 23

Rück- und Vorblick  PAGEREF _Toc45424437 \h 25

Die zehn Verheißungen an die geprüfte Menschheit im 5. Siegel, siehe bes. 7,14-8,1. PAGEREF _Toc45424438 \h 25

IV.        Teil:  Höhepunkt des Gerichtes: Die Posaunen  PAGEREF _Toc45424439 \h 27

Die Sieben Posaunen rufen zum Gericht und zur Strafe Lebende und Tote. PAGEREF _Toc45424440 \h 27

Die vier Posaunen weisen auf das Siegeszeichen des Kreuzes, das die Lebenden Wesen über die Erde breiten, dass endlich niemand mehr es verkenne. An ihm muss die Entscheidung fallen, für oder gegen GOTT. Die Posaunen wollen dies in anderer Weise unterstreichen: PAGEREF _Toc45424441 \h 28

Vorausblick und Überblick: Zu den letzten drei Posaunen  PAGEREF _Toc45424442 \h 28

Übersicht und Vorausblick  PAGEREF _Toc45424443 \h 29

Die fünfte und sechste Posaune, Einströmen der Vernichtungsheere (9,1-12,; 9,13-11,14)) PAGEREF _Toc45424444 \h 29

Überblick über die Teilbilder zur 7. Posaune  PAGEREF _Toc45424445 \h 30

Der Kernpunkt: 1. das Anklagebuch des Engels (10,1-11) PAGEREF _Toc45424446 \h 30

2. Die “Zwei Zeugen”  als Verteidiger (des Maßes der Kirche,1-3),  (11,3-13) PAGEREF _Toc45424447 \h 32

Zum Begriff der „Stadt“ (Exkurs) PAGEREF _Toc45424448 \h 33

Das dritte Bild: PAGEREF _Toc45424449 \h 34

Die Wende geht aus von der kleinen Schar der Getreuen, erinnern wir uns an den Hinweis auf die Hirtenkinder und ihre Anbetung des “furchtbar geschändeten HERRN” in eins mit dem hl. Engel. Mitten im Chaos einer Welt, die sich zerstört, baut GOTT in, mit und durch MARIA im HEILIGEN GEIST das Neue Jerusalem auf: Vollendung der Kirche noch auf Erden. GOTT wird es tun, wenn wir nur mit allen Engel und Heiligen Tag und Nacht rufen: “nimm in Anspruch Deine Macht, o HERR, komm, Maranatha! PAGEREF _Toc45424450 \h 35

MARIA und die Schlange, das Tier aus dem Meer und das aus dem Lande (12, 1-13,18) PAGEREF _Toc45424451 \h 35

Das große Zeichen MARIENS  PAGEREF _Toc45424452 \h 36

Die dämonische „trinität“ als Gegenzeichen  PAGEREF _Toc45424453 \h 37

Der Eintritt der Gerichts und Ernte-Engel (14,1-20  PAGEREF _Toc45424454 \h 38

Übersicht über die Gerichts- und Ernteengel PAGEREF _Toc45424455 \h 38

Ergänzung zu den Gerichts- und Ernteengeln  PAGEREF _Toc45424456 \h 40

V. Teil der Vollzug des Gerichtes: die Sieben Zornschalenengel PAGEREF _Toc45424457 \h 42

Übersicht PAGEREF _Toc45424458 \h 42

Vorbereitung am Thron GOTTES  PAGEREF _Toc45424459 \h 42

Kommentar: „Stufen des Gerichtes“ PAGEREF _Toc45424460 \h 42

Zornschalen und „Lied des Moses“ PAGEREF _Toc45424461 \h 42

Ausgiessen der Zornschalen  PAGEREF _Toc45424462 \h 43

Bereitung  PAGEREF _Toc45424463 \h 43

7 Bilder des Endkampfes und Sieges (Übersicht und Deutung) PAGEREF _Toc45424464 \h 45

Das Strafgericht über die große Hure  PAGEREF _Toc45424465 \h 45

“Mysterium iniquitatis” = Das Geheimnis der “Frau” (Kommentar und Text) PAGEREF _Toc45424466 \h 45

Der Sturz Babylons: Text und Kommentar PAGEREF _Toc45424467 \h 46

Ansage des Sieges (Text: gegliedert) PAGEREF _Toc45424468 \h 47

Ansage des Sieges (Deutung) PAGEREF _Toc45424469 \h 48

Exkurs: GOTT schlägt zu  PAGEREF _Toc45424470 \h 48

Die “1000 Jahre”, Lohn der Märtyrer: “erste Auferstehung”  PAGEREF _Toc45424471 \h 49

Die Herrschaft CHRISTI mit Seinen Heiligen (Kommentar) PAGEREF _Toc45424472 \h 50

Letzte Schlacht und Weltgericht PAGEREF _Toc45424473 \h 50

Das letzte Gericht , die “zweite Auferstehung”,  PAGEREF _Toc45424474 \h 50

Der zweite oder Endkrieg (Deutung) PAGEREF _Toc45424475 \h 51

VI. Teil: Der LOHN für die Kirche  PAGEREF _Toc45424476 \h 52

VII. Die sieben Schlussworte  PAGEREF _Toc45424477 \h 54

ANHANG I PAGEREF _Toc45424478 \h 55

Die Siebenerreihen in und ausserhalb der Geheimen Offenbarung  PAGEREF _Toc45424479 \h 55

ANHANG II PAGEREF _Toc45424480 \h 57

Symbolik der Zahlen, der Bilder, der Dinge und Handlungen in der Apk. PAGEREF _Toc45424481 \h 57

I. der Zahlen: PAGEREF _Toc45424482 \h 57

2. Die Symbolik der Wesen  PAGEREF _Toc45424483 \h 57

7 mal ist das Höchste Wesen dargestellt: PAGEREF _Toc45424484 \h 57

Siebenmal ist auch ein Symbol für die hl. Engel PAGEREF _Toc45424485 \h 58

12 mal verschieden werden die Menschen genannt, PAGEREF _Toc45424486 \h 58

Die Symbolik der Dinge und Begriff ist farbig und lebendig ... alles ist Bild. PAGEREF _Toc45424487 \h 58

Die Symbolik der Handlungen  PAGEREF _Toc45424488 \h 58

 

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Vorbemerkung zum dritten Band

Im ersten Band zeigt uns der VATER in den „Großen Bilder“ der G.O., dass wir schon heute mitten in der letzten schweren Prüfung stehen, nach dem Maß der Prüfung der Engel im Anfang der Zeit. Wir sollen nicht blind hinein laufen in eine Zukunft, die der Mensch sich selbst zu machen sucht.

Wo wir diese Bilder in unser Herz aufnehmen, wächst die Sehnsucht, dem wiederkommenden HERRN entgegen zu gehen, der uns anschaut durch Sein durchbohrtes Herz. In anderer Weise wie die Apostel am Anfang sind wir gerufen zur Nachfolge CHRISTI, des GEOPFERTEN LAMMES, in Einheit mit den hl. Engeln, die uns GOTT in dieser Prüfung zur Hilfe schickt. Wir können IHM nur nachfolgen, wenn wir wie MARIA in der Verkündigung sprechen: „Siehe, ich bin eine Magd des HERRN“. Zu dieser endzeitlichen Nachfolge ruft uns die MUTTER in all ihren Erscheinungen über die Welt hin.

Der dritte Band will die Verheißung des GEISTES: „Siehe ICH mache alles neu!“ im Bild des Neuen Jerusalem so vor unser inneres Augen stellen, dass wir in aller Anarchie dieser Zeit schon jetzt am anderen Ufer Fuß fassen und dem Gericht GOTTES in Vertrauen und Zuversicht entgegen gehen!

Die G.O. ein „Engelbuch“

Nur langsam und mit ehrfürchtigen Schritten dürfen wir eintreten in das Heiligtum dieser letzten und größten Offenbarung GOTTES.  Nur das LAMM kann dieses „Buch mit den Sieben Siegeln“ lösen. Johannes weint, als er von der Versiegelung erfährt: 5:1 Und ich sah auf der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß, eine Buchrolle; sie war innen und außen beschrieben und mit sieben Siegeln versiegelt.  2 Und ich sah: Ein gewaltiger Engel rief mit lauter Stimme: Wer ist würdig, die Buchrolle zu öffnen und ihre Siegel zu lösen?  3 Aber niemand im Himmel, auf der Erde und unter der Erde konnte das Buch öffnen und es lesen.  4 Da weinte ich sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und es zu lesen. 5 Da sagte einer von den Ältesten zu mir: Weine nicht! Gesiegt hat der Löwe aus dem Stamm Juda, der Spross aus der Wurzel Davids; er kann das Buch und seine sieben Siegel öffnen.

Ohne tiefe Erschütterung können wir nicht eintreten. Der Mensch muss zuerst sein Nichts vor GOTT erkennen, dann wird GOTTES Erbarmen in JESUS CHRISTUS dieses „Nichts“ an Sein Herz nehmen. Durch IHN darf ER eintreten in die Herrlichkeit des „Siehe ich mache alles neu!“(Offb 21,5)

Die zwei vorausgehenden Bände haben versucht, Schritt für Schritt einen Weg zu bereiten, den wir betend nachgehen können an der Hand unseres Engels, denn nur mit ihm wird sich die Botschaft der G.O. erschließen. Weil sie ein Engelbuch ist, müssen wir immer wieder unsere nur menschlichen Gedanken und Überlegungen zurückstellen und auf den guten Engel hören, der in unserem Gewissen zu uns sprechen will; nicht durch Worte, sondern im Geist, denn der Engel ist Geist vom GEIST GOTTES und darum werden nur die ihn verstehen, die wissen um das Wort des HERRN an die Samariterin: wir müssen GOTT anbeten im GEIST und in der Wahrheit (Jo 4,24)!

GOTTES unerforschlicher Ratschluss lässt zu, dass die Kirche in all dem, was nur menschlich ist, dem Feind ausgeliefert ist, damit das Gold der Ewigkeit, das GOTT in ihr verbirgt, in dieser letzten Zeit all denen offenbar werden, die GOTT suchen: „im Geist und in der Wahrheit“. Das ist die gewaltige Prüfung, in der wir stehen – ohne die Hilfe der hl. Engel werden wir sie nicht bestehen. Der Widersacher GOTTES hat von weither das Wissen um die hl. Engel immer mehr abgebaut, bis er nur noch der Kinderwelt angehörte, die er heute mit den Phantasieprodukten von Robotern gänzlich zerstört. Schon lange hat weder der Engel noch der Dämon mehr seinen Platz. Die ist die letzte Frucht der Aufklärung: der Mensch weiß alles besser und er braucht nichts anderes, als „seine Welt“!. Er baut sie allein. Der ihm hilft, bleibt „demütig“ im Hintergrund, bis er am Ende, da der Wahn der Selbstvollendung zerbricht, sein Opfer hämisch lächelnd einkassiert.

Wer die gewaltige Welt der hl. Engeln kennen lernen will, der muss die G.O. als „Lehrbuch“ im Hl. GEIST studieren – und es wird eine Neue Welt vor ihm erstehen, von der selbst die Kirche noch wenig weiß, weil der Böse ihr hier Sand in die Augen gestreut hat.. Sie ist Angeld des Künftigen, wie es in der G.O. sich erschließt, Verheißung des „Siehe, ICH mache alles neu!“ – wie es jeder Mensch spätestens in der Stunde seines Todes erfahren wird, wenn er diese Welt, die er sich selbst zu schaffen glaubte, hinter sich lassen muss.

Diese Erkenntnis ist bitter und es versteht sich, dass der Mensch ihr so lange ausweicht, wie es ihm menschlich möglich ist – doch sie kommt! Wenn er nicht bereitet ist, wird sie ihn durch ihre Wucht erschlagen und er wird dem Widersacher, der schon auf ihm wartet zufallen. GOTT muss zugreifen, GOTT muss zuschlagen, muss die Mauern, die der Mensch dagegen aufgebaut hat, niederlegen. Wer das bedenkt, versteht: die Reinigung der Kirche und Menschheit steht vor der Tür, wir brauchen dazu keine weiteren dunklen Katastrophenprophezeiungen; selbst die Blinden werden es erleben! Was wir brauchen ist das LICHT GOTTES, das die Finsternis unserer Welt sprengt, unsere Augen und unser Herz öffnet für den GRÖßEREN GOTT, den wir auf unser Menschenmaß herabgeschraubt haben.

Kann es anders sein, wenn wir einmal eine Ewigkeit bei IHM sein dürfen, wenn dort jeder Augenblick neu sein wird, voll heiliger Überraschung, durchtränkt von der Liebe GOTTES, die wir hier nicht fassen können, weil wir in ihr verbrennen müssten. Wie fad und langweilig ist die Vorstellung, die wir vom Himmel haben, sei es in bürgerlicher Begnügsamkeit, sei es im Besserwissen dieser Zeit!

Hier setzt die gnadenhafte Vermittlung des hl. Engels ein: das LICHT GOTTES, das uns verbrennen müsste, wenn wir ihm unmittelbar begegneten, wird durch ihn auf das Maß gebracht, das uns, ja uns ganz persönlich, in der Liebe GOTTES zugedacht ist. Die 300 000 Volt der Überlandleitung, die auf die 6 Volt unserer Taschenlampenbatterie herunter transformiert wird, ist dafür ein grober Vergleich, über den wir länger nachdenken sollten. Von hier aus könnte uns auch aufgehen, was GOTTES SOHN sich angetan hat, da ER für uns Brot, eine kleine, weiße Hostie geworden ist, um als Nahrung in uns einzugehen. Die wenigsten Gläubigen haben darüber nachgedacht, betrachtet!. Hier müssen wir notwendig erschrecken, wenn wir der wahren Erkenntnis GOTTES durch den Engel näher kommen wollen.

Er steigt für den Dienst an uns herunter aus der Herrlichkeit GOTTES und wird wie sein HERR unscheinbarer als ein Staubkörnlein auf dem Tisch, das die eifrige Hausfrau wegwischt. Und doch ist ER immer und überall da, möchte uns helfen in diesem Aufstieg zum „Berge Karmel“, wo die wahre GOTTESerkenntnis erst anfängt.  Selig, wem es gegeben sein sollte, sich mit diesem Buch der G.O. einzuschließen wie in einem Kloster!

Der Leser möge verzeihen, wenn immer wieder das eine oder andere wiederholt wird – Betrachtung ist zu einem guten Teil „Wiederholung“ die im „Wiederkäuen“ langsam tiefer dringt! Die Mönche beten auch jahraus, jahreins dasselbe Stundengebet. Es wird nur dann langweilig und seelentötend, wenn es nicht im Hl. GEIST, mit einem GOTT geöffneten Herzen vollzogen wird.  Die G.O. ist wahrhaft ein „Kloster“: sie erinnert an die Höhle von Patmos wo sie aufgeschrieben, aber auch an die Geburtshöhle des HERRN in Betlehem. Sie wurde verfasst im Exil  - wer sie mit dem hl. Engel in Ehrfurcht betritt, der wird sie in ähnlicher Weise erfahren, wie es dem hl. Johannes durch den hl. Engel einst geschenkt wurde. Sie will auch Dir, Leser Offenbarung im Herzen werden, dann hat Du schon jetzt den Überschritt in die „andere Welt“ getan, die auf uns wartet!

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Die Herausforderung der Geheimen Offenbarung

Eine andere Welt

Sehr bald wird der Leser feststellen, dass man das Buch der G.O. nicht lesen kann, denn es ist kein Buch im üblichen Sinn. Schon das Evangelium des Johannes wird nur der recht verstehen, der über das Wort zum Bild vordringt und den Aufbau des Evangeliums im Bild eines siebenarmigen Leuchters erkennen darf, wie er noch schärfer (=engelhafter) geprägt in der Geheimen Offenbarung vorliegt. Schon als Johannes an der Brust des HERRN liegen durfte, hat er tiefer horchen und durchschauen gelernt und in der Liebe zum HERRN etwas vom engelhaften Erkennen aufgenommen, das der ihn weisende Engel nützt, um ihm jenseitige, rein geistige Wirklichkeiten zu erschließen, wie sie uns in der G.O. entgegen treten.

Der HERR hat in der G.O. keine menschlich greifbare Gestalt mehr; am ehesten ist er noch durch das Bild des „geschlachteten LAMMES“ zu fassen. Weist schon das Evangelium über die Person und das Wort des HERRN mehr als die Evangelien der Synoptiker auf jenseitige, unsichtbare Wirklichkeiten, so noch mehr die G. O. Ähnlich dem Prolog des Evangeliums durchbricht sie die uns gängigen Ordnungen der Schöpfung: der Zeit, des Raumes und der Weise (des Vorgegebenseins). Wer betrachtend tiefer in die Sicht der G.O. eindringen will, braucht das Auge des Engels geben, der dort zu Hause ist.

Dies sei an der „anderen Zeit“ erläutert, in der die hl. Engel leben. Gegenüber den üblichen Prophezeiungen vom baldigen Ende der Welt, sagt die Mutter GOTTES in Garabandal: „Es kommt nicht das Ende der Welt, sondern das Ende der Zeit.“ Je mehr sich uns die Ewigkeit nähert, um so mehr ändert sich notwendig unsere Erfahrung der Zeit. Die Zeit, die der Mönch in der Abgeschlossenheit eines Klosters erlebt, die der alternde Mensch erfährt, ist anders als die in der Geschäftigkeit der Welt. Noch mehr erfahren dies die Armen Seelen, die aus der Zeit heimgerufen, der Ewigkeit GOTTES gegenüber stehen, die sie überwältigt. Sie brauchen „Zeit“ um in diese „andere Zeit“ hineinzuwachsen. Analoges gilt im Blick auf den Raum, der durch die Wissenschaft erschlossen, nur mit Instrumenten zu ermessen ist. Was die „Weise“ anbelangt, so herrschen in der Welt des Geistes andere Gesetze, denen wir uns nur über den Engel zu nähern vermögen. Die Zeit des Engels und sein Lebensraum sind hinein genommen in die Ewigkeit GOTTES. Wenn er als Schutzengel zum Dienst am Menschen gerufen ist, dann kommt er in eine Welt, die für ihn zunächst fremd ist, wenn ihn nicht MARIA an die Hand nähme. Beide sind wir auf den EINEN HERRN bezogen – das ist der gemeinsame Nenner.

Das LAMM in der Mitte

Die G.O. bringt uns eine Sicht der Heilsgeschichte, die von oben herabsteigt, die Zeiten und Räume überschaut, die wir weder mit unseren Augen noch mit unserem Verstand überschauen können. Kein Wunder, dass der Mensch sich hier verloren fühlt – wenn er nicht gnadenhaft den Einen Bezugspunkt erkennen darf , von dem alles ausgeht und auf den alles zuläuft: das LAMM mit der Herzwunde, auf das das schon im 1. Kapitel hingewiesen wird: „sie werden auf den schauen, den sie druchbohrt haben“, es ist das gleiche Wort, das im Evangelium gebraucht wird (vgl. Jo 19,37 u. Offb 1,7!), doch es reißt in der G.O. Dimensionen auf, von denen das Evangelium nichts weiß. Es greift zurück auf Zephanja 12,10 (ein erster Hinweis ist: !s 53,5): „Doch über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems werde ich den Geist des Mitleids und des Gebets ausgießen. Und sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben. Sie werden um ihn klagen, wie man um den einzigen Sohn klagt; sie werden bitter um ihn weinen, wie man um den Erstgeborenen weint.“(12,10f). Wenig wird der Prophet verstanden haben, auf wen sich dieses Wort bezieht. Es steht  unvermittelt in einer Weissagung über die Siegesmacht Israels über die Völker ringsum (vgl. Zeph. 12,6ff). Der Sieg (Israels) am Ende kommt nicht aus der Kraft seines Armes kommt, sondern aus der Herzwunde des HERRN.

In der Herzwunde des LAMMES ist die Heilsgeschichte aller Völker wie jedes Einzelnen gefasst ist. Wir erkennen nur über das Herz. Damit sind wir in eine erste Gegensätzlichkeit hinein gestellt,  die ohne das Licht des Glaubens, ohne die Hilfe des Engels, ein unüberwindliches Hindernis darstellt.  Der Engel, reiner Geist, ruft uns Menschen an, in dem was uns eigen ist: im Herz. Wo wir auf ihn hören, wird uns sein größeres Licht weisen. Gegensätzlichkeiten wie diese, sind nur im Glauben zu bewältigen. Ohne das Licht des Glaubens lohnt es sich nicht, die G.O. aufzuschlagen, sie könnte nur verwirren und zu Spekulationen Anlass geben, die in der Geschichte der Kirche schon genug Verwirrung gebracht haben.

Wo die Kirche vor diesem geheimnisvollsten Buch der Bibel in Ehrfurcht Abstand gehalten hat, haben die Sekten zugegriffen. Hier möchte in aller Verwirrung dieser Zeit dieser Kommentar Richtung geben. Wo wir es in der Demut des Glaubens im Licht des Engels betrachten, wird es uns den Trost des HEILIGEN GEISTES schenken, der ähnlich der Stärkung JESU am Ölberg „Trost“ der Kraft ist, um den schweren Kampf zu bestehen, in den wir gestellt sind. Wesentliche Hinweise wurden gnadenhaft geschenkt. Da die Quelle versiegelt ist, bleiben sie im Hintergrund, auch wenn sie der Boden sind, auf dem wir stehen.

Von der Geduld der Heiligen

Sie ist von uns gefordert, nicht nur im Betrachten, sondern auf unserem ganzen Pilgerweg über diese Erde. Die G.O umfasst nicht nur die Heilsgeschichte der Menschheit, sie ist zugleich Bild unseres eigenen Lebensweges als Weg der Läuterung. Nichts Unreines wird in den Himmel eingehen. Darum möge uns schon am Anfang das Wort von der „Geduld“ weisen: (Offb 14,12): „Hier ist die Geduld der HEILIGEN vonnöten, die die Gebote GOTTES und den Glauben JESU halten“. In der Einheitsübersetzung steht: „Hier muss sich die Standhaftigkeit der Heiligen bewähren, die an den Geboten Gottes und an der Treue zu Jesus festhalten“. Der Text bekommt dadurch eine „aktive Note“, während im Griechischen nicht nur das „Geschehenlassen“, sondern auch die Person JESU, der zuerst geglaubt hat – und so zum „Anführer des Glaubens“ (12,12) wurde, hervorgehoben ist.

Je gewaltiger das Zeitgeschehen ist, in das wir hineingenommen sind, um so mehr wird alle Macht, alles Selbsttunwollen des Menschen zuschanden. Der Mensch muss lernen, sich wie ein Kind führen zu lassen, wenn er nicht in den Wogen des Roten Meeres umkommen soll. GOTTES Erbarmen hat uns erlöst, hat die Menschheit auf den Weg des Heiles geführt – die Baudenkmäler, die Kultur unserer Väter sind bleibende Zeugen der heilenden Kraft des Glaubens; sie sind heute geschleift oder zu Museen geworden. Die Glaubenden sind schon heute in die Katakomben gerufen. Eine andere „Zeit“ beginnt im Geheimnis GOTTES – von dieser „Zeit“ weiß uns die G. O. Wunderbares zu berichten – es ist gefasst in dem so kleinen und doch gewaltigen Wort: „Siehe ICH mache alles neu!“

„Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu.

Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.

Er sagte zu mir: Sie sind in Erfüllung gegangen.

Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende.

Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen,

aus der das Wasser des Lebens strömt.

Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten:

Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.“ (Offb 21,5-7)

Wort und Bild – eine andere Logik

Schon Im Evangelium des Johannes ist uns aufgegeben, das Wort auf jenseitige Wirklichkeiten hin zu durchdringen, die wir nur im Bild und Gleichnis erkennen. In der G.O. ist uns eine gegensätzliche Aufgabe gestellt. Wir begegnen hier, Bildern, die im deutenden Wort zu erschließen sind. Wir müssen die Bildaussage umkreisen, um den rechten Zugang zu finden. Je größer ein Kunstwerk ist, umso mehr brauchen wir den Schlüssel, der seine Tiefen aufsperrt. Er liegt im „göttlichen Funken“, der am Anfang steht. In der G.O. ist er uns im Bild des „LAMMES“ angeldweise in die Hand gegeben; doch er verlangt, bei jedem neuen Bild in neuer Weise angesetzt zu werden – wie es uns ja manchmal auch mit schwierigen Schlössern ergeht.

Wenn sich ein neues Bild zu erschließen beginnt, ist es mit den übrigen schon erschlossenen Bildern in Bezug zu bringen – sie müssen am Ende das Bild des LAMMES ergeben, wenn unsere Deutung richtig war. Darum gilt es, unsere Schritte behutsam zu setzen, nichts zu übereilen, immer wieder zurück und um uns zu schauen, immer mit dem Blick auf IHN. So wird Betrachtung in ähnlicher Weise wie Ikonenmalen zu einer geistlichen Disziplin, die dem Menschen hilft, zu sich selbst zu kommen, sich in GOTT zu erkennen, heil zu werden in all dem, was in ihm noch im Argen liegt.

Überschreiten der „Schwelle“.

Wir sind in der G.O. hineingerufen in das Heiligtum GOTTES, in die Gemeinschaft von Engel und Heiligen:„Ihr seid zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind; zu Gott, dem Richter aller, zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten (12,22f). Diese Stelle aus dem (meist als letzten angeführten) Apostelbrief in der Bibel, weist hinüber zur G.O. und ihrer Verheißung. So sehr das Himmlische Jerusalem von oben kommt, es baut sich gleichermaßen von unten her auf in all denen, die im HEILIGEN GEIST schon jetzt das „Maranatha, Komm‘ HERR JESUS!“ (Offb 22,20) rufen, mit dem die G.O. schließt.

Die GOTTESstadt, das ist letzter Sinn der schweren Prüfung, auf die wir zugehen (vgl. den Brief an die Gemeinde von Philadelphia), soll schon hier auf Erden Wirklichkeit werden. Sie soll noch hier auf Erden zu „ihrer Altersreife“ in CHRISTUS heranwachsen; dann wird sie noch auf Erden in den Himmel hinein wachsen. Wenn wir auch im Ansturm des Feindes immer mehr die äußere Ordnung der Christenheit verlieren, so baut sich doch unsichtbar schon hier in uns die Neue Stadt auf, mit dem   e i n e n  Maß für Engel und Mensch, wie es von der Mauer des Neuen Jerusalem heißt: „Und er maß ihre Mauer; sie ist hundertvierundvierzig Ellen hoch nach Menschenmaß, das der Engel benutzt hatte“ (Offb 21,17) Wieder müssen wir auf den griechischen Text zurückgreifen, um besser zu verstehen: =. „Maß des Menschen, das ist des Engels“ – denn im Himmel sind Engel und Mensch in dem  e i n e n  Maß JESU CHRISTI eins geworden.

Der „Weg“ der G.O.

Über die7 Gemeinden von Asien, Bild der Kirche in ihrer Bestimmung und ihres Versagens vor so hohem Ziel, führt uns der Engel durch das Feuer der Prüfung hindurch bis zum Neuen Jerusalem: Da entrückte er mich in der Verzückung auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. Sie glänzte wie ein kostbarer Edelstein, wie ein kristallklarer Jaspis.“ (21,10). Aus der Perle, die wir im Glauben hier auf unserem Pilgerweg gefunden haben, ist der Kristall der GOTTESstadt geworden: Bild vollendeter Ordnung und Gerechtigkeit, Bild GOTTES, der uns im SOHN zu Söhnen angenommen hat.

In der Betrachtung der G.O. wird uns nüchtern klar, was wir in unserem Studieren der hl. Schrift vergessen haben: es geht nicht nur um ein Verstehen und Deuten, sondern darum, dass wir das Wort des HERRN in unser Leben umsetzen. Auch wenn Johannes der Lieblingsjünger dieses Wort aufgeschrieben hat, der Engel hat es ihm gewiesen und überwacht. Es ist mehr als die Evangelien, die eine menschliche Geschichte haben (die man heute überbetont!) ein Wort des GEISTES, vermittelt durch den Engel, an dem nicht zu rütteln ist. Am Ende des Buches steht der Segen über den, der im Glauben hört, aber das „Weiche!“ gegen den Unreinen (vgl. 22,18)!

„Und der Engel sagte zu mir: Diese Worte sind zuverlässig und wahr.

Gott, der Herr über den Geist der Propheten, hat seinen Engel gesandt,

um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss.

Siehe, ich komme bald. Selig, wer an den prophetischen Worten dieses Buches festhält.

Versiegle dieses Buch mit seinen prophetischen Worten nicht! Denn die Zeit ist nahe.......

Siehe, ich komme bald, und mit mir bringe ich den Lohn,

und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht.  (Offb 22,6 -13)

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Der Spannungsbogen von Alpha zu Omega (wie ein erster Überblick)

Die G.O. ist das  GERICHT GOTTES über die Menschheit im Zeichen des Kreuzes. Sie reißt uf die gewaltige Spannung des Kreuzes zum Heil derer, die glauben, zum Unheil derer, die sich dem Kreuz entgegenstellen. Bevor uns der HERR als das LAMM entgegentritt, begegnen wir IHM als dem wiederkommenden Richter über Lebende und Tote im Bild des

„Erstgeborenen von den Toten,

als Alpha – Omega“

des getöteten Zeugen – des HERRSCHERS, der lebt“

 

Dreifach ist die Gegensätzlichkeit, die uns hier entgegentritt:

Auch wenn der VATER größer ist als der SOHN), ist die Gegensätzlichkeit von VATER und SOHN (Urgrund aller Fruchtbarkeit!) im Gleichgewicht: „Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich.“ (Jo 14,29). Haben ihn die Menschen als Werkzeuge des gefallenen Engels am Kreuz erschlagen, so hat IHN doch der VATER von den Toten auferweckt. Aus dieser Spannung (1) leitet sich alle andere Gegensätzlichkeit im geschöpflichen Raum ab (2), auch die Gegensätzlichkeit = Widersetzlichkeit (3) des Bösen, da er sich weigerte dem Heilsplan GOTTES über den Menschen zu dienen.

Nicht Menschenhände haben in der G.O. geschrieben. Sie umfasst die Geschichte der Schöpfung, die ja auf Engel und Mensch hin ausgerichtet ist. Um die Maße der G.O. zu verstehen, gilt es die Augen zu spannen vom Aufgang bis zum Niedergang (von Osten nach Westen), vom Licht bis zum Dunkel (Süd nach Nord). Nur von IHM aus ist alles zu verstehen!

Auch in GOTT ist ein „Oben und Unten“, „Licht und das Dunkel (Geheimnis) sind eins: Liebe und Gerechtigkeit, Klarheit und Geheimnis, gleich im Wert, wie der SOHN eines Wesens ist mit dem VATER. 

Aus GOTT kommt das Geschöpfliche (durch Seinen Willen geschaffen). Auch hier ist ein Oben und ein Unten:  GOTT – Geschöpf, Licht und Dunkel als heiliger Gegensatz: ewig und zeitlich, unveränderlich und veränderlich, unsterblich und sterblich.  So kommt die Schöpfung aus GOTT herab. Am Ende steigt sie heil und heilig als Braut des HERRN vom Himmel hernieder, herab steigen die Ersterschaffenen in ihrer Schönheit! Sie verleihen ihr den Glanz der Ewigkeit.

Und zum dritten Male teilt GOTT der VATER im GEIST und der SOHN im GEIST: ER scheidet, das Licht vom Dunkel in der Prüfung, den lichten vom dunklen Engel und entlässt sie über die Schöpfung, um für GOTT oder gegen GOTT, mit dem Menschen oder gegen ihn zu arbeiten und die Ernte einzubringen vor das Gericht GOTTES. Nur im Blick auf den HERRN ist alles recht zu verstehen. Immer ist ER die Mitte!

Zur „Geschichte“ der GOTTESstadt

Der Wohnsitz GOTTES auf Erden wird nach dem Sündenfall in ähnlicher Weise wie es Elias geschah, im „Wagen GOTTES“ entrückt. In der Mitte wird er neu im Geheimnis von BROT, KREUZ und WORT. Am Ende spannen die Vier Lebenden Wesen  (vgl. Offb 6,1,3,5,7) die Armut des Kreuzes (einzige Ruhestätte JESU CHRIST auf Erden!) über die Schöpfung, damit sie als ganze (als Materie, im Menschen, in den hl. Engeln) Haus GOTTES werde. Sie stehen schon am Anfang an den Ecken, ausgerichtet auf das Kreuz  bauen sich unten die Ecksäulen auf. Sie verbinden oben und unten im Gnadenstrom. Über die Ecksäulen steigen die Menschen an der Hand der Engel empor. Sie sind schon im Bild der GOTTESstadt bei Ezechiel zu erahnen (vgl. Ez 40 – 43, besonders Ez 47), der HERR greift darauf zurück im Bild der Himmelsleiter, von der ER Nathanael bei seiner Berufung spricht (Jo 1,51). Der Mensch ist entworfen hin auf die GOTTESstadt!

Die Bibel zeigt sie uns an im Bild des Stromes (Ez 47,3ff), der ansteigt: nur in den Wassern der Gnade (die über die Ecksäulen herabfließen) kann der Mensch heranwachsen nach den Maßen GOTTES.

Zuerst steigt der Strom bis zu den Knöcheln: sie sind Bild dafür, dass der Mensch nach dem Sündenfall wieder zum Stehen kommt.

Dann steigt er zu den Knien: Bild der Kraft, der Mensch kann wieder gehen.

Dann reicht er bis zu den Hüften: Hinweis auf die Zeugungskraft der Liebe und ihre Fruchtbarkeit.

Zuletzt ist er vom Strom der Erlösung überflutet.

Dieser Text weist zurück auf Gen. 2,10-14, den Garten Eden, von den vier Flüssen umschlossen. Der erste Fleck  auf Erden ist nicht größer als das Gefilde um Betlehem, als die Burg Sion, zuletzt Richtplatz auf Erden. Hier wird das Himmlische Jerusalem herniedersteigen.

In der Mitte der GOTTESstadt müssen wir den Lichtring des DREIEINIGEN GOTTES sehen, Zeichen Seiner Gegenwart unter den Menschen,. Er hat sich nach der Sünde des Menschen erhoben, er ist im Abendmahlsaal zurückgekehrt über den Weg des Kreuzes. Von dieser Mitte aus baut sich die Kirche auf als neue Wohnstatt GOTTES; in endzeitlicher Reinigung wird sie gewandelt in das Neue Jerusalem und kehrt ein in den Himmel.

Prüfung ist von Anfang an. Da sind zwei Bäume im Paradies: der Baum des Lebens steht für den VATER, der Erkenntnis für den SOHN, der Baum der Liebe sollte erst nach der Prüfung kommen. Nur im SOHN kann der Mensch sich erkennen und zu der GOTTebenbidlichkeit heranwachsen, die GOTT über ihn gelegt hat. In seiner Armut  – er ist in allem das Geschöpf der Hoffnung! – (verführt vom Bösen) - greift der Mensch nach der Frucht der Erkenntnis, statt in Geduld und Demut zu warten, dass ihm die Frucht gereicht wird, wie es der HERR im Abendmahlsaal tut (in dieser Frucht ist alle Erkenntnis!). An die Stelle des Baumes der Liebe tritt endlich das Kreuz als Zeichen des Heiles, Verheißung der Heimkehr.

In Erinnerung an das entrückte Paradies baute der Mensch, da er gnadenhaft wieder zu GOTT aufschauen darf die Bundeslade. Sie weist voraus auf den Ort, wo die hl. Engel den Richtplatz abstecken – im Zeichen des Kreuzes. Nicht mehr nur ein äußeres Zeichen ist in der Führung des GEISTES das Kreuz. Es muss auferstehen im Herz des Menschen, wenn er im Sturm der letzten Prüfung bestehen soll. Im Kreuz führt der GEIST aus aller Zerstreuung, Zersplitterung, Atomisierung die Getreuen zusammen. In diesen letzten Zeiten tragen die Menschen, verfolgt, den Kreuzesbaum in sich, von Lager zu Lager. Die Kirche bricht auf wie einst die Israeliten aus Ägypten unter der Wolken- und Feuersäule der Engel.

Anruf zum Gespräch: GOTT, Engel, Mensch

Am Anfang wie am Ende der G.O. (1,10f + 22,10) wird in Johannes der Mensch angesprochen durch den Engel, wie ER es im Alten Bund getan hat, wie der Engel die Frauen anspricht nach der Auferstehung des HERRN. Der Engel ist nicht zu trennen von Kreuz und Auferstehung: hier ist der Ort, wo wir ihm am sichersten begegnen. Johannes, der an der Brust des HERRN liegen durfte, steht für alle die Menschen, die GOTTES Erbarmen im Geheimnis des (allgemeinen wie hierarchischen) Priestertums gerufen hat. Die kommende Reinigung im Zeichen des Kreuzes wird dazu helfen, dass sich im Opfer diese Berufung auspräge, vollende. Heilige Verheißung dafür ist die Heiligsprechung P. Pios de Pietrelcina.

Immer erscheint GOTT in der G. O. als der DREIEINIGE GOTT; doch die verschiedenen GÖTTLICHEN PERSONEN treten wechselnd nach vorne. Johannes am nächsten ist der HERR: steht Johannes doch für das „Zeugnis JESU“ im prophetischen Geist (vgl dazu Offb. 1,2); In JESUS ist DAS ZEUGNIS GOTTES, in IHM sind auch wir zum Zeugnis gerufen vgl. 12,11, 17; 19,10; 20,4) Immer spricht durch den HERRN hindurch der GEIST, den Treuen ZEUGEN (JESUS) bezeugend im GEIST (vgl. 1,7 ):

„Siehe, er kommt mit den Wolken

und jedes Auge wird ihn sehen,

auch alle, die ihn durchbohrt haben;

und alle Völker der Erde werden seinetwegen jammern und klagen. Ja, amen.“

ER wird aller Welt offenbar werden im HEILIGEN GEIST!

Gewaltig ist der Kampf, die Erde wird aufgewühlt bis in ihre Tiefen, die Hölle ist aufgebrochen, der Himmel ist aufgerissen (wie bei der Taufe JESU am Jordan) Die Getreuen empfangen die Feuertaufe im HEILIGEN GEISTES! Am Ende aber steht der Sieg CHRISTI.

Er wird in 12 Bildern dargestellt, die Kirche ist siegreich als Braut eingegangen in das Himmlische Jerusalem und für immer daheim bei GOTT

Dreimal erscheint der Thron: als Thron GOTTES und des Lammes: vgl. 5,6; 14,1; 21,23f..

8 Bilder stehen für das Endgericht: die Schöpfung wird gerichtet und heimgeholt im Zeichen des SOHNES: 2x4=8 – denn alles: stumme Schöpfung, Mensch und Engel sollen in eins darstellen die Herrlichkeit des Erbarmens GOTTES mit uns armen Sündern.

Gewaltig ist der Inhalt der G.O., gewaltig ist auch die Form, das Buch als Kunstwerk: es spiegelt in Inhalt und Form die heilige Ordnung der Gerechtigkeit GOTTES. Es kommt von GOTT, wird vermittelt durch den Engel, aufgeschrieben durch Johannes, es wird endlich  im HEILIGEN GEIST das Antlitz der Erde erneuern. In der Deutung des Buches werden wir vielfach Gelegenheit haben auf die Übereinstimmung von Form und Inhalt hinzuweisen. Der GEIST der WAHRHEIT verlangt diese Übereinstimmung von Außen und Innen,  von Wort und Sinn – in ihr geht die Schöpfung ein in GOTT, der allein DIE WAHRHEIT ist. Es gibt nur noch zwei Kunstwerke, die der Geheimen Offenbarung an die Seite gestellt werden können, das Antlitz JESU im Turiner Leichentuch und das nicht von Menschenhand gemalte Bild U.L.F. von Guadalupe (die „G.O. im Bild“). 

Die heilige Ordnung der Zeichen

Da ist schon im Anfang die „!“, die hinweist auf den EINEN GOTT, der uns im SOHN entgegentritt.

Da ist die „2“, sie steht für den Menschen, Johannes, den GOTT und Engel in die Mitte nehmen, damit er vor GOTT stehe als sein Bild und Gleichnis. In ihm, als dem Geschöpf der Mitte soll die dreigeteilte Schöpfung eins werden.

Da ist die „3“, die steht für den EINEN GOTT IN DREI PERSONEN:

Da ist die „4“ – sie steht für die Vierfalt der Schöpfung, in ihren 4 klassischen Elementen, in den 4 Himmelsrichtungen, im Kreuz, sie soll im SOHN 2x4 ihre Vollendung finden.

die 4 als Hinweis für das Kreuz zeigt sich in der Widerspiegelung der 4 Elemente und Himmelsrichtungen am Anfang,

am Ende in der Kreuzesspannung: GOTT, Engel, Mensch, Dämon.

Der 4 in den hl. Engel begegnen wir in den

Vier Lebenden Wesen, den Trägern des Wortes, (Offb 6,1-7)

den apokalyptischen. Reitern, den Wächtern (und Rächern) des Worten (Offb 5,1-7), vgl. auch 19,19),

den vier Engeln an den Enden der Erde als Kraftvollstrecker (7,1f),

den „Vier Winden“ als den Knechten GOTTES.

Da ist die 5, Hinweis auf das Mittegeheimnis des durchbohrten Herzen des HERRN am Kreuz. Wir begegnen ihr zuerst im formalen Aufbau des ersten Teiles, sie weist uns auf das durchbohrte Herz des HERRN, blutende Mitte des Kreuzes; in ihm ist die Marter des Kreuzes gehoben und geheiligt; es ist nicht mehr Werkzeug des Hasses, sondern Weg zum Heil.

Da ist die „6“ Bild MARIENS, sie spiegelt am vollkommensten das Geheimnis des DREIFALTIGEN GOTTES: = 2x3..

Da ist die “7“ – Zahl der Gaben des HEILIGEN GEISTES, für IHN stehend. Sie tritt in der G. O. als „Buch des HEILIGEN GEISTES“ in besonderer Weise nach vorne. In der Kraft des GEISTES vollendet sich die Heilsgeschichte  in den drei Schritten: Schöpfung, Erlösung und Heimholung.

Um nur die wichtigsten „7“ zu nennen:

7 fach ist die Kirche in den 7 Gemeinden angerufen (so wie der HERR sich im Evangelium des Johannes an 7 Menschengruppen richtet und in ihnen die Heilswirkung der Sakramente gegenwärtig setzt[1]),

7 sind die Siegel, die das Gericht eröffnen,

7 sind die Stöße der Posaunen, die Schöpfung für GOTT aufzubrechen

7 sind die Zornschalen des Strafgerichtes

7 mal steht am Ende das „Maranatha – komm HERR JESUS!“

Auf die „8“ haben wir schon im Zusammenhang mit der 4 hingewiesen. In der Architektur ist das Octogon in besonderer Weise der heilige Raum, Hinweis auf die die MUTTER JESU, die den HERRN birgt.

Die „9“ kommt nur indirekt im Bezug auf die 9 Chöre der Engel vor, die in der G. O. Werkzeuge des HEILIGEN GEISTES sind.

Die 10 weist hin auf die Allmacht GOTTES oder die vorgegebene Allmacht des Bösen.

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Aufbau der G.O.

Schon am Aufbau der G.O. wird deutlich, dass wir es hier mit einem „Engelbuch“ zu tun haben: sie spiegelt in ihrer Schönheit etwas von der himmlischen Ordnung der Liturgie. Es liegt nahe, die G.O. zu  deuten als eine „Messe auf die Welt“ (in Anlehnung an die „Messe sur le monde“ von Teilhard de Chardin): So fügen sich die 7 Teile der G. O. im Bild eines siebenarmigen Leuchters:(ähnliches gilt von der Ordnung der 5 und der 3, immer gehen sie auf eine Mitte!), so dass sich über die Mitte die einzelnen Teile harmonisch entsprechen: I zu VII, II zu VI, III zu V. Der Engel sieht nicht wie wir die Dinge hintereinander, sondern ineinander, wie wir es in manchen Bildern des Mittelalters finden, wo das ganze Leben JESU oder eines Heiligen in einem Bild zusammengefasst ist.

 Dies ist der gewaltige Bogen der Geheimen Offenbarung:

I. Teil: im Bogen A-O ist der Mensch gerufen zur Brautschaft,

II. Teil: dreifach redet GOTT den Menschen an,

III. Teil: das Gericht beginnt im Zeichen des Kreuzes (der 4 Lebenden Wesen)

IV. In der Mitte steht MARIA, ihr gegenüber der Drache und als Retter das LAMM.

V. Teil: 4fach ist der Strafvollzug:

a. über die Menschen,

b. Babylon,

c. das Tier, den Drachen, die Schlange,

d. über Lebende und Tote. Alle Siegel der Engel sind gelöst.

VI. Engel und Mensch stehen im Zeichen von Anruf und Antwort.

Der Mensch ist endlich von seinem Engel aufgenommen, wie in sein Auge gesetzt.

Beide schauen das Himmlische Jerusalem, bis GOTT sie ruft.

VII. Der Schlussdialog greift zurück auf den Anfang. Der Spannungsbogen ist vollendet.

 

Übersicht

I. Der Spannungsbogen von Alpha zu Omega (s.o. 1,1-20)

II. Teil: Gespräch zwischen Mensch, Engel, GOTT, die Briefe an die 7 Gemeinden (2,1-3,22)

Siebenfach zeigt sich der HERR Seiner Kirche. Er will siebenfaches Leben und Sieg. So wie Mann und Frau im Bereich der Menschheit so stellt ER in den 7 Gemeinden Engel und Kirche im geistigen Bereich nebeneinander:

III. Teil Beginn des Gerichtes im Zeichen des Kreuzes

Der Thron  GOTTES und die Sieben Siegel um das Buch GOTTES (Kap. 4 u.5)

Die Öffnung der Siegel (6,1-17)

Versiegelung der Getreuen (7,1-17)

die Vier Lebenden Wesen als Träger dieses Wortes,

die apk. Reiter als Rächer des Wortes,

die vier Engel als Kraftvollstrecker des Wortes

die vier Winde als Knechte dieses Wortes (vgl. 9,14)

Sie sind Hinweis auf das Trennen des Weizens von der Spreu, Bezeichnung der Auserwählten.

 

IV. Teil:  Höhepunkt des Gerichtes; die sieben Posaunen

Das Zerschlagen der Schöpfung durch die ersten vier Posaunen in zwölf Dritteile (8,1-12)

Das Einströmen von Vernichtungsheeren. 5. u. 6. Posaune (9,1-12)

7. Posaune (9,13) – Kernpunkt ist das Anklagebuch des Engels (1o,1-11)

Messen des Tempels (11,1f), die zwei Zeugen als Verteidiger (11,3-13)

MARIA und die Schlange (12,1-13,18):

das Tier aus dem Meer, das Tier aus dem Lande,

der Eintritt der Gerichts und Ernte- Engel (14,1-20)

 

V. Vollzug des Gerichtes:

die Sieben Zornschalenengel (15,1-16,21)

Das Gericht über Babylon (17,1-18)

Der HERR (19,1-16)

Das Gericht über das Tier (19,17-21)

Das Gericht über Satan (20, 1-3), die 1000 Jahre (4-6) und der letzte Kampf (7-10)

Das Gericht über Lebende und Tote (20,11-15)

 

VI. Teil der Sieg GOTTES, K. 21f

Der neue Himmel und die neue Erde, 21,1-22,5

VII. Teil: Schlusswort (22,6-21)

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Hinweis

Es ist diese Arbeit ein erster Versuch, den Text der Geheimen Offenbarung für die Verkündigung aufzuschließen. Wir folgen nicht nur dem Text, sondern versuchen wie der Johannes führende Engel, den Sinn des Gezeigten und die größeren Zusammenhänge aufzuzeigen. Neben den notwendigen Werkzeugen der Exegese wie die Computer - Konkordanz, griechisches Wörterbuch, wurden keine anderen Kommentare verwendet. Weil die G.O. ein Engelbuch ist, bedürfen wir zu ihrem Verstehen vor allem des Lichtes des Engels, das er uns gerne schenkt, wenn wir ihn darum bitten. Der „Leser“ tut gut daran, seinerseits betend nach dieser nächstliegenden Hilfe zu greifen.

