Eine unlösbare Verbindung, die wir wenig
beachtet haben
Vorwort
Die folgenden Betrachtungen erhalten ihre Einheit aus der Sicht der Geheimen
Offenbarung. Sie verweisen auf die größere Arbeit: „Einstieg in die Geheime
Offenbarung.
.
Bewusst hat der Feind
Verwirrung hinein gestreut in die Dinge des Jenseits. Der erdrückende
Materialismus, die geistliche Not dieser Zeit, suchen nach Hilfe. Doch gerade
hier braucht der Mensch in besonderer Weise die Gnade der Unterscheidung der
Geister im HEILIGEN GEIST. Sie wird dem gläubigen Menschen nur dort, wo er im
HEILIGEN GEIST wieder zu beten lernt. Das mag über geformte Gebete, besonders
einfach durch den Rosenkranz geschehen, im Singen in der Gemeinschaft. Es kann
dem Menschen aber auch von Innen geschenkt werden, wenn er aus dem Stress
unseres Arbeits- und Vergnügungslebens aussteigt und in die Stille geht. Es gibt
keinen sichereren Weg zum hl. Engel als den der Stille, nur dürfen wir uns da
nicht von östlicher Religiosität täuschen lassen.
Pascal hat sehr nüchtern
darauf hingewiesen: „Jeder Mensch ist ein Abgrund“. Darum kann plötzlich einmal
in aller Oberflächlichkeit die Tiefe der Seele aufbrechen, wie es konkret mit
dieser Erde geschieht in den Erdbeben und erst kürzlich in dem riesigen Loch,
das plötzlich nach einem Übermaß von Regen in Guatemala aufbrach. Haben wir die
Erde nicht genügend durchlöchert in unserer Gier nach Bodenschätzen mit unseren
kriegerischen Experimenten mit der Atombombe u.a.m.? Welch’ Wunder, wenn die
Erde in Unordnung kommt – sie kommt aus der Unordnung unseres Lebens in dieser
Zeit. Tragen wir im Leib nicht alle Elemente, wie wir sie in der Schöpfung
finden? Die hl. Hildegard hat Tiefes über diesen Zusammenhang von Mensch und
Kosmos im HEILIGEN GEIST erfahren.
So kann – in Bild und
Gleichnis – in aller Not dieser Zeit auch einmal in
uns der „Abgrund der Seele“ aufbrechen. Wenn der Mensch stille hält und
aufschaut, kann das, wie es in nicht wenigen jungen Menschen in Medjugorje
geschah, ein Neuer Anfang mit GOTT werden. Doch wir sollen nicht nach
Außergewöhnlichem verlangen. Auch wenn der Weg mit dem hl. Engel in der heutigen
Zeit mehr als außergewöhnlich ist, bis in die Kirche hinein, es ist uns der von
GOTT gewiesene Weg hin zum IHM. Von der Taufe an ist der hl. Schutzengel als
Wegbegleiter zurück zu GOTT, von dem wir kommen, gewiesen. Wir müssen ihn nur,
freilich mit einiger Mühe, wieder ausgraben. Das ist die Hürde, die es zu nehmen
gilt: auch der Weg hin zum hl. Engel ist ein Kreuz, besonders in dieser Zeit.
Wer sollte uns hier besser helfen können als die große Kreuzträgerin, die
Schmerzhafte MUTTER?
Darum sei ihr diese
überarbeitete Sammlung von Betrachtungen zum Thema „Engel“ aus den letzten
Jahren übergeben. Wo wir in Ungeduld nach praktischen und schnellen Lösungen
direkt auf den Engel zugehen, sind wir nicht nur in Gefahr ins Leere zu laufen,
sondern auch vom Gegner, dem gefallenen Engel getäuscht zu werden. Darum auch
hier: „Festina lenter – Eile mit Weile!“, kleine Schritte, mit der kleinen
Therese vom Kinde JESU, die ein inniges Verhältnis zu ihrem hl. Begleiter hatte.
Der Weg mit dem hl. Engel ist die gnadenhafte, unserem Wachstum im Glauben
angepasste Erziehung durch die Hand MARIENS. Betrachten wir immer wieder neu,
dass es heißt: der Engel der von GOTT zum Schutzengeldienst gesandt wird, darf,
bevor er seine Aufgabe antritt, durch MARIA wie hindurch ziehen.
Erst durch sie erfährt er näher, was es heißt: Mensch zu sein. Leben doch die
Engel seit ihrer Erschaffung in ihrer eigenen, vom Hl. GEIST geprägten Welt.
Seit der Prüfung haben sie näher oder entfernter mit der „Welt“ zu tun, doch
eher wie Ingenieure am Mischpult, die Arbeiten leiten. Je mehr sie GOTT seit der
Menschwerdung CHRISTI zum Schutzengeldienst gerufen hat, umso näher kommen sie
dem Menschen. Denn Schutzengeldienst bezieht sich nicht nur auf den jeweiligen
Schützling, der jedem von ihnen einmal anvertraut wird (oder schon wurde),
sondern auf die verschiedensten Aufgaben und Wirklichkeiten, die mit dem
Menschen zusammen hängen.
Die Tradition spricht von Schutzengeln über
allem Geschaffenen, nichts ist ohne GOTTES besondere Sorgen. Notwendig tragen
die hl. Engel die Prägung ihrer Aufgabe, So wie man auch vor der
Demokratisierung schon an der Kleidung die Berufung eines Menschen erkennen
konnte. Heute wird sie von der Mode bestimmt, damit das Leben nicht noch
eintöniger werde! Die Heiden verstehen besser, dass ein Engel der den Wald
betreut, etwas vom Wald, der das Wasser behütet, etwas vom Wasser habe, wer für
eine Gemeinschaft zu sorgen hat, etwas vom Wesen dieser Gemeinschaft an sich
trage usw.! Wir müssten nur darüber mehr nachdenken. Der Mensch ist die Mitte
zwischen der materiellen und der geistigen Welt. Der SOHN GOTTES ist Mensch
geworden.
Darum geht der Dienst der Engel, wo immer sie
eingesetzt werden, letztlich immer auf den MENSCHENSOHN JESUS CHRISTUS! Wo die
hl. Engel dem Menschen dienen in seiner je besonderen Berufung, dienen sie
letztlich dem SOHN GOTTES, der in ihnen Mensch werden will. Das war ja die
besondere Schwere ihrer Prüfung am Anfang: sie wollten näher zu GOTT und nicht
„hinunter in den Dienst“, wie wir modernen Menschen es heute im Blick auf
„unsere Götter“, den Wohlstand suchen! GOTT hat ihnen nicht nur Seine
Herrlichkeit erkennen lassen, sondern zugleich eine Aufgabe anvertraut, die ihre
natürlichen Kräfte überstieg. Nur in Demut und kraft der helfenden Gnade GOTTES
konnten die getreuen Engel am Anfang die Prüfung bestehen, in der die Stolzen
stürzen mussten. Wir müssen nicht nur von unserem nach dem Plane des VATERS
geschaffenen Ich zum „DU“ des SOHNES, wir müssen im, mit und durch den SOHN (an
der Hand MARIENS und unseres guten Engels) hinüber zum „Wir“ im HEILIGEN GEIST.
Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird
kaum verstehen, warum MARIA jetzt plötzlich so in die Mitte rücken soll. Dabei
versteht sich von selbst, dass sie immer im Dienste ihres SOHNES steht. Doch wie
durch sie der Heilsweg JESU in Verkündigung und Geburt JESU begann, so muss er
dort wo wir ins Licht der Geheimen Offenbarung treten, in ihr enden. Sie ist in
anderer Weise wir der HERR „Alpha und Omega“, wie es uns die Osternacht
verkündet, nämlich Antwort auf Seinen Anruf und damit Abbild des Neuen Menschen,
wie er in JESUS CHRISTUS werden muss, damit sich der Heilsplan GOTTES erfülle.
ER ist das „Große ALPHA OMEGA“, sie „das kleine alpha omega“. Die
Heilsgeschichte schließt, wo die Kirche sich in MARIA vollendet hat. Hier stehen
wir freilich erst im Anfang.
Der Dienst des hl. Engels an uns ist heute um
Einiges schwieriger geworden. Selbst die Kinder, die für ihn noch ein offenes
Herz haben, auch ohne süße Engelbildlichen, haben es schwerer, denn zu Hause, in
der Schule, aber auch in der Kirche ist der gute hl. Engel wie tot geschwiegen.
Der Kinderglaube, der uns Erwachsene oft bis ans Lebensende stärkend geblieben
ist, scheint gänzlich verloren. Wo der hl. Engel sein Bild unter uns, an das wir
gewohnt waren, verliert, ist er sogar den meisten Gläubigen verloren gegangen,
nach dem Sprichwort: „Aus dem Blick, aus dem Sinn. GOTT lässt ihn bewusst in die
Unsichtbarkeit zurücktreten, die im Blick auf uns sein Wesen ausmacht. Geist ist
von sich aus unsichtbar. Der Materialist antwortet darauf: „Was ich nicht sehe,
glaube ich nicht!“ Logisch falsch, doch für die Meisten durchschlagend. Dass wir
heute über den CP glauben, Alles wissen zu können (wir brauchen nur
nachschauen), hilft entsprechend nach! „GOTTESbeweise“ um die sich die Theologie
bemühte, sind seit der Zeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert gegenstandslos
geworden. Was hilft es zu erklären, wenn Einer nicht glauben will? Im
Rationalismus begann der Siegeszug des Wissens. Was wir heute durch den CP
hereinholen, versuchte damals die Enzyklopädie mit ihren gewaltigen Büchern zu
leisten, die bis auf den Zweiten Weltkrieg die Bücherschränke der „Studierten“
schmückten. Sie gehörten zum guten Ton.
GOTT muss sich einen anderen Weg suchen. Er
setzt bei einem anderen „Wissen“ an, das tiefer liegt, bei unserem „Ge –
wissen“. Die Vorsilbe „ge- bedeutet immer eine Verstärkung, ein höheres Maß.
Hier hilft uns die Sprache, wenn sie im Geschäftsleben unserer Zeit nicht allen
Geist verloren hat. Hier setzt GOTT an und zwar durch den hl. Engel, der Geist
ist. Er kann sich mit uns nur durch das Gewissen verständigen. Je reiner,
wasserklarer es ist, umso besser kann er uns erreichen, um so besser verstehen
wir ihn, der ja keinen Mund hat und deswegen auch nicht auf unsere Weise mit uns
sprechen kann. Wir müssen uns an ihn anpassen, wie wenn wir in ein fremdes Land
gehen, dessen Sprache wir nicht beherrschen.
Die Prüfung in der wir heute stehen ist eine
Prüfung des Geistes, und dies in verschiedener Hinsicht. Sie kann hier nur
skizzenhaft angedeutet werden. So sehr wir auch in unserem leiblichen Verhältnis
zu GOTT und zueinander geprüft werden, die eigentliche Prüfung geht auf den
Geist. Nicht GOTT hat sich zuerst aus der Sichtbarkeit zurück gezogen, sondern
wir haben ihn immer mehr aus unserer sichtbaren Welt hinaus gedrängt. Der Mensch
will seine Sache allein machen und verzichtet auf Einmischung von woher immer,
besonders aber, wo er sie nicht fassen kann. Dabei sollte uns gerade über die
Elektronik bewusst werden, dass heute nicht das Grobe, sondern das Feine, das
kaum Greifbare entscheidet. Der „kleine Mann“ kann dies, wenn er nur nachdenkt,
an seinem Handy ablesen: Milliströme! Doch was hilft es, wenn der Mensch nur
sein Leben hier auf Erden leben will?
GOTTES Weisheit lässt uns dazu alle Freiheit.
Wenn wir nur über dieses gefährliche Geschenk einmal nachdächten, fände der hl.
Engel leichter einen neuen Zugang. Auch wenn das Gewissen Geist ist, es ist ein
anderer Geist, als der der Wissenschaft, der nichts Anderes anerkennt, als sein
Besserwissenwollen, das keine Grenzen kennt. Was sie heute noch nicht weiß, sie
wird es Morgen sicher wissen! Schon hier erkennen wir, er ist wesentlich vom
Willen des Menschen bestimmt, der sich selbst gegen GOTT wie gegen den Nächsten
autonom setzt. Das Wissen, das uns durch das Gewissen zukommt, muss von diesem
Eigen – Willen, der sich nicht unterwirft, befreit werden, wenn es nicht dem
unterstehen will, der zuerst gegen GOTT seinen Willen durchgesetzt hat, den
Lichtträger. Wenn uns dies nur irgendwo aufginge, sähe für uns die Welt in einem
Augenblick anders aus. Wir müssten dann nüchtern bekennen, dass sie schon heute
unverkennbar das Zeichen des Besserwissers von Anfang an trägt.
Das Gewissen, in jedem Menschen angelegt,
darum auch im Heiden, ist so wenig wie das Wissen der Wissenschaft vollkommen.
Das gehört zum Menschen als Geschöpf, das heute ist, morgen vergeht. Darum will
man ja heute einen Supermenschen schaffen. Er ist im Ansatz schon da, wo er auf
eigenen Füßen nicht mehr stehen kann, sondern nur in Abhängigkeit vom Anderen
und dem was der Andere geschaffen hat. Das ist freilich nur ein beschränkter
Supermensch. Fehlt uns der Glauben, dass es die Wissenschaft weiter bringen
wird. Erkennen wir nicht, dass dem der Retortemensch aus anderer Richtung
entgegen kommt. Der Mensch von Morgen, wenn wir die Linie nur ausziehen, ist ein
Marktprodukt, dass er selbst verfertigt. Doch wer denkt so weit?
Gewissen und Herz sind untrennbar. Das Wie?
müsste näher bedacht werden. Es ist ein Geheimnis der Seele, die
uns heute verloren geht. Das Gewissen ist ihr Organ nach Außen,
wie im Leib die Sinne. Dort ist der Mensch am meisten „Geist“ doch in Einheit
mit seinem ganzen menschlichen Sein. Wieder ganz anders als der Engel. Doch nur
dort kannst den den hl. Engeln hören, ihm antworten, von ihm geführt werden.
Wenn du tiefer mit ihm zusammenwächst im Plan der Liebe GOTTES, dann ist dies
der Ort, wo du ihm am sichersten begegnest. Es ist sein Raum in dir, den du ihm
einräumst, damit er bei dir bleibe. Hier ist er nicht weit weg von MARIA, vom
DREIEINIGEN GOTT, der in deiner Seelenspitze lebt. Da er selbst ganz Geist ist,
sucht er in uns immer zuerst das Herz,. Leider, unser Kopf ist größer geworden
und schaut mitleidig auf das arme Herz, das inzwischen verschrumpft und darum
stumm bleibt.
Die folgenden Betrachtungen wollen uns
helfen, ihm die Türe behutsam zu öffnen, nicht ohne die „Unterscheidung der
Geister“. Da der Kinderglaube an den hl. Engel gestorben ist, müssen wir den
Umweg über das betrachtende Beten gehen. Es hat den Vorteil, dass wir auf diesem
Weg
besser erfahren, wer eigentlich dieser stille, unsichtbare Begleiter ist
und welche entscheidende Aufgabe ihm GOTTES Erbarmen besonders in unserer Zeit
zugewiesen hat. Wir müssen auch hier mit MARIA anfangen.
Er hat früher eine äußere Vermittlung
gebraucht. Die Mutter, die Großmutter hat uns von ihm erzählt, aus eigener
Erfahrung, damit war die Tür zum Herz des Kindes schon geöffnet und blieb es
manchmal ein ganzes Leben, wenn der Glaube nicht in der Sünde erstickt ist.
Unsere Mütter wissen schon weniger von ihm. Der Katechismus hat ihnen da oft nur
ein Papierwissen vermittelt, das im harten Alltag des Lebens verblasst. Es
bleibt uns die MUTTER im Himmel, die in vielen Erscheinungen über die ganze Erde
hin den verlorenen Kindern in dieser Welt beweist: sie ist nicht nur im Himmel,
sondern als Mutter der Straße ist sie überall ganz nahe bei uns.
Sie ist unter allen Menschen die Engelreine,
reiner als die hl. Engel und doch zugleich wie wir ganz Mensch, vor allem
Mutter. Auch das Muttersein, diese große, natürliche Gnade, nach der sich
eigentlich jedes gesunde Frauenherz sehnt, ist heute fast verloren. Sie muss
unter dem Schutt all der Mittel der Empfängnisverhütung und -tötung erst wieder
neu ausgegraben werden. Manche Frauen dürfen manchmal gegen ihren Willen, dass
ein Kind zu empfangen, auszutragen und zu gebären, das Leben der Frau tiefer
ausfüllt als all der Flitter der Welt, der unser Herz nur immer kälter macht.
Keine Frau hat dies tiefer erlebt als die MUTTER des HERRN, darum ist und bleibt
sie Vorbild und Licht allen Mutterseins für alle Ewigkeit. Auf sie müssen wir
schauen, in sie müssen wir uns hineinbeten, von ihr müssen wir uns erleuchten
lassen, wenn wir hier wieder wachsen wollen.
Das Geheimnis des Mutterseins wurde ihr durch
einen hl. Engel, St. Gabriel, vermittelt. Auch zum reinen, hingebenden
Muttersein gibt es keinen Weg ohne den hl. Engel. Unser Wissen geht wesentlich
auf das Fleisch, das des Engels auf den Geist. Was Größeres kann einem reinen
Mutterherzen geschenkt werden als ein Kind? Da GOTT, der VATER, selbst die Seele
im Blick auf die Seines SOHNES ins Leben ruft, müssen die hl. Engel den Eltern
ratend und stärkend beistehen, dass sie sich in Ehrfurcht vor diesem Geheimnis
beugen. Das Erste darf nicht sein die die Begierde des Fleisches, sondern der
Wille sich in den heiligen Plan GOTTES, der über jeder Ehe steht, einzuordnen,
auch hier, zuerst GOTT zu dienen. Tief musste MARÍA über die Anrede des Engels
nachdenken, damit sie mit ihrem ganzen Sein sich GOTTES unbegreiflichem Wille
füge.
Die einfältige Weisheit, dass ein Storch die
Kinder vom Himmel herunter bringe, wie aus einem großen Teich, ist wenigstens
auf dem Land noch nicht ganz verschwunden. Wird ein Kind geboren, erscheint vor
dem Hause eine Storchattrappe, die ein Kind in Windeln im Schnabel trägt. Er
soll den Nachbarn kundtun: „uns ist ein Kind geboren!“ Hat uns Kindern nicht der
Vater einfältig erklärt, als Mutter vor der Geburt ins Krankenhaus musste, „der
Storch habe sie ins Bein gebissen“? Heute würde kein Kind dies mehr annehmen,
Alles muss vorher selbst durchstudiert werden und kann erst dann bejaht werden.
Und doch sind wir nicht gerade hier vom Feinde in Allem überrannt. Steht er als
ersterschaffenes Geschöpf in seiner Intelligenz nicht über allen anderen
Geschöpfen? GOTT hat sie ihm gelassen. Doch wozu hat er sie in der Prüfung
genutzt? Nicht um GOTT zu dienen, wie es die guten Engel getan haben, sondern um
sich über GOTT zu stellen. Genau dies tun wir heute in allen Dingen: schon die
Kinder, selbst den Eltern gegenüber wissen Alles besser. Die Menschheit ist
vergiftet.
Weil wir „wissenschaftlich“ das Wachsen eines
Kindes im Mutterleibe verfolgen, schon vorzeitig um sein Geschlecht wissen
wollen u.a.m., wird der „moderne Mensch“ über diesen Rest von Kinderglauben nur
mitleidig lächeln oder ihn gar verlachen. Doch wie viel einfältige Weisheit ist
dahinter – vor allem aber die tiefere Ehrfurcht vor den Ordnungen und Wegen
GOTTES, die wir nie letztlich durchschauen können. Ist es zu verwundern, wenn
aus diesem leisen oder lauten Spott, mit dem sich heute auch die Kinder über die
Eltern erheben,
dann immer bewusster der Wille aufsteht: machen wir es doch selber, da
wir ja so und so schon unsere Hand mit ins Spiel gebracht haben: Zeugung in der
Retorte!
Wenn Ihr einmal einem solchen armen
Menschenkind begegnet, dann werdet Ihr hoffentlich tief erschüttert. Da sie in
der Empfängnis nicht von der Wärme des Mutterschoßes umfangen wurden, schreit
ihr ganzes Sein nach Wärme. Doch wo gibt es sie noch in unserer immer mehr
erkaltenden Welt? Weil man kein Herz und keine Zeit weder für die Kinder noch
die alten Leute hat, schiebt man sie der Fürsorge des Staates zu. Als Ersatz für
alle fehlende Wärme und Geborgenheit liefert man sie von der Pubertät an dem Sex
aus. Kann es da noch Ehen geben, die in Reinheit und Demut sich dem Gebote
GOTTES beugen? Der Mutterschoß wird zum Höllenschlund!
In ihm können wir uns aus dem Alptraum der
Gewalt, der auch das zarte Geheimnis neuen Lebens verzerrt und zerstört, langsam
lösen und bekommen wieder Boden unter den Füßen. Da wir Katholiken wenig Zugang
zur hl. Schrift haben, sei hier eine „Übersetzung“ dieses Geheimnisses der
Verkündigung in unser modernes Leben eingefügt. Es wurde der Zahnärztin Dr.
Gloria Pollo geschenkt, als sie, gerade noch vor dem Höllenschlund, durch das
barmherzige Gebet eines einfachen Bauers gerettet wurde. Er hatte wie zufällig
den Zeitungsartikel gefunden, der von ihrem Schicksal erzählte: ein Blitz hatte
ihren Neffen, der sie begleitete augenblicklich getötet, sie aber 7o %
verbrannt.
Hier das Kapitel „Buch des Lebens“ in ihrem Zeugnis.
Eine moderne Abwandlung der
Verkündigung
„Nachdem der HERR die 10
Gebote mit mir durchgenommen hatte, zeigte Er mir das Buch des Lebens. Ich
wollte, ich hätte Worte, um es zu beschreiben. Welche Schönheit! Wir sehen unser
ganzes Leben, all unser Tun und die daraus folgenden Konsequenzen, ob gut oder
böse, in uns und in den anderen. Unsere Gefühle, Gedanken und Absichten, die
unseren und die der anderen. Es ist wie in einem Film. Es beginnt im Moment
unserer Empfängnis, wir sehen unser Leben von diesem Moment an – an der Hand des
HERRN sehen wir unser ganzes Leben.
Als wir empfangen wurden,
waren wir wie ein Göttlicher Lichtfunken, wie eine wunderbare Explosion von
Licht und aus diesem Licht formte sich eine Seele, sie ist schneeweiß, aber
nicht von einem weiß, wie wir es kennen. Ich sage "weiß" weil das noch am
ehesten dem entspricht wie es in Wirklichkeit ist, aber sie ist so überaus
schön, dass es unmöglich ist, dafür Worte zu finden – diese Schönheit, dieser
Glanz – o so wunderschön ist diese Seele, so voll Licht, so strahlend, ganz
durchdrungen von der Liebe GOTTES. Es ist eine so eindrucksvolle Liebe GOTTES.
Ich weiß nicht, ob sie
einmal Babys beobachtet haben, sie lachen manchmal ganz allein, sie strahlen
etwas aus, sie geben Töne von sich und brabbeln etwas vor sich hin. Wissen Sie,
was sie da tun? Sie sprechen mit GOTT. Ja, wirklich, sie sprechen mit GOTT, denn
sie sind noch ganz eingetaucht in den Heiligen GEIST. Wenn wir im Stande der
Gnade sind, sind wir es auch, der Unterschied ist nur der, dass sie in ihrer
Unschuld GOTT und Seine Gegenwart genießen können.
Sie können sich nicht
vorstellen, wie wunderschön das war, dass ich meine Empfängnis sehen durfte,
dass ich sehen durfte, wie GOTT mich im Schoß meiner Mutter erschuf. Meine Seele
war ganz in den Händen GOTTES. Ich habe den Himmlischen VATER so wunderbar
erlebt, so gütig, so liebevoll, so mild. Und 24 Stunden täglich, bei Tag und bei
Nacht hat ER mich behütet, mich lieb gehabt, mich gefördert. Immer hat ER mich
gesucht, mein ganzes Leben lang, immer wenn ich mich von Ihm entfernte, ging ER
mir nach, und das mit einer immerwährenden Geduld (und ich hatte immer nur die
Vorstellung von einem strafenden GOTT). Er war nichts anderes als Liebe, nur
Liebe, denn ER schaut nicht auf das Fleisch, ER schaut nur auf die Seele – und
so sah ER auch, wie ich mich immer mehr und mehr von IHM entfernte.
Wissen Sie, meine Mutter
war schon sieben Jahre verheiratet und hatte noch immer keine Kinder. Als ich
dann empfangen wurde, war sie gerade in großer Betrübnis wegen der Untreuen
meines Vaters. Als sie merkte, dass sie schwanger war, war sie voller Sorge und
Angst und sie weinte vor lauter Not. Das hat in mir eine große Angst ausgelöst,
die mich innerlich gezeichnet hat und ihre Auswirkung darin hatte, dass ich mich
nie in meinem Leben von meiner Mutter geliebt gefühlt habe. Meine Mutter war
zwar liebevoll zu mir und zärtlich, auch sehr gütig. Sie gab mir immer Liebe und
Zuwendung, aber ich fühlte mich nicht geliebt und sagte immer, dass sie mich
nicht mochte, immer habe ich mit diesem Komplex gelebt.
Um so etwas zu heilen,
brauchen wir die Sakramente, nur sie und die Gnade GOTTES können ein solches
Trauma heilen. Als sie mich zur Taufe trugen, hätten sie sehen sollen, was das
im Himmel für ein Fest war. Ein getauftes Kind ist an der Stirn gezeichnet,
eines Tages werden Sie es auch sehen. Das ist das Zeichen der GOTTESkinder. Es
ist ein Feuer! Es ist das Feuer, das uns als Eigentum GOTTES ausweist. Aber im
Buch des Lebens sehe ich auch, dass ich von klein auf mich mit den Folgen der
Sünden meines Vaters füllte, mit Groll wegen seiner Treulosigkeit, wegen seiner
Lügen und Trinkgelage. Zu sehen, welches Leid das meiner Mutter zugefügt hat,
das hat mich geprägt. Es hat mich geprägt, hier liegt der Ursprung all meiner
Widerspenstigkeit und meines schlechten Betragens. Die schlechten Vorbilder
haben mein Leben geformt und ihm die Richtung gegeben.“
Zuerst eine nüchterne Feststellung, die nicht
nur für den hl. Engel gilt. GOTT zieht sich zurück, wie wir das auch unter
Menschen erleben, wenn wir immer wieder umsonst an eine Türe klopfen und Keiner
aufmacht. ER gibt nicht auf, wartet, ob nicht doch noch eine günstige
Gelegenheit komme, wo der Mensch „zufällig“ einmal die Türe nicht verriegelt
hat. Solche Gelegenheiten brauchen wir heute Tag für Tag, wenn wir noch aus
Eigenem wirken und nicht gesteuert unsere Wege gehen wollen wie Roboter. Wenn
wir schon kaum für ein gutes Wort offen sind, wie soll der hl. Engel noch an uns
heran kommen?
Es ist heute zwar kein ausgesprochener
Bildersturm in der Kirche, unsere modernen Kirchen sprechen anders. Sind kahl
und kalt, wenn da doch noch Bilder hängen und Figuren dastehen, passen sie
schlecht in diesen nüchternen Rahmen. Man hat sie hineingestellt, weil da einige
fromme Seelen darauf nicht verzichten wollen. Die moderne Kunst ist bizarr und
hart, sie stößt mehr ab, als dass sie anspricht. Engelbilder sind fast ganz
verschwunden. Sie waren oft noch süßer als die Heiligenbilder. Dabei soll nichts
gegen das Süßliche gesagt werden, doch die Kirche hat in ihrer Kunst von Anfang
an Maße gesetzt, die wir nicht aus dem Auge verlieren sollten.
Selbst in anderen Religionen ist die Kunst,
welcher Art auch immer, der Religion zu Diensten gestanden. Künstler und
Propheten sind aus dem gleichen Holz, wenn sie allein auf GOTT schauen, dann tun
sie der Kirche den besten Dienst. Die Kunst will sich selbst und wird nicht
selten ihre eigene Religion. Auch hier brauchen wir wie in Allem einen Neuen
Anfang, wie ihn uns die Geheime Offenbarung verspricht. Was noch irgendwie Kunst
ist, könnte dienen, wenn Glauben dahinter wäre. Sie braucht „Seele“, um auf den
Geist des Menschen zu wirken. Es bleibt uns das Vorbild der Romanik und Gothik.
Schon im Barock wird der Engel sehr vermenschlicht und ist mehr Verzierung als
Aussage.
Als ich das erste Mal den
Bericht von Gloria las, ich hatte schon von anderen „Todeserfahrungen“ gehört,
fragte ich mich: „Seltsam, dass sie kein Wort von ihrem hl. Engel spricht“, sehr
wohl aber am Anfang von den bösen Geistern und dann am Höllenschlund von St.
Michael. Als ihre Seele zum ersten Mal ihren Leib verließ, kamen aus allen
Winkeln und Wänden des Operationssaals Dämonen auf sie zu. Sie kamen, um
abzurechnen für ihre Mitarbeit bei den Sünden, die sie in ihrem Leben begangen
hatte. Keine war vergessen. Der Schuldschein wurde immer größer. Der Endpreis
konnte nur mit ihrem Leben beglichen werden.
Die Frage, warum sie kein Wort von ihrem Schutzengel spricht, ist überflüssig,
wenn man weiß, dass Religion für sie nur noch ein Restbestand auf, der immer
dünner wurde.
Glauben fordert, für die Wahrheit
einstehen.
Sie lebte ein Leben, in
dem Glaube nur ein letzter armer Versuch war, sich vor GOTT, in allem was sie
tat, zu rechtfertigen. Das hat sie sogar drüben noch bis zuletzt versucht. Du
kommst drüben an als der, der du bist. Alle Schminke, nicht zuletzt die
religiöse, muss fallen. Da heute kaum mehr ein Glaube an die hl. Engel in der
Kirche lebt, wie soll er plötzlich aufscheinen? Das Bild des Menschen wird von
dem geprägt, was er wirklich war. Und doch müssen wir die Frage noch weiter
verfolgen, damit deutlich werde, dass der hl. Engel in einer Welt, in der der
Mensch Alles selber macht, keinen Platz finden kann. Ist doch seine erste
Aufgabe, uns immer mehr auf unsere je eigene Berufung hinzuführen, in der wir
allein GOTT in Wahrheit dienen können.
Bereitschaft zu dienen
Der heilige Engel ist in
erster Linie ein Dienender. Echter Dienst drängt nicht nach vorne. Das ist mehr
unsere Art. Bei uns müssen auch die kleinsten Spenden in den Klingelbeutel,
damit die Anderen es auch wissen, was wir geleistet haben. Der hl. Engel ist von
sich aus unsichtbar, deshalb ist es auch sein Handeln. In erster Linie geht es
ihm auch im Dienst am Menschen um GOTT allein. Es waren sicher auch im
Operationssaal viele hl. Engel anwesenden, in erster Linie ihr eigener. Doch das
Gericht GOTTES, das schon in diesem Augenblick wortlos begann, forderte, dass
sie zuerst die Größe ihrer Schuld erkenne. Sie musste sie greifbar vor sich
sehen. Die Dämonen griffen mit Händen nach ihr. Es gab schon hier keine
Möglichkeit mehr, ihnen zu entkommen, nicht erst als sie sich über dem Hölleneingang
mit letzter Kraft an die Kante zu klammern suchte. Der Sog, der sie nach unten
riss, war nicht zu überwinden.
Gloria war in diesem
ersten Erlebnis im Operationssaal erst auf der Schwelle des Gerichtes. Wo sie
später dem HERRN in Seinem Wort persönlich begegnete, war Alles um sie
ausgelöscht. Die Dämonen suchen das Weite, sie können die Gegenwart des HEILIGEN
GOTTES nicht ertragen! Erst am Höllenrand erinnerte sie sich an St. Michael und
schrie mit allen Kräften nach ihm. Sie hatte seinen Namen wohl einmal als Kind
in der Katechese gehört. Er lässt also nicht auf eine weitere Bekanntschaft mit
den hl. Engeln schließen. Da sie noch vor dem HERRN ihre Schuld zu vertuschen
suchte, war für den hl. Engel, der im Gericht für uns eintritt, keine
Gelegenheit, ein Wort für sie einzulegen.
Der hl. Engel gehört zu den Geheimnissen des Himmels, die so
zart sind, dass sie nur ganz reinen Seelen aufgehen.
Unsere Welt ist eine Welt der Gewalt, des Lärmes und der Unreinheit geworden,
wie soll da für ihn, nahe der Reinheit und Demut MARIENS, noch ein Platz sein?
Die hl. Engel sind so eins
mit GOTT, dass in allem was sie sind und tun auf IHN allein hinweisen. Mit ihnen
ist es nicht so wie es uns mit Glaubenswahrheiten geht, die wir zu greifen
versuchen, um ihnen eine eigene Kapelle einzurichten. Da tritt das eigene fromme
Ich nach vorne, GOTT bleibt im Hintergrund.
Wo GOTT im Leben eines Menschen ausgespielt hat, da ist der hl. Schutzengel vom
Bösen gefesselt, ja mundtot gemacht. Was dem HERRN in der Nacht vor dem Gericht
im Kerker an Bosheiten angetan wurde, das muss der Schutzengel in ähnlicher
Weise erleiden, wo er durch seinen Schützling dem Feind ausgeliefert ist. Die
geheimen Leiden JESU, von denen die hl. Brigitte erzählt, sprechen Bände von der
satanischen Grausamkeit und wecken in uns das Bild der Kzs. Dort hatten die
Dämonen über die Brutalität der Verantwortlichen freie Hand, mit ihren Opfern zu
tun, was immer ihnen einfiel.
Damit ist auch die Frage
beantwortet, warum drängt GOTT nicht die hl. Engel, dass sie eingreifen? GOTT
zahlt nicht heim mit gleicher Münze, wie wir es tun. Wo Einer mit Gewalt herein
stürmt, ist es am besten, sich zurück zu ziehen. Wenn ich nur auf die Seite
gehe, fällt er kraft eigenen Stürmens auf die Nase. Asien weiß mehr von solcher
Kampftechnik. Sie beobachten viel genauer. Wo der Mensch den Blick für die
Wirklichkeit des hl. Engels verliert, wäre es Theater, wenn GOTT sie menschlich
einkleiden wollte, um sie uns näher zu bringen. Der hl. Engel muss sich in sein
Eigenes zurückziehen. Darum können wir ihm in dieser Zeit nur im Geist begegnen,
das aber heißt wesentlich in unserem Gewissen. Wie notwendig ist darum für uns
die tägliche Gewissenserforschung, wie sie im Kloster Brauch war und doch heute
auch dort verloren gegangen ist. Kein Wunder, dass der Engel auch bei den
„Geistlichen“ nicht mehr durch kommt. Wo man sie nicht leugnet, haben sie doch
an Aufmerksamkeit verloren.
Anders beim gefallenen
Engel. Da er auf allen Gebieten im Vormarsch ist, liebt er es im Dickdruck zu
arbeiten, dass man ihn nicht übersehen kann wie die aufdringliche Reklame
unserer Geschäftswelt. Wie zuerst in der Versuchung JESU in der Wüste vor dem
HERRN stellt er unverblümt seine Würde als der Fürst dieser Welt heraus. Unsere
Sünden, besonders die der Lauheit im Glauben, haben ihm den Weg bereitet. Die
Geheime Offenbarung weist darauf hin: die tödliche Wunde Satans, die er durch
den Kreuzestod JESU erlitt, ist geheilt. Unser Glaubensabfall hat ihm das
„Leben“ zurück gebracht. Er ist es, der über uns Werkzeuge die Welt regiert.
Der Feind regiert
Offb 13,2 – 4: Das Tier, das ich sah,
glich einem Panther; seine Füße waren wie die Tatzen eines Bären und sein Maul
wie das Maul eines Löwen. Und der Drache hatte ihm seine Gewalt übergeben,
seinen Thron und seine große Macht. 3 Einer seiner Köpfe sah aus wie tödlich
verwundet; aber die tödliche Wunde wurde geheilt. Und die ganze Erde
sah dem Tier staunend nach. 4 Die Menschen warfen sich vor dem Drachen nieder,
weil er seine Macht dem Tier gegeben hatte; und sie beteten das Tier an und
sagten: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann den Kampf mit ihm aufnehmen?
Wie nüchtern ist die Sprache auch dieses
letzten Buches der Bibel. Wir müssen der nackten Wahrheit ins Gesicht sehen:
„wir sind in seine Gefangenschaft geraten“, es gibt keinen Weg heraus als durch
die größere Gnade GOTTES, wie sie Gloria im letzten Augenblick noch erfahren
sollte. Es braucht einen Gnadenakt GOTTES, der einen letzten Funken von Wahrheit
in uns entzündet, dass wir die Größe unserer Schuld anerkennen und IHM zu Füßen
fallen.
Am Höllenrand noch schrie Gloria mit allen Kräften. Doch sie schrie
allein aus panischer Angst. Keine Erkenntnis einer Schuld.
Nur wenn wir unser Gewissen durch Gebet, Buße
und Beichte immer neu reinigen, kommen wir dem hl. Engel langsam näher, wächst
in uns die Sehnsucht nach einem reineren Leben. Der hl. Engel will in uns das
„Immer näher zu GOTT“ nähren, das wir hier auf Erden gar nicht ausschöpfen
können. Es wird sich erst Drüben zur Fülle entfalten können. Obwohl ganz rein,
hat sich
MARIA an der Hand ihres hl. Engels immer nach dem „Mehr“ ausgestreckt.
Erinnern wir uns an das Gleichnis JESU vom „Unnützen Knecht“, der doch Alles
getan zu haben glaubte,
was er tun konnte.
Um diese Reinheit, wie sie in MARIA
aufleuchtet, geht heute der Kampf.
Er fordert mehr als je vom Menschen gefordert
wurde. Wie der hl. Engel schon im Anfang der Zeit sein ganzes Leben hingegeben
hat, so müssen jetzt auch wir tun, um mit ihm in eins den Kampf mit der
Übermacht des Feindes aufzunehmen. Weil heute Menschen sich bewusst auf die
Seite des Feindes stellen und ihm Werkzeug werden, wie wir es für GOTT sein
sollten, verlangt GOTT von uns das bewusste und offene Bekenntnis zu ihnen als
den ersten Knechten GOTTES, die auch wir an ihrer Hand werden sollten.
Gnaden wie die der Todeserfahrung sind zuerst
erschütternder Aufruf an eine Menschheit, die dem Fürsten dieser Welt dient,
bewusst oder mitgerissen. GOTT fordert von den Getreuen den bewussten Dienst an
Seinem Reich, wie der hl. Engel und mit ihm. Dies ist der Weckruf, der in den
Posaunen der Apokalypse alle Gläubigen zu den Waffen ruft. Wo das Licht des hl.
Engels uns erleuchtet, kommt neues Leben in all das, was der „weltoffene Glaube“
abgetan hat.
Sie ist uns verloren gegangen, im Blick auf
das Wort GOTTES, das Wirken des Hl. GEISTES, die Sakramente (im Zeichen des
Kreuzes!), die heute nur noch Chiffren sind, die beliebig gedeutet werden. Wo
wir nur äußerlich umändern, verdecken wir unseren Unglauben. Wir ändern
willkürlich liturgische Formen, die als heilige Zeichen auf GOTT hin
durchsichtig sind. Wir müssen sie nur im Hl. GEIST zu deuten wissen. Nicht die
nüchternen Strenge der Tridentinischenmesse ist die Lösung. Sie hilft uns nur
wie das Gesetz nach Paulus unsere Gesetzlosigkeit zu erkennen. Der Blick des
Herzens, das GOTT sucht, geht heute mehr in Richtung des Bild- und
Formenreichtums der östlichen Liturgie. Morgen wird GOTT durch die hl. Engel
neue Wege bahnen.
Sind die hl. Engel nicht in erster Linie
„liturgische Geister“, die uns die Weite und Schönheit Göttlicher Ordnung nahe
bringen wollen, damit Kirche schon hier auf Erden „himmlisches Jerusalem“ werde?
Ein äußerer Vollzug des Glaubens, auch wenn er ein wenig weiter geht als bei
Gloria, ist nur wieder ein Versuch, uns zu rechtfertigen, statt uns als arme
Sünder zu bekennen. Wer GOTT ist und was ER von uns verlangt, auch wenn wir
darum im Kopf zu wissen glauben, wird nicht von heute auf morgen erfahren. Wir
müssen Seine Gegenwart im getreuen Dienst an GOTT mitten im Alltag einüben gegen
eine Welt, die GOTT bis in die Kirche hinein abgetan hat, weil sie sich schon
hier auf Erden das Paradies einrichten will. Nur dann wird das heilige
Wechselspiel zwischen „Ora et labora“ – zwischen Alltag und hl. Liturgie
fruchtbar und führt uns unmerklich näher zu GOTT, wo immer uns GOTT hingestellt
hat.
Die Menschheit ist heute in eine Prüfung
hineingestellt, die in der Prüfung der Engel am Anfang der Zeit ihr Gegenstück
hat. Der Engel musste im Anruf St. Michaels: „Wer ist wie GOTT?“ in einem
Augenblick entscheiden: Ewiges Leben oder ewige Verdammnis. Je mehr die Macht
des Feindes uns bedrängt, umso mehr verlangt GOTT auch von uns ein
unverrückbares Bekenntnis zu IHM, wenn nötig im Martyrium. Wer soll uns dazu die
Kraft geben? Die Kirche steht mit dem HERRN in der Ölbergstunde.
Mit letzter Kraft hat eine hl. M. M. Alacoque
im Auftrag JESU versucht, uns im Bild des Hlst. Herzens JESU der Kirche die
Mitte wieder zu schenken, die sie schon vor 200 Jahren zu verlieren drohte. Die
„heilige Stunde“, die fromme Herzen aufnahmen, liegt nicht zufällig in der
Ölbergstunde JESU auf Gethsemani. Sie ist heute wie die Andacht zum Unbefleckten
Herzen, die Bitte um die Hilfe des hl. Engels, der den HERRN zu stärken kam,
verblasst, wenn nicht verschwunden. Wer schaut dieser traurigen Wirklichkeit ins
Auge? In aller Verlorenheit an die Welt sind wir voll des Besserwissens. Nie hat
es so viel Diskussionen und Konferenzen über den Glauben gegeben. Doch es fehlt
das Zeugnis. Das Wort muss unserem Versteckspiel vor GOTT dienen. Welche
Verkehrung.
Wenn GOTT nicht unter einfachen Laien Seine
Propheten riefe, die uns ins untrügliche Licht GOTTES stellen, aufrüttelte, die
Verwirrung des Geistes nicht mehr zu durchbrechen. Das modernistische Experiment
mit der Liturgie öffnet die Kirche Richtung Welt. Der hl. Engel wird uns helfen,
uns auch in der Armut der heutigen Liturgie zu GOTT durchzukämpfen. Anpassende
Vereinfachungen in Fragen der Wahrheit sind nicht nur im liturgischen Raum
Täuschung. Wer steht diesen „Propheten“ bei von kirchlicher Seite bei, da sie
ständig vom Feind angegriffen sind und die Lügenpropheten die Verwirrung des
Geistes weiter treiben?
Wer hilft ihnen zur Unterscheidung der
Geister? Man schickt sie zum Psychiater! Das Bild unserer Wirklichkeit ist
dunkel. Wir wollen das Dunkel nicht noch dunkler machen, es ist nicht zu
übersehender Hintergrund für das Licht, das uns GOTTES Erbarmen durch die hl.
Engel schicken möchte, damit es in den Herzen der Getreuen aufleuchte und sie
stärke in aller Bedrängnis dieser Zeit.
Die dunklen Zeichen, auf die wir schon
im Blick auf die Posaunen hingewiesen haben, lassen keinen Zweifel, dass schon
jetzt die Zornschalen über uns kommen. Wer hat den Mut in der Kirche darauf
hinzuweisen? Selbst die besten Hilfsaktionen, in denen wir uns vor der Welt
rechtfertigen, sind nur ein Tropfen Wasser auf einen heißen Stein. Wenn die
Hilfe in der Horizontale nicht von der Vertikale des Kreuzes getragen ist, ist
sie nicht mehr Zeugnis des Glaubens. Nur von protestantischer Seite kam in USA
ein klärendes Wort, dass nüchtern darauf
hinwies, dass die Regierung von Haiti, dem Feind das Land in die Hand gespielt
hat.
Das Wort: „sie bekehrten sich nicht!“
steht wie ein Menetekel an den Wänden der Schöpfung. Der grausame Mord der
Abtreibung geht weiter, wenig Auge und Anerkennung hat die Kirche für die
tapferen Frauen und Männer in der Bewegung Pro Life, die wöchentlich vor den
Kliniken dem Feind ins Auge schauen. Wer erkennt in dieser dämonischen Mordlust,
die über die Unschuldigsten herfällt, die schwarze Hand des „Mörders von
Anbeginn“, der das Leben in der Wurzel nicht nur vergiftet sondern bewusst
zerstört? Wer denkt daran, dass uns das Gleiche blüht, wenn der Feind die Kirche
abräumt, die in den Getreuen der letzte Fels ist, der ihm entgegensteht?
Die jüngste Ölkatastrophe im Golf von
Mexiko ist ein weiteres Zeichen, das geflissentlich übersehen wird. Ist darauf
nicht in der dritten und noch mehr in der vierten Posaune ausdrücklich
hingewiesen? Hier der Text: Offb16:1-7: Dann hörte ich, wie eine laute Stimme
aus dem Tempel den sieben Engeln zurief:
Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde!
2 Der erste ging und goss seine Schale über das Land. Da bildete sich ein böses
und schlimmes Geschwür an den Menschen, die das Kennzeichen des Tieres trugen
und sein Standbild anbeteten.
3 Der zweite Engel goss seine Schale über das Meer. Da wurde es zu Blut, das
aussah wie das Blut eines Toten; und alle Lebewesen im Meer starben. 4 Der
dritte goß seine Schale über die Flüsse und Quellen. Da wurde alles zu Blut. 5
Und ich hörte den Engel, der die Macht über das
Wasser hat, sagen: Gerecht bist du, der du bist und der du warst, du
Heiliger; denn damit hast du ein gerechtes Urteil gefällt. 6 Sie haben das Blut
von Heiligen und Propheten vergossen; deshalb hast du ihnen Blut zu trinken
gegeben, so haben sie es verdient.
7 Und ich hörte eine Stimme vom Brandopferaltar her sagen: Ja, Herr, Gott und
Herrscher über die ganze Schöpfung. Wahr und gerecht sind deine Gerichts
urteile.
Der Mensch hat sich zum
absoluten HERRN der Schöpfung erhoben. Ohne Verantwortung gegenüber GOTT tut er,
was ihm zum Nutzen ist, ohne auf die Folgen zu achten. Es geht ihm auch hier nur
um Geld und Macht. Heil oder Unheil der Menschen wird nicht abgewogen. Bei allem
Geschrei um die Vergiftung des Bodens geht auch hier das Unheil weiter. Die
erste Zornschale ist hier die Rechnung, die wir nicht mehr bezahlen können. In
Medjugorje wurde darauf hingewiesen, dass ein Drittel der Mensch an Krebs
sterbe. Die Plagen unserer Zeit sind um Einiges grausamer als die im
Mittelalter, wo sie noch als Strafe GOTTES verstanden wurden und zur Umkehr
führten. Damals ist St. Michael an den verschiedensten Orten aufgetreten, um dem
Tod Einhalt zu gebieten, wenn die Menschen auf die Knie gingen.
GOTTES Erbarmen hat uns in
vielfacher Weise und dies schon von Weither auf das Unheil hingewiesen, das wir
durch unsere Unbußfertigkeit auslösen. Es geht hier nicht nur um prophetische
Sichten, die heute nicht Wenige verwirren, sondern um das nüchterne Angebot des
Erbarmen GOTTES, uns gegen die Übermacht des Feindes zu rüsten. Sie ist, wenn
wir tiefer schauen schon in der Vorbereitung der Hirtenkinder durch den hl.
Engel Portugals angeboten. Fatima steht nahe zur feierlichen Dogmatisierung der
Himmelfahrt MARIENS. Die Erscheinung ULF in Fatima hat eine ähnliche Bedeutung
für das Dogma der leiblichen Himmelfahrt MARIENS wie die von Lourdes für das
Dogma der Unbefleckten Empfängnis. Sie muss deswegen im Licht dieses Dogmas
verstanden werden.
Die Erscheinung in Fatima
unterstreicht nicht nur, dass MARIA wahrhaft mit Leib und Seele in den Himmel
aufgefahren ist. Sie lässt erkennen, dass GOTT sie uns mit den hl. Engeln in der
Bedrängnis dieser Zeit zur Hilfe schickt. Die Vollendung MARIENS durch ihre
Himmelfahrt soll letztzeitlich der ganzen Kirche zuteil werden. Der hl. Engel in
Fatima hat nicht nur die Kinder auf die Erscheinung ULF vorbereitet. Der hl. Engel hat vor ihnen das tiefe
Geheimnis GOTTES aufgerissen, das wir heute verloren haben. Lucia schreibt:
„Erst durch den hl. Engel erfuhren wir, wer GOTT ist, wie sehr ER uns liebt und
von uns geliebt zu werden wünscht“ (aus dem Gedächtnis). Dieses Wort kann nicht
genug betrachtet werden. Wenn wir dazu erfahren, dass der hl. Engel Portugals
kein anderer ist als St. Gabriel,
wird uns noch deutlicher: der HERR will in den Herzen der Gläubigen in ganz
neuer Weise Mensch werden, wenn wir uns IHM nur wie Kinder öffnen. Der Höhepunkt
der Erscheinung ist dort, wo St. Gabriel den Kindern in der hlst. Eucharistie
den „furchtbar geschändeten HERRN“ reicht und um ihre Sühne bittet. Diese Bitte
geht über die Kinder an alle die, die Glauben erkennen dürfen: Die Kirche steht
im Gericht und doch zugleich in der Verheißung „Siehe ICH mache Alles neu!“ Der
Feind hat dies sofort erkannt und mit aller Macht zugeschlagen. Die Entführung
der Kinder durch die Freimaurer vor der Erscheinung am 13. August ist
notwendiger Teil der Botschaft Fatimas.
Der Feind ist eine Stunde
früher aufgestanden
Nicht umsonst hat Luzia
darauf hingewiesen, dass wegen dieser Schandtat auch das Sonnenwunder kleiner
ausgefallen sei. Folge davon aber war, dass die Kirche länger brauchte, um diese
Erscheinung anzunehmen. In diesem Sinne will auch bedacht werden, warum in den
meisten Veröffentlichungen zu Fatima die Engelerscheinung nicht oder nur am
Rande erwähnt wird. Damit ist der Botschaft ULF Wesentliches entzogen. Der Feind
schläft nicht wie damals und heute noch mehr die Kirche. Die Bedeutung der
Erscheinungstage wird auch dadurch gemindert, dass jetzt an jedem Sonntag
„Erscheinung“ gefeiert wird. Der ernste Anruf MARIAS an die ganze Menschheit ist
eine beliebig zu wiederholende Feier geworden, die dem Touristenzulauf entgegen
kommt.
Vor der Begegnung mit dem
hl. Engel hatten die Kinder auf ihre kindliche Art den Rosenkranz beschnitten.
Kinder lieben zu spielen, so war ihnen mehr Zeit dafür geschenkt. Wie anders ist
es schon nach der ersten Erscheinung geworden. Spielen wir heute nicht in all
den Diskussionen um den Glauben auf die Art der Erwachsenen mit dem Geheimnis
GOTT, das wir nicht mehr fassen können? Wenn wir dem hl. Engel begegneten,
würden wir vor Schrecken zu Boden fallen. Das Alte Testament weiß uns davon mehr
zu sagen. Wo wir die GOTTESfurcht verlieren, weil wir den HERRN in die Hand
nehmen dürfen, ist im Besserwissen des Menschen die Weisheit, die viel mehr ist
als Wissen, verloren gegangen. Dass Fatima durch den Namen der Tochter Mohammeds
uns auf die eindringende Macht dieser jetzt stärksten Religion aufmerksam machen
will, bleibt unserem Buchstabenverständnis von „Offenbarung“ notwendig
verborgen.
Das scheidende Licht des
hl. Engels
Wie notwendig brauchen wir
das scharfe, ja unerbittliche Licht des hl. Engels, um uns aus dem Zwielicht der
Vernebelung, das heute die ganze Kirche einhüllt, heraus zu reißen. Der Walt
Disney Traum, den die Media auf ihre Weise steigern und auf unser ganzes Leben
ausdehnen ist die wirksamste Droge, uns des letzten Sinnes für die Wirklichkeit
zu rauben. Furchtbar wird die Menschheit erwachen,
wenn diese Scheinwelt schon Morgen zusammen bricht. Sie setzt ganz unscheinbar
an, wie wir an der Verkündigung MARIENS erkennen. Allein auf den hl. Engel zu
hören, hat uns das Heil vom Himmel gebracht. Genauso kann es uns geschehen, wenn
wir lernen, auf die Stimme unseres guten Schutzengels zu hören. Denn dies ist
seine erste Aufgabe: uns den HERRN zu verkünden, IHN tiefer in unser Herz zu
senken, dass ER bis in den Alltag hinein bei uns sein kann, damit endlich Sein
Leben unser Leben werden.
Keine allgemeine Lösung,
Allerweltshilfe, sondern Seine ganz persönliche Hilfe für jeden von uns, wo
immer er steht, wer immer er ist. Er muss nur an IHN glauben, es mit IHM
versuchen. Während die großen Worte und Werke der „Großen“ dieser Welt die
Menschheit immer mehr versklaven, schenkt uns GOTTES Liebe über den hl. Engel
die Begegnung mit dem GOTT und Heiland, der für jeden von uns am Kreuz gestorben
ist. Wo selbst die Priester der Kirche versagen, weil sie mit hinein gezogen
sind in das moderne, oberflächliche Leben, dort wird der hl. Engel uns
unentbehrlicher Führer durch den Dschungel von Machenschaften und Meinungen, die
den Menschen von GOTT abziehen. Du musst es nur versuchen.
Auch wenn es um den hl.
Engel still geworden ist, die hl. Schrift, die Tradition und nicht zuletzt die
Liturgie sprechen eine klare Sprache. Der Feind hat ihn zu einem Kinderspielzeug
gemacht, man schämt sich unter Gläubigen von ihm zu sprechen. Wie groß ist seine
Macht, die wir ihm schon eingeräumt haben. Er weiß sie bis in den kleinsten
Leerraum unserer Seele auszudehnen. Wo ein Wert verloren geht, verschleudert
wird, hat er schon zugegriffen. Im Licht der Geheimen Offenbarung muss das
Schattenspiel, das wir mit dem hl. Engel getrieben haben wie ein schlechter
Traum im Tageslicht vergehen. Gerade jetzt wo der Feind meint, seinen schärfsten
Gegner entschärft zu haben, steht er als gewaltige Lichtgestalt wieder vor
uns auf: Geist vom GEIST GOTTES. Seltsam dass selbst die Pfingstler
nichts von ihm zu sagen wissen.
„Werk der hl. Engel“
GOTTES Erbarmen schickt
ihn neu, hinein in dieses Dunkel, um es nach oben aufzureißen. Genau dies
geschah, da ER 1949 in einer armen Kammer in Innsbruck zu einer einfachen Frau,
die schon als Kind von ihrem guten hl. Engel geführt wurde, von diesem Seinem
Plan sprach, die Kirche durch die Hilfe der hl. Engel aus der babylonischen
Gefangenschaft zu retten, sie anzuheben, dass sie im Sehnsuchtsschrei:
„Maranatha = Komm’ HERR JESUS komm’!“ der Getreuen der GOTTESstadt entgegen
gehe, in der sie sich vollenden wird. So Gewaltiges kann geschehen, wo der
Glaubende in der Demut MARIENS dem hl. Engel seine Hand reicht, dass sie von nun
an gemeinsam den Weg über diese leidgeprüfte Erde gehen.
Die konkrete Hilfe dazu
ist das „Werk der hl. Engel“. Sie kann nicht ohne die Hilfe MARIENS und
nur in
Abhängigkeit von ihr verstanden und genutzt werden. MARIA ist
nicht nur die Pforte, durch die der SOHN GOTTES diese Erde betrat, sie ist
zugleich die Schließe der Heilsgeschichte. Sie wird in JESUS CHRISTUS mit der
Hilfe der hl. Engel die erlöste Menschheit zum VATER heimbringen. Diese Hilfe ist der ganzen Kirche
angeboten, darum wartet der HERR darauf, dass sie auch von ihr angenommen werde.
Sie wird in dem Maße wirksam, wie der je
einzelne Gläubige ihr bewusst sein Herz öffnet. Darum steht sie auch in
besonderer Weise im Zeichen des Hlst. Herzens JESU und des Unbefleckten Herzens
MARIENS. Es sind diese beiden Glaubensgeheimnisse, die GOTTES Erbarmen im
Abstand von 200 Jahren vorbereitend der Kirche geschenkt hat, die diesen dritten
Schritt fordern.
Wir können dies an Fatima
deutlich erkennen. Obgleich die Kinder stellvertretend für die Kirche den Anruf
des Unbefleckten Herzens MARIENS in heroischer Weise aufgenommen haben, obgleich
diese Botschaft nach langem Zögern dann über die Welt ging, der Zweite Weltkrieg
konnte nicht vermieden werden, ein dritter steht am Horizont.Die Weihe an das
Unbefleckte Herz MARIENS war nicht in der Form geleistet worden, wie es der
Himmel forderte. Nur der HEILIGE GEIST könnte uns Licht und Kraft geben,
sie, jeder an seinem Platz, in die Tat umzusetzen. Nicht irgendeine Hilfe
ist hier gemeint,
sondern konkret durch die hl. Engel, die uns GOTT in diesem Anliegen zur Seite
stellt. In verhüllter Weise ist auf sie schon in der Botschaft von M.M. Alacoque
hingewiesen, wo der HERR ihr mitteilt: „Wenn diese Hilfe nicht angenommen wird,
wird ER die Kirche mit Seiner Heiligkeit umgeben. Wer sich ihr nicht unterwirft,
wird in seinen Sünden zugrunde gehen.“
Menschliches Versagen
Noch bevor die Kirche zu
dieser Hilfe, von der ihr Mitteilung gemacht wurde, Stellung nahm, ist eine
kleine Gruppe wacher Menschen, die sich um Frau Gabriele Bitterlich scharte, für
sie eingestanden. Zu schnell drang sie nach Außen. Auch die Wachen sind Kinder
dieser Zeit, die von Ungeduld durchzubrechen geschüttelt wird.
Wo immer, nicht nur im Stress der Arbeit, steht der Mensch in einem Anruf
stehen, der menschlich überfordert. Der Anruf des hl. Engels hätte erst in
Stille im Herzen wurzeln und wachsen müssen, wie es durch das Werkzeug GOTTES
für diesen Plan deutlich gewiesen war. Der Feind wusste um unsere Schwäche und
nützte sie um dieses Gnadenangebot im Keim zu vernichten. Mit dem hl. Engel
setzte GOTTES Weisheit durch MARIA den Fuß auf den Kopf der Schlange.
Ist es nicht mit der
Botschaft von Fatima ähnlich gegangen? Wie lange hat es gebraucht, bis die
Kirche sie aufnahm – für die Welt zeichenhaft erst in den letzten drei Päpsten,
da sie an diesem heiligen Ort schon von den Touristen in den Boden getreten
wird. Es muss wohl, wo immer, selbst bei den Getreuen das Nurzumenschliche
offenbar werden, damit wir langsam erkennen: allein GOTTES größeres Erbarmen
kann es vollbringen, was ER uns angesagt hat, seit ER im SOHN zu uns auf Erden
kam. Selbst unser Versagen wird weisendes Zeichen, dass die Kirche, wo sie dem
HERRN treu bleiben will, wie ein Samenkorn „unter die Erde“ muss? Nur aus
solchem demütigen Sterben kann kommen, was der HERR in der Apokalypse
verspricht: „Siehe ICH mache Alles neu!“(Jo 21,5). Notwendig müssen erst die
ernüchtert werden, die zuerst für diese Botschaft eingestanden sind.
Sie müssen zuerst von
allem bloß menschlichen Verstehen und bloß Gutem Willen gereinigt werden, um
diesem heiligen Plane GOTTES in, mit und durch MARIA dienen zu können. Die
hl. Engel sind mit uns in diese Prüfung gestellt, mit ihnen werden wir sie in
der Geduld GOTTES bestehen. Sie vermitteln uns nicht nur die Kraft ihrer Treue,
sie werden selbst als unsere Kampfgenossen tiefer in das Geheimnis des Kreuzes
gezogen. Johannes, der Lieblingsjünger des HERRN, kann in das einbrechende
Dunkel der Prüfung schon jetzt das Licht der Auferstehung zu bringen: er darf
als Erster (nach den hl. Engeln), da er das Grab betritt, die Auferstehung
CHRISTI erfahren.
Hat er nicht auch die Geheime Offenbarung als Gefangener des Kaisers und über
Hundertjähriger in der Grotte von Patmos empfangen? Nur sterbend kann der Mensch
dieses gewaltige Licht aufnehmen.
Wenn das Samenkorn…
Der HERR sagt es uns in Jo 12, 23ff: Die Stunde ist gekommen, dass der
Menschensohn verherrlicht wird. 24 Amen, amen, ich sage euch: Wenn das
Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber
stirbt, bringt es reiche Frucht. 25 Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer
aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige
Leben. Das Samenkorn JESU hat zuerst den Boden dieser Erde durchstoßen. Wir
müssen, jeder einzeln, endlich die ganze Kirche, folgen, um Frucht zu bringen
für die Rettung der Welt. GOTTES Mühlen arbeiten langsam aber unaufhaltsam. In
Seiner Weisheit hat Alles seinen rechten Ort, seine rechte Zeit und seine
entsprechende Verwirklichung – im HEILIGEN GEIST!
Der Mensch muss in vielen
Prüfungen und Enttäuschungen, die er meist selbst auslöst, gereinigt werden, um
zur rechten Antwort vor GOTT zu kommen. Es geht hier nicht um irgendeine neue
Devotion, sondern um die endzeitliche Hilfe, wie sie uns in der Geheimen
Offenbarung durch Johannes aufgezeichnet wird. Kirche und Menschheit stehen
im Gerichte GOTTES. Die hl. Engel sind nicht nur endzeitliche Hilfe den
Gläubigen, sie vollziehen das Gericht über allen Unglauben der Menschen. Wie
Rauch löst sich in diesem Licht die Fatamorgana des Wohlstandes auf. Mit ihr hat
der Böse mehr Boden gewonnen als durch die letzten beiden Weltkriege und alle
Gewalt, die seither auf Erden wütet im Kleinen wie im Großen. Wer tiefer
einsteigt in die Geheime Offenbarung wird erkennen!
Jo 12, 20 – 23: Der Sklave
ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch
euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an
eurem Wort festhalten. 21 Das alles werden sie euch um meines Namens willen
antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. 22 Wenn ich nicht
gekommen wäre und nicht zu ihnen gesprochen hätte, wären sie ohne Sünde; jetzt
aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Sünde. 23 Wer mich hasst, hasst
auch meinen Vater. In der Prüfung des Anfangs schied GOTT die Engel aus, die im
Blick auf ihre eigene Herrlichkeit als Geschöpfe des Lichtes sich nicht dem
unbegreiflichen Plane GOTTES fügen wollten. Ein ähnliches Gericht im Dunkel der
Unbegreiflichkeit GOTTES steht heute über die Kirche und durch sie über die
ganze Menschheit.
Nicht Weltende sondern
Reinigung
Nicht auf das Weltende
geht es, wie voreilig und falsch gedeutet wird, sondern um eine Reinigung der
Kirche und der Menschheit wie in der Engelprüfung des Anfangs und für die
Menschheit im Anfang die Sintflut war. Gen 6,11-13: Die Erde aber war in Gottes
Augen verdorben, sie war voller Gewalttat. 12 Gott sah sich die Erde an: Sie war
verdorben; denn alle Wesen aus Fleisch auf der Erde lebten verdorben. 13 Da
sprach Gott zu Noach: Ich sehe, das Ende aller Wesen aus Fleisch ist da; denn
durch sie ist die Erde voller Gewalttat. Nun will ich sie zugleich mit der Erde
verderben.
Wie soll der Mensch die
Verheerung, die er selbst verschuldet hat, wieder gut machen? Hilfsbereit steht
der Feind, der an Intelligenz weit über dem Menschen steht, versuchend neben
ihm, um ihm dazu seine Hilfe anzubieten. Nüchtern, demütigen und zerknirschten
Herzens müssen wir erkennen: nicht dem Menschen ist sie anvertraut, wie es
Besserwisser lautstark verkünden, sondern der stillen, unsichtbaren Macht der
hl. Engel, der Getreuen GOTTES. Sie sind durch das Feuer der Läuterung gegangen
sind, vor dem wir umsonst zu fliehen versuchen. Geschickt hat der Böse sich
selbst mit der Hilfe der Gescheiten aus dem Sichtfeld des Menschen
zurückgezogen. Selbst in der Kirche werden die verlacht, die noch an den Teufel
glauben. Umso besser kann er im Trüben fischen und sich unerkannt nach vorne
drängen.

