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Das Gebet

   
   





  

Christus ist unser Alles beim Beten:
Quell der Gnade und Lehrmeister.

Das Gebet
Durch Christus unsern Herrn im heiligen Geist in Vereinigung mit Gott.

 

1. Kreis: Wirkungsvolle Gemeinschaft beim beten und Ursache der Wirkung. 2. Kreis: Wirkung des Gebetes
3. Kreis: Ausdrucksform 4. Kreis: Inhalt

 

Ein göttliches Geschenk

Eine der grössten Gnaden, welche der liebe Gott den sündigen Menschen erweist, ist die, dass sie zu ihm beten können. Was könnte es auch für ein Geschöpf Wünschenswerteres geben, als dass es mit seinem Schöpfer wie ein Kind mit seinem Vater reden darf? Was kann es für uns verbannte Kinder Evas Tröstlicheres geben, als dass wir in allen Anliegen des Leibes und der Seele zu unserem gütigsten Vater im Himmel Herz und Hand erheben, und ihn um seine Hilfe, seinen Beistand, seine Gnade bitten dürfen? Unsere Freude über solches Glück muss um so grösser sein, als uns der allmächtige, allgütige, unendlich wahrhaftige und treue GOTT versprochen hat, alle unsere Bitten zu gewähren, wenn wir nur auf die rechte Weise und um solche Dinge bitten, die zur Erreichung der ewigen Seligkeit notwendig und förderlich sind. «Bittet, so wird euch gegeben werden» (Mt 7,7), hat der göttliche Heiland gesagt; und wiederum: «Wahrlich, wahrlich ich sage euch, wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bitten werdet, so wird er es euch geben... Bittet, so werdet ihr empfangen, auf dass eure Freude vollkommen werde.» (Joh 16,23f). Durch solche Verheissungen aus dem Munde GOTTES ermutigt, sollten wir armselige Menschen nicht ablassen, allzeit zu beten, damit wir, aus allen Gefahren dieses Lebens errettet, einst würdig befunden werden, vor dem Menschensohne zu bestehen, wenn er kommen wird, uns zu richten. Würden alle Christen die Verheissungen, die Jesus Christus dem frommen und anhaltenden Gebete gegeben hat, ernstlich erwägen und seine unendlich gütige Aufforderung, in allen Anliegen zu ihm ihre Zuflucht zu nehmen, befolgen, es würden alle selig werden. Weil aber die meisten Menschen, in das Zeitliche versenkt und zerstreut, es unterlassen, zum lieben GOTT ernstlich zu beten, darum gehen die meisten ewig verloren, und ihre furchtbarste Gewissenspein wird die ganze Ewigkeit hindurch der Gedanke sein. dass sie so leicht hätten selig werden können, wenn sie nur gebetet hätten, und dass sie jetzt ewig von GOTT getrennt und verstossen sind, weil sie nicht gebetet haben, solange die Zeit der Gnade noch währte.

Es ist freilich gewiss, dass nicht jedes Gebet erhört wird. Der Grund davon ist aber der, weil nicht immer in der rechten Weise gebetet wird. Wer erhört werden will, muss mit Demut, mit Vertrauen, mit Eifer und mit Beharrlichkeit beten. Dazu ist erfordert, dass man sich bemühe, die hl. Gebote GOTTES zu beobachten und ein frommes christliches Leben zu führen. Eine besondere Kraft und Wirksamkeit hat das Gebet derjenigen. die es sich angelegen sein lassen, alle ihre Werke in Vereinigung mit den Verdiensten Jesu und Maria zu verrichten. Hierüber hatte Anna Katharina einst folgende Anschauung:

«Ich war in einem grossen. leuchtenden Raume, der sich, je länger ich in die Runde sah, um so mehr erweiterte. Mir wurde gezeigt, wie es mit unseren Gebeten vor GOTT beschaffen ist. Sie wurden wie auf grosse weisse Tafeln aufgezeichnet, und sie schienen in vier Klassen abgeteilt. Einige Gebete wurden mit prächtigen goldenen Buchstaben aufgeschrieben, andere mit silberglänzender Farbe, andere mit dunkler, und wieder andere mit schwarzer Farbe, und durch diese wurde ein Strich gezogen. Ich sah dies mit Freude an; doch war mir bang, dass ich dies zu schauen nicht würdig sei, und wagte kaum, meinen Führer zu fragen, was dies alles bedeute. Er gab mir zur Antwort: «Was aufgezeichnet ist mit goldenen Buchstaben, ist das Gebet derjenigen, die ihre guten Werke ein für allemal mit den Verdiensten Jesu Christi vereinigt haben und diese Vereinigung öfter erneuern; die dabei aber auch sich sehr angelegen sein lassen, seine Gebote zu halten und sein Beispiel nachzuahmen. Was aufgezeichnet ist mit Silberglanz, ist das Gebet jener, die an diese Vereinigung mit den Verdiensten Jesu Christi nicht denken, die aber doch fromm sind und in der Einfalt des Herzens beten. Was mit dunkler Farbe aufgeschrieben ist, ist das Gebet derer, die nicht ruhig sind, wenn sie nicht oft beichten und kommunizieren und täglich gewisse Gebete verrichten, die dabei aber doch lau sind und das Gute nur aus Gewohnheit tun. Was endlich mit schwarzer Farbe geschrieben und wieder durchstrichen wird, ist das Gebet solcher, die ihr ganzes Vertrauen auf mündliche Gebete und auf ihre vermeintlich guten Werke setzen, aber die Gebote GOTTES nicht achten und ihren bösen Begierden keine Gewalt antun. Dies Gebet hat kein Verdienst vor GOTT, darum wird es durchgestrichen. So werden auch die guten Werke jener durchgestrichen, die sich zwar viele Mühe geben, etwas Gutes zu stiften, dabei aber ihre Ehre und zeitliche Vorteile im Auge haben.»

Ganz besondere Kraft hat auch das Gebet, welches mit ausgespannten Armen verrichtet wir «Diesem Gebet widersteht GOTT nicht», pflegt Anna Katharina zu sagen, «denn sein eigener Sohn hat so bis in den Tod im Gebet treulich ausgeharrt.» Einst sagte sie: «Ich erhielt auch einmal die Weisung, dass ein lebendiges Vertrauen in Einfalt alles wesentlich und zur Substanz mache. Diese beiden Ausdrücke gaben mir einen grossen Aufschluss über Wunder und Gebetserhörung.» Über das Gebet, welches vor Gnadenbildern verrichtet wird, äusserte sie einmal: »Oft bin ich über das hl. Kreuz in Koesfeld unterrichtet worden, es sei von GOTT an diesen Ort geknüpft, auf dass hier ein Widerstand gegen das Böse sei, wie allerorten, wo solche Heiligtümer verehrt werden. Das Wunderwirkende aber ist die Heftigkeit des vertrauenden Gebetes. Gar oft sehe ich das Kreuz in geistigen Prozessionen geehrt und sehe dabei jene erhört und von Übeln verschont, welche die Gnaden mit Vertrauen durch dasselbe empfangen; andere aber sehe ich in Nacht gehüllt.»

Das hl. Evangelium macht es uns Christen zur Pflicht, auch für unsere Nebenmenschen zu beten. Wie wichtig und zugleich wie wirksam es ist, für andere zu beten, erhellt aus folgenden Worten Anna Katharinas. Sie sagte einst: «Ich habe von Kindheit auch die Gewohnheit gehabt, abends für alle Unfälle, Sturz, Ertrinken, Brand u. dgl. zu beten, und dann sehe ich immer nachher mehrere Bilder von solchen Unfällen, welche besonders glücklich ablaufen; wenn ich dieses Gebet aber unterlassen habe, so höre oder sehe ich immer irgendeinen grossen Schaden, woraus ich nicht nur die Notwendigkeit des speziellen Gebetes sehe, sondern auch den Nutzen, wenn ich diese Art meiner Überzeugung und inneren Ermahnung mitteilte, weil auch andere dadurch zu diesem Liebesdienste des Gebetes können angeleitet werden, die nicht wie ich die Wirkungen sehen.»