Man beachte die verschiedene Recht (=Groß-)schreibung im Kommentar und im Text der G.O. Die Großschreibung des Namens GOTTES im Kommentar will uns dazu helfen, dem Größeren GOTT Ehre zu erweisen, der auch als Mensch in JESUS CHRISTUS nicht in dieser Welt aufgeht. An manchen Stellen wurde die Übersetzung der Einheitsbibel im Blick auf den griechischen Originaltext verbessert.

„G.O.“ ist die von uns benützte Abkürzung für „Geheime Offenbarung“


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I. Teil: Gespräch zwischen Mensch, Engel und GOTT: 1,1-20

Im Anruf GOTTES im Hl. GEIST und in der gläubigen Antwort der Menschen vollendet sich das Gespräch GOTTES mit Seiner Schöpfung. In der G.O. wird schon im Anfang der hl. Engel aktiv in dieses Gespräch hineingenommen. Er der in der Heilsgeschichte, ähnlich wie MARIA, als Werkzeug des Hl. GEISTES unsichtbar zurückstand, tritt in der dritten Phase der Heilsgeschichte im Kampf gegen den Erzfeind GOTTES immer mehr nach vorne. Der Mensch ist die Beute, um den es in diesem Kampf der Geister geht!

Aufriss der großen Spannung:

Die große Spannung, in die uns die G.O. hinein stellt, ist schon in den Anrufungen: „Erstgeborener von den Toten, Alpha - Omega, der getötete Zeuge - der Herrscher, der lebt“ angezeigt. Achten wir auf die enge Verbindung der hl. Kirche mit den hl. Engeln,  nur in dieser Spannung: leidende (Fegfeuer), kämpfende und glorreiche Kirche ist die Kirche geheimnisvolle Gegenwart des DREIFALTIGEN GOTTES auf Erden. In ihrer sichtbaren Ordnung weist  sie  auf die unsichtbare, sie tragende und vollendende Gegenwart der hl. Engel. Die hl. Engel sind Teil des Mystischen Leibes CHRISTI!

Schon im Aufbau der Apokalypse, im Bild eines siebenarmigen Leuchters, zeigt sich diese Spannung. Immer stehen zwei Teil zueinander in besonderer Beziehung:

In I/VII Anruf GOTTES – Antwort des Menschen: „Maranatha!“

in II/IVI :Gemeindebriefe: Anruf zur Umkehr –  Sieg der Kirche

in III-V: Beginn – Vollzug des Gerichtes. Hier begegnen wir in einer Engelschau mit vielen Bilden, neben und ineinander, der Auseinandersetzung zwischen den Vier „Partnern“: GOTT, Engel, Mensch, Dämon.

In IV (Mitte der G.O.) liegt der Schwer – und Wendepunkt in der „Sonnenumkleideten Frau“.

Immer erscheint dazwischen unverrückbar als Beziehpunkt der DREIEINIGE GOTT, der mahnt, sendet, thront, durchträgt, erlöst, als Sieger hervortritt. In jedem Wort JESU erkennt Johannes das WORT, die zweite GÖTTLICHE PERSON! Im Hebräischen steht „dabar“ für Wort und Tat zugleich.

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Zum Aufbau des ersten Teiles:

Die 5 Abschnitte dieses ersten Teiles erinnern an die 5 Ankündigungen des HEILIGEN GEISTES in den Abschiedsreden des Johannesevangeliums (Kap.14-16), die sich den 5 Ecksäulen eines Baues zuordnen lassen[2]. Die „5. Ecksäule“ im Bau der Kirche weist auf die Mitte – wir finden sie im Kirchenbau angedeutet in der Querung der Schiffe, unter der Kuppel, in der Mitte, wo der Altar stehen sollte; sie ist Bild MARIENS, wie sie auch in der G.O. in der Mitte steht.

Die „5“ bei Johannes weist auf die Herzwunde JESU: „sie werden auf den schauen, den sie durchbohrt haben“ (Offb 1,7). Sie ist rückzubeziehen auf die Passion JESU, da der Soldat mit der Lanze das Herz des HERRN durchbohrte (Jo 19,34). Der da verkannt in unserer Mitte ausgeharrt hat, heute meist aus der Mitte entfernt, steht über der Geheimen Offenbarung als das „geschlachtete Lamm“. Er bereitet sich, mit den hl. Engeln auf den Wolken (= mit MARIA), die Seinen in Gerechtigkeit heimzuholen. Der hl. Engel will uns helfen, die spannungsvolle Einheit von Mitte und Thron, wie sie in der G.O. aufgezeigt wird, wieder zu gewinnen. Nur im thronenden HERRN (über der Mitte!) wird die „Versammlung des Volkes GOTTES“ im Geheimnis der Spirale über sich hinaus zu GOTT erhoben.

a. GOTT sendet den Engel, den Menschen zu wecken. GOTT sendet beide, zu rufen und zu wecken.

Engel und Mensch stehen gemeinsam, wie in eins, im Dienst des Wortes GOTTES. Man vergleiche dazu den ersten Hinweis auf den HEILIGEN GEIST im Evangelium (Jo 14,15-17):15 „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. 16 Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. 17 Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.“

Werkzeuge und Boten des Hl. GEISTES sind die hl. Engel, sie treten in dem Maße in den Vordergrund, als wir sie anrufend bitten, mit uns GOTT „im GEIST und in der Wahrheit“ anzubeten“ (vgl Jo 4,23f). „Die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. 24 Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

Es ist der HEILIGE GOTT, der Johannes durch den Engel anspricht, um die Wahrheit des zu Kündenden zu unterstreichen. Auch vom Wort der Offenbarung gilt, dass die Welt es nicht empfangen kann. Es ist noch „jenseits des Evangeliums“, noch mehr an der Grenze zum Unsichtbaren, mehr Licht als Wort, wie das Wort des Evangeliums bei Johannes Wort im Licht ist. Beide sind nur im HEILIGEN GEIST durch den Engel zu verstehen. Dies ist das Neue in der Geheimen Offenbarung, die Kündung des Wortes GOTTES ist Mensch und Engel in Einheit aufgegeben, dafür steht als erster Johannes, der Lieblingsjünger des HERRN, der am Herz des HERRN gelegen hat und darum tiefer in die Liebe GOTTES zu den Seinen eingedrungen ist. Durch das Lebende Wesen „Adler“ steht er für die Gerechtigkeit GOTTES – im Bild: nach Süden in der größten Helligkeit des Tages. Er „steigt“ unter den Evangelisten mit dem Adler am höchsten und hat darum auch die tiefste Sicht hinein in die Geheimnisse GOTTES.

aa „Was bald geschehen wird…“ 1,1-3[3]

1:1 Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, damit er seinen Knechten zeige), was bald geschehen muss; er lässt es zeichenhaft seinem Knecht Johannes erkennen durch seinen Engel, den er sandte.  2 Dieser hat das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi bezeugt: alles, was er geschaut hat.  3 Selig, wer diese prophetischen Worte vorliest (=anagignoskei7), wer sie hört und wer sich an das hält, was geschrieben ist; denn die Zeit (kairos = der richtige Zeitpunkt[4]) ist nahe.

Die Offenbarung geht an Menschen, die wie die hl. Engel Knecht GOTTES sein wollen. Darum bezeichnet sich der Engel dort, wo Johannes vor ihm niederfallen will, auch als „Mitknecht“ (Offb 22,9). Schon hier ist Scheidung. In diesem Begriff vollzog sich die erste Entscheidung unter den Engeln: in diesem Begriff wird sie sich vollenden. Immer weist er hin auf die Mitte: das „Siehe, ich bin eine Magd des HERRN, MARIENS“. In ihrem Dienmut wird sich die Scheidung am Ende der Zeit vollenden: GOTT wird alles in allen sein

Aus dem Text allein ist zu erschließen, dass hier der Engel verhüllt auf Johannes hinweist. Nicht er ist bedeutsam, sondern die Offenbarung, die er zu vermitteln hat, die ihm durch den Engel vermittelt wurde. Im Licht des Engels werden Dinge wie Geschöpfe durchsichtig auf GOTT. Sein Licht durchdringt sie, sie weisen auf das WORT, nach dessen Bild und Gleichnis sie geschaffen sind. Ähnliches gilt vom Zeugnis des gerufenen Menschen in Einheit mit dem Engel. Das Wort, das er durchgibt, ist GOTTES Wort, an dem nicht zu rütteln ist. Dorthin will die nüchterne Liebe GOTTES die Priester erziehen; so wird die Sprachverwirrung, die bis in die Kirche hinein gedrungen ist, überwunden!

Darum kommen in der G.O. die Seligpreisungen von Mt 5 zu ihrer Vollendung. Das Wort GOTTES, der HERR selbst, will in uns wie in MARIA Fleisch werden. Das ist Überforderung  für eine Zeit, die „human“ sein und auch GOTT diesem Maßstab unterwirft. GOTT allein kann die Wende bringen. Das Schauen, das Johannes als erstem geschenkt wird, ist Erkennen von innen = wissen. Auch das Wort für „vorlesen“ enthält diesen Wortstamm. Nur der Erkennende kann wahrhaft so vorlesen, dass man verstehe; er weiß um die drei Gesetze, denen das Wort auf Erden unterworfen ist: rechter Ort, rechter Zeitpunkt (=kairos), rechte Weise. In der Menschwerdung Seines SOHNES hat der VATER diese drei Gesetze eingegraben!

Johannes weist zweimal auf diesen kairos (= GOTT gefügter Zeitpunkt!) hin: bei der Hochzeit von Kana und im 7.Kapitel, als man IHN einlädt zum Laubhüttenfest zu kommen. Die Erfüllung des kairos ist in Seinem Sterben am Kreuz. Hier liegt auch ein Maß des Gerichtes.

b. Anrede

Vorausgehe der zweite Hinweis auf das Kommen des HEILIGEN GEISTES, 14,25 „Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. 26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Hier steht die Verheißung des HL. GEISTES im Licht des WEISEN GOTTES. GOTT will die Seinen, die vor einer schweren Prüfung stehen, nicht in Unkenntnis lassen über die Pläne Seiner Weisheit.“

bb. Anrede an die Gemeinden 2,4 - 8

4 Johannes an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien:

Gnade sei mit euch und Friede von Ihm, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern vor seinem Thron  5 und von Jesus Christus; er ist der treue Zeuge, der Erstgeborene der Toten, der Herrscher über die Könige der Erde. Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut; 6 er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen. 7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch alle, die ihn durchbohrt haben; und alle Völker der Erde werden seinetwegen jammern und klagen. Ja, amen. 8 Ich bin das Alpha und das Omega  spricht Gott, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung.

c. zur Person Johannes‘  und zu seinem Auftrag

Am Ende dieses ersten Abschnittes a. tritt der HERR selbst mit Seinem Bekenntnis als Pantokrator nach vorne.

Hier müssen wir auf den 4. Hinweis auf den HEILIGEN GEIST schauen:

16,7 „Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden. 8 Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen (und aufdecken), was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist; 9 Sünde: dass sie nicht an mich glauben; 10 Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht;  11 Gericht: dass der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.“ Der Bezug ist hier zum GERECHTEN GOTT und zur dritten Ecksäule, für die Johannes mit dem Lebewesen Adler steht. Schon die Sendschreiben an die Gemeinden, die Johannes als erste vermittelt, sind Gericht über die Kirche im Blick auf den geringen Glauben, die Forderung der Anbetung im Geist und der Wahrheit (nicht den HERRN sehen wollen, hier setzt der Antichrist mit seinen Künsten ein!), auf das schwache Zeugnis durch unser Leben (obwohl der Feind gerichtet ist, hat er noch die Oberhand!).

cc Johannes „Bruder in der Bedrängnis2,9 - 12

 9 Ich, euer Bruder Johannes, der mit euch teilt die Bedrängnis, aber auch die Königsherrschaft und die Geduld Jesu, war auf der Insel Patmos um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses für Jesus. 10 Am Tag des Herrn wurde ich vom Geist ergriffen und hörte hinter mir eine Stimme, laut wie eine Posaune. 11 Sie sprach: Schreib das, was du siehst, in ein Buch, und schick es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus, nach Smyrna, nach Pergamon, nach Thyatira, nach Sardes, nach Philadelphia und nach Laodizea. 12 Da wandte ich mich um, weil ich sehen wollte, wer zu mir sprach.

d. Die Vision des DREIFALTIGEN GOTTES

Auch wenn der SOHN in der Apokalypse im Mittelpunkt steht, so steht ER doch zugleich für den VATER und den Hl. GEIST, dies ist bildhaft schon aus der Beschreibung des DREIEINIGEN GOTTES zu entnehmen.

Erst dort wo Johannes auf den HERRN, der in Herrlichkeit kommen wird, hingewiesen hat, kann er auch von sich selbst sprechen. Doch auch hier im Blick auf das Zeugnis JESU, in das er in besonderer Weise hinein gerufen ist. Wieder treten die drei erwähnten Gesetze nach vorne, sie sind der Boden von dem aus Johannes spricht: der von GOTT gewiesene Ort: Patmos, die von GOTT gegebene Zeit: ein Sonntag, die recht Weise der Vermittlung: durch den Engel an die Gemeinden. Er ist auf Patmos um des Zeugnisses JESU willen (nicht aus eigenem Willen!), der Sonntag weist darauf hin, dass die Botschaft eine Botschaft der Auferstehung ist, dass in ihr die Kraft der Auferstehung wirke. Erinnern wir uns, dass die hl. Engel in besonderer Weise die Zeugen der Auferstehung sind. Ihnen wird vor den Aposteln die Gnade, sie weiter zu geben. Es ist Zeugnis in der Bedrängnis für die Königsherrschaft JESU, sie verlangt von uns in „Geduld“ übernommen zu werden. Das Zeugnis muss in uns wachsen, nur so kann es „Fleisch werden!“

Der 5. Hinweis auf den HEILIGENG GEIST steht im Licht des ALLMÄCHTIGEN GOTTES: 16,13 „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. 14 Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.“ Dem entspricht die Erscheinung des DREIFALTIGEN GOTTES, die Johannes uns hier im Bild schenkt.

dd Theophanie 2, 13 - 16

Als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter 13 und mitten unter den Leuchtern einen, der wie ein Menschensohn aussah; er war bekleidet mit einem Gewand, das bis auf die Füsse reichte, und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold. 14 Sein Haupt und seine Haare waren weiß wie weiße Wolle, leuchtend weiß wie Schnee, und seine Augen wie Feuerflammen; 15 seine Beine glänzten wie Golderz, das im Schmelzofen glüht, und seine Stimme war wie das Rauschen von Wassermassen. 16 In seiner Rechten hielt er sieben Sterne, und aus seinem Mund kam ein scharfes, zweischneidiges Schwert; sein Gesicht leuchtete wie die machtvoll strahlende Sonne.

e. Der Auftrag aus der Hand GOTTES

Hier trifft der dritte Hinweis auf den Hl. GEIST in den Abschiedsreden, entsprechend der mittleren Ecksäule in der himmlischen Hierarchie, Bezug zur Herzwunde des HERRN, tiefstes Zeugnis der Liebe GOTTES zu uns Menschen: 15, 26 „Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. 27 Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid.“

Die Sendung 2,17 - 20

 17 Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seinen Füssen nieder. Er aber legte seine rechte Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt. 19 Schreib auf, was du gesehen hast: was ist und was danach geschehen wird. 20 Dies ist der geheimnisvolle Sinn der sieben Sterne, die du auf meiner rechten Hand gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne sind die Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden.


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II. Teil: Siebenfach zeigt sich der HERR Seiner Kirche

„Die Sieben Sterne“ sind 7 Engel, die für die 7 Gemeinden vor GOTT stehen. Die Gemeinden sind im HEILIGEN GEIST (darum 7!) Bild für das, was die Kirche sein sollte. Im Bild, wie sich ihr der HERR (jeweils verschieden!) darstellt, ist jeder Gemeinde ihr Ziel vorgegeben, nach dem sie gerichtet wird.

4 fach ergeht an sie der Anruf des HERRN 

in Blick auf die ihr verliehene Sendung, die sie im HERRN erkennen und leben sollte

in dem darin enthaltenen konkreten Auftrag, 

in der Mahnung, ihn besser zu erfüllen und

in der Verheißung, die sie erwartet, wenn sie ihm entspricht. 

Die Zahl 4 ist Hinweis, dass die Gemeinden gerufen sind, am Bau der Ecksäulen mitzuhelfen.

Es lässt sich aber auch eine dreifache Anrede vertreten, wenn wir 2 u. 3 zusammen sehen:

Der VATER stellt der Gemeinde den SOHN in der Gestalt vor, in der ER sie sich verwirklichen soll

Der SOHN ist in dieser Gestalt Aufweis der gegebenen Sendung und Zurechtweisung

Der HEILIGE GEIST gibt die Verheißung über der Sendung.

Übersicht über die 7 Gemeinden

Ephesus, 2,1-7

Träger von Heiligkeit, Licht und Leben

Smyrna, 2,8-11

Träger von Hoffnung  und, Armut, Geduld u. Weisheit der Kirche GOTTvertrauen

Pergamus, 2,12-17

Träger der Macht des Wortes GOTTES, Glauben, Bekennermut, WORT als Mensch in der Kirche

Thyatira, 2,18-29, Träger von Gesetz, Liebe, Gehorsam, Gerechtigkeit, Strafgewalt der Kirche

Sardes, 3,1-6

Träger von Scheidung, Verfolgung, Kampf der Kirche

Philadelphia,

3,7-13)

Träger

der Auserwählung, Bewahrung, Kraft des Geringen vor GOTT

Laodizea, 3,14-21

GOTTESbindung, Läuterung, Bekehrung, Endsieg der Kirche

 

Nur in der Führung  des HEILIGEN GEISTES  können die „7 Gemeinden“ die Kirche so darstellen, wie sie der VATER in Seinem SOHN sehen will! Der HERR will siebenfaches Leben und siebenfachen Sieg. So wie Mann und Frau im Bereich der Menschheit stellt ER Engel und Kirche im geistigen Bereich nebeneinander.

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2,1- 7  2:1 An den Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe:

(a) So spricht Er, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält und mitten unter den sieben goldenen Leuchtern einhergeht: 

(b) 2 Ich kenne deine Werke und deine Mühe und dein Ausharren; ich weiß: Du kannst die Bösen nicht ertragen, du hast die auf die Probe gestellt, die sich Apostel nennen und es nicht sind, und hast sie als Lügner erkannt. 3 Du hast ausgeharrt und um meines Namens willen Schweres ertragen und bist nicht müde geworden.

© 4 Ich werfe dir aber vor, dass du deine erste Liebe verlassen hast.5 Bedenke, aus welcher Höhe du gefallen bist. Kehr zurück zu deinen ersten Werken! Wenn du nicht umkehrst, werde ich kommen und deinen Leuchter von seiner Stelle wegrücken. 6 Doch für dich spricht: Du verabscheust das Treiben der Nikolaiten, das auch ich verabscheue.

 (d) 7 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer siegt, dem werde ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der im Paradies Gottes steht.

 

In dieser Gemeinde liegt der Begriff: Kirche als Licht. Der HERR „wandelt unter Sternen und Leuchtern“.

Die Sterne sind Bild der Erkenntnis und Aufgabe, das Licht der Heiligkeit GOTTES zu tragen und zu sein. Darum gibt auch GOTT dem Sieger, der das Licht rein und klar durch die Kirche trägt und die erste Liebe bewahrt hat, die Frucht der ewigen Seligkeit. Weil sie nicht ist, was sie sein soll, kommt der Rächer auf dem weißen Ross (vgl. 6,2) mit der Krone, die er jenem genommen, der seine erste Liebe und damit das Licht der GOTTESerkenntnis verloren hat. Sie verbrennen in Materialismus, werden zu toter Asche. Die vier „Reiter“ im 4. Kapitel sind Bild für die Strafe, die über jene kommt, die sich von GOTT und dem einzigen Heilsweg des Kreuzes abgewendet haben.[5]

[6]Der HERR gibt Zeugnis von sich in Seiner Göttlichen Allmacht und Heiligkeit als HERR und Lenker der Kirche.

Der Leuchter ist die Seinsform der Kirche, Wegrücken bedeutet, dass die Gemeinde irdischer oder dämonische Macht verfällt..

Die Hlst. Eucharistie ist Mitte, Prüfung und Lohn, darum die Verwerfung der Nikolaiten, die den Genuss von Götzenopferfleisch pflegten. Für die Glaubenden gilt hier die Verheißung der Teilnahme am Ewigen Hochzeitsmahl

2. 2, 8 – 11 An den Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe:

a. So spricht Er, der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde:

b. 9 Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut; und doch bist du reich. Und ich weiß, dass du von solchen geschmäht wirst, die sich als Juden ausgeben; sie sind es aber nicht, sondern sind eine Synagoge des Satans.

c. 10 Fürchte dich nicht vor dem, was du noch erleiden musst. Der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, um euch auf die Probe zu stellen, und ihr werdet in Bedrängnis sein, zehn Tage lang. Sei treu bis in den Tod; dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben.

 d. 11 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer siegt, dem kann der zweite Tod nichts anhaben.

 

Der Begriff, der über dieser zweiten Gemeinde steht, ist: „Selig die Armen im Geist, ihrer ist das Himmelreich“,  selig sind sie durch ihr GOTTvertrauen, ihr Kindsein vor GOTT auch in der Trübsal. Wie eine Quelle strömt diese Gemeinde ein in das Ewige Leben. Die Armut wird ihr Reichtum, die Mühsal ihre Krone, denn sie steht im Licht der Weisheit GOTTES, die sich auf Erden spiegelt in Lebensfreude und heiliger  Ordnung.

In der Sicht auf das Kreuz heißt das: 

Der HERR ist in Armut, Leiden und Tod vorausgegangen,

ER ruft  zur Nachfolge,

ER weist auf das Endgericht  (vgl.20,12),

im Hl. GEIST ist die Verheißung: sie sind nicht betroffen durch den zweiten Tod (=Verdammnis).

Wo die Gemeinde versäumt diesem Anruf zu folgen, ruft sie den Rächer auf dem roten Ross (vgl. 6,4) mit dem Schwert, der allen Reichtum auf Erden durch Krieg abmäht. Im Maße die Scheidung durch die Gerechtigkeit GOTTES fortschreitet, erlöscht die Hoffnung.

 

3. 2,12 – 17: 12 An den Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe:

a. So spricht Er, der das scharfe, zweischneidige Schwert trägt:

b. 13 Ich weiß, wo du wohnst; es ist dort, wo der Thron des Satans steht. Und doch hältst du an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getötet wurde, dort, wo der Satan wohnt.

c.14 Aber ich habe etwas gegen dich: Bei dir gibt es Leute, die an der Lehre Bileams festhalten; Bileam lehrte Balak, er solle die Israeliten dazu verführen, Fleisch zu essen, das den Götzen geweiht war, und Unzucht zu treiben. 15 So gibt es auch bei dir Leute, die in gleicher Weise an der Lehre der Nikolaiten festhalten. 16 Kehr nun um! Sonst komme ich bald und werde sie mit dem Schwert aus meinem Mund bekämpfen.

 d. 17 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer siegt, dem werde ich von dem verborgenen Manna geben. Ich werde ihm einen weißen Stein geben, und auf dem Stein steht ein neuer Name, den nur der kennt, der ihn empfängt.

Diese Gemeinde ist zu fassen im Begriff: Macht des Wortes GOTTES, im Bild des Schwertes. Es wird das Wort im Bild des Mannah der Nahrung gleichgestellt, unangreifbar durch GOTTfeindliche Strahlungen. Wer den Namen GOTTES fest hält, hat in ihm seinen neuen Namen begründet. Die Gemeinde steht im Licht der GEISTESgabe des Rates: der ihr die Bedeutung des Wortes GOTTES nahe legt.

Dem 3. Reiter wird aufgetragen: „Öl und Wein darfst du nicht schädigen!“ (vgl. 6,6). MARIA ruft die Gläubigen, besonders aber die Träger des Wortes an: „Höret Seine Stimme“. Wer nicht nach Seinem Wort lebt, wird vom gerechten Richterwort aus dem Mund GOTTES besiegt und vernichtet.

Schwert ist das allmächtige, strafende wie begnadigende Wort

Der HERR will in dieser Gemeinde als Richter auftreten,

ER will sie säubern, richten in seinem Wort.

Das Verborgene Mannah ist die Gnade der GOTTgeeintheit; der weiße Stein ist Bild der Auserwählung, des Charismas, das dieser Gemeinde gegeben ist, das es zu nutzen gilt.

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zu den 3 ersten Gemeinden

Diese drei Gemeinden stehen vor GOTT im Gnadenstrom des Lebens:

·         Ephesus ist gerufen zum Leben in Heiligkeit;

·         Smyrna trägt die Kraft der Erlösung,

·         Pergamus steht in der Bewährung des Wortes.

Verheißung ist im weißen Stein die Schönheit der GOTT geeinten Schöpfung, dargestellt durch die Kraft des liebenden, hoffnungsvoll überzeugten Glaubens. Der Hl. GEIST stellt sich hier vor die Gemeinden, er bezeugt die Verheißung. In den folgenden vier Gemeinden, ist das Wort: „Wer ein Ohr hat, der höre....“ am Ende, es wird zum Fundament, zum Grundstein, auf dem die Gemeinden wie Grundsäulen in der Kirche stehen sollen.

4. 2, 18 – 23: 18 An den Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: a.. So spricht der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen und Beine wie Golderz :

b. 19 Ich kenne deine Werke, deine Liebe und deinen Glauben, dein Dienen und Ausharren, und ich weiß, dass du in letzter Zeit mehr getan hast als am Anfang.

c. 20 Aber ich werfe dir vor, dass du das Weib Isebel gewähren lässt; sie gibt sich als Prophetin aus und lehrt meine Knechte und verführt sie, Unzucht zu treiben und Fleisch zu essen, das den Götzen geweiht ist. 21 Ich habe ihr Zeit gelassen umzukehren; sie aber will nicht umkehren und von ihrer Unzucht ablassen. 22 Darum werfe ich sie auf das Krankenbett, und alle, die mit ihr Ehebruch treiben, bringe ich in große Bedrängnis, wenn sie sich nicht abkehren vom Treiben dieses Weibes. 23 Ihre Kinder werde ich töten, der Tod wird sie treffen, und alle Gemeinden werden erkennen, dass ich es bin, der Herz und Nieren prüft, und ich werde jedem von euch vergelten, wie es seine Taten verdienen.

24 Aber euch übrigen in Thyatira, denen, die dieser Lehre nicht folgen und die «Tiefen des Satans», wie sie es nennen, nicht erkannt haben, euch sage ich: Ich lege euch keine andere Last auf.25 Was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme.

d. 26 Wer siegt und bis zum Ende an den Werken festhält, die ich gebiete, dem werde ich Macht über die Völker geben.  27 Er wird über sie herrschen mit eisernem Zepter und sie zerschlagen wie Tongeschirr;  28 (und ich werde ihm diese Macht geben,) wie auch ich sie von meinem Vater empfangen habe, und ich werde ihm den Morgenstern geben.  29 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.

 

Der HERR verlangt von dieser Gemeinde die Läuterung und Wandlung kraft Seines Kostbaren Blutes:

von der Finsternis des Geistes zum Licht der Liebe, des Glaubens, Dienens, Duldens.

Nur wer dient, wird einmal herrschen Dies ist die Aussage der „Feuerflammen und Füße aus Golderz“. Nur so kann ihr die Größe der Gesetze GOTTES (kraft Seiner Allmacht!) aufgehen. Wo sie nicht gehorcht, verfällt sie dem geistigen Tod durch die „Tiere der Erde“ (Offb 6,8), die Dämonen der Gier, des Materialismus.

a. Der SOHN GOTTES, mit dem VATER und dem GEIST eins, ruft als der Allwissende, Allgegenwärtige, als GOTT der Richter. ER ist es, der hier die Gemeinde „sendet“.

b. Die Gemeinde steht hier für Gesetz und Pflicht, aber auch für die Strafgewalt. Sie muss das Wort verkünden und die Sühne tragen, um vor dem wiederkommenden HERRN, der richten wird die Lebenden und die Toten, zu bestehen. Sie hat die Aufgabe, die Menschen und die Erde zu heiligen. Scharf wird die Sünde der Isebel getadelt,: sie missbraucht die ungeläuterte Sehnsucht des Menschen nach GOTT, um sie irre zu führen. Wo solche Täuschung bewusst geschieht, ist es Sünde gegen den HL. GEIST, der für die Wahrheit GOTTES steht.

c. Wo die Gemeinde sich in ihrem Rest unter die Hand des RICHTERS beugt, hat sie teil an seiner Macht. Der Morgenstern ist ihr versprochen als Herold des Königs. Sie soll künden die Richtergewalt des HERRN, aber auch die Nähe MARIENS als Fürbitterin. Hier ist ihr der erste der Gerichtsengel (vgl. 14,6) nahe.

 

5. 3,1- 6:  3:1 An den Engel der Gemeinde in Sardes schreibe:

a.  So spricht Er, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat:

b. Ich kenne deine Werke. Dem Namen nach lebst du, aber du bist tot. 2 Werde wach und stärke, was noch übrig ist, was schon abstirbt. Ich habe gefunden, dass deine Taten in den Augen meines Gottes nicht vollwertig sind.

c .Denk also daran, wie du die Lehre empfangen und gehört hast. Halte daran fest, und kehr um! Wenn du aber nicht aufwachst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst bestimmt nicht wissen, zu welcher Stunde ich komme.

4 Du hast aber einige Leute in Sardes, die ihre Kleider nicht befleckt haben; sie werden mit mir in weißen Gewändern gehen, denn sie sind es wert.

d. 5 Wer siegt, wird mit weißen Gewändern bekleidet werden. Nie werde ich seinen Namen aus dem Buch des Lebens streichen, sondern ich werde mich vor meinem Vater und vor seinen Engeln zu ihm bekennen.  6 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.

In dieser Gemeinde lässt der HERR die Sendung von Priester und Engel, für das Reich GOTTES zu kämpfen, erkennen. Nur die wahre, heilige Liebe GOTTES in ihnen kann mit dem Schlüssel der Anbetung, des Gehorsams, der Sühne die Schatzkammern GOTTES aufsperren und die Hölle verschließen und sie zu Säulen des Tempels GOTTES machen. Über ihnen steht das Wort: „Feuer will ich auf die Erde werfen....“ (vgl. Lk 12,49). Der HERR  sucht in ihnen Sein Angesicht: „wie ich euch geliebt habe“. In Einheit mit dem Engel der Martyrer, der Liebenden dürfen sie einmal den Namen GOTTES und der Braut GOTTES tragen. Was für den Priester an erster Stelle gilt, gilt nach ihm allen Christen in dieser letzten Zeit, da sie teilhaben am allgemeinen Priestertum. Als Zeichen dafür steht der heilig gesprochene P. Pio de Pietrelcina.

a. Der HERR spricht hier als HERR der Engel zu einer Gemeinde, die den Geist pflegen und geistige Werke tun soll. Der Engel wird ihr beistehen im geistigen Kampf

b. Nicht zuerst auf das äußere Tun schaut der HERR, sondern auf die Gesinnung, in der sie handelt, auf die Liebe zu IHM. Sie sollen im Zeichen des Lammes Geopferte sein wie ER. Nur so können sie die Wasser der Gnade in die Wüste dieser Welt leiten. Wie sehr sind die Priester verantwortlich für all den Niedergang in der Kirche! Darum beginnt bei ihnen das Gericht, wie wir es heute schon erleben; darauf weist schon die 4. Gemeinde; der Priester steht für das Gesetz GOTTES!

c. In den weißen Gewändern und im Bekennen soll die Gemeinde einmal den Engeln beigesellt werden. Im Zeichen des „Lammes GOTTES“ wird sie einmal nach dem Wasser der Gnade beurteilt, die durch sie auf die Menschheit fließen sollten..

6. 3,7 – 12 : 7 An den Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe:

a. So spricht der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, so dass niemand mehr schließen kann, der schlißst, so dass niemand mehr öffnen kann :

b. 8 Ich kenne deine Werke, und ich habe vor dir eine Tür geöffnet, die niemand mehr schließen kann. Du hast nur geringe Kraft, und dennoch hast du an meinem Wort festgehalten und meinen Namen nicht verleugnet. 9 Leute aus der Synagoge des Satans, die sich als Juden ausgeben, es aber nicht sind, sondern Lügner - ich werde bewirken, dass sie kommen und sich dir zu Füssen werfen und erkennen, dass ich dir meine Liebe zugewandt habe.

c.. 10 Du hast dich an mein Gebot gehalten, standhaft zu bleiben; daher werde auch ich zu dir halten und dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über die ganze Erde kommen soll, um die Bewohner der Erde auf die Probe zu stellen.11 Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit kein anderer deinen Kranz bekommt.

d. 12 Wer siegt, den werde ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird immer darin bleiben. Und ich werde auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und ich werde auf ihn auch meinen neuen Namen schreiben.13 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.

Der HERR schaut auf diese Gemeinde wie auf seine Geburtsstadt Betlehem, „keineswegs die geringste unter den Städten Judas“. Alle Gnadenwahl GOTTES hat in IHM seinen Ursprung. Über David ist auf MARIA gewiesen. Durch sie, die Geduldigste, werden auch wir die Stunde der Prüfung bestehen. Wir müssen stehen in GOTTESfurcht wie Throne. Nur so werden wir der Schlange den Kopf zertreten. Die Kleinen aber GOTTESfürchtigen wird GOTT behüten und Sich in ihnen verherrlichen inmitten der Schrecken einer untergehenden Welt.

a. Gefordert ist die Ganzhingabe des Menschen an GOTT in all seiner Schwäche. Im dunklen Glauben muss er seinen Weg durch diese Zeit gehen, da die äußere Ordnung des Lebens nicht mehr trägt, sondern immer mehr die Anarchie durchbricht. Der Schlüssel Davids ist Bild für die Worte geheimer Offenbarung durch den GEIST, den Auserwählten ohne Verdienst gnadenhaft gegeben. Sie können nichts aus sich dazu oder weg tun, GOTT tut es!

 b. In ihrer Kraft werden sie verschlossene Türen öffnen, ja der Himmel selbst wird ihnen offen sein, wie es der HERR Nathanael verheißen hat: “Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn“ (Jo 1,51)

c. Ihre erste Tugend nach der Demut ist die Treue zum Wort GOTT; in ihr wird sie die Prüfung bestehen, die über die ganze Erde kommen wird.

d. Gleich einer beschriebenen Säule soll die Gemeinde der Welt die Schönheit GOTTES und der Stadt GOTTES und die Schönheit und Größe des Erlösers kundtun.

 

7. 3, 14 – 22: 14 An den Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe:

a. So spricht Er, der «Amen» heißt, der treue und zuverlässige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:

b. 15 Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! 16 Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien. 17 Du behauptest: Ich bin reich und wohlhabend, und nichts fehlt mir. Du weißt aber nicht, dass gerade du elend und erbärmlich bist, arm, blind und nackt.

c. 18 Darum rate ich dir: Kaufe von mir Gold, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst; und kaufe von mir weiße Kleider, und zieh sie an, damit du nicht nackt dastehst und dich schämen musst; und kaufe Salbe für deine Augen, damit du sehen kannst.19 Wen ich liebe, den weise ich zurecht und nehme ihn in Zucht. Mach also Ernst, und kehr um! 

d.. 20 Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir. 21 Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich gesiegt habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.  22 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.

Von dieser Gemeinde ist das Bekenntnis gefordert, in ihr wird sich die Scheidung, die am Beginn der Schöpfung begann, vollenden. Sie ist hinein gestellt in den gewaltigen geistigen Kampf gegen den Widersacher, der immer mehr die Welt in Macht und Geld beherrscht. Der Mensch kann hier alles verlieren, wenn er zum Pharisäer wird und alles gewinnen, wenn er zu GOTT steht.  In diesem Kampf braucht GOTT seraphische Seelen wie einen Franz von Assisi. Sie sollen wie St. Michael stehen für seinen Kampfesschrei „Wer ist wie GOTT!“. In ihnen wird GOTTES Barmherzigkeit die letzte Ernte einbringen.

 a. Mit diesem Namen „Amen“ weist der HERR auf, das Letzte, das Gericht, zugleich aber verspricht ER einen neuen Anfang: „Siehe ICH mache alles neu!“(Offb 21,5)

b. Die Kirche muss geläutert werden von aller Lauheit, sie muss neu werden im eifernden Feuer der Liebe GOTTES.

c. Inmitten aller Verdunkelung der Welt, die in ihrer Nichtigkeit dem Bösen anheimfällt, muss sie Gold sein in ihrer Heiligkeit, weiß im Glanz ihrer Reinheit.

d Wer sich hier auf Erden der Gerechtigkeit GOTTES ausliefert, nimmt hier sein Fegefeuer vorweg und hilft Seelen retten, die wegen ihrer Lauheit sonst dem Bösen anheimfallen.  Groß ist die Verheißung der „Mahlgemeinschaft“: im Zeichen der Braut des HL.GEISTES ist die ganze Kirche gerufen als Braut einzugehen ins Himmelreich. vgl. „an jenem Tage werdet ihr erkennen dass ich in meinem VATER bin und dass ihr in MIR seid....“  (Jo 14,10). Der Hl. GEIST hebt den Sieger hinein in die Herrlichkeit GOTTES.

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Zusammenfassung

Die 7 Gemeinden von Asien sind im Ansturm der Moslems erlegen. Sie werden zum Bild für eine Kirche, die in einen noch größeren Ansturm des Feindes hineingestellt ist und darum nur in der Kraft des Hl. GEISTES und Seiner Gaben,  bestehen kann. Wie vom DREIFALTIGEN GOTT gilt: ER ist der EINE GOTT, so steht die siebenfältige Frucht der Gemeinden für die Eine Kirche, die sich in GOTT vollenden soll. Da alle 7 Gaben letztlich nur eine Gabe sind, greifen sie ineinander und fordern die Einheit. Der VATER sucht, die GOTT anbeten im Geist und in der Wahrheit. Dies ist ihre Einheit: der Glaube an GOTT, der alles überwindet.

Vorausgesetzt ist die Erkenntnis GOTTES in Liebe, darum ist die „erste Liebe“ gefordert.

Sie fordert, dass wir verzichten auf die Güter der Welt, weil uns in GOTT alles geschenkt ist.

Sie verlangt, dass wir Seinem Wort folgen, letztlich dem Wort, das ER in die Tiefe unserer Seele gesprochen hat, das Wort unserer Berufung, das einmal unser Neuer Name in Ewigkeit sein wird.

Sie verlangt das Stehen im Gesetz GOTTES, das der Böse niederreißt, um uns den äußeren Halt zu nehmen.

Nur in Starkmut und Opferbereitschaft als „Priester GOTTES“ können wir für IHN in dieser Welt stehen.

In den Armen und den Schwachen will ER sich verherrlichen, wenn wir nur treu an der uns gnadenhaft geschenkten Berufung festhalten.

Im Feuer wird die Erde gerichtet, Feuerseelen liefern sich schon jetzt der Gerechtigkeit GOTTES aus und nehmen so das Gericht vorweg, für sich und die Vielen, die GOTT noch durch sie retten will!

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Deutung der einzelnen Gemeinden in der Sicht unserer Tage:

Wir sind zu einem Glauben gefordert, der die Anbetung des Engels in sich aufgenommen hat, so wie der Engel von Portugal in seiner Anbetung mit den Kindern betet: „Mein GOTT ich glaube an DICH, ich bete DICH an, ..........“

Zur Gemeinde von Ephesus.

Der HERR, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält und mitten unter den sieben goldenen Leuchtern einhergeht“ (Offb 2,1) erinnert uns an den zweiten Genesisbericht, wo Jahweh im Tagwind durch den Garten Eden geht (Gen 2,8), derselbe Bezug liegt in der Verheißung: „Wer siegt, dem werde ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der im Paradiese Gottes steht.“ (Offb 2,7). Nur in der Kraft des HEILIGEN GEISTES kann uns Erkenntnis werden! GOTT will in uns die Sehnsucht nach einem neuen Anfang in GOTT, nach dem „verlorenen Paradies“ wecken. Tatsächlich ist die Geheime Offenbarung in dem einem Wort zusammengefasst: „Siehe, ich mache alles neu“. Diese Verheißung muss darum schon im Anfang dieses Buches aufscheinen, sie weist zurück auf den Keim dieser Verheißung, der schon im Paradies lag. Mit dem hl. Engel an seiner Seite, darf der Mensch „guten Willens“ noch einmal anfangen!

Die Geheime Offenbarung fordert einen Glauben, der mehr will als nur ein frommes Leben auf Erden, geborgen in einer überschaubaren Ordnung (der Christenheit), wie sie heute allerort zerbricht. Unser Glaube muss den Himmel herunter ziehen auf die Erde, bevor sie im Hass des Feindes in Flammen aufgeht. Wir müssen daran glauben, dass GOTT in den letzten Menschen, die so glauben, den Makel der Erbsünde mit ihren Folgen: Begierde, Krankheit und Tod überwindet. Dazu sendet ER uns die hl. Engel zur Hilfe: über den Glauben hinaus sollen wir mit ihnen anbeten, wie es der Engel von Portugal den Kindern in Fatima gelehrt hat.

Im Lob und Tadel dieser Gemeinde wird konkret gezeigt, wie wir uns nach solcher Verheißung ausstrecken müssen: „Bedenke, aus welcher Höhe du gefallen bist. Kehr zurück zu deinen ersten Werken! Wenn du nicht umkehrst, werde ich kommen und deinen Leuchter von seiner Stelle wegrücken“ (Offb 2,5). Es ist in dieser Zeit alles zu gewinnen, aber auch alles zu verlieren. Der müde Glaube zerfällt. Unser Blick muss mit dem Engel und durch ihn auf GOTT gehen, und sich durch nichts ablenken lassen. Darum kommt auf dem Weg zu GOTT der Anbetung der erste Platz zu.

zur Gemeinde von Smyrna

Auch hier weist der HERR, der über dieser Gemeinde steht, die Richtung. „So spricht Er, der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde“(Offb 2,8). ER ist durch Sein Sterben am Kreuz zum HERRN über Tod und Leben geworden, so muss er es auch über unser Leben sein. Anfang, Verlauf und Ende unseres Lebens sind in Seiner Hand, wenn wir IHM nur vertrauen und nachfolgen. Darum müssen wir alle Angst um unser irdisches Leben überwinden, in Seine Hand legen: „Sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben..........Wer siegt, dem kann der zweite Tod nichts anhaben!“ (Offb 2,10f); der zweite Tod ist die ewige Verdammnis.

Zur Gemeinde von Pergamon

Es genügt nicht, in einem allgemeinen Sinn an das Ewige Leben zu glauben, GOTT will unser ganz persönliches Bekenntnis, wie es vor der Erweckung von Lazarus von seinen beiden Schwestern in der Begegnung mit dem HERRN gefordert wird: „Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag. Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?“ (Jo 11,24ff). Maria ist hier schon einen Schritt weiter: „Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben (Jo 1,32) und doch fehlt auch ihr im Angesicht des schon vier Tage begrabenen Bruders der ganze Glaube: „Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag!“ ….„ Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ (Jo, 11,39f).

Wie Adam sind wir versucht, uns vor dem Lebendigen GOTT hinter den Bäumen zu verstecken. Einmal musst auch du hervortreten und dem HERRN stehen! Die sich steigernde Bedrängnis dieser Zeit fordert schon heute den größeren Glauben. Pergamom steht dort (wie wir heute), “wo der Thron Satans steht“ (2,13), Antipas, einer aus der Gemeinde ist als Glaubenszeuge gestorben. Wer wird ihm folgen? Genau diese Frage geht unausgesprochen wie eine Schwertspitze auf das Herz dieser Gemeinde. Die Nikolaiten sind ausgewichen. Bileam wollte Balak zum Fluch auf Israel verführen. Immer ist der Feind in der Nähe, um uns eine billigere Lösung anzubieten. Haben die Freunde Sokrates nicht eine letzte Fluchtmöglichkeit geboten? Der Glaube, der hier von der Gemeinde in Pergamon gefordert wird, verlangt, dass wir wissen um unsere besondere Berufung im Mystischen Leib der Kirche. GOTT ruft jeden von uns beim Namen, wie ER es mit den Propheten tut. Nur solcher Glaube, der in der Tiefe des Herzens verankert wird, wird der Versuchung Satans widerstehen.

Groß und heilig ist die Verheißung, die über dieser Gemeinde steht: “Wer siegt, dem werde ich von dem verborgenen Mannah geben. Ich werde ihm einen weißen Stein geben, und auf dem Stein steht ein neuer Name, den nur der kennt, der ihn empfängt“ (2,17). Diesen „ewigen Namen“, müssen wir uns hier auf Erden verdienen!“

Zur Gemeinde von Thyatira

Immer stehen wir in der Prüfung des Kreuzes, nur im Kreuz finden wir die Mitte unseres Lebens, nur in ihm begegnen wir wahrhaft GOTT, dass ER uns anspreche mit unserem Ewigen Namen. Die Gemeinde von Thyatira steht in dieser Prüfung: sie soll mach dem Bild des HERRN sein: Feuer von oben und Feststehen unten: „So spricht der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen und Beine wie Golderz“. GOTT ist „verzehrendes Feuer“ (vgl. Bar 4,35; 6,63). In den Zornschalen wird dies der ganzen Welt kund werden. Von den Seinen will der HERR, dass sie diesem Feuer schon jetzt stehen, dann wird ihnen das Feuer des Strafgerichtes nicht schaden. Der Feind weiß, dass das Gericht naht, darum spricht er uns von einem anderen „Feuer“: des Besserwissens, der Gnosis, des Hasses. Auch er hat seine Propheten und Charismen, in Isebel wird uns eine vorgeführt; sie steht für die Hure Babylon, die in ihrer Person mit all denen, die ihr anhangen, schon jetzt von GOTT gerichtet ist. Weil unser Leben schal geworden ist, weil auch in der Kirche der Böse geleugnet wird, stürzt die Menschheit, besonders aber unsere Jugend in den Strudel der Sünde, in die „Tiefen Satans“ (2,24).Wer holt sie aus dieser Tiefe zurück, da der Exorzismus gestrichen ist?

Wo sind die Bekenner, die dem Feind ins Gesicht schauen und ihm die Maske herunter reißen? Wir stehen in einem geistigen Kampf, in dem gilt: „Wer siegt und bis zum Ende an den Werken festhält, die ich gebiete, dem werde ich Macht über die Heiden geben. Er wird über sie herrschen mit eisernem Zepter und sie zerschlagen wie Tongeschirr; (und ich werde ihm diese Macht geben) wie auch ich sie von meinem Vater empfangen habe, und ich werde ihm den Morgenstern geben“ (2,26-28). Wo der Glaube zerfällt, da füllt schon heute der Feind den bleibenden Leerraum. Die „götter“ die Richard Wagner in der „Götterdämmerung“ beschwört, kommen aus ihren Verstecken, um ihre frühere Herrschaft einzufordern. In solcher Herausforderung muss alles schale Salz zu schanden werden, wo immer es dem Menschen ein „Paradies auf Erden“ verspricht.

Zur Gemeinde von Sardis

Die Engel sind seit einigen Jahren Mode geworden, doch die Welt weiß nicht zu unterscheiden zwischen den Engel GOTTES und den gestürzten Luzifers und Satans. Die Verwirrung des Geistes wächst von Tag zu Tag. Wer schreit nach der Hilfe der hl. Engel, da doch Satan und seine Gesellen öffentlich angerufen werden, da man ihm, in Nachäffung der Weihen der Kirche die Welt weiht? Der HERR „der die sieben Geister Gottes und der sieben Sterne“ (3,1) steht über dem Chaos, das sich hier zusammenbraut. Nur im GEIST GOTTES, dem die Engel gehorchen, ist die Macht des Bösen noch zu bannen. Doch die Kirche schläft. Johannes sagt es noch schärfer: „Dem Namen nach lebst du, aber du bist tot. Werde wach und stärke, was noch übrig ist, was schon im Sterben lag. Ich habe gefunden, dass deine Taten in den Augen meines Gottes nicht vollwertig sind. Denk also daran, wie du die Lehre empfangen und gehört hast. Halte daran fest, und kehr‘ um! Wenn du aber nicht aufwachst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst bestimmt nicht wissen, zu welcher Stunde ich komme“ (2,3f). Eine Kirche, die nicht gegen den Mord an Kindern und Alten (Euthanasie) aufsteht, ist vor GOTT tot, weniger als schales Salz.