Im
Bild lässt sich dieser Spannungsbogen deutlich erkennen. Er lässt sich in dem
Begriff: „Wort und Antwort“ fassen.
GOTT ruft am Anfang in der Genesis Sein Wort:
„Werde!“ in das „tohu wa bohu“ hinein, und es wird die Schöpfung in Sieben Tagen
der Scheidung.
Doch
im Blick auf den Fall des Menschen durch die Schlange ist schon der SOHN mit
Seinem Wort: „Weiche!“ unterwegs. Es steht ja schon am ersten Tag und zieht sich
dann durch die übrigen Schöpfungstage.
Der GEIST spricht zu all denen, die das
„Werde!“ aufnehmen und sich der notwendigen Scheidung unterwerfen sein „Komme“ –
wie es am Ende der Geheimen Offenbarung siebenmal auftaucht.
Diese drei Grundbegriffe durchdringen sich
gegenseitig wie in der Perichorese (= Durchdringung) der Drei Göttlichen
Personen.
In der Erscheinung von Guadalupe zu Beginn
der Neuzeit tritt der HEILIGE GEIST mit Seinem „Komme“ nach vorne („actiones
Smae. TRINITATIS ad extra súnt unum!“), so wie im AT der VATER, in der Erlösung
der SOHN nach vorne getreten ist und mit dem Tod CHRISTI ganz leise der HEILIGE
GEIST im Namen des SOHNES. Genau dieses Geheimnis haben die Franziskaner, die
damals mit Cortez in die Neue Welt aufbrachen über Joachim Fiori „gespürt“. Dass
R.F. dann verurteilt wurde, zeigt nur, dass die Zeit damals dafür nicht reif
war, dass er zu früh aus dem Geheimnis, das ihm aufgegangen war, herausgetreten
ist.
Langsam wird uns deutlich werden, dass wir
gerade in diesem Bild der Parabel JESU von der
„Heimkehr des Verlorenen Sohnes“ wie von selbst näher kommen. Der HERR sagte es
am Anfang nüchterner. „Kehrt um, das Reich GOTTES ist nahe!“ Wo die MUTTER uns
in der Nachfolge JESU anruft, wie es uns Lukas vermittelt, hat der Ruf „Kehrt
um, das Reich GOTTES ist nahe!“ die mütterliche Tönung „Der VATER wartet auf die
Heimkehr des Verlorenen Sohnes, darum schickt ER mich voraus!“. Die Mutter
GOTTES will im Namen ihres SOHNES und in der Kraft des HEILIGEN GEISTES ihre
Kinder sammeln, um sie JESUS CHRISTUS, der als Richter wieder kommt, entgegen zu
führen. Das Reich MARIENS muss dem Reich des CHRISTKÖNIG vorausgehen!
Das Bild ULF von Guadalupe (ULFG) ist ein
großes Geheimnis, denn in ihm will der HERR durch Seine Mutter MARIA ins Herz
des Menschen sprechen, wie es in ähnlicher Weise die Ikonen der Ostkirche tun.
Und doch ist auch zu ihnen noch ein Unterschied.
Das Malen von Ikonen steht unter strengen
Gesetzen, die das Persönliche des Malenden, das in der westlichen Malerei so
stark nach vorne tritt, zurück drängen. Nicht die persönliche Sicht ist
entscheidend, sondern GOTT. Darum werden die Ikonen von Menschen gemalt, die von
der Heiligkeit GOTTES durchdrungen sind und vor ihr zurück treten. Im Anfang
waren es vor allem Mönche, GOTTgeweihte. Dies wird auch heute noch
vorausgesetzt.
Das Malen von Ikonen verlangt nicht nur, dass
der Maler sich streng an die Regeln, die über dem Malen der Ikonen stehen, hält.
Sie sind wie das Gebet, das aus dem Herzen des Menschen aufsteigt, mehr ein Sein
des Menschen vor GOTT als ein Tun. Dabei tritt in den Ikonen die Person des
Malenden ganz zurück und doch ist sie in anderer Weise, im Geiste da, sonst wäre
Ikonenmalen nur eine Technik, die man zu erlernen brauchte. Der Hl. GEIST muss
den Pinsel führen, so wie in einem begnadeten Prediger der Hl. GEIST durch seine
Worte spricht.
GOTT selbst hat das Bild von Guadalupe
gemalt. Es entspricht Seinem Gedanken über MARIA von Ewigkeit her und Seinem hl.
Willen, durch sie den Menschen wieder heim zu holen durch Seinen SOHN. Dies
spricht sie ihrem Boten, Juan Diego, schon am Anfang tief ins Herz hinein. Sie
will dem Volk, zu dem sie GOTT sendet, GOTT selbst offenbaren, darum bittet sie
durch Juan Diego den Bischof um ein „Haus“, wo sie dies tun kann. Durch ihr
nicht von Menschenhänden geschaffenes Bild bleibt sie in diesem Haus, anders als
bei anderen Erscheinungen, wo sie durch ein ihrer Erscheinung ähnliches, von
Menschenhand geschaffenes Bild, an ihr Kommen erinnert. Hier ist sie es selbst,
die bleibt. In Medjugorje hat sie dies vor Pilgern unterstrichen.
Wie der HERR uns durch Sein Wort ganz
persönlich ansprechen will, so will auch die MUTTER durch ihr Bild jeden
Einzelnen anzusprechen, so wie sie es mit Juan Diego getan hat. Auch wenn vieles
Wunderbares zu diesem Bild zu sagen ist, dies ist ihr Herzensanliegen: sie will
uns persönlich JESUS in das Herz legen. Wir sollen es nicht nur anschauen,
sondern vor ihm beten, zu ihr aus unserem Herzen sprechen, nachsinnen, wie sie
es getan hat, damit wir besser verstehen!
Es war Glaube der Azteken, dass GOTT die Welt
malend geschaffen hat. Auf diesen vom Hl. GEIST eingegebenen Gedanken hat GOTTES
Erbarmen zurückgegriffen, da er das Bild MARIENS auf den rauhen, aus Agavefasern
gewebten Stoff der Tilma Juan Diegos malte. Damit hat ER kund getan, dass sich
nicht nur das Bild, sondern die allerreinste Jungfrau selbst in Leib und Seele
des Sehers einprägen sollte. Was ER an ihm getan hat, will ER in ähnlicher Weise
auch an jedem von uns tun, der bereit ist, wie Juan Diego in ihren Dienst zu
treten. Darum müssen wir in dem „Knaben“ zu ihren Füßen, der sie tragen darf,
zuerst den Seher, aber dann auch durch ihn den Anruf an uns erkennen, ihr Bote
zu sein.
Weil heute selbst in der Kirche nicht mehr
recht verstanden wird, was Gebet eigentlich bedeutet, wollen wir den Fragenden
mit der Betrachtung „Gebet mit dem hl. Engel“
zur Hilfe kommen. Hat MARIA nicht ganz konkret den Kindern von Fatima durch den
hl.Engel geholfen, wirklich, mit Leib und Seele zu beten? Luzia hat dies demütig
in ihren Erinnerungen gestanden. „Erst jetzt wussten wir, wie groß GOTT ist und
wie sehr ER uns liebt!“ Sie haben betend in Einheit mit dem hl. Engel erfahren,
wie anders das Gebet zu GOTT aufsteigt, wenn es bewusst mit dem hl. Engel
gebetet wird. Der hl. Engel lag mit ihnen am Boden, anbetend den „furchtbar
geschändeten HERRN“.
Gebet ist mehr als fromme Beschäftigung, es
muss heute Anbetung und Sühne zugleich sein, um den Namen „Gebet“ zu verdienen.
Darum geht es dort verloren, wo sich der Mensch im Gebet vor GOTT versteckt,
abschirmt, wie es den Gebeten der Heiden eignet. Es hatte schon einen tiefen
Sinn, dass die Erscheinung des Engels von Portugal ein Jahr den Erscheinungen
der MUTTER voraus gegangen ist. Ohne die Vorbereitung durch ihn hätten die
Kinder das Kreuz ihrer Sendung nicht tragen können. Sind wir heute nicht alle
gerufen als Kreuzträger dem geschändeten HERRN zur Hilfe zu kommen?
Dieses Anliegen leuchtet noch dringender auf,
wenn wir annehmen dürfen, dass der hl. Schutzengel von Portugal kein anderer war
als St. Gabriel, der Engel der Verkündigung an MARIA. Der HERR will im Gläubigen
neu Mensch werden – wie groß ist dieses Geheimnis. Juan Diego, die Kinder von
Fatima und in anderen Erscheinungen geben dafür greifbares Zeugnis. Lassen wir
uns nicht von ihnen beschämen, die MUTTER spricht durch sie auch zu uns!
Überforderung
Dass die Bergpredigt den
durchschnittlichen Christen überfordert, ist auch der Kirche schon lange
offenbar. In der letzt gebrauchten Ausgabe der Moraltheologie von Noldin, es
muss um die 30. unveränderte Auflage gewesen sein, wurde sie nur in einer
Fußnote erwähnt. Der Moraltheologe Häring hat diesen Bann zu brechen versucht
und auf das „Gesetz CHRISTI“ hingewiesen, das mehr ist als Moral, weil es die
persönliche Begegnung mit CHRISTUS, ja die Einwandlung in IHN fordert! Nicht um
Moral geht es, sondern um ein neues Sein, das wir im Wort der Apokalypse
erahnen, wenn dort der HERR verheißt: „Siehe, ICH mache alles neu!“
Weil die Kirche in der
Welt ist, muss sie sich immer wieder der Welt anpassen, Ähnliches geschah ja
schon mit dem Mosaischen Gesetz durch die Schriftgelehrten. Es ist unvermeidlich
dass die Kirche in ihrem Bemühen, dem durchschnittlichen Christen entgegen zu
kommen, „Brücken“ bauen muss. Wir erleben es heute in dem so missverstandenen
„Aggiornamiento“, das als „weltoffenes Christentum“ verstanden wird. Der Begriff
der „Welt“ nach Johannes ist hier so radikal verkehrt wie im vergangenen
Jahrhundert der gefallene Lichtträger als der wahre Christus verkündet wurde!
„Nur zu schaffen mit der
Gnade“
Paulus weist in Kor 4,7,
dass die Kraft, das Gesetz CHRISTI zu erfüllen, nicht aus uns kommt, wir sind
zerbrechliche Gefäße, die dies nicht fassen! So entscheidend der Wille des
Menschen ist, er muss sich am größeren Willen GOTTES empor ranken. Im Gleichnis
gesagt: unser armes Bemühen, einen Fluss schwimmend zu überqueren, wird nicht
gelingen, wenn wir gegen die Strömung in der gleichen Höhe am anderen Ufer
ankommen wollen. Die alten Fähren nützen dazu ein Seil, das über den Fluss
gespannt ist: Kraft der Strömung wird die Fähre hinüber getrieben! GOTTES Wille
ist das Seil, das führt, wenn wir uns daran hängen,. In ihm werden die
Strömungen, die uns sonst hoffnungslos fortreißen, in Dienst gezogen!
Wo sich unser Christsein
von Gesetzen ableitet, die uns überkommen sind, ist es zu schalem Salz geworden,
das auf den Straßen dieser Welt zertreten wird. Dabei ist nichts gegen die
Traditionen gesagt: sie können auch heute noch Leitplanken sein, wenn sie uns
helfen, hinaufzusteigen zu GOTT.
Paulus will IHN nicht mehr
sehen, wie er IHN noch im Fleische gekannt haben könnte. Es braucht die
Erkenntnis im HEILIGEN GEIST. Nur im Hl.GEIST ist Seine Gegenwart im Hlst.
Altarsakramentes zu erkennen, denn ER ist gegenwärtig im HEILIGEN GEIST. Der
„GEKREUZIGTE“ muss uns bitter werden. IHM musste Paulus auf dem Weg nach
Damaskus begegnen, statt dem vorgeblichen Messias, der es wagte, dem Gesetz der
Schriftgelehrten die Stirn zu bieten. Er irrte sich in anderer Weise wie M.
Magdalena, da sie den Auferstandenen mit dem Gärtner verwechselte. Sie irrte im
Fleisch, Paulus im Geist – beides sehr menschlich, „weltoffen“, doch falsch! Wo
die Schrift als das im HEILIGEN GEIST zu verstehende Wort des mystisch in seiner
Kirche bleibenden HERRN verstanden und aufgenommen wird, sind nicht wir es, die
es erfüllen, sondern der GEIST, der es uns zu verstehen gegeben hat.
Pharisäer und Sadduzäer
werden gleicherweise zuschanden
Paulus wird in höchster
Bedrängnis durch die Besatzungstruppen aus dem mörderischen Streit der beiden
Parteien entrissen! Sie helfen einander in ihrer Gegensätzlichkeit, Paulus dem
Gesetz zu entreißen! Wir müssen zuerst in unserem Gesetzesdenken zu Schanden
werden, wie es handgreiflich Saulus geschah, bevor er zu Paulus wurde. Es
braucht einen Neuen Menschen, der nicht zum Leben kommt, wenn der alte nicht
vorher gestorben ist. Selbst bei einer so gewaltsamen Bekehrung wie bei Paulus
nimmt sich GOTT dafür Zeit. „Seine Zeit“ kommt aus der Ewigkeit
und baut die Brücke hinüber in die Ewigkeit. Die Zeit einer Welt, die
sich selbst genügt ist tot und kann nur Totes hervorbringen!
Weil wir immer wieder in
„unsere Zeit“ abgleiten, sie gegen „Seine Zeit“ zu rechtfertigen versuchen, wird
Paulus nicht müde zu unterstreichen: nur aus der Gnade, nicht aus dem Gesetz
kann uns das Heil kommen. Der Streit zwischen Traditionalisten und Modernisten
wiederholt den zwischen Pharisäern und Sadduzäern in der Zeit CHRISTI! Beide
lösen das Gesetz CHRISTI = Seine Mystische Gegenwart in der Kirche kraft der
Sakramente auf.
Es ist nicht zuerst ein
Gesetz, das uns rechtfertigt, sondern Seine Lebendige Gegenwart in uns! Darum
wird sie auch von jedem lebendigen Christen in je anderer Weise erfahren, doch
immer bleibt sie auf diese Seine Gegenwart im Sakrament bezogen und widersetzt
sich jeder auflösenden Deutung und Anpassung an unsere Notwendigkeiten. Sie
vermag sie aufzunehmen, doch sie wird sie einwandeln, so wie ER seine Zeit, als
ER in Palästina unter Seinem Volk wandelte, aufnahm. Wo immer zwischen uns und
den HERRN ein von Menschen gemachtes oder verändertes Gesetz tritt, haben wir
IHN wie die Juden ans Kreuz unseres Besserwissens geschlagen! Damit sich das
„Siehe ICH mache alles neu“ erfülle, muss darum, was immer sich gegen IHN, den
LEBENDIGEN GOTT auflehnt, zu Schanden werden! Auch dies wird jeder von uns,
spätestens in der Stunde seines Todes erfahren.
Vermittlung in MARIA
Nicht nur der Christus,
den wir unseren Gesetzen untergeordnet haben, auch Seine heilige Mutter, MARIA
wie wir sie in eigener Frömmigkeit oder auch gelehrtem Wissen fest gelegt haben,
sind den Bilderstürmern unserer Zeit, von welcher Seite sie auch kommen,
ausgeliefert. Darum will auch die Vermittlung durch MARIA anders verstanden
werden, als wir sie fest gelegt haben. Sie ist dem schöpferischen Willen GOTTES
unterworfen und darum so wenig zu greifen wie die Lebendige Gegenwart CHRISTI in
der Kirche. Sie muss notwendig ihr Bild sein. Am nächsten kommen wir ihr, wenn
sie uns als die „Madonna della Strada“ = die Mutter auf den staubigen Straßen
dieser Welt begegnet, die in unzähligen Erscheinungen, ihre Kinder zu sammeln
versucht!
Robinsons „GOTT ist tot“
weist auf den GOTT, den wir durch unser Besserwissen, alt oder neu, erschlagen
haben. Er kann erst dort auferstehen, wo wir leer geworden sind und wie ER zum
VATER beide Arme ausstrecken. In ähnlicher Weise stirbt heute ein Bild MARIENS,
an dem sich Frömmigkeit fest klammert, die nicht weniger wie die Gesetzeslehrer
es besser weiß. Auch hier geht es in anderer Weise um Rechtfertigung!
Auch wo sie in ihren
Erscheinungen auf das Gesetz hinweist, tut sie es, recht verstanden, im Sinne
des hl. Paulus: es ist Zuchtmeister hin auf CHRISTUS, nicht mehr und nicht
weniger. Es soll uns lehren, dass wir es mit dem Gesetz nicht schaffen! Schon in
ihrer ersten Erscheinung in Mexiko weist sie auf ihren SOHN: für IHN soll Juan
Diego den Bischof bitten, eine Kapelle zu bauen, damit sie IHN dort dem Volk
offenbaren kann. Als ihr nicht von Menschenhand gemaltes Bild in der Ayate des
Indio erschien, warf sich auch der Bischof vor ihm auf die Knie. Er hatte
verstanden: in ihr war er IHM begegnet. Er zuerst als der von der Kirche
bestellte Hirte, musste voraus gehen! Gleiches soll uns heute durch ihre
Erscheinungen vermittelt werden. Voraus gehen einfältige Menschen wie Juan
Diego; darum sucht sich die MUTTER meist auch Kinder als ihre Boten!
Wenn wir ihren
Erscheinungen betrachtend ein wenig nachgehen, kann es uns gnadenhaft geschehen,
dass sie sich auch in unserem Herzen abbildet, damit wir in ihr den SOHN
erkennen, der sich des Volkes erbarmt, das heute nicht weniger als die dem
Menschenopfer verfallenen Azteken auf Irrwege geraten ist. Der Menschenopfer
gibt es heute nicht weniger, sie sind nicht weniger blutig und grausam wie die
damals in Mexiko. Wir sehen zu sitzend zu Füßen der Fernseher, weniger
erschüttert als damals das arme Volk zu Füßen der Pyramiden.
Menschenopfer fehlen auch
nicht in unseren Reihen! Wo immer der Streit um den rechten Glauben von den
Besserwissenden geführt wird, ist dem HERRN das Herz, auf das es doch allein
ankommt, aus dem Leib gerissen, wie es einst den armen Opfern geschah, denen die
Priester das Herz aus dem lebendigen Leibe rissen. Geschieht heute nicht
Ähnliches wo ein Priester verführt, statt wie der Gute Hirte zu führen?
Der „Kleine Weg“ in MARIA
Da in der Gesetzlosigkeit
unserer Zeit die Liebe erkaltet, können wir sie nur noch in MARIA finden. Immer,
wenn wir in Spannungen gestellt werden, wie sie uns auch in der ersten Lesung
heute in Paulus vorgestellt werden, sollten wir an die erste gewaltige Spannung,
das erste Kreuz MARIENS, denken, das ihr in der Verkündigung durch St. Gabriel
auf die Schulter gelegt wurde. Menschlich konnte es sie nur erschlagen. Das muss
ihr im Schweigen nach der Anrede durch St. Gabriel aufgegangen sein. Sie
erschrak nicht vor der Lichtgestalt des Engels, sie erschrak vor der Größe des
Auftrages, der sich ihr nahte, sie spürte IHN heraus, der ihr Sohn werden
sollte! Wie lange sie betrachtend geschwiegen
hat, wird uns nicht berichtet, Hinweis, dass jedem von uns die Zeit gewährt
wird, die er braucht, damit die Gnade bei ihm einbrechen kann.
Wir brauchen diese Zeit
des betenden Nachdenkens, GOTT gibt sie, wir müssen sie nur aus Seiner Hand
nehmen, wie die Kinder, wie ein Juan Diego. Auch er wollte nach dem ersten
Abstieg zum Bischof, der ihn misstrauisch abfertigte, aufgeben! An seinem
Gehorsam gegen alle menschliche Einsicht ist damals die Evangelisierung der
Neuen Welt gehangen! Viel steht bei uns auf dem Spiel. Wo immer wir in die
Spannung des Kreuzes gestellt werden, im Alltag oder bei wichtigen
Entscheidungen, stellen wir uns wie MARIA unter dieses Kreuz der Verkündigung,
nehmen wir es an, wie der HERR am Anfang des Kreuzweges; nur so kann uns das
Kreuz zum Heil werden. Betrachten wir, beten wir, um zu erkennen, was GOTT mit diesem
Kreuz, klein oder groß meint. Fragen wir wie MARIA St. Gabriel gefragt hat. Ist
nicht in solchen Augenblicken unser guter Schutzengel uns besonders nahe, da er
besser weiß, worum es geht?
Es geht auch in den
„kleinen Dingen“ um Verkündigung, nur dort, wo wir in, mit und durch MARIA uns
zu einem klaren Ja: „Siehe ich bin die Magd des HERRN“ durchringen, kann der
HERR in uns Mensch werden, sind wir als Christen wieder ein Stück gewachsen!
MARIA und die Schlange,
das Tier aus dem Meer und das aus dem Lande (12, 1-13,18)
Mitte der Geheimen
Offenbarung!
Die Brücke vom 11. zum 12.
Kapitel ist das „Bekenntnis JESU“, wie es im letzten Vers des Kapitels (18)
heißt. Hier steht an erster Front vor allen Heiligen im Himmel droben und auf
Erden die MUTTER des HERRN, darum hat sie auch GOTT in dieser Zeit ihrem SOHN
als letzte Prophetin vorausgeschickt. Sie ist es, die den wenigen Getreuen die
Augen öffnet für die Zeichen der Zeit, die ihnen Wegweisung gibt, wie sie den
Kampf bestehen können und sie dort, wo sie sich ihr weihen, in ihr Unbeflecktes
Herz hinein nimmt, dass sie vor allem Bösen behütet seien. Nicht eine weitere
fromme Andacht ist diese Weihe, sondern Lebensrettung in höchster Gefahr.
GOTTES Barmherzigkeit
lässt sie uns erkennen als „die Siegerin in allen Schlachten“.
Wo sie als die stillste und verborgenste der Frauen aus GOTT heraustritt,
beginnt der letzte, entscheidende Kampf, darum das fünffache Zeichen himmlischer
Gewalt: „Blitzen, Dröhnen, Donnern, Beben und schwerer Hagel“. Sie sind Hinweis
auf die Macht der Fünf Wunden des HERRN, in deren Kraft MARIA vorerlöst wurde.
Der Hagel in seiner Kristallform – wir müssen die „5“ als Mitte der „4“ sehen,
erster Hinweis, dass mit den hl. Engel die GOTTESstadt naht.
MARIA, bis zur Fülle der
Zeit in den Gedanken GOTTES ruhend (vgl. Spr 8,22), in der Erlöserzeit mit dem
HERRN gehend, schirmt uns durch ihre Macht und Fürbitte vor dem Zugriff des
Bösen ab. Sie steht dem höllischen Drachen und seinem ganzen Anhang (12,3)
gegenüber, an ihr muss sich alle Macht des Bösen brechen. Durch ihre
Geburtswehen schauen wir zurück zu Eva wie zu den Wehen der Frau in der
Sehnsucht nach dem Erlöser durch Tausende von Jahren bis zur Fülle der Zeit.
Immer hat MARIA ihren
Schöpfer und GOTT angebetet. GOTT selbst hat es ihr in die Seele gelegt, diese
unzerreißbare Verbindung durch die Anbetung. Weil aber alles Gute, GOTTnahe, von
GOTT kommend in GOTT lebt, liegt auch die Anbetung in der höchsten Form des
liebenden Schauens und Einsseins eingebettet im DREIEINIGEN GOTT; sie ist
Wandlung aus GOTT hinein in GOTT. Kommunion zielt auf Einsein.
Die Flügel des Adlers, das
sind die Schwingen des HEILIGEN GEISTES; das ist die Tragkraft des
allvermögenden Wortes GOTTES, welche die Kirche immer zu MARIA und MARIA immer
zur Kirche und mit der Kirche zu GOTT tragen werden.
Dort wird sie sein für „eine Zeit“, die Zeit des VATER, die Schöpfungszeit
hindurch und die „zwei Zeiten“ des SOHNES und eine „halbe Zeit“, das ist die
Wirksamkeit der neun Chöre der hl. Engel in der Erlöserwirksamkeit des HEILIGEN
GEISTES. Als „halb“ wird sie deshalb bezeichnet, weil sie scheidet den Weizen
von der Spreu.
Eine und zwei Zeiten und
eine halbe Zeit sind sieben halbe Zeiten, zusammen 1.260 Tage oder Lichter. Der
siebente Teil von 1260 ist 180 – wieder 9. So ist das Schweigen im Himmel im
VATER und SOHN und im GEIST gegen die neun Chöre der Engel gewandt. Schweigend
richten sie sich, den Willen des DREIEINIGEN GOTTES auszuführen (vgl.: 8:1 „Als
das Lamm das siebte Siegel öffnete, trat im Himmel Stille ein, etwa eine halbe
Stunde lang. Und ich sah: Sieben Engel standen vor Gott; ihnen wurden sieben
Posaunen gegeben.“)
Ein jäher Blitz jagt
mitten durch das Licht um den Thron des Allerhöchsten; es ist wie ein
tausendfacher Schrei, der einen Spalt aufreißt. Diesseits des Spaltes ist es
hell, jenseits ist Nacht geworden, und es geht hinunter in Abgründe, die kein
Engel je ausloten könnte. Im Licht steht das Weib, mit der Sonne umkleidet, den
Mond zu ihren Füßen, um ihr Haupt eine Krone von Sternen. Aus der Nacht dräut
der Drache mit den vielen Köpfen, den vielen Hörnern, den vielen Kronen.
Das ist die größte
geschöpfliche Gegensätzlichkeit, die vom Thron GOTTES weg bis hinunter in den
tiefsten Abgrund reicht und nicht aufhören wird zu sein, bis GOTT einst sagen
wird: „ICH mache Alles neu!“ Sie ist als d i e Frau von Ewigkeit her in der
Göttlichen Weisheit mit dem SOHN GOTTES und damit dem Heilswerk verbunden:
MARIA, die Jungfrau. Ihr gegenüber Luzifer, der Ersterschaffene, der Engel der
Lichtträger GOTTES, der in sich selbst das Nein gegen GOTT zeugte, das
Widernatürliche, das WiderGöttliche, das Widergute, das Böse. Er ist mit seinen
Legionen Engeln aus dem Licht GOTTES gefallen und zum Drachen geworden, der das
Weib verfolgt bis zum Ende der Zeit.
Während aber GOTT in
Seinen Gedanken MARIA behütete wie einen Schatz, hat er die irdische Frau auf
die Erde gestellt, und siehe, schon hat der Drache sie gewittert, schon war sie
in Eva seine Beute. Der Drache hat nie aufgehört seither das Weib zu verfolgen,
MARIA, die er nie erlangte, im Weibe
begehrt er sie, um sie als Beute gegen GOTT zu besitzen. Die Frau hat nie
aufgehört in heiligen Wehen das ewig Seiende, zu tragen, zu gebären, hinein in
die Schöpfung immer tiefer, immer schwerer, immer todumlauerter. Jede Frau des
GOTTESvolkes und des Volkes Israel war Vorbild MARIAE und schrie mit ihr in
Schmerzen nach dem kommenden Erlöser.
Doch die flehenden
Strahlen der Frau und des Volkes, die gerade wie der Rauch des Morgenopfers
aufsteigen sollten zu GOTT, wanden sich durch die Sünde wie Schlangen am Boden
dahin. Da aber schrie MARIA noch in den Gedanken GOTTES auf in ihren Wehen! Ist
sie nicht Schicksalsgebärerin, WORTgebärerin in Erlöserschmerzen?
12:1 Dann erschien ein
großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter
ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. 2 Sie war schwanger
und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.3 Ein anderes Zeichen erschien am
Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und
mit sieben Diademen auf seinen Köpfen. 4 Sein Schwanz fegte ein
Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab. Der Drache stand
vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es
geboren würde. 5 Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit
eisernem Zepter herrschen wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron
entrückt. 6 Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort
geschaffen hatte; dort wird man sie mit Nahrung versorgen, zwölfhundertsechzig
Tage lang.
Dieses Zeichen wird
Gegenwart auf Erden in der Erscheinung U.L.F. von Guadalupe, 1531, zu Beginn der
Neuzeit, am Tepeyac in Mexiko. Das Zeichen, ihr nicht von Menschenhänden
gemaltes Bild, ist geblieben bis auf den heutigen Tag. Nur geringfügig
unterscheidet sich das „Wortbild“ der G.O. von ihrer Gegenwart im Bild. Es
wartet auf den Zeitpunkt, da es im letzten geistigen Kampf den Getreuen GOTTES
als Siegesbanner voran ziehen wird.
In seiner Schönheit und seinem Wundercharakter ist es Verheißung des Sieges: die
MUTTER des HERRN ist im ihm wahrhaft gegenwärtig – 8 Millionen Indios in 10
Jahren getauft sind dafür Zeugnis – da ihr Antlitz
(sie kommt von Osten!) nach Westen weist. Sie ist Verheißung für das
weitgehend heidnische Asien, dass bald auch in diesem Kontinent das Licht des
Evangeliums siegen wird.
Mit der „Neuzeit“ beginnt
der geistige Kampf in ein erstes Stadium zu treten mit der Verkündigung der
„doppelten Wahrheit“: eine die GOTT offenbart, eine die der Mensch in Vernunft
erkennt. Die Renaissance, rückgreifend auf das griechische Altertum, verkündet
eine „Neue Geburt des Menschen“. Im Wettstreit mit der Kirche hat der „Neue
Geist“ bald die Künste und Wissenschaften auf ihrer Seite, die Fürstenhöfe
gewonnen, immer mehr dringt er in ein die Politik, bis er endlich in der
französischen Revolution mit Gewalt die Zügel ergreift. Napoleon trägt den Neuen
Geist über Europa bis hinein nach Russland zu tragen, wo er am tiefsten Wurzel
gefasst hat und von dort im Kommunismus über die ganze Welt geht. Die Fahne:
„Freiheit, Einheit, Brüderlichkeit“ wird das Banner einer Menschheit, die sich
von GOTT los gesagt hat und „ihre Zeit“ gekommen zieht. Ihre Religion, vom Osten
her angehaucht, ist das „New Age“ unserer Tage, das den Griff nach dem „Apfel
der Erkenntnis“ (= sein wir GOTT!) in Einheit mit aller Esoterik zusammenfasst.
Offb 12,7-12, der Kampf
Michaels and seiner Engel
7 Da entbrannte im Himmel
ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen.
Der Drache und seine Engel kämpften, 8 aber sie konnten sich nicht halten, und
sie verloren ihren Platz im Himmel. 9 Er wurde gestürzt, der große Drache, die
alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der
Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinab
geworfen. 10 Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da,
der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht
seines Gesalbten; denn gestürzt wurde der Ankläger unserer Brüder, der sie bei
Tag und bei Nacht vor unserem Gott verklagte. 11 Sie haben ihn besiegt durch das
Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis; sie hielten ihr Leben nicht
fest, bis hinein in den Tod. 12 Darum jubelt, ihr Himmel und alle, die darin
wohnen. Weh aber euch, Land und Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinab
gekommen; seine Wut ist groß, weil er weiß, dass ihm nur noch eine kurze Frist
bleibt.
Immer wird schweigend auf
die beiden Gemeinden Smyrna und Philadelphia zurück verwiesen, auch hier in den
Blutzeugen, die im Blut des LAMMES gesiegt haben, auch wenn der Feind sie
erschlug. Es ist nicht die Kraft des Menschen, sondern die Macht GOTTES, die den
Feind in die Knie zwingt.
Das Bild der von der Sonne
umkleideten Frau umgreift die ganze Heilsgeschichte, von der Prüfung der Engel
im Anfang der Zeit (Gen 1,1 – die Scheidung von Licht und Finsternis = der
Scheidung der getreuen von den aufrührerischen Engeln!) bis ans Ende, das
Weltgericht. GOTT hat sie gegen den Drachen gestellt schon im Anfang der Zeit,
sie wird durch den SOHN den Kopf des Drachen zertreten, auch wenn er sie bis in
die Wüste verfolgen wird. Es ist ihr Sieg, der in all den Blutzeugen
aufleuchtet, „die ihr Leben nicht fest hielten bis in den Tod“
Text 12,7 – 18: die Verfolgung der „Frau“
13 Als der Drache
erkannte, dass er auf die Erde gestürzt war, verfolgte er die Frau, die den Sohn
geboren hatte. 14 Aber der Frau wurden die beiden Flügel des großen Adlers
gegeben, damit sie in die Wüste an ihren Ort fliegen konnte. Dort ist sie vor
der Schlange sicher und wird eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit lang
ernährt.15 Die Schlange spie einen Strom von Wasser aus ihrem Rachen hinter der
Frau her, damit sie von den Fluten fortgerissen werde. 16 Aber die Erde kam der
Frau zu Hilfe; sie öffnete sich und verschlang den Strom, den der Drache aus
seinem Rachen gespien hatte. 17 Da geriet der Drache in Zorn über die Frau, und
er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen Nachkommen, die den Geboten
Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für Jesus festhalten. 18 Und der Drache trat
an den Strand des Meeres.(NB! dieser letzte Vers kann auch auf Johannes bezogen
werden: „ich trat....“, als Einleitung zu 13.1)
„Wüste“ will hier vor
allem im geistigen Sinne verstanden sein – auch im Gegensatz zum Wohlleben zum
Alleshaben in der Welt. Wie Abraham am Anfang ausziehen musste aus der
Verderbnis seines Volkes, so sind heute die Getreuen gerufen, ihre „Absage an
Satan und seinen Pomp“ in die Tat umzusetzen, auch wenn sie in der Abweisung des
Zeichens 666 nicht mehr kaufen noch verkaufen können. Doch alle heilen Kräfte
von GOTTES Schöpfung, nicht nur die hl. Engel, nicht nur die Heiligen, besonders
die Märtyrer, auch die stumme Schöpfung kommen den Getreuen zur Hilfe. Sie sind
unsere besten Verbündeten im geistigen Kampf.
„Wüste“ heißt hier auch: unser Vertrauen allein in GOTT setzen – im Gegensatz
zur Welt, die ihre technische Beherrschung der Schöpfung immer mehr ausbaut.
Richtung im Kampf geben die Gebote GOTTES, die der Feind heute außer Kraft zu
setzen versucht
u n d das Zeugnis für JESUS, der Bekennermut,
der der Kirche heute so sehr fehlt. Die Wenigen, die widerstehen, können in
aller Bedrängnis, auch von ihren eigenen Glaubensgenossen, nur in der Kraft der
Gnade gegen Strom stehen.
13, 1- 5: der Drachen und das „Tier
aus dem Meer!“
13:1 Und ich sah: Ein Tier
stieg aus dem Meer, mit zehn Hörnern und sieben Köpfen. Auf seinen Hörnern trug
es zehn Diademe und auf seinen Köpfen Namen, die Gotteslästerung waren. 2 Das
Tier, das ich sah, glich einem Panther; seine Füße waren wie die Tatzen eines
Bären und sein Maul wie das Maul eines Löwen. Der Drache hatte ihm seine Gewalt
übergeben, seinen Thron und seine große Macht. 3 Einer seiner Köpfe sah aus wie
tödlich verwundet; aber die tödliche Wunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah
dem Tier staunend nach. 4 Die Menschen warfen sich vor dem Drachen nieder, weil
er seine Macht dem Tier gegeben hatte; und sie beteten das Tier an und sagten:
Wer ist dem Tier gleich, und wer kann den Kampf mit ihm aufnehmen?
Das Tier, das hier „aus
dem Meer aufsteigt“ ist der Fürst des Abgrundes. Es steigt aus dem „Meer des
Lebens“, das sich dem Abgrund zugewendet und von GOTT abgewendet hat. Wir werden
hier an das Wort von den „Tiefen Satans“ an die Gemeinde von Thyatira erinnert
(vgl. 24), die heute so sehr die Jugend in Bann schlagen, weil sie den Blick
nach oben verloren hat. Das Böse wird unser Lebensgrund. Die Frage: wer wird ihm
„widerstehen?“, ist schon beantwortet: das Zeichen MARIENS steht am Himmel des
Glaubens und muss immer mehr in unserem Herzen stehen, dann werden wir in allem
Ansturm des Feindes nicht fallen. Die tödliche Wunde an einem seiner Köpfe,
weist wie später der Hinweis auf die tödliche Wunde beim „Tier aus der Erde“ auf
den Sieg CHRISTI am Kreuz. Mit diesem Sieg waren die Dämonen geschlagen, doch
die Sünde der Menschen hat sie „geheilt“. GOTT wird den Trug des Bösen entlarven
und sie in den Abgrund stürzen, der schon jetzt ihre unabänderliche Bestimmung
ist.
Es tritt das Tier
auf im Pomp dieser Zeit, es kann sich nicht genug tun mit den Zeichen seiner
Macht und Herrlichkeit, so wie die Menschen in dieser Zeit in ihrer Unrast sich
mit immer neuen Absonderlichkeiten schmücken. Sie haben das Land der Einfalt:
MARIA, verloren. Kohelet warnt schon seine
Zeitgenossen, sich nicht in der Vielfalt der Dinge zu verlieren: „Alle Dinge
sind rastlos tätig, kein Mensch kann alles ausdrücken, nie wird ein Auge satt,
wenn es beobachtet, nie wird ein Ohr vom Hören voll. Was geschehen ist, wird
wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues
unter der Sonne“ (Eccl.1,8). Der nüchterne Blick geht den Menschen in ihrem
Greifen nach mehr verloren. Sie bauen Reiche auf, die nur Chimären sind.
Furchtbar wird die Katastrophe einer Menschheit sein, die bis in die kleinsten
Dinge von einer komplizierten Technik abhängt, die von heute auf morgen zusammen
brechen kann! Da die Anbetung des wahren GOTTES bis hinein in die Kirche
schwindet, kommen die Götzen längst vergangener, heidnischer Zeit mit ihrem
Anhang zurück. Richard Wagner hat die „Götterdämmerung“ gefeiert, sie treibt den
Menschen immer mehr in die Angst und so dem Teufelskult in die Arme.
Offb 13,6 - 10: sein Wirken als Lügenprophet
5 Und es wurde ermächtigt, mit seinem Maul anmaßende Worte und
Lästerungen auszusprechen; es wurde ihm Macht gegeben, dies zweiundvierzig
Monate zu tun. 6 Das Tier öffnete sein Maul, um Gott und seinen Namen zu
lästern, seine Wohnung und alle, die im Himmel wohnen.7 Und es wurde ihm
erlaubt, mit den Heiligen zu kämpfen und sie zu besiegen. Es wurde ihm auch
Macht gegeben über alle Stämme, Völker, Sprachen und Nationen. 8 Alle Bewohner
der Erde fallen nieder vor ihm: alle, deren Name nicht seit der Erschaffung der
Welt eingetragen ist ins Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet wurde. 9 Wenn
einer Ohren hat, so höre er. 10 Wer zur Gefangenschaft bestimmt ist, geht in die
Gefangenschaft. Wer mit dem Schwert getötet werden soll, wird mit dem Schwert
getötet. Hier muss sich die Standhaftigkeit und die Glaubenstreue der Heiligen
bewähren.
Hier ist der „totale
Krieg“ angesagt, den Hitler zuerst verkündet hat, um alles mit sich ins
Verderben zu reißen. Der Böse lässt seine Maske fallen: seine Hässlichkeit ist
für die Menschen anziehend geworden. „Die Blumen des Bösen“ eines Baudelaire
strömen einen betäubenden Duft über die Menschheit. Die ganze Welt wird
Verführung. Bestehen werden nur die, die in GOTT verankert sind und in allem
Chaos Seine liebende Führung durch die hl. Engel nicht verlieren. Die falsche
Einheit der Welt durch die Gewalt und die Lüge berauscht. Sie verspricht
Sicherheit und Wohlstand, nach denen die Menschen heute schreien. Geblendet
helfen sie mit, die Welt zu einem großen Gefängnis zu machen.
Offb 13,11 – 18: das Tier aus dem Land, Satan; das „Zeichen 666“
11 Und ich sah: Ein
anderes Tier stieg aus der Erde herauf. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm, aber
es redete wie ein Drache. 12 Die ganze Macht des ersten Tieres übte es vor
dessen Augen aus. Es brachte die Erde und ihre Bewohner dazu, das erste Tier
anzubeten, dessen tödliche Wunde geheilt war. 13 Es tat große Zeichen; sogar
Feuer ließ es vor den Augen der Menschen vom Himmel auf die Erde fallen. 14 Es
verwirrte die Bewohner der Erde durch die Wunderzeichen, die es im Auftrag des
Tieres tat; es befahl den Bewohnern der Erde, ein Standbild zu errichten zu
Ehren des Tieres, das mit dem Schwert erschlagen worden war und doch wieder zum
Leben kam.
Das „zweite Tier aus der
Erde“ ist Satan selber, der „Fürst der Erde“,(Jo 12,31) wie ihn der HERR nennt.
Der Sieg des HERRN am Kreuz hat den Abgrund geschlossen, doch durch die Sünde
des Menschen, zuerst von uns Christen, ist er wieder aufgerissen worden. Wir
haben die „Stunde der Heimsuchung“, in der wir stehen nicht erkannt. Offen für
die Welt haben wir dem Fürsten der Welt Tür und Tor geöffnet. Der Satanskult hat
öffentliche Anerkennung gefunden. Sein vielgesichtiges „Standbild“ steht schon
heute in unserer Mitte. Die Hochmut des Menschen leugnet die Welt des Geistes
und hat den bösen Geistern freie Hand gegeben und die guten Geister, die hl.
Engel hinaus gedrängt. Es fehlt wenig, dass sich die eiserne Schlinge über der
Welt zusammen zieht. Die notwendigen Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Stellen wir uns diese
Frage im Zeichen der drei Erzengel: St. Michael, St. Gabriel und St. Raphael.
Sie stehen für die drei theologischen Tugenden von Glaube, Hoffnung und Liebe,
in denen ansetzend an der Gnade der Taufe, unser Leben als Christen wachsen und
zur Erfüllung kommen soll. Im Gebet der Kinder von Fatima leuchten sie in der
Kraft des hl. Engels kraftvoll auf. In ihrer Kraft mit nimmt der DREIEINIGE GOTT
von uns Besitz gegen alle Täuschung und Gewalt des Widersachers, der uns heute
von allen Seiten umgarnt, um uns zu Fall zu bringen. Gegen sie hat er in der
französischen Revolution die täuschende Kraft von „liberté, fraternité und
égalité = Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit“ gestellt. Sie stehen
bezeichnenderweise nach der Aussage eines Sehers
über der Pforte der Hölle. Wie sehr sie ein Lockmittel, ja ein Rauschgift sind,
das unsere Jugend dahin rafft, müssen wir heute ohnmächtig erfahren
Im Zeichen St. Gabriels
Die Theologen haben ihren
Teil dazu getan, den Weg der Kirche zu verzeichnen. Nicht das gescheite Wort
kann in dieser Verwirrung der Geister den Weg weisen, sondern allein das kraft
des Blutes CHRISTI gelebte Wort, wie es in MARIA Fleisch wurde. Die „Zeichen der
Zeit“ sind „Posaunen“ der Apokalypse. Sie steigern sich, dass endlich keiner
mehr an ihnen vorbeigehen kann! Sie zwingen das noch unentschiedene Drittel der
Menschheit sich für oder GOTT zu bekennen. Der „Geist der Prophetie“ wird über
MARIA und die hl. Engel die Getreuen aus aller Gefangenschaft der Sünde
herausführen in das klare Licht der Neuen Jerusalems, das noch hier auf Erden
offenbar werden soll. Das „Siehe ICH mache Alles neu“ lässt keine halben
Lösungen, an die wir uns auch in der Kirche gewöhnt haben, mehr zu. Im Abbild
der ALLERREINSTEN wird im Feuer der Prüfung eine neue Menschheit in JESUS
CHRISTUS, unserem HERRN.
Im Zeichen St. Michaels.
Die Macht der Täuschung
und Verwirrung, die immer mehr die ganze Menschheit einfängt, kommt in unseren
Tagen zur Vollendung. Nur die größere Gnade GOTTES kann den dafür Blinden
erleuchten. Nicht das Geschriebene überzeugt, sondern allein das Licht GOTTES.
Die heiligen Strukturen der Kirche zerbrechen. Im Ringen um den unbegreiflichen
Willen des VATERS am Ölberg hat ER einst mit dem IHN stärkenden hl. Engel nach
allem erfolglosen Ringen, die Juden zur Umkehr zu führen versucht. Gleiches tut
ER heute in Seinem Mystischen Leib auf den Trümmern einer nach Außen
zerfallenden Kirche. Sie muss in der Begegnung mit IHM in der Kraft der hl.
Engel neu aufgebaut werden. Sie haben einst das christliche Europa aufgebaut.
Die heilige Ordnung ihrer
Hierarchie spiegelt sich noch heute in unseren Kathedralen als die Kraft GOTTES
gegen die Gesetzlosigkeit, “anomia“, die heute überhand nimmt (Mt 24,12). In
Garabandal erinnert uns der die Erscheinung MARIENS vorbereitende St. Michael an
seinen Ruf: „Wer ist wie GOTT“, der die Scheidung der sich gegen GOTT
auflehnenden Engeln am Anfang ausgelöst hat. In Daniel 12,1-7 greift dieser Ruf
herüber bis in unsere Tage.
„In jener Zeit tritt
Michael auf, der große Engelfürst, dr für die Söhne deines Volkes eintritt. Dann
kommt eine Zeit der Not, wie noch keine da war, seit es Völker gibt, bis zu
jener Zeit. Doch dein Volk wird in jener Zeit gerettet, jeder, der im Buch
verzeichnet ist. Von denen, die im Land des Staubes
schlafen, werden viele erwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur
Schmach, zu ewigem Abscheu. Die Verständigen werden strahlen, wie der Himmel
strahlt; und die Männer, die viele zum rechten Tun geführt haben, werden immer
und ewig wie die Sterne leuchten. Du, Daniel, halte diese Worte geheim, und
versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden nachforschen, und die
Erkenntnis wird groß sein.
Als ich, Daniel,
aufblickte, standen noch zwei andere Männer da, der eine diesseits des
Flussufers, der andere jenseits. Einer fragte den Mann, der in Leinen gekleidet
war und über dem Wasser des Flusses stand: Wie lange dauert es noch bis zum Ende
der unbegreiflichen Geschehnisse? Darauf hörte ich die Stimme des Mannes,
der in Leinen gekleidet war und über dem Wasser des Flusses stand; er erhob
seine rechte und seine linke Hand zum Himmel, schwor bei dem, der ewig lebt, und
sagte: Es dauert noch eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Wenn der am
Ende ist, der die Macht des heiligen Volkes zerschlägt, dann wird sich das alles
vollenden.
Ich hörte es, verstand es
aber nicht. Darum fragte ich: Mein Herr, was wird das letzte von all dem sein?
Er erwiderte: Geh, Daniel! Diese Worte bleiben verschlossen und versiegelt bis
zur Zeit des Endes. Viele werden geläutert, gereinigt und geprüft. Doch die
ruchlosen Sünder sündigen weiter. Von den Sündern wird es keiner verstehen; aber
die Verständigen verstehen es. Von der Zeit an, in der man das tägliche Opfer
abschafft und den unheilvollen Greuel aufstellt, sind es zwölfhundertneunzig
Tage. Wohl dem, der aushält und dreizehnhundertfünfunddreißig Tage erreicht! Du
aber geh nun dem Ende zu! Du wirst ruhen, und am Ende der Tage wirst du
auferstehen, um dein Erbteil zu empfangen.“
Auch wenn von gewaltigen
Katastrophen gesprochen wird, sogar das New Age weiß davon, sind sie für uns
Christen notwendig, damit wir wieder die freie Luft der Kinder GOTTES atmen
können und nicht in Bedrängnissen verelenden. Je mehr wir zuversichtlich beten,
um so rascher wird die Zeit der Reinigung abgeschlossen sein. Spekulieren wir
nicht den Zeitbegriffen nach, sie sind geistlich zu deuten.
Die beiden Männer, die dem
aufblickenden Daniel begegnen, einer jenseits, einer diesseits des Flusses sind
für den Verstehenden Hinweis, dass das was auf Erden und mit uns geschieht,
nicht nur von unserer Seite gesehen werden darf, sondern von drüben. Darum tritt
die prophetische Weisung für die Gläubigen immer mehr nach vorne. Vergessen wir
nicht, dass die Kirche auf den beiden Säulen, der Hierarchie und der Propheten
aufgebaut ist.
20 Ihr seid auf
das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus
Jesus selbst.
21 Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem
heiligen Tempel im Herrn 22 Durch ihn werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung
Gottes erbaut. (Eph 2,20ff).
Wo die Hierarchie versagt,
gilt es, zur Verheißung JESU vom „Felsen Petri“ zu stehen, den die Hölle nie
überwältigen wird, auch wenn die fallen, die die Prüfung nicht bestehen. Die
„Verständigen“, denen die Hilfe der hl. Engel zugesagt ist, werden im HEILIGEN
GEISTE die echten von den falschen Prophetien unterscheiden und deshalb auch in
der Dunkelheit der Prüfung den Weg nicht verfehlen. Der echte Prophet, um den
schon im Alten Bund heiß gekämpft wurde, ist der Mann vom diesseitigen Ufer. Er
trägt die Spannung zwischen hier und dort durch, an der heute die meisten
Gläubigen versagen. Er lebt in „zwei Zeiten“ zugleich, der Zeit hier, die sich
immer mehr beschleunigt, und der „Zeit“ von drüben, in der allein die ewige
Wahrheit erkannt werden kann. Darum ist ihnen, besonders dort, wo sie auch noch
Sühneseelen sind, das schwerste Kreuz auferlegt. Ihr Ort ist das elfte Tor, das
der elften Station auf dem Kreuzweg entspricht, wo der HERR grausam am Kreuz
ausgespannt wurde und für uns diese Spannung durchgetragen hat.
Die „eine Zeit, die zwei
und die halbe Zeit“ sind in der vorhergehenden Deutung schon angeschnitten. Die
„eine Zeit“ ist die GOTTES des VATERS, die zwei Zeiten sind die des SOHNES, der
Spannung des Kreuzes: in die wir zu unserer Erprobung gestellt sind, „die halbe
Zeit“, ist die des HEILIGEN GEISTES, der die am Anfang begonnene Scheidung
vollendet.
In einem Hymnus von
Himmelfahrt, in der die Spannung von unten und oben auch für die Apostel
aufgerissen wird heißt es:
„Lobet den HERREN, Der aus
der Mitte der Seinen zum VATER emporstieg,
dort das Reich der
vollendeten Kirche zu beginnen,
die sich unermesslich
ausdehnen wird über die Grenzen aller Reiche.
Nur vorüber gegangen ist
ER, uns eine Wohnung
in Seinem Reich beim VATER
zu bereiten.
ER sendet den
Zeugnisgebenden,
den Baumeister von der
Erde zum Himmel. (MB)
„Verstehen“, das wird uns
hier angedeutet, ist nicht nur „nachverstehen“, sondern etwas von der Schönheit
GOTTES und Seiner Werke zu erkennen und sich danach mit unserem ganzen Sein
auszustrecken! Am vollkommsten begegnen wir ihm in MARIA, die auf die Weisheit
GOTTES, gegenwärtig in der SEELE CHRISTI, schon im Alten Bund über allem
Heilsgeschehen zu erahnen ist.
Die „1290 Tage“ weisen in
der Quersumme auf die DREI als das Zeichen des DREIEINIGEN GOTTES, nach dessen
Bild wir geschaffen, erlöst sind und neu werden sollen. Die „1335“ bringt uns
zur Zwölf, die Zahl der Stämme, der Apostel und der Tore des Neuen Jerusalems,
durch die einmal die geheiligte Menschheit einziehen wird. Dies ist das Ziel,
das wir in aller Verwirrung des Geistes und allem Dschungelkampf nie verlieren
dürfen. Nicht zufällig sind es in dieser Prophetie Daniels drei Zahlen, wieder
zurückweisend auf den DREINEINIGEN GOTT, Geheimnis aller Geheimnisse. Da wir bis
in die Kirche hinein das Geheimnis in der Anpassung an die Welt verloren haben,
müssen wir hier zurück bleiben. Schon in der Liturgie müssen wir dieser
„Schranke“ hin zur Welt begegnen, sie im Glauben nehmen oder durch die zurück
gewiesen werden.
Die „Abschaffung des
täglichen Opfers“ folgt notwendig aus der Behauptung Maitreias, sie erübrige
sich, da er ja bei uns bleibe für immer. Sie wird schon mit Luther vorbereitet.
Mit den von den Modernisten durchgesetzten Änderungen sind wir diesem Ziel
gefährlich nahe gekommen. Nach Aussage Maitreias,
ist Christus mit ihm persönlich auf die Erde niedergestiegen, um die Neue Welt
zu bereiten. Mit ihm kommt die von den Freimaurern schon Ende des vergangenen
Jahrhunderts versuchte Zersetzung der Kirche von Innen zu ihrem Höhepunkt. Der
Feind offenbart sein Angesicht, da er glaubt, das unseres Glaubens zerschlagen
zu haben.
Im Zeichen St. Raphaels, von der Macht der Täuschung
Die Welt, die der Mensch
sich gebaut hat und weiter ausbaut wird immer unwirklicher, sie hat nicht nur
den Bezug zu GOTT, der ersten Wirklichkeit verloren, sondern auch zu aller
geschaffenen Wirklichkeit um ihn: in seinem Verhältnis zur Natur und ihren
Gesetzen, zum Nächsten, zu seiner Arbeit usw. Je mehr er selbst unwirklich wird
und sich so dem gefallenen Engel angleicht, der vor GOTT nichts ist, um so mehr
wird er durch den Feind beeinflußt und gesteuert. Der ungeheuere elektronische
Apparat, der heute die ganze Welt zu einem Gefängnis macht, ist in sich labil
und kann durch einen Hauch GOTTES umgeworfen werden, er zerfällt im klaren Licht
der Erkenntnis GOTTES, denn er ist nur aufgebaut, um die Lüge des Erstgefallenen
zu decken, wie sie jetzt in der Person des Maitreia offenbar wird. Sein Dasein
ist nichts als ein Gedanke Satans, der in dem Maße sich materialisiert als die
Menschen der Lüge in ihrem Leben Raum geben! Schreckliche Nachahmung der
Menschwerdung CHRISTI!
Wer nur ein wenig die
Macht der Täuschung, die über uns gekommen ist, erkennte, müsste erstarren vor
Schreck. Nüchtern und zuversichtlich mahnt der heilige Apostel Paulus in Thess
2, 1- 8: „Brüder, wir schreiben euch über die
Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, und unsere Vereinigung mit ihm und bitten
euch: Lasst euch nicht so schnell aus der Fassung bringen und in Schrecken
jagen, wenn in einem prophetischen Wort oder einer Rede oder in einem Brief, der
angeblich von uns stammt, behauptet wird, der Tag des Herrn sei schon da. Lasst
euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! Denn zuerst muß der Abfall von
Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des
Verderbens, der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt,
so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott
ausgibt. Erinnert ihr euch nicht, dass ich euch dies schon gesagt habe, als ich
bei euch war? Ihr wisst auch, was ihn jetzt noch zurückhält, damit er erst zur
festgesetzten Zeit offenbar wird. Denn die geheime Macht der Gesetzwidrigkeit
ist schon am Werk; nur muss erst der beseitigt werden, der sie bis jetzt noch
zurückhält[14].
Dann wird der gesetzwidrige Mensch allen sichtbar werden. Jesus, der Herr, wird
ihn durch den Hauch seines Mundes töten und durch seine Ankunft und Erscheinung
vernichten.“
In der synoptischen
Apokalypse
warnt der HERR wiederholt vor der Macht der Täuschung, die dem Feind gegeben
ist. Doch nur wer in Offb 12 im Zeichen MARIENS, der Sonnenumkleideten Frau“,
das von GOTT gesetzte Gegenzeichen erkennt, vermag etwas von den Dimensionen des
geistigen Kampfes zu ermessen, in den die Kirche in dieser Zeit hineingestellt
ist. Wer sie erkennt, wird schon heute durch den Adler in die Wüste getragen.
Der Kampf wird nur im „GOTT allein genügt“ bestanden! Der Zugriff des Erzfeindes
GOTTES auf die Weltherrschaft vollzieht sich zunächst im Geheimen, dann aber
immer offenbarer in unseren Tagen. Wer nicht auf der Seite MARIENS und der hl.
Engel steht, hat die Zeichen der Zeit übersehen und wird im heraufziehenden
Chaos untergehen. Wieder hilft uns Daniel besser zu verstehe. Das „Horn“ von dem
er spricht ist Bild für „Macht“, klingt uns nicht das englische Wort “power“ wie
ein Zauberwort in den Ohren?
„Aus einem der Hörner ging
dann ein anderes Horn hervor. Anfangs klein, wuchs es gewaltig nach Süden und
Osten, nach dem Ort der Zierde hin. Es wuchs bis zum Sternenheer am Himmel
hinauf und warf einige aus dem Sternenheer auf die Erde herab und zertrat sie.
Ja, bis zum Gebieter des Himmelsheeres reckte es sich empor; es entzog ihm das
tägliche Opfer und verwüstete sein Heiligtum.
Ein Heer wurde verbrecherisch gegen das tägliche Opfer eingesetzt. Das Horn
stürzte die Wahrheit zu Boden, und was es unternahm, das gelang ihm. Da hörte
ich einen Heiligen (einen Engel) reden, und ein anderer Heiliger fragte den
Redenden: Wie lange gilt die Vision vom täglichen Opfer, wie lange bleibt der
Greuel der Verwüstung bestehen und werden das Heiligtum und der Ort der Zierde
zertreten? Er sagte zu mir: Zweitausenddreihundert Abende und Morgen wird es
dauern; dann erhält das Heiligtum wieder sein Recht.“
Die Zeitangabe in der Quersumme ergibt „fünf“ und deutet auf den
Fünfstern, eines der besitzergreifenden Zeichen für den Fürsten der Welt.
Die Macht der Fesselung, die in ihm liegt (es schließt die fünf wesentlichen
Glieder des Menschen ein, umgreift die 4 Windrichtungen und zielt auf die Mitte,
das Herz des Menschen!) kann nur im Zeichen des Kreuzes und durch die Fünf
Wunden JESU gebrochen werden.
Kampfgemeinschaft
Der frontale Angriff der
gefallenen Engel auf die Kirche verlangt mehr als ein „aggiornamento“, um die
Kirche der veränderten Zeitlage anzupassen, sie wird diesen apokalyptischen
Angriff nur im Zeichen des Kreuzes und mit der Hilfe der hl. Engel bestehen.
Alle gut gemeinten Anstrengungen, sich auf eine Ordnung der Kirche
zurückzuziehen, sei es die von gestern (Tridentinum), die das christliche
Abendland getragen hat, sei sie der Moderne, wissen wenig vom „totalen Krieg“,
in dem wir stehen. Was immer nur (im besten Sinne!) menschlich verstanden wird
wie der seichte Humanismus, wird fallen. Hier gilt das nüchterne Wort des HERRN
an die Jünger, die den Bau des Tempels bewundern. „Kein Stein
wird auf dem anderen bleiben“ (vgl. Mk 13,1f).
Im Brief an die Gemeinde
von Philadelphia (Offb 3,7-13) ist in anderer Weise diese Prüfung vorausgesagt
„An den Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: So spricht der Heilige, der
Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, so dass niemand mehr
schließen kann, der schließt, so dass niemand mehr öffnen kann :Ich kenne deine
Werke, und ich habe vor dir eine Tür geöffnet, die niemand mehr schließen kann.
Du hast nur geringe Kraft, und dennoch hast du an meinem Wort festgehalten und
meinen Namen nicht verleugnet. Leute aus der Synagoge des Satans, die sich als
Juden ausgeben, es aber nicht sind, sondern Lügner - ich werde bewirken, dass
sie kommen und sich dir zu Füßen werfen und erkennen, dass ich dir meine Liebe
zugewandt habe. Du hast dich an mein Gebot gehalten, standhaft zu bleiben; daher
werde auch ich zu dir halten und dich bewahren vor der Stunde der Versuchung,
die über die ganze Erde kommen soll, um die Bewohner der Erde auf die Probe zu
stellen. Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit kein anderer deinen
Kranz bekommt. Wer siegt, den werde ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes
machen, und er wird immer darin bleiben. Und ich werde auf ihn den Namen meines
Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das
aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und ich werde auf ihn auch meinen
neuen Namen schreiben. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden
sagt.“
Nur die „Kleinen = Kinder“
(die der hl. Vater Johannes Paul II, in Fatima am 13. Mai 2000. und nicht
weniger 2010 am gleichen Tag Benedikt XIV. in den Hirtenkindern herausstellt)
werden die Prüfung bestehen, wenn sie sich vertrauensvoll im Unbefleckten Herz
MARIENS bergen. Ihr Herz ist offen für den hl. Engel und darum sind mit MARIA
zuerst zu ihnen die hl. Engel gesendet, den Drachen zu fesseln (vgl. Offb
20,1-4) und ihrem Unbefleckten Herz MARIENS zum Triumph zu verhelfen. Der
Einsatz der hl. Engel im endzeitlichen Kampf kann nur von der Geheimen
Offenbarung her verstanden werden. Der Mensch wird zur Beute, sei es der Engel
oder des Teufels.
Die Kirche muss eine Kampfgemeinschaft werden, wenn sie bestehen will, gesiegelt
vom Lebendigen GOTT, geborgen in der Unbefleckten, getragen von den Flügeln der
Engel, nur so wird sie das rote Meer der Prüfungen dieser Zeit durchschreiten
können und ans andere Ufer gelangen. In den hl Engel hat uns GOTTES Erbarmen
dieses „andere Ufer“ näher gerückt. Im Maße der materielle Boden zu schwanken
beginnt, müssen wir hinein wachsen in ihre geistige Ordnung. Die Ordnung der
Christenheit ist in den „Museen unserer Kirche“ schon jetzt Ruine, von den
Heeren der Touristen nieder gerissen!
Der VATER sucht die IHN anbeten im Geist und in der Wahrheit
Die Theologie eines hl.
Thomas von Aquin hat das Abendland aufgebaut, der Tatmensch (homo faber), der in
der Renaissance den Glauben hinter sich zurück lässt, beginnt sich auf dem von
der Kirche bereiteten Boden seine eigene Welt zu bauen. Die Prüfung, in der wir
stehen (vgl. den Brief an die Gemeinde von Philadelphia!), geht heute nicht mehr
zuerst auf die Werke, die wir tun – sie sind dem Feind anheim gefallen - sie
geht auf den Glauben. Hier wird wahr, was Luther, wohl prophetisch gesehen, aber
dann missdeutet hat mit dem Schlagwort: „sola fide, sola
gratia, sola scriptura“ meint. Der Engel, der die Kinder in Fatima beten
lehrt: „mein GOTT ich glaube, ich bete an...“ unterstreicht, dass der Glaube in
dieser Zeit nur bestehen kann, wenn er eins wird mit der Anbetung des Engels.
Durch den Engel wird der Glaube aus den Ideologien und Diskussionen
zurückgeholt, die ihn für die Zeichen der Zeit blind gemacht haben.
Wie deutlich wird heute
bis in den Alltag des modernen Menschen hinein, dass er sich eine Welt der
Illusion gebaut hat, wie es in primitivster Weise ein Walt Disney und ähnliche
gefährlichere Spielereien, denen wir zum Opfer fallen,
tun. Auch dort, wo wir den Glauben mit Besserwissen verwechseln und uns abseits
der Gesetzlosigkeit der Welt ein Asyl zu bauen versuchen, werden wir in der
gleichen Strömung mitgerissen. Hier bewahrheitet sich, was in der modernen Kunst
und Literatur prophetisch angesagt wird: der Mensch baut sich seine eigene Welt.
Wer klare Augen hat, der sieht wie sehr wir abwärts rutschen bis wir wie der
gefallene Engel keinen Namen mehr vor GOTT haben!
Selbst auf technischem
Gebiet ist diese Wendung weg vom Sichtbaren zu erkennen, das Internet schafft
eine Bildwelt, in der der Mensch sich der Wirklichkeit verschließt. Ähnliches
geschieht auf religiösem Gebiet im Einbruch der östlichen Religionen. Sie
verkünden zusammen mit der Esoterik einen Geist, der nichts von der
Menschwerdung CHRISTI weiß, ja sie bewusst leugnet, so geben sie klares Zeugnis
für den gefallenen Geist, den Widersacher GOTTES und Lügner von Anbeginn.
Der „Impresario“ von Maitreia, Anwärter auf den Antichrist, Benjamin Creme hebt
im ersten homepage zu „Maitreya“ im Internet unter dem Titel : „Maitreya –
Christus und die Meister der Weisheit“ in seinem eigenen Lebenslauf hervor, wie
sehr ihn von Jugend an das „Geistige“ gefesselt hat und wie ihn die Lektüre
theosophischer Werke
auf die Begegnung mit Maitreya vorbereitet hat. Da er dem „Meister“ geistig begegnet,
arbeiteten sie (auf Distanz!) 1972 monatelange 20 Stunden am Tag zusammen, um
ihre telepathische Verbindung zu stärken. Was sie hier eingeübt haben (M. hat
sich im härtesten training auf dem Himalaya „in seinem Zentrum“ bis 1977
vorbereitet) geht heute in die ganze Welt hinaus. Der Aufbau von Dreiergruppen, die sich in
der Transmissionsmeditation einem unsichtbaren Meister unterstellen, hat schon
heute ein ähnlich unzerreißbares Netz über die ganze Welt gelegt wie die Elektronik.
Wird der HERR noch Glauben
finden?
Dieser Einheit im Geist
des gefallenen Engels steht eine
Kirche gegenüber, die sich trotz der Zeichen der
Zeit der Welt anpaßt und mitgerissen im Strom des Humanismus den Blick auf den
Größeren GOTT verloren hat.
Wo wird der VATER in aller Nivellierung der Demokratie und Kommunismus, die in
die Kirche hinein gedrungen sind, noch Anbeter im Geiste finden? Das
erschütternde Wort des HERRN, kurz bevor er bei Lukas in Jerusalem einzieht:
„wird der MENSCHENSOHN, wenn ER wieder kommt, noch den Glauben auf Erden
finden?“, wird in unseren Tagen bittere Wirklichkeit. Die Welt ist blind
geworden für das Licht des Glaubens. Statt betend im Glauben zu wachsen und zu
widerstehen, wie es uns der leidende gute Hirte Johannes Paul II vorlebt,
verlieren wir uns in Glaubenskämpfen, die nüchtern gesehen, von der anderen
Seite geschürt werden.
Wenn der wachsende
Kirchenaustritt die Getreuen zur „Kleinen Herde“ zusammen schrumpft, dann wird
die „Gemeinde von Philadelphia“ der äußeren Verfolgung stehen müssen. Der HERR,
bisher ohnmächtig in der Hlst. Eucharistie, wird die Ohnmächtigen nützen, um
Seine hl. Engel abspringen zu lassen. Sie werden uns aus dem Rachen des Löwen
retten! Der Traum vom Wohlleben auf Erden wird sich wie Nebel auflösen. Die
Zeichen der Mahnung ziehen sich zusammen, wo der Antichrist sich vor aller Welt
als der wahre Christus eröffnet, der immer auf Erden bleiben wird. Er ist wie
eine Inkarnation Satans des Fürsten der Welt. Schon jetzt ist die Erde ihm
untertan, er verlangt im Zeichen 666 nur eine letzt Anerkennung seiner
Herrschaft.
Wie sich auf dem
wirtschaftlichen Gebiete die Weltwirtschaft angebahnt hat, so zielt der Drache
auf die „eine Religion“ in dem einen „Übermenschen“ Maitreia, der die übrigen
Religionsgründer auch CHRISTUS nicht einfach auslöscht, sondern geschickt als
seine Wegbereiter darstellt. Er aber wird sich als „Meister über alle Meister“
erweisen. Der Synkretismus der Religionen, den der Hinduismus vorbereitet hat,
kommt in seiner Person zur Vollendung. Wie man in den Hindutempeln auch das Bild
des Herzens JEUS und des Unbefleckten Herzens MARIENS und einiger Heiligen
finden kann, so nimmt er wesentliche Wahrheiten unseres Glaubens auf und fügt
sie in sein „Teilen = share“
hinein. Wahrhaft ein „diabolos – ein Durcheinanderwerfer, ein Verwirrer, der als
Rattenfänger alle die in sein Netz ziehen wird, die nur auf die glatte
Oberfläche achten!
Anfang und Ende
Der Anfang des „tohu wa
bohu
= des Chaotischen, Ungestalteten im Anfang in Gen1 spiegelt sich in
anderer Weise im Chaos des Endes. Der GEIST GOTTES, der im Anfang über dem
Dunkel einer sich gestaltenden Schöpfung schwebte, um ihr das Angesicht GOTTES
aufzuprägen, schwebt am Ende über dem Chaos, in dem der Fürst der Welt sein
wahres Angesicht des vollendeten „Nein“ zu GOTT offenbart. Wer Kind ist im
Herzen, schaut auch im tiefsten Dunkel auf zu GOTT, der alles kann, auch uns dem
Rachen des Löwen zu entreißen, wenn wir nur glauben und vertrauen auf die
größere Liebe und Macht GOTTES. ER hat uns in Seinem SOHN durch den HEILIGEN
GEIST zur Teilhabe an Seinem Ewigen Leben berufen, das nicht von dieser Erde ist
und doch hier ansetzt.
GOTT scheidet, wie Er es
schon am ersten Schöpfungstag getan hat. Aus dem Dunkel der Prüfung wird endlich
der helle Tag der GOTTherrlichkeit schon hier auf Erden hervorgehen.
Im HEILIGEN GEIST wir die Schöpfung gereinigt von den Werken der Finsternis,
dass
unser Antlitz aufleuchte in MARIA, Abbild der SCHÖNHEIT DES DREIFALTIGEN GOTTES.
An der Hand des Engels werden wir das rote Meer der Sünden dieser Zeit sicher
durchschreiten und das Gelobte Land
erreichen!

Wie schwer fällt uns,
betend mit MARIA und dem hl. Engel das Dunkel dieses Zeit zu durchdringen. Die
Deutung des 3. Geheimnisses von Fátima durch Kardinal Ratzinger, nicht lange vor
seiner Wahl zum Papst, versuchte zu beruhigen. Steht der jetzige hl. Vater jetzt
nicht mitten in dieser Prophezeiung?
Der Wirklichkeit GOTTES
ausweichen, hat es nicht schon Adam versucht? Wir tun es auf unsere Weise. Die
Theologie macht sich hier stark. Es ist die Angst, sich GOTT zu stellen, so wie
ER sich uns gibt. Es fordert unser demütiges Beugen. Heiliges Vorbild der
Hirtenkinder! Wann fällt die „Mauer“ des Besserwissens? Wir gehen dem Feuer
entgegen, es bringt die Einheit als unsere „Identität“ in der Asche!
„Der „Andere“ weiß es besser!“
Wer anders schenkt uns die Gnade, tiefer zu
schauen als der HEILIGE GEIST? Doch wer betet, wer bittet um die Gabe der
Weisheit? Die Frage, was GOTT von uns will, ist eine Ölbergfrage, sie schneidet
tief in Fleisch und Seele. Sind da nicht fast jeden Tag Nachrichten, die uns
aufrütteln sollten? Hier eine, die wohl schon wieder vergessen ist, aus dem
Vatikan. „Der „Papstkiller“ ist wie besessen vom Geheimnis „Fatima“. Da er die
Kirche auffordert: „Bekennt die Identität des Antichristen!“ bemerkt man von
kirchlicher Seite: „Man soll besser nicht auf ihn achten, er ist besessen!““
Haben nicht die Dämonen zuerst den HERRN bekannt, dass der HERR sie zum
Schweigen bringen musste. Man sehe den Anfang des Markusevangeliums. Wenn der
Täter so „besessen“ nach Fatima fragt: was bewegt ihn dazu? Warum fragen wir
nicht so? Es ist die einzige Frage die ihm seit seiner Gefangenschaft bewegt, er
kann nicht begreifen, dass seine Kugel nicht getroffen hat. Wer konnte sie so
ablenken? Haben wir uns das je ernstlich gefragt?
Wie leicht hat man das „Dritte Geheimnis“
abgetan – als ob es schon geschehen wäre! Es geschieht jetzt mitten unter uns
(wir sitzen noch am Fernseher!), da der hl. Vater seine letzten Schritte hinauf
nach Golgotha tut. Doch wir haben Angst, uns GOTT zu stellen in der Armut Seines
Kreuzweges unter uns. Wir sollten von den Hirtenkindern lernen. Doch wir wissen
es besser! So werden wir es aus bitterer Erfahrung lernen müssen! Das Kind lernt
auch erst, was Feuer ist, wenn es sich am Ofen gebrannt hat! Sind die Kinder von
Fatima nicht mutiger als unsere „Filmhelden“ ins Feuer des Opfers hinein
gegangen? Einzeln oder zusammen: wir gehen alle dem Feuer entgegen, denn GOTT
ist „verzehrendes FEUER“; es bringt endlich in allem Streit der Meinungen und
Waffen die Einheit!
ÜBERSICHT ÜBER DIE ERSCHEINUNGEN
DER ANRUF DES DREIFALTIGEN GOTTES IN DEN
SECHS ERSCHEINUNGEN DES ENGELS und den SECHS ERCHEINUNGEN DER MUTTERGOTTES. Wie
ein Kreuzweg!
In den drei ”stummen Erscheinungen” des
Engels: GOTT schaut auf sie.
|
Geborgensein im
VATER
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Aufschauen zum
SOHN
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Licht der Verheißung
im HL.GEIST
|
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In den drei ”gesprochenen Erscheinungen” zeigen sich die GRUNDRICHTUNGEN DES
KREUZES:
|
|
|
der ANBETUNG
|
der BETRACHTUNG u. SÜHNE
|
der Bereitung auf die SENDUNG
|
13.Mai – GOTT ist ihre
wahre Heimat
13. Juni – verschieden
sind ihre Wege: Jazintha: Opfer für die Rettung der Seelen; Franzisko: Anbetung
JESU im Tabernakel; Luzia: Zeugnis.
13. Juli das zweite und
dritte Geheimnis ihres Unbefleckten Herzens: Anruf der Busse!
19. August: viele Seelen
gehen verloren, weil keiner für sie betet und opfert.
13. September: GOTT ist
zufrieden mit ihrem Opfer, das Zeichen versprochen.
13.Oktober: Sonnenwunder
und die drei Visionen:
- der hl. Josef segnet die
Welt mit dem JESUSkind
- die Schmerzhafte MUTTER
weist auf den Kreuzweg, den die Kirche zu gehen hat.
- die MUTTER vom Karmel
zeigt die Notwendigkeit der Anbetung
Gebet mit dem Engel von
Portugal:
O mein GOTT, ich glaube an
Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich, für alle, die nicht
an Dich glauben, die Dich nicht anbeten, die Dich nicht lieben. (dreimal).
O mein GOTT, Du
DREIFALTIGER, VATER, SOHN, HEILIGER GEIST, in tiefer Demut bete ich Dich an und
opfere Dir auf Leib, Blut, Seele und GOTTheit Deines vielgeliebten SOHNES
unseres HERRN JESUS CHRISTUS, anwesend in allen Tabernakeln der Welt, zur Sühne
für alle Bosheit, Gleichgültigkeit und Gemeinheit, die ER daselbst erleidet.
Durch die unendlichen Verdienste Seines Hlst. Herzens und die Verdienste des
Unbefleckten Herzens MARIENS bitte ich um die Bekehrung der Sünder. Amen.

Dieser Begriff
kennzeichnet unsere Zeit nach Mt 24; er ist der dunkle Hintergrund für die nicht
weniger strahlende Verheißung: „Siehe, ICH mache alles neu“. In ihrem Licht
verliert dieses Wort Gesetzlosigkeit all seinen Schrecken. Die Gesetzlosigkeit
erscheint als die notwendige Bereitung für einen Neuen Anfang, das „Nadelöhr“,
durch das der Mensch „guten Willens“ auch in dieser Zeit seinen Weg zu GOTT
finden kann. Was zerbricht in dieser Zeit ist die Ordnung einer Christenheit,
die von CHRISTUS nur mehr wenig oder nichts mehr weiß. Sie hat sich so sehr mit
dieser Welt vermischt, dass sie dieser Welt gleich geworden ist. Es fehlt ihr
das unterscheidende Merkmal: geboren aus dem Glauben. Sie muss neu geboren
werden.
Was der HERR in der
Geheimen Offenbarung verspricht, verlangt die Mitarbeit des
je einzelnen von GOTT gerufenen Christen. Sie muss deshalb notwendig beim
Einzelnen ansetzen. Von seinem Glauben her wird sich im HEILIGEN GEIST eine Neue
Ordnung aufbauen, die nach dem Wort der Offenbarung den hl. Engel als d e n
Träger des Gesetzes GOTTES nicht nur mit einbezieht, sondern seine
Lebensordnung als Richtweisung für alles von GOTT gerufene Leben aufnimmt.
Berufung und Erwählung
Weil die Gesetzlosigkeit
überhand nimmt, muss der Mensch, der sich nur an der äußeren Ordnung dieser Zeit
orientiert, notwendig immer mehr dieser Gesetzlosigkeit verfallen. Sie ist
erstes Kennzeichen der gefallenen Engel und steht der hl. Ordnung der Liebe
GOTTES gegenüber, wie sie die Kirche, Abbild der Hierarchie der hl. Engel
zeichenhaft verwirklichen sollte. Der Glaube hat sie aufgebaut, der Unglaube
nimmt sie uns weg: sie wird zur Chiffre, die der Mensch nicht mehr zu lesen
vermag oder sie wird in weltlichem Sinn umgedeutet. Bestes Beispiel dafür sind
die Bauwerke der Christenheit, in denen der Tourist das Werk des Menschen
bewundert, ohne tiefer zu fragen, in welcher Kraft sie zustande gekommen sind.
Das israelitische Volk
wäre in der ägyptischen Verbannung zugrunde gegangen, hätte GOTT nicht den Moses
geschickt, um es gegen alle inneren und äußeren Widerstände aus der
Gefangenschaft zu erlösen.
Die vielen Selig- und
Heiligsprechungen im Pontifikat von Papst Johannes, Paulus II, gehören mit zu
den wegweisenden Lichtern im Dunkel unsrer Zeit. Mit ihnen will der HEILIGE
GEIST uns daran erinnern, dass wir nicht durch das Gesetz, sondern durch den
gelebten Glauben gerettet werden. Das Gesetz, das uns nach Paulus helfen sollte,
unsere Sündhaftigkeit zu erkennen, ist in der Anarchie dieser Zeit überrannt. Es
hat dem „Gesetz der Welt“ bis hinein in die Kirche den Platz geräumt. Die
Forderung, der Berufene müsse „allein aus dem Glauben“ leben, gewinnt neue
Bedeutung. Die Not der Zeit arbeitet für die Einheit der Kirchen. Doch um gegen
die Gesetzlosigkeit aufzustehen, bedarf sie des Bekenntnisses. Nur in solchem
Bekenntnis für GOTT kann sie neu werden.
Ringen um den Willen
GOTTES
Wie aber kommt der Mensch
dieser Zeit zu solchem Bekenntnis, da die Kirche selbst sich immer mehr der Welt
und ihren Forderungen anpasst? Die Frage wird durch das Ölbergringen des HERRN
um den Willen des VATERS am klarsten beantwortet. Drei Stunden muss JESUS sich
zum Willen des VATERS gegen alle Macht der Finsternis durchringen. Über zwölf
Stationen wird ER zum Kreuz auf Golgotha geschleppt. Dort gibt ER in den drei
Stunden Seines Sterbens der ganzen Welt kund, dass er bis in den bitteren Tod
zum Willen das VATERS steht. Dieses Bekenntnis ist heute von jedem Christen
gefordert, der die Ölbergstunde der Kirche erkennt.
Der Glaube wird bitter,
denn er überfordert – nach den Mittelmassen dieser Zeit – den durchschnittlichen
Christen. Wie dem HERRN am Ölberg, muss dem ringenden Gläubigen die geistige
Kraft des hl. Engels zu Hilfe kommen. Der Mensch JESUS, vom VATER allein in den
Kampf mit den Mächten der Finsternis geschickt (die GOTTheit hat sich von IHM
zurück gezogen, Er wurde zum zertretenen Wurm!) erhielt durch den hl. Engel die
Kraft, Seinen letzten Blutstropfen für die Rettung der Welt hinzugeben. Wer die
Zeichen der Zeit versteht, wird darum dankbar dem hl. Engel die Hand reichen.
Die Bedrängnis durch die Gesetzlosigkeit, gipfelnd im Erscheinen des Antichrist
als sichtbarer Vertreter Satans, des Fürsten dieser Welt, wird die „kleine
Herde“ der Getreuen zwingen, die Hilfe der hl. Engel anzurufen. GOTT wartet zu,
bis der Mensch aufwacht und bewusst nach dieser Hilfe greift. Er will das freie
Ja des Menschen.
Der hl. Engel schenkt
nicht nur dem Glaubenden neue Kraft, er führt ihn in die versiegelten Gemeinden.
Sie allein werden dem Ansturm des Bösen widerstehen, lebendiges Zeichen für die
Verheißung: „Siehe ICH mache alles neu!“
Busse und Beichte
Früher brachten die großen
Feiertage den Andrang der Gläubigen zu der Beichte; um neue Gnaden aufzunehmen,
muss zuerst das Herz des Menschen gereinigt werden. Wer als Priester noch
„bessere Zeiten“ erlebt hat, muss freilich nüchtern bekennen: im Vordergrund
stand meist ein äußeres Bekenntnis zur christlichen Lebensordnung, Beichten, im
Sinne von Umkehr, sind Perlen. Sie sind Wunder der Gnade und werden auch der
Gesetzlosigkeit dieser Zeit widerstehen. Sie dürften in dieser Zeit nicht
geringer sein als in „besseren Zeiten“ – GOTTES Gnadenwirken ist nicht auf
bestimmte Zeiten festzulegen. Auch wenn die charismatische Bewegung bewusst nach
dem HEILIGEN GEIST greift, der „GEIST, weht wo ER will!“ Es ist nicht von
ungefähr, dass dort, wo der Anruf der Busse aufgenommen wurde, auch die meisten
Bekehrungsbeichten geschenkt werden: Beispiel dafür ist Medjugorje. Dort finden
sogar die noch zur Beichte, die der Kirche bewusst den Rücken gekehrt haben.
Beichte und Gespräch
Wie von selbst hat es sich
gefügt, dass unsere Beichtstühle leer bleiben, während das Beichtgespräch nach
vorne getreten ist. In der Gesetzlosigkeit dieser Zeit braucht der Mensch von
heute, der im Glauben noch sucht, Hilfe durch Einen, der in der Gnade GOTTES zu
solcher Hilfe bereitet ist. Die geistliche „Begleitung“ auch durch einen Laien,
ist hier in den Leerraum vorgestoßen, den als erster der Priester füllen sollte.
Erst wenn der Suchende in seinem Herzen GOTT begegnet ist, kann er aus diesem
Herz heraus fragen: was GOTT von IHM erwartet. Wer umgekehrt arbeitet, wird in
dieser Zeit kaum Frucht bringen, Der Sturm wird ihn verwehen. Das gilt selbst
dort, wo der Mensch durch äußere Wunder im Augenblick aufgewacht ist. Er muss
dieses Wunder durchdringen auf den je einmaligen Anruf GOTTES, der im Wunder auf
ihn fällt. Er muss ihn wachsen lassen, schützen, stärken – wenn er bleibende
Frucht der Bekehrung bringen soll.
Doch: „Wo bist du, Adam?“
Wo kann GOTT den Menschen
noch ansprechen? Der Zwang, sich in die vorgegebene Gesellschaftsordnung
möglichst reibungslos einzufügen, wird durch das „Überhandnehmen der
Gesetzlosigkeit“ = Anarchie verschärft und führt endlich auch im Westen zu einer
ähnlichen Reglementierung des Lebens wie in den kommunistisch geführten Staaten.
Der Mensch kann dem Nächsten nur in vorgegebenen sozialen Kadern begegnen, eine
persönliche Begegnung wird immer schwerer. Die Vermassung des Menschen ist nicht
mehr aufzuhalten. Auch die Kirche ist in diesen Sog hineingerissen. Sie hat es
nicht leicht, einen Restbestand von verbindlicher Ordnung in der tödlichen
Spannung von Tradition und Moderne zu erhalten. Sie ist in Gefahr, Normen zu
setzen, die einer persönlichen Begegnung mit GOTT entgegen stehen. In diesem
Lichte gilt es die Episode der Begegnung JESU mit dem Grossinquisitor in den
„Brüdern Karamassow“ zu sehen, der JESUS
auf den Scheiterhaufen schicken will, weil er solcher sichernden Ordnung nicht
zustimmt.
Wie ist der noch
anzusprechen, der sich hinter vorgegebenen Formen religiösen Verhaltens
(zueinander wie zu GOTT) verbirgt? Wer im Lärm dieser Zeit nicht schwerhörig
geworden ist, muss notwendig den klagenden Ruf GOTTES nach dem Sündenfall im
Paradies hören: „Wo bist du Adam“. Die gescheite Behauptung: „GOTT ist tot!“ ist
ein stummer Angstschrei, der aus nicht wenigen Herzen aufsteigt. Die Angst vor
diesem GOTT, der sich entzieht, aber doch an Seinen Forderungen festhält, bringt
den Menschen dazu, sich vor IHM zu verstecken: in vorgegebenen Formen, hinter
dem „Bruder“ – denn das große Gebot der Stunde ist ja die „Nächstenliebe“. Sie
hat die Liebe zu GOTT geschluckt, auch wenn sie großzügig vorgibt, sie gerade
auf diese Weise am besten zu üben.
„Zwischen den Mühlsteinen
Zwischen den Mühlsteinen
einer rigorosen Tradition und einer schrankenlosen Moderne werden die Wenigen,
die ihren Weg zu GOTT zu finden versuchen, wie zermahlen. Und doch ist gerade
dies die ihnen von GOTT gebotene besondere Gnade, um die Mauern zu durchbrechen,
nicht in ihrer, sondern in Seiner Kraft, wenn sie nur „Tag und Nacht zu IHM
schreien!“ Was sich an „protestantischem Glaubensgut“ inzwischen in der
katholischen Kirche breit gemacht hat, greift unbewusst die Sehnsucht des
Menschen auf, dem persönlichen GOTT zu begegnen. Sie ist freilich so ohnmächtig,
dass sie nur so weit kommt, solche Möglichkeit dort zu fordern, wo sie sich
eingeschränkt fühlt. Dieser Forderung kommt heute ein religiöser Markt aus aller
Welt entgegen. Er führt den Menschen hinein in die babylonische
Sprachverwirrung. Ein Büchner schrie es schon im vorigen Jahrhundert von der
Bühne: „um den Anderen zu verstehen, müsste man ihm den Schädel aufbrechen!“,
nur noch ein Schritt zu Hitlers: „willst du nicht mein Bruder sein, schlage ich
dir den Schädel ein“.
Was hilft protestieren?
Wie kann der Mensch von
heute gegen den Wall von Unterdrückung durchbrechen zu Seinem GOTT? War das
nicht schon die Sehnsucht eines Luther entgegen einer Kirche, die dem Menschen
diesen Weg durch äußere Forderungen verbaute? Die Not ist wohl zu aller Zeit die
gleiche, nur kommt sie in unserer Zeit in apokalyptischer Weise zum Durchbruch.
Sie erinnert an die letzte Phase der Unterdrückung der Gefangenschaft Israels in
Ägypten. GOTT wartet auch heute auf „einen Moses“, um das Volk zu erinnern, dass
ER sehr wohl um diese Not weiß und daran denkt, sie zu durchbrechen, wenn der
Mensch nur auf dieses Angebot eingeht. Doch Vorsicht, warten wir nicht auf den
Moses von außen, er wird bald in der Gestalt des Antichristen aufstehen. Moses
muss in uns, in unserem Inneren werden, uns wecken, uns führen. Für diesen Moses
steht der hl. Engel.
Bedeutet
das, dass der Mensch den Anspruch der Kirche zugunsten einer persönlichen
Begegnung mit GOTT zurückstellt? Hier muss klar unterschieden werden. Der
einzelne Gläubige nimmt nur in Anspruch, was ihm von GOTT her in der Kirche
zugestanden ist. Im Gewissen ist er verpflichtet, einem Anruf GOTTES zu folgen
unter zwei Bedingungen: er soll kein Ärgernis geben und er muss sich nüchtern
bewusst sein, dass er den „sicheren Weg der Kirche“ verlässt.
Solches auf sich zu nehmen, ist für den durchschnittlichen Gläubigen eine
Überforderung. Sie liegt auf der Höhe der Seligpreisungen.
Eine „neue Vermittlung“?
Doch fragen wir nüchtern:
hat der einzelne Gläubige eine Möglichkeit, GOTT direkt zu begegnen, wie es
Protestanten so leichthin zu behaupten scheinen? Der Weg der Vermittlung ist
schon vor CHRISTUS philosophisch als einzige Möglichkeit gewiesen worden, dem
unerreichbaren GOTT zu begegnen. JESUS CHRISTUS hat als der von GOTT gesandte
VERMITTLER die Brücke geschlagen, Vermittlung wird durch IHN zum katholischen
Weg, er will unsere Mitarbeit, unsere, der hl. Engel, ja der stummen Schöpfung.
Wie es im AT wenigsten zu erahnen ist, ist er über die hl. Engel zur Erde
hernieder gestiegen; Zeichen dafür ist der „Engel GOTTES“, der immer wieder die
Wegetappen dieses Abstieges kennzeichnet, nicht zuletzt die hl. Engel auf dem
Hirtenfeld, die das Kommen des Messias im „Gloria“ verkünden.
Dort wo JESUS leichthin
zum „Bruder des Menschen“ wird, in Gleichstellung zu IHM, Seiner göttlichen
Herkunft vergessend, erinnert uns der hl. Engel an diesen bedeutsamen
Unterschied, wenn wir IHM wahrhaft begegnen wollen. Genau dieser Engel erinnert
den Menschen auch an seine je eigene Berufung im Mystischen Leib der Kirche und
gibt ihm die Kraft dazu, ähnlich wie dem HERRN auf dem Ölberg, zu dieser
Berufung zu stehen gegen alle Mächte von oben und unten.