Das fürbittende Gebet

Von der Kraft und Wirksamkeit des fürbittenden Gebetes der Gerechten auf Erden und der Heiligen im Himmel zeugen folgende Gesichte. Anna Katharina erzählte eines Tages: «Ich befand mich in einem weiten Raume ohne irdische Naturörtlichkeit. Der Boden, der mich trug, oder über dem ich schwebte, war durchsichtig wie ein Flor. Zu meinen Füssen hinab sah ich die Erde wie Nacht und sah doch viele Bilder auf ihr. Rings um die Mitte, in der ich stand, erschienen durchsichtig im unbegrenzten Raume Geisterscharen in Chören. Es waren nicht eigentlich Heilige, es schienen betende Seelen, welche von unten und oben nahmen und austauschten. Sie nahmen Gebet, sie beteten, sie hüteten und flehten Hilfe von höheren Chören herab, welche auf ihr Flehen aus höheren Regionen Hilfe sendend bald mehr, bald weniger ins Licht traten. Die Höheren waren die Heiligen. Die mich Umgebenden schienen Seelen, welche der Herr bestimmt, allerlei Gefahren der Erde zu sehen und Hilfe zu erflehen. Jedes Amt, jeder Stand auf Erden schien da seine betenden Seelen zu haben. Alles um mich her war im wohltätigen Wirken; ich betete auch, denn ich sah tausend Not, und GOTT sandte auch Hilfe durch seine Heiligen, und die Wirkung war augenblicklich durch unerwartet eintretende Hindernisse des Übels, scheinbare Zufälligkeiten, Sinnesänderung u. dgl. So sah ich z.B. todkranke, unbussfertige Menschen auf Gebet sich bekehren, das Sakrament empfangen. Ich sah Leute gefährlich stürzen, ins Wasser fallend auf Gebet gerettet werden, und immer, als wäre es schier unmöglich gewesen. Ich sah, was einzelnen Verderben bringen sollte, wie durch eine Hacke hinweggerissen durch Gebet, und bewunderte die Gerechtigkeit GOTTES.» »Mein Führer ermahnte mich wieder», sagte sie eines Tages, «zu beten und alle meine Bekannten zum Gebet für die Bekehrung der Sünder und besonders um Glauben und Festigkeit für die Priesterschaft zu bitten; denn es stehe eine sehr schwere Zeit bevor. Die Verwirrung werde immer grösser werden.»

Ein anderes Mal erzählte sie: «Ich ward von meinem Führer wie auf einer unendlich hohen Treppe emporgeführt und sah noch einzelne andere Betende von andern Punkten wie auf Fäden hinaufgeleitet. Ich stand oben, etwa fünf Stufen tiefer als eine grosse, wunderbar leuchtende Stadt oder Welt. Es tat sich vor mir wie ein unbeschreiblich grosser blauer Vorhang nach beiden Seiten auseinander, und ich sah nun in die glänzende Stadt hinein. Alle Reihen der Paläste und Blumengärten liefen nach dem Mittelpunkt zu, in welchem alles noch viel leuchtender war, so dass man nicht hindurchblicken konnte. Wohin ich mich im Schauen mit meiner Begierde wendete, tat sich mir eine andere Ordnung der Heiligen und der Engel auf, und ich flehte durch alle Chöre der Heiligen und alle Chöre der Engel um Fürsprache an. Ich sah, dass die Jungfrauen und die Märtyrer ihre Fürbitte zuallererst darreichten vor dem Throne GOTTES, und dass die Chöre dann vortraten und die allerheiligste Dreifaltigkeit wie eine Sonne aus den Wolken sich zu nähern schien.

Ich sah nun diese Chöre wie viele kleine Lichtgestalten, wie Lichtengel im Licht ganz klein und fein und tief hinauf. Ich sah Cherubim und Seraphim, geflügelte Engel. Ihre Flügel bestanden aus Strahlen, die sich immer bewegten. Ich sah auch andere Chöre der Engel und Schutzengel. Bei den heiligen Jungfrauen sah ich auch solche, die in der Ehe gelebt, z. B. die HI. Anna und viele aus der ersten Zeit, auch Kunigunde und andere keusche Frauen; aber Magdalena nicht. Tiere und Vögel sah ich keine in den Gärten. Ich sah, wenn ich vor mir niedersah, auf die Stufen, auf denen ich stand; rechts und links war es grau und blau gegen den Vorhang, hinter mir hinab sah ich wie Inseln allerlei Städte und Länder und Gärten liegen. Es waren irdische Gegenden, die hervortraten, je nachdem sich meine Seele nach ihnen wendete. Ich sah darin allerlei Betende und sah ihr Gebet wie beschriebene Bahnen, wie Zettel emporstreben, und diese gingen in die Brust der Heiligen und Engel hinein und strahlten aus ihren Angesichtern wieder leuchtender heraus, dem Throne GOTTES entgegen. Ich sah auch einzelnes Gebet schwarz niederfallen; und Gebet, das einzelne nicht vollenden konnten, sah ich durch andere unterstützen und emporbringen. Ich sah dies untereinander von Menschen und auch von Engeln und Heiligen. Ich sah besonders in den Engeln grosse Bewegung auf und nieder; auch die Heiligen bewegten sich. Ich sah vielfacher Not geholfen werden, z. B. Schiffen in Gefahr. Ich bin heute nacht ganz krank von meinem Führer heraufgebracht worden. Es war kurios, dass ich immer so begierig war, was auf der Seite hinter dem Vorhang noch stecken möge.» Später sagte sie nachträglich: «Ich glaube, ich habe am Kopfe geblutet in dem grossen Gesichte von der Fürbitte der Heiligen, denn da sah ich so vieles von dem bittern Leiden. Indem jeder Heilige den Teil seines Mitleidens dem Throne GOTTES für die Sünder aufopferte, sah ich alle diese Leiden und Mitgefühle, auch alle die Dornen aus der Krone und andere Passionssachen.»