Klein ist die Herde der Getreuen, verlacht von der Welt und übersehen als altmodisch und fremd dieser Zeit. Und doch gilt ihnen, die allein die Gabe der GOTTESfurcht noch im Herzen tragen, die Verheißung: „Nie werde ich seinen Namen aus dem Buch des Lebens streichen, sondern ich werde mich vor meinem Vater und vor seinen Engeln zu ihm bekennen“ (3,5)

Zur Gemeinde von Philadelphia

Sie steht für die kleine Herde der GOTTESfürchtigen, die im Angesicht der Weltherrschaft des Bösen treu zu ihrem Glauben stehen, die nicht auf ihre Kraft vertrauen, sondern allein auf GOTT, der uns aus dem Abgrund des Bösen zu retten vermag, wie er Daniel aus der Löwengrube holte. Nur wer inmitten der Lügen dieser Welt bei der Wahrheit bleibt, wird dem begegnen, der von sich sagt: „So spricht der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, so dass niemand mehr schließen kann, der schließt, so dass niemand mehr öffnen kann (3,7). Hat er nicht Petrus und Paulus aus dem Kerker geholt? Er allein hat die Macht, die babylonische Gefangenschaft der Kirche zu zerbrechen! Sie stehen in der Anfeindung durch die Welt schon jetzt in der Prüfung, die über die ganze Erde kommen soll (3,10), darum werden sie im Chaos stehen wie „Säulen“, auf die GOTT Seinen Namen und den Namen des himmlischen Jerusalem schreiben wird. Sie werden denen, die noch nach dem Licht in aller Dunkelheit ausschauen, sichere Weisung und Rettung sein (3,11f).

Zur Gemeinde von Laodizea

Wir werden an die erste Gemeinde erinnert, wo uns GOTT als LICHT vorgestellt wird. Zu diesem LICHT spricht der HERR über der 7. Gemeinde sein „Amen“(3,14): es wird siegen; die letzte Scheidung von Licht und Finsternis, die mit dem ersten Tag (der Scheidung der gefallenen Engel) begann, kommt zur Vollendung. Allein „ER ist der zuverlässige Zeuge!“, auf den wir in aller Verwirrung, die durch den Antichrist ihren Gipfel erreichen wird, vertrauen können. Wie weit ist die Kirche auch heute noch von diesem LICHT, das sie in der Welt ausstrahlen sollte, entfernt! Schneidend ist das Wort: „Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien!“(3,15f)

Im Endkampf der Geister wird die Kirche nur bestehen, wenn sie heilig ist wie GOTT. Der Mensch muss sterben, dass GOTT in ihm lebe. Bitter ist diese unausgesprochene Forderung, die mit der 3. Posaune über die Welt geht. Wer nicht für GOTT ist, ist gegen IHN! Die Kirche muss sich ausstrecken:

·         nach dem Gold der Heiligkeit

·         nach der Reinheit des Unbefleckten Herzen MARIENS und der hl.Engel

·         nach dem Öl der Heilung, dass ihr die Blindheit genommen werde.

Es ist der HEILIGE GEIST, der heute schon unerbittlich alles Morsche und Faule in Kirche und Welt ans Licht bringt. Selig, wer der Zuchtrute GOTTES nicht ausweicht, wer sich schon jetzt dem Gericht GOTTES stellt. GOTT selbst wird ihn zu Mahl laden und so erfüllen, was uns in der hlst. Eucharistie schon jetzt im Geheimnis geschenkt ist. In der Ohnmacht des BROTES liegt der Sieg: „Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich gesiegt habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe“ (3,21f).

Nüchtern ist uns in dieser letzten Gemeinde gewiesen, welchen Gipfel zu ersteigen wir gerufen sind. Aus eigener Kraft werden wir es nie schaffen. GOTT muss es tun, wie es einfältig auch die Kl. Therese dem VATER sagt, da sie sich an der ersten Sprosse einer riesigen Leiter sieht: „.aber GOTT kann mich hinauf heben!“

Dies ist unser Sieg: der Glaube!

„Alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube. Wer sonst besiegt die Welt, außer dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist? Dieser ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist: Jesus Christus. Er ist nicht nur im Wasser gekommen, sondern im Wasser und im Blut. Und der Geist ist es, der Zeugnis ablegt; denn der Geist ist die Wahrheit. Drei sind es, die Zeugnis ablegen: der Geist, das Wasser und das Blut; und diese drei sind eins. Wenn wir von Menschen ein Zeugnis annehmen, so ist das Zeugnis Gottes gewichtiger; denn das ist das Zeugnis Gottes: Er hat Zeugnis abgelegt für seinen Sohn. Wer an den Sohn Gottes glaubt, trägt das Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, macht ihn zum Lügner, weil er nicht an das Zeugnis glaubt, das Gott für seinen Sohn abgelegt hat“ (1 Joh 5,5-10).

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Das Bild der Kirche im Spannungsbogen von A – O

Die 7 Gemeinden weisen kraft der Verheißung, die GOTT in sie legt, hinüber auf das Neue Jerusalem, das am Ende als Vollendung der Kirche steht. Sie legen uns nahe, das Bild der Kirche in seinem Spannungsbogen von Verheißung: Paradies und Erfüllung: Neues Jerusalem zu sehen.

I.          Siebenfach ist das Bild MARIENS und der Kirche

1.       Sie ist schon da bei der Prüfung der Engel im Anfang der Zeit, da GOTT schied: Licht von der Finsternis = die Engel, die sich seinem Heilsplan mit dem Menschen beugten von denen, die sich dagegen mit dem Lichtträger auflehnten.

2.       Sie zeichnet sich gleicherweise ab in der Prüfung des Menschen im Garten Eden, da die Schlange Eva verführte, gegen das Gebot GOTTES zu handeln. Der Mensch wird nackt und muss das Paradies, in dem er unter den Augen GOTTES geborgen war, verlassen.

3.       Sie ist angedeutet in den wechselvollen Schicksalen des Auserwählten Volkes in der Zeit des Moses.

4.       Sie gewinnt Gestalt als das von der Erde auf gewachsene Sion.

5.       Sie ist Samenkorn im Abendmahlsaal

6.       Sie geht als Kirche pilgernd über die Erde, bis ans Ende der Tage, wo GOTT sie heimruft.

7.       Sie vollendet sich im Himmlischen Jerusalem, das von oben herabsteigt und doch schon auf dieser Erde gegenwärtig wird, wenn die Kirche die Große Reinigung bestanden haben wird (vgl. den Brief an die Gemeinde von Philadelphia).

 

II.        Sie wächst im HEILIGEN GEISTE in dem Maße, wie sie eingeht in das Opfer CHRISTI

Ihr Ur- und zugleich Zielbild ist die Immaculata, die Allerreinste Jungfrau – hier ist sie Lobopfer – auf sie muss die Kirche in der Gemeinde von Ephesus zugehen.

Im Protoevangelium, Gen. 3,15: mit ihrer Ferse wird sie der Schlange den Kopf zertreten – weist sie voraus auf das Blutopfer CHRISTI, durch das MARIA vorerlöst ist. In der Armut und im Vertrauen auf GOTT ist die Kirche in Smyrna stark.

1.       Sie ist gegenwärtig im Weiheopfer Abrahams – schon hier beginnen sich die Völker abzuspalten, die GOTT ablehnen. Wie Abraham muss sie aufbrechen aus einer Welt der Sünde, um GOTT allein zu gehören. Verstehen wir in diesem Licht das Angebot der Weihe an das Unbefleckte Herz MARIENS?

2.       Sie leuchtet auf in der Verheißung an Jakob in Gen 28, 13-16: Jakob errichtet bei der Rückkehr einen Altar und bringt ein Dankopfer dar. Nur im Kreuz ist Heil; die „Erstgeburt“ die Jakob wie uns Christen geschenkt ist, muss eropfert werden. Die Gemeinde von Thyatira kommt nur im Feuer der läuternden Liebe CHRISTI zum Stehen.

3.       In Moses‘ Ringen um das rebellische Volk leuchtet auf das Sühnopfer. Moses führt das Volk aus Ägypten in der Wolkensäule am Tag, in der Feuersäule bei Nacht. Er allein muss in seinem Glauben einstehen für ein Volk, das immer wieder zurückschaut auf die Fleischtöpfe Ägyptens. Die Gemeinde von Sardis weiß nichts mehr vom Opfer CHRISTI: Sie ist der Welt gleichförmig geworden.

4.       In der Bußfertigkeit und im Vertrauen Davids liegt das Bittopfer. Nur in der GOTTESfurcht kann der Mensch von der Sünde aufstehen und sich vertrauend GOTT anheim geben, wie es der Gemeinde von Philadelphia geschenkt ist. Sie soll ja in besonderer Weise in dieser dunklen Zeit den Weg weisen: GOTT allein kann es vollbringen.

5.       In MARIENS Stehen unter dem Kreuz ist das Versöhnungsopfer. Mit und in MARIA ist die Kirche gerufen, Gnaden vermittelnd mitzuwirken am Heilswerk CHRISTI, wie es zuerst MARIA unter dem Kreuz geschenkt war. In diesen beiden noch ausstehenden Mariendogmen ist die Kirche gefordert, sich zu vollenden!

III.       In den Gnadengaben des HEILIGEN GEISTES ist ihr  der Weg vorgezeichnet.

1.       Über Pfingsten steht die Gabe der Weisheit: der auferstandene HERR ist mit ihr in der Kraft des HEILIGEN GEISTES; so wie ER es der Gemeinde von Ephesus verheißt. Sie soll leben aus der Lichtfrucht der Hlst. Eucharistie und so selbst Licht sein in der Dunkelheit: Licht auf dem Scheffel, Stadt auf dem Berge – dass die Menschen GOTTES Erbarmen erkennen und in preisen.

2.       Über den Völkeraposteln Petrus und Paulus leuchtet die Gnadengabe der Erkenntnis, damit sie hinausgehen und alle Völker lehren, wenn sie nur in Armut nach dem Licht der Erkenntnis verlangen. “Wer siegt, dem kann der zweite Tod nichts anhaben!“ (Offb2,11)

3.       Im Lieblingsjünger Johannes erkennen wir die Gnadengabe des Rates. Als Petrus und die anderen Jüngern ihn am See Tiberiades einladen, mit ihnen fischen zu gehen, schließt er sich nicht aus, obwohl er es besser weiß als die anderen. Schon im Lauf an das Grab hat er vor Petrus das Zeugnis der Ein- und Unterordnung gegeben. Sein Rat ist nicht zuerst im Wort, sondern in seinem Beispiel. Nur in der Liebe zum HERRN kann die Macht der Finsternis gebrochen werden, die auch über der Gemeinde von Pergamon liegt.

4.       In den Vätern und Kirchenlehrern hat die Kirche schon früh erkannt, dass die ihr aufgegebene Wissenschaft die Wissenschaft des Kreuzes ist. Wir sind schon in unserem natürlichen Sein in eine Gegensätzlichkeit gestellt, noch mehr im Licht der Erlösung. GOTT spannt uns aus in der Gegensätzlichkeit des Kreuzes, damit wir weit und tief werden, um IHN aufzunehmen. Die Gemeinde von Thyatira, gerufen im Feuer der Liebe GOTTES, die aus Seinen Augen strahlt, darf den Boden unter den Füssen nicht verlieren, wenn sie dem Bild des HERRN nachfolgen will, der über ihr steht.

5.       Tot ist die Gemeinde von Sardes, weil sie ähnlich der Kirche von heute wenig mehr weiß vom Bekenntnis – es ist leichter, sich der Welt anzupassen und so nicht aufzufallen. In der Prüfung werden nur die bestehen, die ringen um die Gnade des Starkmutes, der ihnen Kraft gibt wie Stephanus, dem Tod in die Augen zu schauen und sogar noch den Mördern zu vergeben.

6.       „Selig, die du geglaubt hast!“ ruft Elisabeth der Mutter des HERRN zu und steht damit für die Gemeinde von Philadelphia und ihr Zeugnis der GOTTESfurcht, in der sie schon jetzt die große Prüfung bestanden hat.

7.       Die Gemeinde von Laodizea erinnert nicht wenig an den guten Schächer zur Rechten des HERRN am Kreuz. Getroffen vom Blick des HERRN, findet er noch im letzten Augenblick die Kraft zu offenem Bekenntnis und wird so Wegbereiter für alle, die in der Gnade GOTTES noch im Sterben den Weg des Heiles finden.

 

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III. Teil: Der Beginn des Gerichtes

Der Thron GOTTES, das Buch mit den Sieben Siegeln, (4,1-11)

Wir werden noch an anderer Stelle auf den „Thron GOTTES“ zu sprechen kommen, der unverrückbar inmitten allem Aufbruch in der G.O. steht, in den die ganze dreifache Schöpfung hineingenommen ist. Aus der Ohnmacht der Hlst. EUCHARISTIE heraus bricht die ALLMACHT GOTTES: die Verehrung CHRISTKÖNIGS; die im letzten Jahrhundert aufgebrochen ist als Antwort auf den Versuch der Freimaurer mit Gewalt die Herrschaft an sich zu reißen, ist heilige Verheißung, auch wenn sie die Kirche heute verloren zu haben scheint und sie nur noch in der „Kleinen Herde“ geborgen und genährt wird.

Die Liturgie der Kirche, die auf ein sehr menschliches Maß beschnitten wurde, wird durch den Eintritt der hl. Engel in den endzeitlichen Kampf, von oben her gerichtet. Sie bekommt die Maße die der Größe und Herrlichkeit GOTTES entsprechen. GOTT wird sie auf Erden durchsetzen. Wenn der HERR noch vor Pilatus bekannte: “ „Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Aber mein Königtum ist nicht von hier. Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ Jo 18,36f. In der Einheit von Engel, Mensch und stummer Schöpfung wird sich in gewaltigem Endkampf die Wahrheit, für die JESUS in Wort, Leben und Sterben Zeugnis ablegte durchsetzen: Sein Königtum wird noch auf dieser Erde vor aller Augen offenbar werden! Vgl. Ps2, 1-12:

Warum toben die Völker, warum machen die Nationen vergebliche Pläne?

Die Könige der Erde stehen auf, die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten.

„Laßt uns ihre Fesseln zerreißen und von uns werfen ihre Stricke!»

 Doch er, der im Himmel thront, lacht, der Herr verspottet sie.

 Dann aber spricht er zu ihnen im Zorn, in seinem Grimm wird er sie erschrecken:

 «Ich selber habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg.»

Den Beschluß des Herrn will ich kundtun. / Er sprach zu mir: «Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt.

 Ford're von mir, und ich gebe dir die Völker zum Erbe, die Enden der Erde zum Eigentum.

 Du wirst sie zerschlagen mit eiserner Keule, wie Krüge aus Ton wirst du sie zertrümmern.»

Nun denn, ihr Könige, kommt zur Einsicht, laßt euch warnen, ihr Gebieter der Erde!

Dient dem Herrn in Furcht, und küßt ihm mit Beben die Füße,

damit er nicht zürnt und euer Weg nicht in den Abgrund führt. Denn wenig nur, und sein Zorn ist entbrannt.

 Wohl allen, die ihm vertrauen!

 

Der Überschritt von den Gemeinden zum Thron GOTTES

Wir greifen zurück auf die 7. Gemeinde von Laodizea: „Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich gesiegt habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe „(3,21). Im folgenden 4.Kapitel kommt das Wort „Thron“ in 11 Versen allein 11 mal vor. Damit ist schon äußerlich die Verbindung zur 7. Gemeinde von Laodizea angezeigt.

Ebenso werden wir an die erste Gemeinde von Ephesus erinnert, wo GOTT der Gemeinde als LICHT vorgestellt wird und  ihre „erste Liebe“ herausfordert. Dass dieses Licht über sie und der ganzen Kirche aufstrahle, dazu spricht der HERR am Ende des Briefes an die 7. Gemeinde sein „Amen“(3,14): es wird siegen; die letzte Scheidung von Licht und Finsternis, die mit dem ersten Tag (der Scheidung der gefallenen Engel) begann, kommt in der G.O. zur Vollendung. Allein „ER ist der zuverlässige Zeuge!“, auf den wir in aller Verwirrung, die durch den Antichrist ihren Gipfel erreichen wird, vertrauen können.

Wie weit ist die Kirche auch heute noch von diesem LICHT, das sie in der Welt ausstrahlen sollte, entfernt! Schneidend ist das Wort: „Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien!“(3,15f). Wo die Kirche lau ist, wird sie vom Feind erbarmungslos überrannt. In ihrer Blindheit glaubt sie noch, sie sei auf dem rechten Weg des „aggiornamento“ eine Kirche zu werden, die in „unsere Zeit passt“ und mit all dem aufgeräumt hat, was verstaubt ist. Wie falsch wird dieser Begriff der „Anpassung“ gedeutet. Nur im Licht der G.O. kann er recht verstanden werden: eine Neue Zeit bricht an, wo der Mensch vor GOTT zurücktreten und IHM wieder den ersten Platz einräumen muss! Auch hier ist der Feind eine Stunde früher aufgestanden: im New Age = „Neues Zeitalter“ weiß man sehr wohl, dass eine andere Zeit beginnt, doch hier gibt der Feind selbst die Deutung, ohne sich freilich klar erkennen zu geben!.

Der HERR lässt die Unbelehrbaren in ihrem Wahn. Der weiße Reiter reitet um die Welt, wo er geritten, breitet sich die Wüste aus, bricht die Kälte ein, breitet sich die Verwirrung des Geistes aus. Die wenigen Getreuen fliehen schon jetzt in die Verborgenheit, der MUTTER ist mit ihnen, sie wird sie führen und stärken! Im Endkampf der Geister wird die Kirche nur bestehen, wenn sie heilig ist wie GOTT. Der alte Mensch, der es immer besser weiß, muss sterben, damit GOTT in ihm auferstehe. Bitter ist diese unausgesprochene Forderung, die mit der 3. Posaune über die Welt geht. Wer nicht für GOTT ist, ist gegen IHN! Die Kirche muss verlangen nach dem Gold der Heiligkeit, das ihr die hl Engel reichen, wenn sie nur danach verlangen. Das Vat. II hat die Berufung aller zur Heiligkeit unterstrichen,

Dies aber ist das ERSTE, was der Engel dem Menschen, der noch glauben will aufreißt, wie hier, wo plötzlich der Himmel sich öffnet: „GOTT  i s t!“ Das Geschrei derer, die IHN verleugnen, leugnen, ausstoßen, will nur ihr unruhiges Gewissen erschlagen.

 „Warum toben die Völker, warum machen die Nationen vergebliche Pläne?

Die Könige der Erde stehen auf, die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten.

«Lasst uns ihre Fesseln zerreißen und von uns werfen ihre Stricke!»

Doch er, der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet ihrer.

Dann aber spricht er zu ihnen im Zorn, in seinem Grimm wird er sie erschrecken:

«Ich selber habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg.» Ps 2,1-6

Ein „Neues beginnt“!

Der Auftrag an die Gemeinden zu schreiben ist zu Ende. Johannes erkennt, man könnte auch sagen: „er spürt“ dass etwas Neues beginnt “eine Tür ward geöffnet im Himmel“; die Stimme, die ihn wie eine Posaune angesprochen hat (vgl. Offb 1,10), redet ihn an: „Komm herauf, ich werden dir zeigen...“ (4,1)  Wie am Anfang (1,10) ist es der „GEIST“, der Johannes ergreift (wörtlich: „er kam in den GEIST, es geschah ihm!), dass er „außer sich“ ist und Wirklichkeiten gegenüber steht, die vom Boden dieser Welt aus nicht zu erreichen sind.

Vielfach sind die Weisen, wie der GEIST GOTTES auf den Menschen einwirken kann: von innen, von außen, wie allmählich, in sanfter Gewalt, den Menschen durch den Engel anrufend, (wie hier) mitzutun („komm herauf)!“ Johannes ist bereit. Der Thron in seinem Herzen gehört allein GOTT, weil er nur darauf bedacht ist, den Willen GOTTES zu tun. In diesem Eifer ist er seinem Engel nahe, der nichts anderes weiß als den WILLEN GOTTES1

GOTT klopft an, wie es bei der letzten Gemeinde geheißen hat (3,20). Nur wer nicht bereit ist, kann den Eindruck haben, dass ER den Menschen überfällt. Wo die Gnade über uns kommt, muss sie ansetzen in unserem Menschsein. Die drei Jahre Johannes‘ mit dem HERRN Tag und Nacht, der Dienst an der Mutter des HERRN, sein Einsatz für die Kirche (er ist ja in Patmos im Exil, weil verfolgt) haben Johannes vorbereitet für 

Die „Engelsendung“ der G. O.

Auch uns will der Engel nach dem Maße unserer Lauterkeit in ähnlicher Weise die Augen öffnen für GOTT. Auch uns soll Neues werden – nicht außen, sondern zuerst innen. GOTT will uns aus unserer Erdverhaftung, aus unserem Armsündersein an sich ziehen. Was Johannes in einem Augenblick geschieht, kann bei uns in GOTTES Weisheit Jahre dauern. GOTT wiederholt sich nicht, er hat mit jedem von uns einen einzigartigen Weg.

Immer öffnet uns GOTTES Erbarmen eine Tür, an die der Mensch in seiner Selbstherrlichkeit, in seinem Sündersein, nicht gedacht hat. Wo der Mensch nicht hört, kann nur noch die Not helfen. Die Menschen der Gemeinde von Philadelphia, die in Treue stehen, der von Smyrna, die eine Verfolgung in Armut bestanden haben und einer zweiten ins Auge schauen, sind in der Führung des Engels. Doch auch der Mensch, gefangen im eisernen Gitter technischer Macht, ist nicht für immer dem Feind ausgeliefert (er müsste sonst verzweifeln). Er darf gnadenhaft durch alle Finsternis der Zeit mit seinem Engel aufschauen zu GOTT und sehen, „was hernach geschehen soll“! Die Stimme der 4 Lebenden Wesen (LW) im Posaunenton ist, ob einzeln oder zusammen, Anruf aufzubrechen, Anruf im Kreuz, der auf unser Herz zielt. Nur wenn wir zulassen, dass auch unser Herz durchbohrt wird, werden wir einmal GOTT schauen.

Wo GOTT wie hier beschrieben wird, geschieht es in Bild und Gleichnis. Die Farben sind nur Symbol: weiß gilt hier für den VATER, rot für den SOHN, der Regenbogen ist Engelsymbol des Kreises und weist auf den HEILIGEN GEIST. ER umgibt VATER und SOHN im leuchtenden Schein der siebenfältigen Gaben und Gnaden.  Die 7 Fackeln sind die 7 Geister GOTTES, gesandt, die besonderen Aufträge GOTTES ausführen. Das gläserne Meer ist Bild der Engelheere in ihrer unumstösslichen Ordnung. Hier liegt all unsere Zuversicht im wachsenden Chaos dieser Welt: nach dem Bild dieser unzerstörbaren, geistigen Ordnung wird ER das Angesicht der Erde erneuern. Es ist  nicht eine abstrakte Ordnung, wie sie in den Ideologien, den Sekten den Menschen zwingen.  Sie will den Menschen aus der Sklaverei heraus führt, wie die Juden aus Ägypten in die „Freiheit der Kinder GOTTES“. Wir  d ü r f e n  den WILLEN GOTTES tun!

4,1 - 11: 1 „Danach sah ich: Eine Tür war geöffnet am Himmel;

und die Stimme, die vorher zu mir gesprochen hatte und die wie eine Posaune klang, sagte: Komm herauf, und ich werde dir zeigen, was dann geschehen muss.2 Sogleich wurde ich vom Geist ergriffen. Und ich sah: Ein Thron stand im Himmel; auf dem Thron saß einer, 3 der wie ein Jaspis und ein Karneol aussah. Und über dem Thron wölbte sich ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah. 4 Und rings um den Thron standen vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste in weißen Gewändern und mit goldenen Kränzen auf dem Haupt. 5 Von dem Thron gingen Blitze, Stimmen und Donner aus. Und sieben lodernde Fackeln brannten vor dem Thron; das sind die sieben Geister Gottes. 6 Und vor dem Thron war etwas wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall.

7 Das Lamm trat heran und empfing das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß.

 8 Als es das Buch empfangen hatte, fielen die vier Lebewesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder; alle trugen Harfen und goldene Schalen voll von Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. 9 Und sie sangen ein neues Lied: Würdig bist du, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du wurdest geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erworben aus allen Stämmen und Sprachen, aus allen Nationen und Völkern, 10 und du hast sie für unsern Gott zu Königen und Priestern gemacht; und sie werden auf der Erde herrschen. 11 Ich sah, und ich hörte die Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die Lebewesen und die Ältesten; die Zahl der Engel war zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend.

 12 Sie riefen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob. 13 Und alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde, unter der Erde und auf dem Meer, alles, was in der Welt ist, hörte ich sprechen: Ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit. 14 Und die vier Lebewesen sprachen: Amen. Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an.

Dinge und Bilder sind Zeichen für geistige Wirklichkeiten, das ist das erste, das uns der gute Engel lehren möchte. GOTT ist nicht Stein auch nicht Edelstein, doch in den beiden erwähnten Edelsteinen wird etwas von Seinem Wesen ausgesagt: durch den Jaspis seine Festigkeit. Die GOTTESstadt, die vom Himmel herabsteigt, erfüllt von der Herrlichkeit GOTTES: „glänzte wie ein kostbarer Edelstein, wie ein kristallklarer Jaspis“ (21,11). Ihre Mauer ist aus Jaspis gebaut, und die Stadt ist aus reinem Gold, wie aus reinem Kristall. Die Grundsteine der Stadtmauer sind mit edlen Steinen aller Art geschmückt; der erste Grundstein ist ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd“ (21,18f).

Wer einmal im Fels geklettert hat, weiß besser, warum GOTT mit „Fels“ verglichen wird. Im Jaspis kommt noch die Kostbarkeit des Edelsteins dazu. Der Karneol oder Sardis ist Bild für das Opfer GOTTES, den SOHN, den ER für uns ans Kreuz gegeben hat. Der Smaragd, Bild des HEILIGEN GEISTES mit Seinen sieben Gaben ist Zeichen für Reinheit und Ewiges Leben. Die Azteken legten ihren vornehmen Verstorbenen einen Smaragdstein in den Mund. Die drei Edelsteine sind  Bild für den DREIFALTIGEN GOTT in Seiner Statik. Wenn alles auf Erden wankt, GOTT bleibt. Das war die erste tiefe Erkenntnis der Philosophen in Aristoteles, da er GOTT den „Unbewegten Beweger“ nannten. Wenn auch alles auf Erden „fließt“, wie es die Eleaten vorher verkündeten, GOTT muss jenseits aller Bewegung sein – und doch Ursache aller Bewegung, eine tiefe Erkenntnis, die schon den Heiden im HEILIGEN GEIST geschenkt wurde. Nicht zufällig hat Thomas von Aquin sein theologisches Werk auf Aristoteles aufgebaut und so die heilige Ordnung des Abendlandes zusammen mit dem  hl. Benedikt („Vater des Abendlandes“!) begründet.

GOTT bleibt auch nach der Menschwerdung Seines SOHNES jenseitig – und doch ist er nicht allein Weil es in der G. O. um den Menschen und seine Rettung geht, werden hier zuerst die vierundzwanzig Ältesten, die Patriarchen und Apostel erwähnt. Sie sind Verheißung: auch wir werden einmal das jenseitige Ufer erreichen, wenn wir im Glauben bestehen. Sie sind durch das Feuer des Leidens gegangen, darum tragen sie weiße Kleider. Die Kronen sind Zeichen, dass sie in und mit CHRISTUS gesiegt haben. Folgt der Hinweis auf die hl. Engel um den Thron GOTTES, zuerst im Bild von „Blitzen, Stimmen, Donnern, Fackeln. Die letzten werden erklärt als die „7 Geister“ im besonderen Dienste GOTTES. Auf das „kristallene Meer“ als Bild der Engelhierarchie haben wir schon hingewiesen.

Hier dürfen wir einen Blick auf die Liturgie im Himmel im Ring der Anbetung werfen. An erster Stelle werden die 4 Lebenden Wesen (LW) genannt, die Träger der vier Evangelien, wie wir sie oft in der Apsis romanischer Kirchen um den Pantokrator, den Allherrscher sehen. Obwohl sie nicht die höchsten Engel sind, über ihnen sind noch die Seraphim, kommt ihnen im Blick auf den Menschen der erste Platz zu, weil sie das Wort GOTTES tragen, aus dem wir leben. Drei Elemente der himmlischen Liturgie sind es, die hier hervortreten: Anbetung, Lobpreis und Dank, dafür das GOTT die Schöpfung ins Leben gerufen hat und erhält.

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Öffnung der Siegel durch das LAMM (6,1-17)b

5,1 – 6: die Buchrolle

5:1 Und ich sah auf der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß, eine Buchrolle; sie war innen und außen beschrieben und mit sieben Siegeln versiegelt. 2 Und ich sah: Ein gewaltiger Engel rief mit lauter Stimme: Wer ist würdig, die Buchrolle zu öffnen und ihre Siegel zu lösen? 3 Aber niemand im Himmel, auf der Erde und unter der Erde konnte das Buch öffnen und es lesen. 4 Da weinte ich sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und es zu lesen. 5 Da sagte einer von den Ältesten zu mir: Weine nicht! Gesiegt hat der Löwe aus dem Stamm Juda, der Spross aus der Wurzel Davids; er kann das Buch und seine sieben Siegel öffnen.  6 Und ich sah: Zwischen dem Thron und den vier Lebewesen und mitten unter den Ältesten stand ein Lamm: es sah aus wie geschlachtet und hatte sieben Hörner und sieben Augen; die Augen sind die sieben Geister Gottes, die über die ganze Erde ausgesandt sind.

Um das Bild des Lammes zu verstehen, müssen wir zurückschauen bis auf Abraham. Die erste Stelle, die auf das Lamm hinweist, ist bei der Opferung Isaaks: „Nach einer Weile sagte Isaak zu seinem Vater Abraham: Vater! Er antwortete: Ja, mein Sohn! Dann sagte Isaak: Hier ist Feuer und Holz. Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer? Abraham entgegnete: Gott wird sich das Opferlamm aussuchen, mein Sohn. Und beide gingen miteinander weiter“ (22,7ff). Nur wenn Abraham seinen SOHN opfert, kann GOTT ihn als Sohn annehmen. Es muss im alten Adam Raum werden für das schöpferische Wirken GOTTES. Das ist nur möglich, wenn er sich nicht nur von seiner Heimat trennt, wie er getan, er muss sich auch von dem trennen, was ihm am liebsten ist: seinem einzigen Sohn, den er in der Gnade GOTTES noch im Alter zeugen durfte.

An diesem Opfer muss Abraham geistig sterben, doch er ist aus ihm als neuer Mensch hervorgegangen. Wenn später in den liturgischen Diensten des Alten Bundes auch für kleine Versehen die Todesstrafe steht[7], dann ist dies eine schneidende Erinnerung an dieses Gesetz. Es ist ein Seinsgesetz ist. Die Israeliten am Berg Horeb wissen darum, auch ohne dass es ihnen gesagt wird. Wenn GOTT einen Mensch um seiner besonderen Sendung willen in seine Nähe ruft, dann ist er in menschlicher Hinsicht für die Gemeinschaft gestorben. GOTT hat ihn ausgesondert, seine Hand auf ihn gelegt: er ist als Geopferter sein Eigentum. In diesem Geopfertsein gründet alles Priestertum.

Der Mensch von heute, der nur auf sein Wohlergehen schaut, hat den Sinn für Opfer verloren. Darum wird auch das Priestertum eine administrative Einrichtung wie die Beamten im Staat. Der Mensch kann dem Lebendigen GOTT nicht mehr begegnen. Er sichert sich ab (gegen GOTT) durch Vorschriften oder schließt sich gegen GOTT mit Gleichgesinnten zusammen. Wo Seinsgesetze verloren oder vergessen werden, wird die Ordnung des Menschen beliebig, Buchstaben auf der einen Seite, Zügellosigkeit auf der anderen. Doch das eherne Gesetzt bleibt: nur im Opfer kann der Mensch GOTT begegnen. Diesem Gesetz beugt sich selbst GOTT in der Begegnung mit dem Menschen (da ER SICH in ihm sucht!). Es ist auch in GOTT ein Seinsgesetz: GOTT ist „OPFER“ – diese Wahrheit ist im Zeichen des KREUZES im geschöpflichen Bereich verewigt.

Wo der Mensch die Gesetze der Liturgie, die Spiegel der heiligen Ordnung GOTTES sein sollte, nach seinem Belieben ändert, hat er sich an GOTT selbst vergriffen und muss mit seinem Leben dafür bezahlen. Paulus, einst gesetzeskundiger Saulus, schärft uns Christen ein: „Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt ohne zu unterscheiden. „Deswegen sind unter euch viele schwach und krank, und nicht wenige sind schon entschlafen. Gingen wir mit uns selbst ins Gericht, dann würden wir nicht gerichtet“ (1Kor 11,27 – 31).

Weil die Begegnung mit dem Lebendigen GOTT den Mensch tötet, braucht es der Vermittlung. Selbst die heiligen Engel würden an GOTT verbrennen, wenn ER sich ihnen zeigte wie ER ist. Vermittlung ist ein Gesetz der Liebe, für den gefallenen Menschen, der immer sofort zugreifen und in Besetz nehmen will. Für den „natürlichen Menschen“ ist es schwer, ja unmöglich zu verstehen. Er muss es auf bittere Weise lernen, wie das Kind, das nach dem Feuer greifen will.

Schon die Heiden wussten um die Notwendigkeit der Vermittlung, aus dem schon erwähnten Grund: GOTT ist der unbewegte Beweger. Darum haben sie einen Zwischengott erfunden, von GOTT geschaffen, gelöst vom Gesetz der Unbeweglichkeit. In Entfaltung dieses Gesetzes wurde die Notwendigkeit von weiteren Vermittlern erkannt: die heiligen Engel. Sicher war dies nicht nur menschliche Mutmaßung sondern Wirken des HEILIGEN GEISTES.

Hier kommt noch eine andere Vermittlung dazu: die Buchrolle, Bild für GOTTES Gedanken, Seine Vorsehung über der Schöpfung. Dass sie außen und innen beschrieben ist, erinnert nur, dass allen Dingen der Schöpfung ein Außen und ein Innen zukommt (auch wenn der moderne Mensch nur noch um ein Außen weiß). Auch dies ist ein Seinsgesetz. Die Kirche hat es bis in ihre Gesetzgebung aufgenommen, auch um das Innenleben des Menschen und seine Freiheit als Kind GOTTES zu schützen. Alle äußere Geschichte der Schöpfung, die auf der Buchrolle festgehalten ist, hat ein Innen in GOTT, in Seinen Gedanken über die Schöpfung, noch bevor sie ward. Wenn die Siegel gelöst werden, lässt GOTT etwas von diesem Geheimnis Seiner Pläne erkennen.

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5, 7 – 13: Das Lamm empfängt die Buchrolle

7 Das Lamm trat heran und empfing das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß. 8 Als es das Buch empfangen hatte, fielen die vier Lebewesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder; alle trugen Harfen und goldene Schalen voll von Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. 9 Und sie sangen ein neues Lied: Würdig bist du, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du wurdest geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erworben aus allen Stämmen und Sprachen, aus allen Nationen und Völkern, 10 und du hast sie für unsern Gott zu Königen und Priestern gemacht; und sie werden auf der Erde herrschen. 11 Ich sah, und ich hörte die Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die Lebewesen und die Ältesten; die Zahl der Engel war zehntausend mal zehntausend und tausendmal tausend. 12 Sie riefen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob.  13 Und alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde, unter der Erde und auf dem Meer, alles, was in der Welt ist, hörte ich sprechen: Ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit. 14 Und die vier Lebewesen sprachen: Amen. Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an.

Was hier geschieht, ist in seiner Gewalt menschlich nicht zu begreifen. Selbst die 24 Ältesten um den Thron GOTTES können davor nur zu Boden fallen und GOTT anbeten. Doch dann bricht der Lobpreis durch: „und sie sangen ein Neues Lied“(9), denn „EIN NEUES“ ist geschehen: GOTT ist in Seinem Geheimnis noch Größer geworden, da er sie erkennen lässt, dass die Stunde gekommen ist, die letzten Schleusen des Heiles aus dem Erlöserleiden des SOHNES zu öffnen.

Großes ist geschehen in den 2000 Jahren Kirche. Die wahre Geschichte der Kirche ist in der kunterbunten Geschichte der Menschheit die ihrer Heiligen. Wie ein silberner Strom durchzieht sie die Jahrtausende. Weil GOTTES Heilswille auf alle Menschen geht, müssen am Ende die letzten Tropfen Blutes aus JESU Leiden und Sterben fruchtbar werden, und dies gerade in der Zeit, wo die Kirche wegen der Lauheit der Gläubigen, voran der Priester, immer mehr an Boden verliert, wo in den Augen der Welt ihre Sache verloren scheint. Die heiligen Engel, erste Zeugen der Auferstehung, werden die Wende bringen in der Kraft des Unbefleckten Herzens MARIENS, ihres Mitleidens am Kreuz, ihrer Fürbittkraft unter dem Kreuz. Paradoxerweise wird der große Glaubensabfall, der endlich zur blutigen Verfolgung der „Kleinen Herde“ führen muss, die Wende bringen, die GOTT in Seinem SOHN von Ewigkeit her voraus sieht. Es sind die Wenigen, die kleine Herde, die Gemeinden von Smyrna und Philadelphia, mit denen GOTT im Verborgenen das Neue bereitet, da der Böse sich seines Sieges sicher wähnt. Die gestaute Macht der Gnaden aus dem Erlöserleiden CHRISTI bringt das endzeitliche Heil, das schon die 4 großen Propheten, besonders aber Isaias, der Prophet der HEILIGKEIT GOTTES geschaut haben.

Nach dem Gesetz der Menschwerdung CHRISTI muss diese entscheidende Wende, da das Lamm die Siegel öffnet, auch auf Erden greifbar sein. Was im Himmel aufbricht in Armut und Verborgenheit, wird wirksam auf Erden. Die Entsprechung könnte dort sein, wo der Engel Portugals mit den Kindern den HERRN in den Gestalten von BROT und WEIN, auf die Erde geworfen, anbetet: „O Mein GOTT, ich glaube an DICH, ich bete DICH an, ich hoffe auf DICH, ich liebe DICH, für alle die nicht an DICH Glauben, die DICH nicht anbeten, die nicht auf DICH hoffen, die DICH nicht lieben“ und dann: „O Mein GOTT DU DREIFALTIGER, in tiefer Demut bete ich DICH an und opfere DIR auf Leib, BLUT, SEELE und GOTTHEIT Deines vielgeliebten SOHNES, unseres HERRN JESUS CHRISTUS, anwesend in allen Tabernakeln der Welt, zur Sühne für alle Bosheit, Gleichgültigkeit und Gemeinheit, die er daselbst erleidet.“

Dieses Gebet hat seither Legionen Sühneseelen geweckt und gestärkt, in denen der HERR Sein Sühneleiden fruchtbar macht – und dies wieder in einer Zeit, in der die Kirche selbst das Wort „Sühne“ vergessen zu haben scheint. Nicht so der hl. Vater Johannes Paul II in der Seligsprechung der Hirtenkinder in Fatima im Jahre 2000, wo er vor aller Welt das heroische Opfer der Kinder hervorgehoben und das „Zeitalter des Kindes“ verkündet hat. Nur als Kinder bringen wir den Himmel auf Erden! Die Quellen, die an den meisten Gnadenorten der MUTTER aufgebrochen sind, die Wunder der Heilung und Bekehrung sind ein erstes Angeld, dass bald das Angesicht der Erde erneuert werde.

Tiefer kann GOTT nicht herabsteigen zum Menschen als dort, wo er in der Ohnmacht der Hlst. Eucharistie vom Menschen getreten und geschändet wird. Wo aber der tiefste Punkt erreicht ist, da folgt gnadenhaft die Umkehr. Die Hirtenkinder zusammen mit dem Engel von Portugal stehen an dieser Heilswende und sind gerufen, dem HERRN bei der „Auferstehung in Herrlichkeit“ demütigen Dienst zu leisten[8]. Die hl. Engel sind schon am Grab auf Golgotha nicht nur die Zeugen, sie sind zu den Jüngern hin die Vermittler dieses unfassbaren Geheimnisses der Auferstehung. Die Menschwerdung des HERRN muss schon um der Endlichkeit des Menschen willen ein äußerstes Maß haben, das nicht überschritten werden kann. Die Marienerscheinungen unserer Zeit, Fatima an der Spitze, sind nicht nur Zeichen letzter herabsteigender Barmherzigkeit GOTTES mit uns armen, verirrten Sündern, sie sind schon jetzt verborgen Zeichen hereinbrechender Herrlichkeit. Die Hilfe der hl. Engel, wie sie in der Geheimen Offenbarung angesagt ist, ist „Geheimnis der Glaubens“ und daher vor den Augen der Welt versiegelt. Dieses „Geheimnis“ hat durch das Konzil in der Mitte der hl. Messe seinen unverrückbaren Platz gefunden, wenn der Priester nach der hl. Wandlung betet: „Geheimnis des Glauben“ und die Gemeinde antwortet: „Deinen Tod o HERR verkünden wir und Deine Auferstehung preisen wir“. Um dieses Mittegeheimnis kreisen die Himmel! Torheit für den Menschen, der im Staub der Erde erstickt. Es wird wirksam werden in denen, die es „mit gutem Herzen aufnehmen“ und Frucht bringen in Freude. Wer hat es vermittelt, wenn nicht die hl. Engel! Nirgends im Neuen Testament außer in der G. O. ist ihre Wirksamkeit im HEILIGEN GEIST so offenbar!

Sollte der HERR nicht Seine himmlischen Heerscharen schicken in diesen Kampf, wie er einen von ihnen zur Wegbereitung  in Fatima und ähnlich in Garabandal St. Michael geschickt hat? Wer sonst außer die MUTTER und die hl. Engel werden die Kleinen sammeln und stärken auf dem Kreuzweg, auf den die Kirche heute gerufen ist, auf dem heute allen voran der hl. Vater der Kirche vorausgeht! Großes beginnt im Kleinen und Verborgen wie einst in Nazareth und Betlehem: Verkündigung und Geburt, Wachsen in der Stille, Bereitung in Wüste und Einsamkeit: die Kirche auf ihren letzten Kreuzweg gerufen, geht einem LICHT entgegen, das siegen wird.

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Die einzelnen Siegel (6,1-17)

In diesem sieghaften Licht müssen wir die einzelnen Siegel sehen. Sie sind Gnaden eines „neuen Werde!“, Gnaden der Wandlung und Bekehrung für die, die sie aufnehmen in Demut und reinem Herzen, Schwert des „Weiche!“ für die, die sie zurückweisen und verachten.

Die vier apk. Reiter  über den ersten vier Siegeln (8,1-8):

6:1 Dann sah ich: Das Lamm öffnete das erste der sieben Siegel; und ich hörte das erste der vier Lebewesen wie mit Donnerstimme rufen: Komm!  2 Da sah ich ein weißes Pferd; und der, der auf ihm saß, hatte einen Bogen. Ein Kranz wurde ihm gegeben, und als Sieger zog er aus, um zu siegen.

 3 Als das Lamm das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite Lebewesen rufen: Komm! 4 Da erschien ein anderes Pferd; das war feuerrot. Und der, der auf ihm saß, wurde ermächtigt, der Erde den Frieden zu nehmen, damit die Menschen sich gegenseitig abschlachteten. Und es wurde ihm ein großes Schwert gegeben.

 5 Als das Lamm das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte Lebewesen rufen: Komm! Da sah ich ein schwarzes Pferd; und der, der auf ihm saß, hielt in der Hand eine Waage. 6 Inmitten der vier Lebewesen hörte ich etwas wie eine Stimme sagen: Ein Maß Weizen für einen Denar und drei Maß Gerste für einen Denar. Aber dem Öl und dem Wein füge keinen Schaden zu!

 7 Als das Lamm das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten Lebewesens rufen: Komm!

 8 Da sah ich ein fahles Pferd; und der, der auf ihm saß, heißt « der Tod »; und die Unterwelt zog hinter ihm her. Und ihnen wurde die Macht gegeben über ein Viertel der Erde, Macht, zu töten durch Schwert, Hunger und Tod und durch die Tiere der Erde.

Das Reiten bedeutet ein eilendes, machtvolles Kommen. Die Reiter vollziehen die die Drohungen in den Briefen.

Der erste Reiter kommt aus dem Osten; er trifft mit seinem Pfeil ins Herz eines Volkes und unterwirft es. Der darauf sitzt, ist überzeugt, dass er siegen wird nach dem: „du wirst sein wie GOTT!“. Er weiß es besser, sein ist das Licht! Der technische und wirtschaftliche Fortschritt der Menschheit hat sie blind gemacht. Sie glaubt, geradlinig nach den Sternen greifen zu können, dabei ist sie „arm und nackt...Du behauptest: Ich bin reich und wohlhabend, und nichts fehlt mir. Du weißt aber nicht, dass gerade du elend und erbärmlich bist, arm, blind und nackt“ (3,17).

Der zweite, rote Reiter kommt aus dem Norden und reitet den Krieg hinein in die Völker. Im „Ich diene nicht“ nimmt er den Frieden von der Erde.

Der dritte trägt das „zu leicht befunden im Gericht“, der Hungertod hält mit ihm gleichen Schritt. Die Gerste als Nahrung für Mensch und Tier ist nur noch ein Drittel des Notwendigen. Der Wein weist als Symbol voraus auf die „beiden Zeugen“ (Offb.11), denen die Welt nicht schaden kann; das Öl ist Bild für die Kirche und alle Heilnahrung und – kraft bis zum Ende. (1260 Tage), die den Getreuen auch in den schwersten Zeiten nicht gebricht.

Der vierte Reiter bringt im Bild des Todes die Ernte der drei ersten ein, zusätzlich den Verwesungstod durch die Pest im wirklichen und geistigen Sinne. Der mit dem Reiter einher zieht, ist der Dämon der Unterwelt, der alle Sündenlaster der Verstorbenen einerntet. Weil der Mensch die Mahnungen GOTTES nicht beherzigt hat, bereitet er sich selbst den Tod. Erst auf dieses Elend erfolgt der Weckruf der Engel zum Gericht und die gerechte Strafe.

Die Personifikationen der Sündenfolgen der Menschen in den 4 Reitern zeigen an, dass der Mensch im Kern gut erschaffen ist, doch wo er die ihm geschenkte Freiheit nicht im Sinne GOTTES nutzt, zerstört er sich selbst. Das Pferd steht für die Strahlung, jeweils anders. In seiner Kraft und Schnelligkeit zeigt es die Wirkkraft und schnelle Ausbreitung der zersetzenden Strahlen, wie wir es erschreckend erfahren in unseren Tage. Die Eigenschaften der Reiter unterstreichen ihre Sendung, ihr Kraftfeld. Es sind je nach Zeit und Umständen immer andere Engel, die hinter diesen Reitern stehen – immer ist ihre Kraft brennender Anruf zur Umkehr und Gericht für die, die nicht hören wollen.

Zu den Siegeln (eine ergänzende Sicht)

Die Siegel sind Bild für Geheimnisse, die GOTT nicht preisgibt. Sie bergen, was IHM lieb ist. So müssen wir sie verstehen:  wie siebenfach gelagert um die Braut und um das Hochzeitsgemach, wie die Königin von Saba um die Burg Sion. Mit sieben Siegeln ist ihr Haupt geschmückt als ein Zeichen des Bewahrtseins in Liebe und Treue, in Maß und Schönheit, in Ordnung und Barmherzigkeit und in allem Wachstum. Das Lösen der Siegel bedeutet die Scheidung. Die Braut bleibt in Frieden bewahrt für den HERRN, aber aus jeder ihrer sieben Gemächer, ihrer sieben Türme, kommt der Weckruf GOTTES, der hinauszieht über die Schöpfung, um die Menschen aufzuwecken vom Schlaf der Sünde.

In dieser Sicht ergibt sich eine ergänzende Deutung zu der vorher gegebenen.