„Zur Botschaft des „br. angelicus“
Die bisher 10 Offenbarungen des hl. Erzengel
Gabriels an „br. angelicus de angelis“dürfen
wir nicht mit so manchen anderen Offenbarungen in eine Reihe stellen. Sie ruft
uns zur Rechenschaft im Blick auf die Geheime Offenbarung. Schauen wir deshalb
zuerst auf die Schrift! Die erste wohl wichtigste Unterscheidung, die sich hier
aufdrängt, ist der Bezug St. Gabriels zu dem Propheten Daniel und zur Geheimen
Offenbarung als „Engel mit dem Buch der Rechenschaft“.
Und ich sah: Ein anderer gewaltiger
Engel kam aus dem Himmel herab; er war von einer Wolke umhüllt, und der
Regenbogen stand über seinem Haupt. Sein Gesicht war wie die Sonne, und seine
Beine waren wie Feuersäulen. 2 In der Hand hielt er ein kleines, aufgeschlagenes
Buch. Er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken auf das Land…… 6
Er schwor bei dem, der in alle Ewigkeit lebt, der den Himmel geschaffen hat und
was darin ist, die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin ist: Es
wird keine Zeit mehr bleiben,7 denn in den Tagen, wenn der siebte Engel seine
Stimme erhebt und seine Posaune bläst, wird auch das Geheimnis Gottes vollendet
sein; so hatte er es seinen Knechten, den Propheten, verkündet (Offb 10,1-7).
St. Gabriel kommt bei den
Erscheinungen in Fatima ähnlich wie ULF aus dem Licht. In Fatima geht den
Erscheinungen des hl. Engels wie der MUTTER wie ein Lichtblitz voraus. Je reiner
das Herz eines Menschen ist, umso weniger wird er über dieses andere Licht
erschrecken. GOTT ist LICHT. Ob MARIA, ob der hl. Engel, ob ein Heiliger, sie
sind Boten GOTTES und erinnern uns durch ihr Lichtsein, dass auch wir erdhaften
Menschen ins Licht GOTTES gerufen sind. Er steht nicht für sich selbst, wie wir
es tun, sondern im Auftrag GOTTES, der MUTTER, als Ratgeber, großer Bruder, um
zu helfen. Die hl. Engel sind von Anfang an den Menschen, die das Heil erben
sollen, zur Hilfe geschickt.
Wie sehr hat der Böse
unseren mangelnden Glauben genützt, um ihr Bild zu verzeichnen, es lächerlich
oder fremd machen! In der 10. Offenbarung, wo St. Gabriel den Seher
zurechtweist, geht er lächelnd auf ihn zu. Bis zuletzt steht seine Sendung im
Dienst der Menschwerdung des WORTES, auch jetzt, wo sie ins Licht der Geheimen
Offenbarung tritt und das Gericht ankündet. Das „Geheimnis“, das sich vollenden
soll, (vgl. Offb 10, 7), ist das der Menschwerdung kraft der bleibenden
Gegenwart JESU in der Hlst. Eucharistie. Immer deutlicher steht es im Zeichen
des endzeitlichen Kampfes gegen die Mächte der Finsternis und fordert zu
Gewissenerforschung und letzter Entscheidung. Was haben wir mit diesem Geheimnis
gemacht? Unsere Antwort entscheidet über Unheil oder Heil des Menschen!
Tiefer müssen wir im
Glauben stehen, sonst wird uns der Sturm des Bösen verwehen! Mahnend ist das
Wort „Bleiben“, das St. Gabriel immer neu unterstreicht. Es findet sich nicht
nur beim hl. Johannes, dem Evangelisten, mehr als bei den anderen Evangelisten,
es weist zurück auf die Propheten, Isaias und Jeremias. Von ihm hängt die
Verheißung ab, „im Land bleiben zu dürfen“, das GOTT den Juden verheißen hat.
„Wer nicht glaubt, wird nicht bleiben“ ist wie eine Zusammenfassung der vielen
Zitate! Der gemeinsame Wortstamm dieser beiden Worte „glauben“ und „bleiben“ im
Hebräischen bestätigt dies! Der Glaube muss zum Fels werden, das wird auch in
der Verheißung JESU an Petrus bestätigt. Wie sehr verwässert wurde er durch
unser Besserwissen!
Die 10. Botschaft an den
Seher will dies unterstreichen: „Begreift doch, dass ihr den Weg des Glaubens,
den WEG EURES LEBENS
nur im Glauben selbst, als IM LEBEN findet. „Glauben“ und „Leben“ werden in eins
gesetzt. Erst im gelebten Glauben wird die Wahrheit der Frohbotschaft bestätigt,
das ist die Forderung der Weltstunde, in der wir stehen. Ein Glaube, der es
besser wissen will, spaltet sich fortschreitend in Sekten, Ideologien. Ihr
gemeinsamer Nenner ist: Unduldsamkeit und Streit, so fallen sie dem Feind
anheim. Wo der Glaube als Zeugnis in CHRISTUS gelebt wird, hört die Spaltung
auf.
Das lebendige Zeugnis wird
zum Fels, der im Sturm besteht! Hinter Spaltung steht der erste Spalter, der den
Sturz der Engel auslöste. Wer unter den hl. Engeln kann uns hier besser weisen
als die hl. Erzengel mit St. Gabriel in der Mitte? Schon in der Anrede an MARIA
trifft er das Tiefste im Menschen. Er gibt unserer Gewissenerforschung ein
Schwert der Scheidung in die Hand, das die Verwirrung dieser Zeit im Licht der
Menschwerdung wie mit einem Blitz durchschneidet. Er lässt uns auch heute
erkennen, wie sehr die Menschheit in Gefahr ist, zur Beute des Spalters von
Anfang an, zu werden.
Weil CHRISTUS Mensch
geworden ist, muss unser Leben bis in den Alltag anders werden. Die Gnosis aus
dem Osten stachelt an zur Neugier, der Glaube weist uns in den Kampf. Weil er
immer undurchsichtiger und härter wird in der Wüste unserer Zeit, brauchen wir
das Licht und die Kraft des Engels, um zu bestehen. An jedem Ort, zu jeder Zeit,
unter gleich welchen Umständen will uns der heilige Engel durch das Licht GOTTES
den Weg weisen. „Ihr müsst nur leben, leben!“
Leben in Einheit mit dem hl. Engel, der keinen Augenblick sein Auge von GOTT
abwendet. Jeder Schritt unseres Lebens muss in der Gewissenserforschung vor GOTT
bestehen können.
Sie ist nicht nur
nüchterne Voraussetzung einer fruchtbaren Beichte, sie muss immer neu unseren
Lebensweg erhellen. Der hl. Ignatius von Loyola hat sie in das Fundament seiner
Exerzitien eingebaut. Je mehr wir sie in jedem Augenblick leben, umso näher
kommen wir GOTT und in GOTT dem Nächsten. So streng wir im Geschäftlichen
abrechnen und der Prüfung stehen müssen, so sehr wir im Sport trainieren, so
sehr ist uns diese Übung nach Innen verloren gegangen. Der hl. Engel ist uns
hier unentbehrlicher Helfer, die Verwirrung des Geistes tastet ihn nicht an. Die
Beichte ist nur dort verloren, wo sie keine Frucht bringt. Der Mensch wird nie
Engel, doch das Licht, die Einheit mit dem hl. Engel, hilft ihm, dass er sich
vollende als Kind des Lichtes. Nur im Licht GOTTES können wir den hl. Engel
recht verstehen. Er ist geschaffenes Licht vom ungeschaffenen LICHTE GOTTES.
Diesem Licht ist der arme
Sünder, der sich nach dem Licht ausstreckt, näher als der besser wissende
Fromme! GOTTES Erbarmen setzt wie am Anfang an bei den Einfältigen, den an den
Rand Gedrängten, den Kindern. Der HERR erinnert: „Wer meine Lehre tut wird
erkennen, dass sie wahr ist. „Lebst du das, was du glaubst bis in die letzte
Konsequenz?“, vgl. Jo 6,45 par. Wir sind zur Heiligkeit berufen, jeder von uns
auf seine Weise; damit sind wir nie am Ende. Immer bleiben wir unnütze Knechte!
Hellsichtig hat Romano Guardini in seinem Buch „Das Ende der Neuzeit“ darauf
hingewiesen, dass der Glaube sich der Wirklichkeit stellt, so wie sie ist, statt
sie nach eigenem Verstehen und Willen umzuformen. Sich selbst im Glauben als
Norm herauszustellen, ist Kennzeichen der Pharisäer und
Schriftgelehrten. Mit ihnen rechnet der HERR unbarmherzig ab, auch wenn ihn dies
ans Kreuz bringt.
Wenn wir das Messer der
Unterscheidung an uns legen, müssen wir schmerzlich erfahren, wie wir bis in
unser Beten hinein unwahr geworden sind. An der Wahrhaftigkeit setzt der hl.
Engel als Erstes an. Was in seinem Licht nicht bestehen kann, muss fallen, nur
so werden wir wahr, wirklich werden vor dem, der die Wahrheit, die Wirklichkeit
ist. Unser hl. Schutzengel hat diese harte Prüfung am Anfang bestanden, wer
könnte uns besser und nüchterner führen? Geschickt hat sich der gefallene Engel
schon bei Eva an seine Stelle gesetzt, um den guten Engel abzudrängen. Es gelang
damals, wie es heute über die ganze Erde hin gelingt. Nur mit Seelen, die dieser
Engelprüfung stehen, kann GOTT neu anfangen. Vergleichen wir dazu das harte Wort
an die siebte Gemeinde in der Geheimen Offenbarung:
14 An den Engel der
Gemeinde in Laodizea schreibe: So spricht Er, der «Amen» heißt, der treue
und zuverlässige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: 15 Ich kenne deine
Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! 16 Weil du
aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien. 17
Du behauptest: Ich bin reich und wohlhabend, und nichts fehlt mir. Du weißt aber
nicht, dass gerade du elend und erbärmlich bist, arm, blind und nackt. 18 Darum
rate ich dir: Kaufe von mir Gold, das im Feuer geläutert ist, damit du reich
wirst; und kaufe von mir weiße Kleider, und zieh sie an, damit du nicht nackt
dastehst und dich schämen musst; und kaufe Salbe für deine Augen, damit du sehen
kannst.
Wo die Verwirrung überhand nimmt, kann
nur das „geläuterte Gold“ des gelebten Glaubenszeugnisses die Dunkelheit
erhellen. Wo leuchtet es reiner als bei den Heiligen und den hl. Engeln, die die
Prüfung des Lebens bestanden haben! Der Feind ist Meister im Mischen von Licht
und Dunkel, er hat schon heute durch den Wohlstand die Menschheit im Schlepptau,
selbst die Kirche will er umpolen. In der Prüfung, in der wir schon jetzt
stehen, wird dies schonungslos offenbar. GOTTES Barmherzigkeit muss darauf
drängen, dass der ganze Mensch IHM antworte und nicht nur ein religiöser
Lebenserhaltungsinstinkt.
In der 10. Botschaft erscheint der hl.
Erzengel zum ersten Mal zur Neige des Tages. Der Seher erwartet ihn seit dem
frühen Morgen, wo er sonst immer erschien. Die Zeit weist auf die letzte
liturgische Hore des Tages, die unsere Gewissenerforschung verlangt. Der Seher
wird vor einem falschen Schritt gewarnt, dem wir täglich neu zu Opfer fallen:
„hinaus“ zu gehen, statt zuerst nach Innen zu bauen. Die Warnbotschaften unserer
Tage hängen oft schon am nächsten Tag an der Wäscheleine! Wie sehr fehlt uns
nüchterne Prüfung in der Unterscheidung der Geister. Wer kann besser helfen als
der hl. Engel?
GOTT ist das Innerste unseres Inneren, mahnt
uns der hl. Augustinus. Nur noch in einem GOTT liebenden Herz ist fester Boden,
Fels! Hier begegnen wir dem GOTT, der unser Leben wahr macht. Allgemeine
Wahrheiten sind im besten Falle Wegweiser zum Ziel, doch GOTTES Liebe will den
Einzelnen treffen und wie Saulus vom Pferde des Besserwissens stürzen. ER will
auch in Dir Mensch werden, in einmaliger Weise. Wie leuchtet dieses Geheimnis in
St. Gabriels Verkündigung an MARIA auf! GOTT allein kann es wirken, dass wir
Neue Menschen werden in einer Welt, die den Tod gewählt hat. Auch in MARIA ist
die Menschwerdung noch nicht vollendet, bis sie mit geholfen hat, den letzten
Menschen, der glaubt, heim ins Licht zu bringen. Dies ist das tiefere Geheimnis
der Marienerscheinungen seit Beginn der Neuzeit. Im Endkampf stehen sich nach
der Geheimen Offenbarung 12 das Zeichen MARIENS und das des Drachen gegenüber!
Wo der hl. Engel wieder aus der Versenkung, in die ihn der
Unglaube gebracht hat, auftaucht, müssen wir aufhorchen.
GOTTES Erbarmen hat nicht wenige neue Lichter
in der Kirche unserer Tage angezündet, um den Suchenden den Weg zu weisen.
Werden sie im Feuer des Kampfes die Prüfung bestehen? Prüfung muss kommen, nicht
nur in der letzten Stunde für jeden von uns, sondern schon hier und jetzt. Wo
immer die Wahrheit GOTTES den Menschen getroffen hat, wird CHRISTUS
neu Mensch! Das ist der Anruf an uns in der Botschaft an Br. angelicus. Sein ist
vor dem Tun. Im Schweigen und Gebet wird das Neue Leben. Die Krise des Gehorsams
kann nicht durch Gebote oder Nachgeben gelöst werden, sie verlangt die Antwort
des größeren Glaubens: „Was sagst du dazu?“ Willst Du mit Pilatus antworten:
„Was ist Wahrheit?“
„Nur im Augenblick könnt ihr erkennen. Nur in
diesem Moment ruhend könnt ihr GOTTES Stimme hören, da das Jetzt des Lebens aus
GOTT kommt und unvergänglich ist. … Im Licht des Augenblicks lässt sich für den
Geist alles prüfen!“ ….In GOTT ist die Vergänglichkeit unvergänglich. In jedem
Augenblick ist Alles. Dieses Geheimnis führt euch hin zur Empfängnis, wo in
einem Augenblick Alles geschieht. Dieses Geheimnis führt euch hin zum Kreuz….zur
Auferstehung. Erhebt das Kreuz, das große Siegeszeichen und vertraut!“
Menschwerdung und Kreuz sind nicht zu trennen. Wenn dies in aller Verwirrung des
Geistes der Mensch erkennen darf, ist das nicht reines Wunder der Gnade? Was
sind die Wunder der Krankenheilung dagegen? Sie sind nur Wegweiser, den Weg in
Wahrheit zu gehen. Es ist heute jedem Einzelnen aufgegeben, oft in einer
Einsamkeit, die an die der Armen Seelen im Fegfeuer erinnert, seinen Weg mit
GOTT zu finden. Die Vernetzung der Menschheit ist ein verzweifelter Versuch,
dieser Forderung GOTTES zu entgehen.
Wie sehr muss der Mensch, der sich eine
Traumwelt gebaut hat, bis in den Alltag hinein erfahren, dass er dem Kreuz nicht
entrinnt. Wo das äußere Elend weggeräumt wurde, bricht das innere Elend des
Menschen nur noch schmerzlicher auf. Lasse GOTT in der Armut des Geistes innen
anfangen und von dort nach Außen wirken. Versuche nicht mit Gewalt, deine
„Wahrheit“ durchzusetzen! Sie führt zu Deiner und der Menschheit Zerstörung. Die
Wahrheit des christlichen Glaubens ist Bekenntnis zum Leben, wo immer Einer
darum ringt, ganz zu werden, ist er auf dem Weg und wird zum Lichte finden, wenn
er nicht auf dem Weg erlahmt.
Wie sehr ist uns auch hier nicht nur der
HERR, sondern auch MARIA und die Heiligen Vorbild. Du selbst musst Vorbild
werden, nach dem Bild, das GOTT von Dir im Herzen trägt. Nur in Seiner Gnade
kannst Du es einholen.
Nur so kannst Du GOTT verherrlichen und Deine
Mitbrüder retten. Wer kann Dir hier besser helfen als der hl. Schutzengel, dem
aufgetragen ist, Dir beizustehen, diese deine Berufung zu erfüllen? Er trägt sie
bildlich in seinem „Herzen“ und wird alles unternehmen, sie zu erfüllen. Wenig
wissen wir von dem schweren Kampf, in den die hl. Engel in dieser Zeit gestellt
sind, mehr als je vorher, da noch die Geleise des Glaubens gelegt waren. Nicht
durch Weltverbesserung aus menschlicher Hand kann die Erde neu werden, sondern
nur in der Prüfung des Kreuzes, wie sie der HERR, Seine Mutter und die Heiligen
gelebt haben. Nur im Kreuz kann sich das Wort der Offenbarung erfüllen: „Siehe
ICH mache Alles neu!“ Im Kreuz sind Engel und Mensch gerufen, mit GOTT eins zu
werden. In der Kraft dieser Einheit wird der ungleiche Kampf gegen die
„Übermacht“ des Feindes entschieden!
Die Neu - Evangelisierung kommt nicht durch
das Wort, sondern durch das Beispiel unseres Lebens, unseres Seins in GOTT. Es
muss schon, bevor wir das Wort der Botschaft sprechen, aufleuchten und den
Bruder dort treffen, wo auch in ihm das Geheimnis seines GOTTESrufes liegt. Sein
Licht muss wie bei Paulus das Geheimnis der Gegenwart GOTTES in uns wecken,
entzünden, zum Brennen bringen. Dies ist im Bild der „Fackel“ gedeutet, die
jeder „Bruder“ nach Weisung St. Gabriels tragen soll.
Nur GOTT, der mit Engel und Mensch und Schöpfung eintritt in den letzten Kampf
gegen den Widersacher, kann die letzte Scheidung von Licht und Finsternis
herbeiführen. In Fatima leuchtet dieses Bild in seiner trinitarischen Zuordnung
auf: Wir müssen sein „Kind“, im Verhältnis zum VATER, Geopferter im Verhältnis
zum SOHN, „Engel“ im Verhältnis zum Geist, dadurch dass wir uns vom hl. Engel im
Willen GOTTES führen lassen!
Das Licht des Engels sucht die Lichtsucher, um sie ins Licht GOTTES zu heben.
„GOTT ist LICHT“, und auch dem Menschen ist verheißen, über den hl. Engel Licht
zu werden: „In IHM (GOTT) war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen“,
Wort des hl. Johannes im Prolog. Dieses Licht soll über den hl. Engel und den
GOTTgeeinten Menschen in das Dunkel einer GOTT verneinenden
Zeit eindringen. Es bindet über den Menschen, der bekennt, zurück an das erste
Wort GOTTES über die Schöpfung: „Es werde Licht!“ (Gen 1). Da unser menschliches
Licht arm und unbeständig ist, muss es sich mit dem Licht unseres hl. Engels
verbinden, um die Finsternis der Welt zu durchdringen, um steinerne Herzen zu
öffnen. In dieser verheißenen Einheit wird GOTTES- und Menschliebe eins werden
und die überzeugen, die nach dem Licht ausschauen.
Die Geheime Offenbarung ist nicht mehr
Verkündigung des Wortes, sondern Gericht durch das Licht des Engels, das nicht
mehr wie einst über den Hirten aufstrahlt, sondern eindringt bis in die Tiefen
unseres Menschseins. Schon heute lebt die Kirche in der Zerstreuung. Die
Gebetsgruppen sind dafür deutliches Zeichen. Die administrative Struktur der
Kirche greift nicht mehr. Die hl. Engel werden „aus allen vier Winden“ alle die
in den Versiegelten Gemeinden zusammenführen, die GOTT allein suchen. Von dort
wird das Licht der Frohbotschaft mehr als Licht als im Wort ausstrahlen, um die
Finsternis zu erhellen. Dies wird deutlich im Wort an die „Sieben Gemeinden“
(Offb. 2,1-3,22). Sie sind gerufen das endzeitliche Antlitz JESU in siebenfach
verschiedener Weise (= im HEILIGEN GEIST) hinein zu strahlen in das Dunkel einer
Welt die in Uneinigkeit und Krieg sich selbst zerstört.
Das Angesicht JESU im Turiner Leichentuch wie in der Perlseide von Manupello,
bezeugen, wie sehr uns Sein Antlitz in dieser Zeit zu Heil oder Gericht wird. Es
soll nicht unsere Neugier nach GOTT befriedigen, es soll sich in je
einzigartiger Weise jedem Glaubenden einprägen bis in die Tiefe seiner Seele. Es
muss sich die Verheißung von Gen. 1, 27 erfüllen: Gott
schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.
Sie verheißt endzeitlich die Einheit
von Mann und Frau, die der Böse zu einem Zerrbild gemacht hat. Sie ist dem
Menschen als Prüfung im Kreuz aufgegeben auf dem Weg über die Erde. In ihr
leuchtet die Verheißung, dass am Ende GOTT selbst die Vielheit zur Einheit
bringt. Sie ist Bild der Gegensätzlichkeit von VATER und SOHN, am deutlichsten
in der Sterbestunde JESU am Kreuz. Sie leuchtet über den Sieben Gemeinden und
verheißt die Einheit aller Menschen guten Willens in der Kraft des HEILIGEN
GEISTES.
Die Einheit die der Böse den Menschen verheißt, löscht das Angesicht des
Menschen. Der Mensch wird administrativ eingeordnet, Sand am Meer! Die Einheit
der Vollendung in GOTT hebt durch den HEILIGEN GEIST das je verschiedene
Angesicht des Menschen hervor.
Wo die Kirche wie jeder einzelne Gläubige sich wie die Gemeinden richten lassen,
finden Kirche wie der Einzelne ihren Ort in GOTT und damit ihre je eigene
Prägung in GOTT. Von den „Sieben Gemeinden“ aus strahlt die letzte
„Verkündigung“ über die Welt, die auch noch die Fernsten erreichen wird, wenn
sie nur das Licht suchen.
Das Geheimnis der verheißenen Wandlung des
Menschen hinein in GOTT, das schon hier beginnt, muss wachsen in der Stille, im
tiefen Schweigen vor GOTT, wie es uns MARIA vorgelebt hat. Kraft
der Miterlösung wie der Gnadenvermittlung wird sie zur Gehilfin JESU in diesem
heiligen Werk der Vollendung, das in der Verkündigung durch St. Gabriel begann.
Nicht Bücher brauchen wir, nicht Internet, nicht gescheite, menschliche
Belehrung, sondern die Sehnsucht des reinen Herzens, das nicht aufhört, das
Licht GOTT zu suchen. Hier liegt die Hoffnung auf den Einen Glauben der
verschiedenen Religionen, der verschiedenen Menschen. GOTT allein kann es
vollbringen, wenn wir im Schweigen wieder hören lernen, horchen und gehorchen –
arm, lauter und getreu!. Dies ist das kleine ABC der Verheißung!
Dank sei Dir St. Gabriel, Bote des
Allerhöchsten, dass Du den Kleinen offenbarst, was den Großen verborgen bleiben
muss!
MARIA, Braut des HEILIGEN GEISTES,
Königin der hl. Engel,
Du wirst es in der Gnade GOTTES mit Deinen
Kindern vollbringen!
Lobpreis in Ewigkeit der Hlst.
DREIFALTIGKEIT!
AMEN

Wo der Mensch von GOTT
wegschaut, verliert er sein Angesicht und wird dem gefallenen Engel gleich, der
vor GOTT nichts ist, keinen Namen mehr hat. Die Vermassung des Menschen in
unserer Zeit, der Verlust des Glaubens im einst christlichen Abendland lassen
erkennen, dass der Feind seine letzten Kräfte einsetzt, um das Angesicht des
Menschen zu zerstören.
In wunderbarer, ungeahnter
Weise kommt GOTT dem Menschen in dieser Not entgegen: er erinnert ihn nicht nur
daran, dass ein Schutzengel ihn begleitet, der den ewigen Namen des Menschen in
sich trägt, ohne ihn zu kennen, er sendet mit und durch MARIA alle hl. Engel zur
Hilfe, um inmitten des Verfalls die GOTTESstadt als Vollendung der Kirche
aufzubauen. Wo die sichtbare Ordnung christlichen Lebens verfällt, weil sie
nicht mehr vom lebendigen Glauben getragen ist, schaut GOTT auf die kleine
Herde, die zu IHM schreit Tag und Nacht, dass ER sich unser erbarme. Und er
schaut auf jeden Einzelnen von ihnen, denn nur mit behauenen Steinen kann er neu
aufbauen.
In Einheit mit dem hl.
Schutzengel kann der Gläubige immer deutlicher erkennen, wozu ihn GOTT gerufen
hat. Er findet auch im Zusammenbruch aller Ordnungen seinen Platz und wird so im
Sandsturm dieser Zeit Oase und Stütze für alle, die sich nach GOTT ausstrecken.
Mehr unsichtbar, als sichtbar baut sich so
eine Kirche auf, in der GOTT wieder in der Mitte ist und uns durch Seine
Gegenwart untereinander verbindet. Die Einheit von GOTTES- und Nächstenliebe
wird zum Kennzeichen der „kleinen Herde“: „Seht, wie sie einander lieben!“ Der
hl. Engel wird uns nicht nur helfen, in allem zuerst auf GOTT zu schauen und IHN
anzubeten, er hilft uns auch, im Nächsten den HERRN zu erkennen und mit ihm im
Hl. GEIST eine Gemeinschaft aufzubauen, die Zeugnis gibt für Seine Gegenwart
unter uns.
Der Weg zu dieser
Gemeinschaft ist uns durch MARIA vorgezeichnet. In ihr hat sich schon im Anfang
die Urkirche gefunden und aufgebaut. Unterschied zu diesem hl. Anfang ist, dass
der hl. Engel mit in sie hinein gerufen ist. Er ist nicht mehr nur Begleiter und
Schützer des Menschen, er will in und mit ihm das Reich MARIENS aufbauen, das
dem Reich CHRISTKÖNIGS vorausgeht, wenn ER als Richter kommt. Voraussetzung ist,
dass der Mensch in der Verwirrung dieser Zeit sich nicht auf sein eigenes Wissen
und Können stützt, sondern wie im Anfang Alles von GOTT erwartet. Wissen und
Können auf nur menschlicher Ebene fällt dem Bösen anheim. Der Bußruf Johannes
des Täufers: „Macht eben die Berge, füllt aus die Täler“ ergeht, vermittelt durch den hl. Engel, zuerst an den
einzelnen Gläubigen.
Er ist nicht zuerst ein
Ruf zu einer allen verbindlichen Moral (wie es die Sekten fordern), sondern
Anruf, die je eigene, unverwechselbare Berufung zu leben, die GOTT jedem
Gläubigen schon in der Taufe ins Herz gelegt und in der Firmung gestärkt hat.
Das Bild von den je
verschiedenen Steinen im Bau der Kirche will dies unterstreichen. Jeder Christ
muss als ganzer Mensch das sein, was GOTT von ihm erwartet. St. Ignatius
unterstreicht diese Wahrheit: „Wenn du dich bekehrst, wird die Welt sich
bekehren!“ Nicht mehr das Wirken des Menschen steht im Vordergrund, sondern
seine Bereitschaft wie MARIA in jeder Lage zu wiederholen: „Siehe ich bin die
Magd des HERRN“ Auf diesem Wort, dass den ganzen Menschen fordert, baut sich
durch jeden Einzelnen, der ihm nachfolgt, das Reich MARIENS auf. Wo es
Wirklichkeit wird, kommt der HERR, zu richten die Lebenden und die Toten.
Nicht zuerst einer äußeren
Ordnung ist der Mensch verpflichtet, sondern seiner je einmaligen Berufung, die
sich ins Ganze einordnen muss. Vorbild ist hier der hl. Engel, der in seiner
Aufgabe allzeit vor GOTT steht, eingefügt der Ordnung der Hierarchie. Berufung
ist Charisma, sie meint zuerst den Einzelnen und bereitet ihn zugleich für seine
je einmalige Aufgabe in einer Gemeinschaft und für sie. GOTTES Weisheit hat sie geschaffen und wird sie am Ende
einfordern. Dies ist schon in der Lehre des hl. Paulus über den Mystischen Leib
der Kirche und die ihm zustehenden Dienste zu erkennen. Ich kann in der Kirche
nur heilig werden, wenn ich diesen Dienst, den GOTT auf mich gelegt hat,
vollkommen erfülle.
Nur so kann der Gehorsam
in der Kirche wieder neu wachsen. Die Krise des Gehorsams in der Kirche ist
Gericht. Sie ist administrativ nicht einzufangen, sie verlangt zuerst den
Gehorchenden. Dies setzt voraus, dass er Einen gefunden hat, dem er gehorchen
kann, Der Missbrauch der kraft einer behaupteten, statt einer auf GOTT
durchsichtigen Autorität auf der Kirche lastet, muss gesühnt werden. Denken wir
nur an das schneidende Wort aus der Apostelgeschichte: „Man muss GOTT mehr
gehorchen als den Menschen“ (Apg 5, 29). Die Krise des Gehorsams geht bis in die
Familie.
Wo Einer nur mitschwimmt
verliert er sein Angesicht. Verantwortung der Kirche ist, in heiliger Ehrfurcht
die Berufung ihrer Glieder aufzunehmen, zu fördern und ihr den rechten Platz im
Ganzen des Mystischen Leibes zuzuweisen. Danken wir GOTTES Vorsehung, dass die
letzten Päpste vor aller Welt bekannt haben, dass die Menschenrechte nur in
JESUS CHRISTUS einen festen Boden haben. Selbst in den Massenveranstaltungen
unserer Tage geht der Ruf zur Nachfolge an jeden Einzelnen. Nie kann die
Ohrenbeichte durch einen Bußgottesdienst mit allgemeiner Lossprechung ersetzt
werden. Die Prüfung in der wir stehen, verlangt die klare, unverwechselbare
Antwort jedes Einzelnen vor GOTT.
Im Bild der Ölbergprüfung
JESU ist jeder Christ unserer Tage angesprochen. Der VATER hat sich
zurückgezogen, damit der SOHN in Seinem Menschsein in der Prüfung stehe, für
jeden Einzelnen wie für die ganze Menschheit. Das ist die Not, die der wahrhaft
Gehorchende mit dem HERRN durchstehen muss. Das Übermaß dieser Last wirft den
HERRN, aber auch uns zu Boden. Ein Engel kommt, um IHN zu stärken. Nur gestärkt
durch den Kelch, den der hl. Engel uns reicht, werden auch wir bestehen. Der
nachgesprochene Glaube genügt nicht, wir müssen Bekenner werden, bereit zum
Martyrium der Passion. Die Kinder von Fatima, geführt und durchdrungen vom Gebet
des hl. Engels, haben es uns vorgelebt.
Einzeln werden sie geprüft, nicht nur auf ihr je persönliches Ja zu GOTT,
sondern ebenso in der Bereitschaft füreinander einzustehen und sich der Kirche
einzufügen. Wie hart wurde ihnen, wird ihnen und uns diese Prüfung: wo ist noch
echte Autorität, der wir vertrauen können?
Die Kirche soll
endzeitlich als Familie das Geheimnis des Dreieinigen GOTTES leben als Kind im
Verhältnis zum VATER, geopfert im Verhältnis zum SOHN und eins mit dem hl. Hl.
GEIST, dann werden die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen. Sie hat als
„Familie“ begonnen, als Familie muss sie neu werden. Die Gesetze der Schöpfung
werden missachtet es fehlt die Ehrfurcht schon vor der Schöpfung. Sie dient nur
als Steinbruch. Ungläubige werden uns zu Anklägern und bestätigen das Mahnwort
des HERRN „Die Kinder der Welt sind klüger als die Kinder des Lichtes!“ Ohne die
Hilfe des Glaubens, wird freilich bald offenbar, dass bald aus erster guter
Erkenntnis eine Religion, ja ein Geschäft gemacht wird. Der Christ ist vor ihnen
zum Gehorsam verpflichtet gegenüber GOTT und dem Nächsten und der Schöpfung. In
diesem dreifachen Gehorsam steht auch der hl. Engel, der uns als treuer
Begleiter auf der Pilgerschaft über die Erde gegeben ist. Wir müssen Familie
werden mit der materiellen wie der unsichtbaren geistigen Schöpfung GOTTES, um
Sein Angesicht zu tragen.
Die Kinder der Welt sind
uns vorausgegangen und haben die Kirche wie eine Sekte an den Rand zu drängen
versucht: wir müssen nachholen in der sozialen Frage, in der Ehrfurcht vor der
Schöpfung, in der Erkenntnis des hl. Engels und dabei den Blick auf das Ganze
nicht verlieren, wie es in der Welt geschieht. Da wir schlafen ist der Feind
eine Stunde vor uns aufgestanden ist, um das, was den Menschen als Gut
aufgegangen ist, zu verwirren und unbrauchbar zu machen. Die soziale Frage wird
zur sozialen Versklavung, die Ehrfurcht vor der Schöpfung zum Diesseitskult, dem
Blick auf den Engel fehlt die nüchterne Unterscheidung von Gut und Böse. Wer
steht hier nüchterne Antwort gegen alle Verwirrung des Geistes, gegen die
Übermacht der Gewalt? Nicht nur im Wort ist sie gefordert, sondern im Bekenntnis
unseres Lebens bis zum Martyrium.
Das Schwert der Prüfung
hängt über uns. Wenn morgen die letzten Ordnungen zusammen brechen, müssen in
der Gnade GOTTES einige Wenige als Säulen dem Ansturm des Feindes
entgegenstehen. In der sechsten und siebten Gemeinde der Geheimen Offenbarung
wird uns klare Antwort. Aus den Gemeindebriefen können wir ablesen, dass die
offene Verfolgung der die Kirche entgegen geht, eine neue Kirche schaffen wird,
die ihrer Berufung durch den DREIFALTIGEN GOTT würdig ist. Auch wenn wir jetzt
noch in der Zerstreuung leben, der HERR wird uns durch MARIA und die heiligen
Engel aus allen Winden zusammen führen.
Wer die Adventlesungen aus
den Propheten, besonders aus Isaias betrachtet hat, kann GOTT nur danken für
dieses Wort des Trostes, der Verheißung, der Stärkung, wie es uns in anderer
Weise die Geheime Offenbarung schenkt. Hier wird uns Licht in tiefer Nacht!
Verzage nicht „kleines Würmlein Jakob“!

1 Jo 1: 1:1 Was von Anfang
an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir
geschaut und was unsere Hände angefaßt haben, das verkünden wir: das Wort des
Lebens.
Wie im Evangelium geht
auch in seinem ersten Brief Johannes zurück auf GOTT als DEN ANFANG, als wollte
er damit sagen, wir finden nur dann den Weg zu GOTT, wenn wir auf IHN als DEN
ANFANG schauen. Dabei ist der Ansatz unser konkretes Leben. Von unserer
Lebenserfahrung müssen wir ausgehen, um betend zur Erfahrung GOTTES vorzustoßen.
Hier ist das erste Erkennen der Philosophie aufgenommen, wo sie nach dem Woher
des Lebens fragt. Nur als ganz persönliche Erfahrung wird die Erkenntnis des
Menschen von GOTT wirklich und vermag ihn zu wandeln. Johannes übersteigt das
nur spekulative, abstrakte Erkennen der Philosophen übersteigen in der Begegnung
mit dem Lebendigen GOTT, wie sie uns in der Person des MENSCHENSOHNES geschenkt
ist. Das wird auch in den Schritten der Erkenntnis deutlich, die hinzielen auf
das, was Johannes mit „Berühren“ meint.
Nach dem Wort Pauli: „ich
bin der Welt gekreuzigt und die Welt ist mir gekreuzigt“ geht alle Erkenntnis
über das Kreuz, dafür stehen die drei Sinne des Hörens, des Sehens, des Tastens.
Ihre Erfahrung muss im Glauben überstiegen werden. Im Betrachten öffnet sich das
Sehen zum Schauen. Schauend wird die Gestalt greifbar. Hier bringt Johannes den
Tastsinn herein, denn erst im Tasten wird das Gehörte und Gesehene Gestalt, dass
die Erkenntnis in ihm ruhen kann. Nur das, was ich
erfahren habe, kann ich weiter geben. Das Äußere ist Anruf, tiefer zu dringen.
In der Gestalt vollendet sich die schöpferische Kraft des Erkennens. Letztlich
ist GOTT es, der sie wirkt.
Das Hören geht weit
hinaus, es vermag Generationen zu durchschreiten. Erst dort findet es Klärung,
wo der SOHN GOTTES, vom VATER gesandt zu den Menschen spricht. Das Sehen beginnt
mit den äußeren Augen, doch es wendet sich nach innen, es baut auf dem Hören auf
und versucht zum Bild vorzustoßen. Im Schauen ersteht das Bild im Inneren des
Menschen. Doch erst wo der Mensch es betastet, vermag das Erfahrene tiefer in
den Menschen einzudringen und ihn zu verwandeln. Solche tiefere Erfahrung ist
mit dem Berühren angedeutet. Sicher denkt hier Johannes zuerst daran, dass er
selbst den HERRN berühren durfte, dass er an Seiner Brust lag, wie es keinem
anderen Jünger geschenkt war.
Von dieser Erfahrung ausgehend, vermag er im Prolog des Evangeliums den „Anfang“
aller Dinge in GOTT zu ertasten.
Dieses „Berühren“ heißt bei Johannes „Erfahren“. Nur wenn wir GOTT erfahren, ist
unser Herz getroffen, können wir Zeugnis geben von Herz zu HERZ. Weil Sein Herz durchbohrt ist, muss
notwendig auch unseres durchbohrt werden, nur so kann die Begegnung mit GOTT
Erfahrung werden, die unser Leben verwandelt.
Das Berühren ist, wenn es
über die drei vorhergehenden Stufen aufsteigt, nicht mehr nur ein sinnenhaftes,
in dem der Leib vorherrscht, sondern es ist im GEIST aufgestiegen zu einem
volleren Verständnis, das alle Sinne und Fähigkeiten aufnimmt und in den Dienst
GOTTES stellt: damit wir IHN erkennen im GEIST und der Wahrheit als das
FLEISCHGEWORDENE WORT, das unter uns Menschen gewandelt ist und im BROT
gegenwärtig bleibt. Diese Erfahrung wird von begnadeten Menschen bestätigt. Sie
geht über die den Leib zurück lassende Erfahrung der Mystiker hinaus, die nicht
selten in Gefahr ist das Geheimnis der Menschwerdung außer Acht zu lassen.
Verkündigung
1 Jo 1,2 Denn das
Leben wurde offenbart; wir haben gesehen und bezeugen und verkünden euch das
ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbart wurde. Die
Gerechtigkeit GOTTES, für die Johannes steht, verlangt, dass GOTT dem Menschen
so entgegenkommt, dass er IHN erkennen kann, nach dem Maß seiner
GOTTESerkenntnis wird er einmal gerichtet werden.
Das erste Bild von
GOTT, das dem Menschen aus dem Hören geschenkt ist, ist durch das Schauen und
noch mehr durch die Erfahrung GOTTES (das Berühren) gewachsen, es ist im
Menschen Wirklichkeit geworden, die er in sich und vor sich erkennen kann. Ihr
erster Ansatz liegt bei Johannes im „Sehen“, im Sehen wird das Gehörte auf seine
Wirklichkeit geprüft. Nur so kann der Mensch wahrhaft Zeugnis und das Erfahrene
weiter geben. Ausgehend von der Wirklichkeit, in der wir leben, greift es nach
der Wirklichkeit aller Wirklichkeiten: GOTT
und versucht den Hörenden in die erfahrene Bewegung des Glaubens hereinzunehmen.
Nur wer in der Wirklichkeit steht, vermag sie aufzunehmen.
Gemeinschaft: 1 Jo 1,3 3 Was wir gesehen und
gehört haben, das verkünden wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns
habt. Wir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus
Christus.
Wenn hier Johannes
rückwärts schreitend vom Sehen auf das Hören zurückgreift, möchte er deutlich
machen, dass wir schon im ersten Hören hinein genommen sind in die GEMEINSCHAFT
MIT GOTT. Der sie zuerst erfahren hat, Johannes will sie uns weitergeben, Für
den, der sie erfährt, ist sie ein Schritt weiter hin zur Wirklichkeit: GOTT.
Stufenweise begegnen wir IHM in den Schritten des Erkennens, beginnend mit dem
Hören bis hin zum Berühren, Erfahren. In der Gemeinschaft mit dem VATER und SOHN
vollendet sich alle Erkenntnis.
4 Wir schreiben dies, damit unsere Freude
vollkommen sei.
In ihr wird uns die Freude
des „Heuräka“, das angeldweise schon den ersten griechischen Philosophen in
ihrem Suchen nach den letzten Gründen des Seins geschenkt wurde. Es gibt keine
Gemeinschaft ohne die Erkenntnis GOTTES, so sehr die Wege, die zu ihr führen,
verschieden sein mögen. GOTT als die höchste Wirklichkeit macht den Menschen,
als Einzelnen wie als Gemeinschaft erst wirklich.
Die Gerechtigkeit GOTTES fordert Umkehr
Das Wesen GOTTES: „LICHT“
bringt das Dunkel der Sünde zutage! (Vers 5) „GOTT ist LICHT und in IHM ist
keine Finsternis“, dies ist die Botschaft, die Johannes uns verkündet. Schon
hier wird deutlich, dass der Mensch nur im Erkennen des Lichtes wirklich und
glücklich werden kann – er muss Licht in Seinem LICHT werden. In der Annahme des
Lichtes liegt sein Heil, in der Ablehnung sein Unheil. Darum wird der folgende
Abschnitt die Notwendigkeit der Umkehr künden. Wie nahe kommt uns hier der
Engel: der Licht vom LICHTE GOTTES ist.
(Vers 6ff) Im LICHT
GOTTES, das ER uns durch Seinen SOHN vermittelt, ist nicht schwer, uns als
Sünder erkennen. Dies ist die erste entscheidende Frucht
der Begegnung mit GOTT, in ihr erweist sich, ob wir GOTT berührt haben, wie es
einem hl. Johannes geschenkt war. Nur als arme, bereuende Sünder können wir
Gemeinschaft mit ihm haben. Sein Blut wird uns reinigen und uns hineinwachsen
lassen in Sein Licht. Selbst wenn wir bereut und bekannt haben, bleiben wir arme
Sünder, denn das Ausmaß der Sünde in uns erkennen wir erst, wenn Sein Licht uns
ganz durchdrungen hat und kein Dunkel mehr in uns ist.
(Vers 9f) Nur in der
Bekenntnis, dass wir Sünder sind, können wir die Vergebung unserer Sünden
erlangen, wo wir uns sperren, täuschen wir uns nicht nur selbst, viel schlimmer,
wir machen IHN zum Lügner, der doch das klarste Licht der Wahrheit ist.
Durchschauen
Überall wo lebendige,
liebende Ordnung aufscheint, dürfen wir auf die Wirksamkeit der hl. Engel
schließen. Sie sind von GOTT berufen, diese Ordnung aufzubauen und gegen alle
Angriffe und Störung des Feindes und derer, die ihnen als Werkzeuge dienen,
durchzutragen. Solcher Ordnung begegnen wir zuerst in
der Natur, als dem Bilderbuch des VATERS, dann aber vor allem im Worte des
SOHNES, durch das uns die Ordnung der Natur auf GOTT hin durchsichtig wird. Wir
begegnen ihr, im Blick auf den HEILIGEN GEIST in der Schönheit eines ganz auf
GOTT ausgerichteten Lebens. Wir müssen lernen durchzuschauen, auf die
verborgene, unsichtbare Wirksamkeit der hl. Engel, wie sie in Weisheit,
Schönheit und Harmonie in der Schöpfung aufleuchtet.
Dies ist wohl mit die
Krisis des Glaubens an die hl.Engel in der Kirche von heute, dass uns ihre
greifbare Gegenwart genommen ist. Wir können dem Engel nicht mehr begegnen, wie
wir ihn uns gerne vorstellten: mit weißem Kleid, Flügeln, einem Heiligenschein.
GOTT fordert angesichts der Verkitschung und der daraus folgenden Leugnung der
Engel Gerechtigkeit für Seine Ersterschaffenen. Wir müssen ihnen begegnen, so
wie sie wirklich sind, nämlich als Geistwesen. Darum genügt es auch nicht, wenn
wir die Hl. Schrift nach ihrer sichtbaren Gestalt durchforschen, die sie um
unserer Schwäche willen angenommen haben.
Gerufen, allem Seienden
die entsprechende Prägung und Gestalt zu vermitteln, sind sie am besten über die
schöne Form des Geschaffenen zu erkennen, die hinüber weist auf die größere
Schönheit GOTTES. Sie tragen das Antlitz GOTTES in die Schöpfung; nicht eines
Gottes der Philosophen, sondern des GOTTES Abrahams, Isaaks, Jakobs, unseres
HERRN JESUS CHRISTUS. Wie sie uns in ihrer Aufgabe als Schutzengel als Person
anrufen, so wollen sie uns in allem zur Erkenntnis des persönlichen Antlitzes
GOTTES führen, das GOTT nur für uns hat[29].
So wie sich die Himmlische
Hierarchie in der ersten Prüfung der Engel am Anfang der Zeit im Zeichen des
Kreuzes gebildet hat, so soll sich die Kirche als Mystischer Leib CHRISTI in
Einheit mit den hl. Engel in diesem Zeichen aufbauen und vollenden. Die Kirche
wird nach der Lehre der Väter endlich sichtbares Abbild der unsichtbaren Ordnung
der hl. Engel. Wir werden ihnen deshalb auch überall dort in der Kirche
begegnen, wo sie die heilige Ordnung des Reiches GOTTES widerspiegelt. Wo
Menschenwerk in den Vordergrund drängt, ist ihnen ihr Platz genommen; sie werden
stumme Mahnung, auf den Weg GOTTES zurückzukehren. In ihrer
hl. Ordnung sind wir vor aller Macht der Hölle geborgen. Sie warten nur auf
unseren Glauben, um uns beizustehen, die Kirche im HEILIGEN GEIST zu erneuern.
Wo immer eine Ordnung
aufgebaut wird, kommt sie aus einem (meist einfachen) Gedanken und ist auf ein
Ziel ausgerichtet, zu dem sie uns führen will. Auf diese Mitte wollen uns die
hl. Engel zuerst hinweisen: sie ist keine andere als der SOHN selbst, auf den
GOTT die Schöpfung hin geschaffen hat. In Seinem Wort hat er uns diese
Ausrichtung erkennen lassen, im Seinem Kreuzestod wurde sie besiegelt. In der
Kraft der Hl. Eucharistie soll sie immer mehr alle Schöpfung überformen, bis der
VATER in ihr überall das Antlitz des SOHNES erkenne. Dann ist sie bereitet für
das Himmlische Hochzeitsmahl.
Dies ist für uns das
Unbegreifliche: aus der Ohnmacht des BROTES wird das „Siehe, Ich mache alles
neu“. Es ist nicht nur unbegreiflich für uns arme Sünder, es ist im Blick auf
die Menschwerdung des SOHNES nicht weniger unbegreiflich für die hl. Engel. Nur
im SOHN können Mensch und Engel zusammen kommen -
ER ist die Endgestalt der dreifachen Schöpfung. Die Hymnen des hl. Paulus in
Eph. u. Kol. sind dafür unumstößliches Zeugnis. Auf diese Mitte müssen wir
deshalb auch im Blick auf das Wirken der hl. Engel schauen, sie ist bei Johannes
angedeutet im Bild des LAMMES GOTTES, in dem sich endlich in der Apokalypse der
Allmächtige Richter der Lebenden und Toten offenbart.
Die Mitte des LAMMES ist
im Evangelium des Johannes dreifach angedeutet:
im Anfang beim Hinweis
Johannes dT. auf den HERRN als das LAMM GOTTES (1,29),
am Ende (21,15), wo der
HERR Petrus aufträgt: Seine Lämmer zu weiden ([30])
und in der Mitte in der
Wunderbaren Brotvermehrung und der darauf folgenden Eucharistischen Rede
(Kap.6).
m Gleichnis von Lamm =
Brot wird uns der eine Nenner: das GEOPFERTSEIN.
Im Lamm ist die ganze
Tierwelt, im Brot die ganze stumme Schöpfung miteinbezogen, wie sie GOTT dem
Menschen zu Füßen gelegt hat, dass Er sie besorge, verwalte und endlich zu IHM
heimbringe. Das Bild von Brot und Fisch über dem Feuer am See Tiberiades faßt
dieses Geheimnis noch einmal in anderer Weise zusammen. Hier ist das Bild des
Lammes in dem des Fisches aufgegangen, der im griechischen Wort ichthys Seinen
Heiligen Namen (jäsous, christos, theou hyios = JESUS
CHRISTUS SOHN GOTTES) widerspiegelt. Die Bezugsmitte ist auch hier das
Geopfertsein. Der Fisch
wird in seiner Ellipsenform mit den zwei Zentren Bild für die vollzogene Einheit
von GOTT und Mensch, wie sie sich immer wieder als Mandorla in den Ikonen
findet.
Das Sichtbare des Bildes
weist auf das Unsichtbare der jenseitigen Welt. Um es anzudeuten bedarf es oft
einer Mehrzahl verwandter Bilder. Weil die Hl. Eucharistie bei Johannes in der
Mitte des Evangeliums steht, bilden bei ihm die Sakramente einen siebenarmigen
Leuchter. In der Siebenerordnung, Bild für die mit GOTT geeinte Schöpfung (3+4),
wird endlich alle Schöpfung in der Wirksamkeit des Hl. GEISTES durch die Engel
überformt und eingeholt. Sie sind ja diese mit GOTT geeinte Schöpfung, die nun
in der Hand des GEISTES Werkzeug wird zur Erlösung und Heimholung aller
Geschöpflichkeit.
Solches Wirken erkennen
wir noch klarer durch die Tabernakelengel, die den Liebesruf JESU an jeden
Einzelnen von uns vom Tabernakel wie in Schwingkreisen hinaustragen.
Wie wenig denken wir daran, dass uns der HERR auf all unseren Wegen liebend
nachschaut und anruft. Auch wenn in der Verfolgung nur ein Tabernakel übrig
bliebe, Sein Anruf ginge über die ganze Schöpfung. In den Sieben Sakramenten
wird etwas von ihrer je verschiedenen Wirkweise deutlich. Wir wollen ihr hier im
Blick auf das Evangelium ein wenig nachgehen.
Als erster, der das weiße
Licht, Bild für das Einssein GOTTES hinausträgt, steht der Engel der Matutin,
des ersten liturgischen Gebetes mit dem Wort: „GOTT allein“! Er gibt uns den
Schlüssel zum wahren Erkennen, das nicht bloß einer Fackel wie die Geistgabe der
Erkenntnis sich dem Verstand mitteilt.
Das wahre Erkennen ist ein
stilles, großes Licht (1), das aus dem Geist und dem Herzen kommt (2), das
sowohl zur Weisheit wie zur Klugheit wie zur tiefgründenden Intuition führt (3),
weil es Leben, Kraft und Liebe in sich trägt (4), weil es die Gnaden weckt (5),
weil es Sturm des GEISTES im Erkennen (6) und zugleich Flamme des Anrufes ist
(7). Wie flächig ist dagegen unser Erkennen, die wir uns der Wissenschaft
rühmen.
Das sagt dir der HERR
durch diesen ersten Engel: das Leben aus GOTT, das mit GOTT gelebte Leben (8),
die Kraft aus GOTT (9), die du dir in Willenszucht und Enthaltsamkeit schweigend
erringen kannst, die Liebe GOTTES, diese drei sind eins (10),
Sie sind der Schlüssel zur wahren Erkenntnis die du suchst
[32]
Dieses Licht der
Erkenntnis ist im Ersten Schöpfungstag des Evangeliums von Johannes wirksam, am
deutlichsten in der Berufung der Jünger. Es ist in JESUS CHRISTUS der DREIEINIGE
GOTT, der den Jüngern im HEILIGENG GEIST ahnend das tiefere Geheimnis JESU
erkennen lässt. Sie sind von diesem Licht nicht einfach überfallen, es dringt
wie organisch in sie ein, in Herz und Verstand. Es weckt in ihnen ein Verstehen,
das aus der Göttlichen Weisheit kommt, sie zu klugem Handeln (Nachfolge)
anleitet und zugleich tiefer in das Geheimnis der Sendung CHRISTI schauen läßt.
Dies ist vor allem im Besuch der ersten beiden Jünger angedeutet: sie dürfen
sehen, wo ER wohnt. Dieses Wohnen weist schon jetzt hinüber zum VATER, der IHN
gesandt hat. In der Abschiedsrede, wird der HERR es wieder aufgreifen, im
HEILIGEN GEIST werden sie es endlich tiefer erkennen. Die erste Intuition, die
ihnen in dieser Begegnung geschenkt wurde, hat sich vollendet. Notwendig sind es
drei Schritte: das Bild, das Wort und endlich das Verstehen.
Auch die vier folgenden
Schritte sind zu erkennen: die beiden ersten Jünger, Johannes und
Andreas, die Johannes dem Täufer zugetan waren, gehen im Erkennen JESU hinüber
in ein neues Leben. Der HERR hat in ihnen Gnaden geweckt, die dieses Leben
aufbauen werden. Das Erkennen ist über sie gekommen wie ein Sturm, den sie in
der Flamme des Anrufes an die nächstberufenen Jünger weitergeben (vgl.1,41ff),
die sich ihrerseits jetzt zu JESUS gesellen.
Johannes zeichnet den
HERRN von Anfang an als den GEOPFERTEN. Dazu heißt es im Blick auf das Lebende
Wesen Adler. Es trägt nach vorne das Angesicht des Adlers, nach hinten das
Löwenangesicht des Endsiegers. Nach links schaut der Opferstier zum Zeichen,
dass alle Liebe und alle Gerechtigkeit im Wort vom Opfer unterbaut sein soll.
Nach rechts hängt das Angesicht des Engels fest verankert am Angesicht GOTTES.
Die Kraft aus diesem förmlich apokalyptischen Wesen strömt über die Ecksäule
Gerechter GOTT hinunter zu allen GOTTgeweihten[33]
Das BROT wird in der
Einheit von Brot, Wort und Kreuz die scheidende Achse des Evangeliums. Hier
stellt Petrus, entsprechend Mt 16,16, die entscheidende Frage im HEILIGEN GEIST:
Wohin sollen wir gehen...?(6,68). Um diese Mitte baut sich die Kirche auf,
vorgezeichnet in der Berufung der ersten fünf Jünger. Sie steht für den Ewigen
Bund GOTTES mit den Menschen, der in der Hochzeit von Kana angedeutet wird.
Dies ist nur ein kleiner
erster Anruf für den, der das Licht noch sucht. Es wird dunkler und wir brauchen
das innere Licht des Engels, um uns zurechtzufinden. Wo gibt es in aller
Bedrängnis noch eine Geborgenheit in dieser Welt? In der Welt wohl nicht, nicht
einmal mehr in der Kirche, sie geht jetzt immer schneller ihrer schwersten
Prüfung entgegen – sie muss dem HERRN ähnlich werden in der Passion. Daran
sollte uns der Film von der „Passion JESU“ eindrücklich erinnern. Es gibt keinen
Weg zu GOTT außer durch die enge Pforte des Kreuzes. Das Kreuz für jeden ein
anderes, Geheimnis der je einzigartigen Liebe GOTTES für Jeden von uns, und
darum müssen wir ihm nachfragen durch das Herz der MUTTER. Wir müssen es mit ihr
betrachten, Tag und Nacht, denn nichts ist wichtiger zu wissen, wenn der Sturm
über uns kommt und wir hinausgeschleudert werden, als dies: „Was will GOTT mir
mir?“
Diese Frage will in
unserem Herz gesprochen sein, denn nur im Herz, das still geworden ist im
Vertrauen auf GOTT sind wir sicher vor jedem Angriff des Bösen geborgen. Darum
müssen wir hier am meisten ringen um den Frieden – denn der HERR ist nicht im
Sturm, nicht in der Gewalt, er ist im Säuseln des Windes – dieser Wind aber ist
der HL. GEIST, der uns einhüllen will in allem Ausgesetztsein, wie ER es mit
Elias und all denen getan hat, die sich dem HERRN restlos geschenkt haben. Hier
wird uns der hl. Engel zur großen endzeitlichen Hilfe. Obwohl er Geist ist, viel
mehr als wir, beugt er sich in unser Herz hinab. Dort können wir seine Stimme
hören, wenn wir schweigen gelernt haben. Im Schweigen und im Gebet beginnt das
NEUE LEBEN.
Die Frage der Berufung (im
weiteren Umkreis, denn die Berufung der Jünger gehört in den Anfang des
Evangeliums) steht bei Lukas am Anfang des Weges JESU hinauf nach Jerusalem, da
er mit den Jüngern Samaria durchquert und dort keine Aufnahme findet. Johannes
und Jakobus der Altere, die „Donnersöhne“ möchten Feuer vom Himmel auf die
abweisenden Samaritaner herabrufen; doch der HERR weist sie nüchtern zurecht.
Mit diesem Vorschlag beweisen die beiden Jünger des HERRN, daß sie ihre Berufung
nur im Feuer erster Begeisterung verstanden haben.
Sie gehen weiter in ein
andres Dorf, dort kommen drei Männer zu auf den HERR, die darum bitten, IHM
nachfolgen. Sie stoßen zum HERRN in der feindlichen Umgebung von Samaria und,
begleitet von Seinen Jüngern, die mehr mitgerissen als bewußt folgend
hinaufziehen nach Jerusalem. Wie sich in der Passion erweisen wird, sehen sie
ohne Ausnahme in JESUS den Messias, der die Juden von der Fremdherrschaft der
Römer befreien wird.
Die Berufung dieser ersten
drei „Nachfolger“ ist schon bevor sie JESUS begegnen, in eine harte Prüfung
gestellt. Sie können allein im HERRN Antwort finden. Die äußeren Umstände
unterstreichen die Unbedingtheit des Anrufes JESUS‘. Sein Wort an sie ist hart,
mehr abstoßend als anziehend. Es erinnert an das Ärgernis der Jünger nach der
Eucharistischen Rede bei Johannes und das Wort des HERRN an Pilatus: "sagst du
dies von dir aus, oder weil es andere dir gesagt haben?“ Der HERR verlangt die
unbedingte Nachfolge, die jede menschliche Rücksicht ausschließt.
Menschlich gesehen geht
diesem unbedingten Ruf sicher eine Zeit der Vorbereitung voraus, die sie auf die
Entscheidung der Nachfolge vorbereitet hat. In diesem Sinne ist schon die
Berufung der ersten Jünger am Anfang zu verstehen. Die Forderung der Nachfolge,
wie sie hier der HERR ausspricht ist wie der Schlußpunkt.
Nachfolge im Licht des
DREIFALTIGEN GOTT (Lk 9, 57-62)
Der erste (8,57) kommt mit
dem großen Wort auf den HERRN zu: „Ich werde Dir nachfolgen, wo immer Du
hingehst“.
Den zweiten spricht der
HERR an: „Folge mir nach!“(59)
Der dritte wieder spricht
schlicht: „Ich will DIR nachfolgen!“(61).
Die drei Berufungen setzen
verschieden an; auch dies will beachtet werden.
In den knappen Worten
dieser Berufungsperikope gibt der HERR eine ganze Theologie der Berufung, die
von jeder Zeit in je eigener Weise ausgeschöpft werden will.
Berufung im VATER
Die erste Berufung will
vom VATER her verstanden werden.
Der Mensch als Geschöpf
GOTTES ist endlich, auch wenn er einmal gnadenhaft in das ewige Leben eingehen
darf. Sein Leben hat einen Anfang und ein Ende. Doch im Blick auf den SOHN sieht
uns der VATER von Ewigkeit her schon vor Seinem Auge. Wir kommen aus dem Urgrund
des VATERS und sind berufen, in ihn zurück zu kehren, wenn wir nicht unser Leben
verfehlen wollen. Die unbedingte Bereitschaft zur Nachfolge des Ersten weiß
etwas von diesem heiligen Geheimnis und will ihm entsprechen.
Jede Berufung hat zwei
Seiten: eine subjektive, persönliche: der Ruf, den der Mensch in seinem Herzen
verspürt und dem er nachfolgen will; eine objektive: die Berufung verlangt
angenommen zu werden. Sei es vom HERRN her direkt oder durch die Kirche, die für
IHN das Wort der Annahme spricht. Letztlich sind sie eins, denn der Ruf kommt
vom Rufenden. Um der Freiheit des Menschen willen muß der Rufende zurücktreten.
Erst wenn er dem Rufe nachfolgt, darf er ihm entgegentreten. Erst in solcher
Begegnung wird die Berufung fest, wird sie dem zurückgegeben, der sie ihm
geschenkt hat. Wir sind, nicht nur in den materiellen Dingen, die uns GOTT für
dieses Leben anvertraut, Verwalter, wir sind es auch im höchsten Gut, das uns
GOTTES Erbarmen auf Erden schenkt: in unserer je einmaligen Berufung, die einmal
unsere ewige Seligkeit ausmachen wird.
Das harte Wort des HERRN
will dies kund tun: in unserer Berufung geht es um ewige Seligkeit oder ewigen
Verlust GOTTES. Das sollte jeder wissen, der anfängt, seine Berufung zu
erkennen. Die Weise, wie man heute mit Berufungen spielt, verrät ihre Herkunft:
der uns hier auf abschüssige Bahn bringen will, der gefallene Engel, hat seine
Berufung im Anfang ver- spielt!
Wer dem Ruf des VATERS,
vermittelt durch den SOHN, folgen will, hat sein Zuhause hier auf Erden hinter
sich gelassen. Er geht, menschlich gesehen, in die Ungeborgenheit: dies will der
HERR mit dem Gleichnis von der „Höhle des Fuchses“ und den „Nestern der Vögel“
sagen. Wo immer er hier auf Erden Sicherheit
gesucht haben mag, unten im Irdischen oder oben im „Geistigen“ (darauf spielt
das Bild vom Nest der Vögel an!), er hat sich getäuscht.
Der Mensch hat hier keine Bleibe, da alles, was GOTT geschaffen hat,
einmal vergeht. Eines nach dem anderen der großen Klöster stehen leer, sind
Museen geworden, die dem Staat zufallen. Wer im Äußeren Geborgenheit suchte, hat
sie heute verloren.
Wer den Ernst der
Nachfolge CHRISTI nicht erkennt, dem muß das Wort JESU übertrieben erscheinen,
daß der MENSCHENSOHN nicht habe, wohin er Sein Haupt legen könne (vgl.(9,58).
Den Glaubenden erinnert es an das tiefe Wort im Prolog des Johannes vom Ruhen
des SOHNES im Schoße des VATERS. Nur dort ist wahrhaft Heimat. Wahre Nachfolge
des HERRN muß sich schon jetzt an den Punkt stellen, an dem einmal jeder von uns
stehen muß, wenn ihn GOTT von dieser Erde abberuft. In der Todesstunde fällt
alle irdische Vorsorge ins Nichts.
Darum muß der Mensch, der
nachfolgen will, nüchternerweise wissen,
Wem er nachfolgen will. Wir sollten keine
Sicherheit aufgeben, bevor wir nicht eine bessere in Sicht gefaßt haben. Wo die
Erkenntnis GOTTES verloren geht, kann es keine Berufung mehr geben. Wo sie halb
ist, sind es die Berufungen, sie können nicht für die ganze Wahrheit GOTT
stehen, sie mischen das Menschliche in dem Maße hinein, als sie von GOTT
abgerückt sind.
Berufung im SOHN
Die zweite Berufung ist im
Licht des SOHNES zu sehen, der von sich sagt: „ICH bin der Weg, die Wahrheit und
das Leben“. Die Betonung liegt hier auf „Weg“. Der HERR ist unser einziger Weg
zum VATER, wenn wir diesen Weg verfehlen, haben wir uns verirrt und fallen
endlich in die Finsternis der GOTTferne, denn GOTT ist LICHT. Wer Seinem Licht
folgt, muß selbst Licht werden. Darum gibt es auch kein Zurück auf diesem Weg.
Was der Mensch hier hinter sich, läßt ist tot, doch es kann im größeren Lichte
GOTTES wieder lebendig werden. Das überspitzte Wort JESU: laß die Toten die
Toten begraben (8,60) unterstreicht: in GOTT allein ist Leben. Wer das Leben in
IHM gefunden hat, dem wird alles neu, neu von GOTT her, dem Urheber alles
Lebens. Darum kann auch nur der SOHN GOTTES ein solches Wort sprechen, dem
Menschen obliegt es, im Glauben zu gehorchen.
Die Berufung im VATER ist
Wurzel, sie ist rückgebunden an den Ewigen Gedanken GOTTES in Seinem SOHNE. Die
Berufung im SOHN ist Weg, den wir über diese Erde gehen müssen als Pilger, hin
auf das Ziel, das uns gesetzt ist. Wir kennen es nicht, wir können es nur im
Glauben und Gehorsam erreichen.
Die dritte Berufung ist im
HEILIGEN zu verstehen.
Der VATER ist das ICH –
nur ER kann dies von sich vor Moses sagen: „ICH BIN DER ICH BIN“ – ER allein ist
der ungeschaffene Ursprung alles Geschaffenen.
Der SOHN ist das DU im
VATER, auf den wir in unserem Leben immer bewußter zugehen müssen. Alle
menschliche Begegnung, in besonderem Maße die Ehe, ist Erziehung hin auf das DU
GOTTES. In der Begegnung mit dem Anderen – GOTT ist
DER ANDERE! – müssen wir lernen, uns zu verlieren, sonst bleiben wir allein,
erstarren in Einsamkeit wie die gefallenen Engel: Salzsäulen.
Der HL.GEIST ist das WIR,
ER ist die Verheißung der Gemeinschaft mit GOTT und durch GOTT mit den Brüdern. Das Wort des dritten Berufenen: „Ich will
DIR nachfolgen“ drückt die Sehnsucht aus, die der hl. Augustinus in das
wunderbare Wort gefaßt hat: meine Seele ist unruhig, bis sie ruht in DIR, o
GOTT! Allein GOTT ist Heimat, alle Heimat, die wir hier auf Erden finden, ist
nur Verheissung der Ewigen Heimat in GOTT. Wenn wir in IHM durch den HEILIGEN
GEIST Heimat finden, dann brauchen wir von niemand Abschied nehmen. „Wer die
Hand an den Pflug legt und zurückschaut ist untauglich für das Reich GOTTES“, so
lautet hier die nüchterne Antwort“ (9,62). Das Bild der Pflügens will uns daran
erinnern, daß der Acker unseres Lebens aufgebrochen werden, muß um den Samen des
Ewigen Lebens in uns aufzunehmen. Im GEIST aber heißt Leben: Gemeinschaft mit
GOTT und den Brüdern, die gerufen vom VATER von Ewigkeit her, dem SOHN auf
Seinem Weg gefolgt sind und nun in der Gemeinschaft der Seligen GOTT mit den hl.
Engeln preisen werden in Ewigkeit.
Hilfe auf dem Weg: die hl.
Engel
Auch wenn hier von den
Engeln nicht die Rede ist, - wir vergessen über all den kitschigen Bildern der
Engel, daß sie unsichtbar sind, dem GEIST zugeordnet, der „weht, wo ER will!“,
sie tragen unsere Berufung. Wo sie als Schutzengel gerufen sind, ist es
ihr besonderer Auftrag, uns zu helfen unsere Berufung zu kennen, sie zu
entfalten und endlich als Frucht der Gnade GOTTES in die Hände zu legen.
Wo im Glauben der Weg zum
Himmel durch eine christliche Lebensordnung sichtbar vor- gezeichnet war, konnte
sich der Mensch an diesen Ordnungen ausrichten und sicher sein, nicht verloren
zu gehen. Wo die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, bleibt wenig oder nichts von
dieser äußeren Ordnung. Das ist der tiefste Grund der Glaubenskrise heute, daß
GOTT ungreifbar geworden ist, nur noch im dunklen Glauben zu erreichen. Ja daß
der Glaube allein nicht genügt, wenn er nicht, wie es der Engel von Portugal den
Kindern lehrt, von der Anbetung mit dem Engel gestützt wird.
So wie die Entwicklung in
der Technik immer neue, bisher unsichtbare Bereiche erschließt, so sind wir auch
im Glauben gerufen über den Kinderglauben hinaus zu wachsen zur Anbetung im
GEIST und in der Wahrheit, wie der HERR es die Samariterin lehrt, die den
Glauben auf einen materiell greifbaren Ort festlegen will. Hier ist uns der hl.
Engel, den GOTT uns zur Seite gestellt hat, unentbehrlicher Helfer.
Wer mit ihm den Weg im GEIST nicht findet, muß heute im Glauben
irrewerden, da täglich eine neue Irrlehre aufsteht, die sich als Weg der
Wahrheit ausgibt.
Für den Glauben, der sich
hier absichern will, gilt das harte Wort des HERRN über den bewunderten Tempel
von Jerusalem: „kein Stein wird auf dem anderen bleiben“. Der Böse reißt in der
Kraft der Sünde nieder, was morsch geworden ist; er ist auch hier nur Werkzeug
GOTTES. Was für den Kleingläubigen unüberwindbares Ärgernis ist, ist für den,
der vom Engel geführt wird,
Zulassung GOTTES, damit wir zum Glauben im GEIST und in der Wahrheit vorstoßen,
an dem alle Macht der Hölle scheitern wird.
Die Sendung der 72 (vgl.
Lk 16,1-16)
Im Anschluss an die
Perikope der Berufung, folgt bei Lukas die Sendung der 72, die er jeweils zu
Zwei ausschickt, Seinen Weg zu bereiten. In dieser Sendung ist zeichenhaft
(7+2=9) die endzeitliche Sendung der Engel angezeigt, die GOTT uns in diesem
steilen Weg hinauf nach dem himmlischen Jerusalem zur Seite gibt, damit wir die
Prüfungen dieses Weges bestehen und nicht abirren.
Hier wird deutlich, daß die überstrengen Worte des HERRN an die Berufenen in
besonderer Weise für diese letzte Zeit gelten, die von den Gläubigen das Letzte
an Hingabe verlangt. Selig, wer die Hand seines Engels ergriffen hat und nicht
losläßt, er wird das Rote Meer der Sünden durchschreiten und sicher das
jenseitige Ufer der Seligkeit erreichen!
Überall wo lebendige,
liebende Ordnung aufscheint, dürfen wir auf die Wirksamkeit der hl. Engel
schließen. Sie sind von GOTT berufen, diese Ordnung aufzubauen und gegen alle
Angriffe und Störung des Feindes und derer, die ihnen als Werkzeuge dienen,
durchzutragen. Solcher Ordnung begegnen wir zuerst in
der Natur, als dem Bilderbuch des VATERS, dann aber vor allem im Worte des
SOHNES, durch das uns die Ordnung der Natur auf GOTT hin durchsichtig wird. Wir
begegnen ihr, im Blick auf den HEILIGEN GEIST in der Schönheit eines ganz auf
GOTT ausgerichteten Lebens. Wir müssen lernen durchzuschauen, auf die
verborgene, unsichtbare Wirksamkeit der hl. Engel, wie sie in Weisheit,
Schönheit und Harmonie in der Schöpfung aufleuchtet.
Dies ist wohl mit die Krisis des
Glaubens an die hl.Engel in der Kirche von heute, daß uns ihre greifbare
Gegenwart genommen ist. Wir können dem Engel nicht mehr begegnen, wir wir ihn
uns gerne vorstellten: mit weißem Kleid, Flügeln, einem Heiligenschein. GOTT
fordert angesichts der Verkitschung und der daraus folgenden Leugnung der Engel
Gerechtigkeit für Seine Ersterschaffenen. Wir müssen ihnen begegnen, so wie sie
wirklich sind, nämlich als Geistwesen. Darum genügt es auch nicht, wenn wir die
Hl. Schrift nach ihrer sichtbaren Gestalt durchforschen, die sie um unserer
Schwäche willen angenommen haben.
Gerufen, allem Seienden die
entsprechende Prägung und Gestalt zu vermitteln, sind sie am besten über die
schöne Form des Geschaffenen zu erkennen, die hinüber weist auf die größere
Schönheit GOTTES. Sie tragen das Antlitz GOTTES in die Schöpfung; nicht eines
Gottes der Philosophen, sondern des GOTTES Abrahams, Isaaks, Jakobs, unseres
HERRN JESUS CHRISTUS. Wie sie uns in ihrer Aufgabe als Schutzengel als Person
anrufen, so wollen sie uns in allem zur Erkenntnis des persönlichen Antlitzes
GOTTES führen, das GOTT nur für uns hat.
So wie sich die Himmlische
Hierarchie in der ersten Prüfung der Engel am Anfang der Zeit im Zeichen des
Kreuzes gebildet hat, so soll sich die Kirche als Mystischer Leib CHRISTI in
Einheit mit den hl.Engel in diesem Zeichen aufbauen und vollenden. Die Kirche
wird nach der Lehre der Väter endlich sichtbares Abbild der unsichtbaren Ordnung
der hl. Engel. Wir werden ihnen deshalb auch überall dort in der Kirche
begegnen, wo sie die heilige Ordnung des Reiches GOTTES widerspiegelt. Wo
Menschenwerk in den Vordergrund drängt, ist ihnen ihr Platz genommen; sie werden
stumme Mahnung, auf den Weg GOTTES zurückzukehren. In ihrer
hl. Ordnung sind wir vor aller Macht der Hölle geborgen. Sie warten nur auf
unseren Glauben, um uns beizustehen, die Kirche im HEILIGEN GEIST zu erneuern.
Wo immer eine Ordnung aufgebaut
wird, kommt sie aus einem (meist einfachen) Gedanken und ist auf ein Ziel
ausgerichtet, zu dem sie uns führen will. Auf diese Mitte wollen uns die hl.
Engel zuerst hinweisen: sie ist keine andere als der SOHN selbst, auf den GOTT
die Schöpfung hin geschaffen hat. In Seinem Wort hat er uns diese Ausrichtung
erkennen lassen, im Seinem Kreuzestod wurde sie besiegelt. In der Kraft der Hl.
Eucharistie soll sie immer mehr alle Schöpfung überformen, bis der VATER in ihr
überall das Antlitz des SOHNES erkenne. Dann ist sie bereitet für das Himmlische
Hochzeitsmahl.
Dies ist für uns das
Unbegreifliche: daß aus der Ohnmacht des BROTES wird das
Siehe, Ich mache alles neu. Es ist nicht nur unbegreiflich für uns arme
Sünder, es ist im Blick auf die Menschwerdung des SOHNES nicht weniger
unbegreiflich für die hl. Engel. Nur im SOHN können Mensch und Engel zusammen
kommen - ER ist die Endgestalt der dreifachen
Schöpfung. Die Hymnen des hl. Paulus in Eph. u. Kol. sind dafür unumstößliches
Zeugnis. Auf diese Mitte müssen wir deshalb auch im Blick auf das Wirken der hl.
Engel schauen, sie ist bei Johannes angedeutet im Bild des LAMMES GOTTES, in dem
sich endlich in der Apokalypse der Allmächtige Richter der Lebenden und Toten
offenbart.
Diese Mitte des Lammes ist
im Evangelium des Johannes dreifach angedeutet:
im Anfang, wo Johannes der
Täufer auf den HERRN als das LAMM GOTTES hinweist (1,29),
am Ende (21,15), wo der HERR
Petrus aufträgt: Seine Lämmer zu weiden
und in der Mitte in der
Wunderbaren Brotvermehrung und der darauf folgenden Eucharistischen Rede
(Kap.6), im Gleichnis von Lamm = Brot; der eine Nenner ist das GEOPFERTSEIN.
Im Lamm ist die ganze Tierwelt,
im Brot die ganze stumme Schöpfung miteinbezogen, wie sie GOTT dem Menschen zu
Füßen gelegt hat, daß Er sie besorge, verwalte und endlich zu IHM heimbringe.
Das Bild von Brot und Fisch über dem Feuer am See Tiberiades faßt dieses
Geheimnis noch einmal in anderer Weise zusammen. Hier ist das Bild des Lammes in
dem des Fisches aufgegangen, der im griechischen Wort
ichthys
Seinen Heiligen Namen
(jäsous, christos, theou hyios = JESUS CHRISTUS SOHN GOTTES) widerspiegelt. Die
Bezugsmitte ist auch hier das Geopfertsein. Der Fisch
wird in seiner Ellipsenform mit den zwei Zentren Bild für die vollzogene Einheit
von GOTT und Mensch, wie sie sich immer wieder als Mandorla in den Ikonen
findet.
Das Sichtbare des Bildes weist
auf das Unsichtbare der jenseitigen Welt. Um es anzudeuten bedarf es oft einer
Mehrzahl verwandter Bilder. Weil die Hl. Eucharistie bei Johannes in der Mitte
des Evangeliums steht, bilden bei ihm die Sakramente einen siebenarmigen
Leuchter. In der Siebenerordnung, Bild für die mit GOTT geeinte Schöpfung (3+4),
wird endlich alle Schöpfung in der Wirksamkeit des Hl. GEISTES durch die Engel
überformt und eingeholt. Sie sind ja diese mit GOTT geeinte Schöpfung, die nun
in der Hand des GEISTES Werkzeug wird zur Erlösung und Heimholung aller
Geschöpflichkeit.
Solches Wirken erkennen wir am
nächsten, wo wir über die Tabernakelengel, die den Liebesruf JESU an jeden
Einzelnen von uns vom Tabernakel wie in Schwingkreisen hinaustragen. Wie wenig
denken wir daran, dass uns der HERR auf all unseren Wegen liebend nachschaut und
anruft. Auch wenn in der Verfolgung nur ein Tabernakel übrig bliebe, Sein Anruf
ginge über die ganze Schöpfung. In den Sieben Sakramenten wird etwas von ihrer
je verschiedenen Wirkweise deutlich. Wir wollen ihr hier im Blick auf das
Evangelium ein wenig nachgehen.
Als erster, der das weiße Licht,
Bild für das Einssein GOTTES hinausträgt, steht der Engel der Matutin, des
ersten liturgischen Gebetes mit dem Wort: „GOTT allein“! Er gibt uns den
Schlüssel zum wahren Erkennen, das nicht bloß einer Fackel wie die Geistgabe der
Erkenntnis sich dem Verstand mitteil. Das wahre Erkennen ist ein stilles, großes
Licht (1), das aus dem Geist und dem Herzen kommt (2), das sowohl zur Weisheit
wie zur Klugheit wie zur tiefgründenden Intuition führt (3), weil es Leben,
Kraft und Liebe in sich trägt (4), weil es die Gnaden weckt (5), weil es Sturm
des GEISTES im Erkennen (6) und zugleich Flamme des Anrufes ist (7). Wie flächig
ist dagegen unser Erkennen, die wir uns der Wissenschaft rühmen.
Das sagt dir der HERR durch
diesen ersten Engel: das Leben aus GOTT, das mit GOTT gelebte Leben (8), die
Kraft aus GOTT (9), die du dir in Willenszucht und Enthaltsamkeit schweigend
erringen kannst, die Liebe GOTTES, diese drei sind eins (10),
Sie sind der Schlüssel zur wahren Erkenntnis die du suchst
Dieses Licht der Erkenntnis ist
im Ersten Schöpfungstag des Evangeliums von Johannes wirksam, am deutlichsten in
der Berufung der Jünger. Es ist in JESUS CHRISTUS der DREIEINIGE GOTT, der den
Jüngern die erste entscheidende Erkenntis über den HERRN schenkt. Sie sind von
diesem Licht nicht einfach überfallen, es dringt wie organisch in sie ein, in
Herz und Verstand. Es weckt in ihnen ein Verstehen, das aus der Göttlichen
Weisheit kommt, sie zu klugem Handeln (Nachfolge) anleitet und zugleich tiefer
in das Geheimnis der Sendung CHRISTI schauen läßt. Dies ist vor allem im Besuch
der ersten beiden Jünger angedeutet: sie dürfen sehen, wo ER wohnt. Dieses
Wohnen weist schon jetzt hinüber zum VATER, der IHN gesandt hat. In der
Abschiedsrede, wird der HERR es wieder aufgreifen, im HEILIGEN GEIST werden sie
es endlich tiefer erkennen. Die erste Intuition, die ihnen in dieser Begegnung
geschenkt wurde, hat sich vollendet. Notwendig sind es drei Schritte: das Bild,
das Wort und endlich das Verstehen.
Auch die vier folgenden Schritte
sind zu erkennen: die beiden ersten Jünger, Johannes und
Andreas, die Johannes dem Täufer zugetan waren, gehen im Erkennen JESU hinüber
in ein neues Leben. Der HERR hat in ihnen Gnaden geweckt, die dieses Leben
aufbauen werden. Das Erkennen ist über sie gekommen wie ein Sturm, den sie in
der Flamme des Anrufes an die nächstberufenen Jünger weitergeben (vgl.1,41ff),
die sich ihrerseits jetzt zu JESUS gesellen.
Johannes zeichnet den HERRN von
Anfang an als den GEOPFERTEN. Dazu heißt es im Blick auf das Lebende Wesen
Adler. Es trägt nach vorne das Angesicht des Adlers, nach hinten das
Löwenangesicht des Endsiegers. Nach links schaut der Opferstier zum Zeichen, daß
alle Liebe und alle Gerechtigkeit im Wort vom Opfer unterbaut sein soll. Nach
rechts hängt das Angesicht des Engels fest verankert am Angesicht GOTTES. Die
Kraft aus diesem förmlich apokalyptischen Wesen strömt über die Ecksäule
Gerechter GOTT hinunter zu allen GOTTgeweihten
Das BROT wird in der Einheit von
Brot, Wort und Kreuz die scheidende Achse des Evangeliums. Hier stellt Petrus,
entsprechend Mt 16,16, die entscheidende Frage im HEILIGEN GEIST:
Wohin sollen wir gehen...?(6,68). Um diese Mitte baut sich die Kirche auf,
vorgezeichnet in der Berufung der ersten fünf Jünger. Sie steht für den Ewigen
Bund GOTTES mit den Menschen, der in der Hochzeit von Kana angedeutet wird.
Dies ist nur ein kleiner
erster Anruf für den, der das Licht noch sucht. Es wird dunkler und wir brauchen
das innere Licht des Engels, um uns zurechtzufinden. Wo gibt es in aller
Bedrängnis noch eine Geborgenheit in dieser Welt? In der Welt wohl nicht, nicht
einmal mehr in der Kirche, sie geht jetzt immer schneller ihrer schwersten
Prüfung entgegen – sie muss dem HERRN ähnlich werden in der Passion. Daran
sollte uns der Film von der „Passion JESU“ eindrücklich erinnern. Es gibt keinen
Weg zu GOTT außer durch die enge Pforte des Kreuzes. Freilich ist das Kreuz für
jeden ein anderer – ein Geheimnis der je einzigartigen Liebe GOTTES für jeden
von uns, und darum müssen wir ihm nachfragen durch das Herz der MUTTER. Wir
müssen es mit ihr betrachten, Tag und Nacht, denn nichts ist wichtiger zu
wissen, wenn der Sturm über uns kommt und wir hinausgeschleudert werden, als
dies: Was will GOTT mir mir?
Diese Frage will in
unserem Herz gesprochen sein, denn nur im Herz, das still geworden ist im
Vertrauen auf GOTT sind wir sicher vor jedem Angriff des Bösen geborgen. Darum
müssen wir hier am meisten ringen um den Frieden – denn der HERR ist nicht im
Sturm, nicht in der Gewalt, er ist im Säuseln des Windes – dieser Wind aber ist
der HL. GEIST, der uns einhüllen will in allem Ausgesetztsein, wie ER es mit
Elias und all denen getan hat, die sich dem HERRN restlos geschenkt haben. Hier
wird uns der hl. Engel zur großen endzeitlichen Hilfe. Obwohl er Geist ist, viel
mehr als wir, beugt er sich in unser Herz hinab. Dort können wir seine Stimme
hören, wenn wir schweigen gelernt haben. Im Schweigen und im Gebet beginnt das
NEUE LEBEN.