 

Der hl. Rosenkranz in Bildern

Über die innere Würde und Kraft des heiligen Rosenkranzes hatte sie folgendes Gesicht: «Ich sah den Rosenkranz Mariä mit allen seinen Geheimnissen. Ein frommer Einsiedler hatte die Mutter GOTTES so verehrt und ihr in aller Einfalt von Blumen und Kräutern Kränze geflochten. Er hatte ein tiefes Verständnis von der Bedeutung aller Kräuter und Blumen, seine Kränze wurden immer tiefsinniger. Da erbat sich die hl. Jungfrau von ihrem Sohne eine Gnade für ihn, und er gab ihr den Rosenkranz.» Nun beschrieb Anna Katharina den Rosenkranz; aber es war dem Pilger unmöglich, ihre Worte zu wiederholen; ihr selbst war im Wachen unaussprechlich, was sie geschaut hatte. Sie sah den Rosenkranz von drei Reihen verschiedenfarbiger und gezackter Blätter umgeben, auf denen alle Geheimnisse der Kirche des Neuen und Alten Bundes in durchsichtigen Figuren dargestellt waren. In der Mitte des Rosenkranzes stand Maria mit dem Kinde; sie war auf der einen Seite von Engeln, auf der anderen von Jungfrauen umgeben, welche sich gegenseitig die Hände reichten. Alles an ihnen war nach Farbe, Stoff und Attribut das geheimste Wesen der Dinge bedeutend. Nun beschrieb sie die einzelnen Perlen des Rosenkranzes und begann mit dem Kreuz an der Koralle, bei welcher das Credo gebetet wird. Dies Kreuz wuchs aus einer Frucht, die dem Apfel des verbotenen Baumes glich. Es war durchbrochen, auch von bestimmter Farbe und voll kleiner Nägel. In seinem Innern stand das Bild eines Jünglings, aus dessen Hand eine Rebe wuchs, welche sich nach den Kreuzbalken herauszog, an denen andere Gestalten sassen, die von den Traubenbeeren saugten. Die Verbindung der einzelnen Körner bestand aus verschiedenfarbigen und geringelten Strahlen, wie Wurzeln, auch nach ihrer inneren natürlichen und mystischen Bedeutung. Jedes Paternosterkorn war wieder von einem besonderen Blätterkranz umgeben; aus seiner Mitte wuchs eine Blume, in welcher das Bild eines der Geheimnisse der Freuden und der Schmerzen Mariä erschien.

Die einzelnen Ave Maria waren Sterne von bestimmten Edelsteinen, auf denen nach der Ordnung die Patriarchen und Vorfahren Mariä in Handlungen abgebildet waren, welche sich auf die Herbeiführung der Menschwerdung und Erlösung bezogen. So umfasste der Rosenkranz Himmel und Erde, Gott und Natur und Geschichte und die Herstellung aller Dinge und des Menschen durch den Erlöser, der aus Maria geboren ist; und jede Figur, Stoff und Farbe war in ihrer wesentlichen Bedeutung zur Vollendung dieses göttlichen Kunstwerkes gebraucht.