Der erste Reiter reitet in eilender Geschwindigkeit über die ganze Schöpfung hinweg. Er ist nur Werkzeug in der Hand GOTTES. Nicht er wird Sieger sein, sondern GOTT allein ist der Sieger, denn er ist nicht gewillt, die Schändung des Lichtes, (in der bewussten Leugnung GOTTES = „GOTT ist tot!“) einem geknickten Pfeil gleich hinzunehmen.

Wenn der zweite Weckruf ertönt, wird der Engel den „Turm Davids“ verschließen. Da die Ordnung des Glaubens der Christenheit gebrochen ist, steht die Kirche immer mehr schutzlos da in der Welt. Der Feind glaubt triumphiert zu haben, da er ihr alle äußeren Schätze und Ordnungen geraubt hat. Doch das Schwert „Wehe!“ wird alle Ohnmacht des Kreuzes, allen geschändeten Frieden bitter rächen auf Erden in der eilenden Geschwindigkeit glühender Macht.

Wenn der dritte Weckruf ertönt, wird der Engel der Braut das Maß für das himmlische (Weizen) und das irdische Brot (Gerste) in der Ordnung GOTTES vormessen, im Frieden und in der Kraft GOTTES ohne Maß. Aber in der Schöpfung wird jedem vergolten nach dem Maß seiner Sünden.

Wenn der vierte Weckruf ertönt, wird das Haus GOTTES versiegelt, das Totenreich strömt ein mit aller Verwesung in die Schöpfung.

Wenn der fünfte Weckruf[9] ertönt, wird das Licht erlöschen, aber die glühenden, leuchtenden Schlachtopfer der Liebe werden das Zeugnis GOTTES mit lauter Stimme über die ganze Erde rufen.

Wenn der sechste Weckruf ertönt, wird der Engel die Trümmer der Erde wie eine Mauer um die Braut bauen und ihr den Weg des dunklen Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zu GOTT frei machen.

Wenn der siebte  Weckruf ertönt, liegt Wüste über der Erde, das letzte Siegel ist gelöst, die Macht GOTTES ist frei geworden.

5,9-11: Die Ungeduld der Seelen unter dem Altar (5. Siegel)

 9 Als das Lamm das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen aller, die hingeschlachtet worden waren wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugnisses, das sie abgelegt hatten. 10 Sie riefen mit lauter Stimme: Wie lange zögerst du noch, Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, Gericht zu halten und unser Blut an den Bewohnern der Erde zu rächen?  11 Da wurde jedem von ihnen ein weißes Gewand gegeben; und ihnen wurde gesagt, sie sollten noch kurze Zeit warten, bis die volle Zahl erreicht sei durch den Tod ihrer Mitknechte und Brüder, die noch sterben müssten wie sie.

In Heiligkeit hat Jahweh sich ein Volk bereitet, es hat sich IHM verweigert, als ER den SOHN sandte, so ist das Evangelium zu den Heiden gegangen. Es hat das christliche Abendland geschaffen. Doch wie im Alten Bund hat die Sünde der Menschen dem Feind die Tür geöffnet. Die tödliche Verwundung, die der Böse durch den Sieg JESU am Kreuz erlitten hatte, ist geheilt – was GOTT für uns getan hat, ist vergessen – der Feind hat freie Bahn und nützt sie, um sein Fürstentum auf Erden zu festigen: “Einer seiner Köpfe sah aus wie tödlich verwundet; aber die tödliche Wunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah dem Tier staunend nach. Die Menschen warfen sich vor dem Drachen nieder, weil er seine Macht dem Tier gegeben hatte; und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann den Kampf mit ihm aufnehmen?! (Offb 13,13f). Es erfüllt sich das bittere Wort der HERRN: „Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden? (Lk 18,8)

Was verloren ist, kann der Mensch von sich aus nicht mehr zurück bringen; da der Feind geistig wie materiell wieder über die Erde als seinen Machtbereich verfügt – Satan (= das Tier aus dem Land, vgl. Offb 13) ist der „Fürst auf Erden“. Nur die Größere Gnade und das Größere Erbarmen GOTTES können den Menschen noch aus der babylonischen Gefangenschaft, in die er geraten ist, retten. Die G. O. zeigt uns auf, wie dies geschieht: durch die Sendung der hl. Engel, nur sie können in der Kraft CHRISTI den verlorenen Boden wieder zurückgewinnen und bereiten für das Neue, das GOTT den „Menschen Seines Wohlgefallens“ (vgl.: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade“, Lk 2,14) tun wird.

Wo der Feind seine letzte Macht aufbietet, denn er weiß, die Zeit ist kurz, da ruft auch GOTT auf zum letzten entscheidenden Kampf, zum „totalen Krieg“ Der Böse hat es uns mit Hitler schon früher wissen lassen, worum es heute geht! Doch wir haben nicht verstanden! Die ganze Schöpfung ist einbezogen in diesen Kampf: voran die Engel, der Mensch, aber auch die materielle Schöpfung, sie kommt dem Menschen in schwerer Bedrängnis zu Hilfe: „Die Schlange spie einen Strom von Wasser aus ihrem Rachen hinter der Frau her, damit sie von den Fluten fortgerissen werde Aber die Erde kam der Frau zu Hilfe; sie öffnete sich und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Rachen gespieen hatte. Da geriet der Drache in Zorn über die Frau, und er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für Jesus festhalten“ (s. 12, 15ff). Auch die Heiligen im Himmel können hier nicht abseits stehen. Wenn sie auch noch nicht eingreifen dürfen (erst in: Offb. 2o,1-4), so stehen sie uns doch bei mit ihrem Gebet.

6,12 – 17: Die Gewalt des sechsten Siegels: Tag des Großen Zornes

 12 Und ich sah: Das Lamm öffnete das sechste Siegel[10] Da entstand ein gewaltiges Beben. Die Sonne wurde schwarz wie ein Trauergewand, und der Mond wurde wie Blut. 13 Die Sterne des Himmels fielen herab auf die Erde, wie wenn ein Feigenbaum seine Früchte abwirft, wenn ein heftiger Sturm ihn schüttelt.14 Der Himmel verschwand wie eine Buchrolle, die man zusammenrollt, und alle Berge und Inseln wurden von ihrer Stelle weggerückt. 15 Und die Könige der Erde, die Großen und die Heerführer, die Reichen und die Mächtigen, alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den Höhlen und Felsen der Berge. 16 Sie sagten zu den Bergen und Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Blick dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes; 17 denn der große Tag ihres Zorns ist gekommen. Wer kann da bestehen?

Halten wir einen Augenblick inne, um vorauszuschauen

Übersicht 6. Siegel

6,12- 17 gibt einen Überblick über das Gericht GOTTES. Es nimmt voraus:

·         Den Wurf des Rauchfasses und die ersten vier Posaunen  8, 5-12;

·         Die fünfte und sechste Posaune: 9,2-21;

·         Den Sturz des Drachen 12,7-10;

·         Die Ernteengel: 14,14-20;

·         Es lässt vorausschauen auf die Kapitel16-19: Vollzug des Gerichtes durch die Zornschalenengel und Gericht über Babylon.

 

Übersicht: 7. und 8. Kapitel

Die im 5. Siegel von den Getreuen vorgebrachte Bitte wird erfüllt.

Die Engel an den Vier Ecken, in der G.O. die „an den vier Ecken der Erde stehen“ und „die Vier Winde festhalten“ sind die Versiegelten. Herrschaften. Sie haben je verschiedene Aufgaben: gemeinsam ist ihnen, dass sie die Vier Elemente entsiegeln. Es sind im einzelnen: die „Vier Winde“ – geistiges Leben, „Vier Wasser“ – die Gnade, „Vier Geister“ - Engelhilfe, „Vier Flammen“. Sie tragen den Anruf GOTTES über die ganze Schöpfung. 

Bei der Anbetung der Menschen und Engel vor GOTTES Thron macht ein Apostel aufmerksam auf jene Verklärten, die nicht Martyrer sind, sondern auf Grund der Seligpreisungen in den Himmel aufgenommen wurden, die um des Gerichtes der Welt sühnend, dürstend, weinend mit gelitten haben (7, 9-13 ).

Das 7. Siegel (K. 8) bedeutet das Einmünden aller Geprüften in den Willen GOTTES zum Endgericht. Das Endgericht ist so ungeheuerlich, dass jedes Geschöpf davor zittert. Die dreieinhalb Zeiten sind die Hälfte einer großen abgeschlossenen Phase (vgl. 12,14). Das Gericht steht mit der FRAU in seiner Mitte. Dass hier von „Zeiten“ gesprochen wird, weist hin auf den andern Zeitbegriff im Himmel. „Dreieinhalb Zeiten“ soll uns daran erinnern, dass wir ein Geschehen hineingenommen sind, das unser geschöpfliches Begreifen übersteigt; Engel und Mensch knien vor einem Geheimnis.  Keiner weiß wie diese Endzeit ausfallen wird.

7,1 – 3: Die Vier Engel an den vier Ecken der Erde

7:1 Danach sah ich: Vier Engel standen an den vier Ecken der Erde. Sie hielten die vier Winde der Erde fest, damit der Wind weder über das Land noch über das Meer wehte, noch gegen irgendeinen Baum. 2 Dann sah ich vom Osten her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Macht gegeben war, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, mit lauter Stimme zu: 3 Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben

Entsiegelung und Versiegelung sind zwei Seiten des Eingreifens GOTTES. Damit im Aufbruch der Macht des Bösen nicht alles zerstört werde, muss GOTT für Seine Getreuen Vorsorge tragen; sie werden durch die hl. Engel versiegelt = geschützt, dass sich an diesem Siegel die Macht des Bösen breche. Auch wenn der Böse ihnen von außen schaden kann, ja das Leben nehmen, er hat keinen Zugriff auf ihre Seele, wie bei denen, sich ihm durch die Sünde ergeben haben.

Die antike Sicht der Welt als einer großen Wohnstätte, eines Hauses behält auch in unserer Zeit ihre Gültigkeit – die unendlichen Räume des Kosmos kann der Mensch nicht fassen. Wenn sein Stolz bricht, fällt er in eine Verlorenheit, die ihn umbringt. Die Erde ist Mittelpunkt als Lebensraum des Menschen, schon weil GOTT selbst dorthin Seinen SOHN geschickt hat. Sie ist die Residenz des Einen wahren KÖNIGS, des Königs über alle Könige der Erde (vgl. Offb 19,18). Schon im Paradies hat ER den Wohnplatz des Menschen abgesteckt. Damit sind auch die „Säulen“ in den Ecken, mit denen sich ein Haus aufbaut gegeben. Über die hl. Engel ist dieser begrenzte Lebensraum des Menschen hinein geborgen in den unendlichen Raum des Kosmos. Die „Winde“ sind schon bei der hl. Hildegard gewaltige, geheimnisvolle Mächte, die über aller Bewegung der Schöpfung stehen. Hinter íhnen stehen hl. Engel, denn GOTT ist GEIST und auch das Materielle der Schöpfung kann nur in der Kraft des GEISTES in rechter Weise geordnet und geleitet werden.

In der G.O. sind die materiellen Dinge immer durchsichtig auf den Geist, wie hier „das Land, das Meer und die Bäume“. Sie stehen für mehr als die materielle Wirklichkeit, die sie aussagen. Weil in diesem totalen Krieg alle Kräfte aufgerufen sind, werden auch die Elemente der Erde hinein gezogen in diesen letzten Kampf. Furchtbar sind die Prophezeiungen, die darauf hinweisen, dass sie aus ihren Bahnen ausbrechen und mithelfen an der Zerstörung der Schöpfung. Die Unordnung, die wir in Wetter und Gezeiten wahrnehmen, sind erste Wehen.

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7,4 – 12: Versiegelung der Getreuen

4 Und ich erfuhr die Zahl derer, die mit dem Siegel gekennzeichnet waren. Es waren hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen der Söhne Israels, die das Siegel trugen: 5 Aus dem Stamm Juda trugen zwölftausend das Siegel, aus dem Stamm Ruben zwölftausend, aus dem Stamm Gad zwölftausend, 6 aus dem Stamm Ascher zwölftausend, aus dem Stamm Naftali zwölftausend, aus dem Stamm Manasse zwölftausend,7 aus dem Stamm Simeon zwölftausend, aus dem Stamm Levi zwölftausend, aus dem Stamm Issachar zwölftausend, 8 aus dem Stamm Sebulon zwölftausend, aus dem Stamm Josef zwölftausend, aus dem Stamm Benjamin trugen zwölftausend das Siegel.

9 Danach sah ich: eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen. 10 Sie riefen mit lauter Stimme: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm. 11 Und alle Engel standen rings um den Thron, um die Ältesten und die vier Lebewesen. Sie warfen sich vor dem Thron nieder, beteten Gott an 12 und sprachen: Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen.

In der Reinigung wird offenbar werden: es gibt kein Heil außer in JESUS CHRISTUS. Wo die Kirche den universalen Heilswillen GOTTES durch die Sünde der Menschen verdunkeln ließ (und doch hat sie ihn im Vat.II wieder vor aller Welt bekannt!), wird die Reinigung Abhilfe schaffen. Auch wenn sie in der Verfolgung eine „kleine Herde“ wird wie im Anfang, sie wird leuchten wie die „Stadt auf dem Berge“ und alle Menschen, die noch das Licht suchen, werden den Weg zu ihr finden im aufbrechenden Chaos. Sie dürfen schon jetzt in aller äußeren Bedrängnis erfahren, dass GOTT in ihrer Mitte ist, wie es der ganzen Erde nach der Reinigung verheißen ist. Der Vers 17 weist schon auf die GOTTESstadt, die vom Himmel herabsteigt voraus: „Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. 5 Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu“ (21,3f)

 6,13 – 17: Die „Seligpreisungen“ der G.O

13 Da fragte mich einer der Ältesten: Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen? Ich erwiderte ihm: Mein Herr, das musst du wissen. 14 Und er sagte zu mir: Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. 15 Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über ihnen aufschlagen. 16 Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr leiden, und weder Sonnenglut noch irgendeine sengende Hitze wird auf ihnen lasten.  17 Denn das Lamm in der Mitte vor dem Thron wird sie weiden und zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens strömt, und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen.

Bei der Anbetung der Menschen und Engel vor GOTTES Thron macht ein Apostel aufmerksam auf jene Verklärten, die nicht Martyrer sind, sondern auf Grund der Seligpreisungen in den Himmel aufgenommen wurden. Es sind die um des Gerichtes der Welt sühnend, dürstend, weinend mit gelitten haben (7, 9-13). An ihnen erfüllen sich die Seligpreisungen als der „Magna Charta“ der Kirche. Sie sind das engelhafte Gesetz, das die Heiligen schon hier auf Erden als Herausforderung der Liebe GOTTES zu leben versuchen. Es gilt diese Herausforderung der ganzen Kirche und jedem einzelnen Glied, sonst kann sie in dem gewaltigen Geisterkampf nicht bestehen. 

Im 7. Bild - Siegel (K. 8) ist der Anfang des Endgerichtes. Es ist so ungeheuerlich, dass jedes Geschöpf davor zittert. Die “dreieinhalb Zeiten“ sind die Hälfte einer großen abgeschlossenen Phase. Dass hier von „Stunden“ gesprochen wird. weist hin auf den andern Zeitbegriff im Himmel. „Dreieinhalb Stunden“ bedeutet, dass Engel und Mensch vor einem Geheimnis knien. Keiner weiß wie diese Endzeit ausfallen wird.

Die zehn Verheißungen an die geprüfte Menschheit im 5. Siegel, siehe bes. 7,14-8,1.

Sie werden ein weißes Hochzeitskleid haben, da sie sich im Blute des Lammes reinigten

Sie werden das Himmelreich besitzen (vor GOTTES Thron sein), da sie sich arm gemacht haben;

sie werden das Land besitzen und das Lamm wird sie weiden, da sie sanftmütig waren von Herzen;

sie werden nicht mehr dürsten, da sie mit dem HERRN gedürstet haben nach der Erlösung der Seelen und gesühnt haben in der Gerechtigkeit GOTTES;

sie werden gesättigt von der Liebe GOTTES und nicht mehr hungern, da sie gehungert haben nach ihr und seiner Gerechtigkeit

sie werden unter keiner Glut des Hasses mehr leiden, da sie um der Liebe willen Barmherzigkeit getan haben;

GOTT wird ihnen die Tränen abwischen, da sie mitleidig waren mit den Armen und traurig mit den Kreuzträgern;

sie werden GOTT dienen in Jubel, IHN schauend;

GOTT wird sie an die Quellen des Lebens führen, da sie friedfertig und freudig Geber vor GOTT waren,

ihnen wird großer Lohen sein im Himmel, da sie verfolgt wurden und CHRISTI willen in Sonnenbrand und Eiseskälte, heimatlos und gemordet um seinetwillen. Freut euch und frohlocket mit weißen Gewändern und Palmen !


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III.       Teil:  Höhepunkt des Gerichtes: Die Posaunen

Höhepunkt des Gerichtes sind 12 Bilder (8,3-15,1).

Das Gericht geht wieder vom Thron GOTTES aus:

die ersten 6 Posaunen sind die ersten 6 Bilder. es folgen:

7. Der Engel mit dem Buch der Rechenschaft (St. Gabriel),

8. Die zwei Zeugen,

9. Die 7. Posaune,

10. MARIA,

11. Das Tier,

12. Das Lamm und die Gerichts und Ernteengel.  

Den Höhepunkt bilden die 7 Posaunen. Sie schließen  in gewaltiger Sicht das Zeugnis GOTTES und für GOTT und den Kampf mit den Mächten der Finsternis ein und öffnen den Weg für die Gerichts- und Ernteengel. Sie gehen aus vom Thron GOTTES und erfassen die ganze Erde in aufwühlenden Bildern und kehren zum Thron zurück, gehen von neuem aus und kehren zum 3. Mal dorthin zurück, um endgültig in den Zornschalenengeln den Vollzug der Strafe den hl. Engeln zu übergeben. „Die Völker gerieten in Zorn. Da kam dein Zorn und die Zeit, die Toten zu richten: die Zeit, deine Knechte zu belohnen, die Propheten und die Heiligen und alle, die deinen Namen fürchten, die Kleinen und die Großen, die Zeit, alle zu verderben, die die Erde verderben“ (11,15).

Die Sieben Posaunen rufen zum Gericht und zur Strafe Lebende und Tote.

Die 4 ersten Siegel sind nach dem Warnruf zur Umkehr in den Gemeindebriefen Hinweis, dass die Strafe auf dem Fuße folgt. Das Böse, das nicht überwunden wird, trägt seine Strafe in sich. Mit den Posaunen beginnt das eigentliche Gericht, das den Engeln übergeben wird; auch die gefallenen Engel sind hier nur Werkzeuge des Zornes GOTTES. Wo die Posaunen geblasen werden, gibt es kaum eine Umkehr mehr. Wir werden erinnert an Isebel und das Wort des HERRN über sie:

„Ich habe ihr Zeit gelassen umzukehren; sie aber will nicht umkehren und von ihrer Unzucht ablassen. Darum werfe ich sie auf das Krankenbett, und alle, die mit ihr Ehebruch treiben, bringe ich in große Bedrängnis, wenn sie sich nicht abkehren vom Treiben dieses Weibes. Ihre Kinder werde ich töten, der Tod wird sie treffen, und alle Gemeinden werden erkennen, dass ich es bin, der Herz und Nieren prüft, und ich werde jedem von euch vergelten, wie es seine Taten verdienen“ (Offb 2,21f)

Übersicht:

1.Alles verdorrt, verbrennt zu Asche, 8,7

2. Die Hoffnung erlischt, glühender Berg: Zersetzung des Lebens, 8,8

3. Durch den Eintritt der Engel: Klärung der Begriffe, Endentschei-dung, 8,10

4. Keine Orientierung mehr an GOTT und den Gesetzen, 8,12

5. Einlassen der Hölle über die Erde, letztes Aufbäumen aller Sünden:  9,1-12;

 

 

6. Eintritt der Rächerscharen über die noch lebenden Menschen, 9,13-11,14;

7. Ausruf der sieghaften Macht GOTTES 11,15-19

Vorbereitung der Posaunen durch das Rauchfass

8:1 Als das Lamm das siebte Siegel öffnete, trat im Himmel Stille ein, etwa eine halbe Stunde lang. 2 Und ich sah: Sieben Engel standen vor Gott; ihnen wurden sieben Posaunen gegeben. 3 Und ein anderer Engel kam und trat mit einer goldenen Räucherpfanne an den Altar; ihm wurde viel Weihrauch gegeben, den er auf dem goldenen Altar vor dem Thron verbrennen sollte, um so die Gebete aller Heiligen vor Gott zu bringen. 4 Aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch mit den Gebeten der Heiligen zu Gott empor. 5 Dann nahm der Engel die Räucherpfanne, füllte sie mit glühenden Kohlen, die er vom Altar nahm, und warf sie auf die Erde; da begann es zu donnern und zu dröhnen, zu blitzen und zu beben. 6 Dann machten sich die sieben Engel bereit, die sieben Posaunen zu blasen.

Wenn der Feind heute die Menschen mit Lärm jeder Art wie zudeckt, so will er nicht nur unser äußeres und inneres Ohr zerstören; er fürchtet das Schweigen GOTTES, das dem Gericht notwendig vorausgeht, damit der Sünder sich noch einmal besinne! Die Gebete der Heiligen sind inständige Bitte der schon Erlösten um die endgültige Erlösung der Erde von der Macht des Bösen. Immer kommt das Feuer vom Altar, aus dem Opfer CHRISTI! Wie in der feierlichen hl. Messe werden bei der Opferung die Gaben mit Weihrauch beräuchert, sie sollen aufsteigen zu GOTT mit all dem, was sich mit ihnen verbindet: Lobpreis, Dank, Weihe etc..

Der Altar selbst ist Feuer, Bild des Feuers der Liebe GOTTES, wie sie uns im Kreuzesopfer des SOHNES offenbar geworden ist, wie sie Johannes im letzten Kapitel des Evangeliums, wo der HERR am Ufer bei einem Kohlenfeuer steht, erinnert. Da wir in religiösen Dingen lau geworden sind, können wir weder erkennen noch verstehen, welche Herausforderung an den Bösen die Lehrentscheidungen der Kirche im vergangen Jahrhundert waren. Die größte war die des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis MARIAS, Fehdehandschuh mitten in die Reihen des Feindes geworfen, die nächste das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes. Dazu kommt die öffentliche Verehrung des Hlst. Herzen JESU, seines Königtums über die ganze Erde – wo immer IHM eine Statue und ein Heiligtum errichtet wurde, hat der Feind in irgendeiner Weise zugeschlagen, am meisten wohl in Spanien und Mexiko. In bestialischer Wut haben die Kommunisten beim Angriff auf Madrid die Herz JESU Statue umgerissen und so zerstört, dass sein Antlitz unkenntlich geworden ist.

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Das Zerschlagen der Schöpfung durch die ersten vier Posaunen in zwölf Dritteile (8,1-12)

7 Der erste Engel blies seine Posaune. Da fielen Hagel und Feuer, die mit Blut vermischt waren, auf das Land. Es verbrannte ein Drittel des Landes, ein Drittel der Bäume und alles grüne Gras

8 Der zweite Engel blies seine Posaune. Da wurde etwas, das einem großen brennenden Berg gleich, ins Meer geworfen. Ein Drittel des Meeres wurde zu Blut. 9 Und ein Drittel der Geschöpfe, die im Meer leben, kam um, und ein Drittel der Schiffe wurde vernichtet.

10 Der dritte Engel blies seine Posaune. Da fiel ein großer Stern vom Himmel; er loderte wie eine Fackel und fiel auf ein Drittel der Flüsse und auf die Quellen. 11 Der Name des Sterns ist «Wermut». Ein Drittel des Wassers wurde bitter, und viele Menschen starben durch das Wasser, weil es bitter geworden war.

2 Der vierte Engel blies seine Posaune. Da wurde ein Drittel der Sonne und ein Drittel des Mondes und ein Drittel der Sterne getroffen, so dass sie ein Drittel ihrer Leuchtkraft verloren und der Tag um ein Drittel dunkler wurde und ebenso die Nacht.

Zur ersten Posaune: die Sünder werden mit dem bestraft, was ihre Sünde ausmacht: „Hagel“ als Bild der Verhärtung gegen GOTT, ein versteinertes Herz; „Feuer“ als Bild ungezügelter Leidenschaften, „Blut“ als Bild eines ganz dem Irdischen verhafteten Lebens, das nichts mehr von höheren Werten weiß. In der dreifachen Sünde steht der Mensch gegen den VATER, den SOHN und den GEIST.

Zur zweiten Posaune: der „brennende Berg“ ist Bild für die eifernde Liebe GOTTES, der uns die hl. Engel zur Hilfe schickt. Denken wir an das nüchterne Wort des HERRN auf dem Weg hinauf nach Jerusalem: „Und wenn jene Zeit nicht verkürzt würde, dann würde kein Mensch gerettet; doch um der Auserwählten willen wird jene Zeit verkürzt werden“ (Mt 14,22). Ist nicht der „Gräuel der Verwüstung“ (vgl. Dan 8,13): „wie lange bleibt der Gräuel der Verwüstung bestehen und werden das Heiligtum und der Ort der Zierde zertreten?“, siehe ferner Dan 9,27 ; 11,31: und 12.11: Abschaffung des täglichen Opfers, Mt 24,15: „Wenn ihr dann am heiligen Ort den unheilvollen Gräuel stehen seht, der durch den Propheten Daniel vorhergesagt worden ist ...“ 

Die ganze Erde soll werden Tempel des HEILIGEN GEISTES, darum muss sie im Feuer gereinigt werden, wie es der HERR bei Johannes schon im Anfang, bei den Synoptikern vor Seinem Leiden ohne Rücksicht getan hat: „Er sagte zu ihnen: „In der Schrift steht: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht“ (Lk 19,46). Wieder ist das „Blut“ Zeichen für ein nur diesseitiges Leben. Da der Mensch zu Höheren bestimmt ist, geht er seelisch in einer Wohlstandswelt zugrunde. Gogol schrieb von den russischen Aristokraten vor der Revolution, die nur sich selbst leben: „Tote Seelen“.  Die Schiffe sind Bild, für das, was die Menschen in ihrem Diesseitswahn aufgebaut haben. Der Sturz der beiden Hochhäuser des Welthandelszentrum ist ein apokalyptisches Zeichen – sie sahen weit über das Meer auf allen Handel über die ganze Welt!

            zur dritten Posaune: „Wermut“ ist Bild dafür, dass die GOTTESerkenntnis in dieser Zeit „bitter“ geworden ist. „GOTT verlangt zu viel!“, sagt man am Markt der Welt und wendet sich dem Wohlstand zu oder versucht die Kirche dahinein zu ziehen. Der „Ausverkauf“ auch im Religiösen täuscht darüber hinweg, dass es immer leerer wird in unseren Räumen. Das „Sterben“ bezieht sich hier auf die Seelen. Wo GOTT nicht mehr im Menschen lebt, muss er verbittern!

            zur vierten Posaune: Die drei Leuchten: Sonne, Mond und Sterne stehen nicht zuerst für das materielle Licht, sondern die Erkenntnis des Menschen, und zwar in der kindlichen Sicht der Hirtenkinder von Fatima, die in der Sonne unseren HERRN, im Mond U.L.F. und in den Sternen die hl. Engel erkannten. Da der Mensch das Licht, das der HERR durch Seine Gegenwart im Hlst. Sakrament uns schenkt, vergessen oder zurückgewiesen hat, bleibt er mit seiner irdischen Erkenntnis, die sich nicht über den Staub erhebt, allein. Notwendig muss er überall anstoßen, zuerst bei sich selbst, den anderen Menschen, letztlich an aller Wirklichkeit, in die er hineingestellt ist – darum baut er sich ja eine andere Welt: die Welt der Superstrukturen in der alles „super“ ist – ohne Bezug zu GOTT, Chimäre, Illusion, die morgen wie der Morgentau in der Sonne der Gerechtigkeit GOTTES vergeht.

Die vier Posaunen weisen auf das Siegeszeichen des Kreuzes, das die Lebenden Wesen über die Erde breiten, dass endlich niemand mehr es verkenne. An ihm muss die Entscheidung fallen, für oder gegen GOTT. Die Posaunen wollen dies in anderer Weise unterstreichen:

1.       die erste Posaune ist Ruf zur Heiligkeit; das Vat. II hat die Berufung aller zur Heiligkeit unterstrichen;

2.       die zweite ist Scheidung im Feuer der Liebe GOTTES,

3.       die dritte verlangt die Ganzhingabe, die den meisten „Christen“ bitter wird;

4.       die vierte fordert den dunklen Glaube, da der äußere Rückhalt am Glauben verloren geht.

„Posaunen“ sind im Leben des einzelnen, von Gemeinschaften, Völkern, der Menschheit eingreifende Ereignisse, die den Menschen aufrütteln sollen. Sie tun dies meist auch im ersten Augenblick, denn durch die Medien gehen sie augenblicklich über die ganze Welt, doch in der Schnelllebigkeit dieser Zeit sind sie bald wieder vergessen. Sie steigern sich, sind nicht mehr zu überhören, zu übersehen – und doch wie es bei der 6. Posaune heißt: „sie bekehrten sich nicht“ – ihr Herz ist so verhärtet wie das des Pharaos, der trotz der Plagen die Israeliten nicht ziehen lassen wollte. Der Mensch, der nicht mehr auf GOTT schaut, wird wirklichkeitsfremd, er kennt nur eine Wirklichkeit mehr an: die seines eigenen Ichs, die der Böse geflissentlich aufbaut, dass er meint, er sei der Herr Himmels und der Erde. Aus der Ichvergötzung – verhärtung kommt alles Elend der Welt, am augenscheinlichsten in der Macht des Geldes, des Ansehens, des Besserwissen. Für die „Großen“ dieser Erde kostet es wenig Überlegen um ihrer Machtgelüste willen auch Millionen über die Klinge springen zu lassen, sei es durch Krieg, Seuchen oder Hunger! Die 6. Posaune gibt dafür ein eindrucksvolles Bild, auf das schon die „Reiter“ und das 6. Siegel hinweisen.

Zu den letzten drei Posaunen

13 Und ich sah und hörte: Ein Adler flog hoch am Himmel und rief mit lauter Stimme: „Wehe! Wehe! Wehe!“ den Bewohnern der Erde! Noch drei Engel werden ihre Posaunen blasen. Zu den drei „Wehe!“ vergleiche man: 8,13; 9,12; 11,14. Sie entsprechen den letzten drei Posaunen: 5.: 9,1-12; 6.: 9,13-11,14; 7.:11,15-19)

Beginn des offenen Geisterkampfes

Bei der fünften Posaune ändert sich das Bild: es beginnt der offene Geisterkampf im und um den Menschen  Es ist so, als habe die Himmlische Geisterschaft den Schlüssel zum Abgrund mitgebracht, um ihn aufzusperren. Wie wimmelnde Ameisen ergießt sich der Strom höllischer Geister über die Erde. Der Mensch ist nur noch Beute: der Diplomatie, der Forschung, der Technik, der Ereignisse auf der Erde, des Giftes aus dem Stachel des Skorpions (Belial), des Dämons der gottlosen MACHT; Wissenschaft, Gier, Ichsucht, Selbstvergottung, Anbetung des Pentagramms, das durch fünf Zeiträume den Menschen dem Abgrund zutreibt: durch (1) Bestrahlung/Blendung, (2) Versuchung/Einkreisung, (3) Bedrängung/Drohung,  (4) Knechtschaft/Knebelung, (5) Vergiftung/Abwürgen. Es wiederholt sich das Bild am Anfang der Zeiten, die Phase beim Auszug aus Ägypten. Der Engel wird den Menschen, der das Zeichen GOTTES auf seiner Stirn trägt, fest an die Hand nehmen und mit ihm durch die Wellen des „Roten Meeres“ voll Blut und Gräuel hindurchgehen.

Der „Skorpion“ steht für die Freimaurer, ihre Weltmacht, alle ihre Clubs, die letztlich immer das Ziel haben, das Ich auf den Thron zu heben, dieses Ich, das schuld ist für alle Verelendung in der Welt. Die Diesseitskultur der GOTTlosigkeit erreicht ihre Spitze. Sie beten an das goldene Kalb des Geldes und der Macht, des geistig-sittlichen Zerfalls, der Herrschaft der Technik.  Einprägsam sind die Bilder: die kampfbereiten Rosse stehen für die Kriegsrüstung mit ihren tödlichen ABC - Waffen, die „Weiberhaare“ für alle Fleischeslust, die „Löwenzähne“ für die Medien, die den Menschen auffressen bis in den privatesten Bereich hinein. Das „Brustschild“ für die Diktatur der Konzerne und Politbüros, "das Rollen vieler Wagen und das Rauschen der Flügel für den Triumph des Verkehrs, besonders der Luftschiffahrt.  Der „Biss des Skorpions“ erinnert an den Vorübergang der Todesengel vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten. Nahe ist das Bild der ägyptischen Heuschreckenplagen (Ex 10,12).

Die 5. Posaune hat eine Schlüsselstellung: sie weist zurück auf das 6. Siegel und voraus auf die 6. Zornschale./Einzug der „Könige aus dem Osten. Sie stehen für die Überschwemmung der westlichen Welt durch die östlichen Religionen: Hinduismus, Buddhismus, jede Art von Esoterik! Sie kündet das offene Auftreten Satans und seiner Schergen (vgl 13,1-18; 16, 13ff; 20, 7-10).  Die „Könige“, hier Bild der Herrscher dieser Erde, raffen ihre letzte Ernte aus den Städten (Babylon). Der Aufstieg des Weltmarktes dringt bis in die entfernten Winkel der Erde, macht den kleinen Kaufleuten und privaten Unternehmen ein Garaus durch die Supermärkte und Trusts. Skrupellos lässt er ganze Ernten verloren gehen, um die Planung nicht zu stören und den besten Gewinn zu erzielen.

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Übersicht und Vorausblick

Mit der sechsten Posaune, öffnet sich weit die Sicht auf den DREIEINIGEN GOTT: In ihm wird die Blindheit, die sich über die Augen eines großen –Teiles der Menschheit gelegt hat, offenbar.  Die beiden Engel der 6. und.7. Posaune stehen in diesem gewaltigen Bild links und rechts des Engels am Anfang des 6. Kapitels, der aussieht wie ein Verwalter der Erde. Ihnen gegenüber, getragen vom Opfer der Geknechteten, der Bekenner und Martyrer, sind die Beiden Zeugen zu sehen: das Herz des HERRN und aller Getreuen, die in ihm eingeschrieben sind; das Herz MARIA und alle ihre Getreuen – beide ein Corpus Mysticum.

Das Herz des HERRN ist der Tempel (vgl. 11,1f), das Herz MARIAE betet an. Auch die sechste und siebente Posaune sind auf die Anbetung ausgerichtet. Schon jetzt lässt sich die Nähe des Gerichtes (schon beim 6. Siegel, angezeigt im 6. Donner, aufgerissen in der 6. Posaune) erkennen. Das Bild der Erlösung: Weib und Drache fasst das bisher Geschehene zusammen. Die 6. Gemeinde weist voraus in ihrer Demut und Armut auf MARIA. Die letzten versiegelten Engel am Euphrat bekommen ihre Siegel gelöst und treten in den Endkampf: „Der sechste Engel goss seine Schale über den großen Strom, den Eufrat. Da trocknete sein Wasser aus, so dass den Königen des Ostens der Weg offen stand“ (16,12). Er bezieht ein die Naturkräfte im Bild der wilden Reiterscharen. Die Menschheit klammert sich an die Magie und alles vom Widersacher Gebotene. 

Die siebente Posaune ist der sieghafte Abschluss. Sie reißt wie in einem gewaltigen, doch lautlosen Schrei das Firmament auf hin zum Thron GOTTES und nach unten, wo sich vor den Augen aller Engel nochmals das Bild der Menschwerdung des Erlösers und des Kampfes mit den Dämonen des Abgrundes (gleichnishaft) zeigt Das „Amen“ leuchtet hier auf: der treue und wahrhafte Zeuge, der Anfang der Schöpfung GOTTES, der Sieger.

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Die fünfte und sechste Posaune, Einströmen der Vernichtungsheere (9,1-12,; 9,13-21))

9:1 Der fünfte Engel blies seine Posaune (9,1-12).

Da sah ich einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gefallen war; ihm wurde der Schlüssel zu dem Schacht gegeben, der in den Abgrund führt. 2 Und er öffnete den Schacht des Abgrunds. Da stieg Rauch aus dem Schacht auf, wie aus einem großen Ofen, und Sonne und Luft wurden verfinstert durch den Rauch aus dem Schacht.3 Aus dem Rauch kamen Heuschrecken über die Erde, und ihnen wurde Kraft gegeben, wie sie Skorpione auf der Erde haben. 4 Es wurde ihnen gesagt, sie sollten dem Gras auf der Erde, den grünen Pflanzen und den Bäumen keinen Schaden zufügen, sondern nur den Menschen, die das Siegel Gottes nicht auf der Stirn haben. 5 Es wurde ihnen befohlen, die Menschen nicht zu töten, sondern nur zu quälen, fünf Monate lang. Und der Schmerz, den sie zufügen, ist so stark, wie wenn ein Skorpion einen Menschen sticht. 6 In jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen, aber nicht finden; sie werden sterben wollen, aber der Tod wird vor ihnen fliehen.

7 Und die Heuschrecken sehen aus wie Rosse, die zur Schlacht gerüstet sind; auf ihren Köpfen tragen sie etwas, das goldschimmernden Kränzen gleicht, und ihre Gesichter sind wie Gesichter von Menschen, 8 ihr Haar ist wie Frauenhaar, ihr Gebiss wie ein Löwengebiss, 9 ihre Brust wie ein eiserner Panzer; und das Rauschen ihrer Flügel ist wie das Dröhnen von Wagen, von vielen Pferden, die sich in die Schlacht stürzen. 10 Sie haben Schwänze und Stacheln wie Skorpione, und in ihren Schwänzen ist die Kraft, mit der sie den Menschen schaden, fünf Monate lang. 11 Sie haben als König über sich den Engel des Abgrunds; er heißt auf hebräisch „Abaddon“, auf griechisch „Apollyon“ = „Vernichter“.

Der Dämon der Kriege und des Aufruhrs hat seine Hoch-zeit. Schon jetzt kann ein Funken einen Weltbrand entzünden; es ist fast wie ein Wunder, dass die immer neu aufflammenden Konflikte besonders im Nahen Osten noch nicht weiter übergegriffen haben. Bricht einmal der Damm, dann wird von heute auf morgen das Chaos hereinbrechen. Die Moslems, Russland und China werden es nicht versäumen, für ihre Sache Kapital darauf zu schlagen. 2

12 Das erste «Wehe» ist vorüber. Noch zweimal wird das «Wehe» kommen.

13 Der sechste Engel blies seine Posaune: 9,13-21

Da hörte ich eine Stimme, die von den vier Hörnern des goldenen Altars her kam, der vor Gott steht.14 Die Stimme sagte zu dem sechsten Engel, der die Posaune hält: Binde die vier Engel los, die am großen Strom, am Euphrat, gefesselt sind.[11] 15 Da wurden die vier Engel losgebunden, die auf Jahr und Monat, auf Tag und Stunde bereitstanden, um ein Drittel der Menschheit zu töten.16 Und die Zahl der Reiter dieses Heeres war vieltausendmal tausend; diese Zahl hörte ich.17 Und so sahen die Pferde und die Reiter in der Vision aus: Sie trugen feuerrote, rauchblaue und schwefelgelbe Panzer. Die Köpfe der Pferde glichen Löwenköpfen, und aus ihren Mäulern schlug Feuer, Rauch und Schwefel.18 Ein Drittel der Menschen wurde durch diese drei Plagen getötet, durch Feuer, Rauch und Schwefel, die aus ihren Mäulern hervorkamen.19 Denn die tödliche Macht der Pferde war in ihren Mäulern und in ihren Schwänzen. Ihre Schwänze glichen Schlangen, die Köpfe haben, mit denen sie Schaden zufügen können. 20 Aber die übrigen Menschen, die nicht durch diese Plagen umgekommen waren, wandten sich nicht ab von den Machwerken ihrer Hände: Sie hörten nicht auf, sich niederzuwerfen vor ihren Dämonen, vor ihren Götzen aus Gold, Silber, Erz, Stein und Holz, den Götzen, die weder sehen, noch hören, noch gehen können.  21 Sie ließen nicht ab von Mord und Zauberei, von Unzucht und Diebstahl.

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Überblick über die Teilbilder zur 7. Posaune

1. Bild: Der Engel mit dem Büchlein, 10,1-11

Die 6. Posaune reißt die Sicht auf nach oben und unten, wo die Blindheit sich immer ausbreitet. Die beiden letzten Posaunen stehen gleichnishaft links und rechts des Engels,  der sich durch das Büchlein  kennzeichnet als Engel der Rechenschaft, Verwalter der Erde: es ist St. Gabriel. Er leitet das erste eingeschaltete Teilbild ein.

Sein Stehen auf Land und Wasser hat verschiedene Bedeutung:

es könnte ein Hinweis sein, dass er als Schutzengel über dem Land steht, das in Westeuropa mit seiner Nordflanke im äußersten Westen liegt: Portugal; damit wäre er zugleich der Engel Fatimas[12]

Wasser ist Bild des Bewegten, Ungeformten, Erde des Festen, Geformten – in dieser Sicht wären Land und Wasser Hinweis darauf, dass in dieser letzten Epoche alles seine letzte Form und Prägung in JESUS CHRISTUS finde. Wir haben schon darauf hingewiesen: die Menschwerdung des HERRN in Seinem Mystischen Leib der Kirche soll zu ihrer Fülle kommen. Wasser  ist Hinweis für Körper und Seele, Leben der Natur und des Geistes. 

Er ruft die Engel, die noch versiegelt sind als Zeugen seines Schwures. Das Wort ist süß als Licht GOTTES, doch schwer für die menschliche Natur; Bitterkeit weist auf das kommende Strafgericht. 

2. Bild:  das Messen des Tempels:

Der Mensch soll an den Maßen erkennen, was GOTT von der Kirche und uns Gläubigen erwartet.  Sie soll in diesem letzten Kampf hinauf wachsen zum himmlischen Jerusalem.  Darum wird auch der Vorhof, Bild der lauen Christen, zuerst dem Verderben preisgegeben.

3. Bild: die beiden Zeugen:

der erste Zeuge ist das Herz des HERRN,

das zweite das Herz Seiner Mutter. [13]

Der Glaubensverfall löscht im Menschen die Liebe und so auch den Anruf der beiden Herzen.  GOTT verschließt diese Gnadenwelt und überlässt die Welt ihrem dunklen Schicksal. 

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Der Kernpunkt: 1. das Anklagebuch des Engels (10,1-11)

10:1 Und ich sah: Ein anderer gewaltiger Engel kam aus dem Himmel herab er war von einer Wolke umhüllt, und der Regenbogen stand über seinem Haupt. Sein Gesicht war wie die Sonne, und seine Beine waren wie Feuersäulen. 2 In der Hand hielt er ein kleines, aufgeschlagenes Buch. Er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken auf das Land Nachdem er gerufen hatte, erhoben die sieben Donner ihre Stimme. 4 Als die sieben Donner gesprochen hatten, wollte ich es aufschreiben. Da hörte ich eine Stimme vom Himmel her rufen: Halte geheim, was die sieben Donner gesprochen haben; schreib es nicht auf!  5 Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf dem Land stehen sah, erhob seine rechte Hand zum Himmel. 6 Er schwor bei dem, der in alle Ewigkeit lebt, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin ist: Es wird keine Zeit mehr bleiben, 7 denn in den Tagen, wenn der siebte Engel seine Stimme erhebt und seine Posaune bläst, wird auch das Geheimnis Gottes vollendet sein; so hatte er es seinen Knechten, den Propheten, verkündet.

Der Engel mit dem Büchlein: Aus den angegebenen Hinweisen ist der Schluss auf St. Gabriel naheliegend. Hier steht er als l der Rechenschaft. Er erscheint  in der Mitte der Prophetenzeit, die auf den HERRN hinwies. Er bringt in der Fülle der Zeit die Botschaft der Menschwerdung. Er steht in der Mitte des Endgeschehens mit einem Fuß auf dem Meer, dem lebendigen Leben aller Schöpfung, und zwar mit dem rechten, um anzuzeigen, dass alles Leben hinaufgeordnet ist zu GOTT; mit dem linken Fuß steht er am Land, um dem Stoff die Bedeutung des Knechtes zu geben. So betont er ein Zweifaches im Blick auf das Leben:

·         das Geistige durch die Hinordnung auf das Wort (Daniel, MARIA),

·         das Stoffliche, den Leib des Menschen als Träger und Knecht des Geistes.

Er ist bekleidet mit der Wolke der unfassbaren Majestät GOTTES, Bild für MARIA. Er steht hier im Namen MARIAE als Knecht und Gesandter GOTTES. Der Regenbogen um ihn bezeichnet ihn, wie er sich in Fátima bekannte, als Engel des Friedens. Mit seinem Haupt ragt er bis in den ersten Chor, darum strahlt sein Antlitz wie die Sonne. Seine Füße sind Feuersäulen gleich, dies bedeutet die Macht der Gewalten in ihm. Die sieben Donner, die mit ihm auftreten, sind die sieben Engel, die in den Tagen der Endzeit die Macht GOTTES über die Schöpfung tragen, dass sie bis in ihre Grundlagen erbebt. Das Büchlein ist das allwissende und allmächtige Wort GOTTES, das ausgegangen ist als Mahnung und Belehrung, Gesetz und Liebe und nun Abrechnung verlangt.

Die beiden Zeugen stehen für die Wahrheit, Macht und Weisheit des Wortes GOTTES. Das Wort GOTTES ist am Anfang, im Alten Bund, Schwert, das unbeirrbar den Weg des Heiles weist; in der Mitte der Zeit ist es im Evangelium Buch des Heiles, am Ende ist es (in der G. O.) das „Amen“ GOTTES. Vom Buch weg, wie es uns in 5,1 vorgestellt wird, gehen Bänder als Bild der Kraftstrahlen aus, sie stehen für die versiegelten Gewalten. Buch und Lamm gehören immer zusammen, das Lamm ist das Sein, das Buch ist das Wirken GOTTES durch das Wort.  Die versiegelten Bänder hängen nach unten mit den sieben Sternen als Bild der Kirche (vgl. Offb 1,20) in der Schöpfung und nach oben mit den die Posaunen tragenden Engeln  zusammen.            

Die „Donner“ beziehen sich auf die Engel, die über den Kräften und Elementen der Schöpfung stehen, die im Kampf entsiegelt werden und so unübersehbare Katastrophen verursachen: die Meere treten über die Ufer, die Winde werden zu Orkanen, die Erde wird geschüttelt in Erdbeben, das Feuer ist nicht mehr einzudämmen, wo es einmal entzündet wird (gilt im materiellen wie im geistigen Sinne).

„Es wird keine Zeit mehr bleiben“ kann in zweifachem Sinne verstanden werden:

·         die Ereignisse überstürzen sich

·         die Zeit, wie wir sie gelebt haben geht zu Ende.

Im Kampf der Engel um den Menschen als Beute naht sich die Ewigkeit GOTTES; die Menschheit wird eine ähnliche Erfahrung machen wie die Armen Seelen im Fegfeuer, die in ihrer Reinigung ja auch noch in der Zeit sind, doch es ist eine andere Zeit, wie es ja die Kirche auch in ihren Ablässen meint. Dafür steht als Zeichen das Wort: „1000 Jahre wie ein Tag“ (Ps 90,4)! Wir haben darauf schon in anderem Zusammenhang hingewiesen: MARIA spricht in Garabandal vom „Ende Zeit“ – nicht vom Ende der Welt. Im Neuen Jerusalem, das hernieder steigt und doch zugleich von der Erde in den Getreuen herauf wächst, schafft GOTT noch auf Erden eine Brücke hinüber in die Ewigkeit, auf die die Menschheit zuwächst. Wie lange dieser Zeitraum des Friedens auf Erden andauert, auf den auch andere Prophezeiungen hinweisen, ist nicht abzusehen.

Feierlich ist der Schwur des Engels: „es wird keine Zeit mehr sein....das Geheimnis GOTTES wird vollendet.“ – Was mit dem „Geheimnis“ gemeint ist, lässt sich aus verschiedenen Zusammenhängen deutlich erkennen.