Wenn wir recht verstehen wollen, um was es in dieser Perikope geht,
müssen wir den letzten Vers der vorhergehenden Perikope der Verkündigung mit
dazu nehmen: 38 Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe, wie du es gesagt hast.
Es geht auch in der Begegnung der Frauen um
nichts weniger als um die vollkommene Erfüllung des WILLENS GOTTES, nicht nur in
der Vertikale, also hinauf zu GOTT, sondern auch in der Horizontale der
Begegnung von Mensch zu Mensch. Hier ist wahrhaft die untrennbare Einheit des
Ersten und Zweiten Gebotes, der GOTTES – und der Nächstenliebe verwirklicht.
Zugleich aber wird in aller Nüchternheit deutlich, dass die GOTTESliebe das
Größere ist, ja dass die Nächstenliebe notwendig aus ihr kommen muss, so wie die
Strahlung aus der Strömung, die dann beide zusammen das Kraftfeld bilden: hier
wird Kirche als die Herausgerufene (ek – klesia) in ihrer reinsten Form
vorausgenommen.
MARIA hat in der Verkündigung in JESUS
den Willen GOTTES zur Menschwerdung des WORTES in sich aufgenommen. GOTT
verlangt von uns nicht zuerst unser Tun, das nur dazu führt, dass wir uns selbst
(groß) machen. Immer und überall schaut ER auch in uns nur auf Seinen SOHN und
die Antwort, die wir IHM durch IHN geben. Denn nur GOTT selbst kann sich
letztlich Antwort stehen. Wo immer wir im Glauben in eine Krise geraten, wird
uns Hilfe, wenn unser Blick von uns und unserer Not weg auf
IHN geht. Beide Frauen kommen aus der tiefsten Prüfung, die GOTT uns auferlegen
kann: uns in letzter Einsamkeit allein für IHN uns zu entscheiden, wie es von
den Engeln am Anfang verlangt wurde und der Menschheit und jedem einzelnen
Menschen in der letzten Stunde aufgegeben ist.
MARIA ist noch ein Kind – Elisabeth
eine alte Frau, zusammen umgreifen sie alles an Prüfung, was dem Menschen,
besonders der Frau, auferlegt ist. Beide stehen sie im Strom der Anawim, der
Armen Israels, die das Licht GOTT. durch die Dunkelheit der Zeit getragen haben.
MARIA wirft in die Opferschale GOTTES ihr stürmisches Verlangen, ganz für GOTT
da zu sein, Elisabeth die Weisheit der Hoffnung gegen alle Hoffnung. Beide
schauen nur auf IHN, die Hoffnung Israels, des GOTTESkämpfers. Beide sprechen in
verschiedener Weise ihre Antwort an GOTT durch den Engel, der ja immer bei ihnen
ist.
39 Nach einigen Tagen machte sich Maria auf
den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Die Begegnung zweier Menschen in der Tiefe des Glaubens
gleicht einer Atomfusion. Hier ist wahrhaft Begegnung im reinsten Sinne des
Wortes, an der alle andere Begegnung auf Erden und im Himmel gemessen wird, denn
hier begegnen sie zuerst GOTT und erst in und durch IHN einander. MARIA, von GOTT in
Besitz genommen, schaut nicht auf diese unsagbare Gnade, um sie fest zu halten.
Sie nimmt in der Kraft dieser Gnade den Anruf der Base auf und macht sich auf
den Weg. Elisabeth erkennt schon in der Begrüßung, wer da zu ihr kommt. Nichts
Äußeres kann die beiden ablenken. Die Begegnung gehört allein und ausschließlich
IHM und kann darum nichts anderes sein als Lobpreis im höchsten Sinne. Nur GOTT
allein kann vollkommen Sein Lob singen!
ER tut es hier in diesen Beiden in
unvergleichlicher Weise. Wo sich GOTT um Seinetwillen unserer Armut bedient,
wachsen wir hinein in den Liebesplan, den er von Ewigkeit her über uns gelegt
hat. Wie anders geht ER mit uns um als die Menschen, die uns gebrauchen, um
ihres Nutzen willen. Der Vorwurf der Kirchenfeinde, die Kirche missbrauche die
Menschen um ihres Vorteils willen, stimmt nur im Blick auf die Solche, die GOTT
gebrauchen, wie man die Dinge der Welt gebraucht. Die sich mit IHM einrichten,
wie man sich in Leben einrichtet, um sich wohl zu fühlen.
Dann ist der GOTTESdienst auch nur etwas, was man mit macht, wie man im Leben
draußen mit den Wölfen heult, um nicht aufzufallen. Bis auf die Kirchensteuer
ist die Kirche so sehr im Ausverkauf, dass es im Sinne der Welt dumm wäre, sich
nicht so nebenbei mit GOTT abzusichern.
Dazu kommen bittere Erfahrungen, die
unsere Vorstellung von GOTTESdienst verzerren: als müssten wir irgendwo,
irgendwann und irgendwie in etwas einstimmen, was uns vorgegeben wird. Wie man
in der Schule etwas vorlesen muss, das man kaum kennt, dem man nicht zustimmen
kann. Geht es uns in der Kirche und in aller Bevormundung, in guter oder böser
Absicht, die wir erfahren, nicht ähnlich? In der Not dieser Zeit sind wir
kritisch geworfen. Doch Kritik bringt uns nicht weiter, wir müssen durch den
guten hl. Engel lernen, tiefer zu sehen, die Oberfläche der Dinge zu
durchstoßen. Die Väter prägten das Wort: GOTT finden in allen Dingen! In der
Natur ist es leichter, wenn der Mensch sie nicht verwüstet hat. Wie sehr wird
alles Land um uns Wüste, die Steinwüste der Stadt ist dafür graues Zeichen!
Haben die Väter der ersten Zeit, die hinauszogen in die Wüste nicht der Kirche
geholfen, dass sie gegen alle Widerstände der Welt durchbrechen konnte? Es
braucht den ganze Menschen, der sich ganz der Gnade ausliefert! Ist uns heute
nicht eine ähnliche Aufgabe gestellt?
In der Begegnung der beiden Frauen
sollte uns aufleuchten: ein GOTTESdienst, der nicht von innen
her aufsteigt, der nicht aus GOTT kommt, ist Menschenwerk und muss in seiner
Schwerkraft endlich zu Boden fallen wie die Kartoffelfeuer im Herbst. Nach
kurzem, müdem Aufsteigen schleichen sie am Boden entlang und verkriechen sich
endlich in den Furchen. Ohne den Blick auf den Lebendigen GOTT ist GOTTesdienst,
wie kunstvoll er auch bereitet sei, nichts als menschliche Mache. Dass er voll
werde, bedarf es nicht nur des Aufblickes zu GOTT, sondern auch die
Übereinstimmung mit dem Nächsten, ja mit allen Nächsten, die sich vor GOTT
zusammen gefunden haben. Nur in IHM können wir bei aller notwendigen
Verschiedenheit eins werden, nur dann ist Kirche.
Weil der Mensch heute Alles selber
macht, ist notwendig dieses Machen auch in die Kirche eingedrungen bis hin zum
Kampf gegeneinander, weil es der Eine doch immer wieder besser weiß als der
Andere. Nicht selten gilt auch hier die Position, die Macht, die mit Hilfe der
Administration schon „Einheit“ zustande bringt. Wenn man genauer hinschaut, geht
es an den verschiedenen Fronten um das Eigene, das man gegen alle Widerstände
durchbringen will; der Mensch will sich rechtfertigen. Wie es die Pharisäer
beispielhaft versuchten! Wir vergessen: ER, der HERR, muss durch, wir müssen IHN
tragen, wie es in verschiedener Weise MARIA und Elisabeth tun.
Wir müssen frei von uns werden, uns lockern. Die entscheidende Frage ist
nur wie? Hier kommen uns täuschend die „Könige des Ostens“
entgegen. Welche Anstrengung, macht der Mensch, um sich in den Griff zu
bekommen, sei es in der Wissenschaft und Technik, sei es im religiösen Raum. Es
gelingt bis zu einem bestimmten, oft erstaunlichen Maße (denken wir an die
„Wunder der Technik“, an die Yogis), doch der Schein trügt; es ist in beiden
Fällen nur Technik. Ohne es zu bemerken, haben wir uns dem Feind in die Hand
gespielt, der sich in diesem Ansinnen schon am Anfang gegen GOTT gestellt hat.
Er geht uns zur Hand geht, dass wir glauben, uns übersteigen zu können!
Der einzige Weg, frei zu werden von
uns selbst, ist uns aus der Hand GOTTES anzunehmen, wie wir sind und diese Hand
nicht loszulassen. Er wird uns in wunderbarer Weise gezeigt in der
Weihnachtsgeschichte. Hier ist es ein Hinüber, dort ein Hinauf!
Die Hirten, ihrer Armut und Kälte, ja ihrer Schafe vergessend, gehen
hinüber, um zu schauen, was die Engel ihnen verkündet haben. Dieses Hinüber zu
GOTT, zum Nächsten, im Dienst, im Dank, im Lobpreis, macht GOTT frei von allem
menschlichen Zugriff, der sich Seiner bedienen will. ER gibt IHM, wie es die
Jünger im Abendmahlsaal erleben „mitten unter ihnen“ Seinen Platz. In der
Begegnung von MARIA und Elisabeth gibt der kleine Johannes, der da vor Freude
hüpft, dafür das äußere Zeichen. Bewegung ist Leben, wo sie hin zu Dem geht, Der
das LEBEN Selbst ist! Der die Bewegung auslöst, ist der GEIST, das darf die
Mutter zuerst erfahren, da sie von IHM erfüllt wird. Im Pfingstwunder dürfen es
die Jünger in ähnlicher Weise erfahren. MARIA, die den HERRN in ihrem Herzen
trägt, ist dort die verborgene Mitte. Sie steht für IHN, der als Auferstandener
immer wieder unter ihnen war. Auf die Mitte kommt es an. Hat der HERR nicht
schon in Seiner Verkündigung das Kind und den Mann mit der verdorrten Hand in
die Mitte gestellt, um sie hervorzuheben (vgl. Mk 3,3 u. 9,36)?
40 Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. 41 Als
Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet
vom Heiligen Geist erfüllt.
Lobpreis und Staunen gehen in eins,
das Eine ruft das Andere hervor, Wurzel aber beider ist die Demut, das demütige
Wissen, dass alle Vollendung nur aus GOTT kommen kann. Muss GOTT nicht in
unserer Mitte sein, wenn der Mensch ganz zurück tritt, um IHM Raum zu geben? Wie
anders klingt und hallt der Lobpreis aus der Tiefe einer Seele, als der, den wir
mit besten Kräften tun, doch ohne den Hauch des GEISTES! Aller Lobpreis im
Himmel wird notwendig von Innen aufsteigen und alles Außen, dass es auch dort
noch geben wird, nach Innen mitnehmen. Im dreifachen Lobpreis von Engel, Mensch
und Schöpfung ist das Lob GOTTES vollkommen.
42 Und sie rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle
anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. 43 Wer bin ich, daß
die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
44 In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in
meinem Leib. Das nächste Wort: „selig…“ fasst zusammen, was uns schon hier auf
Erden geschenkt wird, wenn
wir uns im Glauben so ausliefern, wie sich die beiden Frauen ausgeliefert haben.
Beider Lobpreis klingt in eins zur ewigen Ehre GOTTES. 45 Selig bist Du,
die Du geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr Dir sagen ließ. 46 Da sagte
Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, 47 und mein Geist jubelt über
Gott, meinen Retter. 48 Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Schauen wir von der Perikope der Begegnung
der beiden Frauen hinüber zu einer anderen Begegnung, die in ähnlichem Lichte
steht. Da Thomas Seines Unglaubens überführt wird, bricht aus ihm ein ähnlicher
Lobpreis in dem Bekenntnis hervor: „Mein HERR und mein GOTT“, das der demütige
Bruder Klaus in sein Herzensgebet in anderer Weise aufgenommen hat, um sich für
immer und ewig in IHM zu verankern.
Wie verschieden kann diese Perikope gedeutet
werden! Ist das Wort des HERRN moralisch zu deuten? Muss Thomas, wie es Manche
verstehen, seinen Zweifel, sein Widerstreben wieder gut machen? Wie soll er das
tun? Wie schnell sind in der Moral die Dinge in ein Fach zu bringen. Doch damit
ist auch alles Gnadenhafte, Unbegreifliche aus dieser Bekehrung gelöscht. Selbst
wenn ihn die Mitapostel aufmerksam gemacht haben, dass er umkehrte, war Werk der
Gnade. Der GEIST ist ausgeschieden, wo die Moral das erste Wort hat. Gesetze,
Moral können vorbereiten, Hilfe geben, der hl. Paulus hat das wohl am besten
verstanden, doch die Wandlung des Menschen ist GOTTES Werk. Wie sehr müssen wir
uns nach ihr ausstrecken. Das ist Menschen, die alles selbst in die Hand nehmen,
notwendig eine Torheit. Hier stehen wir heute in der Scheidung.
Wir müssen näher hinschauen! Glaube ist
Geheimnis. Bekennen wir es nicht laut nach der Wandlung in der hl. Messe? Was
dort gilt, umgreift unser ganzes Leben im Glauben, die Liturgie ist uns
Lehrbeispiel. Wer im Glauben wach ist, begegnet diesem Anruf: „Geheimnis des
Glaubens!“ auf Schritt und Tritt, in all dem und denen, die ihm begegnen. Das
ist die Schule des Glaubens, die erst mit der letzten Stunde unseres Lebens
endet. Das ist die Forderung der die Kirche und jeder Einzelne in ihr stehen
muss in dieser Zeit der Prüfung.
Dass Einer im Glauben bereit ist, sich in Dienst, Lobpreis und Dank zu
verschenken, setzt voraus, dass sein Herz aufgebrochen ist für GOTT, und nicht
irgendeinen Gott, sondern den unseres HERRN JESUS CHRISTUS, der für uns
am Kreuz gestorben ist. Paulus bekennt: Ich bin mit Christus gekreuzigt; 20 nicht mehr ich lebe, sondern Christus
lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben
an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat. 21 Ich
setze Alles auf die Gnade Gottes[39], denn
käme die Gerechtigkeit durch das Gesetz, so wäre Christus vergeblich gestorben.Wie sehr die
einzelnen Jünger unter der Katastrophe des Kreuzes gelitten haben, wie tief sie
hinein fielen in Verzweiflung, wir finden dafür nur Andeutungen. Das Schicksal
Judas’ reißt den Abgrund vor uns auf, über dem sie alle standen. Das Wort:
“keiner kann GOTT schauen, ohne zu sterben“, bleibt auch für uns im Neuen Bund
gültig.
Verschieden sind die Menschen, verschieden ist, wie GOTTES Liebe sie anredet,
jeden in Seiner Art. Da ist nicht zuerst Moral und Zurechtweisung, sondern
Geheimnis der wunderbaren Führung GOTTES hin auf Seinen SOHN, zu dem jeder von
uns seinen je eigenen Weg finden muss. Erst im Himmel werden wir dieses
Geheimnis einmal in Ewigkeit bestaunen und lobpreisen. Hier auf Erden ist der
gute Schutzengel uns zur Seite gegeben, um uns auf diesem einzigartigen,
königlichen Weg zu führen. Wenn wir uns dessen bewusst werden, werden wir in der
hereinbrechenden Gesetzlosigkeit dieser Zeit dankbar seine Hand
ergreifen.
Mt 24, 11 Viele falsche Propheten werden auftreten, und sie werden viele
irreführen. 12 Weil die Mißachtung von Gottes Gesetz überhand nimmt, wird die
Liebe bei vielen erkalten. 13 Wer jedoch bis zum Ende standhaft bleibt, der wird
gerettet.
Die Apostel kommen gerade aus der Katastrophe
des Kreuzes. Die Erschütterung ist noch nicht überwunden. Das Bekenntnis Thomas’
reißt sie mit nach oben. So trägt die Bekehrung jedes Einzelnen bei, dass auch
die Übrigen sich tiefer bekehren, hin auf den EINEN, der alles in Weisheit
vorher gesehen hat. Tief ist dieses charismatische Wort, das der HERR an eine
Seele gerichtet hat:
„In deiner tiefsten Wunde wirst Du mich am
ehesten finden.“ Geheimnis der Abbildlichkeit, in der wir nach GOTTES Bild
geschaffen sind: nur der tief Verwundete wird das Geheimnis der sich
verströmenden Liebe GOTTES am Kreuz ahnend verstehen.
Die Bekehrung des hl. Franz von Sales aus
tiefster Verzweiflung hinüber zum Bischof der Liebe kann dies noch mehr
erhellen. Da er, vielleicht angesteckt durch Calvin, glaubte, verdammt zu sein,
hatte er auf Leben und Tod um den Glauben gerungen. Hat ihm GOTT diese Last
aufgelegt, um Vielen, die in ähnlicher Not waren, aufzuhelfen? Immer fällt es
auf Einzelne, eine Not bis zum Letzten durchzustehen, um wieder zum Licht
durchzubrechen. Allein in der Gnade GOTTES konnte ihm der Gedanke kommen, der
ihn retten sollte von der bösen Verfinsterung seines Geistes: „Wenn ich auch in
die Hölle komme, ich werde nicht aufhören, auch dort GOTT zu preisen!“
Wie sehr gilt es, wenn die Finsternis uns
gefangen hält, den kleinsten Lichtstrahl aufzunehmen und uns daran zu klammern.
Franz von Sales hat sich an ihm zum Künder der Liebe GOTTES hinaufgearbeitet. In
einer Zeit, da die Lehre Calvins wie Wölfe in den Bereich des Glaubens einbrach,
hat er den wahren Glauben gerettet. Die einfachen Lösungen der Sekten sind
Täuschung: man löst die Spannung des Kreuzes nach der einen oder anderen Seite
und verfehlt notwendig die Mitte! Sein Ringen mit GOTT wurde zum Gespräch der
Liebe, in dieser Liebe fand er hinüber zu anderen Suchenden wie die beiden
Frauen MARIA und Elisabeth im Glauben zueinander fanden.
Der Schleier eifersüchtiger Liebe hütet noch
heute das Geheimnis der drei Monate, die MARIA bei Elisabeth verbringen durfte.
Es muss bis in den kleinsten Winkel des Alltags hinein ein Stück Himmel auf
Erden gewesen sein, auf den der VATER in tiefem Wohlgefallen schaute. Guter
Wille ist die eine oft sehr brüchige Seite des Menschen, Wohlgefallen GOTTES ist
die andere, wandelnde, des stillen Wirkens GOTTES über dem Menschen, in das sich
der Mensch an der Hand des Engels leise einfügt. Wo sie beide zusammen gehen,
ist Frieden auf Erden, wird ein Neues in der Schöpferkraft GOTTES!

Wir können GOTT und den
Nächsten nur lieben, wenn wir sie kennen. Unsere Liebe wird umso tiefer und
wahrer, je mehr wir erkennen. Doch wie erkennen? In aller Verflachung der Werte
haben wir vergessen, daß wir nur im Lichte von GOTT recht erkennen. Wenn Liebe
und Erkennen nicht bloß leere Worte sind, die wir gedankenlos wiederholen, dann
bedarf es der Glut und des Lichtes im
Hl. GEIST, die nur denen werden, die darum beten. Allein der Hauch des GEISTES
vermag den Menschen aus der Masse der Antlitzlosen herauszuheben, daß wir
aufschauen – in ein Antlitz, das uns anschaut.
Wo der GEIST weht und
aufgenommen wird, da wird ein Neues, eine neue Schöpfung, in uns und um uns. Da
ist das Fließband der Massenproduktion unterbrochen, da bricht wie durch
Wolkendunkel ein goldener Strahl, und der Mensch weiß: Du bist gerufen, Du mußt
antworten. Er tritt heraus aus dem Grau des Einerlei, läßt hinter sich Alle, die
sich nur noch in aufpeitschenden Rhythmen bewegen, weil sie tot sind in der
Seele.. Es gibt kein Erkennen und keine Liebe ohne Begegnung von Herz zu Herz,
mag sie auch durch das Papier eines Buches vermittelt sein. Immer verlangt sie,
durchzubrechen durch starre, tote Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten, sie
muss Aufschwung des Herzens, Sehnsucht nach Licht werden.
Erkenntnis und Gegenüber
Es gibt kein Erkennen,
wenn uns nicht Etwas, Jemand, entgegen tritt, gegenüber steht. Wo wir solcher
Begegnung ausweichen, ihre Möglichkeit leugnen und
Alles von uns selbst her zu wissen und zu bestimmen meinen, bleiben wir mit uns
selbst allein. Hier ist die Philosophie der Neuzeit (nicht nur die des
Idealismus) in der Nachfolge von Nominalismus und Luthers Reformation in eine
Sackgasse geraten, die sich immer mehr als der Abgrund offenbart, in den der
Lichtträger gestürzt ist, weil er es besser wußte als GOTT.
Es ist wahr, daß der
Mensch ein gewissen Wissen um Wirklichkeit (Kant nennt es „a priori = voraus“)
in sich trägt, einen Rest jener Erkenntnis Adams, den er mit den Engeln teilte.
Die Genesis spricht nach seiner Erschaffung davon, daß GOTT ihm die Dinge und
Lebewesen vorführte „und er gab ihnen den Namen“. Doch je mehr der Mensch sich
von GOTT entfernte, umso mehr hat sich dieses innere Wissen verloren. Verblendet
über seine Armut, will er von diesem Rest her nicht nur ein neues Weltbild,
sondern eine „neue Welt“ aufbauen (New Age!).
Der Abgrund im Menschen
ist dieses „Ich bin Ich“, das sich selbst vollkommen glaubt und darum jegliche
Begegnung mit einer anderen Wirklichkeit nicht nur ablehnt, sondern leugnet.
Abgrund ist das Ich insofern, als der Mensch auf GOTT, auf die Begegnung mit der
höchsten Wirklichkeit hin geschaffen ist. Wo er sich dieser Begegnung
verweigert, bleibt er mit seinem armen Ich allein, das nie vergessen kann, daß
es auf den Ewigen, Unendlichen GOTT ausgerichtet ist und darum immer, auch in
Seiner Verneinung, nach IHM sich ausstrecken wird. Dies ist Höllenqual in
Ewigkeit, erkennen zu müssen, daß wir die uns von GOTT verheißene Ewige
Glückseligkeit von uns gestoßen haben.
Der Böse und wer immer ihm
folgt, hat den ewigen Tod gewählt und kann darum, so lange ihn GOTT noch wirken
läßt, nur das was ihm eigen ist, um sich verbreiten. Darum versucht er, so lange
es ihm möglich ist, was immer entgegen steht, zu zerstören: was bleibt ist
Wüste. Der Mensch, die Schöpfung sind auf GOTT hin geschaffen, sie werden
wirklich in dem Maße, wie sie GOTT entgegen stehen. Dieses „Entgegenstehen“
gründet im Geheimnis des DREIFALTIGEN GOTTES, wo der SOHN dem VATER gegenüber
steht, weil der VATER sich in IHM erkennen will. Der VATER, der den SOHN über
alles liebt, will IHN nicht nur in Seinem GOTTSEIN gegenüber sehen, ER will Ihm
auch „außen“ begegnen. Darum schafft ER die Schöpfung nach Seinem Bild, erlöst
sie von der Sünde durch den SOHN, schafft sie neu im HEILIGEN GEIST. Das
Entgegenstehen des SOHNES zum VATER hat auf Golgotha, da der SOHN sich vom VATER
für uns Sünder verstoßen sieht, sein höchstes, nicht mehr zu überbietendes Maß
erreicht.
Entgegenstellung im Kreuz
Wenn Paulus schreibt, daß
ihm die Welt in CHRISTUS gekreuzigt ist, dann stellt er bewußt alles was ihm
begegnet, Dinge, Geschehen oder Menschen in diesen Abstand der Entgegenstellung.
Weise spricht die Sprache in verschiedenster Weise von den Gegenständen, von
Entgegnung, Gegenwart usw., nur wo wir aus uns heraus auf ein Anderes zu gehen,
können wir erkennen. Alles Leben kommt aus der Gegensätzlichkeit im menschlichen
wie im sachlichen Bereich und kann sich nur in ihr nach dem Willen GOTTES in
rechter Weise vollenden.
Luzifer, als das höchste
aller Geschöpfe, sah sich im Anfang allein GOTT gegenüber. Da er sich von seiner
eigenen Herrlichkeit blenden ließ, wies er GOTTES Ansinnen, den Menschen zu
dienen, empört zurück. Er stürzte am „Felsen GOTT“ und wird am Ende der Zeit am
Felsen Petri zerschellen. In der Auflehnung der Engel gegen GOTTES Willen,
bricht die falsche Gegensätzlichkeit ein in die Schöpfung. Um sich
durchzusetzen, wird sie versuchen, alles Geschaffene mit sich in den Abgrund zu
reißen. GOTTES größere Weisheit wird dies zulassen und doch gerade in dieser
letzten Aufgipfelung des Widerspruches die falsche Gegensätzlichkeit (in ihrer
Todesgewalt) offenbaren und endgültig überwinden. Nur GOTT allein kann von sich
sagen: „ICH BIN ICH!“ Wer sich mit MARIA und in ihrer Nachfolge beugt, wie es
die stumme Schöpfung auf ihre Weise tut, wird in der Kraft des GEISTES, der
alles neu schaffen wird, im SOHN dem DU des VATERS gegenübertreten und in IHM
seine Vollendung finden.
Gegenüber und Widersetzlichkeit
Schon kurz nach ihrer
Erschaffung werden Adam und Eva in ähnlicher Weise wie die
Engel am Anfang in ihrem GOTT „Entgegen stehen“ geprüft, wie es heute jedem
Menschen ergeht, der zum Gebrauch der Vernunft gelangt ist. Anders ist die
Prüfung des Geistwesen Engel, anders des (noch unfertigen) Menschen, Geschöpf
der Hoffnung (der Mensch sollte hin wachsen zu GOTT!). Wo der Mensch vor GOTT
steht, ist er angerufen in seinem (selbständig- ) Stehen zu dem Größeren GOTT Ja
zu sagen. Allein im Gehorsam gegen das Wort GOTTES hätte er der Versuchung des
Bösen (der ihm geistig weit überlegen war) widerstanden.
Da Adam und Eva dem Wort der Schlange mehr Gehör schenkten, fielen sie aus der Gnade, vor GOTT stehen
zu dürfen heraus in die dem Bösen eigene Gegensätzlichkeit = Widersetzlichkeit.
Weil ihr gegenseitiges
Verhältnis nicht mehr in der Gegensätzlichkeit vom VATER zum SOHN gründet,
werden sie in Auswirkung der ersten Sünde, des Gehorsams unfähig, einander in
der für den Menschen gewollten Gegensätzlichkeit zu erkennen und zu ertragen.
Sie haben ihren Ort, von GOTT bestimmt, verloren und müssen sich, wie der
Abstieg des Menschen bis zum Höhlendasein beweist, immer mehr von IHM entfernen,
bis ihnen an diesem tiefsten Punkt das Erbarmen GOTTES begegnet und sie langsam
wieder anhebt, der Erlösung in JESUS CHRISTUS entgegen.
In IHM setzt der VATER dem
„Verlorenen SOHN“ ein neues „Entgegen“, an dem sich die „Menschen guten Willens“
aufrichten können, bis (wir erleben es in unserer Zeit), der Mensch erneut diese
Gnade verschleudert und sie mit den Dirnen in einem ausschweifenden Leben
verwirkt und jetzt noch ärmer vor GOTT steht als im Anfang. Die Verzweiflung des
Neuheiden, die wir heute in besonderer Weise in der Jugend erleben, steht vor
dem Abgrund, in den der Böse gestürzt ist. Hier gibt es für den, der sich gegen
GOTT entschieden hat, keine Umkehr mehr.
Verlust der Erkenntnis
Der Mensch, verführt durch
den gefallenen Geist, wird durch die Sünde endlich wie der gefallene Engel zu
„unsterblichen Staub“ – „aus dem Staub bist du genommen und wirst in ihn
zurückkehren“. Die Sünde des Fleisches, die in jeder Zeugung weiter gegeben wird
bis auf unsere Tage, bis ans Ende der Zeit – erniedrigt den Menschen unter das
Tier, wenn er nicht im Glauben die enge Pforte des Heiles in JESUS CHRISTUS
durchschreitet. Sie reißt alle von GOTT gegebene Ordnung nicht nur im Leben,
sondern bis hinein in die Natur nieder.
Die Nivellierung aller GOTT gewollten Gegensätzlichkeit in unserer Zeit auf
allen Gebieten, in der Aufhebung der Ordnung der Natur, der Geschlechtlichkeit,
der geistigen Werte, ist ein klares Zeichen, wie sehr der Feind seine Macht in
der Menschheit ausbaut.
Nicht nur die Erkenntnis
GOTTES, sondern immer mehr jegliche wahre Erkenntnis geht dem Menschen verloren.
Die erste Lüge im Paradies, die den Menschen zu Fall brachte, wird dem Menschen
zum Schlüssel aller Erkenntnis dieser Welt, die er sich in der Macht der
gefallenen Engel aneignet. Bewußt baut er in seinen Wolkenkratzern eine Welt der
Widersetzlichkeit gegen GOTT.Die
Homosexualität ist nicht nur eine Sache der „Homosexuellen“, sie ist Zeichen
dafür, daß der Böse zum letzten entscheidenden Schlag gegen den DREIEINIGEN GOTT
ausgeholt hat, da er den Menschen in seine ewige Unfruchtbarkeit hinein zieht.
Wo der Mensch nur sich selbst will, da braucht er nur sich selbst und er wird
sich in dieser Notdurft aufbrauchen, daß endlich nur eine Kloake übrig bleibt,
Höllengestank in Ewigkeit.
Die rettende Hand
Sie ist uns im Buch des
Lebens, der Bibel, in vielen Bildern angezeigt: in Abraham, der aus einem
sündigen, dem Tode verfallenen Volk aufbricht, in Lot, der Sodom hinter sich
läßt, in Kapharnaum, über das der Herr den Fluch gesprochen hat.......in der
wunderbaren Rettung einiger Weniger aus den zusammenstürzenden „Türmen“ von New
York. Immer, ob sicht- oder unsichtbar, greift hier die Hand des Engels ein, der
den Menschen heraus führt, wenn er nur nicht zurück schaut.
Mit dem Engel müssen wir
beginnen, die Wirklichkeit, die uns der Böse gestohlen hat, wieder zu gewinnen,
angefangen in den kleinsten Dingen, denen der Böse sein Eigentumszeichen (den
Fünfstern und andere ähnliche Zeichen) aufprägt.
Wo er in der Anstrengung der Lüge Schritt für Schritt eine Welt gegen GOTT
aufbaut, müssen wir an der Hand MARIENS (in ihrem JA zu GOTT) und des Engels (in
dem sie allzeit bei uns ist) gegen die Übermacht des Feindes GOTTES Reich
aufbauen, das in allem Zerfall bis hinein in die Kirche schon hier auf Erden die
GOTTESstadt des Neuen Jerusalems gegenwärtig setzt.
Wo der Mensch bewußt die
Hand des Engels ergreift, sich von ihm führen läßt, wird er auf Umwegen den
Platz im Leben finden, den GOTTES Erbarmen ihm von Ewigkeit her zugedacht hat.
Wo er in aller Verwirrung und allem Verfall diesen Platz mit dem Engel hält,
wird er dem suchenden Bruder zum Halt und hilft Gemeinschaft aufzubauen, die ihr
Fundament nicht nur auf Erden hat und auch dort feststeht, wo sie in Erdbeben
geschüttelt wird.
Licht in der Dunkelheit
Wo der Mensch mit dem
Engel geht, wird er in Geduld und Vertrauen auf GOTTES Führung den Menschen
finden, den GOTT ihm von Ewigkeit her zugedacht hat. In dem er sich erkennen
kann, wie sich Adam zuerst (nach aller Einsamkeit) in Eva erkannte: „diese ist
wahrhaft Fleisch von meinem Fleisch!“ Wo ich mich aber in einem Menschen
erkennen darf, da beginne ich tiefer zu verstehen, was
der HERR mit seinem Gebot: „Liebe den Nächsten!“, gemeint hat. Er will nicht
eine unterschiedslose Menschheit ohne Angesicht, sondern eine Liebe, die
Ordnungen setzt, Wege weist, Knoten löst und den Mensch frei macht zu GOTT, zu
sich selbst und hin zu der Wirklichkeit, in die er hinein gestellt ist.
In der Verwirrung des
Geistes, die sich immer mehr über die Menschheit legt, geht dem Menschen der
„gesunde Menschenverstand“ verloren,
ganz zu schweigen von einer Unterscheidung der Geister (da er weitgehend schon
im Schlepptau des gefallenen Geistes liegt!). So braucht er bis in den Alltag
hinein Hilfe, um seine Schritte in aller Umsicht zu setzen, weil überall
Schlingen ausgelegt sind. Wenn er im Schweigen auf den Engel hören lernt, wird
dieser ihn weisen.
Wo der Mensch nur sich
selbst sucht, findet er auch in der „Begegnung“ mit dem Anderen nur sich selbst.
Unbefriedigt stößt er ihn ab und beginnt das gleiche böse Spiel mit dem
Nächsten, der ihm begegnet. So gerät er immer tiefer hinein in den Wirbel, der
ihn endlich in den Abgrund reißt. Wo der Mensch im Blick auf GOTT dem Nächsten,
den ihm GOTT gewiesen hat, begegnet, da erkennt er in ihm das Antlitz JESU, das
ihn anschaut. Da wird jede neue Begegnung zugleich eine tiefere Begegnung mit
GOTT, nicht dem abstrakten GOTT der Ideologen und Philosophen, sondern dem GOTT
Abrahams, Isaaks, Jakobs, unseres HERRN JESUS CHRISTUS. In jeder Begegnung wirkt
GOTTES schöpferische Kraft, macht den Menschen neu, bis er endlich im Sterben,
IHM, den er in seinem Leben in so vielfacher Weise begegnet ist, von Angesicht
zu Angesicht gegenüber stehen darf.
GOTT ist das letzte Wort
In der Stunde unseres
Todes bringt der Engel das Buch der Rechenschaft vor GOTT. Er war ja immer
und überall in unserem Leben dabei (wie Wenige sind sich dessen bewußt!).
Das Gespräch, das GOTT mit jedem von uns führen will, verlangt auf unserer Seite
ein letztes Ja zu GOTT. Was für die Begegnung des Einzelnen mit GOTT gilt, hat
seine Gültigkeit auch für die Geschichte der Menschheit. GOTT verlangt auch hier
ein letztes Ja, in dem sich unser ganzes Leben hin zu IHM zusammenfasst, wie ER
in der Stunde des Gerichtes vor uns steht. Allein Seine Gegenwart fordert letzte
Entscheidung. ER hat es nicht notwendig, von außen einzugreifen. Daß ER
I S T verlangt von uns, daß auch wir seien. In dem Maße, wie ER uns an Sich
zieht, wie wir IHN in uns einlassen, werden wir „GOTTES fähig“.
In JESUS CHRISTUS hat GOTT
(nicht nur geistig) eine Brücke über den Abgrund zwischen GOTT und dem
Geschaffenen geschlagen und die von Plotin gnadenhaft erkannte Vermittlung durch
die Engel als Geistgeschöpfe einbezogen. Ist doch das WORT, wie wir es in all
den Begegnungen des Menschen mit den Engeln im AT erahnen, durch die Chöre der
Engel hinunter gestiegen auf die Erde. Sie haben schon in der Prüfung am Anfang
in Selbstverleugnung und reinem Glauben ihr Ja zur Menschwerdung GOTTES gegeben.
In diesem JA der getreuen
Engel ist nicht nur ihre Mithilfe bei der Erlösung in JESUS CHRISTUS, sondern
auch ihr endzeitlicher Einsatz zur Vollendung aller Dinge am Ende
eingeschlossen. Immer sind sie wie MARIA, und endlich mit uns in MARIA,
Werkzeuge der Unbegreiflichen Pläne GOTTES. Nach dieser Hilfe der hl. Engel
müssen wir uns ausstrecken, wenn wir die Prüfung bestehen wollen, die in
Gerechtigkeit GOTTES über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die letzte
Scheidung von Licht und Finsternis zu erreichen.
Da der Feind, weiß, daß
die Zeit für ihn kurz ist, versucht er, dem Menschen das letzte Licht der
Erkenntnis zu nehmen. Nur durch eine außerordentliche Gnade kann er noch vor dem
Abgrund gerettet werden. Dieser außerordentlichen Gnade dürfen wir in besonderer
Weise am Feste der Erscheinung unserer Lieben Frau von Lourdes als der
Immaculata, der Unbefleckten. der „ohne Erbsünde Empfangenen“ gedenken. Die
Dogmatisierung dieser selbst in der Kirche umstrittenen Glaubenswahrheit hat den
Feind zum letzten entscheidenden Kampf herausgefordert. Mit allen Kräften
versucht er, zuerst in Politik, dann in der Wirtschaft, zuletzt in der Religion
alles an sich zu reißen. In der Gewalt der Prüfung werden nur die
„Kleinen“ bestehen, die in ihrer Schwäche vor aller Übermacht des Feindes im
Glauben treu bleiben, wenn notwendig bis zum Märtyrertod.

VERZEIHEN IN FÜLLE
Gebet am Anfang
Brich auf, du hartes Herz
Das selbst beim Tod des HERRN verhärtet
bleibt!
Brich auf, denn ehe dein Tod anklopft,
muss deine Ware abgewogen
und für recht befunden sein.
Du bist nicht anders als dein, Vater, deine
Mutter,
das gleiche Maß gilt dir,
wenn du nicht auftust,
da der HERR Sein Herz dir anbietet.
Drum rühre dich und öffne!
Mk 11, 11 - 26, Den HERN hungert. Wonach? Dass ER Sein Verzeihen
weiter schenken kann. Wie? Auch wir müssen hungern nach Verzeihen, aber
nicht nur für uns, sondern zuerst für den Anderen, dessen Sünden uns ins Auge
stechen, dass wir sie lieber nicht sehen wollen, weil sie uns die gleiche
Sünden, die auch wir tragen, ins Gedächtnis rufen.
Wo müssen wir also zuerst
bitten? Dass der HERR ihm verzeihe.
Das Bitten allein genügt
nicht. Wir müssen mit, in und durch IHN die Sünden des Bruders auf uns nehmen,
dann wird Er sie vor den VATER bringen, und der VATER wir ihn durch die
Auferstehung von diesen Sünden lösen. Das ist die Lossprechung des VATERS, die
wir durch den SOHN, vermittelt durch den Priester erfahren. Es braucht also das,
was man früher Sühne nannte, heute wird dieses Wort vermieden. „Wird sind ja
durch CHRISTUS erlöst! Einfach!“
Wenn der Priester uns aber
nicht lossprechen will, weil er meint, so etwas brauche man nicht zu beichten? -
Dann solltest Du diese Sünde auf Dich nehmen. Es ist eine schwere Sünde, denn er
hat sich verweigert zu tun, was ihm doch vom SOHN durch die Kirche aufgetragen
ist. Dafür wird er sogar bezahlt, er lebt davon. Vielleicht liegt auch hier der
Fehler. Der HEILIGE GEIST wird sich darum kümmern, ER ist schon dabei. Denkt an
den aufgeputschten Skandal um die Unreinheit der Priester, Sündenbock für die
Flut der Unreinheit, die uns zu verschlingen droht. Doch muss er es nicht sein,
wenn er wirklich Priester ist, nicht nur verschämter Beamter?
Siehst Du wie hier eine
Kette entsteht? Du kannst nicht einfach außerhalb als neutraler Betrachter
abseits stehen. Ob Du willst oder nicht, du bist schon drin. Leider ein
gebrochenes Glied, das den ersten Ruck nicht übersteht. Auf die Kette kommt es
dem Hl. GEIST heute besonders an. Wie leicht wird heute Alles und Alle vernetzt,
doch da liegt die Kette nahe am Boden, dass wir notwendig stolpern müssen.
Der HEILIGE GEIST möchte eine zweidimensionale Kette. Die reißt dann auch
nicht so leicht. Sie geht zuerst nach oben und dann nach unten. Das ist ihr
Geheimnis und ihre Kraft. Den Hl. GEIST haben wir gerade zu Pfingsten gefeiert - doch bis zum nächsten Jahr vergessen.
Verzeihung, die wir
erfahren muss weitergegeben werden. Nicht mit großen Worten, sondern zuerst
schweigend von Herz zu Herz. Wenn Du im Herzen nicht verziehen hast, wartet
schon die nächste Gelegenheit darauf, dass Du dem Anderen zurückgibst, wo er Dir
wehe getan oder Dich unnötig auf Deine eigenen Sünden aufmerksam gemacht hat.
Wir sind auch hier noch beim verdorrten Feigenbaum. Er hatte doch grüne Blätter,
dass der HERR sich täuschen ließ, er könnte etwa auch Früchte für Seinen Hunger
haben. Doch dann kommt IHM, es ist ja nicht seine Zeit. Wie konnte ER Frucht
erwarten?
ER meint es wohl anders.
Das könnte uns aufgehen, wenn wir ein wenig über diesen Widerspruch nachdenken.
ER kommt aus einer anderen Zeit, genau aus der, die ER den Menschen bringen
will. Eine Zeit, die nicht wie die unsere vergessen hat, dass sie aus der
Ewigkeit kommt und einmal notwendig in sie zurückkehren muss.
Und dann: steht er nicht
für Jerusalem, die Stadt des VATERS, die doch etwas von der Ewigkeit verraten
müsste. Es geht um eine andere als die nur irdische Frucht, die uns allein
beschäftigt, dass wir aus dem Stress nicht mehr heraus kommen. Hat Stress je
Frucht gebracht? Und doch sieht sie aus wie grüne Blätter. Wir sind doch voll
der Bewegung und des Lebens im Stress, dass wir es kaum mehr können. Schau auf
das Ende. Wie mancher hat sich am Wochenende ein schönes Haus gebaut, es grün
gestrichen, und dann kam der Krebs und man legte ihn in ein braunes Loch, auf
dem schon morgen wieder grünes Gras wächst, gedüngt von den verwelkten Blumen
und Kränzen.
Es muss unser Leben schon
hier Frucht für die Ewigkeit bringen. Doch wie? Da kommen wir zum zweiten
Abschnitt. Der HERR kommt von Bethanien zurück. Sie gehen am Baum vorbei. Er ist
inzwischen verdorrt. Der Fluch JESU über seine Unfruchtbarkeit hat
augenblicklich gewirkt, wenigstens über Nacht. Und jetzt ist es Nacht über ihm,
in der keiner mehr wirken kann. Ende des Stress. Die Blätter fallen bald ab. Das
Holz wird man verbrennen. Doch das dauert für uns eine Ewigkeit dieses
Verbrennen, so hart ist das Holz, wie Stein.
Petrus macht den HERRN
aufmerksam. Eigentlich unnötig. Was ER spricht, ist nicht nur Wort, ist immer
Tat. Das haben wir vergessen, die wir so viele Worte reden, dass wir gar nicht
mehr wissen, was wir sagen. Und doch ist es gut, dass sie Petrus und wohl auch
die Anderen wundern. Da kann wenigstens der HERR ansetzen, denn das Wundern
haben wir auch verlernt, die technischen Wunder, die wir selbst machen, haben
uns da blind gemacht.
„Wenn ihr nur Glauben
hättet….dann……..bittet nur, und ihr werdet erhalten….“
Wir müssten wohl dauernd
bitten, um dieser Forderung gerecht zu werden, oder…
Den Hl. GEIST in uns
bitten lassen, da „wir nicht einmal wissen, was und wie wir bitten sollen“. Dass
es nicht geht, ist ein klarer Hinweis, dass sie den Hl. GEIST noch nicht
empfangen haben. Doch schon hier will der HERR wenigstens die Sehnsucht nach IHM
wecken. Wie viel kommt es auf die Sehnsucht haben, die der GEIST heute mehr
findet bei denen, die „im Dunkel und Todesschatten sitzen!“ Doch auch dies haben
wir vergessen, wir spenden doch jetzt fast jeden Sonntag. Welch’ ein Schaden für
den Glauben. Auch dies ist geschickt bereitet: wir sollen auf dem Boden dieser
Erde bleiben, die wir bereiten, so wie wir sie brauchen.
Doch der GEIST will nicht,
dass wir uns in unfruchtbaren Überlegungen verlieren. Wie könnten wir sonst je
zur Frucht kommen? ER setzt an der empfindlichsten Stelle an: wo wir es besser
wissen und doch nur nach außen. Wo wir das Schlechte sofort bei den Anderen
sehen, weichen wir nur aus. Es ist ein Wink mit dem Zaunpfahl, in die Kette, die
gleich am Anfang gerissen ist, zurück zu kehren. Reue, Beichte und Vorsatz und
dann, vielleicht noch bei einem anderen Priester noch die Absolution, wie
vorgeschrieben, nützen allein nicht, wenn die Kette abreißt. Wenn Du nicht
verzeihst, dann geht es nicht weiter, weder mit Dir noch mit dem modernen
Priester, der nicht absolvieren wollte, noch mit irgendeinem Anderen, mit dem Du
nicht weiter kommst. Der Baum ist verdorrt, die Blätter fallen, er wird
verbrannt. Wenigstens für das Feuer hat er noch getaugt.
Die Botschaft des
ERBARMENS, der Johannes Paul II mit einigen Schwierigkeiten ihren liturgischen
Ort in der Kirche geschenkt hat, kann nur in uns Gläubigen auferstehen, wenn Sie
von der Auferstehung und der Sehnsucht nach dem KOMMEN DES HEILIGEN GEISTES
gehoben wird. Hat der Böse nicht geschickt unsere fromme Barmherzigkeit auf die
karitative Hilfe zurück geschraubt, so dass wir glauben mit unseren vielfältigen
Spenden am Sonntag im GOTTESdienst, Alles erfüllt zu haben, was GOTT von uns
erwartet, erbittet. Bevor dieser enge, „fromme“ Rahmen nicht gesprengt wird,
kann sie in der Kirche nicht lebendig werden.
Wo wir den hl. Engel als
den Boten der Barmherzigkeit GOTTES, verschieden für jeden von uns erkennen,
bekommt der Anruf der Barmherzigkeit nicht nur die Weite des Sich – ganz –
Verschenkens an GOTT, es wird dieser Anruf ein je verschiedener für uns, je nach
dem Maß, nach dem GOTT uns geschaffen und berufen hat.
Wenn auch heute die
Heiligen der Barmherzigkeit nach vorne rücken, es gibt noch andere Heiligkeiten,
wenn wir einmal die Heiligen näher betrachten. An der Therese von Calcutta
können wir das am deutlichsten Engel erfahren. Sie hat wirklich die Schranken
auch unserer christlichen Enge (=Ängstlichkeit) gesprengt, da sie allein im
Vertrauen auf GOTTES Ruf die Sicherheit ihres Klosters verließt und Niemandsland
betrat. Wer ihr Geheimes Tagebuch gelesen hat, welcher geistige Kampf dieser
Entscheidung vorausgeht. Die „Barmherzigkeit“ nach Terese von Calcutta ist nicht
nach unseren bürgerlichen Maßen.
Willst Du über dich hinaus
und doch deiner je eigenen Berufung treu bleiben, dann denke an den Hl. GEIST,
den Du schnell nach Pfingsten vergessen hast, und noch konkreter, denke an
Seinen Dir persönlich zu Begleitung und Rat gegebenen hl. Engel, er kann Dir
weiterhelfen. Wenn Du nur willst. Vielleicht wartet auch der Priester, der dir
Absolution verweigerte verborgen im Herzen darauf, dass Einer
ihm die Sünden abnehme, die er nicht zu beichten wagt.
Gebet am Ende
Gichtbrüchige sind wir, lahm und blind.
HERR heile uns!!
Schwerfällig im Tun und verstockt im
Verzeihen!
HERR heile uns!
DU aber hast Feuer der Liebe, BROT
und WEIN
Und erbarmendes Ö!
Heile uns HERR!
VATER im Himmel, Durch Deinen SOHN JESUS
CHRISTUS,
hast Du Dein Erbarmen eingepflanzt in die
Schöpfung.
Da DU jetzt den Haus Deines GEISTES der Liebe
darüber sendest,
tust DU DEINEN WILLEN kund zu völligen
Verzeihung.
Lasse uns dafür danken in Ewigkeit Amen.
Jo 16,9 Sünde: dass sie nicht an mich
glauben;10 Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe
und ihr mich nicht mehr seht; 11 Gericht: dass der Herrscher dieser
Welt gerichtet ist. Jo 15, 8-11 - 14 Er wird mich verherrlichen; denn er wird
von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. 15 Alles, was der Vater
hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird
es euch verkünden.
Ist es nicht seltsamen, dass in letzter Zeit
so viel dunkle Skandale ans Licht kommen, die sich oft Jahrzehnte verstecken
konnten. War dies nicht ein wesentliches Zeichen als der HERR mit der
Verkündigung begann, dass zuerst die Dämonen IHN als den HERRN bekennen mussten?
Mk weist darauf besonders deutlich hin: und er heilte viele, die an allen möglichen
Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den
Dämonen
zu reden; denn sie wussten, wer er war,
1,31. Selbst in der Kirche kann es Empörung auslesen, dass man davon nur eine
Andeutung macht. Wir sind für Alles, was nicht unmittelbar erkannt und erfahren
werden kann, blind. Als Ersatz für unsere Neugier, die bleibt, bietet uns der
Feind das Außerordentliche an, um unsere müde Vorstellungskraft aufzupeitschen.
Dass Einer durchschaut, löst Scheidung aus.
Im Augenblick bleibt es darum noch still. Bleiben wir still, wie es um den
wahren GOTT still geworden ist. GOTT wartet, selbst für die noch Glaubenden wird
dieses Warten immer unerträglicher. Hat ER nicht davon gesprochen, dass selbst
die Auserwählten den Glauben verlören, wenn die Zeit nicht abgekürzt würde? Auf
nichts werden wir mehr geprüft als auf die Geduld. Hat Adam und Eva nicht hier
zuerst versagt, da sie es besser wissen wollten? Heute wissen es fast Alle
besser! Sie haben die Mittel dazu ja in der Hand. Morgen wartet auf das
Bekenntnis die Verfolgung.
Bei GOTT hat alles Seine Zeit. In der
Ungeduld muss der Mensch die rechte Zeit, den rechten Ort und die rechte Weise
des Bekenntnisses verfehlen und damit dem Feind in die Hände arbeiten. Auch hier
gilt es zuerst arm und sein. Warten lernen, hören, horchen und gehorchen. Wem?
Niemand sollte uns hier näher sein als unser guter Engel. Wenn wir unsicher
sind, suchen wir einen treuen Priester, auch wenn wir weit gehen müssen. Es geht
um das Ewige Leben! Dafür müssen wir jeden Preis zahlen, wie es heute die arme
Menschheit bei ständig steigenden Preisen für ihren Wohlstand tun muss, auch
wenn sie darüber nicht froh werden.
Nützen wir die Zeit, bis der HERR uns rufen
wird, um uns zu bereiten. Wie viel ist da noch in uns aufzuarbeiten, damit wir
morgen nicht schon beim ersten Windstoß umfallen. Wie viel in nächster Umgebung.
In unserer persönlichen Vergangenheit, in dem was von schwerer Zeit noch nach
bald 80 Jahren auf uns lastet. Ist das dunkle Erbe des vergangenen Weltkrieges
aufgearbeitet? Das Lehrschreiben der österreichischen Bischöfe anlässlich ihrer
Wallfahrt ins hl. Land wird kaum bei den Priestern gelesen, die es unentgeltlich
empfangen haben. Und doch müssten wir alle darum wissen. Wie war es möglich,
dass Hitler hier einmarschieren konnte und die Kirche überrumpelte, dass sie im
Anfang beigab? Wie sehr hat es schon damals an der rechten Unterscheidung der
Geister gefehlt. Wenn schon damals wahrer Bekennergeist – mit wenigen Ausnahmen
– fehlte, wie soll er morgen aufstehen, da wir im Wohlstand und einem billigen
Humanismus uns wohl fühlen? Gehen wir dem nüchternen Wort bei Johannes nach. Es
hat uns Viel zu sagen!
Der Zwang des Menschen sich in die vorgegebene Gesellschaftsordnung
möglichst reibungslos einzufügen, wird durch das „Überhandnehmen der
Gesetzlosigkeit“ = Anarchie verschärft und führt endlich auch im Westen zu einer
ähnlichen Reglementierung des Lebens wie in den kommunistisch geführten Staaten.
Der Mensch kann dem Nächsten nur in vorgegebenen sozialen Kadern begegnen, eine
persönliche Begegnung wird immer schwerer. Die Vermassung des Menschen wird
bewusst gesteuert. Selbst die Kirche ist in diesen Sog hineingerissen. Um noch
einen Restbestand von verbindlicher Ordnung in der tödlichen Spannung von
Tradition und Moderne zu erhalten, beschränkt sie bewusst oder unbewusst gegen
ihre eigene Bestimmung und ihr Verkündigung (Vat. II) die Bewegungsfreiheit des
Gläubigen nicht nur hin zum Nächsten, sondern hin zu einer persönlichen
Begegnung mit GOTT, besonders dort, wo sie sich dem Lauf der Welt angepasst hat.
In diesem Lichte gilt es die Episode der Begegnung JESU mit dem Grossinquisitor
in den „Brüdern Karamassow“ zu sehen, gilt es doch einen letzten „Brückenkopf“
zu halten.
Wo kann GOTT noch den
Einzelnen ansprechen, da er sich hinter vorgegebenen Formen religiösen
Verhaltens (zueinander wie zu GOTT) verbirgt? Wer im Lärm dieser Zeit nicht
schwerhörig geworden ist, muss notwendig den klagenden Ruf GOTTES nach dem
Sündenfall im Paradies hören: „Wo bist du Adam“. Die gescheite Behauptung: „GOTT
ist tot!“ ist ein stummer Angstschrei, der aus nicht wenigen Herzen aufsteigt.
Die Angst vor diesem GOTT, der sich entzieht, aber doch an Seinen Forderungen
festhält, bringt den Menschen dazu, sich vor IHM zu verstecken: sei es in
vorgegebenen religiösen Formen, sei es hinter dem „Bruder“ – denn das große
Gebot der Stunde ist ja die „Nächstenliebe“. Sie hat die Liebe zu GOTT
verschlungen, auch wenn sie großzügig vorgibt, sie gerade auf diese Weise am
besten zu üben. Zwischen den Mühlsteinen einer rigorosen Tradition und einer
schrankenlosen Moderne werden die wenigen, die ihren Weg zu GOTT zu finden
versuchen, wie zermahlen. Und doch ist gerade dies die ihnen von GOTT gebotene
besondere Gnade, um diese Mauern zu durchbrechen, nicht in ihrer sondern in
Seiner Kraft, wenn sie nur „Tag und Nacht zu IHM schreien!“
Was sich an
„protestantischem Glaubensgut“ inzwischen in der katholischen Kirche breit
gemacht hat, greift unbewusst die Sehnsucht des Menschen auf, dem persönlichen
GOTT zu begegnen. Sie ist freilich so ohnmächtig, dass sie nur so weit kommt,
solche Möglichkeit dort zu fordern, wo sie sich eingeschränkt fühlt. So wird sie
wie immer mehr alles anscheinend verbindliche Wort unserer Zeit zum Schlagwort,
zur Chiffre, von der keiner weiß, was sie bedeutet. Mit diesen Chiffren spielt
der Böse sein Glasperlenspiel und führt den Menschen immer mehr hinein in die
babylonische Sprachverwirrung: die damit endet, dass keiner mehr den Anderen
versteht. Ein Büchner schrie es schon im vorigen Jahrhundert von der Bühne: „um
den Anderen zu verstehen, müsste man ihm den Schädel aufbrechen!“, nur noch ein
Schritt zu Hitlers: „willst du nicht mein Bruder sein, schlage ich dir den
Schädel ein“.
Wie kann der Mensch von
heute gegen den Wall von Unterdrückung durchbrechen zu Seinem GOTT? War das
nicht schon die Sehnsucht eines Luther entgegen einer Kirche, die dem Menschen
diesen Weg durch äußere Forderungen verbaute? Die Not ist wohl zu aller Zeit die
gleiche, nur kommt sie in unserer Zeit in apokalyptischer Weise zum Durchbruch.
Sie erinnert an die letzte Phase der Unterdrückung der Gefangenschaft Israels in
Ägypten. GOTT wartet auch heute auf „einen Moses“, um das Volk zu erinnern, dass
ER sehr wohl um diese Not weiß und daran denkt, sie zu durchbrechen, wenn der
Mensch nur auf dieses Angebot eingeht.
Bedeutet
das, dass der Mensch den Anspruch der Kirche zugunsten einer persönlichen
Begegnung mit GOTT zurück stellt? Hier muss klar unterschieden werden. Der
einzelne Gläubige nimmt hier nur in Anspruch, was ihm von GOTT her in der Kirche
zugestanden ist. Im Gewissen ist er verpflichtet einem Anruf GOTTES zu folgen
unter zwei Bedingungen: er soll kein Ärgernis geben und er muss sich nüchtern
bewusst sein, dass er den „sicheren Weg der Kirche“ verlässt. Solches auf sich zu nehmen, ist für den
durchschnittlichen Gläubigen eine Überforderung. Sie liegt auf der Höhe
prophetische Berufung, der Seligpreisungen.
Doch fragen wir nüchtern:
hat der einzelne Gläubige überhaupt eine Möglichkeit, GOTT direkt zu begegnen,
wie es Protestanten so leichthin zu behaupten scheinen? Der Weg der Vermittlung
ist schon vor CHRISTUS philosophisch als einzige Möglichkeit gewiesen worden,
dem unerreichbaren GOTT zu begegnen. JESUS CHRISTUS hat als der von GOTT
gesandte VERMITTLER die Brücke geschlagen, ohne diese Vermittlung auszuschalten.
Wie es im AT zu erahnen ist, ist er über die hl. Engel zur Erde hernieder
gestiegen; Zeichen dafür ist der „Engel GOTTES“, der immer wieder die Wegetappen
dieses Abstieges kennzeichnet, nicht zuletzt die hl. Engel auf dem Hirtenfeld,
die das Kommen des Messias im „Gloria“ verkünden.
Dort wo JESUS leichthin
zum „Bruder des Menschen“ wird, in Gleichstellung zu IHM, Seiner göttlichen
Herkunft vergessend, erinnert uns der hl. Engel an diesen bedeutsamen
Unterschied, wenn wir IHM wahrhaft begegnen wollen. Genau dieser Engel erinnert
den Menschen auch an seine je eigene Berufung im Mystischen Leib der Kirche und
gibt ihm die Kraft dazu, ähnlich wie dem HERRN auf dem Ölberg, zu dieser
Berufung zu stehen gegen alle Mächte von oben und unten.
"SIE HABEN KEINEN WEIN MEHR" (Jo 2,3)
Die Kirche ist REINES
GNADENGESCHENK GOTTES, geboren aus der durchbohrten Seite des HERRN am Kreuz in
Wasser, Blut und HEILIGEM GEIST - damit sie
in uns wird, muss sie immer wieder neu in, mit und durch die MUTTERGOTTES erbeten werden, wie sie es zuerst in Kana bei der Hochzeit getan
hat; denn immer wieder verliert der sündige Mensch die Gnaden GOTTES, verspielt
und verschleudert sie
- und steht dann vor GOTT dem VATER wie der "verlorene SOHN". O wenn er nur so
in Reue vor IHM stehen würde. Wenn nicht die MUTTER wäre, hätten wir wohl schon
alle Gnaden der Erlösung verspielt. Das Wort des HERRN: "Wird der MENSCHSOHN,
wenn ER kommt, noch Glauben finden?"(Lk 18,8) ist hier eine ernste Mahnung. So
müssen wir voll Reue und Dankbarkeit immer wieder von ihr her und durch sie und
mit ihr neu anfangen: als verlorener
Sohn!
Das gilt für jeden einzelnen Christen, jede Gemeinschaft, für die ganze Kirche.
DIE Vermittlung dieser Bitte im Licht des hl. Jakobus
Auch wenn die MUTTERGOTTES in Himmel unablässig für uns arme Sünder
eintritt, es bedarf solchen Eintretens
in ihrem Namen auch auf der Erde
- und dies nicht nur in charismatischer Weise, wie es jedem von uns aufgegeben
ist, sondern es scheint, dass der HERR für dieses Anliegen in besonderer Weisen
einen seiner Apostel, wie "amtlich" eingesetzt hat. Dieser Apostel ist kein
Anderer als der Hl. Apostel Jakobus d.Ä., dessen Fest die Kirche am dritten Mai
zusammen mit dem Hl. Apostel Philippus feiert.
Schon diese Zusammenlegung
der beiden Apostel in einem Fest ist ein bedeutsamer Hinweis: die Berufung
Philippus' steht unter dem knappen Wort des HERRN: "folge mir nach!" (Jo 1,43).
Nur dies, kein Wort mehr. Damit wird sie in besonderer Weise als eine Berufung
zum Martyrium gezeichnet (vgl. den "Ersten Schöpfungstag" im Evangelium
Johannes')
- damit ist auch der "gemeinsame Nenner" für beide Apostel gegeben: die
unbedingte Nachfolge des HERRN; nur ist die des Hl. Jakobus die der ständigen
Selbstverleugnung in Demut und Buße, die des Philippus im Blutzeugnis des
Martyriums. Hier werden für die Kirche zwei Wege der Nachfolge geöffnet, die bis
zum Ende der Zeit verbindlich bleiben.
Weil am dritten Mai auch
das Fest der Kreuzauffindung gefeiert wird (in Mexico ist es offizielles
Kreuzfest, in Europa wird nur noch der "Kreuzerhöhung" am 14. September
gedacht!), sind hier einige Zusammenhänge zu erschließen, die uns verloren
gegangen sind.
Die bleibende Sendung des hl. Jakobus,
Apostels und Patron Spaniens:
Der Aufbau der Kirche im Geist der Busse und
Selbstverleugnung
Die Stoßrichtung der Verkündigung des
EVANGELIUMS
geht im wesentlichen nach
Westen - über Europa endlich hinüber in die Neue
Welt, und, wenn nicht Alles täuscht, von dort zuletzt hinüber in den Osten. es
ist die Sendung, die die MUTTERGOTTES von Guadalupe kündet. Wie die Apostel den
Fußspuren des HERRN nachgehen, so muss die Kirche denen der hl. Apostel folgen.
Man könnte sagen: sie legen die "Geleise" für jede spätere Verkündigung, für
alle Ausbreitung und Vertiefung des Glaubens. Das ist einfach göttliche
Verfügung, an die wir uns zu halten haben. Wenn wir sie außer Acht lassen und
unsere eigene "Evangelisierung" erfinden, dann müssen wir uns nicht wundern,
wenn sie notwendig in der Dürre endet. GOTT ist kein Bürokrat, doch die
Ordnungen, die ER im HEILIGEN GEIST setzt, sind verbindlich
- bis ans Ende der Zeiten.
Er hat es gefügt, dass der
Hl. Apostel Jakobus der Apostel des Westens, insbesondere Westeuropas, Spaniens,
aber über Spanien hinaus auch der Neuen Welt, des Kontinentes Amerika sei. Es
scheint dass dies bei all den Überlegungen zu den 500 Jahren Evangelisation
Amerikas übersehen wurde. Im frommen, einfältigen Volke ist dieses Patronat des
hl. Jakobus, wenigstens in Mexiko nicht vergessen, wo die Pfarrkirche diesem hl.
Apostel geweiht ist. Bei aller von staatlicher Seite geförderten Spannung hin zu
den "spanischen Eroberern" wird das Fest dieses Apostels in großer Feierlichkeit
begangen, ja man hat keine Schwierigkeit, an diesen Tagen den Hl. Apostel mit
der spanischen Fahne in Prozession durch die Straßen zu tragen. Das einfältige
Herz des Volkes sieht weiter als die Gescheitheit moderner Theologen, die die
Verkündung der Frohbotschaft, wie sie in der Neuen Welt geschehen ist, in Frage
stellen.
Vom Patriarchen Jakob (vgl. Gen 32,
23-33)
Sein Aufbruch von Laban
und der Kampf mit dem Engel
Doch nicht erst im hl.
Apostel Jakobus hat GOTTES Weisheit "die Geleise" des Heiles gelegt, schon im
gleichnamigen Patriarchen Jakobus hat der HERR unwiderruflich eine Wegweisung
gegeben, die für uns auch heute noch gilt. Schon am Morgen, da er sich von
seinem Schwiegervater Laban verabschiedet hat, begegneten ihm Engel GOTTES. "Als
Jakob sie sah, sprach er : "Das ist GOTTES Heerlager!" und er nannte jenen Ort
Machanajim" (32,2f). Auch sein Aufbruch, heim in sein Land wird im Zeichen einer
Begegnung mit den hl. Engeln angezeigt. Wie der Aufbruch der Israeliten aus
Ägypten durch die hl. Engel bereitet und begleitet wird, so nicht weniger hier
der Aufbruch Jakobus (vgl. Ex 13,21.)
Jakobus kommt mit allen
Reichtümern, die er im Erbarmen GOTTES in der Fremde gewonnen hat (vgl. bes. 32,
11, wo er demütig vor GOTT seine Unwürdigkeit ob solcher Gnaden bekennt!) in
sein Heimatland zurück. Trotz der Begegnung mit den Engeln, die ihm doch Zeichen
von GOTT her sein sollte, dass er im Seinem WILLEN steht, fürchtet er sich,
seinem Bruder Esau zu begegnen, besonders als er erfährt, dass dieser auf seine
Nachricht hin ihm mit 400 Mann entgegen ziehe. Nicht genug, dass er das Lager
teilt (32,9), dass er seinem Bruder Geschenke entgegenschickt (15f-22), er muss
sich selbst, ganz allein im Gebet (25) noch durchringen zu der ihm von GOTT
aufgetragenen Sendung (vgl.23-33): "Da rang Einer mit ihm bis zur
Morgenröte"(25) - und Jakob lässt nicht nach, bis er den
Segen empfangen hat. Hier empfängt er den Namen "Israel= GOTTESstreiter" (28),
hier wird er zum Stammvater seines Volkes, im Kampf um seine und seines Volkes
Berufung.
Seine Frage nach dem Namen
dessen, der mit ihm da kämpft, bleibt unbeantwortet. Der Engel steht hier für
GOTT, darum ist sein Name unbedeutsam! Nur in der Kraft des Segens, den er
endlich doch empfängt, kann er seine Sendung vollbringen. Und es bleibt ihm ein
Zeichen dieses entscheidenden Kampfes, da die Morgenröte einbricht: " er hinkt
an der Hüfte"(32), "wo ihn der Engel berührt hatte" (33)."Jakob aber nannte den
Ort Penuel, denn ich habe GOTT geschaut von Angesicht zu Angesicht und mein
Leben gerettet."(31) Er beruft sich darauf in der gnadenhaften Begegnung mit
seinem Bruder, als dieser die Geschenke, die er ihm bringt, nicht annehmen will:
"Ich habe dein Angesicht gesehen, wie man das Angesicht GOTTES sieht. Hast du
mich doch gut aufgenommen..."(33,10). Die Begegnung mit dem Lebendigen, Wahren
GOTT, ermöglicht auch die Begegnung mit seinem ungleichen Bruder - eben in GOTT,
vor dem Antlitze GOTTES. So ist hier nicht nur die Vertikale gesetzt, es steht auch die Horizontale
zu ihr im Lot: ZEICHEN DES WIRKENS GOTTES, Hinweis auf den kommenden
ERLÖSER und Sein KREUZ! Zuletzt aber kaufte er das Land, auf dem er sein
Zeltlager aufgeschlagen hatte ....und errichtete dort einen Altar und nannte
ihn: "El, GOTT Israels" (33,20). GOTT I S T
und hat sich offenbart als ERLÖSER!
Penuel = GOTT schaut
Was hier für die
Heilsgeschichte beispielgebend gesetzt wird, wird zum Gesetz jeder folgenden
Begegnung mit GOTT: sei es hin auf DEN ERLÖSER CHRISTUS und Sein Kommen, sei es
in der Kirche im Blick auf die Begegnung mit dem LEBENDIGEN GOTT. Wo GOTT so
einem Menschen begegnet, wird eine WEGMARKE gesetzt, die keine Macht der Hölle
mehr verrücken kann, auch wenn sie zeitweise durch den Schutt unserer Sünden
zugedeckt werden sollte. Dieses Gesetz ist ein Gesetz des Alten wie des Neuen
Bundes und lässt sich deshalb notwendig auch im Leben und Wirken des hl.
Apostels Jakobus erkennen.
Jakob/Israel steht für
seinen Stamm: in dieser Begegnung mit dem Engel wird nicht nur er ein Neuer,
sondern er empfängt auch die Sendung für seinen Volk. Hier ist der erste Ansatz
für die "Kirche" als die "Herausgerufene" (quahal- ekklesia!), von GOTT
begründete Gemeinschaft: sie hat ihren Stand allein in GOTT: dies ist Verheißung
und Auftrag zugleich, die im weiteren Verlauf der Geschichte tragisch verloren
werden -
und doch als Anruf bleiben, wenn auch ihre Erfüllung ans Ende der Zeit verwiesen
wird (vgl. Rö Kap 9-11: die Berufung Israels!). Die Berufung des Patriarchen
Jakob beginnt genauso im Dunkel der Nacht, wie die Berufung Abrahams (vgl. Gen
15,12-17), des "Vaters des Glaubens", im Erkennen des Nichts des Menschen vor
GOTT! Dieser Anfang bleibt für jeden Gläubigen, jede Gemeinschaft, die ganze
Kirche unüberholbar: nur in ihm wird Kirche!"
Die erste MARIENKIRCHE in Spanien:
Zaragossa,
NUESTRA SENORA DEL PILAR
(U.L.F. von der Säule), SÄULE DES GLAUBENS
Der hl. Jakobus ist in der
Gegend des heutigen Porto (Portugal) ans Land gegangen, hat dort die Kirche von
Braga gegründet, einen Bischof und ein Presbyterium eingesetzt, ist dann nach
Santiago gezogen und von dort hinüber nach Zaragossa, wo ihm die damals noch
lebende Mutter GOTTES in einer Bilokation auf einer Säule erschien und ihn bat,
ihr dort eine Kirche zu errichten. Es dürfte die erste MARIENKIRCHE der
Christenheit sein. Zaragossa wurde zum größten Wallfahrtsort des Mittelalters - offensichtlich wusste die Kirche damals
mehr um die Bedeutung gerade dieses Apostels für den Beginn des Glaubens in
Westeuropa. Zaragossa aber wurde die Wiege des Glaubens für Spanien: Ort der
GOTTESbegegnung, wie es "Penuel" für den Patriarchen Jakob/Israel geworden ist.
Hier wurde der Glaube wirklich auf der "SÄULE MARIA" gegründet und hat bis auf
die letzte schwere Prüfung unserer Tage standgehalten, während er, beginnend mit
dem späten Mittelalter, im übrigen Westeuropa immer mehr verloren gegangen ist.
Hier ist auch
- über Guadalupe in Extremadura (Spanien) - der Ansatz des KREUZUGES in die Neue
Welt.
Die erste Kirche in der Neuen Welt: Santiago
Tlatiloco in Mexico (Hauptstadt)
Dort war es, wo Bischof
Zumarraga residierte, wo Juan Diego seine Glaubensunterweisung erhielt und zur
Messe ging. Dorthin wurde er geschickt, um dem Bischof die Bitte der
MUTTERGOTTES zu übermitteln, ihr eine Kirche zu bauen. So sehr die Spanier in
dem ihnen von GOTT gewiesenen Auftrag ihr Bestes getan hatten, der Glaube sollte
erst auf diesem FUNDAMENT DER MUTTERGOTTES wirklich tiefer einwurzeln.
Die Bekehrung der acht Millionen Indianer ist wesentlich Werk dieser
besonderen Gnade, die dieses Land der Mitte in der Neuen Welt empfangen hat.
Vielleicht ist sogar der
hl. Jakobus im Namen und in der Kraft seiner bleibenden Sendung mit dem Hinweis
der MUTTERGOTTES von Kana vor GOTT getreten: "sie haben keinen Wein mehr" - und GOTTES Erbarmen hat die MUTTERGOTTES
selbst geschickt, damit sie "Wein haben in Überfluss", denn nur eine in MARIA
gegründete Kirche, konnte in einem vom Bösen so weitgehend beherrschten Land
Wurzel fassen und nur MARIA konnte die schweren Wunden heilen, die die
spanischen Eroberer dem Lande geschlagen hatten.
Das Fest der "Auffindung
des KREUZES" (3.Mai)
Nur in MARIA kann wirklich
das KREUZ, als einziges ZEICHEN unseres Heiles so aufgerichtet werden, dass es
vom Feind nicht mehr umgerannt werden kann. Zeugnis dafür sind die Tausenden von
eindrucksvollen Kruzifixen in den Kirchen Spaniens, und unter ihnen immer die
Schmerzhafte MUTTERGOTTES. Nur in diesem Zeichen ist der Sieg! Bedeutsamer aber
wird dieser Bezug noch, wenn wir es im Zeichen der Sonnenumkleideten Frau von
Apk. 12 sehen; denn als solche ist ja die
MUTTERGOTTES in Mexiko erschienen. Der mit dem glorreichen Kreuz inmitten der
Hl. Engel auf der Wolke MARIA wiederkehrende HERRN soll in der Kirche
gegengleich dieses Zeichen finden können: erst dann ist sie reif zur Heimkehr in
den Schoß des VATERS.
Jakobus, der Apostel der Buße und
Sehnsucht zu GOTT,
wie sie in der Muschel von
Santiago symbolisiert ist, gibt uns den entscheidenden Hinweis, wie die Kirche neu werden kann: nur aus und
in MARIA, im Geist der Umkehr und Buße! Vor der Welt aber ist sie dadurch
notwendig
hinkend - und kann nicht, wie es heute geschieht, in allen
Angelegenheiten der Welt mitreden. Nur in MARIA, kann sie wirklich, so wie
Israel in GOTT und für GOTT stehen. Die Vermittlung die von der
MUTTERGOTTES auf den hl. Apostel Jakobus übergegangen ist, ist wie die der
MUTTER, Vermittlung in Demut, Selbsterkenntnis und Buße - so wie wir sie auch
bei einem "anderen Jakobus", dem Seher Juan Diego in Mexico erkennen dürfen.
Hier ist das im Patriarchen Jakob und dann im Apostel Spaniens gegebene Gesetz
der GOTTESbegegnung in vollkommener Weise erfüllt. Wo immer sich der Gläubige,
eine Gemeinschaft, die Kirche an dieses Gesetz hält, wird wahrhaft eine Neue
Kirche. Sie wird ein "Himmlischen Heerlager", für den Feind unangreifbar,
Zeichen des Heils.
Vertrauen wir auf das
„Siehe, ICH mache Alles neu!“, dann leuchtet über uns auch der Siegesbanner der
Demut MARIENS, der HILFE DER CHRISTENHEIT, wie sie in der Kirche von St. Jakob
in Innsbruck thront. Solcher Titel aber wurde der MUTTERGOTTES nach der Schlacht
von Lepanto, in der sie in einer Kopie des Bildes von Guadalupe in der Kajüte
des Admirals anwesend war. Hier wird unsere Sendung in aller Klarheit und
Unerbittlichkeit gezeichnet: Sie ist Kampf gegen alle Macht des Widersachers,
doch noch vorher ist sie KAMPF MIT DEM LEBENDIGEN GOTT,
aus dem auch wir mit hinkender Hüfte hervorgehen werden! Wo aber unser
Verhältnis zu GOTT senkrecht ist, finden wir notwendig auch den rechten Weg zum
Bruder, baut sich Gemeinschaft auf nach dem Gesetz des "Himmlischen Heerlagers".
Das hier weisende Wort
„Wer nicht sammelt, der zerstreut!“ ist gerichtet auf das Geheimnis der
Fruchtbarkeit, die GOTT in neuer Weise dem Menschen schenken möchte, es hängt
mit der Verheißung: „Siehe ICH mache Alles neu!“ zusammen.
Das Geheimnis der Zeugung
Die Zeugung des Menschen
war von GOTT anders gedacht: nicht durch Befruchtung, sondern im Samen sollte
die Frau den Keim eines neuen Menschenlebens aufnehmen, austragen und zur Welt
bringen. Hinweis ist hier die Zeugung des MENSCHENSOHNES durch den Hl. GEIST in
der Vermittlung durch St. Gabriel in MARIA. Gabriel hat das WORT in den Schoß
MARIENS gelegt. Was GOTT vom Menschen verlangt, in MARIA ist es offenbar: das JA
zu Seinem unbegreiflichen Willen – in jedem Augenblick, besonders aber hier, wo
es um ein NEUES LEBEN geht. GOTT allein ist schöpferisch, die tiefste Teilnahme
des Menschen an der Schöpfermacht GOTTES ist dort gegeben, wo der Mensch zu
GOTTES Wille wie MARIA Ja sagt, dann darf er Sein Werkzeug werden, sei es im
Sichtbaren oder im Unsichtbaren, Geistigen.
Die Weisung von Br. Klaus
Für dieses Neuwerden gibt
uns der seltsame Weg von Br. Klaus von der Flüe einiges Licht. Er war auf dem
Wege zu den Brüdern des Gemeinsamen Lebens, um dort, wie er meinte, den Ruf
GOTTES, den er erhalten hatte, zum Leben zu bringen. Auf dem Weg wurde er durch
eine Erscheinung des HERRN zur Umkehr gerufen. Er ging den Weg zurück, den er
gekommen war, nur ein kleines Stück über Flüeli hinaus Richtung Melchtal, hinauf
in die Berge, um dort in einer Alm sich dem jetzt noch unbegreiflicheren Ruf
GOTTES zu öffnen. Was dort geschehen ist, welche Wandlung er durchgemacht hat,
wir können es nur am Ergebnis ablesen: GOTT schenkte ihm die Gnade, rein aus
Seinem Willen zu leben, der später, da er ins Tal zurück kehrte in einem Leben
kraft der Hlst. Eucharistie auch der Außenwelt sichtbar wurde.
Bei seinem Tode hat man
festgestellt, dass seine Eingeweide verdorrt waren. Sein ganzes Leben hatte sich
in die Mitte des Herzens zurückgezogen. In einem kontemplativen Leben hat er
sich täglich mehr in die Passion des HERRN vertieft. So hat er den HERRN mit
Leib und Seele umschlossen. Mit Recht konnte er mit Paulus sagen: „nicht mehr
ich lebe, sondern der HERR in mir!“ Mit den Eingeweiden war auch die irdische
Zeugungskraft verdorrt und hatte der Schöpferkraft GOTTES in ihm Raum gegeben.
Aus dieser Kraft wurde er zum Vater einer neuen, geeinten Schweiz, in einem
tieferen und weiteren Sinne: Vater des Friedens, denn aller Unfrieden kommt
letztlich aus dem Ungehorsam von Adam und Ehe, dem wir in der Erbsünde
nachfolgen. Diese Sendung hat erst in unsrer Zeit begonnen. Sie wird in ihrer
Größe wohl erst nach der Reinigung offenbar werden. Quelle aller Fruchtbarkeit
im Menschen wird das durchbohrte Herz, das Br. Klaus Tag für Tag in der
Betrachtung der Passion genährt hat, bis es das Maß erreichte, das ihm GOTT
gesetzt hat. Hier wird Br. Klaus Hinweis, dass alle Zeugung, auch wenn sie in
der gewohnten irdischen Weise geschieht von GOTT über das Herz des Menschen
kommen muss.
Passivität und Aktivität
Je mehr der Mann in GO0TT
steht, wie St. Gabriel, der ja „Mann“ genannt wird,
je mehr sich die Frau dem Anruf GOTTES öffnet, umso mehr öffnet sich ein neuer
Weg der Zeugung. Er ist auf der einen Seite gezeichnet durch eine strengere
Scheidung von Passivität und Aktivität, die eine mehr der Frau, die andere dem
Mann zugeordnet, die sich doch gegenseitig durchdringen und stärken. Die eine
gibt der anderen Raum: die Frau öffnet sich ganz dem Mann, sie nimmt ihn im
Samen ganz auf (sie braucht von sich aus nichts dazuzugeben), der Mann nimmt sie
hinein in sein Schaffen, das auf dem Boden ihrer Hingabe ruht.
Verhältnis Br/Sr. im
religiösen Leben
Ähnlich muss die Schwester
den Bruder tragen, den ihr GOTT zugewiesen hat. Sie ist der Boden für die
schöpferische Kraft, die GOTT in ihn hinein gelegt hat. Sie hilft sie zu
reinigen, zu klären und ihr Gestalt zu geben, ähnlich wie MARIA dem GOTTESsohn
die menschliche Gestalt gegeben hat. Weil der Br sich geborgen weiß, wird er
immer mehr frei von der Begierlichkeit, die den Menschen nach all dem greifen
lässt, was ihm begegnet, statt dass er sich auf die eine Aufgabe sammelt, die
GOTT ihm ins Herz gelegt hat. Er braucht nicht mehr unruhig suchen, seine ganze
Kraft geht darauf, sich zu sammeln auf den Einen Willen GOTTES über ihm. So wird
er immer mehr fähig, den Willen GOTTES rein aufzunehmen, wie es MARIA getan hat,
und ihn in seinem Tun wirksam zu machen.
Der Neue Mensch
Solches Wunder ist nur
möglich, wo der Engel, der in der Erbsünde aus der Mitte zwischen Adam und Eva
vertreiben wurde und dem Widersacher Platz machte, wieder seine Aufgabe der
Vermittlung in der Begegnung der Geschlechter, ja in aller Begegnung der
Menschen zu übernehmen. Der Mensch muss hier demütig sich neigen vor dem
größeren GOTT und diese Hilfe dankbar annehmen und fruchtbar werden lassen.
Die zweifache Ausprägung
dieses Verhältnisses, in der Ehe wie im Verhältnis von Bruder und Schwester im
religiösen Leben wird wahrhaft das Angesicht der Erde erneuern – die Kirche von
morgen wird in dieser Kraft immer mehr das Himmlische Jerusalem auf die Erde
bringen.
Da GOTT den Menschen als
Mann und Frau geschaffen hat, gibt es keine andere Lösung für das Neue Werden.
Es muss das Ebenbild GOTTES nicht nur im Einzelnen, sondern in dieser ersten
Gemeinschaft, die GOTT gestiftet hat, erneuert werden. Das verlangt von uns,
dort anzusetzen, wo der Abbruch geschah: im Ungehorsam gegenüber GOTT, durch die
Verführung des gefallenen Engel. Wo der Mensch zugegriffen hat, muss er dem
vermittelnden hl. Engel Vorrang geben. So kann der hl. Engel langsam wieder an
den Platz „in ihrer Mitte“ zurückfinden, der ihm im Anfang gewiesen war. Sie
müssen sich über den guten Engel beugen nicht nur vor GOTT, sondern auch
zueinander. Die zweifache Versklavung der Frau nach dem Sündenfall zum Mittel
zum Zweck der Erhaltung des menschlichen Lebens, Genuss der Sinnenlust, kann nur
durch das Blut JESU CHRISTI gelöst werden. Da der Mensch sich selbst schaffen
will, frei von aller Belastung, ist er heute mehr denn je, bis in die Ehe
hinein, der Sinnenlust versklavt, die den Menschen unter das Tier erniedrigt.
Weg des Verzichtes
In der Kraft MARIENS muss
die Frau, Ehefrau oder Schwester im HEILIGEN GEIST in diese Aufgabe im Verzicht
auf alle eigenen Pläne und Wünsche hinein wachsen. Wenn sie den Mann gefunden
hat, der ihr von GOTT zugedacht ist wird es ihr leichter, Boden werden, auf dem
der Mann seine Aufgabe im Leben erfüllen kann. Ihr ist geschenkt, wonach sich
jede Frau ausstreckt: ihr Muttersein im Vollsinn zu erfüllen. Der Mann muss die
Ehrfurcht vor dieser einzigartigen Aufgabe der Frau lernen, das ist nur dort
möglich, wo er zuerst GOTT zu achten und zu ehren gelernt hat, wo er sich nicht
selbst, weil er alles besser weiß und kann, an Seine Stelle setzt. Er muss
lernen, dem Muttersein der Frau in Demut zu dienen, weil es so GOTTES Wille ist,
auch wenn er dann nicht mehr „über ihr“ steht, nicht mehr über sie verfügt, als
sei sie sein Eigentum.
Was wir eheliche und auf
der anderen Seite bräutliche Liebe nennen, muss wachsen an der Aufgabe, die uns
GOTT gestellt hat. Das Maß solcher Liebe ist nicht das Gefühl, nicht der Besitz,
nicht die Sinnenfreude, sondern der Dienst an GOTT, der beiden Partner (Partner
heißt: teil haben) aufgetragen ist. Diese nüchterne Liebe will immer neu
errungen sein, wer am meisten dazu hilft, ist der gute Schutzengel, der im
Willen GOTTES von oben her den Weg zu weisen hat, wie er mit uns hinein genommen
ist, tiefer hinein zu schauen in das Geheimnis der Menschwerdung.
Zu einem Wort der sel. Sr. Theresa von
Calcutta
Bert Brecht singt in einem
seiner Theatersketsche: „Alle laufen nach dem Glück, doch das Glück läuft ihnen
nach!“ Mutter Theresa spricht das Wort: „Wenn
ich jemand finde, der nicht glücklich ist, muss ich immer daran denken, dass er
GOTT etwas verweigert hat!“ Der tieferen Ursache geht ein anderes Wort nach:
„Sünde macht blind für das Jenseitige!“ Wir wollen ihrem Sinn ein wenig
nachsinnen, weil es wohl keinen Menschen gibt, den diese Worte nicht treffen und
besinnlich machen sollten. Der gemeinsame Nenner ist das, was wir „Glück“
nennen. Es hat viele Inhalte und geht vom materiellen Glück bis hin zur
Seligkeit von GOTT als Kind angenommen zu sein.
Der Mensch braucht Glück,
um sich irgendwo zurecht zu finden, auf welcher Ebene immer, wenn er tiefer
sucht, nach dem, was wirklich Glück ausmacht, wird er wohl nach manchem Irrwegen
dorthin finden, wo GOTT auf ihn wartet.
Der Hindernisse sind
viele, doch sie lassen sich auf drei zusammen fassen, die in den drei Aussagen
oben gefasst sind. Glück ist nicht etwas, dem wir nachjagen können, wo wir ihm
nahe kommen, werden wir immer wieder am „Ziel“ enttäuscht sein und weiterjagen.
Es hat nur nach Glück ausgesehen. Das wahre Glück, selbst hier auf Erden,
entzieht sich uns. Das hat selbst der burschikose Brecht erkannt und darum auch
weiter gegeben. GOTT der VATER hat es von Ewigkeit für uns in Seinem SOHNE
ausgedacht.
Irgendwo weiß jeder Mensch
davon und glaubt es doch nicht. „Das Licht leuchtet in die Finsternis, doch die
Finsternis hat es nicht aufgenommen“. Ja sie hat sich ihm widersetzt und es zu
erschlagen versucht. Hier kommen wir auf das, was Theresa mit „verweigern“
meint. Unser ganzes Leben steht in der Zerreißspannung: wir wollen es und wollen
es doch nicht. Es soll unseren Maßen angepasst sein, als könnten wir sie
bestimmen. Wer hier endlich starrköpfig auf dem Eigenen beharrt, fällt auf ewig
der Unseligkeit anheim.
Was macht uns so blind?
Das dritte Wort sagt es einfach: die Sünde, welcher Art sie auch immer sei. Ihr
Nenner ist schon in der Sünde der Engel am Anfang offenbar: sie widersetzen sich
dem Willen GOTTES. Dieses Widersetzen kann verschiedener Art sein. Es kann in
unserem Unterbewusstsein liegen, bedingt durch Erbe, Veranlagung. Bewusster wird
es dort, wo es durch Leid, Missverstehen, Ungerechtigkeit hervorgerufen wird.
Wir wenden uns ab und suchen weiter in einer Richtung, die uns vorgegeben ist,
oder die wir selbst uns gewählt haben.
Je mehr der Zwiespalt in
uns wächst, umso mehr verhärtet sich unser Widerstand gegen den, den wir als
schuldig erkennen, sei es ein Mensch, seien es Umstände, sei es GOTT. Endlich
muss das Dunkel der Abwendung uns verschlingen, wenn wir es bewusst bejahen. In
der Verkehrung der Werte, in der babylonischen Sprachverwirrung, die sich unter
uns immer mehr ausbreitet, erkennen wir seine verdorbenen Früchte.
Wie kostbar ist doch das
Licht, das wir in der Taufe empfangen haben und in der angezündeten Kerze
versinnbilden, die der Taufpate für uns trägt. Es ist ein ernstes Gebet, wenn
wir bitten, dass dieses Licht doch niemals ausgelöscht werde. In der Bereitung
der Kinder zur ersten Beichte wird dies den Kindern klar, wenn wir in einem
dunklen Raum die Kerze löschen. Wir finden uns nicht mehr zurecht. Wie schnell
wird da auch der einfachste Mensch schlechter Laune.
Trifft uns das Worte der
seligen Theresa, dann sollten wir wie die Kinder so lange vor GOTT bittend
knien, bis ER uns erkennen lässt, woher die Traurigkeit, die Unzufriedenheit in
uns kommt. Wir müssen da so beharrlich sein wie ein Kaufmann, der unbedingt den
Fehler in seiner Abrechnung finden muss. Nichts hilft uns hier mehr als das
stille Gebet vor dem Tabernakel. Der Heiland weiß es, auch wenn er nicht in
Worten zu uns spricht. Unser Gewissen ahnt es, denn es leidet darunter. Unser
guter Engel, kann uns vermitteln, was sich dahinter verbirgt, wenn wir demütig
bitten und dann erkennend bereuen.
GOTT will uns doch als Seine Kinder glücklich sehen!