So unbeschreiblich tief dieser Rosenkranz war, so rührend und kindlich ihre Beschreibung. Mit zitternder Freude ging sie von Blättchen zu Blättchen, von Figur zu Figur und beschrieb alles mit schneller, freudig banger Lebendigkeit wie ein lebhaftes Kind. «Dieses ist der Rosenkranz», sagte sie, «wie er von der Mutter GOTTES als die ihr liebste Andacht den Menschen gegeben worden. Wenige haben ihn so gebetet. Auf Erden ward er dermassen verstaubt und beschmutzt, dass Maria ihn mit ihrem Schleier wie mit einer Wolke bedeckt hat, durch welche er durchschimmert. Nur grosse Gnade, Einfalt und Frömmigkeit kann ihn noch verstehen; er ist verhüllt und entfernt, und nur Übung und Betrachtung bringt ihn näher.» (aus Geheimnisse des Allen und Neuen Bundes von A. -K. Emmerich)

 

Die Kraft des Gebets - wissenschaftlich bewiesen!

J. Stovell, ein bekannter amerikanischer Wissenschaftler, war früher als Atheist bekannt. Mit anderen Forschern arbeitete er jahrelang in der Atomwissenschaft. Dabei ging er manchmal Wege. die bis dahin unbekannt waren, und machte Entdeckungen, die nicht nur der Wissenschaft dienten, sondern auch seine Lebensanschauungen veränderten. Wir lassen ihn von seinen Erlebnissen erzählen:

«Ich war ein zynischer Atheist, der glaubte, dass Gott nichts anderes sei als eine Gedankenvorstellung der Menschen. An ein lebendiges göttliches Wesen, das uns alle liebt und das über uns Macht besitzt, vermochte ich nicht zu glauben. Eines Tages arbeitete ich in dem grossen pathologischen Laboratorium einer Klinik. Ich war mit der Aufgabe beschäftigt, die Wellenlänge und die Stärke der menschlichen Gehirnstrahlungen zu messen. So einigte ich mich mit meinen Mitarbeitern auf ein heikles Experiment. Wir wollten untersuchen, was bei dem Übergang aus dem Leben in den Tod innerhalb des menschlichen Gehirns vor sich geht. Dafür hatten wir eine Frau gewählt, die an tödlichem Gehirnkrebs litt. Sie war geistig und seelisch völlig normal, aber auffallend liebenswürdig und fröhlich. Wir wussten, dass sie im Sterben lag, und sie wusste es auch. Wir erfuhren, dass sie im Glauben an den persönlichen Erlöser Jesus Christus lebte. Kurz vor ihrem Tod stellten wir einen hochempfindlichen Apparat in ihr Zimmer, der uns anzeigen sollte, was sich in ihrem Gehirn während der letzten Minuten abspielen würde. Über dem Bett brachten wir zusätzlich ein winziges Mikrophon an, damit wir hören konnten, was sie spräche.»

Ein überwältigendes Erlebnis

«Inzwischen begaben wir uns in den angrenzenden Nebenraum. Wir waren fünf nüchterne Wissenschaftler, von denen ich wohl der verhärtetste war. Abwartend und doch von innerer Spannung erfasst, standen wir vor unseren Instrumenten. Der Zeiger stand auf Null und konnte bis zu 500° nach rechts in positiver Wertung und 500° nach links in negativer Wertung ausschlagen. Kurz zuvor hatten wir mit der gleichen Apparatur die Sendung einer Rundfunkstation gemessen, deren Programm mit einer Stärke von 50 Kilowatt in den Äther strahlte. Es handelte sich dabei um eine Botschaft, die rund um den Erdball getragen werden sollte. Bei diesem Versuch stellten wir einen Wert von +9° fest. Der letzte Augenblick der Kranken schien herbeigekommen. Plötzlich hörten wir, wie sie zu beten und GOTT zu preisen begann. Sie bat GOTT, all den Menschen zu vergeben die ihr in ihrem Leben Unrecht getan hatten. Dann verlieh sie ihrem festen Glauben an GOTT Ausdruck: «Ich weiss, dass Du die einzige zuverlässige Kraftquelle aller deiner Geschöpfe bist und bleiben wirst.» Sie dankte IHM für seine Kraft, mit der ER sie ein Leben lang getragen hatte, und für die Gewissheit, Jesu Eigentum sein zu dürfen. Sie bekundete IHM, dass ihre Liebe zu IHM trotz allem Leid nicht wankend geworden sei. Und im Hinblick auf die Vergebung ihrer Sünden durch das Blut Jesu Christi, klang aus ihren Worten eine unbeschreibliche Wonne. Sie brach schliesslich in Freude darüber aus, dass sie bald ihren Erlöser werde schauen dürfen.