·         es geht um ein Letztes im geistigen Kampf,

·         die Kirche wird auf das ihr allein Eigene zurückgedrängt,

·         es ist der Engel der Rechenschaft, der so schwört

·         die Macht des Feindes hat ihren Höhepunkt erreicht mit der Ermordung der „beiden Zeugen“

Weil es letzte Zeit ist, muss es die Gnade sein, die GOTTES Erbarmen der Menschheit in JESUS CHRISTUS geschenkt hat: die Menschwerdung SEINES SOHNES, jetzt im Blick auf Seinen Mystischen Leib die Kirche. In Fátima vollzieht sich die „Umkehr“ vollzieht. Der HERR kann in der Hlst. Eucharistie nicht tiefer steigen als es dort geschieht, wo ER in „schwarzen Messen“ missbraucht wird, wo ER in den Kirchen in den Teilchen des BROTES, die abfallen, zertreten wird. Hier wird der dunkle Hintergrund der Handkommunion deutlich. Es gibt heute schon Gläubige, die sich deswegen von der Kirche zurückgezogen haben, weil sie zu erkennen glauben, dass der HERR unter solchen Umständen nicht mehr in den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig ist. Die Kirche gibt hier klare Weisung, doch das Ärgernis bleibt und hat schon viele zum Abfall gebracht und dem Feind in die Hände gespielt.

Doch hat dieses Furchtbare – hier vollzieht sich täglich, ja stündlich neu die mystische Kreuzigung des HERRN – auch seine glorreiche Seite: die Fülle der Gnaden, die nach fast 2000 Jahren Erlösung noch bleibt, wird den Wenigen zuteil, die treu zum HERRN halten wie die Gemeinden von Philadelphia und Smyrna. Sie sind in Einheit mit dem HERRN, wie wir es an P. Pio und anderen Sühneseelen erkennen, hineingerufen in die Gnade der Miterlösung und Gnadenvermittlung, wie sie MARIA unter dem Kreuz geschenkt wurde. Die zwei entsprechenden Dogmen werden müssen erdient, erkämpft werden, bevor die Kirche sie verkünden kann. Es geht nicht um die theologische Wahrheit, sondern darum, dass sie in und durch uns gnadenhaft wirklich und wirksam werde.

 8 Und die Stimme aus dem Himmel, die ich gehört hatte, sprach noch einmal zu mir: Geh, nimm das Buch, das der Engel, der auf dem Meer und auf dem Land steht, aufgeschlagen in der Hand hält. 9 Und ich ging zu dem Engel und bat ihn, mir das kleine Buch zu geben. Er sagte zu mir: Nimm und iss es! In deinem Magen wird es bitter sein, in deinem Mund aber süß wie Honig.  10 Da nahm ich das kleine Buch aus der Hand des Engels und aß es. In meinem Mund war es süß  wie Honig. Als ich es aber gegessen hatte, wurde mein Magen bitter. 11 Und mir wurde gesagt: Du musst noch einmal weissagen über viele Völker und Nationen mit ihren Sprachen und Königen.

Johannes, mit MARIA und den Frauen unter dem Kreuz, sind die ersten gewesen, die GOTTES Erbarmen in Einheit mit Seinem SOHN in die Sühne gerufen hat. Da dieses Wort „Sühne“ heute vergessen ist, ja gebannt zu sein scheint, muss es kurz erläutert werden. Der Mensch kann in dreifacher Weise an den Leiden CHRISTI teilhaben:

·         Mit der Erbsünde ist das Leiden (wie Begierlichkeit und Tod) als Folge untrennbar verbunden, darum kann ihm kein Mensch so wenig entgehen wie dem Tod. Dass der Mensch von heute bewusst und fieberhaft dagegen arbeitet, zeigt, welcher Geist ihn dazu treibt: der Widersacher, der zuerst sein bewusstes Nein zu GOTT und Seiner Schöpfung sprach. Wo der Mensch, auch der Heide, dieses unvermeidbare Leid in Demut auf sich nimmt und trägt, hat er einen ersten Anteil am erlösenden Leiden CHRISTI.

·         Größer ist der Anteil, wo er sich als Gläubiger bewusst mit dem Sühneleiden CHRISTI verbindet, wo er alles Schwere, das ihm geschieht, als Opfer durch CHRISTUS dem VATER darbietet. Diese Gnade ist mit dem allgemeinen Priestertum der Gläubigen gegeben.

·         Am größten ist der Anteil dort, wo mystischer Weise der HERR in einer Seele, die ihr Ich überwunden hat und nur noch für IHN als Werkzeug da sein will, Sein Leiden gegenwärtig setzt. Nicht der Mensch ist in erster Linie der Leidende, sondern der HERR, verborgen in der Seelenspitze des Menschen. Darum wissen solche Sühnende meist erst im Nachhinein oder auch nicht, wofür sie leiden. GOTT kann es ihnen offenbaren, ER kann es ihnen aber auch verbergen, um die Sühne tiefer zu machen.

In dieser dritten Weise des Mitleidens werden heilende und heiligende Kräfte frei, die der ganzen Kirche zugute kommen. Mag die Kirche nach außen noch so arm dastehen, nach innen ist sie in der Kraft dieser sühnenden Seelen immer heilig. Je größer die Macht der Sünde, um so mehr fügt es GOTTES Erbarmen, dass sühnende Seelen das Gleichgewicht halten, bis sich das Geheimnis der Menschwerdung im letzten getauften Menschen auf Erden erfüllt hat. An dieser heiligen Wirklichkeit der Sühne wird offenbar, wie weit von der protestantischen Lehre beeinflusst sind[14]. Sicher ist es wahr: allein JESUS CHRISTUS hat uns durch Seine Leiden und Sterben erlöst, doch ER will, und dies um unserer menschlichen Würde willen, dass wir dazu Ja sagen, dass wir diese Gnade annehmen und mit ihr wirken, damit sie wirklich „unser“ werde. Sühne ist ein Innengeheimnis der Seele; in einer Welt, in der die Kirche in die Außenbewegung des Menschen hineingerissen wird,  wird dieses Geheimnis endlich ein leeres Wort und verschwindet (auch dort, wo man es, um orthodox zu bleiben, im Buchstaben nicht antastet).

Zwei Dinge verlangt der Engel von Johannes:

Er muss das „Büchlein“ essen und erfahren, was ihm vorausgesagt wird: es ist süß im Anfang, denn es die auserwählende Gnade GOTTES, die ihn zur Sühne gerufen hat. Doch die Sühne selbst, seine priesterliche Teilnahme am Leiden CHRISTI ist bitter – von jener Bitternis, von der im Blick auf den Stern Absinth, der vom Himmel fällt bei der 3. Posaune gesprochen wird. Der Mensch, der nur seinem Ich und damit seinen eigenen Erkenntnissen und Wünschen lebt, kommt es nicht einmal in den Sinn, dass man für einen „Anderen“, „Fremden“ einstehen soll, ja noch mehr: seine Sündenlast übernehmen.

„Du musst noch einmal weissagen über viele Völker und Nationen....“(10,8) – dieses Zitat erinnert an das Wort der HERRN in der synoptischen Apokalypse: „Dieses Evangelium vom Reich muss auf der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker es hören; dann erst kommt das Ende“. Damit ist den „Feuerseelen“ wie Johannes dieser Auftrag gegeben. L. M. Montfort nennt sie die „Apostel der letzten Zeit“. Er schreit auf zu GOTT, dass ER sie uns schicke in seinem „Feuergebet“. Es ist nicht die Wortverkündung, die sich heute im Viel- und Gescheitreden im Sand der Wüste unserer Zeit verliert. Sie kommt aus der Tiefe einer sühnenden Seele, die mit dem HERRN bewusst einsteht für die Sünden der Welt. P. Pio hat nie gepredigt, und doch ist sein Leben glühende Verkündigung des Evangeliums, wie es kaum vorher einem Priester gegeben worden ist. So verlangt diese letzte Verkündigung, „bevor das Ende kommt“ den ganzen Menschen, wie MARIÄ, wie Johannes, wie die Frauen unter dem Kreuz, wie in ihrer Nachfolge alle Sühne- und Martyrerseelen vom Anfang der christlichen Ära bis auf unsere Tage. Solche Verkündigung allein vermag noch versteinerte Herzen aufzubrechen und sie für GOTT zu öffnen – wie es P. Pio in vielen wunderbaren Bekehrungen geschenkt wurde. Auch dies ist ein Zeichen, dass wir in der „letzten Zeit“ stehen. GOTT fordert heute diesen Einsatz von jedem Priester. Nicht zuerst auf das Tun kommt es an, sondern auf das Sein vor GOTT, die ständige Wandlung hin zu IHM, bis wir eingehen dürfen in Seine Herrlichkeit. Die Wundmale P.Pios haben sich bei seinem Tode geschlossen. Nicht einmal die Narben sind geblieben – allein dem HERRN im Himmel ist diese Ehre. Ähnliches ist angedeutet bei den „beiden Zeugen“: da sie ihr Zeugnis beendet haben, werden sie vom Bösen hinweggerafft (11,7).

2. Die “Zwei Zeugen”  als Verteidiger (des Maßes der Kirche,1-3),  (11,3-13)

11:1 Dann wurde mir ein Messstab gegeben, der aussah wie ein Stock, und mir wurde gesagt: Geh, miss den Tempel Gottes und den Altar, und zähle alle, die dort anbeten! 2 Den Hof, der außerhalb des Tempels liegt, lass aus, und miss ihn nicht; denn er ist den Heiden überlassen. Sie werden die heilige Stadt zertreten, zweiundvierzig Monate lang. 3 Und ich will meinen zwei Zeugen auftragen, im Bußgewand aufzutreten und prophetisch zu reden, zwölfhundertsechzig Tage lang. 4 Sie sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. 5 Wenn ihnen jemand Schaden zufügen will, schlägt Feuer aus ihrem Mund und verzehrt ihre Feinde; so muss jeder sterben, der ihnen schaden will. 6 Sie haben Macht, den Himmel zu verschließen, damit kein Regen fällt in den Tagen ihres Wirkens als Propheten. Sie haben auch Macht, das Wasser in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit allen möglichen Plagen, sooft sie wollen.

Das gegebene Maß kommt von GOTT, doch es ist in Johannes dem Priester in die Hand gegeben. Wenn heute vielfach die Priester das von GOTT gegebene Maß in der Kirche verfälschen, nach Gutdünken abändern, verlieren, dann zeigt das, wie klar der Böse die Aufgabe des Priesters erkennt. Der Priester als der „zweite Christus“ steht als erster für die GOTTebenbildlichkeit des Menschen (vgl. Gen 1, 27 „GOTT schuf den Menschen als Sein Abbild, als Abbild GOTTES schuf ER ihn“). Darum geht der Angriff des Feindes zuerst auf ihn; ist sein Maß verdorben, so ist die ganze Kirche irregeleitet. Darum zielt die von GOTT gewollte Erneuerung zuerst auf die Erneuerung des Priestertums. Die Heiligsprechung von P. Pio Pietrelcina am 16. VI. 2002 ist Eckstein und Anfang eines neuen „Werde!“ für den Priester GOTTES. Die Nähe P. Pios zu St. Michael am Monte Gargano[15] und seine innige Verbindung mit dem hl. Erzengel erinnert uns, wie sehr der Priester mit den hl. Engel eins sein soll, wie aus dieser Einheit ungeahnte Kräfte erwachsen, die uns heute im Kampf gegen den Bösen fehlen.

Schon heute hat die Kirche ihren „Vorhof“, der Welt zu, verloren – sie ist Fremdkörper in einer Welt geworden, die nur sich selbst weiß. Sie wird immer mehr an den Rand geschoben und zuletzt in den wenigen Getreuen, die das „Zeichen des Tieres“ nicht annehmen, blutig verfolgt. Verschont bleibt der Tempel, das von allem Unrat der Welt und aller Halbheit des Glaubens gereinigte Haus GOTTES, der Altar als Gegenwart GOTTES in ihr und die vor dem Altar im GEISTE Anbetenden. Wieder ist es ein dreifaltiges Bild, das im Tempel weist auf den VATER, im Altar auf den SOHN, der Altar, Opfer und Priester zugleich ist und auf den HEILIGEN GEIST, der uns zur wahren Anbetung führt. Erinnern wir uns an die Versiegelung der Getreuen, die sie abtrennt von der Welt: draußen verfällt das Leben immer mehr nach innen und außen, innen wird der Kirche in der Reinheit MARIENS ein neues Leben geschenkt, das zurückgreift auf die Urkirche und ihre Heiligkeit noch übersteigen, weil sie eins wird mit den hl. Engeln.

Die Sendung der „zwei Zeugen“ im Auftrag der Herzen JESU und MARIENS geht über die ganze Zeit der Kirche. St. Jean Eudes hat sie als erster ausgesprochen; im vergangenen Jahrhundert hat sie weite Kreise des Gläubigen Volkes erreicht. Fatima hat sie in der Verheißung: „Mein Unbeflecktes Herz wird triumphieren“ der Kirche kund getan, doch die „Moderne“ hat sie mit anderen Formen der Frömmigkeit entschieden zurück gewiesen. Sie wird zum Fels im Sturm, wenn der Feind noch mehr übergreift, um seinen Herrschaftsanspruch durchzusetzen. Dann sind die Getreuen GOTTES gerufen zum Zeugnis, und GOTT selbst wird im HEILIGEN GEIST und in der Kraft der hl Engel dieses Zeugnis unterstützen, auch mit Wundern, wie sie hier angedeutet werden. Doch nüchtern wird darauf hingewiesen: der Feind wird sie schlagen und seinen Triumph nützen.

Das Schicksal der „Zwei Zeugen“ 11,7 - 10

 7 Wenn sie ihren Auftrag als Zeugen erfüllt haben, wird sie das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, bekämpfen, besiegen und töten. 8 Und ihre Leichen bleiben auf der Strasse der großen Stadt liegen. Diese Stadt heißt, geistlich verstanden: Sodom und Ägypten; dort wurde auch ihr Herr gekreuzigt. 9 Menschen aus allen Völkern und Stämmen, Sprachen und Nationen werden ihre Leichen dort sehen, dreieinhalb Tage lang; sie werden nicht zulassen, dass die Leichen begraben werden. 10 Und die Bewohner der Erde freuen sich darüber, beglückwünschen sich und schicken sich gegenseitig Geschenke; denn die beiden Propheten hatten die Bewohner der Erde gequält. 11 Aber nach den dreieinhalb Tagen kam von Gott her wieder Lebensgeist in sie, und sie standen auf. Da überfiel alle, die sie sahen, große Angst.  12 Und sie hörten eine laute Stimme vom Himmel her rufen: Kommt herauf! Vor den Augen ihrer Feinde stiegen sie in der Wolke zum Himmel hinauf.

 13 In diesem Augenblick entstand ein gewaltiges Erdbeben. Ein Zehntel der Stadt stürzte ein, und siebentausend Menschen kamen durch das Erdbeben um. Die Überlebenden wurden vom Entsetzen gepackt und gaben dem Gott des Himmels die Ehre.  14 Das zweite «Wehe» ist vorüber, das dritte «Wehe» kommt bald.

Nach dem Turmbau von Babel und seiner Zerstörung verfolgt die Bibel nicht weiter den Weg jener „Städtebauer“ wie schon Kain einer war. Er zieht sich weiter wie ein dunkler Faden durch die Jahrtausende in der Feindschaft von „GOTTESstadt und Stadt der Menschen“, wie sie zuerst der hl. Augustinus dargestellt hat. In der französischen Revolution tritt der Gegner offen ans Licht und spaltet sich, der Vernebelung halber in den „weißen und den roten Fenstern“, Bild für GOG und Magog. Am Ende dieser Zeit ist die ganze Erde dem Feind untertan: ein Babylon geworden: ein „Sodom, ein Ägypten“ (Urfeind von Israel)

Ob dieses wunderbare Ereignis der Erweckung der beiden „Zeugen“ mit dem vorher gesagten Triumph des Unbefleckten Herzens MARIENS zusammenfällt? GOTT wird es weisen. Nur im Unbefleckten Herz der MUTTER, der wir uns mit Leib und Seele geweiht haben, können wir dem Liebesanruf der HERZENS JESU die rechte, gebührende Antwort der Liebe geben. Dazu wollen uns die hl. Engel, voran unsere Schutzengel helfen. Die „alles umschlingende Liebe“ (Mozart: „Zauberflöte“) ist Wegbereiter für den Antichrist und seine totale Herrschaft über die Welt, wie sie ein Maitreia schon heute anbietet. Dieser falschen Liebe steht die GEISTESliebe des Unbefleckten Herzens MARIENS gegenüber.

Der GEIST wird siegen. Er durchbricht durch die Mauern menschlicher Blindheit und Verstockung scheint im Erdbeben, das nach der Auferweckung der beiden Zeugen 1/10 der Stadt zum Einsturz bringt. Bezeichnend ist die Zahl der 7000 Menschen, die dabei umkommen.

Die erste Zahl:!0 weist hin auf die Allmacht GOTTES, 1/10 wäre deshalb zu deuten wie „Angeld der Allmacht“, die dann im Sieg CHRISTI über alle Macht des Bösen offenbar wird.

Die zweite Zahl: 7000 ist in der 7 Hinweis auf das Wirken des HEILIGEN GEIST, 1000 bedeutet Seine Allmacht. Da die Kirche, die charismatische Bewegung ausgenommen, die Zeichen der Zeit weder in den Katastrophen, noch im Glaubensabfall und moralischen Sumpf, noch in den Warnungen der MUTTER erkennt, bedarf es solcher Erschütterung, um wenigstens einen Teil, der sich noch „zwischen den Lagern“ zu halten versucht, zur Besinnung zu bringen. Die Getreuen müssen sich, bevor das Unheil hereinbricht, für die Zeit der Verfolgung bereiten können. Der letzte Satz: „Die Überlebenden wurden von Entsetzen gepackt“ unterstreicht diese Deutung wie die im 12. Kapitel bereits einsetzende Verfolgung: die FRAU flieht in die Wüste!

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Zum Begriff der „Stadt“ (Exkurs)[16]

Das 11. Kapitel der Geheimen Offenbarung gibt in vier Bildern eine Deutung der „großen Stadt“, die in ihrer Gegensätzlichkeit aufzeigen, dass diese Stadt in sich gespalten ist. Sie ist nicht das, was sie sein sollte: „eine hl. Stadt“! Sie steht im Zwielicht: sie ist GOTTES, doch vom Feind eingenommen, wie einst die Stadt des VATERS: Jerusalem. Darum kommt sie Babylon, Sodom, Ägypten nahe.

Das erste Bild gibt das Maß, nach dem die Stadt gemessen wird, nämlich mit dem dreifachen Maß des Engels: nach „Tempel“ (VATER), „Altar“ (SOHN), „die dort anbeten“ (im HEILIGEN GEIST)“. Es ist Maß der Reinigung: es kommt aus dem Herzen des VATERS, der auf den SOHN schaut, der SOHN macht es hier auf Erden durch Sein Leben und Sterben offenbar, der Heilige GEIST deutet es im „1/10“ an und wird es endlich durchsetzen, wenn die Kirche eingeht in das Himmlische Jerusalem. Die Kirche ist in ihrer Vermischung mit der Welt (in einem falsch verstandenen „aggiornamento“) ihrer Gegenspielerin: „Babylon“ gefährlich nahe gekommen. Ohne die kleine Herde der Getreuen wäre die „Große Stadt“ verloren: „Stadt“, wie andere menschliche Ansammlungen, ohne Ausrichtung nach oben sind Sand am Meer. Die Reinigung im HEILIGEN GEIST richtet sie neu; so darf sie schon hier (in den „1000 Jahren“, Offb 20,1-4) hinein wachsen in das Himmlische Jerusalem. Wir versuchen die vier Bilder in Kap. 11 zu deuten:

Das erste Bild:

Sie werden die heilige Stadt zertreten, zweiundvierzig Monate lang (11,6). Der erste Angriff geht gegen die HEILIGKEIT GOTTES! 4+2 ergibt 6, Hinweis auf MARIA, die noch im Vat.II als Urbild der Kirche, erklärt wird. Nur in MARIA kann die Kirche ihre Vollendung finden, in ihr als dem Mystischen Leib muss der HERR neu geboren werden. Das Bild von den Geburtswehen in Offb 12,2 will dies unterstreichen. Im Maß der nüchternen Liebe GOTTES muss die Kirche das Maß der Leiden JESU am Kreuz ausschöpfen – erst dann ist sie vollendet.

Das zweite Bild:

Im nächsten Zitat ist von der „großen Stadt“ die Rede. In ihr wirkt der Tod, innen wie außen; sie erschlägt die zwei Zeugen,  ohne dass jemand für sie aufsteht. Hat die Kirche allen Bekennermut verloren? Ja  man lässt sogar „ihre Leichen auf der Strasse der großen Stadt liegen“, ohne dass ein Protest erfolgt, die Freude ihrer Gegner deckt alles zu. Hier kommt das Bild der Geheimen Offenbarung dem Bild der „Stadt“ im  „3. Geheimnis“ von Fatima  am nächsten, da es den Weg des hl. Vater mit den Seinen durch die verwüstete Stadt mit ihren Leichen aufzeigt. Wird nicht in diesem Bild zugleich die Sendung des hl. Vaters Joh. Paul II über die ganze Welt hin in dieses dunkle prophetische Licht des Endes gestellt? Ist er nicht schon lebend und nicht erst in der im „3. Geheimnis“ angezeigten Lebensphase immer wieder durch die „tote Stadt“ einer Menschheit geschritten, die den Anruf des „weißen Bischofes“ im höchsten Fall als eine Sensation betrachtet hat? Die WEISHEIT GOTTES lässt das Unkraut im Weizen wachsen, bis es Zeit zur Ernte ist!

Das dritte Bild:

„Diese Stadt heißt, geistlich verstanden: Sodom und Ägypten; dort wurde auch ihr Herr gekreuzigt“ (11,8). Sie ist Bild aller Unzucht und wird durch Feuer vom Himmel zerstört (vgl. Gen 19,24f), wie auch die Reinigung von Kirche und Welt eine im Feuer sein wird. Nur im Rest der Getreuen ist etwas von der „heiligen Stadt“ des 1. Zitates geblieben. Sie lösen als „Restgemeinde“ (vgl. die Gemeindebriefe!) in höchster Bedrängnis das Gericht über ihre Verfolger aus (2. Bild), seien sie nun aktiv oder nur passiv an der Verfolgung beteiligt. Das Dunkel, das sich in dieser Zeit über die Kirche gelegt hat, die Vermischung mit „Babylon“ wird im Weg des hl. Vaters mit seinen Getreuen hinauf nach Golgotha dem Gericht GOTTES anheim gegeben. Noch auf seinem Todesgang betet der hl. Vater in Nachfolge des HERRN, des hl. Stephanus’ und der Martyrer aller Zeiten für die Verfolger der Kirche. Die GERECHTIGKEIT GOTTES erweist sich in dieser Welt bis zu ihrem Ende als Barmherzigkeit mit der Blindheit der Sünder, doch einmal ist das Ende da. Das Gericht trifft zuerst die, die durch die Sünde den Tod schon in sich tragen und darum zuletzt auch nichts anderes tun konnten als ihren Tod hinauszutragen = zu töten. Der Hinweis auf die Kreuzigung des HERRN weist den Grund, warum das Gericht über die „Größe Stadt“ kommt, wie es einst über Jerusalem kam, als die Römer es dem Boden gleich machten. Letzter Grund ist der Verrat aus den eigenen Reihen, wie er in der Person des Judas in der Kirchengeschichte bis zum Ende der Zeit gegenwärtig bleibt, auch wenn das äußere Bild sich ändert.

„Es gab aber auch falsche Propheten im Volk; so wird es auch bei euch falsche Lehrer geben. Sie werden verderbliche Irrlehren verbreiten und den Herrscher, der sie freigekauft hat, verleugnen; doch dadurch werden sie sich selbst bald ins Verderben stürzen. Bei ihren Ausschweifungen werden sie viele Anhänger finden, und ihretwegen wird der Weg der Wahrheit in Verruf kommen. In ihrer Habgier werden sie euch mit verlogenen Worten zu kaufen versuchen; aber das Gericht über sie bereitet sich schon seit langem vor, und das Verderben, das ihnen droht, schläft nicht. Gott hat auch die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern sie in die finsteren Höhlen der Unterwelt verstoßen und hält sie dort eingeschlossen bis zum Gericht. Er hat auch die frühere Welt nicht verschont, nur Noah, den Verkünder der Gerechtigkeit, hat er zusammen mit sieben anderen als achten bewahrt, als er die Flut über die Welt der Gottlosen brachte. Auch die Städte Sodom und Gomorra hat er eingeäschert und zum Untergang verurteilt, als ein Beispiel für alle Gottlosen in späteren Zeiten. Den gerechten Lot aber, der unter dem ausschweifenden Leben der Gottesverächter litt, hat er gerettet“ (2 Pe 2,2-7);

Das vierte Bild:

Da der Feind sich das Recht anmaßt, über Tod und Leben zu befinden, trifft ihn die ALLMACHT GOTTES: das Erdbeben, das die „große Stadt“ erschüttert, ist Strafgericht GOTTES über die „ungetreue“ Stadt. Die Unterminierung und Zersetzung der Kirche ist seit dem „Warschauer Pakt>“ (wo sie zuerst ausgesprochen wurde) schon so weit vorgedrungen, dass der Feind nur darauf wartet, zum letzten Schlag auszuholen. Dieser Schlag geht zuerst gegen die Hierarchie: oben am Kreuz angelangt, wird der hl. Vater mit seiner kleinen Schar von Getreuen getötet. „Denn jetzt ist die Zeit, in der das Gericht beim Haus Gottes beginnt; wenn es aber bei uns anfängt, wie wird dann das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen? Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo wird man dann die Frevler und Sünder finden? 19 Darum sollen alle, die nach dem Willen Gottes leiden müssen, Gutes tun und dadurch ihr Leben dem treuen Schöpfer anbefehlen“ (1 Pe 4,17).

Zusammenfassend:

Das „Erdbeben“ (11, 13) gehört zum „2. Wehe“ und ist Teil der Reinigung der Kirche im Zeichen des Kreuzes, das hier in den vier Eigenschaften GOTTES aufscheint. Die Getreuen sollen sich für den Endkampf bereiten. Die Züchtigung der „Stadt“ ist der erste Schritt in der erwarteten „Großen Reinigung“. Sie ist auch nicht Teil des später geschilderten Endkampfes gegen Gog und Magog (Offb 20,8) der mit dem letzten Gericht endet. Es liegt nahe im „Erdbeben“ die Erschütterung der erwachten Gläubigen zu sehen, wenn der zweite Anschlag auf den hl. Vater, der vorausgesagt ist, gelingen wird. Es ist wohl nach 2 Thess 2,6 der hl. Vater (unter anderem und anderen) das letzte Hindernis, das der Feind nehmen muss, um seine Herrschaft vor aller Welt zu bekunden.

Der nüchterne  des hl. Paulus möge uns zu denken geben: „Lasst euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! Denn zuerst muss der Abfall von Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt, so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt. Erinnert ihr euch nicht, dass ich euch dies schon gesagt habe, als ich bei euch war? Ihr wisst auch, was ihn jetzt noch zurückhält, damit er erst zur festgesetzten Zeit offenbar wird. Denn die geheime Macht der Gesetzwidrigkeit ist schon am Werk; nur muss erst der beseitigt werden, der sie bis jetzt noch zurückhält.  Dann wird der gesetzwidrige Mensch allen sichtbar werden. Jesus, der Herr, wird ihn durch den Hauch seines Mundes töten und durch seine Ankunft und Erscheinung vernichten. Der Gesetzwidrige aber wird, wenn er kommt, die Kraft des Satans haben. Er wird mit großer Macht auftreten und trügerische Zeichen und Wunder tun. Er wird alle, die verlorengehen, betrügen und zur Ungerechtigkeit verführen; sie gehen verloren, weil sie sich der Liebe zur Wahrheit verschlossen haben, durch die sie gerettet werden sollten. Darum lässt Gott sie der Macht des Irrtums verfallen, so dass sie der Lüge glauben; denn alle müssen gerichtet werden, die nicht der Wahrheit geglaubt, sondern die Ungerechtigkeit geliebt haben.“ (2 Thess 2,4-12).[17]

Beachten wird die  Vierzahl der Bilder zur „Stadt“: das Kreuz ist Heil, für die es annehmen, Verdammnis für die, sich gegen es stellen. Das „5. Bild“ der Stadt, das am Ende der Geheimen Offenbarung aufstrahlt, ist das des Neuen Jerusalem, aus der Herzwunde JESU geworden, aus der schon die Kirche alle Lebensgnaden empfing und doch nicht zu nützen wusste – bis auf einen getreuen Rest, der die Heiligkeit GOTTES durch die Dunkelheit dieser Erdenzeit getragen hat, Angeld der Vollendung! (Ende Exkurs!)

15 Der siebte Engel blies seine Posaune.

Da ertönten laute Stimmen im Himmel, die riefen[18]: Nun gehört die Herrschaft über die Welt unserem Herrn und seinem Gesalbten; und sie werden herrschen in alle Ewigkeit. 16 Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen sitzen, warfen sich nieder, beteten Gott an 17 und sprachen: Wir danken dir, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung, der du bist und der du warst; denn du hast deine große Macht in Anspruch genommen und die Herrschaft angetreten. 18 Die Völker gerieten in Zorn. Da kam dein Zorn und die Zeit, die Toten zu richten: die Zeit, deine Knechte zu belohnen, die Propheten und die Heiligen und alle, die deinen Namen fürchten, die Kleinen und die Großen, die Zeit, alle zu verderben, die die Erde verderben. 19 Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und in seinem Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar: Da begann es zu blitzen, zu dröhnen und zu donnern, es gab ein Beben und schweren Hagel.

Die Wende geht aus von der kleinen Schar der Getreuen, erinnern wir uns an den Hinweis auf die Hirtenkinder und ihre Anbetung des “furchtbar geschändeten HERRN” in eins mit dem hl. Engel. Mitten im Chaos einer Welt, die sich zerstört, baut GOTT in, mit und durch MARIA im HEILIGEN GEIST das Neue Jerusalem auf: Vollendung der Kirche noch auf Erden. GOTT wird es tun, wenn wir nur mit allen Engel und Heiligen Tag und Nacht rufen: “nimm in Anspruch Deine Macht, o HERR, komm, Maranatha!“

Die „Lade GOTTES“ weist zurück in den Alten Bund, in der Mitte auf MARIA und am Ende auf die Vollendung der Kirche in MARIA durch den HEILIGEN GEIST! GOTT will die Anbetung im HEILIGEN GEIST, in Einheit mit unseren hl. Engeln. Lasst uns niederfallen und anbeten: GOTT sei gepriesen in Ewigkeit. Amen

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Wir stehen in der Mitte der Geheimen Offenbarung!

MARIA und die Schlange, das Tier aus dem Meer und das aus dem Lande (12, 1-13,18)

Es ist nicht zufällig, dass das Bild MARIENS in der Mitte dieses letzten Buches der Bibel steht. MARIA ist das vollkommenste Abbild des DREIEINIGEN GOTTES im geschöpflichen Raum, noch über den hl. Engeln. In ihr ist die Schöpfung im Blick auf den Plan GOTTES schon vollendet. An ihr wird sie deshalb in dieser letzten Zeit gemessen, gerichtet – darauf hat ja schon das Messen des Tempels im 10.Kapitel hingewiesen.

Eine erste Einstimmung auf MARIA zu Offb 11,19

Die Brücke vom 11. zum 12. Kapitel ist das „Bekenntnis JESU“, wie es im letzten Vers des Kapitels (18) heißt. Hier steht an erster Front vor allen Heiligen im Himmel droben und auf Erden die MUTTER des HERRN, darum hat sie auch GOTT in dieser Zeit ihrem SOHN als letzte Prophetin vorausgeschickt. Sie ist es, die den wenigen Getreuen die Augen öffnet für die Zeichen der Zeit, die ihnen Wegweisung gibt, wie sie den Kampf bestehen können und sie dort, wo sie sich ihr weihen, in ihr Unbeflecktes Herz hinein nimmt, dass sie vor allem Bösen behütet seien. Nicht eine weitere fromme Andacht ist diese Weihe, sondern Lebensrettung in höchster Gefahr.

GOTTES Barmherzigkeit lässt sie uns erkennen  als „die Siegerin in allen Schlachten“. Wo sie als die stillste und verborgenste der Frauen aus GOTT heraustritt, beginnt der letzte, entscheidende Kampf, darum das fünffache Zeichen himmlischer Gewalt: „Blitzen, Dröhnen, Donnern, Beben und schwerer Hagel“: Hinweis auf die Macht der Fünf Wunden des HERRN, in deren Kraft MARIA vorerlöst wurde.  Sie löst den endzeitlichen Einsatz der hl. Engel im Kampf gegen den Widersacher aus. Der Hagel in seiner Kristallform – wir müssen die „5“ in der Mitte der „4“ sehen, ist ein erstes Zeichen, dass mit den hl. Engeln die GOTTESstadt naht.

MARIA, bis zur Fülle der Zeit in den Gedanken GOTTES ruhend (vgl. Spr 8,22), in der Erlöserzeit mit ihm gehend, schirmt uns seit ihrer Krönung im Himmel als die reinste, schönste die heiligste Frau durch ihre Macht und Fürbitte vor dem Zugriff des Bösen ab. Sie steht dem höllischen Drachen und seinem ganzen Anhang (12,3) gegenüber, geborgen in GOTT. Durch ihre Geburtswehen schauen wir zurück zu Eva wie zu den Wehen der Frau in der Sehnsucht nach dem Erlöser durch Tausende von Jahren bis zur Fülle der Zeit.

Immer hat MARIA ihren Schöpfer und GOTT angebetet. GOTT selbst hat es ihr in die Seele gelegt, diese unzerreißbare Verbindung durch die Anbetung. Weil aber alles Gute, GOTTnahe, von GOTT kommend in GOTT lebt, liegt auch die Anbetung in der höchsten Form des liebenden Schauens und Einsseins eingebettet im DREIEINIGEN GOTT; sie ist Wandlung aus GOTT hinein in GOTT. Im Einssein liegt die Wurzel der hl. Kommunion.

Die Flügel des Adlers, das sind die Schwingen des HEILIGEN GEISTES; das ist die Tragkraft des allvermögenden Wortes GOTTES, welche die Kirche immer zu MARIA und MARIA immer zur Kirche und mit der Kirche zu ihrer Stätte: GOTT tragen werden.  Dort wird sie sein für eine Zeit, die eine Zeit des VATERS, die Schöpfungszeit hindurch und die „zwei Zeiten“ des SOHNES und des GEISTES in ihrer Erlöserwirksamkeit und „eine halbe Zeit“, das ist die Wirksamkeit der neun Chöre der hl. Engel in der Kraft des Hl. GEISTES.

Eine und zwei Zeiten und eine halbe Zeit sind sieben halbe Zeiten, zusammen 1.260 Tage oder Lichter. Der siebente Teil von 1260 ist 180 – wieder 9. So ist das Schweigen im Himmel im VATER und SOHN und im GEIST gegen die neun Chöre der Engel gewandt. Schweigend richten sie sich, den Willen des DREIEINIGEN GOTTES auszuführen (vgl.: 8:1 „Als das Lamm das siebte Siegel öffnete, trat im Himmel Stille ein, etwa eine halbe Stunde lang“. Und ich sah: Sieben Engel standen vor Gott; ihnen wurden sieben Posaunen gegeben.“)

Eine zweite Einstimmung auf die Schmerzen MARIAE

Ein jäher Blitz jagt mitten durch das Licht um den Thron des Allerhöchsten; es ist wie ein tausendfacher Schrei, der einen Spalt aufreißt. Diesseits des Spaltes ist es hell, jenseits ist Nacht geworden, und es geht hinunter in Abgründe, die kein Engel je ausloten könnte. Im Licht steht das Weib, mit der Sonne umkleidet, den Mond zu ihren Füssen, um ihr Haupt eine Krone von Sternen. Aus der Nacht dräut der Drache mit den vielen Köpfen, den vielen Hörnern, den vielen Kronen.

Das ist die größte geschöpfliche Gegensätzlichkeit, die vom Thron GOTTES weg bis hinunter in den tiefsten Abgrund reicht und nicht aufhören wird zu sein, bis GOTT einst sagen wird: „ICH mache Alles neu!“ Sie ist als die Frau von Ewigkeit her in der Göttlichen Weisheit mit dem SOHN GOTTES und damit dem Heilswerk verbunden: MARIA, die Jungfrau. Ihr gegenüber Luzifer, der Ersterschaffene, der Engel der Lichtträger GOTTES, der in sich selbst das Nein gegen GOTT zeugte, das Widernatürliche, das WiderGöttliche, das Widergute, das Böse, er ist mit seinen Legionen Engeln aus dem Licht GOTTES gefallen und zum Drachen geworden, der das Weib verfolgt bis zum Ende der Zeit.

Während aber GOTT in Seinen Gedanken MARIA behütete wie einen Schatz, hat er die irdische Frau auf die Erde gestellt, den Menschen, und siehe, schon hat der Drache sie gewittert, und schon war sie seine Beute. Der Drache hat nie aufgehört seither das Weib zu verfolgen, MARIA, die er nie erlangte, im Weibe, er begehrt sie, um sie als Beute gegen GOTT zu besitzen. Die Frau hat nie aufgehört in heiligen Wehen das ewig Seiende, zu tragen, zu gebären, hinein in die Schöpfung immer tiefer, immer schwerer, immer todumlauerter. Jede Frau des GOTTESvolkes und des Volkes Israel war Vorbild MARIAE und schrie mit ihr in Schmerzen nach dem kommenden Erlöser.

Doch die flehenden Strahlen der Frau und des Volkes, die gerade wie der Rauch des Morgenopfers aufsteigen sollten zu GOTT, wanden sich durch die Sünde wie Schlangen am Boden dahin. Da aber schrie MARIA, noch in den Gedanken GOTTES auf in ihren Wehen! Ist sie nicht Schicksalsgebärerin, WORTgebärerin in Erlöserschmerzen?

12,1-6 Das große Zeichen MARIENS

12:1 Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füssen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. 2 Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.3 Ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen. 4 Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab. Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren würde. 5 Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt. 6 Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte; dort wird man sie mit Nahrung versorgen, zwölfhundertsechzig Tage lang.

Dieses Zeichen wird Gegenwart auf Erden und in unserer Geschichte in der Erscheinung U.L.F. von Guadalupe, 1531, zu Beginn der Neuzeit, am Tepeyac in Mexiko. Das Zeichen, ihr nicht von Menschenhänden gemaltes Bild, ist geblieben bis auf den heutigen Tag. Nur geringfügig unterscheidet sich das „Wortbild“ der G.O. von ihrer Gegenwart im Bild. Es wartet auf den Zeitpunkt, da es im letzten geistigen Kampf den Getreuen GOTTES als Siegesbanner voranzieht[19]. Vor zehn Jahren ist es in mehreren Kopien ausgezogen, zuerst im Kampf gegen die Abtreibung über ganz Nordamerika, dann um die Einheit der lateinameriikanischen Staaten zu fördern – über ganz Südamerika bis hinunter nach Chile (in einem Marsch von über 4 Jahren!). In seiner Schönheit und seinem Wundercharakter ist es Verheißung des Sieges: die MUTTER des HERRN ist in ihm wahrhaft gegenwärtig – 8 Millionen Indios in 10 Jahren getauft sind dafür Zeugnis – da ihr Antlitz  (sie kommt von Osten!) nach Westen weist, ist sie Verheißung für die Asiaten, dass auch ihnen noch das Licht des Evangeliums zuteil wird.

Mit der „Neuzeit“ beginnt der geistige Kampf in ein erstes Stadium zu treten mit der Verkündigung der „doppelten Wahrheit“: eine die GOTT offenbart, eine die der Mensch in Vernunft erkennt. Die Renaissance, rückgreifend auf das griechische Altertum, verkündet eine „Neue Geburt des Menschen“. Im Wettstreit mit der Kirche hat der „Neue Geist“ bald die Künste und Wissenschaften auf seiner Seite, die Fürstenhöfe gewonnen, immer mehr dringt er in ein die Politik, bis er endlich in der französischen Revolution mit Gewalt die Zügel ergreift, die Napoleon übernimmt, um den Neuen Geist über Europa bis hinein nach Russland zu tragen, wo er am tiefsten Wurzel gefasst hat und endlich im Kommunismus über die ganze Welt geht. Das „New Age“ fasst alle Esoterik zusammen, die auf ein Neues Zeitalter der Menschheit hinweist.

Kampf im Himmel 12, 7 - 12

7 Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, 8 aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. 9 Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinab geworfen. 10 Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten; denn gestürzt wurde der Ankläger unserer Brüder, der sie bei Tag und bei Nacht vor unserem Gott verklagte. 11 Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis; sie hielten ihr Leben nicht fest, bis hinein in den Tod. 12 Darum jubelt, ihr Himmel und alle, die darin wohnen. Weh aber euch, Land und Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinab gekommen; seine Wut ist groß, weil er weiß, dass ihm nur noch eine kurze Frist bleibt.

Immer wird schweigend auf die beiden Gemeinden Smyrna und Philadelphia zurück verwiesen, auch hier in den Blutzeugen, die im Blut des LAMMES gesiegt haben, auch wenn der Feind sie erschlug. Es ist nicht die Kraft des Menschen, sondern die Macht GOTTES, die den Feind in die Knie zwingt.

Das Bild der von der Sonne umkleideten Frau umgreift die ganze Heilsgeschichte, von der Prüfung der Engel im Anfang der Zeit (Gen 1,1 – die Scheidung von Licht und Finsternis = der Scheidung der getreuen von den aufrührerischen Engeln!) bis ans Ende, das Weltgericht.

12,13 – 16 Verfolgung der Frau

 13 Als der Drache erkannte, dass er auf die Erde gestürzt war, verfolgte er die Frau, die den Sohn geboren hatte. 14 Aber der Frau wurden die beiden Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste an ihren Ort fliegen konnte. Dort ist sie vor der Schlange sicher und wird eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit lang ernährt.15 Die Schlange spie einen Strom von Wasser aus ihrem Rachen hinter der Frau her, damit sie von den Fluten fortgerissen werde. 16 Aber die Erde kam der Frau zu Hilfe; sie öffnete sich und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Rachen gespieen hatte. 17 Da geriet der Drache in Zorn über die Frau, und er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für Jesus festhalten. 18 Und der Drache trat an den Strand des Meeres.(NB! dieser letzte Vers kann auch auf Johannes bezogen werden: „ich trat....“, als Einleitung zu 13.1)

„Wüste“ will hier vor allem im geistigen Sinne verstanden sein – auch im Gegensatz zum Wohlleben zum Alleshaben in der Welt. Wie Abraham am Anfang ausziehen musste aus der Verderbnis seines Volkes, so sind heute die Getreuen gerufen, ihre „Absage an Satan und seinen Pomp“ in die Tat umzusetzen, auch wenn sie in der Abweisung des Zeichens 666 nicht mehr kaufen noch verkaufen können. Auf die Hilfe der stummen Schöpfung in diesem Kampf wurde schon hingewiesen. Der hl. Engel und die Heiligen auf der einen Seite, die stumme, reine Schöpfung auf der anderen sind unsere besten Verbündeten im geistigen Kampf.  „Wüste“ heißt hier auch: unser Vertrauen allein in GOTT setzen – im Gegensatz zur Welt, die ihre technische Beherrschung der Schöpfung immer mehr ausbaut. Richtung im Kampf geben die Gebote GOTTES, die der Feind heute außer Kraft zu setzen versucht  u n d  das Zeugnis für JESUS, der Bekennermut, der der Kirche heute so sehr fehlt – sonst wäre der Feind nicht so tief eingebrochen. Die Wenigen, die widerstehen, können in aller Bedrängnis, auch von ihren eigenen Glaubensgenossen, nur in der Kraft der Gnade gegen Strom stehen.

13,1 – 4: Die dämonische „trinität“ als Gegenzeichen

13:1 Und ich sah: Ein Tier stieg aus dem Meer, mit zehn Hörnern und sieben Köpfen. Auf seinen Hörnern trug es zehn Diademe und auf seinen Köpfen Namen, die Gotteslästerung waren. 2 Das Tier, das ich sah, glich einem Panther; seine Füße waren wie die Tatzen eines Bären und sein Maul wie das Maul eines Löwen. Der Drache hatte ihm seine Gewalt übergeben, seinen Thron und seine große Macht. 3 Einer seiner Köpfe sah aus wie tödlich verwundet; aber die tödliche Wunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah dem Tier staunend nach. 4 Die Menschen warfen sich vor dem Drachen nieder, weil er seine Macht dem Tier gegeben hatte; und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann den Kampf mit ihm aufnehmen?

Das Tier, das hier „aus dem Meer aufsteigt“ ist der Fürst des Abgrundes. Es steigt aus dem „Meer des Lebens“, das sich dem Abgrund zugewendet und von GOTT abgewendet hat. Wir werden hier an das Wort von den „Tiefen Satans“ an die Gemeinde von Thyatira erinnert (vgl. 24). Diese Tiefen schlagen heute die Jugend in Bann, weil sie den Blick nach oben verloren hat. Das Böse ist zum Lebensgrund geworden. Die Frage: wer wird ihm „widerstehen?“, ist schon beantwortet: das Zeichen MARIENS steht am Himmel des Glaubens und muss immer mehr in unserem Herzen stehen, dann werden wir in allem Ansturm des Feindes nicht fallen.

Es tritt das Tier auf mit dem Pomp dieser Zeit, es kann sich nicht genug tun mit den Zeichen seiner Macht und Herrlichkeit, so wie die Menschen in dieser Zeit in ihrer Unrast sich mit immer neuen Absonderlichkeiten schmükken. Sie haben das Land der Einfalt: MARIA, verloren. Kohelet warnt schon seine Zeitgenossen, sich in der Vielfalt der Dinge zu verlieren: „Alle Dinge sind rastlos tätig, kein Mensch kann alles ausdrücken, nie wird ein Auge satt, wenn es beobachtet, nie wird ein Ohr vom Hören voll. Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne“ (Eccl.1,8).

Doch gerade die Nüchternheit geht den Menschen in ihrem Greifen nach mehr verloren. Sie bauen Reiche auf, die Chimären sind. Furchtbar wird die Katastrophe einer Menschheit sein, die bis in die kleinsten Dinge von einer komplizierten Technik abhängt, die von heute auf morgen zusammen brechen kann! Da die Anbetung des wahren GOTTES bis hinein in die Kirche verloren ist, kommen die Götzen längst vergangener, heidnischer Zeit mit ihrem Anhang zurück: es ist „Götterdämmerung“, sie treibt den Menschen immer mehr in die Angst und dem Teufelskult in die Arme..

13,5 – 10:  GOTTESlästerung und Kampf gegen die Heiligen

 5 Und es wurde ermächtigt, mit seinem Maul anMaßende Worte und Lästerungen auszusprechen; es wurde ihm Macht gegeben, dies zweiundvierzig Monate zu tun. 6 Das Tier öffnete sein Maul, um Gott und seinen Namen zu lästern, seine Wohnung und alle, die im Himmel wohnen.7 Und es wurde ihm erlaubt, mit den Heiligen zu kämpfen und sie zu besiegen. Es wurde ihm auch Macht gegeben über alle Stämme, Völker, Sprachen und Nationen. 8 Alle Bewohner der Erde fallen nieder vor ihm: alle, deren Name nicht seit der Erschaffung der Welt eingetragen ist ins Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet wurde. 9 Wenn einer Ohren hat, so höre er. 10 Wer zur Gefangenschaft bestimmt ist, geht in die Gefangenschaft. Wer mit dem Schwert getötet werden soll, wird mit dem Schwert getötet. Hier müssen sich die Standhaftigkeit und die Glaubenstreue der Heiligen bewähren.