GOTTES Wege sind einfach: „Werde wesentlich!“
doch sie vereinfachen nicht. Einfalt und
Vielfalt sind nur zwei Seiten des gleichen Geheimnisses, sie durchdringen sich
wie die Drei Personen der Hlst. DREIFALTIGKEIT sich durchdringen und doch sie
selbst bleiben: GOTT ist Einfalt im Wesen, Vielfalt in den Personen.
So müssen wir auch das Geheimnis der
Läuterung angehen: es sind viele Wege, so viele es Menschen gibt und doch ist es
nur ein Weg. Der HERR ist ihn unter uns gegangen und geht ihn mit uns bis ans
Ende der Welt. Was für die Läuterung auf Erden gilt, gilt nicht weniger für die
im Fegfeuer. Sie laufen nur auf verschiedenen Ebenen und unter veränderten Bedingungen.
Bei beiden geht es darum, dass der Gedanke, den der VATER von Ewigkeit her im
Blick auf Seinen SOHN über Jeden von uns gedacht hat, Gestalt gewinne. Du musst
dem Geheimnis Fleisch geben, das der VATER in dich hinein gelegt hat. Hier auf
Erden kannst du aktiv mitwirken, drüben muss ER an dir nachholen, was du nur
halb getan hast. Immer ist der Weg der Wandlung ein Weg letzter Einsamkeit.
Mit dem Tod tritt der Mensch hinein in
Dimensionen von Raum und Zeit, die man nur annähernd mit kosmisch bezeichnen
kann. Weil uns diese Erfahrung fehlt, ist es schwer darüber Aussagen zu machen,
besonders im Blick auf das, was auch dort noch Zeit ist und doch ganz anders.
Läuterung ist Weg aus der Zeit in die Ewigkeit, er braucht seine Zeit. Darum ist
auch das persönliche Gericht nicht etwas, das wir punktuell fest halten können,
obwohl wir es von uns aus sehr wohl so verstehen können: der Mensch steht im
Gericht GOTTES – wie lange dies auch nach unseren Zeitbegriffen dauert, können
wir nicht fassen.
Im Übergang wird uns die Zeit gedehnt: was
eine punktuelle Entscheidung hier auf Erden war, wird auseinandergelegt in die
in ihm wirkenden Kräfte und Einflüsse, ähnlich wie dies bei einer
Gerichtsverhandlung geschieht: man geht den Dingen nach.
Darum ist das Sterben nicht nur, dass sich die Seele hier vom Leibe löst,
sondern es spielt hier alles mit, was mit dieser Lösung verbunden ist, in erster
Linie unsere Bereitschaft, uns GOTT zu übergeben oder unser Widerstand dagegen.
Der Mensch stirbt so lange, bis er als ganzer
bereit ist, für immer in GOTT einzugehen. Eingangstor ist die Reue! Sie muss,
wie hier auf Erden der Glaube, immer neu geweckt werden, wo immer eine neue
Phase der Läuterung beginnt. Wer bereut, darf im Lichte GOTTES tiefer erkennen,
was GOTT von ihm erwartet. Wo er noch nicht bereit ist, zuzustimmen, ist die
Läuterung blockiert. Wo der Mensch sich nicht zu einem klaren Ja durchringen
kann, läuft er Gefahr, sich dem Feind auszuliefern.
Auch wenn er die Läuterung an sich geschehen lassen muss, es ist der
Seele nicht genommen, ihr beizustimmen. Sie würde sonst ihren personalen Kern
verlieren. Im Keim ist er in ihr angelegt sein, durch die Taufe wird er in JESUS
CHRISTUS geweckt und soll sich in IHM entfalten. Hier liegt die große Aufgabe
unseres Schutzengels, wenn wir nur auf ihn hören wollen. Als Wegbegleiter
verliert er nichts von seiner GOTTESschau, aus ihr wird ihm jeweils neu die
Erkenntnis, was GOTT von dem ihm aufgegebenen Menschen erwartet.
Das Sterben ist unwiderruflich für jeden
Menschen. Darum versucht ihn der Böse über das Märchen der Wiedergeburt auf
seine Seite zu bringen. Der Tod schneidet den Menschen unerbittlich von allem
Außen ab. Er muss vor GOTT stehen, zu IHM Ja sagen oder Nein. ES gibt kein
zurück. Wie der Baum fällt, so liegt er. Was ihn vorher mit der Umwelt verbunden
hat, geht ihm im Augenblick des Sterbens verloren, er muss es loslassen. Ist
dies schon auf Erden schwer, viel mehr im Angesicht GOTTES, der den Menschen
allein für Sich fordert. Die einzige Verbindung, die bleibt, ist durch das
Gebet.
Sein ganzes Leben muss aufschauend zu GOTT
Gebet werden. Wer nie im Leben erfahren hat, was Gebet ist, wird er es hier
lernen? Wenigstens Auch ein Keim von Sehnsucht nach Vollendung, die GOTT als
Angeld in jeden Menschen hinein gelegt hat, genügt, dass GOTTES Erbarmen hier
ansetze. Je mehr er dieser Sehnsucht nachgibt und von allen Schlacken, die sich
auf Erden darüber gelegt haben, frei wird, umso näher kommt ihm GOTT, auch wenn
er IHN noch nicht sehen kann. Das Erste, was er erfahren darf ist der Raum GOTT.
Wer nie auf Erden Herz und Sinne hinauf gelenkt hat in den Himmelsraum, wird in
diesem Raum verloren sein wie ein Würmlein im Weltall. Wohin gehört er? Außen
ist kein Halt zu finden. Er muss seinen Blick nach Innen lenken. Erst dann
findet er wie von selbst den Weg zur „Engen Pforte“. Drüben müssen Außen und
Innen eins werden. So verstehen wir schon hier auf Erden das Wesen der Wahrheit.
Da das Hören unter den menschlichen Sinnen am
letzten erlischt, kann der Sterbende sehr wohl die Gebete, die Umstehende für
ihn sprechen, hören. Er kann sich ihnen anschließen, sie aufnehmen oder
zurückweisen. Je reiner und selbstloser sie sind, umso mehr können sie ihm
helfen, den einen Weg zu GOTT zu bereiten, der dem Namen entspricht, den GOTT
von Ewigkeit her über ihn in Seinem SOHN gesprochen hat. Unsere Namen, soweit
wir sie nicht mit den Heiligen gelebt haben, deren Namen wir auf Erden trugen,
vergehen wie Wind und Schall. Die Pforte auf die wir von Innen her geführt
werden, wird enger, je näher wir uns dem Angesicht GOTTES nahen. Sie fordert ein
bedingungsloses Ja oder Nein. Mit dieser Antwort entscheidet sich der weitere
Weg – hin zu GOTT oder weg von ihm – und dies für alle Ewigkeit. Und doch
schenkt GOTT in Seinem Erbarmen dem Einen oder Anderen noch eine Zeit des
Aufschubs, dass er IHN suche in tiefster Finsternis.
Es gibt Seelen, die nie im Leben bewusst zu
GOTT aufgeschaut haben. Sie sind im Sterben unfähig einer Begegnung mit dem
HERRN. Sie wissen nichts von IHM. Würde ER ihnen direkt entgegen treten, sie
müssten so erschrecken, dass sie dem Feind zur Beute fielen. Nicht Wenige
bleiben längere Zeit noch seinen Angriffen ausgesetzt. Wenn sie dank des Gebetes
ihrer Angehörigen nicht verloren gehen, fallen sie zurück in das Dunkel ihrer
Seele, der sie zum ersten Mal ins Angesicht sehen müssen. GOTT kann zulassen,
dass sie nicht einmal wissen, dass sie gestorben sind. Die Bewegung, aus der
heraus sie gelebt haben, lässt sie nicht los. Sinnlos versuchen sie dem Dunkel,
das doch in ihnen ist, zu entfliehen. Eine nicht abzumessende Trostlosigkeit
kommt über sie. Sofern sie von Hölle und Verdammnis einmal gehört haben, müssen
sie jetzt daran glauben. Der letzte Schimmer von Hoffnung ist ihnen genommen.
Sie halten sich für verloren, für ewig scheinen sie von GOTT getrennt – hier mag
der böse Feind noch ihre Pein zu vermehren.
Wie lange sie warten müssen, bis sie irgendwo
ahnen, woher ihnen das Dunkel kommt, in dem sie leben? Es bedarf wohl eines
Gnadenerweises über MARIA, dass da ein erstes Fragen nach GOTT aufbreche, ein
erstes Erkennen ihrer Sünden als das Dunkel, das sie umfängt. Im Ringen der
Seele um ein tieferes Erkennen: wo sie ist, wer sie ist und was mit ihr
geschieht, kann endlich ein erster Strahl der GOTTESerkenntnis in ihre Seele
fallen. Irgendwo wird GOTTES Gnade ansetzen und wenn es bei einem längst
vergessenen Kindergebet wäre, das ihnen einmal die Mutter vorgesprochen hat. All
dieses mag nach menschlichem Ermessen unendlich lang dauern. Es gibt ja drüben
keinen Anhalt mehr, sich auszurichten, außer an dem ungreifbaren GOTT, der in
der Seele zur Geburt kommen soll. Wo einer widerstrebt, wird die Zeit
unerträglich lange. Hier muss die Seele am meisten leiden, dass es kaum mehr zu
ertragen ist.
Übergang zum Fegfeuer
All dies ist schon Fegfeuer im Ansatz, doch
erst wo die Seele Ja sagt, wird es reinigend wirksam. Erkenntnis und Reue
bedingen sich gegenseitig und heben einander an. Sagen wir nicht auch hier: „es
muss uns erst etwas aufgehen“? GOTT wartet auf unsere Antwort! Über den Gnaden -
Strahl fällt ein erstes Licht auf die Sünden, die sie begangen hat. Vom Erkennen
bis zur Reue ist ein langer Weg. GOTT lässt sie weiter allein in ihrem Dunkel
und wartet ab, ob sie sich dem kleinen Licht, das in ihnen aufwachen will,
zuwenden. An ihm soll ihr neues Leben wachsen: in jeder Sünde, die sie erkennen
und bereuen kann, ist ihnen ein Stück mehr an GOTTESerkenntnis geschenkt. Wenn
sie einmal alle ihre Sünden im Lichte GOTTES erkannt hat, dann ist das Maß ihrer
GOTTESerkenntnis, das der Seele in alle Ewigkeit bleibt, voll. Sie wird einmal
in Wahrheit bekennen können, dass sie aus der Barmherzigkeit GOTTES neu geboren
wurde. Sie hat die „felix culpa – die Gnade der Sünde“, die wir in der
Osternacht besingen, an sich erfahren und darf in ihr eine Ewigkeit lang selig
sein.
Stufen
Auch wenn die Seele im Sterben sich vom Leibe
löst, ist sie damit noch lange nicht frei von ihrem Leibe. In einem guten Sinne
wird sie es niemals sein – denn der Mensch ist Leib und Seele, von GOTT
geschaffen und wird darum nur in der Einheit von beiden vollkommen glücklich
sein. GOTT verlangt nicht die Lösung von unserem Leib, auch wenn der Leib im
Sterben seinen eigenen Weg geht: ER verlangt, dass wir uns von aller
ungeordneten Anhänglichkeit an den Leib und die Erde lösen. Die Läuterung des
Leibes läuft der seelischen Läuterung gleich, bis die Seele in den Himmel
eingehen darf und der geläuterte Leib den letzten Tag erwarten muss, um sich
wieder mit der Seele zu verbinden. In dem Maße wie sie sich löst, wird sie
geistig auch freier von der Last der Materie, die ihr mit ihrem Leib aufgegeben
ist. GOTT ist GEIST Sie muss suchen, was des GEISTES ist und lösen alle
Verflechtung mit den Dingen dieser Erde, die sie zurückhalten.
Tiefer greifend ist die Reinigung von den
Sünden des Geistes bis hin zur Sünde gegen den HEILIGEN GEIST, die nicht mehr
vergeben werden kann, weil sie in der Höhe der Absage der gefallenen Geister
liegt. Obwohl sie GOTT erkannten, haben sie sich doch gegen IHN gestellt. Solche
Sünden, je nach ihrer Schwere, frieren den Menschen ein. Das Feuer der Hölle ist
Eis! Auf Erden haben sie alles versucht, um ihrem quälenden Gewissen zu
entgehen, es mundtot zu machen oder zu erschlagen. Jetzt sind sie an ihre Sünden
genagelt. Weil sie Sünde des Geistes ist, weht um sie der eiskalte Hauch der
abgefallenen Engel.
Nur durch einen Gnadenakt, meist hängt er mit
MARIENfesten zusammen, kann ihnen geholfen werden. Wo die Seele ihre Sünden
erkannt und bereut hat, wo sie durch das Licht GOTTES langsam in die Ordnung des
Reiches GOTTES hineingewachsen ist, beginnt sie aufzusteigen im Hauch des
GEISTES, der sie in ähnlicher Weise bewegt wie der HEILIGE GEIST die hl. Engel.
Aus dem kleinsten Funken der GOTTESerkenntnis muss in schwerer Läuterung ein
neuer Mensch werden, für alle Ewigkeit.
Der Vorzug der Läuterung hier auf Erden
GOTT will uns die Seligkeit weder aufzwingen
noch will ER uns mit ihr nachlaufen. Wenn wir im Himmel zuerst und vor allem von
GOTT Beschenkte sein werden, so will GOTTES Liebe, dass wir daran so viel
teilhaben, dass wir die uns geschenkte Seligkeit unser nennen können. Das
Verhältnis von Gnade und Verdienst werden wir auch im Himmel nicht begreifen –
es bleibt Geheimnis Seiner je einzigartigen und unbegreiflichen Liebe zu uns.
Selbst der gerade noch herein schlüpfen konnte, darf dies noch wissen: du hast
mit dazu beigetragen – das gehört auch im Himmel zur Würde des Menschen, den
GOTT nach Seinem Ebenbild geschaffen hat.
Wer immer gerettet wird, auch ohne sein
eigenes Zutun, darf irgendwo im Licht des Engels in seinem Leben eine Oase
entdecken, wo GOTT mit Seiner größeren Gnade durchbrechen kann. GOTT schuldet
sich selbst diese Gerechtigkeit: die Gnade setzt Natur voraus, wo nichts
vorliegt, kann nichts aufgebaut werden. Was uns die Kirche von den „Letzten
Dingen“ kündet, würde genügen, um den Weg der Läuterung, schon hier zu beginnen.
Wo immer wir uns sperren, ist der Menschenfeind dahinter, der alles tut, um uns
auf Erden fest zu nageln.
Drei Wege weist uns die Kirche:
Der erste Weg steht allen offen, die GOTT
suchen, auch wenn sie im tiefsten Heidentum leben. Wo sie ihr Leben annehmen,
Leid und Widrigkeiten demütig annehmen, wird ihnen im Alter etwas von der
Erkenntnis der Weisen, die allen Völkern eigen ist. Sie ahnen etwas von einem
höchsten Wesen, in dem alle Schöpfung in Weisheit geborgen ist.
Der zweite Weg steht nur uns Christen, gleich
welcher Konfession, offen im Wort des Heiles, das uns die Kirche lehrt. Je näher
es der Lehre der katholischen Kirche kommt, um so besser weiß der Mensch zu
unterscheiden zwischen Gut und Böse Im Wort wird ihm die Kraft, den Weg hin zu
GOTT auch im Kampf zu bestehen. Das Gewissen des Menschen wird erhellt und
geschärft, der hl. Engel vermag den guten Willen zu
erleuchten und zu führen. Im Wort ist dem Menschen der Weg der Liebe als Weg zur
Vollkommenheit und Einheit mit unseren Brüdern gewiesen.
Der dritte Weg gilt nur für uns Katholiken,
wenn wir im Hl. GEIST die Sakramente erkennen und nützen. Da sind zuerst die
Sakramente christlichen Lebens: die Taufe öffnet das Tor zum Ewigen
Leben, die Firmung bereitet für den Lebenskampf, das Sakrament der Buße hilft
uns auf, wenn immer wir fallen. Das Sterbesakrament, heute auch als
Krankensalbung gedeutet, hilft uns den letzten schweren Kampf zu bestehen. Dazu
kommen noch, um die Gemeinschaft der Menschen im Glauben aufzubauen, die
Sakramente des Standes: Ehe und Priesterweihe. In ihrer Mitte steht das
Sakrament der Hlst. Eucharistie – der HERR selbst bietet sich an in der Armut
des Brotes unseren Weg über diese Erde mitzugehen, unsere Leiden und Freuden mit
IHM zu teilen und dem VATER darzubringen im Brot, das ER für uns geworden ist.
Die hlst. Eucharistie ist schon jetzt hier auf Erden Hochzeitsmahl, in dem
Himmel und Erde eins werden in dem Einem Mittler JESUS CHRISTUS.

Es ist für Viele heute nicht leicht den Weg
zur Beichte zu gehen. Der Sündenkatalog greift nicht mehr oder ist ganz
vergessen. Ohne eine Begegnung mit GOTT, sei es direkt, über Umstände oder
Menschen, fällt es dem Menschen schwer in aller Entwertung der Werte zu
unterscheiden, was Sünde überhaupt ist. Hier müsste der Priester in seinem Leben
vorausgehen. Auch hier entscheidet das Zeugnis mehr als der Buchstaben.
Wir sind gewöhnt, uns vor denen, die uns
kennen zu verstecken. So gehen die Meisten lieber irgendwo auswärts oder nicht.
Die Gelegenheit zu einer richtigen Beichte wird von Jahr zu Jahr vorschoben –
und dann, wenn es an der Seelentür klopft, ist es oft zu spät. So muss eine
große Schuldenlast mit hinüber genommen werden, die ins Dunkel hinunter zieht.
Wie leicht wäre es gewesen, mit mehr Liebe und Vertrauen zum HERRN und weniger
Menschenfurcht, diese Last auf Erden abzutragen, wenigstens zum Teil.
Oft liegt es auch daran, dass wir als Kinder
nach einem alten Beichtspiegel mit den Zehn Geboten beichten gelernt haben, doch
die Zeit und die Umstände, in denen wir leben sind ganz anders geworden. Man
ziehe den Vergleich zwischen Ochsenkarren und einem modernen Auto, dann wende
man ihn auf die Beichte an – und man wird besser verstehen, dass es heute einige
Anstrengung mehr braucht, um sich richtig auf die Beichte vorzubereiten.
Meist ist es ja so, dass wir im Alter, Dank
GOTTES Barmherzigkeit, nicht mehr in schwerere Sünde gefallen sind, dann heißt
es vor dem Priester: „Herr Pfarrer, was soll ich denn beichten…?“ Seltsam, dass
man trotzdem zur Beichte geht, es muss also doch noch eine Last auf dem Gewissen
liegen, die man gerne los hätte. Doch man nimmt sich betend nicht die Zeit,
darüber an einem stillen Ort nachzudenken. Sicher würde es einem nach einiger
Zeit einfallen, der Schutzengel war ja immer dabei, wie leicht könnte er uns auf
die Spur helfen.
Darum soll hier ein kurzer Beichtspiegel
anleiten, wie wir uns auf die Beichte vorbereiten können. Gehen wir im Lichte
unseres hl. Engels unsere Lebensbereiche durch: Das ist wohl auf einmal nicht
möglich außer in Exerzitien. Auch hier brauchen wir einen Anhalt, wo zuerst
anfangen. Im Gebet vor dem Allerheiligsten werden wir am besten erkennen, wo wir
den HERRN am meisten betrübt haben. Wir müssen betroffen sein, dann finden wir
leicht weiter.
Unser Verhältnis zu GOTT und zum Nächsten
Schauen wir zu IHM auf, um IHM zu danken, IHN
zu bitten, um für unsere Sünden und Fehler Verzeihung, für Andere die in Not
sind, Hilfe zu erlangen? Hier haben wir wohl alle nicht wenige
Unterlassungssünden. Denn meist geht es nur um das eigene Ich.
Gehört das Gebet mit in unseren Tageslauf?
Wenigstens am Morgen vor dem Aufstehen ein Stoßgebet, ein Gruß zu GOTT. Eine
Fürbitte um Segen für den Tag, für unsere Arbeit, Vorbringen einer Not, die nach
Hilfe schreit und uns nicht los lässt? – Das braucht schon ein wenig Zeit, doch
meist sind wir abends zu lange vor dem Fernsehen gesessen, haben wieder einmal
gefeiert…. Auch dies wäre einmal zu beichten!
Haben wir die Not unserer Nächsten
aufgenommen und sie wenigstens im Gebet vor GOTT getragen, die Not unserer Zeit,
die uns täglich durch die Medien nahe gebracht wird oder haben wir uns nur ein
Stück mehr in den Fernsehsessel gedrückt und Alles an uns vorbeiziehen lassen?
Uns hat es ja noch nicht betroffen! Morgen kann auch uns eine Katastrophe
erreichen!
Unser Verhältnis zu unserer Familie, zu
unseren Kindern, unserer Gemeinde
Ohne gesunde Familien muss Kirche wie Staat
zerfallen. Heute geht das sehr schnell. Je mehr wir unsere Familienpflichten an
den Staat abgeben, um so mehr werden wir in diesem Staat zur Nummer, mit der man
arbeitet. Im Augenblick vielleicht noch mit mehr Rücksicht, doch sollte die
Regierung einmal wechseln…..?
Kinder sind heute in vieler Beziehung eine
Last. Man kann sie von Anfang an durch Empfängnisverhütung vermeiden, wenn zu
spät, kann man sie abtreiben, wenn es schief geht, dem Staat übergeben. Er muss
damit schon fertig werden. Wie wenig sind die meisten Eltern sich ihrer
Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft aber auch gegenüber GOTT bewusst. Du
musst nicht nur für dein Leben und Tun Rechenschaft ablegen, sondern auch für
die, die dir aufgetragen waren, in Familie oder Betrieb. Eltern müssen nicht nur
dafür sorgen, dass ihre Kinder materiell versorgt sind, schon das ist eine Last,
sondern noch mehr, dass sie geistig den rechten Weg in der Gemeinschaft und zu
GOTT finden. Wie wenig haben wir darüber nachgedacht.
Wir gehören zu einer Gemeinde, einer
politischen und einer religiösen. Sind wir auch hier nur Konsumenten, die
beziehen, aber von sich aus nichts für die Gemeinde tun, Mitläufer, die immer
auf Andere schauen, die die Last übernehmen? Wir sind so sehr daran gewöhnt,
dass uns alles mundgerecht bereitet wird, dass wir uns nicht anstrengen müssen.
Doch selten denken wir darüber nach, ob das, was man uns gereicht hat, auch gut
für uns war. Bis in die Lebensmittel hinein müssten wir unterscheiden lernen.
Müssen wir wirklich Alles haben?
… was die anderen haben? Jede Mode mitmachen,
sei es in der Kleidung, im Urlaub, in Anschaffungen von kleinen Dingen bis zum
Auto? Man möchte dem Anderen doch zeigen, dass man nicht auf den Kopf gefallen
ist.
Mit der Zeit gehen! Die Medien reißen uns ja Tag für Tag neu in den Kaufwirbel
hinein. Wer hat zuerst mit seiner Familie überlegt, wer vor GOTT, ob dies oder
jenes wirklich notwendig ist? Wie leicht lassen wir uns übertölpeln und dann
gibt es Schulden, man weiß nicht mehr hinaus – man nimmt sich das Leben. Freie
Entscheidung! Wir sehr spielen wir mit unserem Leben, das uns doch GOTT als
Lehen gegeben hat, über das ER eines Tages Rechenschaft verlangt.
Müssen unsere Kinder nach unserem Vorbild
auch alles haben, was sie von den Eltern erbetteln? Wie notwendig wäre, dass wir
sie in dieser Zeit, die nichts mehr vom Opfer weiß, wenigstens durch kleine
Opfer erziehen, damit sie morgen, wenn es einmal schlechter wird, nicht verloren
sind. Eine schwere Verantwortung! Wie viel sind die Eltern schuld, wenn die
Kinder auf falsche Bahn kommen. Sie haben ihnen kein gutes Beispiel gegeben,
nicht nur was Kirche angeht, sondern in vielen anderen Dingen, wo morgen der
junge Mensch ebenso gefordert wird wie wir heute. Die Konkurrenz auch auf dem
Arbeitsmarkt ist brutal.
Weil wir so viel haben wollen, das gar nicht
notwendig ist, müssen wir nebenbei noch arbeiten. Da gibt es keinen Feiertag
mehr. Jeder muss eben alles haben, mindest ein Haus, ein Auto, einen Urlaub im
Ausland. Schwarzarbeit ist nicht nur ein Betrug am Staat, er schadet auch
unserer Gesundheit. Das Weniger an Arbeitszeit, dessen wir uns gegenüber früher
rühmen dürfen, wird weder für GOTT, noch für uns oder den Nächsten in rechter
Weise genützt. Immer ist das Ich an erster Stelle. Und dann ist einer abgenützt
und kann nicht mehr!
Einstehen für den Bruder, Opfer, Sühne
Von uns Christen ist noch
mehr verlangt. Schauen wir nur auf JESUS am Kreuz. Hat ER nicht die Schuld von
uns allen auf sich genommen, vor den Vater getragen und für uns gebüßt. Wie
gleichgültig sind wir all den Spannungen und Nöten in unserer Gemeinde, ja in
der nächsten Verwandtschaft gegenüber. Da sind Feindschaften, Ablehnung,
Verleumdung, ja Hass, die oft über Generationen weiter gegeben werden. Man gibt
nicht nach, man verzeiht nicht.
Das Böse wuchert weiter,
wo keine Reue, keine Umkehr, kein Verzeihen ist, wo man nicht um Hilfe zu GOTT
schreit und zur Beichte geht, ja auch für den „bösen Nächsten“, der einem weh
getan hat, um Verzeihung bittet. So gibt es kein wahrhaftes Miteinander. Man
geht aneinander vorbei. Oft nicht einmal ein Gruß, obwohl man sich täglich
begegnet.
Und da sind Einige in der
Gemeinde, die dabei abgerutscht sind. Die davon gelaufen sind, die im Trinken
all die Herzenshärte, die sie erfahren haben, alle Enttäuschung zu ertränken.
Hast Du einmal daran gedacht, dass Du vielleicht auch daran schuld bist. Hast Du
je für diese Armen, Gescheiterten gebetet. Nein, Du hast ja im Gegensatz zu
Ihnen Dein Leben gemeistert? Wie kalt sind wir in unserem Urteil. Was wird GOTT
einmal sagen?
„O GOTT schenke uns die
Gnade echter Reue und den Willen zur Umkehr!“

Fruchtbare Beichte
Die vorliegende
Betrachtung versteht sich nicht als ein Ersatz des üblichen Beichtspiegels, der
heute in verschiedenen Formen vorliegt, unserer Zeit- und Lebenslage angepasst.
Sie will nur einige Punkte heraus greifen, die heute nach vorne kommen und uns
sonst entgehen können. Hier kann uns der hl. Engel als unser getreuer
Lebensbegleiter von der Taufe an, fruchtbar zu Hilfe kommen. Der lebendige
Gläubige wird hier mit der Zeit zu seinem je persönlichen Beichtspiegel kommen,
der den allgemeinen Normen der Kirche entspricht und doch gerade das je Eigene
berücksichtigt und ins Auge nimmt. Wo wir lebendig im Glauben leben, wird aus
diesem eigenen Beichtspiegel nie ein Schema werden, sondern eine Ordnung unseres
Lebens hin auf den Heiligen GOTT.
Nur wenn wir in den Sakramenten dem HERRN
begegnen, können sie in uns
fruchtbar werden. Die Kirche drückt dies in dem Hinweis auf die
Notwendigkeit der Reue aus. Sogar die Furchtreue setzt eine solche Begegnung
voraus; sie kommt aus der Angst vor dem Gerechten Richter. Die Tiefe der Reue
wächst freilich nur aus der Liebe zum gekreuzigten HERRN, den wir durch unsere
Sünde ans Kreuz geschlagen haben. Auch wenn GOTT die Reue schenkt, wenn wir nur
mit zerknirschtem Herzen darum bitten, so ist sie vom Menschen her Vorbedingung
der Fruchtbarkeit des Bußsakramentes. Das Kostbare Blut CHRISTI, am Kreuz für
uns vergossen, dringt tiefer ein, wenn unser Herz in Liebesreue aufgebrochen
ist.
Personale Begegnung
Dass es in der Kirche zu Beichtandachten mit
allgemeiner Absolution ohne Ohrenbeichte kommen konnte, weist darauf hin, dass
die meisten Gläubigen in den Sakramenten dem HERRN nicht mehr persönlich
begegnen. Der Versuch einer tieferen Gewissenerforschung im Gespräch mit einem
Priester, kann auflockern, Weg erschließen, die zu waren, Einsichten zu
schenken, die notwendig
für ein tieferes Verstehen der Sakramente. Die Beichtandachten sind als
Vorbereitung für die Beichte eine gute Hilfe, zu einem tieferen Verständnis der
Beichte zu führen. Nicht wenige Gläubige haben oft jahrelang nur im Blick auf
die Zehn Gebote, an die sie sich irgendwie noch erinnern konnten, gebeichtet.
Das Beichten nach den 10 Geboten, nach den Standespflichten und anderen üblichen
Beichtspiegeln konnte in einer Zeit, da wir noch in einer christlichen
Lebensordnung standen, sehr wohl noch zu einer persönlichen Begegnung mit dem
HERRN führen, wenn der Beichtende es schwer hatte, sein Bekenntnis in Worte zu
bringen.
Für die Wenigen die heute noch zur Beichte
gehen, ist das Beichtgespräch ein Weg geworden zu einer persönlichen Beichte, in
der nicht nur nach Angabe der Kirche die Sünden nach Anzahl und Gewicht bekannt
werden. Der Priester muss diesen umgekehrten Weg aufnehmen und in all den Nöten
und Sorgen, die in einem Beichtgespräch vorgebracht werden, erkennen, was hier
wirklich zu beichten ist, wo ansetzen? Gibt es da nicht wenige Lehrmeinungen zu
schwierigen Fragen, die es schwer machen, klar zu entscheiden?
Das Lehrfach der Kasuistik, in der man hier früher vorgearbeitet hatte, ist in
den Seminaren heute gänzlich unbekannt. Der Beichtende wie der Beichtvater muss
nicht selten in vorausgehendem oder auch nachfolgendem Gebet vor dem HERRN um
das rechte Wort, das rechte Bekenntnis ringen. Auch vom Priester wird dieses
Bekenntnis beim Beichthören verlangt. Hat Beichte nicht wesentlich mit
Bekenntnis zu tun? Wir haben es heute weitgehend vergessen. Es ist gut so, dass
es mit der Beichte nicht mehr so einfach geht, ein deutliches Zeichen, dass sie
neu beginnen muss.
Im lebendigen Mystischen Leib der Kirche wird
der Gläubige, der sich vom HEILIGEN GEIST führen lässt, früher oder später seinen Platz
vor GOTT und der Gemeinde, zu der er gehört, erkennen. GOTT hat ihn schon in der
Taufe bei seinem Namen gerufen, diesen Namen gilt es, auf dem Pilgerweg über die
Erde immer klarer zu erkennen und zu leben. Eine besondere Hilfe ist dazu das
Sakrament der Buße.
Je lebendiger der Mensch beichtet, um so deutlicher wird er seine je besonderen
Sünden, Fehler und Schwächen erkennen, an denen er mit der Hilfe des hl. Engels
arbeiten muss, nicht weniger wie in seiner Berufsvorbereitung und Ausübung.
Wer tiefer schürft, wird bald erkennen, dass
Stärke und Schwäche seiner je eigenen Berufung so zusammen hängen wie Licht und
Schatten. Je mehr der Mensch hier durch die Vielfalt vordergründigen Versagens
durchschaut auf die Wurzeln, umso besser wird er die Schwäche erkennen, die
seinem Versagen vor GOTT und den Menschen zugrunde liegt. So wie jeder lebendige
Gläubige eine einmalige Berufung hat, so steht ihr meist auch eine je eigene
Schwäche gegenüber, die dieser Berufung im Wege steht. Sie muss er überwinden,
wenn seine Berufung fest werden und im Sturm der Zeit bestehen soll. Wie der
Name (den er einmal in Ewigkeit tragen wird) auf die Gegenwart des DREIFALTIGEN
GOTTES im Menschen hinweist, so hat auch die Wurzelsünde eines Menschen jeweils
einen bestimmten Namen, der dem Wirken des HERRN im Menschen Abbruch tut oder es
gar verhindert.
Auch wenn ich mich nach einem Beichtspiegel
vorbereite, muss ich dies immer im Blick auf die mir je eigene Schuld, die dem
HERRN entgegensteht, tun. Sonst bin ich in Gefahr, wie es leider meist
geschieht, eine Anzahl von aktuellen Sünden und Unterlassungen zu beichten,
hinter denen ich meine je eigene Schuld, die tiefer liegt, verstecke. Es bedarf
der tieferen Gewissenserforschung, die der Mensch in Exerzitien erreicht oder
wenn er in besonderer Weise von der Gnade angestoßen wird, durch die aktuellen
Sünden, die immer wieder vorkommen, durchzuschauen, auf ihren Quellgrund. Wer
mit seinem guten Schutzengel sich vorbereitet, wer Hilfe bei einem guten
Beichtvater findet, der hat es hier ein wenig leichter, doch bleibt ihm die
Anstrengung tieferer Betrachtung nicht erspart.
Ich muss dem HERRN ins Antlitz schaue, dass
mich aus Seinen Augen ein Strahl der Gnade treffe, der mein Dunkel für einen
Augenblick aufreißt, dass ich erkenne, wo es mir am meisten fehlt. Auch häufiges
Beichten, besonders bei Ordensleuten, kann die Beichte unfruchtbar machen, wenn
ich hier immer nur meine unvermeidlichen Fehler aufzähle. Hier zeigt sich die
Notwendigkeit, den richtigen Vorsatz als Leitplanke zu nehmen. Nicht Alles kann
auf einmal getilgt werden. Bete vor dem Tabernakel mit deinem guten hl. Engel um
diese Gnade mit der einfachen Frage an den HERRN: „Wo tue ich DIR am meisten
wehe?“ dort musst du ansetzen.
Wir müssen uns hineinbeten in die Stunde, da
wir einmal dem HERRN persönlich gegenüber stehen werden und dem Licht Seiner
Liebe und Gerechtigkeit nicht mehr ausweichen können, wie wir es oft bis hinein
in den Beichtstuhl tun. Solches Betrachten braucht Zeit, die der
Durchschnittschrist aber auch der Religiose, der mehr oder weder brav seine
Gelübde lebt, nicht aufbringt. Er glaubt, schon Alles getan zu haben oder Zeit
damit zu verlieren. In der Stunde dieser entscheidenden Begegnung mit dem HERRN
rollt in Seinem Licht nicht nur unser ganzes Leben vor uns ab, es wird auch
unweigerlich die Wurzelsünde unseres Lebens offenbar. Wer immer über sie hinweggegangen ist,
wird jetzt keine Zeit mehr finden, sie tiefer zu erkennen. Er muss sie, wenn er
wenigstens anfänglich bereut, in einer umso längeren Zeit der Läuterung abbüßen.
Wer sie in seinem Leben mehr oder weniger bewußt in seinen Beichten angezielt
hat, selbst, wenn er die eine oder andere aktuelle Sünde zu beichten vergessen
oder unterlassen hatte, wird durchstoßen zur tieferen Liebesreue und so die Zeit
seiner Läuterung abkürzen.
Es ist sehr wohl möglich, dass sich im Laufe
eines Lebens einmal die Wurzelsünde auch in einer aktuellen Sünde ausprägt. Wer
den Jähzorn nicht bekämpft hat, kann in einer Notsituation zum Mörder werden.
Wer in der Liebe gespielt hat, ist in Gefahr, das keimende Leben leichtfertig
abzutreiben. Es fehlt in beiden Fällen an der GOTTESfurcht und der Ehrfurcht vor
dem Nächsten. Wenn solche Sünden nicht in tiefer Reue gebeichtet werden, weil
der Mensch sich schämt, sie so auszusprechen, wie sie sich verwirklicht haben
oder wenn er sie nur andeutend unter einem Gebot beichtet, wenn er vor ihr
erschrickt und sie nicht wahrhaben will, dann wird ihn diese Sünde in der
letzten Stunde wie ein Bleigewicht hinunter reißen. Wenn die Kirche verlangt,
die schweren Sünden nach Zahl, Art und Gewicht zu beichten, so will sie damit
unterstreichen, dass wir sie im Licht der unbestechlichen Gerechtigkeit GOTTES
in Reue anschauen, auch wenn sie uns zu erschlagen droht. Judas erkannte und
verzweifelte. Sein Verrat war ja nicht nur die Anzeige vor den Juden; sein
ganzes Leben an der Seite des HERRN war Verrat. Der hl. Jakobus spricht
klarsichtig davon, dass sich die Sünde auszeuge. Wir dürfen nicht vergessen,
dass an jeder Sünde, besonders aber an einer solchen Wurzelsünde, das Gewicht
der gefallenen Engel hängt, die uns auf den Weg der Sünde gebracht, auf ihm
begleitet haben und nur darauf warten, dass die Seele ihnen zufällt.
Geht die Absolution bei einer guten Beichte
nur auf die jeweils gebeichteten Sünden, oder auch auf andere vielleicht auch
auf die nicht gebeichteten Sünden, die der Mensch vergessen oder verdrängt hat?
Immer schaut uns der HERR als ganzen Menschen an. Darum trifft die Lossprechung
dort, wo der Mensch im Blick auf seine Wurzelsünde gebeichtet hat, nicht nur die
ausgesprochenen Sünden, sondern den ganzen armen Sünder, und dies umso mehr, als
er sich als solcher in der Tiefe erkennt. Wo der Mensch sich auch in der Beichte
vor GOTT versteckt, bringt er zu den Sünden, die er nicht bekennt, noch eine
neue dazu: er belügt GOTT! Eine solche Beichte ist nicht nur unfruchtbar, sie
ist ein Sakrileg. Im Blick des HERRN auf den armen Sünder, sind die noch nicht
erkannten Sünden mit eingeschlossen, denn das Erbarmen GOTTES ist dort, wo einer
wirklich bereut, ohne Grenzen. Sicher hilft dieses Gnadenlicht auch dem
bereuenden Sünder, sie später besser zu erkennen. Wirklich nachgelassen sind
diese Sünden erst, wenn sie erkannt und im Wort ausgesprochen sind.
Je klarer eine Sünde im Wort gefasst ist,
umso tiefer reicht die Gnade der Vergebung, bis hin zur Wurzelsünde, ja in
GOTTES Gnade geht sie noch tiefer bis hin in die Ahnenreihe. So kann dort, wo es
dem Menschen geschenkt wird, seine Wurzelsünde zu erkennen und auszusprechen,
kein Rest mehr bleibt. In diesem einen Bekenntnis kann durch die Absolution der
ganze Mensch neu werden. Wo Paulus vor Damaskus im Licht des HERRN erkennt, dass
er IHN verfolgt hat, sind alle Sünden seines früheren Lebens im Licht des
Erbarmens GOTTES offenbar vor GOTT und getilgt. In der Taufe (eines Erwachsenen)
sind dort alle Sünden getilgt, wenn er sie in ähnlicher Weise wie Paulus
erkennen durfte. Dies dürfte in den wenigstens Fällen zutreffen. Die Gnade der
Taufe geht auf den ganzen Menschen. Doch weil sie ihn als ganzen ernst nimmt,
fordert sie von ihm auch, dass er mit tut, alles Dunkel in seinem Leben zu
erkennen und im Licht des Erbarmen vor GOTT im Wort zu bekennen. Tiefere
Gewissenserforschung ist ernste Arbeit an der Hand des hl. Engels.
Wie es bei den hl. Engeln eine Hierarchie
gibt, so auch im Reich des Bösen. Dies wurde erst kürzlich in einer
Todeserfahrung unterstrichen. Weil der Mensch, der sie erfahren durfte aus guter
Familie stammte, im Glauben erzogen war und keine schwere Sünde begangen hatte,
gelangte er durch das dunkle Tunnel des Anfangs, das jeder durchlaufen muss,
bald in das Licht der Liebe GOTTES. Die MUTTER nahm ihn an der Hand und führte
ihn durch alle Bereiche des Himmels, die er fassen konnte. Anschließend durfte
er dies auch im Blick auf die Hölle tun. GOTTES Gerechtigkeit unterscheidet genau, da wird in
verschiedenster Weise geschieden, dass auch die entsprechenden Sünden ihren
Platz haben.
Geht uns einmal auf, wo wir am meisten
hängen, ist es gut, an der Hand des hl. Engels tiefer zu dringen, bis hin zu den
Sünden der Ahnen, soweit sie ihm bekannt sind, dann kann er durch seine Beichte
auch ihnen noch helfen, denen im Fegfeuer diese Hilfe versagt ist. Hier kann ein
erfahrener, betender Beichtvater viel Gutes tun, wenn das Beichtkind nur
mitzieht. Wenn wir nur Beicht – VÄTER wären. Es ist wirklich möglich, dass auch
der durchschnittliche Christ, wenn er sich vom Licht des hl. Engels führen lässt
zu einem Osterputz kommt, der sein Herz von allem Gerümpel reinigt.
Hierher gehören auch die
„Durchzieherbeichten“, in denen der Menschen Sektor für Sektor seines Lebens mit
der Hilfe des hl. Engels, der ja immer dabei war, durchgeht und dort aufräumt.
Es gibt keinen besseren Exerzierplatz, um ein tüchtiger Soldat CHRISTI zu werden
als das eigene Leben, auch wenn wir hier sicher auf Erden nie zu Rande kommen.
Das soll
uns in der Demut und im Eifer für GOTT erhalten: „Wenn du Alles getan hast,
sage, ich bin ein unnützer Knecht!“

Blind für das Reiches GOTTES?
Einfache Antwort, weil
uns der Feind blind gemacht hat für das Licht, ja noch mehr, er gibt sich
selbst als das wahre Licht. Er macht es uns damit leicht, denken wir nur wie
schnell wir heute jede Neugier über Internet im Surfen befriedigen können. So
hat er sich immer mehr zum Fürst alles Wissens gemacht. Nicht dass das Internet
an sich schlecht wäre, doch es ist
uns jede Unterscheidung der Geister verloren gegangen. Ohne die Hilfe des
hl. Engels haben wir es schwer. Sind nicht die kontemplativen Orden ins Dunkel
gerückt? Willst Du ein Kämpfer CHRISTI sein musst Du wissen um Deine Helfer aber
auch um Deine Gegner. Wenn uns nur einmal im HEILIGEN GEIST die Augen aufgingen.
Ist es Wunder wenn sogar unser Klassiker, Goethe, Luzifer als Prometheus
verherrlicht hat, weil er von GOTT das Licht auf die Erde gebracht hat. Und dann
Feuerbach, der glattweg den Lichtträger als Christus erklärt. Und das liegt
schon fast 200 Jahre zurück. Die folgenden Beiträge sind hart. Bete um das Licht
des hl. Engels, um Dich dem Dunkel zu stellen!
Das Gericht GOTTES ist anders als das
der Menschen, in dem es letztlich darum geht, wer Recht hat. Dass hier auch die
Kirche gesündigt hat, weil sie Teil hat an der Armut und der Beschränktheit des
Menschen, können wir heute nicht verschweigen. Der Böse schärft die Augen
unserer Ankläger, ist er doch „der Ankläger seiner Brüder“ (Offb 12, 10).
Wenn wir das Gericht GOTTES im Licht
des hl. Engels sehen, wie es sich in der Geheimen Offenbarung über alle Welt
offenbart, dann erkennen wir in ihm zuerst die HERRLICHKEIT GOTTES, Seine
HEILIGKEIT. Sie muss über und in all denen offenbar werden, die Gerechtigkeit in
der Täuschung des Bösen unterdrücken.
Jo 15, 8-11 - 14 Er wird
mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch
verkünden. 15 Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er
nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.
Es ist der GEIST, der uns
hier über den hl. Engel die Augen öffnen muss, während die Feinde GOTTES in der
Qual der Reinigung, statt sich zu bekehren, gegen GOTT fluchen und lästern.
Jo 16,9 - 11
Wenn der HEILIGE GEIST kommt, wird er die Welt überführen
(und aufdecken), was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist; Sünde: dass sie nicht
an mich glauben; 10 Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich nicht
mehr seht;
11 Gericht: dass der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.
Wir haben schon darauf hingewiesen: ist es nicht seltsam, dass in letzter Zeit
so viel dunkle Skandale ans Licht kommen, die sich oft Jahrzehnte verstecken
konnten? War dies nicht ein wesentliches Zeichen als der HERR mit der
Verkündigung begann, dass zuerst die Dämonen IHN als den HERRN bekennen mussten?
Mk weist darauf besonders deutlich hin: und er heilte viele, die an allen möglichen
Krankheiten litten, und trieb viele
Dämonen
aus. Und er verbot den Dämonen
zu reden; denn sie wussten, wer ER
war, Mk 1,31. Selbst in der Kirche kann es
Empörung auslesen, dass man davon nur eine Andeutung macht. Wir sind für Alles,
was nicht unmittelbar erkannt und erfahren werden kann, blind. Als Ersatz für
unsere Neugier, die bleibt, bietet uns der Feind das Außerordentliche an, um
unsere müde Vorstellungskraft aufzupeitschen.
Dass Einer durchschaut, löst Scheidung aus.
Im Augenblick bleibt es darum noch still. Bleiben wir still, wie es um den
wahren GOTT still geworden ist. GOTT wartet, selbst für die noch Glaubenden wird
dieses Warten immer unerträglicher. Hat ER nicht davon gesprochen, dass selbst
die Auserwählten den Glauben verlören, wenn die Zeit nicht abgekürzt würde? Auf
nichts werden wir mehr geprüft als auf die Geduld. Hat Adam und Eva nicht hier
zuerst versagt, da sie es besser wissen wollten. Heute wissen es fast Alle
besser! Sie haben die Mittel dazu ja in der Hand. Morgen wartet auf das
Bekenntnis die Verfolgung.
Bei GOTT hat alles Seine Zeit. In der
Ungeduld muss der Mensch die rechte Zeit, den rechten Ort und die rechte Weise
des Bekenntnisses verfehlen und damit dem Feind in die Hände arbeiten. Auch hier
gilt es zuerst, arm zu sein, warten zu lernen, hören, horchen und gehorchen.
Wem? Niemand sollte uns hier näher sein als unser guter Engel. Wenn wir unsicher
sind, suchen wir einen treuen Priester, auch wenn wir weit gehen müssen. Es geht
um das Ewige Leben! Dafür müssen wir jeden Preis zahlen, wie es heute die arme
Menschheit bei ständig steigenden Preisen für ihren Wohlstand tun muss, auch
wenn sie darüber nicht froh wird. Nützen wir die Zeit um uns zu bereiten.
Wie viel ist da noch in uns aufzuarbeiten,
damit wir morgen nicht schon beim ersten Windstoß umfallen. Wie viel in nächster
Umgebung. In unserer persönlichen Vergangenheit, in dem was von schwerer Zeit
noch nach bald 80 Jahren auf uns lastet. Ist das dunkle Erbe des vergangenen
Weltkrieges aufgearbeitet? Das Lehrschreiben der österreichischen Bischöfe
anlässlich ihrer Wallfahrt ins hl. Land hat wenig Widerhall gefunden Und doch
müssten wir alle darum wissen. Wie war es möglich, dass Hitler hier
einmarschieren konnte und die Kirche überrumpelte, dass sie im Anfang beigab?
Wie sehr hat es an der rechten Unterscheidung der Geister gefehlt. Wenn schon
damals wahrer Bekennergeist – mit wenigen Ausnahmen – fehlte, wie soll er morgen
aufstehen, da wir im Wohlstand und einem billigen Humanismus uns wohl fühlen?
Es fehlen Bekenner. Zu viel wird diskutiert =
zerredet, für Alles gibt es Erklärungen und Verständnis. Der Humanismus weiß es
immer besser. Wie wenig geht die Kirche gegen das furchtbare Verbrechen der
Abtreibung vor. Auch wenn wir hier anscheinend in einem verlorenen Kampf stehen,
was schwarz ist kann nicht weiß genannt werden. Vom Glauben wird das „Ja, ja
oder nein, nein verlangt!“, sonst haben wir teil an der Umpolung der Werte der
anderen Seite, die einen „schwarzen Papst und weiße Priester“ kündet.
Zu wenig haben wir das Geheimnis der
Ungerechtigkeit („Mysterium iniquitatis“) betrachtet, dass wir die wachsende
Macht des Bösen in dieser Welt nicht mehr erkennen, ja uns in ihr wohl fühlen,
weil sie uns die „Freiheit“ wieder schenkt, die uns die Kirche genommen habe.
Mit Schlagworten geht man immer an der Wahrheit vorbei. Der geistige Kampf, in
dem wir stehen ist gezeichnet von dem, der
der Lügner von Anfang an ist. Wie scharf scheidet hier das Wort des HERRN in der
wachsenden Auseinandersetzung mit den Pharisäern, die die religiöse Autorität in
der Zeit CHRISTI an sich gerissen haben. Dieses Wort gilt uns auch heute, doch
hört es kaum Einer noch. Diese Unterscheidung würde manchen von uns umwerfen.
Jo 8, 44 - 47 Ihr habt den
Teufel zum Vater, und ihr wollt das tun, wonach es euren Vater verlangt. Er war
ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine
Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er
ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge. 45 Mir aber glaubt ihr nicht, weil
ich die Wahrheit sage. 46 Wer von euch kann mir eine Sünde nachweisen? Wenn ich
die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? 47 Wer aus Gott ist, hört die
Worte Gottes; ihr hört sie deshalb nicht, weil ihr nicht aus Gott seid. Der
folgende Beitrag möge uns helfen, den Drahtzieher zu entlarven.
Eine Sicht
Es ist keine schöne
Phrase, es ist Wirklichkeit, dass der Schutzengel, im IX. Chor dienend, uns so
nahe ist wie ein wirklicher Bruder, ein älterer, klügerer Bruder, der führen
kann. Welche Gnade der Unterscheidung der Geister können wir von ihm in dieser
dunklen, verwirrenden Zeit erfahren, in der das Licht Dunkel wird und das Dunkel
sich als Licht gibt. Vergessen wir nicht, er ist die Brücke hin zu allen anderen
Engel bis hinauf in die höchsten Chöre, wenn wir nur um ihre Hilfe rufen.
Das Licht Ls zu
beschreiben, ist nicht leicht, es ist scharf, blendend, reißt auf, zerreißt. Wir
sagen: „das Licht der Sonne ist warm, das Licht des Mondes ist kalt“, obwohl es
das Licht der reflektierten Sonne ist und alles, was von der Sonne beschienen
wird, vom Feuer ihres Lichtes wärmer wird. Warm und kalt wird hier nicht nach
Temperatur unterschieden, sondern auch nach der Farbe: das Licht der Sonne ist
golden, aber rötlich, — das Licht des Mondes ist “silbern,“ eher kalkig grün. Im
Licht der Sonne wird alles lebendig, im Licht des Mondes wird alles fahl,
gespensterhaft, ganz anders als in einer noch so matten oder untergehenden
Sonne.
In etwa wird hier in der
Natur der Spiegel des Übernatürlichen gegeben: GOTTES Licht gleicht dem Licht
der Sonne, dem belebenden, wärmenden. Aber dieses “Urlicht“ Ls gleicht dem Licht
des Mondes, kalt, seltsam gespensterhaft. Kein irdisches Licht ist mit diesem
“Urlicht“ vergleichbar. Es ist so, als wäre L. selbst dieses Licht, dieses
“magische Auge“ von einer unvorstellbaren Gewalt der Hypnose und Suggestion,
dass der Mensch erstarrt und unfähig ist, sich zu bewegen.
Nur in der Kraft des hl. Engels zu
bestehen
Seltsam: der Mensch spürt
in sich die Kraft eines Engels, eines starken, die Stärke GOTTES tragenden
Engels, und kann “wieder lebendig werden.“ Er erkennt etwas Furchtbares in
diesem Licht: das lebendig Tote. Das gibt es auf Erden nicht. Da ist keine
Wandlung. Das ist wie ein Zerrbild des Lichtstromes des DREI EINIGEN GOTTES,
immer ein Dreifaches verknotend und wieder zerreißend und vonneuem
zusammenkrampfend, sich immer wiederholend wie in Sinnlosigkeit. Das ist die
Wurzel dieser drei Prinzipien: sie heißt hier:
Macht — Erkenntnis —
Ich.
Die Erkenntnis, die ihm
GOTT auch nach dem Sturz beließ, ist die Waffe Ls, mit der er GOTT in der S c h
ö p f u n g, im Menschen zu treffen versucht.
Es ist die Macht, die ihm
GOTT auch nach dem Sturz beließ.
Das Ich aber ist die ins
Überdimensionale, Unvorstellbare gesteigerte Einbindung der Gottgleichheit, die
jeden Augenblick im Zeitablauf bis zum Jüngsten Tag nur darauf sinnt, GOTT zu
stürzen und sich als Alleinherrscher des Weltalls und alles Seins, aller
Anbetung würdig zu machen. Wer über die heiligen Engel etwas aussagen will, muss
in GOTT hineinhorchen und kann nur über die GOTTESerkenntnis zur wahren
Engelerkenntnis kommen. Weil der Weg der Kunst zum Engel vielfach nicht über
GOTT geleitet wird, entsteht das Bild eines erdachten, stilistischen,
symbolisierten, zeitgemäß verkitschten oder verzerrten Engels als Dokument des
dämonischen Einflusses.
Nur von GOTT her kann das
rechte Licht auf den „Lichtträger“ fallen. Jeder andere Ansatz ist verfehlt. L.
ist der Ersterschaffene GOTTES und war der GOTTnaheste geschöpfliche Spiegel
seines Schöpfers. Er war es; er ist nun der unausdenkbar größte und mächtigste
geschöpfliche Gegner GOTTES, der “Widergott.“ Er ist nicht mehr Spiegel. Er ist
Licht, Hauch, Kraft in Einem, als direkter Angreifer ganz Geist und darum immer
noch “verhüllt“. Nicht mehr in das Geheimnis: GOTT getaucht, sondern sich selbst
verhüllend, damit sein Ich geheimnisvoll wirke, seine Macht verstärkend. Das
Geheimnis „GOTT“ wird bei ihm zur Tarnung, er bleibt Scheingott — oder auch
“Urseele“, heißt sich selbst: “Urlicht“.
Gegenlicht.
GOTT braucht nichts zu Seiner Seligkeit. oder Vollendung oder Ehre.
Luzifer aber braucht noch Alles: er rafft in sein Licht. seine gesamte Macht
über die Schöpfung und schmilzt in dieses geistige Licht die Strahlkraft der
stummen Schöpfung, der Baustoffe der Schöpfung hinein. Er strahlt nicht aus
sich, wie GOTT es tut, sondern er saugt in sich hinein, in die entsetzliche,
ausgebrannte Höhle seines Seins, was er hinein bekommt. Darum wehrt sich jeder
Dämon und wird nur gezwungenermaßen botmäßig. Es ist diese zerbrochene
Wesensströmung deshalb immer wechselnd‚ einmal von da und einmal von dort,.
fremde Wesensstrahlen hereinraffend und doch gleichbleibend unfruchtbar.
Das geistige Licht benennt
der Mensch verschieden, wie: das Licht der Erkenntnis‚ das Licht der
Erleuchtung, des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe, der Heiligkeit, des Lebens.
L. war als der Engel der Erkenntnis erschaffen worden, als der oberste
geschöpfliche Spiegel des GEISTES GOTTES. Darum ist sein Licht zuerst
Erkenntnis— Licht, darum windet er sich als Schlange am Baum der Erkenntnis und
darum sagt er zum Menschen “dir werden die Augen aufgehen und du wirst sein wie
GOTT.“ Luzifer weiß um Gut und Böse: Gut ist m i t GOTT, Böse ist g e g e n GOTT
— als Erkenntnis! Darum sagt er zum Menschen “du wirst erkennen
Gut und Böse.“ Der Mensch wußte nichts Böses. Er war mit GOTT eins. Durch L.
wurde er uneins, abgespalten, in Gegensatz zu GOTT gestellt.
Nur hatte der erste Mensch
selbst noch ein sehr starkes Seins— Licht in der Reinheit seiner Erschaffung, in
der Kraft der GOTTESnähe und der Klarsicht auf alle Dinge der Schöpfung. Er hat
genau gewusst und gespürt, in der Schlange schiebt sich etwas Neues, Fremdes,
von GOTT Weglockendes an ihn heran und d a m i t begann seine Sünde, mit dem
“Spiel“ der Erkenntnis gegen GOTT, genau wie bei L. selbst.
Geistesverwirrer
Unser Herr sagte: (Matth.
7,11) “hütet euch vor falschen Propheten, die in Schafskleidern (also fromm,
zutraulich) zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe (voll zerstörender
Absicht ) sind . „ Damit. ist das Bild Ls zum Urbild aller Geistverwirrer
gestempelt worden. “An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Die Frucht aus
GOTT ist Einssein mit GOTT. Sie führt zum Frieden, zur Ruhe, zum Licht. Sie
bindet hinauf ans Jenseits, an GOTT. Die Frucht aus L. ist Versuchung zur Sünde,
führt ins Dunkel, zum Hass gegen GOTT, sie verschließt das Geschöpf im eigenen
Ich. Die Sünde führt zum Unfrieden, zur Unruhe, zur Spaltung. Sie bindet hinab
ins Diesseits, an das nur irdische Leben.
Freilich merkt es der sich
dem Widersacher zuneigende Mensch gar nicht, wie er verdunkelt, weil er immer
mehr vom Licht seines eigenen Ichs berauscht ist. Er geht in der Richtung der
Schlange: “du wirst sein wie GOTT..“ so mächtig, so erfolgreich, so geehrt, so
wissend und klug. Er wird nicht wie GOTT, sondern wie Luzifer. Seine Umgebung
merkt es. Er führt nicht mehr hin zu GOTT, sondern zu sich, sein Ich wird sein
Gott.
Magische Anziehungskraft
Ein sofort auffallendes
Unterscheidungsmerkmal ist die magische Anziehungskraft des Lichtes Ls. Die
Anziehungskraft des Lichtes GOTTES wirkt direkt auf die See1e des Menschen.
Seine Anziehungskraft wirkt hypnotisch auf die S i n n e des Menschen, sie hat
eine ausgesprochene Reizwirkung. Die Seele des Menschen bleibt vorerst
unberührt, denn L. geht erst auf den Trieb der Lust, der Befriedigung des Ich,
der Reizwirkung der Neugierde los. Er macht es heute genau so wie einst, als
würde sich jede Stufe des Geschehens im Paradies milliardenfach bis zum Ende der
Zeit wiederholen: Er weckt zum “Spiel mit der Sünde; er weckt die Lust, die
Neugierde, den Willen zur Sucht, er legt das kleine winzige Ei der Lust an der
Sünde in die Sinne des Menschen. Und da hakt er seinen dreifach, elastischen
Widerhaken ein: das Machtstreben, (Glückstreben), das Erkenntnis-, das
Ichstreben.
Er reizt und reizt
Der Reiz wird stärker und
wächst dabei ziemlich rasch. Wo der Mensch erkennt, geht es ihm wie mit der
Krebskrankheit. Dann ist es allerhöchste Zeit und meist zu spät, weil er schon
im Willen bereits nachgegeben hat und überlegt, wie er am besten zu dem
vorgegebenen Ziel gelange. (“Es macht ja nichts, was du tust ist doch überhaupt
keine Sünde“ flüstert ihm der Versucher ins Ohr, “das ist einfach menschlich,
wer mach das nicht?“
Das Kennzeichen seiner
Wesensströmung ist das Durcheinandergeworfene (daher gleichsam der Gattungsname
Dämon, “diabolus“), das entgegengesetzt Kreisende,
Gebrochene. Es sieht aus, als käme das Licht nicht aus der
Wesensströmung, sondern der sei nur Ballung der Strahlen seines Hasswillens, aus
seinem Kraftfeld, das wie eine flammende Hülle um diese Wesensströmung leuchtet.
Das Licht Ls ist Mitte und Höhepunkt im Gegenreich. Kein Dämon reicht an Macht,
an Erkenntnis und Ichvergötzung an L. heran. Je geringer er seiner Art nach ist,
desto mehr muss das Tierhafte und Verdunkelte in ihm durchkommen, in seiner
Strömung bis ins Kraftfeld, sodass man sie an dem im eigenen Verwesungsgeruch
nach faulen Eiern, nach Giftgas etc., die aus der Wesensströmung, aus dem
Seinskern kommt, erkennt.
Höchste Suggestion
Dies ist beim Licht
Luzifers nicht der Fall: höchste Suggestion zusammt einem verwirrenden
Kraftfeld, das auf Vertauschung der Begriffe zielt. Sie könnte ohne die Hilfe
starker heiliger Engel unmöglich entlarvt noch überwunden werden. Keiner kann
aus eigener Kraft dieser Suggestion auf die Dauer widerstehen. Deshalb hat GOTT
in der Heiligen Kirche so viel Kraft und Licht der G n a d e n aufgespeichert
und Sich der Engel als Vermittler, Helfer, besonders im Erlösungswerk, im Raum
der Menschwerdung bedient.
Das Licht Ls kann keinen
Engel blenden. Seine Suggestionskraft kann keinen Engel auch nur einen Meter von
seinem Platz rücken. Welchen wahnwitzigen Hass türmt Luzifer täglich in der
Schöpfung um sich auf, wenn er die ihm gleichwertigen Engel nun als Helfer der
Menschen im Auftrag GOTTES so ruhig und unbeirrt ihren Ordnungs— und
Schutzdienst in der ganzen Schöpfung und um den Menschen versehen sieht! Er kann
keinen von ihnen durch seine Hassstrahlen töten, er kommt ihnen nur über den
Menschen bei, wenn er ihren freien Willen, seine Stellung und damit die
Krafteinwirkung der ihn umgebenden Engel beeinflussen kann. Das Licht Ls ist
zuerst Erkenntnis—Licht. Es zielt auf die geistige Kraft im Menschen. Da der
Mensch, gleichsam Geschöpf der Mitte, zwischen der unvernünftigen Schöpfung und
dem Geistgeschöpf, dem Engel steht, hat L. als Knechter der Schöpfung Einfluss
auf den Menschen über die Sinne. Als Engel, als ein — wenn auch gestürztes —
Geistgeschöpf, hat er Einfluss auf den Geist des Menschen.
Gegner der Wahrheit
Als Gegner GOTTES ist er
Gegner der Wahrheit und darum ist sein Licht nicht Wahrheit, sondern Täuschung,
es ist blendend, lockend, irrisierend, fesselnd, mit seinen Widerhaken
angreifend, reizend und in die falsche Richtung führend. Sein Licht hat alle
drei Arten dämonischer Strahlen in sich:
Die Erkenntnis—Strahlen:
ihr Kennzeichen ist die Suggestion,
die Anstachelung des
Strebens, des Mehr—Wissens und Mehr—Können—Wollens.
Die irdische Auswirkung
ist der Hochmut. Die Frucht ist Sterilität gegen GOTT und Seine Kirche und
Seine Gnade.
Unterscheidend gilt es diese Strahlen zu erkennen:
- Bei den
Erkenntnisstrahlen:
An der großen
Suggestionsmacht, der Anziehungskraft von ihm ausgestreuter geistiger Ideen
(philosophischer, theologischer und den Atheismus fördernder Art).
An dem Hochmut, dem
Fanatismus und der Sturheit, mit welchem der Mensch oder auch Gruppen (Sekten)
diesen Ideen nachlaufen und sie praktizieren.
- Bei den Machtstrahlen:
Ihr Kennzeichen ist
Fesselung, Festhaltekraft. Das Opfer wird auf dem suggerierten Weg von allen
Seiten umstellt und durch Vertauschung der Begriffe so weit zu gebracht, dass es
ein Abgehen von diesem Weg für ehrlos und unmöglich hält.
Auch hier ist die
Auswirkung Hochmut und ein Abkapseln von allem, was nur irgendwie anders
beeinflussen könnte.
- Bei den Ichstrahlen:
Unnahbarkeit, Herzenskälte
Ihr Kennzeichen ist die
Unnahbarkeit, die Herzenskälte, die Selbstbeweihräucherung, die Selbstanbetung.
Die Auswirkung ist ebenfalls krasser Hochmut und ein kühles,
selbstverständliches Hinwegsetzen über alle Moral, alle Gesetze alle Ehre des
Nächsten. L. ergeht sich selten in Drohungen, dafür ist er sich zu hoch. Er
greift auch nicht leicht in Kleinigkeiten des Alltags ein, sondern nimmt sich
nur große Erdendinge aufs Korn als Angriffsziel. Der Schöpfung gegenüber tut er
so, als wäre er der Herr der Schöpfung und sucht nicht zu zerstören, sondern die
Geheimnisse der Schöpfung dem Menschen zu eröffnen, damit dieser “wird wie
GOTT“ und unter seine Macht kommt.
„Und wenn vollendet sind die tausend
Jahre..“
Während in früheren
Jahrhunderten L. nur anlässlich großer Häresien, großer Spaltungen und beim
Auftreten geistesstarker und einflussreicher Menschen sein Licht auf Erde und
Mensch einblendete, ist er in dieser Zeit allenthalben zu verspüren, so als
wäre dieses Wort zur Wirklichkeit geworden (Offb 20,7) “Und wenn vollendet sind
die tausend Jahre (ein von GOTT bestimmter Zeitabschnitt), wird der Satan aus
seinem Kerker losgelassen werden, und er wird herausgehen, um die Völker an den
vier Enden der Erde zu verführen, den Gog und Magog, um sie zum Kampfe zu
versammeln. Ihre Zahl ist wie der Sand am Meere. Und sie zogen heraus über die
Breite der Erde und sie umzingelten das Lager der Heiligen und die geliebte
Stadt. Da fiel Feuer von GOTT vom Himmel herab und verzehrte sie.“
Der wache Mensch spürt die
geistige Zersetzungskraft des Lichtes Ls wie Brandwunden am ganzen Körper. Er
schreit auf zu GOTT: “Herr, lass es genug sein! Hab Erbarmen!“ Da ist wieder
dieser große Engel, dessen Kraft die ganze Zeit über den Menschen über das
Entsetzen dieses Lichtanblickes hinweg gehoben hat. Er trägt die Stärke GOTTES
so gewaltig, als hielte er die ganze Schöpfung auf seiner Schulter. Er hebt den
Menschen hinauf aus dem Abgrund und hin zum Kreuz. Wenn er auch jetzt scheinbar
dunkel ist nach diesem Geblendetsein vom Licht des Widersachers, so ist doch
eine wunderbare Atmosphäre des Friedens, der Ruhe und Sicherheit um das Kreuz,
das immer deutlicher vor dem Menschen emporwächst.
MARIA steht unter dem
Kreuz, die viel zarte Jungfrau und Mutter. Keine Brücke geht von ihr zu jenem
Weib auf dem scharlachroten Tier mit den sieben Köpfen und den zehn Hörnern, das
St. Johannes in der Apokalypse schauen musste (vgl. Offb 18,16).
Die
Hilfe vom
Kreuz
lässt sich in einem Wort
der Apostelgeschichte fassen: “Sie verharrten einmütig im Gebet um MARIA.“
Nur dort wo MARIA in der Mitte unseres Herzens ist, in der Mitte jeder Familie,
jeder Gemeinde Sie und dieses Weib,
“Babylon” (= Verwirrung) nennt sie St. Johannes, sind für unsere Begriffe das
Höchstmaß an Gegensätzlichkeit. Es sträubt sich förmlich der Hauch unseres
Mundes, sie in einem Atemzug zu nennen. Und doch sind sie noch kein Bruchteil
jener Gegensätzlichkeit zwischen unserm Herrn und GOTT — und dem Widergott. Das wissen wir Alle. Aber
wir sind noch viel zu unempfindlich in unserer geistigen Unterscheidung. Es
bleibt alles an der Oberfläche des “ich spüre es eben nicht“, “das lässt sich
nicht unterscheiden.“ Aber GOTT will. dass wir es unterscheiden. Dies mussten
die Apostel nach der Weisung des Herrn im HEILIGEN GEIST als Erstes lernen:
„Sie verharrten einmütig im Gebet mit MARIA, der Mutter JESU“ Wir müssen
jedes Wort, das uns zum Betrachten und Künden gegeben ist, einzeln betrachten.
Im Wort “Verharren“ liegt
für uns die Aufgabe: betrachten immer öfter, immer länger, immer mehr. Wir
müssen immer näher zu GOTT kommen, mit IHM eins werden. Hier werden wir
aufgeschlossen für die Unterscheidungsgabe, die wir nicht erlernen können,
sondern durch das einmütige Gebet vom HEILIGEN GEIST erhalten. Im Wort
“einmütig“ liegt für uns die Aufgabe einer gemeinsamen Kraft, gleich einem
Stoßkeil gesendet und gebraucht zu werden. In solchem Streben werden wir mit
GOTT und dem Engel eins. Ein Spiegel davon ist die Einheit aller Brüder, die
GOTT und den Engel und die Schöpfung, jeder für sich und alle zusammen wie ein
Leib tragen: corpus mysticum. Ein Glaube und ein Wille bindet alle zusammen um
den Einen HERRN!
Aufgabe des “schauendcn“ Gebetes
Im Wort “Gebet“ liegt für
uns die Aufgabe des “schauendcn“ Gebetes, im Leermachen der Seele vor GOTT. Dies
ist eine Schlüsselbedingung für die Gnade der Unterscheidung, täglich
mindestens von einer Viertelstunde angefangen, solange nur irgend Zeit ist.
Dann werden wir unterscheiden können, wo die Ruhe des “Kraftfeldes Kreuz“ in
einem Menschen wirkt oder die beklemmende Suggestionskraft des Lichtes Luzifers
aus einem Menschen ausstrahlt. Wir werden unterscheiden können, wie weit MARIA
unter dem Kreuz aus einer Frau, z.B. in der Sprechstunde oder sonst im Alltag zu
spüren ist, wo es um die Beherrschung der Umgebung, auf das Habenwollen statt um
das Gebenwollen geht.
Wir werden lernen, die
Erkenntnisstrahlen Luzifers von dem GOTTerfülltsein in einem Menschen zu
unterscheiden. Wir müssen Luzifer riechen lernen, wir müssen lernen, diese
Strahlen mit Widerhaken zu spüren. Kein GOTTESstrahl hat Widerhaken, keine
Erleuchtung durch den Engel ist klebrig. Sie weicht keiner Macht und hat nie das
Ich zum Zielpunkt. Halten wir uns über unseren Schutzengel an den starken Engel,
der uns beschützt kann, so wie er uns hält. Er liegt nicht im direkten
Angriffsfeld der hohen Dämonen, der Schleier MARIENS liegt in der Torheit des
Kreuzes um ihn. GOTT gibt ihn uns zur Hilfe.
Die Wirklichkeit zurückerobern
Mit ihm müssen wir
versuchen; Schritt um Schritt, wieder den Boden der Wirklichkeit zurück zu
erobern. Wer GOTT verliert, wie uns geschehen („GOTT ist tot!“) muss auch für
alle Wirklichkeit, die auf IHN zurück weist, blind werden. Diesen
Wirklichkeitsverlust aufzuarbeiten ist harte Aufgabe, nicht nur in täglicher
Gewissenerforschung mit dem hl. Engel, sondern im wach werden, jeden Schritt des
Alltags, wo ER uns begegnen will, wo immer. Der hl. Engel ist nicht eine weitere
fromme Andacht, die mit braven Gebeten abgetan ist, er ist nüchterner Anruf:
Mensch: „Wache auf!“ Dann wirst Du auf Schritt und Tritt erkennen, dass nicht
nur die Walt Disney Welt ein böser Traum ist, der uns GOTT und Seiner
Wirklichkeit entfremdet, sondern, dass die Welt, die der Mensch sich gebaut hat
und weiter ausbaut immer unwirklicher wird.
Sie hat nicht nur den
Bezug zu GOTT, der ersten Wirklichkeit verloren, sondern auch immer mehr zu
aller geschaffenen Wirklichkeit um ihn. Er verliert sein gesundes Verhältnis zur
Natur und ihren Gesetzen, zum Nächsten, zu seiner Arbeit. Je mehr er selbst
unwirklich wird und sich so dem gefallenen Engel angleicht, der vor GOTT nichts
ist, um so mehr wird er durch den Feind beeinflusst und gesteuert. Der
ungeheuere elektronische Apparat, der heute die ganze Welt zu einem Gefängnis
macht, ist in sich labil und kann durch einen Hauch GOTTES umgeworfen werden, er
zerfällt im klaren Licht der Erkenntnis GOTTES, denn er ist nur aufgebaut, um
die Lüge des Erstgefallenen zu decken, wie sie
in der Person des Maitreia. offenbar wird. Sein Dasein ist nichts als ein
Gedanke Satans, der sich in dem Maße materialisiert, wie die Menschen der Lüge
in ihrem Leben Raum geben! Schreckliche Nachahmung der Menschwerdung CHRISTI!