Erschüttert standen wir um unser Gerät. Längst hatten wir vergessen, was wir untersuchen wollten. Einer schaute den andern an, ohne dass wir uns der Tränen schämten. Ich war derart gepackt von dem Gehörten, dass ich weinen musste wie seit meiner Kindheit nicht mehr. Plötzlich, während die Frau noch weiter betete, hörten wir ein Klicken am Instrument. Der Zeiger schlug bei +500° an und wippte immer wieder gegen die Abgrenzung. Die Strahlungsenergie überschritt den Wert unserer Skala. Unsere Gedanken jagten sich. Jetzt hatten wir durch technische Messungen erstmals eine unfassbare Entdeckung gemacht: das Gehirn einer sterbenden Frau, die mit Gott in Verbindung stand, entwickelte eine Kraft, die 55mal stärker war als jene weltweite Ausstrahlung der Rundfunkbotschaft. (Man erinnert sich des Nobelpreisträgers Dr. med. Alexis Carrel: «Das Gebet ist die stärkste Form von erzeugbarer Energie».)

Um unsere Beobachtungen weiterzuführen. einigten wir uns wenig später auf einen neuen Versuch. Dazu wählten wir einen nahezu geisteskranken Mann. Nachdem wir unsere Geräte aufgebaut hatten, baten wir eine Schwester. den Kranken in irgendeiner Form zu reizen. Der Mann reagierte darauf mit Schimpfen und Fluchen. Er missbrauchte sogar den Namen GOTTES auf lästerliche Art. Und wieder klickte es. Wie waren wir bewegt, als der Zeiger auf -500° stand und an der Abgrenzung aufschlug! Damit standen wir am Ziel unserer Entdeckung. Durch instrumentale Messung hatten wir festgestellt. was im Gehirn eines Menschen abläuft, wenn er eines der Zehn Gebote übertritt. Es war uns gelungen. auf wissenschaftlichem Weg die positive Kraft Gottes wie auch die negative Kraft des Widersachers einwandfrei nachzuweisen. Wir sahen klar, dass ein Mensch, der nach den göttlichen Geboten sein Leben orientiert und mit Gott in Verbindung steht, Kraft GOTTES ausstrahlt. Setzt man sich jedoch über den göttlichen Befehl Du sollst nicht hinweg, so findet man die Folgen in der Ausstrahlung negativer. d. h. satanischer Kräfte. In jenem Augenblick begann meine atheistische Weltanschauung zusammenzubrechen. Die Gedanken bestürmten mich: Sollte es nicht doch einen Gott geben, dem es möglich ist, die Botschaft zu empfangen, die durch das Gebet zu IHm gesandt wird? Dann stand ja auch ich vor dem Angesicht des allwissenden GOTTES! Die Lächerlichkeit meines Unglaubens wurde mir immer klarer. Weil ich ehrlich gegen mich selbst bleiben wollte. konnte ich mich der eindringenden Wahrheit nicht verschliessen. So wurde ich ein glücklicher Jünger Jesu, der an Jesus Christus als seinen persönlichen Heiland glauben lernte. Als früherer Atheist danke ich GOTT, dass ER mich, den Unwürdigen, mit Seinem HI. Geist und mit Seiner Kraft erfüllt hat».

Liebe Seele, wie würde der Zeiger dieser Skala bei Dir reagieren? Wenn du weisst, dass er negativ anzeigen würde, so bitte ich Dich, zu Jesus Christus zu kommen, denn ER spricht: “Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken» (Mt 11,28).

 

Das Beten hilft

Die Zeitung Medical Tribune schreibt (14. 3. 1986) von der Studie des Prof. Dr. Randy Byrd (Univ. of California). Er ist Herzspezialist, ein berühmter Kardiologe aus San Francisco, und hat eindeutig nachgewiesen, dass das Beten hilft. Dr. Byrd verglich die Genesung von etwa 400 gleich kranken Herzpatienten. Für 200 der Vergleichspersonen ersuchte er gläubige Katholiken, Protestanten und Juden, für die Kranken zu beten. Den Fürbittern waren Namen, Diagnose und Gesundheitszustand der Patienten bekannt. Und jetzt die Überraschung: Kranke, für die gebetet wurde, genasen schneller. Ich zitiere den Bericht: »Patienten, für die gebetet wurde, benötigten laut Dr. Byrd bedeutend seltener Antibiotika  
(3 gegenüber 16), erlitten seltener Lungenödeme  
(6 gegenüber 18) und mussten gegenüber 12 Patienten der Kontrollgruppe nicht intubiert werden.»

 

 

 

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