Der „totale Krieg“ ist angesagt, wie ihn Hitler zuerst verkündet hat, um alles mit sich ins Verderben zu reißen. Der Böse hat seine Maske fallen lassen: seine Hässlichkeit ist für die Menschen anziehend geworden. „Die Blumen des Bösen“ eines Baudelaire[20] strömen einen betäubenden Duft über die Menschheit. Die ganze Welt wird Verführung. Bestehen werden nur die, die in GOTT verankert sind und in allem Chaos Seine liebende Führung durch die hl. Engel nicht verlieren. Die falsche Einheit der Welt durch die Gewalt und die Lüge scheint vollkommen; die Sicherheit, nach der die Menschen heute schreien, ist die eines großen Gefängnisses geworden.

13,11 -14: Der „Fürst der Welt“

11 Und ich sah: Ein anderes Tier stieg aus der Erde herauf. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm, aber es redete wie ein Drache. 12 Die ganze Macht des ersten Tieres übte es vor dessen Augen aus. Es brachte die Erde und ihre Bewohner dazu, das erste Tier anzubeten, dessen tödliche Wunde geheilt war. 13 Es tat große Zeichen; sogar Feuer liess es vor den Augen der Menschen vom Himmel auf die Erde fallen. 14 Es verwirrte die Bewohner der Erde durch die Wunderzeichen, die es im Auftrag des Tieres tat; es befahl den Bewohnern der Erde, ein Standbild zu errichten zu Ehren des Tieres, das mit dem Schwert erschlagen worden war und doch wieder zum Leben kam.

Das „zweite Tier aus der Erde“ ist Satan selber, der „Fürst der Erde“ (Jo 12,31) wie ihn der HERR nennt. Der Sieg des HERRN am Kreuz hat den Abgrund geschlossen, doch durch die Sünde des Menschen, zuerst von uns Christen, ist er wieder aufgerissen worden. Die Kirche hat die „Stunde der Heimsuchung“, in der wir stehen nicht erkannt und in einer unterscheidungslosen Öffnung gegenüber der Welt dem Bösen Tür und Tor geöffnet. Der Satanskult hat öffentliche Anerkennung gefunden – sein „Standbild“ steht schon heute in unserer Mitte. Der Hochmut des Menschen, der die Welt des Geistes leugnet, hat den bösen Geistern freie Hand gegeben und die guten Geister, die hl. Engel, hinaus gedrängt. Es fehlt wenig, dass sich die eiserne Schlinge über der ganzen Welt zusammen zieht. Die notwendigen Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

13,15 -18: Anbetung des Standbildes, „666“

15 Es wurde ihm Macht gegeben, dem Standbild des Tieres Lebensgeist zu verleihen, so dass es auch sprechen konnte und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Standbild des Tieres nicht anbeteten.16 Die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Sklaven, alle zwang es, auf ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn ein Kennzeichen anzubringen. 17 Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen trug: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. 18 Hier braucht man Kenntnis. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschennamens; seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.

Die Zahl 666 ist Spott auf MARIA, als Spiegelbild der Hlst. DREIFALTIGKEIT. Wir finden sie schon heute offen oder verhüllt auf all unseren Wegen. Da der Weltmarkt in der Hand des Feindes ist, kaufen die Menschen sich mit Begeisterung Gefangenschaft und Tod: der „begeisterte Selbstmord“ ist marktfähig geworden. Abgrundtief ist der Hass des gefallenen Engels gegen MARIA, ihre Demut hat ihm den ersten Platz geraubt. Darum kann er sich auch nicht genug tun, die Frau in den schlimmsten Schmutz zu zerren, in dem er zu Hause ist.

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Der Eintritt der Gerichts und Ernte-Engel (14,1-20)

Der Feind, als Werkzeug GOTTES, löst die Scheidung der Menschheit aus und bereitet sie so zur Ernte .Hier ist der Übergang zu den Gerichts- und Ernteengeln – was ausgeschieden ist, muss dem Gericht stehen, kommt durch die Ernteengel an dem ihm zustehende Platz im Bild der Parabel von den Schafen und den Böcken.

Die Gerichts- und Ernteenge sind wie ein Teilstück aus neun kleinen Bildern mit Goldgrund in diesem gewaltigen Bild der Allmacht GOTTES. Sie sind zu drei und drei geordnet: dazu das Lamm und MARIA mit der Beute GOTTES, den seligen Menschen in der Mitte. Neben dem Lamm reihen sich die drei Gerichtsengel, neben MARIA die drei Ernte Engel. Sie stehen jeweils für einen von drei Begriffen, die uns gerade in unserer Zeit immer mehr aufgehen, derer tieferer Bezug aber zum Leben GOTTES verborgen bleibt. Sie werden in der Scheidung, in der wir stehen, offenbar.

Drei sind die Lebensbegriffe :

„Strömung“ – Bezug zum Sein, zum Leben, am deutlichsten im Blutkreislauf des Menschen – in der materiellen Welt sind dafür ein schönes Bild die Flüsse, die ein Land durchströmen, bewässern, befruchten.

„Strahlung“, sie bricht aus der Strömung hervor – alles Leben strahlt, je höher es im Geiste steht um so mehr. Es entspricht dem Tun des Menschen, das vom Wort (rückbezogen auf das WORT) geleitet sein sollte. (Worte strahlen, wenn sie bös aufgeladen sind, können sie stechen wie Nadeln, schneiden wie Messer!). In der materiellen Welt hilft uns auch hier wieder das Bild des Flusses: er strahlt seine Lebenskraft je nach seiner Größe weiter hinaus.

„Kraftfeld“ – es baut sich auf aus den beiden vorhergehenden und beschreibt ihren Wirkungskreis. Wer ein Land im Flugzeug überfliegt, kann deutlich das „Kraft – oder Wirkungsfeld“ eines Flusses erkennen, besonders in südlichen Ländern: es zeichnet sich ab wie ein grüner Streifen in einem sonst braunen, verbrannten Land. Das Kraftfeld von Menschen kann je nach ihrer Geisteskraft, im guten und bösen Sinne über die Grenzen eines Landes hinaus reichen. Es kann sich heute durch die Medien  über die ganze Welt legen. Wir erkennen es an den „Großen“ dieser Zeit, sie reißen oft Millionen mit, wenn die Macht des Bösen hinter ihnen steht.

Weil es Grundbegriffe des Lebens sind, treten sie besonders im geistigen Kampf nach vorne, im guten, wie im schlechten Sinne. Je mehr die Menschen in der Welt den Spürsinn für geistige Wirklichkeiten  verlieren, umso mehr müssen die Getreuen GOTTES sie erspüren in der Unterscheidung der Geister, in der ihnen der hl. Engel am meisten helfen kann.

Johannes erkennt die drei Gerichts- und die drei Ernteengel in einer wunderbaren Zuordnung zum HERRN und zu MARIA!

Den dreimal drei gegenüber steht die aus GOTT heraus gefallene, IHM untreu geworden Dreiheit:

Der Drache (Luzifer), der seit Anfang der Zeit MARIA um der Menschwerdung CHRISTI willen mit seinem ganzen Einfluss verfolgt; er versucht die ganze Erde in seinem Kraftfeld einzufangen.

Das Tier aus dem Meer; da er für das irdische, dem Tode verfallene Leben steht, kann er ein Scheinleben vorspiegeln; es vergiftet die Lebensströmung des Menschen, dass er Tod statt Leben wählt.

Das Tier aus dem Lande, Satanas, Seine Hass - Strahlen gelten vor allem dem WORT, das Fleisch wurde, dem Lamme,  und den mit GOTT verbundenen Menschen der hl. Kirche. Seine Strahlen zerschneiden die letzten Bindungen an GOTT und der Menschen untereinander; an ihre Stelle tritt die brutale Gewalt.

Übersicht über die Gerichts- und Ernteengel

I. Teil: das Aufrufen und Scheiden als Gericht (durch die Gerichtsengel)

Gegen den – Drachen steht der 1. Gerichtsengel der Liebesreue (1-5-6-7),  (Offb 14,6). Er steht für das Kraftfeld.

Gegen das Tier aus dem Meer steht der zweite, der den Fuß auf die Hölle setzt. Er steht für die Gegenströmung des ewigen, himmlischen Lebens gegen die satanshörige Welt (2-5-7-8): (14.8)

Gegen das Tier aus dem Lande steht der dritte Gerichtsengel, der das Unkraut der Strafe übergibt. Er steht für die Gegenstrahlung und wird endlich die Strahlkraft des Fürsten der Welt  vernichten (3-5-8-9): (14,9).

II. Teil: Das Kern – und Mittelstück von Gericht und Ernte

Gegen den Fürsten der Welt mit den Strahlzeichen der Sonne (13,11) –  steht das LAMM, der MENSCHENSOHN und Richter auf dem Sion des Alten und der ERSTE ZEUGE (14,1) – Strahlung

Gegen den Fürst des Todes, das Tier aus dem Meer (13,1), der die Strömung vernichtet, steht das Gefolge des Lammes, die Beute GOTTES, die gerettete Menschheit (14,1f)

Gegen den Drachen, Luzifer steht MARIA, das Weib, die Trägerin der Menschwerdung des SOHNES GOTTES, die große Fürbitterin, der ZWEITE ZEUGE (12,1)

III. Teil  Ende der Menschwerdung durch die Ernteengel des Richters (14,14)

Gegen den Drachen steht der erste Ernteengel, der die Hand zur Wandlung hebt (Abbruch der Geisteinwirkung, 14,15)

Gegen das Tier aus dem Meer steht der Engel, der die Ernte heimbringt, der zweite Ernteengel (Abbruch der Lebensströmung (14,17, 19)

Gegen das Tier aus dem Lande steht der dritte Ernteengel, der alle Strahlung zertrümmert (14,18)

14,1 – 5, - 13: Die Gerichtsengel

14:1 Und ich sah: Das Lamm stand auf dem Berg Zion, und bei ihm waren hundertvierundvierzigtausend; auf ihrer Stirn trugen sie seinen Namen und den Namen seines Vaters. 2 Dann hörte ich eine Stimme vom Himmel her, die dem Rauschen von Wassermassen und dem Rollen eines gewaltigen Donners glich. Die Stimme, die ich hörte, war wie der Klang der Harfe, die ein Harfenspieler schlägt.  3 Und sie sangen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Lebewesen und vor den Ältesten. Aber niemand konnte das Lied singen lernen außer den hundertvierundvierzigtausend, die freigekauft und von der Erde weggenommen worden sind. 4 Sie sind es, die sich nicht mit Weibern befleckt haben; denn sie sind jungfräulich. Sie folgen dem Lamm, wohin es geht. Sie allein unter allen Menschen sind freigekauft als Erstlingsgabe für Gott und das Lamm. 5 Denn in ihrem Mund fand sich keinerlei Lüge. Sie sind ohne Makel.

Als das LAMM das Buch mit den 7 Siegeln empfängt vor 4 den Lebenden Wesen und den 24 Ältesten, erschallt der erste Lobpreis: „Sie singen ein neues Lied“(5,6); es ist das Lied der Erlösten. Dort ist es Verheißung, hier in 14,3 ist es Ansporn durchzuhalten für die auf der Erde, die noch in der Bedrängnis sind, hineingestellt in das Gericht GOTTES, das scheidet in den Gerichts- und Ernteengeln.

- 6f Dann sah ich: Ein anderer Engel flog hoch am Himmel. Er hatte den Bewohnern der Erde ein ewiges Evangelium zu verkünden, allen Nationen, Stämmen, Sprachen und Völkern  7 Er rief mit lauter Stimme: Fürchtet Gott, und erweist ihm die Ehre! Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Betet ihn an, der den Himmel und die Erde, das Meer und die Wasserquellen geschaffen hat.

Es heißt immer wieder „ein anderer“ Engel, wenn ein neuer Engel eintritt; auch für Johannes ist es eine neue Welt, in die er in der G.O. eintritt, die immer neu überrascht. Jetzt, am Ende der Heilsgeschichte, fasst dieser erste Gerichtsengel noch einmal die ganze Heilsbotschaft JESU zusammen: “Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“(Mk 1,15); am Ende ist am meisten gefordert die GOTTESfurcht: „gebt IHM die Ehre!“ und damit die Anbetung mit dem Engel und wie der Engel. Hier wird deutlich, wie sehr das Gebet des Engels mit den Kindern in Fatima ein Anruf an die ganze Kirche ist, den nur die wenigsten verstanden haben, weil sie blind sind für die Zeichen der Zeit. Das Evangelium wird unserer Zeit angepasst, wo es anstößt, hat man es abgeschliffen und auf die Linie des Humanismus gebracht.

- 8 Ein anderer Engel, ein zweiter, folgte und rief: gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, die alle Völker betrunken gemacht hat mit dem Zornwein ihrer Hurerei.

Die leibliche Sünde der Unreinheit steht hier zugleich für die noch Größere des Götzendienstes, die den Einen Wahren GOTT zu verdrängen sucht und dort wo sie bewusst vollzogen wird, Sünde ist gegen den HEILIGEN GEIST; nicht mehr zu lösen; der Sünder hat sich dem Feind anheim gegeben mit Leib und Seele.

- 9 Ein anderer Engel, ein dritter, folgte ihnen und rief mit lauter Stimme: Wer das Tier und sein Standbild anbetet und wer das Kennzeichen auf seiner Stirn oder seiner Hand annimmt, 10 der muss den Wein des Zornes Gottes trinken, der unverdünnt im Becher seines Zorns gemischt ist. Und er wird mit Feuer und Schwefel gequält vor den Augen der heiligen Engel und des Lammes. 11 Der Rauch von ihrer Peinigung steigt auf in alle Ewigkeit, und alle, die das Tier und sein Standbild anbeten und die seinen Namen als Kennzeichen annehmen, werden bei Tag und Nacht keine Ruhe haben. 12 Hier muss sich die Standhaftigkeit der Heiligen bewähren, die an den Geboten Gottes und an der Treue zu Jesus festhalten.13 Und ich hörte eine Stimme vom Himmel her rufen: Schreibe! Selig die Toten, die im Herrn sterben, von jetzt an; ja, spricht der Geist, sie sollen ausruhen von ihren Mühen; denn ihre Werke begleiten sie.

Hier wird ausgesprochen, was der Mensch heute nicht mehr wahr haben will, weil der Böse ihn blendet: es gibt einen Ort ewiger Strafe: die Hölle. Die noch im Kampfe auf Erden stehen, müssen es wissen, es geht um das Ewige Leben oder die Ewige Verdammnis. Der „totale Krieg“ fordert auch im Glauben die letzten Kräfte des Menschen. Auch dafür sind die Hirtenkinder von Fátima ein lebendiges Beispiel. Francisco und Jazintha habe in kindlicher Einfalt den Anruf zur Busse gelebt – dadurch, ärztlich gesehen, ihr Leben abgekürzt – aber unzählige Seelen gerettet und zusammen mit Luzia Kirche und Welt den Weg durch diese Zeit als Kreuzweg gewiesen. Das „Ausruhen“, nach dem der moderne Mensch mit seinem verlängerten Wochenende, der Verkürzung der Arbeit verlangt, muss der Kämpfer für CHRISTUS auf den Himmel verschieben. GOTT wird es siebenfach lohnen!

14,14 – 20: Die Ernteengel

14 Dann sah ich eine weiße Wolke. Auf der Wolke thronte einer, der wie ein Menschensohn aussah. Er trug einen goldenen Kranz auf dem Haupt und eine scharfe Sichel in der Hand.

- 15 Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel und rief dem, der auf der Wolke saß, mit lauter Stimme zu: Schick deine Sichel aus, und ernte! Denn die Zeit zu ernten ist gekommen: Die Frucht der Erde ist reif geworden. 16 Und der, der auf der Wolke saß, schleuderte seine Sichel über die Erde, und die Erde wurde abgeerntet.

- 17 Und ein anderer Engel trat aus dem himmlischen Tempel. Auch er hatte eine scharfe Sichel.

- 18 Vom Altar her kam noch ein anderer Engel, der die Macht über das Feuer hatte. Dem, der die scharfe Sichel trug, rief er mit lauter Stimme zu: Schicke deine scharfe Sichel aus, und ernte die Trauben vom Weinstock der Erde! Seine Beeren sind reif geworden. 19 Da schleuderte der Engel seine Sichel auf die Erde, erntete den Weinstock der Erde ab und warf die Trauben in die große Kelter des Zornes Gottes. 20 Die Kelter wurde draußen vor der Stadt getreten, und Blut strömte aus der Kelter; es stieg an, bis an die Zügel der Pferde, eintausendsechshundert Stadien weit.

Über allem Gericht thront der HERR, IHM hat der VATER das ganze Gericht übergeben: „Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will.  Auch richtet der Vater niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinüber gegangen.(Jo 5,22ff). Die Dornenkrone des Spottes ist auf Seinem Haupt zur goldenen Krone des Sieges geworden; die Zeit ist gekommen, die Frucht Seines Erlöserleidens einzuholen: dazu sendet er die drei Ernteengel. Sie sind drei wie die Gerichtsengel, denn auch wenn dem SOHN das Gericht übergeben ist, er vollzieht es in Einheit mit dem VATER im HEILIGEN GEIST. Der Engel der über der Strömung richtet, schaut auf den VATER, der über die Strahlung richtet, auf den SOHN, der Engel der einholt, tut es in der Kraft des HEILIGEN GEISTES.

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Ergänzung zu den Gerichts- und Ernteengeln

Eine andere Sicht:

In ein weißes Licht gehüllt zieht der erste der drei eine Wolke über die stöhnende Welt. Er trägt die unbesiegbare Liebe GOTTES, die sich mit Sündern und Zöllnern zu Tisch setzt. Er trägt diese Liebe wie ein flammendes Lieht auf dem Haupt. Er ist gegürtet mit einem Band, darauf steht: Treue GOTTES. Er trägt in einem Krug die Tränen der Reue, die an das Herz GOTTES rühren.  Er ist es, der vom Kreuz weg das neue „Werde!“ in die Seelen getragen hat, tausendmal zertreten und zehntausenmal neu gesät.  Er legt in die Reue den Begriff des Wortes und der Liebe GOTTES: „ICH will, sei rein!“ Er ruft zur Liebesreue und zum Gebet.  Er ist der erste Gerichtsengel, der Reue. Er geht mit der MUTTER des HERRN heute über alle Lande um die Gnade der Liebesreue in den Herzen der Menschen zu wecken, die in aller Bedrängnis der Sünde nach GOTT schauen, schreien.

Der zweite. Er ist umhüllt von einem schwarzen Mantel und Rauch ist unter seinen Füssen. Auch er ist ein Engel der Liebe, aber jener scheidenden, die das Gute vom Bösen, die den ringenden Menschen von den Umklammerungen der Hölle scheidet. Das Licht der Liebe GOTTES hat er unter seinem Mantel geborgen, da wo die Menschen ihr Herz haben, ihr steinernes oder verdorrtes. Er ruft in der Kraft GOTTES sein „Wehe!“ über die Trümmer der Seelen, sein „Weiche!“ hin zum Abgrund und zu den an seinem Rand Schwelgenden.

Der dritte ist wie in Blut getaucht, wie einer, der die Kelter tritt vom Morgen bis zum Abend Er trägt die Liebe GOTTES wie eine blutige Dornenkrone um sein Haupt, hinter dem die Flammen wie von einem Weltenbrand zucken. Er hat eine Stimme wie der Adler schreit, wenn er seine Beute heimbringt. Er sammelt das Unkraut aus dem Weizen in Bündel und wirft es wie Reisig auf die Tenne GOTTES. Wenn die Knechte des HERRN die Liebe GOTTES daran halten, dann bedeckt nur mehr Asche den Boden. Er ist ein Rufer der Gerechtigkeit und des Gerichtes GOTTES.

Der HERR ist die Mitte zwischen diesem und den folgenden drei Engel, die goldene Krone ist das Zeichen Seiner Herrscherwürde, die Sichel aber bedeutet, dass nun die Ernte beginnt. Die Kelter des Zornes GOTTES ist vor der Stadt, wo der HERR gekreuzigt wurde. Jetzt fließen nicht mehr die Gnadenströme, wie es Ezechiel sah. Jetzt wird das Leben auf Erden gerichtet.

Eine dritte Sicht:

Auf der Waage der Gerechtigkeit GOTTES wird die Ernte der Menschheit gewogen:

1.       derer aus der Kirche,

2.       derer, die an GOTT glaubten,

3.       derer, die nur lebten und starben.

4.       derer, die das Blut getrunken haben, die das Brot gegessen haben...,

5.       derer mit den Krügen der Liebe,

6.       derer mit dem Schwert der Verteidigung,

7.       derer mit dem „Einen Denar“= die Lastträger.

 

Da gibt MARIA zuerst ihr Blut dazu, dann ihren Leib, dann ihr Herz ...

und die Herrlichkeit GOTTES sagt, „nun ist es genug!“

Der Engel, der die Ernte heimbringt,

war zuerst bis zu den Knöcheln im Blut gestanden von der Ernte der Kinder GOTTES der Kirche.

Dann bis zu den Hüften von jenen, die glaubten und GOTT fürchteten,

dann bis zum Hals von denen, die nur lebten und sterben.

Aber dann begann unten bei seinen Knöcheln ein starkes unbesiegbares Licht, das sich von unten her verbreitete, wie ein Keimling wächst, zum Baum wird und sich verzweigt.....“ Da stehen:

·         der die Ernte einbringt (14,17 u.19)- der mittlere -  durchtrennt die Lebensströmung der Menschheit;

·         der die Gewalt über das Feuer hat und vom Altar weg den Erntebefehl gibt über die Strahlkraft des Wortes (14,18) – der dritte -  bricht die Strahlkraft ab;

·         der den Fuß auf den Wägebalken setzt – der erste -  bittet den HERRN über ihm um die Ernte  (14,15).

 

Eine Zählung der Gerichts/Ernteengel;  in der Mitte das LAMM, als 5.

Übersicht

1  Anruf zur Reue

4 DAS LAMM

7 Erhebt die Hand zur Wandlung

2. Macht über die Hölle

5 das Gefolge des LAMMES

8 bringt die Ernte ein

3. Bündelt das Unkraut

6 MARIA, die Sonnen – umkleidete

9 Betet GOTT an auf den Trümmern

Der erste, der als Herold MARIENS den Völkern die ewige Heilsbotschaft verkündet (14,6f) weist hin auf das Lamm (5), durch MARIA (6) und bringt durch Annahme oder Ablehnung der Sühnebereitschaft vonseiten der Menschheit  den Engel der Geisteinwirkung nahe (1-5-6-7).

Der zweite, der den Fuß auf die Hölle setzt und den Sieg des LAMMES über das große Babylon (Welt) verkündet (14,8) weist als 2 auf das LAMM und wendet sich mit den beiden Ernteengeln (7.u.8.) der GEIST-Einwirkung und des Abbruchs der Lebensströmung gegen den Drachen, daher 2-5-7-9.

Der dritte Gerichtsengel, der das Unkraut der Welt der Strafe durch das Feuer übergibt (14,9-12) weist als 3 wieder auf das LAMM (5.) und wendet sich mit den Ernteengeln der Lebensströmung, (8) und der Zertrümmerung aller Strahlung (9) gegen Satanas, das Tier auf dem Lande und jene Menschen, die das Zeichen des Tieres auf Stirn oder Hand tragen (3-5-8-9).

Erklärung der hier vor kommenden Symbole und Zeichen:

„Hoch am Himmel“: Hinweis auf MARIA, die als große Sühnende hoch vor GOTT schwebt – Bezug zum ersten Gerichtsengel.

„Das große Babylon“: die sündige Welt.

„Das Zeichen des Tieres“: Das uralte Zeichen der Göttlichen Verehrung der Sonne (svastica), das sich bei vielen Heiden und Neuheiden findet (Sonnenstrahlen als hereinschaufelndes Rad des Schicksals – Nachäffung der Seraphimbewegung).

 „Eine weiße Wolke und darauf saß Einer- Bild MARIENS als verschleierte GOTTESträgerin, als Mystische Braut CHRISTI, als Kirche, als Himmlisches Jerusalem. Im Zwischensatz heißt es "in der Wolke kam der HERR daher", das ist vom Engel der Liebe her gesehen, weil MARIA in Liebe den HERRN umhüllt, während in der G.O. der HERR als Macht über jedem Geschöpf stehend gezeigt wird.

„Die goldene Korne, die scharfe Sichel“

„Die Krone“ ist Bild der vollendeten Herrschaft, des Sieges, Bild sämtlicher Verdienste der Seinen und aller Heiligen.

„Die Sichel“ ist Bild der unerbittlichen Gerechtigkeit des Gerichtes.

„Macht über das Feuer“ Dieser Ernteengel wird das durch die satanischen Strahlen brennend Gewordene löschen und aus der Asche und den Trümmern anbetend den Weg für den Richter zum Gericht frei machen.

„Die Trauben vom Weinstock Erde, seine Beeren wurden reif“

Der Mensch ist die Traube, seine Taten sind die Beeren, der ganze Mensch kommt vor das Gericht, seine Taten werden entweder zum Hochzeitswein im Himmel oder zum Glutwein der Hölle.

“Die Kelter außerhalb der Stadt...“

Sie ist das Gericht, die Stadt ist die Gnade GOTTES. Die Zügel der Rosse sind Bild für den Willen der Ernte Engel (mehr Sühne und Gericht hätte die Engel zu flehentlicher Fürbitte gebracht!)

Die Zahl bedeutet: rund um die Mauer, 400 Stadien.

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V. Teil der Vollzug des Gerichtes: die Sieben Zornschalenengel

Übersicht

Es sind wieder zwölf Bilder:

1.Der Thron GOTTES,

2-8: Bilder der 6 ersten Zornschalen,

9. 7.Zornschale

10 -12: 3 Engelstrafen über Babylon, dabei enthält jedes Bild Teilbilder

 

Dreimal wird der Thron GOTTES gezeigt:

·         am Anfang: des VATERS 4, 2-6 : der Thron im Himmel – dreifaltig: Jaspis, Sardis, Regenbogen...

·         in  11, 19: des SOHNES: Bundeslade... Hinweis auf die Menschwerdung und Erlösungstat CHRISTI

des HG 15, 52 .“.der Tempel voll Rauch voll der Herrlichkeit GOTTES.“ Bei allen drei Bildern finden wir den Hinweis auf die Engelscharen:

·         „vor dem Thron ein gläsernes Meer“

·         am Anfang und Ende werden die hl. Engel mehr in ihrer Wirksamkeit gezeigt: “Donner, Hagel, Rauschen vieler Wasser, Rollen gewaltiger Donner, Harfenspieler: neues Lied“.

·         am Ende mehr in ihrem Sein:„gläsernes Meer mit Feuer gemischt“, 15,2; Lied des Moses und des Lammes“,15,3..

 

Wieder ist hier ein gewaltiger Spannungsbogen

·         Das Gericht beginnt schon am Anfang, doch erst wenn der Kampf vorbei ist, ruft der Engel die Kirche und zeigt ihr den Sieger  und die Herrlichkeit der GOTTESstadt, die aus der Asche der Reinigung ersteht (vgl. 21,9ff).

·         Feierlich ist die Ankündigung der Zornschalenengel. Sie „ein anderes und wunderbares Zeichen“ (15,1) ,wie die gewaltige Strahlung, die vom Bilder der Sonnenumkleideten Frau ausgeht. In diesem „Zeichen“ ist das Gegenzeichen des Drachen gelöscht“. Hier werden wir noch einmal an die Dreiergruppen der Gerichts- und Ernteengel erinnert.

·         Die Wirksamkeit der 7 Engel wird im einzelnen aufgezeigt, sie schließt ein die Vernichtung Babylons und gipfelt im Sieg CHRISTI mit den Seinen.

·         Endkampf und Endgericht enthalten in sich wiederum je 7 Bilder.

 

Vorbereitung am Thron GOTTES (15,1-4)

15:1 Dann sah ich ein anderes Zeichen am Himmel, groß und wunderbar. Ich sah sieben Engel mit sieben Plagen, den sieben letzten; denn in ihnen erreicht der Zorn Gottes sein Ende. 2 Dann sah ich etwas, das einem gläsernen Meer glich und mit Feuer durchsetzt war. Und die Sieger über das Tier, über sein Standbild und über die Zahl seines Namens standen auf dem gläsernen Meer und trugen die Harfen Gottes. 3 Sie sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied zu Ehren des Lammes: Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung, gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker. 4 Wer wird dich nicht fürchten, Herr, wer wird deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten dich an; denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden.

MARIA, die Sonnenumkleidete ist das Erste Zeichen, das alle folgenden umgreift.

Das „Zeichen MARIENS“ steht gegen das Zeichen des Drachen (12,1 gegen 12,3) Hier geht es um das Zeichen als Sein.

In den folgenden beiden Zitaten ist das Tun angesprochen, das aus dem Sein hervorbricht:

·         Aus dem „Zeichen MARIA“ bricht das Tun der Zornschalenengel (15,1)

·         Aus dem Zeichen des Drachen (13,13) kommen die Wunder der Täuschung.

·         GOTT wirkt durch MARIA in Schönheit und Wahrheit;

·         Der Böse kann nur täuschen.

Ein letztes Mal ist davon in 19,20 die Rede, um zu erinnern, dass endlich aller Trug zu Ende kommt!:“ Aber das Tier wurde gepackt und mit ihm der falsche Prophet; er hatte vor seinen Augen Zeichen getan und dadurch alle verführt, die das Kennzeichen des Tieres angenommen und sein Standbild angebetet hatten. Bei lebendigem Leib wurden beide in den See von brennendem Schwefel geworfen“.

Das Gericht GOTTES ist gestuft, schauen wir zurück:

·         da sind im Anfang der Worte der Mahnung in den Sendschreiben, die nichts an Deutlichkeit vermissen lassen

·         da die Siegel geöffnet werden, treten die Folgen der Sünde sichtbar für alle Welt an den Tag,

·         die Posaunen brechen durch den Nebel der Geistesverwirrung: wer noch sehen und hören kann, erkennt an den Zeichen der Zeit, die immer deutlicher sprechen: GOTT lässt sich nicht ungestraft spotten. Doch das Herz der Menschen ist verhärtet; da er GOTT verloren hat, fällt er dem Feind in die Hände.

·         In Mitte setzt GOTT einen Haltepunkt: die mit der von der Sonne umkleideten Frau. Es ist ein letztes Angebot der Rettung für die, die nach GOTT noch ausschauen und Hilfe suchen und mehr auf IHN  vertrauen als auf den Menschen und die Zauberei des Bösen.

·         In den Zornschalen lässt GOTT den verheerenden Folgen der Sünde freien Lauf: der Sünder muss den Kelch des Zornes GOTTES bis zur Neige trinken. Die Zornschalen greifen auf die ägyptischen Plagen zurück, da sie trotz ihrer Härte den Pharao nicht zum Nachgeben brachten, war der letzte Schritt die Vernichtung der Verfolger im versuchten Durchzug durch das Rote Meer. Auch wenn der Feind uns von allen Seiten, von innen und außen bedrängt: wer ausharrt, wird gerettet werden! Wie die Israeliten müssen wir an der Hand der hl. Engel das „Rote Meer“ der Sünden der Letztzeit durchschreiten. Die Zornschalen bereiten den Weg. Sie sind die Feuersäule in der Nacht, die Wolkensäule am Tag, Zeichen von GOTTES Gegenwart mit den Seinen.

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Öffnung des Tempels (15,5 – 8)

5 Danach sah ich: Es öffnete sich der himmlische Tempel, das Zelt des Zeugnisses im Himmel.  6 Und die sieben Engel mit den sieben Plagen traten heraus; sie waren in reines, glänzendes Leinen gekleidet und trugen um ihre Brust einen Gürtel aus Gold. 7 Und eines der vier Lebewesen reichte den sieben Engeln sieben goldene Schalen; sie waren gefüllt mit dem Zorn des Gottes, der in alle Ewigkeit lebt. 8 Und der Tempel füllte sich mit dem Rauch der Herrlichkeit und Macht Gottes. Niemand konnte den Tempel betreten, bis die sieben Plagen aus der Hand der sieben Engel zu ihrem Ende gekommen waren. 16:1 Dann hörte ich, wie eine laute Stimme aus dem Tempel den sieben Engeln zurief: Geht und giesst die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde!

Wo der Zorn GOTTES hereinbricht, wird er im Licht des Glaubens als Öffnung des Himmels verstanden: Engel und Heilige treten ein in den letzten Kampf von Licht und Finsternis. Das Lied des Moses, Preis- und Dankhymnus für die Rettung aus den Fluten des Roten Meeres zieht als Siegeslied durch den Himmel. Das „gläserne Meer“, Bild der himmlischen Heerscharen ist jetzt mit Feuer durchsetzt. Ist es ein Hinweis, dass die hl. Engel mit dem Blut CHRISTI eingreifen, ist es Andeutung, dass sie jetzt nicht nur von oben her, sondern mitten in den letzten Kampf hinein genommen sind? Ihr Lobpreis und ihre Anbetung sollen uns nicht nur stärken im Kampf, sie sollen unser werden, wie wir es in der Anbetung des Engels von Portugal mit den Kindern erkennen. Welche Macht liegt in solchem Gebet der Einheit von Engel und Mensch. Es hat das Ende des Ersten Weltkrieges gebracht! Im Engel erkennen wir: Gebet ist nicht zuerst ein Tun, sondern ein Sein vor GOTT! Er wird uns lehren, dass auch wir „allezeit beten“, in der Gegenwart GOTTES wandeln wie sie, wie es das Ideal der Wüstenväter war. In solchem Gebet, das dem Bösen keine Türe mehr offen lässt, ist er schon jetzt besiegt!

Heilig und schöpferisch  ist das Gericht GOTTES

 – auch nach außen. Die Hässlichkeit der Sünde wird im grellen Licht der Schönheit GOTTES in Seinen Geistgeschöpfen noch deutlicher. Ihre Liturgie ist Offenbarung der Herrlichkeit GOTTES. Das reine, glänzende Linnen, die Gürtel aus Gold sind Abwehr des Bösen: Exorzismus, dem er weichen muss, weil Hässlichkeit und Schönheit nicht zusammen gehen. Der „Zorn GOTTES“, den sie tragen ist „Weiche!“ gegen den Feind und die Sünde. Im geistigen Kampf dieser Letztzeit tritt das Vierte Transzendentale: „pulchrum = die Schönheit“ vor die anderen drei: unum, verum, bonum = Einssein, Wahrheit, Güte. Niemand kann im Vollzug des Zorngerichtes den Tempel betreten. GOTT schafft Neues, Unerhörtes:

„Siehe, ICH mache  a l l e s  neu“ (Offb 21,5). Es soll werden ein „neuer Himmel und eine neue Erde!“ „Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr“ (21,1). Auch die Ordnung der Engel wird neu sein, denn die leeren Plätze der gefallenen Engel werden neu besetzt.

Zu den Zornschalen (16,1)

„Dann hörte ich, wie eine laute Stimme aus dem Tempel den sieben Engeln zurief: Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde!“

Heißt es in 15.1 „Dann  s a h  ich“ – so heißt es hier: “dann hörte ich“. Johannes muss erst wissen, worum es hier geht, bevor er sehen darf, wie die Engel ausziehen, das Gericht im einzelnen zu vollziehen. Das Hören fordert ihn heraus, zurückzuschauen bis zur Schändung des Gartens Eden am Anfang durch die Sünde, bis zur Verunstaltung der ersten Menschen durch die Schlange nach dem Sündenfall. GOTT lässt die Zersetzung des Stoffes durch die Sünde zu. Darum stehen am Anfang die Geschwürbildungen, wie sie uns heute besonders im Krebs gegenüber treten. Sie sind eine Mahnung, die Strafe durch Busse und Sühnebereitschaft umzuwandeln. Luzifer will dem Menschen sein Angesicht aufprägen. ER soll werden Bild der Auflehnung gegen GOTT, Abbild seines „Herren“. Die Kunst hat schon im vergangenen Jahrhundert versucht, das Hässliche auf den Podest zu heben, die Menschen sollen bereitet werden, den Bösen in seiner Hässlichkeit anzubeten. Heute sind alle Lebensbereiche des Menschen in diese trübe Flut hineingerissen: das Hässliche und Abstoßende wird zur Mode!

Wer die Erkenntnis GOTTES (1. GEISTgabe) verloren hat, muss sein Angesicht verlieren. Der gefallene Engel muss sich zeigen in Bild hässlicher Tiere; doch sind sie nur eine der vielen Masken für sein verlorenes Angesicht. Die Plagen, die der Mensch durch die Zornschalen erleidet, sind Folge seiner Sünde. Sie begannen mit dem Aussatz, der auch heute noch als Strafe GOTTES verstanden wird wie ähnliche seuchenartige Krankheiten.

Das Zeichen des Tieres tut nach außen den Sündenmakel des Menschen kund. Er wird zum Besitzzeichen für den Bösen. Wo die Erkenntnis verloren geht, versiegelt GOTT die 7. Geistesgabe der Frömmigkeit. Selbst in der Kirche wird heute „Frömmigkeit“ als altmodisch, einer vergangenen Zeit angehörend verstanden, ähnlich wie das Beten – an seine Stelle tritt das Rechten mit GOTT, das Besserwissen, die Diskussion und in ihrer Folge die immer neuen Änderungen. Im „liturgischen Dienst“ des Bösen ist es: der Hass, das Fluchen, das Verwünschen all dessen, was GOTT geschaffen hat.[21] Weil Sünde eintönig ist, sucht der Sünder immer neue Ablenkung, um den Eindruck zu haben, dass sich doch etwas ändert: die alte Täuschung des Karussells!

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Die einzelnen Zornschalen (Text und Kommentar)

2 Der erste ging und goss seine Schale über das Land (16,2).

Da bildete sich ein böses und schlimmes Geschwür an den Menschen, die das Kennzeichen des Tieres trugen und sein Standbild anbeteten. Der Lichtträger greift ein mit den Geheimsiegeln, um alle Erkenntnis und Liebe in seine Macht zu bekommen.  Die Geistesgabe der Frömmigkeit wird gelöscht.

3 Der zweite Engel goss seine Schale über das Meer (16,3)

Da wurde es zu Blut, das aussah wie das Blut eines Toten; und alle Lebewesen im Meer starben.

„Wasser/Blut“ greift  zurück: auf die vier Flüsse der Wachstumsgnaden im Garten Eden, auf das Rote Meer als Totenblut, auf die Wandlung des Nils in Totenblut und die zweite Posaune. Das Meer bedeutet das Geistige, das Seelenleben, das Leben der Gnade, das innere Leben.  Die GOTTESfurcht als rechtes Verhältnis zu GOTT wird gelöscht und damit das Bewusstsein der Liebe GOTTES. Die Liebe versinkt im Materiellen. „Blut“ muss hier wie bei den Posaunen als Bild für das bloß irdische Leben verstanden werden, hier noch dunkler durch den Hinweis: „wie das Blut eines Toten“. Wo das Blut sich verdickt, kann es keinen Sauerstoff mehr aufnehmen; das Leben erstickt in sich selbst. Die Technisierung unserer Welt, die Superstrukturen, die uns einschließen: eine vom Menschen und für den Menschen künstlich geschaffene Welt, gipfelt im Klonen, der künstlichen Erzeugung des Menschen. In Verblendung greift die Menschheit nach ihrem eigenen Tod.

4 Der dritte goss seine Schale über die Flüsse und Quellen (16,4 - 7).

Da wurde alles zu Blut. 5 Und ich hörte den Engel, der die Macht über das Wasser hat, sagen: Gerecht bist du, der du bist und der du warst, du Heiliger; denn damit hast du ein gerechtes Urteil gefällt. 6 Sie haben das Blut von Heiligen und Propheten vergossen; deshalb hast du ihnen Blut zu trinken gegeben, so haben sie es verdient.7 Und ich hörte eine Stimme vom Brandopferaltar her sagen: Ja, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung, wahr und gerecht sind deine Gerichtsurteile.

Flüsse und Quellen sind Bild für die Familien und geistigen Gemeinschaften. Durch den Materialismus werden sie gesprengt, unfruchtbar und sterben ab. Diese Plage ist vorgebildet in der ägyptischen Plage der Frösche und Stechfliegen. Schon hier beginnt der Skorpion (Ichgötze)seine Tätigkeit: sie zielt in erster Linie auf die Verfolgung der FRAU. Das goldene Kalb steht gegen das Wort GOTTES. Weil die geistlichen Berufungen sterben, sind Umstürze, Revolutionen, Irrlehren und Abfall die Folge. Die Geistesgabe des Starkmutes geht verloren.

8 Der vierte Engel goss seine Schale über die Sonne (16,8f).

Da wurde ihr Macht gegeben, mit ihrem Feuer die Menschen zu verbrennen.9 Und die Menschen verbrannten in der großen Hitze. Dennoch verfluchten sie den Namen Gottes, der die Macht über diese Plagen hat. Sie bekehrten sich nicht dazu, ihm die Ehre zu geben.

Wo die Ozonschicht durchlöchert wird, werden die Sonnenstrahlen verbrennend, Krebs erzeugend. Herz- und Kreislaufleiden nehmen überhand. Bei den Getreuen sind sie Sühneleiden für den Verbrennungstod durch den Diamat. Die Sinnen- und Racheglut bei den Völkern steigt. Afrika ist dafür ein trauriges Beispiel. Blicken wir zurück auf die Weltordnung des 4. Tages (Gen1) und das 4. Siegel: das fahle Ross des Todes breitet das Leichentuch über die Erde. Die „Sonne verfinstert“. Hier liegt der Nachdruck auf dem „geistigen Verbrennen“. Das Licht: GOTT erlischt = “GOTT ist tot“; der Mensch wird blind für GOTT und alle höheren Werte. Das Wort GOTTES wird nicht mehr verstanden, umgedeutet, ja umgepolt. Menschliche Gescheitheit und Besserwissen = „Wissenschaft“ treten an die Stelle der Erleuchtung durch den Hl. GEIST.

10 Der fünfte Engel goss seine Schale über den Thron des Tieres (16,10f).

Da kam Finsternis über das Reich des Tieres, und die Menschen zerbissen sich vor Angst und Schmerz die Zunge.11 Dennoch verfluchten sie den Gott des Himmels wegen ihrer Schmerzen und ihrer Geschwüre; und sie ließen nicht ab von ihrem Treiben.

Das Reich der GOTTlosen verfinstert sich, wird in sich selbst uneins, Parteikämpfe, zerfleischende Völkerpolitik, abwürgende Kriege lösen einander ab. Die Höllenpeinen steigen. Be- und Umsessenheit, Behexung, Verfluchung, Satanshörigkeit, Teufelsbeschwörung nehmen zu. Die Macht des Hasses und der Angst züchten Feigheit und Mitläufer.

12 Der sechste Engel goss seine Schale über den großen Strom, den Euphrat (16,12 – 16)

Da trocknete sein Wasser aus, so dass den Königen des Ostens der Weg offen stand. 13 Dann sah ich aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul des Tieres und aus dem Maul des falschen Propheten drei unreine Geister hervorkommen, die wie Frösche aussahen. 14 Es sind Dämonengeister, die Wunderzeichen tun; sie schwärmten aus zu den Königen der ganzen Erde, um sie zusammenzuholen für den Krieg am großen Tag Gottes, des Herrschers über die ganze Schöpfung. 15 Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig, wer wach bleibt und sein Gewand anbehält, damit er nicht nackt gehen muss und man seine Blöße sieht.16 Die Geister führten die Könige an dem Ort zusammen, der auf hebräisch Harmagedon heißt.

Der Euphrat steht für das Leben schlechthin. Er trocknet aus durch Geburtenabtreibung, - verhinderung, Euthanasie, geistige Sterilität, den Massenmarkt. das geistige und seelische Austrocknen des Menschen. Die östlichen Religionen gewinnen Boden mitten in einst christlichem Land. Sie geben sich friedlich und menschenfreundlich, doch sie warten nur darauf, alles „Land“ zu besetzen, wenn notwendig mit Gewalt  Die drei unreinen Geister sind die Geldgier, die Machtgier und die Lebensgier. Weil der Einzelne materiell wie geistig geschwächt ist, nimmt die antlitzlose Masse zu. Weil der Halt an GOTT verloren ist, stützt man sich gegenseitig ab – gegen GOTT. Der Turmbau von „Babylon!“ wiederholt sich. In seiner Ratlosigkeit (bis in die Kirche hinein!) sucht der Mensch nach der Geistesgabe des Rates. Sie wird wie die andern GEISTgaben in den treuen Gemeinden versiegelt. Jeder Tag bringt neue Angebote und Ersatzlösungen auf dem Gebiet der Heilung, der Politik, Wirtschaft, Religion.

Zwischen der 6. u. 7. Zornschale ist der Endkampf, das Endgericht und der Endsieg eingeschaltet.

17 Und der siebte Engel goss seine Schale über die Luft (16,17 – 21)

Da kam eine laute Stimme aus dem Tempel, die vom Thron her rief: Es ist geschehen. 18 Und es folgten Blitze, Stimmen und Donner; es entstand ein gewaltiges Erdbeben, wie noch keines gewesen war, seitdem es Menschen auf der Erde gibt. Gewaltig war dieses Beben. 19 Die große Stadt brach in drei Teile auseinander, die Städte der Völker stürzten ein. Gott hat sich an Babylon, die Große, erinnert und reicht ihr den Becher mit dem Wein seines rächenden Zornes. 20 Alle Inseln verschwanden, und es gab keine Berge mehr. 21 Gewaltige Hagelbrocken, zentnerschwer, stürzten vom Himmel auf die Menschen herab. Dennoch verfluchten die Menschen Gott wegen dieser Hagelplage; die Plage war über die Maßen groß.

Die 7. Zornschale wird in die Luft geschleudert, Engel und Dämon treten in den Endkampf. Der Endsieg wird angekündet durch die Stimme aus dem Tempel: „es ist geschehen = consummatum est“!“ Blitze und Donner... sind hier wieder Bild für die Engelscharen, die eintreten in den Kampf. Dazwischen findet sich ein bedrückendes Wort. Gebe GOTT, dass es sich nicht erfülle! „Die große Stadt zerfiel in drei Stücke“. Da sie den Städten der Heiden entgegen gestellt wird, weist das Wort auf die Kirche! Schweres steht bevor, einschneidend für das Leben der ganzen Menschheit  Der Verlust der Geistesgabe des Verstandes (Erkenntnis) stürzt die Menschheit ins Verderben.

Die „drei Teile“ sind mit dem !/3 in Beziehung zu setzen, wie sie als Wirkung der Posaunen angegeben werden. Dort ist zu verstehen: 1/3 geht zugrunde, 1/3 kommt zur Umkehr, 1/3 ist noch unentschlossen. Ist hier ähnliches gemeint? Kann es in der Kirche nach dem Strafgericht der Zornschalen noch 1/3 geben, das unentschlossen ist, oder sind da 3 Teile, die in der Größeren Gnade GOTTES noch zusammen finden müssen? Die erste Lösung scheint nahe zu liegen.

Zusammenhang Zornschalen und GEISTgabe

Die Reihenfolge der Geistgaben beginnt hier (jebräisch!) mit der sonst letzten: der Frömmigkeit, auf die es im Suchen nach GOTT am meisten ankommt. Die Geistesgaben gehen nicht nur verloren, wie hier bei den ersten drei, sie werden vertauscht mit ihrer teuflischen Äffung: Besserwissen statt Wissenschaft (des Kreuzes!), Wirrsal statt Weisheit, Ratlosigkeit und Verzweiflung statt Rat, Versinken im Dunkel statt Erkenntnis.

1. Zornschale auf die Erde

2. Zornschale in die Wasser

3. Zornschale in die Flüsse

4. Zornschale auf die Sonne

5. Zornschale auf das Tier

6. Zornschale auf den Euphrat

7 Zornschale in die Luft

Die Geistesgabe der Frömmigkeit wird versiegelt.

Die Geistesgabe der GOTTESfurcht wird gelöscht.

Die Geistesgabe des Starkmutes geht verloren.

Statt der Geistesgabe der Wissenschaft = Besserwissen, Stolz, Hybris.

 Statt der Gg. der Weisheit, die jedem seinen Platz einräumt, gegenseitiges Zerfleischen

Unbewusstes Suchen nach der Geistesgabe des Rates – östliche Weisheit als Alternative

Die Geistesgabe des Verstandes (Erkenntnis), missbraucht,  zerstört. Der Mensch sinkt ins Dunkel!