Der Name Maitreyaha
Dieser Name steht
letztlich in allen Religionen für die dunkle Sehnsucht der Menschen nach einem
Erlöser. Das will der Feind geschickt ausnützen um möglichst Alles in sein Netz
zu bringen. Es wäre eine Studie wert, all den christlichen Werten nachzugehen,
die M. in sein „Programm“ einbaut, bis auf die Zahl der Apostel hat er zudem
kirchlichen Strukturen eingebaut, natürlich auch einen „schwarzen Papst“ und
„weiße Priester, man muss nur die Dinge umdrehen. Doch bleiben wir beim Namen,
er sagt uns für den Anfang genug.
Freichristliche Kreise
sind hier um Einiges wacher als wir, ausgenommen die gute Mutter Basilea von den
evt. Marienschwestern in Darmstadt, die bald „dahinter schaute“. In der Neuen
wie in der östlichen Welt ist M. sei Jahren nicht nur weitgehend bekannt,
sondern immer wieder auch persönlich aufgetreten. Bei einem Staatsbesuch in
Mexiko musste ich wohl auf ihn aufmerksam werden, da mich schon die Neue
Basilika von Guadalupe und die „Talleres metafisicos“ auf die Spur gebracht
hatten.
Gehen wir zuerst des Namen Maitreyaha nach. Die korrekte Nominativform im
Sanskrit mit Hauchlaut am Ende, bedeutet „wohlwollend“; hier ist die Wurzelform
verwendet! Sie läßt über die Zahlenbedeutung der hebräischen Buchstaben erkennen,
daß M. das Tier in Offb. 13,1-9 ist.
„Und ich sah: Ein Tier
stieg aus dem Meer, mit zehn Hörnern und sieben Köpfen. Auf seinen Hörnern trug
es zehn Diademe und auf seinen Köpfen Namen, die eine Gotteslästerung waren. Das
Tier, das ich sah, glich einem Panther; seine Füße waren wie die Tatzen eines
Bären und sein Maul wie das Maul eines Löwen. Und der Drache hatte ihm seine
Gewalt übergeben, seinen Thron und seine große Macht. Einer seiner Köpfe sah aus
wie tödlich verwundet; aber die tödliche Wunde wurde geheilt. Und die ganze Erde
sah dem Tier staunend nach.
Die Menschen warfen sich
vor dem Drachen nieder, weil er seine Macht dem Tier gegeben hatte; und sie
beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann den Kampf
mit ihm aufnehmen? Und es wurde ermächtigt, mit seinem Maul anmaßende Worte und
Lästerungen auszusprechen; es wurde ihm Macht gegeben, dies „zweiundvierzig
Monate“ zu tun. Das Tier öffnete sein Maul, um Gott und seinen Namen zu lästern,
seine Wohnung und alle, die im Himmel wohnen. Und es wurde ihm erlaubt, mit den
Heiligen zu kämpfen und sie zu besiegen.
Es wurde ihm auch Macht
gegeben über alle Stämme, Völker, Sprachen und Nationen. Alle Bewohner der Erde
fallen nieder vor ihm: alle, deren Name nicht seit der Erschaffung der Welt
eingetragen ist ins Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet wurde. Wenn einer
Ohren hat, so höre er. Wer zur Gefangenschaft bestimmt ist, geht in die
Gefangenschaft. Wer mit dem Schwert getötet werden soll, wird mit dem Schwert
getötet. Hier muss sich die Standhaftigkeit und die Glaubenstreue der Heiligen
bewähren.“
Dahinter steht…
„Zu gleichem Ergebnis
gelangt die Anagrammologie mit einem einfachen Code, der sich auf Buchstaben des
Alphabets bezieht. Durch Buchstabenversetzung innerhalb eines Wortes kann eine
völlig andere Bedeutung erreicht, beziehungsweise die wahre Bedeutung
verschlüsselt werden...... „Die Quersumme des Namens M. ergibt 15,
die Zahl der Magie, die Gesamtrechnung deutet auf „Versuchung“. Die Bedeutung:
Tier (666), Täuschung, Illusion, Versuchung, Falschheit lässt sich durch
verschiedene Systeme erhärten.
Seine Absicht ist, den von
GOTT abgetrennten Willen des Menschen (denken wir an den weiter fortschreitenden
Glaubensabfall!) mit dem Willen seines „Gottes“ in Einklang zu bringen. Wer
dieser „Gott“ ist, erläutert sein Impresario Benjamin Creme: „Er selbst habe
keinen Guru, sondern suche und finde Rat und Erleuchtung bei Sanat Kumara, dem
Herrn der Welt
Auch hier hilft die Anagrammologie zur Deutung, man braucht nur an Stelle des t
das n zu setzen, und erkennt, dass M. im Namen des Fürsten der Welt auftritt,
wie ihn Johannes kennzeichnet (12,31).
Der hl. Paulus mahnt uns nüchtern(1, Tim 4:1):“Der Geist sagt ausdrücklich: In
späteren Zeiten werden manche vom Glauben abfallen; sie werden sich
betrügerischen Geistern und den Lehren von Dämonen zuwenden, getäuscht von
heuchlerischen Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist
Herkunft vom Himalaya
„Die Herkunft M.s aus dem
Himalaya ist keineswegs zufällig. Dieses Gebirge ist.... der geographische Ort
von Shambhala. Name eines legendenumwobenen Königsreichs“
Er findet sich in den heiligsten Büchern des tibetischen Buddhismus, Es bedeutet
nach einem der ältesten Zauberbücher Tibets den Minuspunkt. Im „M“ sammeln sich
auf geistige Weise die materiellen Kräfte des „Nabels der Welt“. Die Zahl der
Shambalaschulen im Westen nimmt zu! Der König dieses Reiches wird als „Herrscher
der Welt“, als der „Zornvolle oder der Rasende mit dem Rad“
bezeichnet, er könne durch seine alle Länder umgreifende Macht sogar das Karma
der Menschen ändern.
Nur das Eigene Ich ist absolut wahr („ich bin, der ich bin!“ – gegen GOTT!),
darum muss im Lehrsystem des Kalacakra Abraham, Moses und JESUS, als Begründer
des Glaubens den Buddhismus außerhalb von Shambhala bedrohen, beschneiden.
Die Vorhersagen über Rudra
Cakrin, den König von Shambhala und Maytreia in Bezug auf ein kommendes goldenes
Zeitalter sind deckungsgleich. Maytreia
ist entweder selbst dieser König oder eine direkte Manifestation von ihm.
So ist es nicht verwunderlich, dass im Hinblick auf sein baldiges Kommen in
Tibet, aber auch in Indien und anderen Ländern des Ostens bereits zahlreiche
Tempel mit Standbildern von M. errichtet wurden. Einige wurden sogar vom Dalai
Lama persönlich eingeweiht. Seine Reisen um die Welt sind Sendung. Das goldene
Zeitalter will in Parallele zum 1000 jährigen Reich in der Geheimen Offenbarung
(vgl.20,1-4) verstanden werden. Immer ist der Feind der Affe GOTTES, bevor wir
erwachen, hat er die Wahrheit GOTTES, die
uns erleuchten soll, missdeutet
und für seine Sache umgemünzt.
Verkörperung
„B.C. schreibt, M. sei
nicht als Kind auf die Welt gekommen, sondern haben sich am 7. Juli 1977 in
London als reifer, erwachsener Mann manifestiert
(299) Dort lebe er in einem speziell für die Mission, s.s.81 ff)
selbsterschaffenen Körper – einem Mayavirupa, der seinem „Lichtkörper“ genau
entspreche (85) Er werde so bleiben, wie er jetzt erscheine für die nächsten
2500 Jahre (66). Diese Erscheinung habe M. während der
fünf bis sechs Jahre, die dem 7.7.1977 vorausgingen, vorbereitet, indem er
langsam die notwendige Materie (mentaler, astraler und physischer Art) vereinte,
in der sich sein Bewusstsein
„inkarnieren“ könne (68) In diesem realen Körper, meditiere, lebe und arbeite er
als ein normaler Mensch (67).“
Wie konnte es zur
Erschaffung eines solchen Körpers kommen?
Satan konnte stets
mittelbar seinen Einfluss auf die Menschen ausüben, doch da sein Geist gebunden
ist, konnte er seine Kraft nicht frei entfalten.
Indem er durch die Verbreitung des Yoga die Menschen verführte, ihn freiwillig
durch das Mantram OM anzurufen und anzubeten, konnte seine Kraft entfesselt und
dieser mediale Körper geschaffen werden. Durch die weltweite OM-Anrufung werden
die Menschen direkt mit Shambhala verbunden und vielfach, ohne es zu wissen,
Energiespender für Satans Gedankengebilde. .... Selbst seine Beschreibung durch
B.C. erinnert an die Beschreibung von lebend Toten: Seine Augen sind seltsam
trüb, hohl und leer. Selbst beim Lächeln würden seine Augen nicht aufblitzen
(36).
Durch diese Gegenwart wird er mithelfen, die SH. sichtbar auf die Erde zu
bringen!
Kommunikationsmittel und seine geplante Offenbarung über
die Fernsehkette, geplant schon für April 1982, in 20 Weltzeitungen
ganzseitige Anzeigen – doch wirkungslos. Zeichen, dass er trotz seiner
„Göttlichkeit“ nicht Herr seiner Mission ist. Er muss warten, bis das
Kommunikationsnetz weltweit ausgebaut ist, um für alle sichtbar als Weltlehrer
erscheinen zu können. Die Vernetzung der Satelliten ist nicht zuletzt ein
Verdienst der New Age Wissenschaftler. Er wird bei dieser Gelegenheit nicht
sprechen, doch alle seine magischen Kräfte wirken lassen. Sein Auftreten
erscheint wie ein zweites Pfingsten. Als Beispiel wird hingewiesen auf sein
Auftreten in Hannover 5. April 1992. in Zusammenhang mit den Templern
(Marktkirche)

Die Verschwörung der Juden
gegen den HERRN und der Verrat des Judas bilden die Schlinge, die der Böse um
den HERRN zusammenzieht. Durch die Salbung ist ER für den Kampf bereitet. Bei Mt
ist die Bosheit des Verräters am schärfsten gezeichnet: Was wollt ihr mir geben,
wenn ich IHN euch überliefere? (26,15). Man gibt ihm (nur bei Mt) dreißig
Silberlinge. Bei den anderen beiden wird nur davon gesprochen, dass man
übereinkam, ihm Geld zu geben. Er schließt einen regelrechten Handel mit ihnen
ab (22,6). Lukas allein berichtet, dass der Satan in ihn einging.
Bei den Synoptikern folgt
der Verrat des Judas der Salbung: Licht und Dunkel lösen einander ab. M.
Magdalena beugt sich zu den Füßen des HERRN, wäscht sie mit ihren Tränen,
trocknet sie mit ihren Haaren - Judas wird mit einem Kuss den HERRN preisgeben.
Die Gegensätze werden schärfer bei jedem Schritt. Sie erinnern an den ersten
Schöpfungstag der Genesis. Immer deutlicher zieht sich das Licht von der
Finsternis zurück. Auf Golgotha scheint die Finsternis den Sieg davon getragen
zu haben. Im Dunkel auf Golgotha scheint sich der Kreis, der
mit dem ersten Schöpfungstag begann, zu schließen:
das Tohu wa buho des Verrates gibt sich die Hand mit dem Dunkel des
Abgrundes am Anfang. Wird die Schöpfung in ihm versinken? Das Eine war
Verheißung, hier geht es um Erfüllung im freien Ja oder Nein des Menschen. Das
Licht des JA kehrt zu GOTT zurückgekehrt, von dem es ausgegangen ist
Der GEIST GOTT schwebt
über den Wassern (Gen1,1). Er wird die endgültige Scheidung vollziehen. Das Auge
des Glaubens schaut bis zum Weltgericht am Ende der Zeit: die Finsternis hat
sich endgültig als Finsternis offenbart. Der Versuch, Licht und Finsternis zu
mischen ist entlarvt. Die Finsternis fällt ins Nichts, aus dem sie aufgestiegen
ist: sie i s t
Nichts. Die Geheime Offenbarung stellt dies schonungslos vor uns hin,
doch die selbst Finsternis sind, können nicht mehr erkennen und folgen dem, der
Nichts ist:
Offb 16.21 Das Tier, das
du gesehen hast, war einmal und ist jetzt nicht; es wird aber aus dem Abgrund
heraufsteigen und dann ins Verderben gehen. Staunen werden die Bewohner der
Erde, deren Namen seit der Erschaffung der Welt nicht im Buch des Lebens
verzeichnet sind. Sie werden bei dem Anblick des Tieres staunen; denn es war
einmal und ist jetzt nicht, wird aber wieder da sein.
Am Ende wird es offenbar.
Nicht der Mensch von sich aus wird erkennen, verstehen. Not und Tränen der
letzten gewaltigen Prüfung, der wir entgegen gehen, waschen das Dunkel von
unserem Auge. Erst da das Neue vor uns steht, werden wir erkennen, so wie wir
erkannt sind, das Licht, die Wahrheit, die das Nichts zu leugnen versuchte, ist
über uns, um und in uns. Erst hier dürfen wir erkennen, warum GOTT den Verrat,
den äußeren Sieg der Finsternis zugelassen hat: Offb 20,15: 4 Er wird alle
Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer,
keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. 5 Er, der auf dem
Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn
diese Worte sind zuverlässig und wahr.
M. Magdalena strahlt schon
jetzt Licht von dem Lichte aus, das vom HERRN auf sie fiel. Sie versteht in der
Führung des GEISTES besser als am Grab, da sie IHN festhalten will. Sie steht
für alle, die ER herausruft aus dem Dunkel, alle, die noch Sehnsucht nach Licht
im Herzen tragen. Sie gibt die schönste Antwort, die der HERR vor Seinem Sterben
erfahren hat: ihr Tun ist Zeugnis, das bleibt. Für Markus ist es leuchtende
Verkündigung: Sie hat getan, was sie konnte. Sie hat im
Voraus meinen Leib für das Begräbnis gesalbt. Amen, ich sage euch: Überall auf
der Welt, wo das Evangelium verkündet wird, wird man sich an sie erinnern und
erzählen, was sie getan hat (Mk 14,8f). Auch hier ist eine Schließe: Johannes,
das Kind unter den Jüngern gibt sich mit der Sünderin M. Magdalena die Hand. Die
Reinheit, die in gleicher Weise aus ihnen strahlt, ist bei ihm wie bei ihr
reines Geschenk der erbarmenden Liebe GOTTES.
Entsprechend den Lebenden
Wesen, die über den Evangelien stehen, geben die Evangelisten eine je
verschiedene Sicht auf den Verrat des Judas.
- Bei Johannes ist der
Verrat Judas‘ in das untrügliche Licht der Fußwaschung gestellt.
Schon vorher gibt der HERR
den Jüngern den Hinweis: ihr aber seid rein, doch nicht alle. ER verdeutlicht
dies nach der Fußwaschung: der mit MIR das Brot bricht....(vgl..v. 13, 10,11
u.18), Ein drittes Mal, da Johannes IHN angesprochen hat (26): „Jener ist es,
dem ich das Brot eintauche“.
Dieser dreifache Hinweis
auf den Verrat erinnert an die Auflehnung des Lichtträgers gegen den VATER, den
SOHN und den HEILIGEN GEIST am Beginn der Zeit. Der Verrat ist wie bei Luzifer
Auflehnung gegen den Heilsplan des VATERS, der die
Schöpfung und auch die Apostel im Blick auf den SOHN schuf (vgl. die Erwählung
Petri in Mt 16,16ff). Mk erinnert bei der Wahl der Jünger an dieses Geheimnis:“
er machte = epoiäsen (3,14).
Er ist Auflehnung gegen
den SOHN, der sich erniedrigt hat, den Jüngern die Füße zu waschen, um ihnen ein
Beispiel zu geben, das Judas nichts sagt.
Er richtet sich gegen den HEILIGEN GEIST, da er die Tischgemeinschaft mit dem
HERRN missbraucht und den SOHN durch den Kuss dem Feind übergeben wird. Nur
ausgerichtet, seinen eigenen Weg durchzusetzen, hat er sich dem ausgeliefert,
der selbst gegen GOTT seinen Willen durchsetzen wollte: da ging Satan in ihn ein
(27). Im Verrat des Judas wird deutlich, dass GOTT dem Menschen die Freiheit des
Willens lässt, sich gegen Ihn zu entscheiden, um Seinen Heilsplan zu vereiteln.
Denn der VATER hat den
SOHN gesandt, um den Tempel der Seele, auf den der Böse in der Erbsünde Anspruch
erhoben hat, zurückzuerobern. In diesem Licht müssen wir die Tempelreinigung
verstehen, die Johannes gegenüber den Synoptikern vorgezogen hat. Der Verrat
beim Abendmahl ist nur der letzte Schritt. Judas hat von Anfang an jede
Gelegenheit genützt, Seinen Willen zu tun und so dem Bösen immer mehr Macht über
sich eingeräumt. Und so ist es in der Geschichte der Kirche weiter gegangen,
denken wir nur an die Gründung der Loge durch einen abgefallenen
Zisterzisienserpriester. Er gipfelt im Verrat der sich in unseren Tagen
zusammenballt, aus seinem Dunkel tritt der Antichrist hervor. Er kommt wie bei
den Aposteln aus den eigenen Reihen.
Der gegen GOTT gerichtete
Eigenwille kann nur durch den vollkommenen Gehorsam des SOHNES getilgt werden.
Der HERR wird am Kreuz fünffach durchbohrt, um die Umklammerung durch den Bösen
zu lösen. Die Jünger empfangen den HEILIGEN GEIST, da der HERR sie anhaucht und
ihnen die Vollmacht verleiht, Sünden zu vergeben. Judas folgt im Selbstmord dem
Ichgeist bis zur letzten Konsequenz: er hat GOTT die letzte Türe zugeschlagen.
Schauen wir noch einmal
auf die verschiedene Sichtweise der Synoptiker:
Lukas, als Evangelist der Erde am nächsten, zeigt auf, wie der Fürst dieser
Welt sich
d e n unter den Jüngern für
seine Pläne heraussucht, der sein Denken nur auf irdische Dinge gerichtet hat.
In drei Jahren des Beisammenseins mit dem HERRN hat ihn nie ein Wort oder eine
Tat des HERRN tiefer berührt. Sein Denken ging nur auf Macht und Ehre. Nur die
Armut des GEISTES, für die das Evangelium des Lukas in besonderer Weise steht,
kann uns von dieser furchtbaren Versuchung bewahren.
Matthäus lässt uns im scharfen Licht des Engels den Zugriff Judas’ auf die
Heiligkeit GOTTES erkennen, da er mit den Juden über den Preis verhandelt
(vgl.26.14ff). Er allein berichtet von seiner „Umkehr“, der eisigen Antwort der
Pharisäer und seinem furchtbaren Ende (17,3-10). Er selbst vollzieht an sich das
Gericht GOTTES.
Markus im Licht des
LW Löwe zeigt auf, wie er sich bewusst ausschließt und dem Bösen übergibt. Er
tritt in die Schlinge, die der Böse ausgelegt hat. Mk bemerkt: sie freuten sich
über das Anerbieten und versprachen, ihm Geld zu geben. Das Wort: apälthen= ging
weg (14,10) steht bei Mk für seinen bewussten Verrat und seine Auslieferung an
den Bösen. In ihm ist sein furchtbarer Tod voraus genommen. Mt gebraucht das
gleiche Wort (27,6), er ging hinaus, um sich zu erhängen.
Im Verrat des Judas wird
deutlich, dass GOTTES Erbarmen sie zu einem „Zweiten Paradies“ auf Erden
bestimmt hat, in dem der, der guten Willens ist gegen alles Unheil in der Welt
sein Heil finden kann. Die Kirche, aus der Nachfolge JESU erwachsen, ist
Gemeinschaft des Heiles derer, die GOTTES Allmacht der Finsternis der Sünde
entrissen hat. Diese Heiligkeit muss um der Menschwerdung des SOHNES GOTTES und
Seines Erlöserleidens am Ende in vollem Lichte aufscheinen. Weil selbst der
erlöste Mensch gegen die mit letzter Macht aufbrechende Finsternis erliegen
müsste, wie wir es heute erleben, sendet GOTT Seine hl. Engel, um ihr in diesem
letzten schweren Kampf beizustehen. Herz JESU und Herz MARIAE Verehrung weisen
darauf hin, dass diese Hilfe nicht von Außen ansetzt, sondern im Herz des
Gläubigen ansetzt, wenn es sich IHM nur öffnet. Wie am Ölberg der HERR in
letzter Hingabe zum Willen des VATERS gestanden ist, so muss dies heute jeder
einzelne Gläubige tun.
Der hl. Engel will uns in
dieser schweren Prüfung helfen, das letzte Schielen hinüber zum Bösen abzutun.
Wo der Mensch diese Entscheidung nicht getroffen hat, bleibt er dem Bösen an
seinen Schwachstellen ausgeliefert und trennt sich von seinen Brüdern im
Glauben. Er neigt zum Widersacher GOTTES und wechselt über in seinen
Machtbereich. Der Satan aber ergriff Besitz von Judas, genannt Iskariot, der zu
den Zwölf gehörte. Er ging zu den Hohenpriestern und den Hauptleuten und beriet
mit ihnen, wie er Jesus an sie ausliefern könnte (Lk 22,3f).
Drei Punkte sind hier
bezeichnend:
- die Zugehörigkeit zu den
Zwölf = ek tou arithmou ton dodeka. Der HERR hat Judas persönlich wie die
übrigen Apostel gerufen;
- er unterstellt sich
einer falschen Autorität, berät mit den Hohenpriestern: synelaläsen. Er lässt
sich ein in ein Gespräch mit dem, der Lügner ist von Anfang an und wiederholt
so, was Eva im Paradies begann.
- und bekennt sich zum
Widersacher und seinen Absichten =exhomologäsen. Es ist dieses Zeitwort ein
besonders starkes Wort: durch den Bestandteil : homoios = ähnlich, gleich.
Es erinnert an die GOTTebenbildlichkeit, nach der uns GOTT geschaffen
hat. Hier wirft er sie bewusst von sich. Die Vorsilbe ex = aus weist darauf hin,
dass er aus seinem Innersten spricht: der Böse hat die Seelenburg erobert. Die
einzige Wahrheit, die er anerkennt, ist sein eigener Wille. Da er das Gleichsein
mit GOTT im Licht zurückgestoßen hat, ist er ganz Finsternis.
Bei Johannes ist es nicht
ein Weggehen, sondern ein Hinausgehen (exälthen) in die Finsternis, bei ihm
anderer Name für die Welt, die sich dem Licht GOTTES versagt, vgl. 13,16 – 30.
So lange er in der
Gemeinschaft des HERRN war, war er noch im Bereich des Lichtes, da er bewusst
hinausgeht, tritt er in den Raum der Finsternis, von der der HERR den Jüngern
gesprochen hat, bevor sie zu Lazarus, der gestorben war, gingen: Wenn jemand am
Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht; wenn aber
jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist
(vgl. Jo 11,8f). Hier wird auch deutlich, warum die „Reue Judas‘ unfruchtbar
ist: die wahre Reue lässt JESUS, den HEILAND, nicht aus den Augen. Sie schaut
weg von der Sünde und wendet sich hin zum Licht des Erbarmens GOTTES.
Judas ist im Bösen
verstockt, wie einst der Pharao. Wo einer die Finsternis wie Judas in sich
eingelassen hat, da ist sein Gefäß voll. Vor den anderen Jüngern nahm er den
Bissen eingetauchtes Brot und ging sofort hinaus. Er überhört das schlimme Wort,
das ihn zur Besinnung bringen sollte: Was du tun willst, tue es schnell! Er will
nicht zugeben, dass er geirrt hat. Nirgendwo wird so deutlich, wie Licht und
Finsternis unmittelbar zusammenstoßen wie im Verrat Judas‘. Jedes Wort trifft,
wie im Bild der MUTTER GOTTES von Guadalupe jedes Detail Botschaft ist. Jedes
Wort lässt durchschauen auf den Abgrund, der sich hier vor Judas auftut. Jeder
der vier Evangelisten gibt hier seinen Teil im HEILIGEN GEISTE dazu, erinnern
wir:
Sein Ende hat nur Mt
aufgezeichnet: (27,3‑10). Das Urteil GOTTES trifft ihn wie ein Blitzschlag
gleich nach der Übergabe des HERRN an Pilatus. Er muss es selbst vollziehen. Wir
erinnern uns an die Warnung Jahwehs an Moses: den heiligen Berg der Erscheinung
abzugrenzen. Wer ihn berühre sei des Todes.
Mk kennzeichnet das
„Hinaus“: wer vom HERRN weggeht, verfällt der Macht des Bösen.
Lk kennzeichnet sein
Denken: es geht nur auf Irdisches, damit verfällt er immer mehr dem Fürsten der
Welt.
Bei Jo scheint durch: sein
Verrat ist Verrat am DREIEINIGEN GOTT. Er tritt ein in die Sünde der Engel am
Anfang der Zeit. Wie Luzifer hat er sich über den HERRN und damit GOTT stellen
wollen. Damit ist er ‑ bildlich ‑ im Fünfstern des Bösen gefangen: in der Spitze
nach oben durch den Hochmut (gleich dem Lichtträger), nach links oben verfallen
der Weisheit dieser Welt, die es besser weiß als GOTT, links unten verfallen der
Macht, rechts oben versucht, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen (Freiheit),
rechts unten verfallen der Begierlichkeit der Welt, ohne jeden Blick auf eine
höhere Bestimmung des Lebens.
So hat er sich wie Luzifer
an die Stelle des HEILIGEN GOTTES gesetzt.
Gegen die WEISHEIT der
Wege
GOTTES stellt er das Besserwissen,
gegen die ALLMACHT GOTTES,
die sich hier auf Erden als Ohnmacht gibt, die Macht,
gegen die GERECHTIGKEIT
die Selbstbestimmung,
Und doch ist da noch ein
Wort, allein GOTT in die Hand gegeben, das in der Finsternis wie ein
unbegreifliches Nordlicht aufleuchtet. Wir müssen den Text bei Mt noch einmal
genauer anschauen!
Da er die Verurteilung des
HERRN erlebt, wird ihm bewusst, was sein Ränkespiel ausgelöst hat: vgl Mt 27,
3-9. Als nun Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass Jesus zum Tod verurteilt
war, reute ihn seine Tat. Er brachte den Hohenpriestern und den Ältesten die
dreißig Silberstücke zurück. GOTT lässt zu, dass er, schon auf dem Todesweg, die
Verurteilung JESU erleben muss. Wohl nie vorher hat er JESUS wirklich
angeschaut. Seine Hoffnung einmal durch IHN einen guten Posten zu erhalten,
haben ihn blind gemacht, doch hier ist er in einer Reihe mit den Jüngern. Zum
ersten Male sieht er IHN, vom Tode gezeichnet. Dass sein Tun solche Folge haben
könnte, muss ihm den Rest gegeben haben. Der Lohn, den er erwartete, all sein
Doppelleben in den drei Jahren mit dem HERRN war Tod. Nichts Anderes kann er
mehr sehen als Tod und in ihm die Fratze des Bösen, der nichts ist als Tod. Was
„Nihilismus“ ist, lässt sich wohl nirgendwo klarer ablesen! Letzte
Hoffnungslosigkeit, jenseits aller Worte.
Wie kann er sich „eines
Besseren besinnen“, die Richtung wechseln? Wie ist das Wort „metmeletheis“ zu
übersetzen? Was bedeuten vor dem Nichts, vor dem er steht, die Silberlinge, die
man ihm als Lohn in die Hand gedrückt hat? Nicht ist es ihm um diesen Spottlohne
gegangen, sondern allein um seinen Willen. Hier ist er dem Erstgestürzten am
nächsten. Wie sehr ist, für jeden für uns der Wille, „das Zünglein an der
Waage“! Dass er noch sagen kann: 4 Ich habe gesündigt, ich habe euch einen
unschuldigen Menschen („unschuldiges Blut“) ausgeliefert“. Dass er dieses Letzte
noch aus seinem gequälten Herz sagen kann? Bete darüber, es liegt da ein tiefes
Geheimnis. Erinnern wir uns an das Ringen Pauli um seine Brüder in den Kapiteln
11- 13 des Römerbriefes. Das letzte Wort spricht GOTT!

Auf dem dunklen und doch
im Glauben einleuchtenden Hintergrund der vorausgehenden Betrachtungen müssen
wir die einfachere Lösung Mohammeds erkennen, die heute so viele Menschen in
Bann zieht: der „Eine – gegen den DREIEINIGEN GOTT – tritt mit seiner Lösung
nach vorne. Sie müssen sich ihm nur eingliedern. Bewusst oder unbewusst haben
sie sich dem Fatum = dem Schicksal, das er Kismet nennt, anheim
gegeben. Wie von selbst ergibt sich, sobald die Scheidung deutlicher wird, das
von der anderen Seite geforderte Bekenntnis. Wir müssen uns der Wirklichkeit
dieser Welt stellen, nur so können wir GOTT begegnen. Zu ihr gehört der dunkle
Schatten des Bösen, der sie heute immer mehr überzieht. Da der Mensch von diesem
Schatten absieht, weil er in den verschiedensten Farben lichtert, ist er immer
mehr mit sich allein, und kommt in gefährliche Nähe des gefallenen Lichtträgers,
der sich schon im Anfang gegen das Eine LICHT GOTT gestellt hat.
Die Welt, die der Mensch
sich gebaut hat und weiter ausbaut, wird notwendig immer unwirklicher, sie hat
mit GOTT den Bezug zu aller von IHM geschaffenen Wirklichkeit verloren. Dies
können wir in der Philosophie, Ende des Mittelalters, schon bei den Nominalisten
beobachten. Sie haben diesen Namen erhalten, weil die Benennung der Dinge nur
Vereinbarung der Menschen ist. Heute kommt diese Bewegung zu ihrem Höhepunkt.
Das sehen wir bis in den Alltag hinein: man gibt den Dingen, den Namen, den man
sich einbildet oder den wir durchsetzen wollen. Das beginnt in den ausgefallenen
Namen, denen man den Kindern gibt, (früher Namen der Heiligen), in den
Ideologien, die Befreiung versprechen bis hin zu denen, die sich schon
durchgesetzt haben. Der Kommunismus
wie die anscheinend dazu gegensätzlichen Diktaturen (denken wir an Hitler)
ändern Lüge in Wahrheit und Wahrheit in Lüge.
Der Mensch verliert sein
gesundes Verhältnis zur Natur und ihren Gesetzen: der Mensch ist Herr in dem was
er denkt und tut: Freimaurer! Der Nächste wird in den Kategorien des Welthandels
und der Weltbeherrschung durch die Technik nach dem Maß eines Gebrauchsartikels
eingeschätzt. Da er es sich gefallen lässt, um in aller Undurchsichtigkeit das
Leben zu vereinfachen, verfällt die bisher noch
vom Glauben getragene Ordnung eines nach außen noch christlichen Lebens,
es bleibt als Maß das Verdienen und der Lebensgenuss, nach oben die Macht. Je
mehr der Mensch sich selbst unwirklich wird und sich so dem gefallenen Engel
angleicht, der vor GOTT nichts ist, um so mehr wird er durch den Feind
beeinflusst und gesteuert. Der ungeheuere elektronische Apparat, der heute die
ganze Welt zu einem Gefängnis macht, ist in sich labil und kann durch einen
Hauch GOTTES umgeworfen werden, er zerfällt im klaren Licht der Erkenntnis
GOTTES, denn er ist nur aufgebaut, um die Lüge des Erstgefallenen zu decken, wie
sie schon jetzt in der Person des Maitreya
offenbar wird. Der Traum des Humanismus ist eine andere Art Opium für das Volk.
In diesem
ernüchternden Licht fällt auf den Islam ein Licht, das wir bisher übersehen
haben. Er gibt nicht nur in der zunehmenden Mondsichel einen fernen Hinweis
auf MARIA, den „Morgenstern“, er ist Antwort
GOTTES auf unserem Glaubensabfall in der westlichen Welt. Wie Jahweh im Alten
Bund in der verschiedener Weise die Völker des Ostens, beginnend mit den
Ägyptern zur Züchtigung des Auserwählten Volkes gerufen hat, so tut es heute in
anderer Weise, durch unheilbare Krankheiten, Versklavung unter die
Weltwirtschaft, diktatorische System bis hin zu den kleinen und großen – Ismen:
den Religionen aus dem Osten bis hin zum Gesundheitskult. Da macht auch der
Kapitalismus keine Ausnahme, wie wir heute bitter erfahren. Nicht der Krieg
zerstört Glaube und Moral, der Wohlstand noch viel mehr! Wir müssen von der
Vielgötterei erst wieder zum Einen GOTT vorstoßen, wie er den Juden offenbart
wurde. Die „Großen Religionen“ korrigieren einander, weil ihre Antwort halb
bleibt, weisen sie dem Suchenden über viele Hindernisse hinweg den Weg zum
wahren Glauben in JESUS CHRISTUS.
Doch schauen wir zuerst
kurz auf das Leben des Propheten des Islams, Vereinfachungen sind hier leider
nicht zu vermeiden. Die drei Lebensphasen Mohameds haben
in aller geistigen
Verwirrung unserer Tag für den modernen Menschen, der im religiösen Raum nach
einfachen Lösungen sucht, eine Anziehungskraft wie in anderer Weise der
Weltmarkt, der uns das „Süße Leben“ verspricht und doch mit eiserner Hand auf
den Menschen zugreift.
Die erste Phase ist die der Eingebungen, Visionen, im Koran festgehalten,
schon hier in synkretistischer Mischung mit Elementen anderer Religionen,
besonders des Juden- und Christentums, die Mohammed im Anfang ja als
Offenbarungsreligionen anerkannte. Wir begegnen hier einer Religion, die uns
"nicht ganz fremd ist" und durch den Einen GOTT eine einfache Lösung zu
versprechen scheint. Manches, was wir ablehnen oder vergessen haben, wie MARIA,
die hl. Engel, hat dort seinen Platz, der freilich schwer zu klären ist.
In der zweiten Phase
erkennt er sich selbst als letzter Prophet in der Linie Abrahams und rechnet als
solcher mit der jüdischen und christlichen Religion ab, die den Plan GOTTES
verfälscht haben. Auf diese Phase autoritären Prophetentums stützt sich mit
sichtlichem Erfolg die moslemitische Mission in der ganzen Welt. Die wachsende
Zahl von Moscheen auch in christlichen Ländern, sind für den materialistisch
denkenden Westler genügender Hinweis, dass hier "etwas mehr dahinter sein muss".
In der dritten, vielleicht
am besten "politisch" zu nennenden Phase, da er von Medina aus auch Mekka
zurückgewinnt, wird das diktatorische Element seines monotheistischen Glaubens
unverhohlen offenbar. Hier tritt zu den wenigen Glaubensforderungen zuletzt noch
die der Ausbreitung des Glaubens „durch Feuer und Schwert“. Hier mündet der
Islam in die diktatorische Strömung unserer Zeit, die immer die gleiche Formel
hat: durch Gewalt "Ordnung zu schaffen", wie es schon ein Hitler im Anfang
dieses Jahrhunderts beweisen wollte. Auf dieses "Ordnung schaffen" warten wir ja
bis in unsere Kirche hinein, sei es auf traditionalistische oder modernistische
Art. Wie der Islam den Auseinandersetzungen um das Konzil im byzantinischen und
den angrenzenden Gebieten ein praktisches Ende bereitet hat, so verspricht er
auch heute in aller Verunsicherung im Glauben aufzuräumen.
Diese verschiedenen
Elemente vermischen sich untereinander und geben dem Moslemglaube das schillernd
Verführerische der Reklame unserer Tage. Einmal tritt das eine, ein anderes Mal
das andere Element nach vorne. In seiner Anpassung an die wesentlichen Nöte des
Menschen und in den wenigen verbindlichen Weisungen, die uns das Heil sichern,
beweist der Islam gerade heute seine größte Anziehungskraft. Er ist in aller
Verwirrung der Geister die einfache, weltweit erprobte Lösung religiöser
Probleme nicht nur für die große Menge, sondern auch für die unter uns, die in
Fragen der Religion eine "saubere Lösung" suchen, die im irdischen Raum bleibt.
Dadurch kommt er auch dem entgegen, was unsere katholischen Theologen heute als
„Immanentismus“ bezeichnen: der Mensch nimmt das Heft selbst in die Hand; der
Glaube wird in protestantischer Vereinfachung nur der schwer greifbare
Hintergrund unseres Handelns in dieser Welt. Das tiefste christliche
Glaubensgeheimnis: die Menschwerdung GOTTES ist verloren oder zumindest
verblasst, es hat keine Kraft mehr, dem Menschen Gestalt zu geben.
Der religiöse Eifer der
Moslems sticht immer krasser von der Lauheit christlichen Lebens ab. Ohne die
Begegnung mit den betenden Moslems hätte ein Charles de Foucauld schon im Anfang
dieses Jahrhunderts nicht den Weg zum wahren Glauben gefunden. Ohne den
Feuereifer der Eiferer und Terroristen wären alle Pläne eines heiligen Krieges
bloße Strategie auf dem Papier. GOTT kann sich auf Grund dieses brennenderen
Glaubens des Islams als Werkzeug bedienen, um uns zum wahren Glauben
zurückzuführen. Nach der Verfolgung durch die Römer hat er die Christen bitter
daran erinnert, dass Kreuz Kampf bedeutet. Das gilt
nicht nur im Einzelfall eines Foucauld, es gilt auch auf Weltebene, wenn wir auf
den Glaubensabfall unserer Zeit schauen. In allem unendlichen Leid, das
notwendig aus einem Krieg besonders in unserer Zeit folgt, werden Angreifer wie
Angegriffene gereinigt, soweit sie wirklich nur dem EINEN WAHREN GOTT zu dienen
suchen.
Hier weiß Göttliche
Strategie anzusetzen wie im Alten Bund, da ER Israel seinen Erzfeinden
auslieferte. Um dieses geht es in aller Notwendigkeit der Erneuerung zu
allererst: das Wort Islam bedeutet: "Hingabe an den Einen GOTT" - und dies muss
uns, wenn notwendig „mit Feuer und Schwert“ wieder ins Gedächtnis gerufen
werden, auch wenn hier dem klarer Schauenden die Fratze des Feindes notwendig
auffallen muss. Auch der Erstgefallene Engel ist nur Werkzeug GOTTES zu unserem
Heil, wenn wir die Züchtigung im Geiste der Reue und Buße annehmen.
Seit dem 19.Jahrhundert
hat sich der Islam nicht wenig dem westlichen Geist angepasst, um seinen
Anspruch, der Welt den wahren Glauben zu bringen, durchzutragen. Der Augenblick,
die letzte Forderung Mohammeds: des religiösen Krieges durchzusetzen, scheint in
unmittelbare Nähe gerückt. Durch die weltweite Aktion der Terrorgruppen
einerseits und das stille, aber nicht aufzuhaltende Vordringen der Moslems in
Westeuropa, ist der Boden bereitet für den nächsten Schritt, den Übergriff mit
Gewalt.
Das willkürliche Eingreifen der westlichen Welt, besonders der Engländer
und Amerikaner im Nahen Osten, konnte nur deswegen hingenommen werden, weil bei
den Moslems der Glaube den "längeren Atem" hat. Die Stunde der Vergeltung lässt
nicht auf sich warten! Das Feuer wird sich wohl dort entzünden, wo es schon
heute schwelt!
Bevor der Stern MARIENS
über der abnehmenden Mondsichel (Zeichen der Moslems) erscheinen kann (wie es
uns die MUTTER in Marienfried verspricht), wird mit der Sichel der Moslems
einerseits und der des Kommunismus andererseits die faule Ernte des Westens
eingeholt und dem Feuer übergeben. Die Geheime Offenbarung spricht davon im Bild
der zweimal drei Gerichtsengel (Offb 14,6 – 13), die das in den Posaunen
angekündigte Strafgericht vollstrecken und in den Ernteengeln (ds. 14,14 – 20)
dem Feuer übergeben. In diesem Licht gilt es das folgende Zitat zu sehen!
Offb 14, 14: „Dann sah ich
eine weiße Wolke. Auf der Wolke thronte einer, der wie ein Menschensohn aussah.
Er trug einen goldenen Kranz auf dem Haupt und eine scharfe Sichel in der Hand.“
Hier tritt der MENSCHENSOHN, der vorher als der WEISSE REITER mit seinen
Heerscharen zu erkennen war, als das Siegende LAMM nach vorne, dem alle Macht
der Erde sich beugen muss. Da die Menschen das letzte Gnadenangebot im ersten
Gerichtsengel nicht angenommen haben, müssen sie nun die ganze Schärfe
Göttlicher Gerechtigkeit erfahren. Der auf der „Weißen Wolke“ wie ein „Engel“
hervor trott, ist der das Gericht vollziehende WELTENRICHTER JESUS CHRISTUS,
unser HERR, wie ER sich später im Gericht über die Lebenden und Toten in der
Fülle Seiner Macht offenbaren wird (vgl. Offb 20, 11 – 14). ER ist schon im
Gericht der „1000 Jahre“, da der Böse für eine Zeit gefesselt wird zu erkennen.
Diesem Ersten muss jeder von uns in der Stunde seines Todes stehen. Allein die
Märtyrer, die sich nicht dem Tier gebeugt haben, haben diese Gericht schon
hinter sich und werden mit dem HERRN in den 1000 Jahren auf Erden herrschen.
Offb 20,15 - 18 Und ein
anderer Engel kam aus dem Tempel und rief dem, der auf der Wolke saß, mit lauter
Stimme zu: Schick deine Sichel aus, und ernte! Denn die Zeit zu ernten ist
gekommen: Die Frucht der Erde ist reif geworden. Dieser erste Ernteengel kündet
den Beginn der Ernte an. Der HERR selbst wirft die Sichel aus. Wer immer auf
Erden zuerst eingreift, die Kommunisten mit Sichel und Hammer oder die Moslem
mit Sichel und Stern, ist nichts als Werkzeug in der Hand dessen, der auf der
weißen Wolke sitzt. Die „zwei Sicheln“ sind eins:
16 Und der, der auf der Wolke saß, schleuderte seine Sichel über die Erde, und
die Erde wurde abgeerntet.17 Und ein anderer Engel
trat aus dem himmlischen Tempel. Auch er hatte eine scharfe Sichel. (Der zweite
Ernteengel). 18 Vom Altar her kam noch
ein anderer (dritter) Engel, der die
Macht über das Feuer hatte. Dem, der die scharfe Sichel trug, rief er mit lauter
Stimme zu: Schick deine scharfe Sichel aus, und ernte die Trauben vom Weinstock
der Erde! Seine Beeren sind reif geworden.
Die beiden Sicheln sind
eine Erntesichel. Da die Ernte faul ist, verfällt sie durch den dritten
Ernteengel dem Feuer der Heiligkeit GOTTES:
19 Da schleuderte der Engel seine Sichel
auf die Erde, erntete den Weinstock der Erde ab und warf die Trauben in die
große Kelter des Zornes Gottes.
20 Die Kelter wurde draußen vor der Stadt getreten, und Blut strömte aus der
Kelter; es stieg an, bis an die Zügel der Pferde, eintausendsechshundert Stadien
weit. In engelhafter Sicht bedeutet die Zahl, wenn wir sie in der Horizontale
zusammen zählen: „Sieben“: Hinweis auf den HEILIGEN GEIST und im „1000“ auf die Allmacht GOTTES.

So einfach, ja einfältig
das Gebet des Rosenkranzes erscheint und darum gerade heute schnell zur Seite
gelegt wird, so tief erschließt sich dem Betrachtenden dieses Gebet, das wir aus
der Hand der MUTTER GOTTES erhalten haben. Der HEILIGE GEIST, der uns durch
MARIA dieses Gebet geschenkt hat, wird uns weisen, dass uns hier ein Weg in die
heile, heilige Ordnung der Liebe GOTTES geschenkt wird, die in der Welt von
heute immer mehr verloren geht.
Es ist eine dreifache
Ordnung, Abbild des DREIFALTIGEN GOTTES, wie sie sich zuerst in der Schöpfung,
dann aber auch im Wort und in allem heiligen Tun des Menschen spiegeln soll.
Schon die Pythagoräer wußten, dass sich diese Ordnung vor allem in den Zahlen
darstellt, sie sind Sinnbild, dass GOTT alles in heiligem Maß geschaffen hat.
Diese heilige Ordnung
finden wir auch im Aufbau der Evangelien, sie sind mehr als „eine gute
Nachricht“. Diese Ordnung hilft uns, tiefer in das Geheimnis des Wortes
einzudringen. Betrachtend sollen wir sie in unser Leben aufnehmen, um die
Gesetzlosigkeit, die alle Ordnungen zu zerstören sucht, zu bekämpfen. Der
Rosenkranz wird als Gebet heiliger Ordnung d i e Waffe im endzeitlichen Geisterkampf, die
uns die MUTTER selber reicht und die jeder wache Christ nutzen sollte. Als
Rosenkranzbeter sind wir gerufen, die Wiederkunft und den endgültigen Sieg JESU
CHRISTI über alle Macht der Finsternis zu künden.
Die Geheimnisse des
Rosenkranzes sollen durch die Gegenwart JESU in ihnen das Heil wirken, das sie
aussagen. In China hat das Rosenkranzgebet in den über 300 Jahren, da kein
Christ mehr das Land betreten durfte, in nicht wenigen Gemeinden den Glauben
lebendig erhalten wie in sakramentaler Wirksamkeit. Als
TRINITARISCHES GEBET hilft es uns, den heute so naheliegenden Vereinfachungen in
den Dingen des Glaubens zu widerstehen.
Im Rosenkranz erweist
sich, dass alle Offenbarung GOTTES durch MARIA schön ist. Sie besiegt den
Widersacher GOTTES, der durch seine Auflehnung gegen GOTT sein Antlitz verloren
hat und unter das Tier gefallen ist, durch ihre Schönheit: „ganz schön bist Du
MARIA!“ Ihre Schönheit ist Anruf an uns, dass auch unser Glaubenszeugnis schön
werde. So wird das Gebet des Rosenkranzes LOBPREIS, ANBETUNG GOTTES, DANKSAGUNG
für die Gnade der Erlösung, die heute so Vielen, sogar im Raum der Kirche,
verloren geht.
So oft wir es mit dem
Herzen beten, erinnern wir GOTT, dass wir uns mit Leib und Seele MARIA geweiht haben, dass wir die Weihe als Bekenner
leben und so wirksam dem Abfall des Glaubens entgegen stehen. Alle jene, die wir
fürbittend in dieses Gebet einschließen, dürfen wir bergen in den Mantel
MARIENS, auch wenn sie noch so weit vom Weg abgeirrt sind, wenn wir nur auf die
Heilskraft der Geheimnisse vertrauen. So wird der Rosenkranz zum Gebet der
Fürbitte und der Sühne. Darum sollten wir auch bewusst den „Fatimazusatz“ mit
beten. Achten wir auf das vielfach dreifaltige Geheimnis des Rosenkranzes! Es
beginnt schon bei der Rosenkranzschnur.
Mit dem Rosenkranz in
der Hand umschließen wir die dreifache Schöpfung, um sie GOTT entgegen zu
halten, dass ER sie segne und endlich heim hole.
-
die materielle, indem wir die Perlen
durch unsere Finger bewegen, die uns (sie sollten eigentlich aus Holz sein!)
an das Kreuzesholz des HERRN erinnern, in dem alle Schöpfung geheiligt ist;
-
die Menschheitsschöpfung durch ihren
Bezug zum WORT, da wir die Geheimnisse im Worte beten;
-
die GEISTschöpfung, wenn wir unseren
Engel bitten, uns im Heiligen GEIST zum tieferen Verstehen der Geheimnisse
zu führen.
Das Rosenkranzgebet hat
seine Vorbilder weit in der Vorzeit, wo sich die alten, nach GOTT sehnenden
Völker an Schnüren ihre Gebete der Ratlosigkeit, der psalmartigen Anbetung und
Pflichterfüllung, einknüpften. Sie kannten keinen Rosenkranz, durch immer
wiederholtes Flehen suchten sie sich von aller Not und Unterdrückung zu
befreien. So wurde das Gebet zur zur Beschwörung, in der sie die Götter durch
ihr Opfer – bis hin zum Menschenopfer zu bestechen versuchten. Damit gerieten
sie in die Hand des Widersachers. Ist nicht auch nach 2000 Jahren Glauben diese
Versuchung dort nahe, wo der Glaube nicht auf den Lebendigen GOTT geht, der
durch Nichts und mit Nichts zu gewinnen ist, was nur menschliche Anstrengung
ist, sondern allein durch das liebende, vertrauende Aufschauen zu IHM.
Wäre nicht JESUS CHRISTUS
"das wahre LICHT in die Finsternis gekommen", der Mensch
verkauft durch die Sünde, hätte für immer die Ketten der Verdammnis tragen
müssen. Auch dies wieder ein dringender Anruf, die wir den Glauben leichtfertig
verspielen unserer Verantwortung als Christen vor GOTT bewusst zu sein. Nur im,
mit und durch den SOHN und in der Fürsprache MARIENS können wir vor GOTT Gnade
finden. Dies hat Luther im Schrecken über den Blitz, der ihn fast erschlagen
hätte, nüchtern erkannt: es gibt nur einen Weg zu GOTT: in der Gnade und im
Erbarmen CHRISTI. Doch auch diese tief erfahrene Wahrheit, der wir in der Not
des Glaubensabfalls wieder näher kommen, wurde vom Bösen verdreht, als hieße es:
„Allein die Gnade“. GOTT würdigt den Menschen als Person, darum muss er zu
seinem Heil mittun mit dem was GOTTES Erbarmen an uns getan hat und jeden Tag
neu tut. Das Verhältnis von Gnade und Mittun ist in jedem von GOTT Gerufenen
anders: Geheimnis der Liebe GOTTES, das wir im Himmel in Ewigkeit anbeten und
für das ewig danken werden
Das sei nüchterne Mahnung
allen Rosenkranzbetern, die im äußeren Beten stecken bleiben und in heidnische
Wege zurück fallen. Die MUTTER dringt in allen Erscheinungen auf der
begleitenden Betrachtung. Auch wenn wir nie alle der fünf Geheimnisse
betrachtend aufnehmen können. Eines davon müssen wir, auch wenn wir die anderen
Geheimnisse beten, in unserem Herzen nachklingen lassen, wie einen Unterton,
wenn unser Gebet noch nicht frei ist von Erdenschwere, wie begleitende Obertöne,
wenn wir gelernt haben auf der Himmelsleiter der vielen Ave aufzusteigen wie
eine Lärche. Nicht im Äußeren liegt die Kraft dieses heilenden Gebetes, es ist
Stütze in unserer Armut, die wir sonst nicht wüssten, was in und wie wir beten
sollten. Alles kommt auch hier auf die Tiefe unserer Anteilnahme an den
Heilsgeheimnissen an, die uns im Rosenkranz geschenkt sind. Sie sollen uns
Spiegel sein, wie weit unser Leben schon in Seines eingemündet ist.
Blühender Rosenstrauch -
ER, JESUS selbst,
will den blühenden Rosenstrauch
Seiner Heilsgeheimnisse
durch MARIA dem VATER
preisend und dankend entgegen halten.
Die Einheit der „Drei Herzen“ ist seine
Kraft:
Sein blutendes, durchbohrtes Herz,
das mit Dornen gekrönte der Mutter,
aber auch auf das arme, kleine Menschenherz,
das sich unter diesen Baldachin flüchtet.
Solchem dreifachen Ansturm
kann der Gute VATER nicht widerstehen.
Wo es nur bittendes Gebet bleibt,
hängt daran noch viel unserer Erdenschwere.
Erst in Lobpreis, Dank und Anbetung
erhebt es sich über die Kartoffelfeuer im
Herbst
und wird zur leuchtenden Flamme,
die sich mit dem Feuer der Liebe JESU vereint
und endlich die kalte Welt
in diesem Feuer heimholt
in das Kohlenfeuer am anderen Ufer,
wo das Hochzeitsmahl der Armen
wartet mit dem Brot und Fisch
Leib und Blut des Geopferten.
Das Rosenkranzgebet steht jubelnd auf
aus dem Grab der Leier mechanischen Betens.
Es wird wieder zum Gnadengeschenk,
das wir sorgsam und eifersüchtig hüten.
Denn es ist zarte Gnadengabe,
aus der Hand der Mutter Kirche.
MARIA selbst legt sie uns in den Schoß
wie ein kleines Bethlehem,
Wiege einer Neuen Geburt
JESU in unserem Herzen.
Du, Rosenkranz, bist keineswegs
die geringste unter den Lobpreisungen.
Denn aus dir wird
hervorgehen die große Hilfe
der Mutter aller Menschen,
der schützende Ring um die Getreuen GOTTES.
Aus dir wird hervorgehen
die Nahrung in der Dunkelheit,
die Kraft für den Kampf,
die Sehnsucht nach dem Himmlischen Daheim,
an der Hand der hl. Engel!
= „HERR JESUS KOMM!“
Die Welt erwartet ein
neues tausendjähriges Reich, GOTT aber setzt dieses Reich über die abertausend
lobpreisenden Rosenkränze in die ewige Erfüllung. Der Rosenkranz hilft uns MARIA
in unserem Herzen zu tragen, so wie sie den SOHN GOTTES in ihrem gesegneten
Leibe getragen hat. Jedes „Gegrüßet seist Du MARIA“ soll uns helfen MARIA immer
mehr zu lieben! Da sie uns den Rosenkranz gereicht hat, wollen wir sie betend
bitten, sie möge ihre ganze mütterliche Liebe, die ganze Kraft ihres Herzens,
ihr ganzes Einssein mit GOTT, in jeden Rosenkranz legen, den wir beten.
Die Perlen des
Rosenkranzes in unseren Händen sollen zum Kraftstrom werden, der unsere
Schläfrigkeit überwindet. Mit ihm wollen wir alle Dornen lösen, die wir in das
Haupt unseres Erlösers hineinpressen durch unsere Treulosigkeit und unsere
Lieblosigkeit! Das Rosenkranzgebet hilft uns, nie zu vergessen, dass wir schon
am anderen Ufer stehen, dass es für uns kein Zurück gibt. MARIA wird uns immer
näher führen zu GOTT sei es im Jubel, sei es in Not und Schmerz, sei es in der
mühsamen Treue des Kreuzwegs, der uns aufgegeben ist. Mit dem Kreuz in der
rechten Hand, den Rosenkranz in der linken, bilden wir zusammen mit den hl.
Engel und den Heiligen die große Heerschar CHRISTI, die Weiße Armee, JESUS auf
weißem Roß an der Spitze. Sie werden endlich alle Macht des Bösen zu Asche
verbrennen.
Der Rosenkranz wird im
endzeitlichen Ringen
zum Schrei der Kirche:
„Maranatha!“,
komm, HERR JESUS, komm!“
Es liegt an uns,
die Stunde Seiner
Wiederkunft zu beschleunigen
IHM noch viele Seelen
zuzuführen,
die sonst verloren gingen!
Amen, Allelujah!

In der Sicht der Sieben
Gaben des HEILIGEN GEISTES
Die endzeitliche Sendung
MARIENS als Sonnenumkleidete Frau (Erkenntnis)
wie sie am klarsten P.
Kentenicht gesehen hat, ist vom Himmel her bestätigt durch die Erscheinungen der
Mutter GOTTES über die ganze Welt hin. Den Auftakt setzt am Anfang der Neuzeit
die Erscheinung U.L.F. von Guadalupe. In Fatima wird diese Sendung MARIENS für
unsere Zeit erstmals anerkannt durch die Seligsprechung der Hirtenkinder von
Fátima am 13.Mai 2000 durch den hl. Vater Johannes Paul II..Da
der Mensch unserer Tage sich immer mehr vor dem Anspruch GOTTES versagt und auf
die Seite des Widersachers stellt, gibt uns GOTT selbst die Antwort im JA
MARIENS. Der Einfachste kann sie fassen.
„Willst du dienen?“
(Weisheit)
Nur in, mit und durch
MARIA kann der Mensch GOTT Antwort stehen. MARIA als die von der Sonne
umkleidete Frau stellt den Menschen von heute vor die gleiche Entscheidung, vor
der die Engel am Anfang der Zeit gestanden sind: „Willst du dienen?“ – den
unbegreiflichen Plänen GOTTES? Mehr denn je liegt dabei der Nachdruck nicht nur
auf „Dienen“, sondern auf „unbegreiflich“. Hier wird zuerst die Kirche, dann die
ganze Menschheit geschieden. Der Feind hat dem schon mit allen Mitteln entgegen
gearbeitet. Seit der französischen Revolution Ende des 18 Jahrhundert hat
menschliches Besserwissen immer mehr den Glauben zurück gedrängt. Die MUTTER des HERRN mit ihrer schlichten
Antwort an St. Gabriel wird Fanal für die
Glaubensentscheidung, in der wir gegen das „Ich diene nicht“ des
Widersachers stehen.
GOTTES Allmacht hat es so gewollt und so gefügt. Der Mensch kann sich hier nur
unterwerfen, wie es der hl. Vater stellvertretend für die Kirche und ihre
Gläubigen getan hat. An ihr als der Sonnenumkleideten Frau (Offb 12) entscheidet
sich das Schicksal der Menschheit und der ganzen Schöpfung.
Ihr unbedingtes JA zu GOTT wird das „Nein“ des Gegners GOTTES in den Abgrund
stoßen, das heute die Menschheit vergiftet.
MARIA als die „Fürbittende
Allmacht“ (Rat)
Schon in der Verkündigung
durch den Engel wurde MARIA hinein gehoben in den DREIFALTIGEN GOTT. Dort hat
sie das Ewige WORT als SOHN empfangen. Doch sie bleibt Mensch. Schon die
Darstellung der beiden Herzen JESU MARIAE auf der Medallie von Katharina Labouré
in horizontaler Linie verwischt: das Herz MARIENS müsste unter dem Herzen des
HERRN stehen. GOTT allein herrscht, sie dient!. MARIENS Größe ist, dass sie sich
vor GOTT wie ausgelöscht hat, um IHN alles sein zu lassen; darum wird sie GOTT
in dieser Zeit vor aller Welt erhöhen im Sieg über die Scheinmacht des Bösen.
Sie ist als das vollkommenste von GOTT geschaffene Geschöpf die vollendete
Widerspiegelung der Hlst. DREIFALTIGKEIT, doch sie bleibt Geschöpf. Dies ist
ihre Größe.,
vor der sich knirschend der Hochmut Luzifers beugen muss. Sie fordert für die
Ihren als erste Tugend:
Dienmut = Demut
(Wissenschaft des Kreuzes)
Die Frage nach der
Stellung MARIENS zum DREIFALTIGEN GOTT gehört in den größeren Rahmen der
Heilsgeschichte. Sie hat in den Lehrentscheidungen der Kirche ihren Platz
gefunden. Die unbefleckte Reinheit MARIENS, in die einmal gnadenhaft die ganze
Kirche mit der Hilfe der hl. Engel hinein wachsen darf, wenn sie durch das Feuer
der Läuterung gegangen ist, steht seit Lourdes und Fátima wie der Stern der
Weisen über der Kirche. Ihr Unbeflecktes Herz wird triumphieren, wie sie es
vorausgesagt hat. In welcher Weise, wann und wo das geschehen wird, bleibt trotz
aller bezüglichen Prophezeiungen ein Geheimnis GOTTES. Der Gläubige einfältigen
Herzens soll sich nach ihr mit seinem ganzen Sein ausstrecken und doch zugleich
wissen, dass diese Verheißung reines Gnadengeschenk GOTTES ist. Wer sie in
Besitz nehmen will, gerät auf den Irrweg der Katharer, die in einer Zeit
schweren Verfalls in der Kirche sich von ihr losgesagt haben. GOTTES Gnade hat
wenig später durch den armen Franziskus in der Mitte der Kirche den rechten Weg
gewiesen, der die Sehnsucht nach engelhafter Reinheit mit der Demut MARIENS
verbindet. Wenn wir zu MARIA stehen, dann müssen wir, was immer unseren Glauben
betrifft, zuerst im Herzen schweigend überlegen und an der Lehre der Kirche
prüfen.
Ärgernis des Kreuzes
(Starkmut)
Seit Judas‘ Verrat am
HERRN zieht der Verrat am Heiligsten seine blutige Spur durch die Geschichte der
Kirche. Immer kommt der Verrat aus ihrer Mitte. Immer entspringt er wie der
Griff nach der verbotenen Frucht der Ungeduld des Menschen, der dem Feind
nachgibt, der es besser zu wissen vorgibt als GOTT. „Selig, die kein Ärgernis an
Mir nehmen!“ Der HERR weicht nicht von Seiner Kirche, auch wenn sie IHN verrät.
Er hat dem Judas und dem Petrus nachgeschaut. Noch am äußersten Rand ist
Bekehrung möglich. Vergessen wir nicht, die hl. Faustina ruft es uns
eindringlich ins Gewissen: der Heilswille GOTTES geht auf die Rettung aller
Seelen (erster Satz der Dogmatik!). Die durch unsere Sünde und das Wirken des
Bösen verursachte Wirrnis diese Zeit hat für Viele die Unterscheidung von Gut
und Böse fast unmöglich gemacht. Wo noch ein Funken der Sehnsucht nach Licht im
Herzen des Menschen brennt, wird GOTTES Erbarmen retten. In, mit und durch MARIA
wird das Blut CHRISTI die größte Ernte in der Geschichte der Kirche heimbringen.
Sein „Mich dürstet!“ sucht nach den Seelen, die sich IHM als Werkzeuge der
Rettung
bedingungslos zur Verfügung stellen. Vor der Welt sind sie die „Kleinen“,
die sie übersieht.
In ihrer Ohnmacht wird sich morgen
wie nie zuvor GOTTES Macht offenbaren!In
und um MARIA sammeln sich die Getreuen wie einst im Abendmahlsaal.
In Erwartung des Hl.
GEISTES (GOTTESfurcht)
Die Offenbarungen zur
einzigartigen Stellung MARIENS in dieser letzten Zeit, im Herzen der Demütigen
empfangen, müssen endlich auch im Lehrgebäude der Kirche ihren Platz finden. Die
letzten Päpste haben für sie seit Pius XII klares Zeugnis gegeben, zuletzt der
hl. Vater Johannes Paul II mit seinem Bekenntnis zu Fátima. Sie werden zur
Irrlehre, wo sie als einzig und ausschließlich hingestellt werden.
Bei allem Verfall in der Kirche, bleibt ein feuerglühender Kern von Gläubigen,
die schon heute wie in der Katakombe leben. In ihrer Mitte sind die Sühneseelen,
die sich wie eine kleine hl. Therese und eine hl. Faustina als Brandopfer GOTT
angeboten und das Strafgericht GOTTES noch für eine Zeit aufgeschoben haben. Sie
werden morgen in der Verfolgung im Zeugnis MARIENS an den Tag treten und noch
Vielen zur Umkehr verhelfen. In dieser kleinen treuen Herde, die GOTT in MARIA
vor der Zudringlichkeit der Welt verhüllt, hat GOTT mit Seinem „Siehe ICH mache
alles neu“ schon begonnen.
Lobpreis MARIENS
(Frömmigkeit)
„In deinem heiligen
Muttersein, MARIA,
Du Liebesgedanke GOTTES,
mitten in Seinem Herzen,
umhüllt und getragen von
Deinem „Werde!“,
warst Du zugegen
in IHM als ER
schuf.
Als ER die Zeiten aus den
Ewigkeiten löste,
hast Du als Mutter die
Zeit
aus der Ewigkeit geboren.
ER ist der Zeugende des
EINEN.
ER ist Der durch IHN
Erschaffende von Allem.
Du aber MUTTER, von IHM
Erschaffene,
du bist die Tragende des
vom VATER Gezeugten,
Du bist die Überschattete
des Bezeugenden.
Du bist in der Höhe und
Tiefe zugleich.
Du strahlst empor in der
Schöpfung die Wandlung.
Du führst die
GOTTlebendigen
durch das Rote Meer der
Erlösung,
Du trägst sie Alle,
schweigende, liebende
Mutter,
wie der Fuß den Kelch,
bis zum Opferaltar des
Kreuzes
und holst sie als Licht
heim zum LICHT.“ (Hymnen MB)

Schutzengel „aktuell“
Auch unsere Sprache ist abgenutzt,
kommerziell geworden, es geht ja nur noch um Verdienen und Macht. Das Wort
„aktuell“ passt zum Schutzengel so wenig wie so vieles, das bis in den
religiösen Raum der Kirche von der Welt her hereingedrungen ist und die
Heiligkeit GOTTES schmälert. Der Schutzengel ist nach MARIA das von GOTT
geschaffene Geschöpf, das dem HEILIGEN GOTT am nächsten steht. Dort wo er von
GOTT in besonderer Weise gesendet wird, will GOTT uns durch ihn helfen, zu IHM,
dem HEILIGEN GOTT zurück zu kehren. Denn wenn wir IHN verloren haben, dann
bleibt uns ein Gott, der keiner mehr ist.
Gibt es einen schöneren Text zum Schutzengel als den der heutigen Tageslesung zu
ihrem Fest? Jedes Wort ist ein tiefer Hinweis! Ex
23,20 -22 Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf
dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe. 21 Achte
auf ihn, und hör auf seine Stimme! Widersetze dich ihm nicht! Er würde es nicht
ertragen, wenn ihr euch auflehnt; denn in ihm ist mein Name gegenwärtig. 22 Wenn
du auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, dann werde ich der Feind
deiner Feinde sein und alle in die Enge treiben, die dich bedrängen.
Die Israeliten sind aus der
Gefangenschaft aufgebrochen, der Feind umlagert sie, wo immer sie auftauchen. So
wird auch nur der dieses Wort recht verstehen, der um die Not der Gefangenschaft
in der Sünde weiß, den GOTT herausgeholt hat und der nun sucht nach Wegweisung.
Er geht voraus - auch wenn es nur ein paar Schritte sind,
du brauchst nur folgen! Seine Aufgabe ist es ja, Dich dorthin zu bringen, wo der
HERR Dich erwartet. Auch dies gilt es zu bedenken. So weglos du im Augenblick
bist, es gibt ein Ziel, und der hl. Engel wird dich dorthin bringen. Ohne Ziel
und Führung bist du Beute des Feindes.
Du brauchst nur auf ihn zu achten,
seine Stimme zu hören. Nicht von Außen, diese Stimmen verwirren, du musst ihn
hören von Innen. Vergiss die Bilder, die wir uns vom Engel gemacht haben.
Begreife: er ist Geist, vom GEIST GOTTES. Dann horchst du in die rechte Richtung
– nach innen. Je tiefer du hörst, umso sicherer kannst du unterscheide. Werde
nicht müde zu hören. Wenn Du in Not bist, ratlos, gehst Du da nicht auch zu
einem guten Freund, um ihn zu fragen. Niemand ist Dir besserer Freund als der
hl. Schutzengel. Vergiss nicht, da sind Stufen im Hören:
-
Hören: du hörst etwas, noch ungenau;
-
Horchen: du hörst genauer hin um besser
zu verstehen, du nimmst das Gesagte auf und denkst darüber nach;
-
Gehorchen: du nimmst es dir zu Herzen, du
lässt dich weisen, auch gegen eigene, anscheinend besseres Verstehen!
Dies wird uns besonders ins Gedächtnis
gerufen, Leben ist Kampf um den rechten Weg. Da sind wenigstens drei, die Dich
bedrängen:
-
Die laute Umwelt,
-
der böse Feind, der dich umschleicht,
-
dein eigenes Ich mit seinen Wünschen und
Plänen.
Sie wollen verhindern, dass du den
überhörst, der Dir doch von GOTT zur Hilfe gegeben ist.
Hier beginnt der Kampf um die
Wahrheit, nach der dich GOTT führen will. Denke an das Gleichnis JESU vom Sämann
und Samen. Die meisten geben schon hier auf. Es ist einfacher mit dem Strom zu
schwimmen.
Nicht um den hl. Engel geht es,
sondern um den HERRN, der dich durch ihn führen will: GOTTES Name ist im Engel:
er steht für GOTT, nicht für irgendeinen, sondern für Deinen GOTT, der dich
schon vom Mutterleibe an gerufen hat, dessen Eigentum in der Taufe du geworden
bist, durch sein Kostbares Blut, vergossen am Kreuz! Wo du Seine Hand ergreifst,
kannst du nicht mehr irre gehen, kann dich der Feind nicht auf seine Seite
bringen. Du wirst dort ankommen, wo GOTT auf dich wartet, wann, wo, wie immer!
Diese Verheißungen sind groß, meist
gehen sie schon den Kindern verloren, weil die Eltern den Glauben nicht mehr
leben. Was geschieht da dem guten Engel? Der Feind hat nicht nur seine Hand auf
dir, je mehr du vom Wege GOTTES abweichst. Der Schutzengel ist sein ärgster
Feind. Er wird Alles versuchen, um ihn auszuschalten: „Kinderglaube, Phantasie,
Spekulation!“ Er kann sich nicht zurückziehen, wie wir es tun, wenn etwas uns zu
schwer wirt. Er erleidet die Ohnmacht JESU im Tabernakel: vergessen, verspottet,
verachtet. Die Aufgabe, dich zu GOTT zu bringen bleibt. Der Feind muss ihn
fesseln. So konkret müssen wir im Glauben die Dinge nehmen – wer tut dies heute
noch? Der Feind triumphiert! Wenn wir vor den HERRN treten müssen, werden wir
die Wahrheit erkennen. Möge sie uns nicht erschlagen und uns ganz in die Hände
des Feindes geben.
Wenn dir nur ein Lichtlein davon
aufgeht, was kannst Du tun, um Dich und ihn aus der Hand des Feindes zu lösen?
Du musst die Bande der Sünde, die euch beide gefangen halten lösen, durch Reue,
Buße, Beichte. Nicht so obenhin, das nützt nichts, nicht nur, um dein Gewissen
zu beschwichtigen. Es reißt Dich hin und her. Du kommst aus der inneren
Unruhe, dem Getriebensein, der Hektik nicht heraus. Der Feind peitscht Dich wie die Kinder einen Kreisel, bis Du
müde bist und Dich ihm überlässt. Du musst zurück zu deinem Kinderglauben. „Wenn
ihr nicht werdet wie die Kinder…!“ Das gilt hier ganz konkret.
Denke nach, forsche in
Deinem Gewissen, bis Du im Licht des guten Engels erkennst, wo der Feind
zugreift, woher die Unruhe Dich immer mehr anfällt. Rechte, tiefe
Gewissenserforschung, Tag für Tag hilft da Wunder. Langsam lernst Du die
Einfalltore zu erkennen: deine Schwächen, wo er leichten Zugang hat.
Dort muss das Licht des Engels Dein Dunkel auflichten. Hier findet der
arme Sünder zurück zum Frieden im Glauben. Doch
dies ist nur der erste Schritt. Glaube nicht, dass du mit frommen Gebeten
weiter kommst. Gewissenserforschung ist harte Arbeit an der Hand des Engels. Da
musst Du nicht selten bis zu Deinen Ahnen hinunter steigen, die mit ähnlichen
Schwächen zu kämpfen
hatten und noch im Fegfeuer darunter leiden. Die Buße, die dir der Priester
auferlegt, ist nur ein armes Zeichen, dass du wahrhaft für deine Sünden büßen
musst, um rein zu werden bis auf den Grund deiner Seele. Das ist
eine harte Arbeit. Um Einiges härter als vorher, da du kämpfen musstest, immer
und überall auf deinen guten Engel zu hören.
In der Oberflächlichkeit unseres religiösen Lebens bist du mit gefangen.
Der Strahl der Liebe GOTTES, der dich aufgeweckt hat, er ist wie der
Verzweiflungsschrei deines Engels.
Er muss dir Kraft geben, gegen den Strom zu stehen, auch wenn alle gegen dich
sind. Hier könnte dir deutlich werden, dass man mit GOTT nicht spielen kann, wie
wir es heute bis hinein in die Liturgie uns heraus nehmen. Wenn nicht das
Zeugnis des hl. Vaters dagegen stände, wäre uns noch der letzte äußere Halt
genommen. So viel hat GOTTES Erbarmen auf ihn in dieser Zeit gesetzt.
Wenn dir dies noch zu theoretisch erscheint, „übertrieben“, dann lies die
unbegreiflich Bekehrung der Gloria Polo,
die GOTT nach an einem Blitzschlag gerade noch aus den Fängen des Bösen gerettet
hat. Sie steht für so viele „Christen“, die nach außen wohl noch mitmachen, doch
schon ganz auf der anderen Seite stehen!
…..Wenn eine Gemeinschaft organisch
wachsen soll, kann sie nicht klein und bescheiden genug anfangen. Das gilt auch
für die Gemeinschaft mit dem hl. Schutzengel. Der Versuch nach den Sternen zu
greifen, führt immer in den nächsten Graben. Auch dieses Lehrgeld ist nicht
umsonst, wenn wir es gerne zahlen! In engem Raum, in Armut und Bescheidenheit
miteinander zu leben, ist schon unter Menschen eine strengere Erziehung als eine
strenge Regel. Dafür stehen die kinderreichen Familien! Besser im Anfang "nur
ein Beet statt ein Garten", aber intensiv bearbeiten! Wer gleich nach der „Welt
der Engel“ greift, muss sich notwendig in ihrer Weite und Größe verlieren.
Nicht das „Vielwissen sättigt die
Seele“ meint der hl. Ignatius, „sondern das Verkosten der Dinge von Innen! Immer
muss das Ziel: „GOTT allein“ sein, noch mehr mit dem hl. Engel, durch den wir
erst näher erfahren können, was das "Soli DEO" bedeutet und verlangt. Hier muss
der Suchende erst stark werden, bevor er sich der Welt der Engel naht. Darum
stellt ihm GOTT nüchtern den
einen Engel zur Seite, den Schutzengel. Er ist
der Schlüssel und den kann er nur nützen, wenn er gelernt hat, mit GOTT allein
zu sein. In einer Welt, auch in einer Kirche, die nur die Horizontale kennt,
steht der Mensch vor einer Steilwand, die ihn lange beschäftigen muss, bevor er
den ersten Kletterschritt ansetzt! Erst wenn er sich nüchtern über die Route
klar geworden ist, wird der hl. Engel mit Hacken und Seil voraus gehen
Berufung im hl. Engel, wie sie uns
heute geschenkt wird, ist etwas ganz Neues, wenn wir auf ein bewusstes Gehen mit
dem hl. Engel zielen. Bei einigen Heiligen tritt er besonders nach vorne, denken
wir nur an Gemma Galgani uam.. Was es bedeutet wird uns nicht durch Bücher
offenbar, sondern im Wagnis des Lebens. Mit dem hl. Engel eins werden, das ist
das ABC, das zuerst eingeübt werden muss. Hier wird das A und O der "Armut im
Geiste" greifbar. Nicht nur sich führen lassen, so fängt es an, sondern mit dem
hl. Engel ringen, um den nächsten Schritt. Es ist wie ein Spiel mit dem "Engel",
ein heiliger Wettstreit, in dem jeder seinen Beitrag zu leisten hat. Ist das
schon unter Menschen nicht einfach, so sicher nicht weniger mit einem Partner,
der unsichtbar bleibt. Bei beiden Teilen, also auch im Verhältnis Erwachsener –
Kind setzt es das Kindsein voraus, die Freude am Probieren, am Abenteuer des
Neuen, das hier Innen ansetzt und tiefer nach Innen führt.
Wir sollen es auch üben, wenn wir
allein sind, dann wird es zu einem Spiel um das Geheimnis unserer Berufung, die
nur in einem Raum der Freiheit möglich ist, der uns nur in der Kirche vorgegeben
ist, wenn sie nicht unter dem Druck von Außen, im Kampf mit den Mächten dieser
Welt diese Freiheit schon verspielt hat. Hier ist der Engel uns voraus, da er
seine Entscheidung für GOTT schon im Anfang gefallen ist. Wo er dem Partner
Mensch zugesellt wird, wird sein Raum auf die Enge unseres menschlichen Daseins
beschnitten. Und doch muss er Alles tun, um seinen Schützling auf den Weg zu
GOTT bringen. Wie leicht verliert der Mensch in der Not, sich anpassen zu müssen
die Ausrichtung auf GOTT und seine Ordnung. Wir müssen es heute bitter erleben.
Für den hl. Engel zuerst, dann aber
auch für uns bleibt erste Spielregel: nichts erzwingen!
Wie im Spiel Ehrfurcht vor dem Anderen verlangt wird, statt ihn mit eigenen
Plänen zu überrennen, so auch im Verhältnis Engel – Mensch und vv. . Was das für
den hl. Engel an Geduld, Warten, Verstehen verlangt, können wohl nur die
Menschen ein wenig nachfühlen, die in die Arbeit mit Schwererziehbaren gerufen
sind. Spiel verlangt, abzusehen von eigenen Vorstellungen, vom Willen etwas
durchzusetzen. Du musst dich verleugnen und mit allen Mittel versuchen auf den
Anderen einzugehen. Es muss sich das rechte Zueinander ergeben wie in einer Ehe,
die durch viele Prüfungen gehen muss, bevor sie einander wirklich von Herz zu
Herz nahe sind.
Es ist gut, dass wir erinnert werden
auf die Eigenart des Anderen zu schauen, doch tiefer verstehen werden wir ihn
nur, wenn wir fragend zu GOTT aufschauen. Sensitivity Training uns Ähnliches
sind auf dem Weg, doch es braucht nicht weniger der Gnade. Wenn die
Aufmerksamkeit auf den Anderen und den Arbeitskreise wahrhaftig ist und nicht
einem Zweck von Außen unterworfen ist, braucht es ein scharfes Gewissen, hier
könnte die Hilfe des Engels fruchtbar ansetzen. Immer muss das Hin zum Anderen
von Innen angestoßen sein. Darin unterscheidet sich dieses Spiel mit dem Engel
von den Spielen der Menschen, die zwar spontan beginnen, doch dann leider
Geschäft, Routine werden. So sehr der hl. Engel unsere Freiheit achten muss, so
sehr müssen wir in der Begegnung mit ihm wahrhaftig sein. Wir werden es umso
mehr, wenn wir uns seinem Licht öffnen, Abglanz des Lichtes GOTTES.
Nur dieser Boden trägt und bereitet
das Gespräch ohne Worte vor, in dem wir dem wir vom hl. Engel ein lernen müssen,
wie er zuerst dem Wort, das allein dem Menschen eigen ist, fremd gegenüber
steht. Ohne Wort kann der Mensch nicht einmal denken! Im Wort tritt der hl.
Engel ein in eine neue, ihm bislang verschlossene Welt. In sie hineinzuwachsen,
verlangt von ihm nicht weniger Geduld als in uns der Versuch, sich mit ihm
schweigend zu verständigen. Die Trägheit des Menschen, sich Neuem zu öffnen, das
nicht gleich greifbar ist, ist dort, wo sie sich verschließt, ist eine der
himmelschreienden Sünden. Sie verschließt den Weg zu GOTT. Der Mensch der nicht
mag, ist so auf sich zurück geworfen wie der, der Alles besser weiß. Darum
braucht es hier Pioniere, die denen, die es nicht wagen, erste Brücken schlagen.
Das geht nicht ohne Fehlschläge ab. Der Weg mit dem hl. Engel ist,
eingeübt, der sicherste hinüber, doch wie sehr fordert er den Menschen, von sich
abzusehen, allein auf GOTT zu schauen wie der hl. Engel und mit ihm zu arbeiten
bis in den Alltag hinein. Nur so wird er wahr, wirklich und überzeugend!
Wo eine Gemeinschaft neu beginnt, muss sie
sehr darauf achten, dass die von der Kirche approbierte Regel, die
Konstitutionen und die „Gewohnheiten“ nicht das Wehen des GEISTES auslöscht.
Welche Mahnung sind uns da die alten zerfallenden Orden, die ihr Charisma
verloren haben, unfähig sich dem Anruf dieser schwierigen Zeit zu öffnen.
Wie sehr könnte auch hier noch der hl. Engel
helfen, den Edelstein des Anfangs wieder auszugraben! Es gibt Ordnungen, die die
freie Entscheidung und das Wachstum der Berufung schützen, ja stärken. Dort wo
eine Gemeinschaft dahin siecht braucht es neuen Wein in neue Schläuche und nicht
strenge Gerichtsvollzieher, die nur noch Totes ordnen. Wie sehr sind wir auch im
Raum der Kirche daran gewöhnt, möglichst Alles in Schubladen unterzubringen, um
uns die Arbeit zu erleichtern. Wie leicht wird auch in religiösen Gemeinschaften
durch ein enges, eigensinniges Verstehen ihrer Zielsetzung auf den Einzelnen im
Namen des Gehorsams Druck ausgeübt. Wie groß ist da die Gefahr, dass Berufungen
nicht erkannt, abgeschoben, verbogen, fehlgeleitet werden. Wie wollen die
Verantwortlichen vor dem Gericht GOTTES bestehen?
Die Freiheit, die
der Mensch erobert hat, da die christliche Lebensordnung zerfällt, ist in
Gefahr,
den Einzelnen wie die Gemeinschaft zu zerstören. Die Versuche von oben
her steuernd einzugreifen, so gut sie auch religiös gemeint sein mögen, haben
nur größeren Widerstand hervor gerufen und die Gesetzlosigkeit weiter
vorgetrieben, Hat die religiöse
Diktatur eines Franco und Salazar nicht in katholischen Ländern dem Feind noch
mehr die Türe geöffnet? Welcher Zerfall der Moral gerade in diesen Ländern. Kann
GOTT anders ansetzen als beim einzelnen Bekenner, der bereit ist sein Leben für
GOTT hinzugeben, bevor er nach dem bösen Heilmittel der Gewalt greift? Nüchtern
muss er wissen, dass er gegen eine Front der Anarchie steht, die der Widersacher
täglich mehr vorantreibt. Immer gilt es zu erinnern: die Kirche und mit ihr die
Menschheit stehen in einer Ölbergstunde. Warum rufen wir nicht nach der Hilfe
der hl. Engel, wie sie dem HERRN in diesen schwersten Ringen um den
unbegreiflichen Willen GOTTES zuteil wurde?

Gebet
mit, in und durch MARIA
Gebet ist zuerst nicht ein
Tun des Menschen, auch wenn es in menschliche Formen geprägt wird, damit wir
auch miteinander beten können. Gebet ist zuerst die Hingabe des Menschen, des
ganzen Menschen an GOTT. Es sollte aus der Tiefe des Herzens des Menschen wie
ein Schrei zu GOTT aufsteigen. Es sucht den Lebendigen GOTT, es ringt sich durch
alle äußeren und inneren Schwierigkeit durch zu GOTT. Es muss den ganzen
Menschen erfassen, durchdringen, es kann nicht einfach nebenbei getan werden. Es
ist letztlich ein Sein des Menschen vor GOTT, das sich in verschiedenen Formen
äußert. Es muss von Innen kommen und von dort her den ganzen Menschen ergreifen
und zu GOTT empor reißen.
Zu solchem Gebet aus der
Tiefe des Herzens ist der Mensch von sich aus nicht fähig, weil er durch die
Sünde von GOTT weggegangen ist. Wo er die Sünde nicht überwinden kann, entfernt
er sich immer mehr von GOTT. Die Sünde hat eine böse Fruchtbarkeit! Das sollte
uns im Begriff der Erbsünde klar werden. Sie ist die erste entscheidende Absage
des Menschen an GOTT, die der Mensch von sich aus nicht rückgängig machen kann.
Sie ist ein Fluch, der auf dem Menschen lastet. Er kann nur durch GOTTES größere
Gnade in JESUS CHRISTUS gelöst werden. Gebet gibt es deshalb nur in JESUS
CHRISTUS, durch und mit und in Ihm im HEILIGEN GEIST.
Alles andere so genannte
„Gebet“ ist letztlich nur der armselige, aber von vornherein zum Scheitern
verurteilte Versuch des Menschen, über die eigene Sünde aus eigener Kraft
hinauszukommen. Sie ist im besten Falle Sehnsuchtsschrei des Menschen zu GOTT.
Doch er steigt nicht auf wie die Kartoffelfeuer. GOTTES Erbarmen knüpft in JESUS
CHRISTUS an ihm an und hebt ihn auf in der Kraft des HEILIGEN GEISTES. Da wir
oft sogar die Sehnsucht des Sünders nach GOTT verloren haben, sind wir heute in
Gefahr, uns am Gebet der Heiden aufzurichten. In der Sehnsucht können sie uns
beschämen, doch nie dürfen sie das Gebet in JESUS verdrängen.
Das östliche Gebet ist ein anderer Versuch, uns selbst zu erlösen. Auch wenn er
wie im Yoga oft das Letzte verlangt, er kann die Erlösung in JESUS CHRISTUS
nicht ersetzen.
Es heißt bei Paulus:
17 Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue
Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. 18 Aber das alles
kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der
Versöhnung aufgetragen hat. 19 Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit
sich versöhnt hat, indem er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und
uns das Wort von der Versöhnung anvertraute (2 Kor 5,17 – 19))
Wir müssen neu
anfangen, das Beten zu lernen. Je mehr wir dieser neue Mensch werden,
umso besser werden wir beten können.
Der neue Mensch in JESUS CHRISTUS betet aus der Tiefe seines Einsseins mit JESUS
CHRISTUS, unserem HERRN, und dies im HEILIGEN GEIST.
Denn der HEILIGE GEIST ist es, der uns wieder in das Gebet einführen
soll, so wie es im Gal. heißt: 26 So nimmt sich auch der
Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise
beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das
wir nicht in Worte fassen können. 27 Der die Herzen erforscht, weiß, was die
Absicht des Geistes ist: Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein. 28
Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, bei
denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind; (Rö 8, 26ff).
Das Gebet will in
JESUS CHRISTUS neu erlernt werden. Es wird uns Anstrengung kosten,
Selbstüberwindung, Opfer. Gebet und Opfer bedingen einander. Der alte
Menschmuss überwunden, ja kreuzigt werden, damit der neue Mensch durchbrechen
kann.
So gilt auch für das Gebet das entscheidende Wort des HERRN über seine
Nachfolge: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein
Kreuz auf sich und folge mir nach (Mk 8,34).
"Das Kreuz auf sich nehmen", heißt für uns im Gebet, dass wir
uns annehmen als die armen Sünder, die wir sind und doch in der Hoffnung auf
CHRISTUS es nicht aufgeben mit viel Mühe und Anstrengung den Weg zu GOTT
zurückzufinden.
Weil der Mensch ein Ganzes
ist von außen und innen, hat auch das Gebet notwendig diese beiden Seiten. Wir
müssen es deshalb von innen und außen zugleich anpacken. Weil das äußere näher
liegt, fangen wir dort an, doch schauen wir zugleich auf das, was ihm im Herzen
entsprechen muss, damit es wahr sei. Um diese Wahrhaftigkeit geht es heute, wo
wir auch im Gebet im Dunklen tappen und über all den angebotenen Praktiken aus
dem Osten den Weg verlieren oder uns täuschen lassen. Wir dürfen uns nichts
vormachen. Im Gebet geht es um die Übereinstimmung von Wort und Inhalt, von
äußerer Form und innerer Gesinnung. Dies ist in der Philosophie die Bestimmung
der Wahrheit, nur in der Wahrheit können wir GOTT erreichen. Doch nur im Schmerz
stoßen wir durch! Nüchtern sagt der Mystiker Seuse: „Was weiß Einer denn, der
nicht gelitten hat!“ Schauen wir auf das durchbohrte Herz des HERRN und Seiner
MUTTER und wir verstehen besser! Im Seelengrund des Menschen liegt die Wahrheit
GOTT, doch sie ist verschüttet. Wo wir das Leid in JESUS CHRISTUS annehmen, kann
sie langsam durchbrechen und unser Leben verwandeln. Nicht wir finden die
Wahrheit! Sie muss sich selbst offenbaren.
Weil Gebet wesentlich
Sammlung ist hin auf GOTT, verlangt das Gebet von uns dass wir uns auf IHN hin
sammeln mit all unseren Kräften, Leib und Seele! Das Gebet muss aus dem Ersten
Gebot erwachsen, das von uns verlangt, dass wir IHN aus ganzem Herzen, mit all
unseren Kräften, lieben. GOTT verlangt die Antwort des ganzen
Menschen. Solche Sammlung muss sich auch nach außen kundtun. Der Mensch muss
sich von der Welt her zurückholen, von aller Zerstreuung, allem Verlorensein an
die Dinge dieser Welt und sich besinnen auf den Einen GOTT, der ihn erschaffen
und in JESUS CHRISTUS erlöst hat.
Wir dürfen unseren Leib
nicht abhängen, als sei das Gebet eine Sache des Geistes. Damit bekennten wir,
dass wir nicht an die Menschwerdung glauben. Die äußere Haltung soll uns daran
erinnern: es ist der GEIST JESU, der in uns beten will. Vor IHM müssen wir uns
beugen, IHM müssen wir auch unseren Leib als unseren „Tempel“ übergeben. Durch
Ihn werden wir die uns gemäße Gebetshaltung finden. Immer geht es da um zwei
Pole: Lockerung und Loslassen einerseits - und Disziplin und Zucht andererseits.
Die Lockerung ist
notwendig, damit wir uns nicht innerlich verkrampfen. GOTT ist nicht ein
despotischer Götze, sondern ist auch dort, wo ER alles von uns verlangt der GOTT
der Liebe, der uns in Reinheit an Sich ziehen will. Die Lockerung ist wichtig
wie beim Sport das Warmwerden. Starre Muskeln brechen! Darauf sollen wir bei
den folgenden Körperhaltungen achten. Es sind: das Liegen, das Knien, das
Sitzen, das Stehen.
a) Das Liegen auf dem
Rücken hilft zur Entspannung. Wenn wir die Arme in Kreuzform ausspannen,
erinnern wir uns an den HERRN wie ER auf das Kreuz gelegt und angenagelt wurde.
Liegend ist uns der Leib am wenigsten zur Last. Wir dürfen dazu freilich nicht
zu müde sein, sonst schlafen wir dabei ein. Weil der Körper gelöst ist, muss der
Geist umso mehr angespannt sein, dass wir beten und nicht einfach ausruhen.
Wo wir mit dem Angesicht
nach unten liegen bekennen wir vor GOTT, dass wir Staub sind, von der Erde
genommen und wieder zum Staub zurückkehren. Es ist die Haltung des armen Sünders
vor GOTT, der darauf wartet, dass GOTT ihn in Erbarmen wieder aufheben wird.
Erinnern wir uns an David, nachdem der Prophet ihn von GOTT her angerufen hat
wegen seiner Sünde an Betseba. David hat sein Lager nicht mehr bestiegen, bis
ihm die Kunde vom Tode des Kindes zukam. Es ist eine außergewöhnliche
Gebetshaltung. Sie zeugt von tiefer Erschütterung. Der HERR hat sie am Ölberg
gelebt.
b) Das Knien im Gebet ist
bei uns die gebräuchlichste der Gebetshaltungen.
Der Mensch macht sich ein
Stück kleiner vor GOTT, auch hier wie beim Hinwerfen auf den Boden, will er
bekennen, dass wir arme Sünder sind und auf Sein Erbarmen warten. Das Knien ist
auf die Dauer beschwerlich, darum hat man die Kniebänke geschaffen.
Aufgerichtet zu knien, ist Zeichen der Demut und des Vertrauens zu GOTT. Je mehr
wir uns beim Knien bücken, umso mehr geben wir damit zum Ausdruck, dass wir
unseres Armen-Sünder-Seins bewusst sind. Das gilt besonders, wenn wir ohne
Kniebank mit dem Kopf die Erde berühren. So hat der Engel mit den Hirtenkindern
gebetet.
c) Stehend zu beten ist
seit dem Konzil Ausdruck des mündigen Christen. Der Mensch weiß sich als Christ
zur GOTTESfreundschaft berufen, er ist Sohn im SOHN des VATERS. Er soll sich
dabei dieses Unterschiedes bewusst bleiben und nicht vergessen, dass er ein
armer Sünder bleibt und sich beugen muss. Wenn er auf MARIA schaut, wird er
nicht fallen!
Die Haltung der Hände, sei
es beim Liegen, Knien oder Stehen hat zeichenhafte Bedeutung. Bittend und
zugleich vertrauend strecken wir die Hände hin zu GOTT. Ausbreitend stehen wir
vor dem VATER wie der SOHN am Kreuz, der sich ganz dem VATER ausgeliefert hat:
„VATER in Deine Hände empfehle ich Meinen Geist“ (Lk 23,46)
Wo wir sitzen, ruhen wir
aus, entspannen uns, bereiten uns zur Betrachtung. Solange der Mensch sich nicht
einfach loslässt und sich bewusst bleibt, vor GOTT zu stehen, verliert der
Mensch dabei nicht die Ehrfurcht vor GOTT,
wenn längeres Knien aus gesundheitlichen Gründen schwer fällt.
Die schönste Gebetshaltung
unserer Hände zeigt uns MARIA, wo sie mit aufeinander gelegten Hände nach oben
weiset. In Indien ist dies die gebräuchliche Haltung, wenn wir dem Nächsten
begegnen und ihn begrüßen. In den Händen soll sich der Leib des Menschen
sammeln, hin auf GOTT wie in einem auf die Sehne des Bogens gelegten Pfeil. Die
ineinander gefalteten Hände drücken aus, dass der Mensch im Gebet mit GOTT
ringt.
Je nachdem wir den Kopf
neigen oder erheben, drücken wir Demut und Zerknirschung oder Vertrauen und
Zuversicht aus. Immer muss alles Sich-Lassen eingefangen sein von einem letzten
gesammelten Aufblick zu GOTT, wenn wir GOTTESfurcht bezeugen wollen.
Zugespitzt könnten wir
sagen: der Engel betet nicht, sondern er ist Gebet, in seinem ganzen Sein und
Tun. So muss es auch wohl sein, wenn unsere Bestimmung des Gebetes am Anfang
"Gebet ist Hingabe an GOTT" richtig ist. Die Engel sind stehen seit der Prüfung
am Anfang in ewiger Anbetung vor GOTT. Das ist ihre Grundhaltung. Es ist da kein
Gedanke in ihnen, der nicht von GOTT kommt und nicht auf GOTT zielt. Sie
brauchen sich nicht zu sammeln, ihr ganzes Sein drückt aus Hingabe an GOTT. Da
uns das Beten immer schwerer wird, ist es gut sich daran zu erinnern, dass der
Schutzengel allzeit an unserer Seite ist. Er ist ganz mit uns und doch ganz bei
GOTT, er ist mit uns in dieser Welt und doch zugleich im Himmel bei GOTT. Diesen
Gegensatz zu überbrücken, will er uns helfen, denn auch wir sollen uns bewusst
sein, dass wir als Christen nicht von dieser Erde sind, sondern schon jetzt
kraft der Erlösung in JESUS CHRISTUS vor GOTT stehen dürfen, Sein Eigentum sind.
Wie leicht ist dies vergessen, selbst in der Kirche, selbst beim Beten. Die
kleinste Zerstreuung wirft uns aus der Bahn.
Die Vorbereitung der
Hirtenkinder in Fatima durch den Engel von Portugal kann uns hier viel lehren.
Obwohl die Kinder in christlicher Familien erzogen sind und sicher das
Beten gelernt haben, müssen sie doch mit dem hl. Engel noch einmal ganz neu anfangen. Um es auf eine kurze Formel zu bringen:
Sie müssen über das Beten hinaus zur Anbetung kommen, wie es uns schon beim
ersten Gebet mit dem hl. Engel in Wort und Haltung des Engels gelehrt wird:
„Mein GOTT, ich glaube an Dich; ich bete Dich an….“ Der traditionelle Glaube,
den sie vom Elternhaus her mitbekommen haben, genügt nicht mehr. Sie müssen, um ihrer Sendung mit der
Mutter GOTTES gewachsen zu sein, beten lernen wie die Engel, mit dem hl. Engel.
Sie müssen mit ihrem ganzen Sein am Angesichte GOTTES hängen, ohne einen
Augenblick von Ihm zu lassen.
Da sie mit dem Engel
beten, sind sie in das Gebet des vorbetenden Engels hinein genommen.
Sie vergessen ihrer selbst, sie sind ausgerichtet allein auf GOTT. Die physische Anstrengung Gebetes ist so
groß, dass sie danach ganz erschöpft sind. Die geistige Kraft des Gebetes des
Engels hat all ihre körperlichen Kräfte in Anspruch genommen. Sie sind wie ausgelaugt. Franziskus
bekennt, dass er kaum mehr gehen konnte. Haben wir je beim Beten etwas Ähnliches
erlebt? Eine Mutter, die um ihr sterbendes Kind mit GOTT ringt, dürfte dem sehr
nahe sein. Gebet aus der Tiefe nimmt den ganzen Menschen in Anspruch. Er ist
nur noch für GOTT da. In solcher Hingabe fällt alle Verwirrung und
Verfinsterung dieser Zeit von ihm ab. Keine Macht des Bösen kann ihn von GOTT
wegreißen.
Denken wir an die
dreifache, alle menschlichen Kräfte der Kinder übersteigende Prüfung, die ihrer
Sendung mit der Mutter GOTTES vorausgeht. Ohne die Hilfe des Engels und die
Einheit miteinander hätten sie kaum bestanden. Sie müssen stehen zur Botschaft
der Mutter GOTTES gegen die Autorität ihrer Eltern, die doch in der damaligen
Zeit noch alles war. Gegen die Autorität des Pfarrers, die sicher in jener Zeit
auch über alles galt. Hat er nicht in der Erscheinung ein Trugspiel des Bösen
gesehen? Sie stehen gegen die Autorität des Staates, der sie mit Gewalt durch
die Entführer am 13. August von den Erscheinungen wegreißen will.
Der Engel nimmt das
armselige Beten des Menschen, sein sich Aus-strecken-Wollen nach GOTT in sein
Gebet hinein und reißt so das Gebet des Menschen mit aller Gewalt zu GOTT. Er
verankert es in GOTT, wo wir es nur ihm anheim geben. Lucia erinnert, dass sie
noch Tage später von der Atmosphäre dieses Gebetes wie eingehüllt waren; sie
konnten sich aus dem Kraftfeld des Gebetes des Engels nicht lösen. Nach dem
Zeugnis von Luzia erkannten die Kinder erst im Gebet mit dem hl. Engel, wer GOTT
ist, wie sehr Er uns liebt und wie sehr Er von uns geliebt werden will. Im Gebet
mit dem hl. Engel wächst die Erkenntnis GOTTES über alle Gebetsformeln hinaus.
Wir stehen wahrhaft mit ihm vor GOTT. Fatima lehrt uns, unser Gebet muss zum
Heiligen GOTT durchstoßen. Gegen alle Unreinheit und Sünde der Welt will sich
GOTT in kindhaften Herzen als der Heilige GOTT offenbaren.
Die Unterweisung der
Kinder von Fatima durch den Engel ist eine wahre Gebetsschule.
Die Kinder lernen nicht nur über das traditionelle Beten hinaus mit und durch
den Engel die rechte Weise der Anbetung; sie werden vom Engel auch zur
Betrachtung geführt, wenn er ihnen eindrücklich sagt: "Die Herzen JESU und
MARIAE haben über euch Pläne des Erbarmens". Auch wenn sie noch Kinder sind, der
Engel führt sie dazu, etwas von der Weisheit der Wege GOTTES mit uns armen
Sündern zu erkennen. Sie sind wie in das Gebet so hier durch die Betrachtung
hineingenommen in diese Pläne GOTTES und wissen, dass das, was geschieht nicht
zufällig geschieht; dass es GOTTES Weisheit geplant, durchdacht hat und nun auch
ausführt.
Immer muss alles
Betrachten zuletzt hinführen zu der einzig notwendigem Frage an GOTT: "HERR, was
willst Du von mir?" - "HERR, wie kann ich Dir und Deinen Plänen am besten
dienen?" Alle unsere Betrachtung der Schrift, der Mitmenschen, der Dinge dieser
Welt im Blick auf GOTT zielt letztlich auf diese Frage: "HERR, was willst Du von
uns?"
Nur so sind wir als
Betrachtende nicht nur wie die Zuschauer vor einer Bühne, sondern wir sind
hinein genommen in das heilige Spiel GOTTES mit uns. Als arme Pilger wissen wir,
dass wir auf diese entscheidende Frage nur stückweise Antwort bekommen. Sie wird
erst am Ende unseres Lebens beantwortet. Dann erhalten wir von GOTT unseren
neuen Namen, der unsere Aufgabe auf Erden in einem Wort zusammenfasst. Weil
dieses Geheimnis so tief und verborgen ist, müssen wir immer neu zu erkennen
suchen, mit MARIA im Herzen erwägen, aus ihn zu leben versuchen.
Wie die Kinder, die auch
mit ihren Fragen nicht müde werden, dürfen wir nicht aufhören, bei GOTT
anzuklopfen. Nicht erst zuletzt sollten wir erfahren, wozu wir auf Erden waren.
Hat JESUS uns nicht selbst angerufen: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht,
dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. 10 Denn wer bittet,
der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. 11
Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um
einen Fisch bittet, 12 oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?
13 Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie
viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn
bitten. (Lk 11,9ff).
Kinder wollen wissen, was hinter den Dingen steht, sie
sind nicht wie die Erwachsenen zufrieden mit einer äußeren Auskunft. Auch wenn
sie es nicht wissen, ihr Fragen zielt letztlich auf GOTT. Betrachtend müssen wir
fragen: was bedeuten die Dinge, die Worte, die Menschen, die mir begegnen? Was
will mir GOTT damit sagen? Nur der vor GOTT Schweigende nimmt sich dafür Zeit.
Wenn GOTT uns nicht
zwingt, stillzustehen; von uns aus finden wir kaum die Kraft dazu. Betrachten
aber ist für uns hier auf Erden eine Weise der Anschauung GOTTES, wie sie uns
einmal im Himmel geschenkt wird. Sie wird dort für immer unsere Nahrung
sein, denn wir werden uns nie ganz von GOTT sättigen können; immer mehr werden
wir uns in GOTT hineinbetrachten dürfen. Schon jetzt ist Gebet und Betrachtung
für uns Nahrung für unsere Seele, lebendiger Trank in der Wüste dieser Zeit.
Wenn die Anbetung tief ist
und die Betrachtung immer mehr hineinfindet in das Schauen GOTTES, dann erwächst
aus beiden wie von selbst das Gebet der Sühne, für das auch wieder die Kinder
von Fatima Beispiel stehen. Es geht nicht nur darum, dass wir beten und anbeten,
sondern dass wir es auch für die Vielen tun, die es nicht mehr tun und dadurch
Gefahr laufen, für ewig verloren zu gehen.
V. Anbetung
bedeutet, von GOTT
angezogen sein, nach dem Wort des HERRN: „Wenn Ich einmal erhöht sein werde,
dann werde Ich alle an Mich ziehen“ (Jo 12,32). Je stärker uns GOTT zieht, umso
mehr können wir in unsere Antwort all die hinein nehmen, für die uns GOTT
gnadenhaft gerufen hat. Wahrhaft Sühnende können wir in JESUS CHRISTUS nur
werden, wenn sein „Mich dürstet!“ in uns durchgebrochen ist. Wenn wir bereit
sind mit IHM unser Leben hinzugeben für unsere Brüder.
VI. Fürbitte
Der Christ, der nur für
sich sorgt, ist nur ein halber Christ; wenn er gerettet wird, dann nur, weil
Andere für ihn einstehen, weil Andere die Sorge für ihn mit tragen. Kein wahrer
Christ sollte einmal allein vor der Tür des Himmels stehen. 20 Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn
wer seinen Bruder
nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht. 21 Und
dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben (1Jo 4,20ff). Die Nächstenliebe ist der
Prüfstein für die Echtheit unserer GOTTESliebe, wo sie wächst, wird zu zur
Sühne, Bereitschaft für den Bruder einzustehen, auch und gerade, weil er ein
armer Sünder ist, der solcher Liebe bedarf. Sollen alle, die heute abfallen vom
Glauben verloren gehen? Keiner geht verloren, für den ein Getreuer einsteht!
Der tiefste Beweggrund
aber für die Sühne kommt aus dem Schauen der Schönheit und der Heiligkeit
GOTTES, wie sie uns am meisten am Kreuz offenbar wird. Müssen wir nicht GOTT
mehr lieben, da ER so in den Schmutz Welt getreten wird? Müssen wir nicht
darunter leiden? Die Kinder von Fatima habe es uns vorgelebt! Leiden mit und in
JESUS ist der Anfang der Sühne. Hier finden wir auch
hinüber zum großen Sühnegebet, das der hl.
Engel von Portugal den Kindern bei der dritten Erscheinung lehrt, bevor er
ihnen die Hlst. Eucharistie spendet.
ER ist wirklich anwesend in der Armut der Hlst. Hostie, in Fleisch und Blut, mit
Leib und Seele. Doch nur leidend und betrachtend wachsen wir tiefer in dieses
Geheimnis hinein.
(Die folgenden
Abschnitte sind „ad libitum“ in der Unterscheidung der Geiste)
Die größte Gebetshilfe
nach der durch den eigenen Schutzengel wird uns sicher durch die Tabernakelengel
zuteil, die in den sieben liturgischen Zeiten den Anruf des HERRN an Seine
Getreuen vom Tabernakel
aus weitergeben, zu jeder dieser Stunden in verschiedener Weise. Wie sollte sonst die Kirche zu den Sieben
Tageszeiten gekommen sein, da sie zuerst nur drei kannte: Laudes, Sext Vesper,
wie es noch der Malabarische Ritus beibehält? Auch acht Zeiten finden sich nach
der tridentischen Ordnung, auch neun, in Angleichung an die Chöre der hl. Engel.
Immer liegt eine engelhafte Inspiration zugrunde, wie ja auch die erste
Mönchsregel durch die hl. Engel gegeben wurde. Die hl. Engel, die Tag und Nacht
vor GOTT anbeten, sind auch im gemeinsamen, liturgischen Gebet unsere größte
Hilfe. Von Anfang an war den Mönchen bewusst: sie sind gerufen „mit den Engeln
zu lobpreisen = psallere cum angelis.
Wo wie nur auf den
Menschen schauen, läuft die Liturgie Gefahr, zu einer bloß menschlichen
Versammlung zu werden. Benedikt XVII hat uns darauf hingewiesen und die
tridentinische Messe zurück geholt. Nicht in ihr liegt die Lösung, doch sie
erinnert uns: Liturgie ist heiliger Dienst in einer vorgegebenen Ordnung, die
nicht Menschenwerk sein darf. Unser persönliches wie das Gemeinschaftsgebet wird
neu im HEILIGEN GEIST, wo wir uns mit den hl. Engeln als den „liturgischen
Geistern“ verbinden,, wie sie der Hebräerbrief nennt (Hebr 1,12). GOTTES
Erbarmen will schon auf Erden die Kirche zu der Vollendung bringen, die uns
einmal im Himmel geschenkt wird. St. Gabriel in Portugal weist uns diesen Weg.
Durch die hl. Engel, die
den Liebesanruf JESU vom Tabernakel aus hinaustragen, werden wir gemahnt, nicht
nur durch den HERRN, den wir in der hl. Kommunion am Morgen empfangen haben, in
unserem Herzen lebendig zu halten, sondern auch mit Ihm im Tabernakel, wo immer
wir sind, verbunden zu bleiben. Wir sollen mit Ihm, dem Guten Hirten, teilen all
unsere Sorgen, dass ER sie zum VATER trage. Auch im BROT ist er immer neu.
Feinsinnige Seelen dürfen IHN darum immer neu erleben. Er ist nicht der GOTT der
Philosophen, der immer gleich bleibt, wo immer wir IHM begegnen. ER ist im BROT
als Mensch uns nahe, so wie wir IHN brauchen! Betrachtend wollen wir diesem
Geheimnis ein wenig nachspüren. Hier hilft nicht wenig die Parallele zu den
Spektralfarben = Regenbogenfarben. Welche Bedeutung dem Siebener - Rhythmus in
unserem Leben zukommt, können uns schon die Ärzte aufzeigen.
Der erste
Tabernakelengel
ruft uns im weißen Licht zur Anbetung GOTTES.
Das soll unser erstes Denken sein am Morgen, all unser Sein und Tun auf GOTT,
den HERRN, auszurichten; den ganzen Tag unser Sein und Tun in Ihn
hineinzutragen. Wir sollen in die Anbetung GOTTES alles mitnehmen, wie und wann
GOTT es uns schickt. Alles soll dienen Seiner größeren Ehre und der Rettung der
Seelen.
Der zweite
Tabernakelengel
erinnert uns an das Erwachen der Schöpfung in ihrem in Farben und Tönen
aufsteigenden Lobpreis GOTTES. Er ruft uns zur hl.
Messe, damit wir durch sie Kreuzträger werden und gestärkt hinausgehen in den
Tag; all das Kreuz auf uns zu nehmen bis wir endlich wie Pauli sagen dürfen,
dass wir „mit Ihm gekreuzigt“ sind, kreuzförmig geworden, Zeichen Seiner Liebe
und Seines Sieges über alle Macht der Welt.
Der dritte
Tabernakelengel
führt uns hinaus im "Ite missa est" des Priesters: Gehet hin, die Botschaft der
Liebe GOTTES, die Er uns heute wieder geschenkt hat, hinauszutragen zu allen
andern, die GOTT uns aufgetragen hat und denen wir an diesem Tag begegnen
werden, damit wir in und mit und durch MARIA den Menschen
JESUS schenken, wie es der HEILIGE GEIST fügen wird.
In der Mittagszeit sollen
wir mit dem vierten Tabernakelengel
einkehren im HERZEN JESU, auf die erste Halbzeit des Tages zurück schauen,
Gewissenserforschung halten. Wir bereuen, was wir gefehlt haben, danken für
Alles, was der HERR uns geschenkt hat, wir verbinden uns erneut mit IHM dem
Göttlichen Kreuzträger auf dem weiteren Weg durch den Tag.
Der fünfte
Tabernakelengel
mahnt uns, an die Sterbestunde des HERRN zu denken, Sein Blut aufzuopfern für
alle Sterbenden, für die hl. Schutzengel im Kampf, für alle Schwachen, für alle,
besonders unter den Priestern, die nicht mehr feststehen und in Gefahr sind,
ihren Beruf zu verraten. Dies ist unsere Sendung in der Kraft der Sühne; nicht
nur uns selbst zu reinigen in der Kraft des Blutes CHRISTI, sondern dieses Blut
auch aufzuopfern für alle, die dieses Blut am meisten brauchen. Denken wir dabei
besonders an die Engel der Todsünder, damit sie vor dem Ewigen Tod gerettet
werden kraft der Verdienste der Todesstunde CHRISTI.
Der sechste
Tabernakelengel erinnert uns an das Wort der Jünger von Emmaus: "HERR,
bleibe bei uns, denn es will Abend werden." Es wird auch einmal Abend werden in
unserem Leben. Wenn wir für den HERRN einstehen und aus
Herzen bereuen, was Ihm angetan wird im Tabernakel von uns, den so genannten
Getreuen, dann brauchen wir uns nicht fürchten vor der Stunde des Gerichtes.
Dieser Auftrag, uns Seiner Gerechtigkeit auszuliefern, ist heute notwendiger
denn je. Steht das Gericht nicht schon über uns? Doch wir sind blind. Wir wollen
Ihn trösten wie eine kleine hl. Theresia Ihn getröstet hat in Seiner Armut im
Tabernakel, wie Ihn ein Franziskus
von Fatima getröstet hat, stundenlang anbetend vor dem Tabernakel seiner
Heimatkirche.
Mit dem siebten
Tabernakelengel halten wir ernste Gewissenserforschung über alles, was an
diesem Tag nicht recht war vor GOTT, was nicht vor seinen Augen und den Augen
Seiner Mutter und Seiner Engel bestehen kann; vor allem, wo wir Seine liebende
Fürsorge nicht immer bedacht und dankend angenommen haben. Wir wollen aber auch
danken für alle erkannte und nicht erkannte Gnadenhilfe durch die MUTTER und die
hl. Engel. Denken wir daran, es könnte unsere letzte Nacht sein. Immer muss der
Christ wach sein, auch wenn er schläft. Sein Engel steht ja allzeit ihm wachend
und mahnend zur Seite, wenn er nur hören wollte. Wie sehr sollten wir uns dieses
Fürsprechers vor GOTTES Thron erinnern, der über den Schutzengel uns nahe tritt.
Wir wollen uns auf die letzte Stunde bereiten und GOTT danken für alle Hilfe
Seiner hl. Engel, dass sie uns mahnen, dass sie uns immer wieder vor das Licht
GOTTES stellen, damit wir in diesem Lichte umkehren, bereuen und selber Kinder
des Lichtes werden.
Anders als die
Tabernakelengel, die den Ruf der Liebe GOTTES an uns vom Tabernakel aus
weitergeben, stehen die sieben Erzengel uns im Gebet bei.
Sie erinnern uns, dass wir im Gebet nicht nur mit uns, sondern zuerst mit GOTT
kämpfen müssen, wie es Jakob getan hat; dass wir dem Anruf der Tabernakelengel
folgend, durchstoßen durch alle Hindernisse, durch alle Gewalten und Fährnisse
dieser Welt und GOTT die Antwort der Liebe bringen, die Er von uns erwarten
kann.
Der Erste kämpft uns
den Weg frei zum Tabernakel, er hilft uns das Licht des Anrufes GOTTES in
unser Herz aufzunehmen und die Dunkelheit dieser Zeit zu tragen bis vor den
Thron GOTTES; dass wir nicht müde werden, auf GOTT zu schauen in aller
Bedrängnis, in allen Gefahren, in aller Ablenkung durch diese Welt. Nie werden
wir das Geheimnis der Gegenwart des HERRN in der Hlst. Eucharistie ausschöpfen
können, nie genug Sühne leisten für all die Schmach die IHM im Sakrament des
Altares angetan wird. Denken wir an den sel. Franziskus von Fatima. Er wird uns
beistehen, dass wir immer mehr Lichtträger werden und dadurch den hl. Engeln
würdig und zugleich mit ihnen immer mehr vereint bleiben.
Der Zweite
will uns helfen unser ganzes Leben unter den Anruf der Verkündigung durch St.
Gabriel zu stellen: der HERR will in uns Fleisch annehmen wie durch MARIA; dass
wir all unser Denken, Sprechen und Tun in der Kraft des HEILIGEN GEISTES zum
Gebet machen, nicht nur unser Beten in der Kirche und zu bestimmten
Gebetszeiten. Unser Leben vor GOTT soll Gebet werden, wie der hl. Engel und mir
seiner Hilfe.
Der Dritte,
will uns Lebensfreude vermitteln, dass wir einstimmen in den Lobpreis von Engel
und stummer Schöpfung und ihn hinausstrahlen. Müssen wir nicht Zeugen Seiner
Auferstehung sein wie die Apostel? Nicht nur Worte, sondern unser Herz sollen
wir IHM schenken in je persönlicher Antwort. Leuchtend soll unser Gebet werden
wie das Gebet der Engel vor dem Antlitz des HERRN. Er will uns helfen, dass wir
unsere Bestimmung vor GOTT immer würdiger werden.
Der Vierte
hilft uns, dass unser Gebet aufsteige aus der Tiefe unseres Herzens, aus der
Tiefe der Reue und der Zerknirschung, wenn wir in Sünde gefallen sind; dass der
ganze Mensch in dieses Gebet einstimme und nicht nur mit seinen Lippen vor GOTT
bete; dass wir auch im Schweigen zu GOTT zu sprechen lernen, weil die
schweigende Liebe vor GOTT am tiefsten zählt, wie wir es von MARIA wissen. Schon
mit dem vierten treten wir ein in die Passion des HERRN, derer wir nicht nur am
Karfreitag gedenken sollen. Die Kirche ist heute in die Passion gerufen: der
Knecht ist nicht über dem HERRN! Wollen wir uns weiter durch den Wohlstand
betäuben?
Der Fünfte
lässt uns aufschauen zum HERRN erhöht am Kreuz. Welch` eine Gnade wäre es, jeden
Tag gerade in dieser Stunde der sterbenden Todsünder zu gedenken, die Priester
einzuschließen, die um ihre Berufung ringen, sie verloren haben, weil sie nie
auf das Kreuz geschaut haben. Wie viel Verrat ist in dieser Stunde gut zu machen
– sind sie nicht alle geflohen die Apostel, nur Johannes blieb, weil ihn die
Mutter noch aufgefangen hat. Wir brauchen Johannespriester!
Der Sechste
mahnt uns: „ es will Abend werden…!“ Einkehr nicht nur einmal im Jahr, sondern
immer wenn die Dunkelheit über uns hereinbricht. Ist den Jüngern auf dem Weg
nach Emmaus nicht zuletzt Angst eingeschlichen, als der HERR von ihnen gehen
wollte, als sie ein wenig spürten, wie leer ihre Worte waren, wie wenig sie auf
IHN geschaut haben? Starke Männer geben vor, sich nicht zu fürchten – doch es
kommt die Stunde….
Der Siebte
ist uns Hilfe in der Gewissenserforschung und heiliger Beistand im persönlichen
Gericht, wenn wir im Licht CHRISTI, der mit uns den ganzen Lebensweg gegangen
ist, unser Leben erkennen müssen. „Wer ist wie GOTT“. Da helfen keine Ausreden
und Diskussionen! Wie klar werden wir dann in diesem letzten Engel St. Michael,
den Kämpfer gegen Luzifer erkennen. Der kleine Erzengel gegen den gefallenen
Seraph! Und der Feind wird alles vorbringen, was wir Gutes getan, aber auch
gesündigt haben, alle Masken müssen fallen. O HERR sei uns armen Sündern gnädig!
St. Michael steh’ uns bei im letzten Kampfe!
Auch die beiden anderen
Erzengel, die wir mit Namen anrufen, lassen sich in dieser Reihe erkennen: St.
Gabriel, der für die Verkündigung steht und von uns Rechenschaft verlangen wird
für jedes unnütze Wort.
St. Raphael als
vorletzter, scheidet vor dem Gericht, damit wir nicht in der letzten Stunde von
den Anklagen des Feindes überrumpelt werden und ihm anheim fallen.
Wie sehr sollten wir sie
anrufen diese großen Kämpfer mit dem Gebet zu St. Michael, sind sie doch wie er
Heerführer der himmlischen Heerscharen, bereit uns beizustehen, wenn aller
menschliche Hochmut vor dem Zorn der Gerechten GOTTES zerbrechen wird!

„Schweigend und gehorchend…“
Leitwort
„Sie ist wie ein Lämmlein auf grüner Weide,
Sie wägt jedes Wort vor ihrem Engel,
sie lässt die Gnade über sich fließen
in Ewigkeit“
Tiefere Begegnung mit dem
hl. Engel gibt es nur, wenn uns irgendwo, vielleicht gerade inmitten des Lärmes
unseres Alltages das Geheimnis des Schweigens aufgeht.
Hier ruft uns der HERR leise, mit dem hl.
Engel in die Schule zu gehen, zu lernen, immer bewusster das Schweigen suchen,
mitten im Lärm, die freien Stunden, besonders aber den Sonntag zu nützen, um uns
in Seiner schweigenden Liebe zu sonnen: zurückzublicken, zu danken, bedenken,
vorausschauen.
In tiefem, schweigenden Anbeten vor dem
größeren GOTT muss einmal unser Leben in Seine Hand fallen, dann sind wir schon
hier auf der Brücke in die Ewigkeit.
Wie viel haben wir dem guten hl. Engel zu
danken, wenn er uns hier immer mehr an die Hand nimmt, wenn wir lernen, nicht
nur mit ihm zu beten, sondern all’ unser Denken und Tun mit ihm vor GOTT zu
tragen. Wie sehr wünscht der HERR diese heilige Gemeinsamkeit in einer Zeit, da
das Geheimnis aus der Kirche geschwunden ist, wo sie in Gefahr wird, nur noch
Menschenwerk zu sein, wie die ganze Scheinwelt, die wir um uns aufbauen.
Der Anruf zum Schweigen liegt wohl schon im
Anfang dieser Betrachtungen, er begleitet sie, damit sie fruchtbar, unser Leben
wandeln, zu GOTT hinaufheben, er soll uns das Wesentlichste dieser Arbeit noch
einmal je in eigener Weise aufleuchten lassen.
MARIA ist die große
Lehrmeisterin der Betrachtung, was immer sie in der Schöpfung schaute, sie bezog
es auf den VATER im Himmel, sie erwog jedes Wort, jedes Tun ihres SOHNES in
ihrem Herzen, sie bedachte, was immer sie sprach. Darum sind ihre wenigen Worte
Perlen, die erst im Licht des hl. Engels ihren vollen Glanz entfalten. GOTTES
Güte wird uns durch den hl. Engel aus dem Schatz ihrer Weisheit neue Erkenntnis
schenken, damit wir IHN immer mehr loben können mit allen hl. Engel, Heiligen
und der ganzen Schöpfung, die da wartet auf die Offenbarung der Kinder GOTTES.
Beginnen wir mit einem
Bild: „Tracht“ ist, was die Bienen heimbringen von den Blüten in Wald und Feld.
Die Blüten sind Krone, der Honig daraus ist ihr Mark. In ihm sammelt sich die
Süße der Schöpfung, wie sie aufblüht unter den liebenden Augen GOTTES. Da alles
Wort auf das WORT, die Zweite Göttliche Person hinweist, steht diese Süße für
das Wort, das uns GOTT durch MARIA schenkt. Es ist nicht nur eine fromme
Anmutung, dass sie Ihrem SOHN die Gleichnisse gelehrt habe, in denen ER zu uns
spricht: „ER aber sprach nicht anders zu ihnen als in Gleichnissen......“
Letztlich ist ja alle äußere Wirklichkeit Bild und Gleichnis.
Das wird uns schon im
Lukasevangelium nahe gelegt. Dort sind die Gleichnisse nicht mehr wie bei
Matthäus und Markus in einem Kapitel gesammelt, sie durchziehen das ganze
Evangelium. Sie sollen uns daran erinnern: alles, was der HERR uns sagen will,
sollen wir auf seinen tieferen Sinn durchschauen, durchdringen. Mit diesen
beiden Worten, ist uns ein wichtiger Hinweis darauf gegeben, wie wir Betrachtung
verstehen sollen. Durch sie soll uns deutlicher werden, in welcher Weise der hl.
Engel uns in der Betrachtung helfen kann.
Im Paradies war dem
Menschen diese Gnade in ähnlicher Weise geschenkt wie dem Engel, der die Dinge
in ihrem Wesen schauen durfte.
Ja er durfte sogar auf die Gedanken GOTTES, die hinter allen Dingen sind,
schauen. An dieser Gnade vollzog sich die Prüfung der Engel im Anfang der Zeit.
Luzifer konnte etwas von GOTTES Plan mit dem Menschen in den Gedanken GOTTES
lesen. Statt dass er sie im Geist erwogen hätte, lehnte er sich gegen diesen
Plan GOTTES auf, der ihn zum Diener des Menschen gemacht hätte. Er wollte seinem
geistigen Rang entsprechend eingeschätzt sein. Wie konnte ihm GOTT solche
Verdemütigung zumuten? Er sah sich gerufen, GOTT zu verbessern, seinen Platz
einzunehmen – das ist seit der Scheidung seine „Aufgabe“ geworden. Luzifer ist
gescheitert, weil er zu stolz war, tiefer nachdachte, was GOTT mit dem Menschen
meinte: „als Mitte der Schöpfung“. Er wusste nur, dass der Mensch tiefer unter
ihm, dem Geistwesen stand. Ihm sollte er dienen? Er wollte er selbst sein, sich
selbst schaffen, wie es die Menschen, von ihm angehaucht heute versuchen,
gegen GOTT, zusammen mit allen Engeln, die seinem Beispiel folgen.
Er will sein Reich des
Besserwissens aufrichten gegen die größere Weisheit GOTTES, die kein Geschöpf,
nicht einmal der Engel nur annähernd fassen kann. Wie zielbewusst er dieses
„Reich“ aufbaut, können wir heute immer besser erkennen. Wissen und Macht rücken
in dieser Welt immer mehr an die erste Stelle, sie werden durch die Technik zu
der Waffe, mit der er endlich die „törichte Weisheit“ GOTTES zu besiegen
erhofft. Teil dieses Geisterkampfes werden wir schon hier erleben, seine
Entfaltung und den Sieg der Torheit GOTTES über allen Anspruch des Besserwissens
später vom Himmel.
Doch nicht als
unbeteiligte Zuschauer! GOTT erwartet unsere Mitarbeit, sie gehört zum ersten
Auftrag im Paradies: „macht euch die Schöpfung untertan!“ Denn alles muss IHM
unterworfen werden, erst dann kommt das Ende der Welt! Weil der Mensch zum
Tatmenschen geworden ist, glauben wir heute auch in der Kirche, dass wir aktiv
eingreifen müssen in diese Zeit, um eine „bessere = humanere“ Zeit
heraufzuführen. Hier sind wir auf der schiefen Ebene des Besserwissers. War
Hitler nicht genügend Hinweis in seinem unbeugsamen Willen, es besser zu machen?
Wir haben vergessen, welcher Tribut zu zahlen war und noch zu zahlen ist. Der
Zusammenbruch des „Dritten Reiches“ war die notwendige Voraussetzung für die
Zerstörung des christlichen Europas, das jetzt im Zeichen des Weltmarktes
umgebaut werden soll. Die Geheime Offenbarung öffnet uns darüber die Augen im
Bild von den „Schiffen der Kaufleute auf allen Meeren“.
Wo der Feind immer
maskenloser die Zügel unserer Zeit ergreift, müssen wir in die entgegengesetzte
Richtung schauen, um unseren Weg nicht zu verfehlen. Nicht umsonst erinnert uns
die Mutter GOTTES bei jeder ihrer Erscheinungen im Aufruf zum Rosenkranz daran,
dass wir ihn betrachtend beten sollen, wenn er seine geistige Kraft entfalten
soll. Nur so wird er aufbauen, wo die anderen niederreißen. Dem Teufelskreis des
Fortschrittes, der dem Menschen langsam aber sicher den Atem abschnürt, muss der
heilige Kreis des betrachtenden Gebetes entgegen gestellt werden, in welcher
Weise auch immer – am einfachsten und allen zugänglich im Rosenkranz. Damit ist uns der Auftrag zur Arbeit
nicht genommen. Es gilt alle Arbeit betend zu durchdringen und sie dadurch im
GEIST anzuheben. Hat es uns die hl. Familie nicht still vorgelebt?
Weil wir Menschen von
Fleisch und Blut sind, brauchen wir sehr wohl etwas „zum Greifen“ – GOTTES
Weisheit ist dem im Rosenkranz entgegen gekommen: wir sollen die
Heilsgeheimnisse nicht nur im Herzen durchgehen, wir sollen darum bitten, dass
sie in uns wirklich, gegenwärtig werden, so wie JESUS unter dem Menschen in
Palästina gegenwärtig war. Nur in heiliger Weisheit werden wir den Hochmut des
Besserwissens besiegen können.
Um diese Hintergründe
weiß der hl. Engel besser als wir; noch jetzt ist ihm gegenwärtig, dass neben
ihm in der Prüfung seine Brüder, mitgerissen vom Aufruhr Luzifers gestürzt sind
– und noch stürzen bis ans Ende der Zeit – bis Himmel und Hölle „voll“ sind.
Betrachten ist nicht ein müßiges „Glasperlenspiel“, mag es noch so fromme
Färbung tragen, wo es nicht Tat in und für GOTT in unserem Leben wird, fällt es
in die Hand des Feindes. Schuld, dass der Rosenkranz immer spärlicher geworden
ist, ist nicht zuletzt sein mechanisches Abbeten. Esfehlt ihm die GOTTESfurcht,
Anfang aller Weisheit. Darum kann er kann er keine Frucht bringen. Er wird
hineingezogen in den Teufelskreis des Tuns, das nur mechanisch abläuft, bis
endlich die Maschine allein über den Menschen verfügt.
Ähnlich ergeht es uns
mit den GOTTESdiensten. „Die aktive Teilnahme am GOTTESdienst“, wie sie das Vat.
II empfiehlt, ist nicht ein Mehr an äußerem Tun, sondern in inneres Mitleben mit
der hl. Liturgie. Am Gewicht des „Ablaufenden“ hängt die Hölle. Welche Gnade ist
es da, vom hl. Schutzengel immer wieder erinnert zu werden: „Du plapperst ja
nur!“ Im bloß Gewohnheitsmäßigen muss der Mensch sein Angesicht vor GOTT
verlieren, wie es der gefallene Engel verloren hat. Er ist nur noch Maske,
Fratze. In uns aber soll sich betrachtend immer das Antlitz der MUTTER
ausprägen, die das WORT GOTTES in sich aufgenommen hat und Fleisch werden ließ.
Betrachten, besonders im
Anfang, ist keine leichte Arbeit. Sie setzt einen äußeren und inneren Raum der
Stille voraus, der sich dort wie von selbst aufbaut, wo der Mensch gegen den
Lärm in und um sich eine Klausur errichtet. Solche Klausur war ja schon das
Paradies, als GOTT den Menschen hineinsetzte in eine Erde, auf die der Böse
gestürzt war. Die vier Flüsse die es einschlossen, waren nicht nur Schutz gegen
den aufrührerischen Engel, der sich in seinem Sturz an der Erde festkrallte und
sie zu schädigen versuchte. Es war nicht nur Insel inmitten eines Landes, das
durch den Feind der Versteppung ausgesetzt war. Erden- oder Mondstaub sind
Spuren oder zumindest Zeichen seiner Gegenwart und seines Wirkens. Es war vor
allem nach Innen: Klausur, wie es heute leider auch die kontemplativen Orden
verlieren: heiliger Raum, der allein GOTT gehört. Die vier Flüsse weisen auf die
Vier wesentlichen Eigenschaften GOTTES und damit auf Gnaden, die uns wirklich
werden sollen.
Es hilft nicht wenig,
wenn wir uns am Anfang einer Betrachtung in die Wüste versetzen, damit uns
bewusster werde, welche Aufgabe uns in der Wüste unserer Zeit gestellt ist: eine
Oase aufzubauen, in der GOTT der HERR wie im Anfang unter den Seinen sich im
Morgenwind ergehen kann. Wenn solches Tun nicht von Anfang an zum Scheitern
verurteilt sein soll, muss GOTTES Gnade zuerst eine Quelle aufspringen lassen
oder einen Brunnen graben. ER muss den rechten Ort, die rechte Zeit und die
Mittel vorgeben, ohne die wir doch wieder nur unser eigenes Spiel betrieben.
Darum ist der erste Beitrag, den wir leisten müssen: beten, Ordnung schaffen in
unserem Leben und wenn möglich um uns. Schon diesem Versuch wird der Böse mit
aller Macht entgegen stehen. Nur Wenige sind es, die diese erste Schwelle
schaffen. Das Sämannsgleichnis öffnet uns hier nüchtern die Augen. Wenden wir es
konkret auf uns und unser Mühen um Betrachtung an. Die MUTTER wird uns hier
gerne zur Seite stehen.
Mitte des inneren Raumes
muss sein ein reines Herz, denn nur die reinen Herzens sind, werden GOTT
schauen. Betrachten ist dafür ein Anfang, armselige Vorbereitung auf das Ewige
Schauen GOTTES im Himmel. Hier helfen uns nicht nur Gewissenserforschung, Reue
und Beichte, sondern auch das Wort selbst, das wir betrachtend in uns aufnehmen.
Wo es uns Licht wird, muss es kraft des Lichtes die Finsternis, die noch in uns
ist, vertreiben.
Noch ein Drittes sollten
wir nicht vergessen: wer betrachtet, spricht mit GOTT, mit MARIA, den hl. Engeln
und den Heiligen, die im Land der Betrachtung zu Hause sind. Dankbar sollten wir
es vermerken, wenn es möglich ist, unser Betrachten zu teilen, auszutauschen, zu
entfalten im Gespräch mit einem gleichgesinnten Bruder. In solchem Gespräch muss
sich einmal die Kirche neu aufbauen. Nur so kann sie Gemeinschaft werden wie die
hl. Familie und zu GOTT heimkehren. Dieser Auftrag kann nur erfüllt werden, wenn
wir das Licht unseres Engels nützen, der mit uns dieses „Land MARIA“ aufbauen
hilft. Quellen der Kraft werden aufspringen, die heute der Kirche fast gänzlich
fehlen, weil sie hinein gezogen ist in den Arbeitsprozess dieser Zeit und darum
bald versiegen.
Die schönste Betrachtung
bleibt ohne Frucht, wenn sie nicht hilft, d a s
Wort zu finden und zu entfalten, das der HERR ganz persönlich zu uns, zu mir, in
diesem Augenblick, an diesem Ort, sprechen möchte. Auch hier ist der hl. Engel
eine unentbehrliche Hilfe. Dies ist seine Aufgabe: nicht nur, uns in den Himmel
zu bringen, sondern uns schon hier die kleinen Schritte dorthin zu weisen. Er
weiß besser als wir um unsere besondere Berufung und will uns dabei mit besten
Kräften helfen. Es geht nicht nur um das Betrachten eines Wortes, eines Textes,
wir sollen mit seiner Hilfe lernen, alles was uns begegnet, innen wie außen, auf
den Willen GOTTES über uns zu durchschauen. Denken wir nüchtern daran: das sind
JESU Brüder und Schwestern: die das Wort GOTTES aufnehmen und es tun!
Nicht nur Sein Wort
sollen wir aufnehmen und betrachten, auch die Schöpfung um uns sollen wir
segnend und betrachtend heimbringen zum VATER! Hier wird jedem von uns ein
besonderer Teil aufgegeben sein. Wir können es leicht erkennen, wenn wir uns
daran erinnern, was uns in ihr besonders anspricht, nicht nur in den einzelnen
Elementen: Feuer, Wasser, Luft, Erde, sondern auch in den konkreten Dingen, in
denen wir die Schönheit der Liebe GOTTES zu uns erkennen. Ist nicht die ganze
Schöpfung als Bild Botschaft Seiner Liebe?
Das Thema „Die Rückkehr
des Menschen zur Einfachen Wesenheit“ ist ein Thema, das schon länger,
vielleicht seit frühesten Jugendtagen in der Seele angeklungen ist. Es wird
langsam zum Akkord: unvergesslich sind die Tage in der Klause des hl. Bruno in Flüeli in der Nähe von Br.
Klaus. Seither hat es die Seele nicht mehr verlassen, wenn der Ton auch manchmal
nur noch der Ton der Sehnsucht war. Wo der Lobpreis GOTTES durchbricht, werden
die Dinge einfach. Alles aber was einfach geworden ist, fängt wie von selbst zu
„tönen“ an: „Liegt ein Lied in allen Dingen, findest du das rechte Wort, fängt
es an zu klingen“. So ähnlich hat es wohl Mörike gesagt. Wird der Ruf GOTTES an
unsere Seele laut, muss auch sie im Lobpreis GOTTES singen!
„In Geduld werdet ihr eure
Seelen besitzen!“
Noch nie war der Mensch
in solcher Not, sich auf seinem Weg über die Erde zurechtzufinden.
Immer mehr scheint dieser Weg ein Weg durch den Dschungel zu werden, auf dem
Menschen von allen Mächten der Finsternis Fallstricke gelegt werden, wo er von
vielen wilden Tieren (den entfesselten Leidenschaften) belagert und von falschen
Zeichen in die Irre geführt wird. Mehr denn je gilt die Warnung des HERRN: Es
werden viele falsche Messiasse aufstehen, um euch in die Irre zu führen mit
ihren „einfachen Lösungen“, die letztlich doch nur Lüge und Gewalttat und der
Herrschaft des Antichrist den Weg bereiten. Doch das Kind mit dem Priester an
der Hand des Engels wird durch alle Greuel dieser Zeit den Weg in Freude finden,
weil es im Kleinen Abbild des höchsten Geheimnisses ist: des DREIFALTIGEN
GOTTES!
Immer ist dieser
dreifache Weg ganz einfach: Gnade, denn der Mensch, der durch die Sünde in
Unordnung geraten ist, kann nicht von sich aus den Weg zum Lichte wieder finden.
Wir müssen uns diesen Weg in der Demut des Schächers erbitten, in der Reue einer
Maria Magdalena eropfern und im Gehorsam erkämpfen: wann, wo und wie es der HERR
will und fügt. So aber kann er in aller Geduld und Lehrweisheit von oben Schritt
für Schritt ein Weg zurück in das Paradies werden, in die liebenden Hände des
VATERS, Der schon von weitem nach dem verlorenen Sohne Ausschau hält!
Je komplizierter und
undurchsichtiger die Wissenschaft des Menschen wird in dieser Zeit, umso
einfacher muss unser Erkennen GOTTES werden. Heilige, wie eine Kleine Theresia
von Lisieux, die aus der Reinheit des Herzens im Weg des Kindes zu GOTT finden,
in ihrem ersten Keimen behütet von einer heiligen Familie, in ihrem Wachsen
umschlossen und gehalten von den hehren Mauern des Karmels. Aber auch ein
Charles de Foucauld, der als Sünder über die Bitte: „GOTT, wenn es Dich gibt,
zeige Dich mir!“ den letzten Weg der Hingabe findet, wie ein P. Pio, wie der
Pfarrer von Ars, der Heilige des Beichtstuhles und der hl. Messe, sind
Fingerzeige GOTTES, wie sehr GOTT uns diesen Weg der Einfalt, des reumütigen
Sünders, des mit den Engeln in inniger Gemeinschaft lebenden Priesters gerade
heute nahe legt.
Ja sogar die vielen
unrechten „Vereinfachungen“, denen die Kirche in dieser Zeit Raum gegeben hat,
zeigen auf, wie groß das Bedürfnis des Menschen dieser Zeit ist, im Glauben den
einfachen Weg zu finden. Freilich wird der Glaube nicht durch die richtende,
scheidende Vernunft einfacher, sondern allein durch den kindlichen Glauben eines
brennenden, GOTT liebenden Herzens. Wenn wir den Menschen dieser Zeit helfen
wollen, dann müssen wir diese Irrwege verstehen, nur so können wir durch die
größere Liebe abhelfen.
Wie sehr kommt dem
einfältigen Herzensglauben der Engel zu Hilfe mit seinem strahlenden Licht der
Erkenntnis. Immer mehr wird alle bloß menschliche Erkenntnis im Licht der Gnade,
das GOTT den Einfachen schenkt, zu Schanden. Langsam wird aus der Demut des
einfältigen Herzens mit dem Licht des Engels eine neue Theologie erwachsen, der
GOTT die höchsten Geheimnisse Seiner Liebe erschließen wird.
GOTT ALLEIN GENÜGT: Dies
ist das Fundament aller wahren Erkenntnis, auf dem wir aufbauen müssen. Solche
Erkenntnis beginnt in der Anbetung, denn dies ist die höchste Weise
menschlichen Erkennens im dunklen Glauben. In ihr ist das ganze Geheimnis GOTT,
ohne Abstrich, ohne menschliche Beigabe: GOTT, als der immer Größere, vor dem
der Mensch mit dem Engel - wie die Kinder in Fatima mit dem Engel von Portugal -
anbetend auf der Erde liegt. Diese
dunkle Erkenntnis GOTTES in der Anbetung, aus dem eigenen Nichts über die
Gotteserkenntnis des heiligen Engels, ist so beseligend, dass der Mensch, dem
solche Gnade zuteil wird, aus ihr nicht mehr heraustreten möchte.
Solche Erkenntnis wird
nur im völligen Schweigen der Seele vor GOTT, denn solange der Mensch noch etwas
ist oder sein will, kann ihm GOTT nicht Alles sein. Tiefes Schweigen
ist schon Anbetung, wie wir es in der
unberührten GOTT nahen Natur, auf einem einsamen Berggipfel, auf einem hohen
Schneefeld, das die Sonne wie einen Diamantenteppich zum Erglühen bringt,
erfahren dürfen.
Wahre, tiefe Anbetung
ist immer Schweigen, und zwar ein Schweigen, das so voll der Erkenntnis GOTTES
ist, dass jedes Wort, das versuchte, dieses Schweigen zur Sprache zu bringen,
ein Abbruch der Herrlichkeit wäre, in der die Seele GOTT im Schweigen erfahren
darf. Im Schweigen ist Seele und Leib des Menschen in eins auf die größere
Wirklichkeit des Lebendigen GOTTES bezogen, ja, mit dem Engel hat sie
geheimnisvoll schon hier auf Erden, im dunklen Glauben Teil an der Schau GOTTES,
wie sie ihr später im Licht der Glorie im Jenseits zuteil wird.
Die schweigende Anbetung
ist das Dunkel, aus dem der GOTT liebende Mensch heraus jeden Tag neu in das
Licht des Tages tritt. Geblendet vom dunklen Licht der Liebe GOTTES, muss er
seine Augen erst an das helle Dunkel des Tages gewöhnen, aus der dunklen Helle
kommend. Dieses dunkle Schauen GOTTES am Morgen ist noch vor der Erkenntnis
GOTTES im Geheimnis des Opfers Seines SOHNES, so sehr es selbst dieses Geheimnis
voraussetzt und auf ihm aufbaut, denn ohne den SOHN gibt es keinen Weg zu GOTT!
Hier kann der Mensch
ganz Kind sein vor GOTT, ja er ruht noch wie einst als Gedanke im Schoße des
VATERS und wird erst im Opfer des SOHNES wieder neu für diese Welt geboren! Aus
dieser dunklen Tiefe des Morgens schöpft der Mensch alle Kraft, sich in der
Vielfalt der Dinge, die ihm an jedem neuen Tag begegnen, nicht zu verlieren. Die
Fülle der Sinneseindrücke sammelt und ordnet sich im einen Licht GOTTES! Hier
ist die Quelle der Kraft für alles starkmütige SOLI DEO in aller Zermürbung des
Alltags. Wenn er dann in aller Reue und Zerknirschung über das eigene Versagen,
die eigene Untreue gegenüber diesem Geheimnis hineingeht in das Dunkel der
Nacht, ist er in GOTT geborgen und geht einem neuen Schöpfungstag entgegen.
Seliges Einssein mit GOTT - alleinige Seligkeit!
Weil der Weg, selbst des
Kontemplativen, ein Weg durch diese Welt ist, muss er dem Auftrag GOTTES
genügen, der durch Adam an alle Menschen erging: “Macht euch die Erde untertan“.
Sie kann aber dem Menschen nur untertan werden, wenn er in Anbetung und
Anerkennung GOTT untertan ist. Dann werden sich wie von selbst alle Dinge ein-
und unterordnen. Der Weg dorthin ist aber - und das müssen wir durch die hl.
Engel neu lernen - nicht zuerst der Weg des Tuns und Schaffens, des „homo
faber“, wie ihn noch ein Goethe im Faust zu verherrlichen sucht. sondern der Weg
des
Kontemplativen, der die Dinge mit den Augen GOTTES sehen darf und sie so
zuerst an den richtigen von GOTT gewollten Platz stellt. Das Tun folgt aus dem
Schauen.
Wie der hl. Ignatius sagt: „Wenn dein Herz sich ändert, was Wunder, wenn auch
die Welt sich ändert!“
Es fehlt uns der Berge
versetzende Glauben, aus dem solches Schauen aufsteigt durch die Dinge zu GOTT.
Wer betrachtend hineinschaut in GOTT, wirkt mit IHM, dass die Erde neu werde.
Nur der Christ wird der Wirklichkeit gerecht, wenn er sie in GOTT schaut. Er
darf schon hier ein Stück hinein wachsen in die Erkenntnis der Engel, die das
Wesen der Dinge in GOTT erkennen. So darf er sie ans Licht bringen inmitten
einer Welt, die den Boden der Wirklichkeit unter den Füßen verliert. So ist das
„Tun“ des Kontemplativen in einem viel höherem Maß Aktivität als das Tun des
Aktiven, denn im Schauen hat der schauende Mensch teil an der Neuschöpfung der
Welt aus dem Herzen GOTTES!
Das Schauen geht aus der
Anbetung hervor wie der SOHN aus dem VATER in ewiger Zeugung. Nur im Maße wie
wir die Dinge dieser Welt im SOHNE erkennen, sind wir in IHM und durch IHN in
GOTT!
Das Tun des
Kontemplativen ist S ü h n e für alles eigenwillige Tun des
Menschen, der sich nur selbst will. Je mehr uns der HERR schauend in die Welt
Seiner Herrlichkeit hinein nimmt, umso mehr erleben wir den Missklang der Sünde.
Wir sind gerufen, unser Leben in die Bresche zu werfen, wo die Sünde den Abgrund
aufgerissen hat. Sühnen heißt eine Brücke bauen aus der heilen Welt der Liebe
GOTTES hinüber in die unheile, durch die Sünde zerbrochene Welt der Menschen.
Nur der heilige Mensch kann sühnen im Maß seiner Teilhabe am Kreuz CHRISTI, denn
dieses ist die Brücke, die GOTT Selbst durch Seinen SOHN über den Abgrund
gespannt hat.
So nimmt der Sühnende in
innigster Weise teil am Heilswerk CHRISTI, die Schöpfung wieder heil zu machen
und zu GOTT zurückzuführen. Hier kommen uns die hl. Engel in ähnlicher Weise zur
Hilfe, wie dem HERRN am Ölberg, da ER von einem Engel gestärkt wurde, um in
Seiner Menschheit die Last der Sünde auf sich zu nehmen. Der Sühnende ist mit
der Schmerzhaften Mutter des HERRN unter dem Kreuz hineingerufen in die
Miterlösung.
Nur GOTT allein kann
Solches ausdenken: um der Heimholung der Schöpfung willen, den Engel als
Ersterschaffenen mit dem Menschen als dem Letzterschaffenen (sind es nicht
Milliarden Jahre, die sie trennen?) zu verbinden in IHM, dem HERRN, auf Den
Mensch und Engel hin erschaffen sind. In dieser „Kernfusion“ wird eine Energie
frei, in der sich die Verheißung: „Siehe, ICH mache Alles neu!“ erfüllt.
Leuchtet hier nicht schon die Glorie des Kreuzes? Alle Kraft zu leiden kommt aus
der Auferstehung CHRISTI. Darum müssen Engel und Mensch sich hinein beugen in
den Schmelzofen des Kreuzes. Für den Sehenden hat das Fegefeuer schon jetzt hier
auf Erden begonnen.
Im Schweigen beziehen
wir alles auf den VATER, denn nur im Schweigen sind wir mit dem Engel ganz in
der Anbetung GOTTES, des Anfangs ohne Anfang.
Im Betrachten ordnen wir
alles auf IHN hin, denn der HERR ist unser Gesetz in IHM fügt sich alle Ordnung.
In der Sühne wirken wir
mit durch das KREUZ an der Neuordnung der Welt in der Kraft des HEILIGEN
GEISTES.
Wir haben teil an der
S e n d u n g des SOHNES, wenn wir Alles auf GOTT hin
abstimmen, wenn Sein Wille in uns über Anbetung, Betrachtung und Sühne
vollkommen erfüllt wird. In GOTT ist alles Harmonie. Im
S a n c t u s der hl. Engel wird die Schöpfung
lobpreisend schon jetzt zu GOTT emporgehoben. Himmel und Erde sind schon jetzt
voll Seiner Herrlichkeit, auch wenn wir dies mit unseren blinden Augen des
Leibes noch nicht sehen. Und in Allem ist GOTT! „Dann kommt das Ende, wenn ER
das Reich übergibt an den VATER, wenn ER vernichten wird jede Herrschaft und
Gewalt und Macht. ER muss ja herrschen bis ER alle Feinde unter Seine Füße
gelegt hat. Als letzter Feind wird vernichtet werden der Tod, denn „alles hat ER
Seinen Füßen unterworfen.“ Wenn es aber heißt: „Alles ist IHM unterworfen so ist
offenbar Der ausgenommen, Der IHM alles unterworfen hat. Wenn IHM aber alles
unterworfen ist, dann wird auch der SOHN Selbst Sich Dem unterwerfen, Der IHM
alles unterworfen hat, damit GOTT ALLES IN ALLEM SEI!“
(vgl. 1. Kor 15,24,28)