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Bilder des Endkampfes und Sieges (Übersicht und Deutung)

Die folgenden Bilder des Endkampfes, des Sieges und des Gerichtes überschneiden sich; sie bilden zusammen eine große Phase, doch sie sind als zwei abfolgende Visionen des Apostels zu verstehen. Dass es gerade 10 Teile sind, weist auf die Allmacht GOTTES, die hier durch die hl. Engel eingreift, wo sich der Feind seiner Beute schon sicher wähnt.

Die „erste Vision“

1.       Das erste Bild schließt unmittelbar an die 7 Zornschalenengel an: Der 6. Zornschalenengel zeigt das kommende Gericht Babylons (17, 1-6). „Die vielen Wasser“ sind lebende Völker, die Babylon untertan sind. Sie haben von ihm das lasterhafte Leben gelernt haben. Babylon, auch die „große Buhlerin“ genannt, ist  Laster schlechthin.  Wo sie ihren Fuß hinsetzt, breitet sich die Wüste der Unfruchtbarkeit aus. Reich ist sie durch die Lohe ihres Lasters. Ihr starkes Fluidum greift sogar nach den Getreuen GOTTES.

2.       Der Engel zeigt den Drachen (der sich gegen MARIA stellt und diesem Weib dient) und sagt, dass der Drache im Begriffe sei, nochmals aus dem Abgrund aufzutauchen zum letzten Kampf, wie es dann auch die folgenden Sichten: 20,1 u.7 beschreiben (vgl.17,7ff). 

3.       Die 7 Berge sind 7 Reiche mächtiger Dämonen, die ganze Völkerschaften beherrschen. Babylon, die Perser: stehen für: die menschlichen Ballungen Satans und die Macht, die von Osten her sich über die Welt wälzen wird

4.       Die 10 Hörner sind Tyrannen, die große Christenverfolgungen auslösen, doch das Lamm wird sie endlich besiegen (17,9 – 15).

5.       Es folgt das Gericht über Babylon. Es beginnt schon 17,16 mit dem Hinweis, dass sich der Drache und die Tyrannen gegen die Laster der Menschen stellen Man erinnere sich an die „Zeit des Schreckens“ unter dem „tugendhaften“  Robespierre  in der französischen Revolution (vgl. 17,16ff )

6.       „Ein anderer Engel“, der mit seinem Glanz der die Erde erleuchtet, verkündet den Fall Babylons (18,1-3)

7.       Eine „andere Stimme vom Himmel „ mahnt die Getreuen GOTTES zu flüchten, denn nun ist das Gericht über Babylon da“ (18,4-9)

8.       Sein Untergang ist eine Katastrophe für die Menschheit, die sich an das Wohlstandsleben der Weltwirtschaft gewöhnt hat.  Die Welt, an ihrer Spitze die „Kaufleute“,  klagen über den Untergang Babylons  und werfen sich Asche über den Kopf. Der einstige Glanz hat sich in Verwüstung gewandelt. Dies ist der Lohn, den sie von GOTT empfängt für alle ihre Untaten (18,9 – 19; 22 – 24).

9.       Die Engel und Heiligen loben GOTT und danken für diesen Sieg (18, 20; 19,1-8), 19,1-16).

10.   Eingeschaltet ist das Bild von einem „gewaltigen Engel“, der Babylon wie einen Mühlstein ins Meer wirft (18,21); er erinnert an den Engel in 18,1.

 

Die einzelnen Teile lassen sich geistig in 7 Bilden zusammen fassen und so den 7 Gaben des HL.GEISTES zuordnen .

1.       Entlarvung der Buhlerin, die die ganze Welt verführt hat (Hinweis auf den Zusamenbruch der politischen und wirtschaftlichen Macht der USA?)

2.       Die Schwächung der geistigen Macht der Kirche, gibt dem Feind, alles zurück, was er durch sie verloren hat, wieder zu gewinnen. Doch in der Weisheit GOTTES wird der Kirche dieser äußerste Zusammenbruch Anlass zu innerem Erstarken.

3.       Immer muss sich endlich das Laster selbst zerstören, das ist der ihm inne liegende „Rat“.

4.       Hier ist die Wende: wer sich gegen das Kreuz stellt, wird durch das Kreuz (dem er nicht entfliehen kann) erschlagen.

5.       Die Welt hat ihren „Boden“ verloren und stürzt in den Abgrund.

6.       Wer dies noch nicht erkannt hat, wird durch den Engel gewiesen.

7.       Dies ist die Belohnung der Frömmigkeit: der Sieg GOTTES!

 

Das Strafgericht über die große Hure

“Mysterium iniquitatis” = Das Geheimnis der “Frau” (17, 1- 6)

17:1 Dann kam einer der sieben Engel, welche die sieben Schalen trugen, und sagte zu mir: Komm, ich zeige dir das Strafgericht über die große Hure, die an den vielen Gewässern sitzt  2 Denn mit ihr haben die Könige der Erde Unzucht getrieben, und vom Wein ihrer Hurerei wurden die Bewohner der Erde betrunken. 3 Der Geist ergriff mich, und der Engel entrückte mich in die Wüste. Dort sah ich eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das über und über mit gotteslästerlichen Namen beschrieben war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. 4 Die Frau war in Purpur und Scharlach gekleidet und mit Gold, Edelsteinen und Perlen geschmückt. Sie hielt einen goldenen Becher in der Hand, der mit dem abscheulichen Schmutz ihrer Hurerei gefüllt war. 5 Auf ihrer Stirn stand ein Name, ein geheimnisvoller Name: „Babylon, die Große, die Mutter der Huren und aller Abscheulichkeiten der Erde“. 6 Ich sah, dass die Frau betrunken war vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu. Beim Anblick der Frau ergriff mich großes Erstaunen.

Das „Erstaunen“ Johannes‘ kann nur als das eines „Kindes“ verstanden werden, das zum ersten Male die Macht der Sünde erkennt, das „mysterium iniquitatis“ = wie ist es möglich, dass es das Böse gibt? Wenn wir antworten: weil GOTT die freie Entscheidung seines Geschöpfes zu Seinem Anruf der Liebe will, geht die Frage weiter: hat nicht GOTT den Missbrauch der Freiheit vorhergesehen? Der Mensch hat kein Recht weiter zu fragen. Das Staunen Johannes vor diesem Mysterium bleibt vor ihm stehen und beugt sich vor der Größeren Weisheit GOTTES, die nicht zu ergründen ist. Auch die Antwort des Engels geht hier nicht weiter, auch er ist Geschöpf vor GOTT. Er musste seine Brüder in der ersten Prüfung stürzen sehen, er weiß sie in der Verdammnis – auch er kann nur staunen. Es wird hier im Griechischen das Wort verwendet, das am Anfang der Philosophie der Menschheit steht: „thaumazein“; der Mensch wundert sich, dass es so etwas gibt wie „Dasein“ und nicht eher „Nichtsein“.

Konkret heißt die Frage für Johannes vielleicht: wie kann die Frau, der er in MARIA so nahe steht in eine solche Nähe zum Tier mit den 7 Köpfen und 10 Hörnern kommen? Keiner der Apostel ist MARIA, aber hier auch der „Hure“ so unmittelbar begegnet wie dieser Jünger, der an der Brust des HERRN liegen durfte. Er hat MARIA nach Golgotha „zu sich genommen“. Wenn wir der Wirklichkeit GOTTES begegnen wollen: so wie ER ist, dann müssen wir sie aushalten. Dazu gehört auch das „Nein“ des Widersachers. Es gibt für das Geschöpf, Engel wie Mensch keine Erkenntnis GOTTES und in seiner Folge auch seiner Schöpfung, die nicht an die Grenze der Unbegreiflichkeit stößt. GOTT ist immer größer ist als das Geschöpf und sein kleines Verstehen! Nur die Erkenntnis vor GOTT ist wahr, die sich in Demut vor GOTT beugt, wie es MARIA in der Verkündigung getan hat. Ihre Frage: “wie kann das geschehen, da ich keinen Mann erkenne“ ist Frage der Demut aus der Freiheit des Menschen vor GOTT.

Die Erklärung des Engels 17,7 ff

Der Engel aber sagte zu mir: Warum bist du erstaunt? Ich will dir das Geheimnis der Frau enthüllen und das Geheimnis des Tieres mit den sieben Köpfen und zehn Hörnern, 8 Das Tier, das du gesehen hast, war einmal und ist jetzt nicht; es wird aber aus dem Abgrund heraufsteigen und dann ins Verderben gehen. Staunen werden die Bewohner der Erde, deren Namen seit der Erschaffung der Welt nicht im Buch des Lebens verzeichnet sind. Sie werden bei dem Anblick des Tieres staunen; denn es war einmal und ist jetzt nicht, wird aber wieder da sein. 9 Hier braucht man Verstand und Kenntnis.

Die geheimnisvolle Antwort des Engels kreist hier um die Unbegreiflichkeit, dass ein Geschöpf wie der Engel, der einmal neben ihm war als Mitbruder) nach seinem Sturz vor GOTT nicht mehr ist (wie er es war!), wieder aufsteigen kann, dann aber ins Nichts fallen wird. Mit dem Verstand kann man hier zugeben: wer sich gegen GOTT, die höchste Wirklichkeit stellt und von IHM verworfen wird, muss fallen in ein Nichtsein vor GOTT (als Folge seines „Nein“ gegen GOTT, das bei ihm als Geistgeschöpf ewig ist!). Doch es hört dieses Nichtssein nicht auf zu sein – GOTT müsste es denn so bestimmen. Lassen wir uns nicht in Spekulationen um die Hölle und ihre Ewigkeit ein: auch hier müssen wir als die Geschöpfe vor dem Größeren GOTT zurück treten und es IHM überlassen!

Die falsche Macht des Bösen 17,9

Die sieben Köpfe bedeuten die sieben Berge, auf denen die Frau sitzt. Sie bedeuten auch sieben Könige. 10 Fünf sind bereits gefallen. Einer ist jetzt da, einer ist noch nicht gekommen; wenn er dann kommt, darf er nur kurze Zeit bleiben.11 Das Tier aber, das war und jetzt nicht ist, bedeutet einen achten König, doch er ist einer von den sieben und wird ins Verderben gehen.12 Die zehn Hörner, die du gesehen hast, bedeuten zehn Könige, die noch nicht zur Herrschaft gekommen sind; sie werden aber königliche Macht für eine einzige Stunde erhalten, zusammen mit dem Tier.13 Sie sind eines Sinnes und übertragen ihre Macht und Gewalt dem Tier.14 Sie werden mit dem Lamm Krieg führen, aber das Lamm wird sie besiegen. Denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige. Bei ihm sind die Berufenen, Auserwählten und Treuen.

Hier geht es um Fragen, die GOTT wohl eines Tages beantworten wird, wenn wir im GEIST gewachsen sind. Lassen wir uns mit dem Hinweis genügen, dass die Zeit gekommen ist, wo alle Kräfte, die gegen GOTT stehen, Geist wie Mensch: „für eine Stunde königliche Macht erhalten, zusammen mit dem Tier“. GOTT hat es zur Prüfung der Menschheit zugelassen. Halten wir uns fest an der Versicherung: „aber das Lamm wird sie besiegen“ und stellen wir uns mit unserem ganzen Sein als „Lämmlein“ auf Seine Seite – denn nur in solchem „Arm - ja Nichtsein vor den Menschen“ können wir IHM dienen.

Ihre Pracht  (17,15 – 18)

15 Und er sagte zu mir: Du hast die Gewässer gesehen, an denen die Hure sitzt; sie bedeuten Völker und MenschenMaßen, Nationen und Sprachen. 16 Du hast die zehn Hörner und das Tier gesehen; sie werden die Hure hassen, ihr alles wegnehmen, bis sie nackt ist, werden ihr Fleisch fressen und sie im Feuer verbrennen.17 Denn Gott lenkt ihr Herz so, dass sie seinen Plan ausführen: Sie sollen einmütig handeln und ihre Herrschaft dem Tier übertragen, bis die Worte Gottes erfüllt sind. 18 Die Frau aber, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die die Herrschaft hat über die Könige der Erde.

Der Wohlstand des Weltmarktes ist Wucherboden für alle Sünden und Ausschweifung. Die nach der Weltherrschaft streben, haben dies wohl bedacht, im Trüben lässt sich am besten  fischen. Doch ihre Pläne (wie dargelegt um „Buch der Weisen Sions“) gehen weiter. Wenn die Zersetzung extrem wird, wie wir es heute schon erkennen, laufen sie Gefahr, dass ihnen der Fang entgeht. Darum werden sie im gegebenen Moment, wie es die Diktaturen aller Jahrhunderte getan haben, mit Gewalt durchgreifen und sich auch nicht scheuen, jeden aufkommenden Widerstand blutig nieder zu schlagen, auch wenn Millionen über die Klinge springen müssten, wie es bei der Oktoberrevolution und in ihrer Nachfolge geschah, wo die Ausschweifung der russischen Aristokratie den Boden bereitet hatte. Und GOTT lässt dies zu – auch hier müssen wir uns vor der Unbegreiflichkeit Seiner Wege beugen!

Der Sturz Babylons (18,1 – 24)

18:1 Danach sah ich einen anderen Engel aus dem Himmel herabsteigen; er hatte große Macht, und die Erde leuchtete auf von seiner Herrlichkeit.2 Und er rief mit gewaltiger Stimme: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große! Zur Wohnung von Dämonen ist sie geworden, zur Behausung aller unreinen Geister und zum Schlupfwinkel aller unreinen und abscheulichen Vögel. 3 Denn vom Zornwein ihrer Unzucht haben alle Völker getrunken, und die Könige der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben. Durch die Fülle ihres Wohlstands sind die Kaufleute der Erde reich geworden.

4 Dann hörte ich eine andere Stimme vom Himmel her rufen: Verlass die Stadt, mein Volk, damit du nicht mitschuldig wirst an ihren Sünden und von ihren Plagen mit getroffen wirst. 5 Denn ihre Sünden haben sich bis zum Himmel aufgetürmt, und Gott hat ihre Schandtaten nicht vergessen.

6 Zahlt ihr mit gleicher Münze heim, gebt ihr doppelt zurück, was sie getan hat. Mischt ihr den Becher, den sie gemischt hat, doppelt so stark. 7 Im gleichen Maß, wie sie in Prunk und Luxus lebte, lasst sie Qual und Trauer erfahren. Sie dachte bei sich: Ich throne als Königin, ich bin keine Witwe und werde keine Trauer kennen. 8 Deshalb werden an einem einzigen Tag die Plagen über sie kommen, die für sie bestimmt sind: Tod, Trauer und Hunger. Und sie wird im Feuer verbrennen; denn stark ist der Herr, der Gott, der sie gerichtet hat.

9 Die Könige der Erde, die mit ihr gehurt und in Luxus gelebt haben, werden über sie weinen und klagen, wenn sie den Rauch der brennenden Stadt sehen. 10 Sie bleiben in der Ferne stehen aus Angst vor ihrer Qual und sagen: Wehe! Wehe, du große Stadt Babylon, du mächtige Stadt! In einer einzigen Stunde ist das Gericht über dich gekommen. 11 Auch die Kaufleute der Erde weinen und klagen um sie, weil niemand mehr ihre Ware kauft: 12 Gold und Silber, Edelsteine und Perlen, feines Leinen, Purpur, Seide und Scharlach, wohlriechende Hölzer aller Art und alle möglichen Geräte aus Elfenbein, kostbarem Edelholz, Bronze, Eisen und Marmor; 13 auch Zimt und Balsam, Räucherwerk, Salböl und Weihrauch, Wein und Öl, feinstes Mehl und Weizen, Rinder und Schafe, Pferde und Wagen und sogar Menschen mit Leib und Seele. 14 Auch die Früchte, nach denen dein Herz begehrte, sind dir genommen. Und alles, was prächtig und glänzend war, hast du verloren; nie mehr wird man es finden. 15 Die Kaufleute, die durch den Handel mit dieser Stadt reich geworden sind, werden aus Angst vor ihrer Qual in der Ferne stehen, und sie werden weinen und klagen:

16 Wehe! Wehe, du große Stadt, bekleidet mit feinem Leinen, mit Purpur und Scharlach, geschmückt mit Gold, Edelsteinen und Perlen. 17 In einer einzigen Stunde ist dieser ganze Reichtum dahin. Alle Kapitäne und Schiffsreisenden, die Matrosen und alle, die ihren Unterhalt auf See verdienen, machten schon in der Ferne halt, 18 als sie den Rauch der brennenden Stadt sahen, und sie riefen: Wer konnte sich mit der großen Stadt messen? 19 Und sie streuten sich Staub auf den Kopf, sie schrien, weinten und klagten: Wehe! Wehe, du große Stadt, die mit ihren Schätzen alle reich gemacht hat, die Schiffe auf dem Meer haben. In einer einzigen Stunde ist sie verwüstet worden.

20 Freu dich über ihren Untergang, du Himmel - und auch ihr, Heilige, Apostel und Propheten, freut euch! Denn Gott hat euch an ihr gerächt.

21 Dann hob ein gewaltiger Engel einen Stein auf, so groß wie ein Mühlstein; er warf ihn ins Meer und rief: So wird Babylon, die große Stadt, mit Wucht hinab geworfen werden, und man wird sie nicht mehr finden.22 Die Musik von Harfenspielern und Sängern, von Flötenspielern und Trompetern hört man nicht mehr in dir. Einen kundigen Handwerker gibt es nicht mehr in dir. Das Geräusch des Mühlsteins hört man nicht mehr in dir. 23 Das Licht der Lampe scheint nicht mehr in dir. Die Stimme von Braut und Bräutigam hört man nicht mehr in dir. Deine Kaufleute waren die Großen der Erde, deine Zauberei verführte alle Völker.24 Aber in ihr war das Blut von Propheten und Heiligen und von allen, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.

Die G. O. ist voll von Katastrophen die Himmel und Erde erschüttern werden, doch sie ist anders als die heute aufbrechenden Katastrophenprophezeiungen, die nur aufrütteln, durcheinander werfen und so dem Feind, dem Durcheinanderwürfler, entgegen arbeiten. Wir müssen die Wirklichkeit der Sünde erkennen – und doch wissen, sie ist nichts vor GOTT, ein aufgeblähtes, aufstampfendes Nein eines eigensinnigen Kindes, das man am besten sich selbst überlässt, dass es sich erkenne! Wir müssen durch alle Schatten, allen Rauch, alle Mauern hindurch auf das Größere Licht GOTT schauen, das uns nie verlässt, denn es ist an unserer Seite gegenwärtig in unserem Engel – auch wenn wir es nicht sehen! Wir müssten nur diesen heiligen, guten Begleiter GOTTES erkennen und anerkennen und uns seiner Führung anheim geben.

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Ansage des Sieges (Text: gegliedert)

Der Lobpreis des Himmels (19,1 – 6)

19:1 Danach hörte ich etwas wie den lauten Ruf einer großen Schar im Himmel: Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Macht ist bei unserm Gott. 2 Seine Urteile sind wahr und gerecht. Er hat die große Hure gerichtet, die mit ihrer Unzucht die Erde verdorben hat. Er hat Rache genommen für das Blut seiner Knechte, das an ihren Händen klebte. 3 Noch einmal riefen sie: Halleluja! Der Rauch der Stadt steigt auf in alle Ewigkeit. 4 Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier Lebewesen fielen nieder vor Gott, der auf dem Thron sitzt, beteten ihn an und riefen: Amen, halleluja! 5 Und eine Stimme kam vom Thron her: Preist unsern Gott, all seine Knechte und alle, die ihn fürchten, Kleine und Große! 6 Da hörte ich etwas wie den Ruf einer großen Schar und wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen und wie das Rollen mächtiger Donner: Halleluja!

Himmel und Erde haben den Atem angehalten in diesem letzten geistigen Kampf gegen die Hölle, auch die Heiligen und die hl. Engel – alle sind sie in irgendeiner Weise hineingezogen worden in diese Schlacht um das Reich GOTTES. Für uns, die wir uns meist den Himmel wie ein ewiges Jubilieren vorstellen (das wieder den meisten langweilig erscheint!) vorstellen, ist es schwer aus der Sicht des „unbeteiligten Zuschauers“ herauszutreten, die wir ihnen unterlegen – weil sie meist die unsere ist, bis wir selbst einmal am Lebensnerv angepackt werden. Hier und überall verlangt GOTT die Ganzhingabe seiner Geschöpfe; auch die stumme Schöpfung ist hier nicht ausgeschlossen, sie kann nur nicht anders. Wenn wir nur dieses aus der G.O. gelernt habe, dass dieser letzte Kampf auch unser ganzes Ja verlangt, dann verstehen wir besser, warum uns GOTTES Erbarmen im Ja MARIENS eingeschlossen sehen will. Dies ist der tiefere Sinn der Weihe an ihr Unbeflecktes Herz!

Ansage der Königsherrschaft JESU und der Hochzeit des Lammes  (196b -9)

König geworden ist der Herr, unser Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung.

7 Wir wollen uns freuen und jubeln und ihm die Ehre erweisen. Denn gekommen ist die Hochzeit des Lammes,

seine Braut hat sich bereit gemacht. 8 Sie durfte sich kleiden in strahlend reines Leinen. Das Leinen bedeutet die gerechten Taten der Heiligen. 9 Jemand sagte zu mir: Schreib auf: Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist.

„Hochzeit des Lammes“ heißt für uns konkret: endlich werden wir GOTT persönlich gegenüber treten, werden IHN erkennen, so wie ER ist und IHM danken können, dass ER uns ins Leben und in Seinen Dienst gerufen hat. Diese Begegnung vollzieht sich in innigster Gemeinschaft mit IHM, dem DREIFALTIGEN GOTT und allen Engeln und Heiligen – beim Mahl. Es ist Hochzeitsmahl, wie es eigentlich schon jede Eucharistiefeier war auf Erden. Was hier im dunklen Glauben geschah, steht jetzt im hellen, warmen Licht der Erbarmenden Liebe GOTTES, der Seinen Bund mit der Menschheit, begonnen in Abraham, gesiegelt in JESUS CHRISTUS; Seinem SOHN, nun im HEILIGEN GEIST feierlich besiegelt.

Dann sagte er zu mir: Das sind zuverlässige Worte, es sind Worte Gottes. 10 Und ich fiel ihm zu Füssen, um ihn anzubeten. Er aber sagte zu mir: Tu das nicht! Ich bin ein Knecht wie du und deine Brüder, die das Zeugnis Jesu festhalten. Gott bete an! Das Zeugnis Jesu ist der Geist prophetischer Rede.

Johannes, der durch den ihn führenden Engel in solche Vollendung schauen darf, fällt seinem Begleiter zu Füssen, wohl nicht in Anbetung, sondern erschüttert von der Größe des Geschehens, das sich vor seinen Augen enthüllt hat. Das demütig nüchterne Wort des Engels unterstreicht, dass Engel und Mensch in gleicher Höhe stehen: als Knechte GOTTES! IHM allein gebührt alle Ehre, Anbetung und Lobpreis.

Der REITER auf dem „weißen Pferd!“ (19,11 – 16)

11 Dann sah ich den Himmel offen, und siehe, da war ein weißes Pferd, und der, der auf ihm saß,

heißt «Der Treue und Wahrhaftige»; gerecht richtet er und führt er Krieg.

12 Seine Augen waren wie Feuerflammen, und auf dem Haupt trug er viele Diademe;

und auf ihm stand ein Name, den er allein kennt.

13 Bekleidet war er mit einem blutgetränkten Gewand; und sein Name heißt «Das Wort Gottes».

14 Die Heere des Himmels folgten ihm auf weißen Pferden; sie waren in reines, weißes Leinen gekleidet.

15 Aus seinem Mund kam ein scharfes Schwert; mit ihm wird er die Völker schlagen.

Und er herrscht über sie mit eisernem Zepter und er tritt die Kelter des Weines, des rächenden Zornes Gottes,

des Herrschers über die ganze Schöpfung.

16 Auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte trägt er den Namen: «König der Könige und Herr der Herren ».

Viele sind der „Namen GOTTES“, in denen ER sich den Menschen geoffenbart hat; jedes Mal tut sich hier eine neue Herrlichkeit auf, die der Mensch auch jetzt nicht fassen kann. Der „letzte Name“ = das Wesen GOTTES bleibt auch im Himmel verhüllt! Der Sieg CHRISTI ist Sieg der Treue und der Wahrhaftigkeit GOTTES“. Was ER schon unseren Väter geoffenbart hat vor undenkbaren Zeit, jetzt hat es sich bis auf den Buchstaben erfüllt.

Im Blick auf das „eiserne Szepter“, mit dem ER jetzt vor aller Welt Seine Herrschaft antritt, erahnen wir, dass GOTTES größte Gerechtigkeit uns armen Sündern gegenüber Seine Barmherzigkeit ist. Es ist nicht die „Barmherzigkeit“, der Reichen, der einen Brotkrumen seines Überflusses vom Tische fallen lässt. Seine Barmherzigkeit ist konkret: Sein EINGEBORENER SOHN, den ER am KREUZ für uns hingegeben hat, damit jeder, der an IHN glaubt, das Ewige Leben habe(vgl. Jo 3,12 – 15).

Das „große Mahl GOTTES“ (19,17f)

17 Dann sah ich einen Engel, der in der Sonne stand. Er rief mit lauter Stimme allen Vögeln zu, die hoch am Himmel flogen: Kommt her! Versammelt euch zum großen Mahl Gottes.18 Fresst Fleisch von Königen, von Heerführern und von Helden, Fleisch von Pferden und ihren Reitern, Fleisch von allen, von Freien und Sklaven, von Großen und Kleinen!

Bevor sich die falsche Gegensätzlichkeit (des „Neins“ Luzifers) für immer löst, wir sie hier noch einmal aufgerissen. Es ist nicht nur Hochzeit im Himmel mit einem großen Mahl der Liebe – auch den Abtrünnigen ist ein „Mahl“ bereitet im Zeichen des –„Eisernen Szepters“!

Das Tier und der falsche Prophet gestürzt  (19,19 – 21)

19 Dann sah ich das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um mit dem Reiter und seinem Heer Krieg zu führen. 20 Aber das Tier wurde gepackt und mit ihm der falsche Prophet; er hatte vor seinen Augen Zeichen getan und dadurch alle verführt, die das Kennzeichen des Tieres angenommen und sein Standbild angebetet hatten. Bei lebendigem Leib wurden beide in den See von brennendem Schwefel geworfen. 21 Die übrigen wurden getötet mit dem Schwert, das aus dem Mund des Reiters kam; und alle Vögel fraßen sich satt an ihrem Fleisch.

Die Bibel kennt nicht das „beschönigende Wort“, wie wir Menschen es nützen, um Härten abzuschwächen, Kanten abzufeilen: es packt die Wirklichkeit so an wie sie ist, ohne Glacéhandschuhe! Wer Gewalt gebracht, geht in derselben Gewalt zugrunde. Hier ist das Gesetz: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“! Der Gestank des Schwefels entspricht dem Wesensgeruch des Bösen: er ist bis ins innerste verfault – nur Aasgeier können an solchem Fraß noch Freude finden.

Ansage des Sieges

Die zweite Vision (Ansage des Sieges) ist eine Ergänzung  zur ersten und umfasst in großen Zügen die ganze Zeitspanne der Apokalypse.

1. Der MENSCHENSOH zeigt sich hier nicht mehr als LAMM sondern als KÄMPFER.  Das Bild des weißen Rosses ist Gegenbild zu dem des ersten Siegels (5,2); dort erkennt man in Verbindung mit den anderen 3 Reitern, dass es sich um einen Schaden für die Menschheit handelt. Den Sieger trägt immer ein weißes Ross; doch hier ist CHRISTUS DER REITER mit den Augen wie Feuerflammen (vgl. 19,17) Die Diademe sind seine Heiligen, er kämpft mit dem Gold der Treue, mit der Macht der Wahrhaftigkeit, mit seinem Namen und dem Schwert Seines Wortes. Das scharfe Schwert aus Seinem Mund ist das gleiche wie in der Berufungsvision (1,16).  IHM folgen die Heerscharen der Engel mit weißen Rossen, gekleidet mit weißen Linnen – ein Bild das sich durch das ganze Buch zieht.

Der Engel mit der Sonne, St. Michael, ruft Engel herbei zu Vergeltung und zum Siege. Sie werden bildhaft als Vögel hoch am Himmel  bezeichnet. „Fleisch von Königen essen“, heißt ihnen die Substanz nehmen. Das Gericht ergreift Kleine und Große. Mit dem Krieg des Tieres, des Lügenpropheten und der Könige der Erde gegen JESUS CHRISTUS ist gemeint der Kampf gegen die Kirche zu allen Zeiten und Orten, im engeren Sinn besonders gegen MARIA. Doch durch das Wort GOTTES wird die Kirche bestehen bis ans Ende der Zeit. Der Engel mit der Macht über die Hölle fesselt den Drachen, die Hauptmacht der Hölle, damit der Kampf der Kirche nicht vorzeitig infolge der Übermacht der Dämonen das Gericht herbeirufe. Allein GOTT hat das Gericht in der Hand. Darum lässt er den Drachen erst zu der von ihm bestimmten Zeit los.

Das zeitliche Gericht gilt für jeden Einzelnen. Die Throne bedeuten das irdische Gericht der Staaten und das Göttliche Gericht.  Dieses gliedert sich dreifach: 

a. in das Busßsakrament, b. das sichtbare kirchliche Gericht und c. das nach dem Tod. „Die übrigen Toten lebten nicht auf...“ GOTT setzt alle ein in den Endkampf: Engel, Heilige, Dämonen. Verdammte, ja sogar die Natur. Die erste Auferstehung ist jene der guten Menschen in den Zustand glücklicher Ruhe und Anschauung GOTTES, bis nach dem Gericht der neue Zustand kommen wird.

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Exkurs: GOTT schlägt zu

Wie im Alten Bund

GOTT rief seinen „Knecht Nebukadnezar, um das Volk Israel wegen seiner Untreue zu züchtigen:  „Darum - so spricht der Herr der Heere: Weil ihr auf meine Worte nicht gehört habt, darum hole ich alle Stämme des Nordens herbei - Spruch des Herrn -, auch Nebukadnezzar, den König von Babel, meinen Knecht. Ich lasse sie über dieses Land und seine Bewohner kommen und über alle diese Völker ringsum. Ich weihe sie dem Untergang und mache sie zu einem Bild des Entsetzens, zum Gespött und zur dauernden Schmach. Ich lasse bei ihnen aufhören den Jubelruf und den Freudenruf, den Ruf des Bräutigams und den Ruf der Braut, das Geräusch der Handmühle und das Licht der Lampe. Dieses ganze Land wird zum Trümmerfeld und zu einem Bild des Entsetzens, und diese Völker werden dem König von Babel siebzig Jahre lang dienen.“ (Jer 23,9ff)

Gleiches tut GOTT heute: nach vielen Warnungen, die überhört wurden. ER schlägt zu, mit einer Gewalt, dass nicht nur die Wolkenkratzer stürzen, sondern die ganze Welt erschüttert, ratlos und wie gelähmt da steht. Hier ist ein Ton angeschlagen, den wir seit dem letzten Weltkrieg nicht mehr gehört haben. Auf dem Hintergrund eines faulen Friedens wirkt er noch schriller. Trotz aller Prophezeiungen – auf solches war keiner gefasst! Doch es dauert nur eine Weile, dann hat die Welt ihre Antwort bereit: „Vergeltung!“ Wer schaut durch auf den Größeren GOTT, der sich nicht spotten lässt? Wir haben uns daran gewöhnt, die Dinge unter uns auszuhandeln. So war es schon im Alten Bund, so ist es jetzt wieder, da wir den Bund GOTTES in JESUS CHRISTUS hinter uns gelassen haben.

Der laue „Gläubige“ kommt über das: „Wie kann ER dies zulassen?“ nicht hinaus. Nur die Wenigen, die über die Gewalt dieser Züchtigung erschüttert sind und das besser wissende Wort verloren haben, erkennen: wer kann mit IHM rechten, dass ER den oder jenen als Werkzeug erwählt, eine Naturkatastrophe einen Unseligen, der sich dem Bösen verschrieben hat? Er vollführt, was ER angesagt hat. Wer erkennt, fällt nieder vor IHM und betet Seine Gerechtigkeit an, auch wenn er sie nicht versteht.

Der Zorn GOTTES trifft genau

Das Instrument, das ER sich erwählt, hat genau dort zugeschlagen, wo die Verderbnis sich verknotet hat; der Knoten heißt „Kaufleute“, in der westlichen Weltsprache (die alle anderen Sprachen zu verschlingen droht): „World trade center“. Von hier aus  wird die ganze Welt zum Geschäft. Die Geheime Offenbarung spricht davon, dass die Kaufleute ihre Schiffe auf allen Meeren haben (vgl. Offb. 19,19). Dass es auch hier wieder mehr die „kleinen“ getroffen hat und nicht die Drahtzier – auch dies weiß GOTT. Die Gerechtigkeit GOTTES unterscheidet sehr genau: alles hat seinen Ort, seine Zeit, seine Weise.

Das Gericht bricht dort ein, wo der Mensch sich in Selbstherrlichkeit gegen GOTT gestellt hat, bewusst oder unbewusst, wo er es besser weiß wie der erste der Engel, der sich gegen GOTT stellte am Anfang der Zeit. GOTT schlägt dort zu, wo der Mensch in Vermessenheit am unendlichen Blau des Himmels kratzt. Die beiden höchsten Wolkenkratzer stehen für eine Welt, allein von und für den Menschen gebaut: die Bibel nennt sie im Alten Testament „Babylon“, im Neuen: „die große Hure“. Ihr einziges Begehren ist: die Menschen zu verführen, auf den Weg des Verderbens zu bringen. Man lese aufmerksam das Kapitel 18 der Geheimen Offenbarung!

Bild und Zeichen des „Turmes“

Wer tiefer schaut, für den sind die äußeren Dinge Bild und Zeichen. So sind auch diese beiden gefallenen Wolkenkratzer Bild für Tieferes, das nach außen verborgen bleibt. Bezeichnenderweise nennt man sie in der englischen Sprache: „tower=Turm“. Schon dieses Wort bringt einen anderen Bezug ans Licht: den zum „Turm von Babylon“ Man vergleiche dazu: Genesis 11:1-9: „Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte. Als sie von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an. Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel, und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel.

Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel, und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen. Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie, und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen. Auf, steigen wir hinab, und verwirren wir dort ihre Sprache, so dass keiner mehr die Sprache des anderen versteht. Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde, und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. Darum nannte man die Stadt Babel (Wirrsal), denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut.“

Die beiden „Türme“ haben die Silhouette von New York überragt mit ihren über 100 Stockwerken. Wahrlich, schon für sich eine ganze Stadt. Man überlege sich, wie da die 1000 Angestellten alle hereinkommen, wenn am Morgen die Arbeit begann. Wie ein Ameisenhaufen, wo es auch wurlt hin und her, es ist nicht zu erkennen, welche Wege sie nehmen, wie ein vollgestopfter Komputer, der reibungslos funktioniert. Doch nur ein Fehler und die ganze Maschine liegt brach. Da der Aufprall des Flugzeugs ein 3O m großes Loch aufriss, stürzt dieses großartige Spielzeug.

Haben sie nicht die eine Sprache ihres Geschäftes über die ganze Welt getragen, dass man auch bei uns bald mehr englische Aufschriften findet als deutsche? Haben sie nicht mit diesen „Türmen“ die ganze Welt zu ihren Geschäft erklärt und stolz aus ihrer Höhe auf ihre „Schiffe“ geschaut, die ein- und ausliefen und die Flugzeuge, die ein- und ausflogen. Wer hätte gedacht, dass zwei ihrer eigenen Flugzeuge (welcher Hohn des Bösen!) alle Herrlichkeit in einem Augenblick zerstören würden?

Gegenzeichen gegen die „beiden Zeugen“ = Herz JESU und MARIAE

Warum gerade zwei? Nach außen: weil das Geschäft so groß ist, dass es in einem „Turm“ nicht Platz hat. Doch da ist noch ein tieferer Grund, den wir nur erkennen, wenn wir der „2“ ein wenig mehr nachgehen. Wenn zwei ein Zeugnis geben, so ist das mehr als wenn es Einer tut. Ja eigentlich gilt ein Zeugnis erst, wenn es wenigstens zwei sind. Und da sie über die ganze Welt schauen, brauchen sie ein solches Zeugnis.  Aber es ist auch ein Zeugnis gegen Den, der geheimnisvoll für GOTT und den Menschen steht: den „Menschensohn“, wie der HERR sich selbst nennt, der mit dem VATER und dem HEILIGEN GEIST den Menschen nicht geschaffen hat, dass er sich selbst genüge, dass er sein Leben einrichte, wie es ihm gefällt! Wer immer in dieses Land eintrete, vorbei an der Freiheitsstatue, sollte wissen: wem dieses Land gehöre! Kurz gesagt: dem Menschen, der sich selbst zu Gott macht, weil er eben alles kann.

Das Urteil ist schon vorher gesprochen

Wo GOTT Gericht hält, da muss ER, wie es bei den Menschen üblich ist, eine Anklageschrift vorlegen. Da ER die „Türme“ stürzte, hat ER dies vor aller Welt getan: die Kaufleute sind gerichtet, weil sie die ganze Welt zu ihrem Geschäft gemacht haben. Der HERR beginnt das äußere Gericht[22] mit einem Paukenschlag, den die ganze Welt hören muss, der all ihren Lärm übertönt. Sie haben ihr Geschäft ohne IHN gemacht – sie fallen hinein in das 30 m große Loch! (Selbst hier ist ein tiefsinniger Bezug in der Zahl, denn sie deutet mit der 3 auf den DREIEINIGEN GOTT und mit der 10 auf Seine Allmacht!)

Wer in der Geheimen Offenbarung auf das vorausgehende Kapitel zurück blättert, wird erstaunt erkennen, dass das Urteil schon im voraus gesprochen ist – GOTT hat lange gewartet! Er hat seine Werkzeuge bereitet, von weither, wie er mit Nebukadnezar getan, da ER ihn als Geisel über sein Volk sendete – und nach getaner „Arbeit“ vor Gericht stellte! (vgl. Jer 43,10).

Der Sieg des Lammes und Fatima

Der Sieg ist nicht denen, die nach Vergeltung gegen die Gewalt schreien und selbst nach Gewalt greifen, sondern er ist denen verheißen, die im Gefolge des Lammes den Weg des Kreuzes beschreiten. Hier werden wir an das zuerst so sagenumwobene und dann eben so schnell vergessene „Dritte Geheimnis“ von Fatima erinnert, in dem auch von einer „Stadt“ die Rede ist – in einem nicht leicht zu erschließenden Sinne, sie zeigt zuerst auf die Stadt, die von der Geheimen Offenbarung als „Babylon“ bezeichnet wird.

(Ende Exkurs)


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Die “1000 Jahre”, Lohn der Märtyrer: “erste Auferstehung” (20,1 – 10)

20:1 Dann sah ich einen Engel vom Himmel herabsteigen; auf seiner Hand trug er den Schlüssel zum Abgrund und eine schwere Kette. 2 Er überwältigte den Drachen, die alte Schlange - das ist der Teufel oder der Satan -, und er fesselte ihn für tausend Jahre. 3 Er warf ihn in den Abgrund, verschloss diesen und drückte ein Siegel darauf, damit der Drache die Völker nicht mehr verführen konnte, bis die tausend Jahre vollendet sind. Danach muss er für kurze Zeit freigelassen werden.

4 Dann sah ich Throne; und denen, die darauf Platz nahmen, wurde das Gericht übertragen. Ich sah die Seelen aller, die enthauptet worden waren, weil sie an dem Zeugnis Jesu und am Wort Gottes festgehalten hatten. Sie hatten das Tier und sein Standbild nicht angebetet, und sie hatten das Kennzeichen nicht auf ihrer Stirn und auf ihrer Hand anbringen lassen. Sie gelangten zum Leben und zur Herrschaft mit Christus für tausend Jahre. 5 Die übrigen Toten kamen nicht zum Leben, bis die tausend Jahre vollendet waren. Das ist die erste Auferstehung. 6 Selig und heilig, wer an der ersten Auferstehung teilhat. Über solche hat der zweite Tod keine Gewalt. Sie werden Priester Gottes und Christi sein und tausend Jahre mit ihm herrschen.

7 Wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis freigelassen werden. 8 Er wird ausziehen, um die Völker an den vier Ecken der Erde, den Gog und den Magog, zu verführen und sie zusammenzuholen für den Kampf; sie sind so zahlreich wie die Sandkörner am Meer. 9 Sie schwärmten aus über die weite Erde und umzingelten das Lager der Heiligen und Gottes geliebte Stadt. Aber Feuer fiel vom Himmel und verzehrte sie. 10 Und der Teufel, ihr Verführer, wurde in den See von brennendem Schwefel geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet sind. Tag und Nacht werden sie gequält, in alle Ewigkeit.

Die Herrschaft CHRISTI mit Seinen Heiligen (Kommentar)

Es ist das Licht der Glorie, des Sieges CHRISTI am Kreuz, das nach der Reinigung in voller Kraft durchbrechen kann. Notwendig haben an diesem Licht auch die teil, die in aller Verfolgung in Treue zu ihrem Glauben gestanden sind und nun mit dem Herrn herrschen werden (Offb 20,4). Dass in 20,4 von den „Seelen der Enthaupteten“ gesprochen wird, ist Hinweis, dass wir ihnen wie dem HERRN in der Hlst. Eucharistie nicht im Leib begegnen, sondern im „GEIST und in der Wahrheit“. Nicht nur die hl. Engel stehen jetzt um den HERRN im Tabernakel, sondern auch diese, die Zeugnis abgelegt haben für IHN durch ihr Leben: sie sind „enthauptet“ und geben wie Johannes der Täufer Hinweis auf den Einen, der das Haupt ist. Seiner „Macht“ müssen sich alle im Himmel und auf Erden beugen, um IHN allein anzubeten wie die Hl. Engel. Sie sind die Vollendeten in der Mitte derer, die noch auf dem Weg zur Vollendung sind.

Wer die Reinigung bestand erinnert sich durch die Gegenwart der Heiligen nicht nur an die Gewalt der überstandenen Prüfung, sondern auch an das Gericht GOTTES, das sich in dieser Prüfung offenbart hat und  über den „1000 Jahren“ gegenwärtig bleibt Mit der Reinigung hat das Letzte Gericht begonnen, es ist im Kampf gegen Gog und Magog abgeschlossen. Daraufhin weisen die Throne, die „aufgestellt werden“: das Urteil wird verkündet!

Die Heiligen, gegenwärtig auf Erden sind lebendiges Evangelium, bei Anna Katherina Emmerich nennt der HERR so die „GOTT liebenden Seelen“ „Sein Evangelium“. Nicht mehr steht jetzt das aufgeschriebene Wort im Vordergrund  (das die menschliche Bosheit immer wieder verdrehen konnte), sondern das in die Herzen der Heiligen geschriebene, das in ihnen zum Leben gekommen ist und ihnen die Kraft gab, den Tod zu überwinden. Das Zeugnis, das sie gegeben haben, bleibt in dieser Zeit gegenwärtig als Mahnung, als Aufmunterung und als Ziel, dem wir nachstreben sollen. Erinnern wir uns daran, dass die 7 Gemeinden Evangelium sein sollen für die ganze Welt, die in ihnen vor Gericht gerufen ist. Als lebendiges Zeugnis wird das Evangelium noch einmal über die ganze Welt gehen, „dann erst kommt das Ende“. (Mt 24,14). Freilich auch diesem so viel stärkeren „Wort“ kann der Mensch in der Freiheit, die ihm bleibt, widerstehen.

Die „erste Auferstehung“ ist noch nicht die letzte - auch wenn die im Zeugnis für den Herrn Getöteten schon das erste, persönliche Gericht hinter sich haben und damit im Himmel sind, sie sind gerufen denen, die auf Erden noch um ihr Heil ringen, beizustehen in Einheit mit dem Herrn. Sie werden erst im Weltgericht mit ihnen die letzte Vollendung erlangen. Man könnte im Blick auf die im Kampf mitwirkenden Engel ähnliches sagen - auch sie gehen, obwohl sie schon jetzt in der seligen Anschauung GOTTES leben, noch einer letzten Vollendung, nämlich der des „Neuen Himmels und der Neuen Erde“ entgegen! Wir werden es eines Tages besser verstehen. Wer etwas von der Wandlung durch die Gnade in seinem Leben erfahren hat, wird es schon heute leichter begreifen. Bis zum letzten „Tag“ ist alles Leben: Bewegung, Wandlung – bis es endlich, vollendet,  ruhen darf in GOTT

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Letzte Schlacht und Weltgericht

Der  Angriff von Gog und Magog

20:7    Wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis freigelassen werden. (vgl.7-10). Die Abfolge der Visionen 20,4-6 und 20,7-10 ist wohl durch   Ez 33 - 37 und 38 - 39 veranlasst. Dort folgt auf die Darstellung des messianischen Reiches der Ansturm der Heere des Fürsten Gog aus dem Land Magog. In Offb 20 sind die Namen Gog und Magog symbolische Bezeichnungen für alle heidnischen Völker. - Jerusalem ist Sinnbild  der Kirche. Der Feind stürmt an, nur um das Gericht an sich selbst zu vollziehen: Und der Teufel, ihr Verführer, wurde in den See von brennendem Schwefel geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet sind. Tag und Nacht werden sie gequält, in alle Ewigkeit. vgl. Ez 38,22.

Auch in diesem letzten Kampf ist der Böse wieder nur Handlanger GOTTES: er treibt die Getreuen zusammen aus allen Richtungen, dass sie durch die äußere Bedrängnis zueinander finden in dem Maße, wie sie durch die Gnade GOTTES von innen geläutert wurden. Nur dies ist von ihnen verlangt: „liebt einander wie ICH euch geliebt habe“ (Jo13, 24). Das Übrige tut GOTT: „Feuer fiel vom Himmel und verzehrte sie“. Der Böse wird in der GOTTESfeindschaft, für die er sich am Anfang entschieden hat, für alle Ewigkeit „eingefroren“. Feuer und Eis sind Gegensätze, die sich berühren: auch in der Erde verbrennt der Mensch zur Asche.

Die drei Stufen des „Weltgerichtes“

Wie die Kreuzigung für die Jünger JESU,  d i e  „Katastrophe“ ihres Lebens war, in ähnlicher Weise wird es für die Kirche die Große Reinigung sein, die bald über die Menschheit kommen wird, damit die Glaubende von der erdrückenden Übermacht des Feindes befreit, wieder atmen können. Das Kreuz, besonders in der Verfolgung der Getreuen, wird das Herz vieler durchbohren, wie es zuerst die MUTTER und dann die Jünger durchbohrt hat. Es wird die Tiefe der menschlichen Seele ausloten, die durch ein Leben in Oberflächlichkeit verschüttet war. Wie nie zu vor wird das Kreuz über dem Leben des Menschen als das von GOTT gegebene Richtmaß stehen. Wer es aufnimmt wird geheilt und nähert sich der Gemeinschaft der Heiligen, die mit dem Herrn auf Erden gekommen ist. Sie sind mit den in der „Großen Drangsal Enthaupteten“ lebendiges Evangelium und bleibende Scheidung.

Das letzte Gericht , die “zweite Auferstehung” ,

11 Dann sah ich einen großen weißen Thron und den, der auf ihm saß; vor seinem Anblick flohen Erde und Himmel, und es gab keinen Platz mehr für sie. 12 Ich sah die Toten vor dem Thron stehen, die Großen und die Kleinen. Und Bücher wurden aufgeschlagen; auch das Buch des Lebens wurde aufgeschlagen. Die Toten wurden nach ihren Werken gerichtet, nach dem, was in den Büchern aufgeschrieben war.13 Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren; und der Tod und die Unterwelt gaben ihre Toten heraus, die in ihnen waren. Sie wurden gerichtet, jeder nach seinen Werken. 14 Der Tod und die Unterwelt aber wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod: der Feuersee. 15 Wer nicht im Buch des Lebens verzeichnet war, wurde in den Feuersee geworfen.

Der zweite oder Endkrieg (Deutung)

GOG und Magog stehen für alle Tyrannen, zugleich aber für die zwei Mächte: Magog die Menschenmassen Russlands und Chinas, Gog für das Kapital. Die Kirche, pilgernd und verfolgt wandert von Lager zu Lager. Wenn die Not am größten ist, wird GOTT eingreifen. Das Feuer weist auf die Engel aber auch auf die Zulassung GOTTES einer letzten allgemeinen Atomkatastrophe. Wenn wir die Engel nicht annehmen wollen, dann wird der gewaltsame Tod unser Ende sein!