Wer bewusster das
Liturgische Jahr mit der Kirche lebt, dem bereitet der unvermittelte Übergang
aus dem Pfingstmontag hinein in den „Jahreskreis“ nicht wenige Schwierigkeiten.
Die Prüfung im Glauben lässt nicht nach. Auch wenn der HEILIGE GEIST – und so
manches Andere zurück tritt, weil der Mensch nach vorne drängt, GOTT verlangt
heute unsere ganz persönliche Antwort. Wir sollten nicht zuerst versuchen für
unsere Überzeugung Partei zu machen. GOTTES Weisheit stellt zuerst die Kirche,
in ihr zuerst die Priester und die Orden, durch sie aber auch die ganze
Menschheit, in die schwere Prüfung, zu entscheiden: für oder gegen IHN, wie ER
es am Anfang mit den Ersterschaffenen, den Engeln getan hat. Wenn wir mit St.
Michaels „Wer ist wie GOTT?“ unser JA zum hl. GOTT sprechen, wie es den Engeln
vorgelegt war, dann gilt es, diese Entscheidung durchzuhalten, wenn notwendig im
Martyrium.
Schon bei dieser
Überlegung mag dem Einen oder Anderen der Gedanke kommen: wenn wir in dieser
Entscheidung mit den hl. Engeln eins sind, dann haben wir für den weiteren Weg
die beste Lösung gefunden, die uns GOTT leise nahe schiebt. Erinnern wir uns,
dass auch die Apostel nach der Katastrophe des Kreuzes in MARIA ihre erste Hilfe
fanden. Wenn sie nicht in dieser schwersten Prüfung ihres Lebens mit den wenigen
Frauen unter dem Kreuz ausgeharrt hätte, dann hätte wohl keiner der Apostel
zurück gefunden. Dass Johannes auf der Flucht nackt, wie uns Markus berichtet,
in der Familie von Bethanien Zuflucht
fand und dort auf MARIA traf, zeigt krass, wie GOTTES Erbarmen ihn durch das
Feuer letzter Armut gehen ließ, in dem auch die anderen Apostel, jeder zu seiner
Zeit auf ihre Weise hart geprüft wurden. Der Auferstehungsberichte geben davon
ein nüchternes Zeugnis. Was da geschehen ist, will ganz persönlich erfahren und
erlitten werden. Der HERR musste sie, Einen nach dem Anderen überzeugen, zuerst
durch seine persönliche Gegenwart, dann über MARIA, da sie sich mit ihr in
einmütigem Gebet um den HEILIGEN GEIST im Abendmahlsaal versammelten.
Wenn wir die liturgische
Ordnung der Kirche mit MARIA aufnehmen, und im Herzen tiefer durchdringen, sind
wir geborgen im Geheimnis des DREIFALTIGEN GOTTES, in Dem wir gesiegelt wurden
durch die Taufe. Je tapferer wir das Kreuz der Prüfung auf uns nehmen, um so
sicherer sind wir auf unserem Pilgerweg über die Erde in GOTTES Erbarmen
geborgen und geschützt.
Die erwartende Zeit von
Advent hin zum Weihnachtskreis, ist für den in MARIA Betrachtenden eine Zeit hin
zur erbarmenden Liebe des VATERS, der uns Seinen SOHN in letzter Armut schenkt.
Die Bußzeit hin auf Ostern
ist Kreuzweg mit dem HERRN, Zeit der Betrachtung Seiner Verkündigung. Sie öffnet
sich im Durchgang durch die Katastrophe des Kreuzes hin zur Auferstehung.
Die Zeit nach Pfingsten –
„im Jahreskreis – fordert unser Zeugnis, nicht zuerst durch „Evangelisierung“
nach Außen, sondern nach Innen im Blick auf unser Wachstum in CHRISTUS, dem
HERRN.
Zeugnis aber fordert die
persönliche Begegnung mit dem auferstandenen HERRN. Sie ist auch für die Jünger
erste Erfahrung des HEILIGEN GEISTES und mit ihr Kirche als Gemeinschaft der
Gläubigen. Auch wenn der HEILIGE GEIST an Pfingsten über sie kommt, jeder von
ihnen hat ihn schon persönlich erfahren. Wo der Hl. GEIST am Pfingsten über die
sich versammelnde Kirche herabkommt, ist Jeder schon persönlich vorbereitet. Das
in der Katastrophe des Kreuzes aufgebrochene Herz, ist gereinigt von allem
Besserwissen, von aller Feigheit des alten Menschen, es hat wie unmerklich im
HEILIGEN GEISTE – denken wir an die Jünger von Emmaus auf ihrem Rückweg – zu
brennen und zu heilen angefangen. Hier setzt die Zeit der Pfingstauswirkung an,
in die wir jedes Jahr neu eintreten. Es gilt in Gemeinschaft mit unseren Brüdern
und Schwestern durch den HEILIGEN GEIST bis in die kleinsten Dinge des Alltags
hinein, unser Leben als Christen zu gestalten. Wie die Jünger gehen wir
nach Galiläa zurück, dort wo der HERR mit ihnen begonnen hat.
Damit wir nicht nur in
einem allgemeinen Sinne Christen seien, sondern in der Prüfung, in der wir heute
stehen, bestehen, braucht es nicht nur eine allgemeine Führung, sondern die je
persönliche, die seit unserer Taufe in die Hand des Schutzengels gegeben ist. Er
ist zugleich der Schlüssel hinein in die wunderbare Welt der hl. Engel, die GOTT
mit der Kämpfenden Kirche in eins schmelzen will, damit wir den gewaltigen Kampf
gegen die Geister des Abgrundes siegreich bestehen können.
Nicht auf ein Wissen um die hl. Engel kommt es zuerst an – hier führt uns der
Widersache auf Irrwege -
sondern auf den bewussten Weg mit ihm in der
Führung des HEILIGEN GEISTES. In sie ist auch der hl. Engel als Schutzengel des
je Einzelnen wie in seinem Beistand der Kirche gestellt.
Wo er aus der Hand des
VATERS die Sendung als Schutzengel empfangen hat, ist er im Dienst am SOHN auf
unserem Kreuzweg gestellt. Er weiß nicht mehr als die nächsten Schritte, die ihm
der Hl. GEIST voraussehen lässt. Er weiß nicht, ob wir das Ziel erreichen
werden, das uns gesetzt ist. Doch er wird von sich aus Alles tun, um uns dorthin
zu führen, wo der VATER den SOHN in uns erwartet.
Die vorliegende Arbeit
nützt charismatische Offenbarungsdaten, die der Kirche vorgelegt sind und auf
den Tag warten, den GOTT ihnen bestimmt hat. Sie bleiben innerhalb der Grenzen,
die die Kirche durch das Dekret über die Offenbarungen der Frau Bitterlich
gesetzt hat. Wo versucht wird, die eng gesetzten Grenzen zu weiten, wie im
Hinweis auf die Tabernakelengel und die Erzengel, wird versucht das „theologice
certum“ anzupeilen. Die beiden Engelgruppen liegen nicht außerhalb der
mystischen Erfahrung der Kirche, auf die wir heute mehr denn je verwiesen sind.
Der hl. Bonaventura tritt vor Thomas.
Ähnliches gilt für das
tiefere Verständnis der MARIENerscheinungen. Ihre Bedeutung ist der Kirche noch
weitgehend verhüllt. Beide gehören untrennbar zusammen. Nur in, mit und durch
MARIA kann die Notwendigkeit der Hilfe der hl. Engel verstanden werden! Die
Kirche ist zwar nicht von dieser Welt, aber sie lebt in dieser Welt, wir sind
Kinder unserer Zeit und haben es im Glauben nicht leicht! Die „Zeichen der Zeit“
waren schon im Alten Bund umstritten. Der Feind weiß, dass seine Zeit kurz ist,
er nützt jeden Leerraum, um seine Sache durchzubringen.
Dass der Feind in erster
Linie auf MARIA zielt, versucht, sie zu verumglimpfen, in den
Schmutz zu treten oder wenigstes auf die Seite zu stellen, ist schon in der
bodenlosen Erniedrigung der Frau als Lustobjekt, im Kindermord unserer Tage
offenbar. Doch wir sind blind und feig, hier ein Zeugnis zu geben. Wie auf
anderen Sektoren ist es Sache von mutigen Laien, die hier auf die Straße gehen.
Wenn wir in dieser Not nach Hilfe ausschauen, stoßen wir nicht nur auf den hl.
Schutzengel, sondern auch auf die hl. Erzengel. Mit St. Michael, als Führer
der himmlischen Heerscharen an der Spitze, sind es sieben Erzengel. Schon hier
weist die Sieben auf ihr Führung durch den HEILIGEN GEIST! Sie haben am Anfang
der Zeit den gewaltigen Kampf gegen die rebellischen Engel entschieden.
Die drei Ersten unter den
Sieben sind uns wohl bekannt, sie stärken uns in den „theologischen Tugenden“:
dem Glauben – St. Michael, der Hoffnung – St. Gabriel, der Liebe - St. Raphael,
ohne die kein Mensch gerettet werden kann. Sie stehen mit St. Michael zum „Wer
ist wie GOTT?“, mit St. Gabriel zum Wort MARIENS: „Mir geschehe nach Deinem
Wort, mit St. Raphael zum ersten und wichtigsten Gebot der Liebe zu GOTT und zum
Nächsten.
Über MARIA sind sie im
HEILIGEN GEIST in sieben Diensten der Kirche zugeordnet, um in uns als Christen
das Bild der „Magd des HERRN“ herauszuarbeiten. Über sie erkennt – nicht von
heute auf morgen - im HERRN den Dienst an der Kirche, der
uns drüben einmal den Ewigen Namen sichern wird.
Die Erzengel sind den
Sieben Sakramenten und damit auch anderen Ordnungen der „Sieben“ im Hl. GEISTE
zugeordnet, die unsere christliche Lebensordnung bestimmen, im alten Missale
sind sie durch die den Wochentagen zugeordneten Votivmessen zu erkennen.
Die Hierarchie der hl.
Engel, wie sie uns in der Tradition der Kirche, in besonderer Weise aber in der
bildenden Kunst der Kirchenbauten des Mittelalters vermittelt wird, steht für
die geistige Ordnung der Kirche, die sich notwendig in der Kirche abbilden soll.
In dieser Ordnung wurde sie über Jahrhunderte aufgebaut, in dieser Ordnung muss
sie sich vollenden, wenn sie dem wiederkommenden HERRN entgegen geht. Wann immer
ER ihr als Richter der Lebenden und Toten entgegen kommt, muss sie für IHN
bereitet sein wie die Braut für den Bräutigam. Auch wenn sich dieses Bild in
allem Verfall der Ehe dieser Zeit verloren hat, es bleibt Richtung weisend und
richtend zugleich über der Kirche. „So will er die Kirche herrlich vor sich
erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein
und makellos“ (Eph. 5,27).
Wenn uns der VATER
erbarmend MARIA als „Madonna della strada“ entgegenschickt auf den staubigen
Straßen unserer Welt, dann will ER uns durch sie, an die Immaculata, die „Ganz
Reine, die Sündenlose, ohne Erbsünde Empfangene“ erinnern. Darum leuchtet auch
die Erscheinung von Lourdes in besonderer Weise unter den Marienerscheinungen
der letzten Zeit heraus. Nur in, mit und durch sie können auch wir rein werden
von allem Makel der Sünde. Aus unseren Kräften, selbst des Glaubens, ist das
schwer, darum bietet sie uns in Marienfried den „Herztausch“ an. Wir sollen
unser beflecktes Herz mit ihrem Unbefleckten tauschen. Das darf nicht nur ein
vorübergehender „frommer“ Aufschwung sein, sondern Sehnsucht und Bemühen
unsererseits, dieser Gnade bis hinein in unseren Alltag zu entsprechen. Wie
schnell ist solch’ guter Wille vergessen in der Hast des heutigen Lebens.
Wenn nicht unser guter hl.
Schutzengel wäre, müsste unser guter Wille bald erlahmen. Bitten wir ihn, dass
er uns immer wieder daran erinnere, mit ihm unsere Gewissenserforschung am Abend
machen, nur so sind wir recht bereitet für die Beichte! Ja wir brauchen die hl.
Engel heute mehr denn je, doch was sie uns wollen, das können wir erst durch die
MUTTER, die Engelreine und die Königin aller Engel erkennen. Ein Art
„Wochenkalender“ soll uns erinnern, dass über jedem Wochentag ein Erzengel
steht, den uns GOTTES Gnade in dieser schweren Seite zur Hilfe schickt. Jetzt da
die christliche Woche immer mehr durch die Arbeits- und Vergnügungswoche
abgelöst wird, brauchen wir solcher Erinnerung, um uns nicht zu verlieren auf
unserem Weg zu GOTT.
Nicht vom Lesen her kommen
wir zu einer solchen christlichen Lebensordnung, die gegen den Strom der Zeit
geht, sondern durch das Einüben jedes Tages, ja jeder Stunde. Die hl. Erzengel
stehen auch über den sieben liturgischen Zeiten, wie sie Kirche noch heute in
den kontemplativen Klöstern pflegt, zu der wir wenigstens teilweise durch das
Stundengebet der Kirche mit gerufen sind.
Nicht nur hat die
Frömmigkeit den verschiedenen Monaten des Jahres eine besondere Prägung gegeben.
Der Aufruf unseres hl. Vaters mit JESUS unseren Lebensweg zu gehen, als
Bekenner, wenn notwendig als Märtyrer, wollen wir dadurch aufnehmen, dass wir
jedem Monat ein Tor der GOTTESstadt zuordnen, das uns daran erinnert, dass dort
unserer Bestimmung liegt und nicht in einem „Paradies auf Erden“! Nur der
bewusst gelebte Glaube in Einheit mit JESUS, MARIA und den hl. Engeln wird in
dieser Zeit bestehen und endlich den Sieg des Reiches CHRISTI auf Erden bringen.
Sie sind wie alle Engel
Geister und werden nur um unserer Sinnengebundenheit willen in Bildern
dargestellt, dass wir ihnen auch durch die Sinne näher kommen können. Doch immer
ist Bild auch hier Bild und Gleichnis. Gestalt, Farbe stehen für geistige
Wirklichkeiten, die wir dann besser erkennen, wenn wir ihrem Zeichengehalt
nachgehen. Wir bringen die sieben Erzengel in der Ordnung, in der sie sich durch
die Votivmessen im tridentinischen Messbuch zu erkennen geben.
Sonntag (Tag der
Auferstehung CHRISTI). Sakrament der Letzten Ölung,
Nur in der Kraft JESU
werden wir der Auferstehung teilhaftig, in dem Maße, wie wir sie schon hier
erfahren haben. St. Michael, der über diesem Tag steht, erinnert uns mit seinem
Kampfruf: „Wer ist wie GOTT“, dass wir gerufen sind, Soldaten CHRISTI zu sein.
„Das Himmelreich leidet Gewalt, die Gewalt an sich legen, werden es an sich
reißen!“ (vgl. Mt 11,12)
Montag – Votivmesse der
Hlst. DREIFALTIGKEIT, Taufe – St. Gabriel, Engel der Verkündigung an MARIA.
Wir danken für die unverdiente Gnade der hl. Taufe und bitten St. Gabriel
zusammen mit unserem guten Schutzengel, dass er uns helfe, unserer Berufung als
Christen zu entsprechen als Bekenner des Glaubens, wenn notwendig als
Blutzeugen!
Dienstag – Votivmesse
zu den hl. Engeln, den ersten Bekennern, Priesterweihe, Erzengel der
Priester, Bekenner und Märtyrer. Darauf weist auch der im Deutschen erhaltene
Hinweis auf „Dienst“, im Französischen hin Martyrium
(„mardi“), Spanischen „martes“, der auf den Kriegsgott Mars geht. Der Priester
ist ein Kämpfer.
Mittwoch – Votivmesse zu Ehren des hl. Josef, Anliegen der Kirche, Firmung. St.
Raphael steht in der Mitte der sieben Erzengel, wenn wir die Woche mit dem
Sonntag und St. Michael beginnen. Die Mitte unseres Christseins muss das Gebot
der Liebe sein, sonst sind wir nur „tönendes Erz“( vgl. 1 Kor 13).
Donnerstag – Votivmesse zu
Ehren der Hlst. Eucharistie, Erzengel des Altarsakramentes, Erinnerung an das
Abendmahl JESU und sein bitteres Ölbergleiden.
Freitag – Votivmesse zu
Ehren der Passion des HERRN, Sakrament der Ehe. Hier steht der Erzengel als
Patron über der Ehe, Gemeinschaft, Freude, Musik. Das „Kreuz“ der Ehe wie jeder
Gemeinschaft ist der einzig mögliche Weg zu wahrer Einheit in Liebe.
Nur im Kreuz ist Heil. Um dieser Einheit willen hat JESUS Sein Blut
vergossen. So wie ER sich an das Holz des Kreuzes nageln ließ, so müssen auch
wir durch das Kreuz an Seine Liebe und durch IHN an unsere Brüder binden!
Samstag – Votivmesse zu
Ehre MARIENS, Tag der Busse. Sie allein hat treu unter dem Kreuz ausgehalten
als Mutter der Schmerzen. Sündenlos hat sie doch mit ihrem Sohn unser aller
Sünden auf sich genommen, um uns heimzuholen. Darum ist jeder Freitag Anruf zur
Umkehr und jeder Samstag nicht nur Dank für die Erlösung, sondern auch
Bereitschaft zu Buße und Genugtuung mit und durch MARIA. Der Erzengel der Buße
will uns diese Gnade vermitteln und uns immer mehr in die Tiefe führen.
über den einzelnen Monaten
des Jahres
Zur Einheit von Edelstein,
Apostel und Engel über dem Tor siehe Offb 21
Wo möglich: zufügen der
Bilder der Edelsteine, Sternbilder (Siehe Bild 1)
Welche Apostel über den
Toren jeweils stehen, können wir in etwas über die in Offb 21 aufgezeigten
Edelsteine und die Himmelsrichtungen, die den Toren zugeordnet sind, betend
erschließen. Darüber gibt uns die Geheime Offenbarung keine
Auskunft. Jede im Hl. GEIST geführte Betrachtung ist ein Art „Spielen“, das in
uns das Kindsein fordert. Dem durchschnittlichen Erwachsenen ist das
Besserwissen, meist in sehr enger und eigenwilliger Weise eigen. Sie haben es
sich ja auch meist schwer erkämpfen muss. Wenn wir uns nur führen lassen, wird
uns der gute Engel nicht wenig behilflich sein.
In solchem „Spielen“
erschließen sich Zusammenhänge, die vorher nicht zu erkennen waren. So fügt sich
betrachtend das Bild der GOTTESstadt, wie sie in unserem Herzen erstehen soll.
Die MUTTER, die Alles in ihrem Herzen bewegte, ist uns hier stilles Vorbild. Die
GOTTESstadt ist zuerst nicht ein Außen, das auf uns wartet, sondern ein Innen,
das sich im Hl. GEIST in uns aufbauen soll. Die Geheimnisse GOTTES brauchen ein
geöffnetes Herz, der Verstand muss prüfen, ob die Zusammenhänge schlüssig sind.
Die ersten neun Tore,
jeweils drei nach Osten, Norden und Süden zeigen den Aufbau der GOTTESstadt im
Zeichen des VATERS, des SOHNES und des HEILIGEN GEISTES. Im Aufbau des Prologes
und der Wahl der Apostel bei Johannes (Jo 1,38 – 51) ist diese Ordnung deutlich
zu erkennen, stehen doch die Apostel zusammen mit den Ältesten und den hl.
Engeln über den Toren der GOTTESstadt, wie wir sie in Offb 21,10ff erkennen
dürfen.
Zuerst bringen wir jeweils ein Zitat aus der Geheimen
Offenbarung, das sich auf die GOTTESstadt bezieht. Dann folgt in einer Tabelle
der Bezug des jeweiligen Tores zu den darüber stehenden Edelsteinen, den
Planeten und Sternzeichen und endlich zu dem über dem Tor stehenden Apostel.
Die ersten neun Schritte
wollen darauf hinweisen, dass die GOTTESstadt nicht nur von oben her durch die
hl. Engel fertig auf die Erde kommt, sondern auch von unten herauf dem Letzten
Kommen des HERRN entgegen wächst. Sie muss in uns „geboren werden“ (vgl. Offb
12) nach dem Bild und Gleichnis JESU im Zeichen des Kreuzes: in schweren
Geburtsnöten (vgl. Offb 12!) aus dem Unbefleckten Herzen MARIAE.
GOTTESstadt mit ihren
zwölf Toren, in der Mitte das LAM
[78]
1. Zum ersten Tor/ Januar:
Das Bild der GOTTESstadt
Offb 21,10 f: „Da
entrückte er mich in der Verzückung auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir
die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam,
erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. Sie glänzte wie ein kostbarer Edelstein,
wie ein kristallklarer Jaspis.“
|
Steine
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Sternzeichen
|
Apostel
|
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Jaspis, es gibt ihn
braun und grün – der Erdbezug ist deutlich. Im MA. Zeichen für Stärke und
Kraft
|
Mars: „Arm GOTTES“;
Widder: das „brennende Zeichen.“
|
Petrus steht in GOTT als
Fels der Kirche, äußere Führung der Kirche im Kampf gegen die Welt
|
2. Zum zweiten Tor/
Februar: Mauern und Tore in den vier Himmelrichtungen
Offb 21,12 „Die Stadt hat
eine große und hohe Mauer mit zwölf Toren und zwölf Engeln darauf. Auf die Tore
sind Namen geschrieben: die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels. 13 Im
Osten hat die Stadt drei Tore und im Norden drei Tore und im Süden drei Tore und
im Weste n drei Tore.“
|
Saphir Vgl. Ez 1,26;
10,1 > Thronstein GOTTES
|
Merkur = Harmonie Gs.
Zwillinge = das Forschende
|
Paulus: Nur im Opfer
CHRISTI kann Harmonie und Einheit in aller Zwei - und Vielfalt der Welt
werden
|
3. zum dritten Tor, März
09: Grundsteine – Apostel, Edelsteine
Offb 21,14 „Die Mauer der
Stadt hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel
des Lammes“.
|
Chalzedon, blau und auch
rötlich. Bild der Reinheit, Weite und Feuer des Herzens
|
Venus =
Unsterblichkeit., Stier = das Haltende
|
GOTT ist LICHT. Feuer
-seelen wie Johannes sind gerufen als Ecksteine im N/O
|
4. zum vierten Tor, April:
Das Maß der GOTTESstadt – „Maß des Engels, Maß des Menschen“
Offb 21,15 „Und der Engel,
der zu mir sprach, hatte einen goldenen Messstab, mit dem die Stadt, ihre Tore
und ihre Mauer gemessen wurden. 16 Die Stadt war viereckig angelegt und ebenso
lang wie breit. Er maß die Stadt mit dem Messstab; ihre Länge, Breite und Höhe
sind gleich: zwölftausend Stadien. 17 Und er maß ihre Mauer; sie ist
hundertvierundvierzig Ellen hoch nach Menschenmaß, Maß des Engels. 18 Ihre Mauer
ist aus Jaspis gebaut, und die Stadt ist aus reinem Gold, wie aus reinem Glas.“
|
Smaragd, Bild des reinen
Lebens aus GOTTES Hand, will GOTT spiegeln
|
Mond:
Freundschaft Gs., Krebs, das zaudernde Zeichen
|
Andreas: mit den „Reinen
Seelen“ schließt GOTT Seinen Bund. ER muss lange suchen!
|
5. zum 5. Tor, Mai:
Edelsteine und Tore
Bild 5
Offb 21,19 „Die
Grundsteine der Stadtmauer sind mit edlen Steinen aller Art geschmückt; der
erste Grundstein ist ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein
Chalzedon, der vierte ein Smaragd, 20 der fünfte ein Sardonyx, der sechste
ein Sardion, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein
Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein
Amethyst.“
|
Sardonyx, Verbindung von
Sard und Onyx, bedeutet: „durch und durch brennen“.
|
Saturn = Erlösung durch
GOTT; Steinbock = das Verharrende, Durchhalten in Selbstverleugnung, Buße
|
Jakobus d.Ä. war mit
Petrus und Johannes auf dem Berg der Verklärung
|
6.
zum 6. Tor, Juni: Tore und Perlen
Offb 21, 21 “Die zwölf
Tore sind zwölf Perlen; jedes der Tore besteht aus einer einzigen Perle. Die
Straße der Stadt ist aus reinem Gold, wie aus klarem Kristall“. Die Perle über
jedem Tor ist immer MARIA, sie ist die reinste Zusammenfassung des Planes GOTTES
über die Schöpfung = die Perle, für die wir alles hingeben, um sie zu erwerben.
Nur als ihre Kinder in JESUS können wir in den Himmel eintreten.
|
Karneol, Sardis
>“Feuerstein“
|
Sonne: Leben durch GOTT;
Löwe: das kämpfende Zeichen
|
Matthäus: wer JESUS
nachfolgt, muss im Opfer brennen
|
7. zum 7.Tor, Juli 09:
GOTT in ihrer Mitte
Offb 21,22 „Einen Tempel
sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die
ganze Schöpfung, ist ihr Tempel, er und das Lamm. 23 Die Stadt braucht weder
Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie,
und ihre Leuchte ist das Lamm“.
|
Chrysolith, Olivin >
Ausgleich, Bezug zum Herz
|
Chaos – Gericht GOTTES.
Jungfrau - das Verschließende, „wahrer Israelit“ Verheißung die sich wie
zuletzt erfüllt
|
Nathanael/Bartholomäus: alle Skepsis, alles Fragen in GOTT gelöst
|
8. zum 8. Tor, August:
Einzug aller zum Ewigen Leben Berufenen
Offb 21,24 „Die Völker
werden in diesem Licht einhergehen, und die Könige der Erde werden ihre Pracht
in die Stadt bringen. 25 Ihre Tore werden den ganzen Tag nicht geschlossen -
Nacht wird es dort nicht mehr geben. 26 Und man wird die Pracht und die
Kostbarkeiten der Völker in die Stadt bringen.“
|
Bernstein/Beryll > soll den Glauben an GOTT stärken – Hinweis auf Sein
Erbarmen
|
Sirac – Amen GOTTES,
Waage = das Wägende > Hinweis auf MARIA, die Vorerlöste!
|
Jakobus, der. Jüngere,
GOTT wägt nicht nach Verdienst, sondern ruft in Erbarmen
|
9. zum 9. Tor, September:
Nur noch Licht!
Offb 21,27 „Aber nichts
Unreines wird hineinkommen, keiner, der Greuel verübt und lügt. Nur die im
Lebensbuch des Lammes eingetragen sind, werden eingelassen.“
|
Topas, Stärke im
Durchtragen, vgl. Mt 10,22. Die schwarze Farbe
deutet auf das Verborgensein
|
Pluto – Gerechtigkeit
Gs. Skorpion – das Brennende, die größere Kraft liegt im Annehmen des
Kreuzes
|
Hinweis auf Simon über
Simon von Cyrene, der dem HERRN das Kreuz tragen half. Simon ist bis heute
als Apostel wenig bekannt – wie die vielen, stillen Kreuzträger
|
Der HERR als Sieger auf weißen Pferd
mit Seinem Gefolge (Offb 18)
Die letzten drei Tore
stehen im Zeichen des SIEGERS, des CHRISTKÖNIGS
10. zum 10. Tor: Oktober: Bild des SIEGERS
Offb 19,11 Dann sah ich
den Himmel offen, und siehe, da war ein weißes Pferd, und der, der auf ihm saß,
heißt «Der Treue und Wahrhaftige»; gerecht richtet er und führt er Krieg.
12 Seine Augen waren wie Feuerflammen, und auf dem Haupt trug er viele Diademe;
und auf ihm stand ein Name, den er allein kennt. 13 Bekleidet war er mit einem
blutgetränkten Gewand; und sein Name heißt «Das Wort Gottes».
14 Die Heere des Himmels folgten ihm auf weißen Pferden; sie waren in
reines, weißes Leinen gekleidet. 15 Aus seinem Mund kam ein scharfes Schwert;
mit ihm wird er die Völker schlagen. Und er herrscht über sie mit eisernem
Zepter, und er tritt die Kelter des Weines, des rächenden Zornes Gottes, des
Herrschers über die ganze Schöpfung. 16 Auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte
trägt er den Namen: «König der Könige und Herr der Herren »
|
Chrysopras > Klarheit
des Gedankens, des Begriffs
|
Jupiter – Begriff
GOTTES; Schütze – das Eilende
|
Durch alle Zweifel stößt
Thomas durch zum leuchtenden Bekenntnis GOTTES
|
11. Zum 11.Tor: November
Offb 20:1 Dann sah ich
einen Engel vom Himmel herabsteigen; auf seiner Hand trug er den Schlüssel zum
Abgrund und eine schwere Kette. 2 Er überwältigte den Drachen, die alte Schlange
- das ist der Teufel oder der Satan -, und er fesselte ihn für tausend Jahre.
3 Er warf ihn in den Abgrund, verschloss diesen und drückte ein Siegel
darauf, damit der Drache die Völker nicht mehr verführen konnte, bis die tausend
Jahre vollendet sind. Danach muss er für kurze Zeit freigelassen werden.
|
Hyazinth > nach dem
Saphir härtester Stein
|
Uranus
Langmut GOTTES; Wassermann – Das Vorausblick.
|
Hinweis auf Judas
Thaddäus: seine Selbstverleugnung und Bereitschaft zur Hilfe in
verzweifelten Fällen
|
12. zum 12. Tor, Dezember:
Verheißung
Offb 21,22 Einen Tempel
sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die
ganze Schöpfung, ist ihr Tempel, er und das Lamm.
23 Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die
Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
24 Die Völker werden in diesem Licht einhergehen, und die Könige der
Erde werden ihre Pracht in die Stadt bringen. 25 Ihre Tore werden den ganzen Tag
nicht geschlossen - Nacht wird es dort nicht mehr geben. 26 Und man wird die
Pracht und die Kostbarkeiten der Völker in die Stadt bringen. 27 Aber nichts
Unreines wird hineinkommen, keiner, der Greuel verübt und lügt. Nur die, die im
Lebensbuch des Lammes eingetragen sind, werden eingelassen.
22:1 Und er zeigte mir
einen Strom, das Wasser des Lebens, klar wie Kristall; er geht vom Thron Gottes
und des Lammes aus. 2 Zwischen der Straße der Stadt und dem Strom, hüben und
drüben, stehen Bäume des Lebens. Zwölfmal tragen sie Früchte, jeden Monat
einmal; und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker. 3 Es wird
nichts mehr geben, was der Fluch Gottes trifft. Der Thron Gottes und des Lammes
wird in der Stadt stehen, und seine Knechte werden ihm dienen. 4 Sie werden sein
Angesicht schauen, und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben. 5 Es wird keine
Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht
der Sonne. Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden
herrschen in alle Ewigkeit. 6 Und der Engel sagte zu mir: Diese Worte sind
zuverlässig und wahr. Gott, der Herr über den Geist der Propheten, hat seinen
Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss. 7 Siehe,
ich komme bald. Selig, wer an den prophetischen Worten dieses Buches festhält.
Die Ordnung der
GOTTESstadt ist eine Ordnung der Vollendung, auf die wir zugehen, wenn wir uns
im HEILIGEN GEIST von unseren hl. Engeln führen lassen. Die Ordnung der hl.
Erzengel ist eine Ordnung des Aufbaus. Sie will unser Wachstum im Hl. Geist
fördern, nur die sich vom GEIST führen lassen, sind Kinder GOTTES. Sie sind
nicht mehr dem Gesetz dieser Welt unterworfen (vgl. Gal 5, 18). Besonderes
Kennzeichen dieser „Ordnung des Reiches GOTTES“ ist ihre Schönheit, wie sie uns
in
MARIA anstrahlt, aus ihr wächst und sich in ihr vollendet. Die hl. Erzengel sind
nicht nur Kämpfer um das Reich GOTTES hier auf Erden, sie sind, besonders
deutlich in St. Raphael auch unsere kämpfenden Wegbereiter und Wegbegleiter,
dass wir diesen schweren Weg in der Gnade GOTTES vollbringen
Welt der Schönheit
MARIENS,
Wenn wir mit dem geistigen
Auge auf sie schauen, ist unser Auge geblendet von ihrem Licht. Sie sind wie ein
wogendes Meer von Farben, die tönen wie ein Choral.
D a s sind Farben! Steh, Zeit, eine Ewigkeit
lang, denn da ist GOTT, das kann gar nicht anders sein! - Das Erste, was von ihnen erkennbar ist,
ist ein siebenfaches Kindsein vor GOTT. Breit ist das Licht, das von innen her
das Wesen der sieben großen Erzengel beleuchtet. So wie MARIA die Bundeslade,
der Tabernakel ihres SOHNES ist, so sind auch die Erzengel mit und durch MARIA
sieben Bundesladen. Nur ist in ihnen nicht das WORT Fleisch geworden, in ihnen
ruht wie in einem Schrein das Wort "ES WERDE!", bevor es zur Erde als Seele in
ein neues Menschenleben eingeht. Sie sind wie sieben große Teiche, aus denen
(wie man uns in der Kinderzeit erzählte, wenn ein Brüderlein oder Schwesterlein
erwartet wurde) die Seele des neuen Erdenbürgers zur Erde getragen wurde. Der
„Storch“ ist dafür letztes Zeichen! Sie sind die großen Kraftimpulse,
Lebens - Speicher in den sieben Regenbogenfarben. Sie stehen für das reine
Kindsein, wie es von GOTT her als Wille den Menschen anstrahlt.
Sie stehen für das Neue
„Werde!“
Da ist nicht nur das
S e i n vor GOTT, hier wirkt
irgendwie dieses Kindsein als Aktivität dazu. Diese Sieben sind ein Sein, ein
Tun, ein Wille zu immerwährendem Neu‑Werden.
Drei stellen unser S E I N
vor GOTT dar, das im zugeordneten Sakrament erkannt werden kann::
in der Freude am Leben (Ehesakrament)
Träger und Vermittler des Wortes (St. Gabriel)
im Willen zur Anbetung (
Eucharistie)
Drei stehen für das T u n,
besonders das kämpfende Tun:
Der Erzengel der Priester
und Bekenner (2)
St. Raphael für die
Firmung,
St. Michael für die Letzte
Ölung
Einer steht in der Mitte,
der Erzengel des Bußsakramentes, der “Umpflüger“,
er ist der immer
W e r d e n d e, W a n d e l n d e.
In anderer Sicht:
Drei stehen für das Sein
des Kindes:
Der Erzengel der Hlst.
Eucharistie ist in seinem Sein wie das erwachende Auge eines
K i n d e s, GOTT
entgegen;
der des Ehesakramentes ist
in seinem Sein wie das erwachende und beglückte Auge eines Kindes, GOTT in der
Schöpfung entgegen;
St. GABRIEL ist in seinem
Sein wie das aufmerksam ‑ im Innern lauschende Kind, mit schauenden, wissenden
Augen.
Drei für das T u n :
MICHAEL ist wie das
jauchzend ‑ kämpfende Kind;
RAPHAEL ist wie das
liebend ‑ kämpfende Kind;
Der Erzengel der Priester
ist wie das opfernd ‑ kämpfende Kind;
Sie sind der Regenbogen
des Friedens
Immer fällt das Licht des
DREI‑EINIGEN GOTTES wie flutendes, gleißendes Sonnenlicht ein und durch die
sieben Erzengel durch. Aber es verändert sich i n
jedem Engel zu einer anderen Farbe.
Die drei ersten haben
helle Farben:
- Beim Erzengel der Hlst.
Eucharistie wird das Licht goldgelb (er heißt "der Goldschimmernde");
- beim Ee. des
Ehesakramentes wird es bunt, wobei aber Grün vorherrscht (er ist "der
Regenbogenfarbene");
- bei St. GABRIEL wird es
förmlich silbrig‑hell, er steht für die Taufunschuld).
Die letzten drei haben
satte Farben:
- MICHAEL ist wie
stahlblau, aber er wird von RAPHAEL mit flammendem Schein
übergossen, dass die Farbe
ins Kupferrot an den Rändern übergeht. Beide sind Kämpfer in verschiedener Weise
- RAPHAEL ist so wie
helle, züngelnde Flammen, wie leuchtender Abendhimmel;
Der Erzengel der Priester
ist wie Blut so rot.
Der in der Mitte steht,
der Erzengel der Buße hat das blasse Lila,
das gegen GABRIEL wie eine
Wolke, gegen den Erzengel der Priester zu, zu einem dunklen Lila wird.
Sie sind Brüder,
wie wir es untereinander und mit ihnen werden sollten
j e d e r
ist wie ein Regenbogen, jede Farbe zeigt die Eigenart ihres Trägers und seiner
Aufgabe. Gold ist GOTT Selbst, Grün ist die Schöpfung, Weiß die Seele, Blau die
Treue, das dunkle Rot die Hingabe des Lebens an GOTT, das helle Rot die
brennende, leidenschaftliche Liebe, das Lila aber die Sühnebereitschaft.
Sie hüten das Geheimnis
GOTTES im Menschen
Von der Wesenheit der
Erzengel wussten heidnische Zeiten noch mehr, als die Menschen noch an die
„Nornen“ glaubten, die geheimnisvoll die Fäden unseres Schicksals spannen. In
ihnen strömen alle verborgenen, übersinnlichen Kräfte der Schöpfung, von Engeln
getragen, zusammen. In der Wesenheit der Erzengel sind die Wesenheiten aller
Chöre der Engel auf irgendeine Weise zu erkennen, von den Verhüllten Engeln
angefangen bis zu den Engeln des IX. Chores. Sie tragen darum mit Recht den
Namen "Erz‑engel“ = „Erst-engel“. Sie sind wie der Wesenskern aller Engel.
So wie im Herzen der
Himmlischen Mutter, diesem Herzen das wir als Zentrum der Liebe oder den Sitz
der Liebe bezeichnen, durch das Leben spendende Blut das neue Leben ausgeht, das
GOTT schenkt, so sind auch diese sieben Erzengel Träger der "nova creatura" =
der „Neuen Schöpfung“. Sie sind darum alle in ihrer Gesamtheit und ebenso
einzeln, MARIA, ihrer Herrin, Königin und Mutter, unterstellt. Sie sind die
Widerspiegelung der Wesenheiten der Engelhierarchie die ihrerseits die dreifache
Wesenheit GOTTES widerspiegeln. Sie sind wie sieben Säulen zum Thron MARIENS.
Diese innerste
Wesenheit der Erzengel ist ganz verborgen und nur GOTT zugekehrt, förmlich
verhüllt, so wie die Wesenheit MARIENS verhüllt ist und ihre Schönheit nur GOTT
zu geöffnet.
Die mittlere Wesenheit
der Erzengel hat nicht mehr die Augen nach innen, sondern nach außen. Sie
ist ganz Dynamik, strahlend und machtvoll; wir sehen sie leuchten, wenn diese
Engel wie Sterne um das Haupt ihrer Königin stehen.
Die äußere Wesenheit
der Erzengel ist die, welche uns aus der hl. Schrift bekannt ist:
GABRIEL, der Mann, der
eilends dahergeflogen kam. ‑ RAPHAEL, der Begleiter, der Arzt, Patron der
Wissenschaften, der Forschung, der Reise.
MICHAEL, der die Entscheidung am Anfang brachte.
Diese Wesenheit ist das
Kleid MARIENS im Alltag, mitten in dieser Aufgabe. Hier begegnet uns der
Erzengel in seinem jeweiligen Dienst, als Umpflüger, als Lichtbringer, als
Lastträger, als Knecht GOTTES. Hier beugt er sich tief, weil auch sein Herr,
JESUS CHRISTUS, Sich bis in den Staub der Erde gebeugt hat, ‑ weil auch MARIA,
seine Königin, sich gebeugt hat unter die Frauen ihrer Zeit. In dieser Wesenheit
erkennen wir den Erzengel, tragend den Willen GOTTES, tragend die Schmerzen
seiner Königin. Kraft ihrer Schmerzen in Einheit mit ihrem SOHNE unter dem Kreuz
wird uns das Neue Leben in CHRISTUS in siebenfacher Weise. Wer tiefer darüber
betet wird vielleicht sogar leise erkennen, welchem Bereich MARIENS er zugehört
und in dieser Erkenntnis Halt finden.
Sie stehen für die d r e i
Throne des Allerhöchsten,
in jedem Ring einer, und
alle drei sind doch nur e i n
Thron.
- Da ist ein Thron
GOTTES Seiner Selbst im Ring der Anbetung, er ist in unfassbares Licht
getaucht. Hier betet die höchste Hundertschar der Geschöpfe GOTT an, hier betet
(wieder in einem Göttlichen Geheimnis) GOTT Sich Selbst an in höchster
Heiligkeit und Liebe. Hier genügt GOTT Sich Selbst, hier kreist GOTT um Sich
Selbst, ER der HEILIGE GOTT. Kein Mensch vermag dies zu begreifen.
- Und es ist da ein
Thron GOTTES in der Schöpfung im zweiten Ring der Allmacht und Ordnung
GOTTES, von der Schöpfung errichtet, von allen Engeln und Heiligen und der
ganzen erlösten Schöpfung. Dieser Thron kann von den Engeln hierhin und dorthin
getragen werden. Hier neigt Sich der Schöpfer ‑ GOTT, der DREIEINIGE, der
Schöpfung zu. ER sieht alles, ER weiß alles, ER der GÜTIGE, WEISE, der GERECHTE
GOTT.
- Und es ist da ein
Thron GOTTES, der ist in jedem GOTTgeeinten Menschenherzen
und alle Herzen zusammen bilden diesen Thron, den Baldachin, den Tempel, darin
der LIEBENDE GOTT wohnt, und so ist GOTTES Thron
in
dem Menschen, und alle Menschenherzen bilden e i n
Herz, und so ist GOTTES Thron im Menschenherzen innerhalb der hl. Kirche
und in allen GOTTliebenden Herzen im Ring der Erlösung.
Jeder Thron ist vom
Wolkendunkel (vom Geheimnis GOTT) umgeben, denn niemand vermag GOTT zu
begreifen, weder im ersten noch im zweiten, noch im dritten Ring. Nur die
Häupter der Engel können durch das Wolkendunkel dringen (infolge der visio
beatifica) zu GOTTES Angesicht, weil von aller geschöpflichen Erkenntnis die
Erkenntnis der Engel GOTT am nächsten kommt ‑ immer MARIA ausgenommen. Aber bei
dem Thron im Menschenherzen ist es so, dass GOTT hier den Engel im Wolkendunkel
in seiner eigenen Erkenntnis l ä ß
t, wenn ER den Menschen an Sich zieht. Hier
kann der Engel GOTT nicht begreifen, während GOTT den Menschen in Liebe an Sich
zieht, hier bleibt der Engel im Dunkel, förmlich v o r
der Türe des Brautgemaches. Die Vereinigung GOTTES mit dem Menschen
bleibt GOTTES Geheimnis. Hier sind die Erzengel den Menschen am ähnlichsten, im
W a r t e n
v o r d e r
T ü r.
Auch das Herz des HERRN
war immer, da ER noch auf Erden ging, ein GÖTTLICHES GEHEIMNIS, der GEIST GOTTES
wohnte in ihm. Wie Sein Herz durchbohrt werden musste, so auch das MARIENS,
damit so viele Hüllen (Verkrustungen, Verhärtungen, Narben, satanische Hüllen)
von den Herzen der Menschen fallen. Nur so kann die Gnade Zutritt finden, können
die Gedanken frei des Menschen frei und von den Engeln erleuchtet werden
Sie stehen für den Anruf
des Herzens JESU
und die Antwort des
Herzens MARIENS
Das dreifache Verströmen
der Liebe GOTTES aus dem Herzen des Herrn ist der Grundzug der
Herz‑JESU‑Verehrung. Denn seit Golgotha fließt aus dem Erlöserherzen über Seine
Kirche und die Menschheit das Blut der Erlösung, das Wasser der Gnade, des
Lebens, der Geist der Liebe. Das Erlöserherz ist für uns ringende Menschen
d i e Zuflucht und die
Geborgenheit und der Thron der Liebe GOTTES, den wir nur an der Hand MARIENS und
über ihr Unbeflecktes Herz MARIENS erreichen. Das durchbohrte Herz der Mutter
ist die Antwort auf das durchbohrte Herz des Herrn. Das durchbohrte Herz des
Herrn ruft die Schöpfung heim, es ist wie der Sämann, der ununterbrochen das
Samenkorn Seines Blutes, Seiner Kraft des Wortes, Seiner Liebe über die
Menschheit ausstreut. Das durchbohrte Herz MARAE ist der weite Menschenacker,
auf dem die Gedanken, die Antworten der Seelen auf das Blut, das Wort und die
Liebe aufgegangen sind, wie das Samenkorn aufgeht; h i e r
im unendlich großen, weiten, durchbohrten und dem Leid geöffneten Mutterherzen
geht die Erlösersaat auf und wird vor den Augen GOTTES und aller Engel offenbar.
Im WARTEN VOR DER TÜR ist
unter allen Engelchören, ausgenommen unsere Schutzengel, dem Chor der Erzengel
das Geheimnis der Menschwerdung GOTTES am fassbarsten. Auch wir stehen
zeitlebens v o r
der Tür dieses Göttlichen Geheimnisses, mögen wir noch so oft den Herrn
empfangen haben oder IHN bei der hl. Wandlung herabholen. Erst in der Ewigkeit,
nach dem Jüngsten Tag wird sich der Schleier lösen.
Wenn uns nur etwas von der
Größe und Schönheit dieses vorletzten Chores der Engelhierarchie aufginge,
würden wir dankbar nach ihrer Hilfe greifen und ihrer Macht gegen alle
täuschende Übermacht des Feindes vertrauen! Beten wir täglich, wenn notwendig
mehrmals das Gebet zum hl. Erzengel Michael. Es gilt für alle Sieben, stellen
wir unsere Wochentage unter ihren besonderen Schutz, und wir sind schon hier auf
Erde in aller aufbrechenden Anarchie in den Herzen JESU und MARIAE geborgen.
Diese letzte Vorlage könnte auch als ein
kleines „Vademecum“ gedruckt werden. Suchen wir nach Bildern der entsprechenden
Apostel. Wo keine künstlerisch guten Bilder zu finden sind, genügen auch gute
Aufnahmen der den Toren entsprechenden Edelsteine und evt. weitere Bilder aus
der Apokalypse, die nicht unbedingt den Toren entsprechen müssen. Zu finden in
„Das Bilderbuch der Apokalypse“, „in Bd I, Einstieg in die Geh. Offbg.
en!

In Einheit mit
den hl. Engeln flehen wir Dich an,
Mutter des
Sieges, MUTTER der Barmherzigkeit,
uns zu Deinem
Dienst zu rufen.
Du kannst über
uns verfügen,
mit all dem, was
wir sind, und was wir haben,
um Dein Reich
aufzurichten,
bevor Dein SOHN
kommt,
zu richten die
Lebenden und die Toten.
Bereit für den
Kampf in Einheit mit den hl. Erzengeln,
weihen wir uns
für immer und ganz und gar Deinem Dienst!
Dir gehören wir,
o Königin des Himmels,
für Zeit und
Ewigkeit! Amen

Hinweis
Das Gebet mit dem hl. Engel ist eine große
Hilfe, dass unsere Gebete nicht Gewohnheitsache werden und ablaufen. Bevor wir
zu beten anfangen, sollen wir uns bewusst mit dem hl.
Engel verbinden und uns vor GOTT hinstellen,
als arme Bittsteller, wie vor einem hohen HERRN dieser Welt. Da reden wir auch
nicht einfach darauf los. Nicht
nur am Anfang, sondern auch zwischen drin, wenn auch nur in einem Gedanken,
sollen wir die Hilfe des hl. Engels erbitten und uns versichern, dass wir von
ihm geführt werden. Ähnlichen Rat gibt der hl. Ignatius von Loyola, darum
wiederholen wir hier auch sein Wort: „nicht die vielen Worte machen es, sondern,
dass Wort und Person des Betenden eins sind. Auch wenn wir das Gebet von
anderswoher haben, es muss wie unser eigenes sein. Das macht den wichtigen
Unterschied gegenüber den Gebeten, wie sie auch die Heiden vorbringen.
Weil es um uns um ein bewusstes Gebet mit dem
hl. Engel geht, haben die vorausgehenden Betrachtungen vor allem die Bedeutung,
uns die Notwendigkeit der Bindung an den hl. Engel bewusst zu machen. So wird
das Gebet zur Waffe im Kampf um das Reich GOTTES.
Die folgenden Gebete sind zumeist aus dem Gebetsschatz von Pfr. Weigel entnommen
(Montfort Verlag, (D - 83546 Altötting) oder zumindest im Geiste seiner
Sammlung. Damit sind sie Eigentum der Kirche und der Gläubigen. Einige sind neu,
im „Geist der Prophetie“, wie es der hl. Johannes uns in der Geheimen
Offenbarung nahe liegt. Weil die Kirche neu werden muss, braucht es Kämpfer,
Bekenner, Märtyrer, in denen der HERR selbst neu aufsteht.
Weihe an ULF vom Sieg
MARIA , Du
Unbefleckte, ohne Sünde empfangen,
Geliebte Tochter des VATERS,
MUTTER des Lebens, des Fleisch gewordenen Wortes,
Braut des
HEILIGEN GEISTES,
Du bist die
EINE, die
“….aufsteigt wie die Morgenröte,
Schön wie der
Mond, leuchtend wie die Sonne,
furchtbar wie ein Heer in Schlachtbereitschaft!“
Du bist die
MUTTER GOTTES,
die MUTTER des
ERLÖSERS,
Königin des Himmels und der Erde,
MUTTER und KÖNIGIN DES SIEGES.
Von Ewigkeit
her und durch alle Zeit,
hat GOTT an Dir
Gefallen gefunden.
Du bist und
bleibst das „Große Zeichen“.
Wir grüßen
Dich, Jungfrau MARIA,
in Göttlicher
Weisheit bestimmt
als Zeichen des
Widerspruchs und der Entscheidung,
Zeichen der Menschwerdung GOTTES.
In diesem
Zeichen wird die Treue der Engel geprüft,
in ihm steht
auch der Mensch vor Gericht.
Unsere Antwort entscheidet über unser Schicksal!
Schon da der
DREIEINIGE GOTT den Menschen
zu schaffen
beschloss,
hat ER an
Gemeinschaft mit dem Menschen gedacht..
ER begründet
sie in Dir, der „Ganz Schönen“, der Einen,
dem „Großen
Zeichen“, „schön wie der Mond“.
Du MARIA bist
Aufforderung zur Entscheidung für GOTT,
Du wirst
endlich siegen
und die Sonne
der Gerechtigkeit zurück bringen.
Gepriesen sei die Weisheit und Liebe GOTTES,
sie lässt Dich
aufstrahlen als Morgenstern,
leuchtender als die Sonne,
über dem
aufgewühlten Meer, dem Tal der Tränen!
Du bist die
„Kluge Jungfrau“,
allzeit wach und bereit auf die Wiederkunft
des GÖTTLICHEN
Bräutigams.
Gepriesen sei GOTT der VATER
unseres HERRN JESUS CHRISTUS,
VATER des
Erbarmens, der uns in Seinem SOHN
als Söhne und
Töchter in Seinem SOHN gerufen hat.
Gepriesen bis Du, herrliche,
Unbefleckte Jungfrau MARIA,
Getreueste Tochter, Magd und Braut GOTTES.
Wir danken Dir,
dass Du uns
als Deine
Kinder gerufen hast,
dass wir Dich
MUTTER nennen dürfen.
In und durch
Dich dürfen wir ahnend erkennen
die große Liebe
GOTTES für uns, Seine Geschöpfe.
In Dir und
durch Dich sind wir gerufen,
GOTT zu
verherrlichen durch Dich!
So bitten wir,
gnadenvolle MUTTER, Königin des Sieges,
um die Gnade,
dem Plan GOTTES dienen zu dürfen,
den ER im Blick
auf Dich von Ewigkeit her gefasst hat.
ER selbst hat
Dich gekrönt als Königin des Himmels.
Du sollst die
heiligen Engel rufen zu Deinem Dienst,
da sie sich
schon in der Prüfung am Anfang der Zeit
vor Dir als
ihrer Königin beugten.
Die
Triumphierende, die Streitende
und Leidenden
Kirche stehen Dir zu Diensten.
Du bist die
Königin der Engel und der Menschen,
ja der ganzen
Schöpfung,
Du bist die
MUTTER des Lebens,
die MUTTER JESU
des Siegers,
Unseres HERRN JESUS CHRISTUS.
In Einheit mit
den hl. Engeln flehen wir Dich an,
MUTTER der Barmherzigkeit,
uns zu Deinem
Dienst zu rufen.
Du kannst über
uns verfügen,
mit all dem,
was wir sind, und was wir haben,
um Dein Reich
aufzurichten,
bevor Dein SOHN
kommt,
zu richten die
Lebenden und die Toten.
Wir wollen alle
Weihen, die wir Dir geschenkt haben,
O Unbefleckte,
wiederholen.
Zusammen mit den getreuen Geistern, den hl. Engeln,
weihen wir uns für immer
und ganz und
gar Deinem Dienst!
Dir gehören
wir, o Königin des Himmels.
Gewähre, dass wir aufgeschrieben seien,
auf der
Schriftrolle in Deinem Szepter
als Zeichen
unserer Hingabe an Dich,
unserer unbedingten Liebe und Treue zu Dir.
Gib uns die hl.
Erzengel,
Kämpfer für das Reich GOTTES zur Seite,
“…die Sieben, die vor dem Thron
GOTTES stehen”.
Sie stehen als
Fürsten für das Geheimnis der Menschwerdung,
sie sind
Kämpfer und Verwalter Deiner Machtbereiche!
Dir dienen sie
als MUTTER des LICHTES,
des Lebens, des
Wortes, des Blutes CHRISTI,
für Dich treten
sie ein in den Kampf,
Scheidung und Sieg über die Schlange!
Amen. Amen.
Amen.
+
Die Kirche muss Familie
nach dem Bild der hl. Familie werden, zu dieser Familie gehört in dieser
Kampfzeit auch der hl. Engel gehören. Er wird uns tatkräftig helfen, uns von
aller Sünden- und Erdenschwere zu lösen und zu suchen „was Droben ist“. Erinnern
wir uns an den Abschnitt im Zeugnis von Gloria Polo über das wunderbare
Geheimnis der Zeugung. Wo gibt es noch wahrhaft christliche Familie,
ist die Morallosigkeit nicht in die Familie eingebrochen um sie gänzlich zu
zerstören? Auch sie muss in der Kraft der Reinheit MARIENS als Königin der hl.
Engel, der reinsten Geschöpfe neu werden.
Du hl. Mutter
unseres Herrn,
du erstes hl.
Haus unseres Herrn,
schönster Tabernakel GOTTES
und Du hl. Josef,
wir stellen das
Haus unserer Seele und unser äußeres Haus
und unsere ganze
Gemeinschaft unter eure Obhut
und unter euren
Schutz
damit sie in
Frieden bleiben,
ein Tempel GOTTES
und ein Tabernakel
für den
DREIEINIGEN GOTT
mitten unter den
Menschen.
Erfülle sie mit
deiner Liebe und Ehrfurcht und Heiligkeit,
sei du uns
Lehrmeisterin des innerlichen Lebens
und Vorbild der
Vollkommenheit,
gib uns Liebe zur
Einsamkeit und Zurückgezogenheit.
Erflehe uns die
Gnade der Vereinigung mit GOTT,
tiefer Sammlung
und beständiger Aufmerksamkeit
auf die Anregung
der Gnade,
der Losschälung
von allen irdischen Dingen und Eitelkeiten.
Lasse uns alle
Handlungen in reiner Absicht verrichten.
Lasse uns in GOTT
allein unsere Ruhe finden
und wie du
vollkommen treu in Seinen Willen ergeben sein.
Du Himmlische
Hausmutter
und du, hl.
Josef, unser Hausvater ,
legt eure
schützenden Hände über diese kleinste GOTTESstadt,
über unsere
irdischen Häuser
und über unsere
ganze Gemeinschaft,
die wir euch
anempfehlen und weihen.
Weiset ab
in sieghafter Macht alle höllischen Angreifer,
seien sie geistig
oder im Menschen versteckt,
die dieser
Gemeinschaft und ihren inneren und äußeren Gütern
in der jetzigen
und kommenden Zeit Schaden könnten.
Weiset
sie ab mit der ganzen Kraft eurer hl. Berufung,
mit der ganzen
Kraft der Passion des HERRN,
mit der ganzen
Kraft eurer hl. Liebe,
mit der ganzen
Kraft der hl. Engel,
damit wir wie in
Nazareth in Frieden leben
und in allem
Eifer und in aller Treue das vollbringen,
was GOTT von uns
will.
Dann wird, o
GOTT, die Unbegreiflichkeit
Deiner heiligsten
Absichten zu Licht werden für uns alle.
Amen.
In MARIA fließt auf
wunderbare Weise das BLUT CHRISTI. Sie hat es in der Passion aufgenommen. Wie
erschütternd ist die Szene im Film Passion, wo sie das bei der Geißelung
herausgeschlagene Blut von den Steinen aufwischt. Schon in der Verkündigung
dringt es in sie ein. In der Passion wird es zum Blutschleier, in der
Himmelfahrt Kraft der Heimkehr für die ganze Schöpfung. Geheimnisvoll ist der
hl. Engel, der mit uns in den Kampf gerufen ist, in diese Gnade des Blutes
CHRISTI hineingerufen. Es ist auch für ihn ein Neuwerden hin zur Vollendung.
Durch das Blut CHRISTI hat er kämpfend Teil an den Erlösergnaden CHRISTI, die
wir bis jetzt so wenig zu nützen wussten, die heute vergessen, verleugnet sind.
Darum ist auch unsere Einheit mit ihm letztlich ein Geheimnis des Blutes
CHRISTI, in dem die ganze Schöpfung eins wird. In diesem Sinne wollen wir in
Einheit mit ihm dieses Blut preisen Tag und Nacht.
Gedenkend an die Passion JESU, die
uns jeden Donnerstagabend, jeden Freitag auf dem Kreuzweg und in den drei
Stunden JESU am Kreuz neu stärken sollte.
Heiligstes, Kostbares BLUT unseres Herrn,
Du Feuerherd der
Göttlichen Sonne inmitten erstarrter, weltverfangener Herzen!
Steh wie ein
Flammenzeichen der ewigen Heimat über dem Land,
damit niemand
Dich übersehe, niemand Dich schände, Dich leugne!
Steh wie ein
Wetterleuchten über den Ruinen von Liebe und Reinheit
und komme nicht
zu strafen, sondern zu erlösen!
Rinne in der
Wandlung über die Arme Deiner Priester bis in die Schlupfwinkel der Verlorenen,
der Gestrandeten,
der Abgestürzten, warm und voll Liebe stürze Dich in ihre Herzen!
Finde keine
Mauer, die Dich hält, keinen Abgrund, den Du nicht füllen könntest, um die
Beute
zu heben und zu
halten und heimzubringen an Dein Herz, Dein dornenumwundenes Herz.
Amen.
BLUT CHRISTI, wir
preisen Dich!
BLUT CHRISTI, des
GOTTESSOHNES,
BLUT CHRISTI, des
verheißenen Messias,
BLUT CHRISTI,
eingehüllt in das Geheimnis der GOTTmenschlichkeit,
BLUT CHRISTI, aus
dem Willen des VATERS,
BLUT CHRISTI, aus
der Liebe des SOHNES,
BLUT CHRISTI, aus
der Zeugungskraft des GEISTES,
BLUT CHRISTI, in
Seiner Fülle über alle Erkenntniskraft erhaben,
BLUT CHRISTI, in
das menschliche Blut eingegossen,
BLUT CHRISTI, im
Herzen der Allerreinsten Jungfrau geworden,
BLUT CHRISTI, im
Leib der Auserwählten GOTTESmutter gewachsen,
BLUT CHRISTI, das
in Seiner Glut die Seraphim blendet,
BLUT CHRISTI, das
in Seiner Kraft die Schwerter der Cherubim zerbricht,
BLUT CHRISTI,
dessen Liebe alle Fesseln sprengt,
BLUT CHRISTI, das
die Himmel erglühen macht,
BLUT CHRISTI, das
in Seiner Barmherzigkeit die Erde aufjauchzen macht,
BLUT CHRISTI, das
in Seiner Demut die Hölle verstummen macht,
BLUT CHRISTI, das
sich unaufhaltsam den Weg bahnt,
BLUT CHRISTI, das
die tiefsten Abgründe füllt,
BLUT CHRISTI, das
jeden Sünder trägt,
BLUT CHRISTI, das
jeden Tag am Altar neu geboren wird,
BLUT CHRISTI, das
jeden Tag von den Menschen gekreuzigt wird,
BLUT CHRISTI, das
jeden Tag in unseren Herzen neu aufersteht,
BLUT CHRISTI, das
jeden Tag unsere Liebe mit zum VATER empor nimmt,
BLUT CHRISTI, das
uns ernährt und reinigt,
BLUT CHRISTI, das
uns wandelt und alle eint,
BLUT CHRISTI, das
die Zeit in der Ewigkeit ertrinken macht,
BLUT CHRISTI,
unsere Wonne in alle Ewigkeit,
BLUT CHRISTI, in
dem wir sein und bleiben wollen für immer,
BLUT CHRISTI, das
wir loben und preisen wollen in Ewigkeit! Amen.
GOTT ist immer, besonders in schweren Zeiten
der Prüfung unser VATER, der uns helfen will, wo immer wir stehen, wie immer wir
vor IHM sind: arme Sünder, die doch vertrauend zu IHM aufschauen. Oft scheint
es, dass die Hilfsmittel der Kirche: die Sakramente, das Wort GOTTES, die
Führung durch den Priester, nicht ausreichen. Doch immer liegt es dann daran,
dass sie uns nicht in der rechten Weise zukommen oder nicht in rechter Weise
aufgenommen werden. Darum sendet Er uns außerordentliche Hilfe: das ist die
besondere Bedeutung der Zeichen der Zeit. die uns prophetisch von Menschen mit
Charismen, gedeutet werden, die GOTT dazu berufen hat. Doch auch da bleiben wir
letztlich allein, ja wir sind sogar in Gefahr, auch diese Hilfe falsch zu
verstehen, wenn wir meinen: „jetzt verstehen wir es besser als die Anderen!“
Schon haben wir es, oft ohne es zu merken auf die Seite der Pharisäer gestellt,
ob traditionell oder modern, die es besser wissen. Wir sind in Gefahr
abzurutschen in falsche Strömungen wie die
der „christlichen Sekten“ die des Ostens, des New Age, für die das Wissen alles
bedeutet.
Darum will uns GOTTES Erbarmen eine weitere
Hilfe wieder aufschließen, die wir selbst in der Kirche ganz vergessen haben. ER
selbst will uns führen. durch unseren Schutzengel. Ist er doch unser heiliger
Begleiter von der Taufe an, Es gibt wohl kaum einen Heiligen, der diese Hilfe
nicht verspürt hat. Denken wir an die Vorbereitung der Kinder von Fatima durch
den hl. Engel von Portugal. Es ist dies
d i e Hilfe GOTTES für Dich persönlich, denn
jeder von uns hat eine ganz eigene Berufung, um die letztlich nur GOTT weiß und
die MUTTER. Diese Hilfe wird erst wirksam, wenn wir lernen, auf seine Stimme in
unserem Gewissen zu hören. Es ist nicht eine Stimme, wie wir sie haben, wir
müssen ihn in uns spüren.
Alle Hilfe, die von außen kommt, ist in
Gefahr, verdreht oder missdeutet zu werden. Der Böse ist schlau. Doch wer GOTT
wirklich aus ganzem Herzen liebt, der wird bald die Täuschung des Feindes
erkennen. Zeichen, dass der hl. Engel zu uns „spricht“ ist immer ein tiefer, von
Innen kommender Friede. Das müssen wir einüben, Tag für Tag und Stunde für
Stunde, immer und überall, denn wie leicht ist es, heute den Weg zu verlieren.
Langsam werden wir erkennen, die ständige Gegenwart des hl. Engels an unserer
Seite ist eine große Gnade, gibt Sicherheit selbst in schwerer Stunde.. Das
folgende Versprechen will uns daran erinnern. Im Anfang sollte wir es täglich
schon am Morgen beten und uns abends fragen in der Gewissenerforschung, ob wir
an unseren guten Begleiter gedacht, ihn um Hilfe gebeten und solche Hilfe auch
erfahren haben. Gerade weil unsere Zeit so laut ist, müssen wir lernen, mehr
nach Außen und nach Innen zu schweigen. Nicht die Geduld verlieren, die wahren
Heilmittel, auch bei GOTT arbeiten organisch, doch sie wirken sicher. In
Bedrängnis gilt es das Sturmgebet zu beten und uns der hl. Erzengel zu erinnern!
Heilig; Heilig, Heilig, bist DU HERR
DER HEERSCHAREN: Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit!
Wir knien vor Deiner Majestät und
danken Dir, o GOTT., dass Du jedem von uns einen himmlischen Begleiter zu Seite
gestellt hast, der uns nach Deinem Willen führt, zu Deiner Ehre hinleitet und
uns Deine Liebe offenbart.
Wir versprechen hier, vor Deinen
Augen, diesen unserem Begleiter wie einen Bruder zu lieben und auf ihn zu
horchen, wenn er in der Stimme des Gewissens zu uns redet. Er soll uns sicher
zum Himmel führen!
HERR JESUS CHRISTUS, unser Erlöser,
nimm meine Hand und lege sie in die Hand meines Engels und zeichne das Zeichen
der Erlösung darüber als Deinen Segen zu unserem Heil. Im Namen des VATERS, der
SOHNES. des HEILIGEN GEISTES. Amen
Ein Schritt weiter ist die Weihe an den
Schutzengel,
man siehe dazu den Text mit Einführung
„Weihe an MARIA und den hl. Engel“ im Benedetto Verlag, erst kürzlich
erschienen.
Allmächtiger, ewiger, dreieiniger
Gott! Ehe wir deine Diener, die heiligen Engel, beschwören, fallen wir vor dir
auf die Knie nieder und beten dich an, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du seist
gelobt und gepriesen in Ewigkeit! Alles, was du geschaffen, möge dich anbeten
und lieben und dir dienen, du heiliger, starker, unsterblicher Gott!
Auch du, Maria, Königin der
Engel, nimm unser Flehen zu deinen Dienern gnädig an und leite es weiter, du
Mittlerin der Gnaden, zum Thron des Allerhöchsten, auf dass wir Gnade, Rettung
und Hilfe finden. Amen.
Ihr großen,
heiligen Engel, ihr seid uns von Gott zu unserem Schutz und zu unserer Hilfe
gegeben.
Wir beschwören
euch im Namen des dreieinigen Gottes - eilet, uns zu helfen!
Wir beschwören
euch im Namen des kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus
Wir beschwören
euch im allvermögenden Namen Jesu
Wir beschwören
euch durch alle Wunden unseres Herrn Jesus Christus
Wir beschwören
euch durch alle Martern unseres Herrn Jesus Christus
Wir beschwören
euch durch das heilige Wort Gottes
Wir beschwören
euch durch das Herz unseres Herrn Jesus Christus
Wir beschwören
euch im Namen der Liebe Gottes zu uns Armen
Wir beschwören
euch im Namen der Treue Gottes zu uns Armen
Wir beschwören
euch im Namen der Barmherzigkeit Gottes zu uns Armen
Wir beschwören
euch im Namen Mariä, der Königin des Himmels und der Erde
Wir beschwören
euch im Namen Mariä, eurer Königin und Herrin
Wir beschwören
euch im Namen Mariä, der Mutter Gottes und unserer Mutter
Wir beschwören
euch bei eurer eigenen Seligkeit
Wir beschwören
euch bei eurer eigenen Treue
Wir beschwören
euch bei eurem Kämpfertum für das Reich Gottes
Wir beschwören
euch - decket uns mit eurem Schilde
Wir beschwören
euch - schützet uns mit eurem Schwert
Wir beschwören
euch - leuchtet uns mit eurem Lichte
Wir beschwören
euch - rettet uns unter den Schutzmantel Mariens
Wir beschwören
euch - bergt uns im Herzen Mariens
Wir beschwören
euch - legt uns in die Hände Mariens
Wir beschwören
euch - zeigt uns den Weg zum Tor des Lebens; dem geöffneten Herzen unseres Herrn
Wir beschwören
euch - geleitet uns sicher zum himmlischen Vaterland
All ihr neun
Chöre der seligen Geister - eilet, uns zu helfen
Ihr Engel des
Lebens
Ihr Engel der
Kraft des Wortes Gottes
Ihr Engel der
Liebe
Ihr unsere
besonderen, uns von Gott gegebenen Begleiter
Heiliger
Erzengel Michael, du
Fürst der himmlischen Heerscharen, du Besieger des höllischen Drachen, du hast
von Gott die Kraft und die Macht erhalten, durch die Demut den Hochmut der
Mächte der Finsternis zu vernichten! Wir beschwören dich, verhilf uns zu einer
wahren Demut des Herzens, zu einer unerschütterlichen Treue, den Willen Gottes
immer zu erfüllen, zu einem Starkmut in Leid und Not. Hilf uns zu bestehen vor
dem Richterstuhle Gottes.
Heiliger
Erzengel Gabriel, du
Engel der Menschwerdung, du getreuer Bote Gottes, öffne unsere Ohren auch für
die leisen Mahnungen und Lockrufe des liebenden Herzens unseres Herrn. Sei uns
immer vor Augen, wir beschwören dich, dass wir das Wort Gottes recht verstehen,
ihm nachgehen und gehorchen und das vollbringen, was Gott von uns will. Verhilf
uns zu einer wachen wachen Bereitschaft, dass uns der Herr, wenn er kommt, nicht
schlafend finde.
Heiliger
Erzengel Raphael, du
Liebespfeil und Arznei der Liebe Gottes! Verwunde, wir beschwören dich, unser
Herz durch die brennenden Liebe und lasse diese Wunde nie heilen, damit wir auch
im Alltag immer auf dem Weg der Liebe bleiben und durch die Liebe alles
überwinden.
Helft uns, ihr
großen heiligen Brüder, Mitknechte vor Gott. Schützet uns vor uns selbst, vor
unserer eigenen Feigheit und Lauheit, vor unserer Ichsucht und Habsucht, vor
unserem Neid und Misstrauen und unserer Gier nach Sattwerden, Annehmlichkeiten
und Anerkanntsein. Löst uns von den Fesseln der Sünde und Anhänglichkeit an
Irdisches. Nehmt uns die Binde von den Augen, die wir uns selber umgetan haben,
damit wir die Not um uns nicht zu sehen brauchen und geruhsam uns selbst
betrachten und bemitleiden können. Setzt uns den Stachel der heiligen Unruhe
nach Gott in unser Herz, damit wir nicht aufhören, Gott zu suchen in Sehnsucht
und Reue und Liebe. Helft uns im Kampfe mit den Mächten der Finsternis, die uns
heimlich umschleichen und bedrängen. Helft uns, dass niemand von uns verloren
gehe und wir einmal jubelnd in ewiger Seligkeit vereint seien. Amen.
Hingeworfen vor Deiner GÖTTLICHEN MAJESTÄT,
möchte ich, armer
Sünder.........,
mich DIR, O
Heiliger. Dreieiniger GOTT,
ganz unterwerfen
und erbitte mir von DIR,
die besondere
Gnade der Weihe an St. Michael,
Deinen demütigen
Knecht
und den Führer
der Himmlischen Heerscharen.
Durch sein Wort,
“Wer ist wie GOTT”
strahlt er unter
all seinen Brüdern hervor.
DU hast seine
Treue in Liebe gesegnet und
ihn erhoben in
dieser Zeit zu der Aufgabe,
Deinen
unbegreiflichen Willen zur Erlösung
und Vollendung
aller Dinge in CHRISTUS auszuführen.
Durch diese Weihe
und
zusammen mit meinem treuen Schutzengel,
will ich mich
ganz und gar in den Dienst
Deines
unbegreiflichen Willen stellen,
dass werde und
siege Dein Königreich ....
”auf der Erde,
unter der Erde und im Himmel”
und alle
erkennen: JESUS CHRISTUS IST DER HERR!“
Nimm alles von
mir und verbrenne alles,
was mich an
solcher vollkommenen Hingabe
und Bereitschaft
hindere.
Mache mich, o
glorreicher Prinz,
zu einem heiligen
Boden, zu einem Land MARIA,
zu einer würdigen
Bleibe für Unseren HERRN.
Komme HERR JESUS,
komme
und nimm Deine
Engel mit Dir.
Erobere in mir
alles Land, das Du geschaffen,
alles Land, das
Dir geweiht ist,
insbesondere das Land meiner Brüder, der Priester.
Lass diese
heilige Einheit mit und durch St. Michael
und seine Engel
die so lang ersehnte Einung
von Engel, Mensch
und Schöpfung vollbringen,
eine
vollkommenere Gemeinschaft der Heiligen,
der
Triumphierenden, der Leidenden
und der
Kämpfenden Kirche.
Die ganze
Schöpfung soll widerhallen
den Lobpreis der
Immaculata
und künden den
Sieg derer,
die ihre Kleider
gewaschen haben im Blut des Lammes:
Sie sind weiß
durch MARIA,
rot durch das
Kostbare Blut des HERRN,
sie
haben teil an der Herrlichkeit des Kreuzes.
In ihnen
vollendet sich der Schlachtruf St. Michaels:
Wer ist wie
GOTT?“ Amen
gilt für die Familie,
Gemeinschaft etc.
Ewiger
Hohepriester der heiligen Kirche und aller Menschen, Ewig gezeugter vom Vater,
Ewig den Geist Hauchender!
Du bist der Herr
Himmels und der Erde. Dein sind alle Geschöpfe, Engel und Mensch und alle Natur.
Du hast die Engel vor dem Menschen erschaffen. Du wirst kommen mit deinen
Engeln, über uns Menschen Gericht zu halten.
Gib sie uns zu
Freunden und Helfern. Deine Kraftgewaltigen, dass sie uns Licht seien in diesen
dunklen Tagen, dass sie uns Retter seien aus den Schlingen des Bösen! Lass uns
ihre Hand ergreifen und ihre Kraft unsere Kraft werden!
Lass diese Worte
Weihe sein vor deinen Augen von allem. was wir sind und haben, an DICH, unsern
Herrn, durch Deine Engel!
Unsere Bindung an
die Engel seine Kraft wie eine Schliesse um unsere Hände legt, die DICH
umschliessen.
Lass diese Worte
in Dein Herz geschrieben sein. Vater im Himmel, als eine Weihe der Welt (der
Diözese, Pfarrei, Familie), an deine Engel!
Lass diese Worte
in Deine durchbohrten Hände geschrieben sein. Herr JESUS CHRISTUS, zum Zeugnis
dieser Weihe!
Lege DU, HEILIGER
GEIST, Deinen Hauch zum Neuwerden über diese Worte, als Worte der Kirche, die DU
führst und leitest!
Und lass DU,
DREIEINIGER GOTT, auf die Fürbitte MARIENS, der Königin aller Engel, die Gnade
Deines Segens darüberfliessen! Amen.
Die
Priestergemeinschaften im Werk der Hl. Engel

Uebersicht
AN DER HAND
MARIENS UND DES HL. ENGELS
1
Vorwort
3
Weg mit dem hl. Engel
4
Seine Aufgabe an uns
4
Ohne die MUTTER gibt es keinen Weg zum hl. Engel,
5
Weil der hl. Engel Geist ist,
ist er uns von Natur aus fremd.
6
MARIA, die Engelreine, vermittelt
7
„Verkündigung an MARIA“ für uns
8
Den hl. Engel neu kennen lernen
9
Er ist noch „unsichtbarer“ geworden
10
Der Feind immer sichtbarer
11
Engel und Heiligkeit GOTTES
12
Wir stehen in der Apokalypse
13
Fatima und der hl. Engel
14
I. Teil: MARIA, das „GROSSE ZEICHEN“
20
Weg mit dem hl. Engel, immer mit und durch MARIA!
20
Guadalupe im Spannungsbogen
von Genesis und Geheimer Offenbarung
20
Das Geheimnis des Bildes von Guadalupe
21
Überforderung und Gleichgewicht, 2 Kor 4,7-15; Mt 5,27-32
22
MARIA und die Schlange,
25
Eine erste Einstimmung auf MARIA zu Offb 11,19
25
Einstimmung auf die Schmerzen MARIAE
26
Text 12,1 - 6: Das große Zeichen MARIENS
27
„Wird der MENSCHENSOHN, wenn er wiederkommt, noch Glauben finden?“ Lk 18,8
30
Fatima aktuell
40
„Gesetzlosigkeit“
41
ST.GABRIEL, Engel der
Rechenschaft
46
Der Bezug zur Apokalypse
46
Wer nicht glaubt, wird nicht „bleiben“
47
Notwendigkeit tiefer Gewissenserforschung
49
„Engelprüfung“
50
„Neu-Evangelisierung“ durch das Zeugnis im Licht
51
Zeugnis durch das Angesicht
JESU
52
II. Teil: „Suchet Sein
Angesicht“
53
ANGESICHT und Gehorsam
53
Fünf Schritte zur Erkenntnis GOTTES
55
Ruf zur Nachfolge
61
Durchschauen
65
MARIAS BESUCH BEI ELISABETH,
Lk 1, 35 -48
69
Liebe sucht das Antlitz GOTTES wie des Bruders
74
III. Teil: Umkehr
79
Wenn der HEILIGE GEIST kommt, wird er die Welt
überführen
82
„Wo bist du, Adam!“ Ein „protestantischer“ Weg?
82
„Wer nicht sammelt…“
88
„Sich GOTT verweigern“
90
IV. Teil: Wege der Läuterung
91
Einfalt und Vielfalt
91
Bussandacht
95
Fruchtbare Beichte
97
Begegnung mit dem HERRN
97
Wissen um die je persönliche Schuld
98
„Meine je eigene Schuld“
99
Wie in der Stunde des Sterbens
99
Aktuelle und Wurzelsünde
99
Länge, Breite und Tiefe der Lossprechung
100
Erkannt und ausgesprochen
100
„Stufenbeichten“
100
V. Teil: Kampf
101
Wir stehen im Gericht
101
Das Licht Luzifers
Fehler! Textmarke nicht definiert.
Vom Antichristen
108
Der Verrat des Judas (Mt 26,14‑16),
112
Die einfachere Lösung Mohammeds
116
VI Teil: „Ganz schön bist Du, MARIA“
120
MARIA siegt durch ihre Schönheit
120
Mystische Rose
120
Überwindung der Erdenschwere
121
Die Sendung MARIENS in der ALLMACHT GOTTES
124
Schutzengel „aktuell“
130
BERUFUNG
mit dem hl. Engel
132
Gebet als Hingabe an GOTT
134
1. Hingabe des ganzen Menschen
134
2. Unterscheidung
134
3. Beten kann nur der Neue Mensch im HEILIGEN GEIST:
135
I. Vom inneren und vom äußeren Beten
136
Über die Gebetshaltungen:
136
II. Das Gebet mit dem Engel
137
III. Gebet und Betrachtung
138
IV. Gebet und Sühne
139
V. Das Gebet mit den Tabernakelengel
140
Immer ist die Hlst Eucharistie die Mitte
141
VI. Die sieben Erzengel als Helfer in unserem Gebet
142
Die hl. Engel, Träger christlicher Lebensordnung
Fehler! Textmarke nicht definiert.
Die heilige Wandlungskraft des Kirchenjahres
Fehler! Textmarke nicht definiert.
Die hl. Erzengel im Dienst MARIENS
Fehler! Textmarke nicht definiert.
Kirche ohne Makel
Fehler! Textmarke nicht definiert.
Wochenkalender der sieben Erzengel,
nach der Ordnung der Votivmessen
Fehler! Textmarke nicht definiert.
III. Die Ordnung der 12 Tore des Neuen Jerusalem (Offb 21,10ff)
Fehler! Textmarke nicht definiert.
Die E r z e n g e l als Träger christlicher Lebensordnung
Fehler! Textmarke nicht definiert.
(Kurze) Weihe an die MUTTER vom Siege
Fehler! Textmarke nicht definiert.
VII. Teil: Schlusskapitel: „Schweigend und gehorchend…“
144
MARIA und der hl. Engel
144
Der Anteil des hl. Engels in unserer Betrachtung: Durchschauen, Durchdringen
144
Weisheit und Wissen
145
Unsere Mitarbeit
145
Die „Arbeit der Betrachtung“
146
Äußerer und innerer Raum der Stille
146
Reinheit des Herzens, Gespräch
147
SEIN Wort für uns
147
Das „Lied in allen Dingen“
148
„Erkennen“, Fundament und Heilsplan
148
Im Schweigen und Gebet wird die Gestalt des Neuen Lebens.
150
Fassen wir zusammen:
151
Gebete mit dem hl. Engel
151
Weihegebet an MARIA und Joseph
154
Die Siegeskraft des Blutes CHRISTI
156
BLUT CHRISTI in der Passion
156
Loblied auf das Kostbare BLUT CHRISTI
156
Kurzer Hinweis auf die
Bedeutung unserer Bindung an den Schutzengel
157
Schutzengelversprechen.
158
STURMGEBET ZU DEN HL. ENGELN
158
KAMPFWEIHE AN ST. MICHAEL
160
Allgemeines Weihegebet an die hl. Engel
161
ÜBERSICHT
161