Über dem letzten Gericht steht die Verheißung: „Siehe ich mache alles neu!“ (vgl. 21,1). Das allgemeine Gericht umfasst die ganze Heilsgeschichte in allen ihren bisher verborgenen Zusammenhängen: alles kommt ans Licht! Ihm folgt nach der zweiten Auferstehung die ewige Seligkeit oder der zweite Tod, der Feuersee, GOTT wird bestimmen, was mit ihnen geschehen wird – es ist nicht unsere Sache darüber Vermutungen aufzustellen.

Der Schlusssatz in dieser Vision hat seine großen Zusammenhänge. Der neue Himmel und die Neue Erde und das Neue Jerusalem lassen siegreich zurückschauen auf den ersten Schöpfungstag, das „Werde!“ aller Geschöpflichkeit, dem nun ein zweites „Werde!“ folgt. Auf das Urteil folgt der „siebte Tag“, da GOTT ruhte. So folgt auf den 7. Brief mit der Verheißung: „Ich will Mahl halten...“ das schweigende Hineinschauen in die Pläne GOTTES, denn „es ist vollbracht!“

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VI.   Teil: Der LOHN für die Kirche

Wie der sechste Tag in Genesis 1 den Menschen in die Schöpfung setzt, so soll er im Bild der GOTTESstadt, in Einheit mit den beiden anderen Geschöpfen: materielle Schöpfung und Engel zu letzter Vollendung kommen. Nicht zum Alleinsein ist er geschaffen, sondern zur Gemeinschaft mit GOTT und Seiner Schöpfung. Nur der Lichtträger, der sich gegen GOTT stellte und sein Anhang bleiben allein, jeder für sich eingeschlossen in ihren Hass gegen GOTT.

Der Schlusssatz der letzten Vision im V. Teil (Vollzug des Gerichtes) ist Brücke zu diesem vorletzten Teil. (bezeichnet als 2. Vision) – im folgenden werden die 7 wichtigsten Stellen kommentiert:

1. Stelle (Sicht auf die herabsteigende GOTTESstadt):

2. Wie der 5. Zornschalenengel hinschauen lässt auf das Gericht, so lässt der letzte (Stimme aus dem Tempel: „es ist vollbracht!“) hinschauen auf den Lohn und Sieg. Er hebt den Menschen zur Adlersicht. Die Herrlichkeit GOTTES scheint auf wie in der Thronvision am Anfang:(vgl. 4,3).

3.Stelle: „die große Mauer“

Zuerst sind es die vier Flüsse, die den Wohnbereich des Menschen abgrenzen (Gen1, 8 – 10), Ezechiel sieht nach 4,3 schon ein erstes Bild der GOTTESstadt, doch die Vollendung ist dem Ende vorbehalten: Die 12 Tore –zeigen den Bezug Mensch (4) und  DREIEINIGER GOTT; in der Sicht Ezechiels  waren es nur vier – im Blick auf die Schöpfung eines auf jeder Seite.

4.Stelle: Der Engel mit dem goldenen Messrohr (21,15). Vgl. Ez. 40, 3 – es ist der gleiche! Die Geborgenheit in GOTT ist dem Maß jedes Menschen gerecht!  Auf jede Mauer treffen 36 Ellen = 9, die hl. Engel bauen sie, doch bezogen auf den Menschen. Darum gilt am Ende: Maß des Engels und Maß des Menschen sind eins geworden!

5.Stelle: Die 12 Grundsteine:

Sie sind Erfüllung der Edelsteine auf der Brusttasche des Hohenpriesters. (Ex 39,8-15), aneinander gereiht wie Samenkörner. Jetzt ist jeder ein Samenkorn der Herrlichkeit geworden, darauf die Perle  (= MARIA) ruht.

5.Stelle: Die Völkerscharen und das Eine LICHT

Die Herrlichkeit GOTTES ist das Licht für alle Bewohner. Hier erfüllt sich die Verheißung von Epiphanie: die Könige der Erde = die Heiligen, bringen ihre Schätze. Das Bild des Lebensbuches findet sich überall in der hl. Schrift, zuletzt im 5. Brief. Es ist die Buchrolle,  die jetzt aufleuchtet im Licht der Glorie.

6. Stelle: Strom des Lebenswassers:

Bild lebendigen Lebens, Strasse = Lebensweg. Der Baum des Lebens steht für das Göttliche „Werde!“. Die Blätter stehen für die Heilsauswirkung der Sakramente und Gnadenschätze.

7.Stelle: Ehre sei GOTT!

Sie schließt den großen Bogen des Schöpfungsablaufes (Gen1,3). Sie setzt schon an in der Mitte der Apokalypse in der 7. Posaune.  Sein ist Ehre und Macht in Ewigkeit!

 

Der „Neue Himmel und die Neue Erde“! (21, 1- 22,4)

1. Stelle (Sicht auf die herabsteigende GOTTESstadt):

21:1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.

2. Wie der 5. Zornschalenengel hinschauen lässt auf das Gericht, so lässt der letzte (Stimme aus dem Tempel: „es ist vollbracht!“) hinschauen auf den Lohn und Sieg. Er hebt den Menschen zur Adlersicht. Die Herrlichkeit GOTTES scheint auf wie in der Thronvision am Anfang:(vgl. 4,3).

3 Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. 4 Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. 5 Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr. 6 Er sagte zu mir: Sie sind in Erfüllung gegangen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt. 7 Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten: Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.

8 Aber die Feiglinge und Treulosen, die Befleckten, die Mörder und Unzüchtigen, die Zauberer, Götzendiener und alle Lügner - ihr Los wird der See von brennendem Schwefel sein. Dies ist der zweite Tod.

3.Stelle: „die große Mauer“

Zuerst sind es die vier Flüsse, die den Wohnbereich des Menschen abgrenzen (Gen1, 8 – 10), Ezechiel sieht nach 4,3 schon ein erstes Bild der GOTTESstadt, doch die Vollendung ist dem Ende vorbehalten: Die 12 Tore –zeigen den Bezug Mensch (4) und  DREIEINIGER GOTT; in der Sicht Ezechiels  waren es nur vier – im Blick auf die Schöpfung eines auf jeder Seite.

 9 Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den sieben letzten Plagen getragen hatten. Er sagte zu mir: Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes  10 Da entrückte er mich in der Verzückung auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, 11 erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. Sie glänzte wie ein kostbarer Edelstein, wie ein kristallklarer Jaspis. 12 Die Stadt hat eine große und hohe Mauer mit zwölf Toren und zwölf Engeln darauf. Auf die Tore sind Namen geschrieben: die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels. 13 Im Osten hat die Stadt drei Tore und im Norden drei Tore und im Süden drei Tore und im Westen drei Tore.14 Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. 15 Und der Engel, der zu mir sprach, hatte einen goldenen Messstab, mit dem die Stadt, ihre Tore und ihre Mauer gemessen wurden.

4.Stelle: Der Engel mit dem goldenen Messrohr (21,15). Vgl. Ez. 40, 3 – es ist der gleiche! Die Geborgenheit in GOTT ist dem Maß jedes Menschen gerecht!  Auf jede Mauer treffen 36 Ellen = 9, die hl. Engel bauen sie, doch bezogen auf den Menschen. Darum gilt am Ende: Maß des Engels und Maß des Menschen sind eins geworden!

16 Die Stadt war viereckig angelegt und ebenso lang wie breit. Er Maß die Stadt mit dem Messstab; ihre Länge, Breite und Höhe sind gleich: zwölftausend Stadien. 17 Und er Maß ihre Mauer; sie ist hundertvierundvierzig Ellen hoch nach Menschenmaß, das das Maß der Engel ist (Y!)..

5.Stelle: Die 12 Grundsteine:

18 Ihre Mauer ist aus Jaspis gebaut, und die Stadt ist aus reinem Gold, wie aus reinem Glas. 19 Die Grundsteine der Stadtmauer sind mit edlen Steinen aller Art geschmückt; der erste Grundstein ist ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, 20 der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sardion, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst. 21

Sie sind Erfüllung der Edelsteine auf der Brusttasche des Hohenpriesters. (Ex 39,8-15), aneinander gereiht wie Samenkörner. Jetzt ist jeder ein Samenkorn der Herrlichkeit geworden, darauf die Perle  (= MARIA) ruht.

Die zwölf Tore sind zwölf Perlen; jedes der Tore besteht aus einer einzigen Perle. Die Strasse der Stadt ist aus reinem Gold, wie aus klarem Glas. 22 Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung, ist ihr Tempel, er und das Lamm.

23 Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. 24 Die Völker werden in diesem Licht einhergehen, und die Könige der Erde werden ihre Pracht in die Stadt bringen. 25 Ihre Tore werden den ganzen Tag nicht geschlossen - Nacht wird es dort nicht mehr geben. 26 Und man wird die Pracht und die Kostbarkeiten der Völker in die Stadt bringen. 27 Aber nichts Unreines wird hineinkommen, keiner, der Greuel verübt und lügt. Nur die, die im Lebensbuch des Lammes eingetragen sind, werden eingelassen.

6. Stelle: Strom des Lebenswassers:

Bild lebendigen Lebens, Strasse = Lebensweg Der Bau des Lebens steht für das Göttliche „Werde!“. Die Blätter stehen für die Heilsauswirkung der Sakramente und Gnadenschätze.

22:1 Und er zeigte mir einen Strom, das Wasser des Lebens, klar wie Kristall; er geht vom Thron Gottes und des Lammes aus. 2 Zwischen der Strasse der Stadt und dem Strom, hüben und drüben, stehen Bäume des Lebens. Zwölfmal tragen sie Früchte, jeden Monat einmal; und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker. 3 Es wird nichts mehr geben, was der Fluch Gottes trifft.

7.Stelle: Ehre sei GOTT!

Sie schließt den großen Bogen des Schöpfungsablaufes (Gen1,3). Sie setzt schon an in der Mitte der Apokalypse in der 7. Posaune.  Sein ist Ehre und Macht in Ewigkeit!

Der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt stehen, und seine Knechte werden ihm dienen. 4 Sie werden sein Angesicht schauen, und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben. 5 Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen in alle Ewigkeit.


 
VII.      Die sieben Schlussworte

Sie sind die Schliesse, wie Muscheln eines Regenbogens vom Anfang zum Ende, der über den Horizont leuchtet und auf der gnadenhaften Sicht des Menschen aufsteht.  GOTT, Engel und Mensch sind die Träger dieser Worte.  (siehe Tabelle, § 331).

Siebenmal ist hier das „Komme! Betont. . Drei davon sind der gleiche Satz.

1. Am Anfang. Und siehe, ich komme bald!, 22,7

2. In der Mitte .“.....und mit Mir Mein Lohn“,22,12

3.u.4.In der Mitte ist zweimal der Lockruf GOTTES: „Wer es hört, soll kommen. Wen dürsten, der soll kommen!“

5-7 und zwei antworten: Der Engel und die Braut: „Komme!

Am Ende: Ja, ich komme bald, 22,29

 

 6 Und der Engel sagte zu mir: Diese Worte sind zuverlässig und wahr. Gott, der Herr über den Geist der Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss. 7 Siehe, ich komme bald (1). Selig, wer an den prophetischen Worten dieses Buches festhält. 8 Ich, Johannes, habe dies gehört und gesehen. Und als ich es hörte und sah, fiel ich dem Engel, der mir dies gezeigt hatte, zu Füssen, um ihn anzubeten.9 Da sagte er zu mir: Tu das nicht! Ich bin nur ein Knecht wie du und deine Brüder, die Propheten, und wie alle, die sich an die Worte dieses Buches halten. Gott bete an! 10 Und er sagte zu mir: Versiegle dieses Buch mit seinen prophetischen Worten nicht! Denn die Zeit ist nahe.

11 Wer Unrecht tut, tue weiter Unrecht, der Unreine bleibe unrein, der Gerechte handle weiter gerecht, und der Heilige strebe weiter nach Heiligkeit. 12 Siehe, ich komme bald, und mit mir bringe ich den Lohn, (2) und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht. 13 Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. 14 Selig, wer sein Gewand wäscht: Er hat Anteil am Baum des Lebens, und er wird durch die Tore in die Stadt eintreten können.

 15 Draußen bleiben die «Hunde» und die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder, die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut . 16 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt als Zeugen für das, was die Gemeinden betrifft. Ich bin die Wurzel und der Stamm Davids, der strahlende Morgenstern. 17 Der Geist und die Braut aber sagen: Komm! Wer hört, der rufe: Komm! Wer durstig ist, der komme. Wer will, empfange umsonst das Wasser des Lebens (3u.4).

18 Ich bezeuge jedem, der die prophetischen Worte dieses Buches hört: Wer etwas hinzufügt, dem wird Gott die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht. 19 Und wer etwas wegnimmt von den prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen Anteil am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, von denen in diesem Buch geschrieben steht.

 20 Er, der dies bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald (5). – Amen (6). Komm, Herr Jesus (7)!

 21 Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!

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ANHANG I

Die Siebenerreihen in und ausserhalb der Geheimen Offenbarung

1.Schöpfungs-tage.

 

1.Erschaffung und Prüfung der Engel, Scheidung von Licht und Finsternis

2. Urelemente; Luft, Erde, Feuer, Wasser

3. Erste Nahrung aufnehmende Lebewesen (Pflanzen)

4. Zeit- und Jahreszeiten-ablauf

5. Höhere Lebewesen mit geordneter Fortpflanzung; Entwicklung der Arten

6 . Erschaffung der menschlichen Seele in Einheit mit den höchstent-wickelten  Lw.. Der Mensch in der Vertikale zwi. Hi.u. Erde

7. Die Brücke zum “Werde, Weiche, Komme!“, zu Erlösung, zum Kampf, der in der Apk. endet.

2.Sakramente

1. Taufe, der Mensch als Eigentum GOTTES

2. Firmung: Weihe, um selbständig zu werden in Blick auf die 4 Elemente seines Geistes: Verstand, Wille, Gemüt, Phantasie

3. Hlst. Eucharistie, Nahrung für den ganzen Menschen

 4. Busse: Sorge GOTTES um die Ordnung im Seelengefüge, wo Verstand und Wille Unordnung bringen

5. Letzte Ölung: Besinnung auf das höhere Ziel der Ewigkeit: GOTT, Blick auf Vollendung

6. Priesterweihe: Berufung und Weihe des Menschen als Ebenbild des WORTES zur Führung der Menschheit

7. Ehe: Segen GOTTES für Mann und Frau als ein Leib zur gegs. Ergänzung und Befruchtg., Heiligung, Opfer der Erstlinge

3. Die 7 Gemeinden

1. Ephesus: Das „Werde!“ in Liebe. Hinweis auf den Baum des Lebens

2. Smyrna: Vier Aussagen: „Der Erste, Letzte, tot u. lebendig, fürchte dich nicht, Krone des Lebens verheißen“

3. Pergamus: Das zweischneidige Schwert. Verborgenes Mannah für den Sieger

 

4. Aufzeigen der Fehltritte. Nur durch Busse Vergebung. „Sie werden erkennen, dass ICH es bin!“

5. Thyatira: „..du bist tot, werde wach,, bekehre dich!“

6.Philadelphia: „Säule, erretten aus der Prüfung, den Namen GOTTES tragen

7. Laodizea:  ICH will das Mahl mit dir halten!“ Bestehe die Prüfung. „Ich bin das Alpha und Omega

4.  Die 7 Siegel; Erfüllung der Prophetenworte, Folgen der Sündenschuld der Menschen

1. Zeige den Rächer des geschändeten GOTTESlichtes, Stolz statt GOTTES-erkenntnis.

2. Rächer des verlorenen Friedens der Seele: Feuerbrand der Kriege u. Verfolgungen

3. Rächer der geschändeten Erde. Der Kapitalismus bringt Hunger und Verelendung

4. Rächer des geschändeten Lebens (Wasser) durch den Tod: fahles Ross = Wüste

5. Rache der Heiligen durch das Gebet; weißes Hochzeitskleid für ihre Seele

6. Reißt den Himmel auf:  Zwei Bilder: nicht schädigen - Strafe; Thron GOTTES (vor u. nach!). [23]

7. Das schweigende Beten und Hinein-schauen in die Pläne GOTTES: ½sStd= das Leben JESU

5.  Die 7 Posaunen, Beginn der gewaltigen Auseinander-setzung, vom Thron GOTTES ausgehend.

1. P. : Machtbeweis GOTTES über die erde, Feuer, Wasser u. Blut vernichtet, zerschlägt ein Drittel d. Me.

2.  P. Mb. Gs. Über das Wasser: Feuer, Wasser und Blut vernichten ein Dritteil der geistigen Werte.

3: P- Mb. Gs über das Licht: Abspringen der Engel und ihre absolute Forderung an den Menschen

4. P. Mb. Gs über die ganze Weltordnung, die Seinem Befehl gehorcht, Ansage an die geistigen Leuchten der Menschheit

5. P. : Auswirkung der nun auf der Erde kämpfenden Engel. Wer nicht für GOTT ist, ist gegen IHN. St. Purim hebt seinen Fuss

6. P. sie gibt das Wirken der hl. Engel frei. Im Anschuss 3 Bilder: St. Gabriel, die Maße für den Tempel, die beiden Zeugen

7. P. ist die Verkündigung der Weltherr-schaft JESU

DIE MITTE: Vierte Vision:

 

 

 

 

 

 

 

Die ersten Sieben sind Kampf

1.Menschwer-dung

2. MARIA, umgeben von Sonne, Mond, den Sternen

3. Der feuerrote Drache gleich der Buhlerin in der Wüste

4. Das Kind wird in den Himmel entrückt

5. Das Tier aus dem Meere. Angebetet. Es ward ihm Macht gegeben, die Heiligen zu besiegen.

6. Das Tier aus der Erde. Es über die Macht des 1.Tieres aus (Material, Wisssch.)

7. Das Lamm auf dem Berge Sion = das hochheilige Tier auf dem Thron. NB. Anfang zu den zweiten 7.

Die zweiten Sieben bedeuten  schon Sieg

1. Der erste Gerichtsengel: ewiges Evangelium

2, Der zweite Ge.: gefallen ist Babylon

3. Der dritte Ge.:

Trinken vom Glühwein des Zornes GOTTES.

4. Die hl. Engel übernehmen den Kampf gg den Drachen

5. Der erste Ernteengel schwang seine Sichel

6. Der zweite Ee ruft dem Weltenrichter zu, das dürre Werk der Erde einzuholen

7. Er kommt nicht aus dem off. Tempel, sondern vom Altar her, hebt die Hand zur großen Wandlung

Die 7 Zornschalenengel; der Tempel ist geschlossen; keine Fürbitte

 1. die erste Strafe ergeht über den Stoff: Zersetzung durch Strahlung

2. Zersetzung des Geistigen, Absterben des Gnadenlebens

3. Strafe gegen die Menschheit, die das BROT u. die Heiligen geschändet hat.

4. Freiwerden des Atheismus, Zerstörung der sittl. Werte, der Weltordnung

5. Die Wut der Dämonen ergiesst sich über die Menschen Hier schon Hinweis auf die letzten Kämpfe

6. gleich der 6. Posaune: Tor für eine Reihe von Teilbilder in einem Nach- und Ineinander: siehe nächste Zeile

7. Zornschale = nächste Zeile! Sie zeigt die Auflösung der Atmosphäre, letzter Kampf zw. E.,Dä, .Me.

7. Zornschale, Teilbilder

1. Dass der Wege offenstünde für die Könige ds Ostens. Den Drachen, das Tier die Lügenpropheten

2. Ruf St. Michaels: „Kommet das Fleisch zu essen von Königen...“19,17

3. Der Engel mit den Schlüsseln zum Abgrund: Teilung der Kämpfe (20,1)

 4.  (= Mittelstück) die Erklärung des Zsche. Über Babylon und das feuerrote Tier

5. Die erste Auferstehung und der Thron GOTTES. Das erste Gericht über die ganze Zeit bis zum gr. Endgericht

6. Der Fall Babylons

7. Das letzte Gericht, nach dem letzten Kampf + zwei Teilbilder: Der neue Himmel u. die neue Erde u. die Braut des Lammes; Erkl. Neues Jerusal.

Die 7 Schlussworte

1.Das Zeugnis der GOTTheit CHRISTI: „ICH bin der Anfang und das Ende“ vgl. 1,8

1. Das Wort vom Hören: „Ich Johannes habe es gehört, und wer es hört, der spreche: „Komme!““

3. Das Wort vom Lebenswasser,  vom Dürsten (Erfüllung der Wasser um Eden, der Gnaden aus den Sakramenten

4. Das Wort vom Sehen: mit irdischen und jenseitigen Augen: „Siehe, ER kommt auf den Wolken und schauen wird IHN jedes Auge, auch die IHN durchbohrt haben.“

5. Das Wort von der Wahrheit:  u. der Herrschaft GOTTES über Himmel  und Erde: „ICH komme bald und mit mir mein Lohn“

6. Die Antwort von Engel und Mensch: „Der GEIST und die Braut sprechen: „Komm!“ Der Engel: „die Zeit ist nahe!“, der Mensch: „Komme bald, HERR JESUS!““

7. Das Wort des Gnadensegens: „Gnaden und Segen von Dem Der ist und Der war und Der kommt. Amen!“

(NB! Diese Tabelle muss nach dem Druck gesondert eingesetzt werden: Querformat

 

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ANHANG II

Symbolik der Zahlen, der Bilder, der Dinge und Handlungen in der Apk.

I. der Zahlen:

Die 1 bedeutet immer die personale Heraushebung: der eine Knecht, der eine Gerufene, der eine Engel als der Vermittelnde, der Eine JESUS CHRISTUS. Sie bilden die erste Unio des Wortes, die zur Unio des Lebens übergeht mitten im Kampf, um dann zur ewigen Unio GOTTES mit Engel, Mensch und Schöpfung im einen Neuen Jerusalem überzugehen: die Unio der Liebe.  In der Mitte des Kampfes steht das Eine WEIB: MARIA, Bild der Kirche und als ihr Gegenspieler der eine Widersacher, der Drache.

Die 2  bedeutet die Partnerschaft, sie kommt nicht oft vor: Da sind die „zwei Zeugen“ sie stehen als die zwei Leuchter der Glaubenstreue, des Bekennermutes und der Liebe inmitten der Kirche, sie sind wie zwei Ölbäume des Friedens inmitten der vom Dämon aufgewiegelten Welt.

Aus der Tiefe steigt das TIER MIT DEN ZWEI Hörnern „gleich einem Lamm“. Diese Hörner bedeuten die dämonische Strahlkraft der Lüge und Tyrannei.

Die 3 gründet in der Hlst. DREIFALTIGKEIT . Weil die Sünden der Menschen sich gegen VATER und SOHN und GEIST richten, wird ein Dritteil und noch mal ein Dritteil der gesamten zeitlichen Schöpfung gerichtet und vernichtet. Wenn aber der Drache mit seinem Schwanz ein Drittel der Sterne vom Himmel fegt, so sind das die mit ihm stürzenden Engel.

3 ½ sie bedeuten geistig die Hälfte von 7 Tagen, Hinweis auf die Vollendung einer Phase. Die Hälfte bedeutet deshalb eine kürzere Zeiteinheit. Die eine Zeit bedeutet den Zeitablauf, die zwei den in sie hineingelegten Kampf im Erlösungswillen des SOHNES und aller Spannung der Gegensätzlichkeit zur Prüfung und Bewährung.  Die halbe ZEIT IST NUR FÜR DIE Hälfte der Menschen verständlich; sie  bezieht sich nur auf das Geistige, das in seinem großen Aufbruch erst im Kommen ist.  („Ich komme bald!“)         

Nach der Zahlendeutung werden die die 3 ½ Zeiten aufgeschlüsselt in 1.260 Tage, die nach Offb 12,6,8 gleich sind.  Addiert = 9 die Zahl der Engel- 3 ½ Zeiten sind 7 ½ Zeiten. 1260: 8 = 18O, die Zahl einer Zeit = 9 Zahl der Engel. 1 Zeit = 360, die Zahl der Engel der Schöpfung, 2 Zeiten = 72= die Zahl der Engel im Kampf, ½ =180, die Zahl der Engel der Endzeit, des Geistes der Liebe. Zusammen wieder: 1260.

Die beiden Zeugen, (11,9), die für eine kurze Spanne Zeit (Angleichung an den Kreuzestod CHRIST, von den Menschen vernichtet werden, stehen wieder in Glorie auf. Das Weib, die Kirche (12,6 - 14), durch die Hilfe GOTTES aus der Verfolgung herausgetragen, lebt die ganze Endzeit in der Wüste des sie umgebenden Heiden und Neuheidentums.

Die Zahl 4 bezieht sich immer auf die Schöpfung und das Haus, bzw. den Garten oder die Bundeslade GOTTES in der Schöpfung Die 4 Himmelsrichtungen um den Thron GOTTES werden durch die 4 LW verbunden. Wie um Eden die 4 Flüsse waren, so finden wir jetzt an ihrer Stelle die 4 gefesselten Engel. Wo ihre Fesseln gelöst werden  89m14) wird die Liebe GOTTES mit Urgewalt reinigend und scheidend über die Schöpfung hereinbrechen.

Im vierten Siegel ist der Höhepunkt der Plagen erreicht, die sich die Menschen durch ihre Sünden aufgeladen haben: vorausgehen: Hochmut, Bekriegen, Hungersnot. 

Die Zahl 5 weist auf das Pentagramm mit den Plagen durch 5 Monate.  Sonst nur als Multiplikationszahl.

Die Zahl 7 kommt am meisten vor. Durch sie sind alle mit ihr gebrauchten Zeichen und Symbole geheiligt 7x12 = 84 wieder gleich 12 – die geheiligte Schöpfung.

10 steht als 2x5 für die höllische Strahlmacht, eine Drangsal des Bösen (2,10), einen Besitz des Bösen: 11,13 Strafe an der Stadt des Antichrist durch die hl. Engel

Zahl 12 für die geheiligte Schöpfung.  Sie findet sich 7x.

Die höheren Zahlen sind alle zusammengesetzt: 4 2 Monate Gleich 1260 Tage.

666 bedeutet Gegnerschaft, der Antichrist ist Begriffsperson und wechselt; er wird von L gesteuert.

Die 1000Jahre stehen für weniger als die ganze Endzeit zugleich aber für die 100fache Verstärkung des höllischen Wirkens.

Die 1600 Stadien sind 4x400, das Maß für das Wasser um die heilige Stadt, vor der die Kelter des Zornes GOTTES getreten wird.  144 bedeutet die Endzeit der geheiligten Menschheit geeint mit den hl. Engeln

2. Die Symbolik der Wesen

7 mal ist das Höchste Wesen dargestellt:

der DREIEINIGE GOTT

Der SchöpferGOTT (K 4) – Huldigung durch die geheiligten Geschöpfe

Das Lamm und die Buchrolle

Teilbilder: wie eine Flamme

Links und recht die Sicht auf die Herrlichkeit GOTTES im AB mit Blitz und Donner (11,19; 15,8)

In der Mitte der Flammenkern zeigt den Beginn der Erlösung: 12,5: „sie gebar einen Knaben...“

Oben zeigt der Flammenkern bereits das Lamm, das geschlachtet wurde und die 144000 (14,1)

5mal sieht Johannes das WORT, den Sieger. Wieder ist das Geheimnis der DREIEINIGEN im SOHN sichtbar (wie im Anfang), vgl. 19,11.

6mal sieht Johannes den Thron GOTTES und den VATER, aber auch den SOHN, der die Seinen um Sich sammelt (A u. O)

7mal ist der HERR dem Apostel ganz nahe, indem ER sagt: ICH komme bald!

Siebenmal ist auch ein Symbol für die hl. Engel

in den Leuchtern (Gaben des HG)

in den Sternen, den Engeln die ausgehen, die Gemeinden zu versiegeln

in den Feuerfackeln = die 7 Geister vor GOTTES Thron mit ihrer Machtgewalt: 7 Hörner

in den Donnern = die Versiegelten Fürsten

in den 4 LW aus dem Chor der Cherubim – sie sind „die Stimme“, die Johannes jeweils am Anfang eines Kapitels hört.

In den vier Winden – wie sie sich in Vers. Fürsten spiegeln.

Im Lamm mit den 7 Augen. Sie bedeuten die 7 Seraphim, die die Liebe des VATER hinein in die Kirche, die Liebe des Erlösers in der Kraft des GEISTES hinauf zum Thron lenken.

Das „kristallene Meer“ vgl. Ez 1,29: Bild der Engelhierarchie

Der Stern, der ins Meer fällt: Gesamtheit der jetzt abspringenden Engel, die sich mit den Menschen vereinen (8,10 u. 9,1)

Der „Adler hoch oben im Himmel mit seinem „Wehe!“: a. die das Wort GOTTES tragenden Engel, besonders die LW, b. die Stimme der zum Kampf gesandten E/Me.

12 mal verschieden werden die Menschen genannt,

das schönste Symbole ist MARIA, sie erscheint auch als Weib mit der Sonne, bekleidet, als Lichtwolke = das verhüllte Liebesgeheimnis GOTTES

Die „Trauben“ sind Bild der mit CHRISTUS verbundenen Menschen, aber auch der zu erntenden Seele.

„Bäume“ sind die Männer,

Gras die Jugend und Kinder

Wasserquellen sind das Bild der lebendigen wachsenden irdischen ungeistigen Familien

Flüsse Bild der Generationen, 

Wasser Bild des lebendigen Lebens der Menschheit und Schöpfung

Skorpione sind die dämonenhörigen Menschen, die über die anderen herfallen

Heuschrecken sind die Kriegsheere der Flieger, Panzer, Bomber etc.

Köpfe sind die Regenten von Völkern, der Hölle hörig

Babylon die große Hure, aber auch Machgruppen, Städte, Stände

Berge bedeuten Machtpositionen einzelner Herrscher oder Stämme, ebenso Schiffe, auch Werke einzelner wie ganzer Städte und Völker; GOG und Magog die Könige aus dem Osten, vorgeschoben von den Vierfürsten Samael und Sazel

Die Symbolik der Dinge und Begriff ist farbig und lebendig ... alles ist Bild.

Die 7 Kirchen, nur dem Namen nach nach Kleinasien gerichtet, gelten der ganzen Kirche, Art und Zeitgruppen

Die Buchrolle – Auswirkung des HG in Seinen Gaben, das Wort GOTTES nach außen, wie das der Seele nach innen gegebene Wort

Die 7 Siegel: geheimnisvolles Walten des Hl. GEISTES , die Prophezeiungen – erst auf bestimmte Zeit zu öffnen. Hinweis auf die zu einem Zeitpunkt versiegelten Naturkräfte, die der Mensch durch seine Sünden vorzeitig frei macht.

Die vier Reiter sind keine bestimmten Engel, ausser je nach Zeit und Auswirkung, aus verschiedenen Chören.

Das Rauchfass sind Gebete von Engel und Mensch, GOTT wohlgefällig.  Das Werfen bedeutet: „genug!“ GOTT verschließt sich der Fürbitte.

Die 7 Posaunen Bild der beginnenden Tätigkeit der hl. Engel, Höhepunkt der Auseinandersetzung von Engel, Mensch und Dämon

Rosse und Reiter sind die entfesselten Naturgewalten, deren sich die Dämonen bedienen, um weiter zu tyrannisieren.

Die drei Wehe sind Botschaft GOTTES für die ganze Schöpfung

1 gilt der Schöpfung und den nicht in der Kirche lebenden Menschen

2 gilt den Christen

3 gilt allen, es führt zum Gericht

Die Symbolik der Handlungen

die Struktur: sieben Teile wie ein gewaltiger Regenbogen:

Geist der Propheten – jetzt den Aposteln gegeben, am nächsten dem HERRN Johannes. Darum steht am Anfang und Ende das Zeugnis JESU. Durch den HERRN als den verklärten Sieger spricht bereits der GEIST als der den Treuen Zeugen bezeugende. ER  ist in  JESUS.

Der Engel ist der Mittler (vgl Mt 24,31). Er gibt die ganze Sicht durch, auch Johannes der dies schreibt, sieht durch seinen hl. Engel hindurch. Das dazu Notwendige bedient die Gnade GOTTES und der Engel. Er leitet die von GOTT gegebene Fähigkeit zu schauen auf das gewiesene Ziel.

Funktionen des Engels sind: die Bilder zu zeigen, zu klären, die Worte Johanni deutlich zu machen, sie zu prüfen.

Anfang und Ende sind über den Regenbogen wie ein Dialog von GOTT, Engel, Mensch. Im Anfang spricht der Engel nur: „Schreibe..“ am Ende spricht er die prophetischen Worte und der HERR spricht durch ihn hindurch. Er selbst ist nicht vom Seher zu schauen.

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ADMG

Vorbemerkung zum dritten Band  PAGEREF _Toc45424410 \h 2

Die G.O. ein „Engelbuch“ PAGEREF _Toc45424411 \h 2

Die Herausforderung der Geheimen Offenbarung  PAGEREF _Toc45424412 \h 2

Der Spannungsbogen von Alpha zu Omega (wie ein erster Überblick) PAGEREF _Toc45424413 \h 4

Übersicht PAGEREF _Toc45424414 \h 7

Hinweis  PAGEREF _Toc45424415 \h 8

Teil: Gespräch zwischen dem Menschen, dem Engel und GOTT: 1,1-20  PAGEREF _Toc45424416 \h 9

Aufriss der großen Spannung: PAGEREF _Toc45424417 \h 9

Zum Aufbau des ersten Teiles: PAGEREF _Toc45424418 \h 9

II. Teil: Siebenfach zeigt sich der HERR Seiner Kirche  PAGEREF _Toc45424419 \h 12

1. Ephesus: PAGEREF _Toc45424420 \h 12

2. Smyrna  PAGEREF _Toc45424421 \h 12

3. Pergamon  PAGEREF _Toc45424422 \h 13

4 Thyatira  PAGEREF _Toc45424423 \h 13

5. Sardes  PAGEREF _Toc45424424 \h 14

6. Philadelphia  PAGEREF _Toc45424425 \h 14

7. Laodizea  PAGEREF _Toc45424426 \h 15

Zusammenfassung  PAGEREF _Toc45424427 \h 15

Deutung der einzelnen Gemeinden in der Sicht unserer Tage: PAGEREF _Toc45424428 \h 16

Das Bild der Kirche im Spannungsbogen von A - O   PAGEREF _Toc45424429 \h 18

III. Teil: Der Beginn des Gerichtes  PAGEREF _Toc45424430 \h 19

Der Thron GOTTES, das Buch mit den Sieben Siegeln, (4,1-11) PAGEREF _Toc45424431 \h 19

Öffnung der Siegel durch das LAMM (6,1-17)b  PAGEREF _Toc45424432 \h 20

Die einzelnen Siegel (6,1-17) PAGEREF _Toc45424433 \h 22

Zu den Siegeln (eine ergänzende Sicht) PAGEREF _Toc45424434 \h 23

Text, 6,1- PAGEREF _Toc45424435 \h 23

Die vier Lebenden Wesen als Träger, die ersten vier apk. Reiter als Rächer des Wortes  PAGEREF _Toc45424436 \h 23

Rück- und Vorblick  PAGEREF _Toc45424437 \h 25

Die zehn Verheißungen an die geprüfte Menschheit im 5. Siegel, siehe bes. 7,14-8,1. PAGEREF _Toc45424438 \h 25

IV.        Teil:  Höhepunkt des Gerichtes: Die Posaunen  PAGEREF _Toc45424439 \h 27

Die Sieben Posaunen rufen zum Gericht und zur Strafe Lebende und Tote. PAGEREF _Toc45424440 \h 27

Die vier Posaunen weisen auf das Siegeszeichen des Kreuzes, das die Lebenden Wesen über die Erde breiten, dass endlich niemand mehr es verkenne. An ihm muss die Entscheidung fallen, für oder gegen GOTT. Die Posaunen wollen dies in anderer Weise unterstreichen: PAGEREF _Toc45424441 \h 28

Vorausblick und Überblick: Zu den letzten drei Posaunen  PAGEREF _Toc45424442 \h 28

Übersicht und Vorausblick  PAGEREF _Toc45424443 \h 29

Die fünfte und sechste Posaune, Einströmen der Vernichtungsheere (9,1-12,; 9,13-11,14)) PAGEREF _Toc45424444 \h 29

Überblick über die Teilbilder zur 7. Posaune  PAGEREF _Toc45424445 \h 30

Der Kernpunkt: 1. das Anklagebuch des Engels (10,1-11) PAGEREF _Toc45424446 \h 30

2. Die “Zwei Zeugen”  als Verteidiger (des Maßes der Kirche,1-3),  (11,3-13) PAGEREF _Toc45424447 \h 32

Zum Begriff der „Stadt“ (Exkurs) PAGEREF _Toc45424448 \h 33

Das dritte Bild: PAGEREF _Toc45424449 \h 34

Die Wende geht aus von der kleinen Schar der Getreuen, erinnern wir uns an den Hinweis auf die Hirtenkinder und ihre Anbetung des “furchtbar geschändeten HERRN” in eins mit dem hl. Engel. Mitten im Chaos einer Welt, die sich zerstört, baut GOTT in, mit und durch MARIA im HEILIGEN GEIST das Neue Jerusalem auf: Vollendung der Kirche noch auf Erden. GOTT wird es tun, wenn wir nur mit allen Engel und Heiligen Tag und Nacht rufen: “nimm in Anspruch Deine Macht, o HERR, komm, Maranatha! PAGEREF _Toc45424450 \h 35

MARIA und die Schlange, das Tier aus dem Meer und das aus dem Lande (12, 1-13,18) PAGEREF _Toc45424451 \h 35

Das große Zeichen MARIENS  PAGEREF _Toc45424452 \h 36

Die dämonische „trinität“ als Gegenzeichen  PAGEREF _Toc45424453 \h 37

Der Eintritt der Gerichts und Ernte-Engel (14,1-20  PAGEREF _Toc45424454 \h 38

Übersicht über die Gerichts- und Ernteengel PAGEREF _Toc45424455 \h 38

Ergänzung zu den Gerichts- und Ernteengeln  PAGEREF _Toc45424456 \h 40

V. Teil der Vollzug des Gerichtes: die Sieben Zornschalenengel PAGEREF _Toc45424457 \h 42

Übersicht PAGEREF _Toc45424458 \h 42

Vorbereitung am Thron GOTTES  PAGEREF _Toc45424459 \h 42

Kommentar: „Stufen des Gerichtes“ PAGEREF _Toc45424460 \h 42

Zornschalen und „Lied des Moses“ PAGEREF _Toc45424461 \h 42

Ausgiessen der Zornschalen  PAGEREF _Toc45424462 \h 43

Bereitung  PAGEREF _Toc45424463 \h 43

7 Bilder des Endkampfes und Sieges (Übersicht und Deutung) PAGEREF _Toc45424464 \h 45

Das Strafgericht über die große Hure  PAGEREF _Toc45424465 \h 45

“Mysterium iniquitatis” = Das Geheimnis der “Frau” (Kommentar und Text) PAGEREF _Toc45424466 \h 45

Der Sturz Babylons: Text und Kommentar PAGEREF _Toc45424467 \h 46

Ansage des Sieges (Text: gegliedert) PAGEREF _Toc45424468 \h 47

Ansage des Sieges (Deutung) PAGEREF _Toc45424469 \h 48

Exkurs: GOTT schlägt zu  PAGEREF _Toc45424470 \h 48

Die “1000 Jahre”, Lohn der Märtyrer: “erste Auferstehung”  PAGEREF _Toc45424471 \h 49

Die Herrschaft CHRISTI mit Seinen Heiligen (Kommentar) PAGEREF _Toc45424472 \h 50

Letzte Schlacht und Weltgericht PAGEREF _Toc45424473 \h 50

Das letzte Gericht , die “zweite Auferstehung”,  PAGEREF _Toc45424474 \h 50

Der zweite oder Endkrieg (Deutung) PAGEREF _Toc45424475 \h 51

VI. Teil: Der LOHN für die Kirche  PAGEREF _Toc45424476 \h 52

VII. Die sieben Schlussworte  PAGEREF _Toc45424477 \h 54

ANHANG I PAGEREF _Toc45424478 \h 55

Die Siebenerreihen in und ausserhalb der Geheimen Offenbarung  PAGEREF _Toc45424479 \h 55

ANHANG II PAGEREF _Toc45424480 \h 57

Symbolik der Zahlen, der Bilder, der Dinge und Handlungen in der Apk. PAGEREF _Toc45424481 \h 57

I. der Zahlen: PAGEREF _Toc45424482 \h 57

2. Die Symbolik der Wesen  PAGEREF _Toc45424483 \h 57

7 mal ist das Höchste Wesen dargestellt: PAGEREF _Toc45424484 \h 57

Siebenmal ist auch ein Symbol für die hl. Engel PAGEREF _Toc45424485 \h 58

12 mal verschieden werden die Menschen genannt, PAGEREF _Toc45424486 \h 58

Die Symbolik der Dinge und Begriff ist farbig und lebendig ... alles ist Bild. PAGEREF _Toc45424487 \h 58

Die Symbolik der Handlungen  PAGEREF _Toc45424488 \h 58

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[1] Siehe dazu das Manuskript: „Das Wort GOTTES im Licht der hl. Engel“ (unveröffentlicht). Zusammenfassend: das Evangelium kennt 2x7 Teile; die Passion bei Johannes ist wie ein Evangelium im Evangelium, beginnend mit dem 1. Kapitel. Die 7 Menschengruppen stehen zugleich im Licht der 7 Sakramenten, die an ihnen wirksam werden. Bei der Hochzeit das Ehesakrament, im Gespräch mit Nikodemus die Taufe, in der Heilung des Gichtbrüchigen das Busssakrament, in der Spannung von Ehebrecherin und Brotwunder die Hlst. Eucharistie, in der Heilung des Blindgeborenen die Firmung, in der Erweckung Lazarus‘ die Letzte Ölung, im wunderbaren Fischfang im Bild des Kohlenfeuers das Sakrament der Priesterweihe.

[2] Vgl. dazu: Das Wort GOTTES im Licht der hl. Engel, Johannesschriften, unveröffentlichtes Manuskript.

[3] Die Zitate aus der G.O. werden jeweils in Schrägschrift gegeben, damit sie leicht erkannt werden, nicht so andere Zitate aus der Schrift.

 

[4] Johannes weist zweimal auf diesen kairos hin: bei der Hochzeit von Kana, im 7.Kapitel, als man IHN einlädt zum Laubhüttenfest zu kommen. Die Erfüllung des kairos ist in Seinem Sterben am Kreuz. Hier liegt auch ein Maß des Gerichtes.

[5] Die tiefsten Erkenntnisse ergeben sich in der Geheimen Offenbarung aus den vielfachen Zusammenhängen, die sich wie verborgene Fäden durch das ganze Buch ziehen.

[6] Die Kleinbuchstaben vor dem Text weisen auf die Vierteilung: a. Bekenntnis (Der HERR als Zeuge), b. die der Gemeinde aufgegebene Sendung d. Tadel an der Nichterfüllung und Mahnung umzukehren c. Verheißung – nicht immer genau geschieden, wie hier an Vers 6 deutlich wird, das eigentlich zu b gehört.

[7] In der Begegnung Jahweh – Moses wird das Gesetz grundgelegt: keiner kann GOTT schauen ohne zu sterben! Das Volk bittet Moses, dass er allein mit GOTT rede, damit sie nicht sterben müssen (vgl. Ex 28,20). Vgl dazu noch Ex 30,20; Lev 10, 6ff; 15,31, Num 4,5f, 19 u.a.m.

[8] zu dieser Deutung mehr in „Das 3. Geheimnis von Fatima, Herausforderung für Kirche und Welt“, Mediatrix Verlag“, 2002.

[9] Die Seelen der gerechten Verstorbenen müssen noch warten auf das Letzte Gericht. Trostbild ist im 5. Siegel ist die große Anzahl der Geretteten, doch zugleich ist es Weckruf der Engel.  Dieser gründet zuoberst in den Engeln mit den Gaben des HG und strömt über die 7 Gemeinden ein in die Welt.

[10].Hier geht die MUTTER als letzte „Prophetin“ voran, sei es durch ihr Wort, sei es durch ihr leuchtendes Schweigen!

[11] Hier ist das zweite angesagte Zurückgreifen auf den Thron GOTTES

[12] Wir verweisen auf das erwähnte Fatimabuch, wo die Frage aufgeworfen wird, ob nicht der Engel Portugals St. Gabriel sein könnte. Das Büchlein kann auch als „Buch der Rechenschaft“ gesehen werden; wir werden darauf noch näher zu sprechen kommen.

[13] Wir haben schon darauf hingewiesen: dass HerzJESU und HerzMARIAE – verehrung in dieser Zeit zusammenwachsen und in ihrer heilsgeschichtlichen Einheit verstanden werden, ist ein weiteres Zeichen der „Letzten Zeit“: es geht um die Antwort des Menschen auf den Liebesanruf GOTTES. MARIA hat nicht nur in der Verkündigung für uns alle ihr „Ja“ gesprochen, sie trägt es im Mystischen Leibe der Kirche durch bis ans Ende und hinein in die Ewigkeit. Wer sich ihrem Unbefleckten Herzen weiht und diese Weihe auch verantwortlich lebt, hat diesen letzten Anruf der Liebe GOTTES verstanden und ist ihm gefolgt. Er wird wie die Israeliten durch das „Rote Meer“ der Sünden dieser Zeit ziehen ohne an seiner Seele Schaden zu erleiden. Die Verfolger werden von ihren eigenen Sünden verschlungen.

[14] Es ist dieses Thema inzwischen im Gespräch der Konfessionen aufgegriffen worden. Es hat zu einer feineren Unterscheidung des Begriffes: „angerechnet“ geführt, für die wir nur dankbar sein können. Worte stehen für geistige Wirklichkeiten, die hier auf Erden Fleisch werden sollen. Im alltäglichen Gebrauch, wo sie nicht tiefer durchleuchtet werden, können sie leicht in ihrer Bedeutung verbogen, ja gebrochen werden.

[15] Vgl. das Buch B. Sienas: L’hora degli angeli“ =“die Zeit der Engel“ (vergriffen),wo dieses Thema aufgegriffen wurde..

[16] Siehe dazu die Arbeit zu Fatima, besonders in den „Erklärungen“ unter dem Begriff „Stadt“, Der Text bezieht sich auf das „3. Geheimnis von Fátima“, wo auch von der „Stadt“ die Rede ist. Er wird gekürzt von dort übernommen.

[17] Siehe dazu auch „Das Kommen des HERRN und Seine Gegenwart unter uns“, unveröffentlichtes Manuskript

[18] Zum dritten Mal geht der Blick, wie angesagt, zurück auf den Thron GOTTES.

[19] Siehe dazu: MiguelGuadalupe: Guadalaupe, Siegesbanner Mariens, Franziskusverlag, Udligenwil

[20] berühmter französischer Dichter des vorigen Jahrhunderts, der in seinen Gedichten das Böse verherrlichte – doch wie es scheint zuletzt sich noch bekehrte.

[21] Zeugnis eines jungen Mädchens, das nach Abtreibung dem Satanskult zufiel: „Wir mussten täglich drei Stunden satanischer Liturgie beiwohnen“. In einem Exerzitienhaus im Mexiko, von Karmelitern geführt, zog eine satanische Gruppe (die am Morgen der Messe des dortigen Priesters beiwohnte“) jede Nacht aus, um die Schöpfung rund um das Haus zu verfluchen. Es war eine schöne Gegend, wald – und waserreich!

[22] Das „innere hat schon lange begonnen, selig, die sich ihm in Busse und Sühne ausgeliefert haben, sie haben die Gerechtigkeit GOTTES, die sonst längst zugeschlagen hätte, noch aufgehalten!

[23] Sowohl bei den 7 Siegeln wie den 7 Posaunen sind bei 5 zwei neue Bilder eingefügt. Das Gespräch von Engel und Mensch bildet im Rahmen der 6. Posaune die Mitte, greift auf das erste zurück und auf das am Ende voraus, ebenso auf den III., IV. u. V. Teil. Die 4 Engel hier an den Enden der Erde sind auch bei der 6. Posaune genannt, wo sie den Befehl ausführen.

 

 
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